0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
13 Ansichten139 Seiten

Winter Philipp

Die Dissertation von Philipp Winter untersucht die Effektivität eines CIP-Systems zur Reinigung und Desinfektion einer Tiefziehverpackungsmaschine im Kontext der Lebensmittelsicherheit. Sie behandelt die Problematik von Biofilmen, die durch Mikroorganismen entstehen und die Hygiene in der Lebensmittelproduktion gefährden können, sowie die Notwendigkeit effektiver Reinigungs- und Desinfektionsmethoden. Die Arbeit schließt mit eigenen Untersuchungen und Ergebnissen zur Validierung des CIP-Systems ab.

Hochgeladen von

Lackner Marcelo
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
13 Ansichten139 Seiten

Winter Philipp

Die Dissertation von Philipp Winter untersucht die Effektivität eines CIP-Systems zur Reinigung und Desinfektion einer Tiefziehverpackungsmaschine im Kontext der Lebensmittelsicherheit. Sie behandelt die Problematik von Biofilmen, die durch Mikroorganismen entstehen und die Hygiene in der Lebensmittelproduktion gefährden können, sowie die Notwendigkeit effektiver Reinigungs- und Desinfektionsmethoden. Die Arbeit schließt mit eigenen Untersuchungen und Ergebnissen zur Validierung des CIP-Systems ab.

Hochgeladen von

Lackner Marcelo
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Aus dem Institut für

Hygiene und Technologie der Lebensmittel


des Veterinärwissenschaftlichen Departments
der Tierärztlichen Fakultät
der Ludwig-Maximilians-Universität München

Lehrstuhl: Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Andreas Stolle

Arbeit angefertigt unter Leitung von Frau PD Dr. Barbara Schalch

Prüfung der Effektivität eines CIP-Systems für die Reinigung und


Desinfektion des Innenraums einer Tiefziehverpackungsmaschine

Inaugural-Dissertation
zur Erlangung der tiermedizinischen Doktorwürde
der Tierärztlichen Fakultät
der Ludwig-Maximilians-Universität München

von
Philipp Winter
aus Memmingen

München 2009
Gedruckt mit Genehmigung der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-
Universität München

Dekan: Univ.-Prof. Dr. Braun


Berichterstatterin: Priv.-Doz. Dr. Schalch
Korreferent: Univ.-Prof. Dr. Ammer

Tag der Promotion: 6. Februar 2009


Für meine Familie
Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ............................................................................................................. 1
2 Literatur................................................................................................................ 2
2.1 Biofilme ................................................................................................................ 2
2.1.1 Quorum sensing................................................................................................... 4
2.1.2 Beeinflussung der Biofilme................................................................................... 5
[Link] Von Mikroorganismen ausgehend........................................................................ 5
[Link] Äußere Einflussfaktoren....................................................................................... 6
2.1.3 Auswirkungen und Folgen von Biofilmen.............................................................. 9
2.1.4 Prävention von Biofilmbildung .............................................................................11
2.2 Reinigung und Desinfektion ................................................................................12
2.2.1 Physikalische und biologische Reinigung............................................................12
2.2.2 Chemische Reinigung und Desinfektion..............................................................13
[Link] Reinigungs- und Desinfektionsablauf ..................................................................14
[Link] Cleaning in Place-Systeme .................................................................................15
[Link] Reinigung und Desinfektion beeinflussende Faktoren.........................................15
[Link] Reinigungs- und Desinfektionsmittel in der Lebensmittelhygiene ........................19
[Link].1 Reinigungsmittel .................................................................................................19
[Link].2 Desinfektionsmittel ..............................................................................................20
[Link] Auswirkungen von Reinigung und Desinfektion auf die Umwelt ..........................24
2.2.3 Rechtlicher Rahmen für Reinigung und Desinfektion ..........................................25
2.2.4 Überprüfung des Reinigungs- und Desinfektionserfolges....................................26
[Link] Überprüfung der Erreichbarkeit von Oberflächen durch Reinigung und
Desinfektion ........................................................................................................27
[Link] Methoden zur Überprüfung des Reinigungs- und Desinfektionserfolgs ...............27
2.2.5 Hygienedesign ....................................................................................................32
3 Eigene Untersuchungen......................................................................................38
3.1 Vorversuch zur Messung von Wasserdruck und Wasserauswurfmengen ...........42
3.2 Überprüfung der Reinigungseffektivität des CIP-Systems ...................................42
3.2.1 Riboflavintest ......................................................................................................43
[Link] Material ...............................................................................................................43
[Link] Methoden............................................................................................................44
3.2.2 NAD-Schnelltest..................................................................................................45
[Link] Material ...............................................................................................................45
[Link] Methoden............................................................................................................47
3.2.3 Nass-Trocken-Tupferverfahren (NTT) .................................................................48
[Link] Material ...............................................................................................................49
[Link] Methoden............................................................................................................49
Inhaltsverzeichnis

4 Ergebnisse..........................................................................................................56
4.1 Riboflavintest ......................................................................................................58
4.2 NAD-Schnelltest..................................................................................................59
4.2.1 Reinigungs- und Desinfektionsergebnisse in Bezug zur Oberflächenneigung .....61
4.2.2 Reinigungs- und Desinfektionsergebnisse in Bezug zum Oberflächenmaterial ...62
4.3 Nass-Trocken-Tupferverfahren ...........................................................................63
4.3.1 Keimzahlreduktion in Bezug zum Oberflächenmaterial .......................................68
4.3.2 Keimzahlreduktion in Bezug zur Oberflächenneigung .........................................69
5 Diskussion ..........................................................................................................72
5.1 Wasserdruck- und Wassermengenmessung an den Düsen ................................72
5.2 Auswahl der Prüfmethoden .................................................................................73
5.3 Riboflavintest ......................................................................................................74
5.4 NAD-Test ............................................................................................................75
5.5 Nass-Trocken-Tupferverfahren ...........................................................................77
5.5.1 Auswahl des Verfahrens zur Bestimmung des mikrobiologischen Status ............77
5.5.2 Kontaminationsmedium.......................................................................................78
5.5.3 Bewertung der Ergebnisse ..................................................................................79
5.6 Bewertung der Aussagekraft der durchgeführten Testverfahren..........................83
5.7 Biofilmproblematik...............................................................................................84
5.8 Nicht durch das CIP-System gereinigte Teile ......................................................84
5.9 Vorschläge zur Verbesserung des CIP-Systems.................................................85
6 Zusammenfassung..............................................................................................86
7 Summary ............................................................................................................87
8 Anhang ...............................................................................................................88
9 Literaturverzeichnis
10 Tabellenverzeichnis
11 Abbildungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis

Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen


Abs. Absatz
Aqua dest. lat.: aqua destillata (destilliertes Wasser)
ATP Adenosintriphosphat
B. cereus Bacillus cereus
B. subtilis Bacillus subtilis
CIP Cleaning in Place
DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
DOC. engl.: document (Dokument)
E. coli Escherichia coli
EHEDG European Hygienic Engineering & Design Group
EPS Extrazelluläre polymere Substanzen
et al. lat.: et alteri (und andere)
GKZ Gesamtkeimzahl
HACCP Hazard Analysis and Critical Control Point
KbE Kolonie bildende Einheit(en)
LFGB Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch
L. monocytogenes Listeria monocytogenes
n Anzahl
NAD(P) Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid (-Phosphat)
Nr. Nummer
NTT-Verfahren Nass-Trocken-Tupferverfahren
P. fluorescens Pseudomonas fluorescens
PC-Agar Plate-Count-Agar
PEHD polyethylene of high density
pH potentia Hydrogenii
PVC Polyvinylchlorid
Quats Quaternäre Ammoniumverbindungen
Ra Mittenrauwert (Rauigkeit einer technischen Oberfläche)
RLU Relative Light Units
R/D Reinigung und Desinfektion
S. aureus Staphylococcus aureus
spp. Species
UV ultraviolett
VDMA Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e. V.
VO Verordnung

I
Einleitung

1 Einleitung
Gastroenteritiden traten in Deutschland in den vergangenen Jahren in steigender Anzahl auf
und sind neben respiratorischen Krankheiten die häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt
(MEHNERT et al. 2000). Über 120.000 Fälle von Campylobacter-Enteritiden und Salmonel-
losen wurden 2007 in Deutschland gemeldet (N.N. 2008a). Das tatsächliche Vorkommen
liegt allerdings um ein Vielfaches höher, wobei Ausbrüche von Gastroenteritiden zunehmend
diffuser und geographisch weiter gestreut auftreten (N.N. 2000), was nicht zuletzt am globa-
len Lebensmittelhandel liegt.
Der Handel auf dem internationalen Markt wird erst durch fertig verpackte Lebensmittel mög-
lich, die auf Grund guter Konservierungs- und Verpackungsstrategien meist lange Mindest-
haltbarkeitsdaten aufweisen. Dazu wurden im Jahr 2007 in Deutschland 3,8 Millionen Ton-
nen Kunststoff in einem Wert von 11 Milliarden Euro verbraucht (N.N. 2008c).
Nicht unter besten hygienischen Bedingungen hergestellte oder vertriebene Lebensmittel
können dabei als Vektoren für Krankheitserreger fungieren, mit denen sie während Produkti-
on, Verarbeitung oder Vertrieb kontaminiert wurden. Zum Schutz der Verbrauchergesundheit
und zur Produktion sicherer, unbedenklicher Produkte sind Lebensmittelhersteller deshalb
gefordert, Kontaminationsquellen möglichst gering zu halten bzw. auszuschalten. Die Haupt-
verantwortung für die Lebensmittelsicherheit und die Haftung für auftretende Gesundheits-
schäden werden im aktuellen Lebensmittelrecht durch Artikel 1, Abs. 1, Satz a der VER-
ORDNUNG (EG) 852/2004 und durch das PRODUKTHAFTUNGSGESETZ (1989) dem Le-
bensmittelunternehmer zugeschrieben.
Bezüglich der Konstruktion von Maschinen für die Lebensmittelproduktion existieren von ver-
schiedenen Organisationen erstellte Leitlinien über Gestaltungsmöglichkeiten in hygieni-
schem Design. Dazu zählen abgeschrägte Oberflächen, geeignete Werkstoffe sowie eine
möglichst offene und zugängliche Bauweise zur Gewährleistung effektiver Reinigungs- und
Desinfektionsabläufe. Als Ersatz der manuellen Reinigung beziehungsweise zur Reinigung
und Desinfektion schlecht zugänglicher Stellen werden so genannte „Cleaning in Place“
(CIP)-Systeme eingesetzt. Zur Validierung, ob Maschinen mit den Hygieneanforderungen
übereinstimmen, schlägt die DIN EN ISO 14159 (2008) Praxistests vor.
In der vorliegenden Studie wurde die Effektivität von CIP-System und Hygienedesign einer
neuen Tiefziehverpackungsmaschine geprüft.

1
Literatur

2 Literatur
Für einige Mikroorganismen herrschen in der Lebensmittelproduktion bezüglich Nährstoff-
aufkommen ideale Bedingungen. Durch gezielte Manipulationen wie Absenken oder Anhe-
ben von intrinsischen und extrinsischen Faktoren bei Lebensmitteln kann die Vermehrung
von Bakterien reduziert werden, der Gefahr der Bildung von Biofilmen kann allerdings nur
durch gründliche und effektive Reinigung und Desinfektion sowie durch Produktionsanlagen,
die gemäß Hygienedesign gestaltet sind, entgegengewirkt werden.

2.1 Biofilme
Biofilme sind Ansammlungen gleicher oder verschiedener Bakterien-, Pilz-, Algen-, Proto-
zoen- und Viren-Species, die in einer biologisch aktiven Matrix mit extrazellulären polymeren
Substanzen (EPS) verbunden sind (ZOBELL 1943, MARSHALL 1992, COSTERTON et al.
1995, GENIGEORGIS 1995, CHMIELEWSKI und FRANK 2003, PARKAR et al. 2004, CUN-
NINGHAM et al. 2006, N.N. 2008b). Über 500 Bakterienspecies wurden bisher in Biofilmen
gefunden (CUNNINGHAM et al. 2006). Biofilmbildende Organismen sammeln sich an Grenz-
flächen, wie beispielsweise Flüssig-/Festphase oder Flüssigkeit/Gas. Der größte Teil aller
Biofilme ist zu finden auf festen Oberflächen mit Kontakt zu Wasser (ZOTTOLA und SASA-
HARA 1994). Bedeutung besitzen sie zum Beispiel in Böden, Sedimenten, auf Gestein und
Pflanzen, bei Mensch und Tier, in der Medizin (COSTERTON et al. 1995) und in der Indust-
rie (JOUENNE et al. 2004). Biofilme sind produktionsrelevant und besitzen technologische
Bedeutung, z. B. bei der Essigproduktion oder in der Abwassertechnik (CHARACKLIS und
COOKSEY 1983, MIURA et al. 2007).

Die von Mikroorganismen gebildeten EPS gewährleisten den Zusammenhalt eines Biofilms
und bieten ihnen darin Schutz gegenüber der Umgebung (CARPENTIER und CERF 1993).
Nach Anhaftung an einen Untergrund produzieren die Mikroorganismen vor allem Polysac-
charide (COSTERTON et al. 1987), aber auch Proteine, Phospholipide, Nukleinsäuren, Sur-
factant, Cellulose und weitere Substanzen können enthalten sein und zur Stabilisation des
Biofilms beitragen. Zu mehr als 90 Prozent bestehen die EPS aus Wasser (COSTERTON
und IRVIN 1981, MATTILA-SANDHOLM und WIRTANEN 1992, MAYER et al. 1999, FLEM-
MING und WINGENDER 2002, GRIMM et al. 2008). Biofilme enthalten oft große Mengen an
Lebensmittelresten, hohen Mineralgehalt und abgestorbene Bakterien (CHMIELEWSKI und
FRANK 2003).

2
Literatur

In den EPS unter und zwischen den Mikrokolonien entstehen auf Grund kapillärer Wasser-
kanälchen poröse Strukturen. Über diese Kanälchen finden die Nahrungsversorgung und die
Entsorgung von Stoffwechselprodukten statt (COSTERTON et al. 1995). Auch die Sauer-
stoffversorgung läuft auf diesem Weg ab (COSTERTON et al. 1995, GENIGEORGIS 1995).
Im Inneren mancher Biofilme führt dies zu einer Limitierung von Sauerstoff, was das Zu-
sammenleben aerober Mikroorganismen im Inneren und anaerober in äußeren Schichten
des Biofilms ermöglicht (GENIGEORGIS 1995, POULSEN 1999).
Die Biofilmzusammensetzung ist abhängig von den Bakterienspecies und der Zahl der ver-
schiedenen Species (MATTILA-SANDHOLM und WIRTANEN 1992, COSTERTON et al.
1995) und erklärt die Existenz verschiedener Strukturen wie einlagiger, dreidimensionaler
turm- oder pilzförmiger Gebilde sowie flockenartiger und körnchenförmiger Biofilme (ALLI-
SON und SUTHERLAND 1987, BAGGE et al. 2001, JUHAS et al. 2005).

Der Nutzen für in Biofilmen organisierten gegenüber planktonartig lebenden Mikroorganis-


men liegt im Schutz vor schädlichen Lebensbedingungen wie Hitze, Austrocknung, ultravio-
lettem (UV-) Licht (MATTILA-SANDHOLM und WIRTANEN 1992, GENIGEORGIS 1995,
BORE und LANGSRUD 2004), Röntgenstrahlung, pH-Wert-Schwankungen (N.N. 2008b)
sowie zum Schutz vor Reinigungsmitteln, Desinfektionsmitteln und Antibiotika (KEWELOH
2006). Auch die höhere Standhaftigkeit gegenüber geringem Nährstoffaufkommen und ge-
ringer Wasserverfügbarkeit zeichnet Biofilmorganismen im Vergleich zu planktonartig leben-
den Organismen aus (MITTELMAN 1998, HÄRKÖNEN et al. 1999). Die Fähigkeit von Mik-
roorganismen zur Oberflächenveränderung in Nährstoffmangelbereichen erkannten BROWN
et al. (1977). Die Nährstoffverfügbarkeit ist gerade im Lebensmittelbereich hoch und für die
Biofilmbildung ein wichtiger Faktor (REINEMANN et al. 1993). An Oberflächen sind im Ver-
gleich zur flüssigen Phase höhere Nährstoffgehalte zu finden. Dies führt zu bevorzugter Bio-
filmbildung an diesen Stellen (HOOD und ZOTTOLA 1997).

Die Biofilmbildung wird in folgende Schritte eingeteilt (DAVEY und O´TOOLE 2000):
- Anhaftung (Adhäsion) von Mikroorganismen an Oberflächen (Substratum)
- Mikrokoloniebildung
- EPS-Produktion
- Biofilmreifung
Durch Schwerkraft, Diffusion und hydrodynamische Einflüsse erfolgt passive Anhaftung von
anorganischen und organischen Molekülen wie Milch- oder Fleischproteinen und von Mikro-
organismen an Oberflächen (CHARACKLIS 1981, KUMAR und ANAND 1998, CHMIE-
LEWSKI und FRANK 2003, EXNER 2005). Zur aktiven Anlagerung von Mikroorganismen
tragen Oberflächeneigenschaften von Bakterien wie Geißeln, Pili und Adhäsionsproteine bei.

3
Literatur

Auch Veränderungen in der Zellphysiologie wie die Synthese von Polysacchariden und die
Aggregation von Zellen beeinflussen die Anhaftung (VAN LOOSDRECHT et al. 1990, DA-
VEY und O´TOOLE 2000).

MARSHALL et al. (1971) teilten die Adhäsionsphase in ein reversibles und ein irreversibles
Anhaftungsstadium ein. Durch schwache Interaktionen zwischen Bakterienzellen und dem
Substratum wird die reversible Anhaftung initiiert. Das Entfernen eines Biofilms ist in dieser
Phase beispielsweise durch Flüssigkeitsscherkräfte leicht möglich (MARSHALL et al. 1971).
Während der folgenden irreversiblen Phase treten Dipol-Dipol-Kräfte und hydrophobe Wech-
selwirkungen sowie Wasserstoffbrücken-, ionische- und kovalente Bindungen auf. Direkter
Kontakt der Bakterien zum Untergrund wird dadurch verhindert. Kontakt tritt aber durch ver-
schiedene Strukturen auf der Bakterienoberfläche wie Geißeln, Fimbrien oder Pili auf, die
den abstoßenden Kräften entgegentreten (ZOTTOLA und SASAHARA 1994). Diese physio-
logischen Prozesse, die zur irreversiblen Adhäsion der Bakterienzellen an ein Substrat bei-
tragen, stehen unter genetischer Regulation. Durch verschiedene Genotypen entstehen bak-
terielle Subpopulationen mit speziellen Funktionen in Biofilmen (CHMIELEWSKI und FRANK
2003, BOLES et al. 2004).
Die Ausbildung von EPS hat in dieser Phase wichtigen Einfluss auf die Biofilmbildung. Dies
hat zur Folge, dass zur Entfernung von Biofilmen nun stärkere Kräfte benötigt werden
(MARSHALL et al. 1971).
Andere Wissenschaftler teilten die Bildung von Biofilmen nicht wie MARSHALL et al. (1971),
in zwei Schritte, sondern in drei (BUSSCHER und WEERKAMP 1987, NOTERMANS et al.
1991) bzw. in fünf Schritte (CHARACKLIS und COOKSEY 1983) ein. CHARACKLIS und
COOKSEY (1983) erwähnen zuerst den Transport zur benetzten Oberfläche (1), gefolgt von
der Anlagerung eines Belags aus organischen und anorganischen Molekülen (2). Darauf
folgen das Anhaften von mikrobiellen Zellen an die benetzte Fläche (3), Reaktionen inner-
halb des Biofilms (4) und zuletzt dessen Ablösung (5).

2.1.1 Quorum sensing


Durch interzelluläre Kommunikation können Mikroorganismen in Biofilmen ihr Verhalten ko-
ordinieren und an veränderte Umweltbedingungen anpassen. Diese Kommunikation zwi-
schen gleich- oder verschiedenartigen Bakterien heißt „Quorum sensing“ (DAVIES et al.
1998, PESCI et al. 1999, DAVEY und O´TOOLE 2000, READING und SPERANDIO 2006,
COSTERTON et al. 2007). Eigenschaften von Mikroorganismen wie Produktion von EPS,
Adhäsion, Motilität, Virulenz oder Biofilmbildung werden durch Quorum sensing - abhängig
von der Populationsdichte - reguliert (WHITEHEAD et al. 2001, FEDERLE und BASSLER

4
Literatur

2003, JOUENNE et al. 2004, COSTERTON et al. 2007, RADER et al. 2007). Dies wird durch
komplexe Regulationskaskaden gewährleistet (VON BODMAN 2003, ZHANG und DONG
2004, JUHAS et al. 2005). Auf Grund der Fähigkeit auf hormonähnliche Moleküle (Autoindu-
cer) anzusprechen, reagieren Mikroorganismen auf diese Signale durch Veränderung ihrer
Genexpression (SAUER 2003, READING und SPERANDIO 2006, COSTERTON et al. 2007)
und folglich ihres Phänotyps (AREVALO-FERRO et al. 2005). Je nach Species, Umweltbe-
dingung und Genom produzieren Bakterien verschiedene Proteine (SAUER 2003) und ver-
schiedene Anzahlen an Proteinen (HIROSE et al. 2000, RAM et al. 2005). Auch das Alter
von Biofilmen beeinflusst die Zahl der gebildeten Proteine (OOSTHUIZEN et al. 2002). Nach
READING und SPERANDIO (2006) und COSTERTON (2007) wird beispielsweise Acyl-
Homoserin-Lacton bevorzugt von gramnegativen Bakterien als Signalmolekül genutzt. Pepti-
de wie Peptidthiolacton werden hauptsächlich von grampositiven Bakterien sezerniert.

2.1.2 Beeinflussung der Biofilme

[Link] Von Mikroorganismen ausgehend


Biofilme aus verschiedenen Bakterienspecies sind negativen Einflüssen aus der Umwelt ge-
genüber widerstandsfähiger als Filme aus einzelnen Species (KUMAR und ANAND 1998,
BOLES et al. 2004). Beispielsweise haften Listerien in gemischten Biofilmen mit Flavobakte-
rien besser an Oberflächen und weisen eine längere Überlebenszeit auf als in Einzel-
Species-Biofilmen (BREMER et al. 2001). Auch verschiedene Serotypen von Listerien haften
unterschiedlich stark an Oberflächen an (NORWOOD und GILMOUR 2000). Bestimmte Ge-
notypen von Listerien verursachen eher persistente Kontaminationen an Lebensmittelanla-
gen als andere (AUTIO et al. 2003). LEE et al. (2008) stellten fest, dass die Adhäsionsstärke
und die Biofilmbildungsrate bei Acinetobacter baumannii in Isolaten mit β-Lactamase-Genen
höher waren als in Isolaten ohne diese Gene.
Auch Veränderungen in der Hydrophobie beeinflussen das mikrobiologische Geschehen in
Biofilmen (MAFU et al. 1991, ZOTTOLA und SASAHARA 1994, KUMAR und ANAND 1998).
Bakterien haben eine negative Oberflächenladung und verhalten sich gewöhnlich wie hydro-
phobe Partikel (BOULANGE-PETERMANN 1996). Sporen haften auf Grund ihrer höheren
Hydrophobie besser an Oberflächen als vegetative Zellen (RÖNNER et al. 1990, HUSMARK
und RÖNNER 1992, FAILLE et al. 2001, FLINT et al. 2001). Der Grad der Hydrophobie kann
sich im Verlauf der Vermehrung verändern (BOULANGE-PETERMANN 1996).
Zum Ausmaß von Biofilmen trägt ebenso die jeweilige mikrobielle Wachstumsphase bei
(PEYTON und CHARACKLIS 1992, PICIOREANU et al. 2001, PARKAR et al. 2003). PAR-
KAR et al. (2003) erkannten bei einem Versuch mit thermophilen Bacillus-Species-Kulturen,

5
Literatur

dass diese nach einem wiederholbaren Muster nach 30 Stunden begannen eine Substanz zu
produzieren, die die Reduktion der Bakterienzahl zur Folge hatte und der anschließend eine
Wiedererholungsphase nachfolgte.
Bei individuell voneinander abweichenden Bedingungen haften verschiedene Bakterien un-
terschiedlich stark an Oberflächen an (REINEMANN et al. 1993, GENIGEORGIS 1995,
LINDSAY et al. 2000). Tabelle 2.1 bietet eine Übersicht über pH- und Temperatur-Optima
verschiedener Bakterien, bei denen stärkste Anhaftung auf rostbeständigem Edelstahl nach-
gewiesen wurde.

Tabelle 2.1 Parameter stärkster Anhaftung von Bakterienspecies auf rostbeständigem Edel-
stahl
Bakterien pH-Werte Temperatur Referenzen
Listeria monocytogenes 7 + 30 °C HERALD und ZOTTOLA 1988a
Yersinia enterocolitica 8-9 + 21 °C HERALD und ZOTTOLA 1988b
Pseudomonas aeruginosa 8-9 Keine Angabe STANLEY 1983
Bacillus subtilis 115 4 und 10 Keine Angabe LINDSAY et al. 2000
Bacillus pumilus 122 4 und 10 Keine Angabe
Bacillus licheniformis 137 4 und 10 Keine Angabe
Bacillus cereus 144 7 Keine Angabe

Für die Anhaftung von Sporen an rostbeständigem Stahl stellen Varianten im Temperaturbe-
reich von + 20 °C bis + 55 °C keinen wichtigen Faktor dar. Dies wurde von FLINT et al.
(2001) in einem Versuch mit Bacillus stearothermophilus-Sporen bei verschiedenen Ver-
suchstemperaturen (+ 20 °C, + 37 °C und + 55 °C) erkannt.

[Link] Äußere Einflussfaktoren


Oberflächen haben in Form, Ausgestaltung, substanzieller Zusammensetzung und Zustand
bedeutenden Einfluss auf die Biofilmbildung (REINEMANN et al. 1993, MITTELMAN 1998,
STORGARDS et al. 1999, HORN et al. 2002). Je rauer Oberflächen sind, desto leichter stellt
sich deren Besiedelung dar und desto stabiler ist die Haftung von Biofilmen (BARNES et al.
1999, DE QUEIROZ und DAY 2007). Das in der Lebensmittelindustrie am häufigsten einge-
setzte Oberflächenmaterial ist nicht rostender Stahl (BOULANGE-PETERMANN 1996). Auch
darauf findet man entgegen dem makroskopischen Bild mikroskopisch kleine Risse und
Kratzer (ZOTTOLA und SASAHARA 1994), die jedoch im Vergleich zu solchen in Aluminium
weniger tief und somit weniger stark prädisponiert sind, Schmutzablagerungen und Mikroor-
ganismen aufzunehmen (KUMAR und ANAND 1998). In Fugen, Ventilen und Dichtungen
6
Literatur

können sich besonders leicht Schmutz und Mikroorganismen ablagern und zu Biofilmbildung
führen (WONG 1998). Hierfür werden bevorzugt Gummi, Teflon und Nylon verwendet. Ein
erhöhtes Risiko für die Ablagerung von Schmutz und Mikroorganismen und folglich für Bio-
filmbildung stellen defekte, abgenutzte und brüchige Materialien wie korrodierte, verkalkte
Metallrohre und auch bioverwertbare Stoffe dar, da sich dadurch ihre Oberflächen vergrö-
ßern und besonders in Rissen und Fugen geschützte Stellen entstehen (HOLAH und
THORPE 1990, WIRTANEN et al. 1996, JONES et al. 1999, DE QUEIROZ und DAY 2007).
Befinden sich auf einer Oberfläche biologisch inaktive Biofilme, sind diese ein ideales Sub-
strat für die Bildung neuer Biofilme (BOWER und DAESCHEL 1999).
Eine Übersicht verschiedener Mikroorganismen, deren Eigenschaften und Beschaffenheiten
und Auswirkungen auf verschiedene Oberflächenmaterialien gibt Tabelle 2.2.

7
Literatur

Tabelle 2.2 Einfluss der Oberfläche auf das Anhaftungsverhalten verschiedener Mikroorga-
nismen
Bakterien Eigenschaften auf Oberflächen Referenzen
1)
Biofilme allge- Auf PVC stärkere Anhaftung, als auf Glas oder ver- ARMON et al.
mein zinktem Eisen 1998
Bacillus-Sporen Anhaftung auf rostbeständigem Stahl im Vergleich zu FAILLE et al.
und E. coli Teflon und PEHD2) am geringsten 2002
Marine Pseu- Gute Anhaftung an Oberflächen mit geringer, bzw. ohne FLETCHER
domonas spp. Oberflächenladung, reduzierte Anhaftung an hydropho- und LOEB
ben Flächen mit positiver Ladung, kaum Anhaftung an 1979
hydrophilen negativ geladenen Oberflächen
Salmonella spp. Auf Kunststoff stärkste Anhaftung, gefolgt von Beton JOSEPH et al.
Biofilme und rostbeständigem Stahl 2001
L. monocytoge- Stärkere Anhaftung auf PVC als auf rostbeständigem GANDHI und
nes Stahl CHIKINDAS
2007
L. monocytoge- Auf zwei verschiedenen Typen rostbeständigen Stahls BARNES et al.
nes Biofilme (Ra -Wert 0,035 +/- 0,004 µm bzw. 0,412 +/- 0,011 µm3)) 1999
kein signifikanter Unterschied in der Zahl der anhaften-
den Bakterien
S. aureus Bio- 29 % geringere Anhaftung auf Stahl mit Ra -Wert von BARNES et al.
filme 0,035 +/- 0,004 µm als auf Stahl mit Ra -Wert von 0,412 1999
+/- 0,011 µm4)
Bacillus stea- Anhaftung von 10 bis 100 mal mehr vegetativen Zellen FLINT et al.
rothermophilus und Sporen auf verschmutzten Oberflächen (Art und 2001
physikalische Struktur des Schmutzes wichtig) als auf
sauberen

Bei Versuchen von BEECH et al. (1991) und DAVIES et al. (1993) wurde erkannt, dass
durch Vorhandensein rostbeständigen Edelstahls in den jeweiligen Versuchsmedien die Pro-
duktion von EPS sowohl durch Desulfovibrio desulfuricans, als auch durch Pseudomonas
aeruginosa angeregt wurde.

1)
Polyvinylchlorid
2)
PEHD = polyethylene of high density
3), 4)
Ra-Wert gibt die Rauigkeit einer Oberfläche an; je höher der Wert, desto rauer die Oberfläche
4)
Ra-Wert gibt die Rauheit einer Oberfläche an; je höher der Wert, desto rauer die Oberfläche
8
Literatur

Wichtig für Bildung und Entwicklung von Biofilmen sind auch die hydrodynamischen Verhält-
nisse der an eine Oberfläche angrenzenden flüssigen Phase (MITTELMAN 1998, VERRAN
2002). Dieser Einflussfaktor ist hauptsächlich bei der Verarbeitung von flüssigen Lebensmit-
teln relevant (Molkerei, Getränke, manche Eiprodukte etc.). In statischen Systemen können
Biofilme ohne Einschränkungen wachsen (MIDELET und CARPENTIER 2004), hingegen
wird deren Struktur in dynamischen Systemen je nach Eigenschaft der umgebenden Flüssig-
keit verändert. Eine Übersicht der dazu vorliegenden Erkenntnisse aus der Literatur stellt
Tabelle 2.3 dar.

Tabelle 2.3 Einflüsse hydrodynamischer Verhältnisse auf Biofilme


Hydrodynamische Beeinflussung des Biofilms Referenzen
Verhältnisse
Flussgeschwindig- Zunahme der Populationsdichte der Mikro- HORN et al. 2002,
keitszunahme organismen, geschlossenere Oberfläche LEON-OHL et al.
2004; RAMASAMY
und ZHANG 2005
Abnahme der Anhaftungskraft DUDDRIDGE et al.
2004
Laminare Flussbedin- Ungleichmäßige abgerundete Struktur des DAVEY und
gungen Biofilms O´TOOLE 2000
Turbulente Flussbe- Ungleichmäßige gestreckte Strukturen
dingungen Verstärkte EPS-Produktion LAZAROVA et al.
1994, RAMASAMY
und ZHANG 2005

Verändern sich in einem System die Flussbedingungen, benötigen Biofilme je nach Dicke
eine bis drei Wochen für deren Anpassung an neue Bedingungen (LEON-OHL et al. 2004).

2.1.3 Auswirkungen und Folgen von Biofilmen


Biofilme stellen kontinuierliche Kontaminationsquellen für Lebensmittel dar und können Pa-
thogene sowie Verderbserreger umfassen und somit zu gesundheitlichen Gefahren für den
Verbraucher und zur Verkürzung der Haltbarkeitsdauer führen (DUNSMORE et al. 1981,
ANAND et al. 1989, FRANK und KOFFI 1990, KOUTZAYIOTIS 1992, RONNER und WONG
1993, ZOTTOLA 1994, FLINT et al. 1997, BARNES et al. 1999, ARNOLD und SILVERS
2000, JOSEPH et al. 2001, CHMIELEWSKI und FRANK 2003, TRACHOO 2003, DE QUEI-
ROZ und DAY 2007). Die Übertragung von Mikroorganismen kann durch direkten Kontakt
9
Literatur

eines Lebensmittels zu einem Biofilm auf einer Oberfläche oder indirekt über Vektoren erfol-
gen. Vektoren können Luft, Personal oder Reinigungssysteme sein, die Bakterien beispiels-
weise von Biofilmen an Wänden oder Böden auf Lebensmittel übertragen (GIBSON et al.
1999). Durch den Einsatz von Hochdruckreinigern besteht die Gefahr der Ablagerung abge-
löster Biofilm-Mikroorganismen auf Lebensmittelkontaktflächen über Aerosole (KANG und
FRANK 1990, ZOTTOLA und SASAHARA 1994). In Systemen, in denen flüssige Lebensmit-
tel befördert werden, können sich durch Strömungsveränderungen Biofilmteile ablösen, im
Prozessfluss verteilen (POULSEN 1999) und sich an anderen Stellen wieder anlagern und
vermehren (MARSHALL 1992).

Aus ökonomischer Sicht ziehen Biofilme oft große Verluste nach sich (HOLAH und KEAR-
NEY 1992, MATTILA-SANDHOLM und WIRTANEN 1992, MELO et al. 1992, CARPENTIER
und CERF 1993). Sie können durch Aufnahme von Nährstoffen aus der Umwelt, die Produk-
te wie organische Säuren enthalten, oder durch Produktion solcher Stoffe durch die Biofilme
selbst Korrosion herbeiführen (MATTILA-SANDHOLM und WIRTANEN 1992, GENIGEOR-
GIS 1995). Laut FLEMMING (1994) entstehen ungefähr 20 % aller Korrosionsschäden auf
Grund mikrobieller Einflüsse. Korrosion führt zur Vergrößerung der spezifischen Oberfläche
und dient somit wiederum als ideale Grundlage für bakterielle Anhaftung und Biofilmbildung
(ROMPRE et al. 2000).
Energie- und Produktverluste können Folgen von Biofilmen sein, die sich in Rohrleitungen
ablagern und dadurch hydrodynamische Widerstände und verminderte Durchflussraten er-
zeugen (MATTILA-SANDHOLM und WIRTANEN 1992, FLEMMING 1994, KUMAR und A-
NAND 1998, TRACHOO 2003). An Wärmetauschern können sie den Wärmetransfer verhin-
dern oder Einschränkungen hervorrufen (MELO et al. 1992, FLEMMING 1994, ZOTTOLA
und SASAHARA 1994).

Ein wichtiger Aspekt von Biofilmen ist die gesteigerte Resistenz gegenüber antimikrobiellen
Einflüssen (FRANK und KOFFI 1990, KRYSINSKI et al. 1992, MOSTELLER und BISHOP
1993, GREENBERG 2003, MEYER 2003, JOUENNE et al. 2004, MØRETRØ und LANGS-
RUD 2004). Bakterien in Biofilmen sind um ein Vielfaches unempfindlicher gegenüber Anti-
biotika als diejenigen in planktonartiger Lebensform. Diskutiert werden Resistenzsteigerun-
gen um das 100 bis 1000 fache (COSTERTON et al. 1995, BOLES et al. 2004). Außerdem
zeigen Bakterien in Biofilmen eine geringere Empfindlichkeit gegenüber extremen Tempera-
turen, Licht und Austrocknung (DEWANTI und WONG 1995).

10
Literatur

Die Resistenz gegenüber antimikrobiellen Mitteln beruht auf einer Reihe von Faktoren:
- Verlangsamte Diffusion der Biozide durch den Biofilm (BROWN et al. 1988)
- Physiologische Veränderungen bei reduzierter Wachstumsrate (KUMAR und A-
NAND 1989)
- Produktion von Enzymen, welche antimikrobielle Substanzen abbauen können
(KUMAR und ANAND 1998)
- Die EPS-Matrix stellt eine Barriere für eindringende Stoffe dar (BOYD und
CHAKRABARTY 1995, GILBERT et al. 1997).
Die Durchlässigkeit des reifen Biofilms reicht laut ZHANG und BISHOP (1994) von 89 % in
den äußeren Regionen bis zu 5 % in den tiefer gelegenen Schichten. Die tief im Film liegen-
den Zellen brauchen weniger Sauerstoff und Nährstoffe. In Nährstoffmangelsituationen zei-
gen einige Mikroorganismen veränderte Zellphysiologie und verringertes Wachstum (EVANS
et al. 1991). In diesem reduzierten Stoffwechselzustand ist die Sensitivität gegenüber toxi-
schen Substanzen herabgesetzt (BOWER und DAESCHEL 1999).

2.1.4 Prävention von Biofilmbildung


Die Vermeidung von Biofilmbildung trägt neben der Sicherung des Verbraucherschutzes ent-
scheidend zur Senkung des Verbrauchs von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln bei und
dadurch zur Kostensenkung bei der Herstellung sicherer Produkte (ZOTTOLA und SASA-
HARA 1994, ARNOLD und SILVERS 2000, GUNDUZ und TUNCEL 2006, N.N. 2008b). Zur
Prävention von Biofilmbildung sind in der Literatur verschiedene Methoden beschrieben. Ta-
belle 2.4 stellt eine Übersicht dar.

Tabelle 2.4 Präventionsmaßnahmen gegen Biofilmbildung


Maßnahme Referenzen
Erhöhung der Reinigungsfrequenz GIBSON et al. 1999, FLINT et
al. 1997
Gründliches Trocknen von Oberflächen GENIGEORGIS 1995
Aufbringen bakterizider Substanzen auf geeignete Ober- EXNER 2005
flächen; Silberspirale in Wasserschläuchen
Beschichtung von Oberflächen mit Silberkolloidionen STREIT et al. 2004
Störung des Quorum sensing durch Furanon RASMUSSEN et al. 2000,
HENTZER et al. 2002

11
Literatur

2.2 Reinigung und Desinfektion


Zur Entfernung von Biofilmen ist es von Vorteil, zwei oder mehrere Methoden gleichzeitig
anzuwenden, um trotz möglicherweise vorhandener Resistenzen der Mikroorganismen aus-
reichende Reinigungs- und Desinfektionserfolge zu erzielen (MATTILA-SANDHOLM und
WIRTANEN 1992). Reinigung und Desinfektion sind Schlüsselprozesse für die Herstellung
sicherer Produkte in hoher Qualität und werden hauptsächlich von folgenden vier Faktoren
bestimmt (SJÖBERG et al. 1995, GIBSON et al. 1999, KRÖMKER 2007):
- Auswahl der passenden Reinigungs- und Desinfektionsmittel
- Mechanische Reinigung
- Temperatur der Reinigungs- und Desinfektionslösungen sowie Umgebungstem-
peraturen
- Zeiten des Reinigungs- und Desinfektionsablaufs und Einwirkzeiten
Auf Grund der Nutzbarkeit von Lebensmittelproduktionsanlagen für möglichst 24 Stunden
täglich sollten Reinigungsabläufe immer in kürzest möglicher Zeit durchgeführt werden
(PARKAR et al. 2004) und - falls möglich - eine Kombination von mechanischer Energie und
chemischen Wirkungsprinzipien angewandt werden (GIBSON et al. 1999).

2.2.1 Physikalische und biologische Reinigung


Der effektivste Weg zur Entfernung bereits anhaftender Mikroorganismen und Biofilme von
Oberflächen ist laut GIBSON et al. (1999), MEYER (2003) sowie LINDSAY und VON HOLY
(2006) die mechanische Reinigung, jedoch ist deren Einsatz auf Grund des Designs der zu
reinigenden Oberflächen oft nur eingeschränkt möglich (DUNSMORE et al. 1981, MOSTEL-
LER und BISHOP 1993). Mechanisches Reinigen kann durch manuelles oder automatisches
Bürsten, durch Kratzen, durch Reinigung mit Wasser unter Druck oder durch Zirkulation von
Flüssigkeit durch ein CIP-System erfolgen. Als weitere physikalische Methoden zur Entfer-
nung von Biofilmen zählten KUMAR und ANAND (1998) das Anlegen von Magnetfeldern,
elektrischen Feldern und Ultraschallbehandlung auf. Auch die Anwendung von heißem Was-
ser (CHMIELEWSKI und FRANK 2003), von Dampf (HAAS et al. 1998) oder heißer Luft
(+ 116 bis + 150 °C) sowie der Einsatz von UV-Strahlung oder Ozon (KHADRE und YOU-
SEF 2001) wurden beschrieben. Höhere Temperaturen bei der Desinfektion können die
Notwendigkeit des Einsatzes mechanischer Kraft vermindern (CHMIELEWSKI und FRANK
2003).
Auf Enzymen basierende Reinigungsmittel sind biologische Medien. Sie enthalten meist Pro-
teasen zur Eiweißspaltung und Ablösung und/oder Polysaccharidasen wie z. B. α-Amylase
zur Spaltung und Ablösung von Kohlenhydraten (PARKAR et al. 2004).

12
Literatur

2.2.2 Chemische Reinigung und Desinfektion


Für die Produktion sicherer, haltbarer und gesundheitlich unbedenklicher Lebensmittel sind
effektive Reinigung und Desinfektion wichtige Voraussetzungen (KLEINER 1998, EIDE et al.
2003). Für sachgerechte Reinigung und Desinfektion sollten betriebsspezifische Hygieneplä-
ne unter Berücksichtigung aller, mit der Lebensmittelproduktion zusammenhängenden Ein-
flüsse erstellt werden (TEUFEL 1984, KRATZHELLER et al. 2002). Der Reinigungsschritt,
also das Entfernen jeglicher Lebensmittelreste und Schmutzpartikel, dient der Beseitigung
potentieller Metaboliten für Mikroorganismen (GIBSON et al. 1999, THEVENOT et al. 2006).
Visuell erfassbare Sauberkeit ist Ziel der Reinigung und die Grundvoraussetzung für eine
effektive Desinfektion (EDELMEYER 1983). Unter Desinfektion versteht man alle Maßnah-
men zur Verminderung der Keimzahl mit dem Ziel, die Übertragung bestimmter Mikroorga-
nismen zu verhindern. Dies dient besonders zum Schutz vor Lebensmittelintoxikationen und
-infektionen durch pathogene Mikroorganismen und der Hinauszögerung von Verderbser-
scheinungen an Lebensmitteln durch proteolytische, lipolytische und saccharolytische Aktivi-
täten von Mikroorganismen (WALLHÄUSER 1978, SCHMIDT und BEM 1978, EDELMEYER
1983, TEUFEL 1984, BEUTLING 1992, KLEINER 1998, N.N. 2004).
Verschiedene Autoren berichteten von unterschiedlichen Keimzahlreduktionen durch effekti-
ve Reinigung und Desinfektion. Eine Zusammenfassung stellt folgende Tabelle dar:

Tabelle 2.5 Berichtete Reduktionsraten von Oberflächenkeimzahlen pro cm2


Reduktion durch Reinigung Reduktion durch Reinigung und Referenzen
(Angabe in lg bzw. %) Desinfektion (Angabe in lg)
0,91 lg und mehr Keine Angabe GIBSON et al.
1999
1 lg = 90 % (Grobreinigung) 5-8 lg EDELMEYER
3 lg = 99,9 % (Intensivreinigung) 1983
5 lg 8 lg SCHMIDT 1989
3-4 lg = 99,9-99,99 % Keine Angabe SCHMIDHOFER
1988
4 lg = 99,99 % Weitere Reduktion HOY 1996
Keine Angabe 5-8 lg REUTER 1994

Das Verbleiben von Desinfektionsmittelrückständen auf Lebensmittelkontaktflächen muss


vermieden werden, um Gefahren vom Lebensmittelkonsumenten abzuwenden (KNAUER-
KRAETZL und REUTER 1992, SJÖBERG et al. 1995, EIDE et al. 2003).

13
Literatur

[Link] Reinigungs- und Desinfektionsablauf


Üblicherweise lassen sich Reinigungs- und Desinfektionsabläufe in fünf Schritte einteilen
(siehe auch Abbildung 2.1):
1) Vorspülen mit klarem Wasser zum Entfernen locker gebundenen Schmutzes und
grober Lebensmittelreste
2) Reinigung mit geeigneten alkalischen oder sauren Substanzen zur Lösung von
Ablagerungen auf Oberflächen
3) Zwischenspülung mit klarem Wasser zum Abspülen der Reinigungschemikalien
mit darin gelösten und aufgeschwemmten Verunreinigungen
4) Desinfektion mit geeigneten antimikrobiellen Substanzen
5) Nachspülen mit Leitungswasser zur Entfernung von Desinfektionsmittelresten und
abgetöteten Mikroorganismen
(ZOTTOLA und SASAHARA 1994, HAVAS 1995, POULSEN 1999, FRYER at al. 2006).

Abbildung 2.1 Darstellung der Schritte 2) bis 4) eines Reinigungs- und Desinfektionsablaufs
(modifiziert nach POULSEN 1999)
Zwischenspülen
a = Schmutzschicht
Reinigungsmittel
Desinfektionsmittel b = Bakterienschicht
c = Oberfläche
a
b
c
2) 3) 4)

Stark verschmutzte Flächen empfahl HOY (1996) vor der Reinigung einzuweichen. Um
bestmögliche Wirkungen zu erreichen, sollten Reinigungs- und Desinfektionsmittel zwingend
nach Herstellerangaben verwendet werden (REUTER 1994). In Lebensmittel verarbeitenden
Betrieben kommen hauptsächlich wässrige Reinigungs- und Desinfektionslösungen sowie
entsprechende Substanzen in Schaum-, Nebel- oder Gelform zum Einsatz (SCHROEDER
1993, ZOTTOLA und SASAHARA 1994, SALUSTIANO et al. 2004, SREENIVASAN und
CHORNY 2005). REUTER (1994) empfahl den Reinigungsschritt viermal mit alkalischem
und beim fünften Mal mit saurem Reinigungsmittel durchzuführen, um mineralische Ablage-
rungen zu entfernen. Reinigungs- und Desinfektionspläne sollten von sachverständigen Hy-
gienebeauftragten erstellt werden (REUTER 1994) und - sofern nicht automatisch durchge-
führt - von kompetentem Personal vollzogen werden, um negative Auswirkungen auf die Le-
bensmittelproduktion zu vermeiden (TEUFEL 1984, GERSTEIN et al. 1993, KLEINER 1998).

14
Literatur

SCHMIDT und BEM (1978) und HOY (1996) raten, zum Spülen 8 l Trinkwasser pro m2 Ober-
fläche zu verwenden.

[Link] Cleaning in Place-Systeme


Unter „Cleaning in Place“ (CIP) versteht man die Reinigung von kompletten Anlagen oder
Rohrleitungen ohne vorheriges Demontieren, Öffnen und ohne manuelle Mitwirkung. CIP-
Anlagen sind in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet und werden bevorzugt verwendet
bei der Herstellung flüssiger Lebensmittel (DUNSMORE et al. 1981, DRESCH et al. 2001,
VAN ASSELT et al. 2002, EIDE et al. 2003, BREMER et al. 2006). Der Reinigungsprozess
umfasst das Besprühen von Oberflächen oder Zirkulation von Reinigungslösungen durch die
Anlage unter Einsatz gesteigerter Turbulenzen und Durchflussgeschwindigkeiten (BREMER
et al. 2006). Der Reinigungsablauf kann sowohl chemische als auch physikalische Kompo-
nenten sowie Kombinationen aus beiden beinhalten. Zur Reduktion von Wasserverbrauch
und Abwasserbeseitigungskosten werden Reinigungslösungen teilweise mehrfach verwen-
det (reuse-Systeme), wobei aber eine Rekontamination ausgeschlossen werden muss
(STEWART und SEIBERLING 1996, DRESCH et al. 1999, DRESCH et al. 2001, LELIEVRE
et al. 2002). Das Hauptanliegen eines CIP-Systems ist das Sichern reproduzierbarer Reini-
gungs- und Desinfektionserfolge bei einem Minimum an Reinigungszeit, -aufwand und Kos-
ten (VAN ASSELT et al. 2002, LIU und MACCHIETTO 2005).

[Link] Reinigung und Desinfektion beeinflussende Faktoren


Grundsätzlich können Reinigungs- und Desinfektionsmittel nur dort korrekt wirken, wo sie in
ausreichendem Maße in passender Konzentration und für genügend lange Zeit hingelangen
(EDELMEYER 1983). Dabei ist die Bauart der zu reinigenden Anlage von entscheidender
Bedeutung, da Maschinen je nach Konstruktion (offen oder geschlossen) verschiedener Rei-
nigungsarten bedürfen (REUTER 1994). Für offene Systeme wurden speziell Niederdruck-
systeme entwickelt (LAUFENBERG 1990). Geschlossene Systeme werden vorzugsweise
durch Hochdrucksysteme gereinigt. Zu beachten ist bei Reinigungsvorgängen, dass Aero-
solbildung, Spritzwasser und Schwadenbildung vor allem bei Reinigung mit heißem Wasser
oder bei Reinigung mit hohem Druck vermieden werden sollten, da diese verfahrensbeding-
ten Nachteile zur Rekontamination schon gereinigter Flächen führen können (SCHMIDT und
BEM 1978, EDELMEYER 1983, GERSTEIN et al. 1993, SCHROEDER 1983, EIDE et al.
2003).
Starke Auswirkungen auf Reinigungs- und Desinfektionsergebnisse haben die Umgebungs-
temperatur und die Temperatur der Reinigungs- und Desinfektionslösungen. Laut EDEL-

15
Literatur

MEYER (1983), LAUFENBERG (1990) und REUTER (1994) ist in warmer Umgebung effek-
tivere Reinigung und Desinfektion gewährleistet als in kalter. Die Phase des Schmutzauf-
quellens ist dabei weniger von der Temperatur abhängig als der Rest des Reinigungs- und
Desinfektionsablaufs (GILLHAM et al. 1999, FRYER et al. 2006). Eine Reihe von Einflüssen
durch verschiedene Temperaturen ist in Tabelle 2.6 zusammengestellt.

Tabelle 2.6 Temperatur und deren Auswirkungen auf Reinigung und Desinfektion
Temperatureinfluss Auswirkung Referenzen
Heiße Reinigungsmittel Anstieg der Reinigungsrate REINEMANN 1993, BIRD und
und Absinken der benötig- BARTLETT 1995, CHMIELEWSKI
ten physikalischen Kräfte und FRANK 2003, FRYER et al. 2006
Gefahr der Denaturierung EDELMEYER 1983, SCHMIDT 1984,
von Proteinablagerungen an GERSTEIN et al. 1993, CHMIE-
Oberflächen LEWSKI und FRANK 2003
Kalte Reinigungsmittel Gefahr von Verschmut- KLEINER 1998
zungsresten
Schlechte Fettentfernung, GIESE 1991, GERSTEIN et al. 1993
Gefahr der Wiederablage-
rungen

Auch der pH-Wert des Milieus, in dem eine Reinigung und Desinfektion durchgeführt wird,
muss bei der Auswahl der Agenzien beachtet werden, da saure Mittel in alkalischer und alka-
lische Agenzien in saurem Milieu auf Grund von Pufferung und Neutralisation nur schlecht
wirksam sind (HOY 1996).
Wichtig bei der Auswahl von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ist ebenso die Beachtung
des Zwecks zu dem ein Produkt verwendet werden soll (PARKAR et al. 2004). Laut STOLLE
(1980) wirken Reinigungs- und Desinfektionsagenzien nur optimal bei Verwendung in den
oberen Bereichen der vom Hersteller angegebenen Konzentrationen. Unterdosierungen
können zu schlechten Ergebnissen führen (TEUFEL 1984) und im Bereich der Desinfekti-
onsmittel statt zur Abtötung von Mikroorganismen nur eine Wachstumshemmung bewirken
(EDELMEYER 1983). Durch die Verwendung der optimalen Konzentrationen kann die Ein-
wirkzeit von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln auf ein Minimum beschränkt werden
(GALLOT-LAVALLEE et al. 1984, PLETT 1985). Bei der Bestimmung der Einwirkzeit eines
Reinigungsmittels ist auch der Grad der Verschmutzung zu berücksichtigen, da bei stärkeren
Verschmutzungen höhere Einwirkzeiten gewählt werden müssen (FRYER et al. 2006). Eben-
falls vom Ausmaß der Verschmutzung abhängig sind die Reinigungsintervalle zwischen zwei
aufeinander folgenden Reinigungsgängen. Sie müssen an die zu reinigenden Teile ange-

16
Literatur

passt werden, weshalb – je nach Situation – mehrmals täglich bis einmal nach Produktion-
sende gereinigt werden sollte (TEUFEL 1984, REUTER 1994, GENIGEORGIS 1995).
Schmutz- und Produktrückstände schützen Mikroorganismen vor Desinfektionsmitteln
(KLEINER 1990, ZOTTOLA und SASAHARA 1994, HOY 1996, GIBSON et al. 1999,
CHMIELEWSKI und FRANK 2003). Reagieren Desinfektionsmittel mit Proteinen aus Le-
bensmittelresten, kommt es zu einem Aktivitätsverlust der Desinfektionsmittel. Folglich ste-
hen sie nicht mehr für die Abtötung der Mikroorganismen zur Verfügung („Eiweißfehler“).
Beim Verbleib von Reinigungsmitteln auf einer zu desinfizierenden Oberfläche können Des-
infektionsmittel statt mit Mikroorganismen mit Restreinigungschemikalien reagieren. Dies
wird in der Fachliteratur als „Seifenfehler“ bezeichnet (KIM und FRANK 1995, HOY 1996,
CHMIELEWSKI und FRANK 2003). Beim Verbleiben von Restfeuchte auf gereinigten und
desinfizierten Oberflächen besteht die Gefahr, dass sich verstärkt bestimmte Mikroorganis-
men etablieren, die als Folge produzierte Lebensmittel kontaminieren können (SCHMIDT
und BEM 1978, EDELMEYER 1983, TEUFEL 1984). Dieses Problem kann ebenfalls eintre-
ten, wenn unhygienische Gegenstände bei Reinigung und Desinfektion verwendet werden
(TEUFEL 1984). Besonders problematisch erwiesen sich in diesem Zusammenhang Liste-
rien, die sich als typische Nischenbildner in für die Reinigung und Desinfektion unzugängli-
chen Spalten und Rissen von Oberflächen vermehren (TOMPKIN 2002, SCHALCH 2006).
Je glatter ein Material ist, desto leichter ist es zu reinigen (HOY 1996), denn aus Rissen oder
Fugen sind Mikroorganismen schwerer zu entfernen als von unbeschädigten und durchge-
henden Flächen (EDELMEYER 1983, HOLAH und THORPE 1990, KIRCHER und REUTER
1996, N.N. 2004). Deshalb sollten Oberflächenmaterialien eine möglichst niedrige Ver-
schmutzungskinetik aufweisen. Edelstahl ist im Lebensmittelbereich weit verbreitet, da er
leicht zu reinigen und gut korrosionsbeständig ist (BOULANGE-PETERMANN et al. 2004).
Glas, Nylon und Polyvinylverbindungen halten Produktion, Reinigung und Desinfektion weni-
ger lange stand als Edelstahl (DUNSMORE et al. 1981, LE CLERQ-PERLAT und LALANDE
1994).
Auch die Reaktion verschiedener Mikroorganismen, deren Species, Anzahl und Zustand auf
unterschiedliche Reinigungs- und Desinfektionsmittel variiert teilweise stark. Eine Übersicht
verschiedener Mikroorganismen und deren Reaktionen auf Reinigungs- und Desinfektions-
mittel bietet Tabelle 2.7:

17
Literatur

Tabelle 2.7 Beispiele der Beeinflussung verschiedener Mikroorganismen durch Reinigung


und Desinfektion
Mikroorganismen, Art der Beeinflussung Referenzen
Gramnegative resistenter gegenüber Desinfektionsmitteln NIKAIDO und VARRA 1985,
als grampositive Bakterien SIKKEMA et al. 1995
E. coli resistenter gegenüber Quaternären Ammonium- HOLAH et al. 2002
verbindungen als Listerien
Anspruchslose Mikroorganismen können Reinigung und EDELMEYER 1983
Desinfektion besser überstehen, wenn geringste Nähr-
stoffreste und Restfeuchte vorhanden sind als an-
spruchsvolle
B. subtilis wegen Sporenbildung resistenter gegenüber LINDSAY et al. 2002
verschiedenen Agenzien als P. fluorescens
P. fluorescens gegenüber Chlordioxyd weniger empfind- STORGARDS et al. 1999
lich in Anwesenheit von B. cereus, als P. fluorescens als
Einzelspecies
Biofilme resistenter gegenüber Desinfektionsmitteln als ZOTTOLA und SASAHARA
planktonartig lebende Mikroorganismen 1994, EGINTON et al. 1998,
CHMIELEWSKI und FRANK
2003
Lange anhaftende Biofilme schwieriger zu entfernen als STORGARDS et al. 1999
neu gebildete
Resistenz von Bakterien in Biofilmen aus verschiedenen LERICHE und CARPENTIER
Species höher als in Biofilmen aus einzelnen Species 1995, LINDSAY et al. 2002

Auch ökonomische Faktoren haben Einfluss auf die Anwendung von Reinigung- und Desin-
fektionsmitteln. Personalkosten, Energiekosten, Reinigungs- und Desinfektionsmittelkosten
sowie Wasser- und Abwasserkosten müssen bei der Auswahl von Reinigungssystemen be-
rücksichtigt werden (KLEINER 1998, FRYER et al. 2006). Besonders Heißwasseranwen-
dungen ziehen laut EDELMEYER (1983) hohe Energiekosten nach sich. Chlorreiniger und
Peroxyde werden wegen ihrer vergleichsweise geringen Kosten im Lebensmittelbereich häu-
fig verwendet (DE QUEIROZ und DAY 2007).

18
Literatur

[Link] Reinigungs- und Desinfektionsmittel in der Lebensmittelhygiene

[Link].1 Reinigungsmittel
Sie können grob in alkalische, neutrale und saure Chemikalien eingeteilt werden. Diesen
Grundstoffen werden meist folgende weitere Chemikalien zur Wirkungsverstärkung zuge-
setzt:
- Tenside (gutes Emulgiervermögen von Fett und Erleichterung des Eindringens
des Reinigers in enge Spalten und in Schmutzschichten auf Grund des amphiphi-
len Aufbaus, Senkung der Oberflächenspannung)
- Komplexbildner (Verhinderung der Ausfällung von Härtebildnern des Wassers wie
Ca2+- und Mg2+-Salze und Bindung von Schwermetallionen)
- Suspensionsstabilisatoren (z. B. Neutralsalze)
- Schauminhibitoren
- Korrosionsschutzstoffe (z. B. hochmolekulare Alkohole und Aldehyde)
(SCHMIDT und LEISTNER 1981, EDELMEYER 1983, CHMIELEWSKI und FRANK 2003,
BREMER et al. 2006, WILDBRETT 2006).

Alkalische Reinigungsmittel sind im Lebensmittelbereich die am häufigsten eingesetzten


Agenzien. Das gebräuchlichste Mittel ist Natronlauge. Alkalien lassen Proteine aufquellen
und verbessern somit deren Löslichkeit, wie auch die von Kohlenhydraten. Ohne Zusatz von
Tensiden weisen sie schlechtes Emulgiervermögen gegenüber Fett auf. Je höher der pH-
Wert von alkalischen Reinigern liegt, desto effektiver ist deren Wirkung auch bezüglich der
Fettlösekraft. Jedoch erhöht sich damit auch die Korrosionsgefahr an Oberflächen gereinig-
ter Gegenstände (MAYER 2004, BREMER et al. 2006, WILDBRETT 2006). Neutrale Reini-
ger weisen pH-Werte zwischen 6,5 und 7,5 auf (REUTER 1994) und werden hauptsächlich
zur manuellen Reinigung eingesetzt. Tenside sind meist die Hauptbestandteile dieser Reini-
ger (EDELMEYER 1983). Auf Grund des neutralen pH-Werts wirken sie nur wenig korrosiv
(BÖHM 2002). Saure Reinigungsmittel sind Agenzien, deren Hauptbestandteil anorgani-
sche oder organische Säuren darstellen, denen teils andere Chemikalien wie Tenside zur
Verbesserung der Reinigungswirkung zugefügt sind. Durch Säuren werden auf Oberflächen
abgelagerte Salze wie Wasser-, Milch- oder Bierstein in einen löslichen Zustand versetzt. Je
niedriger der pH-Wert der eingesetzten Mittel ist, desto höher die Korrosionsgefahr. Gegen
diesen Effekt werden Korrosionsinhibitoren eingesetzt (SCHMIDT und LEISTNER 1981,
EDELMEYER 1983, MARRIOTT 1992, BÖHM 2002, BREMER et al. 2006, WILDBRETT
2006).

19
Literatur

[Link].2 Desinfektionsmittel
Um eine effektive Desinfektion zu gewährleisten, ist die Verwendung passender Agenzien
sehr wichtig. Die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG) empfiehlt für den Le-
bensmittelbereich geprüfte Desinfektionsmittel5). Nach eigenen Prüfkriterien wurden die darin
enthaltenen Mittel geprüft auf
- Wirksamkeit
- Anwendbarkeit (Materialverträglichkeit)
- Umweltverträglichkeit (biologische Abbaubarkeit)
(TEUFEL 1984, KNAUER-KRAETZL und REUTER 1992, KNAUER-KRAETZL et al. 1993,
REUTER 1994, DVG 2003, ROCKHOFF 2006, DVG 2007).

Die Anforderungen, die in der Praxis an Desinfektionsmittel gestellt werden, sind noch höher:
- schnelle Wirksamkeit
- breites Wirkungsspektrum
- mikrobizide Wirkung (nicht nur mikrobiostatisch)
- geringer Wirkungsverlust durch Eiweiße und Reinigungsmittelrückstände
- keine korrosive Wirkung
- Hautverträglichkeit und Atoxizität
- Geruchsneutralität
- Wirkungsbereich in hohen Verdünnungen
(THIEL 1980, REUTER 1986, BERDING 1991 und ERNST 2003)
Tabelle 2.8 fasst die Wirkungsspektren der wichtigsten Desinfektionsmittelgruppen zusam-
men:

5) 6. Desinfektionsmittelliste der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) für den Le-


bensmittelbereich (Gießen, Juli 2003) veröffentlicht im Deutschen Tierärzteblatt 07/2003

20
Literatur

Tabelle 2.8 Wirkungsspektren der wichtigsten Desinfektionsmittelgruppen (modifiziert nach


STELLMACHER et al. 1974, PFANNEBERG und ZRENNER 1993, WALLHÄUSSER 1995,
BÖHM 2002, MROZEK 2006)
Gramposi- Gramne- Schim-
Mycobak- Bakterielle
tive Bakte- gative Viren Hefen mel-
terien Sporen
rien Bakterien Pilze
Aldehyde

Alkohole

Chlor, Jod

Peroxide

Laugen

Säuren

Phenole

Quats6)
Ampho-
tenside

gut wirksam unwirksam

mäßig wirksam keine Angaben

Die wichtigsten Vertreter der Gruppe der Aldehyde sind Formaldehyd, Glutaraldehyd und
Glyoxal. Die Wirkungsweise ist an die sehr reaktive Aldehydgruppe gebunden, die vor allem
mit Amino- und Amidgruppen von Zellproteinen reagiert. Durch Ausbildung von N-Methylol-
Verbindungen und anschließender Bildung von irreversiblen Methylbrücken werden Bestand-
teile mikrobieller Zellwände geschädigt. Dadurch werden diese durchlässig und das osmoti-
sche Gleichgewicht im Inneren der Zellen gestört. Außerdem werden Zellenzyme inhibiert
und dadurch der Zellstoffwechsel behindert.
Aldehyde weisen deutliche Eiweiß- und Kältefehler auf. Bei Temperaturen unter + 10 °C ist
die Wirkung der Aldehyde stark beeinträchtigt, um 0 °C kommt sie zum Erliegen. Ihr Wir-
kungsspektrum ist breit. Kontakt mit Aldehyden kann zu Haut-, Schleimhaut, Atem- und Ver-
dauungstraktreizungen führen. Auch kanzerogene und mutagene Wirkungen werden disku-

6)
Quats = Quaternäre Ammoniumverbindungen
21
Literatur

tiert. (PFANNEBERG und ZRENNER 1993, WALLHÄUSSER 1995, MAYER 2004, BÖHM
2002).
In der Gruppe der Alkohole werden Ethanol, Propanol und Isopropanol am häufigsten ver-
wendet. Bei Alkoholen steigt die mikrobizide Wirkung mit dem Molekulargewicht und der Ket-
tenlänge an. Die Wirkungsweise beruht vor allem auf der Denaturierung von Proteinen. Sie
finden in Konzentrationen zwischen 50 und 80 % Verwendung. Absoluter Alkohol wirkt nicht
bakterizid. Erst ein gewisser Wassergehalt ermöglicht die Keimabtötung, Konzentrationen
unter 30 % jedoch sind unwirksam. Sie werden vor allem zur Hände- und Flächendesinfekti-
on eingesetzt. (PFANNEBERG und ZRENNER 1993, WALLHÄUSSER 1995, BÖHM 2002,
HOLAH et al. 2002).
Zur Gruppe der Halogene gehören sowohl Chlor und Chlorabspalter als auch Jodophore.
Als Desinfektionsmittel im Einsatz sind elementares Chlor und zahlreiche organische und
anorganische Chlorverbindungen. In wässriger Lösung bilden sie unterchlorige Säure, die
die Zellwand von Mikroorganismen durchdringt und im Zellinneren ihre Wirkung als starkes
Oxidationsmittel entfaltet. Sie setzt atomaren Sauerstoff frei, der Zellkomponenten wie Prote-
ine und Nukleinsäuren oxidiert. Außerdem reagiert Chlor mit SH-Gruppen von Enzymen. Die
Menge an verfügbarem Chlor, die nicht mit anderen organischen Substanzen reagiert
(Chlorzehrung), ist entscheidend für die bakteriozide Wirkung. Im schwach sauren pH-
Bereich wirkt die Chlordesinfektion erheblich schneller als im alkalischen. Mit Zunahme der
Temperatur steigt auch die Wirksamkeit von Chlor an. (PFANNEBERG und ZRENNER 1993,
WALLHÄUSSER 1995, BÖHM 2002). Chlorreiniger werden häufig wegen ihrer Zuverlässig-
keit bei niedrigen Kosten verwendet (DE QUEIROZ und DAY 2007).
Der wirksame Bestandteil jodhaltiger Desinfektionsmittel ist freies Jod. Jodophore sind gene-
rell sauer eingestellt (Wirkungsoptimum bei pH 2,5 - 4), da unter pH 7 die Wirksamkeit stetig
zunimmt. Die Wirkungsweise von Jod-Desinfektionsmitteln beruht auf deren starker Oxidati-
onskraft, wodurch mikrobielle Proteine denaturiert werden. Bei niedrigen Konzentrationen tritt
starker Wirkungsverlust durch vorhandenes organisches Material auf. Jodhaltige Desinfekti-
onsmittel müssen bei Temperaturen unter + 40 °C angewandt werden, da Jod bei höheren
Temperaturen verdampft und die Korrosionsgefahr mit der Temperatur ansteigt. Die Toxizität
von Jodophoren ist gering, es werden jedoch häufig allergische Reaktionen berichtet
(PFANNEBERG und ZRENNER 1993, WALLHÄUSSER 1995, BÖHM 2002).
Wasserstoffperoxid und Peressigsäure stellen die wichtigsten Vertreter der Sauerstof-
fabspalter dar. Beides sind starke Oxidationsmittel, die auf Zellproteine und Nukleinsäuren
von Mikroorganismen wirken. Die Toxizität der Peressigsäure ist gering, krebserregende
Wirkungen werden aber vermutet.
Zum Einsatz kommt Peressigsäure häufig zur Flächendesinfektion in Konzentrationen zwi-
schen 0,1 und 1 %. Sie ist auch geeignet zur Aerosoldesinfektion.

22
Literatur

Wasserstoffperoxid zeigt die stärkste Wirkung bei einem optimalen pH-Wert im sauren Be-
reich. Die Korrosionsgefahr stellt bei diesen Substanzen ein Problem dar (PFANNEBERG
und ZRENNER 1993, REUTER 1994, BÖHM 2002, SALUSTIANO et al. 2004).
pH-Werte über 10 und unter 4 führen zu einer direkten Schädigung bzw. Abtötung von Mik-
roorganismen. Deshalb sind viele Säuren und Laugen antimikrobiell wirksam (MROZEK
2006). Als alkalische Desinfektionsmittel werden hauptsächlich Natronlauge, seltener auch
Kalilauge eingesetzt. Einprozentige Natronlauge hat einen pH-Wert von 13 und wird häufig in
der Molkerei- und Getränkeindustrie eingesetzt. Durch den hohen pH-Wert werden Phos-
phorsäureester der Zellwandlipoide verseift und die Säureamidbindungen der Peptide hydro-
lysiert. Dies führt zur Eiweißdenaturierung. Der Effekt nimmt mit steigender Temperatur zu.
Nachteilig sind die stark korrosiven Eigenschaften der Alkalien (WALLHÄUSSER 1995,
BÖHM 2002, MROZEK 2006).
Daneben werden zu Desinfektionszwecken organische Säuren wie Ameisen-, Essig-, Milch-
und Propionsäure herangezogen. Durch die Verschiebung des pH-Werts wird das intrazellu-
läre osmotische Gleichgewicht aufgehoben und damit die Mikroorganismenzelle abgetötet.
Durch hohe Eiweißbelastung sinkt die Wirksamkeit von Säuren (Eiweißfehler). Dies kann
beispielsweise durch Verlängerung der Einwirkzeit oder durch Erhöhung der Konzentration
kompensiert werden. Für eine zuverlässige Wirksamkeit müssen die Säuren in relativ hohen
Konzentrationen verwendet werden. (MARRIOTT 1992, REUTER 1994, BÖHM 2002,
CHMIELEWSKI und FRANK 2003, MROZEK 2006).
Die rasche Wirkung von Phenolen beruht auf deren Membranaktivität. Im Inneren der Zellen
reagieren sie mit Proteinen, was zur irreversiblen Enzymschädigung führt. Nachteilig bei
Phenolen sind deren ätzende und korrosive Wirkung sowie die schlechte Wasserlöslichkeit,
was aber durch Kombination mit Tensiden verbessert wird. Im Lebensmittelbereich werden
Phenole selten verwendet. (WALLHÄUSER 1978, PFANNEBERG und ZRENNER 1993,
REUTER 1994, BÖHM 2002).
Quaternäre Ammoniumverbindungen (Quats) sind kationische Tenside und werden häufig
als Kombinationspräparate vorwiegend im Lebensmittelbereich eingesetzt. Quats beeinträch-
tigen die Funktion der mikrobiellen Zellmembranen, was zu einer Störung des Zellmilieus
und zur Denaturierung von Proteinen führt. Sowohl organische Substanzen als auch Anwe-
senheit von Seifen (Seifenfehler) beschränken die Effektivität der Quats. Saure pH-Werte
bedingen schlechtere Wirkungen als alkalische. Bei pH-Werten unter 3 fehlt die Desinfekti-
onswirkung ganz. Bei Temperaturanstieg erhöht sich die Wirksamkeit. Diese Desinfektions-
mittel sind nur wenig toxisch. Es muss aber beachtet werden, dass sie einen hohen Eiweiß-
fehler aufweisen. Auch hartes Wasser führt zu Reduzierung der Desinfektionswirkung
(PFANNEBERG und ZRENNER 1993, WALLHÄUSSER 1995, BÖHM 2002, HOLAH et al.

23
Literatur

2002, CHMIELEWSKI und FRANK 2003, PARKAR et al. 2003, MAYER 2004, SALUSTIANO
et al. 2004).
Amphotenside sind hochmolekulare Aminosäuren und zeigen ähnliche Wirkungsweisen wie
quaternäre Ammoniumverbindungen. Sie weisen einen mäßigen Eiweiß-, aber einen deutli-
chen Kältefehler auf. Diese Mängel können jedoch durch Verlängerung der Anwendungszeit
teilweise kompensiert werden (REUTER 1994, WALLHÄUSSER 1995, BÖHM 2002).

[Link] Auswirkungen von Reinigung und Desinfektion auf die Umwelt


Frequentes Reinigen und Desinfizieren hat starke Auswirkungen auf die Umwelt. Inhaltsstof-
fe in Reinigungs- und Desinfektionsmitteln wie Phosphate in Reinigungsmitteln zur Reduzie-
rung der Wasserhärte und Stickstoffverbindungen stellen ein hohes ökologisches Risiko dar,
da sie zu Eutrophierung von Oberflächengewässern führen können (EIDE et al. 2003, MAY-
ER 2004, FRYER et al. 2006). Auch hohe Milch- und andere Produktreste aus Lebensmittel-
betrieben im Reinigungswasser zählen zu den Hauptverursachern der Eutrophierung.

Tabelle 2.9 Durchschnittlicher Anfall von Stickstoff und Phosphor aus Milchresten bei der
Spülphase während eines CIP-Reinigungsdurchlaufs in Molkereien (EIDE 1997, modifiziert
nach EIDE et al. 2003)
Substanz Anfallende Menge pro Reinigungsdurchlauf in g
Stickstoff 118,5
Phosphor 23,0

Durch effektive Abwasserbehandlung konnten bis zu 90 % der Phosphor und Stickstoffver-


bindungen aus den Abwässern entfernt und somit der Eutrophierung von Gewässern entge-
gengewirkt werden (EIDE et al. 2003). Eine weitere Umweltbelastung stellen giftige Stoffe in
Abwässern dar, durch die Wasserlebewesen vergiftet werden. Verschiedene Stoffe sind in
der Lage Schwermetalle an sich zu binden und können dadurch in die Umwelt gelangen
(MAYER 2004).
Nach einer Wiederaufbereitung ist die Wiederverwendung von Reinigungsmitteln möglich,
um die Umwelt weniger zu belasten (FRYER et al. 2006). Laut Studien von EIDE et al.
(2003) konnten durch effektive Filtermethoden rund 30 % an Reinigungsmitteln und 10 % an
Wasser zurück gewonnen werden. Dabei war eine Energieeinsparung von 16 % - im Ver-
gleich zu Systemen, bei denen keine Wiederaufbereitung stattfand - zu verzeichnen.

24
Literatur

2.2.3 Rechtlicher Rahmen für Reinigung und Desinfektion


Die Hauptverantwortung für die Lebensmittelsicherheit wird gemäß VERORDNUNG (EG)
852/2004 Artikel 1, Abs. 1, Satz a dem Lebensmittelunternehmer zugeschrieben. Größte
Bedeutung wird dabei gemäß HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Point-
Konzept) der guten Hygiene- und Herstellungspraxis sowie den Eigenkontrollmaßnahmen
beigemessen (RAVELHOFER-ROTHENEDER 2004, RAVELHOFER-ROTHENEDER und
ROTHENEDER 2005, STOLLE et al. 2005, SPERNER und STOLLE 2007a).
Das HACCP-Konzept beinhaltet die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Gefah-
ren, die durch ein bestimmtes Lebensmittel den Verbraucher bedrohen können (HECHEL-
MANN 1995, UNTERMANN und DURA 1996, HILDEBRANDT 2004, N.N.2008e). UNTER-
MANN (2001) stellte im so genannten „Zürcher Hygienehaus“ (Abbildung 2.2) auf sehr an-
schauliche Art die Komponenten eines jeden leistungsfähigen Lebensmittelsicherheits- bzw.
Hygienekonzepts dar. Das „Fundament“ bildeten die räumlichen und technischen Vorausset-
zungen der Betriebsstätte. Die tragenden „Wände“ stellten die grundlegenden Hygienemaß-
nahmen wie zum Beispiel Reinigung und Desinfektion dar (UNTERMANN und DURA 1996,
UNTERMANN 2001, HILDEBRANDT 2004, ZECHEL et al. 2006).
Allerdings werden Reinigung und Desinfektion im Lebensmittelbereich in VERORDNUNG
(EG) 852/2004 in einer zwar angemessenen, aber nicht definitiven Vorgehensweise und Fre-
quenz gefordert. Es muss jedoch sichergestellt sein, dass kein Kontaminationsrisiko für Le-
bensmittel besteht.

25
Literatur

Abbildung 2.2 Zürcher Hygienehaus (UNTERMANN und DURA 1996, UNTERMANN 2001;
modifiziert nach BOTZENHARDT 2004)

HACCP-Konzept

Grundlegende Hygienemaßnahmen:
- Reinigung und Desinfektion
- Ungezieferbekämpfung
- Einhaltung der Kühlkette bei Lebensmitteln
- Personalhygiene
- Trennung von Arbeitsgängen und Produktionslinien

Räumliche und technische Ausstattung

Zur Sicherung der guten Hygiene- und Herstellungspraxis legt die VERORDNUNG (EG)
852/2004 die Erstellung von Leitlinien nahe. Diese werden in der Regel von den Verbänden
der Wirtschaftsbeteiligten in Kooperation mit der Lebensmittelüberwachung, der Wissen-
schaft, den Verbänden und Institutionen wie zum Beispiel dem Deutschen Institut für Nor-
mung e. V. (DIN) erarbeitet und umgesetzt (STÄHLE 1999, KLEINER und WELLHÄUSER
2000, KULOW 2007).

2.2.4 Überprüfung des Reinigungs- und Desinfektionserfolges


Vor Inkrafttreten des EU-Hygienepakets waren Lebensmittelunternehmer durch ENTSCHEI-
DUNG 2001/471/EG verpflichtet, zu gewährleisten, dass die Produktionsbedingungen den
Anforderungen an die Hygienenormen entsprachen. Die Überprüfung des Reinigungs- und
Desinfektionserfolges sollte mittels Tupfer- oder Abklatschtechnik erfolgen (ELLERBROEK
2002, BUCHER und STOLLE 2003, SCHALCH 2004). Durch die neuen EU-Verordnungen
wurde diese Entscheidung zwar außer Kraft gesetzt, wird aber auf Grund fehlender neuer
Vorschriften nach wie vor in der Praxis angewandt.

26
Literatur

[Link] Überprüfung der Erreichbarkeit von Oberflächen durch Reinigung


und Desinfektion
Bei Reinigung und Desinfektion muss die Erreichbarkeit der jeweiligen Oberflächen durch die
entsprechenden Agenzien gewährleistet sein. Dies lässt sich realisieren, indem kontaminier-
te Oberflächen gereinigt und anschließend dahingehend visuell geprüft werden, ob Restver-
schmutzungen vorhanden sind. Laut HEGNAUER (2007) wurden in Praxistests Oberflächen
von Anlagen, die durch CIP-Systeme gereinigt werden, mit Ketchup oder Joghurt bestrichen,
um anschließend die Erreichbarkeit der kontaminierten Stellen durch die Reinigungsagen-
zien zu prüfen.
Im MERKBLATT RIBOFLAVINTEST FÜR KEIMARME ODER STERILE VERFAHRENS-
TECHNIKEN (2007) des Verbands deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e. V. (VDMA)
wird die Überprüfung der Erreichbarkeit durch Einsatz von wässriger Riboflavinlösung mit
Zusatz von Hydroxyethylcellulose vorgeschlagen. Die Lösung soll laut Angaben mittels
Sprühflasche auf die zu überprüfenden Oberflächen verbracht werden. Nach dem Ablauf
eines Spülgangs wird überprüft, an welchen Stellen die unter UV-Licht fluoreszierende Lö-
sung nicht entfernt und somit die Erreichbarkeit durch das Reinigungssystem nicht gewähr-
leistet wurde. Hydroxyethylcellulose dient dabei laut HEGNAUER (2007) der Erhöhung der
Viskosität und zur verlängerten Feuchthaltung der aufgesprühten Lösung. ANTONIOU und
CARTER (2006) verwendeten eine Riboflavinlösung unter Zusatz von Ethanol, was laut
HEGNAUER (2007) zur leichteren Lösung des Riboflavins in Wasser dient. Der Erreichbar-
keitstest galt als bestanden, wenn weder unter normalem Tageslicht, noch unter UV-Licht
Riboflavinfluoreszenz erkennbar war (ANTONIOU und CARTER 2006, MERKBLATT RI-
BOFLAVINTEST 2007).
Nach Angaben von HEGNAUER (2007) kann anstelle des Riboflavins auch Uranin zum Ein-
satz kommen, was jedoch eine schlechtere Lösbarkeit von Oberflächen aufwies. Da feste
Haftung aber nicht das Ziel des Tests war, wurde die Riboflavinlösung vorgezogen.
ANTONIOU und CARTER (2006) beurteilten den Riboflavintest als sehr sensitives Verfahren
und führten als Vorteile die Kostengünstigkeit und die gesundheitliche Ungefährlichkeit an.

[Link] Methoden zur Überprüfung des Reinigungs- und Desinfektionser-


folgs
Meist werden zu diesem Zweck sogenannte direkte oder indirekte mikrobiologische Verfah-
ren angewandt. Zu den indirekten Verfahren gehört der NAD-Test, der sowohl organische
Produktrückstände auf Oberflächen detektiert, als auch Mikroorganismen über das Coenzym
Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid (-Phosphat), also NAD, NADP, HADPH und NADH (GIERSE
und BABEL 2002, GOLL et al. 2004). Vorhandenes Substrat wird mittels einer enzymati-
27
Literatur

schen Reaktion als Farbumschlag von gelb nach violett farblich dargestellt. Die
NADPH/NADP-Rate kann hoch und gleichzeitig NADH/NAD niedrig sein, die Gesamtmenge
an Nucleotiden bleibt aber immer relativ konstant (SINGH et al. 1994).
GIERSE und BABEL (2002) empfahlen den Test zur Durchführung betriebseigener Kontrol-
len als sichtbarer Beleg der Hygienebeurteilung. WEBER et al. (1997) erkannten in diesem
Test keine zuverlässige Aussage bezüglich der Kontrolle von Reinigung und Desinfektion,
TRAUTSCH (2003) und GOLL et al. (2004) beurteilten ihn als sinnvolle Ergänzung, jedoch
nicht als Ersatz für mikrobiologische Untersuchungen. Im Vergleich mit dem Nährbodenab-
klatschverfahren fand TRAUTSCH (2003) eine befriedigende Übereinstimmung der Ergeb-
nisse.
Das Biolumineszenzverfahren beruht auf dem Nachweis von Adenosintriphosphat (ATP),
das in jeder lebenden Zelle den Träger der chemischen Energie darstellt (GRIFFITHS 1996).
Der Nachweis erfolgt luminometrisch, indem während einer Vorreaktion aus Bakterienzellen
extrahiertes ATP und freies ATP unter Anwesenheit von Mg2+ und Luciferin mithilfe des En-
zyms Luciferase einen Komplex bilden. Dieser oxidiert mit Luftsauerstoff zu Oxiluciferin, das
unter Emission seines Photons wieder in seinen Grundzustand zurückfällt. Das emittierte
Photon wird luminometrisch erfasst und als Relative Light Units (RLU) angezeigt (BAUM-
GART und MEIERJOHANN 1994, KIRCHER et al. 1996, BRÄUNIG et al. 1995). Die Photo-
nen geben Auskunft über die Höhe der Biomasse auf einer Oberfläche bzw. über den Grad
der Verschmutzung durch Bakterien und Lebensmittelreste (KIRCHER et al. 1996, BECKER
et al. 2004). Laut PURKL (2003) unterliegt die Biolumineszenz zwar zahlreichen Einflussfak-
toren, ist aber in der Praxis für orientierende Keimzahlergebnisse ausreichend. Hohe Investi-
tions- und laufende Kosten sind allerdings Nachteile dieses Verfahrens. Verschiedene Auto-
ren berichteten, dass die Testergebnisse durch Reinigungs- und Desinfektionsmittel (BRÄU-
NIG und TRENNER 1996), durch die Bakterienspecies, die bakterielle Vermehrungsphase,
das Redoxpotenzial, die Temperatur und den pH-Wert beeinflusst wurden (MOJE und HE-
CHELMANN 1995, ORTH und STEIGERT 1996, POGGEMANN und BAUMGART 1996,
HOFBAUER et al. 1997). Durch die beeinflussenden Faktoren wären die RLU-Werte nicht
unmittelbar vergleichbar.
Die Aussagekraft des Biolumineszenzverfahrens wird in der Literatur kontrovers dargestellt:
RIGARLISFORD (1992) und RUDOLPH et al. (1995) betonten den Vorteil des schnellen Er-
kennens ungenügender Reinigung und einer entsprechenden raschen Abhilfe. Dagegen war
für BRÄUNIG und TRENNER (1996) ausschlaggebend, dass eine Kontrolle von Reinigung
und Desinfektion auf Grund der Unzuverlässigkeit des Tests gar nicht möglich war. Der Test
war allerdings laut Feststellungen anderer Autoren durchaus geeignet, Reinigungsergebnis-
se zu optimieren (ORTH und STEIGERT 1996) und kritische Arbeitsabläufe im Reinigungs-
ablauf aufzudecken (RUDOLPH et al. 1995, WERLEIN 1996). Alle Autoren stimmten darin

28
Literatur

überein, dass das Biolumineszenzverfahren eine mikrobiologische Untersuchung nicht erset-


zen kann.
Der so genannte Proteintest stellt einen semiquantitativen Nachweis von Protein aus Bakte-
rien, Pilzen oder Produktrückständen mittels chemischer Farbreaktionen dar. Dazu wird die
zu prüfende Oberfläche mit einem Wattetupfer abgestrichen, der anschließend in ein Rea-
genzglas mit entsprechendem Testmedium überführt wird. Nach einer Reaktionszeit von 15
bis 25 Minuten kann der Test abgelesen werden. TRAUTSCH (2003) betonte bereits, dass
bei diesem Test eine Unterscheidung von bakteriellem Protein und Protein aus Lebensmittel-
rückständen nach Herstellerangaben nicht möglich war. Der Denaturierungsgrad der Protei-
ne hatte gemäß der Angaben der Autorin auf die Testergebnisse keinen Einfluss und die
Ergebnisse deuteten auf eine höhere Empfindlichkeit als beim ATP-Verfahren hin. BECKER
et al. (2001) bestätigten dem Test eine einfache Handhabung und beurteilten ihn als geeig-
net zur schnellen Hygienekontrolle von Oberflächen. WEBER et al. (1997) hingegen bemän-
gelten die Aussagekraft bei der Kontrolle von Reinigung und Desinfektion. Bei Versuchen an
verschiedenen rauen und glatten Oberflächen stellten die Autoren fest, dass der Proteintest
zu stark variierenden Ergebnissen in Abhängigkeit von der Oberflächenbeschaffenheit führte.
Ebenso zur Gruppe der indirekten mikrobiologischen Nachweisverfahren gehört die Impe-
danzmessung, die auf der Zeitdauer der Metabolisierungsrate vorhandener Substrate eines
Nähr- bzw. Selektivmediums durch Bakterien beruht. Dabei entstehen Stoffwechselprodukte,
die in Ionenform vorliegen und die Leitfähigkeit des Mediums ändern. Je höher die Aus-
gangsmenge der Bakterien desto schneller sind die Widerstandsänderungen des Mediums
messbar und desto kürzer ist die sogenannte Detektionszeit (HEILIGENTHAL 1995, WA-
WERLA et al. 1996). Die Zusammensetzung der Bakterienpopulation ist dabei allerdings laut
REISINGER (1995) von großer Bedeutung. SCHULENBURG und BERGMANN (2000) be-
tonten, dass verschiedene Bakterienspecies jeweils voneinander abweichende metabolische
Aktivität und damit auch unterschiedliche Impedanzwirksamkeit besitzen, was zu abwei-
chenden Ergebnissen bei der Impedanzmessung führt. Deshalb drangen sie darauf, Mes-
sungen nur an einheitlichem Probenmaterial vorzunehmen. Die Resultate der Impedanz-
messung liegen, je nach Fragestellung, innerhalb von 1 bis 12 Stunden vor (REISINGER
1995), die Kosten allerdings sind relativ hoch (BÜLTE und STOLLE 1989, WAWERLA et al.
1996).

Zur Gruppe der direkten mikrobiologischen Nachweisverfahren gehören folgende, auch kul-
turtechnische Nachweisverfahren genannte Methoden. Dabei unterscheidet man je nach
Vorgehensweise bei der Probenahme zwischen destruktiven und nicht destruktiven Verfah-
ren. Zur Beurteilung des Reinigungs- und Desinfektionserfolgs stehen eine Reihe nicht de-

29
Literatur

struktiver Methoden zur Verfügung, bei denen Bakterienkolonien auf Nährböden kultiviert
werden.
Beim Nass-Trocken-Tupfer-Verfahren (NTT-Verfahren) nach DIN 10113-1 (1997) wird eine
Fläche definierter Größe zuerst mit einem mit steriler Verdünnungslösung angefeuchteten,
danach mit einem trockenen Watteträger abgestrichen. Beide Tupferköpfe werden in steriler
Verdünnungslösung nach definierter Vorgehensweise aufgeschüttelt, in dekadischer Reihe
verdünnt und ein Aliquot anschließend auf Nährmedien überführt. Laut EINSCHÜTZ (2004)
ergab vierfaches Aufschütteln der Tupfer die optimalen Wiederfindungsraten. Die beimpften
Nährböden werden vorschriftsgemäß inkubiert und daraufhin abgelesen. Dieses Verfahren
zur Keimzahlbestimmung weist eine hohe Genauigkeit auf. Es ist auf ebenen und unebenen
sowie an schlecht zugänglichen Flächen anwendbar (SCHMIDT und BEM 1978, LOUWERS
und KLEIN 1994a, REUTER 1994). Bei der Beprobung nasser oder feuchter Flächen ist es
den Nährbodenkontaktverfahren überlegen. Die Beprobung mehrerer gleichartiger Flächen
mit einem Tupfer ist bei Bedarf möglich (LOUWERS und KLEIN 1994a). Von Nachteil beim
NTT-Verfahren sind der hohe Zeit-, Arbeits- und Materialaufwand (LOUWERS und KLEIN
1994a, SCHULZE und HILDEBRANDT 1995). Dessen Anwendung verlangt ein mikrobiologi-
sches Labor (SCHMIDT und BEM 1978, LOUWERS und KLEIN 1994a) und erfordert Sach-
kenntnisse sowohl in der Ausführung der Probenahme, sowie für die Weiterverarbeitung und
Auswertung der Proben im Labor (LOUWERS und KLEIN 1994a). Auf rauen Oberflächen
bemängelten SCHMIDT und BEM (1978) große Ungenauigkeiten.
Das Einfache Tupferverfahren nach DIN 10113-2 (1997) unterscheidet sich dahingehend
vom NTT-Verfahren, dass hier nur 1 trockener Watteträger statt eines Angefeuchteten und
eines Trockenen verwendet werden. KELCH und FRIES (1959) ermittelten bei feuchten Tup-
fern eine erheblich höhere kulturelle Ausbeute als bei trockenen, ein Aufschütteln war aller-
dings trotzdem notwendig. THOMAS et al. (1955) stellten fest, dass durch einmaliges Abwi-
schen von Oberflächen nur 1/3 der Keime von Oberflächen erfasst wurden, durch zweimali-
ges Abtupfen wurden 60 % erfasst. Auch dieses Verfahren weist eine relativ hohe Genauig-
keit der Ergebnisse auf (LOUWERS und KLEIN 1994a), ist einfach in der Anwendung (LOU-
WERS et al. 1995), eine gewisse Sachkenntnis ist jedoch erforderlich. Schlecht zugängliche
Probenahmestellen sind mit diesem Verfahren gut zu erreichen (REUTER 1994), auf rauen
Oberflächen ist es schlecht anwendbar (LOUWERS und KLEIN 1994a).
Eine weitere, oft angewandte Möglichkeit zur Bestimmung des mikrobiologischen Status von
Oberflächen nach Reinigung und Desinfektion sind Nährbodenkontaktverfahren. Das Ab-
klatschverfahren nach DIN 10113-3 dient der semiquantitativen Bestimmung des Oberflä-
chenkeimgehalts. Dabei wird ein Nährboden mit konvexer Oberfläche auf der zu prüfenden
Stelle abgerollt und anschließend im Brutschrank inkubiert. Nach der Bebrütung werden die
Kolonie bildenden Einheiten (KbE) auf dem Nährboden gezählt. Praktisch ist dabei die direk-

30
Literatur

te Übertragung der Keime von der Probenahmestelle auf den Nährboden (SCHMIDT und
BEM 1978) sowie die schnelle Durchführbarkeit dieses Verfahrens (LOUWERS und KLEIN
1994a, HILLER et al. 1995, SCHULZE und HILDEBRANDT 1995, RÜHLMANN und FELD-
HUSEN 1996). Als Nachteil sahen LOUWERS und KLEIN (1994a), dass auch Nährboden-
kontaktverfahren erheblichen Sachverstand der Anwender verlangen und sie häufig nicht in
der gewünschten Weise an schlecht zugänglichen Probenahmestellen einsetzbar sind. Ein
Verrutschen des Nährbodens auf der Probenahmestelle muss – wie die Anwendung auf
nassen Flächen – unbedingt vermieden werden (LOUWERS und KLEIN 1994a). Bei der Be-
probung rauer Oberflächen besteht die Gefahr, dass in tiefen Rillen sitzende Mikroorganis-
men nicht erfasst werden (LOUWERS und KLEIN 1994a), deshalb schlugen SCHMIDT und
BEM 1978 sowie LOUWERS und KLEIN (1994a) vor, mit diesem Verfahren lediglich ebene
und leicht konvexe Flächen zu beproben. RÜHLMANN und FELDHUSEN (1996) erkannten,
dass sich bei diesem semiquantitativen Verfahren nur ein Abbild der Oberfläche erzeugen
lässt. Ob eine Kolonie aus einer Einzelzelle oder aus einem Keimaggregat entstanden ist,
war nicht nachvollziehbar. Die Bakterienwiederfindungsraten bei diesem Verfahren waren
geringer als beim Tupferverfahren (LOUWERS und KLEIN 1994a, BASLER und STOLLE
2000). Bei sehr hoher Keimbelastung sind Nährbodenkontaktverfahren nicht aussagekräftig,
da nur Rasenwachstum erkennbar ist (SCHMIDT und BEM 1978, HILLER et al. 1995,
SCHULZE und HILDEBRANDT 1995, SCHÖNENBRÜCHER und BÜLTE 2004).
Sowohl bei den beiden Tupferverfahren als auch bei den Nährbodenkontaktverfahren er-
kannten RÜHLMANN und FELDHUSEN (1996), dass bei glatten Flächen die höchsten Keim-
ausbeuten zu erzielen waren. Auf rauen, zerklüfteten und porösen Oberflächen hingegen
konnten sich Mikroorganismen der Probenahme entziehen (LOUWERS und KLEIN 1994a,
PFANNENSCHMIDT et al. 2001), da dort die Haftung der Bakterien begünstigt sei. LOU-
WERS et al. (1995) stellten fest, dass bei der Beprobung von V2A-Stahl und Polyethylen-
oberflächen nur geringe Abweichungen bei der Anzahl der gefundenen KbE pro cm2 erkenn-
bar waren. Das gleiche bestätigten SCHULZE und HILDEBRANDT (1995) bei Lebensmittel-
gebrauchsgegenständen aus Metall und anderen Materialien.
Untersuchungen von RÜHLMANN und FELDHUSEN (1996) ergaben beim NTT die höhere
Keimausbeute als bei Nähbodenkontaktverfahren, da beim NTT-Verfahren organische Reste
mit darin befindlichen Mikroorganismen aufgenommen werden.
Je nach Probenahmeverfahren, nach örtlicher Entfernung vom Labor und nach Art des
Transports von Probenmaterial kann die Aussagekraft des angewandten Verfahrens stark
negativ beeinflusst werden (KLEINER 2000).
DIN 10113-1 empfiehlt bei der Aufbewahrung des Wattetupfers bis zur Herstellung der Erst-
verdünnung unter Lichtabschluss 24 Stunden und Temperaturen von 0 °C und + 5 °C nicht
zu überschreiten.

31
Literatur

Das NTT ist am ehesten geeignet für die Feststellung des allgemeinen Keimgehalts. Wegen
des großen Arbeits-, Zeit- und Materialaufwands ist es nicht für die Routine geeignet, stellt
aber ein sehr exaktes Verfahren dar, das generell die höchste Keimausbeute bietet (Refe-
renzverfahren) (WEBER et a. 1997, KLEINER 2000, PFANNENSCHMIDT et al. 2001). Laut
LOUWERS et al. (1995) ist aber auch das Einfache Tupferverfahren zur Effektivitätsprüfung
von Reinigung und Desinfektion vertretbar, da es einen Kompromiss zwischen Reproduzier-
barkeit und nötigem Aufwand darstellt.

2.2.5 Hygienedesign
Konstruktion und Bau von Maschinen, Anlagen und Einrichtungen für den Lebensmittelbe-
reich im so genannten „Hygienedesign“ sind eine fachlich selbstverständliche Forderung
(DUNSMORE et al. 1981, LELIEVELD 1985, GRASSHOFF 1992, CURIEL et al. 1993,
MOSTELLER und BISHOP 1993, CHISTI und MOO-YOUNG 1994, LELIEVELD 1994, GIB-
SON et al. 1999, CHMIELEWSKI und FRANK 2003, HOFMANN und SOMMER 2006, THE-
VENOT et al. 2006, N.N. 2008d). Geringerer Wartungsaufwand und vereinfachte Reinigung
gelten dabei als oberste Ziele (JABLONSKI und TEUBLER 2007). Alle Bauteile sollen derart
konstruiert und Materialien so ausgewählt und beschaffen sein, dass Ansammlungen von
Feuchtigkeit, Produktrückständen und anderem Schmutz weitgehend unterbunden werden
und somit effizientes Reinigen möglich ist. Leitlinien zum Hygienedesign mit allgemeingülti-
gem Charakter und speziellen Anforderungen an bestimmte Bauteile wurden erarbeitet, die
Forderungen aus der Wissenschaft (HAUSER 1992, CURIEL et al. 1993, LELIEVELD et al.
2003, JENSEN und FRIIS 2005) zusammenfassen. In den Tabellen 2.10 und 2.11 sind die
Anforderungen von RICHTLINIE 2006/42/EG7), DIN EN ISO 14159 (2008), DIN EN 1672-2
(2005) und DOCUMENT 8 der GUIDELINES der European Hygienic Engineering & Design
Group (EHEDG, 2004), die teils Punkte näher erläutern und teils gegenseitig ergänzen, in
relevanten Auszügen gegenübergestellt.

7)
Ersatz für RICHTLINIE 98/37/EG; ab Dezember 2009 verbindlich, in dieser Arbeit zitierte Abschnitte
in der alten und neuen Richtlinie identisch
32
Literatur

Tabelle 2.10 Vergleichende Darstellung maßgeblicher Anforderungen zum hygienischen Design von Konstruktionswerkstoffen (RICHTLINIE
2006/42/EG, DIN EN ISO 14159 (2008), DIN EN 1672-2 (2005) und DOCUMENT 8 der EHEDG GUIDELINES (2004))
Anwendungsbereich RICHTLINIE DIN EN ISO 14159 (2008) DIN EN 1672-2 (2005) EHEDG GUIDELINES
2006/42/EG DOC. 8 (2004)
Ohne weitere Spezifizie- Gewährleistung der Gewährleistung von Keine Angaben Keine Angaben
rung Reinigbarkeit, außer - Haltbarkeit bei bestimmungsge-
bei Einwegteilen mäßem Gebrauch
- Reinigbarkeit
- Erforderlichenfalls Desinfizier-
barkeit
- Widerstandsfähigkeit gegenüber
Oberflächenbeschädigungen
Produktberührende Berei- Keine Angaben - Korrosionsbeständigkeit Keine Übertragung un- Auflistung von Edel-
che von Maschinen - Produkt nicht kontaminierend, erwünschter Gerüche, stahlsorten und deren er-
absorbierend oder toxisch Farb- oder Geschmack- forderlichen Eigenschaften
- Temperaturbeständigkeit stoffe auf Lebensmittel

33
Literatur

Tabelle 2.11 Vergleichende Darstellung maßgeblicher Anforderungen zum hygienischen Design bezüglich Gestaltung und Herstellung im Le-
bensmittelbereich gemäß RICHTLINIE 2006/42/EG, DIN EN ISO 14159 (2008), DIN EN 1672-2 (2005) und DOCUMENT 8 der EHEDG GUIDELI-
NES (2004)
Anwendungsbereich RICHTLINIE 2006/42/EG DIN EN ISO 14159 (2008) DIN EN 1672-2 (2005) EHEDG GUIDELINES DOC. 8
(2004)
Allgemein Keine Angaben Keine Angaben Keine Angaben Vermeidung von Kondensation;
falls nicht möglich, abfließend
vom Lebensmittelbereich
Oberflächenstruktur Glatt, keine Erhöhungen oder Defektfreiheit Glatt, aus einem Stück Ra > 0,80 µm8) nur akzeptabel,
Vertiefungen zum Zurück- oder abgedichtet wenn Reinigungstest ausrei-
bleiben organischer Stoffe chendes Ergebnis bringt
Reinigung und Desin- Reinig- und Desinfizierbarkeit - Reinig-, Desinfizier-, Pas- Keine Angaben - Falls Kompromiss zwischen
fektion teurisier-, Sterilisierbarkeit Hygiene und Funktionalität,
- Zugänglichkeit für Reini- Kompensation durch intensi-
gung und Desinfektion vere Reinigung und Desinfek-
- Falls schlechte Zugänglich- tion
keit, Teile demontierbar und - Dokumentation
leicht abnehmbar - Bei CIP-fähigen Geräten Be-
- Alternative: CIP weis, dass ohne Demontage
ausreichendes Reinigungs-
und Desinfektionsergebnis

8)
Ra-Wert gibt die Rauigkeit einer Oberfläche an; je höher der Wert, desto rauer die Oberfläche

34
Literatur

Fortsetzung Tabelle 2.11 Vergleichende Darstellung maßgeblicher Anforderungen zum hygienischen Design bezüglich Gestaltung und Herstellung
im Lebensmittelbereich gemäß RICHTLINIE 2006/42/EG, DIN EN ISO 14159 (2008), DIN EN 1672-2 (2005) und DOCUMENT 8 der EHEDG
GUIDELINES (2004)

Anwendungsbereich RICHTLINIE 2006/42/EG DIN EN ISO 14159 (2008) DIN EN 1672-2 (2005) EHEDG GUIDELINES DOC. 8
(2004)
Abfluss Vollständige Ableitbarkeit der Konstruktion selbst abflie- Keine Angaben - Vermeidung horizontaler
von Lebensmitteln oder Rei- ßender oder entleerbarer Flächen
nigungs- und Desinfektions- Oberflächen (siehe auch - Flächenneigung vom Produkt
mitteln stammenden Flüssig- Abbildung 8.1, Seite 88) wegleitend
keiten, Gase und Aerosole
Toträume Keine Angaben Vermeidung von Toträumen Keine Angaben keine Angaben
Verbindungen Keine Stellen, an denen or- Durchgehendes Verschwei- Keine Angaben Sorgfältig bearbeitete Nähte
ganische Stoffe zurückblei- ßen oder Verkleben (siehe ohne Nacharbeiten akzeptabel
ben können auch Abbildungen 8.2 und
8.3, Seiten 88 und 89)
Innere Winkel, Ecken, - Kanten und Aussparungen - Gute Reinigbarkeit Keine Angaben Keine Angaben
Rillen auf Minimum reduziert - Rillen breiter als tief
- Ausrundungen von Innen- - Kehlungen mit reinigbaren
flächen mit großen Radien inneren Winkeln und Ecken
(siehe auch Abbildung 8.4,
Seite 89)

35
Literatur

Fortsetzung Tabelle 2.11 Vergleichende Darstellung maßgeblicher Anforderungen zum hygienischen Design bezüglich Gestaltung und Herstellung
im Lebensmittelbereich gemäß RICHTLINIE 2006/42/EG, DIN EN ISO 14159 (2008), DIN EN 1672-2 (2005) und DOCUMENT 8 der EHEDG
GUIDELINES (2004)
Anwendungsbereich RICHTLINIE 2006/42/EG DIN EN ISO 14159 (2008) DIN EN 1672-2 (2005) EHEDG GUIDELINES DOC. 8
(2004)
Wellendichtungen, Keine Angaben - Hygienische Wellendich- Produktberührende Lager Keine Angaben
Lager tungen, leicht zugänglich mit Lebensmittelschmier-
für Reinigung u. Inspektion stoffen geschmiert, unge-
- Lager im LM-Bereich un- schmiert oder produktge-
geschmiert oder produkt- schmiert und reinigbar
geschmiert und reinigbar
Öffnungen, Abde- Keine Angaben - Gestaltung ohne jegliche Keine Angaben Keine Angaben
ckungen nachteilige Beeinflussung
(Vermeidung von Eindrin-
gen oder Ansammeln von
Schmutz) (siehe auch
Abbildung 8.5, Seite 90)
- Reinigbarkeit
Betriebsstoffe Vermeidung von Kontakt - Vermeidung von Produkt- Keine Angaben Kein Produktkontakt
gesundheitsschädlicher kontakt
Betriebsstoffe mit Produkt - Bei möglichem Kontakt
Verwendung nicht toxi-
scher Betriebsstoffe

36
Literatur

Zur Verifizierung auf Übereinstimmung mit den Hygieneanforderungen im jeweiligen Ein-


satzgebiet einer Maschine fordert DIN EN ISO 14159 (2008) die Überprüfung der techni-
schen Spezifikationen und Zeichnungen, der fertigen Maschinen und/oder die Durchführung
von Praxistests, zum Beispiel auf Reinigbarkeit. Außerdem wird gefordert, in einem Be-
triebshandbuch Anleitungen über Routineabläufe für Reinigung, Desinfektion, Spülung und
für die Überprüfung der Sauberkeit zu nehmen. Empfehlungen für passende Reinigungsmit-
tel, v. a. bezüglich der chemischen Resistenz der eingesetzten Materialien und eine Anlei-
tung für eine eventuelle Demontage zu Reinigungszwecken soll darin enthalten sein. Falls
Risiken einer Gefährdung durch hygienische Gestaltung der Maschine nicht eingeschränkt
werden können oder Kompromisse zwischen Produkt oder Prozesssicherheit erforderlich
sind, werden Zusatzinformationen in der Betriebsanleitung gefordert (DIN EN ISO 14159
(2008)).

37
Eigene Untersuchungen

3 Eigene Untersuchungen
Ziel der eigenen Untersuchungen war es, die Effektivität eines offenen CIP-Systems in einer
Lebensmitteltiefziehverpackungsmaschine zu überprüfen. Es handelte sich dabei um den
Typ R 535 (Firma Multivac, Wolfertschwenden) in dessen Innenraum ein CIP-
Reinigungssystem integriert ist.
Tiefziehverpackungsmaschinen wie diese formen unter thermischem Einfluss aus Folien
Behältnisse beispielsweise für Lebensmittel (Bereich „Formen“). Die Folie wird dabei durch
zwei Transportketten jeweils am Folienrand fixiert und durch die Maschine geführt. Ketten-
führungsprofile leiten diese Ketten auf beiden Seiten der Maschine. Im Bereich „Einlegestre-
cke“ werden diese Behältnisse mit Lebensmitteln oder anderen Produkten bestückt. An-
schließend werden die befüllten Behältnisse mit einer Deckfolie versiegelt (Bereich „Sie-
geln“). Im Bereich „Schneidung“ werden die hergestellten Verpackungen je nach Form aus-
geschnitten und über ein Abführband aus der Maschine befördert. Abbildung 3.1 zeigt eine
Übersichtszeichnung der im Rahmen dieser Studie geprüften Maschine.

38
Eigene Untersuchungen

Abbildung 3.1 Tiefziehverpackungsmaschine Multivac R 535 (Ansicht von der Seite)

Halterung für Schaltschrank mit


Deckelfolie Bildschirm für Bediener Halterung für
Behältnisfolie

95 cm

655 cm

Legende: Farben der Klammern unterhalb der Maschine entsprechen den verschiedenen Bereichen (von rechts nach links gemäß
Produktionsablauf): Formen (Sch)
Einlegestrecke (E)
Siegeln (S)
Schneidung (Sch)
Abführband

39
Eigene Untersuchungen

Um eine effektive Reinigung und Desinfektion durch ein CIP-System in der Maschine zu er-
reichen, wies dieses System folgende Ausgestaltung auf: Um den Innenraum der Maschine
weitestgehend durch den Reinigungsvorgang erreichbar zu machen, waren die Bauteile in
offener Bauweise in der Maschine montiert. Auf gebündelte Kabelstränge und geschlossene
Kabelkanäle wurde verzichtet, Kabel und Leitungen waren auf Abstand oder offen in Gitter-
kanälen verlegt, Maschinenfüße in offenem, gut zugänglichem Profil gestaltet, Schutzabde-
ckungen waren abgeschrägt und wiesen keine unzugänglichen Bereiche auf.
In den einzelnen oben genannten Maschinenbereichen waren, wie in Abbildung 3.3 (Seite
41) schematisch dargestellt, Düsen in verschiedener Anzahl eingebaut und gemäß den funk-
tionellen Bereichen der Maschine in Waschzonen unterteilt. Die Düsen in den Bereichen
„Formen“ (F), „Einlegestrecke“ (E) und „Siegeln“ (S) waren an einer dafür vorgesehenen
waagrechten Schiene, die einen Abstand von 28 cm zum Boden aufwies, angebracht. Für
die Düsen in den Bereichen „Schneidung“ (Sch) und „Abführband“ waren Traversen mittels
Klemmstücken zur Befestigung angebracht. Zur Reinigung der Kette waren jeweils links und
rechts im Bereich „Schneidung“ zusätzliche Düsen installiert, an denen sich die Kette wäh-
rend Reinigung und Desinfektion vorbei bewegte. In die Bereiche „Formen“, „Einlegestrecke“
und „Siegeln“ waren jeweils sechs, in die Zone „Schneidung“ waren vier rotierende Einzeldü-
sen eingebaut, die innerhalb der einzelnen Zonen zur Unterscheidung mit Ziffern von 1 bis 4,
bzw. von 1 bis 6 durchnummeriert wurden. Zur Reinigung des Kettenführungsprofils und des
Außenrahmens, also des Grundgerüstes der Maschine samt den seitlichen Schutzabde-
ckungen, waren lange Düsenrohre in waagrechter Lage in die Maschine eingebaut. Diese
wurden jeweils rechts und links der Maschine in zwei separate Waschzonen eingeteilt (Ket-
tenführung 1 bzw. 2 und Außenrahmen 1 bzw. 2). Das Abführband, das die fertig verpackte
Ware abtransportiert, bewegte sich an zwei fest eingebauten Düsenstöcken vorbei.
Abbildung 3.2 zeigt einen Abschnitt der Maschine im Bereich „Einlegestrecke“ schräg von
oben. Ein Teil der Schutzabdeckungen wurde in dieser Abbildung zum besseren Einsehen in
die Maschine entfernt. Die darauf folgende Abbildung 3.3 zeigt die Zonen und die Verteilung
der einzelnen Düsen in der Maschine schematisch von oben.

40
Eigene Untersuchungen

Abbildung 3.2 Einsicht in Maschine von schräg oben im Bereich "Einlegestrecke"


Außenrahmen

oberer Teil der Kettenfüh-


rung

Schutzabdeckungen entfernt
Kette
Düsenrohr zur Kettenreini-
gung (identisch im Außen-
rahmen)

Düsenstock einer einzelnen


rotierenden Düse im Maschi-
neninnenraum

Schutzabdeckungen

Außenrahmen

Abbildung 3.3 Nummerierung und Verteilung der Düsen in der Tiefziehverpackungsmaschine


(Ansicht von oben)
Außenrahmen 2 Außenrahmen 1
Kettenführung 2 Kettenführung 1
Sch3 S5 S1 E6 E5 E3 E1 F5 F1

Abführ- Sch2 Sch1 S4 S3 F4 F3

band Sch4 S6 S2 E4 E2 F6 F2
Kettenführung 2 Kettenführung 1
Außenrahmen 2 Außenrahmen 1
Legende (von rechts nach links gemäß Ablauf von Reinigung und Desinfektion):
Waschzone Formen (F)
Waschzone Einlegestrecke (E)
Waschzone Siegeln (S)
Waschzone Schneidung (Sch)
Waschzone Abführband

41
Eigene Untersuchungen

Die Beaufschlagung der Düsen mit Wasser bzw. mit Reinigungs- und Desinfektionslösungen
war durch eine der Maschine vorgeschaltete Versorgungseinheit gewährleistet, in welcher
der Druck erhöht und dem Leitungswasser Reinigungs- und Desinfektionschemikalien zu-
gemischt wurden. Die Düsen in der Tiefziehverpackungsmaschine wurden über Schläuche
von der Versorgungseinheit gespeist. Die Maschine befand sich während aller durchgeführ-
ten Versuche in einem Raum, in dem die Temperaturen konstant gehalten werden konnten.

3.1 Vorversuch zur Messung von Wasserdruck und Wasser-


auswurfmengen9)
Vor Durchführung der eigentlichen Tests zur Überprüfung der Reinigungswirkung des CIP-
Systems wurden die Drücke und die Wasserdurchflussmengen an den einzelnen Düsen der
Anlage getestet und auf Kontinuität überprüft. Dazu wurde eine Reinigungszeit von 20 Se-
kunden mit Leitungswasser eingestellt. Die an den einzelnen Düsen austretenden Wasser-
mengen wurden ermittelt, indem auf jede Düse der jeweils überprüften Waschzone ein
gleichartiges Schlauchstück mit einem Innendurchmesser von 18 mm aufgebracht wurde,
um ein gezieltes Auffangen und anschließendes Abmessen des Wassers mittels weitlumiger
Messbecher zu ermöglichen. Aus den einzelnen Wasserdurchflussmengen jeder Düse wur-
de anschließend jeweils der arithmetische Mittelwert berechnet. Dies erfolgte nach folgender
Formel:
x 1 + x 2 + ... + x n
arithmetischer Mittelwertx =
n
Die Druckmessung erfolgte durch Manometer, die mithilfe eines Adapterstückes zwischen
den Düsenstöcken und den jeweiligen zu überprüfenden Düsen eingeschraubt wurden. Zur
Prüfung der Zuverlässigkeit wurde jede Messung fünfmal durchgeführt, während die CIP-
Reinigung mit Leitungswasser in Betrieb war. Bei allen Versuchen dieser Studie wurde Lei-
tungswasser in Trinkwasserqualität verwendet.

3.2 Überprüfung der Reinigungseffektivität des CIP-Systems


Zur Überprüfung des Reinigungssystems kamen in der vorliegenden Studie drei verschiede-
ne Prüfverfahren zum Einsatz:
- Riboflavintest
- NAD-Schnelltest
- Nass-Trocken-Tupferverfahren

9)
Materialien mit Herstellerangaben siehe Anhang Punkt 8.2 (Seiten 91/92)
42
Eigene Untersuchungen

Zur Auswertung der Ergebnisse aller in dieser Arbeit durchgeführten Tests wurden Methoden
deskriptiver Statistik angewandt (SACHS 2004).

3.2.1 Riboflavintest
Ziel dieser Versuchsreihe war die Überprüfung der vollständigen Reinigbarkeit der Maschine
und das Erkennen von Schwachstellen bei der Reinigung anhand einer fluoreszierenden
Testflüssigkeit. Versuchsaufbau und -ablauf erfolgten in Anlehnung an die Vorgaben des
MERKBLATTS RIBOFLAVINTEST FÜR KEIMARME ODER STERILE VERFAHRENS-
TECHNIKEN (2007) des VDMA. Der Versuch wurde wie in Abbildung 3.4 (Seite 44) schema-
tisch dargestellt, insgesamt fünfmal durchgeführt. Zur laufenden Kontrolle und Dokumentati-
on der einzelnen Versuchsschritte kam eine Checkliste zum Einsatz. Jeder durchgeführte
Versuch wurde fortlaufend nummeriert.

[Link] Material10)
Zur Durchführung des Tests wurde eine Testlösung aus destilliertem Wasser, Riboflavin
und Hydroxyethylcellulose verwendet, die unter UV-Licht fluoresziert (Zusammensetzung
siehe Anhang Punkt 8.3, Seite 93). Sie wurde mithilfe einer Überdruck-Sprühflasche mit Zer-
stäuber auf die zu überprüfenden Oberflächen im Inneren der Tiefziehverpackungsmaschine
aufgebracht.
Die Wellenlänge der verwendeten UV-Lampe betrug 365 nm. Die Einsatzfähigkeit der Lam-
pe wurde vor Gebrauch geprüft. Dazu wurde eine 1:1000-Verdünnung der Riboflavinlösung
hergestellt und mit der UV-Lampe in einem abgedunkelten Raum bestrahlt. War Fluoreszenz
zu erkennen, wurde die Lampe als für den Versuch einsatzbereit beurteilt.

10)
Materialien mit Herstellerangaben siehe Anhang Punkt 8.2 (Seiten 91/92)
43
Eigene Untersuchungen

[Link] Methoden
Abbildung 3.4 Flussdiagramm zum Ablauf des Riboflavintests

Ansetzen der Testlösung

Prüfung der UV-Lampe auf ausreichende Lichtleistung

Kontrolle der zu überprüfenden Oberflächen auf Fettfreiheit

Kontrolle der verwendungsgemäßen Position von Düsen und Maschine

Temperaturmessungen (Leitungswasser- und Raumtemperatur)

Zerstäubung der Testlösung im Innenraum der Maschine mit Sprühflasche

CIP-Reinigung mit Leitungswasser

Sichtprüfung der Oberflächen mittels UV-Lampe und Dokumentation der Ergebnisse

Unmittelbar vor Testbeginn wurde die Riboflavin-Testlösung hergestellt und die UV-Lampe
geprüft. Danach wurden die Schutzabdeckungen der Maschine entfernt, bzw. die Seitenver-
kleidungen geöffnet und die Verpackungsmaschine auf optische Sauberkeit und Fettfreiheit
überprüft. Bei Anwesenheit von Fett wurde dieses mit Papiertüchern und nötigenfalls mit
Alkohol entfernt. Es folgte die Überprüfung der verwendungsgemäßen Stellung aller Düsen
und die der Maschine. Leitungswasser zum Spülen sollte bei diesem Versuch laut Merkblatt
Temperaturen zwischen + 12 °C und + 25 °C aufweisen.
Die zu untersuchenden Oberflächen im Innenraum der Maschine wurden mithilfe der Sprüh-
flasche mit Testlösung benetzt. Dabei wurde in abgedunkelter Umgebung anhand der UV-
Lampe auf eine homogene Verteilung und eine vollständige Benetzung aller zu überprüfen-
den Oberflächen geachtet. Die Testlösung wurde so aufgesprüht, dass alle Stellen fluores-
zierten, aber keine Bildung großer Tropfen zu erkennen war. Nach Anbringen der Seitenver-
kleidungen und aller vorhandener Schutzabdeckungen folgte der Ablauf des Spülpro-
gramms. Da in diesem Versuchsabschnitt die Erreichbarkeit der zu reinigenden Stellen ü-

44
Eigene Untersuchungen

berprüft werden sollte, erfolgte eine Spülung durch das CIP-System mit Leitungswasser oh-
ne Reinigungs- oder Desinfektionsmittelzusätze. Als Spülzeit wurden 20 Sekunden gewählt.
Durch Sichtprüfung mittels UV-Lampe im dunklen Raum wurden anschließend die zu unter-
suchenden Oberflächen auf verbliebene Fluoreszenz kontrolliert. Alle Ergebnisse wurden in
Listen (Muster siehe Anhang Abbildung 8.6, Seite 95) und anhand von Farbbildern dokumen-
tiert.

3.2.2 NAD-Schnelltest
Das Ziel dieses Tests war die Überprüfung des Reinigungserfolgs auf Oberflächen der Ma-
schine nach künstlicher Kontamination und Einsatz des CIP-Systems. Der Test wurde insge-
samt fünfmal durchgeführt. Zur Kontrolle der einzelnen Versuchsschritte und zur Dokumenta-
tion der Ergebnisse wurde eine Checkliste entworfen (siehe Anhang Abbildung 8.7, Seiten
96-98). Jeder durchgeführte NAD-Test wurde fortlaufend nummeriert.

[Link] Material11)
Bei der Auswahl der Probenahmestellen wurden alle Waschzonen der Maschine berück-
sichtigt. Sie wurden so gewählt, dass die verschiedenen eingebauten Materialien (Metalle,
Kunststoffe) in unterschiedlichen räumlichen Lagen und Neigungen beprobt werden konnten.
Da ein großer Anteil der Oberflächen an und in der Maschine aus Edelstahl besteht, hat die-
ses Material auch einen großen Anteil an der Gesamtzahl aller beprobten Stellen. Bei der
Wahl der Probenahmestellen wurde Wert darauf gelegt, dass diese reproduzierbar zugäng-
lich waren und im Hinblick auf die präzise mikrobiologische Untersuchung mindestens eine
Fläche von 25 cm² aufwiesen. Alle 26 Probenahmestellen und deren Charakteristika sind in
Tabelle 3.1 aufgelistet:

11)
Materialien mit Herstellerangaben siehe Anhang Punkt 8.2 (Seiten 91/92)
45
Eigene Untersuchungen

Tabelle 3.1 Probenahmestellen, Waschzone, Material und Oberflächenneigung


Probe- Waschzone Material der beprobten Neigung der beprobten Ober-
nah- (Bezeichnung Oberfläche fläche
mestelle nach Abbildung
3.3, Seite 41)
1 F Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer Neigung
(Winkel ca. 5°)
2 F Edelstahl (V2A) senkrecht
3 F Aluminium eloxiert waagrecht
4 F Edelstahl (V2A) senkrecht
5 E Gusseisen lackiert rund (Probennahme oben)
6 E Edelstahl (V2A) senkrecht
7 Außenrahmen 1 Edelstahl (V2A) senkrecht
8 E Edelstahl (V2A) senkrecht
9 Kettenführung 1 Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer Neigung
(Winkel ca. 5°)
10 E Gusseisen lackiert senkrecht
11 E Aluminium eloxiert waagrecht
12 E Polyoxymethylen waagrecht
13 E Edelstahl (V2A) waagrecht
14 E Edelstahl (V2A) senkrecht
15 S Silikon rund (Probennahme oben)
16 S Polyvinylchlorid rund (Probennahme oben)
17 S Edelstahl (V2A) senkrecht
18 S Edelstahl (V2A) senkrecht
19 S Edelstahl (V2A) senkrecht
20 S Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer Neigung
(Winkel ca. 5°)
21 Kettenführung 2 Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer Neigung
(Winkel ca. 5°)
22 Sch Aluminium eloxiert waagrecht
23 Sch Edelstahl (V2A) senkrecht
24 Außenrahmen 1 Edelstahl (V2A) senkrecht
25 Kette Edelstahl (V2A) veränderlich
26 Abführband Polypropylen veränderlich

46
Eigene Untersuchungen

Zur künstlichen Verschmutzung der Maschine wurde ein Kontaminationsmedium aus den
Bestandteilen Fleischsaft, Rohmilch und Crème fraîche herangezogen (Herstellung siehe
Anhang Seite 93). Die Kontaminationslösung wurde anhand einer Sprühflasche auf die zu
beprobenden Stellen der Maschine aufgetragen. Zur Überprüfung der Sauberkeit der be-
probten Oberflächen in der Maschine nach Reinigung und Desinfektion wurde der HY RiSE®
Colour Hygiene Test Strip verwendet.

[Link] Methoden
An der Verpackungsmaschine wurden nach Abnahme der Schutzabdeckungen und Öffnen
der Seitenverkleidungen die in Tabelle 3.1 aufgelisteten Stellen, die in allen folgenden Ver-
suchen überprüft werden sollten, mit wasserfestem Stift markiert. Sie wurden bereits 24
Stunden vor Versuchsbeginn mit Alkohol entfettet.

Abbildung 3.5 Flussdiagramm zum Ablauf des NAD-Tests

Ansetzen des Kontaminationsmediums

Besprühen der Probenahmestellen mit Kontaminationsmedium

Antrocknen des Kontaminationsmediums für 30-40 min

Kontrolle der verwendungsgemäßen Stellung von Düsen und Maschine

Ablauf des definierten Reinigungsprogramms

Probenahme mit HY RiSE® Colour Hygiene Test Strip

Dokumentation der Ergebnisse

Unmittelbar vor Beginn der Versuchsdurchführung wurde die Kontaminationslösung herge-


stellt. Die markierten Stellen im Inneren der Tiefziehverpackungsmaschine wurden gleich-
mäßig mit Kontaminationslösung besprüht. Danach wurden 30 bis 40 Minuten abgewartet,
bis das Kontaminationsmedium an allen Stellen angetrocknet war.

47
Eigene Untersuchungen

Nach Kontrolle der Düsen und der Maschine auf verwendungsgemäße Stellung, Schließen
der Seitenverkleidungen und Auflegen der Schutzabdeckungen wurde ein definiertes Reini-
gungsprogramm mit alkalischem Reinigungsmittel und Amphotensid-Desinfektionsmittel ge-
startet (Programm siehe Tabelle 8.1, Seite 94).

Zur Sicherung der Funktionalität des Tests wurden, wie auf der Packungsbeilage des Tests
gefordert, Raumtemperaturen zwischen + 15 °C und + 30 °C eingehalten. Alle verwendeten
Reagenzien wiesen Temperaturen zwischen + 15 °C und + 25 °C auf. Für jede zu beproben-
de Stelle wurde die Verpackung eines NAD-Teststreifens zur Wiedererkennung beschriftet,
der Teststreifen aus der Folienverpackung entnommen und gemäß Herstellerangaben be-
handelt.
Die Probenahme erfolgte durch leichtes Andrücken der Testzone des Teststreifens auf die
Testfläche und gleichzeitiges Rückwärtsziehen um 30 cm. Dieses Maß wurde je nach Aus-
maß der Testoberfläche auf mehrere Teilstrecken aufgeteilt. Beim weiteren Vorgehen nach
Herstellerangaben, wurden die Teststreifen gemäß Tabelle 3.2 abgelesen und dokumentiert.

Tabelle 3.2 Bewertungsschema des NAD-Tests modifiziert nach TRAUTSCH (2003)


Verschmutzungsgrad Kürzel Nachgewiesenes NAD in fm Farbveränderung
Sauber - 0 - 999 Keine
Leichte Verunreinigung + 1000 - 2499 Rosafärbung
Mittlere Verunreinigung ++ 2500 - 9999 Violettfärbung
Starke Verunreinigung +++ 10000 - 50000 Blauviolettfärbung

3.2.3 Nass-Trocken-Tupferverfahren (NTT)


Das Ziel des NTT-Verfahrens war die Erkennung der Reduktion der aeroben Gesamtkeim-
zahl (GKZ) auf ausgewählten Oberflächen der Maschine nach künstlicher Kontamination und
Reinigung und Desinfektion durch das CIP-System. Dieses Verfahren wurde nach Vorgaben
der DIN 10113-1 (Teil 1) von einer einzigen Person durchgeführt. Zur Absicherung der
gleichartigen Versuchsdurchführung kam eine Checkliste zur Kontrolle und eine Ergebnisdo-
kumentationsliste zum Einsatz (siehe Anhang Abbildung 8.8, Seiten 99/100). Jeder durchge-
führte NTT-Test wurde fortlaufend durchnummeriert. Der NTT-Test wurde an allen 26 Pro-
benahmestellen viermal durchgeführt.

48
Eigene Untersuchungen

[Link] Material12)
Es wurden die gleichen Stellen beprobt wie beim NAD-Test. Zur Kontamination der Probe-
nahmestellen wurde das gleiche Kontaminationsmedium wie beim NAD-Schnelltest ver-
wendet (Herstellung siehe Anhang Punkt 8.3, Seite 93). Das Auftragen von 0,1 ml der Kon-
taminationslösung auf gut zugängliche Oberflächen erfolgte mithilfe kalibrierter Pipetten mit
sterilen Pipettenspitzen.
An schlecht zugänglichen Stellen wurde das Kontaminationsmedium anhand einer Sprühfla-
sche homogen auf die zu beprobenden Stellen der Maschine aufgetragen. Dies war der Fall
an Probenahmestelle 25 (Kette) und 26 (Abführband).
Die Zubereitung der Verdünnungslösung für die Probenahme sowie die des Plate-Count-
Agars (PC-Agar) für die Kultivierung der Proben erfolgte nach Herstellerangaben sowie der
amtlichen Methode L 06.00-18 der Amtlichen Sammlung von Untersuchungsverfahren nach
§ 64 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Die Verdünnungslösung wurde in
sterile Mehrwegreagenzgläser aus Glas, PC-Agar in sterile Petrischalen abgefüllt (Herstel-
lung siehe Anhang Punkt 8.3, Seite 93).
Zur Keimzahlbestimmung wurde für einen Teil der Proben ein Spiralplater verwendet.

[Link] Methoden
Waren die Oberflächen genügend groß, wurden anhand einer quadratischen Schablone aus
Edelstahl mit einer Fläche von 25 cm2 zwei benachbarte Stellen abgemessen und mit einem
wasser- und alkoholfesten Stift markiert. Die eine der beiden Stellen war jeweils genau die-
jenige, die im NAD-Test schon beprobt wurde, die zweite wurde nahe daneben auf dem glei-
chen Oberflächenmaterial in der gleichen Neigung markiert. An den Probenahmestellen 3, 9,
11, 15, 16 und 21 (siehe Tabelle 3.1, Seite 46) war es nicht möglich, zwei 25 cm2 große
Quadrate abzumessen. In diesen Fällen wurden deshalb anhand eines Lineals rechteckige
Flächen mit 25 cm2 gekennzeichnet. Stellen wie z. B. Schläuche, die keine ebenen Oberflä-
chen aufwiesen, wurden anhand eines flexiblen Lineals vermessen. Die mit den im NAD-
Test identischen Stellen wurden für das NTT nach Reinigung und Desinfektion herangezo-
gen. Die jeweils benachbarte Stelle wurde vor Reinigung und Desinfektion (Probe vor R/D)
abgestrichen. Kettenglieder (Probenahmestelle 25) und Stellen des Abführbandes (Probe-
nahmestelle 26) wurden auf Grund ihrer unebenen Oberfläche als komplette Einheiten ange-
sehen, die bei jedem Versuch gleichartig beprobt wurden. Zur Probenahme an den Ketten-
gliedern wurden jeweils zwei benachbarte Glieder herangezogen. Ein Glied wurde vor, das
andere nach Reinigung und Desinfektion beprobt.

12)
Materialien mit Herstellerangaben siehe Anhang Punkt 8.2 (Seiten 91/92)
49
Eigene Untersuchungen

Die Verdünnungsröhrchen zum Probentransport und zur Verdünnung der Probenflüssigkeit


sowie die Petrischalen mit PC-Agar wurden vor dem Versuch hergestellt und bei + 4 °C kühl
gelagert.
Die Probenahmestellen wurden nach dem Öffnen der Seitenverkleidungen und dem Abneh-
men der Schutzabdeckungen mit trockenen Papiertüchern abgewischt und anschließend mit
Alkohol entfettet. Dies erfolgte am Tag vor dem Versuch, um jegliche Einflüsse durch Fett
oder Alkohol zu verhindern. Der weitere Ablauf ist in Abbildung 3.6 schematisch dargestellt:

Abbildung 3.6 Flussdiagramm zum Ablauf des Nass-Trocken-Tupferprüfverfahrens (NTT)

Ansetzen der Kontaminationslösung

Kontaminieren der Probenahmestellen (zwei benachbarte zur


Beprobung vor bzw. nach Reinigung und Desinfektion (R/D))

Antrocknen der Kontaminationslösung für 30-40 min

NTT-Beprobung vor R/D

Kontrolle der verwendungsgemäßen Stellung von Düsen und Maschine

Ablauf des definierten Reinigungsprogramms

NTT-Methode an Probenahmestellen nach R/D

Gekühlter Transport ins Labor

Quantitative Auswertung der Abstrichtupfer

Nach Herstellung des Kontaminationsmediums wurden je 0,1 ml davon mit der Pipette auf-
getragen und mithilfe eines sterilen Metallspatels homogen auf die markierten Bereiche ver-
teilt, so dass ein sichtbarer Belag zu erkennen war. Jede der jeweils benachbarten Probe-

50
Eigene Untersuchungen

nahmestellen wurde kontaminiert. Daraufhin wurde abgewartet, bis das Medium vollständig
angetrocknet war. Hierfür war eine Dauer von 30 bis 40 Minuten notwendig.
Nach dem Antrocknen wurde die eine der beiden benachbarten Stellen als Vergleichsprobe
vor Reinigung und Desinfektion beprobt. Dies lief, wie in DIN 10113-1 (Teil 1) beschrieben,
folgendermaßen ab: Ein steriler Tupfer wurde mit steriler Verdünnungslösung angefeuchtet,
so dass er leicht quoll, aber nicht tropfte. Der Tupfer wurde ca. 2 cm von seinem Ende her
gefasst und damit die Fläche in einem Winkel von ca. 45° unter gleichzeitiger leichter Rotati-
on in zwei Richtungen mäanderförmig abgestrichen. Anschließend wurde der Tupfer an den
Rändern der kontaminierten Fläche unter kreisförmigen Bewegungen entlang geführt. Die
Tupferführung auf den Probenahmeflächen stellt Abbildung 3.7 schematisch dar (Abfolge
nach folgender Nummerierung):

Abbildung 3.7 Tupferführung auf den Probenahmeflächen im NTT-Verfahren

1 3

Danach wurde ein trockener steriler Tupfer in gleicher Weise über dieselbe Oberfläche ge-
führt. Beide Tupferköpfe wurden unter sterilen Kautelen in ein Reagenzglas mit 10 ml Ver-
dünnungslösung überführt. Das Reagenzglas wurde anschließend steril verschlossen und in
einer tragbaren Kühlbox bei Temperaturen zwischen 0 und + 5 °C gelagert bis alle Proben
genommen waren.
Kettenglieder der Maschine wurden mit einer Sprühflasche stets aus der gleichen Richtung
und mit gleicher Hubstärke besprüht. Die Tupferprobenahme erfolgte nach dem in Abbildung
3.8 aufgezeichneten Schema. Die Tupferführung ist durch Pfeile angedeutet.

51
Eigene Untersuchungen

Abbildung 3.8 Foto eines Kettenglieds


(Probenahmestelle 25; Tupferführung durch Pfeile dargestellt)

Auch die Probenahmestelle 26 (Abführband) wurde auf Grund der unebenen Oberfläche
immer gleichartig und aus der gleichen Richtung mit Kontaminationsmedium besprüht. Die
Probenahme erfolgte jeweils mit den Tupfern, indem auf einem quadratischen Feld von 25
cm2 alle Erhöhungen und Vertiefungen abgetupft wurden.
Nach der Kontrolle der Düsen wurden die Schutzabdeckungen aufgelegt und die Seitenver-
kleidungen geschlossen. Anschließend wurde das empfohlene Reinigungsprogramm mit
alkalischem Reinigungsmittel und Desinfektion gestartet (Programm siehe Tabelle 8.1, Seite
94).
Nach Beendigung des Reinigungs- und Desinfektionsprogramms wurden die jeweiligen Stel-
len beprobt. Die für die Probenahme nach Reinigung und Desinfektion markierten Stellen
wurden gleichartig wie diejenigen vor Reinigung und Desinfektion abgestrichen, in Verdün-
nungsröhrchen überführt und kühl gelagert (Proben nach R/D).
Alle Tupfer wurden anschließend unverzüglich gekühlt ins Labor befördert und weiterverar-
beitet. Laut DIN 10113-1 soll der Probentransport bei Temperaturen zwischen 0 °C und
+ 5 °C erfolgen und nicht länger dauern als 24 Stunden. In der vorliegenden Studie wurde
sichergestellt, dass der Transport weniger als zwei Stunden dauerte und Temperaturen in
der Transportbox + 5 °C nicht überschritten. Die Arbeitsschritte im Labor erfolgten nach den
Vorgaben der Prüfanweisungen im akkreditierten Labor in Anlehnung an die amtliche Me-
thode L 06.00-18 der Amtlichen Sammlung von Untersuchungsverfahren nach § 64 des
LFGB.
In Abbildung 3.9 wird die Weiterbearbeitung der Proben schematisch dargestellt:

52
Eigene Untersuchungen

Abbildung 3.9 Weiterverarbeitung der Proben im Labor

Proben vor R/D Proben nach R/D

Verdünnungsstufe Verdünnungsstufe
1:10 1:10

suspendieren suspendieren

Herstellung der
Verdünnungs-
stufe 10-2

suspendieren

Spiralplaterverfahren mit Probenvolumen 50 µl Spatelverfahren


L 06.00-18

Trocknen der Medien

Bebrütung 48 h bei 30 °C

Keimzählung

Die Tupferköpfe in den Reagenzgläsern mit Verdünnungslösung wurden im Labor für 30 s in


einem Reagenzglasschüttelgerät ausgeschüttelt. Dabei wurde das Gerät so eingestellt, dass
die Glaswand des Reagenzglases bis ungefähr 1 cm unterhalb des Verschlusses gleichmä-
ßig benetzt wurde.
Die Proben nach R/D, bei denen mit einer geringen Keimzahl zu rechnen war, wurden in der
1:10-Verdünnung im Spatelverfahren nach amtlicher Methode L 06.00-18 der Amtlichen
Sammlung von Untersuchungsverfahren nach § 64 LFGB auf PC-Nährböden ausgestrichen.
53
Eigene Untersuchungen

Dabei wurde je eine Platte des PC-Mediums mit 0,1 ml und je zwei Platten mit jeweils 0,5 ml
der 1:10-Verdünnungsstufe beimpft.
Aus den Proben vor R/D, bei denen höhere Keimzahlen erwartet wurden und die deshalb mit
einer höheren Zahl dekadischer Verdünnungsstufen bearbeitet wurden, um klar voneinander
abgesetzte Kolonien in zählbarer Menge zu erhalten, wurden neben den 1:10-Verdünnungen
zusätzlich 10-2-Verdünnungen hergestellt. Dabei wurde mit sterilen Gerätschaften aus den
Reagenzgläsern mit der 1:10-Verdünnung jeweils 1 Teil entnommen und mit 9 Teilen Ver-
dünnungslösung homogen vermischt.
Alle Proben (Verdünnungsstufe 1:10 und 1:10-2 der Proben vor R/D, Verdünnungsstufe 1:10
der Proben nach R/D) wurden im Spiralplater-Verfahren auf PC-Medium überführt. Das Prin-
zip dieses Gerätes ist, ein bekanntes Probenvolumen, in diesem Fall 50 µl, auf rotierende
Agarplatten in Spiralen aufzubringen. Das Probenvolumen, das pro Einheitsbereich aufge-
tragen wird, nimmt im Verlauf der Spirale stetig ab, so dass es zu einem definierten Verdün-
nungseffekt kommt. Daher ist nach der Bebrütung das Auszählen isolierter Kolonien in den
entsprechenden Sektoren bekannter Ausgabevolumina möglich.
Nach dem Trocknen aller beimpften Agarplatten wurden diese – wie in der Prüfanweisung
des akkreditierten Labors vorgeschrieben – 48 Stunden bei + 30 °C im Brutschrank inkubiert.

Nach der Inkubation wurden die im Spiralplater beimpften Platten mittels einer Schablone
zum Auszählen ausgewertet. Jeder auf der Schablone markierte Bereich umfasste ein be-
kanntes konstantes Probenvolumen. Zur Bestimmung der Keimzahl wurden nach Hersteller-
angaben zwei gegenüberliegende Segmente, die zusammen mindestens 20 Kolonie bilden-
de Einheiten enthielten, ausgezählt (Beispiel siehe Abbildung 3.10).

54
Eigene Untersuchungen

Abbildung 3.10 Schablone zum Auszählen der Kolonien beim Spiralplaterverfahren (Pfeile
als Beispiele für einander gegenüberliegende Segmente zum Auszählen)

Die so ermittelte Zahl wurde durch die Volumenkonstante des entsprechenden Bereichs di-
vidiert und das Ergebnis in Kolonie bildende Einheiten (KbE) pro 25 cm² bzw. bei unebenen
Flächen in KbE pro beprobter Fläche umgerechnet. Die durch das Spatelverfahren beimpften
Medien wurden gemäß Vorgaben der amtlichen Methode L 06.00-18 der Amtlichen Samm-
lung von Untersuchungsverfahren nach § 64 LFGB im gewichteten Mittelwert ausgezählt und
die Ergebnisse dokumentiert.
Durch Subtraktion der zuvor logarithmierten Meßwerte der Proben vor und nach R/D ließ
sich die Keimzahlreduktion errechnen. Außerdem wurden für jede Probenahmestelle einzeln
sowie für alle Stellen zusammen der arithmetische Mittelwert und die Standardabweichung
berechnet. Die Berechnung erfolge nach folgenden Formeln:

x 1 + x 2 + ... + x n
arithmetischer Mittelwertx =
n

Standardabweichung σ =
(x1 − x )2 + (x 2 − x )2 + ... + (x n − x )2
n

x = Keimzahlreduktion
n = Anzahl der Einzelwerte

55
Ergebnisse

4 Ergebnisse
In der vorliegenden Arbeit wurde die Effektivität eines offenen CIP-Systems in einer Tiefzieh-
verpackungsmaschine für Lebensmittel anhand der drei standardisierten Verfahren Ribofla-
vintest, NAD-Schnelltest und dem Nass-Trocken-Tupferverfahren überprüft.
Dazu wurden an den in der Maschine befindlichen Düsen die Wasserdrücke und die ausge-
worfenen Wassermengen ermittelt. Zu Beginn aller Untersuchungen betrug der Wasserdruck
am Eingang in die Versorgungseinheit jeweils 5,1 bar, an deren Ausgang nach der Zwi-
schenschaltung einer Druckerhöhungspumpe 6,4 bar. Diese Drücke zeigten während allen
Versuchsdurchgängen keine Schwankungen auf.
Die Wasserdrücke und die Wasserdurchflussmengen an den jeweiligen Düsen sowie deren
arithmetische Mittelwerte sind in Tabelle 4.1 aufgelistet. Da beide Werte nur geringgradig
variierten, wurde davon ausgegangen, dass die Reproduzierbarkeit der Testergebnisse
durch Wasserdruck und Durchflussmengen an den Düsen auf vernachlässigbare Weise be-
einflusst wurde.

56
Ergebnisse

Tabelle 4.1 Drücke, Wasserdurchflussmengen und deren arithmetische Mittelwerte an den


verschiedenen Reinigungsdüsen der Maschine bei Wasserdurchfluss
Düse (Bezeich- Wasser- Wasserdurchflussmengen Arithmetische Mittelwer-
nung nach druck (l/20 s) te
x der einzelnen Was-
Abbildung 3.3, (bar) serdurchflussmengen (n =
Seite 41) 5) in l/20 s
F1 0,70 2,80 2,80 2,80 2,80 2,80 2,80
F2 0,80 2,80 2,90 2,80 2,90 2,80 2,84
F3 0,90 3,10 3,10 3,10 3,10 3,10 3,10
F4 0,80 2,90 2,90 3,00 2,90 2,90 2,92
F5 0,70 2,95 3,50 2,95 3,00 3,00 3,08
F6 0,80 2,90 3,00 2,90 3,00 2,90 2,94
E1 0,80 3,20 3,25 3,25 3,25 3,25 3,24
E2 0,95 3,00 2,80 3,00 3,00 2,90 2,94
E3 0,85 3,15 3,15 3,00 3,15 3,15 3,12
E4 0,90 3,00 2,95 2,90 3,00 2,90 2,95
E5 0,80 3,00 2,90 2,90 2,90 2,90 2,92
E6 0,90 3,10 3,00 3,05 3,00 3,10 3,05
S1 0,80 2,85 3,00 3,00 3,00 2,90 2,95
S2 0,70 3,00 2,95 3,00 3,00 3,00 2,99
S3 0,65 3,15 3,00 3,00 3,10 3,00 3,05
S4 0,65 3,20 3,10 3,00 3,10 3,10 3,10
S5 0,60 3,00 3,00 3,00 3,00 3,00 3,00
S6 0,70 3,00 3,00 2,90 3,00 3,00 2,98
Sch1 1,30 4,30 4,40 4,30 4,30 4,30 4,32
Sch2 1,30 4,40 4,40 4,30 4,40 4,40 4,38
Sch3 1,30 4,20 4,20 4,30 4,30 4,30 4,26
Sch4 1,30 4,40 4,40 4,30 4,40 4,30 4,36
Anmerkung: Der Wasserdruck war an den einzelnen Düsen der Maschine bei allen fünf Mes-
sungen identisch, deshalb befindet sich nur jeweils ein Wert in der Spalte Wasserdruck.

57
Ergebnisse

4.1 Riboflavintest
Bei den fünf getrennten Versuchsansätzen für den Riboflavintest zur Überprüfung der voll-
ständigen Reinigbarkeit der Maschine lag die Wassertemperatur jeweils zwischen + 14,0 °C
und + 15,5 °C, die Raumtemperatur zwischen + 18,0 °C und + 20,0 °C.
Nach Einsprühen der Maschine mit fluoreszierender Riboflavinlösung und anschließender
Spülung mit klarem Leitungswasser für 20 Sekunden war festzustellen, dass beim Großteil
aller Oberflächen im Maschineninnenraum keine visuell erfassbare Fluoreszenz festzustellen
war. Auf waagrechten Flächen, auf denen Flüssigkeit nicht ablaufen konnte, zeigte sich auf
Grund der Vermischung von Wasser mit Riboflavinlösung eine leichte Fluoreszenz. In Berei-
chen im Sprühschatten der Düsen, die nicht vom Spülwasser erreicht wurden, in Bohrlöchern
und Schraubenköpfen der Maschine und an neben- und übereinander verlaufenden Kabeln
und Schläuchen waren fluoreszierende Flüssigkeitsansammlungen zu finden, wie die Abbil-
dungen 4.1 bis 4.5 deutlich veranschaulichen.

Abbildung 4.1 Komplett von Riboflavin- Abbildung 4.2 Reste der Riboflavinlösung
lösung befreite Maschinenteile auf unvollständig abgespülten waagrechten
Flächen

Abbildung 4.3 Nicht Abbildung 4.4 Unvollständig ab- Abbildung 4.5 Riboflavinlösungs-
abgespülte Ribofla- gespülte Riboflavinlösung im reste im Bereich von Schlauch-
vinlösung in Bohrlö- Sprühschatten der Düsen in der bündeln
chern Waschzone Formen

58
Ergebnisse

4.2 NAD-Schnelltest
Aus der fünfmaligen Versuchsdurchführung an allen 26 Probenahmestellen (siehe Tabelle
3.1, Seite 46) resultierten 130 Einzelergebnisse. Die Temperaturen im Versuchsraum lagen
während der Versuche wie vom Hersteller empfohlen zwischen + 18,0 °C und + 18,5 °C, die
Temperaturen des Reinigungswassers zwischen + 8,0 °C und + 11,0 °C.
Tabelle 4.2 fasst die Ergebnisse dieses Tests nach dem in Tabelle 3.2 (Seite 48) angegebe-
nen Schema zusammen.

59
Ergebnisse

Tabelle 4.2 Ergebnisse des NAD-Schnelltests


Probenahmestelle13) Versuch 1 Versuch 2 Versuch 3 Versuch 4 Versuch 5
1 - - - - -
2 - - - - -
3 - + + - -
4 - - - - -
5 - - - - -
6 - - - + -
7 + ++ ++ ++ +
8 + + + + +
9 - - - + -
10 - + + - -
11 - - - - +
12 - - - - -
13 - - - - -
14 + ++ ++ ++ +
15 - - - - -
16 - - - - -
17 - - - - +
18 - - - - -
19 - - - + -
20 - - - - -
21 - - - - -
22 + - + - -
23 - - - - -
24 + + ++ + +
25 - - - - -
26 - - - - -
Raumtemperatur [°C ] + 18,5 + 18,5 + 18,5 + 18,0 + 18,5
Wassertemperatur [°C ] + 9,0 + 8,0 + 9,5 + 9,0 + 11,0
- = sauber, + = leichte, ++ = mittlere, +++ = starke Verunreinigung; Bewertungskürzel siehe
auch Tabelle 3.2 (Seite 48)

13)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
60
Ergebnisse

Wie aus dieser Tabelle klar hervorgeht, war der größte Teil der untersuchten Stellen nach
allen Reinigungs- und Desinfektionsdurchgängen als sauber zu bewerten. Nur einige Probe-
nahmestellen zeigten mittelgradige bzw. leichte Verschmutzungen. An wenigen Flächen
(Probenahmestellen 7, 8, 14 und 24) waren bei allen Untersuchungen in gering- bis mit-
telgradigem Maß schlechte Reinigungsergebnisse zu erkennen. An anderen Probenah-
mestellen, die überwiegend als gut gereinigt notiert wurden, zeigten sich in einer oder zwei
Messungen geringgradige Verunreinigungsreste (Probenahmestellen 3, 6, 9, 10, 11, 17, 19
und 22).

4.2.1 Reinigungs- und Desinfektionsergebnisse in Bezug zur Ober-


flächenneigung
In Tabelle 4.3 wurde der Verunreinigungsgrad der jeweiligen Probenahmestellen ins Verhält-
nis zur Neigung der beprobten Oberfläche gesetzt und als absolute Zahlen und in Prozent
wiedergegeben. Die Ergebnisse an den Kettengliedern und am Abführband wurden dabei
nicht berücksichtigt, da deren Oberflächenausrichtung veränderlich ist. Deshalb wurden in
dieser Tabelle nur 120 statt 130 Einzelergebnisse erfasst.

Tabelle 4.3 Ergebnisse des NAD-Schnelltests geordnet nach Oberflächenneigung (n = An-


zahl der Ergebnisse)
Verunreinigungsgrad Oberflächenneigung
waagrecht senkrecht rund geringgradig
geneigt
n % n % n % n %
- 20 80,0 35 58,3 15 100 19 95,0
(sauber)
+ 5 20,0 18 30,0 0 0,0 1 5,0
(leichte Verunreinigung)
++ 0 0,0 7 11,7 0 0,0 0 0,0
(mittlere Verunreinigung)
+++ 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
(starke Verunreinigung)
gesamt 25 100,0 60 100,0 15 100,0 20 100,0

Während auf den runden Oberflächen bei allen durchgeführten Versuchen nach Reinigung
und Desinfektion keine Verunreinigungen mittels NAD-Test detektiert wurden, wurden auf

61
Ergebnisse

den waagrechten und leicht geneigten Flächen bei fünf bzw. einer Messung/en leichte Ver-
unreinigungen nachgewiesen, wohingegen auf den senkrecht ausgerichteten Oberflächen
leicht- und mittelgradig verschmutzte Stellen in höherem Maße auftraten. Hier wurden bei 60
Versuchsergebnissen in 25 Fällen leichte bzw. mittlere Verunreinigungen vermerkt (41,7 %).

4.2.2 Reinigungs- und Desinfektionsergebnisse in Bezug zum Ober-


flächenmaterial
In Tabelle 4.4 wurden die Ergebnisse der Sauberkeitsüberprüfung im Hinblick auf die Ober-
flächenbeschaffenheit ausgewertet und in absoluten Zahlen sowie in Prozentangaben wie-
dergegeben. Die Materialien Polyoxymethylen, Silikon, PVC und Polypropylen wurden dabei
zu „Kunststoff“ zusammengefasst. In dieser Zusammenstellung wurden alle 130 Einzeler-
gebnisse berücksichtigt.

Tabelle 4.4 Ergebnisse des NAD-Schnelltests geordnet nach Oberflächenmaterial (n = An-


zahl der Ergebnisse)
Verunreinigungsgrad Material der Oberflächen
Edelstahl Aluminium Gusseisen Kunststoff
eloxiert lackiert
n % n % n % n %
- 61 71,8 10 66,7 8 80,0 20 100,0
(sauber)
+ 17 20,0 5 33,3 2 20,0 0 0,0
(leichte Verunreinigung)
++ 7 8,2 0 0,0 0 0,0 0 0,0
(mittlere Verunreinigung)
+++ 0 0,0 0 0,0 0 0,0 0 0,0
(starke Verunreinigung)
gesamt 85 100,0 15 100,0 10 100,0 20 100,0

Die geprüften Edelstahloberflächen waren nach Reinigung und Desinfektion in 61 von 85


Fällen (71,8 %) sauber gereinigt. 24mal (28,2 %) wurden leichte bis mittlere Verschmutzun-
gen nachgewiesen. Die 15 NAD-Messungen auf den eloxierten Aluminiumoberflächen zeig-
ten fünfmal (33,3 %) leichte Verunreinigungen. Die Teststellen aus lackiertem Gusseisen
waren in 8 von 10 Fällen nach dem Reinigungs- und Desinfektionsablauf sauber (80 %) und
nur in zwei Fällen geringgradig verunreinigt. Einzig die getesteten Kunststoffoberflächen

62
Ergebnisse

zeigten in allen Reinigungsdurchläufen keine Verunreinigungen (100 %). Kunststoff- und


lackierte gusseiserne Oberflächen zeigten hier also das geringste Risiko organischer Rück-
stände.

4.3 Nass-Trocken-Tupferverfahren
Diese Untersuchungsmethode zur Ermittlung der Reduktion der aeroben Gesamtkeimzahl
wurde an allen 26 ausgewählten Stellen der Maschine jeweils viermal vor und nach Reini-
gung und Desinfektion durchgeführt. Somit ergaben sich aus insgesamt 208 Einzelergebnis-
sen 104 Ergebnispaare.
In Tabelle 4.5 sind die Ergebnisse der Untersuchungen vor und nach Reinigung und Desin-
fektion an den 26 Probenahmestellen der vier Testdurchläufe aufgelistet. Die Ergebnisse von
Probenahmestelle 1 bis 24 beziehen sich jeweils auf 25 cm², die der Probenahmestelle 25
auf ein immer gleichartig beprobtes Kettenglied und die der Probenahmestelle 26 auf einen
immer gleichartig beprobten Abschnitt des Abführbandes der Maschine.

63
Ergebnisse

Tabelle 4.5 Ergebnisse des NTT-Verfahrens vor und nach Reinigung und Desinfektion (aerobe Gesamtkeimzahl in KbE pro 25 cm2)
Versuch 1 Versuch 2 Versuch 3 Versuch 4
14)
Probenahmestelle vor R/D nach R/D vor R/D nach R/D vor R/D nach R/D vor R/D nach R/D
4 4 5 1 5 1
1 8,0 x 10 2,6 x 10² 2,8 x 10 8,7 x 10² 1,4 x 10 9,0 x 10 1,6 x 10 7,0 x 10
4 4 4 1 5 1
2 2,4 x 10 9,0 x 10² 2,8 x 10 3,5 x 10² 7,3 x 10 1,0 x 10 1,0 x 10 4,0 x 10
4 1 4 4 4
3 4,0 x 10 3,0 x 10 2,7 x 10 5,2 x 10² 2,4 x 10 1,3 x 10² 3,8 x 10 1,3 x 10²
5 4 1 4 1 4 1
4 1,5 x 10 8,6 x 10² 6,4 x 10 8,0 x 10 6,4 x 10 1,0 x 10 3,2 x 10 2,0 x 10
5 1 4 1 5 1 5 1
5 1,5 x 10 1,0 x 10 8,2 x 10 1,0 x 10 1,1 x 10 < 1,0 x 10 1,3 x 10 1,0 x 10
5 1 4 1 4 1 5 1
6 1,5 x 10 2,0 x 10 7,0 x 10 1,0 x 10 5,4 x 10 < 1,0 x 10 1,1 x 10 < 1,0 x 10
4 5 4 5 1
7 6,8 x 10 1,6 x 10³ 1,1 x 10 3,1 x 10² 5,4 x 10 1,6 x 10² 1,1 x 10 < 1,0 x 10
4 4 4 1 5
8 6,4 x 10 2,0 x 10² 4,4 x 10 6,6 x 10² 8,4 x 10 7,0 x 10 1,4 x 10 4,0 x 10²
4 4 4 5
9 9,8 x 10 2,6 x 10² 8,0 x 10 1,7 x 10² 6,4 x 10 2,1 x 10² 2,4 x 10 1,0 x 10²
5 1 4 1 4 1 4 1
10 1,7 x 10 1,0 x 10 2,6 x 10 < 1,0 x 10 4,6 x 10 < 1,0 x 10 5,0 x 10 2,0 x 10
4 4 4 1 4 1
11 3,1 x 10 7,4 x 10² 2,8 x 10 2,0 x 10² 2,8 x 10 3,0 x 10 3,0 x 10 1,0 x 10
5 4 4 1 4
12 1,6 x 10 4,1 x 10³ 4,2 x 10 1,1 x 10³ 2,9 x 10 9,0 x 10 4,0 x 10 6,5 x 10³
4 4 1 4 5 1
13 4,0 x 10 2,7 x 10² 9,0 x 10 8,0 x 10 6,2 x 10 5,4 x 10² 1,3 x 10 4,0 x 10
4 4 5 4 4 4 4
14 2,4 x 10 1,2 x 10² 6,8 x 10 1,5 x 10 4,3 x 10 5,7 x 10 2,8 x 10 4,8 x 10
4 1 5 1 4 1 5 1
15 3,3 x 10 < 1,0 x 10 1,1 x 10 1,0 x 10 2,5 x 10 5,0 x 10 1,2 x 10 2,0 x 10
5 5 5 1 6
16 3,4 x 10 1,1 x 10² 7,9 x 10 1,6 x 10² 2,9 x 10 6,0 x 10 2,4 x 10 1,0 x 10²
4 4 1 4 1 4
17 4,6 x 10 7,1 x 10³ 2,5 x 10 3,0 x 10 2,7 x 10 8,0 x 10 5,3 x 10 1,3 x 10²
4 1 4 4 4
18 3,0 x 10 2,0 x 10 2,8 x 10 8,1 x 10² 2,5 x 10 4,0 x 10³ 7,7 x 10 7,1 x 10³
4 4 1 4 4
19 4,4 x 10 1,5 x 10³ 6,0 x 10 6,0 x 10 3,3 x 10 8,6 x 10² 3,9 x 10 1,1 x 10²
4 4 1 4 4 1
20 2,7 x 10 1,6 x 10² 4,6 x 10 4,0 x 10 4,6 x 10 2,1 x 10² 8,1 x 10 7,0 x 10
4 4 4 5
21 2,4 x 10 5,8 x 10² 4,0 x 10 3,0 x 10² 7,1 x 10 7,8 x 10² 2,7 x 10 4,8 x 10²
4 1 4 5 1 4 1
22 4,4 x 10 2,0 x 10 5,4 x 10 1,2 x 10² 1,0 x 10 7,0 x 10 9,4 x 10 2,0 x 10
4 1 4 1 4 1 4 1
23 4,2 x 10 1,0 x 10 3,5 x 10 1,0 x 10 8,1 x 10 2,0 x 10 7,1 x 10 8,0 x 10
4 5 5 4
24 2,6 x 10 7,0 x 10³ 1,2 x 10 4,8 x 10³ 1,1 x 10 3,2 x 10³ 6,7 x 10 3,7 x 10³
5 6 6 6 1
25 7,9 x 10 6,2 x 10² 1,8 x 10 1,1 x 10² 1,8 x 10 2,9 x 10² 7,1 x 10 6,0 x 10
4 1 6 1 5 1 5 1
26 6,0 x 10 1,0 x 10 2,5 x 10 2,0 x 10 1,4 x 10 < 1,0 x 10 1,4 x 10 4,0 x 10
Raumtemperatur [°C ] + 18,5 + 18,5 + 18,0 + 18,5
Wassertemperatur [°C ] + 9,0 + 10,0 + 9,0 + 11,0

14)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)

64
Ergebnisse

Alle Gesamtkeimzahlergebnisse vor R/D, ausgenommen der Probenahmestellen 25 und 26


lagen im Bereich zwischen 2,4 x 104 und 7,9 x 105 KbE pro 25 cm2 Oberfläche, die von Pro-
benahmestelle 25 (Kette) zwischen 7,9 x 105 und 7,1 x 106 KbE pro 25 cm2 und die von Pro-
benahmestelle 26 (Abführband) zwischen 6,0 x 104 und 2,5 x 106 KbE pro 25 cm2. Die Ge-
samtkeimzahlergebnisse der Proben nach R/D waren bei den Probenahmestellen 1 bis 24
unterhalb der Nachweisgrenze von 1,0 x 101 bis 1,1 x 105 KbE pro 25 cm2. An Probenah-
mestelle 25 lagen sie zwischen 6,0 x 101 und 6,2 x 10² KbE pro 25 cm2, an Probenahmestel-
le 26 zwischen < 1,0 x 101 und 4,0 x 101 KbE pro 25 cm2.
Bei insgesamt 8 Ergebnissen nach R/D wurden Keimzahlen unterhalb der Nachweisgrenze
von 1,0 x 101 KbE pro 25 cm2 festgestellt. Ein Großteil der Ergebnisse (81) lag im Bereich
von 1,0 x 10² bis < 1,0 x 103 KbE pro 25 cm2. Insgesamt 15 Werte lagen im Bereich von
1,0 x 103 bis < 1,0 x 106 KbE pro 25 cm2, wobei nur für drei Proben Keimzahlen von
1,0 x 104 KbE pro 25 cm2 und höher gemessen wurden.

In Tabelle 4.6 sind die Ergebnisse der Untersuchungen von vor und nach Reinigung und
Desinfektion anhand der Keimzahlreduktionen (lg) an den 26 Probenahmestellen sowie de-
ren arithmetische Mittelwertex und die Standardabweichungen σ errechnet.

65
Ergebnisse

Tabelle 4.6 Keimzahlreduktion (lg) aus Ergebnissen des NTT-Verfahrens vor und nach R/D
und daraus errechnete arithmetische Mittelwerte und Standardabweichungen (KbE pro 25
cm2)
Probe- Keim- Keim- Keim- Keim- arithmetischer Standardab-
nah- zahlre- zahlre- zahlre- zahlre- Mittelwert
x weichung σ
mestel- duktion duktion duktion duktion der Keimzahl- der Keim-
15)
le Versuch Versuch Versuch Versuch reduktionswer- zahlredukti-
1 2 3 4 te (n = 4) onswerte
1 2,5 1,5 3,2 3,4 2,7 0,7
2 1,4 1,9 3,9 3,4 2,7 1,0
3 3,1 1,7 2,3 2,5 2,4 0,5
4 2,2 2,9 3,8 3,2 3,0 0,6
5 4,2 3,9 4,0 4,1 4,1 0,1
6 3,9 3,8 3,7 4,0 3,9 0,1
7 1,6 2,6 2,5 4,0 2,7 0,9
8 2,5 1,8 3,1 2,5 2,5 0,5
9 2,6 2,7 2,5 3,4 2,8 0,4
10 4,2 3,4 3,7 3,4 3,7 0,3
11 1,6 2,1 3,0 3,5 2,6 0,7
12 1,6 1,6 2,5 0,8 1,6 0,6
13 2,2 3,1 2,1 3,5 2,7 0,6
14 2,3 -0,3 -0,1 -0,2 0,4 1,1
15 3,5 4,0 2,7 3,8 3,5 0,5
16 3,5 3,7 3,7 4,4 3,8 0,3
17 0,8 2,9 2,5 2,6 2,2 0,8
18 3,2 1,5 0,8 1,0 1,6 0,9
19 1,5 3,0 1,6 2,5 2,2 0,6
20 2,2 3,1 2,3 3,1 2,7 0,4
21 1,6 2,1 2,0 2,8 2,1 0,4
22 3,3 2,7 3,2 3,7 3,2 0,4
23 3,6 3,5 3,6 2,9 3,4 0,3
24 1,6 1,4 1,5 1,3 1,5 0,1
25 3,1 4,2 3,8 5,1 4,1 0,7
26 3,8 5,1 4,1 3,5 4,1 0,6

15)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
66
Ergebnisse

Die Keimzahlreduktion an allen Probenahmestellen lag mit Ausnahme von Position 14 zwi-
schen lg 0,8 und lg 5,1 KbE pro 25 cm2, die arithmetischen Mittelwerte lagen zwischen lg 1,5
und lg 4,1 KbE pro 25 cm2.
Für Probenahmestelle 14 (Innenseite Maschinenfuß) wies die Besonderheit auf, dass die
Keimzahlen vor Reinigung und Desinfektion in 3 von 4 Versuchen niedriger lagen als da-
nach. Der arithmetische Mittelwert lag an dieser Stelle bei lg 0,4 KbE pro 25 cm2. Ein Ge-
samtmittelwert von lg 2,8 KbE pro 25 cm2 wurde für alle Versuchsdurchläufe und alle Probe-
nahmestellen zusammen errechnet. Die Gesamtstandardabweichung lag bei lg 1,1 KbE pro
25 cm2.
Abbildung 4.6 stellt die 26 arithmetischen Mittelwerte der Keimzahlreduktion durch Reinigung
und Desinfektion gruppiert nach definierten Keimzahlbereichen graphisch dar:

Abbildung 4.6 Ergebnisse des NTT-Verfahrens in verschiedenen Keimzahlbereichen

14

12
Mittelwerte
Arithmetische Mittelwerte

10
Anzahlarithmetische

4
Anzahl

0
< lg 1 lg 1 - < lg 2 lg 2 - < lg 3 lg 3 - <lg 4 lg 4 - < lg 5
Keimreduktionsbereiche (Arithmetische
Keimzahlbereiche (KbE proMittelwerte
25 cm2) pro 25 cm²)

Bei 4 von 26 Probenahmestellen waren die arithmetischen Mittelwerte der Keimzahlreduktion


durch R/D niedriger als lg 2 KbE pro 25 cm2. Der größte Anteil (12) aller Mittelwerte lag zwi-
schen lg 2 KbE pro 25 cm2 und < lg 3 KbE pro 25 cm2. 7 Mittelwerte erstreckten sich über
den Bereich zwischen lg 3 KbE pro 25 cm2 und < lg 4 KbE pro 25 cm2 und insgesamt 3 Mit-
telwerte zeigten eine Keimzahlreduktion bis lg 5 KbE pro 25 cm2.

67
Ergebnisse

4.3.1 Keimzahlreduktion in Bezug zum Oberflächenmaterial


In den Tabellen 4.7 bis 4.10 sind die verschiedenen Oberflächenmaterialien der 26 Probe-
nahmestellen bezüglich des arithmetischen Mittelwerts der Keimzahlreduktion durch R/D
miteinander dargestellt.

Tabelle 4.7 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion (KbE pro 25 cm2) durch R/D
auf Edelstahloberflächen
Probenahmestelle16) x der Keimzahlreduktion (lg)17)
1 2,7
2 2,7
4 3,0
6 3,9
7 2,7
8 2,5
9 2,8
13 2,7
14 0,4
17 2,2
18 1,6
19 2,2
20 2,7
21 2,1
23 3,4
24 1,5
25 4,1

16)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
17)
siehe Tabelle 4.6 (Seite 66)
68
Ergebnisse

Tabelle 4.8 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion (KbE pro 25 cm2) durch R/D
auf eloxierten Aluminiumoberflächen
Probenahmestelle18) x der Keimzahlreduktion (lg) 19)
3 2,4
11 2,6
22 3,2

Tabelle 4.9 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion (KbE pro 25 cm2) durch R/D
auf Oberflächen aus lackiertem Gusseisen
Probenahmestelle20) x der Keimzahlreduktion (lg) 21)
5 4,1
10 3,7

Tabelle 4.10 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion (KbE pro 25 cm2) durch R/D
auf Kunststoffoberflächen
Probenahmestelle22) x der Keimzahlreduktion (lg) 23)
12 1,6
15 3,5
16 3,8
26 4,1

Im Vergleich der Tabellen, die die Probenahmestellen aus Edelstahl und Kunststoff listen
zeigt sich, dass die Ergebnisse stark variieren. Bei den Ergebnissen von Oberflächen aus
eloxiertem Aluminium und aus lackiertem Gusseisen befanden sich die mittleren Keimzahl-
reduktionen in jeweils ähnlichen Bereichen. Allerdings ist das Ergebnis auf Grund der weni-
gen Untersuchungsstellen nur bedingt aussagekräftig.

4.3.2 Keimzahlreduktion in Bezug zur Oberflächenneigung


Die Tabellen 4.11 bis 4.14 präsentieren jeweils die arithmetischen Mittelwerte der Keimzahl-
reduktionen durch R/D hinsichtlich der Oberflächenausrichtung der untersuchten Stellen. Die

18), 20), 22)


Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
19), 21), 23)
siehe Tabelle 4.6 (Seite 66)
20)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
21)
siehe Tabelle 4.6 (Seite 66)
22)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
23)
siehe Tabelle 4.6 (Seite 66)
69
Ergebnisse

Ergebnisse von Probenahmestelle 25 (Kette) und 26 (Abführband) werden in den Tabellen


auf Grund der veränderlichen Lage der Probenahmestellen nicht berücksichtigt.

Tabelle 4.11 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion (KbE pro 25 cm2) durch R/D
auf senkrecht stehenden Flächen
Probenahmestelle24) x der Keimzahlreduktion (lg) 25)
2 2,7
4 3,0
6 3,9
7 2,7
8 2,5
10 3,7
14 0,4
17 2,2
18 1,6
19 2,2
23 3,4
24 1,5

Tabelle 4.12 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion (KbE pro 25 cm2) durch R/D
auf waagrechten Flächen
Probenahmestelle26) x der Keimzahlreduktion (lg) 27)
3 2,4
11 2,6
12 1,6
13 2,7
20 2,7
22 3,2

24), 26)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
25), 27)
siehe Tabelle 4.6 (Seite 66)
26)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
27)
siehe Tabelle 4.6 (Seite 66)
70
Ergebnisse

Tabelle 4.13 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion (KbE pro 25 cm2) durch R/D
auf geringgradig geneigten Oberflächen
Probenahmestelle28) x der Keimzahlreduktion (lg) 29)
1 2,7
9 2,8
20 2,7
21 2,1

Tabelle 4.14 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion (KbE pro 25 cm2) durch R/D
auf runden Oberflächen
Probenahmestelle30) x der Keimzahlreduktion (lg) 31)
5 4,1
15 3,5
16 3,8

Im Vergleich der Oberflächenausrichtungen wird ersichtlich, dass die arithmetischen Mittel-


werte der Keimzahlreduktionen durch R/D der senkrechten Oberflächen bis lg 3,9 KbE pro
25 cm2 reichten. Probenahmestelle 14 (Innenseite Maschinenfuß) nahm mit dem arithmeti-
schen Mittelwert von lg 0,4 KbE pro 25 cm2 eine exponierte Stellung ein. Bei den geringgra-
dig geneigten Flächen lagen die Mittelwerte in einem eng eingeschränkten Bereich zwischen
lg 2,1 KbE pro 25 cm2 und lg 2,8 KbE pro 25 cm2; die höchsten arithmetischen Mittelwerte
waren bei den runden Oberflächen zu finden (bis lg 4,1 KbE pro 25 cm2).

28), 30)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
29), 31)
siehe Tabelle 4.6 (Seite 66)
30)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
31)
siehe Tabelle 4.6 (Seite 66)
71
Diskussion

5 Diskussion
Im medizinischen Bereich sind Prüfungen von Geräten und Maschinen auf Reinigbarkeit zum
Ausschluss hygienischer Risiken durch § 3, Abs. 14 des MEDIZINPRODUKTEGESETZES
(2002) vorgeschrieben. Derartige Vorschriften sind im Lebensmittelbereich nicht vorhanden.
Normen, wie DIN EN ISO 14159 (2008) schlagen Praxistests zur Überprüfung der Reinig-
barkeit von Maschinen im Lebensmittelbereich vor, konkrete Vorgaben dazu fehlen bis heu-
te. Der VDMA beispielsweise hat laut BALLEY (2007) auf Grund derartiger Forderungen ein
Merkblatt zur Durchführung des Riboflavintests entworfen.
In allen Lebensmittel produzierenden Betrieben zählen Reinigung und Desinfektion – wie von
UNTERMANN und DURA (1995), UNTERMANN (2001) und HILDEBRANDT (2004) gefor-
dert – zu den regelmäßig durchzuführenden grundlegenden Hygienemaßnahmen. In der
Praxis wird dies allerdings an schwierig zugänglichen Stellen oft vernachlässigt. Zudem ist
die manuelle Reinigung stark von der Motivation und Schulung des jeweiligen Reinigungs-
personals abhängig. Nicht oder schlecht gereinigte Kontaktflächen oder Bedarfsgegenstände
stellen daher häufig Hauptquellen der Kontamination von Lebensmitteln dar (KUMAR und
ANAND 1998). Solche Studien sprechen für den Einbau eines automatischen CIP-Systems
in eine Maschine wie die getestete Tiefziehverpackungsmaschine.
In der vorliegenden Studie wurde die Effektivität eines CIP-Systems zur Innenraumreinigung
einer Tiefziehverpackungsmaschine geprüft. In der Literatur wurde viel über CIP-Reinigung
von geschlossenen Rohranlagen geschrieben (DUNSMORE et al. 1981, MATTILA et al.
1990, CHISTI und MOO-YOUNG 1994, GILLHAM et al. 1999, DRESCH et al. 2001, EIDE et
al. 2003, BREMER et al. 2006), über die Reinigung von offenen Systemen wie in der geprüf-
ten Maschine liegen jedoch wenig Veröffentlichungen vor (LAUFENBERG 1990, HAUS-
MANN et al. 1996). Das Ziel der Untersuchung war, das Reinigungspotential eines solchen
Systems zu bewerten.
Laut KRAMER und SCHUBERT (1998) sowie KRAFT (2008) soll die Validierung eines Rei-
nigungs- und Desinfektionsprozesses Gewissheit darüber bringen, ob unter Einhaltung aller
vorgegebenen Parameter die Vermeidung hygienischer Gefahren für den Verbraucher ge-
währleistet ist.

5.1 Wasserdruck- und Wassermengenmessung an den Düsen


Um eine effektive Reinigungswirkung zu erreichen, muss am Ausgang jeder Düse eines CIP-
Systems genügend Wasser mit ausreichendem Druck anstehen. Nach EDELMEYER (1983)
können Reinigungs- und Desinfektionsmittel nur dort wirken, wo sie auch hingelangen. Des-
halb wurden zu Beginn dieser Studie die ausgeworfenen Wassermengen und die dazugehö-

72
Diskussion

rigen Drücke erfasst, um eine mögliche Beeinflussung der Testergebnisse durch diese Pa-
rameter auszuschließen. Die Wassermengen wurden anhand von auf die Düsen aufgesteck-
ten Schläuchen in Messgefäße abgeleitet. Dabei wurde beachtet, dass die Funktion der Dü-
sen nicht beeinträchtigt wurde. Dieses Verfahren wurde auf Grund der Enge in der Maschine
gewählt. Die Auswurfstrecken der Düsen entsprechend der ausgeworfenen Wassermengen
sollten demonstrieren, dass auch die am weitesten entfernten Stellen gut benetzt wurden. An
den Düsenrohren (Waschzonen Kettenführung und Außenrahmen) konnten Drücke und
Wassermengen nicht bestimmt werden, da das Einbauen von Druckmanometern auf Grund
der engen Verhältnisse in der Maschine und das Auffangen von Wasser wegen der großen
Anzahl an Löchern in den Sprührohren und der schlechten Zugänglichkeit nicht möglich war.
Die Wasserdrücke am Eingang in die Versorgungseinheit und an deren Ausgang nach Zwi-
schenschaltung der Druckerhöhungspumpe zeigten während aller Versuchsdurchgänge kei-
ne nennenswerten Schwankungen, die die Effektivität der Reinigung beeinträchtigt hätten,
sodass davon ausgegangen werden kann, dass die nur geringgradig variierenden Werte zu
keiner Beeinflussung der Ergebnisse führen würden. Dies war möglicherweise bedingt durch
zu vernachlässigende Schwankungen in der örtlichen Wasserversorgung, sodass eine Re-
produzierbarkeit der Ergebnisse der verschiedenen Testverfahren gewährleistet war, da ex-
terne Faktoren ausgeschlossen werden konnten.

5.2 Auswahl der Prüfmethoden


Als Prüfmethode für die vorliegende Studie wurden ausschließlich Verfahren ausgewählt, die
auf Normen basieren, offizielle Gültigkeit besitzen und reproduzierbar sind.
Auf Grund der Vielzahl der benötigten Proben für eine statistische Berechnung der Reini-
gungseffektivität wurden zur Auswertung aller in dieser Arbeit durchgeführten Tests zur Kos-
tensenkung und bei gleicher Aussagekraft der Ergebnisse Methoden deskriptiver Statistik
angewandt (SACHS 2004, KÜCHENHOFF und MAHLING 2007).
Reinigungs- und Desinfektionsmittel sollen laut REUTER (1994) zwingend nach Hersteller-
angaben angewandt werden, da sie in den empfohlenen Konzentrationsbereichen auf Si-
cherheit geprüft wurden. Deshalb wurde bei den Versuchen das verwendete Reinigungsmit-
tel Supergel wie in den Dosierempfehlungen angegeben in 3 %iger Konzentration und das
Desinfektionsmittel Tego 2000® 1 %ig eingesetzt. Auf Grund ökonomischer und ökologischer
Faktoren und der ansteigenden Korrosionsgefahr bei höher dosierten Mitteln (EDELMEYER
1983, SCHUSTER und DETTENKOFER 2007) wurden Konzentrationen im unteren Empfeh-
lungsbereich gewählt.
Zur Benetzung der Oberflächen mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln wurden jeweils 20
Sekunden, zum Abspülen hingegen die doppelte Zeit (40 Sekunden) angesetzt, um der For-

73
Diskussion

derung von KNAUER-KRAETZL und REUTER (1992), SJÖBERG et al. (1995) und EIDE et
al. (2003) nachzukommen, Desinfektionsmittelrückstände auf Oberflächen zu vermeiden.

5.3 Riboflavintest
Die Überprüfung der Reinigbarkeit von Gegenständen und Maschinen anhand von Lösungen
mit Riboflavin wurde laut ANTONIOU und CARTER (2006) sowie BALLEY (2007) in der
Pharma- sowie in der Lebensmittelindustrie mit variablen Methoden durchgeführt. Ein Merk-
blatt zur einheitlichen Durchführung wurde 2007 erstellt (MERKBLATT RIBOFLAVINTEST
FÜR KEIMARME ODER STERILE VERFAHRENSTECHNIKEN 2007). Allerdings liegen nur
wenig publizierte Resultate zu diesem Verfahren vor (BALLEY 2007, HEGNAUER 2007).
Der Test erwies sich als routinetauglich für den Lebensmittelbereich, da es sich um ein rela-
tiv leicht durchzuführendes und zudem sensitives Verfahren handelt. Ein Vorteil dieses Ver-
fahrens für den Einsatz im Lebensmittelbereich ist die gesundheitliche Unbedenklichkeit für
den Lebensmittelkonsumenten bei möglichen Rückständen des Riboflavins auf der Maschine
(ANTONIOU und CARTER 2006). Ein Nachteil des Testverfahrens ist, dass Fluoreszenzen
des Riboflavins als Indiz für Reinigungsrückstände bei Anwendung der UV-Lampe nur bei
kompletter Abdunklung, was in großen Produktionsräumen oft schwer durchführbar ist, sicht-
bar sind.
Die Lösung soll mittels Sprühflasche auf die zu überprüfenden Oberflächen aufgesprüht
werden. Nach dem Ablauf des Spülgangs wird überprüft, an welchen Stellen die unter UV-
Licht fluoreszierende Lösung nicht abgespült wurde und somit die Erreichbarkeit durch das
Reinigungssystem nicht gewährleistet war. Hydroxyethylcellulose dient laut HEGNAUER
(2007) der Erhöhung der Viskosität und zur verlängerten Feuchthaltung der aufgesprühten
Lösung. ANTONIOU und CARTER (2006) verwendeten eine Riboflavinlösung unter Zusatz
von Ethanol, was laut HEGNAUER (2007) zur leichteren Lösung des Riboflavins in Wasser
dient. Der Erreichbarkeitstest galt als bestanden, wenn weder unter normalem Tageslicht,
noch unter UV-Licht Riboflavinfluoreszenz erkennbar war (ANTONIOU und CARTER 2007,
MERKBLATT RIBOFLAVINTEST 2007).
Laut HEGNAUER (2007) kann anstelle des Riboflavins auch Uranin verwendet werden, was
eine schlechtere Lösbarkeit von Oberflächen aufwies. Da feste Haftung aber nicht das Ziel
des Tests sei, wird die Riboflavinlösung vorgezogen.
Beim Besprühen der Maschine mit Riboflavinlösung wurde darauf geachtet, dass sich keine
zu großen Tropfen auf den zu testenden Oberflächen bildeten, da sich zeigte, dass diese
leicht von geneigten Oberflächen abrinnen und somit der Zweck der Riboflavinlösung nicht
mehr erfüllt gewesen wäre. Die 1:1000-Verdünnung der Riboflavinlösung zum Testen der
UV-Lampe wurde gewählt, damit auch Stellen, an denen die Lösung durch das Spülwasser

74
Diskussion

nur verdünnt aber nicht vollständig abgespült wurde, ermittelt werden konnten, was vor-
nehmlich auf waagrechten Flächen der Fall war.
Um mögliche Schwachstellen an der Maschine zu eruieren, wurde in der vorliegenden Studie
für den Riboflavintest eine Spülzeit von 20 Sekunden angesetzt, da in 20 Sekunden alle er-
reichbaren Bereiche ausreichend benetzt werden, ein übermäßiges Anfüllen mit Wasser e-
benso wie Wasseransammlungen an Stellen, die von den Düsen eigentlich nicht erreicht
würden, wird durch die kurze Spülzeit aber vermieden.
Aus Rillen, Schraubenköpfen, Bohrungen und an Schläuchen und Kabeln ließ sich die auf-
gesprühte Riboflavinlösung nur schwer abspülen und prädestinierte diese Stellen für die An-
lagerung von Schmutz und Mikroorganismen sowie für Biofilmbildung als Untergrund
(WONG 1998). Insbesondere Listerien nisten sich häufig in derartigen Nischen ein und ver-
mehren sich (TOMPKIN 2002, SCHALCH 2006). Folglich kann es an solch kontaminierten
Stellen zu einer Übertragung von Mikroorganismen auf die Lebensmittel kommen, was wie-
derum eine Infektionsquelle für den Verbraucher darstellt (EDELMEYER 1983, HOLAH und
THORPE 1990, REINEMANN et al. 1993, KIRCHER und REUTER 1996, CHMIELEWSKI
und FRANK 2003, N.N. 2004).

5.4 NAD-Test
Vor der Auswahl des in dieser Studie durchgeführten Testverfahrens wurde eine Reihe ver-
schiedener Schnellmethoden in Erwägung gezogen. Beim Vergleich des NAD-Tests mit dem
Biolumineszenzverfahren und dem Proteintest war laut Literaturangabe davon auszugehen,
dass alle drei Methoden Mikroorganismen detektieren und Produktrückstände erfassen kön-
nen (KIRCHER et al. 1996, POGGEMANN und BAUMGART 1996, GIERSE und BABEL
2002, TRAUTSCH 2003, GOLL et al. 2004).
Das Biolumineszenzverfahren wird durch die Bakterienspecies und deren Vermehrungspha-
se stark beeinflusst (MOJE und HECHELMANN 1995). Beim in dieser Studie verwendeten
Kontaminationsmedium waren diese Parameter nicht bekannt und auch nicht beeinflussbar.
Der Einfluss von Art und Struktur untersuchter Oberflächen beim Biolumineszenzverfahren
(MOJE und HECHELMANN 1995, ORTH und STEIGERT 1996, POGGEMANN und BAUM-
GART 1996, HOFBAUER et al. 1997, PURKL 2003) war ein weiterer Faktor, diese Methode
in der vorliegenden Arbeit auszuschließen, da hier verschiedene Oberflächenmaterialien
miteinander verglichen wurden. Die laut PURKL (2003) hohen Investitions- und laufenden
Kosten sprachen ebenso gegen die Anwendung des Biolumineszenzverfahrens.
Obwohl auch beim Protein- und NAD-Test Oberflächeneigenschaften die Ergebnisse beein-
flussen (WEBER et al. 1997), ist nach Meinung von TRAUTSCH (2003) der NAD-Test der
Sensitivere. Die einfache Handhabung und die Erreichbarkeit von schwer zugänglichen Stel-

75
Diskussion

len waren Faktoren, die zur Entscheidung für den HY RiSE® Colour Hygiene Test Strip in
dieser Studie geführt hatten. Verglichen mit anderen Schnelltests ist dieser Test preisgünstig
(1,70 € pro Test) und liefet Ergebnisse in sehr kurzer Zeit (TRAUTSCH 2003).
Nicht unterschieden werden kann in diesem Test, ob ein positiver NAD-Nachweis von Mikro-
organismen oder von Schmutzrückständen herrührt. Falsch positive Ergebnisse können sich
ergeben, wenn bei der Probenahme die Testzonen der Teststreifen oder die Öffnungen der
Fläschchen mit den Reagenzien berührt werden. Dabei können an den Händen anhaftende
NAD-haltige Materialien übertragen werden und folglich zu einem positiven Testergebnis
führen (TRAUTSCH 2003). Um eine mögliche Beeinflussung der Ergebnisse durch den ver-
wendeten Alkohol auszuschließen, wurden alle Probenahmestellen nicht unmittelbar vor Be-
ginn des Versuchs sondern 24 Stunden vorher mit Alkohol entfettet.
Um gleichmäßige Schichten auf der Oberfläche zu erhalten, war das immer gleichartige Auf-
bringen des Kontaminationsmediums sehr wichtig. Eine weitestmögliche Standardisierung
der Methode wurde dadurch gewährleistet, dass die Versuche von nur einer Person immer in
der gleichen Arbeitsweise durchgeführt wurden.
Das vollständige Antrocknen des Kontaminationsmediums auf den Probenahmestellen wur-
de als sehr wichtig erachtet, um eine Reproduzierbarkeit der Ergebnisse mit identischen
Voraussetzungen zu gewährleisten. Zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse war auch die Flä-
che aller beprobten Stellen, mit Ausnahme der Probenahmestellen 25 und 26, mit 25 cm2
identisch.
Die Ergebnisse zeigten, dass an manchen Probenahmestellen nach Reinigung und Desin-
fektion noch Restverschmutzungen vorhanden waren. Dies lag möglicherweise daran, dass
die Reinigungs- und Desinfektionslösungen Temperaturen zwischen + 8 °C und + 11 °C auf-
wiesen. Laut GIESE (1991), GERSTEIN et al. (1993) und KLEINER (1998) besteht bei nied-
rigen Temperaturen vor allem die Gefahr, dass sich fettige Verschmutzungen nicht lösen und
Schmutzpartikel wieder auf Oberflächen angelagert werden können. Schmutzrückstände
verringern laut EDELMEYER (1983) die Wirkung von Desinfektionsmitteln bis zur Unwirk-
samkeit. Dies wäre an Stellen der Fall, die laut NAD-Schnelltest nicht vollständig sauber
wurden. Folglich sind diese Stellen prädisponiert für Biofilmbildung (BOWER und DAE-
SCHEL 1999).
Im Vergleich der Ergebnisse der senkrechten und waagrechten Oberflächen wiesen senk-
rechte Stellen nach Reinigung und Desinfektion häufiger Schmutzrückstände auf als waag-
rechte, was der Beobachtung von EDELMEYER (1983) entspricht. Da allerdings die vergli-
chenen Flächen zum Teil aus verschiedenen Oberflächenmaterialien bestanden, war eine
sichere Aussage bezüglich der alleinigen Ursache verbleibender Verunreinigungen nicht
möglich.

76
Diskussion

Auf runden und mäßig geneigten Flächen konnten in 34 von 35 Fällen keine NAD-haltigen
Substanzen nachgewiesen werden, was verschiedene Ursachen haben kann: Die beprobten
Oberflächen bestanden aus Materialien, die leichter zu reinigen waren als die damit vergli-
chenen senkrechten und waagrechten Flächen. Auf Grund der Form könnte auf den runden
und geneigten Flächen Reinigungs- und Desinfektionsmittel länger haften und somit länger
einwirken als auf senkrechten Flächen, von denen es schneller abläuft. Im Vergleich zu
waagrechten Flächen bieten dagegen die geneigten und runden Oberflächen der Vorteil,
dass Schmutzrückstände von diesen leichter abgespült werden.
Der Vergleich der verschiedenen Oberflächenmaterialien ergab, dass auf Edelstahloberflä-
chen der größte Anteil an verunreinigten Stellen zu finden war. Auf Aluminium und lackiertem
Gusseisen waren wenige, auf Kunststoff dagegen keine positiven Ergebnisse zu finden. Die
Möglichkeit falsch positiver beziehungsweise falsch negativer Ergebnisse kann laut
TRAUTSCH (2003) - wie bei jedem Test - allerdings nicht ausgeschlossen werden. Kratzer
in Aluminium sind laut KUMAR und ANAND (1998) gewöhnlich breiter und tiefer als in Edel-
stahl. Je glatter Oberflächen sind, desto einfacher sind sie zu reinigen (HOY 1996). DE
QUEIROZ und DAY (2007) stellten fest, dass korrodierte Metalle eine stabilere Anhaftung
bewirken als unversehrte. Diese Aussagen wurden durch die eigenen Untersuchungstechni-
ken nicht bestätigt, da die Oberflächen in der Maschine noch sehr neu und deswegen noch
nicht verkratzt oder korrodiert waren.

5.5 Nass-Trocken-Tupferverfahren

5.5.1 Auswahl des Verfahrens zur Bestimmung des mikrobiologi-


schen Status
Da eine Differenzierung von abgestorbenen und lebenden Zellen bei den oben genannten
Schnellverfahren nicht stattfindet, wurde in dieser Studie zusätzlich das NTT-Verfahren an-
gewendet. Bei der Auswahl eines Verfahrens zur Bestimmung des mikrobiologischen Status
von Oberflächen in dieser Studie wurde auf eine Reihe von Faktoren Wert gelegt. Es sollte
sich um eine standardisierte Methode handeln, weshalb in erster Linie folgende Verfahren in
Erwägung gezogen wurden:
- Nährbodenkontaktverfahren
- Einfaches Tupferverfahren
- Nass-Trockentupferverfahren
Beim Nährbodenkontaktverfahren handelt es sich um einen schnell und ohne großen Labor-
aufwand durchführbaren und preisgünstigen Test, der aber bei hohen Keimzahlen auf Grund
von Rasenwachstum auf dem Kontaktnährboden keine quantitativen Aussagen zulässt

77
Diskussion

(LOUWERS und KLEIN 1994a, HILLER et al. 1995, PLESS und PLETZ 1995, RÜHLMANN
und FELDHUSEN 1995, SCHULZE und HILDEBRANDT 1995, SCHÖNENBRÜCHER und
BÜLTE 2004). Da in der vorliegenden Studie auch die Keimzahlen vor Reinigung und Desin-
fektion bestimmt werden sollten, kam dieser Test nicht in Frage. Bei den Tupferverfahren
besteht dagegen die Möglichkeit, dekadische Verdünnungsreihen zur genauen Keimzahler-
mittlung zu erstellen (SCHULZE und HILDEBRANDT 1995). Auch die Tatsache, dass un-
ebene Gegenstände wie z. B. Schläuche beprobt werden sollten, schloss das Nährboden-
kontaktverfahren aus, da dieses Verfahren nach SCHMIDT und BEM (1978) sowie LOU-
WERS und KLEIN (1994a) dafür wegen noch bestehender Restfeuchte der Probenahmestel-
len besonders nach Reinigung und Desinfektion ungeeignet ist. Für die Tupferverfahren ist
dies unproblematisch.
Ebenso sind gewölbte, verwinkelte Oberflächen mit Nährbodenkontaktverfahren schwierig zu
beproben (LOUWERS und KLEIN 1994b, TRAUTSCH 2003), die Tupfertechniken hingegen
erwiesen sich hier als sehr praktikabel, was besonders auf die Bereiche Kette und Abführ-
band der Maschine zutraf. Auf rauen Oberflächen bieten die Tupferverfahren außerdem den
Vorteil, dass – im Gegensatz zu Nährbodenkontaktverfahren – auch Rillen, Furchen oder
ähnliche schlecht zugängliche Stellen beprobt werden können (LOUWERS und KLEIN
1994b). Allerdings muss generell davon ausgegangen werden, dass die Keimwiederfin-
dungsraten auf rauen Oberflächen geringer sind als die auf glatten (TRAUTSCH 2003). Das
NTT-Verfahren zeigt sowohl im Vergleich zu Abklatschverfahren als auch zum Einfachen
Tupferverfahren die höheren Wiederfindungsraten (RÜHLMANN und FELDHUSEN 1995,
SCHULZE und HILDEBRANDT 1995, BASLER und STOLLE 2000). Auf Grund der Feuchte
des Wattetupfers lassen sich beim NTT-Verfahren mehr Mikroorganismen von einer Oberflä-
che erfassen (KELCH und FRIES 1959, BASLER 2002). PURKL und BÜLTE (2002) empfeh-
len dieses Verfahren zudem zur Untersuchung von Probenahmestellen, die kleiner als 100
cm2 sind.

5.5.2 Kontaminationsmedium
Da außerhalb des Labors wegen Vorgaben durch die BIOSTOFFVERORDNUNG (1999)
keine standardisierten Testkeime verwendet werden dürfen, wurde zur Durchführung dieses
Versuchs ein aus Lebensmitteln hergestelltes Kontaminationsmedium verwendet. Die Ver-
suchsdurchführung im Labor war nicht möglich, da die Tiefziehverpackungsmaschine zu
groß war, um in einem herkömmlichen Labor Platz zu finden.
Das hergestellte Kontaminationsmedium wies im Vergleich zu standardisierten Testkeimen
weniger konstante Keimzahlen auf. Da darauf geachtet wurde, dass die Komponenten unter
gleich bleibenden Bedingungen gelagert, gemischt und aufgebracht wurden, konnten den-

78
Diskussion

noch bei den einzelnen Versuchen und an den verschiedenen Probenahmeflächen ähnliche
Werte erzielt werden.
Das Kontaminationsmedium sollte schnell antrocknen und gute Haftung und hohe Keimzah-
len aufweisen, um eine Keimzahlreduktion zwischen Proben vor und nach Reinigung und
Desinfektion zu evaluieren, weshalb Fleischsaft und Rohmilch zur Anwendung kamen. Die
Zusammensetzung aus den drei Komponenten Fleischsaft, Rohmilch und Crème fraîche
wurde herangezogen, um die Wirkung der Reinigung und Desinfektion auf Proteine, Kohlen-
hydrate und Fette als Lebensmittelbestandteile zu überprüfen.
Das Aufbringen des Mediums erfolgte – soweit möglich – mithilfe steriler Pipetten und Spa-
tel, um definierte Mengen auf die Oberflächen aufzutragen. Um höhere Keimzahlen in den
Proben vor R/D zu erhalten, wäre theoretisch die Anwendung einer größeren Menge des
Kontaminationsmediums möglich gewesen. Wegen des Abfließens größerer Mengen beson-
ders auf senkrechten Probenahmestellen war dies in der vorliegenden Studie praktisch nicht
durchführbar. Das Testmedium in festerer Konsistenz herzustellen, wäre einerseits möglich
gewesen, war jedoch nicht sinnvoll, da es an unebenen Stellen der Maschine (Probenah-
mestelle 25 und 26) mittels der Sprühflasche ausgebracht werden musste, was natürlich für
die gleichmäßige Benetzung der Probenahmestellen einen bestimmten Flüssigkeitsgrad des
Mediums voraussetzte.

5.5.3 Bewertung der Ergebnisse


Eine Beurteilung der Ergebnisse wird durch die Verschiedenheit der Materialien der Probe-
nahmestellen, deren Lage im Raum sowie deren Stellung gegenüber den Düsen erschwert.
Dies gilt sowohl für den NAD-Test als auch für das NTT und führt nur zu einer eingeschränk-
ten Aussagekraft der Ergebnisse. Beispielsweise waren zwar die Probenahmestellen 2 und 4
jeweils aus Edelstahl und in senkrechter Neigung (siehe Tabelle 3.1, Seite 46), Auftreffwinkel
und Düsenabstand waren jedoch verschieden. Zudem wurden verschiedene Probenah-
mestellen aus unterschiedlich vielen Reinigungsdüsen erreicht, was ebenfalls einen Ver-
gleich der verschiedenen Probenahmestellen beeinträchtigt.
In Bezug auf die Gesamtkeimzahlen lagen bei acht Einzelergebnissen die Werte unterhalb
der Nachweisgrenze 1,0 x 101 KbE pro 25 cm2. Methodisch bedingt lag die untere Nach-
weisgrenze bei 1,0 x 101 KbE pro 25 cm2, da beim angewandten Verfahren zum Ausschüt-
teln der Tupferköpfe eine Verdünnung von 1:10 verwendet wurde.
Die Ergebnisse dieses Tests sollten nach lebensmittelhygienischen Maßstäben bewertet
werden. Die in Tabelle 4.6 (Seite 66) errechneten Keimzahlreduktionen geben zwar die tat-
sächlichen Werte wieder, eine Bewertung anhand dieser Zahlen erwies sich aber als schwie-
rig, da die Ausgangskeimzahlen (GKZ der Proben vor R/D) relativ niedrig waren und somit

79
Diskussion

höhere Reduktionszahlen als in Tabelle 2.5 (Seite 13) nicht zu erwarten waren. Würde man
Werte aus dieser Tabelle zur Bewertung heranziehen, müssten alle Ergebnisse nach R/D
unterhalb der Nachweisgrenze liegen, da durch die Desinfektion Reduktionen von 5 lg-
Stufen und mehr erwartet wurden. Zur Bewertung werden deshalb die Ergebnisse der Pro-
ben nach R/D in absoluten Zahlen herangezogen. Beim Abklatschverfahren liegen die Keim-
zahlen nach ausreichender Reinigung und Desinfektion im Lebensmittelbereich zwischen 50
und 125 KbE pro 25 cm² (DRESSLER 1997). Beim NTT-Verfahren liegt die Wiederfindungs-
rate laut DRESSLER (1997) um 1 bis 2 logarithmische Stufen über denen des Abklatschver-
fahrens, also ungefähr im Bereich von 103 bis 104 KbE pro 25 cm2.
Da einige Ergebnisse des NTT-Verfahrens im Bereich unterhalb der Nachweisgrenze von
1,0 x 101 KbE pro 25 cm2 lagen, kann davon ausgegangen werden, dass das CIP-System in
der Lage ist, zufrieden stellende Reinigungs- und Desinfektionsergebnisse zu erreichen.
Die ENTSCHEIDUNG 2001/471/EG sah vor, Lebensmittelkontaktoberflächen nach Reini-
gung und Desinfektion mit einer GKZ von 0 - 10 KbE pro cm² als annehmbar und mit einer
GKZ > 10 KbE pro cm² als nicht annehmbar zu bewerten. Durch In-Kraft-Treten des EU-
Hygienepakets wurde jedoch diese zuvor geltende Gesetzgebung aufgehoben, weshalb für
derartige Bewertungen in der geltenden Lebensmittelgesetzgebung keine genauen Vorga-
ben zu finden sind. Für nicht-produktberührende Bereiche, die im Rahmen der vorliegenden
Studie beprobt wurden, gibt es somit keine Richtwerte. In dieser Arbeit wurden deshalb die
Vorgaben von ENTSCHEIDUNG 2001/471/EG herangezogen und ein eigenes, daran ange-
lehntes Bewertungsschema entworfen.

Tabelle 5.1 Bewertungsschema zur Beurteilung des R/D-Erfolges bei Einsatz des NTT-
Verfahrens
Gesamtkeimzahlbereich in KbE / 25 cm² Bewertung
< 101 sehr gut
1,0 x 101 - < 1,0 x 102 gut
1,0 x 102 - < 1,0 x 103 annehmbar
3
10 und mehr schlecht (nicht annehmbar)

Zieht man den Wert aus ENTSCHEIDUNG 2001/471/EG heran und rechnet ihn auf 25 cm2
um, kommt man auf eine annehmbare Gesamtkeimzahl auf Oberflächen nach Reinigung und
Desinfektion im Bereich von 102 KbE pro 25 cm2. Da es sich bei der getesteten Maschine um
nicht-produktberührende Oberflächen handelt, wurde der Bewertungsschlüssel für „annehm-
bar“ auf den kompletten Bereich zwischen 1,0 x 102 und < 1,0 x 103 KbE pro 25 cm2 ausge-
dehnt. Ergebnisse im Bereich 1,0 x 103 KbE pro 25 cm2 und darüber müssen also kritisch
betrachtet werden und sollten Verbesserungen an der Maschine nach sich ziehen. Die Be-

80
Diskussion

wertungen „sehr gut“ und „gut“ wurden zwecks differenzierterer Abgrenzung der Ergebnisse
zusätzlich unterschieden, woraus sich folgende Bewertungsskala (siehe Tabelle 5.2) für die
in dieser Studie untersuchten Stellen der Maschine ergibt.

Tabelle 5.2 Bewertung des R/D-Erfolges an den einzelnen Probenahmestellen im NTT-


Verfahren
Probenahmestelle32) Bewertung der Ergebnisse33)
1 gut – annehmbar
2 gut – annehmbar
3 gut – annehmbar
4 gut – annehmbar
5 sehr gut – gut
6 sehr gut – gut
7 sehr gut – schlecht
8 gut – annehmbar
9 annehmbar
10 sehr gut – gut
11 gut – annehmbar
12 gut – schlecht
13 gut – annehmbar
14 annehmbar – schlecht
15 sehr gut – gut
16 gut – annehmbar
17 gut – schlecht
18 gut – schlecht
19 gut – schlecht
20 gut – annehmbar
21 annehmbar
22 gut – annehmbar
23 gut
24 schlecht
25 gut – annehmbar
26 sehr gut – gut

32)
Probenahmestellen siehe Tabelle 3.1 (Seite 46)
33)
Bewertungsschema siehe Tabelle 5.1 (Seite 80)
81
Diskussion

Für die Bereiche „Kettenglied“ (25) und „Abführband“ (26) wurde dasselbe Bewertungs-
schema verwendet wie bei den übrigen Probenahmestellen. Eine genaue Größenangabe für
die Oberfläche dieser Stellen war auf Grund der unebenen und verwinkelten Oberflächen
nicht möglich. Die einzelnen Kettenglieder wiesen beim Abmessen der einzelnen Fragmente
geschätzt etwa die gleichen Maße wie die der anderen Probenahmestellen auf. Deshalb
wurde dasselbe Bewertungsschema für die mikrobiologische Bewertung der Kettenglieder
als geeignet erachtet. Die Bewertung der Fragmente des Abführbandes erfolgte wegen ähn-
licher GKZ der Proben vor R/D analog zu den Kettengliedern. Ein Abmessen der Oberfläche
war hier auf Grund des noch stärker verwinkelten Oberflächenreliefs nicht möglich.

Da das aus verschiedenen Lebensmitteln selbst hergestellte Medium zur Kontamination be-
züglich der Keimzahlen nicht bei jedem Versuchsdurchgang identisch war, mussten hier vor
allem die einzelnen Ergebnispaare miteinander verglichen werden. So waren in Versuch 1
des NTT-Verfahrens die GKZ der Proben vor R/D niedriger als bei den Versuchen 2, 3 und 4
(siehe Tabelle 4.5, Seite 64). Um möglichst gleiche Voraussetzungen zu schaffen, erfolgten
die Probenahmen vor und nach R/D an den einzelnen Stellen an direkt benachbarten Flä-
chen.
Bei Betrachtung der Einzelergebnisse deuteten höhere Werte darauf hin – unter Einbezie-
hung der Standardabweichung der Keimzahlreduktionen (Tabelle 4.6, Seite 66) – dass Was-
ser und Reinigungs- und Desinfektionsmedien nur sehr unsicher an die jeweiligen Stellen
gelangten bzw. dass die Stellen mit größerer Wahrscheinlichkeit nur unsauber gereinigt und
desinfiziert worden waren.
Beim Vergleich der nach Oberflächenausrichtung geordneten arithmetischen Mittelwerte
(Tabellen 4.11 bis 4.14, Seiten 70/71) fiel auf, dass diejenigen der runden und geringgradig
geneigten Oberflächen die geringsten GKZ pro 25 cm2 aufwiesen. Dies lag möglicherweise
daran, dass auf diesen Flächen Reinigungs- und Desinfektionsmittel langsamer ablaufen,
andererseits aber generell das Abfließen der Reinigungs- und Desinfektionsmedien sowie
des Spülwassers gewährleistet ist. Auch die Ergebnisse der waagrechten Oberflächen waren
– mit einer Ausnahme (Probenahmestelle 12) – alle im Toleranzbereich. Die Reinigungs- und
Desinfektionsagenzien liefen hier zwar nur schlecht ab, möglicherweise waren sie aber ge-
rade deshalb in der Lage, die Keime auf den Oberflächen effektiv abzutöten. Allerdings be-
steht die Gefahr der Rekontamination durch abgestorbene Mikroorganismen und abgelösten
Schmutz, was somit wieder einen guten Nährboden für andere Mikroorganismen darstellt
(CHMIELEWSKI und FRANK 2003).
Auf Oberflächen verbleibende Reinigungs- und Desinfektionsmittel stellen in zweifacher Hin-
sicht eine Gefahr dar: Zum Einen können sie Lebensmittel kontaminieren und zum Anderen
können sie zu Zerstörung von Oberflächen wie Korrosion von Metallen oder Versprödung

82
Diskussion

von Kunststoffteilen führen. Die Feststellung von GIBSON (1999), dass chemische Effekte
mit der Temperatur linear ansteigen, konnte in der vorliegenden Studie nicht überprüft wer-
den, da die Chemikalien ausschließlich in kaltem Zustand auf die Maschine aufgetragen
wurden. Somit bleibt die Frage offen, inwieweit höhere bzw. niedrigere Temperaturen beim
Ablauf der CIP-Reinigung die Ergebnisse beeinflussen würden. Ebenso bleiben in dieser
Studie die Auswirkungen von Änderungen der Reinigungs- bzw. Einwirkzeit, der Konzentra-
tion der Reinigungslösungen und anderer Faktoren auf die Ergebnisse unbeantwortet. Um
derartige Einflüsse beurteilen zu können, sind weitere Studien an der getesteten Verpa-
ckungsmaschine notwendig.

5.6 Bewertung der Aussagekraft der durchgeführten Testver-


fahren
Der Riboflavintest zeigt die Reinigbarkeit einer definierten Position durch Reinigungswasser
(Leitungswasser ohne Reinigungs- oder Desinfektionsagenzien) aus dem CIP-System an
(ANTONIOU und CARTER 2006, BALLEY 2007). Findet man nach Durchführung des Spü-
lung anhand der UV-Lampe noch fluoreszierende Flüssigkeit auf Oberflächen, lässt dies die
Aussage zu, dass diese Fläche durch das CIP-System nicht gereinigt werden konnte. Ande-
rerseits allerdings kann keine Aussage über die Sauberkeit von nicht mehr fluoreszierenden
Oberflächen getroffen werden. Da die Riboflavinlösung nur auf Oberflächen aufgesprüht, ein
Antrocknen aber nicht abgewartet wurde, ist keine Aussage möglich, ob das System auch
zur Entfernung von Schmutz geeignet wäre.

Für den NAD-Test und das Nass-Trocken-Tupferverfahren wurden über den gesamten In-
nenraum der Tiefziehverpackungsmaschine Probenahmestellen ausgewählt. Dabei wurde
darauf geachtet, dass verschiedene Materialien und verschiedene Oberflächenneigungen
beprobt wurden.
Bei dem in dieser Studie durchgeführten Nass-Trocken-Tupferverfahren können ausschließ-
lich vermehrungsfähige Bakterien, Hefen und Schimmelpilze nachgewiesen werden. Abge-
storbene Organismen und andere NAD-haltige organische Rückstände lassen sich nicht de-
tektieren. Ebenso lässt der NAD-Test eine Differenzierung zwischen vermehrungsfähigen
und abgestorbenen Bakterien nicht zu (TRAUTSCH 2003). Ein positives Testergebnis wird
bei jeder Art von NAD-haltigem Material angezeigt. Nur eine Kombination von NAD-Test und
Nass-Trocken-Tupferverfahren lässt somit eine differenziertere Aussage über die Art des
detektierten Materials zu.

83
Diskussion

5.7 Biofilmproblematik
Nach Ablauf einer CIP-Reinigung sind die Oberflächen in der Maschine nass beziehungs-
weise feucht. Dies und durch Reinigung und Desinfektion nicht vollständig von Oberflächen
entfernte Lebensmittelreste bilden eine ideale Grundlage für die Bildung von Biofilmen (REI-
NEMANN et al. 1993, ZOTTOLA und SASAHARA 1994). Laut BARNES et al. (1999) sowie
DE QUEIROZ und DAY (2007) ist für Biofilme eine Oberflächenbesiedelung umso leichter, je
rauer die Oberfläche ist. Deshalb ist es wichtig, dass sowohl durch die Produktion, als auch
durch Reinigungs- und Desinfektionsmittel die Oberflächen der Maschine nicht beschädigt
werden. Allerdings kann auch Edelstahl, der im Lebensmittelbereich weit verbreitet ist, kleine
Risse aufweisen (ZOTTOLA uns SASAHARA 1994), in denen sich Mikroorganismen ansie-
deln können. Diese Gefahr ist aber bei Aluminiumoberflächen erheblich größer, da dieses
Metall gewöhnlich tiefere Risse aufweist und somit prädisponiert ist für die Beherbergung
von Mikroorganismen (KUMAR und ANAND 1998). Ein besonderes Problem stellt in diesem
Zusammenhang die Besiedelung solcher Nischen mit Listerien dar (TOMPKIN 2002,
SCHALCH 2006). Auf Grund dieser Tatsache wäre es sinnvoll, Bauteile der Maschine, die
aus Aluminium gefertigt sind durch Teile aus hygienisch vorteilhafteren Materialien wie z. B.
Edelstahl zu ersetzen.
Zur Prävention von Biofilmbildung führen FLINT et al. (1997) sowie GIBSON et al. (1999) die
Erhöhung der Reinigungsfrequenz an, was möglicherweise auch an der getesteten Maschine
sinnvoll wäre.
GIBSON et al. (1999) schlugen zur Entfernung von Biofilmen eine Kombination aus Chemie
und Mechanik vor. Dies ist durch das überprüfte CIP-System nicht möglich. Hier sollte die
chemische Komponente den Effekt der mechanischen mit übernehmen.
Gründliches Trocknen von Oberflächen (GENIGEORGIS 1995) stellt bei der in dieser Studie
geprüften Tiefziehverpackungsmaschine momentan sicherlich ein unüberwindliches Problem
dar, für die Zukunft allerdings wäre die Entwicklung eines Trockensystems eine mögliche
Option, um dieses Problem zu beseitigen.

5.8 Nicht durch das CIP-System gereinigte Teile


Das geprüfte CIP-System war derart konzipiert, dass der Innenraum, die Kette und das Ab-
führband der Tiefziehverpackungsmaschine damit gereinigt werden konnten. Die restlichen
Teile, vor allem die Maschine von außen, mussten manuell gereinigt werden. Die Einführung
dieses CIP-Systems optimiert zwar das Reinigungs- und Desinfektionsverfahren in der Le-
bensmittelindustrie, erhebt aber keinen Anspruch darauf, die manuelle Reinigung komplett
zu ersetzen. Beispielsweise können größere Lebensmittelstücke, die über zu reinigenden
Bauteilen liegen, mit automatischen Reinigungssystemen nicht entfernt werden. In diesem
84
Diskussion

Falle werden optische Kontrollen auf Sauberkeit und manuelle Reinigung notwendig. Im In-
nenraum, an der Kette und am Abführband dient das geprüfte CIP-System sowohl der Kos-
ten-, der Arbeits- sowie der Zeitersparnis, da dadurch die aufwendige manuelle Reinigung
unzugänglicher Bereiche erspart bleibt, aber trotzdem sicheres Einhalten geforderter Reini-
gungs- und Desinfektionsmittelkonzentrationen sowie geforderter Einwirkzeiten gewährleistet
wird.

5.9 Vorschläge zur Verbesserung des CIP-Systems


Im Rahmen dieser Studie wurde belegt, dass das geprüfte CIP-System es erlaubte, Oberflä-
chen effektiv zu reinigen. Zur Optimierung des Systems sollten Bohrungen, in denen sich
Produktreste und Mikroorganismen sammeln können, weitestgehend reduziert werden.
Waagrechte Flächen sollten vermieden und durch leicht abgeschrägte oder asymmetrische
mit leichter Neigung ersetzt werden. Auf Schrauben mit tiefen Rillen oder Löchern ist zu ver-
zichten. An bisher mäßig gereinigten Stellen ist der Einbau zusätzlicher Düsen zu erwägen,
um den Forderungen der Leitlinien zum Hygienedesign (RICHTLINIE 2006/42/EG, DIN EN
ISO 14159 (2008), DIN EN 1672-2 (2005), EHEDG Guidelines DOC. 8 (2004)) nachzukom-
men. Zur Vermeidung feuchter Stellen und der damit verbundenen Gefahr von Biofilmbildung
wäre ein System zum Trocknen des Innenraums der Maschine nach erfolgter Reinigung und
Desinfektion wünschenswert.

85
Zusammenfassung

6 Zusammenfassung
Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein neu entwickeltes CIP-Reinigungssystem in einer Tief-
ziehverpackungsmaschine hinsichtlich seiner Reinigungs- und Desinfektions-Effektivität ge-
testet. Die Überprüfung erfolgte in drei unabhängigen Versuchsreihen mit drei verschiedenen
Verfahren. Zuerst wurde die Erreichbarkeit der Oberflächen in der Maschine durch das CIP-
System geprüft. Dazu wurde vor dem Spülen mit Leitungswasser der zu untersuchende Be-
reich mit Riboflavinlösung als Markersubstanz besprüht und anschließend die Ergebnisse
visuell beurteilt und durch Lichtbilder dokumentiert. Danach folgte mit einem NAD nachwei-
senden Testkit die Untersuchung von Oberflächen auf Produktrückstände. Vor der Ver-
suchsdurchführung wurden dazu ausgewählte Oberflächen mit einem Kontaminationsmedi-
um besprüht und nach Reinigung und Desinfektion mit dem Testkit beprobt. Abschließend
kam das Nass-Trocken-Tupferverfahren nach DIN 10113-1 zum Einsatz, um den Reini-
gungserfolg durch Bestimmung der aeroben Gesamtkeimzahl zu überprüfen. Nach Kontami-
nation der ausgewählten Stellen wurden vor und nach Reinigung und Desinfektion mit Tup-
fern Vergleichsproben genommen und im Labor weiterbearbeitet und ausgewertet.

Ergebnis des Riboflavintests waren großteils nicht fluoreszierende Oberflächen, also weitge-
hend wirkungsvolles Spülen. Fluoreszierende und damit ungenügend abgespülte Stellen
waren hauptsächlich in Sprühschatten, auf waagrechten Oberflächen, in kleinen Vertiefun-
gen und an Ansammlungen großer Schlauchmengen zu finden.
Die Ergebnisse des NAD-Tests zeigten, dass überwiegende Teile der Maschine ohne
Schmutzrückstände gereinigt wurden, trotzdem aber Oberflächen zu finden waren, auf de-
nen nach Reinigung und Desinfektion noch geringgradige bis mittelgradige Mengen organi-
schen Schmutzes nachweisbar waren.
Die Ergebnisse des Nass-Trocken-Tupferverfahrens legten dar, dass das eingesetzte CIP-
System in der Lage war, mikrobielle Kontamination von bis zu 1,1 x 105 koloniebildende Ein-
heiten pro 25 cm2 auf Werte unterhalb der Nachweisgrenze von 1,0 x 101 koloniebildende
Einheiten pro 25 cm2 zu reduzieren.

Zusammenfassend war festzustellen, dass das überprüfte CIP-System durchaus wirksam ist,
da durch dieses System manuelle Reinigung des Maschineninnenraums stark eingeschränkt
werden kann. Jedoch ist eine persönliche Kontrolle und manuelle Reinigung in größeren
Zeitabständen nicht vollständig zu ersetzen.

86
Summary

7 Summary
In this study a recently generated CIP system in a thermoformer was tested for its cleaning
and disinfection effectiveness. The inspection was carried out on the basis of three autono-
mous experimental series with three different methods. First, the CIP system was used in
order to find out if the water for rinsing reaches all the surfaces in the machine. For this pur-
pose the interior of the machine was sprayed with a riboflavin solution used as a marker sub-
stance before rinsing. After that the results were documented with photos. The surfaces were
analysed for product residues via a test kit detecting NAD. This was carried out by spraying
defined test areas with contaminating agent. After cleaning and disinfection these defined
areas were sampled with the NAD kit. Afterwards, the double swab sampling method (ac-
cording to DIN 10113-1) was used to verify the effectiveness determining the total viable
count. After contamination of the selected areas swab samples were taken prior to and after
cleaning and disinfection. These swab samples were processed and analysed in the labora-
tory, counted and compared.

The result of the riboflavin test indicated most parts of the machine were no longer fluores-
cent. Areas which were still fluorescing could especially be found in spraying shades, on
horizontal surfaces, in small slots and near accumulations of hoses.
The results of the NAD test showed, that hardly any residue of soil was left in the machine.
Nevertheless, there were still surfaces with little or moderate quantities of detectable organic
soil left after cleaning and disinfection.
The results of the wet/dry swab technique demonstrated that the CIP system is able to de-
crease microbial contamination (to 1,1 x 105 colony forming units per 25 cm2) below the de-
tection limit of 1.0 x 101 colony forming units per 25 cm2.

Summing up, the CIP system is indeed effective, as it reduces the manual cleaning of the
interior of the machine to a minimum. However, individual control and manual cleaning can-
not be substituted in total.

87
Anhang

8 Anhang

8.1 Abbildungen zu Tabelle 2.11 (Seiten 34-36)34)


Abbildung 8.1 Möglicher Aufbau von Behältnissen
Hygienerisiko: Gestaltung Akzeptabel: Gestaltung
ohne Abfluss mit Abfluss

Gelenk

Abbildung 8.2 Alternativen bei festen geschweißten Verbindungen


Hygienerisiko: Durchgehend geschweißte Akzeptabel: Durchgehend geschweißte
Überlappverbindung, mit Stufe Stumpfverbindung, ohne Stufe

34)
Quelle: DIN EN ISO 14159 (2008)
88
Anhang

weiter Abbildungen zu Tabelle 2.11, Seiten 34-36

Abbildung 8.3 Feste geklebte Verbindungen


Hygienerisiko: Akzeptabel:

Produkt Produkt

Produkt

Abbildung 8.4 Innere Winkel und Ecken


Hygienerisiko: Akzeptabel:

89
Anhang

weiter Abbildungen zu Tabelle 2.11, Seiten 34-36

Abbildung 8.5 Öffnungen und Abdeckungen


Hygienerisiko: Akzeptabel:

1 = drehbar gelagerte Abdeckung; 2 = Scharnier; 3 = Totfläche; 4 = abnehmbare Abdeckung;


5 = Scharnierabdeckung

90
Anhang

8.2 Materialien
Im Folgenden sind für die vorliegende Studie verwendete Materialien und Hersteller aufge-
führt:
Material Hersteller
Riboflavin (CAS-Nummer 83-88-5) FAGRON GmbH & Co. KG, Barsbüttel
Hydroxyethylcellulose (Artikelnummer 4706) Caesar & Loretz GmbH, Hilden
Fleischsaft Metzgerei Miller, Babenhausen
Rohmilch Landwirt Huber, Babenhausen
Crème fraîche Dr. Oetker, Bielefeld
Plate-Count-Agar (Bestellnummer
1.05463.0500) Merck, Darmstadt
Pepton aus Fleisch (Bestellnummer
1.07214.1000) Merck, Darmstadt
Natriumchlorid (Artikelnummer 106400) Merck, Darmstadt
®
HY RiSE Colour Hygiene Test Strip (Ar-
tikelnummer 1.31200.0001) Merck, Darmstadt
Wischtücher (Artikelnummer 91181150000) Moosmann & Co. Ravensburg
Wattetupfer Dry Swab (Artikelnummer 0482) Herenz, Hamburg
Pipetten Eppendorf Reference (verstellbar) Eppendorf, Hamburg
Pipettenspitzen:
epT.I.P.S. Standard 50-1000 µl (Artikel-
nummer 0030 000.919) Eppendorf, Hamburg
epT.I.P.S. Standard 2-200 µl (Artikelnummer
0030 000.870) Eppendorf, Hamburg
Petrischalen (Artikelnummer 633180) Greiner Bio-One GmbH, Kremsmünster,
Österreich
Dispensette® 0-10 ml Brand, Wertheim
Reagenzgläser Schott, Mainz
Schere (Artikelnummer SI-12-2108) Schreiber Instrumente, Friedingen/Donau
Drigalski-Spatel Carl Roth, Karlsruhe
Schneebesen (Artikelnummer 228639) Intergastro GmbH &Co. KG, Dortmund
Messzylinder (verschiedene Größen) Brand, Wertheim
Erlenmeyerkolben (verschieden Größen) Merck, Darmstadt
Reagenzglasständer GF Diagnostika Vertriebs GmbH, Gelsenkir-
chen
Sprühflasche (Drucksprüher FLEXI 3131) MESTO® Spritzenfabrik, Freiberg/Neckar

91
Anhang

Material Hersteller
Sprühflasche (Demi) Haushaltswaren Wiethaler, Babenhausen
Raumluftthermometer Kälte Riefler, Kaufbeuren
Flüssigkeitsthermometer (Artikelnummer
8150) Egufer GmbH, Köln
Druckmanometer (Artikelnummer EN 837-1) WIKA Manometer AG, Hitzkirch
Adapterstück für Druckmanometer Multivac, Wolfertschwenden
UV-Lampe (Artikelnummer 51100700) LTT VERSAND e.K., Bocholt
Analysenwaage CP3202S-OCE Sartorius, Göttingen
Analysenwaage AC210S Sartorius, Göttingen
Magnetrührwerk mit Heizplatte MR 2002 Heidolph Instruments, Schwabach
Vortex-Mixer Janke & Kunkel, Hünenberg, Schweiz
Spiralplater DW SCIENTIFIC Typ WB 04 KH Don Whitelley, Shipley, United Kingdom
Brutschrank B 6060 Heraeus Instruments, Osterode
Hochdruckdampf-Sterilisator Typ 112 KSG Sterilisatoren GmbH, Olching
Kühlschrank Profi Line Liebherr, Biberach an der Riss
Kühlbox WAECO T 26 DC Waeco International GmbH, Emsdetten

92
Anhang

8.3 Zusammensetzung der Lösungen, Medien und Reagenzien


Prüflösung Riboflavintest g pro 1 L Aqua dest.
Riboflavin 0,2
Hydroxyethylcellulose 5,0
Riboflavin und Hydroxyethylcellulose mit Schneebesen in Aqua dest. eingerührt, umgehend
verbraucht

Probennahme-/Verdünnungsröhrchen g pro 1 L Aqua dest.


Pepton aus Fleisch 1,0
Natriumchlorid 8,5
pH-Wert: 7,0 ± 0,1
Pepton aus Fleisch und Natriumchlorid in Aqua dest. gelöst, kurz bis zum Kochen erhitzt, in
Reagenzgläser abgefüllt, autoklaviert für 15 min bei + 121 °C, aufbewahrt bei + 4 °C

Plate-Count-Agar g pro 1 L Aqua dest.


Plate-Count-Agar 22,5
pH-Wert: 7,0 ± 0,2 bei + 25 °C
PC-Agar in Aqua dest. durch Erhitzen gelöst, autoklaviert für 15 min bei + 121 °C, 4 mm
hoch in Petrischalen gegossen, aufbewahrt bei + 4 °C

Kontaminationsmedium ml pro 3 ml Lösung


Fleischsaft 1,0
Rohmilch 1,0
Crème fraîche 1,0
Fleischsaft, Rohmilch und Crème fraîche mit dem Schneebesen verrührt und umgehend an-
wendet

Verwendete Reinigungs- und Desinfektionsmittel


Verwendete Substanzen Hersteller
Reinigung: Supergel VG03 (alkalisch), 3 %ig Johnson Diversey, Mannheim
®
Desinfektion: Tego 2000 (Amphotensid), 1 %ig Johnson Diversey, Mannheim

93
Anhang

Tabelle 8.1 Ablauf des Reinigungs- und Desinfektionsprogramms Multivac „AlkalDisi“


Reinigungsgang Zeit
Vorspülen 20 s
Einschäumen mit alkalischem Reinigungsmittel 20 s
Kontaktzeit 10 min
Nachspülen 40 s
Desinfektion mit Amphotensid 20 s
Kontaktzeit 10 min
Nachspülen 40 s

94
Anhang

Dokumentationslisten zur Reinigungsüberprüfung


Abbildung 8.6 Muster-Checkliste Riboflavintest

Versuchsnummer: _____ Versuchsdatum: _________

Zusammensetzung Testlösung:
1000,0 ml Aqua dest.
0,2 g Riboflavin
5,0 g Hydroxyethylcellulose

Arbeitsschritte:
- Ansetzen der Testlösung nach o. g. Angaben
- Öffnen der Seitenverkleidungen und Abnehmen der Schutzabdeckungen
- Testen der UV-Lampe auf ausreichende Lichtleistung mit 1:1000-Verdünnung
- Kontrolle auf Fettfreiheit der zu prüfenden Stellen
- Herstellung der verwendungsgemäßen Stellung der Maschine
- Temperaturmessung (Spülwasser zwischen + 12 °C und + 25 °C, Raumtempera-
tur)
- Homogene Verteilung der Testlösung im Innenraum der Maschine mit Sprühfla-
sche
- Schließen der Seitenverkleidungen und Auflegen der Schutzabdeckungen Ablauf
der Reinigungsprozedur mit kaltem Leitungswasserwasser (Druck, Durchfluss und
Taktung entsprechend der üblichen Reinigungsprozedur)

Dokumentation:
Raumtemperatur: ____ °C
Wassertemperatur des Reinigungswassers: ____ °C
Reinigungserfolg: siehe Bilddokumentation
Anmerkungen:
__________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________

95
Anhang

Abbildung 8.7 Muster-Checkliste und Dokumentation NAD-Schnelltest


(HY-RiSE® Colour Hygiene Test Strip)

Versuchsnummer: ____ Datum:_______________

Zusammensetzung Kontaminationsmedium: (bzw. Vielfaches davon)


1,0 ml Fleischsaft
1,0 ml Rohmilch
1,0 g Crème fraîche

Arbeitsschritte:
Vortag des Tests:
- Öffnen der Seitenverkleidungen und Abnehmen der Schutzabdeckungen
- Aufsuchen der zu beprobenden Stellen der Maschine
- Entfetten der Probenahmestellen

Tag des Tests:


- Ansetzen des Kontaminationsmediums
- Besprühen der Probenahmestellen mit Kontaminationsmedium
- Antrocknen des Kontaminationsmediums
- Kontrolle der Düsen und der verwendungsgemäßen Stellung der Maschine
- Schließen der Seitenverkleidungen und Auflegen der Schutzabdeckungen
- Ablauf des empfohlen Reinigungsprogramms (gespeicherter Name: Multivac Al-
kalDisi)
- Testdurchführung:
- Messung Raumtemperatur
- Reagenzien auf +15 °C bis + 25 °C temperieren
- Beschriftung und Entnahme des Teststreifens
- 1 Tropfen Reagenz A (Benetzungslösung) auf Testzone, außer wenn Probe-
fläche feucht
- Testzone auf Testfläche drücken und 30 cm rückwärts ziehen (ggf. aufgeteilt
auf mehrere Teilstrecken)
- 1 Tropfen Reagenz B (Substratlösung) auf Testzone
- 1 Tropfen Reagenz C (Enzymlösung) auf Testzone
- Teststreifen für 4-5 Minuten Reaktionszeit in Verpackung zurück

Seite 1 von 3 der Checkliste und Dokumentation NAD-Test

96
Anhang

- Auswertung nach folgendem Schema (modifiziert nach TRAUTSCH 2003):


Verschmutzungsgrad Kürzel Nachgewiesenes NAD in fm Farbveränderung
Sauber - 0 - 999 Keine
Leichte Verunreinigung + 1000 - 2499 Rosafärbung
Mittlere Verunreinigung ++ 2500 - 9999 Violettfärbung
Starke Verunreinigung +++ 10000 - 50000 Blauviolettfärbung

- Dokumentation (b. w.)

Seite 2 von 3 der Checkliste und Dokumentation NAD-Test

97
Anhang

Ergebnisse Versuch Nr.: 2.__ Datum:________ Temperatur:__ °C Wassertemperatur:__ °C


Probe- Waschzone Material der be- Neigung der beprobten Oberflä- Ergebnis
nahme- (Bezeichnung probten Oberflä- che nach o. g.
stelle nach Abbildung che Schema
3.3, Seite 41)
1 F Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer Neigung
(Winkel ca. 5°)
2 F Edelstahl (V2A) senkrecht
3 F Aluminium eloxiert waagrecht
4 F Edelstahl (V2A) senkrecht
5 E Gusseisen lackiert rund (Probennahme oben)
6 E Edelstahl (V2A) senkrecht
7 Außenrahmen 1 Edelstahl (V2A) senkrecht
8 E Edelstahl (V2A) senkrecht
9 Kettenführung 1 Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer Neigung
(Winkel ca. 5°)
10 E Gusseisen lackiert senkrecht
11 E Aluminium eloxiert waagrecht
12 E Polyoxymethylen waagrecht
13 E Edelstahl (V2A) waagrecht
14 E Edelstahl (V2A) senkrecht
15 S Silikon rund (Probennahme oben)
16 S Polyvinylchlorid rund (Probennahme oben)
17 S Edelstahl (V2A) senkrecht
18 S Edelstahl (V2A) senkrecht
19 S Edelstahl (V2A) senkrecht
20 S Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer Neigung
(Winkel ca. 5°)
21 Kettenführung 2 Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer Neigung
(Winkel ca. 5°)
22 Sch Aluminium eloxiert waagrecht
23 Sch Edelstahl (V2A) senkrecht
24 Außenrahmen 1 Edelstahl (V2A) senkrecht
25 Kette Edelstahl (V2A) veränderlich
26 Abführband Polypropylen veränderlich
Seite 3 von 3 der Checkliste und Dokumentation NAD-Test

98
Anhang

Abbildung 8.8 Muster-Checkliste und Dokumentation Nass-Trocken-Tupfertest (NTT)

Versuchsnummer: 3.__________ Datum:_______________


Zusammensetzung Kontaminationsmedium: (bzw. Vielfaches davon)
1,0 ml alter Fleischsaft
1,0 ml alte Rohmilch
1,0 g Crème fraîche
Arbeitsschritte:
Vor dem Versuch:
- Herstellen der Verdünnungsröhrchen und der Plate-Count-Agar-Platten
Vortag des Versuchs:
- Öffnen der Seitenverkleidungen und Abnehmen der Schutzabdeckungen
- Aufsuchen, Abmessen und Kennzeichnen der Probenahmestellen
- Entfetten der Probenahmestellen mit Alkohol
Tag des Versuchs:
- Ansetzen der Kontaminationslösung
- Kontaminieren der Probenahmestellen mit 0,1 ml Kontaminationsmedium mit ste-
rilem Metallspatel bzw. Sprühflasche (2 eng benachbarte Stellen)
- Antrocknen der Kontaminationslösung
- NTT-Methode an Stellen vor Reinigung und Desinfektion
o 1. Tupfer anfeuchten
o Probenahmestelle abstreichen
o mit 2. Tupfer Probenahmestelle trocken abstreichen
o Tupferköpfe in Reagenzglas
o kühle Lagerung der Proben
- Kontrolle der Düsen und der verwendungsgemäßen Stellung der Maschine
- Schließen der Seitenverkleidungen und Auflegen der Schutzabdeckungen
- Ablauf des empfohlenen Reinigungsprogramms (gespeicherter Name: Multivac
AlkalDisi)
- NTT-Methode an Stellen nach Reinigung und Desinfektion
o 1. Tupfer anfeuchten
o Probenahmestelle abstreichen
o mit 2. Tupfer Probenahmestelle trocken abstreichen
o Tupferköpfe in Reagenzglas
o kühle Lagerung der Proben
- gekühlter Transport ins Labor (0 °C bis + 5 °C)
Seite 1 von 2 der Checkliste und Dokumentation Nass-Trocken-Tupfertest

99
Anhang

Ergebnisse Versuch Nr.: 3.__ Datum:________ Temperatur:__ °C Wassertemperatur:__ °C


Probe- Waschzone Material der beprob- Neigung der beprobten Ergebnis Ergebnis
nahme- (Bezeichnung ten Oberfläche Oberfläche der Pro- der Pro-
stelle nach Abbildung be vor be nach
3.3, Seite 41) R/D R/D
1 F Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer
Neigung (Winkel ca. 5°)
2 F Edelstahl (V2A) senkrecht
3 F Aluminium eloxiert waagrecht
4 F Edelstahl (V2A) senkrecht
5 E Gusseisen lackiert rund (Probennahme oben)
6 E Edelstahl (V2A) senkrecht
7 Außenrahmen 1 Edelstahl (V2A) senkrecht
8 E Edelstahl (V2A) senkrecht
9 Kettenführung 1 Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer
Neigung (Winkel ca. 5°)
10 E Gusseisen lackiert senkrecht
11 E Aluminium eloxiert waagrecht
12 E Polyoxymethylen waagrecht
13 E Edelstahl (V2A) waagrecht
14 E Edelstahl (V2A) senkrecht
15 S Silikon rund (Probennahme oben)
16 S Polyvinylchlorid rund (Probennahme oben)
17 S Edelstahl (V2A) senkrecht
18 S Edelstahl (V2A) senkrecht
19 S Edelstahl (V2A) senkrecht
20 S Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer
Neigung (Winkel ca. 5°)
21 Kettenführung 2 Edelstahl (V2A) waagrecht, mit geringer
Neigung (Winkel ca. 5°)
22 Sch Aluminium eloxiert waagrecht
23 Sch Edelstahl (V2A) senkrecht
24 Außenrahmen 1 Edelstahl (V2A) senkrecht
25 Kette Edelstahl (V2A) veränderlich
26 Abführband Polypropylen veränderlich
Seite 2 von 2 der Checkliste und Dokumentation Nass-Trocken-Tupfertest

100
Literaturverzeichnis

9 Literaturverzeichnis
ALLISON, D. G.; SUTHERLAND, I. W. (1987)
The role of exopolysaccharide in adhesion of freshwater bacteria
Journal of general Microbiology 133, 1319-1327

ANAND, S. K.; MAHAPATRA, C. M.; PANDEY, N. K.; VERMA, S. S. (1989)


Microbial changes on chicken carcasses during processing
Indian Journal of Poultry Science 24, 203-209

ANTONIOU, C.; CARTER, H. (2006)


Testing a new chromatography column for cleaning effectiveness
BioPharmInternational Jan. 06, 1-6
[Link], Abrufdatum: 08.10.2008

AREVALO-FERRO, C.; REIL, G.; GÖRG, A.; EBERL, L.; RIEDEL, K. (2005)
Biofilm formation of Pseudomonas putida IsoF: The role of quorum sensing as assessed by
proteomics
Systematic and Applied Microbiology 28, 87-114

ARMON, R.; ARBEL, T.; GREEN, M. (1998)


A quantitative and qualitative study of biofilm disinfection on glass, metal and PVC surfaces
by chlorine, bromine and bromochloro-5,5 dimethylhydrantoin (BCDMH)
Water Science and Technology 38, 175-179

ARNOLD, J. W.; SILVERS, S. (2000)


Comparison of poultry processing equipment surfaces for susceptibility to bacterial attach-
ment and biofilm formation
Poultry Science 79, 1215-1221

ASSELT, A. J. VAN; HOUWELINGEN, G. VAN; TE GIFFEL, M. C. (2002)


Monitoring system for improving cleaning efficiency of cleaning in place process in dairy envi-
ronments
Food and Bioproducts Processing 80, 276-280

AUTIO, T.; KETO-TIMONEN, R.; LUNDEN, J.; BJÖRKROTH, J.; KORKEALA, H. (2003)
Characterisation of persistent and sporadic Listeria monocytogenes strains by pulsed-field
gel electrophoresis (PFGE) and amplified fragment length polymorphism (AFLP)
Systematic and Applied Microbiology 26, 539-545

BAGGE, D.; HJELM, M.; JOHANSEN, C.; HUBER, I.; GRAM, L. (2001)
Shewanella putrefaciens adhesion and biofilm formation on food processing surfaces
Applied and Environmental Microbiology 67, 2319-2327

BALLEY, M. (2007)
Gespräch mit Herrn M. Balley, VDMA Frankfurt, im Rahmen einer Sitzung des Arbeitkreises
Riboflavintest am 13.07.2007 in Frankfurt

BARNES, L.-M.; LO, M. F.; ADAMS, M. R.; CHAMBERLAIN, A. H. L. (1999)


Effect of milk proteins on adhesion of bacteria on stainless steel surfaces
Applied and Environmental Microbiology 65, 4543-4548

101
Literaturverzeichnis

BASLER, V. (2002)
Prüfung ausgewählter Verfahren zur Bestimmung des Oberflächenkeimgehaltes auf ver-
schiedenen Modellflächen und mit unterschiedlichen Bakterienkulturen
Veterinärmedizinische Dissertation Ludwig-Maximilians-Universität München

BASLER, V.; STOLLE, A. (2000)


Zur Wiederfindungsrate der nichtdestruktiven Oberflächenuntersuchungsverfahren am Bei-
spiel von Modellflächen
41. Arbeitstagung Arbeitsgebiet Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizinischen
Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 25. bis 28.09.2000, 266-270

BAUMGART, J.; MEIERJOHANN, K. (1994)


Oberflächenkeimgehalt von Frischfleisch, Schnellnachweis durch ATP-Bestimmung mit ei-
nem neuen Testkit
Fleischwirtschaft 74, 1324

BECKER, B.; FECHLER, J.; HOLZAPFEL, W. H. (2004)


Hygiene- und Reinigungskontrolle in der Lebensmittelkette mittels ATP-Biolumineszenz
Fleischwirtschaft 84, 121-124

BEECH, I. B.; GAYLARDE, C. C.; SMITH, J. J.; GEESEY, G. G. (1991)


Extracellular polysaccharides from Desulfovibrio desulfuricans und Pseudomonas fluores-
cens in the presence of mild stainless steel
Applied Microbiology and Biotechnology 35, 65-71

BERDING, H.-H. (1991)


Reinigungs- und Desinfektionstechnik - Systematische und sachgerechte Anwendung
Fleischwirtschaft 71, 854-858

BEUTLING, D. (1992)
Hygieneregime im Lebensmittelverkehr
In: FEHLHABER, K.; JANETSCHKE, P.: Veterinärmedizinische Lebensmittelhygiene
Gustav Fischer Verlag, Jena, Stuttgart, Deutschland, 173-187

BIRD, M. R.; BARTLETT, M. (1995)


CIP optimisation for the food industry: Relationships between detergent concentration, tem-
perature and cleaning time
Food and Bioproducts Processing 73C, 63-70

BODMAN, S. B. VON; DIETZ BAUER, W.; COPLIN, D. L. (2003)


Quorum sensing in plant-pathogenic bacteria
Annual Review of Phytopathology 41, 455-482

BÖHM, R. (2002)
Grundlagen der Reinigung und Desinfektion
In: STRAUCH, D.; BÖHM, R.: Reinigung und Desinfektion in der Nutztierhaltung und Ver-
edelungswirtschaft
Enke Verlag, Stuttgart, Deutschland, 2. Auflage, 19-61

BOLES, B. R.; THOENDEL, M.; SINGH, P. K. (2004)


Self generated diversity produces “insurance effects” in biofilm communities
Proceedings of the National Academy of Sciences, USA 101, 16630-16635

102
Literaturverzeichnis

BORE, E.; LANGSRUD, S. (2004)


Characterisation of micro-organisms isolated from dairy industry after cleaning and fogging
disinfection with alkyl amine and peracetic acid
Journal of Applied Microbiology 98, 96-105

BOTZENHARDT, A. E. (2004)
Entwicklung eines aktuellen Hygienekonzeptes für die Weichkäseherstellung
Veterinärmedizinische Dissertation der Ludwig-Maximilians-Universität München

BOULANGE-PETERMANN, L. (1996)
Processes of bioadhesion on stainless steel surfaces and cleanability: A review with special
reference to the food industry
Biofouling 10, 275-300

BOULANGE-PETERMANN, L.; JULLIEN, C.; DUBOIS, P. E.; BENEZECH, T.; FAILLE, C.


(2004)
Influence of surface chemistry on the hygienic status of industrial stainless steel
Biofouling 20, 25-33

BOWER, C. K.; DAESCHEL, M. A. (1999)


Resistance responses of microorganisms in food environments
International Journal of Food Microbiology 50, 33-44

BOYD, A.; CHAKRABARTY, A. M. (1995)


Pseudomonas aeruginosa biofilms: Role of the alginate exopolysaccharide
Journal of Industrial Microbiology and Biotechnology 15, 162-168

BRÄUNIG, I.; TRENNER, P. (1996)


Experimentelle Untersuchungen zur Kontrolle der Reinigung und Desinfektion mittels Biolu-
mineszenz
37. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 26. bis 29.09.1996, 17-23

BREMER, P. J.; FILLERY, S.; MC QUILLAN, A. J. (2006)


Laboratory scale clean-in-place (CIP) studies on the effectiveness of different caustic and
acid wash steps on the removal of dairy biofilms
International Journal of Food Microbiology 106, 254-262

BREMER, P. J.; MONK, I.; OSBORNE, C. M. (2001)


Survival of Listeria monocytogenes attached to stainless steel surfaces in the presence or
absence of Flavobacterium spp.
Journal of Food Protection 64, 1369-1376

BROWN, C. M.; ELLWOOD, D. C.; HUNTER, J. R. (1977)


Growth of bacteria at surfaces: Influence of nutrient limitation
FEMS Microbiology Letters 1, 163-166

BROWN, M. R. W.; ALLISON, D. G.; GILBERT, P. (1988)


Resistance of bacterial biofilms to antibiotics: A growth-rate related effect?
Journal of Antimicrobial Chemotherapy 22, 777-780

BUCHER, M.; STOLLE, A. (2003)


Umsetzung der Entscheidung 2001/471/EG in die Praxis
43. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 24. bis 27.09.2002, 32-37

103
Literaturverzeichnis

BÜLTE, M.; STOLLE, A. (1989)


Die Einsatzfähigkeit moderner mikrobiologischer Schnellverfahren zur Untersuchung von
Lebensmitteln tierischen Ursprungs
Fleischwirtschaft 69, 1459-1463

BUSSCHER, H. J.; WEERKAMP, A. H. (1987)


Specific and non-specific interactions in bacterial adhesion to solid substrata
FEMS Microbiology Letters 46, 165-173

CARPENTIER, B.; CERF, O. (1993)


Biofilm and their consequences with particular reference to hygiene in food industry
Journal of Applied Bacteriology 75, 499-511

CHARACKLIS, W. G. (1981)
Fouling biofilm development: A process analysis
Biotechnology and Bioengineering 23, 1923-1960

CHARACKLIS, W. G.; COOKSEY, K. E. (1983)


Biofilms and microbial fouling
Advances in Applied Microbiology 29, 93-137

CHISTI Y.; MOO-YOUNG, M. (1994)


Clean-in-place systems for industrial bioreactors; design validation and operation
Journal of Industrial Microbiology and Biotechnology 13, 201-207

CHMIELEWSKI, R. A. N.; FRANK, J. F. (2003)


Biofilm formation and control in food processing facilities
Comprehensive Reviews in Food Science and Food Safety 2, 22-32

COSTERTON, J. W.; CHENG, K.-J.; GEESEY, G. G.; LADD, T. I.; NICKEL, J. D.; DAS-
GUPTA, M.; MARRIE, T. J. (1987)
Bacterial biofilms in nature and disease
Annual Review of Microbiology 41, 435-464

COSTERTON, J. W.; IRVIN, R. T. (1981)


The bacterial glycocalix in nature and disease
Annual Review of Microbiology 83, 299-324

COSTERTON, J. W.; LEWANDOWSKI, Z.; CALDWELL, D. E.; KORBER, D. R.; LAPPIN-


SCOTT, H. M. (1995)
Microbial biofilms
Annual Reviews of Microbiology 49, 711-745

COSTERTON, J. W.; MONTANARO, L.; ARCIOLA, C. R. (2007)


Bacterial communications in implant infections: A target for an intelligence war
International Journal of Artificial Organs 30, 757-763

CUNNINGHAM, A.; ROSS, R.; STEWART, P.; CAMPER, A.; STOODLEY, P.; LENNOX, P.;
ANDERSON, V. (2006)
Biofilms: Introduction to biofilms
In: Biofilms the Hypertextbook, module 1, section 1-5
[Link] Abrufdatum: 08.10.2008

104
Literaturverzeichnis

CURIEL, G. J.; HAUSER, G.; PESCHEL, P.; TIMPERLEY, D. A. (1993)


Gestaltungskriterien für hygienegerechte Maschinen, Apparate und Komponenten
Veröffentlichung des Lehrstuhls für Maschinen- und Apparatekunde des Wissenschaftszent-
rums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der Technischen Universität
München
[Link], Abrufdatum: 06.10.2008

DAVEY, M. E.; O´TOOLE, G. A. (2000)


Microbial biofilms: From ecology to molecular genetics
Microbiology and Molecular Biology Reviews 64, 847-867

DAVIES, D. G.; CHAKRABARTY, A. M.; GEESEY, G. G. (1993)


Exopolysaccharide production in biofilms: Substratum activation of alginate gel expression by
Pseudomonas aeruginosa
Applied and Environmental Microbiology 59, 1181-1186

DAVIES, D. G.; PARSEK, M. R.; PEARSON, J. P.; IGLEWAKI, B. H.; COSTERON, J. W.;
GREENBERG, E. P. (1998)
The involvement of cell-to-cell signals in the development of bacterial biofilm
Science 280, 295-298

DE QUEIROZ, G. A.; DAY, D. F.; (2007)


Antimicrobial activity and effectiveness of a combination of sodium hypochlorite and hydro-
gen peroxide in killing and removing Pseudomonas aeruginosa biofilms from surfaces
Journal of Applied Microbiology 103, 794-802

DVG (DEUTSCHE VETERINÄRMEDIZINISCHE GESELLSCHAFT) (2003)


6. Desinfektionsmittelliste der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) für den
Lebensmittelbereich
Veröffentlicht im Deutschen Tierärzteblatt 07/2003

DVG (DEUTSCHE VETERINÄRMEDIZINISCHE GESELLSCHAFT) (2007)


Richtlinien für die Prüfung chemischer Desinfektionsmittel
In: BODENSCHATZ, W.: Desinfektion – Rechtsvorschriften und Materialien
Behr´s Verlag, Hamburg, Deutschland, Band 1, 4.18 (aktualisiert 12.2007)

DEWANTI, R.; WONG, A. C. L. (1995)


Influence of culture conditions on biofilm formation by Escherichia coli O157:H7
International Journal of Food Microbiology 26, 147-164

DRESCH, M.; DAUFIN, G.; CHAUFER, B. (1999)


Membrane process fort the recovery of dairy cleaning in place solutions
Lait 79, 245-259

DRESCH, M.; DAUFIN, G.; CHAUFER, B. (2001)


Integrated membrane regeneration process for dairy cleaning in place
Seperation and Purification Technology 22-23, 181-191

DRESSLER, U. (1997)
Hygienische Gefahrenanalyse und Kontrollpunkte bei der Verarbeitung von Lebensmitteln
tierischer Herkunft für die kalte Küche in Großküchen der Bundeswehr
Veterinärmedizinische Dissertation der Freien Universität Berlin

105
Literaturverzeichnis

DUDDRIDGE, J. E.; KENT, C. A.; LAWS, J. F. (2004)


Effect of surface shear stress on the attachment of Pseudomonas fluorescens to stainless
steel under defined flow conditions
Biotechnology and Bioengineering 24, 153-164

DUNSMORE, D. G.; TWOMEY, A.; WITTLESTONE, W. G.; MORGAN, H. W. (1981)


Design and performance of systems for cleaning product-contact surfaces of food equip-
ment: A review
Journal of Food Protection 44, 220-240

EDELMEYER, H. (1983)
Erst reinigen, dann desinfizieren – Zwei Stationen auf dem Weg zur optimalen Betriebshy-
giene
Fleischwirtschaft 63, 1016-1030

EGINTON, P. J.; HOLAH, J.; ALLISON, D. G.; HANDLEY, P. S.; GILBERT, P. (1998)
Changes in the strength of attachment of micro-organisms to surfaces following treatment
with disinfectants and cleansing agents
Letters in Applied Microbiology 27, 101-105

EIDE, M. H.; HOMLEID, J. P.; MATTSON, B. (2003)


Life cycle assessment (LCA) of cleaning-in-place processes in dairies
Lebensmittel-Wissenschaft und -Technologie 36, 303-314

EINSCHÜTZ, K. (2004)
Wirksamkeitsprüfung verschiedener Verfahren zur Verminderung der Keimbelastung auf
Handgeräten der Fleischgewinnung
Veterinärmedizinische Dissertation der Freien Universität Berlin

ELLERBROEK, L. (2002)
Zur Umsetzung der Entscheidung 2001/471/EG für die mikrobiologische Kontrolle der allge-
meinen Hygiene in Fleischlieferbetrieben gemäß Artikel 10(2) der Richtlinie 64/433/EWG
43. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 24. bis 27.09.2002, 32-37

ERNST, C. (2003)
Optimierung von Desinfektionsverfahren in Verpflegungs- und Betreuungseinrichtungen der
Bundeswehr im Hinblick auf die Bacillus cereus-Belastung von Oberflächen und Lebensmit-
teln
Veterinärmedizinische Dissertation der Freien Universität Berlin

EVANS, D. J.; ALLISON, D. G.; BROWN, M. R.; GILBERT, P. (1991)


Susceptibility of Pseudomonas aeruginosa and Escherichia coli biofilms toward ciprofloxacin:
Effect of specific growth rate
Journal of Antimicrobial Chemotherapy 27, 177-184

EXNER, M. (2005)
Gutachterliche Stellungnahme zur Wirksamkeit von Brauseschläuchen mit FlexClean®-
Technologie gegen Biofilme
Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Universität Bonn
[Link] Abrufdatum: 08.10.2008

FAILLE, C.; FONTAINE, F.; BENEZECH, T. (2001)


Potential occurrence of adhering living Bacillus spores in milk product processing lines
Journal of Applied Microbiology 90, 892-900

106
Literaturverzeichnis

FAILLE, C.; JULLIEN, C.; FONTAINE, F.; BELLON-FONTAINE, M.-N.; SLOMIANNY, C.;
BENEZECH, T. (2002)
Adhesion of Bacillus spores and Escherichia coli cells to inert surfaces: Role of surface hy-
drophobicity
Canadian Journal of Microbiology 48, 728-738

FEDERLE, M. J.; BASSLER, B. L. (2003)


Interspecies communication in bacteria
Journal of Clinical Investigation 112, 1291-1299

FLEMMING, H.-C. (1994)


Biofouling und Biokorrosion – Die Folgen unerwünschter Biofilme
Chemie Ingenieur Technik 67, 1425-1430

FLEMMING, H.-C.; WINGENDER, J. (2002)


Was Biofilme zusammenhält
Chemie in unserer Zeit 36, 30-42

FLETCHER, M.; LOEB, G. I. (1979)


Influence of substratum characteristics in the attachment of a marine pseudomonad to solid
surfaces
Applied and Environmental Microbiology 37, 67-72

FLINT, S. H.; BREMER, P. J.; BROOKS, J. D. (1997)


Biofilms in dairy manufacturing plants – Description, current concerns and methods of control
Biofouling 11, 81-97

FLINT, S.; PALMER, J.; BLOEMEN, K.; BROOKS, J.; CRAWFORD, R. (2001)
The growth of Bacillus stearothermophilus on stainless steel
Journal of Applied Microbiology 90, 151-157

FRANK, J. F.; KOFFI, R. A. (1990)


Surface-adherence growth of Listeria monocytogenes is associated with increased resis-
tance to surfactant sanitizers and heat
Journal of Food Protection 53, 550-554

FRYER, P. J.; CHRISTIAN, G. K.; LIU, W. (2006)


How hygiene happens: Physics and chemistry of cleaning
International Journal of Dairy Technology 59, 76-84

GALLOT-LAVALLEE, T.; LALANDE, M.; CORRIEU, G. (1984)


Cleaning kinetics modelling of holding tubes fouled during milk pasteurisation
Journal of Food Process Engineering 7, 123-142

GANDHI, M.; CHIKINDAS, M. L. (2007)


Listeria: A foodborne pathogen that knows how to survive
International Journal of Food Microbiology 113, 1-15

GENIGEORGIS, C. (1995)
Biofilm: Their significance to cleaning in meat sector
In: BURT, S. A.; BAUER, F.: New challenges in meat hygiene: Specific problems in cleaning
and disinfection
European Consortium for Continuing Education in Advanced Meat Science and Technology,
29-47

107
Literaturverzeichnis

GERSTEIN, J.; ORTH, R.; BAUMGART, J. (1993)


Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen – Mikrobiologische Bewertung im Bereich der
Zerlegeabteilung eines Fleischwarenbetriebes
Fleischwirtschaft 73, 740- 744

GIBSON, H.; TAYLOR, J. H.; HALL, K. E.; HOLAH, J. T. (1999)


Effectiveness of cleaning techniques used in the food industry in terms of removal of bacte-
rial biofilms
Journal of Applied Microbiology 87, 41-48

GIERSE, S.; BABEL, W. (2002)


Einsatz von HY-RiSE im Rahmen der betriebseigenen Kontrollen nach §§ 3 und 4 LMHV
Kongress des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte in Bad Staffelstein von 22. bis
23.04.2002

GIESE, J. (1991)
Sanitation: The key to food safety and public health
Food Technology 45, 74-80

GILBERT, P.; DAS, J.; FOLEY, I. (1997)


Biofilm susceptibility to antimicrobials
Advances in Dental Research 11, 160-167

GILLHAM, C. R.; FRYER, P. J.; HASTING, A. M. P.; WILSON, D. I. (1999)


Cleaning-in-place of whey protein fouling deposits: Mechanisms controlling cleaning
Food and Bioproducts Processing 77C2, 94-102

GOLL, M.; KRATZHELLER, B.; BÜLTE, M. (2004)


Rapid control of the cleaning status
Fleischwirtschaft International 4, 39-41

GRASSHOFF, A. (1992)
Hygienic design – The basis for computer controlled automation
Food and Bioproducts Processing 70C2, 69-77

GREENBERG, E. P. (2003)
Tiny teamwork
Nature 424, 134

GRIFFITHS, M. W. (1996)
The role of ATP bioluminescence in the food industry: New light on old problems
Journal of Food Technology 31, 62-72

GRIMM, M.; STEPHAN, R.; IVERSEN, C.; MANZARDO, G. G. G.; RATTEI, T.; RIEDEL, K.;
RUEPP, A.; FRISHMAN, D.; LEHNER, A. (2008)
Cellulose as an extracellular matrix component present in Enterobacter sakazakii biofilms
Journal of Food Protection 71, 13-18

GUNDUZ, G. T.; TUNCEL, G. (2006)


Biofilm formation in an ice cream plant
Antonie van Leeuvenhoek 89, 329-336

108
Literaturverzeichnis

HAAS, A.; PLATZ, S.; EICHHORN, W.; KAADEN, O.-R.; UNSHELM, J. (1998)
Untersuchungen zum Effekt der Dampfeinwirkung anhand mikrobiologischer und parasitolo-
gischer Prüfverfahren
Zentralblatt für Hygiene und Umweltmedizin 201, 337-347

HÄRKÖNEN, P.; SALO, S.; MATTILA-SANDHOLM, T.; WIRTANEN, G.; ALLISON, D. G.;
GILBERT, P. (1999)
Development of a simple in vitro test system for the disinfection of bacterial biofilms
Water Science Technology 39, 219-225

HAUSER, G. (1992)
Hygienic design of moving parts of machines in the food industry
Food and Bioproducts Processing 70C, 138-142

HAUSMANN, R.; KAUFMANN, H.-J.; RICHTER, K. (1996)


Neue Tablettentechnologie mit zentrifugaler Matritzenfüllung und vollautomatischer Reini-
gung
Pharmazeutische Industrie 58, 824-846

HAVAS, F (1995)
Wirkung von Reinigung und Desinfektion – Kontrolle mit mikrobiologischen Verfahren
Fleischwirtschaft 75, 272-274

HECHELMANN, H. (1995)
Schlacht- und Zerlegebetrieb – Auffindung kritischer Kontrollpunkte
Fleischwirtschaft 75, 267- 271

HEGNAUER, B. (2007)
Gespräch mit Herrn B. Hegnauer, Obmann des Arbeitskreises Riboflavintest im Rahmen
einer Sitzung dieses Arbeitskreises in Frankfurt am Main am 13.07.2007

HEILIGENTHAL, A. (1995)
Überprüfung der Effizienz von Reinigung und Desinfektion in einem Fleischgewinnungsbe-
trieb
Veterinärmedizinische Dissertation der Freien Universität Berlin

HENTZER, M.; RIEDEL, K.; RASMUSSEN, T. B.; HEYDORN, A.; ANDERSEN, J. B.; PAR-
SEK, M. R.; RICE, S. A.; EBERL, L.; MOLIN, S.; HØIBY, N.; KJELLEBERG, S.; GIVSKOV,
M. (2002)
Inhibition of quorum sensing in Pseudomonas aeruginosa biofilm bacteria by a halogenated
furanone compound
Microbiology 148, 87-102

HERALD, P. J.; ZOTTOLA, E. A. (1988a)


Attachment of Listeria monocytogenes to stainless steel surfaces at various temperatures
and pH values
Journal of Food Science 53, 1549-1562

HERALD, P. J.; ZOTTOLA, E. A. (1988b)


Scanning electron microscopic examination of Yersinia enterocolitica attached stainless steel
at selected temperatures and pH values
Journal of Food Protection 51, 445-448

109
Literaturverzeichnis

HILDEBRANDT, G. (2004)
Sauberkeit – Ein kritischer Kontrollpunkt?
Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung 56, 151-152

HILLER, P.; HILDEBRANDT, G.; KRÄMER, R. (1995)


Ermittlung des Hygienestatus in Lebensmittelfilialbetrieben
Archiv für Lebensmittelhygiene 46, 77-80

HIROSE, I.; SANO, K.; SHIODA, I.; KUMANO, M.; NAKAMURA, K.; YAMANE, K. (2000)
Proteome analysis of Bacillus subtilis extracellular proteins: A two-dimensional protein elec-
trophoretic study
Microbiology 146, 65-75

HOFBAUER, P.; REISINGER, T.; PAULSEN, P. (1997)


Agarkontaktverfahren und ATP-Messung: Feldversuche zur Reinigungskontrolle in fleisch-
verarbeitenden Betrieben
38. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 29.09. bis 02.10.1997, 464-467

HOFMANN, J.; SOMMER, K. (2006)


Hygienic Design von Anlagen und deren Qualifizierungsmethoden
Chemie Ingenieur Technik 78, 1605-1614

HOLAH, J. T.; KEARNEY, I. R. (1992)


Introduction to biofilms in the food industry
In: MELO, L. F.; BOTT, T. R.; FLETCHER, M.; CAPDEVILLE, B.: Biofilms-Science and
Technology
Kluwer Academic Press, Dordrecht, Niederlande, 35-41

HOLAH, J. T.; TAYLOR, J. H.; DAWSON, D. J.; HALL, K. E. (2002)


Biocide use in the food industry and the disinfectant resistance of persistent strains of Lis-
teria monocytogenes and Escherichia coli
Journal of Applied Microbiology Symposium Supplement 92, 111S-120S

HOLAH J. T.; THORPE, R. H. (1990)


Cleanability in relation to bacterial retention on unused and abraded domestic sink materials
Journal of Applied Bacteriology 69, 599-608

HOOD, S. K.; ZOTTOLA, E. A. (1997)


Growth media and surface conditioning influence the adherence of Pseudomonas fragi, Sal-
monella Typhimurium and Listeria monocytogenes cells to stainless steel
Journal of Food Protection 60, 1034-1037

HORN, H.; WÄSCHE, S.; HEMPEL, D. C. (2002)


Simulation of biofilm growth, substrate conversation and mass transfer under different hydro-
dynamic conditions
Water Science and Technology 46, 249-252

HOY, S. (1996)
Reinigung und Desinfektion in der Fleisch- und Lebensmittelverarbeitung
Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung 48, 195-198

110
Literaturverzeichnis

HUSMARK, U.; RÖNNER, U. (1992)


The influence of hydrophobic electrostatic and morphologic property on the adhesion of Ba-
cillus spores
Biofouling 5, 335-344

JABLONSKI, F.; TEUBLER, C. (2007)


Hygienic Design im Fokus
Hygienic Design in Automation, Oktober 2007, 1-2
[Link], Abrufdatum: 04.10.2008

JENSEN, B. B.; FRIIS, A. (2005)


Predicting the cleanability of mix-proof valves by use of wall shear stress
Journal of Food Process Engineering 28, 89-106

JONES, C. R.; ADAMS, M. R.; ZHDAN, P. A.; CHAMBERLAIN, A. H. L. (1999)


The role of surface physiochemical properties in determining the distribution of the autoch-
thonous microflora in mineral water bottles
Journal of Applied Microbiology 86, 917-927

JOSEPH, B.; OTTA, S. K.; KARUNASAGAR, I. (2001)


Biofilm formation by Salmonella spp. on food contact surfaces and their sensitivity to sani-
tizers
International Journal of Food Microbiology 64, 367-372

JOUENNE, T.; VILAIN, S.; COSETTE, P.; JUNTER, G.-A. (2004)


Proteomics of biofilm bacteria
Current Proteomics 1 (3), 211-219

JUHAS, M.; EBERL, L.; TÜMMLER, B. (2005)


Quorum sensing: The power of cooperation in the world of Pseudomonas
Environmental Microbiology 7, 459-471

KANG, Y.-J.; FRANK, J. F. (1990)


Characteristics of biological aerosols in dairy processing plants
Journal of Dairy Science 73, 621-626

KELCH, F.; FRIES, H. (1959)


Durchführung bakteriologischer Kontrollen in Fleisch verarbeitenden Betrieben
Fleischwirtschaft 39, 1011-1018

KEWELOH, H. (2006)
Die Kolonisierung von Oberflächen durch Mikroorganismen: Eigenschaften von Biofilmen
und Bekämpfungsmöglichkeiten (Vortrag)
[Link], Abrufdatum: 07.10.2008

KHADRE, M. A.; YOUSEF, A. E. (2001)


Decontamination of a multilaminated aseptic food packaging material and stainless steel by
ozone
Journal of Food Safety 21, 1-13

KIM, K. Y.; FRANK, J. F. (1995)


Effect of nutrients on biofilm formation by Listeria monocytogenes on stainless steel
Journal of Food Protection 58, 24-28

111
Literaturverzeichnis

KIRCHER, D.; BÜLTE, M.; REUTER, G. (1995)


Eignung eines Biolumineszenzverfahrens zur Überprüfung der Reinigung und Desinfektion
im Bereich der Lebensmittelverarbeitung
Fleischwirtschaft 76, 987-903

KIRCHER, D.; REUTER, G. (1996)


Untersuchungen zur Effizienz von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen an Oberflä-
chen von Fleischtransportfahrzeugen
37. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 26. bis 29.09.1996, 83-91

KLEINER, U. (1990)
Barrieren für die Desinfektion – Ein Hygienerisiko in der Lebensmittelverarbeitung
31. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 02. bis 05.10.1990, 24-25

KLEINER, U. (1998)
Reinigung und Desinfektion in Lebensmittelbetrieben – Ein Grunderfordernis des allgemei-
nen Hygienegebotes
39. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 22. bis 25.09.1998, 176-181

KLEINER, U. (2000)
Zur Aussagekraft von Tupferabstrichproben im Rahmen von Hygienekontrollen
Fleischwirtschaft 80, 118-121

KLEINER, U.; WELLHÄUSER, R. (2000)


Norm DIN Reinigung und Desinfektion verabschiedet – Ein weiterer Beitrag zu Leitlinien für
eine gute Lebensmittelhygienepraxis
41. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 25. bis 28.09.2000, 500-506

KNAUER-KRAETZL, B.; BUSCHULTE, A.; SOMMERER, M.; REUTER, G. (1993)


Wirkstoffe in Desinfektionsmitteln für den Lebensmittelbereich – Vorteile und limitierende
Faktoren
34. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 28.09. bis 01.10.1993, 125-131

KNAUER-KRAETZL, B.; REUTER, G. (1992)


Wirkstoffe in DVG-gelisteten Desinfektionsmitteln für den Lebensmittelbereich – Bewer-
tungsversuch nach biologischen Kriterien
33. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 29.09. bis 02.10.1992, 103-114

KOUTZAYIOTIS, C. (1992)
Bacterial biofilms in milk pipelines
South African Journal of Dairy Science 24, 19-22

KRAFT, M. (2008)
Rahmenbedingungen und Anforderungen zur Gewährleistung der technischfunktionellen
Sicherheit aufbereiteter Medizinprodukte
Medical Data Institute, [Link] Abrufdatum: 08.10.2008

112
Literaturverzeichnis

KRAMER, A.; SCHUBERT, R. (1998)


Empfehlungen und Prüfmethode zur maschinellen Reinigung und Desinfektion von Instru-
menten für die minimal-invasive Chirurgie
In: BODENSCHATZ, W.: Desinfektion - Rechtsvorschriften und Materialien
Behr´s Verlag, Hamburg, Deutschland, Band 1, 4.15

KRATZHELLER, B.; HEITMANN, M.; BÜLTE, M. (2002)


Ein Beitrag zur Bedeutung von Resistenzen gegenüber Desinfektionsmitteln
43. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 24. bis 27.09.2002, 734-739

KRÖMKER, V. (2007)
Kurzes Lehrbuch Milchkunde und Milchhygiene
Parey, Stuttgart, 43-45

KRYSINSKI, E. P.; BROWN, L. J.; MARCHISELLO, T. J. (1992)


Effect of cleaners and sanitizers on Listeria monocytogenes attached to product contact sur-
faces
Journal of Food Protection 55, 246-252

KÜCHENHOFF, H.; MAHLING, M. (2007)


Beratungsgespräch im Rahmen der vorliegenden Dissertation am Institut für Statistik der
Ludwig-Maximilians-Universität München am 20.12.7007

KULOW, W. (2007)
Leitlinien für eine gute Verfahrenspraxis – Bedeutung und Anwendung im neuen Hygiene-
recht
48. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 25. bis 28.09.2007

KUMAR, C. G.; ANAND, S. K. (1998)


Significance of microbial biofilms in food industry: A review
International Journal of Food Microbiology 42, 9-27

LAUFENBERG, A. (1990)
Schaumreinigung in der fleischverarbeitenden Industrie
31. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 02. bis 05.10.1990, 39-49

LAZAROVA, V.; PIERZO, V.; FONTVIELLE, D.; MANEM, J. (1994)


Integrated approach for biofilm characterisation and biomass activity control
Water Science Technology 29, 345-354

LE CLERCQ-PERLAT, M. N.; LALANDE, M. (1994)


Cleanability in relation to surface chemical composition and surface finishing of some materi-
als commonly used in food industries
Journal of Food Engineering 23, 501-517

LEE, H.-W.; KOH, Y. M.; KIM, J.; LEE, J.-C.; LEE, Y.-C.; SEOL, S.-Y.; CHO, D.-T. (2008)
Capacity of multidrug- resistant clinical isolates of Acinetobacter baumannii to form biofilm
and adhere to epithelial cell surfaces
Clinical Microbiology and Infection 14, 49-54

113
Literaturverzeichnis

LELIEVELD, H. L. M. (1985)
Hygienic design and test methods
Journal of the Society of Dairy Technology 38, 14-16

LELIEVELD, H. L. M. (1994)
HACCP and hygienic design
Food Control 5, 140-144

LELIEVELD, H. M. L.; MOSTERT, M. A.; CURIEL, G. J. (2003)


Hygiene equipment design
In: LELIEVELD, H. M. L.; MOSTERT, M. A.; HOLAH, J.; WHITE, B.: Hygiene in food proc-
essing
Woodhead Publishing Limited, Abington, Cambridge, England

LELIEVRE, C.; LEGENTILHOMME, P.; GAUCHER, C.; LEGRAND, J.; FAILLE, C.; BENE-
ZECH, T. (2002)
Cleaning in place: Effect of local wall shear stress variation on bacterial removal from stain-
less steel equipment
Chemical Engineering Science 57, 1287-1297

LEON-OHL, A.; HORN, H.; HEMPEL, D. C. (2004)


Behaviour of biofilm systems under varying hydrodynamic conditions
Water Science Technology 49, 345-351

LERICHE, V.; CARPENTIER, B. (1995)


Viable but non-culturable Salmonella Typhimurium in single and binary species biofilms in
response to chlorine treatment
Journal of Food Protection 58, 1186-1191

LINDSAY, D.; BRÖZEL, V. S.; MOSTERT, J. F.; HOLY, A. VON (2000)


Physiology of dairy-associated Bacillus spp. over a wide pH range
International Journal of Food Microbiology 10, 49-62

LINDSAY, D.; BRÖZEL, V. S.; MOSTERT, J. F.; HOLY, A. VON (2002)


Differential efficacy of a chlorine dioxide-containing sanitizer against single species and bi-
nary biofilms of a dairy-associated Bacillus cereus and a Pseudomonas fluorescens isolate
Journal of Applied Microbiology 92, 352-361

LINDSAY, D.; HOLY, A. VON (2006)


What food safety professionals should know about bacterial biofilms
British Food Journal 108, 27-37

LIU, Z. H.; MACCHIETTO, S. (2005)


Cleaning in place policies for a food processing batch pilot plant
Food and Bioproducts Processing 71C, 194-196

LOOSDRECHT, M. C. M. VAN; NORDE, W.; ZEHNDER, A. J. B. (1990)


Physical and chemical description of bacterial adhesion
Journal of Biomaterials Applications 5, 91-106

LOUWERS, J.; KLEIN, G. (1994a)


Eignung von Probenahmemethoden zur Umgebungsuntersuchung in fleischgewinnenden
und -verarbeitenden Betrieben mit EU-Zulassung
Berliner Münchner Tierärztliche Wochenschrift 107, 367-373

114
Literaturverzeichnis

LOUWERS, J.; KLEIN, G. (1994b)


Zur Probeentnahmetechnik bei der mikrobiologischen Prozeßkontrolle
35. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 27. bis 30.09.1994, 65-74

LOUWERS, J.; UPMANN, M.; KLEIN, G.; REUTER, G. (1995)


Zur Aussagekraft des Einfachen Tupferverfahrens (DIN-Entwurf 10113-2) auf Modelloberflä-
chen
36. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 26. bis 29.09.1995, 78-85

MAFU, A. A.; ROY, D.; GOULET, J.; SAVOIE, L. (1991)


Characterization of physiochemical forces involves in adhesion of Listeria monocytogenes to
surfaces
Applied and Environmental Microbiology 57, 1969-1973

MARRIOTT, N. G. (1992)
Grundlagen der Lebensmittelhygiene
Behr´s Verlag, Hamburg, Deutschland

MARSHALL, K. C. (1992)
Biofilms: An overview of bacterial adhesion, activity and control surfaces
American Society for Microbiology News 58, 202-207

MARSHALL, K. C.; STOUT, R.; MITCHELL, R. (1971)


Mechanisms of the initial events in the sorption of marine bacteria to surfaces
Journal of General Microbiology 68, 337-348

MATTILA, T.; MANNINEN, M.; KYLASIUROLA, A. L. (1990)


Effect of cleaning- in-place disinfectants on wild bacterial strains isolated from a milking line
Journal of Dairy Research 57, 33-39

MATTILA-SANDHOLM, T.; WIRTANEN, G. (1992)


Biofilm formation in the industry: A review
Food Reviews International 8, 573-603

MAYER, J. (2004)
Reinigung und Desinfektion und Umweltschutz
In: KLEINER, U.: Praxisleitfaden Reinigung und Desinfektion
Behr´s Verlag, Hamburg, Deutschland, 125-132

MAYER, C.; MORITZ, R.; KIRSCHNER, C.; BORCHARD, W.; MAIBAUM, R.; WINGENDER,
J.; FLEMMING, H. C. (1999)
The role of intermolecular interactions: Studies on model systems for bacterial biofilms
International Journal of Biological Macromolecules 26, 3-16

MEHNERT, W. H.; SCHÖNEBERG, I.; AMMON, A. (2000)


Darminfektionen (Gastroenteritiden) beim Menschen - Vorbemerkungen
In: Deutscher Trendbericht über den Verlauf und die Quellen von Zoonosen-Infektionen nach
der Zoonosen-RL (92/117/EWG) für 2000, 9-10
Nationales Referenzlabor für die Epidemiologie der Zoonosen
[Link] Abrufdatum: 04.10.2008

115
Literaturverzeichnis

MELO, L. F.; BOTT, T. R.; FLETCHER, M.; CAPDEVILLE, B. (1992)


Biofilms – Science and technology
Kluwer Academic Publishers, Dordrecht, Niederlande

MEYER, B. (2003)
Approaches to prevention, removal and killing of biofilms
International Biodeterioration and Biodegradation 51, 249-253

MIDELET, G.; CARPENTIER, B. (2004)


Impact of cleaning and disinfection agents on biofilm structure and on microbial transfer to a
solid model food
Journal of Applied Microbiology 97, 262-270

MITTELMAN, M. W. (1998)
Structure and functional characteristics of biofilms in fluid processing operations
Journal of Dairy Science 81, 2760-2764

MIURA, Y.; WATANABE, Y.; OKABE, S. (2007)


Membrane biofouling in pilote scale membrane bioreactors (MBRs) treating municipal
wastewater: Impact of biofilm formation
Environmental Science and Technology 41, 632-638

MOJE, M.; HECHELMANN, H. (1995)


Biolumineszenz-Schnellmethode: Eine Möglichkeit zur Überprüfung von Reinigungs- und
Desinfektionsmaßnahmen?
Mitteilungsblätter der Bundesanstalt für Fleischforschung, Kulmbach 34, 193-198

MØRETRØ, T.; LANGSRUD, S. (2004)


Listeria monocytogenes: Biofilm formation and persistence in food-processing environments
In: WILSON, M.: Biofilms
Cambridge University Press 1, 107-121

MOSTELLER, T. M.; BISHOP, J. R. (1993)


Sanitizer efficacy against bacteria in a milk biofilm
Journal of Food Protection 56, 34-41

MROZEK, H. (2006)
Desinfektionsmittel
In: WILDBRETT, G.: Reinigung und Desinfektion in der Lebensmittelindustrie
Behr´s Verlag, Hamburg, Deutschland, 2. Auflage, 56-72

MURMANN, D.; HEYDE, U. VON DER (1994)


Einfluss von Temperatur und Zeit auf den Keimgehalt von Abstrichtupfern
Tierärztliche Umschau 49, 100-103

NIKAIDO, H.; VAARA, M. (1985)


Molecular basis of bacterial outer membrane permeability
Microbiological Reviews 49, 1-32

N.N. (2000)
Zum Forschungsnetzwerk Lebensmittelinfektionen in Deutschland
Epidemiologisches Bulletin 1, 3-4
[Link] Abrufdatum: 08.10.2008

116
Literaturverzeichnis

N.N. (2004)
Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen; Empfehlung
der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut
Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 47, 51-61

N.N. (2008a)
Aktuelle Statistik meldepflichtiger Infektionskrankheiten
Epidemiologisches Bulletin 3, 26
[Link] Abrufdatum: 08.10.2008

N.N. (2008b)
Biofilm
[Link] Abrufdatum: 08.10.2008

N.N. (2008c)
Branche in Zahlen - Fakten 2007
[Link], Abrufdatum: 15.01.2008

N.N. (2008d)
Center of Biofilm Engineering Montana State University
[Link] Abrufdatum: 08.10.2008

N.N. (2008e)
Fragen und Antworten zum Hazard Analysis and Critical Control Point (HACCP)-Konzept
In: BODENSCHATZ, W.: Desinfektion – Rechtsvorschriften und Materialien
Behr´s Verlag, Hamburg, Deutschland, Band 4, 29.2 (aktualisiert: 08.2008)

NORWOOD, D. E.; GILMOUR, A. (2000)


The growth and resistance to sodium hypochlorite of Listeria monocytogenes in a steady-
state multispecies biofilm
Journal of Applied Microbiology 88, 512-515

NOTERMANS, S.; DOORMANS, J. A. M. A.; MEAD, G. C. (1991)


Contribution of surface attachment to the establishment of micro-organisms in food process-
ing plants: A review
Biofouling 5, 21-36

OOSTHUIZEN, M. C.; STEYN, B.; THERON, J.; COSETTE, P.; LINDSAY, D.; HOLY, A.
VON; BRÖZEL, V. S. (2002)
Proteomic analysis reveals differential protein expression by Bacillus cereus during biofilm
formation
Applied and Environmental Microbiology 68, 2770-2780

ORTH, R.; STEIGERT, M. (1996)


Praxiserfahrung mit der ATP-Biolumineszenzmeßmethode zur Kontrolle des Hygiene-
Zustandes nach Reinigung in einem Fleischzerlegebetrieb
Fleischwirtschaft 76, 40-41

PARKAR, S. G.; FLINT, S. H.; BROOKS, J. D. (2003)


Physiology of biofilms of thermophilic bacilli-potential consequences for cleaning
Journal of Industrial Microbiology and Biotechnology 30, 553-560

117
Literaturverzeichnis

PARKAR, S. G.; FLINT, S. H.; BROOKS, J. D. (2004)


Evaluation of the effect of cleaning regimes on biofilms of thermophilic bacilli on stainless
steel
Journal of Applied Microbiology 96, 110-116

PESCI, E. C.; MILBANK, J. B. J.; PEARSON, J. P.; MC KNIGHT, S.; KENDE, A. S.;
GREENBERG, E. P.; IGLEWSKI, B. H. (1999)
Quinolone signalling the cell-cell communication system of Pseudomonas aeruginosa
Proceedings of the National Academy of Sciences 96, 11229-11234

PEYTON, B. M.; CHARACKLIS, W. G. (1992)


A statistical analysis of the effect of substrate utilisation and shear stress on the kinetics of
biofilm detachment
Biotechnology and Bioengineering 41, 728-735

PFANNEBERG, W.; ZRENNER, K. M. (1993)


Hygiene-Leitlinien für handwerkliche Metzgereien, Frischfleischabteilungen, landwirtschaftli-
che Direktvermarktung
Fachbuchverlag Dr. Pfanneberg & Co., Gießen, Leipzig, Deutschland

PFANNENSCHMIDT, F.; KRÖMKER, V.; VERSPOHL, J.; HAMANN, J. (2001)


Zum Einsatz des Nass-Trocken-Tupferverfahrens (DIN 10113; 1997-07) zur Beurteilung des
mikrobiologischen Status milchführender Oberflächen
42. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 25. bis 28.09.2001, 39-42

PICIOREANU, C.; LOOSDRECHT, M. C. VAN; HEIJNEN, J. J. (2001)


Two dimensional model of biofilm detachment caused by internal stress from liquid flow
Biotechnology and Bioengineering 72, 205-218

PLESS, P.; PLETZ, H. (1995)


Zur Aussagekraft von Abklatschuntersuchungen bei der Bestimmung des Oberflächenkeim-
gehaltes von Schlachtkörpern und sanitären Oberflächen
36. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 26. bis 29.09.1995, 63-67

PLETT, E. A. (1985)
Cleaning of fouled surfaces
In: LUND, D. B.; PLETT, E.; SANDU, C.: Fouling and cleaning in food processing
University of Madison, Wisconsin, USA

POGGEMANN, H.-M.; BAUMGART, J. (1996)


Hygienemonitoring durch ATP-Bestimmung mit dem System HY-LITETM
Fleischwirtschaft 76, 132-133

POULSEN, L. V. (1999)
Microbial biofilm in food processing
Lebensmittel-Wissenschaft und -Technologie 32, 321-326

PURKL, H. (2003)
Vergleichende Untersuchungen zur Einsatzfähigkeit des Nass-Trocken-Tupferverfahrens
und der Schwämmchentechnik als Probenentnahmemethoden im Rahmen der routinemäßi-
gen Überwachung des Oberflächenkeimgehaltes sowie der Salmonellenbelastung von
Schweineschlachttierkörpern beim Fleischgewinnungsprozess
Veterinärmedizinische Dissertation der Justus-Liebig-Universität Gießen

118
Literaturverzeichnis

PURKL, H.; BÜLTE, M. (2002)


Vergleichende Untersuchungen zur Einsatzfähigkeit des Nass-Trocken-Tupferverfahrens
und der Schwämmchentechnik als Probenahmemethoden bei Schlachttierkörpern
43. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch Partenkirchen von 24.09. bis 27.09.2002, 791-796

RADER, B. A.; CAMPAGNA, S. R.; SEMMELHACK, M. F.; BASSLER, B. L.; GUILLEMIN, K.


(2007)
The quorum-sensing molecule autoinducer 2 regulates motility and flagellar morphogenesis
in Heliobacter pylori
Journal of Bacteriology 189, 6109-6117

RAMASAMY, P.; ZHANG, X. (2005)


Effect of shear stress on the secretion of extracellular polymeric substances in biofilms
Water Science and Technology 52, 217-223

RAM, R. J.; VERBERKMOES, N. C.; THELEN, M. P.; TYSON, G. W.; BAKER, B. J.; BLAKE,
R. C.; SHAH, M.; HETTICH, R. L.; BANFIELD, J. F. (2005)
Community proteomics of a natural microbial biofilm
Science 308, 1915-1920

RASMUSSEN, T. B.; MANEFIELD, M.; ANDERSEN, J. B.; EBERL, L.; ANTHONI, U.;
CHRISTOPHERSEN, C.; STEINBERG, P.; KJELLEBERG, S.; GIVSKOV, M. (2000)
How Delisea pulchra furanones affect quorum sensing and swarming motility in Serratia
liquefaciensMG1
Microbiology 146, 3237-3244

RAVELHOFER-ROTHENEDER, K. (2004)
Neuordnung des EG-Lebensmittelhygienerechts – Mikrobiologische Kriterien für Lebensmit-
tel
45. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 28.09. bis 1.10.2004, 12-15

RAVELHOFER-ROTHENEDER, K.; ROTHENEDER, R. (2005)


Das neue Lebensmittelrecht der Gemeinschaft – Mikrobiologische Kriterien für Lebensmittel
46. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 27. bis 30.09.2005, 202-206

READING, N. C.; SPERANDIO, V. (2006)


Quorum sensing: The many languages of bacteria
FEMS Microbiology Letters 254, 1-11

REINEMANN, D. J.; WONG, A. L. C.; RABOTSKI, E. (1993)


“Interaction of chemical, thermal and physical actions on the removal of bacteria from milk
contact surfaces”
Präsentation am 1993 International Winter Meeting des ASAE (The American Society of Ag-
ricultural Engineers) in Chicago, Illinois, USA von 14. bis 17.12.1993, Paper No. 933536

REUTER, G. (1986)
Hygiene der Fleischgewinnung und -verarbeitung
Zentralblatt der Bakteriologie und Hygiene 183, 1-22

119
Literaturverzeichnis

REUTER, G. (1994)
Zur Wirksamkeit von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen bei der Fleischgewinnung
und -verarbeitung
Fleischwirtschaft 74, 808-813

ROCKHOFF, J. (2006)
Vergleichende Untersuchung von Alternativmethoden zur Desinfektionsmittelprüfung nach
DVG-Richtlinie
Veterinärmedizinische Dissertation der Universität Leipzig

ROMPRE, A.; PREVOST, M.; COALLIER, J.; BRISEBOIS, P.; LAVOIE, J. (2000)
Impacts of implementing a corrosion control strategy on biofilm growth
Water Science and Technology 41, 287-294

RONNER, A. B.; WONG, A. C. L. (1993)


Biofilm development and sanitizer inactivation of Listeria monocytogenes and Salmonella
Typhimurium on stainless steel and Buna-N rubber
Journal of Food Protection 56, 750-758

RÖNNER, U.; HUSMARK, U.; HENRIKSSON, A. (1990)


Adhesion of Bacillus spores in relation to hydrophobicity
Journal of Applied Bacteriology 69, 550-556

RUDOLPH, M.; KRÖKER, J.; SAHNER, G. (1995)


Von der Qualitätskontrolle zur Qualitätssicherung
Fleischwirtschaft 75, 974-976

RÜHLMANN, S.; FELDHUSEN, F. (1995)


Untersuchungen zur Aussagekraft verschiedener Oberflächenabklatschsysteme bei unter-
schiedlichen Materialien
36. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 26. bis 29.09.1995, 55-62

SACHS, L. (2004)
Angewandte Statistik – Anwendung statistischer Methoden
Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, Deutschland, 11. Auflage

SALUSTIANO, V. C.; ANDRADE, N. J. DE; BRANDAO, S. C. C.; MOREIRA JUNIOR, W.;


NACIFE, G. P. (2004)
An assessment of chemical sanitizers on the microbiological profile of air in a milk processing
plant
Journal of Food Safety 24, 159-167

SAUER, K. (2003)
The genomics and proteomics of biofilm formation
Genome Biology 4, 219

SCHALCH, B. (2004)
Die Entscheidung 471 und ihre praktische Umsetzung - Entscheidungskriterien für den prak-
tischen Tierarzt
Vortrag im Rahmen einer Fortbildung für amtliche Tierärzte und Amtstierärzte der Bayeri-
schen Landestierärztekammer und des Instituts für Hygiene und Technologie der Lebensmit-
tel tierischen Ursprungs der LMU München in Oberschleißheim im März 2004

120
Literaturverzeichnis

SCHALCH, B. (2006)
Listeria monocytogenes in Lebensmitteln – Diagnostik und Bedeutung
Vortrag beim Schleißheimer Forum am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Le-
bensmittelsicherheit in Oberschleißheim am 15.11.2006

SCHMIDHOFER, T. (1988)
Untersuchungsmethoden
In: PRÄNDL, O.; FISCHER, A.; SCHMIDHOFER, T.; SINELL, H.-J.: Fleisch: Technologie
und Hygiene der Gewinnung und Verarbeitung
Ulmer-Verlag, Stuttgart, Deutschland, 679-753

SCHMIDT, U. (1984)
Reinigungsmittel in der Fleischwirtschaft – Vergleichende Untersuchungen zur Wirksamkeit
Fleischwirtschaft 64, 1231-1236

SCHMIDT, U. (1989)
Cleaning and disinfection methods – Effect of rinsing on surface bacterial count
Fleischwirtschaft 69, 71-74

SCHMIDT, U.; BEM, Z. (1978)


Wie soll im Fleischwarenbetrieb gereinigt und desinfiziert und die Wirkung kontrolliert wer-
den?
Fleischwirtschaft 58, 1482-1485

SCHMIDT, U.; LEISTNER, L. (1981)


Reinigung und Desinfektion in der Fleischwirtschaft
In: SCHLIESSER, T.; STRAUCH, D.: Desinfektion in Tierhaltung, Fleisch- und Milchwirt-
schaft
Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart, Deutschland, 326-406

SCHÖNENBRÜCHER, V.; BÜLTE, M. (2004)


Überprüfung von Reinigung und Desinfektion mittels Abklatschverfahren gemäß Entschei-
dung 2001/471/EG: Ergebnisse aus EU-registrierten Schlachtbetrieben
45. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 28.09. bis 01.10.2004, 529-532

SCHROEDER, K. (1993)
Reinigung und Desinfektion im Fleischwarenbetrieb
In: Praxis der Hygieneüberwachung durch den amtlichen Tierarzt
Bayerische Landestierärztekammer, München, 27-39

SCHULENBURG, J.; BERGMANN, T. (2000)


Gesamtkeimzahlbestimmung mit Impedanztechnik - Probleme und deren Ursachen
Fleischwirtschaft 80, 146-150

SCHULZE, G.; HILDEBRANDT, G. (1995)


Vergleichende Untersuchungen mit der Naß-Trocken-Tupfer-Technik und dem RODAC-
Abklatschverfahren
36. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 26. bis 29.09.1995, 68-77

SCHUSTER, A.; DETTENKOFER, M. (2007)


Oberflächen im Krankenhaus: Reinigung und Desinfektion
Krankenhaushygiene up to date 3, 233-248

121
Literaturverzeichnis

SIKKEMA, J.; DE BONT, J. A. M.; POOLMAN, B. (1995)


Mechanisms of membrane toxicity of hydrocarbons
Microbiological Reviews 59, 201-222

SINGH, A.; KUHAD, R. C.; SAHAI, V.; GOSH, P. (1994)


Evaluation of biomass
Advances in Biochemical Engineering/Biotechnology 51, 48-70

SJÖBERG, A.-M.; WIRTANEN, G.; MATTILLA-SANDHOLM, T. (1995)


Biofilm and residue investigations of detergents on surfaces of food processing equipment
Food and Bioproducts Processing 73C, 17-21

SPERNER, B; STOLLE, A. (2007)


Neufassung des EU-Lebensmittelhygienerechts – Prinzipien und Probleme
Amtstierärztlicher Dienst 14, 70-76

SREENIVASAN, P. K.; CHORNY, R. C. (2005)


The effect of disinfectant foam on microbial biofilms
Biofouling 21, 141-149

STÄHLE, S. (1999)
Leitlinien für gute Hygienepraxis – Aus der Sicht der Wirtschaftsseitigen Koordinierungsstelle
40. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 29.09. bis 01.10.1999, 62-68

STANLEY, P. M. (1983)
Factors affecting the irreversible attachment of Pseudomonas aeruginosa to stainless steel
Canadian Journal of Microbiology 29, 1493-1499

STELLMACHER, W.; SCHOLZ, K.; PREISSLER, K. (1974)


Desinfektion
Gustav Fischer Verlag, Jena, Deutschland, 2. Auflage

STEWART, J. C.; SEIBERLING, D. A. (1996)


The secret´s out clean in place
Chemical Engineering 103, 72-79

STOLLE, A. (1980)
Prüfung der Effektivität von Reinigungsverfahren
Schlachten und Vermarkten 80, 103-107

STOLLE, A.; MAASSEN, C.; MAHLER, C.; KAUFMANN, S. (2005)


Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit – Rechtliche Anforderungen, Überprüfung,
Bewertung
Vortrag für die Moksel-Akademie in Ulm am 13.4.2005

STORGARDS, E.; SIMOLA, H.; SJÖBERG, A. M.; WIRTANEN, G. (1999)


Hygiene of gasket materials used in food processing equipment part 2: Aged materials
Food and Bioproducts Processing 77, 146-155

STREIT, W.; FLEMMING, H.-C.; WENDEROTH, D. (2004)


Internationale Biofilm-Konferenz
Biospektrum 10, 420

122
Literaturverzeichnis

TEUFEL, P. (1984)
Reinigung und Desinfektion bei Gewinnung und Verarbeitung von Fleisch
Fleischwirtschaft 64, 675-681

THEVENOT, D.; DELIGNETTE-MULLER, M. L.; CHRISTIEANS, S.; VERNOZY-ROZAND,


C. (2006)
Prevalence of Listeria monocytogenes in 13 dried sausage processing plants and their pro-
ducts
International Journal of Food Microbiology 102, 85-94

THIEL, W. (1980)
Betriebshygiene und Technologie in Großküchen
Fleischwirtschaft 60, 1871-1875

THOMAS, S. B.; GRIFFITHS, E.; ELSON, K.; BEBINGTON, N. B. (1955)


Die Eignung der Tupferprobe zur Bestimmung des Bakteriengehaltes von Molkereieinrich-
tungen
Milchwissenschaft 10, 352

TOMPKIN, R. B. (2002)
Control of Listeria monocytogenes in the food processing environment
Journal of Food Processing 65, 709-725

TRACHOO, N. (2003)
Biofilms and the food industry
Journal of Science and Technology 25, 807-815

TRAUTSCH, M. (2003)
Eignung eines neuen Schnelltests zur Prüfung der Oberflächenreinheit im Rahmen betriebli-
cher Eigenkontrollen in Lebensmittelbetrieben
Veterinärmedizinische Dissertation der Ludwig-Maximilians-Universität München

UNTERMANN, F. (2001)
Lebensmittelsicherheit: Entwicklung eines Konzeptes zur Kontrolle der betriebseigenen
Maßnahmen und Kontrollen nach §4 der Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV)
Bundesministerium für Gesundheit, Forschungsbericht vom 06.03.2001
[Link] Abrufdatum: 08.10.2008

UNTERMANN, F.; DURA, U. (1996)


Das HACCP-Konzept: Theorie und Praxis
Fleischwirtschaft 76, 700-706

VERRAN, J. (2002)
Biofouling in food processing: Biofilm or biotransfer potential?
Food and Bioproducts Processing 80C, 292-298

WALLHÄUSSER, K. H. (1995)
Praxis der Sterilisation, Desinfektion, Konservierung, Keimidentifizierung, Betriebshygiene
Georg Thieme Verlag, Stuttgart, Deutschland, 5. Auflage

WAWERLA, M.; SCHALCH, B.; EISGRUBER, H. (1996)


Einsatz der Impedanzmessung zum Nachweis von Clostridium perfringens in Lebensmitteln
37. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 30.09. bis 02.10.1996, 229-239

123
Literaturverzeichnis

WEBER, R.; ZENS, W.; BÜLTE, M. (1997)


Kontrolle der Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen im Fleischverarbeitungsbereich mit
unterschiedlichen Verfahren unter besonderer Berücksichtigung des Swab N Check-Tests
38. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelhygiene der Deutschen Veterinärmedizi-
nischen Gesellschaft e.V. in Garmisch-Partenkirchen von 29.09. bis 02.10.1997, 574-578

WERLEIN, H.-D. (2001)


Biolumineszenz: Möglichkeiten und Grenzen zur Keimzahlbestimmung und Hygienekontrolle
Symposium Schnellmethoden und Automatisierung in der Lebensmittelhygiene, 04.-
06.07.2001, FH Lippe/Lemgo

WHITEHEAD, N. A.; BARNARD, A. M.; SLATER, H.; SIMPSON, N. J.; SALMOND, G. P.


(2001)
Quorum sensing in gram-negative bacteria
FEMS Microbiological Review 25, 365-404

WILDBRETT, G. (2006)
Reinigung und Desinfektion in der Lebensmittelindustrie
Behr´s Verlag, Hamburg, Deutschland, 2. Auflage, 40-56

WIRTANEN, G.; HUSMARK, U.; MATTILA-SANDHOLM, T. (1996)


Microbial evaluation of the biotransfer potential from surfaces with Bacillus biofilms after rins-
ing and cleaning procedures in closed food-processing systems
Journal of Food Protection 59 (7), 727-733

WONG, A. C. L. (1998)
Biofilms in food processing environments
Journal of Dairy Science 81, 2765-2770

ZECHEL, P.; BUCHER, M.; STOLLE, A. (2006)


Handbuch zur Einführung und Umsetzung betrieblicher Eigenkontrollsysteme für handwerk-
lich strukturierte Metzgereien
Institut für Hygiene und Technologie der Lebensmittel tierischen Ursprungs, Oberschleiß-
heim
[Link], Abrufdatum: 07.10.2008

ZHANG, L.-H.; DONG, Y.-H. (2004)


Quorum sensing and signal interference: Diverse implications
Molecular Microbiology 53. 1563-1571

ZHANG, T. C.; BISHOP, P. L. (1994)


Structure, activity and composition of biofilm
Water Science Technology 29, 335-344

ZOBELL, C. E. (1943)
The effect of solid surfaces upon bacterial activity
Journal of Bacteriology 46, 39-56

ZOTTOLA, E. A. (1994)
Microbial attachment and biofilm formation: A new problem for the food industry?
Food Technology 48, 107-114

ZOTTOLA, E. A.; SASAHARA, K. C. (1994)


Microbial biofilms in the food processing industry – Should they be a concern?
International Journal of Food Microbiology 23, 125-148

124
Literaturverzeichnis

Rechtliche Vorschriften und Normen


VERORDNUNG (EG) Nr. 852/4004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.
April 2004 über Lebensmittelhygiene (ABl. L 139 vom 30.4.2004)

VERORDNUNG ÜBER SICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ BEI TÄTIGKEITEN


MIT BIOLOGISCHEN ARBEITSSTOFFEN (BIOSTOFFVERORDNUNG - BioStoffV) vom
27.01.1999 (BGBl. I S. 50), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 06.03.2007
(BGBl. I S. 261)

GESETZ ÜBER DIE HAFTUNG FÜR FEHLERHAFTE PRODUKTE (PRODUKTHAF-


TUNGSGESETZ - ProdHaftG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom [Link] 1989, BGBl. I S. 2198, zuletzt ge-
ändert durch Art. 9 Abs. 3 des Gesetzes vom 19. Juli 2002, BGBl. I S. 2674

GESETZ ÜBER MEDIZINPRODUKTE (MEDIZINPRODUKTEGESETZ - MPG)


in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. August 2002, BGBll S. 3146, geändert am 25.
November 2003, BGBll S. 2304

RICHTLINIE 98/37/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 zur
Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedsstaaten für Maschinen
(ABl. L 207 vom 23.7.1998 S. 1-46)

RICHTLINIE 2006/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Mai 2006
über Maschinen und zur Änderung der Richtlinie 95/16/EG (Neufassung) (ABl. L 157/24 vom
9.6.2006)

AMTLICHE SAMMLUNG VON UNTERSUCHUNGSVERFAHREN NACH § 64 LFGB (2006)


Untersuchung von Lebensmitteln, Methode L 06.00-18: Bestimmung der aeroben Keimzahl
bei 30 °C in Fleisch und Fleischerzeugnissen; Spatel- und Plattengussverfahren
Beuth Verlag, Berlin, Deutschland

ENTSCHEIDUNG 2001/471/EG der Kommission vom 8. Juni 2001 über Vorschriften zur
regelmäßigen Überwachung der allgemeinen Hygienebedingungen durch betriebseigene
Kontrollen gemäß Richtlinie 64/433/EWG über die gesundheitlichen Bedingungen für die
Gewinnung und das Inverkehrbringen von frischem Fleisch und Richtlinie 71/118/EWG zur
Regelung gesundheitlicher Fragen beim Handelsverkehr mit frischem Geflügelfleisch (ABl. L
165 vom 21.06.2001, S. 48)

DIN 10113-1 (1997)


Bestimmung des Oberflächenkeimgehaltes auf Einrichtungs- und Bedarfsgegenständen im
Lebensmittelbereich, Teil 1: Quantitatives Tupferverfahren
Deutsches Institut für Normung e. V.
Beuth Verlag, Berlin, Deutschland

DIN 10113-2 (1997)


Bestimmung des Oberflächenkeimgehaltes auf Einrichtungs- und Bedarfsgegenständen im
Lebensmittelbereich, Teil 2: Semiquantitatives Tupferverfahren
Deutsches Institut für Normung e. V.
Beuth Verlag, Berlin, Deutschland

125
Literaturverzeichnis

DIN 10113-3 (1997)


Bestimmung des Oberflächenkeimgehaltes auf Einrichtungs- und Bedarfsgegenständen im
Lebensmittelbereich, Teil 3: Semiquantitatives Verfahren mit nährbodenbeschichteten Ent-
nahmevorrichtungen (Abklatschverfahren)
Deutsches Institut für Normung e. V.
Beuth Verlag, Berlin, Deutschland

DIN 10516 (2001)


Lebensmittelhygiene – Reinigung und Desinfektion
Deutsches Institut für Normung e. V.
Beuth Verlag, Berlin, Deutschland

DIN EN ISO 14159 (2008)


Sicherheit von Maschinen – Hygieneanforderungen an die Gestaltung von Maschinen (ISO
14159:2002); Deutsche Fassung EN ISO 14159:2008
Deutsches Institut für Normung e. V.
Beuth Verlag, Berlin, Deutschland

DIN EN 1672-2 (2005)


Nahrungsmittelmaschinen – Allgemeine Gestaltungsleitsätze – Teil 2: Hygieneanforderun-
gen; Deutsche Fassung EN 1672-2:2005
Deutsches Institut für Normung e. V.
Beuth Verlag, Berlin, Deutschland

EHEDG (European Hygienic Engineering & Design Group) GUIDELINES DOC. 8 (2004)
erarbeitet von: HAUSER, G.; CURIEL, G. J.; BELLIN, H.-W.; CNOSSEN, H. J.; HOFMANN,
J.; KASTELEIN, J.; PARTINGTON, E.; PELTIER, Y.; TIMPERLEY, A. W.: Hygienic equip-
ment design criteria second edition, April 2004
CCFRA Technology Ltd., Chipping Campden, UK, 2. Auflage

MERKBLATT RIBOFLAVINTEST FÜR KEIMARME ODER STERILE VERFAHRENSTECH-


NIKEN (2007)
Fluoreszenztest zur Prüfung der Reinigbarkeit für Lebensmittel, Aseptik, Pharmazie und
Chemie
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA)

126
Publikation

Veröffentlichung im Rahmen dieser Dissertation

SCHALCH, B.; WINTER, P. (2007)


Desinfektion und Biofilm
Vortrag auf der Tagung „Lebensmittelwissenschaften im Fokus“ der DECHEMA e.V. in
Frankfurt am Main von 5. bis 6.11.2007

127
Tabellenverzeichnis

10 Tabellenverzeichnis
Tabelle 2.1 Parameter stärkster Anhaftung von Bakterienspecies auf rostbeständigem
Edelstahl ............................................................................................................................... 6
Tabelle 2.2 Einfluss der Oberfläche auf das Anhaftungsverhalten verschiedener
Mikroorganismen................................................................................................................... 8
Tabelle 2.3 Einflüsse hydrodynamischer Verhältnisse auf Biofilme........................................ 9
Tabelle 2.4 Präventionsmaßnahmen gegen Biofilmbildung ..................................................11
Tabelle 2.5 Berichtete Reduktionsraten von Oberflächenkeimzahlen ...................................13
Tabelle 2.6 Temperatur und deren Auswirkungen auf Reinigung und Desinfektion ..............16
Tabelle 2.7 Beispiele der Beeinflussung verschiedener Mikroorganismen durch Reinigung
und Desinfektion...................................................................................................................18
Tabelle 2.8 Wirkungsspektren der wichtigsten Desinfektionsmittelgruppen ..........................21
Tabelle 2.9 Durchschnittlicher Anfall von Stickstoff und Phosphor aus Milchresten bei der
Spülphase während eines CIP-Reinigungsdurchlaufs in Molkereien ....................................24
Tabelle 2.10 Vergleichende Darstellung maßgeblicher Anforderungen zum hygienischen
Design von Konstruktionswerkstoffen...................................................................................33
Tabelle 2.11 Vergleichende Darstellung maßgeblicher Anforderungen zum hygienischen
Design bezüglich Gestaltung und Herstellung im Lebensmittelbereich .................................34
Tabelle 3.1 Probenahmestellen, Waschzone, Material und Oberflächenneigung..................46
Tabelle 3.2 Bewertungsschema des NAD-Tests...................................................................48
Tabelle 4.1 Drücke, Wasserdurchflussmengen und deren arithmetische Mittelwerte an den
verschiedenen Reinigungsdüsen der Maschine bei Wasserdurchfluss.................................57
Tabelle 4.2 Ergebnisse des NAD-Schnelltests .....................................................................60
Tabelle 4.3 Ergebnisse des NAD-Schnelltests geordnet nach Oberflächenneigung .............61
Tabelle 4.4 Ergebnisse des NAD-Schnelltests geordnet nach Oberflächenmaterial .............62
Tabelle 4.5 Ergebnisse des NTT-Verfahrens vor und nach Reinigung und Desinfektion ......64
Tabelle 4.6 Keimzahlreduktion (lg) aus Ergebnissen des NTT-Verfahrens vor und nach R/D
und daraus errechnete arithmetische Mittelwerte und Standardabweichungen ....................66
Tabelle 4.7 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion durch R/D auf
Edelstahloberflächen............................................................................................................68
Tabelle 4.8 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion durch R/D auf eloxierten
Aluminiumoberflächen ..........................................................................................................69
Tabelle 4.9 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion durch R/D auf Oberflächen
aus lackiertem Gusseisen ....................................................................................................69
Tabelle 4.10 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion durch R/D auf
Kunststoffoberflächen...........................................................................................................69
128
Tabellenverzeichnis

Tabelle 4.11 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion durch R/D auf senkrecht
stehenden Flächen...............................................................................................................70
Tabelle 4.12 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion durch R/D auf waagrechten
Flächen ................................................................................................................................70
Tabelle 4.13 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion durch R/D auf geringgradig
geneigten Oberflächen .........................................................................................................71
Tabelle 4.14 Arithmetische Mittelwertex der Keimzahlreduktion durch R/D auf runden
Oberflächen..........................................................................................................................71
Tabelle 5.1 Bewertungsschema zur Beurteilung des R/D-Erfolges bei Einsatz des NTT-
Verfahrens............................................................................................................................80
Tabelle 5.2 Bewertung des R/D-Erfolges an den einzelnen Probenahmestellen im NTT-
Verfahren .............................................................................................................................81
Tabelle 8.1 Ablauf des Reinigungs- und Desinfektionsprogramms Multivac „AlkalDisi“ ........94

129
Abbildungsverzeichnis

11 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 2.1 Darstellung eines Reinigungs- und Desinfektionsablaufs................................14
Abbildung 2.2 Zürcher Hygienehaus.....................................................................................26
Abbildung 3.1 Tiefziehverpackungsmaschine Multivac R 535...............................................39
Abbildung 3.2 Einsicht in Maschine von schräg oben im Bereich "Einlegestrecke"...............41
Abbildung 3.3 Nummerierung und Verteilung der Düsen in der Tiefziehverpackungsmaschine
.............................................................................................................................................41
Abbildung 3.4 Flussdiagramm zum Ablauf des Riboflavintests .............................................44
Abbildung 3.5 Flussdiagramm zum Ablauf des NAD-Tests...................................................47
Abbildung 3.6 Flussdiagramm zum Ablauf des Nass-Trocken-Tupferprüfverfahrens............50
Abbildung 3.7 Tupferführung auf den Probenahmeflächen im NTT-Verfahren......................51
Abbildung 3.8 Foto eines Kettenglieds .................................................................................52
Abbildung 3.9 Weiterverarbeitung der Proben im Labor .......................................................53
Abbildung 3.10 Schablone zum Auszählen der Kolonien beim Spiralplaterverfahren............55
Abbildung 4.1 Komplett von Riboflavin-lösung befreite Maschinenteile ................................58
Abbildung 4.2 Reste der Riboflavinlösung auf unvollständig abgespülten waagrechten
Flächen ................................................................................................................................58
Abbildung 4.3 Nicht abgespülte Riboflavinlösung in Bohrlöchern .........................................58
Abbildung 4.4 Unvollständig abgespülte Riboflavinlösung im Sprühschatten der Düsen in der
Waschzone Formen .............................................................................................................58
Abbildung 4.5 Riboflavinlösungsreste im Bereich von Schlauchbündeln ..............................58
Abbildung 4.6 Ergebnisse des NTT-Verfahrens in verschiedenen Keimzahlbereichen .........67
Abbildung 8.1 Möglicher Aufbau von Behältnissen ...............................................................88
Abbildung 8.2 Alternativen bei festen geschweißten Verbindungen......................................88
Abbildung 8.3 Feste geklebte Verbindungen ........................................................................89
Abbildung 8.4 Innere Winkel und Ecken ...............................................................................89
Abbildung 8.5 Öffnungen und Abdeckungen ........................................................................90
Abbildung 8.6 Muster-Checkliste Riboflavintest ....................................................................95
Abbildung 8.7 Muster-Checkliste und Dokumentation NAD-Schnelltest................................96
Abbildung 8.8 Muster-Checkliste und Dokumentation Nass-Trocken-Tupfertest...................99

130
Danksagung

Danksagung

Mein besonderer Dank gilt

Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. mult. A. Stolle für die freundliche Aufnahme am Institut und die groß-
zügige Bereitstellung des Arbeitsplatzes.

Frau PD Dr. B. Schalch für die Überlassung des Themas, für die immer freundliche, hilfsbe-
reite Betreuung und Beratung und für die umgehende Beantwortung all meiner Fragen wäh-
rend der Planung und Durchführung sowie die sorgfältige Korrektur dieser Arbeit.

Frau U. Demuth, Frau H. Dietz, Frau S. Holzmann und Frau U. Scheffler, sowie Frau J.
Hoffmann für ihre stets große Hilfe und ihr Entgegenkommen bei meinen Arbeiten im Labor.

den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Frau U. Tobisch für ihre Be-
ratung und Unterstützung bei allen die Arbeit betreffenden Angelegenheiten und für alle gu-
ten Tipps.

Herrn Prof. Dr. H. Küchenhoff und Frau M. Mahling für die Beratung am Institut für Statistik
der LMU.

allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma Multivac, Wolfertschwenden, die mir wäh-
rend der Anfertigung dieser Arbeit unterstützend zur Seite gestanden sind, insbesondere
Herrn T. Slomp, Herrn E. Ehrmann, Herrn I. Ruzic, Frau K. Zondler, Herrn H. Holzapfel, Frau
A. Grott, Herrn R. Maier und Herrn F. Nobis.

Frau S. Bertele, Frau M. Miller und Herrn M. Wieland für die kurzfristige große Hilfe beim
Korrekturlesen dieser Arbeit und bei der Übersetzung der Zusammenfassung ins Englische.

meinen Eltern, die mich bei meinem Studium und während der Anfertigung dieser Arbeit im-
mer bestens unterstützt haben. Ohne euch wäre dies nicht gegangen!

131
Lebenslauf

Lebenslauf

Persönliche Daten:
Name: Philipp Winter
Geburtsdatum: 10.08.1980
Geburtsort: Memmingen
Familienstand: ledig

Mutter: Christina Winter, geb. Salger


Medizinisch-kaufmännische Assistentin
Vater: Georg Winter
Bäcker- und Konditormeister
Bruder: Thiemo Winter
Bäckermeister, Betriebswirt des Handwerks

Schulausbildung:
Sept. 1987 – Juli 1991 Grundschule Babenhausen
Sept. 1991 – Juni 2000 Simpert Kraemer-Gymnasium Krumbach (Abschluss: Abitur)

Zivildienst:
Juli 2000 – Juni 2001 Pflege und Betreuung im Altenheim Babenhausen

Studium:
Okt. 2001 – März 2007 Tiermedizin an der LMU München (Staatsexamen am 20. März
2007)
23. März 2007 Approbation als Tierarzt

April 2007 Beginn der vorliegenden Doktorarbeit am Institut für Hygiene


und Technologie der Lebensmittel tierischen Ursprungs der
Tierärztlichen Fakultät der LMU München
Seit Juli 2008 Angestellter Tierarzt am Veterinäramt in Mindelheim/Landkreis
Unterallgäu

132

Das könnte Ihnen auch gefallen