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DEUTSCH
NIVEAUSTUFE C1
HÖRVERSTEHEN
15/12/2022
25 Punkte
1
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HÖRVERSTEHEN, TEIL 1
Sie hören in einem Podcast ein Interview mit der deutschen Modebloggerin Jessica
Schwarz.
Hören Sie dieses Interview zweimal und lösen Sie die Aufgaben. Kreuzen Sie zum
Schluss die richtigen Lösungen (A, B oder C) auf dem Antwortbogen an.
Bevor Sie sich das Interview anhören, lesen Sie bitte alle Aussagen durch. Dafür haben
Sie zwei Minuten Zeit. Achten Sie auf das Beispiel.
4. Jessie ...
A) ist ein guter Verdienst am wichtigsten.
B) hatte anfangs mit Zweifeln zu kämpfen.
C) sucht sich ihre Investoren extrem sorgfältig aus.
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HÖRVERSTEHEN, TEIL 2
Sie hören im deutschsprachigen Radio einen Beitrag über das Projekt Gutenberg.
Beantworten Sie danach die Fragen kurz, in Stichworten (wie im Beispiel). Überflüssige
oder alternative Informationen, die keinen Bestandteil der richtigen Antwort bilden,
werden als falsch gewertet.
Sie hören den Beitrag zweimal. Versuchen Sie die Fragen schon beim ersten Hören zu
beantworten. Bevor Sie sich den Beitrag anhören, lesen Sie sich bitte die Fragen durch.
Dafür haben Sie zwei Minuten Zeit. Sie finden zuerst ein Beispiel.
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NIVEAUSTUFE C1
HÖRVERSTEHEN
15/12/2022
25 Punkte
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HÖRVERSTEHEN, TEIL 1
Sie hören im deutschsprachigen Radio ein Interview mit einem Wissenschaftler zum
Thema "Wissenschaft in Zeiten der digitalen Revolution". Hören Sie dieses
Gespräch zweimal und lösen Sie die Aufgaben. Kreuzen Sie zum Schluss die richtigen
Lösungen (A, B oder C) auf dem Antwortbogen an.
Bevor Sie sich das Gespräch anhören, lesen Sie bitte alle Aussagen durch. Dafür
haben Sie zwei Minuten Zeit. Achten Sie auf das Beispiel.
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HÖRVERSTEHEN, TEIL 2
Sie hören den Vortrag zweimal. Versuchen Sie, die Fragen schon beim ersten Hören zu
beantworten. Bevor Sie sich den Vortrag anhören, lesen Sie sich bitte die Fragen
durch. Dafür haben Sie zwei Minuten Zeit. Sie finden zuerst ein Beispiel.
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DEUTSCH
NIVEAUSTUFE C1
LESEVERSTEHEN
15/12/2022
45 Minuten
25 Punkte
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DEUTSCH NIVEAUSTUFE C1 221215_FS-560_C1_R
LESEVERSTEHEN, TEIL 1
Sie sehen sich im Fernsehen gern Kriminalfilme und Gerichtsshows an. Zu diesem
Thema haben Sie einen Artikel gefunden.
Lesen Sie den Artikel eines deutschen Lesers und ordnen Sie danach den
Textabschnitten die passenden Teilüberschriften zu. Markieren Sie Ihre Lösungen
(A-M) auf dem Antwortbogen. Es gibt zwei Antworten mehr. Achten Sie auf das
Beispiel.
...[0]... Kein "Tatort", bei dem Richter und Staatsanwälte nicht zum Einsatz kommen.
Keine Gerichtsshow, bei der die Beamten der Justiz nicht tagtäglich über Recht und
Unrecht zu entscheiden haben. Dass in den Medien häufig ein verzerrtes Bild vermittelt
wird, liegt wohl daran, dass es uns manchmal gar nicht spektakulär genug sein kann. Die
Wirklichkeit sieht meistens etwas nüchterner aus.
...[1]... Ist eine Straftat passiert, z. B. ein Mord, so kommt als erstes die Polizei zum
Einsatz. Sie sichert die Spuren am Tatort, befragt Zeugen, versucht den Tathergang zu
rekonstruieren und macht sich auf die Suche nach möglichen Verdächtigen. Wird eine
Person festgenommen, hat der Richter maximal 24 Stunden Zeit, um zu entscheiden, ob
ein Haftbefehl erlassen wird oder nicht.
...[2]... Während der Vernehmung auf der Polizeiwache müssen die Beamten eine Reihe
von gesetzlichen Vorschriften beachten. Der Tatverdächtige gilt nämlich so lange als
unschuldig, bis er von einem Gericht rechtskräftig verurteilt wird. Das gehört zu den
Grundlagen unseres Rechtsstaates. Laut Gesetz ist es deshalb auch verboten,
verdächtige Personen schlecht zu behandeln oder zu einer Aussage zu nötigen.
Außerdem haben Tatverdächtige Anspruch auf einen Rechtsbeistand.
...[3]... Je nach Schwere des Verbrechens führt die Staatsanwaltschaft Ermittlungen
durch, um die Tat aufzuklären. Bei kleinen Ladendiebstählen ist das natürlich nicht der
Fall, ganz sicher aber bei Delikten wie z. B. Erpressung, Raub, Fahrerflucht oder Betrug.
Unterstützt wird sie dabei von der Polizei oder der Kriminalpolizei. Man könnte auch
sagen: Die Staatsanwaltschaft leitet das Ermittlungsverfahren, die Polizei ist das
ausführende Organ vor Ort, das für den Staatsanwalt Beweise sammelt.
...[4]... Ganz wichtig zu wissen ist, dass der Staatsanwalt bei der Ermittlungsarbeit auch
die Interessen des Verdächtigten vertritt. Er hat nicht einzig und allein die Verurteilung des
Angeklagten vor Augen, sondern kann durchaus unter anderem auf Freispruch plädieren
oder das Verfahren einstellen. Liegen seiner Meinung nach keine ausreichenden Beweise
vor, so kommt es nämlich gar nicht erst zur Gerichtsverhandlung.
...[5]... Übrigens: Staatsanwälte gibt es in Deutschland erst seit 1877. Zuvor waren
Ankläger und Richter in einer Person vereint. Das führte aber zu Machtmissbrauch und
häufigen Fehlurteilen, so dass man entschied, dass diese Funktionen von zwei
verschiedenen Personen ausgeübt werden müssen.
...[6]... Liegen ausreichend Beweismittel der Staatsanwaltschaft vor, kommt es zum
Prozess. Der Angeklagte wird dabei meistens von einem Rechtsanwalt begleitet, denn in
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Deutschland besteht das ausdrückliche Recht, sich vor Gericht verteidigen zu lassen.
Kann sich ein Angeklagter keinen Anwalt leisten, so sorgt der Staat in manchen Fällen
sogar dafür, dass ein so genannter Pflichtverteidiger bestellt wird.
...[7]... Der Anwalt hat den Fall des Angeklagten vor der Verhandlung genau studiert. Ist er
der Meinung, dass dieser unschuldig ist, wird er versuchen, dies vor Gericht zu beweisen
und einen Freispruch zu erwirken. Oder er wird die Handlungsweise des Angeklagten zu
erklären versuchen. Auf jeden Fall wird er alles dafür tun, dass der Angeklagte gar nicht
oder nur gering bestraft wird.
...[8]... Der Staatsanwalt, der auch Ankläger genannt wird, vertritt in der Verhandlung die
Interessen des Staates. Er muss alles, was für oder gegen den Angeklagten spricht,
berücksichtigen, damit es eine faire Gerichtsverhandlung gibt. Nach Abschluss der
Hauptverhandlung entscheidet er, ob er dem Gericht einen Freispruch oder eine
Verurteilung vorschlägt.
...[9]... Der Richter hat im Prozess die Aufgabe, die vorgebrachten Aussagen der
Beteiligten zu ordnen, strittige Tatsachenbehauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu
überprüfen und die vorgebrachten Beweise zu würdigen. Zeugenaussagen und
Sachgutachten helfen ihm bei der Urteilsfindung. Richter sind in ihrer Funktion objektiv,
unabhängig und einzig und allein dem Gesetz verpflichtet. Niemand darf sie zwingen, eine
bestimmte Entscheidung zu treffen.
...[10]... Nach Überprüfung aller Beweise und Aussagen spricht der Richter das Urteil. Die
Urteile können ganz verschieden sein. Manchmal müssen Verbrecher für ihr Vergehen
nur Geld bezahlen, in anderen Fällen kommen sie ins Gefängnis.
LESEVERSTEHEN, TEIL 2
Sie interessieren sich für die aktuellen Entwicklungen auf dem deutschen
Arbeitsmarkt. Zu dieser Thematik haben Sie jetzt einen Bericht gefunden.
Lesen Sie den Text und beantworten Sie danach die Fragen kurz, in Stichworten (wie
im Beispiel). Überflüssige oder alternative Informationen, die keinen Bestandteil der
richtigen Antwort bilden, werden als falsch gewertet.
Willkommen auf dem Bewerbemarkt. Die Lage ist derzeit unvergleichlich besser als in den Vorjahren.
Doch nicht jeder bekommt ein attraktives Angebot, auch wenn den rund 275.000 Uni- und
Fachhochschulabsolventen in diesem Jahr etwa die gleiche Zahl Einstiegsjobs angeboten wird. Dabei
zeigen sich künftige Arbeitgeber inzwischen sehr flexibel. In der Regel sind Unternehmen heute schon
zu Kompromissen in Sachen Examensnote oder Studienfach bereit. Wichtiger geworden scheinen aber
Person und Persönlichkeit.
Wer jedoch in seinem noch kurzen Lebenslauf schon einen Burnout anführt oder wer im
Vorstellungsgespräch Kommunikationsprobleme zeigt, hat es auch mit einem gefragten Abschluss
schwer. Beste Chancen auf einen angebotenen Job hat - auch mit mäßigen Noten -, wer Belastungen
standhalten kann und über ein ausgeprägtes Durchsetzungsvermögen verfügt. Außerdem schadet es
nie, wenn man dazu noch das Gefühl auslöst, man passe gut ins Team. "Persönlichkeit und Noten
gehen oft weit auseinander", beobachtet Thorsten Grenz. Er stellt pro Jahr 15 bis 20 Absolventen ein
und ihn ärgert vor allem, dass manche Bewerber zwar gute Noten vorweisen, aber arrogant auftreten.
Für ein Unternehmen ist jedoch sehr wichtig, dass neue Mitarbeiter sich reibungslos integrieren.
Es ist offenbar schwieriger geworden, gute Leute zu finden. Dabei macht sich ein doppelter Effekt
bemerkbar. Heute werden mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte gesucht, gewünscht sind vor allem die
frisch gebackenen Absolventen. Zugleich wirkt bereits der demografische Faktor: Die Zahl der jungen
Menschen in Deutschland sinkt. Das spürt man auch in den Betrieben. Im Frühjahr hat eine Umfrage
bei 530 deutschen Arbeitgebern ergeben, dass mehr als zwei Drittel Probleme haben, ihre freien
Stellen mit Nachwuchskräften zu besetzen. "Die Absolventen sind sich bewusst, dass sie im Moment
gesucht werden. Das schlägt sich in den Erwartungen nieder. Die Bewerber sind deutlich fordernder
geworden", sagt Angelika Inglsperger von der AGCS (einer Tochter-Firma der Allianz). Dabei geht es
den jungen Leuten nicht in erster Linie um ein möglichst hohes Gehalt, sondern eher um Weiterbildung
und Karriereperspektiven, beobachtet die Personalmanagerin: "Wenn Sie ein gutes Programm bieten,
müssen Sie kein Spitzengehalt zahlen, dann reicht der übliche Satz." Bei der AGCS bekommen
Einsteiger in Deutschland je nach Qualifikation ein Jahresgehalt zwischen 45.000 und 52.000 Euro.
Dafür erwartet das Unternehmen einen Masterabschluss. Der Studienabschluss als Bachelor ist für
viele Firmen in Deutschland noch nicht attraktiv. Die Absolventen haben zu wenig praktische
Erfahrungen und brauchen zu lange, bis sie im Arbeitsalltag einsetzbar sind. Aufmerksam beobachtet
Angelika Inglsperger die ständig sinkende Zahl an Berufseinsteigern: "Im Bereich IT herrscht zurzeit
besonders großer Mangel, Finanzen geht noch." Das Institut der deutschen Wirtschaft bekundete
zudem im Juli dieses Jahres einen relativ großen Nachfrageüberschuss nach Absolventen der
sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).
Auch für Studenten aus Fachrichtungen wie Soziologie und Biologie, in denen es normalerweise an
Bewerbern nicht fehlt, ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt derzeit eher günstig. Arbeitsuchende aus
diesen Richtungen sollten vor allem darauf achten, ihre persönlichen Stärken und Vorlieben rechtzeitig
zu erkennen und auszubilden. Das geht in der Ausbildung mit Hilfe von Spezialisierungen und
besonders natürlich durch richtig gewählte Praktika. Darüber hinaus ist ein "internationales Profil"
gefragt. Das umfasst nicht nur Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch Flexibilität in Bezug auf den
möglichen Einsatzort und im Optimalfall schon berufliche Erfahrung im Ausland. Und auf
solche Anforderungen des Arbeitslebens richten sich Studenten und Studentinnen besser von Anfang
an ein, nicht erst am Ende des Studiums.
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15/12/2022
45 Minuten
25 Punkte
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In unserem Alltag gibt es viele "Wahrheiten", die jeder Mensch kennt. Oft stimmen sie
nicht und werden trotzdem immer wieder verbreitet. Lesen Sie den Artikel. Ordnen Sie
danach den Textabschnitten die passenden Teilüberschriften (A-M) zu und markieren
Sie die richtige Lösung auf dem Antwortbogen. Achten Sie auf das Beispiel.
...[0]... Manches gilt als sicher, bis jemand das Gegenteil beweist. Vom gesunden Spinat bis zur
Erdscheibe - menschliches Wissen war und ist voller Fehler. Einige von ihnen sind sogar ziemlich
lustig.
...[1]... Die Erde ist eine Scheibe. Schiffe, die zu weit aufs Meer hinaus fahren, sind
deshalb in Gefahr, über den Rand der Scheibe zu fallen. Tausende Jahre herrschte dieser Glaube,
er bestimmte das Denken der Menschheit bis ins Mittelalter.
...[2]... Das denkt man. Und täuscht sich dabei selbst: Schon seit Platon, also etwa 400 Jahre
vor Christus, ist allen Gelehrten und Seefahrern in Europa bekannt, dass unser Planet
kugelförmig ist. Wenn auch viel später, aber dennoch hat auch die Kirche die Wahrheit über
die Erdgestalt akzeptiert.
...[3]... Solche Irrtümer gab es immer wieder. Die meisten Fehler waren natürlich eher
harmlos: Weil ein Schweizer Physiologe zum Eisengehalt von Spinat falsche Angaben
machte, wurde Generationen von Kindern die grüne Speise gegeben. In Wirklichkeit enthält
sogar Kakaopulver prozentual mehr von dem lebenswichtigen Blutbaustein als Spinat.
Geschadet hat das aber sicherlich den Wenigsten. Jahre später rechnete jemand nach, und der
Spinat-Mythos wurde aufgeklärt.
...[5]... "Aber die allgemein bekannte Behauptung, dass noch das mittelalterliche Weltbild von
einer Scheibe ausging, ist völliger Unsinn", sagt Reinhard Krüger. Der
Romanistikprofessor an der Universität Stuttgart trägt seit 15 Jahren historische Belege dafür
zusammen, dass die Kugelform der Erde Naturforschern und Kaufleuten schon seit mehr als
2000 Jahren bekannt ist.
...[6]... Dass die Erde noch im 13. Jahrhundert als tellerförmig galt, geht auf das Zeitalter der
Aufklärung zurück. Damals wollte man sich vom "dunklen Mittelalter" abgrenzen. Diese
Theorie wurde in der Geschichtsschreibung anschließend übernommen und schaffte ihren
Weg bis in die Schulbücher des 20. Jahrhunderts.
...[7]... Weitaus länger hielt sich, trotz widersprechender Beobachtungen, die Vorstellung von der
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Erde als Mittelpunkt des Universums. Schon im dritten Jahrhundert vor Christus hatte der
griechische Astronom Aristarch von Samos erkannt, dass nicht die Sonne sich um die Erde dreht,
sondern umgekehrt. Doch erst im 16. Jahrhundert konnte Nikolaus Kopernikus diese Theorie
bekannt machen.
...[8]... Falsche Annahmen waren zuweilen sogar echte Motoren des Fortschritts. Die im 17.
Jahrhundert entstandene Ätherhypothese, die besagt, dass alle scheinbar leeren Räume von einer
unsichtbaren Materie, dem Äther, ausgefüllt sind, war falsch. Sie führte aber trotzdem zur
Formulierung richtiger neuer Erkenntnisse, zum Beispiel für die Gesetze der Lichtbrechung.
...[9]... Kolumbus konnte Amerika entdecken, weil er dachte, dass die Erde kugelförmig ist und ihr
Umfang 30.000 Kilometer beträgt. In Wirklichkeit sind es 40.000 km. Die Strecke von Portugal bis
nach Asien unterschätzte Kolumbus deswegen um über 10.000 Kilometer. Sonst hätte er sich nie
auf die lange Reise gemacht, die 1492 letztlich für die Europäer einen neuen Erdteil bekannt
machte.
...[10]... Nicht nur in Europa, sondern auf dem neu entdeckten Kontinent gab es einige seltsame
Vorstellungen. Wie schon im alten Ägypten und im antiken Griechenland war etwa bei den Mayas
für Schmerzen in den Zähnen eine schauerliche Erklärung verbreitet: Ursache von
Zahnschmerzen, so glaubte man, sind Zahnwürmer, die sich von innen durch den menschlichen
Mund fressen. Dieser Glaube hielt sich selbst in Europa bis ins 19. Jahrhundert.
LESEVERSTEHEN, TEIL 2
Sie interessieren sich für die Erkenntnisse der Forschung über das Alltagsleben in
Deutschland. Zu dieser Thematik haben Sie jetzt im Internet folgenden Artikel
gefunden.
Lesen Sie den Text und beantworten Sie danach die Fragen kurz, in Stichworten (wie
im Beispiel). Überflüssige oder alternative Informationen, die keinen Bestandteil der
richtigen Antwort bilden, werden als falsch gewertet.
Nomen est Omen - Name ist Schicksal. Das ist bis heute ein Sprichwort, das jeder Deutsche kennt. Aber
stimmt es auch? Schon Anfang des 20. Jahrhunderts beobachteten Wilhelm Stekel und Karl Abraham, dass
die Probleme ihrer Patienten zu ihren Namen passten. Und die beiden Wissenschaftler behaupteten (ohne
Beweise zu haben), dass unser Name irgendwie wichtig für unsere persönliche Entwicklung sei. Erst fast ein
Jahrhundert später gab ihnen die Statistik recht. Denn 1999 untersuchten Wissenschaftler aus San Diego
männliche Amerikaner, deren Initialen hoffnungsvolle Gedanken erzeugen - J.O.Y. (Freude) zum Beispiel.
Das Ergebnis war eindeutig: Die Personen mit solchen Namen werden etwa vier Jahre älter als die
Amerikaner im Durchschnitt.
Die Mehrheit der Menschen trägt natürlich neutrale Namen. Leben sie also, ohne dass ihr Name sie
beeinflusst? Wohl nicht. Der Sozialpsychologe Bert Päler untersuchte berufliche und private
Datensammlungen seines Wohnortes nach Fakten. Und auch er erkannte, dass der Name häufig die
Richtung im Leben bestimmt. Päler vertrat die Meinung, dass sich der Mensch zu allem hingezogen fühle,
was ihn an seinen Namen erinnert. Das heißt zunächst, dass die meisten Menschen andere Leute mit
gleichem oder ähnlichem Namen mögen. Ein Herr Schmidt heiratet eine Frau Schmidt - ungefähr doppelt so
häufig, wie man es erwarten könnte. Und den Einfluss des Namens konnte er auch für die Wahl des
Wohnortes und die Berufswahl nachweisen. Und noch etwas fand der Psychologe heraus: Männer lassen
sich etwas häufiger von ihrem Familiennamen leiten, das weibliche Geschlecht eher von dem Vornamen.
Das kommt wohl daher, dass sich ihr Nachname im Laufe ihres Lebens ändern kann.
Schon bei den frühen Völkern bildeten Namen und Person eine Einheit. Oft entsprach der Name einem
besonderen Wunsch: Im alten Griechenland nannten Eltern, die sich von ihrer Tochter zum Beispiel
wünschten, sie möge "fleißig wie eine Biene" werden, das Mädchen "Melissa". Und der Name ist heute noch
beliebt.
Welchen Einfluss der Name auf die Entwicklung eines Menschen haben kann, zeigt auch eine aktuelle
Studie, die unter deutschen Pädagogen durchgeführt wurde. Auch hier zeigte sich: Die Trennung von Name
und Person ist alles andere als einfach. In ihrer Master-Arbeit hat Julia Kube jetzt Grundschullehrer in Köln
zu ihren Namensvorlieben interviewt. Dabei sollten die Lehrer verschiedene Namen bewerten. Nach der
Sichtung der Antworten von 500 Pädagogen stellte Kube fest: Grundschullehrer halten Kinder mit Namen
wie "Kevin" oder "Chantal" für weniger leistungsstark als eine "Sophie" oder einen "Alexander". Schon der
Name zeigt nach Lehrermeinung den sozialen Status eines Kindes. Das Problem der Gleichberechtigung
taucht also schon auf, wenn Lehrer nur die Klassenliste in die Hand nehmen. In deutschen Schulen
herrschen bisher Vorurteile, die unbedingt einmal hinterfragt und verkleinert werden sollten.
Und das wäre nur ein erster Schritt, denn die Unterschiede lassen sich auch nach der Schulzeit verfolgen.
Zum Beispiel bleiben deutschsprachige Singles lieber allein, als einen Kevin kennen zu lernen. Das haben
Psychologen von der Humboldt-Universität Berlin gezeigt. Die Forscher untersuchten in einer
Online-Plattform für den deutschsprachigen Raum, wie manche Vornamen die Kontaktaufnahme erleichtern.
So bekamen zum Beispiel Männer, die "Alexander" heißen, 102 Prozent mehr Aufrufe als solche, deren
Name "Kevin" lautet. Da den Nutzern sonst außer Alter und Wohnort keine weiteren Informationen zur
Verfügung standen, werten die Psychologen die Ergebnisse als starken Hinweis auf die Wirkung der
angegebenen Vornamen.
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DEUTSCH
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SCHRIFTLICHE KOMMUNIKATION
15/12/2022
75 Minuten
25 Punkte
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Auf der Homepage des Europarates wird heftig darüber diskutiert, ob man in Europa
das Englische als gemeinsame Sprache einführen sollte. Schreiben Sie einen
Kommentar (ca. 200 Wörter) zu diesem Thema, in dem Sie auf folgende Punkte
eingehen:
Vorteile einer gemeinsamen Sprache
mögliche Schwierigkeiten beim Erlernen einer neuen Fremdsprache
die Auswirkungen der Einführung einer gemeinsamen Sprache auf die verschiedenen
Generationen
Gründe für die Verbreitung des Englischen
Ein deutsches Medienunternehmen hat einen Essay-Wettbewerb zum Thema Die Rolle
des Internets in unserem Alltag ausgeschrieben. Schreiben Sie einen Essay (ca. 200
Wörter), in dem Sie Ihre Meinung zum Thema äußern. Gehen Sie auf die folgenden
Punkte ein:
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DEUTSCH
NIVEAUSTUFE C1
SCHRIFTLICHE KOMMUNIKATION
15/12/2022
75 Minuten
25 Punkte
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Ihr deutscher Freund ist seit Kurzem Mitglied einer Schauspielgruppe. Schreiben Sie
ihm eine E-Mail (ca. 200 Wörter), in welcher Sie auf die folgenden Punkte eingehen: