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Epq RK

psychologie

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Aufgabe 5

begleitend zur Vorlesung


„Persönlichkeitspsychologie“
(Prof. Dr. W. Ruch)

Eysenck Personality Questionnaire-Revidiert (Kurzform)


EPQ-RK

Ab der kommenden Vorlesung geht es um Temperamentsunterschiede. Mit der vorliegenden Übung lernen Sie
nun hierzu die Kurzform des Eysencks Personality Questionnaire (EPQ-RK) kennen. Der EPQ-RK ist ein
Instrument zur Erfassung der Superfaktoren der Persönlichkeit nach Eysenck.

Inhalt

Anleitung zur Bearbeitung Seite 1


Fragebogen EPQ-RK Seite 2
Theoretischer Hintergrund Seite 5
Anleitung zur Auswertung des Fragebogens Seite 6

Bitte gehen Sie wie folgt vor:

- Instrument ausfüllen
Bitte lesen Sie zuerst die Anleitung zum Ausfüllen des EPQ-RK aufmerksam durch und füllen Sie dann als
Erstes das Inventar aus.

- Aufgabe
Versuchen Sie die Items den jeweiligen Persönlichkeitsfaktoren zuzuordnen, bevor Sie den Fragebogen
auswerten.

- Antworten auswerten
Werten Sie nun den EPQ-RK gemäss Anleitung aus.

1
E P Q - RK

Anleitung zum Ausfüllen des Fragebogens:


Bitte beantworten Sie jede Frage, indem Sie das Feld für "Ja" oder "Nein" ausfüllen. Es gibt keine
richtigen oder falschen Antworten und keine Fangfragen. Antworten Sie schnell, und verlieren Sie so
wenig Zeit wie möglich bei den einzelnen Fragen.

BITTE BEARBEITEN SIE ALLE FRAGEN!

Ja Nein

1 Wechselt Ihre Stimmung oft? .................................................................................................................  

2 Sind Sie sehr gesprächig? .......................................................................................................................  

3 Macht es Ihnen etwas aus, wenn Sie jemandem Geld schulden? ...........................................................  

4 Waren Sie jemals so gierig, dass Sie sich mehr genommen haben, als Ihnen eigentlich zustand? ........  

5 Sind Sie ziemlich lebhaft? ......................................................................................................................  

6 Würde es Sie sehr aus der Fassung bringen, wenn Sie ein Kind oder ein Tier leiden sehen? ................  

7 Haben Sie eine Abneigung gegen Leute, die sich nicht zu benehmen wissen? .....................................  

8 Lassen Sie sich auf einer lebhaften Party gerne gehen und amüsieren Sie sich? ...................................  

9 Sind Sie leicht reizbar? ...........................................................................................................................  

10 Sollte man immer das Gesetz befolgen? .................................................................................................  

11 Machen Sie gerne neue Bekanntschaften? .............................................................................................  

12 Sind gute Manieren sehr wichtig? ..........................................................................................................  

13 Sind Ihre Gefühle leicht verletzt? ...........................................................................................................  

14 Sind alle Ihre Gewohnheiten gut und wünschenswert? ..........................................................................  

15 Halten Sie sich bei geselligen Zusammenkünften lieber im Hintergrund? ............................................  

16 Würden Sie Drogen nehmen, die seltsame oder gefährliche Auswirkungen haben könnten? ...............  

17 Haben Sie es häufig "richtig satt"? .........................................................................................................  

18 Haben Sie jemals etwas genommen (und wenn es nur eine Stecknadel oder ein Knopf war),
obwohl es einem anderen gehörte? .........................................................................................................  

19 Sind Sie oft von Schuldgefühlen geplagt? ..............................................................................................  

20 Halten Sie sich für einen nervösen Menschen? ......................................................................................  

21 Sind Sie ein Typ, der sich oft sorgt? .......................................................................................................  

2
Ja Nein

22 Sind gutes Benehmen und Sauberkeit wichtig für Sie? ..........................................................................  

23 Haben Sie jemals etwas zerbrochen oder verloren, das einem anderen gehörte? ..................................  

24 Ergreifen Sie gewöhnlich die Initiative, wenn Sie neue Bekanntschaften machen? ..............................  

25 Sind Sie meist schweigsam, wenn Sie mit anderen Leuten zusammen sind? ........................................  

26 Sind Sie der Meinung, dass die Ehe eine altmodische Sache ist und abgeschafft werden sollte? .........  

27 Gelingt es Ihnen leicht, Leben in eine langweilige Party zu bringen? ...................................................  

28 Haben Sie jemals schlecht oder gemein über jemanden gesprochen? ....................................................  

29 Waren Sie als Kind jemals frech zu Ihren Eltern? ..................................................................................  

30 Sind Sie gern unter Leuten? ....................................................................................................................  

31 Stört es Sie, wenn Sie bemerken, dass Sie Fehler in Ihrer eigenen Arbeit gemacht haben? ..................  

32 Fühlen Sie sich ab und zu ohne Grund matt und erschöpft? ..................................................................  

33 Haben Sie beim Spiel schon mal gemogelt? ...........................................................................................  

34 Finden Sie oft, dass das Leben langweilig ist? ..........................................................................  

35 Haben Sie schon mal jemanden ausgenützt? .............................................................................  

36 Können Sie eine Party in Schwung bringen? ............................................................................  

37 Vermeiden Sie es, grob zu anderen Leuten zu sein? .................................................................  

38 Denken Sie oft lange über eine peinliche Erfahrung nach? ......................................................  

39 Ist "erst denken, dann handeln" Ihr Grundsatz? ........................................................................  

40 Haben Sie jemals darauf bestanden, Ihren eigenen Willen durchzusetzen? .............................  

41 Haben Sie es "mit den Nerven"? ...............................................................................................  

42 Fühlen Sie sich oft einsam? .......................................................................................................  

43 Handeln Sie auch immer so, wie Sie reden? .............................................................................  

44 Ist es besser, sich an die Regeln der Gesellschaft zu halten, als seinen eigenen Weg zu
gehen? ........................................................................................................................................  

45 Sind Sie je zu spät zu einer Verabredung oder zur Arbeit gekommen? ....................................  

46 Haben Sie gern Geschäftigkeit und Trubel um sich herum? .....................................................  

3
47 Hätten Sie es gern, dass andere Leute Sie fürchten? .................................................................  

48 Verschieben Sie manchmal etwas auf morgen, was Sie heute tun müssten? ............................  

49 Halten andere Sie für sehr lebhaft? ...........................................................................................  

50 Glauben Sie, dass man gegenüber der eigenen Familie eine besondere Verpflichtung hat? ....  

BITTE PRÜFEN SIE, OB SIE ALLE FRAGEN BEANTWORTET HABEN!

4
Theoretischer Hintergrund
Das Persönlichkeitsmodell von Eysenck sieht eine hierarchische Anordnung von Persönlichkeitseigenschaften
vor, wobei die Superfaktoren (oder Persönlichkeitstypen, Faktoren zweiter Ordnung) durch Eigenschaften (traits,
Faktoren erster Ordnung) definiert werden. Die drei Persönlichkeitstypen werden wie folgt beschrieben:

Psychotizismus (oder P) durch Eigenschaften wie aggressiv, kalt, egozentrisch, unpersönlich, impulsiv, antisozial,
unempathisch, kreativ und hartsinnig (tough-minded) markiert. Eine Person mit hoher Punktzahl in der P-Skala
kann also beschrieben werden als Einzelgänger, der sich um andere Menschen keine Gedanken macht, der oft
Schwierigkeiten bringt und der nirgends hinpasst. Er kann grausam und unmenschlich sein, gefühlsarm und
wenig einfühlsam, ganz allgemein ohne Empfindungen. Er ist feindselig zu anderen, auch zu seinen eigenen
Freunden und Verwandten, und aggressiv, sogar zu geliebten Menschen. Er mag merkwürdige und
ungewöhnliche Dinge und läßt Gefahren außer Acht. Er hält gerne Menschen zum Narren und bringt sie gerne
aus der Fassung. Gesellschaftliches Miteinander ist etwas, was einem Menschen mit hohem P-Wert recht fremd
ist; Einfühlungsvermögen, Schuldgefühle und ein Gespür für Andere sind Dinge, die ihm seltsam erscheinen und
mit denen er nicht vertraut ist.

Extraversion (oder E) wird aus der Interkorrelation zwischen den Eigenschaften gesellig, lebhaft, aktiv, assertiv,
reizsuchend (sensation-seeking), sorglos, dominant, optimistisch und wagemutig abgeleitet. Der typisch
Extraverierte ist gesellig, mag Partys, hat viele Freunde und braucht Menschen, mit denen er reden kann. Was er
nicht gerne mag ist Lesen oder einsames Arbeiten. Er braucht die Aufregung, ist risikofreudig, exponiert sich
häufig, handelt nach der Eingebung des Augenblicks und ist ganz allgemein ein impulsiver Mensch. Er mag
handfeste Scherze und weiss immer auf alles die passende Antwort. Grundsätzlich liebt er die Abwechslung, ist
sorglos und leichtlebig, optimistisch und gutgelaunt. Er bewegt und vollbringt gerne etwas. Er tendiert dazu,
aggressiv zu sein und schnell die Geduld zu verlieren. Insgesamt betrachtet ist er ein wenig gefühlskontrollierter
Mensch, auf den man sich nicht immer verlassen kann.

Neurotizismus (oder N) schließlich besteht aus Eigenschaften wie ängstlich, bedrückt, zu Schuldgefühlen neigend,
geringe Selbstachtung, angespannt, irrational, schüchtern, launisch und emotional. Der typisch hoch
neurotizistisch zu veranschlagende Mensch ist als ängstlich, besorgt, übellaunig und häufig deprimiert
beschrieben. Er hat nicht selten Schlafprobleme und leidet an verschiedenen psychosomatischen Störungen. Er ist
äußerst gefühlsbetont, reagiert ausgesprochen heftig auf jede Art von Reizen und hat Schwierigkeiten, nach
seinen Gefühlswallungen wieder zu einem emotionalen Gleichmaß zurückzufinden. Seine heftigen
Gefühlsreaktionen beeinträchtigen seine Angepaßtheit und lassen ihn in unverständlicher, manchmal rigider
Weise handeln. In Kombination mit Extraversion ist so ein Mensch oft empfindlich und ruhelos, leicht aufzuregen
und sogar aggressiv. Wenn man den neurotizistischen Menschen mit einem Wort zu beschreiben hätte, dann
könnte man ihn "Kummerbündel" bezeichnen; seine grundlegende Eigenschaft ist eine ständige Beschäftigung
mit Dingen, die schief gehen könnten und ein mit diesen Gedanken verbundenes starkes Gefühl der Angst.

Lügenskala (L): Diese Items messen die soziale Erwünschtheit. Das bedeutet, es werden Items eingestreut, welche
ein Verhalten beschreiben, das sozial nicht erwünscht ist, jedoch von praktisch jedem einmal gezeigt wurde. Z.B.
Item 14: „Sind alle Ihre Gewohnheiten gut und wünschenswert?“ Es gibt wohl kaum jemanden, der dies von sich
behaupten kann, wer dieses Item also mit Ja beantwortet, antwortet im Sinne der sozialen Erwünschtheit und
somit nicht ganz ehrlich. Selbstverständlich kann es auch vorkommen, eines oder zwei dieser Items vollkommen
auf einem zutreffen, deshalb sollten immer alle Items der Skala betrachtet werden.

Es ist zu beachten, dass es sich dabei um die Schilderungen von Personen mit extremen Merkmalsausprägungen
auf einem Kontinuum handelt (Extraversion-Introversion, Psychotizismus-Impulskontrolle, Neurotizismus-
Emotionale Stabilität). Es sind somit Schilderungen von Idealtypen, die den meisten Menschen mehr oder
weniger ähnlich sein können. Diese Beschreibungen beziehen sich in ihrer Gesamtheit natürlich nur auf
Extremfälle; bei den sehr viel häufiger vorkommenden Personen mit durchschnittlichen oder vielleicht leicht
überhöhten Punktwerten zeigen sich diese Verhaltensmuster in deutlich abgeschwächter Form.

5
Aufgabe – I (Ordnen Sie die Items den Skalen zu)
Ordnen Sie die 50 Items der jeweiligen Skala zu. Beachten Sie hierbei, dass die Items auch negativ gepolt sein
können. Das bedeutet, dass das Item sehr schwach ausgeprägt sein muss, damit auf den Faktor gescored wird. Z.B
das Item 15: „Halten Sie sich bei geselligen Zusammenkünften lieber im Hintergrund?“ Dieses Item gehört zur
Skala Extraversion, obwohl es genau auf das Gegenteil einer typisch extravertierten Person hinweist. Wird dieses
Item verneint, ist dies ein Hinweis auf Extraversion.

Aufgabe – 2 (Werten Sie Ihr Ergebnisse aus unter Zuhilfenahme der Normwerte)

Anleitung zur Auswertung des Fragebogens. In Tabelle 1 finden Sie für jedes Item die entsprechende
Skala sowie die Verschlüsselung. Positiv verschlüsselt bedeutet, Sie bekommen einen Punkt, wenn Sie dieses
Item mit Ja angekreuzt haben, keinen Punkt, falls Sie Nein geantwortet haben (Ja=1, Nein=0). Bei den negativ
verschlüsselten Items ist es genau umgekehrt. Es gibt einen Punkt auf der Skala, wenn dieses Item verneint wird,
keinen Punkt, wenn Ja angekreuzt wird (Ja=0, Nein=1). Zählen Sie nun die Punkte für jede Skala einzeln
zusammen. Anschliessend können Sie Ihre Vergleichsstichprobe in Tabelle 2 suchen. Gehen Sie dazu zur
entsprechenden Altersgruppe Ihres Geschlechts und vergleichen Sie Ihre Werte mit denen der Normstichprobe.
Fallen Ihnen dabei Werte auf, die sich deutlich von der Normstichprobe unterscheiden?

Tabelle 1: Auswertungsschlüssel für den EPQ-RK


positiv verschlüsselt negativ verschlüsselt
Skala P: 14 Items: 16, 26, 47 3, 6, 7, 10, 12, 22, 31, 37, 39, 44, 50
Skala E: 12 Items: 2, 5, 8, 11, 24, 27, 27, 30, 36, 46, 49 15, 25
Skala N: 12 Items: 1, 9, 13, 17, 19, 20, 21, 32, 34, 38, 41, 42
Skala L: 12 Items: 14, 43 4, 18, 23, 28, 29, 33, 35, 40, 45, 48

6
Tabelle 1: Auswertungsschlüssel für den EPQ-RK
positiv verschlüsselt negativ verschlüsselt
Skala P: 14 Items: 16, 26, 47 3, 6, 7, 10, 12, 22, 31, 37, 39, 44, 50
Skala E: 12 Items: 2, 5, 8, 11, 24, 27, 27, 30, 36, 46, 49 15, 25
Skala N: 12 Items: 1, 9, 13, 17, 19, 20, 21, 32, 34, 38, 41, 42
Skala L: 12 Items: 14, 43 4, 18, 23, 28, 29, 33, 35, 40, 45, 48

Tabelle 2: Mittelwerte und Standardabweichungen der Skalen


der deutschen Kurzfassung EPQ-RK
Alters- P E N L
gruppe n M SD M SD M SD M SD
Männer
16-20 232 4.66 2.61 7.90 3.48 4.96 2.81 2.28 2.14
21-30 275 4.37 2.59 6.99 3.47 4.94 3.43 2.33 2.04
31-40 275 3.93 2.60 6.33 3.58 4.57 2.96 2.63 2.29
41-50 202 2.71 2.23 6.69 3.44 4.73 3.17 3.35 2.43
51-60 175 2.28 2.18 5.70 3.92 5.05 3.14 4.05 2.57
61-70 111 1.88 2.32 5.64 3.47 4.29 2.79 5.55 2.91
Männer 1270 3.56 2.65 6.67 3.62 4.79 3.09 3.07 2.53
Frauen
16-20 231 4.32 2.42 8.38 2.77 6.10 2.90 2.20 1.63
21-30 275 4.13 2.27 7.78 3.04 6.05 3.09 2.42 1.97
31-40 275 3.52 2.38 6.97 3.29 5.95 3.18 3.23 2.32
41-50 235 2.48 2.23 6.84 3.19 5.69 3.29 3.98 2.49
51-60 211 1.89 1.88 6.20 3.36 5.71 3.09 4.67 2.55
61-70 103 1.52 1.58 6.01 2.92 5.44 2.81 5.65 2.61
Frauen 1330 3.19 2.42 7.16 3.21 5.87 3.10 3.43 2.48
Gesamt 2600 3.37 2.54 6.92 3.43 5.35 3.14 3.26 2.51

Ergebnisprofil
Skala Rohwert Vergleichswert Tendenz

L
Anmerkung. Tendenz (über Mittelwert, Durchschnittsbereich, unter dem Mittelwert

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