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4013 Synthese Von Benzalacetophenon Aus Benzaldehyd Und Acetophenon

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NOP [Link]

de

4013 Synthese von Benzalacetophenon aus Benzaldehyd und


Acetophenon
O O

O KSF/O
+ + H2O

C8H8O C7H6O C15H12O


(120.2) (106.1) (208.3)

Klassifizierung
Reaktionstypen und Stoffklassen
Reaktion der Carbonylgruppe in Aldehyden, Aldol-Kondensation
Aldehyd, Keton, Aromat, Säurekatalysator

Arbeitsmethoden
Rühren mit Magnetrührer, Destillieren unter vermindertem Druck, Heizen mit Ölbad

Versuchsvorschrift (Ansatzgröße 10 mmol)


Geräte
10 mL Rundkolben, Rückflusskühler, heizbarer Magnetrührer, Magnetrührstab, elektronischer
Temperaturregler, Kugelrohr- oder Feststoff-Destillationsapparatur, Vakuumpumpe, Ölbad

Chemikalien
Acetophenon (Sdp. 202 °C) 1.20 g (1.17 mL, 10.0 mmol)
Benzaldehyd (frisch destilliert) (Sdp. 179 °C) 2.12 g (2.02 mL, 200 mmol)
Montmorillonit KSF/O (Fluka) 1.0 g

Durchführung der Reaktion


In einem 10 mL Rundkolben mit Magnetrührstab und Rückflusskühler, der ohne Wasser als
Luftkühler benutzt wird, werden 1.20 g (1.17 mL, 10.0 mmol) Acetophenon, 2.12 g (2.02 mL,
20.0 mmol) Benzaldehyd und 1.0 g Montmorillonit KSF/O unter Rühren im Ölbad auf 80 °C
(Badtemperatur) aufgeheizt und bei dieser Temperatur 22 Stunden weitergerührt.

Aufarbeitung
Die Reaktionsmischung wird auf Raumtemperatur abgekühlt. In einer Kugelrohrdestillations-
apparatur werden zunächst bei etwa 10 hPa die nicht umgesetzten Edukte abdestilliert und
anschließend bei 2.5·10-2 hPa und 160 °C das Produkt.
Ausbeute: 1.77 g (8.50 mmol, 85%); gelber Feststoff, Schmp. 51-53 °C.

1 März 2004
NOP [Link]

Anmerkungen
Ohne den Überschuss an Benzaldehyd ist die Ausbeute geringer. Weder eine Verlängerung
der Reaktionszeit noch eine Erhöhung der Reaktionstemperatur führt zur quantitativen
Umsetzung der Edukte. Bei einer Erhöhung der Reaktionstemperatur auf 100 °C werden mehr
Nebenprodukte gebildet.

Abfallbehandlung
Entsorgung
Abfall Entsorgung
abdestillierte Edukte Lösungsmittel, halogenfrei
Destillationsrückstand Feststoffabfall, quecksilberfrei

Zeitbedarf
3 Stunden
Zusätzlich 22 Stunden Erhitzen

Unterbrechungsmöglichkeit
Vor der Destillation

Schwierigkeitsgrad
Leicht

Versuchsvorschrift (Ansatzgröße 100 mmol)


Geräte
100 mL Rundkolben, Rückflusskühler, heizbarer Magnetrührer, Magnetrührstab, elektroni-
scher Temperaturregler, Heißluftföhn, Feststoff-Destillationsapparatur, Vakuumpumpe, Ölbad

Chemikalien
Acetophenon (Sdp. 202 °C) 12.0 g(11.7 mL, 100 mmol)
Benzaldehyd (frisch destilliert)(Sdp. 179 °C) 21.2 g (20.2 mL, 200 mmol)
Montmorillonit KSF/O (Fluka) 10 g

Durchführung der Reaktion


In einem 100 mL Rundkolben mit Magnetrührstab und Rückflusskühler, der ohne Wasser als
Luftkühler benutzt wird, werden 12.0 g (11.7 mL, 100 mmol) Acetophenon, 21.2 g (20.2 mL,
200 mmol) Benzaldehyd und 10 g Montmorillonit KSF/O unter Rühren im Ölbad auf 80 °C
(Badtemperatur) aufgeheizt und bei dieser Temperatur 24 Stunden weitergerührt.

Aufarbeitung
Die Reaktionsmischung wird auf Raumtemperatur abgekühlt. In einer Feststoff-Destillations-
apparatur werden zunächst bei etwa 10 hPa die nicht umgesetzten Edukte abdestilliert und
anschließend bei 9·10-3 hPa und 175 °C Ölbadtemperatur das Produkt. Wenn bei der
Destillation ein Wasserkühler verwendet wird, sollte das Wasser auf etwa 60 °C gehalten

2 März 2004
NOP [Link]

werden. In der Destillationsapparatur eventuell auskristallisiertes Produkt wird mit einem


Heißluftföhn wieder verflüssigt.
Ausbeute: 15.6 g (74.9 mmol, 75%); gelber Feststoff, Schmp. 52-54 °C.

Anmerkungen
Ohne den Überschuss an Benzaldehyd ist die Ausbeute geringer. Weder eine Verlängerung
der Reaktionszeit noch eine Erhöhung der Reaktionstemperatur führt zur quantitativen
Umsetzung der Edukte. Bei einer Erhöhung der Reaktionstemperatur auf 100 °C werden mehr
Nebenprodukte gebildet.

Abfallbehandlung
Entsorgung
Abfall Entsorgung
abdestillierte Edukte Lösungsmittel, halogenfrei
Destillationsrückstand Feststoffabfall, quecksilberfrei

Zeitbedarf
5 Stunden
Zusätzlich 24 Stunden Erhitzen

Unterbrechungsmöglichkeit
Vor der Destillation

Schwierigkeitsgrad
Leicht

Analytik
Reaktionskontrolle mit GC
Probenvorbereitung:
Vom Reaktionsgemisch bzw. vom Produkt wird mit Hilfe einer Pasteurpipette ein Tropfen entnommen und mit
10 mL Dichlormethan verdünnt. Bei Feststoffen werden 10 mg in 10 mL Dichlormethan gelöst.
Von dieser Lösung werden 0.2 µL injiziert.
GC-Bedingungen:
Säule: DB-1, 28 m, Innendurchmesser 0.32 mm, Filmdicke 0.25 µm
Aufgabesystem: On-Column-Injektion
Trägergas: Wasserstoff (40 cm/s)
Ofentemperatur: 60 °C (5 min), 10 °C/min auf 240 °C (30 min)
Detektor: FID, 270 °C
Der Prozentgehalt wurde jeweils aus den Peakflächenverhältnissen bestimmt.

3 März 2004
NOP [Link]

GC vom Rohprodukt
GC-Bedingungen wie bei der Reaktionskontrolle

Retentionszeit (min) Verbindung Flächen-Prozent


5.06 Edukt (Benzaldehyd) 36.7
7.87 Edukt (Acetophenon) 8.3
21.35 Produkt (Benzalacetophenon) 54.3

GC vom Reinprodukt

Retentionszeit (min) Verbindung Flächen-Prozent


21.17 Produkt (Benzalacetophenon) 97.2
19.39 Nebenprodukt 1.5
19.69 Nebenprodukt 1.3

4 März 2004
NOP [Link]

1
H NMR-Spektrum vom Rohprodukt (300 MHz, CDCl3)

1
H NMR-Spektrum vom Reinprodukt (300 MHz, CDCl3)

O
15 3 5
14 10 4
1 6
2
13 11 9 7
12 8

δ (ppm) Multiplizität Anzahl H Zuordnung


7.38 m 3 6-H, 7-H, 8-H
7.47 m 2 12-H, 14-H
7.54 m 2 2-H, 13-H
7.61 m 2 5-H, 9-H
7.80 d 1 3-H
8.02 m 2 15-H, 11-H

5 März 2004
NOP [Link]

13
C NMR-Spektrum vom Rohprodukt (75.5 MHz, CDCl3)

13
C NMR-Spektrum vom Reinprodukt (75.5 MHz, CDCl3)

O
15 3 5
14 10 4
1 6
2
13 11 9 7
12 8

δ (ppm) Zuordnung
190.4 C-1
144.7 C-3
138.1 C-10
134.8 C-4
132.7 C-13
130.4 C-7
128.9, 128.5, 128.4, 128.3 C-5, C-6, C-8, C-9, C-11, C-12, C-14, C-15
122.0 C-2
76.5-77.5 Lsgm.

6 März 2004
NOP [Link]

IR-Spektrum vom Reinprodukt (KBr)

cm-1

Wellenzahl (cm-1) Zuordnung


3060 C-H-Valenz, Aromat, Alken
1662 C=O-Valenz, Keton
1605 C=C-Valenz, Aromat, Alken
1575, 1496 C=C-Valenz, Aromat

7 März 2004

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