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Natur und Liebe

Vom Urtier zum Menschen


(Schöpferin Natur)

Hergestellt von der Kulturabteilung der Ufa unter der Leitung von Ernst Krieger
Manuskript: Dr. med. Nikolas Kaufmann

Regie: Dr. Ulrich K. T. Schulz


unter Mitwirkung von Wolfram Jfunghans und Willi Achse'

Fotografie: Carl Hoffmann, Paul Krien, Waldemar Siewerssen,


F. A. Wagner
Mikro-Bilder: Ada Hollmann
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Bauten: C. Böhm
Tridc-Zeichnungen: Hanns Büchel
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Aufnahmeleitune: Arthur Ohme
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FACHWISSENSCHAFTLICHE BERATUNG: Allgemeine Zoologie u. Biologie: Prof. Dr. R. Hesse,
Universität Berlin, Prof. Dr. W. B e r n d f, Universität Berlin. Anthropologie und Erkenntnis¬ wlfli
theorie: Prof. Dr. H. Mucker mann, Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, Dahlem. 1MI
Neandertal- und Aurignac-Periode: Dr. W. Unverzagt, Direktor der prähistorischen Abteilung
des staatlichen Museums für Völkerkunde, Berlin. Pfahlbauten: Urgeschichtliches Forschungsinstitut
der Universität Tübingen (Vorstand :tProf. Dr. R. R. Schmidt).

Darsteller der prähistorischen Szenen:


Lisa Benedikt, Siegfried Dietrich, Werner Kahle,
Käthe Schlüter, Frl. Paech, Herr Radotzky
’ ’ v.. ' • • V ‘'A'i.'.ib'i' ' V '

Dr. med. dent. Herbert Kayserling rekonstrui das Neandertaler Gebih am lebenden Menschen.
Der Verein für Pfahlbau- und Heimatkunde Unteruhldingen stellte echte Ausgrabungen und
Rekonstruktionen (Pfahlbau-Hütten, Geräte, affen, Schmuck, Skelette) zur Verfügung. Die
Kopieranstalt der Ufa zu Neu-Babelsberg ng L. Plintzner) stellte das Filmband für die
Erstau her.

Kd m
N atur und Lieb«* helfe» dieser Film, der ln
lebendigen Bildern schildert, wie nach eher¬
nen Gesellen Sonne und Erde entstanden,
und wie auf der Erde Jene unbegreiflich wunder¬
bare Entwicklung rom mikroskopisch kleinen Ur¬
tier zur .Krone der Schöpfung' sich abgespielt
haben mag. Er schildert das Wallen der .Schöpfe¬
rin Natur', wie sie den unermefelichen Reichtum
der Lebewesen aller Entwicklungsstufen hervor-
brachte; er versucht Jene Kräfte zu ergründen,
die Triebfedern für das lebendige Werden
der Organismen und für die Entwicklung von den
primitivsten Anfängen äonenferner Urzeit bis zur
Gegenwart mit Ihren hochorganisierten Pflanzen,
Tieren und dem Menschen sind. - Niemand weife,
wie die ersten Lebenskeime entstanden, die auf
dieser Erde den Reigen des Lebens und Llebens
eröffneten. Ob sie nun von anderen Sternen
Meteoren durch den Aether herüber .gereist*
kamen, oder ob sie auf vorläufig noch ungeklärte,
wenn auch vielleicht dunkel zu ahnende Weise
tlven Ürmagentler Ober den ehrwOrdigen
Lanzett-Fisch Amphioxus und den selt¬
samen Lurch-Fisch bis zu den einfachsten
SSugelleren und schließlich zu den „Men-
sdhen'-Affen. Der Film selbst soll schil¬
dern, wie die Natur diese Entwicklung Im
Gange Mit. Jedes geschriebene Wort
hierüber würde blaß und leblos wirken
gegen diese Bilder, die [Link]«
und staunenswerte Wirkungsweise Jener
beiden UrkrSfie „Hunger" und „Liebe
zeigen, mittels derer die Natur da
Schwungrad der Lebensentwicklung in
ewiger Bewegung Mit. Die Szenen, die

aus unbelebter, toter Materie entstanden sind.


Wohl aber können Wir uns, wenn auch stellen¬
weise nur, ganz ungef&hr, den «Stammbaum'
rekonstruieren, der von lenen einzelligen,
amöbenartigen Lebewesen der
Urzeit emporführi zum Men-'
sehen des 20. Jahrhunderts) -
Und so sehen wir im Film alle
Daseinsformen, die unsere Vor-
SPÜKI»*- fahren durchlaufen haben müs-
Sk. sen, die ganze Stufenleiter aufwfirts.
fcSBc Absichtlich wurde dabei auf Rekon-
MqP‘ struktionen von ausgestorbenen Tier-
I formen verzichtet, die immer ge¬
künstelt und irgendwie komisch wir¬
ken. vielmehr zitieren wir die heute
noch mitten unter uns lebenden.
mutmaßlichen Vertreter
unserer Vorstufen auf
die Leinwand,
vom primt-
Kronr: A f f e undMtnithl Eine stattliche
Sammlung von Aufnahmen oller lebenden
Menschen-Affen (erste Gorllla-Aufnah-
rEV *. menl) wirfl Streiflichter auf die Frage
unserer Abslnmmung von aftenähn- A
A liehen Wesen. - Schliefelich folgen Wa
Bilder aus der Menschheit Kindhells- Jk
tagen. Oer Neandertaler mutet

^ 1

fast noch tierisch an. Die Eiszeit-Menschen waren körperlich schon


ganz wie wir — hat doch die Wissenschaft fesfgestellt, dafc sie nicht
nur kunstvolle Haar-Fr:,.uren ^ *TO euch schon die „schlanke
Linie" kannten, so dufc die Regie der ursprünglichen /wsicnf erhoben
wurde, nter plumpe „tierische" Weiber und primitive Männer zu zeigen. -
Der Film klingt aus in eine Schilderung der heutigen Menschenrassen,
streift die heutige Kultur und wendet im letzten Bild den Blick ln die
Zukunft, hinauf nach neuen Zielen der Menschheit I

hier der Kameramann mit raffiniertester


Technik und grenzenloser Geduld von liebes-
freud und Liebesleld, von Zeugen, Reifen
und Gebären In allen Klassen des Tierreiches
elngefangen^haf, sprechen für sich und sind
beredt genug. - Ein weiterer Teil behandell
die Anzeichen, die die Wissenschaft für die
Stamm-Verwandtschaft der Körper von Tier
und Mensch gefunden hat. Er schildert die
enorme Anpassungsfähigkeit der Lebewesen
und Ihre Organe, die »Ich auch beim Menschen,
B. bei den .Abnormitäten" unserer Jahrmarkts-Buden, zeigt.
Unter Ihnen sind Menschen, die nach Gestalt, Gröfie. Gesicht. Haar-
und Haut-Beschaffenheit fast nichts Menschliches mehr haben, und
dennoch nicht nur „leben" und „Heben", sondern obendrelnj
für dieWissenschaft wichtige Beweis- und Studlen-Objekte
sind, teils für „Degeneration", teils für die Lehre
von der tierischen Abstammung des Men-H
schenkörpers. - Der letzte Teil be¬
schäftigt sich mH des Herl- .
sehe .Stammbaums' J •

Herauftgeber ,, F i 1 m • K u r i f r " (i. m. b. H. (Verlag Alfred Weiner, < >. m. b. 11.), hcrJm \V9, Kothener Slrafse 37.
Fernsprecher: Kollendorf 4262 und 4263. l-ut/ow 1541. 1S42 und ISrV
Kupfertiefdruck: August Scherl (i. m. h. M. Für den Inhalt vcrantuortlcih \ Miehmdiin, licrl n.
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