Service 85
System KESSY
in Wagen Škoda
Selbststudienprogramm
Öffnen der Türen, Starten, jedoch auch Abstellen
des Motors und das Verlassen des Wagens nach
dem Schließen und Verriegeln der Türen ohne
Notwendigkeit, den Wagenschlüssel aus der
Hosentasche zu nehmen. Ein solcher Komfort
ist bei der Modellreihe Superb nunmehr mit dem
System KESSY (Keyless Entry Start and Exit
SYstem) verbunden. Dieses moderne System
stellen wir Ihnen in diesem Studienmaterial vor.
SP85_21
D
2
Inhalt
System KESSY 4
Komponenten des Systems KESSY 6
Anschlussschema des Systems KESSY 7
Öffnen und Verriegeln des Fahrzeugs 8
Elektrische Lenksäulenverriegelung ELV 12
Schlüsselloses Starten des Fahrzeugs 14
Hinweise zur Montage und Demontage, Repara-
tur und Diagnostik sowie detaillierte Benutzerin-
formationen finden Sie in den Werkstatthandbü-
chern, im Diagnostikgerät VAS 505x und in der
Bordliteratur.
Der Redaktionsschluss erfolgte 04/2010.
Dieses Heft wird nicht aktualisiert.
D 3
System KESSY
System KESSY
Das System KESSY (Keyless Entry Start and Exit System) ist für das Modell Superb und Superb
Combi bestimmt und ermöglicht das komfortable Öffnen / Verriegeln sowie das Starten des Fahr-
zeugs ohne aktive Benutzung eines Schlüssels mit Fernbedienung (für das Starten genügt seine
Anwesenheit im Innern des Wagens, z.B. in der Hosentasche des Fahrers). Im Schlüssel bleibt die
Funktion der Zentralverriegelung mittels der Fernbedienungstaste erhalten, darüber hinaus ist in ihm
ein Teil für die Kommunikation mit dem System KESSY integriert.
Bestandteil des Systems KESSY ist die elektrische Lenksäulenverriegelung ELV, die die mechanische
Lenkradsperre ersetzt. Ein weiteres Element ist der Startknopf, der das Zündschloss ersetzt.
SP85_01
D
4
Einbau der Komponenten des Systems KESSY im Fahrzeug
e SP85_07
a - Startknopf d - Innenantenne des Systems KESSY
b - Steuergerät des Systems KESSY e - Mikroschalter Kofferraumklappe
c - kapazitive Sensoren in den Griffen der Vor- f - Außenantenne des Systems KESSY
dertüren / Außenantenne des Systems KESSY g - Innenantenne des Systems KESSY
D 5
Komponenten des Systems KESSY
Komponenten des Systems KESSY
Startknopf
- dient zum Einschalten / Ausschalten der Zün-
dung (15) und Starten / Abstellen des Motors
SP85_10
Steuergerät des Systems KESSY
- steuert die drahtlose Kommunikation des Sys-
tems mit dem Schlüssel
- wertet mittels der Antennen die Position des
Schlüssels aus
- reagiert auf die Berührung der kapazitiven Sen-
soren SP85_14
Kapazitive Sensoren
- detektieren die Berührung der Außengriffe der
Vordertüren auf der Grundlage der Änderung
der Kapazität
SP85_13
Antennen des Systems KESSY
- Die Ferritantennen dienen der genauen Er-
kennung der Position des Schlüssels beim Star-
ten und der Bedienung der Zentralverriegelung
SP85_15
Mikroschalter der Kofferraumklappe
- dient dem schlüssellosen Öffnen der Koffer-
raumklappe
SP85_20
D
6
Anschlussschema des Systems KESSY
Anschlussschema des Systems KESSY
d b
h
g
f
SP85_19
a -
Schalttafeleinsatz
b -
Bordnetzsteuergerät BCM CAN-Bus
c -
Steuergerät des Systems KESSY Leiter
d -
elektrische Lenksäulenverriegelung ELV drahtlose Datenübertragung (125 kHz)
e -
Startknopf drahtlose Datenübertragung (433 kHz)
f -
kapazitive Sensoren in den Griffen der Vor- drahtlose Datenübertragung
dertüren
g - Antenne
h - Schlüssel
i - Lesespule
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Öffnen und Verriegeln des Fahrzeugs
Schlüsselloses Entriegeln und Verriegeln des Fahrzeugs
Zur schlüssellosen Entriegelung oder Verriegelung des Fahrzeugs dienen kapazitive Sensoren, die in
den äußeren Türgriffen der Vordertüren integriert sind.
Durch das Berühren der Türaußengriffe des Fahrzeugs wird dem System KESSY signalisiert, dass
der Fahrer das Fahrzeug zu öffnen bzw. zu schließen wünscht. Das Steuergerät des Systems
KESSY sucht anschließend den autorisierten Schlüssel. Dieser muss sich auf jener Seite
des Fahrzeugs befinden, auf welcher die Berührung des Türgriffs erfolgte, jedoch höchstens in einer
Entfernung von ca. 1,5 m.
SP85_22
Entriegeln des Fahrzeugs
Zum schlüssellosen Entriegeln des Fahrzeugs genügt das Ziehen am Türgriff bzw. das Berühren des
kapazitiven Sensors an der Innenseite des Türgriffes, was eine wechselseitige Kommunikation
zwischen dem Fahrzeug und dem Schlüssel bewirkt. Diese Kommunikation erfolgt in zwei Schritten.
Im ersten Schritt melden sich beim KESSY-Steuergerät alle in der Umgebung des jeweiligen Türgriffs
befindlichen KESSY-Schlüssel an. Im zweiten Schritt werden diese Schlüssel durch das Steuergerät
des Systems KESSY angesprochen und, sofern zum Fahrzeug gehörig, autorisiert. Nach erfolgreicher
Autorisierung werden die Türschlösser durch das Bordnetzsteuergerät BCM entriegelt.
Fläche des kapazitiven Sensors zum Entriegeln des Fahrzeugs SP85_03
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8
Verriegeln des Fahrzeugs
Zur schlüssellosen Verriegelung des Fahrzeugs ist nach dem Schließen der Türen das Berühren des
kapazitiven Sensors an der Außenseite des Türgriffs der Vordertür erforderlich. Dies bewirkt, ebenso
wie beim Entriegeln, eine Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und dem Schlüssel, die gleichsam
in zwei Schritten erfolgt.
Im ersten Schritt melden sich beim KESSY-Steuergerät alle in der Umgebung des jeweiligen Türgriffs
befindlichen KESSY-Schlüssel an. Im zweiten Schritt werden diese Schlüssel durch das Steuergerät
des Systems KESSY angesprochen und, sofern zum Fahrzeug gehörig, autorisiert. Nach der erfolg-
reichen Autorisierung werden durch das Bordnetzsteuergerät BCM die Türschlösser gesichert.
Beim ersten Befehl zur Verriegelung des Fahrzeugs über den kapazitiven Sensor geht das System
dem Standard entsprechend in den verriegelten Zustand „SAFE“ über. Beim zweiten Befehl zum Ver-
riegeln des Fahrzeugs innerhalb von 5 s geht das System in den Zustand „extern verriegelt“ über (die
Sicherung ist deaktiviert).
SP85_02
Fläche des kapazitiven Sensors zum Verriegeln des Fahrzeugs
Kontrolle der Verriegelung des Fahrzeugs
Nach dem Verriegeln des Fahrzeugs über den kapazitiven Sensor ist das erneute Entriegeln am
gleichen Türgriff mittels dieses Sensors für die Dauer von 2 s nicht möglich. Dies ermöglicht die
Kontrolle, ob das Fahrzeug tatsächlich verriegelt ist, ohne dass hierdurch die erneute Entriegelung der
Türschlösser erfolgt.
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Öffnen und Verriegeln des Fahrzeugs
Kommunikationsverlauf des Systems KESSY beim Entriegeln / Verriegeln des Fahrzeugs
kapazitiver Steuergerät Türschloss
Sensor KESSY BCM Schlüssel
Befehl Entriegeln
1
LF Scan*
2
UHF Antwort
3
ID des Schlüssels
zeitliche Abfolge
4
interne Kommunikation
5
LF Scan*
6
UHF Identifikation
7
Authentifizierung
8
Entriegelungssignal
9
SP85_04
*LF Scan - durch das Steuergerät KESSY gesendetes Signal zur
Überprüfung der Autorisierung der Schlüssel
Abschalten der kapazitiven Sensoren in den Türgriffen des Fahrzeugs
Wird das Fahrzeug für eine bestimmte Dauer nicht bestiegen, werden die kapazitiven Sensoren in den
Türgriffen des Fahrzeugs abgeschaltet.
Die kapazitiven Sensoren im Türgriff des Beifahrers werden nach 60 Stunden abgeschaltet. Ihre
Reaktivierung erfolgt nach Erfüllung einer der folgenden Bedingungen:
- schlüsselloses Öffnen über die Fahrertür oder die Gepäckraumklappen
- Drücken der Fernbedientaste der Zentralverriegelung in Reichweite des Wagens
- mechanisches Entriegeln des Fahrzeugs (mittels des Schlosses unter der Verkleidung in den Türgrif-
fen der Vordertüren)
Die kapazitiven Sensoren im Türgriff des Fahrers schalten nach 90 Stunden ab. Ihre Reaktivierung
erfolgt nach Erfüllung einer der folgenden Bedingungen:
- Drücken der Fernbedientaste der Zentralverriegelung in Reichweite des Wagens
- mechanisches Entriegeln des Fahrzeugs (mittels des Schlosses unter der Verkleidung in den Türgrif-
fen der Vordertüren)
D
10
Schlüsselloses Entriegeln der Kofferraumklappe
Das schlüssellose Entriegeln der Kofferraumklappe kann durch das Drücken des „Soft-Touch“-Mikro-
schalters zum Öffnen der Kofferraumklappe erfolgen. Dies bewirkt, ebenso wie beim Entriegeln und
Verriegeln, eine Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und dem Schlüssel, die gleichsam in zwei
Schritten erfolgt.
Im ersten Schritt melden sich beim KESSY-Steuergerät alle in der Umgebung des jeweiligen Türgriffs
befindlichen KESSY-Schlüssel an. Im zweiten Schritt werden diese Schlüssel durch das Steuergerät
des Systems KESSY angesprochen und, sofern zum Fahrzeug gehörig, autorisiert. Nach erfolgreicher
Autorisierung wird das Schloss der Kofferraumklappe durch das Bordnetzsteuergerät BCM entriegelt.
Im Falle des Modells Superb Combi mit dem System der elektrischen Bedienung der Gepäck-
raumklappe erfolgt nach dem Drücken des Mikroschalters das Öffnen der Klappe. Beim Modell Su-
perb Limousine mit dem System TWINDOOR erfolgt nach dem Drücken des rechten Mikroschalters
zum Öffnen der großen Klappe die Verstellung der Sperrantriebe. Für das Entriegeln des Klappens-
chlosses ist anschließend der mittlere Mikroschalter zu drücken.
Schutz gegen das Einschließen des Schlüssels im Wagen
Im System KESSY ist eine Funktion implementiert, die das ungewollte Einschließen des Schlüssels
im Fahrzeuginnenraum verhindert. Nach der Verriegelung des Wagens und dem nachfolgenden
Schließen des letzten Türkontaktes, einschließlich der Gepäckraumklappe, stellt das System KESSY
fest, ob sich im Fahrzeuginnenraum nicht ein Schlüssel befindet, der zur Verriegelung des Fahrzeugs
verwendet wurde. Falls ja, wird das Fahrzeug durch das System KESSY wieder entriegelt. Über die
Aktivierung des Schutzes gegen das Einschließen des Schlüssels im Wagen werden die Insassen
mittels optischer Signalisierung über die Blinkleuchten, einer Meldung auf dem Informationsdisplay
des Schalttafeleinsatzes und im Falle, dass das Fahrzeug mit einer Alarmanlage ausgerüstet ist, auch
durch ein akustisches Signal informiert.
Komfortschließung der Fenster
Sofern nach dem Verriegeln des Fahrzeugs der kapazitive Sensor für das Schließen des Fahrzeugs
durch Berührung immer noch aktiv und eines der Fenster geöffnet ist, wird es geschlossen. Das
Schließen der Fenster erfolgt, solange der kapazitive Sensor aktiv ist. Wird während des Komfort-
schließens der Fenster gleichzeitig durch Berühren der kapazitive Sensor für das Entriegeln des Fahr-
zeugs aktiviert, erfolgt das Öffnen der Fenster.
Anzeige auf dem Informationsdisplay des Schalttafeleinsatzes
Informations- und Warnmeldungen des Systems KESSY werden auf dem Informationsdisplay des
Schalttafeleinsatzes angezeigt.
Eine Übersicht der auf dem Informationsdisplay des Schalttafeleinsatzes angezeig-
ten Warn- und Informationsmeldungen finden Sie in der Bedienungsanleitung des
Fahrzeugs.
Diagnostik
Das Steuergerät des Systems KESSY ist mittels des UDS-Protokolls diagnostizierbar.
D 11
Elektrische Lenksäulenverriegelung ELV
Elektrische Lenksäulenverriegelung
ELV
Die elektrische Lenkradsperre ersetzt das
mechanische Lenkradschloss und dient zum Ent-
riegeln / Verriegeln der Lenksäule, indem folgen-
de Befehle generiert werden:
- Ein- und Ausschalten des S-Kontaktes, d.h. der
Spannungsversorgung der Komponenten wie
Radio / Navigation, Telefonvorbereitung usw.
- Ein- und Ausschalten der Zündung (15), d.h.
Spannungsversorgung aller elektrischen Kom-
ponenten des Fahrzeugs
- Starten des Motors
Diese Befehle überträgt dann das Bordnetzsteu- SP85_12
ergerät BCM in reale Signale für die sonstigen
Komponenten des Fahrzeugs.
Entriegeln der Lenksäule
Befehl zum Entriegeln der Lenksäule:
- Besteigen des Wagens durch den Fahrer mit autorisiertem Schlüssel:
Nach dem Öffnen der Tür des Fahrers, der Erhöhung der Anzahl der Schlüssel im Fahrzeug (weitere
autorisierte Schlüssel können sich im Innenraum des Fahrzeugs sowie im Gepäckraum befinden)
und dem anschließenden Schließen der Fahrertür erfolgt das Entriegeln der Lenksäule.
- Drücken des Startknopfes, sofern der autorisierte Schlüssel im Fahrzeug ist:
Sofern sich im Fahrzeug mindestens ein autorisierter Schlüssel befindet (zwischen dem Öffnen
und Schließen der Fahrertür muss es zu keiner Erhöhung der Anzahl der autorisierten Schlüssel im
Wagen kommen, z.B. beim Belassen eines Schlüssels auf den Rücksitzen oder im Gepäckraum),
erfolgt das Entriegeln der Lenksäule nach dem Drücken des Startknopfes (ebenso werden der
S - Kontakt und die Zündung eingeschaltet).
Sofern die Lenksäule im verriegelten Zustand blockiert ist (z.B. wenn die Vorderräder an die Bord-
steinkante anliegen) und die elektrische Lenkradsperre die Sicherung der Lenksäule nicht auf An-
hieb zu lösen vermag, wird der Versuch der Entriegelung der Lenksäule noch zweimal wiederholt.
Im Falle, dass auch diese Versuche erfolglos verlaufen, erscheint auf dem Informationsdisplay des
Schalttafeleinsatzes die Meldung „Move steering wheel!“ (Bewegen Sie das Lenkrad!) und nach
2 s wiederholt das System automatisch weitere 3 Versuche der Lenksäulenentriegelung. Wird auch
nach diesen 3 Versuchen die Lenkradsicherung nicht gelöst, erscheint auf dem Informationsdisplay
des Schalttafeleinsatzes für die Dauer von 10 s die Meldung „Steering wheel still locked“ (Lenkrad
nicht entriegelt). Die Lenksäule bleibt verriegelt, sodass weder der S-Kontakt, noch die Zündung (15)
eingeschaltet wird. Zum Entriegeln der Lenksäule und hierdurch zum Einschalten des S-Kontaktes
und der Zündung sind solche Maßnahmen zu ergreifen, die zur Behebung der Ursache führen, die das
Entriegeln der Lenksäule behindern, wobei anschließend der Versuch der Lenksäulenentriegelung zu
wiederholen ist.
D
12
Lenksäulenverriegelung
Bedingungen für das Verriegeln der Lenksäule und das Ausschalten des S-Kontaktes:
- Anhalten des Fahrzeugs
- Ausschalten des Motors und der Zündung (15) durch Drücken des Startknopfes
und anschließend
- Öffnen der Tür des Fahrers
Nach Erfüllung dieser Bedingungen erfolgt binnen 2 s das Verriegeln der Lenksäule.
Ist die Tür des Fahrers beim Ausschalten des Motors bzw. der Zündung bereits geöffnet, erfolgt
gleichzeitig das Ausschalten des S-Kontaktes, allerdings ohne Verriegelung der Lenksäule.
Die Verriegelung der Lenksäule erfolgt jeweils spätestens bei der Verriegelung des ganzen Fahr-
zeugs.
Befindet sich bei Fahrzeugen mit automatischem Getriebe der Wählhebel nicht in
der Position „P“, wird die Lenksäule nicht verriegelt und auf dem Informationsdis-
play des Schalttafeleinsatzes erscheint die Meldung „Wählhebel in die Position P“.
Anzeige auf dem Informationsdisplay des Schalttafeleinsatzes
Informationsmeldungen und eventuelle Mängel der elektrischen Lenksäulenverriegelung werden auf
dem Informationsdisplay des Schalttafeleinsatzes angezeigt.
Eine Übersicht der auf dem Informationsdisplay des Schalttafeleinsatzes angezeig-
ten Informationsmeldungen und Mängel finden Sie in der Bedienungsanleitung des
Fahrzeugs.
Diagnostik
Die elektrische Lenksäulenverriegelung ist mittels des UDS-Protokolls diagnostizierbar.
D 13
Schlüsselloses Starten des Fahrzeugs
Schlüsselloses Starten des Fahrzeugs
Das System KESSY ermöglicht das Einschalten / Ausschalten der Zündung und das Starten des
Fahrzeugs ohne aktive Benutzung des Schlüssels. Ausreichend ist, wenn sich im Fahrzeuginnenraum
ein Schlüssel befindet, der durch das KESSY-Steuergerät autorisiert wurde.
Das Einschalten / Ausschalten der Zündung und das Starten / Ausschalten des Motors erfolgt mittels
der in der Kunststoffverkleidung der Lenksäule anstelle des Zündschlosses integrierten Taste.
SP85_06
Einschalten der Zündung
Bedingungen für das Einschalten der Zündung:
- Anwesenheit des autorisierten Schlüssels im Innenraum des Wagens
- entriegelte Lenksäule
Das Einschalten der Zündung (15) erfolgt durch Drücken des Startknopfes.
Ist zum Zeitpunkt des Befehls zum Einschalten der Zündung der S-Kontakt ausgeschaltet, erfolgt
nach einem einzigen Betätigen des Startknopfes das Einschalten des S-Kontaktes sowie das Ein-
schalten der Zündung.
Ist zum Zeitpunkt des Befehls zum Einschalten der Zündung die Lenksäule verriegelt und der S - Kon-
takt ausgeschaltet, erfolgt nach einem einzigen Betätigen des Startknopfes die Entriegelung der Lenk-
radsperre, das Einschalten des S-Kontaktes sowie das Einschalten der Zündung.
D
14
Starten des Fahrzeugs
Bedingungen für das Starten des Fahrzeugs:
- Anwesenheit des autorisierten Schlüssels im Innenraum des Wagens
- entriegelte Lenksäule
- eingeschaltete Zündung (15)
- Treten der Kupplungspedals (Fahrzeuge mit manuellem Getriebe)
- Treten des Bremspedals (Fahrzeuge mit automatischem Getriebe)
Das Starten des Fahrzeugs erfolgt durch das Halten des gedrückten Startknopfes (der Startknopf
muss für die gesamte Dauer des Startens des Motors gedrückt sein).
Ist zum Zeitpunkt des Befehls zum Starten des Fahrzeugs der S-Kontakt ausgeschaltet, erfolgt nach
einem einzigen Betätigen bzw. Drücken des Startknopfes das Einschalten des S-Kontaktes, das Ein-
schalten der Zündung sowie das Starten des Motors.
Ist zum Zeitpunkt des Befehls zum Starten des Fahrzeugs die Lenksäule verriegelt und der S-Kontakt
ausgeschaltet, erfolgt nach einem einzigen Betätigen bzw. Drücken des Startknopfes das Entriegeln
der Lenksäule, das Einschalten des S-Kontaktes, das Einschalten der Zündung sowie das Starten des
Motors.
Bei Dieselmotoren ist das Starten vom Vorglühen des Motors abhängig. Wird der Befehl zum Starten
gegeben, wird die Zündung eingeschaltet und auf dem Schalttafeleinsatz leuchtet die Vorglühzeitkon-
trolle auf. Das Starten des Motors beginnt erst nach Erlöschen der Kontrollleuchte für Vorglühzeit (der
Startknopf muss die ganze Zeit über gedrückt sein). Der Motor kann jedoch auch vor dem Erlöschen
der Kontrollleuchte für Vorglühzeit mittels Loslassen des Startknopfes und seines erneuten Drückens
gestartet werden.
Notstart des Fahrzeugs
Im Falle des erfolglosen Prüfens des autorisierten Schlüssels ist das Starten des Fahrzeugs mit Not-
modus durchzuführen. Zu diesem Zwecke ist in der Kunststoffverkleidung der Lenksäule eine Lese-
spule integriert, die zur Synchronisation des Steuergerätes für Wegfahrsicherung mit dem Transpon-
der im Schlüssel dient.
Der Notstart erfolgt durch das Drücken des Startknopfes und das anschließende Halten des Schlüssels
in der Nähe des Knopfes. Eine zweite Möglichkeit ist das direkte Drücken des Startknopfes mit dem
Schlüssel. Wichtig ist die Einhaltung der Orientierung des Schlüssels gegenüber dem Startknopf.
Transponder
Lesespule
SP85_09
D 15
Schlüsselloses Starten des Fahrzeugs
Ausschalten der Zündung
Bedingungen für das Ausschalten der Zündung:
- Geschwindigkeit des Fahrzeugs bis 2 km/h
- Wählhebel in der Position „P“ oder „N“ (Fahrzeug mit automatischem Getriebe)
Sind diese Bedingungen erfüllt, erfolgt nach dem Drücken des Startknopfes das Ausschalten der Zün-
dung (15) und hiermit auch des Motors.
Ist beim Ausschalten der Zündung die Fahrertür geöffnet, wird auch der S-Kontakt ausgeschaltet.
Ist beim Ausschalten der Zündung die Fahrertür geschlossen, bleibt der S-Kontakt bis zum Befehl zur
Lenksäulenverriegelung eingeschaltet (siehe Lenksäulenverriegelung).
Notausschaltung der Zündung
Die Zündung (15) kann im Bedarfsfalle (z.B. bei drohender Gefahr) auch bei einer Geschwindigkeit
von mehr als 2 km/h ausgeschaltet werden. Die Notausschaltung der Zündung erfolgt mittels Drücken
des Startknopfes für die Dauer von mehr als 1 s oder mindestens 2 mal innerhalb 1 s.
Informationen zur Geschwindigkeit des Fahrzeugs werden aus dem CAN-Bus bzw.
aus dem ESP-Steuergerät erlangt.
D
16
Kommunikationsverlauf des Systems KESSY beim Starten des Fahrzeugs
Schalttafelein- Start
satz Steuergerät KESSY BCM Schlüssel des Motors
Befehl Start
1
LF Scan
2
ID des Transpon-
ID des Schlüssels und ders
3
Transponders
zeitliche Abfolge
4
ID des Schlüssels
5
LF interne Kommunika-
tion
6
Immo-Crypto-
Code
7
interne Kommunikation
8
Starten des Motors
9
SP85_05
*LF Scan - durch das Steuergerät KESSY gesendetes Signal zur
Überprüfung der Autorisierung der Schlüssel
D 17
Notizen
D
18
D 19
85
Übersicht der bisher herausgegebenen Selbststudienprogramme
Nr. Bezeichnung Nr. Bezeichnung
1 Mono-Motronic 51 Benzinmotor 2,0 l/85 kW mit Ausgleichswellen
2 Zentralverriegelung und zweistufigem Saugrohr
3 Autoalarm 52 ŠkodaFabia; Motor 1,4 l TDI mit Pumpe-Düse-
4 Arbeit mit Schaltplänen Einspritzsystem
5 ŠKODA FELICIA 53 ŠkodaOctavia; Fahrzeugpräsentation
6 Sicherheit der Wagen ŠKODA 54 ŠkodaOctavia; Elektrische Komponenten
7 ABS - Grundlagen - wurde nicht herausgegeben 55 Benzinmotoren FSI; 2,0 l/110 kW und 1,6 l/85 kW
8 ABS - FELICIA 56 Automatikgetriebe DSG-02E
9 Startsicherungsanlage 57 Dieselmotor; 2,0 l/103 kW TDI mit Pumpe-Düse-
mit Transponder Einheiten, 2,0 l/100 kW TDI mit Pumpe-Düse-
10 Klimaanlage im Fahrzeug Einheiten
11 Klimaanlage FELICIA 58 ŠkodaOctavia, Fahrgestell und elektromechanische
12 Motor 1,6 - MPI 1AV Servolenkung
13 Vierzylinder-Dieselmotor 59 ŠkodaOctavia RS, Motor 2,0 l/147 kW FSI Turbo
14 Servolenkung 60 Dieselmotor 2,0 l/103 kW 2V TDI; Partikelfilter mit
15 ŠKODA OCTAVIA Additiv
16 Dieselmotor 1,9 l TDI 61 Radionavigationssysteme in Wagen Škoda
17 ŠKODA OCTAVIA System der Komfortelektronik 62 ŠkodaRoomster; Fahrzeugpräsentation I. Teil
18 ŠKODA OCTAVIA Schaltgetriebe 02K, 02J 63 ŠkodaRoomster; Fahrzeugpräsentation II. Teil
19 Benzinmotoren 1,6 l und 1,8 l 64 ŠkodaFabia II; Fahrzeugpräsentation
20 Automatikgetriebe - Grundlagen 65 ŠkodaSuperb II; Fahrzeugpräsentation I. Teil
21 Automatikgetriebe 01M 66 ŠkodaSuperb II; Fahrzeugpräsentation II. Teil
22 Dieselmotoren 1,9 l/50 kW SDI, 1,9 l/81 kW TDI 67 Dieselmotor; 2,0 l/125 kW TDI mit Common-Rail-
23 Benzinmotoren 1,8 l/110 kW und 1,8 l/92 kW Einspritzsystem
24 OCTAVIA, CAN-BUS 68 Benzinmotor 1,4 l/92 kW TSI mit Turbolader
25 OCTAVIA - CLIMATRONIC 69 Benzinmotor 3,6 l/191 kW FSI
26 OCTAVIA - Sicherheit des Fahrzeugs 70 Allradantrieb mit Haldex-Kupplung IV. Generation
27 OCTAVIA - Motor 1,4 l/44 kW und Getriebe 002 71 ŠkodaYeti; Fahrzeugpräsentation I. Teil
28 OCTAVIA - ESP - Grundlagen, Konstruktion, 72 ŠkodaYeti; Fahrzeugpräsentation II. Teil
Funktion 73 LPG-System in Fahrzeugen Škoda
29 OCTAVIA 4 x 4 - Allradantrieb 74 Benzinmotor 1,2 l/77 kW TSI mit Turbolader
30 Benzinmotoren 2,0 l 85 kW und 88 kW 75 7-Gang-Automatikgetriebe
31 Radionavigationssystem - Konstruktion und mir doppelter Kupplung 0AM
Funktionen 76 Wagen Green line
32 ŠKODA FABIA - Technische Informationen 77 Geometrie
33 ŠKODA FABIA - Elektrische Anlagen 78 Passive Sicherheit
34 ŠKODA FABIA - Elektrohydraulische Servolenkung 79 Zusatzheizung
35 Benzinmotoren 1,4 l - 16 V 55/74 kW 80 Dieselmotoren 2,0 l; 1,6 l; 1,2 l
36 ŠKODA FABIA - 1,9 l TDI Pumpe-Düse mit Common-Rail-Einspritzsystem
37 Schaltgetriebe 02T und 002 81 Bluetooth in Wagen Škoda
38 ŠkodaOctavia; Modell 2001 82 Sensoren in Wagen Škoda – Triebwerk
39 Euro-On-Board-Diagnose 83 Benzinmotor 1,4 l/132 kW TSI
40 Automatikgetriebe 001 mit doppelter Aufladung (Kompressor, Turbolader)
41 6-Gang-Getriebe 02M 84 ŠkodaFabia II RS; Fahrzeugpräsentation
42 ŠkodaFabia - ESP 85 System KESSY in Wagen Škoda
43 Abgasemissionen
44 Verlängerte Serviceintervalle
45 Dreizylinder-Benzinmotoren 1,2 l
46 ŠkodaSuperb; Fahrzeugpräsentation; Teil I
47 ŠkodaSuperb; Fahrzeugpräsentation; Teil II
48 ŠkodaSuperb; Benzinmotor V6 2,8 l/142 kW
49 ŠkodaSuperb; Benzinmotor V6 2,5 l/114 kW TDI
50 ŠkodaSuperb; Automatikgetriebe 01V
Nur für den internen Bedarf im Servicenetz von ŠKODA.
Alle Rechte sowie technische Änderungen vorbehalten.
Dieses Papier wurde aus chlorfrei
S00.2002.85.00 CZD Technischer Stand 04/2010 gebleichtem Zellstoff hergestellt.
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