“Bücher als E-Books oder auf Papier”
Alexandra Krüger :
Unumstritten bleibt die Möglichkeit, Bücher platzsparend und papierlos zu archivieren. Wer eine
große Anzahl von Buchern liest und nicht nur gelegentlich in ein Buch schaut, wird die
Anschaffung von E-Books im Ausmaß seines Bucherregals bemerken. Zudem verfügen die
meisten E-Book-Reader bereits über Funkverbindungen, wodurch E-Books in weniger als einer
Minute heruntergeladen werden können. Der sofortige Zugriff auf bestimmte Buchinhalte ist ein
Plus, was beim gedruckten Buch nicht möglich ist. Dafür muss ein Leser in eine Bücherei,
Bibliothek oder es im Internet bestellen. Hinzu tritt die Möglichkeit, die digitalen Texte nach
bestimmten Textstellen oder Wörtern mithilfe einer Suchfunktion zu durchforschen. Für
wissenschaftliches Arbeiten oder auch für Enzyklopadien, Lexika und Wörterbücher ist dies ein
zeitsparender Aspekt, der vermuten lässt, dass das EBook zumindest in den genannten Kategorien
den Durchbruch haben wird. Diese Textstellen konnen anschließend mit einer Notiz- und
Markierungsfunktion kenntlich gemacht werden, welche viele E-Book-Reader bereits mitbringen.
Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle auch das oben bereits erwahnte kostenlose Downloaden von
copyright-freien Texten aus dem Internet.
Grazia Berger :
Die Nachteile sind weniger offensichtlich, aber es gibt sie auch. In einem gedruckten Buch kann
man leichter von einem Ort zum anderen springen und hat auch leichter die Übersicht über das
Buch, das man liest. Außerdem ist es von einem Kindle aus manchmal schwer, die Bücher in der
Sprache herunterzuladen, in der man sie lesen will. Auch gibt es nicht alle Bücher auf E-Book,
viele Bücher gibt es bis anhin nur in gedruckter Form und nicht immer in den Übersetzungen, in
denen man sie gerne hätte. Der sinnliche Genuss, ein Buch in der Hand zu halten, ist auch nicht
da, wenn es auch einfacher und angenehmer ist, ein E-Book in der Hand zu halten, da man zum
Beispiel die Seiten nur mit einem Klick wenden kann und eigentlich nur eine Hand zum Lesen
braucht. Vielen Lesern ist es unangenehm, virtuell zu lesen, sie haben das Gefühl, dann eigentlich
nicht zu lesen, obwohl dieses Gefühl durchaus irrational ist. Wie eine Befragung im Oktober 2011
zeigte, scheinen die Deutschen dem E-Book gegenüber nicht sehr aufgeschlossen zu sein. Nur
15% der Befragten gaben an, dass sie sich in Zukunft Bücher in digitalen Formaten kaufen wurden.
Grazia Berger
Die Vorteile
Das E-Book hat Einzug gehalten in die Haushalte vieler Familien, Paare und Singles und gehört wie
das iPhone und das Tablet bald zur Ausstattung jedes modernen Menschen. Aber worin liegen
eigentlich die Vor- bzw. Nachteile eines E-Books?
Zunächst einmal liegen ein paar Vorteile auf der Hand: der Verbraucher muss nicht mehr in den
Laden gehen, um sein Buch zu kaufen oder zu bestellen, er kann dies bequem von jedem Ort aus
tun, wo er einen Internetzugang hat, dort kann er es auch gleich drahtlos bezahlen und es wird ihm
innerhalb einiger Minuten zugeschickt bzw. heruntergeladen, sodass er das Buch in allerkürzester
Zeit zu seiner Verfügung hat.
Außerdem kann er sich eine Bibliothek anlegen, die keinen Platz in Anspruch nimmt, wenn man von
dem Platz, den das E-Book selbst braucht, einmal absieht. Es hat Platz in einer mittelgroßen
Handtasche und kann also überall hin mitgenommen werden, in den Zug, ins Flugzeug, in die
Straßenbahn, zum Doktor, aufs Gemeindehaus, ins Museum, in den Park usw. Viele Leute haben
Platzprobleme in ihren Wohnungen und Häusern und dies scheint wohl einer der Hauptvorteile des
E-Books zu sein, denn die gespeicherte Bibliothek braucht kaum mehr Platz als ein Handy.
Außerdem ist das E-Book zum Sprachenlernen geeignet, weil man die Wörterbücher der zu
lernenden Fremdsprache herunterladen kann und dann Wörter, die man nicht versteht, anklicken
kann und eine Erklärung in der Fremdsprache erhält dazu. Man kann die Schriftgröße des Textes,
den man liest, ändern und bei den neueren E-Books kann man sogar im Dunkeln lesen, da sie mit
einem leuchtenden Bildschirm versehen sind.
Ein E-Book ist zudem sehr leicht, oft leichter und weniger für Zerstörung anfällig als ein Buch, das
man mit sich herumträgt. Man kann auch Notizen zur Lektüre machen, diese sind jedoch weniger
direkt sichtbar, als wenn man diese mit einem Bleistift in ein gedrucktes Buch hineinschreibt. Viele
Bücher, vor allem ältere und auch diejenigen in Fremdsprachen sind billiger als wenn man sie als
Paperback über Amazon bestellt oder im Buchladen kauft. Außerdem gibt es zu den angeklickten
Büchern eine kurze Zusammenfassung und in vielen Fällen eine Leseprobe, sodass man das
Produkt erst einmal ausprobieren kann, bevor man es kauft. Klickt man einen Autor an, so
erscheinen nicht alle, aber alle auf E-Book erhältlichen Bücher des Autors auf dem Bildschirm und
man kann sich ein Bild von dem machen, was dieser Autor so alles geschrieben hat. Serien werden
als Serien ausgezeichnet, sodass man weiß, welches Buch zu welcher Serie gehört. Vor allem für
Ferienlektüre und Bücher, die man nur einmal liest, ist das E-Book die ideale Lösung wegen des
Platzsparens, man muss die Bücher auch nicht wieder loswerden nach der Lektüre. Aber auch um
sich in ein Wissensgebiet einzuarbeiten, kann das E-Book von Nutzen sein, gerade wenn man sich
eine Bibliothek zu einem bestimmten Thema aneignen will, ohne gleich sein ganzes Haus
vollzustellen.
Die Nachteile
Die Nachteile sind weniger offensichtlich, aber es gibt sie auch. In einem gedruckten Buch kann man
leichter von einem Ort zum anderen springen und hat auch leichter die Übersicht über das Buch,
das man liest. Außerdem ist es von einem Kindle aus manchmal schwer, die Bücher in der Sprache
herunterzuladen, in der man sie lesen will. Auch gibt es nicht alle Bücher auf E-Book, viele Bücher
gibt es bis anhin nur in gedruckter Form und nicht immer in den Übersetzungen, in denen man sie
gerne hätte. Der sinnliche Genuss, ein Buch in der Hand zu halten, ist auch nicht da, wenn es auch
einfacher und angenehmer ist, ein E-Book in der Hand zu halten, da man zum Beispiel die Seiten
nur mit einem Klick wenden kann und eigentlich nur eine Hand zum Lesen braucht. Vielen Lesern ist
es unangenehm, virtuell zu lesen, sie haben das Gefühl, dann eigentlich nicht zu lesen, obwohl
dieses Gefühl durchaus irrational ist. Manche denken auch, dass der Umstand, dass man nur einen
Teil des Textes sieht, der Gedächtnisleistung beim Lesen nicht entgegen kommt.
Vieles bleibt noch zu beweisen. Wer wissenschaftlich arbeitet mit Büchern, wird vom E-Book auch
noch einige Verbesserungen erwarten, so das Springen im Text etwa, die Zugänglichkeit der
Anmerkungen, die Schwierigkeit mit Bildern umzugehen im E-Book, die Schwierigkeit, Anmerkungen
im Buch unmittelbar zu sehen, die manchmal fehlende Paginierung, der Umstand, dass nicht alle
Bücher, die man braucht, auch wirklich verfügbar sind und dass kaum Artikel auf dem E-Book zu
finden sind etc.
Für die Geschichte des Lesens ist das E-Book jedoch vor allem für den Bücherwurm und
Ferienleser ein Fortschritt wegen des Platzsparens und der leichten Transportierbarkeit. Nicht jedes
Buch, das man liest, will man auch körperlich in seiner Bibliothek haben und zur Leihbücherei gehen
auch nicht alle gerne. Mein Tipp: Versuchen Sies mal, leihen Sie sich ein E-Book für die Ferien aus
und probieren Sie es aus ! Nach den Ferien werden Sie wissen, ob Sie eines kaufen möchten.
Alexandra Krüger
Alexandra Krüger :
Unumstritten bleibt die Möglichkeit, Bücher platzsparend und papierlos zu archivieren. Wer eine große
Anzahl von Buchern liest und nicht nur gelegentlich in ein Buch schaut, wird die Anschaffung von E-Books
im Ausmaß seines Bucherregals bemerken. Zudem verfügen die meisten E-Book-Reader bereits über
Funkverbindungen, wodurch E-Books in weniger als einer Minute heruntergeladen werden können. Der
sofortige Zugriff auf bestimmte Buchinhalte ist ein Plus, was beim gedruckten Buch nicht möglich ist.
Dafür muss ein Leser in eine Bucherei, Bibliothek oder es im Internet bestellen. Hinzu tritt die Möglichkeit,
die digitalen Texte nach bestimmten Textstellen oder Wortern mithilfe einer Suchfunktion zu
durchforschen. Für wissenschaftliches Arbeiten oder auch für Enzyklopadien, Lexika und Wörterböchern
ist dies ein zeitsparender Aspekt, der vermuten lüsst, dass das EBook zumindest in den genannten
Kategorien den Durchbruch haben wird. Diese Textstellen konnen anschließend mit einer Notiz- und
Markierungsfunktion kenntlich gemacht werden, welche viele E-Book-Reader bereits mitbringen. Nicht zu
vergessen ist an dieser Stelle auch das oben bereits erwahnte kostenlose Downloaden von copyright-freien
Texten aus dem Internet.
Negativ gegenüber dem gedruckten Buch äußern sich folgende Punkte: Da sich die Vertreiber der E-Books
noch nicht einig über ein standardisiertes Format sind, ist es häufig schwierig gekaufte E-Books auf anderen
Geraten zu speichern und zu lesen, wenn nicht sogar ein digitales Rechtemanagement (DRM) die Datei an
eine Hardware bindet. Dahingegen benotigt ein Buch erst gar kein bestimmtes Format oder eine Technik,
um es lesen zu konnen. Es ist schlicht, praktikabel und einfach in der Handhabung. Ein Abstürzen ist nicht
zu befürchten, da es auch nicht so empfindlich ist wie ein E-Book-Reader oder anderes Lesegerät. Durch
die Anzeige von jeweils nur einer Buchseite erscheint ein E-Book auch nicht so übersichtlich wie ein Buch.
Ein schnelles Vor- oder Züruckblättern ist schwer möglich und mal den „Finger dazwischen legen“
ausgeschlossen. Hinzu kommt, dass ein E-Book abhängig vom Modell auch ein wenig Ladezeit benötigt,
um eine Seite zu öffnen. Daruber hinaus ist die Tatsache, welche die meisten Leser wohl noch vom Kauf
von E-Books abhalt, die Anschaffung eines teuren Lesegerates. Auch wenn die Preise fur E-Book-Reader
in letzter Zeit gesunken sind, uberlegt man zweimal, ob man nicht das Taschenbuch fur 9,95 € oder den
teuren Reader plus das jeweilige E-Book kauft. Naturlich ist ein Reader eine einmalige Anschaffung, aber