Mathe
Mathe
Das neue Symbol steht dabei stets auf der Seite des Doppelpunkts. Eine
solche Definition durch eine Gleichung stellt eine Rechenregel dar, so wie
jede andere allgemeingültige Gleichung auch.
Dieselbe Schreibweise tritt auf bei der Zuweisung eines Wertes oder einer
Formel zu einer Unbekannten. Beispiele:
Beispiel 2.2:
Wir wenden die Regel x · (y + z) = x · y + x · z an mit x := 1,
um (y + z) = y z zu schreiben.
Die allgemeine quadratische Gleichung ax2 + bx + c = 0 teilen
wir durch a 6= 0 und erhalten die sog. pq-Form x2 + px + q = 0,
indem wir allgemein setzen: p := b/a und q := c/a.
I natürliche Zahlen N.
Mit ihnen zählen wir Objekte ab: 1, 2, 3, 4 usw.. Auf diesen Zahlen sind
zunächst nur Addition und Multiplikation definiert, z.B. 3 + 4 = 7,
3 · 4 = 12. Deren Ergebnisse sind immer wieder natürliche Zahlen. Soll
die Null vorkommen dürfen, schreiben wir N0 .
2 Grundbegri↵e Seite 11
I ganze Zahlen Z.
Sie umfassen die natürlichen Zahlen und fügen ihnen ihre negativen
Entsprechungen und die Null hinzu: 0, 1, -1, 2, -2, 3, -3 usw.. Dadurch
sind auch die Ergebnisse von Subtraktionen ganzer Zahlen immer wie-
der ganze Zahlen.
I rationale Zahlen Q.
Sie umfassen die ganzen Zahlen und fügen ihnen die Brüche hinzu,
d.h. die Zahlenwerte aller Ausdrücke der Form p/q. Dabei sind p und
q 6= 0 beliebige ganze Zahlen. Die Ergebnisse beliebiger Anwendungen
der vier Grundrechenarten + · ÷ auf rationale Zahlen sind
immer wieder rationale Zahlen.
I reelle Zahlen R.
Sie umfassen alle rationalenpZahlen und dazu bekannte Zahlen wie
⇡ und Rechenausdrücke wie 2, für die es keine Brüche mit gleichem
Wert gibt. Diese Zahlen geben uns die größte Allgemeinheit beim prak-
tischen Rechnen. Eine reelle Zahl, die nicht rational ist, heißt irrational.
Wir können Zahlen mit unbekanntem Wert als Variablen schreiben. Da-
zu verwenden wir Buchstaben wie a, b, c, x, y, z als Platzhalter, mit denen
wir genauso rechnen können wie mit konkreten Zahlen. Wir können nur
die beteiligten Rechenoperationen nicht immer ausführen. Dies wird erst
möglich, sobald wir Zahlenwerte in Variablen einsetzen. Der rechnerische
Sinn von Variablen besteht darin, dass wir den Ablauf einer Berechnung
soweit wie möglich vorbereiten können. Das Einsetzen ist dann nur noch
der letzte Schritt zum Ergebnis.
x x·y
x+y
Seite 12 Brückenkurs
Für diese beiden Operationen gilt die bekannte Auswertungsreihenfolge
Punkt vor Strich. Punkt bzw. Strich meinen hier die grafische Erschei-
nung der beiden Operatorzeichen. Diese Regel besagt im Einzelnen:
(3 · 4) · 5 = 12 · 5 = 60 oder
3 · (4 · 5) = 3 · 20 = 60 .
2 Grundbegri↵e Seite 13
Diese Grundregeln verstehen sich allerdings nicht als Vorlage zur kreativen
Erzeugung analoger Regeln mit anderen Operationen, etwa x y = y x
etc. Es gelten genau diese sechs formulierten Regeln und keine anderen,
wie die Beobachtungen im nächsten Abschnitt zeigen. Wir können sie in
beliebiger Reihenfolge oder auch mehrfach anwenden. Entscheidend ist es
zu erkennen, welche Regel jeweils anwendbar ist. Die Assoziativregel gilt
nur bei zwei gleichen Operatoren, die Distributivregel dagegen nur bei zwei
verschiedenen. Beispiele:
(A) (K) (A)
1 + x + 2 = (1 + x) + 2 = (x + 1) + 2 = x + (1 + 2) = x + 3
(D)
(x + 1)(y + 1) = x (y + 1) + 1 (y + 1)
(D) (A)
= (xy + 1x) + (1y + 1 · 1) = xy + x + y + 1 .
Im unteren Beispiel ist ebenfalls zu sehen, dass in Verbindung mit Varia-
blen der Multiplikationspunkt als Symbol weggelassen werden kann. Per
Konvention wird für ein fehlendes Operatorzeichen dieser Punkt eingesetzt.
Seite 14 Brückenkurs
I Die Schreibweise x÷y soll entweder die Division deutlich herausstellen
oder es bei langen Operanden ermöglichen, dass sie sich in normaler
Schriftgröße in die Zeile einfügen: (x2 y 2 ) ÷ (x y).
Sie betont außerdem, dass es sich bei der Division um eine Punktrech-
”
nung“ wie die Multiplikation handelt und Vorrang hat vor Addition
und Subtraktion.
I Die Schreibweise x/y steht überall dort, wo ein allein stehender Bruch
aus zwei kurzen Operanden gebildet wird, etwa 3/5 oder ⇡/2. Hier steht
nicht die Division selbst im Vordergrund, sondern der Wert des Bruchs.
I Die Schreibweise x
y wird verwendet, um einen kleinen Bruch als Teil
einer längeren Formel zu schreiben oder um die Operanden in normaler
Schriftgröße zweizeilig zu setzen:
1 x2 y2 x+y
2 (x + y)
(x y)2
=
x y
.
2.5 Bruchrechnung
Die Arbeit mit Zahlenbrüchen fällt erfahrungsgemäß vielen mathematisch
Untrainierten schwer. Dabei ist sie der Schlüssel für den sicheren Umgang
mit Formeln im Allgemeinen und speziell mit Wurzelfunktionen. Bruch-
rechnung basiert auf einigen wenigen klaren Regeln, deren Anwendung man
nur zu üben braucht. Bitte nehmen Sie sich hierfür die nötige Zeit, sie zahlt
sich aus!
Brüche sind Zahlen, daher folgt ihre Umformung denselben drei Regeln
(K), (A), (D) (siehe 2.3). Zusätzlich verwenden wir zwei weitere einfache
Regeln:
2 Grundbegri↵e Seite 15
x 1
= x· für y 6= 0 Multiplikation mit Kehrwert
y y
x x·z
= für y, z 6= 0 Erweitern/Kürzen.
y y·z
w y w·y
· = für x, z 6= 0 Multiplikation
x z x·z
w y w·z
÷ = für x, y, z 6= 0 Division
x z x·y
w y w+y
+ = für x 6= 0 Addition (gleicher Nenner)
x x x
w y w·z+x·y
+ = für x, z 6= 0 Addition (versch. Nenner).
x z x·z
Die Regeln für die Subtraktion sind ganz analog zu denen der Addition:
auf beiden Seiten steht statt +.
Beispiel 2.3:
4 2 3 4 2·3 4 6 4 2
2 = · = = =
3 1 3 3 1·3 3 3 3
✓ ◆
1 1 1 1 1·4 1·3 1 1 1 · 12
÷ = ÷ = ÷ = = 6.
2 3 4 2 3·4 2 12 2·1
w y
Der Ausdruck ÷ ist ein Doppelbruch. Bestehen einzelne oder alle
x z
Variablen darin aus Teilformeln, so kann es zur Übersicht sinnvoll sein,
mehrere Bruchstriche untereinander zu schreiben. Beispiele:
x 1 x
x+1 x 1 x+1
1 x oder 1 .
x+1 + x 1 x+1
Seite 16 Brückenkurs
ders wichtig, wenn nur zwei Bruchstriche auftreten:
x
y x x x y x·z
= ÷z = y = x÷ = .
z y y·z z z y
In der Regel Addition (verschiedene Nenner) steckt die Idee, beide Brüche
mit dem Nenner des jeweils anderen zu erweitern:
w y w z y x w·z x·y w·z+x·y
+ = · + · = + = .
x z x z z x x·z x·z x·z
Es ist aber nicht immer notwendig, den Hauptnenner x · z zu bilden. Oft
ist dieser viel größer als nötig, was auf dem Papier vermeidbaren Rechen-
aufwand verursacht. Ein Beispiel:
2 1 2·6+9·1 12 + 9 21
+ = = = .
9 6 9·6 54 54
Der Ergebnisbruch ist noch ungekürzt, denn Zähler und Nenner enthalten
beide den kürzbaren Teiler 3. Wir können ihn deshalb einfacher schreiben
als 7/18. Das hätten wir in diesem Fall auch vorher wissen können, denn
beide Ausgangsnenner enthalten diesen gemeinsamen Teiler 3. Das Ziel
ist eigentlich nur, beide Brüche durch Erweitern auf denselben Nenner zu
bringen. Dabei kann diese 3 ignoriert werden, denn sie ist ja schon in beiden
enthalten. Im Beispiel reicht es, den ersten Bruch mit 6/3 = 2 zu erweitern
und den zweiten mit 9/3 = 3:
2 1 2 2 1 3 2·2 1·3 4 3 7
+ = · + · = + = + = .
9 6 9 2 6 3 9·2 6·3 18 18 18
Alternativ können wir vor der Addition den gemeinsamen Teiler ausklam-
mern und ihn anschließend wieder einmultiplizieren:
✓ ◆
2 1 1 2 1 1 7 7
+ = + = · = .
9 6 3 3 2 3 6 18
Da das für jeden gemeinsamen Teiler beider Nenner gilt, können wir den
besten Rechenvorteil gewinnen, wenn wir den größten gemeinsamen Teiler
finden. Das können wir für den schriftlichen Gebrauch durch Probieren er-
reichen. Taschenrechner, die eine explizite Bruchdarstellung unterstützen,
erledigen dies gleich mit.
Es sei angemerkt, dass man von einem sog. unechten Bruch spricht, wenn
der Betrag des Zählers größer ist als der des Nenners. In einem solchen
Fall ist es rechnerisch möglich, den ganzzahligen Anteil heraus zu kürzen,
sodass ein echter“ Bruch übrig bleibt. Beispiel:
”
8 6+2 6 2 2
= = + = 2+ .
3 3 3 3 3
2 Grundbegri↵e Seite 17
Manchmal wird dann etwas nachlässig 2 23 geschrieben. Diese Schreibweise
ist aber missverständlich, weil per Standard bei fehlendem Operatorzei-
chen der Multiplikationspunkt eingesetzt wird. Verzichten Sie auf diese
vermeintliche Bequemlichkeit!
I Zwei Größen dürfen nur dann addiert, subtrahiert oder verglichen wer-
den, wenn sie genau dieselbe Einheit haben. Die Summe bzw. Di↵erenz
besitzt dann auch selbst diese Einheit.
Eine Einheit kann elementar sein oder zusammengesetzt. In jedem Fall ist
sie spezifisch für eine physikalische Größe. So werden Streckenlängen an-
gegeben in der elementaren Einheit Meter (m) und Zeiten in der ebenfalls
elementaren Einheit Sekunde (s). Geschwindigkeiten haben die aus beiden
zusammengesetzte Einheit Meter pro Sekunde (m/s). An dieser Stelle kann
kein Exkurs in die Bezeichnungen der zahlreichen physikalischen Größen
gegeben werden.
Seite 18 Brückenkurs
Abkürzung gesprochen Faktor Abkürzung gesprochen Faktor
a atto 10 18 E exa 1018
f femto 10 15 P peta 1015
p pico 10 12 T tera 1012
n nano 10 9 G giga 109
µ micro 10 6 M mega 106
m milli 10 3 k kilo 103
c centi 10 2 h hekto 102
d dezi 10 1 da deka 101
verkleinernd vergrößernd
vgl. [Link] für Maßeinheiten
Für Zeiten gelten dieselben verkleinernden Faktoren (z.B. ms, µs, ns etc.).
Aus historischen Gründen besitzen die größeren Einheiten hier jedoch ei-
gene Namen, die sowohl einen Faktor als auch die Basiseinheit Sekunde
beinhalten:
Abkürzung von lat. gesprochen Faktor
min minutus Minute 60 = 60 s
h hora Stunde 3.600 = 60 min
d dies Tag 86.400 = 24 h
a annus Jahr 31.580.928 = 365.25 d
Die Umrechnung einer Einheit in eine andere Größenordnung erfolgt durch
ihren Faktor, der in die Zahlenrechnung eingeht.
Beispiel 2.4: Wollen wir Geschwindigkeiten von km/h in m/s umrechnen,
so beträgt der resultierende Faktor
km 1000 m 1 m
= = .
h 3600 s 3.6 s
Die Umrechnung erfolgt durch direktes Einsetzen dieser Beziehung:
1 m
90 km/h = 90 · /s = 25 m/s.
3.6
2 Grundbegri↵e Seite 19
Formen wir eine Formel um, in der Größen stehen, so müssen die obigen
Regeln in jedem Zwischenschritt eingehalten werden. Dies können wir zu
einer Probe verwenden, ob die Umformung korrekt sein kann (nicht unbe-
dingt muss). Oder ob wir eine Formel evtl. falsch behalten haben.
Beispiel 2.6: Die Beschleunigung einer Bewegung wird mit dem Buch-
staben a (von engl. acceleration) bezeichnet und besitzt die Einheit m/s2 .
Ein Körper, der aus der Ruhe mit konstanter Beschleunigung bewegt
wird, legt in der Zeitspanne T den Weg s = 12 a T 2 zurück. Falls wir in
dieser (häufig gebrauchten) Formel versehentlich das Quadrat 2 verges-
sen sollten, können wir diesen Fehler durch einen schnellen Einheiten-
vergleich auf beiden Seiten entdecken: die Strecke links hat die Einheit
m, das falsche Produkt aT rechts aber m/s2 · s = m/s.
An dieser Stelle folgt nur eine knappe Einführung der wesentlichen allge-
meinen Begri↵e um reelle Funktionen. Sie werden in den einzelnen Kapiteln
im Zusammenhang mit den dortigen speziellen Funktionenfamilien wieder
aufgegri↵en.
Eine reelle Funktion f beschreibt eine bestimmte Zuordnung von einer
reellen Eingabezahl x zu jeweils einer reellen Ausgabezahl f (x). Die all-
gemeine Schreibweise f (x) kann aufgefasst werden als Platzhalter für eine
ganze Formel, z.B. f (x) = 2x 1. Für gegebenes x wird der Ausgabewert
durch Einsetzen und Ausrechnen bestimmt.
Damit die Funktion f immer ausgewertet werden kann, müssen wir stets
angeben, welche Zahlen x in sie eingesetzt werden dürfen. Alle diese Zahlen
zusammen bilden den maximalen Definitionsbereich
p von f . Z.B. enthält
der max. Definitionsbereich von f (x) = x alle Zahlen x 0 und der
von f (x) = 1/x alle x 6= 0. Ein einzelner fehlender Wert, wie hier, heißt
eine Definitionslücke.
Reelle Funktionen können als Graph gezeichnet werden. Er entsteht, in-
dem wir in einem x-y-Koordinatensystem alle zulässigen Werte für x durch-
laufen und die Punkte (x, f (x)) markieren. An Hand des Graphen wird
visuell deutlich, welches Verhalten die Funktion f besitzt. Alle y-Werte,
die durch Einsetzen von x-Werten auftreten können, bilden zusammen den
Bildbereich der p Funktion. Bei f (x) = x2 etwa sind das alle y 0.
2
(Mehr zu x und x im Abschnitt 4.2.)
Seite 20 Brückenkurs
p 1
f (x) = x f (x) = f (x) = x2
x
y 0 y 0
x 6= 0
x 0 y 6= 0 x aus ganz R
2 Grundbegri↵e Seite 21
onsgraph von f 1 durch Spiegelung des Graphen von f an der diagonalen
Geraden mit der einfachen Formel y = x (in den Bildern gestrichelt).
1
f f
y=x
f (x) = 2x 1 = y |+1
2x = y + 1 |÷2
1
x = 12 (y + 1) =: f (y) .
Seite 22 Brückenkurs
f (x) f ( x)
f (x) f (x u) + v
v
u
2 Grundbegri↵e Seite 23
3 Einfache Gleichungen und Gleichungssys-
teme
Formel(x) = Ergebnis.
Wir sollen daraus alle möglichen korrekten Werte für die Zahl x bestimmen.
Beispiel 3.1: Fernfahrer Manfred fährt auf der Autobahn mit konstan-
ter Geschwindigkeit von 80 km/h. Wie lange braucht er (ohne Pausen),
um einen 680 km entfernten Kunden zu beliefern?
Die Physik weiß, dass zwischen Geschwindigkeit v, Zeitdauer t und Stre-
cke s der Zusammenhang v · t = s gilt. Hier sind v = 80 km/h und
s = 680 km gegeben und t gesucht. Durch Einsetzen lautet die Gleichung
also:
Sie ist leicht zu lösen, indem wir beide Seiten durch 80 km/h teilen:
Seite 24 Brückenkurs
Bei der Multiplikation und Division müssen wir den Wert Null vermeiden.
Die Multiplikation würde sonst die ganze Gleichung zu 0 = 0 machen,
woraus wir keine Unbekannte mehr bestimmen könnten.
Die Division durch Null ist gar nicht definiert. Denn wäre sie es, so müsste
gemäß der Regel x ÷ x = 1 gelten: 0 ÷ 0 = 1. Dies würde jedoch mit
anderen allgemeinen Rechenregeln zu einem unauflösbaren Konflikt führen:
0 2·0 0
2 = 2·1 = 2· = = = 1 Widerspruch!
0 0 0
Darauf müssen wir besonders achten, wenn wir durch einen variablen Aus-
druck teilen. Da er nicht Null werden darf, ergeben sich evtl. Einschränkun-
gen für die Variablen.
Die reelle Multiplikation hat die Eigenschaft, dass Null nur dann als
Ergebnis herauskommen kann, wenn mindestens ein Fakter gleich Null
ist. Damit können wir die Gleichung x2 x = 0 bequem zerlegen in
zwei einfachere Gleichungen:
x = 0 oder x 1 = 0.
1 ⇣ p ⌘
k 1 = k0 + p · · k0 = 1+ k0 .
100 100
Dies ist die bekannte Zinsformel. Die Indizes von k meinen die Anzahl
Verzinsungen: eine (1) bzw. keine (0).
Beispiel 3.3: Der sog. Bruttopreis wird berechnet, indem auf den Net-
topreis als Grundwert der Prozentsatz der Umsatzsteuer aufgeschlagen
wird. Wie hoch ist der Bruttopreis für einen Artikel, der im Einkauf
500 e netto kostet?
Der Steueraufschlag von 19% entspricht rechnerisch einer Verzinsung:
✓ ◆
Steuersatz
Bruttopreis = 1 + · Nettopreis
100
✓ ◆
19
= 1+ · 500 e = 1.19 · 500 e = 595 e.
100
Antwort: Der Artikel kostet brutto 595 e.
Beispiel 3.4: Ein Händler gibt im Schlussverkauf 20% Rabatt auf alle
seine Waren. Wieviel kostet jetzt eine Hose, die vorher 80 e gekostet
hat?
Der Rabatt von 20% entspricht rechnerisch einer Verzinsung mit nega-
tivem Zinssatz:
✓ ◆
Rabattsatz
Neupreis = 1 · Altpreis
100
✓ ◆
20
= 1 · 80 e = 64 e.
100
Seite 26 Brückenkurs
Antwort: Die Hose kostet jetzt nur noch 64 e.
Beispiel 3.5: Ist umgekehrt gefragt, etwa wie viel Prozent 10 von 250
10 p
beträgt, so ist damit die Gleichung = gemeint. Wir lösen sie
250 100
nach p auf und geben das Ergebnis mit dem Prozentzeichen an:
10
p = · 100 = 4% .
250
Der einfachste Typ reeller Funktionen heißt lineare Funktion. Ihr Graph
ist eine Gerade. Sie wird in einem x-y-Koordinatensystem beschrieben
durch die Gleichung
y = mx + n .
Der Wert m = y/ x gibt die Steigung der Geraden an. Das ist an-
schaulich die Steilheit des Graphen gegenüber der x-Achse. Die x-Achse
selbst ist die spezielle Gerade mit Steigung m = 0 und Achsenabschnitt
n = 0. Eine Gerade senkrecht zur x-Achse kommt allerdings nicht vor. Wir
können deshalb die y-Achse selbst nicht in Form dieser Gleichung angeben.
Beispiel 3.7: Wir berechnen die Nullstellen x0 von zwei der Geraden
im obigen Bild.
! 1 !
y = 2x0 + 3 = 0 | 3 y = 2 x0 2 = 0 |+2
2x0 = 3 | ÷ 2 1
2 x0 = 2 |·2
x0 = 3/2 x0 = 4 .
Finden Sie die allgemeine Formel, die die Nullstelle x0 der Geraden direkt
in m und n ausdrückt?
I Sind sie gleich, entscheiden die beiden Achsenabschnitte: Sind auch sie
gleich, sind die Geraden identisch, sonst parallel.
Es sei schon hier auf einen häufig anzutre↵enden Fehler hingewiesen: Die
wenigsten Funktionen f besitzen die Eigenschaft f (x + x0 ) = f (x) + f (x0 ).
Dies wird schon bei Geraden deutlich. Wenn diese Eigenschaft für eine
Gerade f (x) = mx + n gilt, so nur unter einer wichtigen Einschränkung,
Seite 28 Brückenkurs
die direkt daraus folgt:
Häufig spielt die absolute Größe einer Zahl eine Rolle, unabhängig von
ihrem Vorzeichen. Das Vorzeichen lässt sich ignorieren mit Hilfe der Be-
tragsfunktion:
|x|
(
x für x 0
| x | :=
x für x < 0 .
Beispiel 3.8: Der Abstand dist(x, y) zwischen zwei Zahlen x, y ist ein
Maß für ihre Entfernung voneinander auf der reellen Achse. Er soll die
folgenden Eigenschaften besitzen:
Wir erhalten diese, indem wir den Abstand definieren mit Hilfe der Be-
tragsfunktion: dist(x, y) := | x y | .
Entlang des Berliner Kurfürstendamms fahren mehrere Buslinien. Sie
halten (in etwa) bei den Hausnummern ni = 17, 26, 45, 62, 70, 90, 102,
114, 123, 130, 138, 152, 167, 181, 197, 217, 225.
Die dritte Regel entstammt aus der zweiten, da wir x÷y = x· 1/y schreiben
können. Mit der Addition ist der Betrag aber nicht vertauschbar, da zum
Beispiel gilt:
| 2 + ( 1) | = 1 6= 3 = | 2 | + | 1 | .
Das Auflösen einer Gleichung, in der ein Betrag vorkommt, führt im All-
gemeinen zu einer Fallunterscheidung.
Beispiel 3.9: In welchen Punkten schneiden sich die Graphen der Funk-
tionen f (x) = | x + 1 | und g(x) = 2x ?
Seite 30 Brückenkurs
Der Ansatz | x + 1 | = 2x ergibt y
zunächst eine Gleichung, in der wir f (x) = | x + 1 |
die Fallunterscheidung des Betrags
vornehmen müssen:
(
x + 1 = 2x für x + 1 0
(x + 1) = 2x für x + 1 < 0 . 1 x
1. Fall: 2. Fall:
x + 1 = 2x | x x 1 = 2x |+x
1 = x 1 = 3x |÷3
1
3 = x .
1. Fall: x + 1 = 1 +1 = 2 0 ! OK
1 2
2. Fall: x + 1 = 6 0 ! falsch.
3 +1 = 3 <
In der Skizze oben ist zu sehen, dass dieses rechnerische Ergebnis stimmt.
Alternativ können wir eine Probe mit der Ausgangsgleichung machen:
1. Fall: 2. Fall:
| x + 1 | = 2x | x + 1 | = 2x
|1 + 1| = 2 · 1 | 13 + 1 | = 2 · ( 1
3)
2 2
2 = 2 3 = 3
OK falsch.
Die hier gezeigte formale Arbeitsweise eignet sich dazu, auch ohne An-
schauung zu einem korrekten Ergebnis zu kommen.
a b a a+b
8
>
< keine Lösung für b < 0
|x a| = b wird zu: x=a für b = 0
>
:
x = a b oder x = a + b für b > 0 .
Null spielt beim Betrag also eine Sonderrolle: nur für den Wert b = 0 exis-
tiert eine eindeutige Auflösung.
Seite 32 Brückenkurs
I Einsetzen. Wir setzen das y der ersten Gleichung für das y der zwei-
ten Gleichung ein. Dadurch wird y eliminiert und wir erhalten eine
Gleichung mit nur noch der anderen Variablen x:
62 e + 34 x = 255 e + 12 x | 12 x 62 e
1
4 x = 193 e |·4
x = 772 e.
Wir können durch Einsetzen in die andere Gleichung eine Probe ma-
chen:
y = 62 e + 34 · 772 e = 641 e.
I y = 62 e + 34 x |·4
II y = 255 e + 12 x |·6
4I 4y = 248 e + 3 x
6 II 6y = 1530 e + 3 x 6 II 4 I
2y = 1282 e |÷2
y = 641 e.
Beide Verfahren brauchen etwas Übung. Zum Einsetzen muss eine Glei-
chung nach einer Variable aufgelöst werden. Zur Elimination braucht es
dasselbe Vielfache derselben Variablen.
Lineare Gleichungen mit zwei Variablen lassen sich im x-y-Koordinaten-
system als Geraden darstellen, siehe Beispiel 3.6. Ein Gleichungssystem
mit zwei Gleichungen fragt nach deren Schnittpunkt(en).
Seite 34 Brückenkurs
4 Potenzen, Wurzeln, Exponentiale
Die bekannte Schreibweise xn für Potenzen ist eine Abkürzung für die
fortgesetzte Multiplikation der reellen Zahl x mit sich selbst zu einem Pro-
dukt:
x heißt die Basis der Potenz und n ihr Exponent. Aus dieser Definition
folgen die bekannten Potenzgesetze:
Diese Rechenregeln sind leicht zu merken, wenn wir ihre Entstehung be-
trachten:
xm · xn = x · . . . · x · x · . . . · x = x · . . . · x = xm+n
| {z } | {z } | {z }
m Faktoren n Faktoren m+n Faktoren
Wie ergeben sich die Quotient- und die Potenz der Potenz -Regel?
Wir können allgemein mit ganzzahligen (also auch negativen) Exponen-
ten n rechnen, wenn wir drei weitere Regeln beachten:
Die bekannte Regel Punkt vor Strich (siehe 2.3) besitzt eine Erweiterung
für Potenzen:
5 + 8 · 32 = 5 + 8 · 9 = 5 + 72 = 77
(5 + 8 · 3)2 = (5 + 24)2 = 292 = 841
5 + (8 · 3)2 = 5 + 242 = 5 + 576 = 581
(5 + 8) · 32 = 13 · 9 = 117 .
Seite 36 Brückenkurs
4.2 Potenzen als Funktionen, Wurzeln
Auch die Potenzen f (x) = xn sind reelle Funktionen. Ihr maximaler
Definitionsbereich hängt von n ab, wie wir aus den Rechenregeln ersehen
können. Für n > 0 ist er ganz R, für n 0 müssen wir x 6= 0 beachten.
x19 x 19
x5 x 5
x3 x 3
1
x
1 x1 1
-1 -1
1 1
-1 -1
x4 x20 x 20
6
x
x6
4
x
x2
1 1
2
x
p
n
1
x := x n .
p
Der Graph von n x entsteht durch Spiegelung des Graphen von xn an der
Winkelhalbierenden (gestrichelt). Hier die Beispiele x2 und x3 :
3 3
2
x x3
2 2
p p
1 x 1 3
x
0 0
-1 -1
-2 -2
-3 -3
-3 -2 -1 0 1 2 3 -3 -2 -1 0 1 2 3
Potenzen mit geraden Exponenten n = 2, 4, 6, . . ..
Damit beim Spiegeln der quadratischen Parabel y = x2 (linkes Bild)
tatsächlich eine Funktion entsteht, muss es für jedes y genau ein x ge-
ben. Um das zu erreichen, schränken wir den Definitionsbereich ein auf
x 0 und den Wertebereich auf y 0. Dies entspricht dem 1. Quadran-
ten, also dem oberen rechten Viertel des Koordinatensystems.
p Die Umkehr-
funktion der Quadratfunktion heißt die Quadratwurzel x.
p
Analog gilt für alle geraden Wurzeln n x :
Seite 38 Brückenkurs
I sie können aus allen reellen Zahlen x gezogen werden
I sie liefern als Ergebnis immer Werte mit demselben Vorzeichen wie x
p
I sie erfüllen die Gleichung n
xn = x.
Beispiel 4.5: Wie können wir den s folgenden Ausdruck soweit wie
p p x3
möglich vereinfachen? x · 3 y2 · 6 .
y
Wir schreiben die Wurzeln nach ihren Definitionen als Bruchpotenzen
um und wenden die Potenzregeln an:
1
⇣ x3 ⌘ 1 p
2 13 6 1 2 3 1 1 3 2 1 1
x (y )
2 = x2 y 3 x6 y 6 = x2+6 y 3 6 = x1 y 2 = x y .
y
Beispiel 4.6: Wir wollen aus Draht die Kanten eines Würfels mit dem
Volumen von 0.5 m3 biegen. Welche Gesamtlänge an Draht wird dafür
benötigt?
Es bezeichne s die Kantenlänge des gesuchten Würfels. Er hat das Vo-
lumen s3 = 0.5 m3 . Daraus erhaltenp wir durch Anwendung der Um-
3
kehrfunktion dritte Wurzel : s = 0.5 m. Der Würfel besitzt 12 Kanten
dieser Länge s. Wir benötigen also
p3
12 s = 12 0.5 m ⇡ 9.53 m Draht.
Beispiel 4.7: Eine Bank bietet uns eine zweijährige Anlage an mit 2%
Zins im ersten Jahr und 10% im zweiten Jahr. Sie verspricht uns dabei
einen Durchschnittszins von 6%. Was halten wir davon?
Wenn wir das Kapital k0 anlegen, können wir die Zinsformel (Ab-
schnitt 3.2) zweimal anwenden und haben nach dem Modell der Bank
nach zwei Jahren
✓ ◆✓ ◆
2% 10%
k2 = 1 + 1+ k0 = 1.02 · 1.10 k0 = 1.122 k0 .
100 100
Der Durchschnittszins p > 0 gilt in beiden Jahren gleich und muss
dasselbe Ergebnis erreichen:
⇣ p ⌘2
1+ k0 = 1.122 k0 | ÷ k0
100
⇣ p ⌘2 p
1+ = 1.122 | · , (beiden Seiten sind 0)
100
p p p
1+ = 1.122 | Betrag auflösen: 1 + 0
100 100
p p
1+ = 1.122 | 1, ·100
100 p
p = 100 ( 1.122 1)
⇡ 5.92 % .
Seite 40 Brückenkurs
Anmerkung: die Wurzel aus dem Quadrat ist zunächst gleich dem Betrag.
Erst im nächsten Schritt spielt die Eigenschaft 1 + p/100 0 eine Rolle
und der Betrag wird nur in seinem ersten Fall benutzt: | x | = x für
x 0.
Die äußeren beiden Fälle sind rechnerisch äquivalent durch einfache Mul-
tiplikation mit 1 und können zusammengefasst werden. Das ist ebenso
der Fall bei den inneren beiden Fällen. Als Lösungen bleiben wie erwartet
stehen: a = b (falls a · b 0) und a = b (falls a · b < 0).
In Beispiel 4.11 sehen wir eine zweite Möglichkeit, um diese beiden
Lösungen systematisch zu erhalten.
p p
Beispiel 4.9: Die Gleichung 2x + x + 1 = 0 besitzt o↵ensichtlich
keine Lösung, da zwei verschiedene nichtnegative Zahlen addiert niemals
Null ergeben können. Ein falsches Vorgehen zur Lösung könnte trotzdem
wie folgt aussehen — finden Sie den Fehler?
p p p
2x + x + 1 = 0 | x+1
p p
2x = x+1 | (. . .)2
2x = ( 1)2 (x + 1) = x + 1 | x
x = 1.
Während wir kaum ein Gefühl für den Wert des linken Bruches haben,
können wir den rechten Bruch mit einfachem Nenner gut abschätzen:
1 p 1 1
( 3 + 1) ⇡ (1.73 + 1) = · 2.73 ⇡ 1.37 .
2 2 2
Ihre besondere Bedeutung erlangen die binomischen Formeln durch das
Lesen von rechts nach links, denn dabei wird aus einer Summe ein Produkt
geformt: die Summe wird faktorisiert. Das zu können ist nützlich bei
der Auflösung vieler Gleichungen, deren eine Seite Null ist, vgl. Beispiel
4.16 (S. 46). Eine andere Anwendung ist die Teilbarkeit eines ganzzahligen
Ausdrucks durch eine bestimmte ganze Zahl bzw. einer Formel durch eine
andere.
Beispiel 4.11: Für welche Zahlenpaare a, b gilt a2 = b2 ?
Wir formen die Bedingung a2 = b2 um zu a2 b2 = 0 und faktorisieren
sie mit der dritten binomischen Formel: (a + b)(a b) = 0. Jeder der
beiden Faktoren liefert eine neue Gleichung: a + b = 0 bzw. a b = 0.
Antwort: Die Gleichung wird erfüllt von den beiden Zahlenpaaren mit
a = b bzw. a = b.
Beispiel 4.12: Der bekannte Satz des Pythagoras (siehe auch 5.2)
interpretiert drei reelle Zahlen a, b, c mit der Eigenschaft a2 + b2 = c2
als Seitenlängen eines rechtwinkligen Dreiecks. Bereits in den natürli-
chen Zahlen gibt es unendlich viele Dreiergruppen, die diese Bedingung
Seite 42 Brückenkurs
erfüllen. Sie heißen nach dieser Eigenschaft pythagoräische Zahlentripel.
Sie entstehen auf folgende Weise. Wir wählen zwei beliebige natürliche
Zahlen m, n mit m > n aus und definieren
a := m2 n2 , b := 2mn , c := m2 + n2 .
a2 + b 2 = (m2 n2 )2 + (2mn)2
= (m4 2m2 n2 + n4 ) + 4m2 n2
= m4 + 2m2 n2 + n4
= (m2 + n2 )2
= c2 .
Beispiel 4.13: Warum ist der Wert des Ausdrucks n3 n für jede
natürliche Zahl n durch 6 ohne Rest teilbar?
Wir faktorisieren diesen Ausdruck:
f (x) = a x2 + b x + c
hat als Graph eine Parabel. Diese besitzt als markante Eigenschaft einen
Extremwert, der als Scheitelpunkt zu erkennen ist, siehe Bild von x2 in
Abschnitt 4.1. Eine Parabel ist immer symmetrisch zur senkrechten Gera-
den durch diesen Scheitel. Hier einige typische“ Parabeln:
”
Seite 44 Brückenkurs
y
y = x2
s
+y
y = (x xS ) 2 + yS .
xs ) 2
(x
y=
Im allgemeinen Fall a 6= 1 lauten
diese Koordinaten wie folgt:
•
ys
2
b b •
xS = , yS = c . xs x
2a 4a
f (t) = 5 t2 + 10 t + 15 .
s
p p2
x1,2 = ± q .
2 4
x1 + x2 = p und x1 · x2 = q .
Beispiel 4.15: Martina ist 4 Jahre jünger als ihr Bruder Chris. Vor
einem Jahr war das Produkt ihrer beiden Alter gleich 117. Wie alt ist
Martina heute?
Sei x Martinas heutiges Alter. Die Bedingungen führen auf die Gleichung
(x 1)(x + 3) = 117, die wir umformen können zu x2 + 2x 120 = 0.
Wir lesen ab: p = 2 und q = 120. Dann berechnen wir zunächst die
Diskriminante:
p2 22
q = + 120 = 121 > 0 ,
4 4
d.h. es gibt zwei mögliche Lösungen. Diese sind
p p
x1 = 1 + 121 = 10 und x2 = 1 121 = 12 .
Dieser negative Wert ist für ein Alter o↵enbar unsinnig. Eine Probe mit
dem Satz von Viëta können wir trotzdem machen:
x1 + x2 = 10 12 = 2 = p
x1 · x2 = 10 · ( 12) = 120 = q .
Seite 46 Brückenkurs
Für jede Zahl x mit x3 = 1 ist die linke Seite dieser Gleichung Null,
daher muss auch die rechte Seite gleich Null sein. Das ist sie entweder
für x = 1 (erster Klammerfaktor ist Null) oder wenn der zweite Faktor
Null ist. Wir lesen aus x2 + x + 1 = 0 die Werte p = q = 1 ab und
berechnen die Diskriminante:
p2 12 3
q = 1 = < 0.
4 4 4
Diese quadratische Gleichung besitzt also keine Nullstellen.
Antwort: Die einzige reelle Lösung der Gleichung x3 = 1 ist x = 1.
p
Beispiel 4.17: Welche Zahlen x erfüllen die Gleichung x + x = 2 ?
Um durch Quadrieren die Wurzel aufzuheben, subtrahieren wir das x
zunächst auf die rechte Seite:
p
x+ x = 2 | x
p
x = 2 x | (. . .)2
x = (2 x)2 = 4 4x + x2 | x
0 = x2 5x + 4 pq-Formel
r⇣ ⌘ r
5 5 2 5 25 16
x1,2 = ± 4 = ±
2 r 2 2 4 4
5 9 5 3 5±3
= ± = ± =
2 4 2 2 2
also x1 = 1 oder x2 = 4 .
Aber Achtung: Wir haben quadriert, ohne das Vorzeichen der rechten
Seite zu kennen! Wir müssen deshalb eine Probe machen und die beiden
Lösungen in die Ausgangsgleichung einsetzen:
p p
x1 + x1 = 1 + 1 = 1 + 1 = 2 ! OK
p p
x2 + x2 = 4 + 4 = 4 + 2 = 6 ! falsch.
p
Antwort: Die Gleichung x + x = 2 besitzt die einzige reelle Lösung
x = 1.
Bei dieser ist die Basis a konstant und der Exponent x variabel. Auch hier
umfasst der max. Definitionsbereich ganz R. Die folgende Abbildung zeigt
die Graphen einiger Exponentialfunktionen:
15
( 1e )x 1 x
( 10 ) 10x ex
10
5
( 12 )x 2x
-3 -2 -1 1 2 3
Beispiel 4.18: Aus Abschnitt 3.2 kennen wir die Zinsformel. Wenn die
Zinsbeträge nach Erhalt angelegt bleiben, erhalten wir nach zweifacher
Verzinsung:
⇣ p ⌘ ⇣ p ⌘⇣ p ⌘ ⇣ p ⌘2
k2 = k1 1 + = k0 1 + 1+ = k0 1 + .
100 100 100 100
⇣ p ⌘n
kn = k0 1+ .
100
Seite 48 Brückenkurs
ax · ay = ax+y Produkt mit gleichen Basen
ax
= ax y
Quotient mit gleichen Basen
ay
ax · bx = (ab)x Produkt mit gleichen Exponenten
ax ⇣ a ⌘x
= Quotient mit gleichen Exponenten
bx b
(ax )y = ax·y Potenz der Potenz
✓ ◆x
x 1 1
a = x = Vorzeichenwechsel im Exponenten
a a
a0 = 1 für alle a > 0
a1 = a für alle a > 0 .
x = loga b
der Logarithmus von b zur Basis a. Logarithmen sind also gesuchte Expo-
nenten.
4 y 4 y
x
2
3 3
2 2
1 log2 x 1 ( 12 )x
0 0
x x
-1 -1 log 12 x
-2 -2
-2 -1 0 1 2 3 4 -2 -1 0 1 2 3 4
Dieser entscheidende Unterschied zwischen den Exponentialfunktionen ax
und den Potenzfunktionen xn wird an Hand der Funktionsgraphen deut-
Außerdem müssen wir jetzt den einen Wert a = 1 ausnehmen, denn die
Funktion 1x = 1 ist konstant und kann nicht umgekehrt werden. Es gibt
deshalb keine Funktion log1 x.
Beispiel 4.19: Ein Stück Papier hat eine Dicke von 0.1 mm. Angenom-
men, wir haben ein sehr großes Blatt zur Hand, das wir immer wieder
in der Mitte umfalten wollen. Wie oft müssten wir es falten (wenn das
technisch ginge), sodass es so dick wird wie die ca. 7000 km lange Strecke
entlang der Erdoberfläche zwischen Berlin und New York?
Bei jedem Falten verdoppelt sich die Dicke des Blattes. Nach dem ersten
Mal hat es die Dicke 0.2 mm, nach dem zweiten Mal 0.4 mm usw. Nach
n-maligem Falten beträgt die Dicke 2n · 0.1 mm. Gesucht ist dasjenige n,
Seite 50 Brückenkurs
für das gilt:
L = 10 · log10 II0 | ÷ 10
L
10 = log10 II0 | 10(...) Umkehrung
L I
10 10 = 10log10 I0 = I
I0 | · I0
L
I0 · 10 10 = I.
Die drei wird“-Regeln sind der Grund für den durchschlagenden Erfolg,
”
den die Logarithmusfunktionen seit ihrer Entdeckung Anfang des 17. Jahr-
hunderts hatten. Sie besagen, dass wir eine (relativ aufwändige) Multipli-
kation oder Potenz ersetzen können durch eine (relativ leichte) Addition
bzw. Multiplikation. Dies gewinnen wir, indem wir statt mit den Zahlen
x, y mit ihren Logarithmen rechnen. Die Basis a ist dabei sogar egal.
c Jakob Scholbach
[Link] ! Rechenschieber
f (x + T ) = 2 f (x) .
Seite 52 Brückenkurs
Wir setzen die konkrete Formel von f ein und lösen nach T auf:
Nach diesem Schritt kommt auf der linken Seite die erste Umkehrungs-
Regel zum Zuge, auf der rechten Seite die Basistransformations-Regel
mit a := 10:
log10 2 0.30103
T = ⇡ ⇡ 3.80 .
log10 1.2 0.07918
Bogenmaß Gradmaß
= .
2⇡ 360
2⇡ ⇡
Beispiel 5.1: Der Winkel 45 entspricht im Bogenmaß · 45 = .
360 4
2⇡ 360 2⇡
Der Winkel entspricht im Gradmaß · = 120 .
3 2⇡ 3
In Dreiecken liegen alle Winkel zwischen 0 und 180 (Gradmaß) bzw.
zwischen 0 und ⇡ (Bogenmaß). Es lohnt sich, die folgenden speziellen Werte
zu kennen:
Seite 54 Brückenkurs
Wichtige Beziehungen von Winkeln sind:
↵
↵
↵
Stimmen zwei Dreiecke 4ABC und 4A0 B 0 C 0 überein in zwei ihrer Winkel,
heißen sie ähnlich. Dann stehen alle einander entsprechenden Seitenpaare
im selben Verhältnis zueinander.
Angenommen, zwei parallele Geraden schneiden
zwei nichtparallele. Dann stimmen die Dreiecke
4ABC und 4AB 0 C 0 überein im Winkel bei A C0
sowie in den beiden Stufenwinkeln bei B und B 0 . C
Durch die Ähnlichkeit gilt der bekannte Strah-
lensatz:
A
|AB| |AC| |BC|
B B0
= = .
|AB 0 | |AC 0 | |B 0 C 0 |
Cheops-
H Pyramide
h Stab
s S
Da die Sonne paralleles Licht auf die Erde wirft, stehen nach dem Strah-
lensatz bei allen beleuchteten Objekten Höhe und Schattenlänge im sel-
ben Verhältnis. Hier ein mögliches Zahlenbeispiel:
s = 2.00 m h = 1.63 m S = 180 m
h H h
aus dem Strahlensatz = wird: H = · S = 146.7 m.
s S s
Anmerkung: Die Strecke S muss, wie in der Skizze zu sehen, durch zwei
Teilstrecken bestimmt werden.
Ein Winkel der Größe 90 (bzw. ⇡/2 im Bogenmaß) wird als rechter Win-
kel bezeichnet und in Skizzen zusätzlich mit einem Punkt markiert.
Ein Dreieck, das einen rechten Innen- C
winkel enthält, wird als rechtwinkliges
Ka
Seite 56 Brückenkurs
Die folgenden Sätze über rechtwinklige Dreiecke 4ABC mit Katheten a, b
und der Hypotenuse c sind sehr bekannt. h ist die Länge der Höhe von C
auf die Hypotenuse, die durch sie in die Abschnitte p und q geteilt wird.
Die Werte der Multiplikationen lassen sich wie in Abschnitt 2.3 interpre-
tieren als Flächen von Rechtecken. Das folgende Bild zeigt, wie:
Pythagoras
Kathetensätze
h h2
q
C
pq p
b2 b a
Höhensatz
q p a 2
A c B
C
C
c2 qc pc
A Thalessatz B
Die Gültigkeit dieses Satzes ergibt sich unmittelbar durch eine Flächenver-
legung, wie sie in der folgenden Skizze zu sehen ist.
Links sind zwei Quadrate mit den Seitenlängen b bzw. a zu sehen. Auf
ihrer gemeinsamen Basislinie wird von links her die Länge von a abgetragen
(Strecke ED). Der Punkt D wird dann sowohl mit A als auch mit B durch
eine gerade Strecke verbunden. Die beiden entstehenden grauen Dreiecke
sind rechtwinklig und kongruent. Sie werden um die Punkte A bzw. B um
90 gedreht und bilden dann mit der Restfläche das weiße Quadrat (Bild
rechts). Dessen Seitenlänge ist gleich der Länge der Dreieckshypotenuse c.
Es gibt viele weitere Beweise.
c [Link]
Beispiel 5.5: Wir können mit Hilfe des Satzes von Pythagoras die
Länge ` eines herabhängenden Seils bestimmen, ohne sie direkt zu mes-
sen (z.B. weil keine Leiter zur Hand ist). Dazu ziehen wir das untere
Seilende ein Stück weit zur Seite, halten es stramm und messen (evtl. zu
zweit) die Abweichung von seinem Ruhepunkt in x- und in y-Richtung.
Diese beiden Messungen könnten z.B. x = 72 cm und y = 8 cm lauten.
Seite 58 Brückenkurs
Das Seil wird dadurch mit seiner Länge ` zur
Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks mit
den Kathetenlängen ` 8 cm und 72 cm. Der
Satz des Pythagoras liefert uns die folgende
Gleichung, die wir weiter nach ` auflösen:
` `
(` 8 cm)2 + (72 cm)2 = `2
(`2 ` · 16 cm + 64 cm2 ) + 5184 cm2 = `2
5248 cm2 = ` · 16 cm
y
5248 cm2
` = = 328 cm . x
16 cm
In Abschnitt 5.4 sehen wir eine weitere Anwendung des pythagoräischen
Satzes. Die Kathetensätze können ebenfalls auf vielfache Weise bewiesen
werden. Hier sei ein Beweis vorgestellt, der sich gut als Übung im formalen
Rechnen eignet.
Das rechtwinklige Dreieck 4ABC C
wird durch seine Höhe h unterteilt in
zwei kleinere rechtwinklige Dreiecke. b a
Für sie gilt wieder der Satz des Py- h
thagoras: q p
A c B
a2 = p 2 + h 2 und b2 = q 2 + h2 .
a2 b2 = (p2 + h2 ) (q 2 + h2 ) = p2 q 2 = (p + q)(p q) .
5.3 Kreise
Ein Kreis K(M, r) besteht formal aus allen Punkten, die von dem fes-
ten Mittelpunkt M denselben Abstand r (Radius) haben. Ein Kreis kann
bestimmt werden durch
Seite 60 Brückenkurs
P P
r
M M
Q
(x xM )2 + (y yM ) 2 = r 2 .
x2 + y 2 + 2(x y) = 2
(x2 + 2x) + (y 2 2y) = 2 quadr. Ergänzung
(x2 + 2x + ( 22 )2 ) + (y 2 2y + ( 22 )2 ) = 2 + ( 22 )2 + ( 22 )2
(x + 1)2 + (y 1)2 = 4 = 22 .
Als Letztes berechnen wir aus den x-Werten die y-Werte der Schnitt-
punkte, indem wir sie in die Geradengleichung einsetzen
y1 = x1 + 12 = 4 + 12 = 8
y2 = x2 + 12 = 6 + 12 = 6 .
Antwort: Gerade und Kreis schneiden einander in den Punkten (4, 8) und
(6, 6). Vollziehen Sie diese Rechnung durch eine Skizze nach und machen
Sie eine Rechenprobe durch Einsetzen der Punkte in die Kreisgleichung!
Als geschlossene ebene Figur hat ein Kreis einen Umfang und einen Flächen-
inhalt. Diese hängen nur vom Radius r ab und der berühmten Konstanten
⇡ ⇡ 3.141592653 . . .:
Umfang = 2⇡ r Flächeninhalt = ⇡ r2 .
Seite 62 Brückenkurs
↵
Umfanganteil U = · 2⇡ r = ↵ r
2⇡
↵ ↵ 2
Flächenanteil F = · ⇡ r2 = r .
2⇡ 2
| Gegenkathete von | b
sin := = c
| Hypotenuse | c b
| Ankathete von | a •
cos := = a
| Hypotenuse | c
In den Formeln be-
| Gegenkathete von | b deuten die Betrags-
tan := = .
| Ankathete von | a striche Länge von“.
”
Oft wird, wie hier, vereinfacht sin2 := (sin )2 und cos2 := (cos )2 ge-
schrieben. Außerdem ist
b sin
sin c b c b tan =
= a = · = = tan . cos
cos c c a a
Prüfen Sie diese beiden wichtigen Beziehungen in der obigen Tabelle nach!
a b c ↵
= = .
sin ↵ sin sin c
Seite 64 Brückenkurs
durch einen Bach (hellblau) getrennt, sodass die direkten Entfernungen
|AP | und |BP | berechnet werden müssen. Dazu messen wir die beiden
Winkel ↵ = ^P AB = 46 und = ^ABP = 62 .
Wir berechnen zunächst den dritten Win- P
kel:
= ^BP A = 180 ↵ = 72 . ? ?
Nach dem Sinussatz wissen wir, dass gilt:
↵
|BP | |AP | |AB|
= = . A B
sin ↵ sin sin
Der dritte Bruch ist vollständig bekannt und wir können nach den beiden
unbekannten Streckenlängen auflösen:
|AB| 86 m
|AP | = sin ⇡ · 0.8829 ⇡ 79.84 m
sin 0.9511
|AB| 86 m
|BP | = sin ↵ ⇡ · 0.7193 ⇡ 65.05 m .
sin 0.9511
Wenn von einem allgemeinen Dreieck die Rede ist, assoziieren wir damit
meist eines wie in den Skizzen oben: mit drei spitzen Winkeln. Es darf aber
nicht übersehen werden, dass auch stumpfe Winkel in der Geometrie eine
Rolle spielen.
In der Skizze rechts ist
zu erkennen, dass die bei- B
den Dreiecke 4ABC und
4AC 0 B dieselbe Seite c
und dieselbe Höhe hb be- hb c
sitzen. Demnach gilt: ↵ ↵0
hb C A C0
sin ↵ = = sin ↵0 .
c
Die beiden Winkel sind aber nicht gleich, sondern stehen im Verhältnis
↵ + ↵0 = 180 . Diese Zweideutigkeit muss bei Berechnungen stets bedacht
werden.
Beispiel 5.13: Das unten skizzierte Dreieck soll festgelegt werden durch
seine Grundseite c, den Winkel und die Länge der Seite b.
b c
=
sin sin 2
sin c
sin = c· .
b
Um zu erhalten, müssen wir die Funktion arcsin verwenden, siehe 5.5.
Diese liefert immer höchstens einen rechten Winkel, also hier den klei-
neren 1 . Mit Hilfe der obigen Beobachtung wird das kleinere Dreieck
bestimmt durch 2 = 180 1.
a2 = b 2 + c 2 2 b c cos ↵ .
Natürlich können wir diese Formel auch nach ↵ auflösen. Dazu benötigen
wir die Funktion arccos, siehe 5.5.
Seite 66 Brückenkurs
|AB|2 =|AP |2 + |BP |2 2 |AP | |BP | cos
=(96 m)2 + (82 m)2 2 · 96 m · 82 m · cos 50
⇡ 9216 m2 + 6724 m2 15744 m2 · 0.6248
⇡ 5838 m2 .
p
Daraus erhalten wir |AB| ⇡ 5838 m2 ⇡ 76.4 m.
ist •
⇣x y ⌘ P2 (x2 , y2 )
1 1
P1 (x1 , y1 ) = , = (cos ↵, sin ↵) ,
c c
sodass (cos ↵, sin ↵) die Koordinaten von P1 sind. Der Winkel < 0
definiert den Punkt P2 auf dem Einheitskreis. Es wird festgelegt, dass auch
Beispiel 5.15: Im Bild ist zu sehen, dass x2 = 1/2. Der Satz des
Pythagoras bringt
q q p
2 2
1 = x2 + y2 , also | y2 | = 2
1 x2 = 1 4 = 23 .
1
p p
Deshalb muss y2 = 3/2 sein. Wegen sin = | y2 | = 3/2 wird aus der
Bogenmaß-Tabelle (S. 54) = ⇡/3 (entspricht 60 ) abgelesen. Damit ist
= (⇡ ) = 2⇡/3 (entspricht 120 ). Konkret ist hier
⇣ p ⌘ ⇣ ⌘
1 3 2⇡ 2⇡
P2 (x2 , y2 ) = 2, 2 = cos 3 , sin 3 .
Wenn sehr viele Funktionswerte berechnet werden, dann können wir die
Graphen der Winkelfunktionen sin und cos auf ganz R skizzieren:
y y
2 2 cos x
1 • 1 •
sin x
0 • 0 •
x x
-1 • -1 •
-2 ⇡ ⇡ 3⇡
-2 ⇡ ⇡ 3⇡
⇡ 2 0 2 ⇡ 2 2⇡ ⇡ 2 0 2 ⇡ 2 2⇡
Seite 68 Brückenkurs
Da nach seinem Umfang von 2⇡ der Kreis einmal umrundet ist, wiederholen
sich alle Werte der Winkelfunktionen periodisch. Man sagt, sin und cos
schwingen um die x-Achse. Für alle ganzen Zahlen k gilt:
sin( ↵ + k · 2⇡ ) = sin ↵
cos( ↵ + k · 2⇡ ) = cos ↵
tan( ↵ + k · ⇡ ) = tan ↵ .
-3 ⇡
⇡ ⇡
0 ⇡
⇡ 3⇡
2⇡ -4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4
2 2 2
Beispiel 5.16: Betrachten wir nochmals Beispiel 5.13. Für die Sei-
tenlängen b = 100 m, c = 150 m und den Winkel = 35 berechnen
wir zunächst
sin sin 35
sin = c· = 150 m · ⇡ 0.8604 .
b 100 m
Daraus bekommen wir die beiden Lösungen
Beispiel 5.17: Der große Zeiger einer Uhr ist anderthalb mal so lang
wie der kleine.
In welchem Winkel müssen beide Zeiger zu-
c [Link]
einander stehen, damit der Abstand ihrer
Enden so groß ist wie die Länge des kleinen ` `
Zeigers?
Wir nennen die Länge des kleinen Zeigers `, ↵
3
dann ist der große Zeiger 2 ` lang. Wenn der
Abstand der Zeigerenden ebenfalls genau ` 3
2`
beträgt, liefert der Cosinussatz (S. 66) fol-
genden Ansatz für den Winkel ↵:
`2 = `2 + ( 32 `)2 2 ` · 32 ` · cos ↵ | `2 + 3 `2 cos ↵
3 `2 cos ↵ = 94 `2 | ÷ 3 `2
cos ↵ = 34 | arccos
↵ = arccos 34 ⇡ 41.41 .
Seite 70 Brückenkurs
Auf der Autobahn haben bekann- c
te Stauzonen ca. 8% Steigung. Wel- ↵ a
chem Neigungswinkel ↵ entspricht
das? b
6.1 Bruchrechnung
Mehr Informationen zur Bruchrechnung finden Sie im Abschnitt 2.5 ab
Seite 15.
0! := 1 , n! := n · (n 1)! .
4! = 4 · 3! = 4 · 3 · 2! = 12 · 2 · 1! = 24 · 1 · 0! = 24 · 1 = 24 .
Seite 72 Brückenkurs
8! 9! n! (n + 1)!
11 . 2!, 6!, 7! 12 . 13 . 14 . 15 .
6! 7! (n 2)! (n 1)!
16 . Wie viele natürliche Zahlen gibt es, in denen alle 10 Dezimalzi↵ern
genau einmal so vorkommen, dass Null nicht die erste Zi↵er ist? (Hin-
weis: Die Anzahl verschiedener Reihenfolgen von n Objekten ist ge-
nau n!.) Wie viele Tage würde es dauern, diese Zahlen alle aufzu-
schreiben, wenn jede davon 5 Sekunden bräuchte?
6.2 Prozentrechnung
Mehr Informationen zur Prozentrechnung finden Sie im Abschnitt 3.2 ab
Seite 26.
6 Aufgaben Seite 73
24 . a) Wieviel ist 15% von 15? 25 . a) Wieviel % sind 55 von 250?
b) 32% von 420? b) 234 von 360?
c) 74% von 8650? c) 1225 von 900?
26 . Betrachten Sie nochmals die Beispiele 3.3, 3.4 und 3.5 (ab Seite 26).
Angenommen, der Händler gibt Ihnen bei einem Nettopreis von 500 e
einen Rabatt von 19%. Wie hoch ist dann der Bruttopreis?
27 . Ein Warenhaus verkauft im Rahmen einer Sonderaktion alle Waren
zum Nettopreis, d.h. ohne Aufschlag der Umsatzsteuer in Höhe von
19%. Wieviel Prozent Rabatt entspricht das für die Kunden, also
bezogen auf die Bruttopreise?
28 . Ein rechteckiges Grundstück besitzt die Maße 35 m·50 m. Bei der Ver-
messung wurde irrtümlich 36 m·49 m festgestellt. Um wieviel Prozent
der korrekten Fläche weicht die gemessene davon ab?
29 . In einer Produktion bestanden 5% aller neu hergestellten Computer
die Funktionsprüfung nicht. Die übrigen Geräte wurden verkauft, je-
doch kamen davon 8% nach Kundenreklamationen zurück. Wieviele
von 1000 neuen Computern blieben unbeanstandet?
30 . In einem Geschäft sind die Waren mit dem Brutto-Preis ausgepreist,
der 19% Umsatzsteuer enthält. Bei Abnahme von größeren Mengen
wird ein Mengenrabatt von 5% auf den Netto-Preis gewährt. Bei Bar-
zahlung erhält der Kunde zusätzlich auf den neuen Bruttopreis 2%
Skonto. Welcher Faktor muss im Taschenrechner der Verkäufer ge-
speichert werden, damit bei beiden Ermäßigungen gleichzeitig der
neue Endpreis mit einer einfachen Multiplikation angegeben werden
kann? Muss dieser Faktor geändert werden, falls sich der Umsatzsteu-
ersatz ändern sollte?
31 . 45% eines (fiktiven) Schulabgängerjahres haben das Abitur und 9%
das Fachabitur. Von diesen beiden Gruppen zusammen beginnt ein
Anteil von 55% ein Studium direkt nach der Schule und 15% ein oder
mehr Jahre später. Wieviel Prozent dieses gesamten Schulabgänger-
jahres nehmen insgesamt ein Studium auf?
32 . Essig enthält 5% Säure und Essigessenz 25% Säure. Wieviel Prozent
Säure enthält eine Mischung aus 400 ml Essig und 100 ml Essigessenz?
Seite 74 Brückenkurs
Es seien g1 (x) = 23 x + 4
3 und h1 (x) = 2x + 12 zwei Geraden.
33 . Bestimmen Sie deren Nullstel- b) Stellen Sie die Formel
len xg , xh sowie den gemeinsa- der Geraden h2 auf, die
men Schnittpunkt S1 . Zeichen durch xg verläuft und par-
Sie die Geraden zur Probe. allel ist zu h1 .
34 . a) Stellen Sie die Formel c) Welcher Punkt S2 ergänzt
der Geraden g2 auf, die die drei Punkte (xh , 0)
durch xh verläuft und par- S1 (xg , 0) zum Parallelo-
allel ist zu g1 . gramm?
Geben Sie den Gültigkeitsbereich der Gleichung an und lösen Sie sie dann
nach x auf
35x + 5 8x 2 3 1 1
35 . =8 37 . = 2 1
4 7 2 6 3 + x
20x + 2 6x 4 ax + 1 a+b
36 . 1= 38 . =
6x + 6 2x + 2 ax 1 a b
39 . Worin besteht jeweils der Unterschied zwischen den Gleichungen?
a) x 5 =2+x und x(x 5) = (2 + x)x
b) x + 4 = 10 x und (x 1)(x + 4) = (10 x)(x 1)
2x + 6 x
c) 2x + 6 = x und =
x+2 x+2
40 . Die Auflösung der nebenstehenden x+9 2x 30
3=
Gleichung enthält einen Fehler. Wo x 7 23 x
tritt er auf und worin besteht er? 2x + 30 2x 30
=
x 7 23 x
2x 30 2x 30
=
7 x 23 x
1 1
=
7 x 23 x
7 x = 23 x
7 = 23
Lösen Sie die folgenden Formeln jeweils nach den in ‘[. . . ]’ angegebenen
Variablen auf (ohne Gültigkeitsbetrachtungen).
1 1 1 ⇥ ⇤ nU ⇥ ⇤
41 . = + R, R1 42 . I = n, Ra
R R1 R2 n Ri + Ra
6 Aufgaben Seite 75
v1 (m1 m2 )+m2 v2 ⇥ ⇤ ⇥ ⇤
43 . u = m1 ,v2 44 . ax + by + cz = 0 x, y, z
m1 + m2
45 . Ein Onkel ist 40 Jahre alt, sein Ne↵e ist 15 Jahre alt. In wie vielen
Jahren ist der Onkel doppelt so alt wie der Ne↵e?
46 . Durch den letzten Regen wurde ein Keller mit Wasser überflutet.
Zum Leerpumpen werden gleichzeitig drei Pumpen eingesetzt. Wie
lange dauert das Leerpumpen, wenn die erste Pumpe dazu allein 6
Stunden, die zweite 4 Stunden und die dritte 2 Stunden brauchen
würde?
47 . Kleiner und großer Zeiger einer Analoguhr stehen um 12 Uhr exakt
übereinander. Zu welcher Zeit (auf Sekunden genau) ist das danach
wieder so?
Seite 76 Brückenkurs
Lösen Sie die folgenden Gleichungsysteme und interpretieren Sie 52 und 53
auch graphisch.
⇢ ⇢
2x + y = 13 3x (3y + 1) = 2
52 . 54 .
3x 2y = 9 4(2x + 1) + 9(3y 1) = 108
8 ⇢
6 x 3y 2 5(x + y) = 3( x + y) 2
>
> 55 .
< = (x y) = 3(2x + y)
53 .
5 7
>
> 2x + y x + 2y x+y x+y
: = 56 . = = 1
5 7 x y x y
57 . Drei Arten von Gewichten werden mit ei-
ner Balkenwaage gegeneinander gewogen:
Kugeln, Würfel und Pyramiden. Wie viel
wiegen diese Körper jeweils in kg? Eine
Figur mit Beschriftung 1“ bedeutet ein
”
genormtes Gewicht von 1 kg. 1
1 1
6 Aufgaben Seite 77
b) Welche Körpertemperatur in Grad Fahrenheit besitzt ein ge-
sunder Mensch (37 C)?
c) Bei welcher Temperatur haben beide Skalen denselben Wert?
62 . Zwei Brüder (A und B) fahren täglich von zu Hause mit dem Fahr-
rad zur Arbeit. A fährt mit 18 km/h und B mit 15 km/h. Sie erreichen
gleichzeitig dieselbe Arbeitsstelle. Wie viele Minuten braucht A für
die Fahrt, wenn B 10 Minuten früher losfährt? Wie weit ist die Ar-
beitsstelle entfernt?
63 . Der Reservekanister eines Motorboots soll an einer Tankstelle ohne
Mischsäule gefüllt werden. Der Tank fasst 13 l Treibsto↵, das Mi-
schungsverhältnis von Öl zu Benzin soll 1:25 betragen. Wieviel Liter
Öl und wieviel Liter Benzin sind zu tanken, wenn der Kanister voll
werden soll?
64 . Ein Übergewichtiger sitzt am Frühstückstisch. Seine sich selbst aufer-
legte Ei-Milch-Müsli“ Diät gestattet ihn maximal 2100 kJ pro Mahl-
”
zeit. Nachdem er sich bereits ein Ei (600 kJ) genehmigt hat, überlegt
er, wie sich die verbleibenden kJ auf Milch (150 kJ je 100 g) und Müsli
(1500 kJ je 100 g) verteilen lassen.
a) Was wird er als erlaubte Milch-Müsli-Relation“ bestimmen?
”
b) Mit wie viel Milch dürfen 50 g Müsli angesetzt werden?
Seite 78 Brückenkurs
✓ ◆2
1 x
72 . Setzen Sie x = in 2 ein.
y y
4
73 . a) Berechnen Sie analog zu Aufgabe 17 die Zahlen k für
k = 0, 1, . . . , 4.
b) Multiplizieren Sie das Polynom (x + 1)4 aus, sodass Sie eine
Summe von Vielfachen der Potenzen x4 , x3 , . . . , 1 erhalten.
c) Wie können Sie die Summendarstellung von (x + 1)7 schneller
erhalten als durch Ausmultiplizieren?
6 Aufgaben Seite 79
Vereinfachen Sie folgende Ausdrücke so weit wie möglich.
1
0s s 1s
2
1+x x +1 2 y4 x3 A x5
82 . p 88 . @ , x, y > 0
x + x2 + 1 x3 y2 y6
q q q
9 p p 3 p
83 .
4
a6 · a12 +
6
b10 ·
4 2
b, r r
1+y 1 y Für welche
für a, b 0
1 y 1 + y y-Werte ist
n+1 n 89 . r r
(ax + ay) ·b 1+y 1 y Ihre Rech-
84 . für a, b > 0 +
(abx + aby) n 1
1 y 1 + y nung gültig?
r q p p 1
85 . 2v 2 v 4v 2 (v 2)2 , v 0 90 . y + y 2 + 1 p
q p q p y + y2 + 1
86 . a a2 b2 · a+ a2 b2 p
3 n+3 p
3 n
r q 91 . x + 2x x
p p
n n+1
p
n
87 . a a a 92 . a b + abn+1 für a, b, n > 0
Geben Sie den Gültigkeitsbereich der Gleichung an. Danach lösen Sie sie
nach x auf.
p p
93 . 3 2x + 4 9 = 0 95 . 2x2 1+x=0
p
p 1+ x
96 . p =3
94 . 2x + 19 + 5 = 0 1 x
Seite 80 Brückenkurs
Berechnen Sie folgende Ausdrücke ohne Taschenrechner.
Tipp: Alle Ergebnisse sind ganzzahlig.
p p
5 3 b = 241214578 · 241214581
99 . p p +p p
3 5 3+ 5 die Di↵erenz a b.
⇣p p p ⌘
p 2
100 . 2 3 2+ 3 Tipp: Schreiben Sie x für die
p p erste der vier Zahlen.
2 5 45 3
101 . p 103 . Berechnen Sie den folgenden
5+1 4
Ausdruck für n = 0, 1, 2, 3.
102 . Berechnen Sie für
p !n p !n !
a = 241214579 · 241214580 1 1+ 5 1 5
p
und 5 2 2
Machen Sie bei den folgenden Ausdrücken den Nenner ganzzahlig:
1 4 16
104 . a) p b) p 3
106 . p p
2 2 5 3
p p p
3 5+5 3 2+3 a
105 . p p 107 . p (a sei ganzzahlig)
5 3 3 5 3+2 a
Vereinfachen Sie folgende Ausdrücke so weit wie möglich.
1 1 a2 + 8 a + 1 a 1
108 . · 110 . 2 +
x2 (x + 1)2 a 4 a 2 a+2
1
(x + 1)2 1 (x+1) (x 1)
111 . s ✓ ◆2 ·
x 1 (x + 1)2
2 2 2 2
x y x y 1
109 . + x+1
(x y) · x (x + y) · x für x > 0
6 Aufgaben Seite 81
Bringen Sie die folgenden Parabelvorschriften auf Scheitelpunktform und
geben Sie die Scheitelpunkte an:
114 . x2 + 5x 117 . 3x2 18x
115 . x2 16x 118 . x2 + 10x 8
116 . x2 + 12x + 42 119 . 5x2 6x + 2
Lösen Sie die folgenden Gleichungen nach x auf und überprüfen Sie jeweils
Ihr Ergebnis mit Hilfe des Satzes von Viëta (siehe 4.4).
120 . 5x2 + 10x = 0 123 . x2 4x + 13 = 0
x 23
121 . x2 + 5x 14 = 0 124 . + =7
2 x
130 . Eine Strecke der Länge ` soll so in zwei Teile der Längen x bzw. ` x
geteilt werden, so dass sich die Länge der Gesamtstrecke zur Länge
des größeren Teils x genauso verhält, wie x zur Länge des kleineren
Teils ` x. Wie ist x zu wählen und welchen Wert hat dann das
Verhältnis `/x ?
131 . Ein Flugzeug fliegt von Leipzig nach Wien (s = 660 km) und kommt
dort t0 = 6 min früher an, da es Rückenwind von vR = 60 km/h hatte.
Wie groß ist die Eigengeschwindigkeit vF des Flugzeugs?
Tipp: Setzen Sie die unbekannte Reisezeit t aus der einen in die andere
Gleichung ein.
132 . Ein Gastwirt erwartet 40 Personen zu einem Menü zu je 30 e. Er wird
gefragt, ob er für jede zusätzliche Person einen Rabatt von 0.50 e
auf alle Personen geben würde. Bis zu maximal wie vielen Personen
stimmt der Wirt diesem Vorschlag (vermutlich) zu?
133 . Die Deutsche Bahn setzt für Gruppen ab 220 Personen einen Son-
derzug mit 330 Plätzen ein. Der Grundpreis von 8.70 e pro Person
reduziert sich um 2 Cent für jedes Gruppenmitglied, mit dem die
Seite 82 Brückenkurs
Minimalzahl von Fahrgästen überschritten wird. (So sind bei 222
Teilnehmern nur noch 8.66 e pro Person zu bezahlen.) Bestimmen
Sie die Anzahl von Fahrgästen pro Sonderzug, welche die höchsten
Einnahmen für die Bahn ergibt.
134 . So wie Geraden durch zwei Punkte bestimmt sind, können wir qua-
dratische Parabeln durch drei Punkte bestimmen (die nicht überein-
ander liegen). Berechnen Sie analog wie bei Geraden die Konstanten
a, b, c in der Parabel f (x) = ax2 + bx + c, die durch die Punkte
P ( 1, 0), Q(1, 2), R(2, 9) verläuft.
Schreiben Sie als Potenz mit Basis 10 und geben Sie x an:
135 . a) 10x = 100 1
d) 10x = 100 g) 10x = 1
100
b) 10x = 1000 e) 10x = p1 h) 10x = p
10
10
p
3
p
4
c) 10x = 10 f) 10x = 100 i) 10x = 1000 · 10
Schreiben Sie als Potenz mit Basis e und geben Sie x an:
1 e2 p
136 . a) ex = e2 c) ex = x
e) e = 3p f) ex
= e3
· e
e e 5
p
x x
b) e = e 5 d) e = 1 g) ex = e
137 . Bestimmen Sie x in der Glei- 139 . Betrachten Sie ein Seil, das
x+1 x 1
chung 2 ·5 = 40000. in den Punkten ( 1, 2.6) und
(1, 2.6) aufgehängt ist. Bestim-
138 . Bestimmen Sie x in Abhängig-
men Sie die Basis a der von
keit von a: 3 · loga (x + 1) = 1.
dem Seil gebildeten Hängekur-
Dann setzen Sie a = 1000 und
ve f (x) = 12 (ax +a x ). Wievie-
machen Sie die Probe mit dem
le verschiedene Funktionen f
berechneten x (Einsetzen in
gibt es?
Ausgangsgleichung).
140 . In einem Märchen erbittet ein einfacher Mann vom König eine (ver-
diente) Belohnung. Er soll auf das 1. Feld eines Schachbretts 1 Reis-
korn legen, auf das 2 Feld 2 Körner, auf das 3. Feld 4 Körner usw.,
immer das Doppelte.
6 Aufgaben Seite 83
a) Wieviele Körner liegen auf dem 64. Feld? Berechnen Sie die
Anzahl Dezimalstellen dieser Zahl.
b) Wie hoch wäre die Schicht Reis auf Berlin, wenn diese Menge
gleichmäßig darauf verteilt würde? Ein Reiskorn hat die Ab-
messungen 2 · 2.5 · 8 mm3 , Berlin hat eine Fläche von 892 km2 .
Nehmen Sie an, dass sich die Körner lückenlos aneinander legen
lassen.
Wandeln Sie die folgenden Ausdrücke mit Hilfe der Logarithmusregeln
um. Alle Variablen seien positiv. Geben Sie evtl. benötigte weitere Ein-
schränkungen der Variablen an.
p
141 . ln 12 ln 4 3 2
b
146 . loga
3x 3c
142 . ln e 2
147 . ln a + ln b ln(a + b)
p
143 . log10 10
148 . ln(a2 ab + b2 ) + ln(a + b)
b a 149 . ln a ln b + ln(ab) 2 ln(a b)
144 . ln ln
a b
150 . loga (x + 1) + loga (2x + 2)
2 3
145 . loga (5p q ) loga (x2 1)
Geben Sie jeweils den Gültigkeitsbereich für x in den folgenden Gleichun-
gen an. Dann lösen Sie sie nach x auf.
151 . 3 log10 x = log10 8
✓ ◆x+1 ✓ ◆3
3 2
156 . =
2 3
152 . 3 loga x = loga 8
✓ ◆x
1
153 . log10 x6 = log10 x3 + 6 157 . = 10000
4
p
3 p
154 . 4 + log10 x7 = log10 3 x 158 . log2 x + log2 (x + 1) = 1
p p 159 . p = 1 + 2 · 10 kx
155 . log2 ( x + 1) + log2 ( x 1)
r
2 log2 (x 1) 1 = 0 160 . q = b · 2 /x
161 . Betrachten Sie nochmals Beispiel 4.20 (Seite 51). Die Einheit der
Schallintensität I ist gemäß ihrer Definition W/m2 . Die Lautstärke
L ist physikalisch einheitslos, wird aber zur Kenntlichmachung in
phon angegeben. Welche Intensität hat ein Ton mit 40 phon bei einer
Hörschwelle von I0 = 10 10 W/m2 ?
162 . Eine Großmutter legt bei der Geburt ihres Enkels ein Sparbuch mit
dem jährlichen Zinssatz von 3% an und zahlt einmalig einen Betrag
ein. Wie alt wird der Enkel sein, wenn sich der Betrag verdoppelt
hat?
Seite 84 Brückenkurs
163 . Archäologen datieren gefundene Artefakte mit Hilfe des radioakti-
ven Zerfalls von Kohlensto↵. Die Methode besteht im Kern darin zu
berechnen, zu welchem Zeitpunkt t0 die folgende Formel denselben
Wert hat wie ein am Fund gemessener Konzentrationswert p · C0 . Die
Größe des Referenzwerts C0 spielt hier keine Rolle.
164 . Geben Sie die folgenden Winkel im Gradmaß bzw. im Bogenmaß an.
70
6 Aufgaben Seite 85
167 . Der Satz des Thales hilft uns, A0 C B0
ein rechtwinkliges Dreieck zu kon-
struieren, von dem wir nur die
Längen |AB| der Hypotenuse h h
und der Höhe h darauf kennen.
Können Sie die Schritte der Kon-
struktion aus der nebenstehenden A M B
Skizze ersehen?
171 . Wie können Sie für ein rechtwinkliges Dreieck ganz leicht aus den
Seitenlängen a, b, c die Länge der Höhe h berechnen?
Tipp: Das Dreieck hat einen Flächeninhalt.
Seite 86 Brückenkurs
A
6.13 Kreise
Mehr Informationen zu Kreisen finden Sie im Abschnitt 5.3 ab Seite 60.
Wie lauten die Gleichungen von Kreisen mit den folgenden Eigenschaften?
Geben Sie diese in kartesischer Standardform an.
174 . Der Kreis enthält den Punkt P (1, 1) und hat als Mittelpunkt
M ( 2, 3).
175 . Der Kreis hat den Durchmesser P Q mit P ( 3, 3) und Q(1, 5).
176 . Der Kreis berührt die x-Achse im Punkt P (5, 0) und hat den Radius
r = 2.
Es sei gegeben der Kreis K mit der Gleichung x2 + y 2 2x 8y + 4 = 0.
177 . Bestimmen Sie Mittelpunkt M und Radius r von K.
178 . In welchen Punkten schneidet K die Gerade mit der Gleichung
a) y = x + 2 ? b) y = 5x 14 ? c) y = x 2?
179 . Gibt es einen Radius r0 > 0, für den sowohl Umfang als auch Fläche
eines Kreises K(M, r0 ) dieselbe Maßzahl besitzen?
180 . Ein Reifrock einer Prinzessin vergrößert ihren Hüftumfang um 1 m.
Wie weit steht der Reifrock von der Hüfte ab?
Ein ähnliches Problem: Um den Äquator der Erde (als Kreis ideali-
siert) wird ein Reifen gelegt, der 1 m zu lang ist. Wie hoch steht der
Reifen über der Erdoberfläche?
181 . 1 Seemeile (sm) ist definiert als die Länge eines Längenkreisabschnitts
auf der Erdoberfläche, der zum Winkel von 1 Bogenminute = 1/60
gehört. Der Erdradius hat die mittlere Länge von 6367 km. Wie lang
ist 1 sm in Kilometern?
6 Aufgaben Seite 87
182 . Welchen Anteil hat die Fläche eines
Kreissektors mit dem Mittelpunkts-
winkel ↵ = ⇡/3 an dem Viereck, das
die Radien mit den beiden Kreistan- ↵
genten einschließen?
183 . Zeigen Sie die folgenden Aussagen:
Seite 88 Brückenkurs
189 . Ein Schi↵ befindet sich in Küstennähe. Der Navigator sieht mit sei-
nem Sextanten die Spitze eines Leuchtturms auf einer Steilküste unter
einem Winkel von 5 , nach dem Hafenhandbuch liegt die Spitze des
Turmes 350 m hoch. Wie weit ist das Schi↵ von der Küste entfernt?
Hinweis: Vernachlässigen Sie die Augenhöhe.
191 . Ein Bild wiegt 0.5 kg. Um es an einem Nagel aufzuhängen, wird eine
Schnur an zwei Ösen im Rahmen befestigt. Welche Zugkräfte (in N)
herrschen in der 101 cm langen Schnur, wenn die Ösen einen Abstand
von 100 cm haben?
6 Aufgaben Seite 89
195 . Ein Berggipfel G wird von Seitenansicht: G
zwei Standorten A und B aus
angepeilt, die in gerader Li-
h
nie mit ihm liegen. Die Win-
↵
kel betragen ↵ = 35 , =
56 und die Standorte lie- A B F
gen |AB| = 3500 m ausein-
ander. Wie hoch ist der Gip- Vogelperspektive:
G
fel G? Leiten Sie die Formel-
beziehung erst allgemein her A B F
bevor Sie einsetzen.
196 . Berechnen Sie den Flächeninhalt der
angegebenen Figur, die aus drei über-
lappenden Kreissektoren mit Radi- r r
us r zusammengesetzt ist. Tipp: Auf- r
gabe 165.
197 . Geben Sie den Flächeninhalt des
schraffierten Kreissegments an für r
r = 10 und ' = ⇡/4. Leiten Sie die
Formelbeziehung erst allgemein her '
bevor Sie einsetzen. r
200 . Geben Sie die Beziehungen für sin(2↵), cos(2↵) und tan(2↵) an, die
sich aus den Additionstheoremen (siehe Aufgabe 6.14) ergeben.
Seite 90 Brückenkurs
6.15 Winkelfunktionen am Einheitskreis
Mehr Informationen zu Winkelfunktionen am Einheitskreis finden Sie im
Abschnitt 5.5 ab Seite 67.
6 Aufgaben Seite 91
Index
Abstand, 29 Wurzel-, 38
Achsenabschnitt, 27
Arcusfunktionen, 70 ganze Zahlen, 12
Assoziativregel, 13 Gerade, 27
Geradensteigung, 27
Basis, 35 Gleichung, 24
Betragsfunktion, 29 Gradmaß, 54
Bildbereich, 20 Graph, 20
Binomialkoeffizienten, 73 Grundwert, 26
binomische Formeln, 42
Höhensatz des Euklid, 57
Bogenmaß, 54
kartesische Standardform, 61
Cosinussatz, 66
Kathetensätze, 57
Definitionsbereich, 20 Kehrwert, 15
Definitionslücke, 20 Klammerung, 13
Diskriminante, 46 Koeffizientenvergleich, 44
Distributivregel, 13 Kommutativregel, 13
Dreieck Kreis, 60
ähnliche, 55
lineare Gleichung, 32
rechtwinkliges, 56
lineares Gleichungssystem, 32
Eulersche Zahl, 52 Lösung, 5
Exponent, 35 Logarithmen, 49
Exponentialfunktion, 48
Mittelwert
Faktorisierung, 42 arithmetischer, 59
Fakultät, 72 geometrischer, 60
Funktion natürliche Zahlen, 11
Betrags-, 29 Nullstelle, 21, 28
Exponential-, 48
lineare, 27 Parabel, 43
Logarithmus-, 49 Scheitelpunktform, 44
Potenz-, 37 Potenzen, 35
quadratische, 43 Potenzgesetze, 35, 48
Umkehr-, 21, 37, 49, 69 pq-Formel, 45
Winkel-, 63, 67 Prozent, 26
Prozentsatz, 26
Prozentwert, 26
Punkt vor Strich, 13, 36
pythagoräische Zahlentripel, 43
quadratische Ergänzung, 44
Quadratwurzel, 38
rationale Zahlen, 12
Rechenoperationen, 12
Rechenregeln, 13
Rechenschieber, 51
rechter Winkel, 56
reelle Funktion, 20
reelle Zahlen, 12
Satz
Cosinus-, 66
des Pythagoras, 42, 57
des Thales, 57
Höhen-, 57
Sinus-, 64
Strahlen-, 55
von Viëta, 46
Scheitelpunkt, 43
Sinussatz, 64
Steigung einer Geraden, 27
Strahlensatz, 55
Umkehrfunktion, 21, 37, 49, 69
Umkehrung, 14
Variablen, 12
Vorsatzzeichen, 18
Wertebereich, 21
Winkel, 54
Winkelfunktionen, 63, 67
Periode, 69
Zinseszinsformel, 48
Zinsformel, 26
Seite 94 Brückenkurs