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& KRIEMHILDS RACHE
Der zweite Nibelungenfilm
(Decla-Ufa-Film)
« REGIE: FRITZ
DIE MITARBEITER :
LANG
Manuskript .Thea von Harbou Kostümentwürfe .... Paul Gerd Guderian
Photographie.{ *" } H'“ch V""‘M
Entwürfe und [Link] Hunte [Link] Genath
f Erich Kettelhut „ .....
Bauliche Mitarbeiter . ... ^ Kart Vollbrecht [Link] Huppertz
DIE DARSTELLER:
□
Königin [Link] Arnold Der [Link] Jurowski
[Link] Schön Der [Link] Roberts
König Gü[Link] Loos König [Link] Klein-Rogge
Gerenot ........ Hans Carl Müller Blaodel, sein Bruder ..... Georg John
Werbel, der Spielmann . . . Hubert Heinich
s
[Link] Biswanger
Volker von Alzey .... Bernhard Goetzke Markgraf Rüdiger v. Bechlarn . . Rudolf Rittner
Hagen Tronje .... Hans Adalbert Schlettow Dietrich von [Link] Alberti
B Dank [Link] von Francois [Link] August Koch
Die Kostüme wurden ausgeführt in den Werkstätten der Firma Hugo Baruch & C o. U£d .?e"
Decla-Bioscop-Werkstätten der Ufa in Neubabelsberg, die auch die Möbel, Requisiten.
Rüstungen und Waffen selbst anfertigten.
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Giselher Hagen die Treue
halten und sich weigern, die
Forderung Kriemhilds nach
Rache zu erfüllen, hat Kriem-
hild den Plan gefaßt, mit dem
Golde des Nibelungenhortes
allmählich ein Heer von
Freunden zu erwerben, die
sich auf ihr Geheiß wohl
bereit erklären würden, die
Rache an Hagen zu voll¬
ziehen. Mit dem Tode Sieg¬
JCriemhild, die schöne
Schwester König Gün¬
thers von Burgund,
trägt Trauer um ihren
von Hagen Tronje ge¬
mordeten Gatten Sieg¬
fried, und da König
Günther und seine
Brüder Gerenot und
frieds ist das Lachen und
Leben zu Burgund erloschen,
einsam, verbittert und verstört
leben die Menschen neben¬
einander her. Da naht Mark¬
graf Rüdiger von Bechlaren
und bringt nach Worms die
Werbung König Etzels um
Siegfrieds königliche Witwe
Kriemhild. Sie weist die
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Werbung Etzels von sich wit
eine Schmach. Doch, da König
Günther sich nach wie vor
auf das entschiedenste weigert,
den Vasallen Hagen Tronje
der Rache Kriemhilds preis¬
zugeben, beschließt Kriemhild,
die Hand des Königs Etzel
anzunehmen, weil sie von ihm
erhofft, was Günther ihr ver¬
weigert: die Rache an Hagen,
dem Mörder Siegfrieds. Aber
reit wäre, um
ihr zu danken.
Aber Kriemhild
fordert nur eine
Kleinigkeit:
eine Einladung
ihrer Brüder
zum Besuch in
Etzels Land. Sie
weiß sehr wohl,
Hagen durchschaut die
Gedanken Kriemhilds und
versenkt das Gold des Ni¬
belungenhortes im Rhein.
Unversöhnt und unver¬
söhnlich verläßt Kriemhild
Worms und zieht unter
dem Schutze Rüdigers ins
Hunnenland, von König
Etzel wie eine Gottheit
empfangen. Als Kriemhild
ihm einen Sohn schenkt,
gibt es nichts, das er ihr
nicht herbeizuschaffen be-
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Hunnen an, die schla¬
fenden Könige und Ha¬
gen nächtlicherweile zu
überfallen. An Hagen*
Wachsamkeit scheitert
der Ueberfall. Als
Kriemhild von König
Etzel den Mord an
daß auch Hagen Tronje, obwohl ungeladen,
mit seinen Königen kommen wird und hofft,
dann endlich ihre Rache an ihm vollziehen zu
können. Vom Bruder Etzels, Blaodel, geladen,
ziehen die Burgunden aus Worms und gelangen
kurz vor der Sonnenwende an den Hof Etzels,
mit aller Freude und Würde empfangen. Aber
Hagen sieht nur zu gut, daß Kriemhild ihre
Brüder ebenso
empfängt, wie
sie zu Worms
von ihnen Ab¬
schied genom¬
men hat.
Dankwart, der
Bruder Hägens,
wird vonKriem-
hild aufgefor¬
dert, für die
Unterbringung
der burgundi-
schen Knechte
zu sorgen. Sie
selbst treibt die
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Hagen verlangt, weist er dies
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Ansinnen weit von sich, denn
□ ihm, der aus derWiiste stammt,
ist das uralte Gesetz derWiiste,
E die Heiligkeit der Gastfreund¬
schaft, ein unverletzliches Ge¬
setz. Da beschließt Kriemhild,
E das Letzte zu wagen, um Hagen
der Gastfreundschaft Etzels ver-
-a lustig zu machen: sie ladet
□ die Burgunden zum feierlichen
Mahle beim Sonnenwendfeste,
ln vollen Waffen kommen die
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Nachricht, daß die burgundischen
Knechte von den Mannen Etzels
überfallen und bis auf den letzten
Mann vernichtet seien, ln Tumult
endet das Mahl. Weit ausholend
schlägt Hagen dem Sohne Etzels
und Kriemhilds das Haupt herunter.
Ein unerhörtes Ringen hebt an: der
Kampf um den Saal, in dem die
burgundischen Könige, Volker und
Hagen Tronje mit dem Rest ihrer
Mannen sich verschanzen. Da mahnt
Kriemhild Rüdiger von Bechlaren an
Gäste in den Saal. Kriemhild
sendet nach ihrem Sohne
unter dem Vorwand, daß der
Erbe aller Kronen Etzels bei
dieser feierlichen Gelegenheit
nicht fehlen dürfe. Das Kind
wird gebracht, und als Hagen
es im Arme hält, Kriemhild
vermeldend, daß der Junker
wohl schwerlich ein hohes
Alter erreichen werde, kommt
Dankwart, auf den Tod ver¬
wundet, mit der furchtbaren
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□ den Recken zu vergönnen,
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den Eid, den er geschworen
hat und fordert als Zeichen an ihrenWunden zu sterben.
seiner Treue, daß er ihr Aber Kriemhild hört ihn
Hägens Kopf bringe. Beim nicht. Sie fragt Hagen
Ringen, das nun anhebt, Tronje nach dem Hort, und
fallen Giselher und Gerenot als er ihr erwidert, daß er
und auch Rüdiger von Bech- geschworen habe, den Ort,
laren. Da gebietet König wo er ihn versenkte, nicht
Etzel, den Saal in Brand zu verraten, solange einer
seiner Könige
lebt, opfert sie
den letzten ihrer
Brüder und
schlägt Günther
den Kopf her¬
unter. Doch als
Hagen sie ver¬
höhnt, nun wisse
niemand um das
Geheimnis als
Gott und er, und
Gott sei nicht
verschwiegener
als er, da er-
zu schießen. Das Dach der brennen¬
den Burg stürzt zusammen. Schon
glauben die draußen Harrenden, daß
die Trümmer des Saales alles Lebende
unter sich begraben haben. Da hören
sie aus Qualm und Glut das Lied,
das Volker von Alzey singt. Als
Dietrich von Bern sich endlich ent¬
schließt, in den Saal hinaufzugehen,
findet er von den Burgunden allen
nur zwei noch am Leben: Hagen
Tronje und König Günther, beide
todwund. Gefesselt bringt Dietrich
von Bern Hagen Tronje und König
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schlägl sie ihn mit dem Baimung, den er edle Recken um eines Weibes willen ge¬
Siegfried geraubt hat und tränkt die Erde, fallen sind, gibt Kriemhild den Tod, der
die sie von der Quelle, an der Siegfried keinen Schrecken für sie hat, nur endliche
erschlagen wurde, mit sich genommen ins Erlösung. MitKriemhild auf den Armen geht
Hunnen'and, mit dem Blute des Mörders. König Etzel in den noch brennenden Saal
Der alte Waffenmeister Dietrichs von Bern, hinein und begräbt sich und die Frau, die er
Hildebrand, der es nicht erträgt, daß so geliebt hat, unter den rauchendenTrümmern.
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Verlag Film-Kurier. Berlin W ». Leipziger [Link] 3*. Fernsprecher Zentrum 743 und 10447 Tiefdruck [Link] Schrilteoeerl.*, Berlin
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