TOttthitrtti
MarikaJKokk
JOSEF SIEBER / WILL QUADFLIEG / WILL DOHM / FLOCKINA v. PLATEN
HERBERT HÜBNER / HANS LEIBELT / URSULA HERHNG / FRANZ SCHAFHETTLIN
Drehbuch: Walter Wassermann imd C. H. DUler nach dem gleichneunigen Roman von H. C. v. Zobeltitz
Lieder: Peter Kreuder / Illustrationsmusik: Freink Fux / Liedertexte: Günther Schwenn / Bild: Konstantin
Irmen-Tschet / Bau: Erich Kettelhut, Hermann Asmus / Ton: Walter Rühland / Modeberatung: Herbert
Ploberger und Margot Hielscher / Tänze: Sabine Ress / Solotänzer: Jokel Stahl / Regie-Assistenz
und Schnitt: Erich Kobler / Aufnahmeleitimg: Victor Eisenbach
Herstellungsgruppe: Max Pfeiffer
Spielleitung: Georg Jacoby
Darsteller
Stefan Borodyn, Groß[Link] Hübner
Mara Terry (
\ .Marika Rökk Olly Laurenz, seine [Link] v. Platen
Karel Tobias, genannt [Link] Sieber Bartos, Direktor des [Link] Leibelt
Michael [Link] Quadllieg Fräulein Haase, seine Sekretä[Link] Herking
Möller, Agent. .Will Dohm [Link] Schafheitlin
In weiteren Rollen: Friedei Haerlin, Maria Koppenhöfer, Lotte Spira, Paul BUdt, Rudolf Carl, A. Engelmann, Erich Fiedler. Karl
John. Ingolf Kuntze, Theodor Loos, H. v. Meyerinck, Leo Peukert, Heinrich Schroth, Annemarie Steinsieck, Hans Stiebner u. a.
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P remiere im Odeon I Atemlos starren Hun¬
derte von Menschen auf die Bühne.
Dumpf klingen die Töne aus einer riesigen
schwebenden Trommel, unter der die
Schwestern Terry ihre tanxakrobatischen
Leistungen zeigen. Frech schwingen dazu
die Saxophonkapriolen durch den großen
dunklen Raum vor der Bühne. Augen, Ohren,
alle Siime sind aufs höchste gesparmt — da
macht Kora Terry eine kleine, unsichere Be-
wegimg — Mara Terry über ihr gerät ins
Wanken — ein dumpfer Aufschlag, der Vor¬
hang fällt. — Ein dramatischer Zwischenfall,
wie er bei jedem Artisten einmal Vorkommen
kann. Hier aber eine mahnende Warnung für.
Mara und ihren väterlichen Freund Tobs. Ein
erschreckendes Zeichen dafür, wieweit Kora,
die ihrer Schwester zwar täuschend ähiüich
sieht, charakterlich aber grundverschieden
ist, ihrer hemmvmgslosen Natur, ihrer gren¬
zenlosen Geld-, Ruhmes- und Lebensgier ver¬
fallen ist und wie sie damit ihre Leistungs¬
fähigkeit durch eine frivole Lebensart dereurt
leichtsinnig aids Spiel setzt. Es sind Artisten,
sie reden nicht viel von Schuld und Nicht¬
schuld. Aber sie eihnen die Katastrophe, die
dieser ungewöhnlich gewissenlose, ungezü¬
gelte Mensch noch heraufbeschwören wird.
— Während Mara durch den Sturz für einige
Wochen zur Untätigkeit gezwungen ist, nützt Kora diese Gelegenheit aus, um’
Vctreiny, den Kapellmeister des Odeons, für ihre Interessen einzufangen. Mara,
die in Varciny vom ersten Tage an mehr als einen Freund sah, will schon
verzichten: aber als sie merkt, daü3 auch Varany für Kora nur eine Laune ist,
beginnt sie zu kämpfen. Und am Tage ihrer [Link] Algier, dem Ziel
ihres und Koras Engagements, gelingt es ihr, Varany da« Versprechen abzu¬
nehmen, daß er nim endlich seine virtuose Begabung als Violinkünstler
vollkommnen werde, um wieder den Platz unter den Künstlern ernster
zu erringen, der seinemKönnen entspricht. — Im Hotel Ambeissador in Algier,
zwischen Palmen, Moslems, Arabern, Türken vmd fragwürdigen Gestalten aus
aller Herren Länder spielt Kora bald den Mittelpunkt eines bimten, genu߬
süchtigen Lebens. Ihre orientalischen Tänze fasziiüeren die Männerwelt, alles
drängt sich um sie, besonders aber ein Mann namens Vopescu. Er führt
so lange in den Spielsaal, bis ihr Geld völlig hinter der Schippe des
verschwunden ist. Und in diesem Moment spielt er seinen Trumpf aus;
verlangt von Kora eine Zeichnung, die sie Borodin, einem ihrer frühe
Freimde, in einem Anfall ihrer exaltierten Laime weggenommen
und nun im Ausland mit sich herumträgt. Eine militärisch hoch¬
wichtige Zeichnung, von deren Bedeutung Kora nie eine
Ahnung hatte, die sie jetzt ciber, hoffnungslos im Netz
gewissenloser Menschen gefangen, bedenkenlos
ausliefem will, um wieder zu Geld zu kom¬
men. — Dieser furchtbare Entschluß nimmt
Mara die letzte Beherrschung. Sie greift
zum Revolver. Kora taumelt. Ihr Strumpf
färbt sich langsam, dann stürzt
sie die Treppe des Hotels hin¬
ab. — Nicht die Kugel Maras,
aber der Sturz hat sie ge-
Wenn es Frühling wird .. .
Ungariatftcs Ucd
Worte 1 Günther Srhwenn Mastk i Peter Kreoder
Refrain: Wenn es Frühling wird
und die Sonne scheint,
träum' ich nur von dir!
Wenn in tiefer Nadti
eine Geige weint,
träum' ich nur von dir!
Du bist mir in allen Träumen
so unendlich nah;
manchmal hoff' ich im geheimen:
du bist wirklich da!
Wenn es Frühling wird
und die Sonne scheint,
denk' ich immer an dich —
ja, nur an dicht
richtet und davor bewahrt, noch größeres Unheil anzurichten. — Als
sich dann später die Türen des Gerichtssaals öffnen, erscheint zwischen
den Polizisten, aufrecht und fest — Tobs. Dieser rührende Kamerad
Maras hat die Schuld auf sich genommen und Mara dazu bewogen, als
Kora weiterzuleben für Dona, die kleine Tochter Koras, um die sich ihre
frivole Mutter niemals kümmerte. Mit seiner ganzen Überredungslomst
hat er Mara vor ihrer Selbstanzeige zurückgehcilten. — Tobs geht also
den Schrecken des afrikanischen Zwangslagers entgegen, während Mara
als Kora Terry auf den Bühnen Amerikas erscheint. Ihr Erfolg ist be¬
glückend, aber nie gelingt es ihr, vor der Vergangenheit Koras zu
Uehen. Drohbriefe und Erpressungen von Vopescu, der dcunals ver¬
geblich aiif die Zeichnung wartete, jagen hinter ihr her, drei Jahre lemg.
Und als sie dann eines Tages wieder in Europa, in Rom, aiiftaucht, da
zieht Vopescu die Schlinge zu. Ein fingiertes Telegrcimm lockt sie in
ihre Heimat, wo sie sofort verhaftet wird. — Zur gleichen Zeit treffen
sich in Rom Varany, der inzwischen eine
einmcklige künstlerische Höhe erreicht hat
und in der italienischen Metropole gerade
ein Konzert gegeben hatte, und Tobs, der
aus dem Zwangslager entlassen worden
war. — Angeklagt des Landesverrats, die
Todesstrafe vor Augen, versucht Mara ver¬
zweifelt, ihre Identität als Mara Terry zu
beweisen. Aber kein Mensch schenkt ihr
G'auben. Auch Tobs, der ihr mit Varany
sofort nachgereist ist, kann den Richter
nicht überzeugen. Erst im letzten Moment
findet sich aus diesem mysteriösen Krimi¬
nalfall die Lösung, die sie endlich von
dem Schatten Koras befreit und Varany
wiedergibt.
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Für eine Nadii voller Seligkeit
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Texh Günther Schwann . Ffasl/c: Pt/er Kreoder
Refrain
Für eine Nathi voller Seligkeii,
da geh' idi alles hin/
Dodi ich verschenk’ mein Herz nur dann,
wenn ich in Stimmung bin/
Auf jedes U/ori voller Zärtlichkeii,
da hör' ich gerne hin
und fange gleich zu küssen an,
wenn ich in Stimmung bin/
Ich möcht' audi mal glücklich sein
bis morgens früh um acht!
Der eine liebt den Sonnenschein
und ich nun mal die Nacht/
Für eine Nacht voller Seligkeit,
da geb' ich alles hin/
Doch ich verschenk' mein Herz nur dann,
wenn ich in Stimmung bin,
nur, wenn ich in Stimmung bin/