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Kaefer Ade

Das Dokument beschreibt die Geschichte und Entwicklung des Volkswagen Käfers, von der ursprünglichen Idee Ferdinand Porsches bis hin zu den technischen Innovationen und Modifikationen über die Jahre. Es hebt die Bedeutung des Käfers als ein erschwingliches und zuverlässiges Fahrzeug hervor, das zur Motorisierung breiter Bevölkerungsschichten beitrug. Der Käfer wurde zum Symbol für die Automobilgeschichte und erlebte zahlreiche Verbesserungen und Anpassungen bis zur letzten Produktionsreihe in Mexiko.

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Pedro Vasconcelos
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Kaefer Ade

Das Dokument beschreibt die Geschichte und Entwicklung des Volkswagen Käfers, von der ursprünglichen Idee Ferdinand Porsches bis hin zu den technischen Innovationen und Modifikationen über die Jahre. Es hebt die Bedeutung des Käfers als ein erschwingliches und zuverlässiges Fahrzeug hervor, das zur Motorisierung breiter Bevölkerungsschichten beitrug. Der Käfer wurde zum Symbol für die Automobilgeschichte und erlebte zahlreiche Verbesserungen und Anpassungen bis zur letzten Produktionsreihe in Mexiko.

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KÄFER ade.

D a s B uc h vo n Vol ks w a g e n z u m Ba n d a b la u f d e s l e t z te n K ä fe r i n Me x i ko

0 52.000 104.000 156.000 208.000 260.000 312.000 364.000


416.000 468.000 520.000 572.000 624.000 676.000 728.000
Be r n d Pi s c h e t s r i e d e r Kl a u s Vo l ke r t

danke, KÄFER.
Vo rs i t z e nd e r d es Vo rs ta n ds Vo rs it z e n d er de s Ge s am t -
de r Vo lk s w a g e n A G un d K o n z e r nb et ri e b s ra t s
d e r Vo l k s w a g e n A G

. . . u n d a l l z e i t g u t e Fa h r t !

780.000 832.000 884.000 936.000 988.000 1.040.000 1.092.000 1.144.000


INHALT

1.144.000 1.196.000 1.248.000 1.300.000 1.352.000 1.404.000 1.456.000


6 I R E VO L U TION A UF R ÄD ER N. Technik

14 II DI E C HARMAN TE S IL HO UET TE . Design

22 III DER ZUVE RLÄ SS IGE T YP. Werte

30 IIII DAS WUND ER AUS W O L FSB URG. Wirtschaftswunder

38 IIIII D ER WELTB ÜRG ER . Weltauto

46 IIIIII M EHR ALS EIN AU TO . Kult

56 I m p re ss u m

CD

03. Juni 1938: Ein Pre ss e a r t i kel der „New York Times“
bezeichnet den Volkswagen als „shiny little Beetle “ .
1.508.000 1.612.000 1.664.000 1.716.000 1.768.000 1.820.000 1.872.000
I TECHNIK

1.924.000 1.976.000 2.028.000 2.080.000 2.132.000 2.184.000 2.236.000


I R E VO LUTION AUF RÄDERN. Te c h n i k

Ein „vollwertiges Gebrauchsfahrzeug“ mit geringem Gewicht und bis sich Ferdinand Porsche an die Realisierung der automobilen
„narrensicheren Einrichtungen“ stand Ferdinand Porsche vor Augen, Vision machte. Porsche und sein Entwicklerteam wus sten, dass
als er im Januar 1934 einen „Volkswagen“ ersann. Schnell für die Konstruktion eines erschwinglichen Volksautos
sollte das Auto sein und über einen leistungsstarken völlig neue Wege beschritten werden mussten. Der
Motor verfügen, der den Wagen flott über jeden Pas s am 22. Juni 1934 vom „Reichsverband der Deutschen
bringen konnte. Mit „bequemer Platzaufteilung“ Automobilindustrie“ erteilte Auftrag gab dem
7
berücksichtigte das Konzept hohen Fahrkomfort - Porsche-Konstruktionsbüro freie Hand.
und dies alles zu einem niedrigen Preis. Die Moderne Stromlinienform, Ganzstahl-
konstruktiven Vorgaben erforderten mithin karosserie, Drehstabfederung, ein
die Quadratur des Kreises. Heraus kam ein robuster und verbrauchsarmer Motor
epochales Fahrzeug mit unvergesslicher im Fahrzeugheck und Hinterradantrieb
Kugelform. Gleichsam aus dem Stand gelang mit – keines der Konstruktionsprinzipien
dem Volkswagen ein großer Wurf der Automobilgeschichte. war für sich vollkommen neuartig. Mit der
Er verkörperte den Traum von der Motorisierung für alle, der in funktionellen Verbindung dieser Elemente brachte das
den deutschsprachigen Ländern erstmals 1904 in dem Begriff Stuttgarter Büro von Porsche jedoch frischen Wind in die
„Volksauto“ anklang. Was in den USA durch das bis 1927 bei Ford Fahrzeuglandschaft. Durch die Kombination von visionärem Denken
in mehr als 15 Millionen Exemplaren gefertigte T-Modell schon und konstruktiver Detailversessenheit entstand ein revolutionäres
Wirklichkeit geworden war, blieb hier noch lange Zeit Wunschbild, wie zeitloses Fahrzeug.
V W 30

08. August 1947: Volkswagen exportiert die


e rsten fünf Limousinen in die Niederlande.
2.288.000 2.340.000 2.392.000 2.444.000 2.548.000 2.600.000
R i ss z e i c h n un ge n , 1 9 50

2.652.000 2.704.000 2.756.000 2.808.000 2.860.000 2.912.000 2.964.000 3.016.000


I R E VO LUTION AUF RÄDERN. Te c h n i k

Die Entwicklungsarbeiten konzentrierten sich auf die rasche fast 24 PS, die den Wagen auf eine Höchst- und Dauergeschwindig- Heckmotor garantierten dem Fahrzeug eine gute Straßenlage und
Bewältigung der technischen Herausforderungen. Motor-, keit von 100 km/h brachte. Die Kühlung des Motors erfolgte über ein insbesondere bei widrigen Fahrbahnverhältnissen ein sicheres
Fahrwerks-, Getriebe- und Aufbautenvarianten wurden erwogen, durch einen Keilriemen angetriebenes Radialgebläse, das über dem Fortkommen. Das Fahrwerk war vorn und hinten mit einer unab-
Werkstofffragen diskutiert, Möglichkeiten zur Gewichtseinsparung Motor auf der verlängerten Lichtmaschinenwelle saß und mit einem hängigen Radaufhängung ausgestattet, hatte Reibungs-Stoßdämpfer
geprüft. Am 3. Juli 1935 präsentierte Porsche den ersten Prototypen Blechgehäuse verkleidet war. Um im Motorraum genügend Platz und nutzte zudem die Vorzüge der Drehstabfederung.
der Limousine, Anfang 1936 eine Cabrioversion, im Juli 1936 eine für die Kühleinrichtung zu schaffen, wurde das Antriebsaggregat Der zuverlässige Motor war kompakt und leicht – das gesamte
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neue Limousinenvariante mit modifiziertem Motor. Umfangreiche entsprechend einem Porsche-Patent aus den frühen 1930er Jahren Fahrzeug wog nur 720 Kilogramm. Die Volkswagen Limousine war
Fahrversuche über 50.000 Kilometer mit diesem in drei Exemplaren nach vorn geneigt eingebaut. Wegen der Vorzüge der Luftkühlung damit nicht nur ein Pionier des Leichtbaus, sondern zugleich ein
gebauten „V3“ zeigten bis Januar 1937 den Nachbesserungsbedarf. konnte der Boxermotor weder einfrieren noch überhitzen. Bei wirtschaftliches Fahrzeug mit einem Durchschnittsverbrauch
Die 30 Fahrzeuge der „W30“-Vorserie durchliefen ab April 1937 auf- Schnee und Hitze konnten deshalb die Volkswagenfahrer die beson - von 7,5 Litern auf 100 Kilometer. Der unter der vorderen Haube S er i e n mo d e l l, 1 9 3 8
wändige Dauerbelastungstests über insgesamt 2.315.725 Kilometer, deren Vorteile des Fahrzeugs ausspielen. Eine VW-Fernsehwerbung untergebrachte Tank fasste 41 Liter Benzin,
die unter praxisnahen Bedingungen unter anderem die tatsächliche fragte später einmal, wie der Mann, der den Schnee räumt, zum von denen fünf Liter als Reserve galten.
Geschwindigkeit, die Bergsteigefähigkeit, den Fahrkomfort und den Schneepflug kommt. „Dieser hier fährt einen Volkswagen. Also Der nutzbare Kofferrauminhalt
Kraftstoffverbrauch demonstrierten. müssen Sie sich nicht weiter wundern“, gab sie zur Antwort. betrug daher im
Das 1938 zur Serienreife gelangte Fahrzeug stellte eine techni- Kupplung, Getriebe und Achsantrieb waren in einem Gehäuse Ursprungsmodell
sche Sensation dar: Der Volkswagen wurde von einem luftgekühlten untergebracht. Die Kraftübertragung erfolgte über eine Einscheiben- nur ganze
und längs im Heck eingebauten 4-Zylinder-Boxermotor angetrieben. Trockenkupplung. Der Auspuff lag quer hinter dem Motor und wies 75 Liter.
Aus 985 ccm gewann der Motor bei 3.000 U/min eine Leistung von zunächst nur ein Endrohr auf. Die Kombination von Heckantrieb und

1951: Beginn der Käfe r - M o n tage


in Brasilien, Südaf rika und Irland.
3.068.000 3.172.000
Das NS-Regime instrumentalisierte die Volkswagenträume als Wagen dank der höheren Motorleistung auf maximal 112 k m/h. 1960
sozialutopisches Staatsprojekt, das sich indes auf propagandistische gaben die Wolfsburger Ingenieure der Exportversion einen weiteren
Übertreibungen beschränkte. Tatsächlich wurden bis Ende des Kraftzuwachs um 4 PS und erstmals ein Vollsynchrongetriebe.
Zweiten Weltkriegs nur ganze 630 Limousinen gefertigt. Die Im Zuge des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses brachten
Volkswagen-Idee war Teil der Moderne, und das Fahrzeug selbst bis 1962 über 2.000 Fahrzeugmodifikationen die bewährte Technik
wies weit über diese Zeit hinaus. Die Britische Militärregierung, auf den jeweils zeitgemäßen Stand.
10
die zwischen 1945 und 1949 die Volkswagenwerk GmbH treuhände - Die Zeiten wurden schneller, der Käfer auch. 1965 feierte der VW
risch verwaltete, legte im August 1945 eine erste Bestellung über 1300 sein Debüt. Aus einem Motor mit 1.285 ccm wurden bei 4.000
20.000 Limousinen in die Wolfsburger Fabrik. Es bedurfte demo- U/min immerhin 40 PS gewonnen. Die Spitzengeschwindigkeit lag
kratischer Konsumgesellschaften, um mit dem Volkswagen dem jetzt bei 122 km/h. Diese Werte wurden im Folgejahr vom neuen VW
Glück der großen Zahl auf die Räder zu verhelfen. Nun mit 1.131 1500 übertrumpft, der mit nun 44 PS und 128 km/h als das „Kraftei“
ccm Hubraum versehen, gewann der Motor aus 3.300 U/min eine der Käferfamilie galt. Der unverändert aus der zweiten Transporter-
Leistung von 25 PS, die den Wagen auf eine Höchst- und Dauer- Generation übernommene 1.493-ccm-Motor gab dem Wagen eine
geschwindigkeit von 105 km/h brachte. Neben dem Standardmodell besondere Durchzugskraft. Damit die Leistungssteigerung nicht die
wurde ab 1949 ein Export-Käfer angeboten. Diese Baureihe erhielt Fahrsicherheit beeinträchtigte, stattete Volkswagen die Vorderräder
hydraulische Bremsen, Lenkungsdämpfer und 1952 ein Getriebe, des VW 1500 ab August 1966 mit Scheibenbremsen aus. 1967
B re z e l k ä fe r m o t or in dem der 2. bis 4. Gang synchronisiert arbeiteten. konnten der VW 1300 und 1500 endlich ohne Öffnen der Kofferraum-
Der Motor des 1954 folgenden Volkswagen 1200 hatte einen haube über eine von innen entriegelbare äußere Tankklappe betankt
Hubraum von 1.192 ccm und eine Leistung von 30 PS. Das Durch- werden – die Entwicklung der Käfertechnik kannte im Interesse
treten des nun als Platte ausgeführten Gaspedals beschleunigte den der Bedienungsfreundlichkeit auch zahlreiche Detailsprünge.

3.380.000 3.432.000 3.484.000 3.536.000 3.588.000 3.640.000 3.692.000 3.744.000


I R E VO LUTION AUF RÄDERN. Te c h n i k

1953: Der 500.000ste Käfer wird fe r t i g g e ste l l t .

3.796.000 3.848.000 3.900.000 3.952.000 4.004.000 4.056.000


Als Erweiterung der Käferpalette trat 1971 der VW 1302 hinzu, der mit Alkohol betriebene Variante. Ausgestattet mit einer kupfer-
wahlweise mit dem 44 PS starken 1.285-ccm-Motor ausgeliefert nickel-beschichteten Zweivergaser-Anlage, einer veränderten
wurde oder in der Sport-Version über ein 1.584-ccm-Triebwerk mit Kraftstoffpumpe und einem verzinnten Kraftstofftank leistete der
55 PS verfügte. Die für den amerikanischen und japanischen Markt mit einer hohen Verdichtung arbeitende Motor 52 PS. An seine Stelle
bestimmten VW 1302 S erhielten eine L-Jetronik von Bosch. Der VW trat 1983 ein 1,3-Liter-Motor mit 42 PS, sofern die Kundschaft nicht
1302 besaß ein McPherson-Fahrwerk und statt der zuvor verwende- den erprobten 1,3-Liter-Benziner verlangte.
12
ten Vorderachse mit Querrohren und Federstäben eine Federbein- Die Zuständigkeit für die technische Weiterentwicklung ging
Frontachse mit Stabilisator. Eine neue Sicherheitslenksäule und ein nach der Produktionseinstellung in Brasilien auf die „Volkswagen
größerer Radstand trugen dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis de Mexico, S.A. de C.V.“ über. 1993 erhielt der Sedán 1600 seine
Rechnung. Der 1972 folgende VW 1303 leis tete 44 bzw. 50 PS in letzten technischen Verbesserungen. Der Motor bekam eine Kraft -
der S-Version; im dritten Produktionsjahr wurde die bisher übliche stoffeinspritzanlage und der Zylinderkopf wurde mit Hydrostößeln
Rollen- durch eine Zahnstangenlenkung ersetzt. versehen. Zeitgleich wurde der ungeregelte Katalysator durch einen
Der Verbesserungselan erlahmte auch mit der Produktionsein- 3-Wege-Kat ersetzt. Nach diesen technischen Überarbeitungen
stellung in Deutschland nicht. Nach 1978 gaben die Entwicklungs- erfüllt der Mexiko-Käfer mit der Euro-3-Abgasnorm oder der
abteilungen der ausländischen Volkswagenwerke dem Käfer weitere in Mexiko gültigen US-Norm Tier 1 einschlägige Umweltstandards.
technische Innovationen mit auf den Weg. Für den in Brasilien Mit der im mexikanischen Puebla vorgestellten „Última Edición“
M o to r d es M e x i ko Kä fe r, 1 99 2 gebauten „Fusca“ entstand auf der Basis des 1,6-Liter-Motors eine endet ein ganzer Entwicklungszyklus, gleichsam ein automobiles
Jahrhundert.

1954: In Belgien, Neuseeland und Aust ralien


w i rd die Käfe r - M o n tage aufgenommen.
4.108.000 4.160.000 4.212.000 4.264.000 4.316.000 4.420.000
I R E VO LUTION AUF RÄDERN. Te c h n i k

Der Käfer blieb über all die Jahre in seinem Äußeren, aber
auch beim luftgekühlten Boxermotor und anderen konstruktiven
Prinzipien nahezu der Alte. Ältlich war er aber nie. Er wusste
sich anzupassen und war zugleich einzigartig. Allein schon sein
Motorengeräusch macht ihn bis heute unverwechselbar. Der Käfer
war ein Weltmeistertyp – doch fehlten ihm jegliche Starallüren.
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Seine automobile Leistung schien schlichtweg nicht mehr steigerbar.
Schon lange besitzt der Käfer einen Stammplatz auf dem Fahr-
zeugolymp; manchem Liebhaber mag er wohl als Geschenk der
Götter vorkommen. Das „vollwertige Gebrauchsfahrzeug“ und der
liebevoll gepflegte Oldtimer werden die Straßen auch weiterhin
bekäfern.

4.524.000 4.576.000 4.628.000 4.680.000 4.732.000 4.784.000 4.836.000 4.888.000

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