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Jahvganj 1925
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DIE LEUCHTE ASIENS
GOTAMA BUDDHAS KAMPF UM LIEBE UND ENTSAGUNG
ILLUSTRIERTER FILM-KURIER
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KÖNIG SUDDHODANA , SARADA UK1L DEVEDATTA, SEIN FREUND DAVE PROFULLA
PRINZ GOTAMA . . HIMANSU RAI PRINZESSIN GOPA . . , . . SEETA DEVI
VERTRIEB FÜR DEUTSCHLAND:
BAYERISCHE FILM G. M. B. H. IM EMELKA - KONZERN
ZENTRALE: MÜNCHEN
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der Natur! Und doch sengt
über allem eine unbarm¬
herzige Sonne, schleicht der
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Tiger blutdürstig durch den
Dschungel, entziehen Blüten,
wahre Kostbarkeiten der
Natur, die Schlange dem
Blick des wachsamen Auges.
In einsamen Bergestem¬
peln sammeln sich nachts
bei glutrotem Fackelschein
die Jünger der furchtbaren
Göttin Kali. — In diesem Land
der Seltsamkeiten und der
P almen hängen ihre feinen
Blätterwedel in den
Wind, aus dem tiefen Grün
der Mangrovenhaine bren¬
nen in leuchtenden Farben
seltsame Blumen, mit ihrem
verschwenderischen Duftdie
Sinne berauschend. — —
Indien — ein Bild erhaben¬
sten Schaffens und Friedens
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Wunder herrschte sechs Jahrhunderte vor Beginn
unserer Zeitrechnung der mächtige König Suddho-
dana. Unumschränkter Herrscher über Tausende,
blieb ihm eins versagt: der Erbe für den Thron
der Väter. Da baten eines Tages die Statthalter
den König, nach dem uralten Brauch der Vorfahren
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festes sammelten sich alle Männer und
Frauen auf der Straße, und alsbald
geschah es, daß der heilige Elefant ein
durch den geheiligten Elefanten
aus den Kindern des Volkes einen
Nachfolger auswählen zu lassen,
so wie ihn die Gottheit bestimmt.
Am Tage des nächsten Vollmond-
Knäblein mit dem Rüssel
auflas, es aber sogleich
wieder zu Boden gleiten
ließ. Um dieselbe Stunde
meldeten die Dienerinnen
der Königin Suddhodana,
daß seine Gemahlin ihm
soeben den Erben ge¬
schenkt habe. — Wohlge¬
bildet an Körper und Geist
wuchs des Königs Sohn
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haben die Weisen für diesen Traum: .Durch den
Anblick von Krankheit und Alter, durch das Schauen
von Sterben und Tod wird der Königssohn als J
Bettler den Weg der Entsagung beschreiten!“ Um j
dieses Unheil zu verhüten, führte der König seinen
Sohn in einen Palast, der an Pracht nicht seines¬
gleichen hatte. Schöne Frauen sollten sein weiches J
Gotama heran. Als der Jüngling zum
ersten Male an der Jagd teilnahm
und ein Jagdleopard eine Antilope zu
Herz bezaubern — die Liebe ihn
von seiner Schwermut heilen.
Doch alles ließ Gotama unberührt,
bis er eines Tages Gopa erblickte.
Ihr schlug sein junges Herz in
Boden riß, entsetzte er sich
derart, daß er sofort das
Ende der Jagd befahl. In
der gleichen Nacht hatte
der König einen seltsamen
Traum: Drohend recken
sich vor dem leeren Königs¬
thron die düsteren Gestal¬
ten eines Kranken, eines
Toten und eines Bettlers
auf. Nur eine Deutung
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war die Welt jenseits der weißen Mauern seines
Palastes. Und als ihm der Vater endlich seinen
Wunsch erfüllte, durften sich auf den Straßen auf
Befehl des Königs weder Blinde noch Bettler,
weder Kranke noch Krüppel zeigen. Und dennoch
begab es sich, daß Gotama einem Siechen, dann
einem Sterbenden und schließlich einem Toten
in das stumme Antlitz schauen mußte. Entsetzt
eilte er zu Gopa zurück: Statt ewiger Welten¬
hellen Flammen entgegen, und mit Un¬
gestüm erringt er sie in dem von ihrem
fürstlichen Vater ausgerufenen öffentlichen
Wettkampf. Doch auch jetzt noch durften
auf Befehl des Königs vor Gotama und
Gopa weder Tod noch Alter oder Krankheit
genannt werden, und selbst die Blumen in
Gopas Garten mußten gebrochen werden,
ehe sie welkten. Gotamas Sehnsucht aber
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Schönheit hatte sich ihm Vergänglichkeit und Men-
schendulden offenbart. Wenig später ward ihm
in der Nacht eine Offenbarung: Aus sonnenüber¬
glänzten lichten Wolken sprach eine Stimme zu
ihm: „Willst Du den breiten Weg irdischen Ruhmes
oder den engen Pfad der Entsagung wandern ?
Willst Du ein gekrönter König oder ein heimat¬
loser Sucher der Wahrheit werden?“ Da riß
Gotama sich von Gopa los und schritt hinaus.
Vergebens suchten Gopa und der König
ihn am Morgen. — Bald sprach man weit
über die Lande von dem Manne, der ein
Bettlergewand zu königlichem Ansehen
trage. Unendlich wurde die Zahl seiner
Jünger, eins mit ihm in dem Glauben :
Jegliches Begehren, alles Glück und alle
Lust der Welt müsse als Trugbild erkannt
und überwunden werden, damit die erlösten
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Seelen in der Unendlichkeit —
dem Nirvana — verwehen könn¬
ten. Da kniete eines Tages ein
junges Weib vor Buddha nieder.
Gopa, die den Langgesuchten
endlich wiedergefunden! Sie
bat ihn: „Laß auch mich in
Demut unter diesen sein, die
in Dir das Heil erkennen. Da
segnete er sie und sie folgte
ihm mit seinen Jüngern.-
Herausgeber: „F i 1 m - K u r i c r", G. m. b. H. (Verlag Alfred Weiner, G. m. b. H.), Berlin W. 8, Leipziger Straße 39. Fcrnspr. Zcnlr. 762 u. 10647.
Tiefdruck: Deutscher Schriftenvcrlag. Berlin, i ;ir den Inhalt verantwortlich: A. Riehmann, Berlin.