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Das
himmelblaue Abendkleid
Spielleitung: Erich Engels
Drehbuch: Erich Engels und Berthold Ebbecke / Mitarbeit: Ilse Paul-Czech / Musik: Willi Engel-Berger
Bild: Karl Puth / Bau: Gustav Knauer, Franz Bi / Ton: Martin Müller / Schnitt: Waldemar Gaede
Produktionsleiter: Josef Pfister / Aufnahmeleitung: Carl Ludwig Löffert und Fritz Brix / Regie-
Assistent: Berthold Ebbecke / Kamera-Assistent: Hermann Dey / Standfotos: Wilhelm Kiermeier
DARSTELLER Fritz Vogel .... . . Erich Fiedler
Kurt Haberland. . . . . . .Hans Leibelt Hugo Reschke . . Paul Westermeier
Hans Haberland . . Albert Matterstock Martha Reschke. . Lotte Werkmeister
Lizzie Faber .... . . . Ellen Bang EUi, Olgas Freundin .... Ali Ghito
Herbert Petersen . . Georg Alexander Pappke. . . Walter Lieck
Olga Petersen . . . . . Käthe Haack Rüdiger. . . Hans Halden
Emst Franke .... Walter Steinbeck Berger . . . Fritz Klaudius
Inge Gulden. Elfie Mayerhofer William Rüppli . . Armin Schweizer
Loni. Charlott Daudert Bachmann .... ... Kurt Lukas
Elfie Mayerhofer singt die Lieder aas diesem Film nur auf Grammophon ,,Dic Stimme seines Herrn"
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Hans Haberiand. Sohn und Erbe des großen Modehauses Haber¬ doch nicht aufkiären kann, wer der sympathische junge
so wird ihm Hans Haberland als Impresario und
land In Zürich, ist eigentlich ein tüchtiger Kerl, nur schade, daß
er den Mädchen schwer „Nein" sagen kann, vor allem, wenn sie Züricher Theateragentur vorgestellt, der sich für Pete
)ung und hübsch sind. So will <r auch galant das schönste Stück interessiert. In dieser Eigenschaft nimmt er auch an
der Modeschau, einen Traum von himmelblauem Abendkleid, dem Premiere teil, erkennt Abendkleid und Schmuck wi
Fräulein Lizzie Faber vom Stadllheater schenken; und da besagte sich sterblich in die hübsche Trägerin. “T ________
Lizzie. die abgesehen von der hübschen Außenseite, auch Schnabel Beim Siegesbankeil nach der Premiere gießt die eifersüchtige Frau
und Herz auf dem rechten Fleck hat. zum Kleid auch noch eine Olga Petersen den Rotwein Ober das kostbare Kleid der scheinbaren
schöne echte Agraffe haben möchte, soll sie von ihrem Hans auch Nebenbuhlerin Aber, wenn zwei lunge Menschen sich Ineinander
die geschenkt kriegen. Der alle Haberland, der die Schwächen verlieben, dann gibt es wlchiigefes als ein Kleid, selbst wenn es
seines Sohnes für die liebe Weiblichkeit kennt und ihn schon gern ein Schmuck wertvoll macht oder ein Fleck verdirbt: das eine kann
In festen Händen wüßte, tobt nicht schlecht, als er hört, daß der man später klären, den Fleck kann man bei der Schneiderin entfernen
hoffnungsvolle Sohn das schönste Kleid an seine Freundin ver¬ lassen.
schenken will und verkauft das Kleid luslament an einen alten
Nur daß inzwischen schon die Polizei, durch die Anzeige aufmerksam
Geschäftsfreund nach Berlin. Mit dem Kleid entschwindet auch die
gemacht, hinter Kleid und Schmuck her ist ; und das wird, langsam aber
echte Agraffe, von deren Existenz sonst niemand wußte, über die
sicher, peinlich für alle Beteiligten, zu denen sich auch noch Lizzie und
Grenze.
ihr Freund, die ebenfalls auf der Fährte des Abendkleides nach Berlin
Die Lizzie ist wütend, daß Kleid und Schmuck weg sind und hält
gekommen sind, hinzugesellen Bei den Erhebungen stellt sich her¬
das Ganze für einen Schwindel, den Hans Haberland aufgesteckl
aus. daß Herr Petersen eine wirklich verdächtig hübsche Freundin zu
hat. um nicht Wort hallen zu müssen; Hans aber fährt Hals über
haben scheint, daß Frau Petersen unter recht seltsamen Umstanden
Kopf nach Berlin, um Kleid und Schmuck wiederzukriegen.
ein sündhaft teures Kleid ganz billig vom Modehaus Emst Franke
Da aber die Lizzie auch noch einen Jugendfreund hat. der das
überlassen wurde, und daß Hans Haberland kein kunstbegeisterter
hübsche kapriziöse Ding gern für sich hätte und dem Rivalen
Impresario ist. sondern nur einem kostspieligen Schmuck nachjagi.
nicht grün ist. so flattert hinter dem Kleid mit dem schönen echten
so daß auch Inge glauben muß. die ganze Liebe zu Ihr sei nur Mittel
Schmuck eine anonyme Anzeige her, die sehr bald die Augen der
Polizei auf die Spur des himmelblauen Abendkleides lenken soll. zum Zweck. Und als auf dem Höhepunkt des Wirbels nach Reinigung
Inzwischen ist aber die Geschichte noch viel verwickelter geworden; des himmelblauen Abendkleides auch noch der Schmuck spurlos ver¬
der Besitzer des Berliner Modehauses hat nämlich das Kleid um schwunden scheint, da neigen die Begebenheiten immer stärker den
einen Scheinpreis einer von Ihm verehrten alten Freundin, der Bezirken der Kriminalität und der Ehescheidung zu.
Frau des Schriftstellers Petersen, überlassen; diese traut sich ihres Zum Glück erscheint hier Papa Haberland und bringt des einen
Mannes wegen nicht, das Kleid ohne weiteres anzunehmen und kommt Rätsels Lösung; der gesuchte Schmuck ist Slmili und gar nicht echt,
daher auf die Idee, des Kleid billig in einer Pfandleihanstalt zu ergo gibt es gar keine Zollhinterziehung; den echten, verzollten,
versetzen und ihrem Mann zu sagen., sie habe den Pfandschein hat der alle Hoberland in der Tasche Und da sich weiter heraus¬
gefunden, er möge Ihr das Kleid auslösen. stellt. daß die kleine Inge nicht Petersens Freundin, wohl aber
So geschieht es auch - aber da Herr Petersen anscheinend eine seine Tochter Ist. die er bisher seiner legitimen Galtln verschwiegen
kleine Freundin hat. die in seiner nächsten Premiere auftreten hat. klärt sich auch hier alles in Wohlgefallen auf; zumal der flatter¬
soll und kein passendes Kleid besitzt, so schenkt er ihr das himmel hafte Hans Papa Haberland reumütig zu Hilfe gerufen hat. um ihm
blaue Abenokleld und bringt seiner Frau dafür ein billiges Kleid zu gestehen, daß er nun die Richtige gefunden habe.
von der Stange Für Frau Petersen wird es schrecklich klar ihr Petersen aber hat für sein nächstes Werk einen wunderbaren Stoff,
Mann hat eine Geliebte und diese hat das Abendkleid I ganz abgesehen von dem netten Schwiegersohn, den er nun zu
Der Junge Haberland auf seiner Jagd nach Kleid und Schmuck seiner endlich anerkannten Tochter dazubekommi; er braucht
kommt folgerichtig In das Haus Petersen und wird von der Frau zu¬ nämlich nur die Geschichte vom himmelblauen Abendkleid nieder¬
erst für den bestellten Privatdetektiv gehalten, der die Seiten zuschreiben.
Sprünge des Hausherrn aufdedeen soll; der Irrtum klärt sich zwar Womit alle Begebenheiten beim fröhlichen und guten Ende an¬
bald, aber da man Herrn Petersen, der gerade nach Hause kommt. gelangt sind.
Ich möchte reich sein Wenn der Wein, wenn die Liebe,
Foxtrott
Text: Charlie Amberg Musik: Willi Engel-Berger
wenn der Walzer nicht war’!
Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig, Walzer
und jo fort bis tausend, Text: Kurt Feltz Musik: Willi Engel-Berger
wie müßt' man sich fühlen, könnt' man so im Oelde wühlen.
Fünfundzwanzig, sechsundzwanzig, sie&nundzwanzig, achtundzwanzig,
Wenn der Wein, wenn die Liebe, wenn der Walzer nicht war' —
zählen ohne Ende,
ja dann gäb‘ es den Himmel auf Erden nicht mehr.
wie man denn dastände.
So sagt er zu ihr: „Ich hob' eben draußen die Finanzen nachgezählt, Denn der Wein and die Liebe und der Walzer allein,
weißt Du, daß mir eine Mark noch an der Zeche fehlt? führ'n direkt in den Himmel hinein/ -
Ich hab‘ einen Weinbrand und Du hast drei Likör, Und die Geigen begleiten die Pärchen nach Haus,
wo nehm' ich die eine Mark nur her?" mit dem singenden, klingenden Walzer von Strauß.
Refrain
Ich möchte reich sein - es muß nicht gleich sein -, Wenn der Wein, wenn die Liebe, wenn der Walzer nicht wär‘
es kann auch morgen sein, ich habe ja Zeit / gäh's den Himmel auf Erden nicht mehr.
denn von der Liebe kann man nicht leben - Denn der Dreii iertel-Taki, einmal links rum,
die alte Weisheit, die gilt noch heut’, der alle Herzen packt, einmal rechts rum,
und kommt einmal der Augenblick,
und wir schweben durch das Leben so wie im Traum jede Nacht,
da uns beschenkt das große Glück,
dann hab ich Dich und die Tasche voller Geld, nur Gott Amor heimlich wacht. —
wie schön ist dann die Welt. — Denn der Dreivit-rtel- Takt, der alle Herzen packt,
Ich möchte reich sein - es muß nicht gleich sein —, hat uns heute zage lacht —,
es kann auch morgen sein, ich habe ja Zeit/ - und das hat uns der Walzer gemacht. —
Nr. 3175
Verlag Vereinigte Veilngtgeselljcheflen
Frenke & Co. KG . Berlin-Wilmersdorf I.
Preger Plet« 4e — Kupfertiefdruck
Augutl Scherl Nechf. Berlin SW M
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