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Sicherheitssteuerungen Systemfamilie PSS: FS Systembeschreibung Sach-Nr. 18 644

Das Dokument beschreibt die Sicherheitssteuerungen der Systemfamilie PSS, einschließlich ihrer Hardware, Programmierung und sicherheitstechnischen Anforderungen. Es erläutert die Funktionsweise des Fail-safe-Teils, der sicherheitsgerichtete Aufgaben übernimmt, sowie die Kommunikation mit dem Standard-Teil. Zudem werden wichtige Sicherheitshinweise und die Notwendigkeit einer Risikobeurteilung gemäß relevanten Normen hervorgehoben.

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Sicherheitssteuerungen Systemfamilie PSS: FS Systembeschreibung Sach-Nr. 18 644

Das Dokument beschreibt die Sicherheitssteuerungen der Systemfamilie PSS, einschließlich ihrer Hardware, Programmierung und sicherheitstechnischen Anforderungen. Es erläutert die Funktionsweise des Fail-safe-Teils, der sicherheitsgerichtete Aufgaben übernimmt, sowie die Kommunikation mit dem Standard-Teil. Zudem werden wichtige Sicherheitshinweise und die Notwendigkeit einer Risikobeurteilung gemäß relevanten Normen hervorgehoben.

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Sicherheitssteuerungen

Systemfamilie PSS

FS Systembeschreibung
Sach-Nr. 18 644

The spirit of safety.


Alle Rechte an dieser Bedienungsanleitung sind der Pilz GmbH & Co. vorbehalten. Kopien
für den innerbetrieblichen Bedarf des Benutzers dürfen angefertigt werden.

Für die Richtigkeit dieser Bedienungsanleitung übernimmt die Pilz GmbH & Co. keine
Garantie, da sich trotz aller Sorgfalt Fehler nicht vollständig vermeiden lassen.
Für Hinweise auf Unstimmigkeiten sind wir dankbar.

Die verwendeten Produkt-, Waren- und Technologiebezeichnungen sind eingetragene


Warenzeichen der jeweiligen Firmen.

Ausgabe VII, 01/2001


Inhalt

Einführung 1-1
Zeichenerklärung 1-2

Übersicht 2-1
Hardware 2-1
Programmierung 2-3

Bestimmungsgemäße Verwendung 3-1


Sicherheitshinweise 3-1
Sicherheitstechnische Anforderungen 3-1

Aufbau (Hardware) 4-1


Kompakte Steuerung 4-1
Modulare Steuerung 4-1
Netzteil 4-2
CPU 4-2
Speicher 4-3
PG-Schnittstelle 4-5
Anwenderschnittstelle 4-5
Zeiten 4-5
Zähler 4-6
Display 4-6
Wahlschalter 4-6
Taste Fehler-Stack 4-7
Ein-/Ausgabebaugruppen 4-7

Programmierung 5-1
Programmerstellung 5-1
Programmübertragung 5-2
Programmablauf 5-3
Adressierung 5-5

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 1


Inhalt

Organisationsbausteine 5-6
Standardfunktionsbausteine 5-7
Standardfunktionsbaustein SB255 5-7

Funktionsweise 6-1
Kommunikation mit der Peripherie 6-1
Direkter Peripheriezugriff 6-1
Prozeßabbilder 6-1
Prozeßabbild der Eingänge bei Bitbaugruppen 6-3
Prozeßabbild der Eingänge bei Wortaugruppen 6-3
Abgleich-Algorithmus durch das Anwenderprogramm ändern 6-5
Einlesesegmente auf Anforderung aktualisieren 6-6
Prozeßabbild der Ausgänge bei Bitbaugruppen 6-7
Prozeßabbild der Ausgänge bei Wortbaugruppen 6-7
Auslesesegmente auf Anforderung aktualisieren 6-7
Zeitliches Verhalten 6-9
Zykluszeit und Blocklaufzeiten bestimmen 6-10
Selbsttest 6-13
Prozeßalarme 6-15
Alarmfähige Eingänge 6-16
Alarm-Organisationsbausteine 6-16
Kommunikation mit dem Standard-Teil 6-19
Anwenderschnittstelle Fail-safe-Teil 6-21
Konfiguration der Anwenderschnittstelle 6-22
Senden über Anwenderschnittstelle 6-23
Empfangen über Anwenderschnittstelle 6-24
CRC-Berechnung 6-27
Testtakte für nicht intermittierende Signale 6-29
Ausgabe auf das Display 6-30
Betriebszustände und -wechsel 6-31
STOP-Zustand 6-32
RUN-Zustand 6-32
Zustand "kein FS" 6-32
Zustand "Fatal Error" 6-32
Betriebszustandswechsel der PSS 6-33

2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Inhalt

Inbetriebnahme 7-1
Erstinbetriebnahme 7-1
Wiederinbetriebnahme 7-2
Änderung der Bestückung oder des Anwenderprogramms 7-2

Fehlerdiagnose und -beseitigung 8-1


Fehlerbehandlung 8-1
Fehler-Stack 8-1
Leichte Fehler/Meldungsfehler 8-3
Schwere/fatale Fehler 8-3
Reaktion auf einen Fehler 8-4
Fehler-Stack-Inhalt anzeigen 8-6
Diagnose 8-11
Anzeige von Variablen 8-11
Dynamische Programmanzeige 8-12

Anhang
Systemdatenbausteine 9-1
DB000 9-1
DB001 9-3
DB002 9-3
DB003 9-7
Standardfunktionsbausteine - Betriebssystemaufrufe 9-8
Organisationsbausteine 9-13
Änderungen in der FS Systembeschreibung 9-14

Stichwortverzeichnis 10-1

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 3


Inhalt

4 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Einführung

Diese Beschreibung ist Teil des Systemhandbuchs PSS. Sie erläutert die
Funktionsweise und den Betrieb des Fail-safe-Teils der programmierbaren
Sicherheitssteuerungen der Systemfamilie PSS. Die Beschreibung ist in
folgende Kapitel unterteilt:

1 Einführung

2 Übersicht
gibt Auskunft über die wichtigsten Eigenschaften.

3 Bestimmungsgemäße Verwendung
legt fest, zu welchem Zweck und unter welchen Bedingungen das
Gerät eingesetzt werden darf und informiert über wichtige Sicher-
heitsvorschriften.

4 Aufbau
erläutert die Hardware-Struktur und die Aufgaben der einzelnen
Systemeinheiten.

5 Programmierung
beschreibt die Programmierung und den Programmablauf sowie die
Adressierung der Sicherheitssteuerungen.

6 Systemverhalten
erläutert die Systemabläufe der PSS und die möglichen Veränderun-
gen durch den Bediener.

7 Inbetriebnahme
erläutert die Vorgehensweise bei der Erstinbetriebnahme und bei
einer Wiederinbetriebnahme z. B. nach einem Störfall der Anlage.

8 Fehlerdiagnose und -beseitigung


zeigt mögliche Fehler auf und stellt dar, wie diese Fehler durch ein
Diagnoseprogramm erkannt und beseitigt werden können.

9 Anhang
enthält Übersichtslisten von Systemdatenbausteinen, Organisations-
bausteinen usw.

10 Stichwortverzeichnis

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 1-1


Einführung

Zeichenerklärung

Besonders wichtige Informationen in der Bedienungsanleitung sind wie


folgt gekennzeichnet:

GEFAHR!
beachten Sie diesen Hinweis unbedingt! Er warnt Sie vor unmittelbar
drohenden Gefahren, die schwerste Körperverletzungen und Tod
verursachen können und weist auf entsprechende Vorsichtsmaßnahmen
hin.

WARNUNG!
beachten Sie diesen Hinweis unbedingt! Er warnt Sie vor gefährlichen
Situationen, die schwerste Körperverletzungen und Tod verursachen
können und weist auf entsprechende Vorsichtsmaßnahmen hin.

ACHTUNG!
weist auf eine Gefahrenquelle hin, die leichte oder geringfügige Verletzun-
gen sowie Sachschaden zur Folge haben kann und informiert über ent-
sprechende Vorsichtsmaßnahmen.

WICHTIG
beschreibt Situationen, durch die das Produkt oder Geräte in dessen
Umgebung beschädigt werden können und gibt entsprechende Vorsichts-
maßnahmen an.

INFO
liefert Anwendungstips, informiert über Besonderheiten und kennzeichnet
besonders wichtige Textstellen.

1-2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Übersicht

Die Systemfamilie PSS umfaßt modulare und kompakte, programmierbare


Sicherheitssteuerungen für den Einsatz in Sicherheitsstromkreisen von
Maschinen und Anlagen. Sie vereint einen fehlersicheren Teil, den Fail-
safe-Teil, und einen Standard-Teil in einem Gerät.
Der Fail-safe-Teil bearbeitet alle sicherheitsgerichteten Aufgaben. Er ist
dreikanalig diversitär aufgebaut. Das Anwenderprogramm wird von jedem
Kanal separat bearbeitet. Bei einer Differenz zwischen den drei Kanälen
geht die Steuerung sofort in den sicheren Zustand und schaltet alle Aus-
gänge ab.
Das Anwenderprogramm wird einmal erstellt und nach der Inbetriebnahme
von einer Prüfstelle wie z. B. BG, TÜV oder firmeninterner Prüfstelle abge-
nommen.
Der Fail-safe-Teil kommuniziert rückwirkungsfrei mit dem Standard-Teil.
Fehler im Anwenderprogramm des Standard-Teils beeinflussen nicht den
Fail-safe-Teil.
Der Standard-Teil ist einkanalig und arbeitet wie eine „normale“ SPS (z. B.
P10). Er besitzt ein eigenes Bussystem mit separatem Businterface.

Steuerung sicherheits- Steuerung und


gerichteter Aufgaben Fail-safe- Standard- Regelung nicht
z. B. Teil Teil sicherheitsgerichteter
Pressensteuerung,
NOT-AUS-Schaltung Aufgaben, Diagnose

Abb. 2-1: Aufgaben des Fail-safe-Teils und des Standard-Teils

Hardware

Bei der modularen Sicherheitssteuerung können auf einen Baugruppen-


träger verschiedene Peripherie-Baugruppen gesteckt werden. Fail-safe-
und Standard-Teil kommunizieren über separate Busse mit der CPU. Das
Grundsystem besteht aus Baugruppenträger, Netzteil und CPU.
Bei der kompakten PSS sind Netzteil, CPU, Bus und Peripherie-Baugrup-
pen in einem Gehäuse fest installiert

INFO
Der Bus für den Standard-Teil ist bei der PSS 3000 eine Option.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 2-1


Übersicht

Beispiel für modulare PSS

Abb. 2-2: Beispiel für Bestückung der PSS 3000 (von links nach rechts): Netzteil, CPU,
4 Fail-safe-Baugruppen und 5 Standard-Baugruppen

Beispiel für kompakte PSS

24 V
0V

RUN ST
O -1.16
RUN FS O +1.16
O 1.8
POWER O 1.9
O 1.10
AUTO PG O 1.11
ST SPS O 1.12
PG O 1.13
O 1.14
RUN
FS O -1.17
STOP O +1.17
F-Stack O 1.15
O/T 1.0
O/T 1.1
I 0.0
I 0.1
I 0.2
I 0.3
0V
RS 232 I 0.4
I 0.5
I 0.6
I 0.7
I 0.8
I 0.9
I 0.10
I 0.11
0V
I 0.12
I 0.13
I 0.14
I 0.15
I 0.16
I 0.17
I 0.18
I 0.19

PG

Abb. 2-3: PSS 3032 mit Netzteil, CPU und Peripherie

2-2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Übersicht

Programmierung

Die Anwenderprogramme werden mit einer speziellen Software auf einem


AT-kompatiblen Rechner, dem sogenannten Programmiergerät PG, er-
stellt. Die Software stellt verschiedene Editoren zur Eingabe der Program-
me zur Verfügung.
Die Anwenderprogramme verschiedener Anlagen werden in sog. Projek-
ten verwaltet. Jedes Projekt entspricht einem Pfad (directory) im Betriebs-
system MS-DOS. Ein Projekt ist in Bausteine unterteilt. Dazu werden die
Programme in einzelne Funktionen aufgegliedert (ähnlich Unterprogram-
men). Jede Funktion entspricht einem Baustein.
Nach der Programmeingabe müssen für den Online-Betrieb Parameter
festgelegt werden.
Der letzte Arbeitsschritt ist das Linken. Der Linkvorgang bindet alle Bau-
steine zu einem Gesamtprogramm zusammen und überprüft das Pro-
gramm.
Danach wird das Programm über die serielle Schnittstelle in die program-
mierbare Sicherheitssteuerung übertragen.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 2-3


Übersicht

Notizen

2-4 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Bestimmungsgemäße Verwendung

Sicherheitshinweise

• Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert und in Betrieb
genommen werden, der mit diesem Handbuch, den Installations-
richtlinien und den geltenden Vorschriften über Arbeitssicherheit und
Unfallverhütung vertraut ist. Beachten Sie die VDE- sowie die örtlichen
Vorschriften, insbesondere hinsichtlich Schutzmaßnahmen.
• Durch Öffnen der Gehäuse, Verändern der Leiterplatten wie z. B. Aus-
tausch von Bausteinen oder Lötarbeiten durch den Anwender erlischt die
Garantie und die Zulassung der Steuerung wird ungültig.
• Beachten Sie unbedingt die Sicherheitsvorschriften und EMV-Maßnah-
men in den "Installationsrichtlinien".

Sicherheitstechnische Anforderungen

Für jede Maschine bzw. Anlage muß nach EN 1 050 durch den Hersteller
bzw. Betreiber eine Risikobeurteilung vorgenommen werden. Ziel ist es,
das Risiko durch entsprechende Maßnahmen unter ein vertretbares
Grenzrisiko zu senken. Die Maßnahmen sind aufgeteilt in:
• MSR-Schutzeinrichtungen (MSR: Meß-, Steuer- und Regeleinrichtung)
verhindern vorrangig Personenschäden, größere Schäden an Maschinen
und Anlagen oder größere Produktionsschäden.
• Nicht-MSR-Schutzeinrichtungen
sind Maßnahmen wie z. B. Absperren gefährlicher Bereiche, Anbringen
von Warnschildern oder Abdecken beweglicher Teile. Liegt das Risiko
trotz dieser Maßnahmen über dem vertretbaren Grenzrisiko, müssen
MSR-Schutzeinrichtungen eingesetzt werden.

Eine andere Möglichkeit zur Risikobeurteilung bietet EN 954-1, 11/94.


Der Schwerpunkt dieses Entwurfes ist es, die sicherheitstechnische Anfor-
derung von Steuerungen, unabhängig von der Technologie, in fünf sicher-
heitstechnisch sinnvolle Risikokategorien einzustufen. Diese umfassen
einfache und aufwendige Anforderungen, wie Einfehlersicherheit, Redun-
danz, Diversität oder/und Selbstüberwachung.
Auf den folgenden Seiten finden Sie eine Zusammenfassung einiger
Abschnitte dieser Norm.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 3-1


Bestimmungsgemäße Verwendung

Übersicht Risikokategorien

Kategorie Anforderung Risikobewertung Sicherheit

Die sicherheitsbezogenen Teile und Bau- Ein Fehler kann zum


teile der Steuerung und ihre Schutzein- Verlust der Sicherheits-
B richtungen müssen entsprechend den funktion führen.
Normen so ausgewählt werden, daß sie durch Aus-
den zu erwartenden Umgebungsbedin- wahl von
gungen standhalten. Bauteilen
Zusätzlich zu Kategorie B: Wie Kategorie B, aber mit
Es dürfen nur sicherheitstechnisch be- höherer Zuverlässigkeit
1 währte Bauteile und Prinzipien verwendet der Sicherheitsfunktion
werden.

Zusätzlich zu Kategorie B und 1: Ein Fehler kann zum Ver-


Die Sicherheitsfunktionen müssen in lust der Sicherheitsfunk-
geeigneten Zeitabständen durch die tion zwischen den Prü-
2 Steuerung geprüft werden. fungsabständen führen.
Der Verlust der Sicher-
heitsfunktion wird durch
die Prüfung erkannt.

Zusätzlich zu Kategorie B und 1: Bei einem einzelnen


Die Steuerungen müssen so gestaltet Fehler bleibt die Sicher-
werden, daß heitsfunktion immer er-
- ein einzelner Fehler nicht zum Verlust halten. durch den
der Sicherheitsfunktion führt (Einfeh- Einige, aber nicht alle Aufbau
3 lersicherheit) und Fehler werden erkannt.
- ein einzelner Fehler mit geeigneten Eine Anhäufung uner-
Mitteln (entsprechend dem Stand der kannter Fehler kann zum
Technik) erkannt wird. Verlust der Sicherheits-
funktion führen.

Zusätzlich zu Kategorie B und 1: Die Sicherheitsfunktionen


Die Steuerungen müssen so gestaltet bleiben bei einem Fehler
werden, daß erhalten.
- ein einzelner Fehler in der Steuerung Die Fehler werden recht-
nicht zum Verlust der Sicherheitsfunk- zeitig erkannt, um einen
tion führt (Einfehlersicherheit) und Verlust der Sicherheits-
- ein einzelner Fehler bei oder vor der funktionen zu verhindern.
4 nächsten Anforderung der Sicherheits-
funktion erkannt wird oder wenn nicht
möglich, darf eine Anhäufung von
Fehlern nicht zu einem Verlust der
Sicherheitsfunktion führen.

Den ausführlichen Text entnehmen Sie bitte EN 954-1.

3-2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Bestimmungsgemäße Verwendung

Diese Kriterien müssen immer auf die gesamte Steuerung einer Anlage
und nicht nur auf ihre Teilkomponenten bezogen werden. Eine Teilkom-
ponente kann nicht der Kategorie 3 oder 4 entsprechen, sondern mit dieser
Teilkomponente ist bei richtigem Einsatz in Verbindung mit anderen Teil-
komponenten die Kategorie 3 oder 4 erreichbar.

In welche Risikokategorie die einzelnen Produktgruppen einzustufen sind,


ist in folgender Grafik dargestellt:

Kategorie Produktgruppen
B 1 2 3 4
x x Berührungslos wirkende Schutzeinrichtung
x x x x x Elektrische Ausrüstung nach EN 60 204
x x x Verriegelungseinrichtungen
x x x Zweihandschaltungen
x x x x x Schaltmatten
x x x NOT-AUS-Einrichtungen

Nicht jede technisch realisierbare Risikokategorie ist bei allen Anwendun-


gen zulässig.
Beispiel: bei berührungslos wirkenden Schutzeinrichtungen (z. B. Licht-
schranke) ist nur Kategorie 2 oder 4 zulässig.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 3-3


Bestimmungsgemäße Verwendung

Die Risikobewertung muß jeweils individuell bei jeder Anwendung ermit-


telt werden. Dabei hilft die folgende Grafik (s. EN 954-1):

Kategorie
B 1 2 3 4
S1
Startpunkt
für Risiko- P1
beurteilung F1
P2
S2
P1
F2
P2

Zuverlässigkeit Redundanz und/oder


von Bauteilen Selbstüberwachung

S Grad möglicher Verletzungen


S1 leichte Verletzung
S2 schwerwiegende irreversible Verletzung oder Tod einer Person

F Häufigkeit des Auftretens gefährlicher Situationen


F1 selten bis öfter
F2 häufig bis dauernd

P Möglichkeiten zur Vermeidung der Gefährdung


(allgemein bezogen auf die Geschwindigkeit und Frequenz, mit
der sich das gefährdende Teil bewegt und auf den Abstand zu
dem gefährdenden Teil)
P1 möglich unter bestimmten Bedingungen
P2 geringere Möglichkeit

B, 1-4 Kategorien für sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen

Bevorzugte Kategorien für Bezugspunkte


Mögliche Kategorien, die zusätzliche Maßnahmen erfordern
Überdimensionierte Maßnahmen in Bezug auf das Risiko

3-4 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Bestimmungsgemäße Verwendung

Beispiel:
Zyklisch betätigte Schutztüre einer Drehmaschine
Bei einer CNC- oder SPS gesteuerten Drehmaschine wird von Hand ein
Werkstück in die Spannzange eingelegt, der Arbeitsvorgang gestartet und
nach Ablauf des Bearbeitungsvorganges wird das Werkstück wieder von
Hand entnommen.

Sind keine Sicherheitsvorrichtungen angebracht, ist die Unfallgefahr sehr


hoch, denn bei gleichmäßigen eintönigen Arbeiten sind Flüchtigkeitsfehler
zu erwarten.

Risikobeurteilung:
S2: Da das Werkstück von Hand eingelegt wird, kann es zu schweren, u.
U. auch irreversiblen Verletzungen durch das rotierende Teil der Drehma-
schine kommen.
F2: Da das Werkstück nach jedem Arbeitszyklus mit der Hand in den
gefährlichen Bereich gebracht werden muß, tritt die Gefahr häufig auf.
P2: Vermeidung nur durch eine überwachte Schutztür möglich, da der
Arbeitsvorgang eine Routinehandlung ist.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 3-5


Bestimmungsgemäße Verwendung

Einstufung in eine Kategorie


Kategorie
B 1 2 3 4
S1
Startpunkt
für Risiko- P1
beurteilung F1
P2
S2
P1
F2
P2

Die Risikobeurteilung ergibt Kategorie 4.


Kategorie 4 kann durch eine feste Verdeckung erreicht werden, was in
diesem Fall nicht zweckmäßig ist, da ein zyklischer Zugriff gefordert ist.
Eine bewegliche Verdeckung mit Stellungsüberwachung, am besten mit
Zuhaltung, wäre hier die geeignete Sicherheitsmaßnahme.

3-6 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Aufbau (Hardware)

Kompakte Steuerung

Bei einer kompakten Steuerung sind in einem Gehäuse untergebracht:


• Bus
• CPU (1)
• Netzteil (2)
• Ein-/Ausgabebaugruppen (3)

1
2
3
Abb. 4-1: Beispiel für kompakte Steuerung PSS 3056

Modulare Steuerung

Die modularen Sicherheitssteuerungen sind aus folgenden Einheiten


aufgebaut:
• Baugruppenträger (1)
• Netzteil (2)
• CPU-Baugruppe (3)
• Ein-/Ausgabebaugruppen Fail-safe-Teil (4) und Standard-Teil (5)

2 3 4 5

Abb. 4-2: Beispiel für den Aufbau der PSS 3000

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 4-1


Aufbau (Hardware)

Das Grundgerät besteht aus Baugruppenträger, Netzteil und CPU. Zur Ein-
und Ausgabe von Daten werden Ein-/Ausgabebaugruppen benötigt. Es
können Baugruppen für Fail-safe-Anwendungen und, wenn auf dem
Baugruppenträger ein Standard-Bus integriert ist, Baugruppen für Stan-
dard-Anwendungen auf einem Baugruppenträger eingesetzt werden.

Weitere Informationen über den Baugruppenträger entnehmen Sie bitte


den "Installationsrichtlinien" und der Beschreibung des Baugruppen-
trägers.

Netzteil

Das Netzteil stellt die interne Spannung zur Versorgung von CPU und Bus
zur Verfügung. Es gibt Netzteile für unterschiedliche Spannungen wie z. B.
230 V AC und 24 V DC.
Eine Batterie dient zur Pufferung der Speicherbausteine der CPU.
Das Netzteil der modularen Sicherheitssteuerungen muß immer auf dem
ersten Steckplatz stecken.

CPU

Die CPU ist die Zentraleinheit der Sicherheitssteuerung. Sie steuert die
Ein-/Ausgabebaugruppen an und bearbeitet und speichert das Anwender-
programm sowie die variablen Daten. Die CPU ist mit verschiedenen
Bedienelementen und Schnittstellen ausgestattet wie z. B.:

• 4stelligem Display
• LED-Anzeige für Betriebsart und Netzspannung
• 3stufigem Wahlschalter für Betriebsart des Standard-Teils (ST)
• Taste zum Blättern im Fehler-Stack
• 2stufigem Wahlschalter für Betriebsart des Fail-safe-Teils (FS)
• Steckplatz für Programmspeicherkassette für Standard-Teil
• Programmiergeräteschnittstelle RS 485
• Anwenderschnittstelle RS 232

Die CPU besteht aus drei unabhängig voneinander arbeitenden Mikro-


rechnern. Jeder Mikrorechner besteht aus einer Prozessoreinheit, einem
Bussystem und dem Bus-Interface. Jeder dieser Rechner bearbeitet unab-
hängig das Anwenderprogramm. Um die geforderte hohe Sicherheit zu
erreichen, überwachen sich die Rechner gegenseitig:

4-2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


• Eingangssignale werden verglichen. Nur bei fehlerfreiem Abgleich wird
das Anwenderprogramm bearbeitet. Ist der Abgleich fehlerhaft, schaltet
die Sicherheitssteuerung in den sicheren Zustand
• Ausgangssignale werden nur dann ausgegeben, wenn alle drei Kanäle
die gleichen Werte berechnet haben. Ist der Abgleich fehlerhaft, schaltet
die Sicherheitssteuerung in den sicheren Zustand
Die unterschiedlichen Bearbeitungszeiten der drei Prozessoren erfordern
eine Synchronisation beim Einlesen und beim Ausgeben von Daten. Die
Synchronisation wird automatisch vom Betriebssystem durchgeführt.

Speicher
Bus-
Inter- Mikro-
face rechner B
Dual-Port- Dual-Port-
RAM RAM

Speicher Speicher
Bus- Bus-
Inter- Mikro- Inter- Mikro-
face rechner A face rechner C
Dual-Port-
RAM

Abb. 4-3: Bearbeitung durch drei Mikrorechner

Speicher

Die CPU stellt verschiedene Speicher zur Verfügung:


• Programmspeicher
• Datenspeicher
• Dual-Port-RAM

Programmspeicher
Jeder Mikrorechner ist mit einem Flash-EPROM-Speicher ausgestattet.
Er dient als Programmspeicher für Anwenderprogramme und Datenbau-
steine. Er kann je nach Art der Befehle und Anzahl der Datenbausteine

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 4-3


Aufbau (Hardware)

4.000 ... 5.000 Anwenderbefehle speichern. Der Programmspeicher wird


durch CRC überwacht.

Datenspeicher:
Variable Werte wie Einstelldaten, Fehlermeldungen und Systemdaten
werden im Datenspeicher abgelegt. Der Datenspeicher ist in Daten-
bausteine mit je max. 1024 Worten unterteilt.
Ein Datenbaustein besteht aus dem Datenbausteinkopf und den Anwen-
derdaten. Der Datenbausteinkopf enthält Informationen über den Daten-
baustein. Es gibt zwei Arten von Datenbausteinen:
• Read-only-Datenbausteine
können vom Anwenderprogramm nur gelesen werden.
• Read-write-Datenbausteine
können gelesen und beschrieben werden.

Entsprechend ist der Datenspeicher aufgeteilt:


• Read-only-Datenspeicher
liegt im Programmspeicher und enthält die Read-only-Datenbausteine
(Datenbausteinkopf und Anwenderdaten)
• Read-write-Datenspeicher
beinhaltet die Anwenderdaten der Read-write-Datenbausteine. Er hat
eine Speicherkapazität von 16 kB. Dieser Speicherbereich ist nicht null-
spannungssicher. Damit das Verhalten der Sicherheitssteuerung bei
Neustart immer gleich bleibt, wird für jeden Read-Write-Datenbaustein
im Programmspeicher eine komprimierte Kopie mit dem beim Editieren
eingetragenen Werten abgelegt. Mit dieser Kopie werden die Read-
Write-Datenbausteine beim Start eines Anwenderprogramms automa-
tisch vorbelegt.

INFO
Die Werte der Kopie des Read-Write-Datenbausteins werden auch dann
eingesetzt, wenn die Sicherheitssteuerung durch einen Fehler in den
STOP-Zustand gewechselt hat und danach gestartet wird.

Dual-Port-RAM:
Die Dual-Port-RAMs (DPR) dienen der Kommunikation zwischen den drei
Rechnern. Sie speichern die Daten während des Abgleichs.

4-4 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


PG-Schnittstelle

Die PG-Schnittstelle (PG: Programmiergerät) ermöglicht die Kommunika-


tion zwischen dem Programmiergerät und der Sicherheitssteuerung.
Abhängig vom Typ der Sicherheitssteuerung ist die PG-Schnittstelle als
RS-232- oder RS-485-Schnittstelle ausgeführt (siehe Installations-
richtlinien der betreffenden Sicherheitssteuerung). Ist die PG-Schnittstelle
eine RS-485-Schnittstelle, wird sie über einen Pegelumsetzer PAP mit
dem Programmiergerät verbunden. Ist die PG-Schnittstelle eine RS-232-
Schnittstelle, ist kein Pegelumsetzer erforderlich.

Anwenderschnittstelle

Die Anwenderschnittstelle arbeitet nach der RS-232C-Norm und ist frei


konfigurierbar. In der Standardeinstellung sind folgende Daten festgelegt:
• Baudrate: 9600 Baud
• Parity: even
• Stopbit: 1
• Datenbit: 8
• Handshaking: ein
Die Anwenderschnittstelle wird durch den Standardfunktionsbaustein
SB255 aktiviert (s. Kapitel 6)

Zeiten

Die CPU ist mit 64 Zeitstufen ausgestattet. Sie werden von einem zentra-
len Timer gesteuert.
Die Zeitstufen sind als Einschaltverzögerung realisiert. Jede Zeitstufe
errechnet sich aus zwei Parametern:

Zeit = Zeitraster x Zeitwert

Zeitraster: 0 entspricht 50 ms
1 entspricht 100 ms
2 entspricht 1 s
3 entspricht 10 s
4 entspricht 1 min
Zeitwert: beliebiger Wert

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 4-5


Aufbau (Hardware)

Beispiel: Zeit soll 8 s betragen


Zeitraster: 2, Zeitwert: 8
Zeit = 1 s x 8 = 8 s

Für den Fail-safe-Teil stehen die Zeitstufen 64 ... 127 zur Verfügung.

Zähler

Die CPU verfügt über 64 Zähler. Jeder Zähler besteht aus einem Zähler-
wort und einem Zählerbit. Das Zählerwort kann Werte zwischen -32.768
und 32.767 annehmen. Ist der Wert des Zählerworts > 0, nimmt das Zäh-
lerbit den Wert 1 an. Der Fail-safe-Teil verwendet die Zähler 64 ... 127.

Display

Die 4stellige Hexadezimal-Anzeige dient zur Ausgabe von Fehlermeldun-


gen bzw. Fehlernummern.

Format der Fehlermeldungen:


F-xx Fehler im Fail-safe-Teil, xx: Fehlerklasse 01h ... FFh
*xxx
+xxx Fataler Fehler, xxx: Fehlernummer 000h ... FFFh

Format bei Anzeige der Fehlermeldung aus dem Fehler-Stack:


Fyxx Fehler im Fail-safe-Teil
y: Nummer des Eintrags im Fehler-Stack 0h ... Fh
x: Fehlerklasse 01h ... FFh

Fehlermeldungen, die mit "S" beginnen, betreffen den Standard-Teil.

Wahlschalter

Die programmierbare Sicherheitssteuerung ist mit zwei Wahlschaltern


ausgestattet:
• 3stufiger Wahlschalter für den Standard-Teil (s. Beschreibung Standard-
Teil)
• 2stufiger Wahlschalter für den Fail-safe-Teil

4-6 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Der Wahlschalter für den Fail-safe-Teil hat drei Funktionen:
• Anlaufverhalten bei Spannungswiederkehr bestimmen
RUN
FS Programm startet automatisch
STOP

RUN
FS
STOP Programm steht

• Start-/Stopschalter
RUN
FS Programmstart
STOP

RUN
FS
STOP
Programmstop

Taste Fehler-Stack

Fehlermeldungen werden in einem Fehler-Stack gespeichert. Angezeigt


wird immer die aktuelle Fehlermeldung. Um die vorangegangene Fehler-
meldung darzustellen, muß die Taste Fehler-Stack betätigt werden. Solan-
ge die Taste gedrückt bleibt, erscheint abwechselnd die Fehlerklasse (C),
die Fehlernummer (N), der Fehlerort (AT) und der Fehlerparameter (PARA)
(s. auch Kapitel 8). Bei der nächsten Betätigung wird die Meldung davor
angezeigt usw.

Ein-/Ausgabebaugruppen

Zur Kommunikation zwischen der programmierbaren Sicherheitssteuerung


und der Maschine oder Anlage stehen verschiedene Ein-/Ausgabebau-
gruppen zur Verfügung:
• Digitale Eingabebaugruppe mit 32 Eingängen
• Ausgabebaugruppe mit 32 einpoligen 2-A-Ausgängen
• Testtakt-Ausgabebaugruppe mit 16 Eingängen und 16 Ausgängen
• 2polig schaltende Ausgabebaugruppe mit 16 Eingängen und 8 Ausgängen
u. a.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 4-7


Aufbau (Hardware)

Um den Einsatz der Baugruppen in sicherheitsrelevanten Anlagen zu


ermöglichen werden die Baugruppen geprüft. Es werden z. B. folgende
Tests durchgeführt:
• Ausgabebaugruppe
Zyklischer Ausschalttest der eingeschalteten Ausgänge erkennt Kurz-
schlüsse und Unterbrechungen der Verdrahtung
• Eingabebaugruppe
Die Eingänge sind nach den Optokopplern 3kanalig aufgebaut. Ein
Digitaltest überprüft den digitalen Teil der Baugruppe. Bei manchen
Baugruppen werden zusätzlich die Optokoppler getestet.
• Bei Anschluß der Geber über Testtaktausgänge erfolgt ein Test auf
Kurzschluß und Unterbrechung der Verdrahtung und Test des Eingabe-
filters und der Optokoppler.

WARNUNG
Bei der Verdrahtung der Sicherheitssteuerung müssen unbedingt die
Hinweise in den "Installationsrichtlinien" beachtet werden! Bei unsachge-
mäßer Verdrahtung können Störungen im Prozeßablauf der Anlage (Ma-
schine) auftreten, die zu schweren Verletzungen und Tod führen kön-
nen.

4-8 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Programmierung

Programmerstellung

Vor dem Editieren der Bausteine, muß der Fail-safe-Teil der CPU
parametriert werden. Der Konfigurator des Programmiergeräts ermöglicht
die menügeführte Eingabe der Parameter wie z. B.
• Blocklaufzeiten: max. Ausführzeit des Fail-safe- sowie des Standard-
Programms
• Min. Zykluszeit: min. Zeit für Ablauf eines Programmzyklus
• Anzahl der Abgleichversuche: max. Anzahl der Versuche für Abgleich
zwischen den drei internen Rechnern
• Sollbestückung: Aktuelle Baugruppenbestückung des Baugruppen-
trägers
• Abgleich-Algorithmus: Abgleich nach Minimal-, Mittelwert- oder Maximal-
Verfahren

Die Anwenderprogramme werden auf einem Rechner mit einer speziellen


Software, dem Programmiergerät PG, erstellt. Die Software ist menüge-
führt und stellt verschiedene Editoren zur Verfügung.

Anwenderprogramme für verschiedene Anlagen müssen verschiedenen


"Projekten" zugeordnet werden. Ein Projekt entspricht einem Pfad
(directory) z. B. auf der Festplatte des Rechners. Jedes Projekt ist in
Bausteine unterteilt. Es gibt:
• Organisationsbausteine (OB), die die Schnittstelle zwischen Anwender-
programm und Betriebssystem bilden,
• Programmbausteine (PB), die elementare und anlagenspezifische Funk-
tionen enthalten,
• Funktionsbausteine (FB), die aus Funktionen für konkrete Einzelauf-
gaben aufgebaut sind,
• Standardfunktionsbausteine (SB), die Standardfunktionen ausführen,
• Datenbausteine (DB), die feste oder veränderbare Daten enthalten.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 5-1


Programmierung

Anlage A

z. B. Pfad
Projekt A ...\ANLAGE_A

Organisations- Programm-
bausteine bausteine

Daten- Funktions-
bausteine bausteine
Abb. 5-1: Programmaufbau

Sind alle Bausteine und alle Parameter eingegeben, werden sie zu einem
Gesamtprogramm zusammengebunden (gelinkt). Dieser Vorgang ermög-
licht bereits offline viele Programmüberprüfungen. Durch das Zusammen-
binden wird eine Datei erzeugt, die alle Bausteine und Parameter des
Programms enthält. Diese Datei kann an die Sicherheitssteuerung über-
tragen werden.

WICHTIG
Aktivieren Sie nach jeder Programmänderung das Binden (Linken)!
Erst durch das Binden wird die Änderung für den Online-Betrieb
wirksam.

Programmübertragung

Das gebundene Programm wird durch Aktivieren eines Menüpunktes im


Programmiergerät an die Sicherheitssteuerung übertragen. Vorausset-
zung ist, daß der Rechner, der die Software und das Programm enthält,
mit der Sicherheitssteuerung verbunden ist. In Abhängigkeit von der Aus-
führung der PG-Schnittstelle auf der Sicherheitssteuerung, kann dazu ein
Pegelumsetzer PAP erforderlich sein (siehe Kapitel 4, Abschnitt "PG-
Schnittstelle").
Das Programm wird blockweise übertragen. Die Übertragung beginnt mit
einem sogenannten Auftakttelegramm, das den Namen des Projekts
enthält. Nach einer fehlerfreien Antwort der Sicherheitssteuerung auf

5-2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


RS 232
RUN ST

RUN FS

POWER

AUTO PG
SPS ST
PG

RUN
FS
STOP
F-STACK

PAP

RS 485 PG-Schnitt-
stelle

Abb. 5-2: Programmübertragung am Beispiel der PSS 3000

dieses Telegramm folgt der erste Block. Die drei Rechner der CPU-Bau-
gruppe vergleichen den Block und bilden je eine Prüfsumme. Anschlie-
ßend senden sie eine Antwort an das Programmiergerät. Haben die drei
Rechner unterschiedliche Ergebnisse errechnet, erfolgt eine Fehlermel-
dung. Sind sie gleich, war die Datenübertragung erfolgreich. Der Block
wird übersetzt. Mit den nächsten Blöcken wird auf die gleiche Art verfah-
ren, bis das gesamte Programm einschließlich Parameter übertragen ist.
Durch dieses Verfahren wird eine hohe Sicherheit erreicht. Um Manipula-
tionen vorzubeugen, kann das Programm nur in gebundener (gelinkter)
Form zurückgelesen werden. Änderungen sind nur an den Quellbau-
steinen möglich.

Programmablauf

Ein ablauffähiges Programm ist in folgende Blöcke unterteilt:


• Einleseblock
• Anwenderprogramm
• Ausgabeblock
• Testblock
• Zykluszeitblock
Die Bearbeitungsdauer jeder dieser Blöcke wird vom Betriebssystem über-
wacht. Sind alle Blöcke einmal durchlaufen, ist ein Programmzyklus been-
det. Das zeitliche Verhalten ist im Kapitel "Funktionsweise" beschrieben.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 5-3


Programmierung

Eingabe- Eingänge einlesen


block Werte abgleichen

Anwen- Abarbeitung des


derpro- Anwenderprogramms
gramm Synchronisation

Werte vergleichen
Ausgabe- Zylkuszeit
block Werte ausgeben
Synchronisation

Test- Testscheibe
block 1 ms

Zyklus- Warteschleife für min.


zeit- Zykluszeit (nur, wenn
block min. Zyklus eingestellt)

Abb. 5-3: Programmablauf

5-4 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Adressierung

Die Baugruppen sind durch die Steckplätze adressiert. Jeder Steckplatz ist
nochmals in zwei Teilsteckplätze unterteilt.
Bei den modularen Steuerungen entspricht der erste Teilsteckplatz übli-
cherweise den ersten beiden Steckern und der 2. Teilsteckplatz dem 3.
und 4. Stecker auf der Baugruppe. So stellt z. B. die Baugruppe DIO Z an
den ersten beiden Steckern 16 digitale Eingänge und an dem 3. und 4.
Stecker 8 zweipolige Ausgänge zur Verfügung. Die 16 Eingänge sind also
dem ersten Teilsteckplatz und die 8 zweipoligen Ausgänge dem zweiten
Teilsteckplatz zugeordnet.

PSS 3000
PSS 3100

0 2 4 6 8 10 12 14 10
16 Teilsteckplätze

PS CPU 1 3 5 7 9 11 13 15 17 Teilsteckplätze
0 1 2 3 4 5 6 7 8 Steckplätze

Abb. 5-4: Adressierung der Steckplätze am Beispiel der PSS 3000 und PSS 3100

Die Einteilung der Steckplätze und Teilsteckplätze bei den kompakten


Steuerungen ist in der Kurzbeschreibung der Steuerung erläutert.

Jedem Steckplatz ist eine Steckplatznummer zugeordnet. Die digitalen


Ein- und Ausgänge sind durch diese Steckplatznummer und eine Bit-
nummer adressiert. Die beiden Angaben werden durch einen Punkt ge-
trennt.

Bei der modularen Sicherheitssteuerung sind die ersten beiden Steckplät-


ze immer durch das Netzteil und die CPU belegt. Die Numerierung beginnt
anschließend mit 0.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 5-5


Programmierung

Beispiel: Bit 8 einer Baugruppe auf Steckplatz 3 soll angesprochen


werden.
Adresse: 3.8

Für Wort-Baugruppen, die mehr als 32 Bit belegen, ist auf jedem Steck-
platz ein Speicher mit 8 Worten reserviert.
Auf diese Worte wird durch das Prozeßabbild der Worte zugegriffen (XW).

PSS 3000
PSS 3100

0 8 16 24 32 40 48 56 10
64
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
PS CPU 7 15 23 31 39 47 55 63 71

Abb. 5-5: Adressierung der Worte bei Wortbaugruppen

Organisationsbausteine

Die Funktionen der Organisationsbausteine sind vom Betriebssystem


vorgegeben. Jedes Anwenderprogramm muß den Zyklus-Organisations-
baustein OB101 enthalten. Er verwaltet u. a. den Ablauf des Programms.
Im Zyklus-OB werden die Bausteine des Anwenderprogramms aufgerufen.
Alle anderen Organisationsbausteine sind für eine bestimmte Anwendung
reserviert, müssen jedoch nicht eingesetzt werden. Die Funktionen der
Organisationsbausteine sind im Handbuch "Programmierung" in der
Programmieranleitung beschrieben bzw. in dieser Anleitung unter ihrer
Funktion und im Anhang.

INFO
Verwenden Sie nur die im "Anhang" aufgelisteten OBs.

5-6 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Standardfunktionsbausteine

Standardfunktionsbausteine enthalten die Funktionen, die bei mehreren


Maschinen oder Anlagen gleich sind. Die Standardfunktionsbausteine sind
in zwei Bereiche aufgeteilt:
• SB002 ... SB199 (Ausnahmen s. unten) stehen frei zur Verfügung. Sie
können für beliebige Funktionen verwendet werden.
• SB001, SB003, SB007, SB011, SB015, SB041 und SB200 ... SB255
sind vordefiniert und werden durch die Fa. Pilz zur Verfügung gestellt.
Die vordefinierten Standardfunktionsbausteine sind von einer Prüfstelle
(z. B. BG, TÜV) geprüft und freigegeben. Um eine nachträgliche Änderung
dieser Bausteine zu verhindern, werden sie verschlüsselt, d. h. sie können
aufgerufen (CALL-Befehl), jedoch nicht editiert werden.
Die vordefinierten Standardfunktionsbausteine sind ausführlich im Hand-
buch "Programmierung" in der Programmieranleitung beschrieben.

INFO
Nicht neu erstellte Standardfunktionsbausteine mit den Nummern der
vordefinierten Standardfunktionsbausteine bezeichnen.
Ein unter diesen Bezeichnungen gespeicherter Standardfunktionsbaustein
überschreibt den ursprünglichen Baustein. Der ursprüngliche Baustein
steht nicht mehr zur Verfügung und die darin beschriebene Funktion kann
nicht ausgeführt werden.

Standardfunktionsbaustein SB255

Der Standardfunktionsbaustein SB255 dient zur Kommunikation zwischen


dem Fail-safe-Teil und dem Betriebssystem. Er stellt folgende Funktionen
zur Verfügung:
• Testscheiben für Selbsttest festlegen
• Abgleich-Algorithmus umstellen
• Einlesesegmente festlegen, die aktualisiert werden sollen
• Ausgabesegmente festlegen, die ausgegeben werden sollen
• Anwenderschnittstelle konfigurieren und senden/empfangen
• weitere Funktionen siehe entsprechende Systemhandbücher (z. B.
Gruppenabschaltung)

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 5-7


Programmierung

Der Standardfunktionsbaustein kann durch einen "CALL"-Befehl im An-


wenderprogramm aufgerufen werden. Er hat folgenden Aufbau:

SB255
CallFsBs

W FUNK ERG W

Die Funktion des Bausteins ist durch den Eingangsparameter "FUNK"


festgelegt. Je nach Funktion sind zusätzlich Parameter notwendig, die in
Datenbaustein DB003 angegeben werden. Der Ausgangsparameter
"ERG" meldet, ob die Funktion korrekt ausgeführt wurde. Bei einer Fehler-
meldung enthält der Datenbaustein DB001 die Fehlerursache.

Gehen Sie bei der Parametrierung des Standardfunktionsbausteins wie


folgt vor:
• Geben Sie in DB003 die Parameter an.
• Rufen Sie SB255 auf
• Geben Sie den Funktionscode (Eingangsparameter "FUNK") an.
• Weisen Sie dem Ausgangsparameter "ERG" einen Operanden z. B.
Merkerwort zu.
• Fragen Sie den Inhalt des Merkerworts ab. Enthält es den Code für eine
Fehlermeldung, rufen Sie Datenbaustein DB001 auf. In DB001 steht die
Fehlerbeschreibung.

5-8 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Funktionsweise

Kommunikation mit der Peripherie

Die CPU kann auf zwei Arten mit der Peripherie kommunizieren:
• direkt
Die Signalzustände der Eingänge werden direkt eingelesen bzw. die
Ausgänge direkt gesetzt. Dazu stehen z. B. die Befehle L PB, L PW,
T PB, T PW für Bitbaugruppen und SB 255 mit FUNK=29 bzw.
FUNK=25 für Wortbaugruppen zur Verfügung.
• über Prozeßabbilder
Der Zustand der Ein- und Ausgänge wird als Prozeßabbild gespeichert.
Befehle für das Ein- und Auslesen über das Prozeßabbild sind z. B. L E,
L EB, L EW, T A usw.

Direkter Peripheriezugriff

Der direkte Zugriff hat den Vorteil, daß auch Signale, die kürzer als die
Zykluszeit sind, verarbeitet werden können. Das Anwenderprogramm
kann während eines Programmdurchlaufs die Ein- und Ausgänge mehr-
mals abtasten und erhält immer den aktuellen Zustand.

Prozeßabbilder

Üblicherweise erfolgt die Kommunikation über das Prozeßabbild. Der


Zustand der Eingänge wird zu Beginn eines Programmzyklus eingelesen
und durch die 3 Mikrorechner verglichen. Stimmen die Werte überein,
werden sie im Prozeßabbild der Eingänge PAE gespeichert. Anschließend
wird das Anwenderprogramm aufgerufen und mit den Werten des Prozeß-
abbilds abgearbeitet.
Das Prozeßabbild der Ausgänge PAA wird während des Anwenderpro-
gramms erzeugt und am Ende des Anwenderprogramms ausgegeben.

Der Vorteil der Kommunikation mit der Peripherie über Prozeßabbilder ist,
daß die Zustände der Ein- und Ausgänge während eines Programmdurch-
laufs gleich bleiben. Der Zugriff auf das Prozeßabbild benötigt außerdem
weniger Zeit als ein direkter Zugriff.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-1


Funktionsweise

Eingänge einlesen

Nein Anzahl der Nein


Abgleich Einleseversuche
erfolgreich? überschritten?
Ja
Ja

PAE speichern
Fehlermeldung

Anwenderprogramm
bearbeiten

PAA ausgeben

Abb. 6-1: Kommunikation über Prozeßabbilder PAE und PAA

6-2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Prozeßabbild der Eingänge bei Bitbaugruppen

Die 3 Mikrorechner der CPU lesen die digitalen Werte der Eingänge ein
und vergleichen sie. Stellen sie beim Vergleich Unterschiede fest, starten
sie einen neuen Einlesevorgang. Die neuen Werte werden wieder vergli-
chen.
Die Anzahl der Einlesevorgänge und Vergleiche wird mit dem Konfigurator
des Programmiergeräts festgelegt. Es können max. 50 Versuche gestartet
werden. Jeder Versuch dauert ca. 0,5 ms.
Sind die Einlesewerte nach Überschreiten der festgelegten Anzahl un-
gleich, erscheint eine Fehlermeldung auf dem Display (s. Kapitel 8)

Prozeßabbild der Eingänge bei Wortbaugruppen

Die 3 Mikrorechner der CPU lesen die Werte der Wortbaugruppen (z. B.
analoge Eingänge, Zähler) ein und gleichen sie ab. Bedingt durch die
unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Rechner und Temperatur-
differenzen sind die eingelesenen Werte meist nicht identisch. Ein
Abgleichalgorithmus legt fest, welche Differenzen zulässig sind und nach
welchem Verfahren der abgeglichene Wert ermittelt werden soll. Folgende
Abgleichalgorithmen stehen zur Verfügung (Festlegung im Konfigurator
des Programmiergeräts):
• Vergleich: die eingelesenen Werte aller 3 Rechner müssen identisch
sein.
• Minimaler Wert ohne Vorzeichen: der abgeglichene Wert entspricht dem
kleinsten Betrag der eingelesenen Werte.
• Arithmetischer Mittelwert ohne Vorzeichen: der abgeglichene Wert ent-
spricht dem arithmetischen Mittelwert der Beträge der 3 eingelesenen
Werte.
• Maximaler Wert ohne Vorzeichen: der abgeglichene Wert entspricht dem
größten Betrag der eingelesenen Werte.
• Minimaler Wert mit Vorzeichen: der abgeglichene Wert entspricht dem
kleinsten der eingelesenen Werte; Vorzeichen werden beachtet.
• Arithmetischer Mittelwert mit Vorzeichen: der abgeglichene Wert ent-
spricht dem arithmetischen Mittelwert der eingelesenen Werte, Vorzei-
chen werden beachtet.
• Maximaler Wert mit Vorzeichen: der abgeglichene Wert entspricht dem
größten der eingelesenen Werte; Vorzeichen werden beachtet.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-3


Funktionsweise

Die max. Differenz der eingelesenen Werte gibt ein Toleranzfenster an. Ist
als Abgleichalgorithmus "Vergleich" gewählt, ist kein Toleranzfenster
notwendig.

INFO
Wählen Sie einen kleinen Wert für das Toleranzfenster, wenn sich die
Einlesewerte in Abhängigkeit der Zeit nur wenig ändern und einen großen
bei großen Änderungen.

Der Abgleichalgorithmus wird im Konfigurator des Programmiergeräts


festgelegt. Dazu werden Einlesesegmente, die aus einem oder 2 Daten-
worten bestehen definiert. Einlesesegmente aus Doppelworten müssen
immer mit einer geraden Adresse starten.
Beispiel:

1 Einlesesegment 1

2
Einlesesegment 2
3

4 Einlesesegment 3

6
Einlesesegment 4
7
Abb.6- 2: Beispiel für Einlesesegmente

Die Einlesesegment können wahlweise bei jedem Zykluswechsel (Festle-


gung im Konfigurator) oder nach einem Betriebssystemaufruf aktualisiert
werden. Dazu steht der Standardfunktionsbaustein SB255 mit dem
Funktionscode 25 zur Verfügung (s. S. 6-6). Der Standardfunktions-
baustein greift auf den Datenbaustein DB003 zu, der die zu aktualisieren-
den Einlesesegmente enthält. Im Gegensatz zu "Aktualisieren bei jedem
Zykluswechsel" werden nur die in DB003 angegebenen Einlesesegmente
bearbeitet und nicht alle Segmente eines Steckplatzes.

6-4 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Abgleichalgorithmus durch das Anwenderprogramm ändern
Die im Konfigurator festgelegten Abgleichalgorithmen können bei Bedarf
im Anwenderprogramm geändert werden. Dazu dient Funktion 21 des
Standardfunktionsbausteins SB255. In den Datenbaustein DB003 müssen
die Daten für die Einlesesegmente eingetragen werden:
• Steckplatznummer
Nummer des Steckplatzes, auf der die Wortbaugruppe sitzt
• Einlesesegmentnummer
Nummer des Einlesesegments, dessen Abgleichalgorithmus geändert
werden soll; bei Änderung von mehreren Segmenten müssen die Seg-
mentnummern lückenlos in DB003 stehen.
• Abgleichalgorithmus
0: Vergleich
1: minimaler Wert ohne Vorzeichen
2: arithmetischer Mittelwert ohne Vorzeichen
3: maximaler Wert ohne Vorzeichen
4: minimaler Wert mit Vorzeichen
5: arithmetischer Mittelwert mit Vorzeichen
6: maximaler Wert mit Vorzeichen

Das Ende der Tabelle muß markiert werden, indem statt der Abgleich-
segmentnummer der Wert FFFF eingetragen wird.

Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 21 Funktionscode für "Abgleich-
Algorithmus umstellen"
ERG = 1 kein Fehler
alle erkannten Fehler führen in
den STOP-Zustand
DB003 DW200 = 0 ... 8 Steckplatznummer
DW201 = 0 ... 7 Einlesesegmentnummer
DW202 = 0 ... 6 Abgleichalgorithmus
DW203 Einlesesegmentnummer und
DW204 Abgleichalgorithmus für zwei-
tes Segment
.
.
.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-5


Funktionsweise

Eingabe Ausgabe Bedeutung


DW215 Einlesesegmentnummer für
letztes Einlesesegment
DW216 Abgleichalgorithmus für letztes
Einlesesegment

Nach einer fehlerfreien Aktualisierung meldet SB255 als Ergebnis 1, bei


einem Fehler in der Parametertabelle von DB003 erfolgt ein Wechsel in
den STOP-Zustand.

Einlesesegmente auf Anforderung aktualisieren


Die Funktion 25 des Standardfunktionsbausteins SB255 legt fest, welche
Einlesesegmente aktualisiert werden sollen. In den Datenbaustein DB003
müssen die Daten für die Einlesesegmente eingetragen werden:
• Steckplatznummer
Nummer des Steckplatzes, auf der die analoge Wortbaugruppe sitzt.
• Einlesesegmentnummer
Nummer des Einlesesegments, das aktualisiert werden soll; die Num-
mern müssen lückenlos in DB003 stehen.

Das Ende der Tabelle muß markiert werden, indem statt der Einlese-
segmentnummer der Wert FFFF eingetragen wird.

Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 25 Funktionscode für "Einleseseg-
mente aktualisieren"
ERG = 1 kein Fehler
alle erkannten Fehler führen in
den STOP-Zustand
DB003 DW200 = 0 ... 8 Steckplatznummer
DW201 = 0 ... 7 erste Einlesesegmentnummer
. .
. .
. .
DW209 = 0 .. 7 letzte Einlesesegmentnummer

6-6 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Nach einer fehlerfreien Aktualisierung meldet SB255 als Ergebnis 1, bei
einem Fehler in der Parametertabelle von DB003 erfolgt ein Wechsel in
den STOP-Zustand.

Prozeßabbild der Ausgänge bei Bitbaugruppen

Das von den 3 Mikrorechnern berechnete Prozeßabbild der Ausgänge wird


zwischen den Rechnern ausgetauscht und verglichen. Ergibt der Vergleich
keinen Fehler, wird das Prozeßabbild an die Baugruppen ausgegeben. Bei
einem Vergleichsfehler wechselt die PSS in den sicheren Zustand.

Prozeßabbild der Ausgänge bei Wortbaugruppen

Die 3 Mikrorechner der CPU berechnen die Ausgabewerte und speichern


sie als Prozeßabbild der Wortausgänge. Vor der Ausgabe auf die Wort-
baugruppen vergleichen die 3 Mikrorechner ihre Werte. Sind sie identisch
erfolgt die Ausgabe, sonst geht die Sicherheitssteuerung in den sicheren
Zustand und schaltet die Ausgänge ab.
Die Ausgabe wird im Konfigurator des Programmiergeräts festgelegt. Dazu
werden Ausgabesegmente, die aus einem oder zwei Datenworten beste-
hen, definiert. Ausgabesegmente aus Doppelworten müssen immer mit
einer geraden Adresse beginnen (s. auch Einlesesegmente).
Die Ausgabesegmente können wahlweise bei jedem Zykluswechsel (Fest-
legung im Konfigurator) oder nach einem Betriebssystemaufruf aktualisiert
werden. Dazu steht der Standardbaustein SB255 mit dem Funktionscode
29 zur Verfügung. Der Standardfunktionsbaustein greift auf Datenbaustein
DB003 zu, der die zu aktualisierenden Ausgabesegmente angibt. Im Ge-
gensatz zu "Aktualisieren bei jedem Zykluswechsel" werden nur die in
DB003 angegebenen Ausgabesegmente für eine Baugruppe bearbeitet
und nicht alle Segmente eines Steckplatzes.

Ausgabesegmente auf Anforderung aktualisieren


Die Funktion 29 des Standardfunktionsbausteins SB255 legt fest, welche
Ausgabesegmente aktualisiert werden sollen. In den Datenbaustein
DB003 müssen die Daten für die Ausgabesegmente eingetragen werden:
• Steckplatznummer
Nummer des Steckplatzes, auf der die analoge Wortbaugruppe sitzt
• Ausgabesegmentnummer
Nummer des Ausgabesegments, das ausgegeben werden soll.
Die Nummern müssen lückenlos in DB003 stehen.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-7


Funktionsweise

Das Ende der Tabelle muß markiert werden, indem statt der Ausgabe-
segmentnummer der Wert FFFF eingetragen wird.

Parameter festlegen:

Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 29 Funktionscode für "Ausgabeseg-
mente ausgeben"
ERG = 1 kein Fehler
jeder Fehler führt in den STOP-
Zustand
DB003 DW200 = 0 ... 8 Steckplatznummer
DW201 = 0 ... 7 Ausgabesegmentnummer
. .
. .
. .
DW209 = 0 ... 7 letzte Ausgabesegmentnummer

Nach einer fehlerfreien Aktualisierung meldet SB255 als Ergebnis 1, bei


einem Fehler in der Parametertabelle von DB003 erfolgt ein Wechsel in
den STOP-Zustand.

6-8 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Zeitliches Verhalten

Die Zeit, die die Steuerung benötigt, um ein Programm inklusive aller
Unterprogramme einmal abzuarbeiten, bezeichnet man mit Zykluszeit. Die
anderen Laufzeiten werden einmalig z. B. beim Einschalten durchlaufen.

Zykluszeit
FS-PAE FS- + ST- Anwenderprogramm FS- und Test-
RESET STOP Anlauf
FS-AW-Progr. ST-PAE ST-AW-Progr. ST- PAA scheiben

Abb. 6-3: Programmablauf

Reset-Block
Der RESET-Block wird einmalig beim Einschalten der Sicherheits-
steuerung durchlaufen. Das Display zeigt "****" an.
Nach dem Einschalten führt die Sicherheitssteuerung einen Selbsttest der
Hard- und Software durch. Nach Abschluß des Tests erfolgt die Initialisie-
rung und Synchronisation der 3 Mikrorechner. Die Sicherheitssteuerung
befindet sich anschließend im STOP-Zustand, das Display zeigt "0000" an.
Dauer: ca. 30 s

Anlaufblock
Der Anlaufblock wird beim Wechsel in den RUN-Zustand einmal ausge-
führt. Es erfolgt eine Prüfung des Anwenderprogramms und der Aufbau der
internen Verwaltungstabellen. Anschließend wird der Bestückungstest
durchgeführt, die Baugruppen werden geprüft und der Anlauf-OB aufgeru-
fen.
Dauer: ca. 2 s

Einleseblock für Prozeßabbild der Eingänge (PAE)


Das Einlesen der Prozeßabbilder der Eingänge ist ausführlich im Kapitel
"Kommunikation mit der Peripherie" beschrieben.
Dauer: wenige ms

FS- und ST-Anwenderprogramm


Das Anwenderprogramm wird nach erfolgreichem Abgleich der Eingangs-
werte gestartet. Aus Sicherheitsgründen bearbeiten alle drei Mikrorechner
das Anwenderprogramm des Fail-safe-Teils, während das Programm des
Standard-Teils nur von einem Rechner bearbeitet wird. Am Ende des

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-9


Funktionsweise

Programms erfolgt erneut eine Synchronisation der drei Mikrorechner. Für


den ST-Teil wird außerdem das Prozeßabbild der Eingänge eingelesen.
Dauer: max. 100 ms für FS- und ST-Anwenderprogramm zusammen,
abhängig vom Programm

Ausgabeblock für Prozeßabbild der Ausgänge (PAA)


Die Ausgangswerte liegen nach Abarbeiten des Anwenderprogramms als
Prozeßabbild der Ausgänge vor. Die drei Rechner vergleichen die Werte
und geben sie an die Ausgänge weiter. Dabei sind wieder alle drei Rechner
für die Ausgabe an den Fail-safe-Teil und ein Rechner für die Ausgabe an
den Standard-Teil zuständig. Bei Bedarf sorgt anschließend ein Prozessor
für die Kommunikation mit der Schnittstelle und dem Programmiergerät.
Zuletzt erfolgt eine Synchronisation der Rechner.
Dauer: wenige ms

Testscheiben
Am Ende eines Zyklus wird ein Testblock abgearbeitet. Alle Tests des
Systems sind in Scheiben von 1 ms Dauer aufgeteilt. Das Betriebssystem
führt automatisch in jedem Testblock eine Testscheibe aus.
Die Anzahl der Testscheiben kann vom Anwender durch einen Betriebs-
systemaufruf beeinflußt werden. So kann die Testhäufigkeit dem Zustand
des zu steuernden Prozesses angepaßt werden.

Minimale Zyklzuszeit
Um die Zykluszeit konstant zu halten, kann zusätzlich zu den Block-
laufzeiten eine Wartezeit eingefügt werden. In dieser Wartezeit führt das
Betriebssystem Testscheiben aus.
Die minimale Zykluszeit wird im Konfigurator festgelegt. Sie setzt sich
zusammen aus:

Blocklaufzeit FS
+ Blocklaufzeit ST
+ Betriebssystem (Einlesen, Ausgeben, Test)
+ Testscheiben (Wartezeit)
Minimale Zykluszeit

Die minimale Zykluszeit muß kleiner als 100 ms sein.

Zykluszeit und Blocklaufzeiten bestimmen

Die Zykluszeit setzt sich aus konstanten und variablen Werten zusammen:
• Das Erzeugen des Prozeßabbilds der Eingänge und Ausgänge gehört
zu den Aufgaben des Betriebssystems. Das Betriebssystem benötigt

6-10 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


dafür und für alle anderen Aufgaben (z. B. Testen der Eingänge), die es
während eines Zyklus erfüllen muß, max. 10 ms.

INFO
Es gibt Sicherheitssteuerungen wie z. B. die Gruppenabschaltung, die für
diese Aufgaben andere Zeiten benötigen. Bitte lesen Sie dazu das ent-
sprechende Systemhandbuch.
• Die Dauer der Anwenderprogramme ist variabel. Ein Anwenderpro-
gramm besteht meistens aus verschiedenen Programmteilen. In jedem
Zyklus können unterschiedlich viele Programmteile durchlaufen werden.
Die Dauer des FS- und ST-Anwenderprogramms darf zusammen max.
100 ms betragen.
• In jedem Zyklus können Testscheiben ausgeführt werden. Die Dauer für
diesen Vorgang ist variabel und hängt von der Anzahl der auszuführen-
den Testscheiben ab, beträgt jedoch mindestens 1 ms. Die Anzahl kann
durch einen Betriebssystemaufruf bestimmt werden (s. Kapitel "Selbst-
test")
• Durch Festlegen einer minimalen Zykluszeit kann zusätzlich eine varia-
ble Wartezeit notwendig sein, die ganz oder teilweise mit dem Ausführen
der Testscheiben gefüllt wird.

Blocklaufzeiten und Zykluszeit bestimmen:


• Im Konfigurator des Programmiergeräts sind für die Blocklaufzeit des
Anwenderprogramms und die minimale Zykluszeit Standardwerte vorge-
geben. Übernehmen Sie diese Werte für den ersten Programmtest!
• Lassen Sie Ihr Anwenderprogramm mehrere Zyklen durchlaufen. Ist die
Angabe für die minimale Zykluszeit zu klein, erscheint auf dem Display
die Fehlermeldung "F-20". Erhöhen Sie den Wert für die minimale Zy-
kluszeit im Konfigurator und starten Sie den Test erneut.
• Die aktuellen, maximalen und minimalen Zeiten werden in den Daten-
baustein DB000, Datenwort DW007 ... DW012 eingetragen. Die Werte
können Sie online mit der Funktion "Anzeigen von Variablen" aufrufen (s.
Bedienungsanleitung "Programmiergerät").

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-11


Funktionsweise

DB000
DW007 aktuelle Zykluszeit in ms
DW008 max. Zykluszeit in ms
DW009 aktuelle Blocklaufzeit des FS-Anwenderprogramms
DW010 max. Blocklaufzeit des FS-Anwenderprogramms
DW011 aktuelle Blocklaufzeit des ST-Anwenderprogramms
DW012 max. Blocklaufzeit des ST-Anwenderprogramms
• Passen Sie die Zeiten im Konfigurator an. Tragen Sie die minimale
Zykluszeit ein, wenn Sie eine konstante Zykluszeit wünschen.
Die minimale Zykluszeit muß
- kleiner als Blocklaufzeit FS + Blocklaufzeit ST + Betriebssystem bzw.
100 ms sein und
- größer als die aktuelle max. Blocklaufzeit FS (DW010) + aktuelle max.
Blocklaufzeit ST (DW012) + Betriebssystem sein.
Löschen Sie den Wert für die minimale Zykluszeit, wenn die Zyklen
variabel sein dürfen.

INFO
Die minimale Zykluszeit muß kleiner als die max. Zykluszeit sein, jedoch
max. 100 ms betragen.
Die Blocklaufzeiten für das FS-Anwenderprogramm und das ST-Anwen-
derprogramm dürfen zusammen max. 100 ms sein.

6-12 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Selbsttest
Um eine Fehlerhäufung durch unerkannte Fehler zu verhindern, ist ein
regelmäßiger Selbsttest der Sicherheitssteuerung notwendig. Der Selbst-
test überprüft die Teile der Sicherheitssteuerung, deren Versagen unter
bestimmten Bedingungen im Normalbetrieb nicht sofort erkannt werden:
• Prozessoren
• Speicher
• Peripherie

Der Selbsttest ist in Testscheiben unterteilt. Jede Testscheibe führt einen


Teil des Selbsttests durch. Für den Test des gesamten Systems werden
ca. 40.000 Testscheiben benötigt.

Die Selbsttests werden an verschiedenen Stellen ausgeführt:


• Selbsttest bei Spannungswiederkehr
umfangreicher Selbsttest des gesamten Systems
Dauer des Selbsttests ca. 30 s, alle Segmente des Displays sind einge-
schaltet
• Selbsttest bei Wechsel vom STOP- in den RUN-Zustand (Anlauf)
Dauer des Selbsttests vernachlässigbar, es wird die Bestückung und die
Baugruppenfunktion geprüft.
Um Fehler mit diesem Test zu finden, muß die Steuerung regelmäßig
aus- und eingeschaltet werden.
• Selbsttest im Zyklus
Während des Betriebs wird bei jedem Zykluswechsel der Selbsttest in
Testscheiben ausgeführt. Eine Testscheibe benötigt ca. 1 ms Testzeit.
Ohne Eingriff des Anwenders wird pro Zyklus eine Testscheibe ausge-
führt. Die Anzahl der Testscheiben pro Zyklus kann beeinflußt werden
durch
- Definieren einer minimalen Zykluszeit
Je nach Dauer des Anwenderprogramms entsteht am Zyklusende eine
Wartezeit. Während dieser Zeit werden, wenn möglich, Testscheiben
ausgeführt.
- einen Betriebssystemaufruf mit SB255
Die Anzahl der Testscheiben wird vom Anwender festgelegt.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-13


Funktionsweise

Ablauf:
• Start des Selbsttests
Voraussetzung: Die Anzahl der Testscheiben (Bereich 1 ... 99) ist in
Datenwort DW200 von DB003 angegeben .
Im Anwenderprogramm SB255 mit FUNK = 1 aufrufen.
• Statusabfrage
- SB255 mit Parameter FUNK = 1 aufrufen
- Wert von Parameter ERG abfragen:
ERG = 0 bedeutet, daß die Einstellung ohne Fehler beendet wurde
ERG = 16 weist auf einen Fehler bei der Parametrierung des SB255
hin.
Beim nächsten Zykluswechsel wird die eingestellte Anzahl Testscheiben
bearbeitet. Die Einstellung ist nur für einen Zyklus gültig. Nach der Bear-
beitung der Testscheiben wird automatisch wieder eine Testscheibe ein-
gestellt.

Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 1 Funktionscode für "Testscheiben
festlegen"
ERG = 1 kein Fehler
ERG = 16 Fehler
DB003 DW200 = 1 ... 99 Anzahl der Testscheiben
DB001 wenn ERG = 16:
DW200 = 0 kein Fehler
DW200 = 1 zuviele Testscheiben

Stellt der Selbsttest einen schweren Fehler fest, geht die Sicherheits-
steuerung sofort in den sicheren Zustand. Der Standard-Teil wird weiter
bearbeitet, wenn sich der Fehler auf diesen Teil nicht auswirkt.

6-14 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Prozeßalarme

Die Prozeßalarmverarbeitung ermöglicht auf externe Ereignisse schnell


Einfluß zu nehmen. Das Auftreten eines Alarmereignisses unterbricht die
Programmbearbeitung. Prozeßalarme können nur von speziellen, alarm-
fähigen Eingängen ausgelöst werden.

Tritt ein Alarm ein, verläßt die CPU das Anwenderprogramm und kehrt
zurück ins Betriebssystem. Die CPU ermittelt die Baugruppe und den
Eingang, der den Alarm ausgelöst hat. Diesem Eingang ist ein Alarm-
Organisationsbaustein zugeordnet, der durch den Alarm markiert wird. Die
CPU kehrt in das Anwenderprogramm zurück und bearbeitet den aktuellen
Baustein weiter. Beim nächsten Bausteinwechsel oder Netzwerkbefehl
wird der markierte Organisationsbaustein bearbeitet.
Treten mehrere Alarme gleichzeitig auf, werden sie in einer Warteschlan-
ge gespeichert. Die Warteschlange kann bis zu 32 Einträge aufnehmen.
Alle Einträge werden entsprechend ihrer Reihenfolge beim nächsten
Bausteinwechsel bearbeitet. Mehr als 32 Prozeßalarme können nicht
verarbeitet werden.
Während dem Einlesen und Abgleichen des Prozeßabbilds der Eingänge
und dem Abgleichen und der Ausgabe des Prozeßabbilds der Ausgänge
ist die Alarmfunktion gesperrt. Die Alarme werden in der Warteschlange
gesammelt.

Anwender-
programm
Betriebs-
system
Baustein 4
OB x
Alarm OB y
Baustein 5

Baustein 6
OB x

OB y

Abb. 6-4: Reaktion auf Alarm

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-15


Funktionsweise

Alarme, die während des ST-Anwenderprogramms auftreten, unterbrechen


die Ausführung des ST-Anwenderprogramms sofort und bearbeiten den
FS-Alarm-OB. Danach wird das ST-Anwenderprogramm an der unterbro-
chenen Programmstelle fortgesetzt.

Die Alarmreaktionszeit setzt sich zusammen aus


• max. Laufzeitunterschied der CPUs und
• max. Zeitabstand zwischen Bausteinwechsel oder zwei Netzwerk-
befehlen.
• Laufzeit der Alarm-Organisationsbausteine

Geht die CPU durch einen Systemfehler in den STOP-Zustand, werden


alle Alarme gelöscht.

Alarmfähige Eingänge

Zur Prozeßalarmverarbeitung stehen spezielle alarmfähige Eingänge zur


Verfügung wie z. B die Baugruppe PSS DIF. Diese Eingänge reagieren
schneller auf eine Signaländerung als die "normalen" Eingänge.
Beachten Sie bei den modularen Sicherheitssteuerungen:
Stehen mehrere Alarme gleichzeitig an, bestimmt der Steckplatz die Rei-
henfolge der Bearbeitung. Steckplatz 0 hat die höchste Priorität, die Priori-
tät sinkt mit zunehmender Steckplatznummer.

Ein Alarm kann durch eine


• steigende Flanke
• fallende Flanke
• jede Flanke
ausgelöst werden

Alarm-Organisationsbausteine

Ein durch einen alarmfähigen Eingang aufgetretener Prozeßalarm ruft


einen ihm zugeordneten Alarm-Organisationsbaustein (OB) auf. Der
Alarm-OB enthält die Reaktion auf den Prozeßalarm. Für die Alarm-
verarbeitung sind die Organisationsbausteine OB140 ... OB171 reserviert.
Die Zuordnung zwischen Alarmeingang und Alarm-OB sowie die Flanken-
wahl wird im Konfigurator angegeben.

6-16 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


WICHTIG
• Ordnen Sie immer alle alarmfähigen Eingänge eines Teilsteckplatzes
lückenlos den Alarm-OBs zu. Es müssen jedoch nicht alle Alarmein-
gänge konfiguriert werden.
• Alarmfähige Eingänge, die nicht als Alarmeingänge konfiguriert sind,
können als normale Eingänge mit sehr schneller Einschwingzeit verwen-
det werden.
• Alarmeingänge für Sicherheitsfunktionen müssen nach dem Ruhestrom-
prinzip arbeiten. Daher sind nur Alarme, die mit fallender Flanke konfigu-
riert sind, sicherheitsrelevant.
• Sicherheitsrelevante Alarmeingänge mit der Gebertaktung prüfen!

Bitte beachten Sie bei der Alarmbearbeitung:


• Prozeßalarme werden in der Reihenfolge ihres Auftretens bearbeitet.
• Die Reaktionszeit von sporadischen Prozeßalarmen ist abhängig von der
Bestückung, dem Anwenderprogramm, von der Anwendung der
Gebertaktung und von der Anzahl der gleichzeitig auftretenden Alarme.
• Bei periodischen Prozeßalarmen bleibt der CPU wenig Zeit, die admini-
strativen Aufgaben und das Anwenderprogramm zu bearbeiten. Bei
falscher Auslegung des Anwenderprogramms und der Prozeßalarm-
verarbeitung kann die CPU dauernd mit der Alarmverarbeitung beschäf-
tigt sein: während der Bearbeitung eines Alarms, wird schon der nächste
ausgelöst, das Programm "schwebt". Die Taktüberwachung spricht an.
• Bei dynamischer Programmanzeige von Alarm-Organisationsbausteinen
wird die Ausführzeit des Bausteins während der Diagnose verlängert.
Dadurch kann bei periodischer Prozeßalarmverarbeitung und kritischer
Programmauslegung der Zustand des "Schwebens" erreicht werden.

Ein anstehender Alarm wird nur erkannt, wenn folgende Bedingungen


erfüllt sind:
• Sowohl das "0"-Signal als auch das "1"-Signal müssen mindestens
1,5 ms (Alarmerkennungszeit) anliegen, damit ein Alarm bei einem
Flankenwechsel erkannt wird.
Beispiel: Alarmauslösung bei fallender Flanke: Das "0"-Signal muß min.
1,5 ms und anschließend das "1"-Signal min. 1,5 ms anliegen, damit bei
einem Wechsel von "1" nach "0" ein Alarm ausgelöst wird.
Zwischen zwei Alarmen an einem Eingang, der auf steigende oder fal-
lende Flanke konfiguriert ist, muß ein Zeitabstand von 3 ms sein.
Werden diese Bedingungen nicht eingehalten, kann der auslösende

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-17


Funktionsweise

Alarm nicht ermittelt werden. Kann ein Alarm nicht ermittelt werden, wird
der Fehler F-20 angezeigt und in den Fehler-Stack eingetragen.
• Ist der zeitliche Abstand von Alarmen an verschiedenen Alarmeingängen
wichtig, müssen diese einen zeitlichen Abstand von mind. 1,5 ms haben.
Wird der Abstand nicht eingehalten, werden die Alarme nicht nach ihrer
zeitlichen Abfolge, sondern in der Reihenfolge der Alarmeingangs-
nummern bearbeitet (z. B. erst Alarm an E0.0, dann Alarm an E0.1,
Alarm an E0.2 usw.).
Ein Drehgeber, der zwei um 90° phasenverschobene Rechtecksignale
zur Bestimmung der Geschwindigkeit und der Richtung liefert, darf eine
max. Frequenz von 166 Hz haben. 166 Hz entsprechen 6 ms Perioden-
dauer und 1,5 ms Abstand von Flanke zu Flanke.
• Setzen Sie in einem modularen System max. zwei PSS(1) DIF-Baugrup-
pen ein. Pro Steuerung sind max. 32 Alarmeingänge zulässig.
Sind mehr als zwei PSS(1) DIF-Baugruppen gesteckt, verlängert sich die
Alarmerkennungszeit. Die CPU muß mehr Baugruppen auf ausgelöste
Alarme untersuchen.
• Beim Aufruf eines Alarm-OBs ist das VKE auf den Wert des Eingangs
zum Zeitpunkt des Alarms gesetzt.
• Verwenden Sie je nach Bausteinlänge mind. 4 bis 5 Netzwerkbefehle
pro Baustein, um die Alarmreaktionszeit zu verkürzen.
Alarme werden nur an Netzwerkbefehlen und Bausteinwechseln ausge-
führt. Lange Bausteine ohne Netzwerkbefehle verlängern die Alarm-
reaktionszeit ebenso wie zeitintensive Befehle (Timeroperationen,
Peripheriezugriffe).
• Zeitintensive Alarm-OBs verlängern die Alarmreaktionszeit.
Alle Alarme haben die gleiche Priorität. Nach Alarmauslösung wird der
zugehörige Alarm-OB aufgerufen und abgearbeitet. Die Reaktion auf den
nächsten Alarm ist erst möglich, wenn der Alarm-OB abgearbeitet ist.
• Alarme werden in einer Warteschlange gespeichert. Treten viele Alarme
unmittelbar nacheinander auf, verlängert sich die Alarmreaktionszeit für
den letzten Alarm um die Alarmverarbeitungszeit, der vor ihm in der
Warteschlange eingetragenen Alarme.
• Die Alarmreaktionszeit ist unabhängig von der Anzahl der konfigurierten
Alarme, aber abhängig von der Anzahl (fast) gleichzeitig auftretender
Alarme.
• Verwenden Sie für schnelle Alarme keine getakteten Alarmeingänge.
Die Alarmreaktionszeit bei getakteten Eingängen ist länger, da während
des Funktionstests der Eingänge keine Alarme ausgeführt werden.

6-18 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Funktionsweise

Kommunikation mit dem Standard-Teil


Zur Kommunikation zwischen Fail-safe- und Standard-Teil stehen zwei
Arten von Merkern zu Verfügung:
• Kommunikationsmerker M100.00 ... 104.31
können vom Anwenderprogramm des Standard-Teils beschrieben und
gelesen werden. Der Fail-Safe-Teil kann nur lesend auf diese Merker
zugreifen. Die Merker stehen dem Anwender zur freien Verfügung.
• Statusmerker
sind mit speziellen Funktionen belegt:
- Festmerker beeinflussen das Verknüpfungsergebnis VKE. Der Fail-
safe- und der Standard-Teil haben nur lesend Zugriff.
- Arithmetikmerker setzt das Betriebssystem während einer Arithmetik-
operation. Der Fail-safe- Teil hat nur lesend Zugriff.
- Statusmerker FS und ST geben Auskunft über den Steuerungszu-
stand. Der Fail-safe- Teil hat nur lesend Zugriff.
- Statusmerker für indirekte Adressierung dienen als Zeiger bei indirekter
Adressierung. Der Fail-safe- und der Standard-Teil haben lesend und
schreibend Zugriff.

Merkerart Bedeutung Zugriff FS


Festmerker
M110.00 =0 lesen
M110.01 =1 lesen
Arithmetikmerker
M111.00 =1, wenn Carry-Flag durch lesen
Arithmetikoperation gesetzt
M111.01 = 1, wenn Overflow-Flag durch lesen
Arithmetikoperation gesetzt
M111.02 = 1, wenn Zero-Flag durch lesen
Arithmetikoperation gesetzt
M111.03 = 1, wenn Sign-Flag durch lesen
Arithmetikoperation gesetzt

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-19


Funktionsweise

Merkerart Bedeutung Zugriff FS


Statusmerker ST
M112.00 = 0, wenn ST-Teil im STOP-Zustand lesen
= 1, wenn ST im RUN-Zustand
M112.01 = 1, wenn Fehler im ST-Teil lesen
M112.02 = 1, wenn ST-Teil durch lesen
Befehl im STOP-Zustand
M112.03 = 1 nach Übergang von STOP lesen
nach RUN (für einen Zyklus)
M112.04 = 1 nach Übergang von "Spannung lesen
aus" nach RUN (für einen Zyklus)
M112.05 = 1, wenn Urlöschen im ST-Teil lesen
durchgeführt wurde (für einen Zyklus)
Statusmerker FS
M113.00 =0, wenn FS-Teil im STOP-Zustand lesen
= 1, wenn FS im RUN-Zustand
M113.01 = 1, wenn Fehler im FS-Teil lesen
M113.02 = 1, wenn FS-Teil durch lesen
Befehl im STOP-Zustand
M113.03 = 1, nach Übergang von STOP lesen
nach RUN (für einen Zyklus)
M113.04 = 1, nach Übergang von Spannung lesen
aus nach RUN (für einen Zyklus)
Statusmerker indirekte Adressierung
MW114.00 ... Zeiger auf indirekte lesen/schreiben
MW114.16 Adressierung

INFO
Der Fail-safe-Teil kann nicht auf die Operanden des Standard-Teils zu-
greifen. Die Kommunikation ist nur über die oben beschriebenen
Kommunikationsmerker möglich.
Der Standard-Teil kann auf die Prozeßabbilder der Ein- und Ausgänge,
die Merker, die Datenbausteine, die Timer und Zähler des Fail-safe-Teils
lesend zugreifen.

6-20 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Anwenderschnittstelle für Fail-Safe-Teil

Die Anwenderschnittstelle RS 232 kann entweder für den Fail-safe oder


den Standard-Teil zur Kommunikation mit anderen Geräten eingesetzt
werden.

WICHTIG
Sie als Anwender sind für die Richtigkeit der Datenübertragung verant-
wortlich. Bitte prüfen Sie im Anwenderprgramm, ob die empfangenen
Daten plausibel sind. Wir empfehlen dazu, die CRC-Berechnung einzuset-
zen, die als Standardfunktionsbaustein SB001 mitgeliefert wird (s. "CRC-
Berechnung"

Der Zugriff des Fail-safe-Teils auf die Anwenderschnittstelle erfolgt durch


folgende Funktionen des SB255:

FUNK Bedeutung
200 Statusabfrage Konfiguration
201 konfigurieren
202 Konfigurationsfehler quittieren
204 Statusabfrage Senden
205 senden
206 Sendefehler quittieren
208 Statusabfrage empfangen
210 Empfangsfehler quittieren
211 Empfang quittieren

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-21


Funktionsweise

Konfiguration der Anwenderschnittstelle

Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 200 Statusabfrage Konfiguration
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Schnittstelle wird gerade konfiguriert
ERG = 16 Konfigurationsfehler
SB255 FUNK = 201 konfigurieren
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 16 Konfigurationsfehler
DB003 DW201 Fehlercodierung bei Konfigurations-
fehler
DW202 Datenbausteinnummer Konfiguration
DW203 Datenbausteinnummer Empfangs-
puffer
DW204 Datenbausteinnummer Sendepuffer
SB255 FUNK = 202 Konfigurationsfehler quittieren
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Schnittstelle wird gerade konfiguriert
In DB003 müssen die Nummern für 3 Datenbausteine festgelegt werden:
• DW202: Konfigurationsbaustein
• DW203: Empfangsbaustein
• DW204: Sendebaustein

Aufbau des Konfigurationsbausteins:

DW002: Baudrate, Grundeinstellung: 9600


Wert 0 1 2 3 4 5 6 7
Baud 150 300 600 1200 2400 4800 9600 19200

DW003: Paritybit, Grundeinstellung: 2


Wert 0 1 2
Paritybit kein ungerade gerade

DW004: Stoppbit, Grundeinstellung: 0


Wert 0 1 2
Stoppbit 1 1,5 2

6-22 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


DW005: Datenbit, Grundeinstellung: 3
Wert 0 1 2 3
Datenbit 5 6 7 8

DW006: Handshake, Grundeinstellung: 1


Wert 0 1
Handshake nein ja

INFO
Die Anwenderschnittstelle wird bei jedem Übergang von STOP nach RUN
mit der Grundeinstellung konfiguriert.
Die Anwenderschnittstelle kann entweder für den Fail-safe-Teil oder für
den Standard-Teil konfiguriert werden!
Ist die Anwenderschnittstelle für den Fail-safe-Teil konfiguriert, kann sie
vom Standard-Teil nur verwendet werden, wenn
• Urlöschen im Standard-Teil ausgeführt wird und
• die Versorgungsspanung der PSS aus- und wieder eingeschaltet wird.

Senden über die Anwenderschnittstelle

Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 204 Statusabfrage Senden
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Telegramm wird gesendet
ERG = 16 Sendefehler
SB255 FUNK = 205 senden
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Telegramm wird gesendet
ERG = 16 Sendefehler
Sende- DW000 Anzahl der zu sendenden Bytes
baustein DW001 Fehlercodierung bei Sendefehler
DW002 .. Sendedaten
DWxxx
SB255 FUNK = 206 Sendefehler quittieren
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Telegramm wird gesendet
ERG = 16 Sendequittierung Fehler

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-23


Funktionsweise

Sendebaustein: Nummer für DB in DB003, DW204 angeben


Sendereihenfolge: DR2, DL2, DR3, DL3, DR4, DL4 ... DRx, DLx

Empfangen über die Anwenderschnittstelle

Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 208 Statusabfrage empfangen
ERG = 1 keine Daten empfangen
ERG = 2 empfangene Daten sind abholbereit
ERG = 16 Empfangsfehler
Empfangs- DW000 Anzahl empfangener Bytes
baustein DW001 Fehlercodierung bei Empfangsfehler
DW002 .. Empfangsdaten
DWxxx
SB255 FUNK = 210 Empfangsfehler quittieren
ERG = 1 keine Daten empfangen
ERG = 2 empfangene Daten sind abholbereit
ERG = 16 Empfangsfehler
SB255 FUNK = 211 Empfang quittieren
ERG = 1 Empfangsquittierung erfolgreich
ERG = 16 Empfangsquittierung Fehler
DB003 DW200 Anzahl der zu quittierenden Bytes

Die empfangenen Daten werden in den Empfangsbaustein übertragen.


Die Nummer für den DB in DB003, DW203 angeben.

6-24 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Beispiel für Kommunikation über Anwenderschnittstelle

• Konfiguration der Schnittstelle


Baudrate: 9600
Parity: gerade
Stoppbit: 1
Datenbit: 8
Handshake: ja

Konfigurationsbaustein: DB010
Sendebaustein: DB011
Empfangsbaustein: DB012

Ablauf:
Aufruf SB255
Statusabfrage mit FUNK = 200
wenn ERG = 1: Konfigurationsdaten in DB003 ablegen:
DW202 010
DW203 012
DW204 011
und Konfigurationsdaten in DB010 eintragen
DW002 6
DW003 2
DW004 1
DW005 3
DW005 1
Schnittstelle konfigurieren mit FUNK = 201
wenn ERG = 1: Konfiguration erfolgreich

ERG = 2: Schnittstelle wird gerade konfiguriert


ERG = 16: Konfigurationsfehler; in DW 201 von DB003 steht die
Nummer des Datenworts, das den Fehler enthält;
Fehler beheben und mit FUNK = 202 quittieren

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-25


Funktionsweise

• Senden
Aufruf SB255
Statusabfrage mit FUNK = 204:
wenn ERG = 1: Sendedaten in DB011 ab DW002 ablegen,
in DW000 die Anzahl der zu sendenden Bytes speichern
Daten senden mit FUNK = 205
wenn ERG = 1: erfolgreich gesendet

ERG = 2: Daten werden gerade gesendet


ERG = 16 Sendefehler; in DB011 DW001 steht der Fehler-Code;
Fehler beheben und mit FUNK = 206 quittieren

• Empfangen
Statusabfrage mit FUNK = 208:
Wenn ERG = 2: empfangene Daten werden in DB012 ab DW002
abgelegt, die Anzahl der empfangenen Bytes steht in DW000
Beim nächsten Aufruf von FUNK = 208 werden zusätzlich empfange-
ne Daten hinter die bereits abgeholten Daten in den DB012 geschrie-
ben. Die Anzahl der empfangenen Daten in DW000 wird aktualisiert
Empfang quittieren mit FUNK = 211
Nach dem Empfang müssen die Daten aus dem DB012 abgeholt
und anschließend der Empfang quittiert werden; das Betriebssystem
setzt die Anzahl der Bytes in DB012, DW000 auf 0;
in DB003, DW200 steht die Anzahl der quittierten Bytes
Statusabfrage mit FUNK = 208
alle noch nicht quittierten Daten werden wieder in DB012 geschrie-
ben, daran anschließend neue Daten

wenn ERG = 1: keine Daten empfangen


wenn ERG = 16: Sendefehler; überprüfen Sie, ob die Anzhl der quittier-
ten Bytes in DB003, DW200 korrekt ist und quittieren Sie den Fehler mit
FUNK = 211.

6-26 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


CRC-Berechnung

In den Fail-Safe-Teil wurde der Standardfunktionsbaustein SB001 zur


CRC-Berechnung über Daten- und Merkerbereiche integriert. Mit diesem
Baustein können bis zu fünf CRC-Berechnungen in einem Zyklus durch-
geführt werden. Die maximale Laufzeit pro Aufruf beträgt 2 ms. Das
Generatorpolynom ist 1021h und der Startwert FFFFh.

Bausteinkopf:

SB001
CRCPOLYN

B SSNR ERG W
B DBNR CRC W
B STRT
W CNT

Eingangsparameter
• SSNR Nummer eines Aufrufs,
Wertebereich: 0 ... 255
• DBNR Datenbausteinnummer des Datenbereichs, über den die
CRC-Summe berechnet werden soll; nur wenn Parameter
STRT = DL oder DR (wenn STRT = MB: DBNR ohne Bedeu-
tung)
Wertebereich: 10 ... 255
• STRT Startadresse des Datenbereichs, über den die CRC-Summe
berechnet werden soll.
Wertebereiche: MB64.00 ... MB99.24, DL0 ... DL1023,
DR0 ... DR1023
• CNT Anzahl der Bytes, über die die CRC-Summe berechnet werden
soll.
Wertebereich: > 0

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-27


Funktionsweise

Ausgangsparameter
• ERG Ergebnis: 2 CRC-Berechnung nicht abgeschlossen,
nochmaliger Aufruf erforderlich.
4 CRC-Berechnung ist abgeschlossen.
CRC-Summe ist in Parameter CRC
16 Fehler bei CRC-Berechnung.
• CRC CRC-Summe, wenn ERG = 4

6-28 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Testtakte für nicht intermittierende Signale

Für den Funktionstest von nicht intermittierenden Eingangssignalen (Si-


gnale, die ihren Zustand selten ändern), müssen die Eingangssignale
kurzzeitig abgeschaltet werden. Zu diesem Zweck stehen Baugruppen mit
Taktausgängen wie z. B. die PSS DIO T zur Verfügung. Die Zuordnung
der Taktausgänge und der zu testenden Eingänge wird im
Programmiergerät mit dem Konfigurator vorgenommen.

INFO
• Testtakte immmer lückenlos verwenden.
Ein nicht verwendeter Testtakt muß wie die verwendeten überprüft wer-
den. Die Prüfzeit wird dadurch unnötig verlängert.
• Benachbarte Eingänge mit unterschiedlichen Testtakten prüfen.
Bei der Überprüfung von zwei benachbarten Eingängen mit dem glei-
chen Testtakt wird ein Kurzschluß zwischen den Eingängen nicht er-
kannt. Kurzschlüsse zwischen nicht benachbarten Eingängen sind durch
konstruktive Maßnahmen ausgeschlossen.
• PSS (1) DI-Baugruppe und PSS(1) DIF-Baugruppe an unterschiedliche
Testtakte anschließen.
Die Einschwingzeit der PSS (1) DIF-Baugruppe ist kürzer als die der
PSS(1) DI-Baugruppe. Der Takt paßt sich automatisch an die Ein-
schwingzeit an, um die Prüfzeit kurz zu halten. Die Einschwingzeit der
PSS(1) DIF-Baugruppe beträgt ca. 0,5 ms, die der PSS(1) DI-Baugruppe
ca. 1 ms bzw. 3 ms. Liegt der Takt sowohl an der PSS(1) DIF- als auch
an der PSS(1) DI-Baugruppe, kann die Prüfzeit nicht entsprechend der
Einschwingzeit der PSS(1) DIF-Baugruppe verkürzt werden.

FS Systembeschreibung Sicherheitssteuerung 6-29


Funktionsweise

Ausgabe auf das Display

Auf das Display der CPU-Baugruppe können hexadezimale Ziffern ausge-


geben werden. Die Zeichen müssen in Datenbaustein DB003, DW200
stehen. Die Anzeige wird bei jedem Aufruf des SB255 mit der Funktion
FUNK=32 aktualisiert.

INFO
Fehlermeldungen des Systems werden vorrangig angezeigt.

Parameter festlegen:

Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 32 Funktionscode für "Ausgabe an
Display"
ERG = 1 kein Fehler
ERG = 16 Fehler bei Ausgabe
DB003 DW200 = xxxx Zeichen xxxx auf dem Display
darstellen
DW200 = FFFF Löschen des Displays

6-30 FS Systembeschreibung Sicherheitssteuerung


Betriebszustände und -wechsel

In diesem Kapitel wird beschrieben, welche Betriebszustände es bei den


Sicherheitssteuerungen gibt, welche Zustandswechsel auftreten können,
was während dieser Zustandswechsel geschieht und wie Sie die Zu-
standswechsel auslösen können.

PSS
ausgeschaltet

Spannung
einschalten
1

STOP-Zustand
fataler
Fehler LED "RUN" aus
Anzeige: "0000"
oder: "F-##"
4
2
RUN RUN
FS FS
Fatal Error STOP STOP kein FS
LED "RUN" beliebig oder
LED "RUN" blinkt
Anzeige: "*###" evtl. bei
leichtem Anzeige: "F-##"
oder: "+###"
Fehler
6 4 3 4 5

fataler RUN-Zustand schwerer


Fehler Fehler
LED "RUN" ein
Anzeige: "0000"

Fig. 6-5: Betriebszustände der PSS

Die Zahlen kennzeichnen Zustandswechsel, die auf den nächsten Seiten


beschrieben werden.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-31


Funktionsweise

STOP-Zustand
Im STOP-Zustand geschieht folgendes:
• Das Fail-safe-Anwenderprogramm wird nicht bearbeitet.
• Das Standard-Anwenderprogramm läuft und kann das PAE und PAA
des FS-Teils lesen.
• Alle Funktionen des Programmiergeräts sind verfügbar.

RUN-Zustand
Im RUN-Zustand geschieht folgendes:
• Das Fail-safe-Anwenderprogramm wird abgearbeitet.
• Das Standard-Anwenderprogramm kann das PAE und PAA des FS-Teils
lesen.
• Alle Funktionen des Programmiergeräts sind verfügbar
(Ausnahmen: Programm laden und löschen).

Zustand "kein FS"


Nach einem schweren Fehler geht die PSS in den Zustand "kein FS":
• Das Fail-safe-Anwenderprogramm wird nicht bearbeitet.
• Das Standard-Anwenderprogramm läuft und kann das PAE und PAA
des FS-Teils lesen.
• Die Funktionen des Programmiergeräts sind eingeschränkt auf lesende
Zugriffe.

Zustand "Fatal Error"


Nach einem fatalen Fehler geht die PSS in der Zustand "Fatal Error":
• Fail-safe- und Standard-Teil sind außer Betrieb.
• Es ist keine Kommunikation mit dem Programmiergerät möglich.
Wenn sich die PSS in diesem Zustand befindet, können Sie nur folgendes
tun:
• Bedingungen, unter denen der Fehler aufgetreten ist erfassen.
• Die angezeigte Fehlermeldung schriftlich festhalten.
• Und Kontakt mit der Firma Pilz aufnehmen.

6-32 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Betriebszustandswechsel der PSS

Spannung einschalten 1

Nach dem Einschalten der Spannung führt die PSS ihren Selbsttest durch
und wechselt in den Zustand STOP.
Display: alle Segmente leuchten
Statusmerker M113.04 = 1
Dauer: ca. 30 s

Zustandswechsel von STOP nach RUN (Anlauf) 2

Auf Stellen des Wahlschalters FS von STOP auf RUN reagiert die PSS
mit:
• Anwenderprogramm prüfen
• Anlauf-OB ausführen
• Bestückungs- und Baugruppentest ausführen
• PAA und PAE mit 0 beschreiben
• Merker auf 0 setzen
• DB initialisieren (mit PG-Werten)
• Zeiten stoppen
• Zähler zurücksetzen
• Statusmerker M113.03 = 1 und M113.00 ... M113.02 = 0

Zustandswechsel von RUN nach STOP 3

Wenn der Wahlschalter FS auf STOP gestellt wird oder durch eine Fehler-
reaktion nach STOP gewechselt wird, geschieht folgendes:
• Abschalten aller Ausgänge
• PAA werden mit 0 beschrieben
• Statusmerker M113.00 = 0 oder, wenn STP-Befehl: M113.02 = 1 bzw.
wenn Fehler: M113.01 = 1

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 6-33


Funktionsweise

Zustandswechsel von RUN nach "kein FS" 4

Bei einem schweren Fehler wechselt die PSS nach "Kein FS". Es werden
alle Ausgänge der FS-Baugruppen abgeschaltet und das FS-Anwender-
programm gestoppt.

Zustandswechsel von "kein FS" nach RUN 5

Einen direkten Weg von "kein FS" nach RUN gibt es nicht. Wollen Sie den
Zustand "kein FS" verlassen, gehen Sie folgendermaßen vor:
• Lesen Sie mit dem Programmiergerät den Fehler-Stack aus.
• Schalten Sie die PSS aus und schieben Sie den Wahlschalter FS auf
STOP.
• Beheben Sie den Fehler.
• Schalten Sie die PSS wieder an und schieben Sie den Wahlschalter FS
auf RUN.

Zustandswechsel von RUN nach "Fatal Error" 4

Bei einem fatalen Fehler wechselt die PSS nach "Fatal Error". Es werden
alle Ausgänge (FS und ST) abgeschaltet. Das FS- und das ST-Anwende-
programm wird gestoppt.

Zustandswechsel von "Fatal Error" nach RUN 6

s. "Zustandswechsel "kein FS" nach RUN

Zustandswechsel von STOP nach "Fatal Error" 4

Fatale Fehler werden von der PSS auch im Zustand STOP bemerkt und
führen zu einem Wechsel nach "Fatal Error".

6-34 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Inbetriebnahme

Erstinbetriebnahme

Voraussetzungen Hardware:
• Netzteil: Spannungsversorgung (s. Bedienungsanleitung des Netzteils
oder Kurzbeschreibung der PSS) angeschlossen
• Peripheriebaugruppen: Spannungsversorgung (24 V DC) angeschlossen
• Bei modularer PSS: Bestückung des Baugruppenträgers korrekt?
Erster Steckplatz mit Netzteil und zweiter Steckplatz mit CPU-Baugruppe
bestückt.

Voraussetzungen Software:
• Daten im Konfigurator des Programmiergeräts (Bestückung der Steck-
plätze, Blocklaufzeit usw.) korrekt eingetragen.
• Ablauffähiges Anwenderprogramm liegt in gebundener Form vor ("Bin-
den" s. Programmieranleitung).

Ablauf der Erstinbetriebnahme:


• Wahlschalter "FS" in Position "STOP" bringen.
• Netzteil einschalten (Position "I")
Reaktion: LED "Power" an Netzteil und CPU-Baugruppe leuchtet.
CPU führt Selbsttest durch, Anzeige: ****
• Nach erfolgreichem Selbsttest erscheint auf der Anzeige: 0000
• Programm übertragen (s. Beschreibung "Programmiergerät")
- Serielle Schnittstelle des Rechners (Programmiergerät) mit der PG-
Schnittstelle der CPU-Baugruppe verbinden.
- "Online-Menü" der Programmiergeräte-Software aktivieren.
- Wir empfehlen, vor der Programmübertragung den Programmspeicher
zu löschen.
- Programm übertragen
• Wahlschalter "FS" in Position "RUN" bringen.
Reaktion: Das Programm wird durchlaufen.
Die LED "RUN" leuchtet.

Fehlermeldungen sind in Kapitel 8 beschrieben.

FS Systembeschreibung Sicherheitssteuerung 7-1


Inbetriebnahme

Wiederinbetriebnahme
Bei einem Hard- oder Softwarefehler wechselt die Sicherheitssteuerung
sofort in den sicheren Zustand. Der Fehler wird durch die Anzeige gemel-
det (Fehlermeldungen s. Kapitel 8) und die LED RUN erlischt oder blinkt:

• LED "RUN" blinkt: ein schwerer Fehler liegt vor. Die Nummer auf dem
Display gibt Auskunft über den Fehler.
Wiederinbetriebnahme:
- Fehler beheben, bei Bedarf Fehler mit Fehler-Stack über das Program-
miergerät lokalisieren
- Netzteil aus- und einschalten
Ist der Fehler behoben, geht die CPU nach dem Selbsttest in den
"RUN"-Zustand, das Programm wird wieder durchlaufen.
• LED "RUN" erlischt und das Display zeigt eine Fehlernummer "F-xx" an:
ein Fehler liegt vor.
Wiederinbetriebnahme:
- Fehler beheben, bei Bedarf Fehler mit Fehler-Stack über das Program-
miergerät lokalisieren
- Wahlschalter "FS" in Postition "STOP" und anschließend in Position
"RUN" bringen. Das Programm wird wieder durchlaufen.
• LED "RUN" erlischt und das Display zeigt eine Fehlernummer "+xxx"
oder "*xxx" an: ein fataler Fehler liegt vor. Das System ist defekt.

Änderung der Bestückung oder des Anwenderprogramms

Änderungen der Konfiguration, z. B. zusätzliche Baugruppe stecken oder


Baugruppe austauschen, müssen im Konfigurator eingetragen werden:
• Änderungen mit Hilfe des Konfigurators in der Programmiergeräte-Soft-
ware eingeben (s. Beschreibung "Programmiergerät").
• Programm neu binden (s. Beschreibung "Programmiergerät").
• wie bei Erstinbetriebnahme vorgehen

Nach einer Änderung des Anwenderprogramms muß das Programm mit


Hilfe der Programmiergeräte-Software neu gebunden werden. Das Ein-
schalten der Sicherheitssteuerung, die Programmübertragung und der
Start des Programms entsprechen der Erstinbetriebnahme.

7-2 FS Systembeschreibung Sicherheitssteuerung


Fehlerdiagnose und -beseitigung

Fehlerbehandlung
Die Sicherheitssteuerung überprüft während des Programmablaufs lau-
fend die Hard- und Software. Ein dabei entdeckter Fehler löst folgenden
Ablauf aus:
• Einteilung des Fehlers in eine Fehlerklasse; jeder Fehlerklasse ist ein
Fehlercode zugeordnet.
• Anzeige des Fehlercodes auf dem Display der CPU
• Eintrag des Fehlers mit seinen Parametern in den Fehler-Stack

Die Reaktion der Sicherheitssteuerung auf einen Fehler ist abhängig von
der Fehlerklasse:
• Bei fatalen Fehlern wechselt die Steuerung sofort nach "Fatal Error"
• Bei schweren Fehlern wechselt die Steuerung sofort in den Zustand "kein
FS".
• Bei leichten Fehlern wechselt die Steuerung nach STOP. Bei einigen
Fehlern wird vor dem Wechsel nach STOP ein Fehler-OB abgearbeitet.
• Meldungsfehler beeinflussen den Programmablauf nicht, es erscheint
lediglich eine Fehlermeldung.

Fehler-Stack

Der Fehler-Stack kann max. 16 Fehlereinträge aufnehmen. Er belegt im


Systemdatenbaustein DB000 die Datenworte DW085 ... DW148. Jeder
Fehler belegt 4 Worte:

DW Belegung
084 Zeiger auf aktuellen Fehler
085 Fehlerklasse des 1. eingetragenen Fehlers
086 Fehlernummer des 1. eingetragenen Fehlers
087 Fehlerort des 1. eingetragenen Fehlers
088 Fehlerparameter des 1. eingetragenen Fehlers
089 ... 092 Fehlerbeschreibung des 2. Fehlereintrags
093 ... 096 Fehlerbeschreibung des 3. Fehlereintrags
097 ... 100 Fehlerbeschreibung des 4. Fehlereintrags
101 ... 104 Fehlerbeschreibung des 5. Fehlereintrags
105 ... 108 Fehlerbeschreibung des 6. Fehlereintrags

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 8-1


Fehlerdiagnose und -beseitigung

DW Belegung
109 ... 112 Fehlerbeschreibung des 7. Fehlereintrags
113 ... 116 Fehlerbeschreibung des 8. Fehlereintrags
117 ... 120 Fehlerbeschreibung des 9. Fehlereintrags
121 ... 124 Fehlerbeschreibung des 10. Fehlereintrags
125 ... 128 Fehlerbeschreibung des 11. Fehlereintrags
129 ... 132 Fehlerbeschreibung des 12. Fehlereintrags
133 ... 136 Fehlerbeschreibung des 13. Fehlereintrags
137 ... 140 Fehlerbeschreibung des 14. Fehlereintrags
141 ... 144 Fehlerbeschreibung des 15. Fehlereintrags
145 ... 148 Fehlerbeschreibung des 16. Fehlereintrags

INFO
DB000 kann nur im Standard-Teil gelesen werden. Vom Fail-safe-Teil ist
kein Zugriff auf den Fehler-Stack möglich.

Da der Fehler-Stack als Ringpuffer organisiert ist, erfolgt der Zugriff auf die
Datenworte über den Zeiger in DW084. Der Zeiger deutet immer auf das
Datenwort mit der Fehlerklasse des aktuellen Fehlereintrags.

Bedeutung der Einträge:


• Fehlerklasse beschreibt den Fehler in codierter Form, Anzeige auf dem
Display
• Fehlerort gibt Auskunft über die Stelle, an der der Fehler aufgetreten ist.
• Fehlernummer und Fehlerparameter enthalten zusätzliche Informationen
über den Fehler.

Treten mehr als 16 Fehlereinträge auf, wird der erste Eintrag überschrieben.
Der Fehler-Stack enthält sowohl die Fehler des Fail-safe-Teils als auch
die des Standard-Teils. Fehler des Fail-safe-Teils beginnen auf der Anzei-
ge mit dem Buchstaben "F", Fehler des Standard-Teils mit dem Buchsta-
ben "S".

Anzeige der Fehler als Klartextmeldungen:


• mit dem Programmiergerät
Programmiergerät anschließen und die Funktion "Fehler-Stack der SPS
anzeigen" aktivieren. Der aktuelle Fehler wird als Text mit Angabe des
Fehlerparameters und des Fehlerorts angezeigt.

8-2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


• mit Textanzeige
Textanzeige z. B. PX-Gerät anschließen. Ist der Fail-safe-Teil durch
einen Fehler in den STOP-Zustand gewechselt, kann der Standard-Teil
einen Funktionsbaustein starten, der den Fehler-Stack bzw. den Inhalt
von DB000, DW085 ... DW0148 ausliest und an die Textanzeige ausgibt.

Leichte Fehler/Meldungsfehler

Es handelt sich um Fehler im Anwenderprogramm, die während des Pro-


grammablaufs oder vom Betriebssystem erkannt und behandelt werden.
Zu den leichten Fehlern zählen:
• Plausibilitätsfehler, d. h. Fehler in den Peripheriebaugruppen und der
externen Beschaltung
• Bereichsüberschreitung bei der Adressierung
• Schreibversuch auf einen schreibgeschützten Datenbaustein
• Baugruppenfehler

Die Reaktion auf einen leichten ist in dem Fehler-Organisationsbaustein


OB125 oder OB127 beschrieben. Ist ein Fehler-Organisationsbaustein im
Anwenderprogramm vorhanden, wird er abgearbeitet und anschließend
wechselt die Steuerung in den Zustand STOP. Ist kein Fehler-
Organisationsbaustein vorhanden, wechselt die Sicherheitssteuerung
sofort in den STOP-Zustand. Mögliche Reaktionen auf einen Programm-
fehler sind z. B. auf Notbetrieb umschalten, zeitgesteuerte Abschalt-
prozeduren starten oder die Steuerung in den STOP-Zustand bringen.

Zuordnung zwischen Fehler-OB und Fehlerklassen:


• OB125 ist den Fehlerklassen F-21 und F-22 zugeordnet.
• OB127 ist den Fehlerklassen F-23 und F-24 zugeordnet.

Schwere/fatale Fehler

Schwere bzw. fatale Fehler sind:


• Fehler beim Selbsttest
• Blocklaufzeitüberschreitung

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 8-3


Fehlerdiagnose und -beseitigung

• Fehler, die eine korrekte Programmabarbeitung verhindern


• Unterschiede im Ausgangsprozeßabbild
• Netzteilfehler

Die Sicherheitssteuerung wechselt abhängig von der Fehlerart sofort in


einen der Zustände
• kein FS
• Fatal Error

Reaktion auf einen Fehler

Der Zusammenhang zwischen Fehler und Betriebszustand der Sicher-


heitssteuerung ist in Abb. 8-1 dargestellt.

RUN-Zustand
LED "RUN" ein
Anzeige: "0000"

fataler leichter schwerer


Fehler Fehler Fehler

Fatal Error fataler STOP-Zustand kein FS


Fehler
LED "RUN" beliebig LED "RUN" aus LED "RUN" blinkt
Anzeige: "*###" Anzeige: "0000" Anzeige: "F-##"
oder: "+###" oder: "F-##"

Abb.8-1: Wechsel der Betriebszustände durch Fehler oder Ändern des Wahlschalters FS

8-4 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Fehlerarten:
• leichte Fehler
Das System wechselt in den STOP-Zustand, die LED "RUN" ist aus und
auf dem Display erscheint eine Fehlermeldung "F-##". Das Standard-
Anwenderprogramm läuft weiter und alle Funktionen des Programmier-
geräts sind verfügbar.
- mögliche Ursachen:
Fehler im Anwenderprogramm oder leichte Baugruppenfehler
- Behandlung:
· mit dem Programmiergerät den Fehler-Stack auslesen
· mit der dynamischen Programmanzeige eine Triggerbedingung zur
Fehlersuche einstellen
· Fehler beheben
· Fail-safe-Anwenderprogramm durch Betätigen des Wahlschalters FS
neu starten: Wahlschalter von Stellung RUN in Stellung STOP und
wieder in Stellung RUN bringen.
• schwere Fehler
Das System wechselt in den Zustand "kein FS", die LED "RUN" blinkt
und auf dem Display erscheint eine Fehlermeldung "F-##". Das Stan-
dard-Anwenderprogramm läuft weiter und die Funktionen des Program-
miergeräts sind eingeschränkt auf lesende Zugriffe.
- mögliche Ursachen:
schwere Baugruppenfehler oder Unregelmäßigkeiten zwischen den
drei Kanälen
- Behandlung:
· mit dem Programmiergerät den Fehler-Stack auslesen
· Sicherheitssteuerung ausschalten
· Fehler beheben
· Sicherheitssteuerung einschalten
• fatale Fehler
Das System wechselt in den Zustand "Fatal Error", die LED "RUN"
nimmt einen beliebigen Zustand ein und auf dem Display erscheint eine
Fehlermeldung "*###" oder "+###". Der Fail-safe- und der Standard-Teil
sind außer Betrieb. Es ist keine Kommunikation mit dem Programmier-
gerät möglich.
- mögliche Ursachen:
schwerer Defekt des Systems

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 8-5


Fehlerdiagnose und -beseitigung

- Behandlung:
eine Fehlerbehebung vom Anwender ist in der Regel nicht möglich
· Bedingungen, unter denen der Fehler aufgetreten ist, erfassen
· Fehlermeldung auf der Anzeige schriftlich festhalten
· Kontakt mit der Firma Pilz aufnehmen

Fehler-Stack-Inhalt anzeigen

Die im Fehler-Stack gespeicherten Fehler können durch Betätigen der


Taste "Fehler-Stack" auf dem Display angezeigt werden:
• Fehlermeldungen durchblättern: Bei jedem kurzen Betätigen der Taste
wird die jeweils vorangegangene Fehlermeldung angezeigt.

Beispiel: F012

Fehler im Fail-safe-Teil
Nummer des Eintrags
Fehlerklasse

• Fehlerinformation anzeigen: Halten Sie die Taste nach der Anzeige des
Fehlers gedrückt, erscheinen nacheinander zusätzliche Informationen:
- Fehlerklasse, z. B. C:12 für Fehlerklasse 12
- Fehlernummer, z. B. N:23 für Fehlernummer 23
und wenn möglich
- Fehlerparameter
- Fehlerort

Alternativ dazu kann der Inhalt des Fehler-Stacks online im Programmier-


gerät angezeigt werden. Voraussetzung ist, daß die Sicherheitssteuerung
mit dem Programiergerät verbunden ist. Das Menü "ONLINE- Fehlerstack
der SPS anzeigen" des Programmiergeräts stellt den Fehler-Stack in Form
einer Liste mit folgenden Einträgen dar:
• Klasse
Code der Fehlerklasse, s. Beschreibung der "Fehlermeldungen"
•P
Prozessor, der den Fehler erkannt hat (z. B. A, B oder C; bei Gruppenab-
schaltung 1 ... 7)

8-6 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


• Fehlerbeschreibung
Angabe der Fehlernummer, Fehlerbeschreibung, Baugruppe und Steck-
platz bei Baugruppenfehler
• Fehlerort
Fehler im Anwenderprogramm: Angabe des fehlerhaften Bausteins,
Fehler in Baugruppe oder Verdrahtungsfehler: Angabe von Steckplatz
und der Bitadresse (hex)

Anzeige von Baugruppenfehlern


Bei einem Baugruppenfehler wird der Steckplatz durch seine Nummer und
und den Buchstaben "U" oder "O" angegeben. "U" bedeutet der untere
Teilsteckplatz, "O" der obere Teilsteckplatz.
Die Bitadresse bei einem Verdrahtungs- oder Baugruppenfehler wird als
hexadezimaler Code angegeben: Bit = 1 bedeutet fehlerfrei, Bit = 0 bedeu-
tet Fehler.
• Zuordnung Bitnummer - Codewort:
Jedes Bit des Codeworts ist einem Bit der Baugruppe zugeordnet.
15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
Bitadresse 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
für Bit 0 ... 15
(oberer Teilsteckplatz)
15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0
Bitadresse 31 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16
für Bit 16 ... 31
(unterer Teilsteckplatz)

• Umrechnung der Bitcodierung in den hexadezimalen Code:


4 Bit eines Wortes ergeben eine hexadezimale Ziffer: Bit 12 ... 15 ergibt
die erste Ziffer, Bit 8 ... 11 ergibt die 2. Ziffer, Bit 4 ... 7 die 3. Ziffer und Bit
0 .. 3 die 4. Ziffer.

• Umwandlung in hexadezimale Zahlen:


binär hexadezimal binär hexadezimal
0000 0 1000 8
0001 1 1001 9
0010 2 1010 A
0011 3 1011 B
0100 4 1100 C
0101 5 1101 D
0110 6 1110 E
0111 7 1111 F

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 8-7


Fehlerdiagnose und -beseitigung

Beispieltabellen für ein fehlerhaftes Bit:

Bitnummern auf oberen Teilsteckplätzen "O"

Code
hexadezimal binär Adressen
FFFE 1111 1111 1111 1110 X.00
FFFD 1111 1111 1111 1101 X.01
FFFB 1111 1111 1111 1011 X.02
FFF7 1111 1111 1111 0111 X.03
FFEF 1111 1111 1110 1111 X.04
FFDF 1111 1111 1101 1111 X.05
FFBF 1111 1111 1011 1111 X.06
FF7F 1111 1111 0111 1111 X.07
FEFF 1111 1110 1111 1111 X.08
FDFF 1111 1101 1111 1111 X.09
FBFF 1111 1011 1111 1111 X.10
F7FF 1111 0111 1111 1111 X.11
EFFF 1110 1111 1111 1111 X.12
DFFF 1101 1111 1111 1111 X.13
BFFF 1011 1111 1111 1111 X.14
7FFF 0111 1111 1111 1111 X.15
Tabelle 1: Codierung der Bitadressen der oberen Teilsteckplätze

Bitnummern auf unteren Teilsteckplätzen "U"


Code Adressen
hexadezimal binär einpolig zweipolig
FFFE 1111 1111 1111 1110 X.16 X.16+
FFFD 1111 1111 1111 1101 X.17 X.17+
FFFB 1111 1111 1111 1011 X.18 X.18+
FFF7 1111 1111 1111 0111 X.19 X.19+
FFEF 1111 1111 1110 1111 X.20 X.20+
FFDF 1111 1111 1101 1111 X.21 X.21+
FFBF 1111 1111 1011 1111 X.22 X.22+
FF7F 1111 1111 0111 1111 X.23 X.23+
FEFF 1111 1110 1111 1111 X.24 X.16-
FDFF 1111 1101 1111 1111 X.25 X.17-
FBFF 1111 1011 1111 1111 X.26 X.18-
F7FF 1111 0111 1111 1111 X.27 X.19-

8-8 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Code Adressen
hexadezimal binär einpolig zweipolig
EFFF 1110 1111 1111 1111 X.28 X.20-
DFFF 1101 1111 1111 1111 X.29 X.21-
BFFF 1011 1111 1111 1111 X.30 X.22-
7FFF 0111 1111 1111 1111 X.31 X.23
Tabelle 2: Codierung der Bitadressen der unteren Teilsteckplätze

Sind mehrere Bits fehlerhaft, steht an den entsprechenden Stellen eine 0,


z. B.: FAFB entspricht 1111 1010 1111 1011 (s. Umwandlung auf Seite
zuvor), d. h. die Bits 10, 8 und 2 sind defekt.

Beispiele

Fehlerauswertung im Programmiergerät
Die Fehlerauswertung erfolgt online mit dem Programmiergerät. Ein Ein-
trag in der Fehler-Stack-Liste ist:

Klasse Nr P Fehlerstack der PSS

F-06 07 1 Fehler in Verdrahtung oder DIOZ


auf Steckplatz 3.21

"F-06": Fehlerklasse 06 bedeutet Baugruppenfehler (s. Beschreibung der


Fehlermeldungen)
"1": Prozessor A hat den Fehler erkannt
"07": Fehlernummer 07 bedeutet: Das PAA kann nicht zurückgelesen
werden/Kurzschluß gegen 24 V bei 2poligen Ausgängen oder in der
Verdrahtung

Fehlerauswertung am Display
Das Display zeigt folgende Fehlermeldung an:

F-06

Betätigen Sie die Fehler-Stack-Taste und halten Sie sie gedrückt. Auf dem
Display erscheinen folgende Meldungen:

F020 - C=20 - N=03

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 8-9


Fehlerdiagnose und -beseitigung

F020: Fail-safe-Meldung in Position 0 des Fehler-Stacks mit der Fehler-


klasse 20
C=20: Fehlerklasse 20, d. h. Sicherheitssteuerung ist im STOP-Zustand
N=03: Fehlernummer 03

Lassen Sie die Fehler-Stack-Taste wieder los und betätigen Sie sie erneut
und halten Sie sie gedrückt. Der nächste Eintrag im Fehler-Stack wird
angezeigt:

F106 - C=06 - N=07 - AT - FFFE - PARA - 0201

F106: Fail-safe-Fehlermeldung in Position 1 des Fehler-Stacks mit der


Fehlerklasse 06
C=06: Fehlerklasse 06 bedeutet Baugruppenfehler (s. Beschreibung der
Fehlermeldungen)
N=07: Fehlernummer 07 bedeutet: Das PAA kann nicht zurückgelesen
werden/Kurzschluß gegen 24 V bei 2poligen Ausgängen oder in der
Verdrahtung
AT: bedeutet: es folgt der Fehlerort
FFFE: laut Tabelle 2 ist das fehlerhafte Bit x.16
PARA: bedeutet: es folgt ein Parameter
0201: Teilsteckplatz unten, Steckplatz 1
(die ersten beiden Ziffern geben denTeilsteckplatz an: 01 = oben
02 = unten, die letzten beiden Ziffern die Nummer des Steckplatzes)

Resultat: Ausgang 1.16 ist defekt bzw. Kurzschluß

8-10 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Diagnose
Zur Fehlerdiagnose stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung:
• Variablenanzeige: Der aktuelle Zustand der Variablen (z. B. Ein- und
Ausgänge) wird als Tabelle dargestellt
• Dynamische Programmanzeige: Der aktuelle Inhalt der Operanden eines
Programmteils wird angezeigt.

Die Anwendung der Diagnosewerkzeuge ist in der Programmieranleitung


beschrieben.

Anzeige von Variablen

Die Variablenanzeige ermöglicht die Statusanzeige von Eingängen, Aus-


gängen, Merkern, Zeiten, Zählern und Datenworten. Voraussetzung ist,
daß die Sicherheitssteuerung mit dem Programmiergerät verbunden ist.
Mit dem Programmiergerät wird eine Tabelle erstellt, in der die anzuzei-
genden Variablen festgelegt sind. Den Zeitpunkt, zu dem der Zustand der
Variablen aufgenommen wird, bestimmt die Programmstelle "Trigger".
Im Online-Betrieb fordert das Programmiergerät die aktuellen Daten an.
Sobald die Programmstelle "Trigger" erreicht ist, werden die Variablen
ausgelesen und in einer Tabelle abgelegt. Beim nächsten Zyklusbeginn
startet die Suche nach der Programmstelle "Trigger" und das Auslesen
und Ablegen der Variablen von neuem. Die Tabelle wird also bei jedem
Zyklus mit dem aktuellen Status der Variablen überschrieben. Die Daten-
aufnahme kann durch das Programmiergerät gestoppt werden.

Die Auswahlmöglichkeiten der Programmstelle Trigger erlauben eine


präzise Definition des Aufnahmezeitpunkts. Folgende Programmstellen
stehen zur Auswahl:
• Zykluswechsel (auch im STOP-Zustand)
• Bausteinanfang ohne Programmstrukturinformation
Die Programmstelle ist festgelegt durch die Angabe des Bausteintyps
und der Bausteinnummer.
• Bausteinanfang mit Programmstrukturinformation
Wird ein Baustein im Anwenderprogramm mehrfach aufgerufen, muß
zusätzlich bestimmt werden, bei welchem Aufruf die Daten aufgenom-
men werden sollen. Dazu wird in der Programmstrukturinformation eine
Programmstelle markiert.

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 8-11


Fehlerdiagnose und -beseitigung

Die Anforderungstabelle und die Programmstelle Trigger werden nullspan-


nungssicher gespeichert.

Dynamische Programmanzeige

Die dynamische Programmanzeige stellt den Inhalt der indirekten Adres-


sen, der Wortoperanden, des Akkus und des Hilfsakkus sowie den Status
der Kontakte und des Verknüpfungsergebnisses dar. Voraussetzung ist,
daß die Sicherheitssteuerung mit dem Programmiergerät verbunden ist.
Das zu analysierende Programmstück wird auf dem Programmiergerät
dargestellt. Das Programmiergerät erstellt eine Tabelle, die die anzuzei-
genden Daten enthält. Der Aufnahmezeitpunkt wird durch den angezeigten
Programmausschnitt und die eingestellte Bausteinauswahl bestimmt.
Im Online-Betrieb fordert das Programmiergerät die aktuellen Daten an.
Nach Erreichen des angezeigten Programmausschnitts liest das Pro-
grammiergerät die aktuellen Daten ein und stellt sie auf dem Bildschirm
neben den Anweisungen dar. Mit Beginn eines neuen Zyklus beginnt die
Suche nach dem Programmausschnitt erneut, die Daten werden aktuali-
siert.

Die Auswahlmöglichkeiten der Aufzeichnungsstelle erlauben eine präzise


Definition des Aufnahmezeitpunkts. Folgende Programmstellen stehen zur
Auswahl:
• Programmausschnitt ohne Programmstrukturinformation
Die Programmstelle ist festgelegt durch die Angabe des Bausteintyps
und der Bausteinnummer.
• Programmausschnitt mit Programmstrukturinformation
Wird ein Baustein im Anwenderprogramm mehrfach aufgerufen, muß
zusätzlich bestimmt werden, bei welchem Aufruf die Daten aufgenom-
men werden sollen. Dazu wird in der Programmstrukturinformation eine
Programmstelle markiert.

Die Anforderungstabelle und die Aufzeichnungsstelle werden nullspan-


nungssicher gespeichert.

Im Online-Betrieb kann zwischen Variablenanzeige und dynamischer


Programmanzeige gewechselt werden. Die Anzeige wird immer an der
unterbrochenen Stelle fortgesetzt.

8-12 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Anhang

Systemdatenbausteine
Zur Kommunikation zwischen dem Fail-safe-Anwenderprogramm oder dem
Programmiergerät und dem Betriebssystem stehen Datenbausteine zur Verfü-
gung. Die folgenden Tabellen zeigen eine Übersicht der Belegung.

DB000

DB000 enthält allgemeine Programmdaten. Er kann nicht vom Anwender-


programm geändert werden.

INFO
DB000 kann nur vom Standard-Teil gelesen werden!

Datenwort Kodierung Belegung


000 KY aktuelles Jahr 00,00 ... 00,99
001 KY aktueller Monat 01 ... 12, aktueller Tag 01 ... 31
002 KY aktuelle Stunde 00 ... 23, aktuelle Minute 00 ... 59
003 KY aktuelle Sekunde 00 ... 59, frei
004 KH Versionsnummer des Betriebssystems
005 KH Versionsnummer der Hardware
006 KH reserviert
007 KH aktuelle Zykluszeit in ms
008 KH max. Zykluszeit seit dem letzten Start des
Fail-safe-Teils in ms
009 KH aktuelle Blocklaufzeit des Fail-safe-Anwenderpro-
gramms in ms
010 KH max. Blocklaufzeit des Fail-safe-Anwenderpro-
gramms seit dem letzten Programmstart in ms
011 KH aktuelle Blocklaufzeit des Standard-Anwenderpro-
gramms in ms
012 KH max. Blocklaufzeit des Standard-Anwenderpro-
gramms seit dem letzten Programmstart in ms
013 KH Dauer Selbsttest in ms
014 KH Display: 0 = DW15 enthält Anwenderdatum
1 = "F-xx" Fail-safe-Fehler
3 = "S-xx" Standard-Fehler
015 KH Display: hex. Zahl, Bedeutung s. DW014

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 9-1


Anhang

DB000 Datenwort Kodierung Belegung


016 ... 019 KH reserviert
020 ... 043 KH Ist-Bestückung des Standard-Teils
044 ... 083 KH reserviert
084 KH Zeiger für Fehler-Stack
085 ... 148 KH Inhalt des Fehler-Stacks
149 KH interne Softwareversion CPU68k
150 KH interne Softwareversion CPU186
151 KH interne Softwareversion CPU165
152 KH interne Hardwareversion CPU68k
153 KH interne Hardwareversion CPU186
154 KH interne Hardwareversion CPU165
155 KH interne Softwareversion des Standard-Teils
156 KH interne Hardwareversion des Standard-Teils
157 ... 163 KH CRC-Summe Betriebssystem
164 KH CRC-Summe FS-Anwenderprogramm
165 ... 168 KC Projektname FS-Anwenderprogramm
169 KH Bindedatum FS-Anwenderprogramm: Jahr
170 KY Bindedatum FS-Anwenderprogramm: Monat, Tag
171 KY Bindedatum FS-Anwenderprogramm: Std., Min.
172 ... 199 KH reserviert
200 ... 220 KH Rückgabeparameter für Betriebssystemaufrufe des
Standard-Teils

9-2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


DB001

DB001 enthält Meldungen der Betriebssystemaufrufe und Information zur


Gruppenabschaltung (kann nur von PSS mit Gruppenabschaltung gele-
sen werden).

Datenwort Kodierung Belegung


000 KH Anzahl der Einlesewiederholungen,
Wertebereich: 1 ... 50
001 KH Variantenkennung: Bit 0 = 1: PSS mit Gruppen-
abschaltung
002 ... 199 frei
200 ... 220 KH Rückgabeparameter für Betriebssystemaufrufe,
s. "Standardfunktionsbausteine - Betriebssystem-
aufrufe"
221 ... 249 frei
250 ... 397 KH reserviert für Gruppenabschaltung

DB002
DB002 enthält die durch den Konfigurator festgelegten Daten. Er kann vom
Anwenderprogramm nicht geändert werden

Datenwort Kodierung Belegung


000 KF Blocklaufzeit FS-Programm in ms, Bereich 1 ... 100
001 KF Blocklaufzeit ST-Programm in ms, Bereich 0,5 .. 99
002 KF minimale Zykluszeit in ms, Bereich 1 ... 100
keine min. Zykluszeit: FFFF
003 KF Anzahl der Abgleichversuche, Bereich: 1 ... 50
Dauer eines Versuchs: ca. 0,5 ms
004 KF Funktionstestzeit der DI-Baugruppe in ms,
Bereich: 1 ... 5
005 KF max. Alarmreaktionszeit in ms, Bereich: 2 ... 100
kein max. Alarmreaktionszeit: FFFF
006 KH Betriebssystemvariante
007 ... 014 KY DB-Kennung für Betriebssystemvariante
015 ... 018 - frei
019 KF PG-Version

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 9-3


Anhang

DB002 Datenwort Kodierung Belegung


020 ...037 KH Sollbestückung,
DW 020: Code für Teilsteckplatz 0
DW 021: Code für Teilsteckplatz 1
.
.
.
DW 037: Code für Teilsteckplatz 17
038 ... 083 - reserviert
084 ... 099 - frei
100 ... 387 Parameter für Abgleich-Algorithmus
KY DW100 DR:
1 = Aktualisieren bei jedem Zykluswechsel
2 = Aktualisieren auf Anforderung
DW100 DL:
0 ... 8 = Steckplatznummer
KY DW101 DR
1 ... 2 = Länge des Einlesesegments in Worten
KF DW101 DL
0 ... 7 = Startadresse des Einlesesegments
DW102
0 = Vergleich
1 = min. Wert ohne Vorzeichen
2 = arithmet. Mittelwert ohne Vorzeichen
3 = max. Wert ohne Vorzeichen
4 = min. Wert mit Vorzeichen
5 = arithmet. Mittelwert mit Vorzeichen
6 = max. Wert mit Vorzeichen
KF DW103
0 ... 65535 = Toleranzfenster
KF DW 104 ... DW 107
Daten für zweites Einlesesegment
.
.
.
KF DW384 ... DW387
Daten für letztes Einlesesegment
Markierung Tabellenende: Steckplatznummer = 255
388 ... 399 - frei

9-4 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


DB002 Datenwort Kodierung Belegung
400 ... 543 Parameter für Ausgabesegmente
KY DW400 DR
1 = Ausgabe bei Zykluswechsel
2 = Ausgabe auf Anforderung
DW400 DL
0 ... 8 = Steckplatznummer
KY DW401 DR
1 ... 2 = Länge des Ausgabesegments in Worten
0 ... 7 = Startadresse des Ausgabesegments
KY DW402 ... DW403
Daten für zweites Ausgabesegment
.
.
.
KY DW542 ... DW543
Daten für letztes Ausgabesegment
Markierung Tabellenende: Steckplatznummer = 255
544 ... 549 - frei
550 ... 838 Testtaktzuordnung
KY DW550 DR
0 ... 15 = Nummer des letzten verwendeten
Taktausgangs; keine Testtakte verwendet:
255 eintragen
DW550 DL
0/1 = Teilsteckplatz, der die Baugruppe mit den
Taktausgänge steckt
KM DW551
Testtaktzuordnung Teilsteckplatz 0, Testakt 1
.
.
.
DW838
Testtaktzuordnung Teilsteckplatz 17, Testakt 15

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 9-5


Anhang

DB002 Datenwort Kodierung Belegung


840 ... 871 Konfiguration der Prozeßalarme
KY DW840 DR Zuordnung zu OB140
0 ... 17 = Teilsteckplatznummer der Alarm-
baugruppe
DW840 DL
0 = kein Alarm
1 = Alarm bei steigender Flanke
2 = Alarm bei fallender Flanke
3 = Alarm bei steigender und fallender Flanke
KY DW841 DR Zuordnung zu OB141
0 ... 17 = Teilsteckplatznummer
DW841 DL
0 = kein Alarm
1 = steigende Flanke
2 = fallende Flanke
3 = steigende und fallende Flanke
.
.
.
KY DW871 DR Zuordnung zu OB171
0 ... 17 = Teilsteckplatznummer
DW871 DL
0 = kein Alarm
1 = steigende Flanke
2 = fallende Flanke
3 = steigende und fallende Flanke
Nicht verwendete Datenwörter mit FFFF belegen

9-6 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


DB003
In DB003 stehen die Parameter für die verschiedenen Funktionen von SB255.

Datenwort Codierung Bedeutung


000 ... 199 frei
200 ... 220 Übergabeparameter Fail-safe - Betriebssystem-
routine

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 9-7


Anhang

Standardfunktionsbausteine - Betriebssystemaufrufe
Die folgende Tabelle beschreibt die Funktionen des Standardfunktions-
bausteins SB255, die einen Betriebssystemaufruf zur Folge haben:

Funktionscode Funktion
1 Testscheiben festlegen
21 Abgleich-Algorithmus festlegen
25 Aktualisierung der Einlesesegmente
29 Auslesesegmente festlegen
200 ... 211 Bedienen der Anwenderschnittstelle

Testscheiben für Selbsttest: FUNK = 1

Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 1 Testscheiben festlegen
ERG = 1 kein Fehler
Fehler führt zu Wechsel nach
STOP
DB003 DW200 = 1 ... 99 Anzahl der Testscheiben
DB001 DW200 = 1 zuviele Testscheiben

Abgleich-Algorithmus ändern: FUNK = 21

Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 21 Abgleich-Algorithmus umstellen
ERG = 1 kein Fehler
alle erkannten Fehler führen in
den STOP-Zustand
DB003 DW200 = 0 ... 8 Steckplatznummer
DW201 = 0 ... 7 Einlesesegmentnummer
DW202 = 0 ... 6 Abgleich-Algorithmus
DW203 Einlsesesegmentnummer und

9-8 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung
DB003 DW204 und Abgleich-Algorithmus für
zweites Segment
.
.
.
DW215 Abgleichsegmentnummer für
letztes Segment
DW216 Abgleich-Algorithmus für letztes
Einlesesegment

Aktualisierung der Einlesesegmente: FUNK = 25

Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 25 Einlesesegmente aktualisieren
ERG = 1 kein Fehler
alle erkannten Fehler führen in
den STOP-Zustand
DB003 DW200 = 0 ... 8 Steckplatznummer
DW201 = 0 ... 7 Einlesesegmentnummer
.
.
.
DW209 = 0 .. 7 letzte Einlesesegmentnummer

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 9-9


Anhang

Ausgabesegmente ausgeben: FUNK = 29

Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 29 Ausgabesegmente ausgeben
ERG = 1 kein Fehler
jeder Fehler führt in den STOP-
Zustand
DB003 DW200 = 0 ... 8 Steckplatznummer
DW201 = 0 ... 7 Ausgabesegmentnummer
. .
. .
. .
DW209 = 0 ... 7 letzte Ausgabesegmentnummer

Ausgabe auf das CPU-Display: FUNK = 32

Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 32 Funktionscode für "Ausgabe an
Display"
ERG = 1 kein Fehler
ERG = 16 Fehler bei Ausgabe
DB003 DW200 = xxxx Zeichen xxxx auf dem Display
darstellen
DW200 = FFFF Löschen des Displays

9-10 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Anwenderschnittstelle definieren:
Konfiguration der Anwenderschnittstelle: FUNK = 200/201/202

Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 200 Statusabfrage Konfiguration
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Schnittstelle wird gerade konfiguriert
ERG = 16 Konfigurationsfehler
SB255 FUNK = 201 konfigurieren
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 16 Konfigurationsfehler
DB003 DW202 Datenbausteinnummer Konfiguration
DW203 Datenbausteinnummer Empfangs-
puffer
DW204 Datenbausteinnummer Sendepuffer
SB255 FUNK = 202 Konfigurationsfehler quittieren
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Schnittstelle wird gerade konfiguriert

Senden über die Anwenderschnittstelle: FUNK = 204/205/206

Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 204 Statusabfrage Senden
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Telegramm wird gesendet
ERG = 16 Sendefehler
SB255 FUNK = 205 senden
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Telegramm wird gesendet
ERG = 16 Sendefehler
Sende- DW000 Anzahl der zu sendenden Bytes
baustein DW001 Fehlercodierung bei Sendefehler
DW002 .. Sendedaten
DWxxx
SB255 FUNK = 206 Sendefehler quittieren
ERG = 1 Schnittstelle betriebsbereit
ERG = 2 Telegramm wird gesendet
ERG = 16 Sendequittierung Fehler

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 9-11


Anhang

Empfangen über die Anwenderschnittstelle: FUNK = 208/210/211

Baustein Eingabe Ausgabe Bedeutung


SB255 FUNK = 208 Statusabfrage empfangen
ERG = 1 keine Daten empfangen
ERG = 2 empfangene Daten sind abholbereit
ERG = 16 Empfangsfehler
Empfangs- DW000 Anzahl empfangener Bytes
baustein DW001 Fehlercodierung bei Empfangsfehler
DW002 .. Empfangsdaten
DWxxx
SB255 FUNK = 210 Empfangsfehler quittieren
ERG = 1 keine Daten empfangen
ERG = 2 empfangene Daten sind abholbereit
ERG = 16 Empfangsfehler
SB255 FUNK = 211 Empfang quittieren
ERG = 1 Empfangsquittierung erfolgreich
ERG = 16 Empfangsquittierung Fehler
DB003 DW200 Anzahl der zu quittierenden Bytes

9-12 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Organisationsbausteine
Die Aufrufbedingung von Organisationsbausteinen legt das Betriebssy-
stem fest, die Funktion ist durch den Anwender bestimmt. Die folgenden
Tabellen zeigen eine Übersicht der Belegung.

Organisations- Aufruf Anwendung


baustein
OB101 Beginn eines Zyklus Verwaltung des Programmab-
laufs, muß in jedem Anwender-
programm enthalten sein.
OB120 bei Übergang von Zu- Initialisierung
stand STOP - RUN
OB125, OB127 bei Fehler (s. Kapitel 8) Datenübergabe an den Stan-
dard-Teil zur Diagnose
OB128 bei manuellem Wechsel Datenübergabe an den Stan-
in den STOP-Zustand dard-Teil
(Wahlschalter "RUN -
STOP")
OB140 ... OB171 bei Prozeßalarm Reaktion auf Prozeßalarm

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 9-13


Anhang

Änderungen in der FS Systembeschreibung

Änderungen von Version VI zu Version V

alte neue Änderung


Seite Seite
4-5 4-5 PG-Schnittstellenart (RS 232 oder RS 485) ist vom Typ
5-2 5-2 der Sicherheitsteuerung abhängig. Bei RS 232 kein
PAP erforderlich.
9-3 9-3 Datenwortbelegung vom DB002
9-7 9-7 Datenwortbelegung vom DB003

Änderungen von Version VII zu Version VI

alte neue Änderung


Seite Seite
8-9 8-9 "Fehlerauswertung im Programmiergerät" geändert

9-14 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Stichwortverzeichnis

A Arithmetikmerker 6-19
Abgleich 4-3, 4-4, 6-3, 6-7 Ausgabe
Abgleichalgorithmus 5-7, 6-3, 6-5 direkt 6-1
Abgleichversuche 5-1, 6-3 über Prozeßabbilder 6-1
Adressen Ausgabebaugruppe 4-1, 4-8
anzeigen 8-12 Ausgabeblock 5-3, 6-10
Adressierung 5-5 Ausgabesegment 5-7, 6-7
Baugruppenadressierung 5-5 Ausgänge
Akku beschreiben 6-1
anzeigen 8-12 Prozeßabbild 6-1, 6-7
Aktualisieren Status anzeigen 8-11
Einlesesegment 6-4, 6-6 AT-kompatibel 2-3
Ausgabesegment 6-7
Alarme 6-15 B
auslösen 6-16 Batterie 4-2
Alarmbearbeitung 6-17 Baugruppe
Alarmeingänge 6-16 Adressierung 5-5
Anzahl 6-18 Ausgabebaugruppe 4-1, 4-8
Alarmerkennungszeit 6-17 Eingabebaugruppe 4-1, 4-8
Alarm-OB 6-15, 6-16 Baugruppenfehler 8-3, 8-5
Alarmreaktionszeit 6-16 anzeigen 8-7
ändern Baugruppenträger 2-1, 4-1
Anwenderprogramm 7-2 Bausteine 2-3
Bestückung 7-2 Datenbaustein 4-4, 5-1
Anlaufblock 6-9 Funktionsbaustein 5-1
Anlaufverhalten 4-7 Organisationsbaustein 5-1, 5-6, 9-12
Anwenderprogramm 2-3, 4-2, 4-3, 5-1, Alarmorganisationsbaustein 6-15, 6-16
5-3, 6-9 Fehlerorganisationsbaustein 8-3
ändern 7-2 Programmbaustein 5-1
Fehler 8-5 Standardfunktionsbaustein 5-1, 5-7
Anwenderschnittstelle 4-2, 5-7, 6-21 Systemdatenbaustein 9-1
empfangen 6-24, 6-26 Bestückung
konfigurieren 6-22, 6-25 ändern 7-2
senden 6-23, 6-26 Betriebszustände 6-31
Anzeige Fatal Error 6-32
Display 6-30 kein FS 6-32
Fehleranzeige 8-2, 8-6 ff. RUN 6-32
Fehler-Stack 8-6 STOP 6-32
Variablen 8-11 Betriebszustandswechsel 6-31, 6-33
Programmanzeige dyn. 8-12 binden 2-3, 5-2

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 10-1


Stichwortverzeichnis

Bitbaugruppe 6-3 E
Prozeßabbild 6-3, 6-7 Einfehlersicherheit 3-1
Bitcodierung 8-7 Eingabebaugruppe 4-1, 4-8
Bitnummer 5-5 testen 6-29
Blocklaufzeit 5-1, 6-9 Eingänge
bestimmen 6-10 Alarmeingänge 6-15, 6-16
Bus 2-1, 4-1 Anzahl 6-18
einlesen 6-1, 6-3
C Funktionstest 6-29
Checksummenberechnung 6-21, 6-27 Prozeßabbild 6-1, 6-3
Code Status anzeigen 8-11
binär 8-7 takten 6-29
hexadezimal 8-7 Einleseblock 5-3, 6-9
Codewort 8-7 Einlesesegment 5-7, 6-4
CPU 2-1, 4-1, 4-2 aktualisieren 6-4, 6-6
CRC-Berechnung 6-21, 6-27 Einschwingzeit 6-29
EN 1 050 3-1
EN 954-1 3-1
D empfangen 6-24, 6-26
Datenbaustein 4-4, 5-1 Empfangsbausten 6-22
Read-only 4-4 Erstinbetriebnahme 7-1
Read-write 4-4
Systemdatenbaustein 9-1 F
Datenspeicher 4-3, 4-4
Read-only 4-4 Fail-safe-Teil 2-1
Read-write 4-4 Fatal Error 6-32, 8-1, 8-3, 8-5
Datenübertragung 5-3 Fehler
DB000 6-12, 9-1 anzeigen 8-2, 8-6 ff.
DB001 9-3 Baugruppenfehler 8-3, 8-5
DB002 9-3 fatal 6-32, 8-1, 8-3, 8-5
DB003 9-7 leicht 8-1, 8-3, 8-5
Diagnose 8-11 Meldungsfehler 8-1, 8-3
DIF-Eingänge 6-16, 6-29 Plausibilitätsfehler 8-3
Digitaltest 4-8 schwer 6-32, 8-1, 8-3, 8-5
Display 4-2, 4-6, 6-30 Fehlerauswertung 8-9
Diversität 3-1, 4-2 Fehlerbehandlung 8-1, 8-5
Doppelwort 6-4, 6-7 Fehlerdiagnose 8-11
Status anzeigen 8-11 Fehlerklasse 4-6, 4-8, 8-2, 8-3
Dual-Port-RAM 4-3, 4-4 Fehlermeldungen 4-4, 4-6, 4-8
dynamische Programmanzeige 8-12 Fehlernummer 4-6, 4-8, 8-2
Fehler-OB 8-3

10-2 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Fehlerort 4-8, 8-2 Konfiguration 5-1
Fehlerparameter 4-8, 8-2 Baugruppen 7-2
Fehlerreaktion 8-4 Blocklaufzeit 6-10 ff.
Fehler-Stack 4-2, 4-6, 4-8, 8-1 Zykluszeit 6-10 ff.
anzeigen 8-6 Konfigurationsbaustein 6-22
Taste 4-8 Konfigurator 5-1
Festmerker 6-19 Kontakte
Flash-EPROM 4-3 anzeigen 8-12
Funktionsbausteine 5-1
Funktionstest 4-8 L
Digitaltest 4-8
Eingänge 6-29 LED-Anzeige 4-2
zyklischer Ausschalttest 4-8 linken 2-3, 5-2

G M
Garantie 3-1 Meldungen
anzeigen 6-30
Meldungsfehler 8-1
H Merker
Hexadezimalcode 8-7 Arithmetikmerker 6-19
Hilfsakku Festmerker 6-19
anzeigen 8-12 Kommunikationsmerker 6-19
Status anzeigen 8-11
I Statusmerker 6-19
Mikrorechner 4-2
Inbetriebnahme minimale Zykluszeit 5-4, 6-10, 6-13
Erstinbetriebnahme 7-1 modulare PSS 2-2, 4-1
Wiederinbetriebnahme 7-2 MSR-Schutzeinrichtung 3-1

K N
Kanal 2-1 Netzteil 2-1, 4-1, 4-2
kein FS 6-32 Neustart 4-4
Klartextmeldungen 8-2 nullspannungssicher 4-4
kompakte PSS 2-2, 4-1
Kommunikation
Anwenderschnittstelle 6-21 O
FS-ST 6-19 OB101 5-6
Kommunikationsmerker 6-19 Organisationsbausteine 5-1, 5-6, 9-12
Alarmorganisationsbausteine 6-15, 6-16
Fehlerorganisationsbausteine 8-3

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 10-3


Stichwortverzeichnis

P Prozeßabbild 6-1
PAA 6-1 Ausgänge 6-1, 6-7
PAE 6-1 Eingänge 6-1, 6-3
Peripherie-Baugruppe 2-1 Prozeßalarme 6-15
Peripheriezugriff PSS
direkt 6-1 kompakt 2-2, 4-1
über Prozeßabbilder 6-1 modular 2-2, 4-1
Plausibilitätsfehler 8-3
Programmablauf 5-3 R
Programm Read-only 4-4
starten 4-7 Read-write 4-4
stoppen 4-7 Reaktionszeit
übertragen 5-2 Alarmreaktionszeit 6-17
Programmablauf 6-9 Redundanz 3-1
Programmablaufzeit 6-9 Reset-Block 6-9
Programmanzeige Risikobeurteilung 3-1 ff.
dynamisch 8-12 Risikokategorie 3-1 ff
Akku 8-12 RUN 6-32
indirekte Adressen 8-12 RS 232 4-2, 6-21
Hilfsakku 8-12 empfangen 6-24, 6-26
Kontakte 8-12 konfigurieren 6-22, 6-25
Verknüpfungsergebnis 8-12 senden 6-23, 6-26
Wortoperanden 8-12 RS 485 4-2
Programmbausteine 5-1
Programmblöcke
Anlaufblock 6-9 S
Anwenderprogramm 6-9 SB255 5-7, 6-4, 6-5, 9-8
Ausgabeblock 6-10 Schnittstelle
Einleseblock 6-9 Anwenderschnittstelle 4-2, 4-5
Reset-Block 6-9 empfangen 6-24, 6-26
Testblock 6-10 konfigurieren 6-22, 6-25
Zykluszeitblock 6-10 Programmiergeräteschnittstelle 4-2, 4-5
Programmierung 2-3, 5-1 RS 232 4-2, 4-5
Programmiergerät 2-3, 5-1 RS 485 4-2, 4-5
Schnittstelle 4-2 senden 6-23, 6-26
Programmspeicher 4-3 seriell 2-3
Programmspeicherkassette 4-2 Schreibschutz 4-4
Programmstrukturinformation 8-11, 8-12 Schutzeinrichtung 3-1
Programmzyklus 5-3 Schweben 6-17
Projekt 2-3, 5-1 Selbsttest 4-8, 5-7, 6-13

10-4 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


Selbstüberwachung 3-1 Textanzeige 8-3
senden 6-24, 6-26 Timer 4-6
Sendebaustein 6-22
Sicherheitsanforderungen 3-1 V
Sicherheitshinweise 3-1
Signale Variablenanzeige 8-11
nicht intermittierend 6-29 Ausgänge 8-11
Sollbestückung 5-1 Datenworte 8-11
Spannungsversorgung 4-2 Eingänge 8-11
Spannungswiederkehr 4-7 Merker 8-11
Speicher Zähler 8-11
Datenspeicher 4-3 Zeiten 8-11
Dual-Port-RAM 4-3 Verknüpfungsergebnis
Flash-EPROM 4-3 anzeigen 8-12
Kassette für ST 4-2 Verschlüßlung 5-7
nullspannungssicher 4-4
Programmspeicher 4-3 W
Standardfunktionsbausteine 5-1, 5-7
Wahlschalter 4-2, 4-7
Standard-Teil 2-1
Wiederinbetriebnahme 7-2
Statusanzeige 8-11
Wortbaugruppe 5-6
Statusmerker 6-19
Ausgabesegment 6-7
Steckplatz 5-5
Doppelwort 6-4
Stechplatznummer 5-5
Einlesesegment 6-4
Steuerung
Prozeßabbild 6-3, 6-7
kompakt 2-2, 4-1
Wortoperanden
modular 2-2, 4-1
anzeigen 8-12
STOP 6-32
Systemdaten 4-4
Systemdatenbaustein 9-1 X
XW 5-6
T
Taktausgänge 6-29 Z
Teilsteckplatz 5-5 Zähler 4-6
Test 4-8 Status anzeigen 8-11
Digitaltest 4-8 Zählerbit 4-6
Eingänge 6-29 Zählerwort 4-6
zyklischer Ausschalttest 4-8 Zeiten 4-6
Testblock 5-3, 6-10 Blocklaufzeit 5-1
Testscheibe 5-4, 5-7, 6-13 Status anzeigen 8-11
Testtakte 6-29 Zykluszeit 5-1

FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS 10-5


Stichwortverzeichnis

Zeitraster 4-6
Zeitstufen 4-6
Zeitwert 4-6
Zentraleinheit 4-2
Zugriffsrechte 6-20
Zustände 6-31
Fatal Error 6-32
kein FS 6-32
RUN 6-32
STOP 6-32
Zustandswechsel 6-31, 6-33
zyklischer Ausschalttest 4-8
Zyklus-OB 5-6
Zykluszeit 5-1, 5-4, 6-9
minimale 6-10, 6-13
Zykluszeitblock 5-3, 6-10

10-6 FS Systembeschreibung Systemfamilie PSS


A Pilz Ges.m.b.H. E Pilz lndustrieelektronik S.L. MEX Pilz de Mexico S. de R.L. de C.V.
Modecenterstraße 14 Edificio Tilma Av. San Ignacio 1079
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9320 Erembodegem Finnland Portugal
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Telefon (0 53) 83 66 70 Telefax (09) 27 09 37 09 Telefax (21) 9 28 91 13
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BR Pilz do Brasil Sistemas Eletrônicos Willow House, Medlicott Close Flat F9/F Huijing Building
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I Pilz ltalia srl S Pilz Skandinavien KS
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