Natio
Berlin ist nicht nur Weltmetropole und die Hauptstadt Deutschlands,
sondern auch meine Heimatstadt.
Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit komme ich an vielen berühmten
Sehenswürdigkeiten vorbei. Da ist zunächst der Große Tiergarten,
welcher schon über 500 Jahre alt ist. Von hier ist es nicht weit bis zum
Brandenburger Tor und der Siegessäule. Hier steige ich in die U-Bahn
und fahre einige Stationen bis zum Alexanderplatz, wo sich die
Weltzeituhr und das Wahrzeichen der Stadt, der Fernsehturm befinden.
Von dort sind es nur wenige Minuten Fußweg bis zum Kurfürstendamm,
der riesigen Einkaufsstraße mit zahlreichen Restaurants, Geschäften
und Hotels.
Hier arbeite ich als Hotelfachfrau und betreue die zahlreichen Gäste des
Hotels, welche als Touristen Berlin besichtigen. Als echte Berlinerin kann
ich ihnen dabei gute Tipps geben, welche Sehenswürdigkeiten sich
wirklich lohnen und wie sie auf dem besten Wege dorthin gelangen. Sehr
oft kommt man so mit den Gästen unserer Stadt ins Gespräch und
erfährt, aus welchen Ländern sie angereist sind und ob es Ihnen in Berlin
gefällt. Als besonderen Service bietet unser Hotel auch eigene
Stadtrundfahrten an, die immer sehr gern gebucht werden.
Herr und Frau Meyer fahren oft in die Berge. Berge gibt es in
Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Ihr Reiseziel ist in
diesem Jahr die Schweiz. Dort kann man viel wandern. In einem
Berghotel haben sie ein Zimmer gebucht.
"Wie wollen wir hinfahren? Mit dem Auto oder mit dem Zug", fragt Herr
Meyer seine Frau. "Ein Flugzeug kommt ja nicht in Frage. Dort ist kein
Flughafen."
"Mit dem Auto ist es sehr bequem", antwortet Frau Meyer. "Aber es gibt
auf der Autobahn sicher einen langen Stau. Dann wird die Anreise sehr
anstrengend. Ich denke, wir sollten den Zug nehmen."
Eine Woche später steigen Herr und Frau Meyer an einem kleinen
Bahnhof in der Schweiz aus dem Zug. Ein Taxi wartet bereits und bringt
das Ehepaar zum Berghotel.
An der Rezeption werden ihnen die Zimmerschlüssel überreicht. Ein
Bediensteter zeigt dem Ehepaar Meyer ihr Zimmer. Darin befindet sich
ein Doppelbett und ein Schrank.
Herr Meyer ist unzufrieden mit dem Hotelzimmer. Es ist viel zu klein. "Wir
haben ein großes Zimmer gebucht. Dieser Raum gefällt uns nicht. Wir
möchten ein anderes Zimmer haben."
Durch seine Beschwerde erhält das Ehepaar sofort ein anderes Zimmer.
Herr und Frau Meyer freuen sich. Sie haben ein großes Zimmer mit
einem schönen Ausblick auf die schneebedeckten Berge
Ich bin vor einem Monat in diese Stadt gezogen, um zu studieren.
Ich wohne zusammen mit drei anderen Mädchen in einer
Wohngemeinschaft. Unsere Wohnung ist nicht weit von der Universität
entfernt, ich muss nur drei Stationen mit der U-Bahn fahren.
Wenn das Wetter schön ist, gehe ich manchmal zu Fuß. Die Professoren
an der Universität sind sehr nett, manche sind aber auch streng. Die
Vorlesungen, die schon früh beginnen, mag ich nicht so gerne. Ich
schlafe lieber lange.
Mittags esse ich mit meinen Freundinnen in der Mensa. Das Essen ist
nicht sehr gut, aber es kostet nicht viel.
In meiner Freizeit lese ich gerne, in meinem Zimmer stehen viele Bücher.
Manchmal gehe ich in den Zoo und beobachte die Tiere. Früher hatte ich
zwei Katzen, aber in der WG sind keine Haustiere erlaubt.
Wenn ich das Studium abgeschlossen habe, möchte ich als Tierärztin im
Zoo arbei
In Deutschland werden viele Feste und Feiertage gefeiert. Das erste wichtige
Fest im Jahr ist der Karneval. In dieser Zeit gehen die Menschen mit lustigen
Kostümen auf die Straße. In Süddeutschland nennt man dieses Fest Fasching
oder Fastnacht.
Das nächste wichtige Fest ist das Osterfest. Bei ihm wird an die Kreuzigung von
Christus und an seine Auferstehung gedacht. Zu Ostern gibt es für Kinder
Ostereier und Süßigkeiten.
Der 1. Mai ist ein Feiertag für die Rechte der Arbeiter. An diesem Tag
demonstrieren die Gewerkschaften.
Am zweiten Sonntag im Mai wird der Muttertag gefeiert. Es ist ein Ehrentag für
die Mütter. An diesem Tag bekommen sie Geschenke von den Kindern und
werden verwöhnt.
Der Tag der Deutschen Einheit ist der Nationalfeiertag von Deutschland. Er
wird am 3. Oktober begangen. Es wird an die Wiedervereinigung von
Deutschland im Jahr 1990 gedacht.
Die Adventszeit feiert man an den vier Sonntagen vor Weihnachten. Bei den
Familien gibt es einen Adventskranz mit vier Kerzen. Der Nikolaustag ist am 6.
Dezember. In der Nacht zuvor kommt der Heilige Nikolaus zu den Kindern, um
ihnen Süßigkeiten in die Schuhe zu stecken. Es folgt das Weihnachtsfest, das zu
Ehren der Geburt von Jesus Christus stattfindet. Es wird vom 24. bis zum 26.
Dezember mit Geschenken und einem Weihnachtsbaum gefeiert.
Kurz darauf folgt Silvester am 31. Dezember. Das neue Jahr wird an diesem Tag
um Mitternacht mit einem Feuerwerk begrüßt. Der nächste Tag heißt Neujahr
und ist auch ein Feiertag.
In der Schule
Ich gehe gerne in die Schule. In der Klasse sind 30 Schüler. Es sind Mädchen
und Jungen. Die meisten Lehrer sind nett und der Schuldirektor auch. Neben mir
in der Schulbank sitzt mein bester Freund Klaus. Florian ist ein
Klassenkamerad. Er ist auch ein Freund. Im Rucksack habe ich ein Buch, Papier
zum Schreiben, zwei Kugelschreiber, Buntstifte, Bleistifte und einen
Radiergummi. Das Lineal brauche ich für Mathematik. Da bin ich nicht gut. Ich
verstehe die Aufgaben nicht richtig.
In der Pause ist es immer lustig. Wir essen und trinken etwas. In einer großen
Pause gehen wir in den Hof und spielen Fußball. Diese Pause ist immer zu kurz.
Ich mag nicht alle Schulfächer gleich gerne. Sport ist mein Lieblingsfach. Sport
könnte jeden Tag sein. Deutsch ist eine schwere Sprache. Ich muss viele
Übungen machen. Dann kann ich es bald besser. Englisch spreche ich gut. Ich
mache nur wenige Fehler. Auch Biologie und Kunst habe ich gerne. Biologie ist
interessant. Ich mag Tiere. Auch Geschichte interessiert mich sehr.
Vor den Ferien schreiben wir noch zwei Schularbeiten. Eine in Deutsch und eine
in Englisch. Ich hoffe, ich bekomme eine gute Note.
Familie Müller plant ihren Urlaub. Sie geht in ein Reisebüro und lässt
sich von einem Angestellten beraten. Als Reiseziel wählt sie Mallorca
aus. Familie Müller bucht einen Flug auf die Mittelmeerinsel. Sie bucht
außerdem zwei Zimmer in einem großen Hotel direkt am Strand. Familie
Müller badet gerne im Meer.
Am Abflugtag fahren Herr und Frau Müller mit ihren beiden Kindern im
Taxi zum Flughafen. Dort warten schon viele Urlauber. Alle wollen nach
Mallorca fliegen. Familie Müller hat viel Gepäck dabei: drei große Koffer
und zwei Taschen. Die Taschen sind Handgepäck. Familie Müller nimmt
eden Donnerstag treffen sich die Schüler in der Wohnung von Bärbel Kästner in Berlin.
Bärbel ist Deutschlehrerin und unterrichtet heute eine Gruppe von sechs Personen.
Jack kommt aus den Vereinigten Staaten von Amerika und studiert in San Diego. Er
macht gerade ein Auslandssemester in Berlin.
Neben ihm sitzt Pawel aus Polen. Er besitzt eine Autowerkstatt in der Nähe der
polnischen Stadt Stettin. An Donnerstagen fährt er mit dem Zug nach Berlin, um am Kurs
teilzunehmen. Er hat seinen besten Freund, den Briten William, in Deutschland
kennengelernt.
William lernt seit drei Jahren Deutsch bei Bärbel Kästner und liest gerne deutsche
Bücher.
Der Italiener Luigi hat Italien vor einigen Jahren verlassen. Er ist Koch und arbeitet in
einem italienischen Restaurant in Berlin-Mitte. Luigi möchte seine Deutschkenntnisse
verbessern. Glücklicherweise kann er sich mit Carla gut unterhalten. Sie ist Schweizerin
und Italienisch ist ihre Muttersprache. Deutsch ist, wie auch Italienisch, eine der
Amtssprachen in der Schweiz. Deswegen will Carla ein gutes Sprachniveau erreichen.
Zu guter Letzt gibt es noch Jean-Pierre aus Paris. In Frankreich hat er vor dreißig Jahren
seine österreichische Ehefrau kennengelernt. Vor drei Monaten sind sie zusammen nach
Berlin gezogen, weil Jean-Pierre dort einen Job bei einer französischen Zeitung
gefunden hat. Es gefällt ihnen inzwischen sehr gut in Deutschland.