0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
8 Ansichten3 Seiten

Baum 3

Die Wurzelbildung von Bäumen variiert je nach genetischer Veranlagung und Umweltbedingungen, wobei verschiedene Wurzeltypen wie Pfahl-, Flach- und Herzwurzeln entstehen. Bäume haben eine symbiotische Beziehung zu Mykorrhiza-Pilzen, die ihnen Nährstoffe liefern, während sie Kohlenhydrate erhalten. Die Blätter und Blüten der Bäume sind entscheidend für ihre Identifikation und Funktion, wobei die Blätter eine hohe Transpirationskapazität besitzen und die Blüten oft unscheinbar sind, jedoch für die Fortpflanzung wichtig sind.

Hochgeladen von

Gogo
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
8 Ansichten3 Seiten

Baum 3

Die Wurzelbildung von Bäumen variiert je nach genetischer Veranlagung und Umweltbedingungen, wobei verschiedene Wurzeltypen wie Pfahl-, Flach- und Herzwurzeln entstehen. Bäume haben eine symbiotische Beziehung zu Mykorrhiza-Pilzen, die ihnen Nährstoffe liefern, während sie Kohlenhydrate erhalten. Die Blätter und Blüten der Bäume sind entscheidend für ihre Identifikation und Funktion, wobei die Blätter eine hohe Transpirationskapazität besitzen und die Blüten oft unscheinbar sind, jedoch für die Fortpflanzung wichtig sind.

Hochgeladen von

Gogo
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Wurzel

→ Hauptartikel: Wurzel (Pflanze)


Auch in der Wurzelbildung unterscheiden sich die Bäume untereinander. Neben der
genetischen Festlegung steuern die Erfordernisse der Verankerung des Baumes im
Boden ebenso wie die Notwendigkeit der Versorgung der Pflanze mit Wasser
und Nährstoffen die Intensität und Art des Wurzelwachstums. Man spricht
entsprechend der Form des Wurzelstocks
von Pfahlwurzel, Flachwurzel oder Herzwurzel. Bei der Pfahlwurzel wächst die
Hauptwurzel senkrecht in den Boden hinab, was besonders für
die Eiche charakteristisch ist. Flachgründige Böden und hoch anstehendes
Grundgestein oder Grundwasser begünstigen z. B. die Bildung von Flachwurzeln.
Trockene Böden begünstigen eine Bildung von Pfahlwurzeln. Die überwiegende
Masse des Wurzelstocks machen bei den Bäumen nicht die verholzten Wurzelteile,
sondern die mit einer Mykorrhiza vergesellschafteten Feinwurzeln aus.[6] Im Boden
verbinden sich viele Wurzeln symbiotisch mit Pilzmycelen. Bäume erhalten
Mineralien wie Phosphor von den Pilzen, während Pilze von den Bäumen die
Kohlenhydratprodukte der Photosynthese gewinnen.[7] Die Pilze können
verschiedene Bäume miteinander verbinden, und es bildet sich ein Netzwerk, das
Nährstoffe und Signale überträgt.[8][9] Die Gesamtwurzelmasse reicht oft an die Masse
der oberirdischen Pflanzenteile heran. Bei einkeimblättrigen baumähnlichen
Lebensformen endet der Stamm nahe unter der Bodenfläche und es entwickelt sich
ein sprossbürtiges Wurzelsystem (Homorhizie).

An alten Bäumen finden sich meist junge Adventivwurzeln, die alte, ineffektive
Wurzeln ersetzen. Bei einigen Baumarten bilden oberflächennahe Wurzeln eine
sogenannte Wurzelbrut, eine Form der vegetativen Vermehrung. Wurzelkappungen
infolge von Baumaßnahmen können das Absterben von Wurzelteilen bewirken und
führen zum Eindringen von holzzerstörenden Pilzen in den Baum. Dies ist die
häufigste Ursache von irreparablen Baumschäden im städtischen Bereich.

Blätter
Eine 80-jährige Buche hat etwa 800.000 Blätter.

Bei den Blüten der Ulmen sind die Blütenhüllblätter


reduziert, sie bestehen im Wesentlichen aus dem Stempel und den Staubblättern, sind klein
und unauffä[Link]:Die Photosynthese der Bäume
Bäume tragen Laubblätter oder Nadelblätter, die entweder mehrjährig am Baum
verbleiben (immergrüne Arten) oder am Ende einer Vegetationsperiode abgeworfen
werden (laubabwerfende Arten). Dazwischen liegen noch die halbimmergrünen
Arten, die am Ende einer Vegetationsperiode nur einen Teil ihrer Blätter verlieren, bei
Neuaustrieb dann aber die vorjährigen ersetzen. Die Nadelgehölze sind mit
Ausnahme der Gattungen Lärchen (Larix) und Goldlärchen (Pseudolarix)
immergrüne Arten. In den borealen und hochmontanen Biomen der Nordhalbkugel
haben sich die immergrünen Nadelgehölze durchgesetzt, da sie zu Beginn der
Vegetationsperiode bei ausreichender Temperatur sofort mit der Assimilation
beginnen können, ohne zunächst Assimilationsorgane bilden zu müssen wie die
laubabwerfenden Baumarten.

Die Gestalt der Blätter (Laub) ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Anordnung,
Form, Größe, Farbe, Nervatur und Zähnung sowie haptische Eigenschaften können
zur Differenzierung herangezogen werden. Nicht minder brauchbar zur
Unterscheidung im winterlichen Zustand sind die (Blatt-)Knospen des Baumes. Eine
eindeutige taxonomische Identifizierung der Arten ist allerdings nur anhand der
Blüten oder Früchte möglich. Manche Bäume sind mit Dornen ausgestattet. Dies sind
entweder kurze Zweige, die mit dorniger Spitze enden (Weißdorne, Wildformen
von Obstbäumen) oder es sind stachelartig ausgebildete Nebenblätter wie etwa bei
der Gewöhnlichen Robinie.

Ein europäischer Laubbaum trägt durchschnittlich 30.000 Blätter, die zusammen eine
enorme Transpirationskapazität haben. An warmen Sommertagen kann der Baum
mehrere hundert Liter Wasser verdunsten. Beispiel einer 80-jährigen,
alleinstehenden Rotbuche:[10] In diesem Lebensalter ist der Baum 25 Meter hoch, und
seine Baumkrone mit einem Durchmesser von 15 Meter bedeckt eine Standfläche
von 160 m². In ihren 2700 m³ Rauminhalt finden sich 800.000 Blätter mit einer
gesamten Blattoberfläche von 1600 m², deren Zellwände zusammen eine Fläche von
160.000 m² ergibt. Pro Stunde verbraucht diese Buche 2,352 kg Kohlenstoffdioxid,
setzt 0,96 kg Wasser um und speichert 25.435 Kilojoule Energie in Form von 1,6
kg Traubenzucker (das entspricht ca. 7 kWh, die eingestrahlte Sonnenenergie ist
etwa siebenmal größer); dabei produziert sie 1,712 kg Sauerstoff und deckt damit
den Verbrauch von zehn Menschen. Die 15 m³ Holz des Baumes wiegen trocken
12.000 kg, allein 6000 kg davon sind Kohlenstoff.

Blüten
Die Blüten der Bäume aus gemäßigten Breiten sind manchmal verhältnismäßig
unscheinbar; bei einigen Taxa sind einzelne Blütenblattkreise reduziert. Einige
Baumarten gemäßigter Breiten haben eingeschlechtige Blüten. Dabei sitzen die
Blüten beider Geschlechter entweder auf demselben Baum (einhäusig
getrenntgeschlechtig, zum
Beispiel Eiche, Buche, Hainbuche, Birke, Erle und Nussbaum) oder auf
verschiedenen (zweihäusig getrenntgeschlechtig), so dass man männliche und
weibliche Bäume zu unterscheiden hat (unter anderem bei Weiden und Pappeln).
Andere Bäume wie Obstbäume, Rosskastanie und viele Bäume der wärmeren
Klimate haben Zwitterblüten, die sowohl Staub- als auch Fruchtblätter ausbilden.

Frucht- und Samenbildung

Eicheln, die Früchte der Eichen


Die Frucht- und Samenbildung zeigt weniger Eigentümlichkeiten. Bei den meisten
Bäumen fällt die Reife in den Sommer oder Herbst desselben Jahres; nur bei den
Kiefernarten erlangen die Samen und die sie enthaltenden Zapfen erst im zweiten
Herbst nach der Blüte vollständige Ausbildung. Die Früchte sind
meistens nussartig mit einem einzigen ausgebildeten Samen, oder sie bestehen aus
mehreren einsamigen, nussartigen Teilen, wie bei den Ahornen. Saftige Steinfrüchte,
ebenfalls mit einem oder wenigen Samen, finden sich bei den Obstbäumen, Kapseln
mit zahlreichen Samen bei den Weiden und Pappeln.

Das könnte Ihnen auch gefallen