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Amrum

Amrum (Öömrang: Oomram, dänisch Amrum) ist eine Nordfriesische Insel. Sie liegt südlich von Sylt und
westlich von Föhr und gehört zum Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Mit einer Fläche von
20,47 km² (ohne den 10 km² großen Kniepsand) ist sie nach Sylt, Föhr und Pellworm die viertgrößte Insel
dieser Inselgruppe. Amrum liegt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. In den drei
Gemeinden (Nebel, Norddorf und Wittdün) mit den fünf Inseldörfern (Norddorf, Nebel, Süddorf,
Steenodde, Wittdün) leben etwa 2300 Einwohner. Die Kommunen gehören zum Amt Föhr-Amrum.
Hauptwirtschaftszweig des Seebades Nebel sowie der Seeheilbäder Wittdün und Norddorf ist der
Fremdenverkehr. 2016 wurden insgesamt 1,29 Millionen Übernachtungen registriert.[1]

Inhaltsverzeichnis
Geographie
Lage und Umgebung
Geologie und Hydrologie
Gebiet und Flächennutzung
Maßnahmen für den Insel- und Küstenschutz
Verwaltungsgliederung
Klima
Schutzgebiete
Biologie
Flora
Fauna
Geschichte
Bedeutung des Inselnamens
Vor- und Frühgeschichte
Mittelalter und Neuzeit bis etwa 1890
Seit Beginn des Badebetriebs
Einwohnerentwicklung
Politik
Bürgermeister
Gemeinderäte
Vertreter in Kreis-, Land- und Bundestag
Sehenswürdigkeiten und Kultur
Sehenswürdigkeiten
Seezeichen
Mühlen
Kirchen und Kapellen
Friedhöfe und Grabmäler
Museen und Ausstellungen Amrum
Sonstige Bauwerke
Kultur
Sprache
Trachten
Regelmäßige Veranstaltungen und
Brauchtum
Luftaufnahme von Amrum
Heimatlied
Gewässer Nordsee
Religion
Inselgruppe Nordfriesische Inseln
Wirtschaft und Infrastruktur
Geographische Lage 54° 39′ 6″ N, 8° 20′ 11″ O
Tourismus
Landwirtschaft
Fischerei
Häfen
Verkehr
Schiffsverkehr
Straßenverkehr
Luftverkehr
Schienenverkehr
Rettungsstation der DGzRS
Bildungswesen
Medien
Gesundheitsversorgung
Windkraftanlagen
Ver- und Entsorgung
Ansässige Unternehmen
Auf Amrum geborene Persönlichkeiten
Filme
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise

Geographie

Lage und Umgebung Länge 10 km

Amrum ist eine der Nordfriesischen Inseln. Mit einer Breite 2,5 km
Fläche von 20,46 km² ist sie die zehntgrößte Insel Fläche 20,46 km²
Deutschlands. Im Westen grenzt Amrum an den Höchste Erhebung A Siatler
unmittelbar vorgelagerten Kniepsand, der in die offene 32 m
Nordsee übergeht. Im Osten grenzt Amrum an das Einwohner 2296 (30. September 2023)
Wattenmeer. Die östliche Nachbarinsel Föhr kann über 112 Einw./km²
eine circa acht Kilometer lange Wattwanderung erreicht Hauptort Nebel
werden. Die Wattfläche zwischen den beiden Inseln wird zentral
durch das Amrumtief durchschnitten, das nach Süden in die
Norderaue mündet. Von der nördlichen Nachbarinsel Sylt ist
Amrum durch das Vortrapptief getrennt, von den Halligen im
Süden durch das Rütergat.

Die fünf Orte der Insel liegen überwiegend im Osten der Insel –
von Nord nach Süd – Norddorf, Nebel, Süddorf, Steenodde und
Wittdün.

Geologie und Hydrologie


NASA-Satellitenbild von Amrum mit
Amrum gehört neben Sylt und Föhr zu den drei nordfriesischen dem westlich angelagerten
Geestkerninseln. Der Geestkern von Amrum ist etwa 6 km lang und Kniepsand und dem kleinen westlich
ungefähr 2,5 km breit. Er wird begrenzt durch die Linie vorgelagerten Jungnamensand.
Leuchtturm-Steenodde, das Wattufer von Steenodde bis Norddorf Östlich der Insel liegt Föhr.

und die westliche Dünenkante[2] und wird von einer flach


gewölbten, saalekaltzeitlichen Moräne gebildet, die vor etwa
125.000 Jahren entstand. Im Norden und Süden dieses Geestkerns
entstanden Sandakkumulationen und im mittleren Teil der
Kniepsand, dessen Fläche rund 10 km² beträgt. Der Sandflug hat
seit dem 13./14. Jahrhundert zur Bildung von 9 km² Dünen geführt,
die zum Teil bewachsen sind.[3] Höchste Erhebung ist die Düne A
Siatler (deutsch: Setzerdüne) mit 32 Metern über NHN. Sie liegt
südwestlich von Norddorf und ist mit einer Plattform als
Aussichtsdüne ausgebaut. Amrumer Dünengebiet

Nördlich von Norddorf liegt die etwa 0,5 km² große Norddorfer
Marsch. Zwischen Steenodde und Wittdün befindet sich ein
weiteres kleineres Marschgebiet. Beide Gebiete werden durch
Deiche vor Überflutungen geschützt. Bei Niedrigwasser ist es
möglich, die Nachbarinsel Föhr durch eine Wattwanderung zu
erreichen.

Auf dem Geestrücken liegen Wald- und Heidegebiete, die im


Wesentlichen einen Streifen in Nord-Süd-Richtung bilden. Westlich
davon befindet sich über die gesamte Länge der Insel ein
An der Südspitze Amrums liegt der
Dünengebiet. Die maximale Breite dieses Gebietes beträgt über Wriakhörnsee
einen Kilometer, die Länge etwa zwölf Kilometer. Insgesamt nimmt
es etwa 700 Hektar ein. Dort finden sich Primär-, Weiß- und
Graudünen. Mehrere frühere Wanderdünen wurden bepflanzt. Aufgrund ausgedehnter Schutzgebiete sind
die Amrumer Dünen die einzigen der Westküste, die von Möwen und Enten zum Brüten genutzt werden.[4]
Nach Norden hin läuft das Dünengebiet zur Odde aus.

Westlich des Dünengürtels schließt sich auf ganzer Länge der Kniepsand an. Er stellt einen der breitesten
Sandstrände Norddeutschlands dar. Er ist weder geologisch Teil der Insel[5] noch gehört er mit seiner
Fläche zu den Inselgemeinden, da er verwaltungstechnisch als Meeresgebiet gilt. Er ist ein Hochsand,
dessen Nordteil noch bis Mitte der 1960er Jahre von Amrum durch
einen Priel getrennt war und langfristig um die Nordspitze der Insel
herumwandert.

Amrum liegt auf einer Süßwasserlinse, aus der es sein Trinkwasser


bezieht.[6]

Gebiet und Flächennutzung


Der Kniepsand
Die Insel Amrum umfasst eine Fläche von rund 20
Quadratkilometern (ohne den 10 Quadratkilometer großen
Kniepsand). Die Geest nimmt davon mit rund 11 Quadratkilometern den größten Teil ein. Auf den
Geestflächen östlich des Waldes auf Amrum sowie in den beiden Marschgebieten wird extensive Land- und
Viehwirtschaft betrieben. Es handelt sich größtenteils um Weiden, auf denen unter anderem Angus- sowie
Hereford-Rinder gehalten werden. Gewerbegebiete gibt es in Nebel und Norddorf.

Norddorf Wittdün
Nebel
auf Amrum auf Amrum Gesamt[7]

Siedlungs- und Verkehrsfläche 157 63 56 276


Gebäude und Freifläche insgesamt in ha 107 39 30 176

davon Wohnen 87 29 23 139

davon Gewerbe/Industrie 5 1 1 7
Betriebsfläche (ohne Abbauland) 2 1 1 4

Erholungsfläche insgesamt in ha 8 4 8 20

davon Grünanlage 2 1 7 10
Friedhofsfläche 1 - - 1

Verkehrsfläche 39 18 17 74
davon Straße, Weg, Platz 39 18 11 68

Landwirtschaftsfläche insgesamt 454 131 19 604

davon Moor - - - -
davon Heide 47 9 9 65

Waldfläche 150 25 9 184

Wasserfläche 4 8 7 19
Abbauland - - - -

Flächen anderer Nutzung (ohne Friedhofsfläche) 431 364 169 964

davon Unland 427 364 169 960


Gesamtfläche 1196 590 260 2046

Maßnahmen für den Insel- und Küstenschutz


Amrum liegt sehr lagestabil in der See. In der Küstenentwicklung gab es in der Vergangenheit keine großen
Verluste.[8] Reste von steinzeitlichen Findlingsgräbern in der flachen Nordsee nordwestlich von Amrum
weisen darauf hin, dass der Geestkern einmal größer war und durch das Meer abgetragen wurde. Dennoch
wurde der Küstenerosion vor Wittdün mit dem Bau von Längs- und Querwerken entgegengewirkt. Die
Wittdüner Marsch und die Norddorfer Marsch werden durch Überlaufdeiche vor Überflutung von Osten
her – in eingeschränktem Maße – geschützt. Zum Schutz der Überflutung der Norddorfer Marsch von
Westen her wurden an der Seeseite in entstandenen Dünenlücken Deiche errichtet, die zurzeit vollständig
übersandet sind. An der Wattseite vor Norddorf und Nebel gibt es Lahnungsfelder. Im äußersten Nordosten
der Insel liegt die Amrum-Odde, die von der Entwicklung des Kniepsandes noch nicht profitiert hat. Dort
sind die Randdünen zum Teil so schmal, dass vereinzelt Dünendurchbrüche bei schweren Sturmfluten
möglich sind.[9]

Verwaltungsgliederung
Amrum gehörte ab dem 19. Jahrhundert zum Kreis Tondern (ab
1920: Kreis Südtondern). Durch die Kreisgebietsreform von 1970
wurde der größte Teil des Kreises Südtondern mit den Kreisen
Eiderstedt und Husum am 26. April 1970 zum neuen Kreis
Nordfriesland zusammengelegt, dem Amrum seither angehört.

Am 27. Juni 1871 schlossen sich alle Ortschaften auf der Insel zur
Landgemeinde Amrum zusammen. 1889 wurde daraus der
Amtsbezirk Amrum gebildet. Nach Ausgliederung von Wittdün (13. Die Außenstelle des Amtes Föhr-
Oktober 1912) und Norddorf (25. Juli 1925) benannte sich der Rest Amrum in Nebel.
der Landgemeinde am 23. Februar 1926 in Nebel um. Diese drei
Kommunen mit insgesamt etwa 2300 Einwohnern bestehen bis
heute.[10]

1948 wurde der Amtsbezirk aufgelöst und die drei Gemeinden


bildeten fortan das Amt Amrum, das 1970 mit dem überwiegenden
Teil des Kreises Südtondern zum Kreis Nordfriesland kam.

Im Zuge der Verwaltungsstrukturreform haben sich die Gemeinden


des Amtes Amrum mit den Gemeinden der Insel Föhr zum 1.
Januar 2007 zum Amt Föhr-Amrum zusammengeschlossen, dessen
Verwaltungssitz in Wyk ist. In der ehemaligen Amtsverwaltung in
Nebel befindet sich nun eine Außenstelle der Verwaltung.

Der nördlichste Ort der Insel ist das Nordseeheilbad Norddorf. Es


wurde zusammen mit Süddorf als erstes Dorf der Insel urkundlich
erwähnt.
Gemeindekarte der Insel Amrum
Nebel, an der Wattseite gelegen, ist heute der größte Ort der Insel.
Er wurde in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts als drittes
Inseldorf nach Norddorf und Süddorf gegründet. Der Ortsname leitet sich vermutlich von den Worten nei
und bel ab, wobei ersteres „neu“ bedeutet und letzteres auf dem altdänischen Begriff boli (Siedlung) beruht
(vergleiche Niebüll, Nieblum). Die ersten Häuser dieser neuen Siedlung gruppierten sich um die zuvor für
zwei Jahrhunderte zwischen Norddorf und Süddorf auf freiem Feld stehende St. Clemens-Kirche. Der
westliche Teil von Nebel wird Westerheide genannt. Süddorf gehört zu den ältesten Dörfern Amrums und
ist heute ein Ortsteil von Nebel. Hier steht der markante Amrumer Leuchtturm einige hundert Meter
westlich des Ortes Wittdün. Steenodde, ebenfalls ein Ortsteil von Nebel und an der Wattseite gelegen, war
über lange Jahre der einzige Hafenort der Insel, bis ihn Wittdün als wichtigster Fährhafen ablöste. Großdün
ist eine kleine Siedlung nördlich des Leuchtturms.

Das Nordseeheilbad Wittdün liegt an der Südspitze der Insel und ist am deutlichsten vom Tourismus
geprägt.

Klima
Amrum hat Seeklima. Die Insel liegt im atlantischen Klimakeil und ist durch eine relative Luftfeuchtigkeit
im Mittel von 84 % und eine mittlere Jahrestemperatur von gut 8,5 °C geprägt.[11] Die
Durchschnittstemperaturen betragen im August zwischen 14 und 19 °C, im Januar und Februar zwischen
−1 und 3 °C. Pro Tag scheint die Sonne im Mittel 4,7 Stunden; monatlich gibt es durchschnittlich elf
Regentage.[12] Die gemittelte Niederschlagsmenge liegt zwischen 800 und 850 Millimetern.[13] Von 1961
bis 2000 wurden an der Beobachtungsstation am Amrumer Schmaltief 15 Winter mit Eisaufkommen
registriert. Die Häufigkeit von Eisbildung liegt damit bei 37 Prozent. Die längste Dauer eines Eiswinters
war 72 Tage, der Durchschnitt sind 33 Tage.[14]

Auf Amrum herrscht aufgrund der salzhaltigen Luft und des relativ starken Windes Reizklima.[15]

Der Klimaklassifikation von Wladimir Köppen zufolge gilt für Amrum die Einteilung Cfb.[16] Diese
Einteilung nach Klimazone (C), Klimatyp (Cf) und Klimauntertyp (b) gibt für Amrum durch die
vorherrschende zyklonale Westwindwetterlage ein warm- und feucht-gemäßigtes Klima mit warmen
Sommern an.

Amrum
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D

19 19
17 16
14 12
9 8
5 13 14 5
3 3 12 12
8 9
4 4
-1 1 1
-1

57 35 45 40 42 56 62 72 83 89 94 72

Temperatur (°C) Niederschlag (mm)


Quelle: [17][18]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Amrum


Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Tagesmax. (°C) 2,6 2,6 4,8 8,9 14,1 17,2 18,5 19,1 16,3 12,4 7,9 4,5 ⌀ 10,8
Mittl. Tagesmin. (°C) −0,9 −1 0,8 3,5 8 11,5 13,4 13,9 11,9 8,5 4,2 0,9 ⌀ 6,3

Niederschlag (mm) 57,3 35,1 44,9 39,5 41,5 55,9 62,1 72,1 82,5 88,5 94,3 71,6 Σ 745,3

Sonnenstunden (h/d) 2 3 4 6 8 8 7 7 5 3 2 1 ⌀ 4,7


Regentage (d) 12 8 10 9 8 9 11 11 13 13 16 13 Σ 133
Wassertemperatur
(°C)
4 3 4 6 10 13 16 17 15 13 9 6 ⌀ 9,7

Luftfeuchtigkeit (%) 90 88 86 81 77 76 78 77 79 84 86 88 ⌀ 82,5

Quelle: [17][18]

Schutzgebiete
Auf Amrum gibt es vier Schutzgebiete und den Nationalpark
Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (Amrumer Teil), die der
Verein Öömrang Ferian im Auftrag des Landesamtes für Natur- und
Umweltschutz und des Landesamtes für den Nationalpark
Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer betreut. Das
Naturschutzgebiet Amrumer Dünen liegt im Westen der Insel. Es
wurde 1971 ausgewiesen, umfasst fast alle Dünengebiete der Insel
und gehört zu allen drei Inselgemeinden. Die Amrumer Odde bildet Wanderer an der Odde
den nördlichsten Teil der Insel und liegt nordöstlich der Ortschaft
Norddorf auf Amrum. Das Gebiet wurde 1936 als
Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet Amrumer Ostküste erstreckt sich entlang der
Uferlinie an der Wattseite der Insel.

Das Landschaftsschutzgebiet Amrum (LSG) umfasst die gesamte Insel Amrum ohne die Siedlungsbereiche
und ohne die Naturschutzgebiete, rund 60 Prozent der Inselfläche. Die Küstengewässer und Wattflächen
um die Insel herum bilden den Amrumer Teil des Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, den
der Öömrang Ferian gemeinsam mit dem Verein Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer betreut.

Biologie
Die Pflanzen- und Tierwelt der Insel Amrum ist durch die Nähe zum Meer, aber auch durch teils extreme
Bedingungen mit hohem Schutzwert gekennzeichnet, die zur Ausbildung von seltenen, ökologisch sehr
wertvollen Pflanzen- und Tiergesellschaften geführt haben. Dem wurde durch die Einrichtung von zwei
Naturschutzgebieten (Amrumer Dünen und Amrum-Odde) sowie die Lage am Nationalpark Schleswig-
Holsteinisches Wattenmeer und am Naturschutzgebiet Nordfriesisches Wattenmeer Rechnung getragen.
Außerdem ist ein großer Teil Amrums als Landschaftsschutzgebiet Amrum ausgewiesen.

Flora
Die Amrumer Flora wird durch die Lage am Meer und die unterschiedlichen, meist nährstoffarmen
Landschaften der Insel bestimmt. Auf Teilen des Kniepsands und im breiten Dünengürtel wachsen
Dünengräser wie der Strandhafer, sowie Strandwermut und zahlreiche andere Sand liebende Pflanzen wie
die Bergsandglöckchen, die im Sommer in geschützten Dünenlagen
blühen. Auch einige vom Seewind gekrümmte, kleinwüchsige
Kiefern sowie Kriechweiden sind in geschützten Lagen
anzutreffen. Bis in die 1950er-Jahre fand man dort auch die seltene
Stranddistel. Seit einiger Zeit wird die Art im Zuge eines
Wiederansiedlungsprojektes erneut auf der Insel angepflanzt.[19]

Östlich davon liegen Heidegebiete, gemischt mit Nadel- oder


Amrumer Dünenlandschaft
Mischwald. Im August kommt es zur großflächigen Blüte der
Besenheide, Calluna vulgaris. Hier, wie auch in manchen
Dünentälern, finden sich kleine Sumpfgebiete, in denen man zum
Beispiel den Rundblättrigen Sonnentau findet. Vorkommen des
Lungenenzians, Gentiana pneumonanthe, sind in den 1990er
Jahren erloschen.

Der Amrumer Wald wurde ab 1948 auf Heideflächen angelegt. Bis


dahin gab es nur einige kleinere Anpflanzungen um die Vogelkojen.
Mit 180 Hektar Wald hat Amrum den größten Waldanteil aller
Nordseeinseln. Der Waldanteil liegt mit etwa 9,3 % nahe dem
Waldweg auf Amrum (2012)
Landesdurchschnitt Schleswig-Holsteins, aber deutlich über dem
Anteil der Westküstenkreise.[11] Man findet hier vor allem Kiefern,
Fichten und Birken. Den künstlichen Charakter nach der
Aufforstung hat der Wald inzwischen weitgehend verloren. Seit
dem Jahr 2001 finden zudem jährlich drei bis vier Arbeitswochen
mit Freiwilligen des Bergwaldprojekts statt, die den Waldumbau hin
zu einer standortsgerechten Bestockung durch Neuanpflanzungen
von Laubbaumarten betreiben. Auch finden sich zahlreiche
Pflanzen auf allen Ebenen, auch viele Pilzarten. Auf den
Geestflächen östlich des Waldes wird meist extensive Amrumer Heidelandschaft
Landwirtschaft betrieben. Auf den Magerrasen der dortigen Wiesen
wachsen zahlreiche Pflanzenarten wie Rundblättrige
Glockenblume, Grasnelke, Karthäusernelke und verschiedene Habichtskräuter.

In den kleinen Marschgebieten fallen vor allem einige Sauergräser und die Kuckuckslichtnelke auf. Hier ist
der Boden am fruchtbarsten. Die Böden der Amrumer Gärten sind eher nährstoffarm und lassen ohne
spezielle Düngung nur bestimmte Gartenpflanzen wie Stockrosen gut gedeihen.

Auf den Salzwiesen am Ostrand der Insel findet man ähnliche Gesellschaften wie auf dem Kniepsand. Der
Strandflieder und die Strandaster blühen dort oft in großer Zahl. Auch die Pionierpflanze Queller sowie das
Andelgras sind häufig.

Fauna
Die Amrumer Fauna wird wie die Flora durch die Insellage in der Nordsee bestimmt. So gibt es auf der
Insel nur kleine wildlebende Säugetiere wie Hasen, Mäuse, Igel und Fledermäuse. Im 12. Jahrhundert
wurden auf Amrum Wildkaninchen als Jagdwild eingeführt. Sie bevölkern auch heute noch die Insel. Eine
trächtige Füchsin wurde um 2000 auf der Insel ausgesetzt. Sie und
ihre Nachkommen richteten großen Schaden in der Tierwelt an,
wurden aber seither erlegt. Im Meer und auf den Amrum
vorgelagerten Sandbänken, also im Bereich des Nationalparkes,
leben Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale.

Im Januar und Dezember werden vereinzelt nach Sturmfluten junge


Kegelrobben am Jungnamensand bei
Kegelrobben von der Insel im Westen vorgelagerten
Amrum
Jungnamensand an den Amrumer Strand getrieben und von
Weibchen versorgt.

Die Vogelwelt ist besonders reichhaltig. Amrum gehört zu den wichtigsten Brutgebieten für Seevögel in
Deutschland. So ist es das Hauptbrutgebiet der Eiderente, aber auch Austernfischer, Brandgänse,
Küstenseeschwalben, Möwen wie Silbermöwe, Sturmmöwe und Heringsmöwe und viele andere Arten
brüten am Strand, in den Dünen oder am Wattenmeer. Dazu kommen zur Zeit des Vogelzugs riesige
Schwärme von Vögeln wie Knutt, Ringelgans oder Sanderling, die an der Küste genügend Nahrung
finden. Außerdem finden sich auf Amrum, vor allem im Osten der Insel, zahlreiche Singvogelarten. Fasane
wurden ebenfalls als Jagdwild eingeführt und sind häufig anzutreffen.

Waldeidechsen sowie Amphibien wie Moorfrosch, Kreuzkröte und Teichmolch sind weitere Vertreter der
landlebenden Wirbeltiere.

Amrum ist ebenfalls reich an Insekten- und Spinnenarten. Besonders fallen Schmetterlinge – nicht nur
Tagfalter – auf.

Im Meer um Amrum herum finden sich zahlreiche nordsee- und wattenmeertypische Fischarten wie Scholle
und Atlantischer Hering. Die Zahl der übrigen Meerestiere und ihre Vielfalt ist ebenfalls immens –
stellvertretend seien der Einsiedlerkrebs, die Wellhornschnecke und der Pierwurm genannt. Kommerziell
verwertet werden vor allem Sandgarnelen, die fälschlicherweise als „Krabben“ in den Handel kommen,
sowie Miesmuscheln, die in großer Zahl durch Muschelkutter von den Sandbänken „geerntet“ werden.

Siehe auch: Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Geschichte

Bedeutung des Inselnamens


Die Wortbedeutung des Inselnamens leitet sich möglicherweise von „Am Rem“ ab, das soviel bedeutet wie
sandiger Rand. Dies bezieht sich morphologisch auf den der Insel Amrum im Westen vorgelagerten
Kniepsand.[20] Eine andere Theorie geht davon aus, dass die Insel ihren Namen von den einst hier
siedelnden Ambronen hat.[21] 1231 wird die Insel als „Ambrum“ im sogenannten Erdbuch Waldemars II.
erstmals urkundlich erwähnt.[22] Dort ist erstmals auch die Anwesenheit von Kaninchen auf der Insel
belegt.

Vor- und Frühgeschichte


Die ältesten Besiedlungsspuren sind Großsteingräber wie das
Hünenbett von Nebel. Sie stammen aus der Jungsteinzeit. Aus der
Bronze- und Eisenzeit sind zahlreiche Grabhügel vorhanden, etwa
der Esenhugh bei Steenodde.

Im Dünengebiet westlich der Vogelkoje Meeram befinden sich


Reste eines eisenzeitlichen Dorfes. Dort steht der Nachbau eines
eisenzeitlichen Hauses.

Ob die Ambronen, die gemeinsam mit Kimbern und Teutonen um Bronzezeitlicher Grabhügel
100 v. Chr. Rom bedrohten, aus der Gegend der damals noch mit Esenhugh bei Steenodde

dem Festland verbundenen Insel stammten, ist umstritten.

Relikte aus der Wikingerzeit wie Wohn- und Feuerstätten wurden


an mehreren Stellen der Insel freigelegt. Eine Turmburg aus dieser
Zeit wird auf dem östlich von Norddorf gelegenen Hügel Borag
(deutsch: „Burg“) vermutet. Der Krümwal, ein etwa eineinhalb
Kilometer langer Erdwall zwischen Nebel und Steenodde, stammt
vermutlich ebenfalls aus dieser Zeit.[23]

Mittelalter und Neuzeit bis etwa 1890 Hügel Borag aus der Wikingerzeit bei
Norddorf
Im frühen Mittelalter wurde die Insel von den Friesen besiedelt, es
gab jedoch auch einen gewissen nordischen Bevölkerungsanteil.[24]
Im Mittelalter gehörte Amrum zu den so genannten Uthlanden, die
erst allmählich unter die Herrschaft des dänischen Königs bzw.
Schleswiger Herzogs kamen. Das Erdbuch des dänischen Königs
Waldemar aus dem Jahr 1231 nennt die zwei Föhrer Harden Føør
voestæ (Westerharde) mit Ambrum sowie Føør østær (Osterland
Föhr),[25] wobei Amrum zur Westerharde gehörte. Amrum wird im
Erdbuch als ambrum, hus, ha, co. aufgeführt,[26] es gab dort
demnach Häuser, Hasen und Kaninchen. Nach den Konflikten um
das Herzogtum Schleswig zwischen den dänischen Königen und
den Grafen von Schauenburg und Holstein waren die Westerharde
und Listland Enklaven des dänischen Königreichs und gehörten –
anders als die übrigen Nachbargebiete – nicht zum Herzogtum
Schleswig. Dieser Zustand hielt bis 1864 an, unterbrochen 1460 bis
1484 durch die Verpfändung der Harde an den Schleswiger Bischof
Nikolaus IV.[27] und 1661 bis 1677[28] oder 1683[29] durch den
Verkauf der Harde an Graf Hans von Schack.
Historische Karte von 1861

Amrum wurde von mehreren Ratsmännern in der Harde vertreten.


Sie wurden 1697 durch „Gangfersmänner“ ersetzt, die unter anderem die Steuern eintrieben. Zugleich
wurde die Harde zur Birk umgewandelt, die von einem Birkvogt geführt wurde, der auf Föhr lebte. Die
Staatsmacht war meist nur mit wenigen Personen oder gar nicht in der Harde vertreten, so dass die
Bewohner bis auf die Steuerzahlungen unabhängig blieben. Sie hatten zusätzliche Privilegien; so brauchten
sie etwa ab 1735 „auf ewige Zeiten“ keinen Militärdienst zu leisten.[28]
Neben der Salzsiederei, der Landwirtschaft und dem Fischfang gehörte die Seefahrt zu den
Haupterwerbszweigen. Amrumer Seeleute, darunter viele Kapitäne, waren besonders zwischen dem 17.
und 19. Jahrhundert im Walfang und der Handelsschifffahrt tätig. Der Amrumer Seefahrer Hark Olufs, der
1724 in die algerische Sklaverei geraten war, stieg dort zum General auf, ehe er 1736 auf die Insel
zurückkehrte.

Im 18. und 19. Jahrhundert war das Bergen gestrandeter Schiffe eine wichtige Einnahmequelle der Insel.
Erst mit dem Bau von Leuchttürmen ab 1875 und der Anwendung modernerer Navigationstechniken nahm
die Zahl der Strandungen auf der Amrumer Westseite stark ab.[30]

1810 fand auf Amrum ein Scharmützel im Dritten Koalitionskrieg um eine Schiffsladung Kaffee statt, der
„Amrumer Kaffeekrieg“. Dabei wurde ein englisches Kommando besiegt und der dänischen Verwaltung
übergeben.

Nach dem Krieg von 1864 wurde Amrum, wie ganz Schleswig, von Österreich und Preußen gemeinsam
regiert. Dann fiel Amrum an Preußen und wurde 1867 Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein.
Zunächst bildete die Insel eine einheitliche Gemeinde im Kreis Tondern.

Insbesondere nach 1864 wanderte mehr als ein Viertel der Amrumer Bevölkerung aus, zum überwiegenden
Teil in die USA.[31] Heute leben dort mehr Amrum-Stämmige als auf der Insel selbst. Die Verbindungen
zwischen Amrum und den USA werden heute noch gut gepflegt.

Seit Beginn des Badebetriebs


Am Ende des 19. Jahrhunderts nahm der Fremdenverkehr raschen Aufschwung und veränderte die
wirtschaftliche Struktur auf der Insel nachhaltig. Am 1. September 1885 richtete der Architekt Ludolf
Schulze aus Waldhausen bei Hannover ein Gesuch an die Gemeindevertreter der Insel mit der Bitte um die
Badekonzession für den Aufbau eines Badeortes an der Südspitze Wittdün. Das Gesuch wurde zwar
abgelehnt, aber die Idee eines Seebades war geboren. So ergriffen der Amrumer Volkert Quedens und der
Helgoländer Paul Jansen Köhn die Initiative und errichteten ab 1889 die ersten Hotels. 1891 kam Heinrich
Andresen auf die Insel. Er gründete eine Aktiengesellschaft, kaufte Quedens und Köhn die Hotels und
Konzession ab und erbaute ein großes „Kurhaus“ an der Südspitze von Wittdün und den „Kaiserhof“, die
bereits 1892 eröffnet werden konnten. Anders als in vielen anderen Seebädern konnten auch größere
Schiffe anlegen. Ab 1893 verkehrte die Amrumer Inselbahn.

In Norddorf war es Pastor Friedrich von Bodelschwingh, der als Bauherr auftrat. Er erhielt 1890 eine
Genehmigung für den Bau einer Anlage, die schließlich aus mehreren Seehospizen bestand. Betrieben
wurden sie von der Diakonissenanstalt Serapta. Während Bodelschwingh ein christlich geprägtes Seebad
anstrebte, gab es auch weltliche Bestrebungen in Norddorf, in den Erholungsbetrieb einzusteigen, darunter
durch den Hotelier Heinrich Hüttmann.[32]

Am 13. Oktober 1912 wurde aus dem südlichen Teil der Insel die Gemeinde Wittdün, am 25. Juli 1925 aus
dem nördlichen Teil die Gemeinde Norddorf gebildet. Die Restgemeinde benannte sich am 23. Februar
1926 in Nebel um.[33]

Bei der Volksabstimmung 1920 über die staatliche Zugehörigkeit Schleswigs ergab sich eine klare Mehrheit
für Deutschland, während ein großer Teil des Kreises Tondern zu Dänemark kam. Konkret stimmten 483
Amrumer (bzw. 85,64 %) für Deutschland und 81 (bzw. 14,36 %) für Dänemark[34].
Ab den 1950er Jahren kam es zu einer umfangreichen Bautätigkeit, besonders im Westen Nebels und
Süddorfs. In der Sturmflut 1962 brachen die Deiche bei Norddorf und Steenodde, so dass beide Amrumer
Marschgebiete überflutet wurden.[35] Als Teil der touristischen Infrastruktur wurden zwei
Meerwasserschwimmbäder errichtet und die hölzerne Anlegebrücke in Wittdün durch eine große
Hafenanlage aus Beton ersetzt. Viele der Hotels und Seehospize aus der Gründerzeit wurden abgerissen.
1998 lief der brennende Holzfrachter Pallas vor der Insel auf Grund und sorgte damit für eine schwere
Ölverschmutzung.

Einwohnerentwicklung
Aufzeichnungen zur Zahl der Bewohner von Amrum liegen erst aus dem 18. Jahrhundert vor. Das älteste
Anwohnerverzeichnis der Insel Amrum legte Pastor Wedel im Jahre 1716 an.[36] Die für das Jahr 1796
überlieferte Zahl von 606 Einwohnern dürfte auch den Bevölkerungsstand in den früheren Jahrhunderten
widerspiegeln, da für eine Bevölkerungsdichte von etwa 30 Einwohnern pro km2 die wirtschaftliche
Grundlage von Landwirtschaft und Fischfang ausreichend ist.[37]
Jahr Einwohnerzahl

1716 552[36]

1796 606[38]

1801 533[37]

1834 580[37]

1840 585[37]

1845 626[37]

1860 660[38]

1867 522[37]

1871 571[37]

1880 667[37]

1890 980[37]

1900 923[37]

1905 1004[37]

1910 972[37]

1925 1928[37]

1933 1169[37]

1939 1225[37]

1950 1975[37]

1956 1753[37]

1957 1857[37]

1961 1778[39]

1970 1962[39]

1979 2431[39]
2013 2247

Politik
In den drei Gemeinden dominieren die Wählergemeinschaften Nebeler Bürgerblock (NBB), Norddorfer
Bürgerblock (NBB) sowie Wittdüner Bürgerblock (WBB) die Gemeinderäte. Sie stellen in den jeweiligen
Kommunen auch den Bürgermeister. Auf Landtags-, Bundestags- und Europawahlebene ist die Insel eine
Hochburg der CDU.[40]

Bürgermeister
In Norddorf bleibt Peter Koßmann (NBB) auch nach der Kommunalwahl 2013 Bürgermeister. In der
konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung wurde er für eine weitere Wahlperiode einstimmig
gewählt.[41] Auch in Nebel entschieden sich die Gemeinderäte für Kontinuität. Bürgermeister der
Gemeinde Nebel bleibt Bern Dell-Missier (NBB). Er wurde bei der konstituierenden Sitzung des
Gemeinderates im Juni 2013 von allen drei im Gemeinderat vertretenen Fraktionen einstimmig
wiedergewählt.[42] Jürgen Jungclaus ist Bürgermeister von Wittdün (WBB). Er war einziger Kandidat für
das Amt und wurde vom Gemeinderat in Wittdün ebenfalls im Juni 2013 in seinem Amt bestätigt.[43]

Gemeinderäte

Sitze im Gemeinderat von Norddorf[44] Nebel[45] Wittdün[46]


CDU 4 2 2

Norddorfer Bürgerblock (NBB) 5 - -

Nebeler Bürgerblock (NBB) - 7 -


Wittdüner Bürgerblock (WBB) - - 4

SPD - 2 3

Vertreter in Kreis-, Land- und Bundestag


Im Kreistag des Kreises Nordfriesland ist Amrum durch die beiden Abgeordneten Martin Drews (CDU)
und Jürgen Jungclaus (WG-NF) vertreten. Drews konnte bei der Nachwahl zur Kommunalwahl im Mai
2018 in Norddorf und Nebel die meisten Stimmen auf sich vereinen, während Jungclaus, der bereits ein
Listenmandat sicher hatte, in Wittdün vorn lag.

Amrum gehört zum Landtagswahlkreis Nordfriesland-Nord, der aus den amtsfreien Gemeinde Reußenköge
und Sylt sowie den Ämtern Föhr – Amrum, Landschaft Sylt, Mittleres Nordfriesland und Südtondern
besteht.[47] Im Schleswig-Holsteinischen Landtag (Wahlperiode ab 2017) ist der Wahlkreis nicht vertreten.
Das Direktmandat gewann der Sylter Ingbert Liebing mit 45,3 Prozent der Erststimmen. Nach Bildung des
Kabinetts Günther I wurde Liebing am 28. Juni 2017 zum Staatssekretär und Bevollmächtigten des Landes
Schleswig-Holstein beim Bund ernannt und schied sowohl aus dem Bundestag als aus dem Landtag
aus.[48] Nachfolger Liebings im Landtag wurde Tobias Loose, der über die Landesliste nachrückte.[49]

Die Gemeinden der Insel zählen zum Bundestagswahlkreis Nordfriesland – Dithmarschen Nord. Dieser
umfasst den Kreis Nordfriesland und vom Kreis Dithmarschen die Stadt Heide sowie die Ämter Büsum-
Wesselburen, Kirchspielslandgemeinden Eider und Kirchspielslandgemeinde Heider Umland. Bei der
Bundestagswahl 2013 wurde der Christdemokrat Ingbert Liebing direkt gewählt.[50][51] Nach seiner
Ernennung zum Staatssekretär und Bevollmächtigten des Landes Schleswig-Holstein beim Bund legte
Liebing mit Ablauf des 27. Juni 2017 auch sein Bundestagsmandat nieder.[52] Über die Landesliste seiner
Partei zog der SPD-Abgeordnete Matthias Ilgen in den Bundestag ein.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Sehenswürdigkeiten
Amrum gilt als die landschaftlich vielseitigste der Nordfriesischen Inseln.[53] In den drei Gemeinden der
Insel stehen insgesamt zwölf Bauwerke unter Denkmalschutz. Der Bestand an historischen Häusern ist
jedoch weit größer. Darüber hinaus gibt es über die ganze Insel verteilt zahlreiche Gräber oder
Steinsetzungen aus der Steinzeit sowie Hügelgräber aus der Bronze- und der Wikingerzeit.

Die Insel gehört mit rund 180 ha Waldfläche zu den baumreichsten Nordseeinseln.[11] Der 15 km lange und
bis zu 1,5 km breite Kniepsand gilt als einer der größten zusammenhängenden Badestrände Europas.[54]
Ein großer Teil der Insel ist mit Heide bedeckt. Besonders zwischen Nebel und Norddorf erstrecken sich
weite Flächen. Durch die weitläufige Dünenlandschaft führen zahlreiche Bohlenwege.

Seezeichen
Auf Amrum gab es bis 2016 vier Leuchtfeuer. Der Amrumer
Leuchtturm ist der größte an der deutschen Nordseeküste und gilt
als ein Wahrzeichen der Insel Amrum. Das Bauwerk ist 41,8 Meter
hoch und steht zusätzlich auf einer 25 Meter hohen Düne. Es wurde
am 1. Januar 1875 kurz vor Sonnenuntergang in Betrieb
genommen. Der Amrumer Leuchtturm ist der einzige, der besichtigt
werden kann. Das Bauwerk ist im Sommerhalbjahr für den
Publikumsverkehr geöffnet. Über 197 Stufen gelangt man zum Amrumer Leuchtturm
Aussichtsbereich. Der letzte Leuchtfeuerwärter verließ 1984 den
Turm nach dessen Automatisierung.

Der Leuchtturm Norddorf steht auf einer Sanddüne am westlichen


Rand des Amrumer Dünengürtels. Die Architektur enthält Elemente
des Jugendstils. Das Bauwerk wurde im Jahr 1906 errichtet. Die
zwei Stockwerke hohe Konstruktion ruht auf einem knapp einen
Meter hohen, konisch geformten Sockel aus Backstein und kann
über einen Bohlenweg durch die Dünen erreicht werden.

Der Leuchtturm Nebel wurde 1981 errichtet und ist fast baugleich
mit dem 1977 errichteten Leuchtturm Wittdün, der im April 1988
abgeschaltet wurde. Ein weiteres Leuchtfeuer, das Leitfeuer
Leuchtturm Norddorf
Wriakhörn befand sich etwa 550 m vom Amrumer Leuchtturm
entfernt südwestlich auf den Dünen. Es wurde im September 2016
wegen Baufälligkeit zurückgebaut.

Mühlen
Die 1770/71 in Nebel erbaute Amrumer Windmühle gilt als die
älteste Mühle Schleswig-Holsteins.[55] Sie steht auf der höchsten
natürlichen Erhebung im Ort und gilt als ein weiteres Wahrzeichen
der Insel. Das Bauwerk ist seit 1967 denkmalgeschützt und noch
komplett mit den Mahlgängen ausgestattet. Die Mühle dient heute
als Museum (siehe den betreffenden Abschnitt) und darüber hinaus
als Standesamt.
Windmühle in Nebel
Eine weitere Amrumer Windmühle, Bertha, findet sich im Nebeler
Ortsteil Süddorf. Sie stand einst auf der benachbarten Insel Sylt und
wird heute als Wohnung genutzt. An ihrer Stelle hatte zuvor eine Bockwindmühle gestanden. Die
Windmühle Bertha war bis 1942 in Betrieb. Die Mühlentechnik ist nicht mehr vorhanden.
Eine weitere Bockwindmühle stand in Norddorf am südöstlichen Ortsausgang.[56]

Kirchen und Kapellen


Die St.-Clemens-Kirche (Öömrang: St. Clemens sark) in Nebel ist
die größte Kirche der Insel. Die Bewohner der damals einzigen
Inseldörfer Norddorf und Süddorf erbauten sie vermutlich 1236,
denn 1240 wird sie erstmals urkundlich erwähnt. Der Turm im
Westen der Kirche wurde 1908 errichtet. Im Inneren befinden sich
zahlreiche wertvolle Ausstattungsgegenstände. Dazu gehören eine
hölzerne, frühgotische Apostelgruppe, der kelchförmige Taufstein
aus romanischer Zeit, der dreiteilige Altaraufsatz (Triptychon)
stammt aus dem Jahr 1634, ein Kruzifix mit einem spätgotischen
St.-Clemens-Kirche in Nebel
Korpus von 1480, der frei stehende Sakramentsschrank aus dem
15. Jahrhundert, die Kanzel aus der Zeit der Renaissance, die
Emporenbilder aus dem 17. Jahrhundert sowie zwei Kronleuchter
aus Gelbguss (Messing) von 1671 und 1685.

Bis in das 20. Jahrhundert war St. Clemens die einzige Kirche der
Insel. Mit dem Einsetzen des Bädertourismus wuchs in Wittdün der
Wunsch nach einer eigenen Kirche für die Kurgäste. Im Jahre 1903
entstand schließlich nach Plänen des Architekten Hugo Groothoff
im neugotischen Stil die Kapelle Wittdün mit ihrem sehr kurzen
Querschiff. Sehenswert ist ihr Altarbild. Es zeigt keine biblischen
Szenen, sondern in der Mitte ein Panorama der Südspitze Amrums, Kapelle in Wittdün
links die Strandung eines Schiffes und rechts den Einsatz eines
Rettungsbootes. Bei der dargestellten Strandung handelt es sich
vermutlich um die Strandung des Dampfers Albis am 18. November 1922 im Rütergat.

Die katholische Filialkirche St. Elisabeth in Norddorf wurde 1973 erbaut.

Friedhöfe und Grabmäler


Die Sprechenden Grabsteine stehen auf einem gesonderten Areal
auf dem die St.-Clemens-Kirche umgebenden Friedhof in der
Gemeinde Nebel. Ihre Inschriften berichten vom Leben der
Verstorbenen und/oder enthalten Bibelzitate. Die 152 Grabsteine
stammen aus den Jahren 1678 bis 1858 und bestehen überwiegend
aus Sandstein. Bekanntester Grabstein ist der des Seefahrers Hark
Olufs.
Sprechende Grabsteine auf dem
Der neue Friedhof der Insel befindet sich seit 1935 am Ortsausgang
Friedhof von Nebel
von Nebel in Richtung Norddorf. Auf dem Friedhof befindet sich
auch eine Kriegsgräberstätte. Dort wurden 49 Menschen beerdigt,
die in der Folge der nationalsozialistischen Diktatur und des Zweiten Weltkrieges nach Amrum flohen und
dort starben. Auf dem Feld fanden zudem neun Marinesoldaten, die 1914 in einer Seeschlacht vor
Helgoland starben und auf Amrum angeschwemmt wurden, ihre letzte Ruhestätte. Ihre Gebeine wurden im
November 2012 umgebettet.[57] Zuvor war die Kriegsgräberstätte neu gestaltet worden.[58]
Auf dem Friedhof steht eine Pricke, an der eine weiße Flagge mit
einem blauen Quadrat befestigt ist. Die Flagge gehört zum
Flaggenalphabet und steht für das S. Sie erinnert seit August 2012
an einen verunglückten Jungen, dessen Vorname mit einem S
begann. Der Junge hatte im Juni des Jahres am Strand von Wittdün
ein tiefes Loch gegraben und war darin vom Sand verschüttet
worden. Trotz sofort eingeleiteter Suchmaßnahmen konnte er erst
nach drei Tagen gefunden werden.

Der Friedhof der Heimatlosen liegt am Ortsausgang von Nebel.


Dort wurden von 1906 bis 1969 insgesamt 32 an den Strand
gespülte und nicht identifizierbare Leichen bestattet. Der Friedhof
wurde laut Kirchenchronik 1905 vom Strandvogt Kapitän Carl
Jessen angelegt. Er gilt neben dem Westerländer und dem
Spiekerooger Friedhof als einer der bekanntesten Friedhöfe der
Heimatlosen.[59]

Aus der Jungsteinzeit blieb das Hünenbett von Nebel erhalten. Der Hark Olufs Grabstein – Vorderseite
Dolmen Steenodde ist ein von einem Erdhügel bedecktes
Hünengrab (auch als Megalithanlage bezeichnet), das aus der
Jungsteinzeit stammt. Es liegt am Dorfrand von Steenodde. Der
größte Grabhügel auf Amrum, der Esenhugh, ist ebenfalls in
Steenodde zu finden. Sein Alter ist unbekannt. Möglicherweise
wurde er schon in der Stein- oder der Bronzezeit angelegt.
Vermutlich aus der Wikingerzeit (10. – 11. Jahrhundert) stammt das
Gräberfeld von Steenodde, das ursprünglich wohl um die 80
Grabhügel umfasste, von denen heute nur noch wenige erhalten
sind. Die Toten wurden meist verbrannt und in Urnen beigesetzt.
Weitere Grabhügel, meist aus der Bronzezeit, finden sich über die
ganze Insel verteilt.

Museen und Ausstellungen


Das Heimatmuseum der Insel ist in der Amrumer Windmühle
untergebracht. Es ist von April bis Oktober geöffnet. In seiner Hark Olufs Grabstein – Rückseite
Ausstellung wird die Amrumer Geschichte sowie die Amrumer
Flora und Fauna dargestellt. Zu sehen sind Exponate zur Amrumer
Inselbahn, zur Seenotrettung und zur Amrumer Kultur. In
wechselnden Ausstellungen zeigen Künstler ihre auf Amrum oder
auswärts geschaffenen Werke.

In der originalgetreu eingerichteten Küche, der Wohnstube und


weiteren Räumen des etwa 1751 errichteten Öömrang Hüs wird die
insulare Wohnkultur vergangener Tage gezeigt. Neben der
Dauerausstellung präsentiert das Haus in weiteren Räumen Friedhof der Heimatlosen
Wechselausstellungen. Geöffnet ist es von April bis Oktober. Das
Haus gehört dem 1974 gegründeten Heimat- und Kulturverein
Öömrang Ferian und dient dem Verein neben seiner Funktion als Museum auch als Archiv.
Das 1998 am Strandübergang Norddorf im ehemaligen
Schwimmbad eröffnete Naturzentrum Amrum gehört ebenfalls dem
Öömrang Ferian. Gezeigt werden maritime und naturkundliche
Ausstellungen, die die über den Lebensraum Wattenmeer und seine
Bewohner informieren. Derzeit wird das ehemalige Hallenbad zu
einem Ausstellungsraum umgebaut, in dem das Skelett eines
Pottwals, die Geschichte des Walfangs auf den nordfriesischen Öömrang Hüs
Inseln und besonders auf Amrum sowie ein naturkundlicher Teil
gezeigt werden sollen. Besucher sollen sich dort ab Herbst 2017[60]
unter anderem über im Nationalpark Wattenmeer heimische Wale,
über durchziehende Meeressäuger, über Ökologie, Biologie und
den Schutz der Tiere informieren können.[61] Unmittelbar über dem
Naturzentrum Amrum befindet sich das Maritur. Dort zeigt der
Öömrang Ferian seit 2006 zwei Ausstellungen Hark Olufs – Als
Sklave verkauft, als General zurückgekehrt sowie Der Kojenmann
– Mensch und Natur im Wattenmeer. Zur Verfügung gestellt
wurden die Ausstellungen von der Syddansk Universität, wo sie Naturzentrum Norddorf
federführend von Prof. Dr. Rheinheimer entwickelt wurden.[62]

Die Naturschutzgesellschaft Schutzstation Wattenmeer zeigt im Schwimmbad von Wittdün einen Teil ihrer
Ausstellung zum Nationalpark Wattenmeer. In mehreren Aquarien sind unter anderem Strandkrabben,
Schollen und Einsiedlerkrebse zu sehen.[63] Die wesentlich größere Ausstellung war bis Ende 2014 in der
Nordseehalle untergebracht, die im Januar 2015 abgerissen wurde. Derzeit sucht der Verein nach einer
dauerhaften Lösung zur Präsentation der gesamten Ausstellung.[64]

Sonstige Bauwerke
Die Vogelkoje Meeram war eine von zwei Anlagen auf Amrum, die
dem Fang von Wildenten diente. Sie war von 1866 bis 1936 in
Betrieb. Seit 2011 ist das Gebiet mit den angrenzenden Biotopen
sowie dem archäologischen Areal ein „Naturerlebnisraum“. Auf
einem barrierefreien Bohlenweg, der auch durch die angrenzenden
Biotope (Dünen, Heide, Wald und Feuchtgebiete) führt, können
sich Besucher durch die Anlage bewegen. An verschiedenen Tafeln
und Elementen können sie sich über Einzelheiten und Hintergründe
zur Vogelkoje, zur Natur rund um die Vogelkoje mit ihren Tieren Nachbau eines eisenzeitlichen
Hauses
und Biotopen und zum Einfluss des Menschen auf die Natur
informieren.

Teil des Naturerlebnisraumes Vogelkoje Meeram ist auch das archäologische Areal, das sich in Richtung
Dünen und Quermarkenfeuer anschließt. Auf dem Gebiet gibt es ausgedehnte Grabungsstellen mit Funden
aus der Stein- bis zur Eisenzeit. Eine steinzeitliche Grabstelle („Langbett)“ und einzelne Hausgrundrisse
sind im Boden zu sehen und seit 2014 macht der Nachbau eines eisenzeitlichen Hauses die
Lebensumstände in der Frühgeschichte nachvollziehbar.
Eine Besonderheit von Amrum sind die aus buntem Treibgut, vor
allem Holz, errichteten sogenannten Strandburgen auf dem
Kniepsand. Sie werden vom Bau- und Ordnungsamt geduldet.[65]
Bekannt wurde „Panschos Burg“, die der Künstler Ottfried
Schwarz mehrfach neu erbaute. Die erste Version wurde inklusive
200 Sack Amrumer Sand zeitweise im Hof des Altonaer Museums
in Hamburg-Altona gezeigt.[66] 2017 ging Panchos Burg endgültig
verloren.[67]
Archäologische Ausgrabung eines
Der Krümwal ist etwa eineinhalb Kilometer langer und rund eisenzeitlichen Hauses im
anderthalb Meter hoher Erdwall zwischen Nebel und Steenodde. Er Juli/August 2022
stammt vermutlich aus der Wikingerzeit.[68]

Kultur

Sprache
Auf Amrum wird heute vor allem Hochdeutsch gesprochen. Zu den
einheimischen Sprachen der Insel zählt zum einen das Friesische.
Die Amrumer Mundart, die noch ein gutes Viertel der Einwohner
beherrscht, wird Öömrang genannt. Mit den Mundarten von Föhr,
Strandburgen sind eine Amrumer
Sylt und Helgoland bildet sie die inselnordfriesische Dialektgruppe, Besonderheit
die sich deutlich vom Festlandnordfriesischen abtrennt. Das
Öömrang ist dem Föhrer Friesisch noch recht ähnlich, aber selbst
für Sprecher des zum selben Dialektzweig gehörenden Sylter
Dialekts ist es bereits schwer zu verstehen. Friesischunterricht wird
auf Amrum im Kindergarten,[69] der Öömrang-Skuul sowie an der
Volkshochschule angeboten. Auf gymnasialer Ebene wird Friesisch
nur in Wyk auf Föhr unterrichtet.[70] Im Verein Öömrang Ferian
wird der Schriftverkehr laut Satzung vom 29. Mai 1992 auf
Friesisch geführt. Auch die Versammlungssprache soll möglichst
Friesisch sein. Der Verein fördert auch die Herausgabe Amrum
betreffender friesischer Literatur und Veranstaltungen wie friesische 4. Strophe der Amrumer
Regionalhymne Min öömrang lun auf
Abende und Theateraufführungen.[71]
Öömrang

Viele Amrumer beherrschen auch Niederdeutsch, da dies die


Sprache der küstennahen Seefahrer war. Zudem war es nach der Reformation bis 1720 Kirchensprache, ehe
es vom Hochdeutschen abgelöst wurde.

Dänisch wird nur von wenigen Amrumern gesprochen.

Trachten
→ Hauptartikel: Trachten der Inseln Föhr und Amrum und der Halligen
Die Amrumer Tracht wird erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, als die Amrumerinnen die Tracht von der
Nachbarinsel Föhr übernahmen und damit ihre bis dahin getragene Alltagstracht ablösten. Sie stammt in
ihren Ursprüngen von der spanischen Hoftracht ab.[72][73] Der Kranz der Amrumer Tracht lässt sich bis
nach Portugal zurückverfolgen.[74] In den vergangenen 150 Jahren
hat sich die Tracht kaum verändert. War sie bis in das 18.
Jahrhundert noch sehr farbenfroh, wird heute fast ausschließlich die
Sonntagstracht und die Festtagstracht in den Farben Schwarz und
Weiß getragen. Ein männliches Pendant zur Frauentracht fehlt auf
Amrum.

Der Kopfschmuck, die Haube, wurde in früheren Zeiten von den


Amrumer Trachtengruppe
Trägerinnen selbst um den Kopf geschlungen. Heute wird das
quadratische Tuch von einer Anziehfrau gefaltet um den Kopf
geknotet, mit einer Stoffwulst zur Erhöhung gebracht und mit Stecknadeln befestigt. Bis in das 20.
Jahrhundert trugen die Frauen vornehmlich schwarze Schürzen zu ihrer Tracht. Um die Jahrhundertwende
setzten sich dann weiße Schürzen durch.[73] Der filigrane Brustschmuck wird aus Silber hergestellt. Er
besteht auf Amrum meist aus acht bis zwölf Filigranknöpfen sowie einer mehrgliedrigen Hakenkette.[75]
Diese besteht aus einer drei- oder vierreihigen Gliederkette mit einem Amulett in der Mitte, worauf sich die
Bestandteile Kreuz, Herz und Anker als Symbole für Glaube, Liebe und Hoffnung, die Zeichen der
christlichen Tugenden befinden.

Die Tracht wird von jungen Mädchen und Frauen vor allem zur Konfirmation, Hochzeit oder Geburtstag
und zu touristischen Anlässen wie Heimatabenden getragen.[73]

Regelmäßige Veranstaltungen und Brauchtum


Auf Amrum gibt es mehrere eigentümliche Bräuche. Am 21.
Februar (Öömrang: Piadersinj, deutsch etwa: Petersabend) wird
Biakin gefeiert. Dabei wird ein großes Feuer entzündet, um den
Winter auszutreiben. Menschen schwärzen einander mit Ruß die
Gesichter. Der Tag beruht auf dem alten Feiertag Petri Stuhlfeier
(Öömrang: Piadersdai), der ursprünglich am 22. Februar begangen
wurde und auch in anderen nordfriesischen Gemeinden gefeiert
wird.
Hulken auf Amrum
Am Altjahrsabend findet das Hulken statt, bei dem Gruppen von
meist jungen, fantasievoll verkleideten Amrumern von Haus zu
Haus laufen, ihre Identität erraten lassen und dann je nach Alter mit Süßigkeiten oder alkoholischen
Getränken wie Korn belohnt werden.

Das Hualewjonken (deutsch: „Halbdunkeln“) ist eine Zusammenkunft meist männlicher Amrumer zur Zeit
der Abenddämmerung, bei der sich die Teilnehmer im Halbdunkel unterhalten. Der Brauch hängt mit der
Seefahrt zusammen, die in früheren Jahrhunderten der Haupterwerbszweig der Amrumer war. In der
Winterzeit, wenn die Schiffe nicht fahren konnten, kamen insbesondere die unverheirateten Seeleute zum
gemeinsamen Lernen regelmäßig am Nachmittag zusammen.

Bekannte Sagengestalten der Insel sind die Onerbäänkin (die dt. Entsprechung wäre Unterirdische), die den
Oterbaankin auf Föhr und den Önereersken auf Sylt entsprechen.
Unter Beteiligung der Amrumer Blaskapelle und der Trachtengruppe feiert man auf dem Kniepsand vor
Nebel den Sommeranfang am 21. Juni mit einer Sonnenwendfeier.

Heimatlied
Das Amrumer Heimatlied Min öömrang lun ist von Lorenz Conrad Peters auf Friesisch im Amrumer
Dialekt geschrieben. Es hat sich, obwohl es ein Föhrer Autor war, zur Regionalhymne Amrums entwickelt.

Religion
Hauptkirche der Insel ist die St. Clemens-Kirche in Nebel, etwa um
1200 erbaut. Der Großteil der Amrumer Bevölkerung ist seit der
Reformation protestantisch und gehört der St. Clemens
Kirchengemeinde an. Diese unterhält neben der Pfarrkirche das
1980 eingeweihte Gemeindehaus St. Clemens Hüs in Nebel und
eine 1903 in Wittdün errichtete Kapelle. In Norddorf wird das 1929
errichtete Evangelische Gemeindehaus von der Kirchengemeinde
für Gottesdienste und andere Veranstaltungen genutzt.
Innenraum der St.-Clemens-Kirche in
Eine Römisch-Katholische Kirchengemeinde gab es nach der
Nebel
Reformation nicht mehr. Nach Gründung der Badeorte strömten
immer mehr katholische Gäste auf die Insel. Sie hielten ihren
Gottesdienst in Norddorf zunächst in einem eigens dafür
hergerichteten kleinen Raum im Hotel Hüttmann, später dann im
sogenannten Missionshaus ab. 1973 wurde schließlich die
Filialkirche St. Elisabeth Amrum erbaut.[76] Die Gemeinde hat
heute rund 200 Mitglieder[77] und ist Teil der Großpfarrei
Nordfriesland, zu der auch die Kirchen von St. Josef (Leck), St.
Marien (Wyk auf Föhr), St. Peter Ording, Husum, Nordstrand und
Sylt gehören.[78] Eine 1905 in Wittdün errichtete römisch-
katholische Kapelle wurde später zugunsten einer Drogerie Filialkirche St. Elisabeth in Norddorf
abgerissen.

Wirtschaft und Infrastruktur


Für die Insel Amrum wird keine eigene Arbeitslosenstatistik erhoben. Die drei Inselgemeinden gehören zum
statistischen Gebiet Geschäftsstelle Niebüll innerhalb des Bezirks Flensburg der Arbeitsagentur. Dort waren
im Mai 2017 1.231 Personen arbeitslos gemeldet, 29 oder 2,4 Prozent mehr als im Mai 2016, zum
Vormonat 117 oder 8,7 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,7 Prozent (Mai 2016 4,2 Prozent;
Vormonat 4,7 Prozent). 7,1 %.[79] Auf den Inseln ist die Arbeitslosenquote etwas geringer.[80]

Tourismus
Der Haupterwerbszweig ist der Tourismus. Amrum verfügt über etwa 12.000 Gästebetten.[81] 2016 wurden
auf Basis von Meldescheinen insgesamt 1,29 Millionen Übernachtungen registriert.[82] In der Statistik des
Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein werden dagegen nur Übernachtungen in den 200
Beherbergungsstätten mit mehr als zehn Betten erfasst. Dort zählte
man 800.676 Übernachtungen. Die durchschnittliche
Aufenthaltsdauer lag nach Angaben dieser Statistik in Nebel bei 10
Tagen, in Norddorf bei 8,1 Tagen sowie in Wittdün bei 7,8
Tagen.[83]

Amrum verfügte 2012 über rund 10.000 Gästebetten. Man zählte


2012 rund 150.000 Übernachtungsgäste und 1,5 Millionen
Übernachtungen sowie 100.000 Tagesausflügler.[84] Ohne Gäste
Amrum – Zeltplatz 1
der Kinderklinik Satteldüne, der Kindererholungsheime, des
Schullandheims Ban Horn und der Jugendherberge wurden 2012
133.913 Anreisen und 1.265.917 Übernachtungen gezählt. Davon
entfielen 343.872 Übernachtungen auf Wittdün, 447.808 auf Nebel
und 474.237 auf Norddorf.[85]

Landwirtschaft
Auf dem Geestkern sowie in den beiden Marschgebieten wird Bohlenweg durch das
Landwirtschaft betrieben. Der Ackerbau hat dabei wegen des Naturschutzgebiet Amrumer Dünen
wenig fruchtbaren Sandbodens und der insgesamt zu kleinen von Nebel zum Strand
ackerbaufähigen Fläche niemals eine größere Bedeutung gehabt.
Auch die Erträge der Viehzucht blieben gering, denn auch dafür
standen nur wenige magere Weideflächen zur Verfügung, die
zudem bei Springfluten zum Teil überspült wurden. 1910 hielten
die etwa 1000 Bewohner der Insel insgesamt 594 Stück Vieh.
Darunter waren 212 Rinder, 42 Pferde, 222 Schafe und 118 Bauernhof in Süddorf
Schweine. Vor allem Süddorf war durch die Landwirtschaft
geprägt, da es am wenigsten vom Tourismus profitierte.[86] Um
1980 gab es auf Amrum weniger als zehn Landwirte.[87] Heute wird sie nur noch von wenigen Höfen und
teilweise im Nebenerwerb betrieben.[88]

Fischerei
Die Fischerei war jahrhundertelang die Haupteinnahmequelle. Ab dem 15. Jahrhundert gingen die Insulaner
auf Heringsfang. Dessen Erträge gingen im 17. Jahrhundert zurück. Anfang des 18. Jahrhunderts
entdeckten die Amrumer die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Walfangs für sich. Dieser blieb bis um
1860 die Haupteinnahmequelle der Amrumer. Danach fuhren die Insulaner als Kapitäne oder Steuerleute
auf Handelsschiffen zur See.[86] Vom 11. bis ins 19. Jahrhundert war zudem die Austernzucht ein wichtiger
Erwerbszweig.[89] Aufgrund sinkender Erträge stellten die Insulaner die Zucht im Jahre 1881 ein.[90] Heute
ist noch ein Fischer auf der Insel beheimatet.[91]

Häfen
Auf der Insel Amrum gibt es zwei kommunale Häfen.[92] Der Hafen Wittdün wird für den Fähr- und
Güterverkehr genutzt, während im Hafen Steenodde ausschließlich dem Güterumschlag, hauptsächlich
Heizöl und weitere Brennstoffe, dient.[92] In Steenodde wurden 2006 6.117 Tonnen Seegüter
umgeschlagen. In Wittdün waren es 23.299 t.[92] Betreiber der
Häfen in Wittdün und Steenodde sind die Versorgungsbetriebe
Amrum.

Der Hafen Wittdün ging aus einem Anleger hervor, der 1890 im
Zuge der Gründung von Wittdün erbaut wurde. In der Nähe des
Fährhafens von Wittdün liegt der vom Wasser- und Schifffahrtsamt
Tönning betriebene Seezeichenhafen, der von Schiffen wie dem
Tonnenleger Amrumbank und dem Seenotrettungskreuzer Ernst
Der Fähranleger von Wittdün
Meier-Hedde sowie Sportbooten genutzt wird. Dort wurde 1915 an
der heutigen Nordmole der Grundstein für den ersten Liegeplatz
gelegt. Gemeinsam mit den anderen Amrumer Häfen sollte er als Bau- und Liegehafen für die großen
Nassbagger dienen, die Anfang der 20er Jahre mit dem Bau des Hindenburgdammes zwischen Sylt und
dem Festland begannen.

Kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Steenodde die erste Amrumer Landebrücke für den Fracht-
und Personenverkehr errichtet.[93] Eine Zeitlang existierte eine kleine Schiffswerft auf dem Sandwall nahe
der Brücke.[94] 1960 bis 1971 war Steenodde Sitz der Amrumer Schiffahrts AG[94] und Heimathafen der
Fähre Amrum bzw. – ab 1968 – einer gleichnamigen Autofähre, die den Hafen bis etwa 1985 auf der Linie
Schlüttsiel–Hooge–Langeneß–Wittdün–Steenodde anfuhr.

Ein weiterer Hafen, der westlich von Norddorf gelegene Kniephafen versandete Anfang des 20.
Jahrhunderts innerhalb kurzer Zeit vollständig durch die Sedimentzufuhr vom Kniepsand.[95]

Verkehr

Schiffsverkehr
Die Insel ist durch eine Fährlinie (mit Fahrzeugbeförderung) mit
Wyk auf Föhr und dem Festlandhafen Dagebüll verbunden. Die
regelmäßige Verbindung nach Schlüttsiel und den Halligen
Langeneß und Hooge wurde ab der Sommersaison 2019
eingestellt.[96][97] Fährhafen ist Wittdün. Im Jahre 2016 wurden
dort 2172 ankommende Schiffe sowie 604.811 Personen
Fähre Uthlande der Wyker
abgefertigt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies einen Rückgang
Dampfschiffs-Reederei
von 9,7 % bei den Schiffsanlandungen sowie 11,7 % im
Personenverkehr.[98] Die meisten Touristen reisen über Dagebüll
an. Von dort braucht die Fähre der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) bei einer direkten Verbindung
Dagebüll–Amrum 90 Minuten, bei der häufigeren Verbindung über die Nachbarinsel Föhr etwa 120
Minuten.
Während der Sommermonate verbindet die Reederei Adler-Schiffe
in einem regelmäßigen Fährplan (nur für Passagiere) mit den
Schiffen Adler-Express Wittdün mit Hörnum auf Sylt, der Hallig
Hooge und Strucklahnungshörn auf Nordstrand, sowie der Adler IV
Hörnum mit Wittdün und Wyk auf Föhr. Vom Fährhafen aus finden
im Sommerhalbjahr Ausflugsfahrten mit der Eilun statt.

Straßenverkehr
Auf Amrum waren im Juli 2007 1343 PKW, 139 Lkw, 95
Krafträder sowie 298 Anhänger zugelassen. Vor allem in der
Gemeinde Wittdün gab es seinerzeit einen hohen Grad an
Motorisierung.[92] Betreiber der Linienbusse ist die
WDR.
Neben dem Pkw ist das Fahrrad Hauptverkehrsmittel; das
Radwegenetz ist gut ausgebaut. Zahlreiche Fahrradverleiher
ermöglichen auch Touristen, die ohne Rad anreisen, mobil zu sein. Eine Buslinie verbindet Norddorf,
Nebel, Süddorf und Wittdün annähernd im Stundentakt (in der Hauptsaison halbstündlich). Die Buslinie
wird – wie die Autofährlinien – von der W.D.R. betrieben.

Die befestigte Straße von Wittdün nach Norddorf wurde im Jahre 1939 fertiggestellt.

Luftverkehr
1928 wurde ein Flugfeld auf der Heide südlich von Norddorf angelegt. Dagegen klagten jedoch die
Interessenten der nahen Vogelkoje. Vor Gericht konnten sie sich durchsetzen. Das Urteil beschränkte den
Flugverkehr auf wenige Sommermonate bis zum August. Die Passagierzahlen blieben unter den
Erwartungen, so dass der Flugverkehr bald eingestellt wurde. Einen neuen Anlauf zur Anlage eines
Flugplatzes gab es nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese wurden aus Gründen des Natur- und
Landschaftsschutzes abgelehnt.[99] Seither ist Amrum von den vier großen Nordfriesischen Inseln (neben
Amrum sind dies Sylt, Föhr und Pellworm) die einzige ohne Flugplatz. In Nebel besteht ein Landeplatz für
Hubschrauber mit den üblichen Standards. Er wird ausschließlich für Notfall- oder dringende
Krankentransporte zum Festland genutzt.

Schienenverkehr
Die Aktiengesellschaft Wittdün und Amrum startete 1893 den Probebetrieb einer Eisenbahn auf der Strecke
Wittdün–Wittdün Strand. 1901 begann der Bahnbetrieb auf der Strecke Wittdün–Nebel. Ein Jahr später
wurde die Amrumer Inselbahn dann bis Norddorf Hafen betrieben und erreichte damit fast die maximale
Streckennetzlänge, das in seiner der maximalen Ausdehnung etwa 14 km umfasste. Die Inselbahn blieb zeit
ihres Bestehens ein Verlustgeschäft, das 1939 eingestellt wurde.[100] Obwohl die Inselbahn schon lange
nicht mehr fährt, gibt es eine gummibereifte „Lokomotive“ – ein umgebauter Toyota-Geländewagen – mit
zwei Anhängern, die als „Amrumer Inselbahn“ bzw. „Insel-Paul“ für Besichtigungsfahrten eingesetzt wird.

Rettungsstation der DGzRS


Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat seit 1865 eine Rettungsstation auf
Amrum. Zunächst war die Station im Kniephafen im Norden der Insel. Nach Versandung des
Hafens wurde die Station geschlossen. Heute ist der Standort im Seezeichenhafen Wittdün, wo
seit 1961 ein Seenotrettungskreuzer stationiert ist.

→ Hauptartikel: Seenotrettungsstation Amrum

Bildungswesen
Im Kindergarten Amrum werden derzeit 86 Kinder betreut.[101]
Die Öömrang-Skuul ist eine Grund- und Gemeinschaftsschule mit
Förderzentrumsteil des Amtes Föhr-Amrum in Nebel. In ihr wurden
1968 die drei Volksschulen in Wittdün, Nebel und Norddorf als
Dörfergemeinschaftsschule Amrum zusammengefasst. Sie führt als
Realschule mit Grund- und Hauptschulteil zum Haupt- oder
Realschulabschluss. Ihr neues Domizil erhielt die Schule in einem
dafür neu und zentral in Süddorf gelegenem Gebäude. Sie heißt seit
2002 Öömrang Skuul (Öömrang; deutsch: „Amrumer Schule“). Sie Öömrang Skuul
wird von etwa 200 Schülern besucht. Davon sind 80 in dem
Grund- und 120 im Sekundarschulbereich.[102] In den
Klassenverbänden wird jahrgangs- und schulartenübergreifend unterrichtet.[102]

Um das Abitur zu erlangen, stehen den Schülern nach der 10. Klasse die Eilun-Feer-Skuul in Wyk auf Föhr
sowie die beruflichen Gymnasien an der Berufsschule in Niebüll zur Verfügung. Dort werden die
Fachrichtungen Agrarwirtschaft, Ernährung, Technik und Wirtschaft angeboten. Die Öömrang Skuul hat
mit der Eilun-Feer-Skuul sowie den beruflichen Gymnasien in Niebüll Kooperationsverträge
abgeschlossen, die Amrumer Schülern einen Platz garantieren, wenn diese die Anforderungen an den
Notenschnitt erfüllen.[103]

Für die Erwachsenenbildung bietet die im September 1977 gegründete Amrumer Volkshochschule Kurse
an. Dafür nutzt sie die Räume der Öömrang-Skuul für ihr Kursangebot. Träger der Einrichtung ist ein 80
Mitglieder starker Verein.[104] Öffentliche Büchereien gibt es in den Räumen der AmrumTouristik
Norddorf und in der Öömrang-Skuul. Das Jugendzentrum (JUZ) befindet sich am Ortseingang von Nebel
auf dem Gelände des Sportplatzes gegenüber der Windmühle. Träger ist der Verein zur Förderung eines
Jugendzentrums auf Amrum. Er wird vom Kreis Nordfriesland gefördert, der die Personalkosten für das
Jugendzentrum trägt.

Medien
Als vom Tourismus geprägte Insel sind auf Amrum alle gängigen Zeitungen und Zeitschriften erhältlich.
Alle Printmedien werden morgens mit der ersten Fähre von Dagebüll auf die Insel gebracht. Die örtliche
Tageszeitung heißt Der Insel-Bote. Er berichtet über das lokale Geschehen auf Föhr, Amrum und den
Halligen. Vorgänger des Blattes waren die Zeitung Westsee Inseln, die erstmals 1870 erschien. 1880 wurde
der „Insel-Bote“ gegründet und 1954 in den Flensburger Zeitungsverlag integriert.[105] Die
AmrumTouristik ist der Herausgeber mehrerer Publikationen: Amrum Aktuell ist der wöchentlich
erscheinende Veranstaltungskalender der Insel. Die Jahresauflage wird mit 250.000 Stück angegeben wird.
Der kleine Amrumer ist ein jährlich erscheinendes Magazin. Die Beiträge widmen sich kulturhistorischen
Themen, Geschichten aus dem Alltag oder berichten über die Natur der Insel. Der Kleine Amrumer
erscheint in einer Auflage von 35.000 Stück. AmrumNews ist die offizielle Online-Zeitung der
Nordseeinsel Amrum mit tagesaktuellen Meldungen.

Der FriiskFunk sendet seit dem 25. September 2010 wochentags von 8 bis 9 Uhr morgens über den
Offenen Kanal Westküste eine Radiosendung in Nordfriesischer Sprache. Die Produktion der
friesischsprachigen Beiträge wird finanziert von der Ferring Stiftung und vom Friesenrat. Das Radiostudio
ist in den Gebäuden der Ferring Stiftung in Alkersum eingerichtet, wo die Sendungen in Zusammenarbeit
mit dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein produziert werden. Regelmäßig ist auch das Schulradio
„Strandgut“ der Öömrang Skuul auf Sendung. Das Programm wird ebenfalls über den Offenen Kanal
Westküste übertragen. Der offene Kanal betreibt dafür das Außenstudio Nebel/Amrum in der Öömrang
Skuul, das auch den Bewohnern von Amrum zur Verfügung steht. Seit 2006 betreibt Arjan Kölzow sein
„Radio Öömrang“, das jährlich immer nur zum Biikebrennen am 21. Februar auf Sendung ist. Das
Programm wird über Kurzwelle ausgestrahlt und ist damit weltweit empfangbar. Die Sendung auf Friesisch
und Englisch richtet sich an Auswanderer und deren Nachkommen.

Gesundheitsversorgung
Die medizinische Versorgung der Insulaner und der Touristen wird
durch zwei niedergelassene Vertragsärzte (Allgemeinmedizin), zwei
Zahnärzte und zwei Apotheken sichergestellt.[106] Die
Rettungswache auf Amrum deckt mit ihren beiden
Rettungsfahrzeugen[107] die gesamte Insel ab und unterstützt im
Bedarfsfall die Besatzung des DGzRS-Seenotrettungskreuzers
medizinisch.[108] Die notfallmedizinische Betreuung stellen zwei
auf der Insel arbeitende und lebende Fachärzte für Anästhesie und
Allgemeinmedizin sicher. Die Fahrzeuge der Rettungswache sind Eine Kurklinik in Nebel
allradgetrieben und somit in der Lage, auch Einsätze auf den
sandigen Bereichen der Insel wahrzunehmen.[106]

Ein Krankenhaus gibt es auf Amrum nicht. Kliniken gibt es auf Sylt, dem Festland sowie auf der
Nachbarinsel Föhr. Die dortige Inselklinik Föhr-Amrum verfügte als letzte auf einer Nordseeinsel über eine
Geburtenstation. Geburten müssen seither auf dem Festland, zum Beispiel in der Klinik Husum,
erfolgen.[109]

Daneben existieren auf der Insel zahlreiche Rehabilitationseinrichtungen mit den


Behandlungsschwerpunkten Haut- und Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane,
Ernährungsstörungen und mehrere Mutter/Vater & Kind-Kurkliniken.[110]

Müssen Insulaner oder Gäste in ein Krankenhaus auf dem Festland oder auf der Nachbarinsel Föhr
transportiert werden, ist der Transfer per Hubschrauber am schnellsten. Der am Standort Niebüll stationierte
Hubschrauber benötigt für den Flug nach Amrum etwa 10 Minuten. In Rendsburg ist ein Hubschrauber
stationiert, der auch über eine Nachtflugerlaubnis verfügt. Von dort beträgt die Flugzeit etwa 35 Minuten.
Allerdings kann die Insel von den Rettungshubschraubern witterungsbedingt an etwa 150 Tagen/Nächten
im Jahr nicht angeflogen werden. In diesen Fällen kann auf die Bundeswehr zurückgegriffen werden, mit
dem „SAR 10“ der Marine ist auf Helgoland ein Großraumhubschrauber vom Typ „Seaking“ stationiert.
Die Flugzeit nach Amrum beträgt etwa eine Stunde. Transporte per Krankenwagen sind dagegen aufgrund
der Fährverbindungen nur eingeschränkt möglich. Auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger (DGzRS) führt Krankentransporte durch. Die Fahrzeit nach Föhr beträgt abhängig vom
Wasserstand etwa 40 Minuten. Bis ans Festland braucht der Seenotrettungskreuzer etwa eine Stunde. Hinzu
kommt noch der Landweg von den jeweiligen Schiffsanlegern ins Zielkrankenhaus.[106]

Windkraftanlagen
Auf der Insel gibt es, im Gegensatz zum schleswig-holsteinischen Festland (und einer Anlage auf der
Nachbarinsel Föhr), keine Windkraftanlagen. Der Offshore-Windpark Amrumbank West wurde mit 80
Anlagen etwa 36 km südlich von Amrum errichtet, der Offshore-Windpark Nordsee Ost mit 48 Anlagen
etwa 30 Kilometer westlich der Insel.[111] Beide liegen außerhalb des Sichtfeldes, sind jedoch manchmal
als Luftspiegelung zu sehen.[112]

Ver- und Entsorgung


Amrum wird über zwei 4,5 Kilometer lange Seekabel von Föhr aus mit Strom versorgt. Die Nachbarinsel
selbst ist über Emmelsbüll-Horsbüll mit drei jeweils neun Kilometer langen Seekabeln an das Stromnetz auf
dem Festland angeschlossen. Die Leitung nach Norddorf[113] auf Amrum ist doppelt ausgelegt, damit auch
beim Ausfall eines Seekabels die Versorgung sichergestellt ist.[114] Seit er 2010 auf der Nachbarinsel Föhr
am Umspannwerk Utersum einen eigenen Transformator für Amrum aufstellen ließ, kann der Netzbetreiber
Schleswig-Holstein Netz die Stromnetze beider Eilande getrennt betreiben. Schäden in einem
Inselstromnetz haben seither keine Auswirkungen auf das Netz der anderen Insel.[115] Die Schleswig-
Holstein Netz AG betreibt auch die vier Kilometer lange Gasleitung von Föhr nach Amrum sowie die zehn
Kilometer lange Gasleitung von Emmelsbüll-Horsbüll nach Föhr, über die die Inseln mit dem Brennstoff
versorgt werden.[114] Heizöl und andere Brennstoffe werden über den Frachthafen Steenodde angeliefert.

Amrum liegt auf einer Süßwasserlinse, aus der es sein Trinkwasser bezieht. Der Tagesverbrauch ist stark
schwankend. Im Winter werden auf der Insel täglich etwa 600–700 Kubikmeter verbraucht. Im Sommer
sind es zwischen 1800 und 2100 m³. Die Versorgungsbetriebe Amrum unterhalten seit 1975 das für die
Versorgung zuständige Wasserwerk in Nebel-Westerheide.[116] Es verfügt über fünf etwa 40 bis 50 Meter
tiefe Brunnen, über die das Wasser gefördert wird, drei Kessel, in denen das Brunnenwasser über Kalkstein
filtriert wird, sowie zwei 800.000-Liter-Bassins, die Trinkwasser vorhalten. Damit ist der Tagesverbrauch in
der Nebensaison auch dann gesichert, wenn die Pumpen der Brunnen ausfallen.[117] Die Haushalte in
Norddorf versorgten sich noch bis 2006 über Brunnen selbst mit Trinkwasser, ehe auch die Gemeinde an
die zentrale Trinkwasserversorgung angeschlossen wurde.[118][119]

Das Abwasserkanalnetz der Insel ist insgesamt etwa 27 Kilometer lang. Sie führen in die beiden
Kläranlagen in Wittdün und Nebel. Auch dort gibt es Probleme mit der stark schwankenden Menge des
Abwassers. Im Winter kommt dort so wenig Abwasser an, dass die Anlagen nicht ausgelastet werden
können und nicht immer genug Nährstoff für eine optimale Reinigung mitführen.[120] Die Müllabfuhr wird
von einem privaten Unternehmen durchgeführt.[121] Der Abfall wird über die Sammelstation im
Gewerbegebiet Süddorf zum Festland transportiert.

Ansässige Unternehmen
Mit etwa 160 Arbeitsplätzen ist die Satteldüne, eine von der Deutschen Rentenversicherung Nord
betriebene Fachklinik für Kinder und Jugendliche, größter Arbeitgeber der Insel.[122]
Die Versorgungsbetriebe Amrum betreiben das Wasserwerk, die einzige Tankstelle der Insel, die beiden
kommunalen Häfen in Wittdün und Steenodde und die beiden Kläranlagen Wittdün und Nebel.

Die Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum verbindet Amrum durch einen regelmäßigen und
ganzjährigen Linienverkehr mit dem Festland. Außerdem betreibt die W.D.R. als Verkehrsunternehmen den
öffentlichen Busverkehr auf Amrum.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning unterhält auf Amrum eine Außenstelle im
Seezeichenhafen, in dem der Tonnenleger Amrumbank und das Motorschiff Lumme stationiert sind. Dort
unterhält das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in einer Stahlhalle für die Instandhaltung der Tonnen und
Leuchttonnen eine Tischlerei und Schlosserei, ein kleines Magazin und ein Lager sowie ein
Verwaltungsgebäude. Die Zuständigkeit des Außenbezirkes Amrum reicht südlich bis zur Halbinsel
Eiderstedt und nördlich bis zur deutsch-dänischen Grenze. Seeseitig umfasst sie das Küstenmeer bis zur 12-
Seemeilen-Grenze, und auf der Wattseite wird sie durch das Festland begrenzt. Im Bereich des
Außenbezirks liegen etwa 320 km betonntes Fahrwasser sowie 327 schwimmende Schifffahrtszeichen
(Seetonnen) sowie 49 solarbetriebene Leuchttonnen an wichtigen Stellen.[123]

Auf der Insel gibt es zahlreiche Einzelhandels- und gastronomische Betriebe.

Auf Amrum geborene Persönlichkeiten


Oluf Jensen (1672–1750), Seefahrer, Vater von Hark Olufs
Hark Olufs (1708–1754), Seefahrer
Lorenz Friedrich Mechlenburg (1799–1875), Pastor und Sprachforscher
Heidrun Hesse (1951–2007), Philosophin
Knut Jungbohn Clement (1803–1873), Schriftsteller
Georg Quedens (* 1934), Schriftsteller, Fotograf, Heimat- und Naturforscher
Carsten Pörksen (* 1944), Politiker

Filme
Auf Amrum wurden zahlreiche Kino- und Fernsehfilme ganz oder teilweise gedreht, beispielsweise
Nesthäkchen, Mörder auf Amrum, Die Pferdeinsel und der Kinofilm Sommer.

Literatur
Georg Quedens, Hans Hingst, Gerhard Stück, Ommo Wilts: Amrum. Landschaft, Geschichte,
Natur. Verlag Jens Quedens, Amrum 1991, ISBN 3-924422-24-9.
Georg Quedens: Amrum. Breklumer Verlag, Breklum 2004, ISBN 3-7793-1110-0.
Georg Quedens: Insel unter weitem Himmel. 3. Auflage. Breklumer Verlag, Breklum 2004,
ISBN 3-7793-1120-8.
Georg Quedens: Das Seebad Amrum. „… und befürchten den Verderb der guten hiesigen
Sitten …“. Veränderte Neuauflage. Verlag Jens Quedens, Amrum 2006, ISBN 3-924422-79-
6.

Weblinks
Commons: Amrum ([Link] –
Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Amrum – Reiseführer
AmrumTouristik ([Link]
Fachplan Küstenschutz Amrum ([Link]
schutz_fachplaene/Dossier/_functions/teaser_tabelle_Amrum.html) auf schleswig-
[Link]
Die Entstehungsgeschichte der Insel Amrum ([Link]
[Link]) (PDF; 236 kB)
Die Flora von Amrum ([Link]
Linkkatalog zum Thema Amrum ([Link]
and/Schleswig-Holstein/Regionen/Nordfriesische_Inseln_und_Halligen/Amrum/) bei
[Link] (ehemals DMOZ)
Karte (Westen) ([Link]
[Link]) Karte (Osten) ([Link]
ntent/upload/mtbl/[Link]) Karte (Nordspitze) ([Link]
[Link]/geogreif/geogreif-content/upload/mtbl/[Link])

Einzelnachweise
1. Föhr und Amrum: Steigende Übernachtungszahlen. In: IHK Schleswig-Holstein. 7. Mai 2017
([Link] ([Link]
ourismus/marktinformationen/kampagne-uebernachtungszahlen-foehr-amrum/3743392)
[abgerufen am 11. Juli 2017]).
2. Entwicklung. Landesportal Schleswig-Holstein – Landesbetrieb für Küstenschutz,
Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein ([Link]), ehemals im Original ([Link]
[Link]/?url=https%3A%2F%[Link]%2FDE%2FFachi
nhalte%2FK%2Fkuestenschutz_fachplaene%2FAmrum%2F1_2_0_einleitung_entwicklung.
html) (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. Juli 2017. (Seite nicht mehr abrufbar.
Suche in Webarchiven ([Link]
halte/K/kuestenschutz_fachplaene/Amrum/1_2_0_einleitung_entwicklung.html))
3. Entwicklung. Landesportal Schleswig-Holstein – Landesbetrieb für Küstenschutz,
Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein ([Link]), ehemals im Original ([Link]
[Link]/?url=https%3A%2F%[Link]%2FDE%2FFachi
nhalte%2FK%2Fkuestenschutz_fachplaene%2FAmrum%2F1_2_0_einleitung_entwicklung.
html) (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. Juli 2017. (Seite nicht mehr abrufbar.
Suche in Webarchiven ([Link]
halte/K/kuestenschutz_fachplaene/Amrum/1_2_0_einleitung_entwicklung.html))
4. Neuhaus, Beinker, Bründel, Lange: Dünen an der Schleswig-Holsteinischen Westküste. In:
Umweltbundesamt und Nationalparkverwaltungen Niedersächsisches
Wattenmeer/Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (Hrsg.): Umweltatlas Wattenmeer. Band
1: Nordfriesisches und Dithmarsches Wattenmeer. Eugen Ulmer, Stuttgart 1998/1999, ISBN
3-8001-3491-8, S. 92–93.
5. Georg Quedens, Hans Hingst, Gerhard Stück, Ommo Wilts: Amrum. Landschaft, Geschichte,
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6. Wasserwerk steigert seine Leistung. ([Link]
[Link]) sh:z, abgerufen am 16. September 2015.
7. [Link]: Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung ([Link]
[Link]/genesis/online/data?operation=abruftabelleBearbeiten&levelindex=2&levelid
=1499760308725&auswahloperation=abruftabelleAuspraegungAuswaehlen&auswahlverze
ichnis=ordnungsstruktur&auswahlziel=werteabruf&selectionname=449-01-5&auswahltext=
&werteabruf=Werteabruf) vom 31.12.2015 für die Gemeinden Nebel, Nordorf auf Amrum
sowie Wittdün auf Amrum. Abgerufen am 11. Juli 2017.
8. Entwicklung. Landesportal Schleswig-Holstein – Landesbetrieb für Küstenschutz,
Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein ([Link]), ehemals im Original ([Link]
[Link]/?url=https%3A%2F%[Link]%2FDE%2FFachi
nhalte%2FK%2Fkuestenschutz_fachplaene%2FAmrum%2F1_2_0_einleitung_entwicklung.
html) (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. Juli 2017. (Seite nicht mehr abrufbar.
Suche in Webarchiven ([Link]
halte/K/kuestenschutz_fachplaene/Amrum/1_2_0_einleitung_entwicklung.html))
9. Entwicklung. Landesportal Schleswig-Holstein – Landesbetrieb für Küstenschutz,
Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein ([Link]), ehemals im Original ([Link]
[Link]/?url=https%3A%2F%[Link]%2FDE%2FFachi
nhalte%2FK%2Fkuestenschutz_fachplaene%2FAmrum%2F1_2_0_einleitung_entwicklung.
html) (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. Juli 2017. (Seite nicht mehr abrufbar.
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10. [Link]. ([Link]
[Link]?key=1fdf147f6d7b38b10a13303c03c60d12&r=1&fn=[Link]&t=149994789
3808&p=600) (PDF) Abgerufen am 13. Juli 2017.
11. Hans-Jürgen Sturies: Waldbildung und Waldpflege auf der Insel Amrum. Wie haben die
Wälder „Christian“ und „Xaver“ überstanden? ([Link]
9/[Link]
-57_Sturies_Waldbau.pdf) (PDF) In: Bauernblatt. 5. April 2014, archiviert vom Original (http
s://[Link]/?url=http%3A%2F%[Link]%2Ffileadmin%2Fdokument
e%2FBauernblatt%2FPDF_Toepper_2014%2FBB_14_05.04%2F54-57_Sturies_Waldbau.p
df) (nicht mehr online verfügbar) am 3. September 2017; abgerufen am 14. Juli 2017.
Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink
gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
12. Klima Amrums ([Link] bei [Link];
abgerufen am 22. August 2014.
13. Umweltatlas des Landes Schleswig-Holstein, Erhebungszeitraum 1961–1990. ([Link]
[Link]/web/20140716162126/[Link]
hibien/amphibien_atlas.pdf) (Memento des Originals ([Link]
p%3A%2F%[Link]%2Fnuis%2Fupool%2Fgesamt%2Famphibie
n%2Famphibien_atlas.pdf) vom 16. Juli 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde
automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne
dann diesen Hinweis. (PDF; S. 12) abgerufen am 22. August 2014.
14. Mittlere und extreme Eisparameter für den Zeitraum 1961 bis 2000. ([Link]
web/20170903163824/[Link]
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), archiviert vom Original ([Link]
[Link]/?url=http%3A%2F%[Link]%2Fde%2FMeeresdaten%2FBeobacht
ungen%2FEis%[Link]) am 3. September 2017; abgerufen am 11. Juli 2017.
15. Informationen. ([Link]
gebote-fuer-betroffene/haus-sturmvogel/[Link]) (Memento vom 26.
August 2014 im Internet Archive) In: [Link], abgerufen am 22. August 2014.
16. Markus Kottek: Effektive Klimaklassifikation nach Wladimir Peter Köppen. ([Link]
[Link]/pics/kottek_et_al_2006.gif) (GIF, 143 kB) Veterinärmedizinische
Universität Wien, 2006, abgerufen am 17. Januar 2009.
17. Das Klima in Amrum. ([Link]
9) WetterKontor GmbH, abgerufen am 11. Juli 2017.
18. Inselklima Amrum (Wassertemperaturen). ([Link]
klima/klima-Insel-Amrum) [Link], abgerufen am 11. Juli 2017.
19. Aufgaben des Naturschutzes auf Amrum – Stranddistelwiederanpflanzung ([Link]
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Oktober 2021
20. Tanja Tillmann, Daniel Ziehe, Jürgen Wunderlich: Holozäne Landschaftsentwicklung an der
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ight_Insights_from_ground-_penetrating_radar_surveys_and_sedimentological_data) (PDF)
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21. Marold, Edith., Zimmermann, Christiane.: Nordwestgermanisch. W. de Gruyter, Berlin 1995,
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23. Georg Quedens: Amrum. Christian Jensen Verlag, Breklum 1971, DNB 999717413.
24. Nils Århammar: Geschichte der Nordfriesen und des Nordfriesischen. In: Volkert F. Faltings,
Alastair G. H. Walker und Ommo Wilts (Hrsg.): Friesische Studien II. Odense University
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31. Georg Quedens, Hans Hingst, Gerhard Stück, Ommo Wilts: Amrum – Landschaft,
Geschichte, Natur. Jens Quedens, Amrum 1991, ISBN 3-924422-24-9, S. 78.
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