Milica: „Hallo Henry! Oh je! Was ist denn mit dir passiert?!
Du siehst gar nicht gut aus!”
Henry: „Hey Milica, sehe ich so schlimm aus? Ja, ich bin seit einer
Woche krank. Ich werde einfach nicht gesund!”
Milica: „Du lieber Gott! Seit einer Woche bist du schon krank?!
Warst du schon beim Arzt? Was hast du denn genau?”
Henry: „Ja, ich war letzte Woche am Donnerstag bei
meinem Hausarzt. Das war ein Chaos, das glaubst du nicht!”
Milica: „Warum das denn?”
Henry: „Ich wollte einen Termin vereinbaren, aber keiner ist ans
Telefon gegangen. Obwohl ich keinen Termin hatte, habe ich
mich entschlossen, einfach mal vorbeizugehen.”
Milica: „Okay …”
Henry: „Und weißt du was?! Ich musste zwei Stunden
im Wartezimmer warten.”
Milica: „So lange!?”
Henry: „Ja, die Arztpraxis war total voll und
die Sprechstundenhilfe hat mir gesagt, dass es im Moment sehr
viele kranke Patienten gibt. Deshalb ist auch niemand ans Telefon
gegangen, als ich angerufen habe.”
Milica: „Oh je! Das klingt gar nicht gut! Und hat der Arzt
dich untersucht? Was hat er gesagt?”
Henry: „Ja, das hat er. Meine Lunge wurde abgehört. Er hat meine
Ohren kontrolliert und meinen Hals angeschaut. Meine
Körpertemperatur wurde auch gemessen. Die Diagnose: Ich habe
eine Grippe!”
Milica: „Oh je! Du Armer! Das tut mir leid. Hast du immer
noch Fieber? Ich meine, heute ist ja schon Dienstag und es sind seit
deinem Arztbesuch ein paar Tage vergangen.”
Henry: „Ich hatte die ersten drei Tage Fieber, aber seit gestern
habe ich kein Fieber mehr und ich muss nicht so viel husten.”
Milica: „Naja, wenigstens hast du kein Fieber mehr. Und diesen
Sonntag? Kommst du also nicht mit uns aufs Konzert?”
Henry: „Puh, nein! Ich muss mich wirklich ausruhen und ich denke,
dass ein Konzert keine gute Idee ist.”
Milica: „Ja, das verstehe ich. Du bist schon sehr lange krank. Du
solltest dich ausruhen. Hat der Arzt dir Medikamente verschrieben?”
Henry: „Ja, er hat
mir Halstabletten, Paracetamol und Hustensaft verschrieben. Wie du
hörst, huste ich nicht mehr und ich habe auch schon keine
Halsschmerzen mehr. Die Medikamente haben also gewirkt!”
Milica: „Ja, deine Stimme hört sich auch fast wieder ganz normal
an. Das ist toll! Hat der Arzt dich krankgeschrieben, sodass du nicht
arbeiten musst?”
Henry: „Ja, ich wurde vom Arzt bis nächste Woche Mittwoch
krankgeschrieben. So habe ich genug Zeit, um wieder voll gesund
zu werden. Ich möchte aber trotzdem versuchen, ein paar Stunden
zu arbeiten und unsere Lengura-Schüler zu unterstützen, wenn sie
Fragen haben. Vielleicht nehme ich auch einige neue
Grammatikvideos auf.”
Milica: „Henry, du bist wirklich motiviert. Obwohl dein Arzt dich
krankgeschrieben hat, kannst du nicht die Finger von der Arbeit
lassen. Respekt!”
Henry: „Milica, du weißt doch, dass ich meinen Job liebe. Aber jetzt
erzähle mal, freust du dich schon auf das Konzert? Und wann trefft
ihr euch am Sonntag?”
Milica: „Ja, ich freue mich riesig. Es ist wirklich schade, dass du
nicht mitkommen kannst. Wir haben schon alles organisiert.”
Henry: „Ach ja?”
Milica: „Klar! Das Konzert fängt um 20:00 Uhr an, jedoch werden
die Besucher schon gegen 18:00 Uhr in
die Konzerthalle hineingelassen. Damit wir während des
Konzerts genug Energie haben, treffen wir uns alle ab 16:00 Uhr im
Park in der Nähe der Konzerthalle und machen ein Picknick.”
Henry: „Das ist ja eine kreative Idee!”
Milica: „Ja, Max hatte die Idee, dass wir uns vorher alle treffen.
Dann können wir etwas essen und schon ein bisschen Musik hören,
um in Stimmung zu kommen.”
Henry: „Ein Picknick und Musik hören, das ist eine super Idee.
Und außerdem ist es eine tolle Möglichkeit, dass ihr euch vorher
auch ein bisschen unterhalten könnt. Auf einem Konzert ist es
immer sehr laut.”
Milica: „Ja, genau! Das haben wir auch gedacht.”
Henry: „Ich würde auch sehr gerne zum Picknick und später zum
Konzert kommen. Mann, diese blöde Grippe!”
Milica: „Henry, nächstes Mal bist du wieder dabei. Für mich wird es
auch ein stressiger Tag …”
Henry: „Warum das denn?”
Milica: „Ich würde vor dem Konzert gerne eine
Wohnung besichtigen.”
Henry: „Du ziehst um? Und wohin möchtest du ziehen?”
Milica: „Ich würde gerne in eine andere Wohnung hier in
der Altstadt ziehen, genauer gesagt, in der Lessingstraße.
Die Gebäude in dieser Straße sind wunderschön, weil sie
gerade renoviert werden. Es wäre ein Traum, dort zu wohnen.”
Henry: „Milica und ihre Träume! Aber jetzt mal wirklich. Bist du
sicher, dass du weiterhin in der Altstadt leben möchtest? Ist das
nicht manchmal zu laut und zu chaotisch?”
Milica: „Ja, du hast Recht. Ich würde viel lieber in
einen Vorort ziehen, wo man die Vögelchen singen hört und wo
vielleicht ein kleiner Wald ist, um spazieren zu gehen.”
Henry: „Oh ja, das würde ich auch gerne. Wenn ich viel Geld hätte,
würde ich ein Haus mitten im Wald bauen. Ich hätte auch einen Pool
und einen großen Garten mit Tieren.”
Milica: „Ach ja?! Du überraschst mich! Ich dachte, du würdest lieber
in einem Hochhaus mitten in der Stadt leben. Hoch über
den Wolken! Vielleicht Frankfurt oder London oder Madrid … Bei dir
ist alles möglich.”
Henry: „Nein, das ist nicht meine Welt. Ich brauche die Natur, um
mich zu entspannen und abschalten zu können. Das Leben in der
Stadt ist zu stressig!”
Milica: „Ja, du hast Recht, Henry! Wenn ich Geld hätte, um mir ein
Haus zu kaufen, würde ich auch in die Berge ziehen. Mein Haus
hätte große Fenster und ich hätte den schönsten Ausblick auf die
Berge.”
Henry: „Wow, das klingt auch sehr gut! Du könntest dir
einen Kamin neben die Fenster bauen …”
Milica: „Und dann könnte ich im Winter auf
meinem gemütlichen Sofa sitzen, einen heißen Kakao trinken und
das Feuer im Kamin anschauen.”
Henry: „Genau, das klingt super! Wir haben so viele gute Ideen.
Jetzt fehlt nur noch das Geld.”
Milica: „Ich muss morgen sofort Lotto spielen, vielleicht habe ich
ja Glück und werde Millionärin.”
Henry: „Würdest du mich dann zu einem schicken Abendessen in
einem Restaurant vor dem Buckingham Palace in London einladen?”
Milica: „Na klar! Wir würden meinen Privatjet nehmen und wären in
ein paar Stunden in London. Dann könnten wir entspannt zu Abend
essen, ein paar Gläser teuren Champagner trinken
und schwups wären wir wieder zurück in Deutschland. Wäre das
nicht fantastisch?”
Henry: „Oh ja, Milica! Das wäre wirklich toll. Wenn ich Millionär
wäre, würde ich einmal um die ganze Welt reisen. Ich würde von der
Victoria-Wüste in Australien bis in die Antarktis reisen.”
Milica: „Dann würde ich dich ja wirklich nie sehen und deine Familie
würde dich auch sehr vermissen. Sie wären bestimmt traurig.”
Henry: „Milica, natürlich könntet ihr einfach alle mitkommen. Dann
müsstet ihr mich auch nicht vermissen.”
Milica: „Danke Henry, das ist nett von dir. Ich weiß aber nicht, ob
das so harmonisch wäre: Eine Reise mit so vielen Personen könnte
stressig werden.”
Henry: „Du hast Recht, Milica! Aber wir träumen ja nur ein
bisschen. So! Kommen wir mal in die Realität zurück!”
Milica: „Das ist eine gute Idee!”
Henry: „Warum möchtest du überhaupt in eine andere Wohnung
umziehen?”
Milica: „Zum einen mag ich alte, renovierte Gebäude sehr gerne.
Zum anderen habe ich jetzt kein Auto mehr und die neue Wohnung
ist besser gelegen. Es gibt eine UBahnhaltestelle 50 Meter vor
meiner Tür, ein Bus fährt auch direkt um die Ecke. Somit habe ich
keine Probleme mehr, um zur Arbeit zu fahren.”
Henry: „Was ist mit deinem Auto passiert?”
Milica: „Es war schon sehr alt, es musste auf
den Autofriedhof gebracht werden. Und wenn ich kein Auto mehr
brauche, kann ich auch ein bisschen Geld sparen.”
Henry: „Und du machst etwas für den Umweltschutz! Gute Idee. Ich
fahre zwar nicht mit der U-Bahn oder dem Bus, mit meinem
Fahrrad. Egal, ob 5, 10 oder 20 Kilometer - mit dem Fahrrad komme
ich sehr schnell an alle Orte.”
Milica: „20 Kilometer?! Du fährst 20 Kilometer mit dem Fahrrad?”
Henry: „Ja, warum nicht? Ich fahre damit in die Stadt, am
Wochenende fahre ich zu meiner Mutter oder manchmal auch an
den See.”
Milica: „Mein Gott! Das ist sehr sportlich.”
Henry: „Du könntest dir auch einfach ein Fahrrad kaufen. Es ist
sehr praktisch! So könntest du alle Orte ohne Probleme erreichen…”
Milica: „Auf gar keinen Fall! Ich würde viel lieber Bahn oder Bus
fahren.”
Henry: „Milica, ein bisschen Sport wird dich nicht umbringen.”
Milica: „Ich gehe dieses Wochenende auf das Konzert.
Schon vergessen?! Das ist auch Sport.”
Henry: „Warum ist das Sport?”
Milica: „Naja, ich gehe ja nicht auf ein Konzert, um wie ein Baum zu
stehen und mich nicht zu bewegen. Ich gehe auf ein Konzert, um zu
singen, um zu tanzen, um zu springen. Dabei werden viele
Kalorien verbrannt.”
Henry: „Ja, ja! Ich erinnere mich an unser letztes Konzert. Du bist
so viel gesprungen, dass dein ganzes T-Shirt komplett nass war.”
Milica: „Stimmt! Ich hatte das schon vergessen. Siehst du? Das ist
auch Sport.”
Henry: „Du hast Recht, Milica! Mit dir auf ein Konzert zu gehen ist
wie Sport. Ach, echt schade, dass ich krank bin … Ich würde auch
lieber auf das Konzert gehen als hier zu Hause zu sein und im Bett
zu liegen. Ich wäre am liebsten sofort wieder gesund.”
Milica: „Kopf hoch! Es gibt nämlich keinen Grund, traurig zu sein:
Ganz bald gehen wir auf das nächste Konzert. Hast du denn
die Plakate nicht gesehen?”
Henry: „Nächstes Konzert? Welche Plakate?”
Milica: „Es werden überall in der Stadt Plakate aufgehängt und es
werden Flyer verteilt. Wie kann es sein, dass du
nichts gemerkt hast?”
Henry: „Plakate? Flyer? Von wem? Ich verstehe nichts!”
Milica: „Ich kann es nicht glauben: Du hast wirklich nichts gesehen!
Die Rockband Coldplay wird in drei Monaten nach Frankfurt kommen
und ein Konzert geben.”
Henry: „Nein!”
Milica: „Doch!”
Henry: „Das glaube ich nicht! Ich würde alles geben, nur um
Coldplay einmal live zu sehen.”
Milica: „Ich wusste, du würdest dich freuen. Und ich habe noch eine
gute Nachricht. Um deine Lieblingsband zu sehen, musst du gar
nicht alles geben. Die Tickets kosten nur 30€ pro Person … ich habe
eben im Internet geschaut!”
Henry: „Nur 30€?!”
Milica: „Ja, nur 30 €! Manchmal muss man kein Millionär sein, um
seine Träume zu erfüllen.”
Henry: „Die Tickets werden SOFORT gekauft. Wann ist das
Konzert?”
Milica: „Das Konzert ist im Sommer, ich glaube im August.
Schau am besten noch einmal im Internet!”
Henry: „Und weißt du, in welcher Konzerthalle das
Konzert stattfinden wird?”
Milica: „Ich glaube, es wird in der Halle sein, die wir schon einmal
besucht haben. Gerade fällt mir aber der Name nicht mehr ein!”
Henry: „Du meinst die „Festhalle Frankfurt”?”
Milica: „Ja, genau die!”
Henry: „Würden Max und du denn zum Konzert mitkommen?”
Milica: „Ist das eine ernste Frage? Natürlich komme ich mit. Aber
wenn ich du wäre, dann würde ich die Tickets gleich heute kaufen,
sonst werden sie teurer oder noch viel schlimmer: sie
werden ausverkauft.”
Henry: „Oh ja! Du hast absolut Recht. Ich habe ja gerade viel Zeit,
weil ich den ganzen Tag im Bett liegen muss.”
Milica: „Ich wünsche dir eine gute Besserung! Ruh dich aus, damit
wir auf dem Coldplay Konzert volle Power geben können.”
Henry: „Ja danke, das werde ich. Grüß bitte alle von mir und ganz
viel Glück bei der Wohnungsbesichtigung und dann natürlich viel
Spaß auf dem Konzert.”
Milica: „Danke Henry, werde ich machen! Ich sag’ dir morgen auch
Bescheid, ob ich im Lotto gewonnen habe und dich mit dem Privatjet
abhole …”
Henry: „Alles klar, Milica! Ruf mich an, wenn du aus deinem Traum
aufgewacht bist.”
Milica: „Ein bisschen Spaß haben und träumen muss sein!”
Henry: „Du hast Recht!”
Milica: „Also bis dann, Henry!”
Henry: „Bis dann, Milica!”
Milica: „Tschüss!