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Kenntnisprüfung Ablauf

Das Dokument beschreibt den Ablauf der Kenntnisprüfung für internationale Pflegefachkräfte an der Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V., die aus einer mündlichen und praktischen Prüfung besteht. Es enthält rechtliche Grundlagen, Vorbereitungsrichtlinien für beide Prüfungsteile sowie Leitfäden zur Klientenvorstellung in der Langzeit- und Kurzzeitpflege. Die Prüfungsergebnisse werden anschließend an das zuständige Landesamt übermittelt.

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Kenntnisprüfung Ablauf

Das Dokument beschreibt den Ablauf der Kenntnisprüfung für internationale Pflegefachkräfte an der Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V., die aus einer mündlichen und praktischen Prüfung besteht. Es enthält rechtliche Grundlagen, Vorbereitungsrichtlinien für beide Prüfungsteile sowie Leitfäden zur Klientenvorstellung in der Langzeit- und Kurzzeitpflege. Die Prüfungsergebnisse werden anschließend an das zuständige Landesamt übermittelt.

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Qualifizierung internationaler Pflegefachkräfte an der

Akademie der Gesundheit Berlin / Brandenburg e.V.

Informationsschreiben zum Ablauf der Kenntnisprüfung

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Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines zum Prüfungsablauf 1

2. Rechtliche Grundlage 1

3. Vorbereitung und Gestaltung der mündlichen Kenntnisprüfung 1

4. Vorbereitung und Gestaltung der praktischen Kenntnisprüfung 2

5. Leitfaden zur Vorbereitung der Klientenvorstellung 4


Klienten in der Langzeitpflege 4

6. Leitfaden zur Vorbereitung der Klientenvorstellung 7


Klienten in der Kurzzeitpflege 7

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1. Allgemeines zum Prüfungsablauf
Die Kenntnisprüfung beinhaltet einen mündlichen und praktischen Teil, der bei Nichtbestehen, jeweils einmal
wiederholt werden kann.

2. Rechtliche Grundlage
Die Durchführung der Kenntnisprüfung ist im §20a Abs. 3 und §20b Abs. 3ff. KrPflAPrV geregelt.

3. Vorbereitung und Gestaltung der mündlichen Kenntnisprüfung


Die mündliche Prüfung (KrPflAPrV §20b) wird an der Akademie der Gesundheit durch eine
Prüfungskommission in einem zeitlichen Umfang bis zu 60 Minuten durchgeführt (inkl. 10 Minuten
Vorbereitung und Nachbereitung). Auf der Grundlage ausgewählter Fallsituationen erfolgt ein
Prüfungsgespräch.
Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf die Themenbereiche 3 und 8 der Anlage 1 Buchstabe A sowie
folgende Auszüge aus den Themenbereichen 7, 10 und 12:
1. Rechtliche Rahmenbedingungen reflektieren und diese bei ihrem Pflegehandeln berücksichtigen
2. Mit Krisen- und Konfliktsituationen konstruktiv umgehen
3. Pflegerische Erfordernisse in einem intra- sowie in einem interdisziplinären Team zu klären ,
angemessen und sicher zu vertreten sowie an der Aushandlung gemeinsamer Behandlungs- und
Betreuungskonzepte mitwirken
4. Die Grenzen des eigenen Verantwortungsbereichs zu beachten und im Bedarfsfall die Unterstützung
und Mitwirkung durch andere Experten im Gesundheitswesen einzufordern und zu organisieren

Die komplexen Fallsituationen umfassen folgende Inhalte zur Bearbeitung:


 Krankheitsbild mit Symptomen, Ursachen und Therapie
 Abgeleitete pflegetherapeutische Interventionen und prophylaktischen Handeln
 Situatives kommunikatives Verhalten und Erkennen von Beratungsbedarf, Schwerpunkte einer
Beratungssituation
 Hygienische Grundsätze, Pflege/Handeln bei multiresistenten Keimen, hygienisches Handeln bei
Maßnahmen der ärztlichen Verordnung (s.c. Injektion, Verbandwechsel akute/chronische Wunde,
Medikamente stellen, OP -Vorbereitung u.a.)
 Rechtliche Rahmenbedingungen im Pflegealltag (Datenschutz, Schweigepflicht, Fixierung und die
Dokumentation)
 Handeln in Notfallsituationen (entspricht Situationen im Pflegealltag z.B. Auffinden nach Sturz,
Kreislaufkollaps)

Der Teilnehmer kann seine Bearbeitung im Prüfungsgeschehen nutzen, er stellt die Schwerpunkte seiner
Erarbeitung zu Beginn des Prüfungsgeschehens vor.

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Mögliche Krankheitsbilder (es können aber auch weitere Krankheitsbilder vorkommen):
Demenz, Schlaganfall, Dysphagie, Parkinson, Pneumonie, Arthrose, Osteoporose, COPD, Hypertonie,
Diabetes mellitus, MRSA, Magengeschwür, Darmkrebs, Mamma Ca, Fraktur, Herzinsuffizienz, pAVK, CVI etc.

4. Vorbereitung und Gestaltung der praktischen Kenntnisprüfung


Die praktische Prüfung (KrPflAPrV §20a Abs. 3) erfolgt i.d.R. in der Einrichtung des Arbeitgebers bzw. in einer
stationären, teilstationären oder ambulanten Einrichtung. Eine Diplom-Medizinpädagogin oder ein Diplom-
Medizinpädagoge der Akademie der Gesundheit und eine Fachprüferin oder ein Fachprüfer, die oder der als
Praxisanleiter/in nach § 2 Abs. 2 Satz 2 KrPflAPrV in der Einrichtung tätig ist, nehmen die Prüfung ab. Die
praktische Prüfung erstreckt sich auf mind. zwei und höchstens vier Pflegesituationen, die Interventionen der
Grund- und Behandlungspflege beinhalten. Die Prüfung soll für jede Pflegesituationen nicht länger als 120
Minuten dauern. Im Anschluss findet ein Reflexionsgespräch statt. Eine Gesamtprüfungszeit von fünf Stunden
sollte dabei nicht überschritten werden.
Die Festlegung des praktischen Prüfungstermins erfolgt i.d.R. zwei Wochen vor Beginn des
Prüfungszeitraums.

Ablauf und Inhalte der praktischen Prüfung:


 Erstellung einer Pflegeplanung (ca. eine Stunde)
Die praktische Prüfung beginnt am Prüfungsvortag mit der Erstellung einer Pflegeplanung (ca. eine
Stunde) für einen Klient/in. Die Pflegeplanung wird in der Einrichtung erstellt und erfolgt handschriftlich
unter Aufsicht der Praxisanleitung. Da die Pflegeplanung den aktuellen Pflegebedarf des Klienten/in
darstellt, ist diese Grundlage für die Planung der Pflegesituationen am Prüfungstag. Die Pflegeplanung
verbleibt nach der Fertigstellung in der Einrichtung.

 Einwilligung des Patient/Klient


Der Klient oder der Betreuer unterschreibt die Einwilligung zur Teilnahme an einer Prüfung. Der
Einwilligungsbogen verbleibt in den Unterlagen der Einrichtung und liegt am Prüfungstag vor.

 Tag der praktischen Prüfung


Der Beginn der praktischen Prüfung kann in Absprache zwischen den zu Prüfenden und den
Fachprüfern erfolgen.
Am Prüfungstag beginnt die Prüfung mit der Vorstellung des Klienten/in durch den zu Prüfenden. Die
Inhalte der Vorstellung sind: Soziale Daten (Name, Alter, Familienstand, Angehörige, Biografie,
Hobbys) Medizinische Daten (Diagnosen/Krankheitsbilder, Therapien) Daten der Pflege
(Pflegegrad, Pflegebedarf, Ressourcen, Bedürfnisse, Hilfsmittel, Wünsche). Der zu Prüfende erläutert
danach die aktuelle Situation des Klienten/in und stellt die geplanten Interventionen der Grund-und
Behandlungspflege vor. Die Vorstellung der Pflegeplanung kann flexibel am Beginn oder am Ende der
Prüfung erfolgen.

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Interventionen der Grundpflege können sein:

 Teil- oder Ganzkörperwaschung z.B. aktivierender Pflegeansatz oder körperbildgebender


Pflegeansatz
 Spezielle Pflege des Mundes oder der Haut
 Prophylaxen
 Mobilisation, Transfer, ggf. mit Pflegekonzept
 Pflegeangebote zum Essen und Trinken
 Erfassen von Vitalzeichen, Hautbeschaffenheit, Ausscheidungssituation
 Versorgung eines Kolostoma
 Situative Kommunikation und Beratung des Klienten

Interventionen der Behandlungspflege können sein:

 Vor- und Nachbereitung von Medikamenten


 Medikamentenapplikation z.B. über Magensonde
 s.c. Injektionen z.B. Insulin
 Blutzuckerbestimmung
 Verbandwechsel (PEG/PEJ, Tracheostoma, Wunde)
 Kompressionstherapie
Bei der Durchführung der Interventionen achtet der Teilnehmer auf hygienische und rechtliche Grundsätze.
Die durchgeführten Interventionen werden in die Dokumentation eingefügt.
Die Fachprüfer stellen innerhalb des Prüfungsgeschehens situativ Fragen zur Pflegesituation.

Der zu Prüfende übergibt den Klienten/in an die Bereichspflegekraft.

Das Ende der Prüfung stellt die Reflexionsphase dar. Im Reflexionsgespräch evaluiert der zu Prüfende die
Pflegesituation und betrachtet die durchgeführten Interventionen. Er bewertet seine fachliche Kompetenzen
und die Situation des Klienten. Daran knüpft das Auswertungsgespräch an.

Im Anschluss der Kenntnisprüfung erfolgt die Ergebnismitteilung an das zuständige Landesamt durch die
Akademie der Gesundheit. Das Prüfungsergebnis bzw. die Berufsurkunde wird vom Landesamt für
Gesundheit und Soziales an die Teilnehmer versandt.

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5. Leitfaden zur Vorbereitung der Klientenvorstellung
Ziel der Klientenvorstellung ist es, ein Gesamtbild der pflegebedürftigen Person zu erhalten.

Klienten in der Langzeitpflege

1. Allgemeine Klientendaten

(Name, Alter, Familienstand, Bezugspersonen, seit wann in der Einrichtung, ggf.


Pflegegrad)

1. Soziale Aspekte
 Einflüsse der Krankheit bis heute, die für die heutige Pflege relevant sind
z.B. der Klient ist in einem Haus aufgewachsen, wo sehr auf Sauberkeit und Ordnung
geachtet wurde. Heute ist er selbst noch sehr ordentlich und achtet darauf, dass z.B. auf
dem Nachttisch alles seinen festen Platz hat und nicht umgestellt werden sollte.
 Wie lebt der Klient heute? Wie sieht sein Tagesablauf aus?
Was macht der Klient den ganzen Tag? Hat er eine bestimmte Tagesstruktur?
 Prägende Erlebnisse und die Einstellung dazu heute
auch heutiger Umgang mit Schicksalsschlägen, wie z.B. eigene Pflegebedürftigkeit
 Vorlieben/ Abneigungen/ Wünsche
Was ist dem Pflegebedürftigen wichtig? Was ist für die Pflege relevant?
 Hobbys, Rituale, Gewohnheiten
vor allem jene, welche heute noch eine Bedeutung haben und auch umgesetzt werden
können.
 Persönlichkeit/ Wertevorstellungen/ Einstellung des Klienten
z.B. Einstellung zur Pflegebedürftigkeit/Behinderung/eigene Einschränkungen, zum
Leben/Tod, zum Alltag in der Einrichtung, zu seinen Mitmenschen. Wertvorstellungen wie
Pünktlichkeit, Ordnungssinn, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit etc.
 Wann ist der Klient in die Pflegeeinrichtung gekommen und warum?
z.B. Herr XY, seit einem Oberschenkelbruch pflegebedürftig. Da er keine Angehörigen hat,
hat er selbst entschieden ins Heim zu ziehen
 Liegt eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder eine Betreuung vor?

 Sollten kaum biografische Daten vorhanden sein, sollte dies erwähnt werden – ggf. mit
Begründung (z.B. „kann keine Angaben machen aufgrund der stark fortgeschrittenen
Demenz“/„keine Angehörigen mehr da“). In diesem Fall können Informationen, die während der
Pflege gesammelt wurden (vor allem durch Beobachtung) dargelegt werden.

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2. Medizinische Aspekte

 Bei der Vorstellung der Diagnosen Prioritäten setzen: Welche Diagnosen haben für die
Pflege die größte Bedeutung
 Aktuelle pflegerelevante Diagnosen benennen (Diagnosen, die nicht häufig auftreten, kurz
erklären)
 Wenn möglich Datum der Diagnose benennen
 Wie zeigt sich das Krankheitsbild beim Klienten?
(Beispiel: Frau XY leidet an einer Demenz vom Typ Alzheimer. Diese äußert sich bei Frau
XY durch starke Orientierungsstörungen; Sie ist weder zum Ort noch zur Zeit orientiert.
Häufig läuft sie über Wohnbereiche und ruft nach ihrer „Mama“. Das Essen und Trinken
vergisst sie, wenn sie nicht daran erinnert wird.)

3. Medikation

 Zunächst fest angesetzte Medikamente, dann Bedarfsmedikation vorstellen


 Medikament benennen, Konzentration und Applikationsform des Medikaments,
Wirkstoffgruppe, Wirkungsweise, Dosierung, eventuell Zeitpunkt des Verabreichens
 Indikation (aufgrund welcher seiner Diagnosen bekommt er das Medikament?)
 Die häufigsten Nebenwirkungen
 Nebenwirkungen die beim Klienten (welche Nebenwirkungen des jeweiligen Medikaments
können beim Klienten beobachtet werden?)
 Bei sehr langen Medikationslisten zusammenfassen zu Indikationslisten
 Bedarfsmedikation: wofür genau bekommt der Klient die Bedarfsmedikation? Dosierung und
Maximaldosierung in 24 Stunden

4. Aspekte des Pflege- und Betreuungsbedarf

 Bei der Vorstellung des Pflegebedarfs Prioritäten setzen: „Wo braucht der Klient am meisten
Pflege/Hilfe? In welchen Lebensaktivitäten (AEDL/ATL)?“
 Warum benötigt er Pflege im jeweiligen AEDL Bereich? Pflegebedarf begründen (z.B. Klient
benötigt Hilfe beim Transfer, da er nicht mehr alleine stehen kann aufgrund einer Hemiparese
rechts nach Schlaganfall)
 Risiken erfassen und zugehörige Prophylaxen benennen (z.B. da Herr XY durch seine
Demenz vergisst zu trinken, ist er obstipationsgefährdet. Aus diesem Grund ist bei ihm eine
Obstipationsprophylaxe indiziert.)
 Welche Hilfsmittel kommen zum Einsatz?
 Kann der Klient die Hilfsmittel sicher nutzen?
 Psychosoziale Bedürfnisse erfassen
 Eventuell Einschätzung/Prognose zum Pflegezustand abgeben (z.B. Ernährung über PEG –
kann eventuell irgendwann wieder orale Nahrungsaufnahme stattfinden?)

5. Darstellung der aktuellen Situation

 Aktuelle Diagnosen (wie z.B. Blasenentzündung)


 Aktuelle psychische und körperliche Verfassung
 Aktuelle familiäre Ereignisse (Todesfall, Geburt, …)
 Welche Situation erwartet die Prüfer? Wie treffen wie den Klienten im Zimmer an? (z.B. Herr
XY hat seine Medikamente bereits eingenommen; sitzt im Rollstuhl; hat bereits gefrühstückt;
Mundpflege wurde bereits durchgeführt; klagt über Bauchschmerzen seit gestern Nacht …)
 Besonderheiten

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6. Angaben über verwendete Informationsquellen
 z.B. Gespräche mit Angehörigen

7. Ablaufplanung
 Darstellung der Handlungsschritte orientiert am Pflegebedarf
 Ggf. zweite Pflegeperson einplanen
 Raumwechsel
 Materialien
 Hilfsmittel
 Beispielsweise volle Übernahme/Teilübernahme der Grundpflege am Waschbecken von
08.00 Uhr bis 08.15 Uhr…

Im Anschluss der Kenntnisprüfung erfolgt die Ergebnismitteilung an das zuständige Landesamt durch die
Akademie der Gesundheit. Das Prüfungsergebnis bzw. die Berufsurkunde wird vom zuständigen Landesamt
die Teilnehmer versandt.

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6. Leitfaden zur Vorbereitung der Klientenvorstellung
Ziel der Klientenvorstellung ist es, ein Gesamtbild der pflegebedürftigen Person zu erhalten.

Klienten in der Kurzzeitpflege

1. Allgemeine Klientendaten

(Name, Alter, Bezugspersonen, seit wann in der Einrichtung, ggf. Pflegegrad)

2. Soziale Aspekte

 Einweisung erfolgte geplant oder als Notfall


 Familienstand, Bezugspersonen, Kontaktadressen vorhanden
 Familienstand
 Ausgeübte Tätigkeit/Rentner
 Einflüsse der Krankheit auf seine sozialen Kontakte
 Vorlieben/Abneigungen/Wünsche
Was ist dem Klienten wichtig? Was ist für die Pflege relevant?
 Hobbys, Rituale, Gewohnheiten
vor allem jene, welche eine Bedeutung haben und auch umgesetzt werden können.
 Persönlichkeit/ Wertevorstellungen/ Einstellung des Klienten
z.B. Einstellung zur Pflegebedürftigkeit/ Behinderung/ eigene Einschränkungen, zum
Leben/Tod, zum Alltag, zu seinen Mitmenschen. Wertvorstellungen wie Pünktlichkeit,
Ordnungssinn, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit etc.
 Wann ist der Klient in die Einrichtung gekommen und warum?
z.B. Herr XY, seit 3 Tagen in der Klinik mit einem Oberschenkelbruch. Grund der Fraktur
war ein Motoradunfall
 Erfolgte eine Überleitung aus einer anderen Einrichtung?
Ist ein Überleitungsbogen vorhanden?
 Ist eine Rehabilitationsmaßnahme geplant?
 Liegt eine Patientenverfügung oder eine Betreuung vor?
 Liegt eine Vorsorgevollmacht vor?

3. Medizinische Aspekte

 Bei der Vorstellung der Diagnosen Prioritäten setzen: Welche Diagnosen haben für die
Pflege die größte Bedeutung
 Aktuelle pflegerelevante Diagnosen benennen (Diagnosen, die nicht häufig auftreten, kurz
erklären)
 Wenn möglich Datum der Diagnose benennen
 Therapiemaßnahmen darstellen
 Wie zeigt sich das Krankheitsbild beim Klienten?
(Beispiel: Frau XY leidet an Gallensteinen/Cholelithiasis und gibt aktuell Schmerzen an.
Frau XY beschreibt die Schmerzen mit der Stärke 7 NRS; ihre Schonhaltung und der
Gesichtsausdruck unterstützen die Beschreibung)

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4. Medikation

 Zunächst fest angesetzte Medikamente, dann Bedarfsmedikation vorstellen


 Medikament benennen, Konzentration und Applikationsform des Medikaments,
Wirkstoffgruppe, Wirkungsweise, Dosierung, eventuell Zeitpunkt des Verabreichens
 Indikation (aufgrund welcher seiner Diagnosen bekommt er das Medikament?)
 Die häufigsten Nebenwirkungen
 Nebenwirkungen die beim Klienten (welche Nebenwirkungen des jeweiligen Medikaments
können beim Klienten beobachtet werden?)
 Bei sehr langen Medikationslisten zusammenfassen zu Indikationslisten
 Bedarfsmedikation: wofür genau bekommt der Klient die Bedarfsmedikation? Dosierung und
Maximaldosierung in 24 Stunden

5. Aspekte des Pflege- und Betreuungsbedarf

 Pflegetherapeutische Maßnahmen auf Grundlage der Diagnosen und daraus folgenden


Therapien ableiten
 Bei der Vorstellung des Pflegebedarfs Prioritäten setzen: „Wo braucht der Klient am meisten
Pflege/Hilfe? In welchen Lebensaktivitäten (AEDL/ATL)?“
 Warum benötigt er Pflege im jeweiligen AEDL Bereich? Pflegebedarf begründen (z.B. Klient
benötigt Hilfe beim Transfer, da er nicht mehr alleine stehen kann aufgrund einer
Hemiparese rechts nach Schlaganfall)
 Risiken erfassen und zugehörige Prophylaxen benennen (z.B. Herr XY hat einen hohen
Flüssigkeitsverlust/Dehydratation, er ist obstipationsgefährdet. Aus diesem Grund ist bei
ihm eine Obstipationsprophylaxe indiziert.)
 Welche Hilfsmittel kommen zum Einsatz?
z.B. Unterarmgehhilfen, Prothesen, Rollatoren, Materialien zur Stomaversorgung,
ergotherapeutische Hilfsmittel u.a.
 Kann der Klient die Hilfsmittel sicher nutzen?
z.B. Information, Beratung, Schulung zum Einsatz der Hilfsmittel
 Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden etc.
z.B. Belastungsschema nach Frakturen, Schlucktraining/Schluckstufen, Übungen bei
Schlaganfall z. B. zum Knöpfen, Schuhe schließen
 Psychosoziale Bedürfnisse erfassen
 Eventuell Einschätzung/Prognose zum Pflegezustand abgeben (z.B. Ernährung über PEG –
kann eventuell irgendwann wieder orale Nahrungsaufnahme stattfinden?)

6. Darstellung der aktuellen Situation

 Aktuelle Diagnosen (wie z.B. Belastungsdyspnoe, Schmerzen, Hypotonie)


 Aktuelle psychische und körperliche Verfassung
 Aktuelle familiäre Ereignisse (Todesfall, Geburt, …)
 Welche Situation erwartet die Prüfer? Wie treffen wie den Klienten im Zimmer an? (z.B. Herr
XY hat seine Medikamente bereits eingenommen; sitzt im Rollstuhl; hat bereits gefrühstückt;
Mundpflege wurde bereits durchgeführt; klagt über Bauchschmerzen seit gestern Nacht …)
 Besonderheiten

7. Angaben über verwendete Informationsquellen


 z.B. Gespräche mit Angehörigen
 z.B. Patientenakte
 z.B. Berichte der Therapeuten

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8. Ablaufplanung
 Darstellung der Handlungsschritte orientiert am Pflegebedarf
 Ggf. zweite Pflegeperson einplanen
 Raumwechsel
 Materialien
 Hilfsmittel
 Beispielsweise volle Übernahme/Teilübernahme der Grundpflege am Waschbecken von
08.00 Uhr bis 08.15 Uhr…

Im Anschluss der Kenntnisprüfung erfolgt die Ergebnismitteilung an das zuständige Landesamt durch die
Akademie der Gesundheit. Das Prüfungsergebnis bzw. die Berufsurkunde wird vom zuständigen Landesamt
die Teilnehmer versandt.

Akademie der Gesundheit


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