D Dishal Help
D Dishal Help
1 Das Programm berechnet nur Butterworth- and Tschebycheff Filter (bis 3db Wellligkeit).
Ein Unterprogramm für die exakte Berechnung von sog. "Cohn"-Filtern ist ebenfalls enthalten
Ein neues Programm für die Berechnung der "QER"-Variante des Cohn-Typs wurde hinzugefügt
2 Alle Parameter der Filterquarze werden als identisch angenommen (fs, Lm, Cm, Cp).
3 Die Quarze werden als verlustlose Resonatoren angesehen.
Allerdings liefert das Programm sehr genaue Resultate für alle relevanten Filterpara-
meter und der Komponentenwerte.
Eine zusätzliche grafische Darstellung der resultierenden Durchlasskurve erlaubt eine
schnelle Beurteilung der Filtereigenschaften.
Eingabefelder
Alle notwendigen Eingaben sind im unten gezeigten Feld konzentriert:
Quarz-Parameter
Hier kann wahlweise die Quarzinduktivität Lm oder die Quarzkapazität Cm eingegeben werden.
Der jeweils andere Wert wird dann über die Serienresonanz ("Series Freq. Fs".) errechnet
Die Eingabe der Halterungskapazität des Quarzes Cp ist ebenfalls erforderlich.
Es mag auffallen, dass keine Eingabe für die Parallelfrequenz fp existiert. Dies ist deswegen nicht vorge-
sehen, weil die Messung von fp durch Streukapazitäten und der Abhängigkeit von der Abschlussimpe-
danz recht ungenau ist. Daher wird fp aus den obigen Eingabeparametern errechnet.
Filter-Parameter
- 3db-Bandwidth (BW):
Die 3db-Bandbreite kann bis zur maximal möglichen Bandbreite eingegeben werden. Die
maximale BW wird berechnet und nun auch unter dem Eingabefeld angezeigt. Es erfolgt eine
Fehlermeldung, wenn dieser Wert überschritten wird. Außerdem kann der Maximalwert (als
"Hint") angezeigt werden, wenn man mit dem Mauszeiger in das "B3db"-Feld fährt.
- Passband ripple:
Eine Welligkeit von 0db erzeugt eine Butterworth-Kurve, jeder Wert von >0 bis 3db erzeugt
eine Tschebyscheff-Kurve.
- Number of crystals: jede Anzahl von 2 bis 14 Quarzen (Pole) ist möglich.
- Frequency Span: kann beliebig zwischen >0 und 400kHz für die Grafik gewählt werden.
Ein Klick auf den "Calculate"- Button oder das Drücken der <RETURN> Taste bewirkt nach
jeder Eingabe eine Neuberechnung und Aktualisierung der Resultate und Grafik-Darstellung.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Xtal parameters
Hier werden die dynamische Induktivität Lm und Kapazität Cm des Quarzes neben den
zugehörigen Serien- und Parallelresonanzfrequenzen fs and fp dargestellt. Die Halterungs-
kapazität Cp kann im Eingabefeld abgelesen werden. Der jeweils berechnete Wert für Cm oder
Lm wird mit einer Auflösung von mindestens 6 Dezimalstellen gezeigt. Das hat absolut nichts
mit der Genauigkeit zu tun, sondern ermöglicht die exakte Darstellung der Serienresonanz,
wenn diese Daten in einem Simulationsprogramm verwendet werden
Filter parameters
Dies sind die berechneten Werte der Koppelkapazitäten für die gewünschte Bandbreite. Die
Indexzahlen ("Ck12", "Ck23", usw.) beschreiben ihre Position zwischen den jeweiligen Quarzen.
Hinweis: Die Zahlen erscheinen in Rot, wenn der Wert für das jeweilige Ck 10pF unterschreitet.
Dies sind die Werte der Kapazitäten in Serie mit den jeweiligen Quarzen, um sie auf die
gemeinsame Maschenfrequenz ("mesh frequency") des Filters zu ziehen. Ihre Indexzahlen
("Cs1", "Cs3", usw.) bezeichnen ebenfalls ihre Verbindung zum jeweiligen Quarz
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Es ist nur die Hälfte der notwendigen Koppel- und Serienkondensatoren aufgeführt
Das ist ausreichend, da die Butterworth- und Tschebycheff-Filter symmetrisch aufgebaut sind.
Daher ist z.B. die Koppelkapazität Ck1,2 identisch mit Ckn-1,n und so weiter.
Die folgenden Bilder von Filtern mit ungerader und gerader Anzahl von Quarzen illustrieren
diesen Zusammenhang:
Als zusätzliche Information wurde eine Tafel mit den kompletten Schaltbildern aller Filter für die
Polzahlen von 2 bis 14 an das Ende des Anhangs angefügt.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Die Grafik-Anzeige
Die Grafik zeigt die Durchlasskurve des berechneten Filters. Die Filterkurve ist immer auf die
berechnete Mittenfrequenz "fm" zentriert. Die Darstellbreite kann bis 400kHz betragen, wobei
die resultierenden Frequenzgrenzen als plus/minus Offsets angezeigt werden. Durch Anklicken
von "LOG Lin" unterhalb des "Calculate" - Buttons kann die Kurve kann auch mit linearer
Skalierung dargestellt werden.
Der Wert der Dämpfungsasymptote ("ultimate attenuation") wird angezeigt und erscheint auch
als rote Linie, wenn er innerhalb des 100db-Bereichs liegt. Der Mittelwert der beiden
Filterflanken erscheint als grüne Linie ("Symmetry Axis") und ist ein Maß für die Abweichung
von einer symmetrischen Kurve.
Ein 5-MHz, 5-Polfilter mit 1db Welligkeit, dargestellt in 10kHz und 100kHz Frequenzbreite
Die Filterkurve in linearer Darstellung Die berechnenten Werte in Tabellenform, hier mit
absoluten Frequenzwerten dargestellt.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
SaveWindow
Ein Klick auf dieses Feld erzeugt ein Bild des gesamten Programmfensters und speichert es im
Programmordner als Bitmap-Datei mit dem Namen "[Link]". Zur Anzeige, dass das Bild
erzeugt wird, verändert sich die Farbe des Grafikfeldes für einen kurzen Moment. (Eine Kopie
liegt dann auch im Windows Clipboard). Alle berechneten Daten inklusive der Maschenfrequenz
und der Filterkurve sind daher im Bild für weitere Auswertungen enthalten. Wenn mehrere
Bilder erzeugt werden, muss vorher eine evtl. bereits vorhandene Datei umbenannt werden, da
sie sonst ohne Vorwarnung überschrieben wird.
Cohn
Filter, die die von Seymour Cohn [7] publizierte "minimum-loss" Kopplungsmethode verwenden,
sind - speziell als CW-Filter - recht populär geworden, trotz ihrer bekannten Nachteile wie
unkontrollierbarer Welligkeit und sehr großer Gruppenlaufzeit-Verzerrungen. Ihre Vorteile sind
neben dem einfachen Aufbau mit identischen Koppelkondensatoren die etwas steileren Filter-
flanken. Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben ist allerdings ihre Durchlassdämpfung nicht
kleiner als bei den Tschebyscheff- oder Butterworth-Typen. Das liegt an der extremen Schmal-
bandigkeit der Quarzfilter im Vergleich zu LC-Filtern.
Ein Klick auf dieses Feld öffnet ein eigenes kleines Programmfenster, das vom Hauptprogramm
unabhängig ist. Es dient nur zur einfachen Berechnung der Werte für die Koppelkondensatoren
und der Abschlussimpedanz. Es wird keine Durchlasskurve generiert.
Selbstverständlich verwendet auch dieses Programm die Dishal-Methode, d.h., die Parallel-
kapazität Cp der Quarze wird korrekt berücksichtigt. Daher sind auch hier die errechneten
Werte für die Kopplungskapazität und Abschlussimpedanz sehr genau.
QER(G3UUR)
Diese von G3UUR entwickelte neue Variante des Cohn-Typs verbindet die Einfachheit der iden-
tischen Kopplungswerte mit einer drastischen Reduktion der Welligkeit und Gruppenlaufzeitver-
zerrungen. Zum Beispiel liegt die Welligkeit eines 8-poligen QER-Filters bei nur ca. 0,3db statt
der untragbaren 5-6db eines Cohnfilters. Diese "Quasi-Equi-Ripple" - Eigenschaft (QER) wird
dadurch erreicht, dass neben anderen Kopplungskoeffizienten und Abschlussimpedanzen die
Serien-Endkapazitäten durch einen zweiten Quarz parallel zum jeweiligen Endquarz ersetzt
werden - siehe Prinzipschaltbild. Die effektive Polzahl des Filters wird durch die beiden Zusatz-
quarze nicht erhöht.
Eine ausführliche Information über
diesen Filtertyp kann im ARRL-
Handbook 2010 [9] und auch in
QRP Quarterly [10] gefunden
werden. Eine Simulation mit einem
Vergleich der Durchlasskurven
eines 8-Polfilters in Cohn- und
QER-Ausführung ist im Anhang zu
sehen.
In diesem Programm wird natürlich ebenfalls die Dishal-Methode für die korrekte Berechnung
der Werte für die Koppelkapazität Ck und die Abschlussimpedanz angewandt.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Xtal
Öffnet ein Drop-Down-Menü mit zwei Programmen zur einfachen Ermittlung von Quarzpara-
metern und ein drittes für das individuelle "Ziehen" von Quarzen im Filter ("Tuning").
3db-Method
Der Rechner verwendet die Messwerte, die in einem passiven Messaufbau mit einem stabilen
Signalgenerator und einem Detektor oder Netzwerk-Analysator gewonnen wurden. Es setzt die
Anwendung der "3-db"-Methode voraus. Als ein typisches Beispiel von vielen ist eine detaillierte
Beschreibung dieser Methode und des zugehörigen Messaufbaus auf der Webseite von K8IQY
unter dem Titel "Precision VXO" zu finden:
[Link]
Das ist nur ein Beispiel aus einer Unzahl von Artikeln über die Messung von Quarzparametern.
.
Hinweis:
Der 3db-Method Rechner wurde erweitert, sodass jetzt auch neben dem Spannungverhältnis
"Uout/Uin[%]" der Dämpfungswert in "db" eingegeben werden kann. Alternativ kann nun auch
der direkt (durch Substitution) ermittelte Verlustwiderstand Rm direkt eingegeben werden. Siehe
die ausführliche Beschreibung im Anhang.
Die Genauigkeit der 3db-Methode hängt nicht nur von der Messgenauigkeit für Bandbreite und Dämpfung
ab, sondern auch von den möglichst genau bekannten Werten der beiden Abschlusswiderstände.
G3UUR-Method
Diese wohl populärste Methode verwendet einen Colpitts-Oszillator, bei dem die Schwing-
frequenz des Quarzes einmal direkt und einmal mit einem genau bekannten Kondensator in
Serie mit dem Quarz gemessen wird. Aus der Frequenzdifferenz lassen sich dann die Kapazität
Cm und die Induktivität Lm errechnen. Die Schaltung und die vereinfachten Auswerteformeln
sind in vielen Publikationen und im Internet zu finden.
Das hier vorliegende Programm verwendet nun nicht mehr die publizierten vereinfachten
Formeln, die aber zu relativ ungenauen Ergebnissen führt, sondern eine exakte Berechnung
unter Berücksichtigen der Spannungsteilerkapazitäten (nominal je 470pF). Dies ergibt wesent-
lich genauere Ergebnisse für die Quarzparameter. Wenn aus Kompatibilitätsgründen auf die
Ergebnisse der üblichen Berechnung zurückgegriffen werden soll, kann man einfach die Werte
für die Spannungsteilerkapazitäten auf "0" setzen.
Obwohl mit diesem Verfahren der Verlustwiderstand und daraus die Güte eines Quarzes nicht
direkt ermittelt werden kann, ist es zumindest möglich, durch Messung der Oszillatoramplitude
eine qualitative Abschätzung der Quarzaktivität und damit der Güte zu machen. Dies kann zur
Sortierung der Quarze nach relativer Güte, bzw. der Aussortierung schlechter Quarze dienen.
Dafür ist nur ein einfacher Diodengleichrichter mit angeschlossenem hochohmigen Voltmeter
(DVM) nötig.
Xtal Tuning
Das Programm erlaubt die einfache Berechnung der individuellen Ziehkondensatoren ("series-
tuning-Cs") zur Erzielung einer identischen Maschenfrequenz im Filter, wenn die verfügbaren
Quarze unterschiedliche Serienresonanzen aufweisen. Seine Anwendung mit einem durch-
gerechneten Beispiel ist im Anhang zu finden. Bei dieser Methode können u.U. minimale Ab-
weichungen der Filterkurve auftreten, wenn die Frequenzdifferenz der Quarze relativ groß ist.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Table
Die Ergebnisse können auch tabellarisch angezeigt werden. Unter "Table" öffnet sich ein Unter-
menü: "Relative Freqs", "Show/Close Table " und "Save Table as Text". Die entsprechende
Tabelle erscheint im Grafikfeld statt der Kurvendarstellung.
Einfacher kann man mit dem Button "Show Table" unterhalb des Grafikfensters zwischen
Grafik und Tabelle umschalten. Bei Auswahl "Relative Freqs" im obigen Menü kann die Tabelle
zwischen absoluter und relativer Frequenzanzeige umgeschaltet werden.
Der Aufruf von "Save Table as Text" speichert die Tabelle als Textdatei "[Link]" im
Programmordner. In diesem Fall werden auch alle Quarz- und Filterparameter und natürlich die
Werte der Koppel-und Serienkapazitäten mit abgespeichert.
LC-Match
"LC-Match" öffnet ein separates Programmfenster zur Berechnung der Werte für die ent-
sprechenden LC-Glieder zur Anpassung an Quell- und Lastimpedanz. In bestimmten Fällen
kann das gegenüber Transformatoren Vorteile bringen. Beide Versionen des Netzwerks – die
Hoch- und Tiefpass-Topologie – werden berechnet und angezeigt. Die Berechnung setzt rein
reelle Abschlusswiderstände voraus. Außerdem wird R1 immer kleiner als R2 angenommen.
Wird die Differenz zwischen Filter- und Abschlussimpedanz gleich oder kleiner als 1:1.02 (
return loss 40db), dann erscheint die Meldung "No matching network necessary". Eine
Anpassung ist dann also unnötig.
Hinweis: Beim Aufruf übernimmt das Programm die Daten für Frequenz und Filterimpedanz aus dem
Hauptprogramm und errechnet die erforderlichen Werte für das LC-Netzwerk. Selbstverständlich können
danach die Eingaben beliebig für eine universelle Anwendung verändert werden
Cs2Cp
Colours
Ein kleines Menü, mit dem die Farbgebung der Grafik-Anzeige beliebig geändert werden kann.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Anhang
In normalen LC-Bandpassfiltern des Maschentyps ("mesh" oder "ladder") sind die Mitten- und
die Maschenfrequenz identisch. Das ist nicht der Fall bei Ladderfiltern mit Quarzen.
(Jack Hardcastle, G3JIR, hat auf diese Diskrepanz hingewiesen)
Der Grund dafür ist wieder einmal die unvermeidliche Parallelkapazität Cp, die nicht nur den be-
kannten asymmetrischen Verlauf der Filterflanken, sondern auch eine Asymmetrie im Durch-
lassbereich bewirkt. Da nun die Mittenfrequenz fm üblicherweise als die arithmetische Mitte
zwischen den 3db-Punkten definiert ist, liegt die Maschenfrequenz bei einem LSB-Filter immer
etwas höher als fm (bei der USB-Topologie liegt sie immer niedriger). Das folgende Bild eines
3-Pol-Filters vom Tschebycheff-Typ illustriert diesen Effekt – hier liegt die Maschenfrequenz
("mesh frequency") ca. 195Hz höher als die Mittenfrequenz ("center frequency").
Diese "mesh frequency" wird als ein Hinweis immer dann angezeigt, wenn man den Mauszeiger
entweder auf die Zahl bei "Center frequency" im Filterparameter-Feld oder auf die gleiche Zahl
unterhalb des Grafikbereichs bewegt.
Hinweis: Bei der Erzeugung eines Bildes mittels "SaveWindow" wird die Maschenfrequenz
("Mesh-Frequency") statt der "Symmetry Axis"-Beschriftung abgespeichert.
Die vom Programm errechneten Werte der Serien-C's stellen identische Maschenfrequenzen im
Filter sicher. Nur wenn ein zusätzliches "Ziehen" der Frequenz einzelner Quarze vorgesehen
ist, könnte folgende Information hilfreich sein:
1) Die Maschenfrequenz des Filters wird immer durch die zweite Masche (bzw. der vorletzten,
identischen Masche) bestimmt. Sie ist die höchste, weil der zugehörige Quarz auf beiden
Seiten in Serie mit den kleinsten Kopplungkapazitäten liegt. Alle anderen Maschen müssen
daher mit entsprechenden Serienkapazitäten auf diese Frequenz gezogen werden.
2) Die Anwendung des "Xtal Tuning" Programms im "Xtal" Menü zur individuellen Abstimmung
von Quarzen mit unterschiedlichen Serienresonanzen auf eine gemeinsame Maschenfre-
quenz ist auf den folgenden Seiten beschrieben.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Es mag aber Fälle geben, in denen nur Quarze mit einer größeren Frequenzstreuung zur Ver-
fügung stehen. In begrenztem Maße können nun diese Quarze individuell mit Serienkapa-
zitäten, die von den berechneten Idealwerten abweichen, "gezogen" (tuned) werden. Zu diesem
Zweck werden im Dishal-Programm neben den Serienkapazitäten Cs_x auch die zugehörigen
Offsetfrequenzen "equivalent offset freq" berechnet und angezeigt.
Diese Zusatzinformation macht es jetzt besonders einfach, das "XtalTuning" Programm für den
Abstimmprozess einzusetzen. Die resultierende Filterkurve kann zwar minimale Abweichungen
von der Idealkurve aufweisen, z.B., bei der Welligkeit, Bandbreite oder Mittenfrequenz. Diese
Abweichungen sind aber im Vergleich zu den Fehlern, die durch die Bauteiletoleranzen und
Quarzverluste entstehen, völlig vernachlässigbar. Eine genauere Erläuterung der Ursachen für
diese Effekte sprengt den Rahmen dieser Hilfedatei.
#1: 4999.670, #2: 4999.895, #3: 5000.010, #4: 5000.120, #5: 5000.235, #6: 5000.320,
#7: 5000.485, #8: 5000.680. (das ist eine extrem große Spreizung von 1010Hz)
Wir wollen nun ein 8-Pol-Filter mit einer 3db-Bandbreite von 2.5kHz und einer Welligkeit von
0.5db mit den oben aufgeführten Quarzen konstruieren.
Im ersten Schritt wählen wir einen Quarz, dessen Frequenz ungefähr in der Mitte der Frequenz-
verteilung liegt. Daher nehmen wir Quarz #4 (5000.120kHz) für die Referenzmasche #2, die
gleichzeitig auch die "nominal series frequency" fs für das Dishal-Programm darstellt.
Mit dem Dishal-Programm berechnen wir nun das Filter unter der Annahme einer gleichen Fre-
quenz fs aller Quarze von 5000.120 kHz, einer typischen Induktivität von Lm = 70mH und einer
Parallelkapazität von Cp = 3.7pF. Wir erhalten folgendes Filter als Resultat:
Die Maschen #2 and #7 sind die einzigen ohne Serienkondensator. Sie bestimmen die
Maschenfrequenz des Filters, die als Referenz dient. Daher ist deren Frequenzoffset Null per
Definition und auch in der Offset-Liste nicht aufgeführt Alle anderen Quarze müssen nun mit
den Kapazitäten Cs1...Cs4 auf diese Referenzfrequenz gezogen werden.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Das Programm liefert uns die Werte der Koppelkondensatoren, die die Filtereigenschaften
bestimmen und auch Einfluss auf die Berechnung der Serienkondensatoren haben. Die im Bild
gezeigten Werte für Cs1 bis Cs4 sind allerdings hier bedeutungslos, da wir sie ja aufgrund der
unterschiedlichen Quarzfrequenzen ohnehin individuell berechnen müssen. Die in der Liste
unten daneben gezeigten zugehörigen Frequenzoffsets sind allerdings wichtig, denn diese
werden jetzt für den Abstimmprozess gebraucht.
Wir können nun das "Xtal Tuning" Programm in der Menü-Dropdown-Liste aufrufen.
Alle notwendigen Startparameter werden dabei automatisch aus dem Dishal Haupt-
programm übernommen. Die einzigen Felder, die im Abstimmprozess geändert
werden müssen, sind "Current Xtal Series Freq." und "Nominal Offset".
Da Quarz #4 für die Masche #2 benutzt wird, wählen wir Quarz #3 (5000.010kHz) für die
Masche auf der anderen Filterseite (mesh n-1 = #7). Wir wissen, dass diese Masche ebenfalls
mit einem nominalen Offset von Null definiert ist. Wir übernehmen die Frequenz ('Current Xtal
Series Freq.') und den 'Nominal Offset' ins Tuningprogramm und erhalten folgendes Resultat:
Die Maschen an den Filterenden (#1 und #8) benötigen den größten Offset. Daher nehmen wir
hierfür die Quarze mit den höchsten Abweichungen von der Nominalfrequenz 5000.120kHz.
Das sind die Quarze #7 and #8 (5000.485 und 5000.680kHz). Der benötigte Offset für die End-
Maschen ist 709 Hz. Wir geben die Zahlen ins Programm ein und erhalten:
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Wir können nun die restlichen Ziehkapazitäten errechnen, was dann dieses Filter ergibt *:
Dies ist nur ein Beispiel für die Vorgehensweise bei Quarzen mit unterschiedlichen Serien-
frequenzen. Man beachte dabei, dass die Quarzfrequenz mit Serienkondensatoren nur "nach
oben" gezogen werden kann. Daher kann es im Laufe des Abstimmprozesses passieren, dass
die anfänglich gewählten Parameter zu einer Situation führen, bei der der Offset eines Quarzes
höher liegt, als es für irgendeine Masche erforderlich ist. In diesem Falle gibt es eine Fehler-
meldung, und wir müssen die Prozedur mit einem Quarz wiederholen, dessen Frequenz als
Startwert für das Dishal-Programm ("nominal series frequency fs") etwas höher liegt
Allerdings benötigt eine Neuberechnung mit Hilfe der beiden Programme nur sehr wenig Zeit.
Quarze sollten nicht exzessiv in der Frequenz gezogen werden. Die Quarzgüte sinkt mit
zunehmendem Frequenzoffset, d.h., mit abnehmender Serienkapazität. Daher gibt das Pro-
gramm eine Warnung aus, wenn die Kapazität unter 10pF fällt.
Natürlich gibt es auch noch andere erprobte Werkzeuge für die Berechnung und Abstimmung
der individuellen Filtermaschen. Wes Hayward, W7ZOI, hat ein solches Tool zur Berechnung
der notwendigen Werte geschrieben. Sein Programm "FineTune", das dem Buch "EMRFD" [5]
als Teil der "LADPAC2002" -Software beiliegt oder seine ältere Version "MeshTune" (DOS) als
Bestandteil des Buchs "RF Design" [6] wurden dafür entwickelt. Da sich die dort angewandte
Methode stark von der hier vorgestellten unterscheidet, sollte man die zugehörigen Anleitungen
sehr sorgfältig studieren.
Wer den Aufwand nicht scheut, nahezu ideale Filter durch gezieltes Abgleichen aller Filterkom-
ponenten zu bauen, sollte den Artikel von J. Makhinson, N6NWP [8] lesen, der die Grundlagen
und die notwendigen Schritte im Detail beschreibt. Hier sei aber vermerkt, dass N6NWP eben-
falls Quarze mit fast identischen Parametern als Ausgangspunkt verwendet. Sein "fine-tuning"
dient zur Kompensation aller Abweichungen von den Idealwerten, um die in seinem Artikel
gezeigten exzellenten Filterkurven zu erreichen. Das ist außerordentlich zeitaufwendig und
erfordert darüber hinaus zahlreiche sehr genaue Messungen.
* Das Filter könnte auch ohne Serienkapazitäten konstruiert werden, wenn wir einen Satz von Quarz-
paaren mit den vom Dishalprogramm errechneten Frequenzoffsets zur Verfügung hätten. Die Quarze
müssen allerdings auch möglichst identische Werte für Lm / Cm aufweisen (max. ± 2%). In diesem
Beispiel ergäben sich folgende erforderliche Quarzfrequenzen:
2x 5000.120kHz for the meshes 2 and 7(n-1) (as the reference frequency fs)
2x 5000.829kHz for the meshes 1 and 8 (+ 709 Hz)
2x 5000.299kHz for the meshes 3 and 6 (+ 179 Hz)
2x 5000.328kHz for the meshes 4 and 5 (+ 208 Hz)
Selbst hier ergeben sich Abweichungen von der idealen Filterkurve, die aber extrem klein sind.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Natürlich weisen reale Filter eine Durchgangsdämpfung und eine Verrundung der Durchlass-
kurve auf, die hauptsächlich durch die Quarzverluste (Rm) hervorgerufen werden. Das führt zu
einer etwas kleineren 3db-Bandbreite als berechnet. Allerdings ist dieser Effekt sehr klein
verglichen mit den Abweichungen durch die Bauteiltoleranzen. Ein Beispiel: ein Filter wurde für
eine 3db-Bandbreite von 2.4 kHz berechnet und zeigte eine reale Bandbreite von 2,36kHz. Bei
6db war die Differenz noch kleiner (<20Hz). Wenn eine garantierte minimale Bandbreite
erforderlich ist, kann man einfach die gewünschte 5- oder 6db Bandbreite des Filters als die
Design-Bandbreite nehmen.
Außerdem dürfen die Eigenkapazität der Quarzhalterung von ca. 1 bis 2pF und die Streukapa-
zitäten der Zuleitungen in der gleichen Größenordnung nicht vernachlässigt werden, da sie sich
zu den Koppelkapazitäten addieren.
Horst Steder, DJ6EV November 2007 (revised January 2009, übersetzt März 2009)
Überarbeitet Mai 2010 (Vers. [Link])
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Anerkennung
Mein besonderer Dank gilt Jack Hardcastle, G3JIR, für die vielen produktiven Diskussionen und
den Austausch von zahlreichen Ideen in den letzten Jahren. Er motivierte mich auch, meine
Trägheit zu überwinden, um mein uraltes DOS-Programm in diese Windows-Version zu über-
tragen, "aufzubohren" und zusätzliche Hilfsprogramme in den letzten Monaten hinzuzufügen.
Weiterhin möchte ich Dave Gordon Smith, G3UUR, danken, der mir wertvolle Hinweise bei der
Implementation meiner Dishal-Version seines "QER"-Filtertyps und einer genaueren Version
seines Oszillatorverfahrens für die Ermittlung der Quarzparameter gab.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Dr Anwender kann mit dem jeweiligen Radio-Button zwischen den beiden Eingaben wählen (siehe rotes
Rechteck unten im Bild)..
Weiterhin kann jetzt auch der Verlustwiderstand des Quarzes eingegeben werden, falls er durch eine
Substitutionsmessung direkt ermittelt wurde. Dafür ist eine CheckBox neben dem Feld "Loss Resistance"
implementiert. Wenn hier das Häkchen gesetzt wird, werden die RadioButtons ausgeblendet, um eine
irrtümliche Eingabe des Dämpfungswertes zu verhindern. Alle Werte werden neu berechnet und die
Resultate aktualisiert. Die Bilder zeigen die alternativen Eingabemöglichkeiten.
Die Texte in den aktiven Eingabefeldern werden immer in grüner Farbe gezeigt, während die Resul-
tatfelder rot sind. Daher werden die Farben in den betreffenden Feldern bei Änderung der Eingabe-
methode entsprechend angepasst.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
Die Version [Link] erzeugt im Hintergrund bei jeder Berechnung automatisch Netlisten für das GPLA-
Programm von W7ZOI (Teil des LADPAC Pakets), für den ARRL-Radio Designer (ARD) und für den
populären und sehr verbreiteten LTSpice-Simulator. Dafür werden beim Start drei Ordner "GPLA_files",
"ARD_files" und "SPICE_files" angelegt.
Bei allen Listen wird übrigens die Quarzgüte mit Qu=100000 angesetzt, um eine realistische Kurve mit
Verlusten darzustellen. Qu kann natürlich dann noch beliebig modifiziert werden.
GPLA-Netlist: (*)
Die generierte Netlist wird im Ordner "GPLA-Files" immer unter der Bezeichnung "[Link]"
gespeichert. Beim Aufruf des Programms [Link] (das im gleichen Ordner liegen muss) wird sie
automatisch geladen und kann dann mit dem "PLOT"-Befehl dargestellt werden:
Die Werte der Liste können nun im Editfeld auf der rechten Seite beliebig geändert werden. Allerdings
erlaubt GPLA keine individuellen Parameter für die Quarze (diese werden immer als identisch
vorausgesetzt). Die Simulation kann dann über über das "File / Save As" Menü unter einem beliebigen
Namen abgespeichert werden.
Auch die Unterprogramme "Cohn" und "QER(G3UUR)" erstellen eine solche Liste für GPLA. Da GPLA
die QER-Topologie nicht unterstützt (keine parallel geschalteten xtals), wurde ein Trick angewendet. Es
werden jeweils zwei xtals in Serie für die inneren Maschen eingesetzt. Das führt zu einer Halbierung der
Werte für die Koppel-Cs und einer Verdoppelung der Abschlussimpedanz, um eine korrekte Darstellung
der Filterkurve zu erreichen. Daher sind nur die im Dishal QER-Programmfenster gezeigten Werte für das
Filter-Design heranzuziehen.
(*) Das GPLA-Programm ist Bestandteil des Softwarepakets "LADPAC2008", das auf der CD des
"EMRFD"-Buchs [5] enthalten ist. Es ist auch als Download im Internet für EMRFD-Besitzer verfügbar.
Download-Link: [Link]
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
ARD-Netlist
Der ARRL-Simulator erlaubt die Einfügung von Kommentaren, was eine komfortablere Liste mit
Überschrift usw. erlaubt. Die Liste wird auch mit einem aussagekräftigen Filenamen im Ordner "ARD-
Lists" abgespeichert, wobei der Filtertyp, Filterfrequenz in MHz (mit 0,1MHz Auflösung) und die Polzahl
berücksichtigt wird, wie z.B. "T049_p8.ckt" oder "B090_p6.ckt". Der Filtertyp wird mit dem führenden
Buchstaben definiert:
"T" Tschebycheff, "B" Butterworth, "C" Cohn, "Q" QER
Die vom ARD verwendete alte "DOS 8.3"-Konvention (max. 8 Zeichen im Dateinamen) erlaubt keine
weitergehende Information über das jeweilige Filter.
Zusätzlich wird die Liste im Windows-Clipboard erstellt, was eine sehr bequeme Übertragung in
den ARD über "File / New", "Edit / Paste" ermöglicht.
Nach der Analyse kann dann über den Report-Editor die gewünschte Grafik erstellt werden. Natürlich
können auch hier die von Dishal generierten Parameter beliebig modifiziert werden.
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Crystal Ladder Filters DJ6EV
LTSpice – Netlist
Der LTSpice-IV Simulator wird als Freeware von der Fa. Linear Technology zum Download angeboten
und hat sich mittlerweile als ein sehr beliebtes Programm in der Amateurgemeinschaft etabliert. Daher
werden auch für diesen Simulator automatisch Netlisten erstellt und als ".CIR" Dateien im Ordner
"SPICE_files" abgespeichert.
Die Dateinamen enthalten die Information über Filtertyp, Zahl der Pole, ungefähre Mittenfrequenz in kHz,
(Welligkeit in db für Tschebychev /Butterworth) und die design-bandbreite in Hz. Der Filtertyp wird auch
hier durch das erste Zeichen definiert:
"T" Tschebycheff, "B" Butterworth, "C" Cohn, "Q" QER
Beispiel: T_8p_4998k_0.3_2500.cir
8-poliges Tchebychev-Filter mit fm~4998kHz, Welligkeit=0,3db, Design-BBr.=2500Hz
Die .cir-Dateien lassen sich direkt über "Files / Open" in LTSpice einlesen und simulieren. Im "Open"
Menufenster muss dafür der Dateityp auf "Netlists" gesetzt werden.
Die Struktur der LTSpice-Netliste wurde für eine einfache Auswahl und Darstellung der S-Parameter
S11, S21 (S12,S22) angepasst.
Hinweis:
Die Simulationsprogramme gpla08, ARD1.5 und LTSpiceIV sind kein Bestandteil des Dishal-
Programms v.[Link].
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