Rote Rosen
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Rote Rosen
von Thomas Neudörfer
Fanpro
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Rote Rosen
Vorbemerkung (Meisterinformation)
In diesem Abenteuer werden die Helden in eine Intrige auf dem Stammsitz einer almadischen
Junkerin hinein gezogen. Das Abenteuer ist für erfahrene Helden gedacht, prinzipiell ist es
jedoch für alle Heldentypen geeignet. Selbst wildnisbasierende Helden werden auf ihre Kosten
kommen. Lediglich Novadis sind ungeeignet, da das Abenteuer in Almada vor den Hintergrund
der Reconquista spielt. Um die Helden überhaupt in dieses Abenteuer hineinzuziehen, müssen
Sie sich der Verwandtschaft eines menschlichen (oder halbmenschlichen) Helden bedienen.
Sofern es die Vorgeschichte eines Helden zulässt, hat diese oder dieser Onkel und Tante samt
Cousin und Cousine in Almada. Sprechen Sie daher mit Ihren Spielern die Vorgeschichte und
Verwandtschaftsverhältnisse der Helden ab. (Was, du bist ein Findelkind, weißt nicht, wer deine
Familie ist, aber du hast Onkel und Tante in Almada!?!) Der Name des Onkels lautet Marcelus
Spinola, der der Tante Jolande, die Cousine heißt Erya und der Cousin Rondrigo. Sprechen Sie
dies mit dem Spieler durch! Weisen Sie die Helden auch darauf hin, dass sie jederzeit in das
Geschehen eingreifen dürfen.
Seinen Anfang nimmt dieses Abenteuer am 22. Peraine des Jahres 32 Hal in Punin, wohin es die
Helden nach ihrem letzten Abenteuer verschlagen hat. Vielleicht haben die Helden gerade erst
ein anderes Abenteuer in Almada bestanden. Erya ist schon eine ganze Weile auf der Suche nach
den Helden und wird endlich fündig.
Im nun folgenden Gespräch schildert Erya die ganze Tragödie: Dom Toribio, der alte Junker von
Rosendal ist zusammen mit seinem Bruder und seinem Sohn Thiomar in der Schlacht von Omlad
am 1. Rondra 32 Hal gefallen. Nun hat die Tochter seines Bruders, Domna Esmeralda Valrosa zu
Rosendal die Erbfolge angetreten. Doch die neue Junkerin ist keinesfalls in der Lage, die
Junkerei ordentlich zu führen. Sie ist sicherlich die schlechteste Herrin, die Tannwald jemals
hatte. Viel schwerer wiegt jedoch ein Ereignis, das sich am 27. Phex ereignet hat. Rondrigo,
Eryas Bruder, wurde beschuldigt, ein Diadem der Domna gestohlen zu haben und sitzt seitdem
im Kerker. Erya glaubt natürlich an Rondrigos Unschuld, doch Domna Esmeralda ließ sich nicht
erweichen. Vor vier Tagen kam Erya nach Punin, um für die Domna ein neues Kleid abzuholen.
Dabei erfuhr sie, dass die Helden in der Stadt seien. Obwohl sie den Jähzorn der Domna
fürchtete, nahm Erya ihren ganzen Mut zusammen und suchte die Helden. Es dauerte jedoch drei
Tage bis sie in der großen Stadt fündig wurde. Nun fürchtet Erya, wegen der Verspätung durch
die Domna bestraft zu werden.
- Über den Tod des Dom und seiner Verwandten kennt Erya nur Gerüchte. Es heißt, alle seien in
der Schlacht um Omlad gefallen. Sie hätten noch gemeinsam an die 20 Heiden in die
Niederhöllen geschickt, bevor Rondra die tapferen Krieger zu sich geholt habe. (Das kommt der
Wahrheit recht nahe, außer dass Thiomar die Schlacht überlebt hat. Siehe Charakterbeschreibung
von Thiomar.) Edorian Drakenstolz, der Condittore der Wachen des Doms, soll den Tod der drei
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mit eigenen Augen gesehen haben. Beim Gespräch sollte den Helden auffallen, wie sehr Erya
der Tod Thiomars zu Herzen geht. War sie gar in ihn verliebt? (Menschenkenntnisprobe!).
- Rondrigo wurde angeblich auf frischer Tat von Edorian Drakenstolz ertappt. Er hat jedoch
immer seine Unschuld beteuert und daran glaubt auch Erya. (Zur Schuld Rondrigos später mehr)
- Die Junkerei Tannwald liegt in der Baronie Schelak, genau zwischen der Stadt Endivarol und
der Bluteiche zu Blitzacker. Von Endivarol führt eine kleine Strasse in das Dorf Rosendal, das
sonst nur über Trampelpfade durch die Wälder und Hügel zu erreichen ist.
Da Eryas Familie alles andere als reich ist, würde sie gerne auf eine Belohnung verzichten und
diese daher zunächst auch nicht anbieten. Sollten einige Helden trotzdem Bares sehen wollen,
wird Erya eine goldene Brosche (Wert ca. 10D) anbieten, die sie einst von ihrer Großmutter
geerbt hat. Nur widerwillig gibt Erya das gute Stück aus der Hand. Bliebe nur noch die Frage des
Transportes zu klären. Sowohl der Yaquirstieg, als auch der Yaquir selbst bieten eine gute
Möglichkeit bis nach Bactrim oder Brig-Lo zu reisen. Von dort müssen die Helden dann den
Landweg über Endivarol nach Rosendal nehmen. Wenn Sie möchten, können Sie den Helden ein
paar Wegelagerer entgegenstellen. Die Reise dauert je nach Transportmittel etwa eine Woche.
Rosendal
In Rosendal angekommen, lautet die Aufgabe der Helden zunächst, sich Zugang zum Palast zu
verschaffen und die Ermittlungen im Fall Rondrigo aufzunehmen. Doch schon bald werden
andere Ereignisse die Aufmerksamkeit der Helden erregen.
1. Tag
Wie der Dorfbewohner gesagt hat, geht es bei dem Streit um den Karpfenteich, der sich auf dem
nun von Soldaten umstellten Grundstück befindet. Schon seit Jahrhunderten haben die Bewohner
von Rosendal das unverbriefte Recht, Karpfen aus dem Teich zu fangen. Bisher hatte auch jeder
Junker und jede Junkerin dieses Recht geachtet. Domna Esmeralda erkannte jedoch, dass dieses
Recht durch kein Schriftstück belegt ist und beschloss, den Karpfenteich zu ihrem Eigentum zu
machen. Daher hatte sie am Morgen ihren Soldaten den Befehl gegeben, den Teich zu umstellen
und mit dem Bau eines Zauns zu beginnen. Dies führte jedoch schnell zu dem Menschenauflauf.
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Am Nachmittag kam schließlich Domna Esmeralda selbst ins Dorf um mit einer Delegation der
Dorfbewohner zu sprechen. (Sie selbst würde es eher als „zurechtweisen“ bezeichnen.)
Bei den Personen handelt es sich um Domna Esmeralda, den Condittore ihrer Wache Edorian
Drakenstolz, ihren Berater Magister ya Curros, sowie die Perainegeweihte Jamira Fulmin und
Marcelus Spinola, den Vater Eryas. Sobald sich die Helden nach vorne gedrängt haben,
verstehen sie, was die Personen sprechen:
Dann nimmt die Geschichte jedoch eine unerwartete Wendung, wobei alles so schnell geschieht,
dass die Helden nicht eingreifen können.
Eryas Entlassung
Die Beschlagnahmung des Karpfenteiches ist nicht das erste „Vergehen“ der Domna. Bereits
mehrmals hat sie durch ihr egoistisches und unüberlegtes Verhalten den Zorn ihrer Eigenhörigen
(Leibeigenen) erregt. So kann fast jeder Bauer von einer Untat der Domna berichten, sei es die
brutale Eintreibung von Steuern oder das Durchsetzen des Rechtes auf die Erste Nacht.
Als sich die Menge verlaufen und Erya sich wieder beruhigt hat, stellt sie den Helden ihren Vater
vor. Marcelus Spinola ist von Beruf Schuster und gleichzeitig der Dorfschulze von Rosendal.
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Seine Familie hat dieses Amt schon seit drei Generationen inne. Leider haben seine Kinder
„nichts vom ehrbaren Handwerksgeist Ingerimms“ geerbt und wollen daher nicht das
Schustergeschäft übernehmen. Marcelus hat sich wohl oder übel damit abgefunden, auch wenn
er die Enttäuschung nicht vollständig verbergen kann. Von Domna Esmeralda hält er nur wenig.
Sie sei noch zu jung, um die Junkerei anständig zu leiten, doch gegen den Willen der Zwölfe
könne man nichts machen. Auch sorgt er sich um Rondrigo, denn die Domna ist sehr jähzornig
und wird sich sicher rächen. Als Erya ihm die Helden vorgestellt hat, fasst er neuen Mut. Seinem
Neffen/Seiner Nichte wird es schon gelingen, die Unschuld Rondrigos zu beweisen. Für die
Dauer des Aufenthaltes können die Helden auch bei ihm im Haus schlafen.
Natürlich können die Helden auch in der Herberge übernachten. In diesem Fall lässt Marcelus es
sich aber nicht nehmen, sie zum Abendessen bei sich einzuladen. Im folgenden wird davon
ausgegangen, dass die Helden wenigstens das Abendbrot mit Marcellus teilen.
Der Rest des Abends verläuft wesentlich fröhlicher, als er begonnen hat. Die Helden müssen von
ihren Abenteuern erzählen. Erya und ihre Eltern hängen förmlich an ihren Lippen. Magister ya
Curros lädt die Helden gar ins Schloss ein. Es muss wohl fast Mitternacht sein, als sich Magister
ya Curros verabschiedet und auf den Rückweg macht. Falls die Helden sich in der „Rose“
einquartiert haben, sollten sie sich nun ebenfalls verabschieden. Um Mitternacht ist dort
Sperrstunde und Aline ist nicht gerade dafür bekannt, Nachzüglern die Tür zu öffnen.
2. Tag
Falls die Helden am Abend nicht bei den Spinolas waren, werden sie am Morgen von Erya in der
Herberge erwartet. Sie bietet den Helden an, mit ihr zum Schloss zu kommen. Lehnen die
Helden dann immer noch ab, müssen sie sich den Weg ins Schloss selbst suchen.
Auf dem ansteigenden Weg zum Schloss kommen den Helden sechs bewaffnete Reiter und ein
geschlossener Kastenwagen mit hoher Geschwindigkeit entgegen. An der Spitze reitet derselbe
Krieger, der Gestern mit der Junkerin am Karpfenteich stand. Er brüllt den Helden noch „Aus
der Bahn!“ entgegen, dann sind die Soldaten auch schon vorbei. Bei dem Krieger handelt es sich
um Edorian Drakenstolz, den Condittore (Kommandanten) der Wache, wie Erya weiß.
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den Weg. „Halt! Was wollt Ihr hier?“ „Lasst ab!“, ertönt Magister ya Curros Stimme durch die
offene Tür. „Ich habe diese Damen und Herren bereits erwartet. Schön, dass Ihr so zeitig
gekommen seid.“ Als Euch Magister ya Curros in die Eingangshalle geführt hat, kommt Domna
Esmeralda die große Treppe herunter. Sie trägt edle Reitkleidung. Als sie Erya sieht, wird
Domna Esmeralda wütend. Sie schreit Erya an: „Was hast Du hier zu suchen! Verschwinde
augenblicklich aus...“ Da unterbricht sie Magister ya Curros: „Verzeiht Euer Wohlgeboren, aber
ich habe Erya als Gehilfin in meine Dienste genommen! Ich bitte Euch meine Entscheidung zu
respektieren!“ Mit einem verächtlichen Schnauben quittiert Domna Esmeralda die Antwort.
Zornig blitzen ihre Augen auf: „Wenn ich Euch einen Rat geben darf, seid auf der Hut. Ihrer
Familie kann man nicht trauen.“ Dann fällt der Blick der Domna auf Euch. Schlagartig verzieht
sich ihr Mund zu einem säuerlich-süßen Grinsen. „Und wer seid Ihr, im Namen der Zwölfe?“
Es hängt nun vieles davon ab wie sich die Helden verhalten. Wichtig ist, dass sie den nötigen
Respekt vor der Domna zeigen. Immerhin ist sei eine Magnatin (almadanische Adlige).
Sollten die Helden Rondrigo ansprechen, so ist die Reaktion der Domna verblüffend. Erfreut
bittet sie die Helden, den Fall zu untersuchen. Rondrigo habe zwar ständig seine Unschuld
beteuert, sich jedoch nicht auf ein Gottesurteil bei der Bluteiche eingelassen. (Bei diesem Urteil
wird der Angeklagte beim Herannahen eines Gewitters an die mehrfach vom Blitz gespaltene
Bluteiche auf dem nahen Blitzacker gekettet. Verschont Rondra ihn, so ist die Unschuld
bewiesen. Anderenfalls ...) Vielleicht können die Helden ja Klarheit in die Sache bringen. Für
die Ermittlungen gibt die Domna den Helden freie Bewegung im Schloss. Nur wenn die Helden
ihre Gemächer betreten wollen, bittet die Domna um Nachfrage. Ansonsten müssen sich die
Helden einen eigenen Weg zu Rondrigo suchen. Nach dem Gespräch mit den Helden
unternimmt die Domna ihren Ausritt.
Der Diebstahl wurde von niemand anderem inszeniert als Magister ya Curros selbst. Während
die Domna am 27. Phex die wöchentliche Aussprache mit der Dienerschaft hielt, schlich er in ihr
Kleiderzimmer und entwendete das Diadem. Dabei richtete der Magier bewusst ein Chaos an,
das die Domna bald bemerken musste. Das Diadem legte Magister ya Curros neben der
Geheimtür auf die Empore. Als Domna Esmeralda ihre Aussprache beendet hatte, schickte
Magister ya Curros Rondrigo unter einem Vorwand in seine (des Magisters) Gemächer. Dabei
musste der Junge zwangsläufig an dem Diadem vorbei laufen und entdeckte dieses auch. Der
Magister hatte ursprünglich vor, Rondrigo nun auf frischer Tat zu ertappen, doch es kam anders.
Angesichts des Schatzes, den er da in Händen hielt, ergriff die Goldgier Rondrigo und er steckte
das Diadem ein. Dies passte Magister ya Curros, der die Szene beobachtete, noch besser in den
Kram. Als nächstes suchte er Edorian auf und erzählte ihm, gesehen zu haben, wie Rondrigo aus
den Gemächer der Domna gekommen sei. Als die Domna keine halbe Stunde später in ihre
Gemächer zurückkehrte, bemerkte sie sofort das Chaos und fand auch bald die leere
Schmuckschatulle, die Magister ya Curros leicht erkennbar auf den Boden geworfen hatte.
Umgehend alarmierte sie Edorian. Sofort verdächtigte dieser Rondrigo und ordnete die
Durchsuchung von dessen Kammer an. Dabei fand Edorian natürlich das Diadem. Rondrigo
wurde sofort festgenommen und ist seitdem im Wachhaus eingesperrt. Dadurch war Magister ya
Curros seinem Ziel ein Stück näher gekommen. Er wusste, dass Erya alles tun würde, um ihren
Bruder zu befreien und dies gedachte der Magier auszunutzen.
Die Helden können nun nach Belieben Zeugen des Diebstahls befragen.
Magister ya Curros wird den Helden nur erzählen, dass kurz nachdem der Diebstahl bemerkt
wurde, Edorian Drakenstolz Rondrigo beschuldigte und dessen Kammer durchsuchte. Dabei
wurde das Diadem gefunden. Seine eigene Rolle in der Inszenierung verschweigt er natürlich.
Rondrigo Spinola wird den Helden zunächst misstrauen. Er beharrt auf der Geschichte, dass
ihm jemand das Diadem untergeschoben habe. Erst mit viel gutem Zureden ist er bereit, sich den
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Helden anzuvertrauen, sofern diese schwören zu schweigen. Er erzählt, wie er das Diadem auf
der Empore gefunden hat (s.o.). Auch bedauert er zutiefst, das Diadem an sich genommen zu
haben, doch er hatte noch niemals einen solchen Schatz in Händen gehalten. Zunächst versteckte
er das Diadem in seiner Kammer (ein anderes Versteck fiel ihm partout nicht ein), doch schon
bald quälten ihn Gewissensbisse. Da wurde seine Kammer bereits von Edorian Drakenstolz
durchsucht und das Diadem gefunden.
Edorian Drakenstolz ist natürlich nicht anwesend. Sollten die Helden ihn später nach dem
Diebstahl befragen, erzählt er ihnen, von Magister ya Curros auf das seltsame Verhalten
Rondrigos angesprochen worden zu sein. Als der Diebstahl bemerkt wurde, war ihm sofort klar,
wer das Diadem gestohlen hatte. In Rondrigos Kammer fand er zudem das Corpus Delicti, von
dem Rondrigo nicht erklären konnte, wie es dorthin kam. Die Festnahme war unausweichlich.
Glauben die Helden der Geschichte Rondrigos, so liegt der Verdacht nahe, dass Rondrigo
hereingelegt wurde. Als Fundort des Diadems hat er die Büste des alten Doms auf der Empore
der Eingangshalle angegeben (direkt vor der Geheimtür, die Rondrigo jedoch nicht kennt).
Sollten die Helden die Stelle untersuchen, enthüllt eine Sinnenschärfenprobe +4 einen kleinen
Holzhebel auf der Rückseite des Büstensockels. Dieser öffnet die Geheimtür zum Wintergarten.
Durch den Ausritt der Domna sind ihre Gemächer im Augenblick natürlich verlassen. Bei einer
Durchsuchung sollten die Helden keine Unordnung machen, dies würde die Domna bemerken.
Wenn die Helden die Bibliothek betreten, sehen sie durch die Spiegeltür (den Helden erscheint
sie nur als Glastür), wie der Magister und Erya im Arbeitszimmer umherlaufen. Offenbar erklärt
der Magier Erya etwas. Interessanterweise streift der Blick des Magiers mehrmals die Glastür,
ohne die Helden jedoch zu bemerken. (Das können Sie schön ausspielen!) Schließlich sollte der
Magier Erya durch die Glastür in die Bibliothek führen. Dann täten die Helden gut daran, nicht
mehr in der Bibliothek zu sein, wollen sie unangenehme Fragen vermeiden.
Wenn die Helden sich Gedanken über das Herausgefundene machen, sollte ihnen klar werden,
dass jemand Rondrigo hereinlegen wollte. Die Nähe zur Geheimtür legt nahe, dass es sich dabei
entweder um Domna Esmeralda, oder um Magister ya Curros handeln muss. Doch wem können
die Helden trauen?
Gegen Mittag wird Domna Esmeralda von ihrem Ausritt zurückkehren. Sie möchte sofort von
den Helden wissen, was sie herausgefunden haben. Erzählen die Helden ihr von Rondrigos
Geständnis, so will sie gnädig sein und ihn nur mit „ein paar Jahren“ bestrafen. Am Nachmittag
brechen Magister ya Curros und Erya in den Wald auf, um Kräuter zu suchen. Falls ein Held
darum bittet, mit ihnen zu kommen, wird der Magister dies arrogant ablehnen. Er lässt sich
jedoch umstimmen. Nach Proben auf Pflanzenkunde mögen die Helden durchaus das eine oder
andere Kraut (jedoch keinen Roten Drachenschlund!) finden. Der Rest des Tages steht dann zur
freien Verfügung.
3. Tag
Der Grund für den Auflauf ist Edorian Drakenstolz. Der Steuertransport, den Edorian am Vortag
nach Schelack eskortieren sollte, wurde auf dem Weg von einem Trupp novadischer Plünderer
überfallen. Der Kampf endete mit einem Sieg für die Novadis, wobei drei der sechs Wachen von
Golgari geholt und zwei weitere Wachen von den Novadis gefangen wurden. Edorian wurde so
schwer verletzt, dass er das Bewusstsein verlor und von den Novadis für tot gehalten wurde. Als
er wieder zu Bewusstsein kam, war es bereits Abend. Die Pferde hatten die Novadis natürlich
mitgenommen. Nur die Leichen seiner Kameraden und den geplünderten Wagen hatten die
Novadis zurückgelassen. So blieb Edorian nichts weiter übrig, als zu Fuß nach Rosendal
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zurückzukehren. Mit letzter Kraft schleppte sich der Soldat zurück und brach am Morgen auf
dem Dorfplatz zusammen. Den Helden sollte klar sein, dass Edorian sofort Hilfe braucht.
Bei der Untersuchung des Kämpen wird schnell klar, das es schlecht um Edorian steht. Nicht
nur, dass er mehrere Schwertwunden davongetragen hat, auch ein Pfeil hat ihn in die Schulter
getroffen. Die abgebrochene Spitze steckt noch in der Wunde, an der sich bereits
fortgeschrittener Wundbrand entwickelt hat und aus der immer wieder Eiter austritt.
Je nachdem, welche Heilversuche die Helden bereits an Edorian unternommen haben, wird
Magister ya Curros zunächst einen BALSAM SALABUNDE sprechen und so die Pfeilspitze
entfernen. Dabei schließt sich die Wunde jedoch nicht vollständig.
Es kann natürlich sein, das ein Held Roten Drachenschlund mit sich herumschleppt. Dieses
Angebot muss Magister ya Curros leider ablehnen, da er frische Blumen benötigt und die
Pflanzen der Helden sicherlich getrocknet sind. Außerdem soll Erya bei dieser Gelegenheit von
der Bildfläche verschwinden. Magister ya Curros steckt natürlich auch mit den Novadis unter
einer Decke. Er hat den Überfall angeregt, um Edorian Drakenstolz loszuwerden, da dieser u.U.
seinen Plan gefährden könnte. (Dazu später mehr.) Da Edorian den Überfall jedoch überlebt hat,
musste Magister ya Curros seine finsteren Pläne ändern. Nun wird Edorian eben trotz der
verzweifelten Versuche des Magisters der Krankheit erliegen, denn der Magier geht nicht davon
aus, dass jemand rechtzeitig die Blume herbringen kann. Um so passender, wenn auch Erya
gleich bei dieser Gelegenheit von der Bildfläche verschwindet. Er braucht das Mädchen noch für
seine Pläne. Ursprünglich wollte er Erya heute unter einem anderen Vorwand auf Kräutersuche
schicken. Leider würde sie dabei von Novadis (zum Schein) entführt werden. Magister ya Curros
hatte bereits während der Kräutersuche am Vortag eine Nachricht für seinem Freund Rashid al
Jazziz im Wald hinterlegt. Darin gab er dem Novadi Anweisungen, am Bach auf Erya zu warten.
Der Wundbrand von Edorian ist nun ein wahrer Glücksfall für Magister ya Curros, da so die
Kräutersuche Eryas noch plausibler wird. Und vielleicht wird Magister ya Curros so auch diese
lästigen Helden los, wenn sie denn dumm genug sind und in die Falle der Novadis laufen!
Es liegt nun bei den Helden, ob sie lieber Magister ya Curros helfen, mit Erya gehen oder sich
gar aufteilen wollen. Sollten sie sich aufteilen, ist es sinnvoll auch die Spieler in zwei separate
Gruppen aufteilen (z.B. in zwei Räumen). Bei Magister ya Curros: Magister ya Curros rechnet
damit, dass Erya nicht mehr von der Kräutersuche zurückkehrt. Daher braucht er eigentlich nur
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den Wundbrand sein Werk tun zu lassen. Somit hat er auch nichts dagegen, wenn die Helden
ihm bei der Pflege Edorians helfen. Er behandelt die Helden jedoch herablassend und lässt sie
nur Hilfsarbeiten verrichten. Ohne frischen Drachenschlund ist keine richtige Heilung möglich!
Falls Helden mit Erya gegangen sind, führt diese sie ca. zwei Meilen entlang des Bachlaufes bis
zu einer größeren Anhäufung von Felsen. Dort gibt es tatsächlich roten Drachenschlund, doch
leider auch ein paar Novadis, die bereits auf die Helden warten. Sie sollten sich um etwaige
Begleiter Eryas kümmern. Dem Mädchen soll jedoch nichts geschehen. Die Novadis (es sind
genau so viele wie Eryas Begleiter plus ihr Anführer Rashid al Jazziz) haben sich in den Felsen
am Bach versteckt. Nur durch eine Sinnenschärfenprobe +4 können die Novadis entdeckt
werden. Anderenfalls gelingt den Novadis ein Hinterhalt. Beachten Sie hierbei auch die Regeln
zu Überraschung und Hinterhalt S. 18 in MBK. Rashid al Jazziz, wird zudem mit einem Bogen
auf die Helden schießen.
Novadi-Wüstenkrieger
Khunchomer: INI 10+W6 AT 15 PA 10 TP 1W6+4 DK N
Waqquif: INI 8+W6 AT 13 PA 8 TP 1W6+2 DK H
LeP 35 AuP 37 KO 13 RS 1 (Tuchrüstung) MR 3 GS 8
Bevorzugte Manöver: Finte, Wuchtschlag, Sturmangriff
Erya wird sich aus dem Kampf heraushalten und nach ca. 6 KR die Flucht ergreifen. Sofort folgt
ihr der Schütze über die Felsen, von wo die Helden zunächst Pferdehufe und dann den Schrei
Eryas vernehmen. Doch zunächst gilt es die eigenen Gegner zu überwältigen. Wenn dies den
Helden schnell gelingt, sehen sie noch, wie der Novadi im Bachbett davon galoppiert. Erya liegt
vor ihm über dem Pferderücken. Unglücklicher Weise ist der Shadif des Novadis unglaublich
schnell und daher bald außer Sichtweite. Lediglich die Pferde der restlichen Novadis bleiben
hinter dem Felsen zurück. Verfolgen die Helden den geflohenen Novadi, so wird sich die Spur
bald verlieren. Sollte einer der Novadis den Kampf überlebt haben, können die Helden seine
Zunge einzig durch Magie lockern (zumal er nur Tulamidya spricht). So könne die Helden zwar
den Lagerplatz der Novadis in Erfahrung bringen, doch ist von einer Verfolgung dringend
abzuraten. Am Lagerplatz würden sich die Helden einer Übermacht gegenüber sehen. Außerdem
würden sie den Lagerplatz erst gegen Abend erreichen. Ob dann Edorian noch auf Dere weilt ist
mehr als fraglich. Die Vernunft gebietet also, zunächst zum Schloss zurückzueilen.
Sollten die Helden Erya nicht begleitet haben, so kehrt das Mädchen natürlich nicht von der
Kräutersuche zurück. Im Grunde kann dann keine Macht Deres mehr das Leben Edorians retten.
Die einzige verbliebene Rettung ist die Perainegeweihte Jamira Fulmin, die die Helden um
Beistand anflehen müssen. (Eventuell einen Hinweis geben!) Diese Bitte sollte natürlich
ausgespielt werden und bei ausreichender Hingabe dazu führen, dass Peraine Edorian mit einem
Wunder rettet. Immerhin ist er im Kampf gegen die Ungläubigen verwundet worden.
Gerettet!
Magister ya Curros hat tatsächlich nicht damit gerechnet, dass die Helden zurückkehren.
Zunächst wird er überrascht fragen: „Was macht Ihr hier?“ Um sich aber nicht verdächtig zu
machen, wird er sofort nach dem Roten Drachenschlund fragen und verarbeitet die Pflanze
umgehend in das Heilmittel. Dieses schmiert der Magier sofort auf die brandige Wunde. Erst
jetzt fragt Magister ya Curros nach Erya. Sobald er von den Helden erfährt, was vorgefallen ist,
wird er theatralisch zusammensacken und sich selbst die Schuld geben. In diesem Moment wird
jedoch Edorian, dem es bereits etwas besser geht, sich mühsam aufrichten und dem Magier Mut
zusprechen: „Macht Euch keine Sorgen! Ich glaube kaum, dass die Novadis ihr ein Leid angetan
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haben. Mädchen wie Erya erzielen durchaus einen guten Preis auf den Sklavenmärkten. Sie
haben sie bestimmt nicht angerührt! Bei Rondra, wir werden Erya aus ihren Klauen befreien!“
Natürlich ist Edorian noch zu schwach um einen Suchtrupp anzuführen, doch lässt er sich diese
Idee nicht von Magister ya Curros ausreden. Schließlich gibt der Magier seinen Widerstand auf
und verspricht Edorian, sein Bestes zu tun, um den Krieger zu heilen. Magister ya Curros passt
die Suchaktion tatsächlich gut in seinen Plan. Wenn Edorian schon nicht tot ist, so wird er am
nächsten Tag wenigstens nicht im Schloss sein. Und wenn er diese lästigen Helden mit auf die
Suche nimmt, um so besser. Daher wird der Magister noch ein paar AsP in einen BALSAM
SALABUNDE stecken, damit Edorian am nächsten Tag auch bestimmt bereit ist.
Was die Helden an diesem Tag noch unternehmen, bleibt ihnen überlassen. Das Tagesgerücht im
Gasthaus ist der Überfall auf den Geldtransport. Von einer großen Novadi-Streitmacht ist die
Rede und von dämonischer Magie. Einige Gäste, offenbar Reisende, waren am Kampfplatz und
haben die Leichen begraben. Edorian, dem es immer besser geht, wird am Nachmittag einen
Kriegsrat einberufen, um die Suche am nächsten Tag vorzubereiten. Mit Hilfe einer Karte der
Gegend erklärt er, dass den Novadis nur ein Fluchtweg zum Yaquir bleibt: Über die Hügel in die
Brigella-Wälder. Irgendwo dort muss sich das Novadigesindel versteckt halten. (Vielleicht
kennen die Helden ja schon den Lagerplatz). Auf jeden Fall würde sich Edorian geehrt fühlen,
wenn die Helden ihn begleiten würden. Wahrscheinlich werde man einige Tage unterwegs sein
und die Helden sollen sich entsprechend vorbereiten. Auch Pferde seien vorhanden. Für die
Nacht werden den Helden Zimmer im Schloss angeboten. Nach dem Kriegsrat begibt sich
Edorian wieder in die Behandlung des Magisters. Hilfsangebote der Helden lehnt dieser dankend
ab. Edorian brauche nun vor allem Schlaf. Dies stimmt zwar, doch hat Magister ya Curros vor, in
dieser Nacht einen Ausflug in den Wald zu unternehmen, bei dem er nicht gestört werden will.
Um keinen Verdacht zu erregen, erlaubt er zu aufdringlichen Helden, am Lager Erdorians im
Labor zu wachen, begibt sich selbst aber bald zur Ruhe in sein Schlafzimmer. Während der
Magister durch den Geheimgang in den Bedienstetenflügel verschwindet, erzeugt eine magische
Illusion laute Schnarchgeräusche.
4. Tag
Der Suchtrupp, bestehend aus Edorian, Domna Esmeralda, sechs Soldaten und den Helden folgt
zunächst der Strasse nach Endivarol bis zur Stelle des Überfalls der Novadis. (Sollten einige
Helden nicht reiten können, so wird die Kutsche der Domna zur Verfügung gestellt.) Noch
immer steht der ausgeraubte Wagen auf der Strasse. Daneben wurden die Leichen der toten
Soldaten bereits von anderen Passanten begraben. Für die Verfolgung der Novadis ist zunächst
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eine Fährtensuchenprobe +3 nötig. Die Spur führt von der Strasse weg in den Wald gen Praios.
Auch hier ist es noch möglich zu reiten, auch wenn das Tempo gedrosselt wird, um die Spur
nicht zu verlieren. Die Kutsche muss natürlich zurückgelassen werden.
Gegen Mittag geht der lichte Laubwald in einen Buschwald über. Hier muss nicht nur
abgestiegen, sondern auch eine Fährtensuchenprobe +6 abgelegt werden. Sollte keinem der
Helden und auch nicht Domna Esmeralda oder Edorian Drakenstolz die Fährtensuchenprobe
gelingen, wird Edorian versuchen, die Gruppe Richtung Brigellawälder zu führen, in der
Hoffnung doch noch eine Spur zu entdecken. Doch bald ist die Spur zwischen den Büschen nicht
mehr zu erkennen. Legen Sie an dieser Stelle für die Helden eine verdeckte Sinnesschärfenprobe
+ 2 ab. Bei Erfolg nehmen sie einen Hauch von Gewürzen war.
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An der Bluteiche
Selbst mit der Information von Rashid macht die Domna keine Anstalten, Erya zu suchen. „Das
Miststück hat bekommen, was sie verdient hat!“ erklärt sie auf Nachfrage. Falls die Helden
wollen, können sie ja nach Erya suchen. Domna Esmeralda und die Soldaten werden (mit
möglichen Gefangenen) zum Schloss zurückkehren, das sie nach Einbruch der Nacht erreichen.
Nachdem die Kisten sicher im Wachhaus verstaut sind, begeben sich alle zur Ruhe.
Wollen die Helden zur Bluteiche reiten, können sie entweder die Spuren von Raschids Pferd
zurückverfolgen (Fährtensuchen +3), oder sich auf die Ortskenntnisse von Eryas Cousin/Cousine
verlassen (Orientierung +5). An der Bluteiche angekommen können die Helden im letzen Licht
des Tages noch ein paar Spuren erkennen. Insgesamt handelt es sich dabei um die Spuren von
drei Menschen und einem Pferd. Die Verursacher sind natürlich Magister ya Curros, Erya und
Raschid. Erya und Raschid kamen mit dem Pferd zum Blitzacker. Hier stiegen sie ab und
warteten fast die ganze Nacht auf die Ankunft des Magiers. Dieser erschien dann auch, indem er
sich direkt auf die Lichtung teleportierte. Magister ya Curros wechselte einige Worte mit
Raschid und machte sich dann schleunigst mit Erya auf den Rückweg nach Rosendal. Raschid
indes bestieg sein Pferd und ritt zurück zum novadischen Lager. Je nachdem wie gut die
Fährtensuchenprobe der Helden gelungen ist, lässt sich das Geschehen rekonstruieren. Eines
sollte jede gelungene Probe jedoch hervorbringen: Eine Pferdespur führt in Richtung des
Novadilagers und zwei menschliche Spuren führen zurück nach Rosendal. Von einer Verfolgung
ist jedoch abzuraten, da es bereits Dunkel geworden ist. Der Blitzacker gibt durchaus einen guten
Lagerplatz ab. Zudem ist das Terrain alles andere als sicher. Wie leicht können die Helden da
stürzen! Setzen die Helden dennoch die Verfolgung fort, werden einige Fährtensuchenproben
mit saftigen Zuschlägen fällig. Bei Erfolg folgen die Helden den Spuren bis zum Dorfrand, wo
diese sich endgültig auf der Strasse verlieren.
5. Tag
Am nächsten Tag kehren die Helden ohne weiteren Zwischenfall nach Rosendal zurück. Auf
dem Dorfplatz treffen sie auf Edorian, der Freiwillige für eine Dorfmiliz zwecks Novadiabwehr
sucht. Als ihm die Helden von Erya erzählen, bittet er sie, es Eryas Eltern und auch Magister ya
Curros schonend beizubringen. Hierbei könnte eine erfundene Geschichte, etwa die Entführung
als Sklavin, weniger schrecklich sein, als der Bericht über einen finsteren Schwarzmagier.
Danach sollten die Helden zum Schloss gehen.
Diese Frau ist nicht Domna Esmeralda, sondern Erya, die von Magister ya Curros mittels
TRANSMUTARE KÖRPERFORM in eine Kopie der echten Domna verwandelt wurde. Daher
war Magister ya Curros auch froh, dass die Domna, Edorian Drakenstolz und die Helden am
gestrigen Tag auf Novadijagd waren. Eine Störung hätte diesen delikaten Zauber, der einen
ganzen Tag dauert, zunichte gemacht. Die echte Domna sitzt in diesem Augenblick im Salon und
verkündet einem Boten des Barons von Schelack, dass die Steuern zusammengetragen seien. Als
Domna Esmeralda vor ein paar Tagen den Geldtransport losgeschickt hatte, hatte sie bereits
zweimal die Frist des Barons verlängert bekommen. Diesmal würde der Baron nicht so
nachsichtig sein und hatte sich daher selbst auf den Weg nach Rosendal gemacht. Mit dieser
Nachricht hatte der Baron bereits am Vortag einen Boten nach Rosendal geschickt. Dieser lag
bereits in seinem Bett, als die Domna am gestrigen Abend zurückkehrte. Folglich fand das
Treffen erst an diesem Morgen statt. (Beachten Sie, dass Helden, die bereits am Vorabend nach
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Rosendal zurückgekehrt sind, entweder bei den Spinolas oder in der „Rose“ übernachten
müssen. Eine Unterkunft im Schloss hat ihnen Domna Esmeralda nicht angeboten!)
Als die Helden schon eine ganze Weile mit der falschen Domna geredet haben, passieren
mehrere Dinge nahezu gleichzeitig. Mit den Worten „Verzeiht, aber ich habe etwas wichtiges
vergessen!“ dreht sich die Domna um und eilt die Treppe hinauf. Grund für dieses Verhalten ist
die Ankunft von Edorian Drakenstolz, der nun hinter den Helden steht und diese grüßt: „Rondra
zum Gruße. Verzeiht aber ich habe jetzt keine Zeit, ich muss die Domna sprechen!“ Mit diesen
Worten stiefelt Edorian an den Helden vorbei und geht in den Salon. (Er hat bereits von einem
Diener erfahren, dass Domna Esmeralda dort ist). Von drinnen vernehmen die Helden kurz
darauf die Stimme der Domna: „Was stört Ihr mich!?! Ich bin gerade in einer wichtigen
Besprechung!“
Von diesem Moment an liegt das weitere Geschehen ganz in den Händen der Helden. Es wird
wohl einen Moment dauern, bis sie verstanden haben, was hier gespielt wird. Anscheinend gibt
es zwei Domnas, von denen eine eine Fälschung sein muss. Doch welche ist es? Hoffentlich
treffen die Helden schnell den richtigen Schluss: Die falsche Domna muss die Treppe
hinaufgegangen sein. Es ist schwer zu sagen, wie die Helden nun reagieren, doch dürften zwei
Möglichkeiten am wahrscheinlichsten sein. Notfalls müssen Sie nun improvisieren.
1. Die Helden sprechen mit der echten Domna und mit Edorian. Diese werden zunächst
verwundert sein, dann stürmt Edorian in das Labor des Magisters. Dieser hat den Krieger jedoch
schon die Treppe hinaufkommen gehört und die falsche Domna durch den Geheimgang zum
Bedienstetenflügel in Sicherheit gebracht. Edorian findet natürlich nichts bei der Durchsuchung
der Quartiere des Magiers und die Helden haben sich blamiert. Damit bleibt den Helden nur
noch eine Trumpfkarte, der Spiegel in der Bibliothek. (Notfalls mit KL-Probe nachhelfen).
2. Die Helden gehen via Geheimgang in die Bibliothek und beobachten das Labor des Magier.
Das Finale
Die folgenden Texte geben nur die Geschehnisse wieder, die ohne Eingreifen der Helden
passieren würden. Sobald die Helden eingreifen, müssen Sie natürlich improvisieren.
Durch die Spiegeltür können die Helden folgendes beobachten. Eine Domna kommt aus dem
Schlafzimmer des Magiers ins Labor zurück. Dieser fährt sie wütend an: „Was fällt Dir
eigentlich ein? Willst Du unseren schönen Plan ruinieren?“ Die Domna ist daraufhin den Tränen
nahe, woraufhin der Magier sie tröstet „Entschuldige, das habe ich nicht so gemeint!“ Er umarmt
die Domna und gibt ihr einen Kuss. Mit leicht schluchzender Stimme sagt diese: „Thiomar, ich
halte das nicht mehr aus. Ich glaube, ich schaffe das nicht!“ Die Helden trauen ihren Ohren
kaum. Hat sie ihn gerade Thiomar genannt? Das würde ja bedeuten... Die Helden können kaum
glauben, was sie aus der sicheren Deckung ihres Verstecks soeben erfahren haben: Magister ya
Curros ist in Wirklichkeit Thiomar von Rosendal, der als verschollen geltende Cousin von
Domna Esmeralda. Thiomar fährt fort: „Beruhige dich Erya. Ich will mich gleich mit Esmeralda
im Rosengarten treffen. Lass uns dorthin gehen. Die wird eine Überraschung erleben!“
Vielleicht werden sich die Helden gleich auf den Magier stürzen. Wenn Sie wollen, kann es
sofort zum Endkampf kommen. Wollen Sie diesen noch ein wenig hinauszögern, kann Thiomar
zunächst versuchen die Helden zu paralysieren. Bevor die Entscheidung im Rosengarten fällt,
werden diese natürlich wieder aktionsfähig sein. Vielleicht wollen die Helden auch Domna
Esmeralda warnen. In diesem Fall erwarten Edorian und Domna Esmeralda den Magier im
Rosengarten und nehmen ihn umgehend fest. Anderenfalls ereignet sich folgendes:
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Rote Rosen
Thiomar und ruft laut: „Kommt nun, meine Liebe!“ Auf dieses Stichwort betritt eine zweite
Domna den Platz. Es kann nur Erya sein. Die echte Domna öffnet staunend ihren Mund. Dann
trifft sie die Erkenntnis wie ein Blitz. „Glaubt Ihr wirklich, niemand wird den Unterschied
zwischen mir und dieser billigen Kopie bemerken. Ich rufe Edorian, der wird den Unterschied
sofort bemerken und dieser Posse ein Ende machen. Edorian, kommt schnell her!“ ruft sie mit
triumphierender Stimme aus. Thiomar bleibt jedoch ruhig und entgegnet seiner Cousine, noch
immer ihre Hand haltend: „Ich möchte bezweifeln, dass Edorian Euch noch erkennen wird, wenn
Ihr erst Eure zukünftige Gestalt angenommen habt. SALANDER MUTANDERE, SEI EINE
ANDERE!“ Esmeralda kann noch ein verzweifeltes „Nein!“ ausstoßen, da hat sie sich bereits
aus ihrem menschlichen Körper gelöst, um wenige Augenblicke später die Gestalt eines
wunderschönen, roten Rosenstrauchs endgültig anzunehmen. Da kommt auch schon Edorian in
den Rosengarten gelaufen. „Was ist denn los, Euer Wohlgeboren?“ fragt er. Erya braucht einen
Moment um sich zu fassen, dann antwortet sie: „Magister ya Curros hat mir gerade wichtige
Neuigkeiten bezüglich Rondrigo überbracht. Während wir Novadis gejagt haben, hat er Beweise
für Rondrigos Unschuld entdeckt. Lasst Rondrigo sofort frei!“ Mit einem „Wie Ihr befehlt!!
macht sich Edorian auf den Weg zum Wachhaus. Nun wendet sich die neue Domna an Magister
ya Curros: „Und wie geht es jetzt weiter?“ „Ich werde Euch helfen, Eure neue Rolle gut zu
spielen. Und in einigen Wochen, wenn Ihr Eure Aufgabe alleine erfüllen könnt, wird Magister ya
Curros diesen Hof verlassen. Bald darauf wird der verschollene Thiomar zurückkehren und dann
wird sich Eryas Herzenswunsch erfüllen.“
Es liegt einzig in den Hände der Helden, wie dieses Abenteuer enden wird. Vielleicht versucht
sogar Thiomar die Helden von seiner Sache zu überzeugen. Sind sie mit dem Austausch der
Domna einverstanden, wird Erya ihre Aufgabe vollends erfüllen. Thiomar wird schließlich
zurückkehren und Erya heiraten und somit das Erbe seines Vaters antreten. Rondrigo wird sich
zwar auf die Suche nach seiner Schwester machen, diese jedoch niemals finden. Und noch lange
wird man im Rosengarten einen besonders schönen Rosenstrauch bewundern können.
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Rote Rosen
Natürlich können die Helden auch den Austausch verhindern. In diesem Fall wird die echte
Domna Esmeralda ihren Cousin und Erya wegen Hochverrates anklagen. Die Todesstrafe ist
wohl sicher, doch mag der Baron von Schelack, der das Urteil sprechen wird, sich von den
Helden zur Verbannung Eryas und Rondrigos erweichen lassen. Wie sich letztendlich die Helden
entscheiden werden, wissen wohl nur die Zwölfe.
Ungeachtet welches Ende die Helden herbeigeführt haben, erhalten sie von Domna Esmeralda
bzw. Thiomar eine Belohung oder ein Schweigegeld in Höhe von 75 D je Held. Für die Vergabe
von Abenteuerpunkten ist entscheidend, wie bald und in welchem Umfang die Helden den
Machenschaften Thiomars auf die Schliche gekommen sind. Hier können Sie bis zu 150 AP
vergeben. Welches Ende die Helden dabei wählen, ist ohne Bedeutung für die AP-Vergabe. 50
AP erhalten Helden, die sich rondragefällig den ungläubigen Wüstenstrolchen zum Kampf
gestellt haben. Hinzu kommen nochmals bis zu 100 AP für gutes Rollenspiel. Zudem gibt es
noch Spezielle Erfahrungen in Menschenkenntnis, Staatskunst und Heilkunde Krankheiten.
Anhang
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Rote Rosen
Das Schloss Rosendal
Das Schloss liegt auf einer Anhöhe etwa 2 Meilen vom Dorf entfernt. Vom Stil her ähnelt es
eher einem horasischen Palazzo als einer mittelreichischen Burg: Ein weiß getünchtes Haus mit
großen Fenstern und einem kupfergedeckten Dach. Nach hinten hin schließt sich der Trakt für
die Dienerinnen an. Das restliche Gesinde und die 15 Soldaten sind in einem separaten Gebäude
hinter dem Haupthaus untergebracht. Die Ausstattung des Schlosses ist durchaus edel, wenn
auch nicht das Teuerste. Auch hier war der Stil des Horasreiches offenbar Vorbild. Kunstvolle
Möbel sowie edle Teppiche bestimmen das Interieur der meisten Zimmer.
Die Geheimtüren spielen im Abenteuer ein wichtige Rolle. Drei führen in den Wintergarten im
ersten Stock. Dieser liegt zwischen den Gemächern von Domna Esmeralda und Magister ya
Curros. Ehemals hatten Dom Toribio und seine Gattin diese Räume bewohnt wobei sie sich
ungestört im Wintergarten treffen konnten. Eine Geheimtür verbindet den Wintergarten mit der
Empore der Eingangshalle, die anderen beiden Türen führen in das Kleiderzimmer der Domna
und in die Bibliothek von Magister ya Curros. Beide Male sind die Türen durch Schränke
kaschiert, von denen der in der Bibliothek zu einem Bücherregal umfunktioniert wurde. Auslöser
ist jeweils ein Knopf an der Rückwand. Ein vierter Geheimgang führt durch den Kleiderschrank
in Magister ya Curros Schlafzimmer in den ersten Stock des Bedienstetenflügels. Ursprünglich
hatte Dom Toribio diese Räume bewohnt und die Geheimtür für nächtliche, rahjagefällige
Besuche bei den Dienerinnen benutzt. Domna Esmeralda benutzt zudem die Spiegeltür in ihren
Gemächern wenn sie Gäste empfängt. Während der Gast im vor der Spiegeltür liegenden
Empfangszimmer wartet, beobachtet ihn die Domna vom Kleiderzimmer aus und wählt eventuell
das passende Kleid aus. Auch der alte Dom und seine Gemahlin, die ursprünglich die
Spiegeltüren einbauen ließen, benutzten diese zu eben jenem Zweck. Mit dem Einzug von
Magister ya Curros wird die Spiegeltür in seinen Gemächern nicht mehr genutzt.
Dramatis Personae
Domna Esmeralda zählt gerade einmal 23 Jahre, doch hat sie von Rahja unglaubliche Schönheit
geschenkt bekommen. Sie ist etwa 1,75 Schritt groß, hat grüne Augen und schwarze Haare, die
sie hinter ihrem Kopf zusammengesteckt trägt. Ihre Hautfarbe ist etwas dunkler als bei einer
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Rote Rosen
gewöhnlichen Mittelreicherin, doch gibt gerade dies Domna Esmeralda das Geheimnisvolle einer
tulamidischen Schönheit. Sicherlich würde sie eine gute Partie für jeden Magnaten-Sohn
abgeben, wäre Domna Esmeralda nicht so furchtbar jähzornig und nachtragend. Der Tod ihres
Onkels und ihres Vaters im Praios 32 Hal bürdete der 23 Jährigen überraschend die
Verantwortung für die Junkerei auf. Zwar gelobte ihr Edorian Drakenstolz, sie nach besten
Kräften zu unterstürzen, doch zeigte sich bald, dass es Esmeralda noch an Reife fehlte. So
verbringt die junge Domna viel zuviel Zeit mit Ausritten, während sie die Domnie schleifen
lässt.
MU 14 KL 12 IN 10 CH 15 GE 12 FF 12 KO 12 KK 11
Vorteile: Herausragendes Aussehen / Nachteile: Aberglaube 5, Arroganz 7, Jähzorn 9
Degen: INI 12+W6 AT 12 PA 11 TP 1W6+3 DK N
Balestra: INI 10+W6 FK 17 TP 2W6+2 Laden (Akt.) 4
LeP 28 AuP 29 RS 1 (Lederkleidung) MR 4 GS 7
Bevorzugte Manöver: Finte, Gezielter Stich
Besondere Talente: Etikette 13, Menschenk. 11, Fährtensuchen 11, Schleichen 10, Reiten 8
Edorian hatte bereits dem Großvater von Thiomar gedient, damals freilich noch als einfacher
Soldat. Er ist dem Hause Rosendal treu ergeben und hat es so bis zum Condottiere der Wache
des Doms gebracht. Der 46 Götterläufe zählende Kämpe ist mit seinen 1,90 Schritt Größe noch
immer eine imposante Erscheinung, auch wenn sein Haar langsam von Weizenblond ins Graue
übergeht. Nach der Schlacht von Omlad war es Edorian, der die Leichen von Dom Toribio und
seinem Bruder entdeckte. Umzingelt von Feinden hatten sie und ein paar Söldner noch 20
Novadis erschlagen, bevor die Heiden sie mit einigen Pfeilen niederstreckten. Von Thiomar
fehlte jedoch jede Spur und Edorian suchte ihn mehrere Tage lang, ohne Erfolg. Doch auch wenn
er Thiomar gefunden hätte, wäre Esmeralda ohnehin die nächste Junkerin geworden. Somit war
klar, wem Edorian von nun an die Treue halten würde.
MU 17 KL 12 IN 14 CH 11 GE 14 FF 14 KO 15 KK 15
Vorteile: Ortskenntnis, Schnelle Heilung, Zäher Hund
Nachteile: Prinzipientreue (Ehrenhaftigkeit, Loyalität, Gehorsam)
Anderthalbhänder: INI 17+W6 AT 15 PA 15 TP 1W6+6 DK NS
LeP 40 AuP 40 RS 5 (Leichte Platte+ergänzende Teile) MR 5 GS 6
Bevorzugte Manöver: Meisterparade, Gegenhalten, Wuchtschlag, Niederwerfen,
Hammerschlag
Besondere Talente: Kriegskunst 14, Reiten 14, Etikette 8, Fährtensuchen 11
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Rote Rosen
Gut 1,60 Schritt groß, schwarze Haare, ein schwarzer Vollbart und zwei schwarze Augen, die
unter buschigen Augenbrauen gefährlich funkeln, das ist Raschid als Jazziz. Der Novadische
Stammeskrieger wurde in der Schlacht von Omlad schwer verwundet. Er sah sich schon in
Rashtullahs Gärten, als ihn ein ungläubiger Magier zurück ins Leben holte. Zwar war Raschid
zutiefst verunsichert, hatte der eine Gott seinen Gläubigen den Umgang mit echsischer Magie
verboten, doch stand er nun in der Schuld des Ungläubigen.
Nach der Schlacht zogen er und Thiomar, den sich jedoch als Tuffir ibn Al’Gossara vorgestellt
hatte, einige Monde lang zusammen durch das Land der ersten Sonne, bis sich Thiomar im
Hesinde 32 Hal überraschend mit einer Bitte an ihn wandte. Thiomar sei von seiner bösen
Cousine um sein Erbe betrogen worden und wolle es nun zurückgewinnen. Wenn Raschid ihm
dabei helfe, sei die Lebensschuld abgegolten. Obwohl Raschid Bedenken hatte, willigte er doch
ein. Zusammen mit anderen Kriegern seines Stammes überquerte er vor drei Wochen den Yaquir
und ereichte am 15. Peraine die Wälder um Rosendal.
In Rosendal angekommen, trafen sich Thiomar (mittels TRANSMUTARE-Trank kurzzeitig
wieder er selbst) und Raschid erstmals, als Erya auf der Suche nach den Helden war. Bei diesem
Treffen erklärte Thiomar dem Novadi seinen Plan. Raschid sollte zur gegebenen Zeit die
Entführung Eryas inszenieren, diese ihm jedoch ausliefern. Vom Überfall auf den Geldtransport
war jedoch nie die Rede. Während der Kräutersuche am 2. Tag hinterließ Thiomar eine
Nachricht an einer bestimmten Stelle im Wald, in der er Raschid über das nächste Vorgehen
informierte: Am nächsten Tag würde Erya zu den Felsen am Fluss kommen. Sollte sie in
Begleitung sein, so sollte Raschid diese niedermachen. Dem Mädchen dürfe jedoch nichts
geschehen.
Khunchomer: INI 15+W6 AT 16 PA 11 TP 1W6+4 DK N
Waqquif: INI 13+W6 AT 14 PA 9 TP 1W6+2 DK H
Kurzbogen: INI 15+W6 FK 20 TP 1W6+4 Laden (Akt.) 2
LeP 38 AuP 40 KO 14 RS 1 (Tuchrüstung) MR 4 GS 8
Bevorzugte Manöver: Finte, Ausfall, Klingensturm, Wuchtschlag, Sturmangriff
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Rote Rosen
Thiomar Honorio di Rosendal alias Magister ya Curros (Erfahrener Magier)
In seiner eigene Gestalt ist Thiomar ca. 1,80 Schritt groß, hat schwarze Haare und braune Augen.
Als Magister ya Curros hingegen hat er rotblonde, gelockte Haare und schwarze Augen. Obwohl
Magus kleidet er sich als Magister ya Curros gerne nach der Liebfelder Mode. Er ist das einzige
Kind des alten Dom Toribio, als Magier (Halle der Metamorphosen zu Kuslik und Anatomisches
Institut Vinsalt) jedoch von der Erbfolge ausgeschlossen. Damit hätte sich Thiomar wohl noch
abgefunden, wenn nicht seine verhasste Cousine die neue Domna werden würde. So fasste
Thiomar den perfiden Plan, seine Cousine gegen eine Doppelgängerin auszutauschen und diese
dann zu heiraten. Mit Erya Spinola, die in ihn verliebt ist (genau so wie er in sie), hatte er sogar
eine passende Kandidatin gefunden. Doch zunächst musste er selbst von der Bildfläche
verschwinden. Diese Chance bot sich ihm, als er in der Schlacht von Omlad von seinem Vater
und seinem Onkel getrennt wurde. Nach der Schlacht traf er auch Raschid al Jazziz. Der Novadi
war schwer verwundet worden und wäre sicherlich in Rashtullahs Gärten eingegangen, wenn ihn
nicht Thiomar geheilt hätte. Seitdem stand Raschid in der Schuld des Magiers und war daher
auch bereit, ihm bei seinem Plan zu helfen. So kehrte Thiomar im Firun 32 Hal, nachdem er
einige Monate das Land der Ersten Sonne bereist und sich mittels des TRANSMUTARE in
Magister ya Curros verwandelt hatte, nach Rosendal zurück. Esmeralda hatte die Nachfolge als
neue Domna angetreten und suchte einen Berater. Da kam Magister ya Curros mit seiner
Erfahrung, die er auf vielen Reisen gesammelt hatte gerade recht. Endlich konnte Thiomar
seinen Plan verwirklichen. Auch hatte er das richtige Druckmittel gefunden, um Erya für seine
Pläne zu gewinnen. Er wusste, dass Erya alles für ihren Bruder tun würde, und schob diesem
daher den Diebstahl des Diadems unter. Womit Thiomar jedoch nie gerechnet hätte, waren die
Helden, die Erya zu Hilfe holte. Er musste wohl oder übel diese in seine Pläne einbauen, wollte
Thiomar nicht ganz auf sein Erbe verzichten.
MU 13 KL 16 IN 14 CH 14 GE 12 FF 13 KO 12 KK 12
Vorteile: Hohe Magieresistenz (+3), Nachteile: Arroganz 7
Magierstab: INI 10+W6 AT 10 PA 11 TP 1W6+1 DK NS
LeP 28 AuP 29 AsP 68* RS 0 (Magiergewandt) MR 9 GS 8
Bevorzugte Manöver: Meisterparade, Defensiver Kampfstil
Besondere Talente: Pflanzenkunde 14, Magiekunde 14, Alchemie 13, Menschenkenntnis 13,
Überreden (Lügen) 12
Besondere Zauber: Salander 14, Transmutare 14, Balsam 14, Ignifaxius 10, Paralysis 10,
Transversalis 8, Armatrutz 8
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Rote Rosen
*Während des Abenteuers nimmt Thiomar zwei Zaubertränke zu sich. Einen am Morgen der 4.
Tages, bevor er Erya in die Doppelgängerin der Domna verwandelt und einen am Morgen des 5.
Tages. Bevor er den SALANDER spricht (Kosten 45 AsP), hat Thiomar ein volles AsP-Konto.
Die 24jährige Erya ist ca. 1,70 Schritt groß, hat blaugraue Augen und dunkelblonde Haare, die
sie zu zwei Zöpfen geflochten trägt. Bereits zu Zeiten des alten Doms war sie eine Eigenhörige
der Familie Rosendal. Bei ihrer Arbeit als Zofe hatte sie sich in Thiomar, der gerade von der
Akademie zurückgekehrt war, verliebt. Rahja sei Dank erwiderte dieser ihre Liebe und es kam
zu einigen geheimen Treffen, wann immer Thiomar in den folgenden Jahren nach Rosendal
zurückkehrte. Um so betrübter war Erya, als Thiomar offenbare in der Schlacht von Omlad starb.
Nach der Verhaftung ihres Bruders ahnte Erya weder, wer Magister ya Curros in Wirklichkeit
war, noch dass er den Diebstahl inszeniert hatte. Ihr war nur klar, dass sie alles tun würde, um
ihren Bruder zu befreien. (Diese sollte Erya auch einmal den Helden sagen!) Als Erya im
Auftrag der Domna nach Punin kam und erfuhr, dass die Helden in der Stadt seien, blieb sie
noch einige Tage um die Helden zu suchen. Diese Verspätung führte dann auch zu ihrer
Entlassung. Als die Helden herausfanden, dass Rondrigo doch nicht so unschuldig ist, war Erya
vollends am Verzweifeln. Kein Wunder, dass es für Thiomar ein Leichtes war, Erya für seine
Pläne zu gewinnen. Sie ließ sich sogar soweit einschüchtern, ihrer Familie nicht von dem
geplanten Austausch der Domna zu erzählen.
MU 10 KL 12 IN 14 CH 12 GE 12 FF 13 KO 11 KK 11
Erya kämpft nicht, sondern versucht vor einem Angreifer zu fliehen.
LeP 27 AuP 27 RS 0 (Straßengewandung) MR 3 GS 8
Besondere Talente: Etikette 6, Hauswirtschaft 6, Schneidern 7
20
Rote Rosen
Karten
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Rote Rosen
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