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Ly Rik Analyse

Das Dokument bietet eine strukturierte Anleitung zur schriftlichen Analyse und Interpretation von Gedichten, einschließlich einer Einleitung, einem Hauptteil mit Textbeschreibung und sprachlicher sowie inhaltlicher Untersuchung, und einem Schluss zur Zusammenfassung der Ergebnisse. Es betont die Wichtigkeit einer gründlichen Voruntersuchung des Gedichts und empfiehlt, Beobachtungen mit Fragen zur Bedeutung und Wirkung zu verknüpfen. Zudem wird ein methodischer Dreischritt (These – Beleg – Erläuterung) vorgeschlagen, um die Analyse zu gestalten.

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Das Dokument bietet eine strukturierte Anleitung zur schriftlichen Analyse und Interpretation von Gedichten, einschließlich einer Einleitung, einem Hauptteil mit Textbeschreibung und sprachlicher sowie inhaltlicher Untersuchung, und einem Schluss zur Zusammenfassung der Ergebnisse. Es betont die Wichtigkeit einer gründlichen Voruntersuchung des Gedichts und empfiehlt, Beobachtungen mit Fragen zur Bedeutung und Wirkung zu verknüpfen. Zudem wird ein methodischer Dreischritt (These – Beleg – Erläuterung) vorgeschlagen, um die Analyse zu gestalten.

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Lyrik (schriftlich) analysieren und interpretieren

Das Ziel einer schriftlichen Gedichtanalyse und -interpretation ist es, dem Leser das Gedicht
und das eigene Verständnis dessen so vorzustellen, dass er den Deutungsansatz versteht und
nachvollziehen kann.

Dazu bietet sich folgender Aufbau an:

Einleitung: Einführung in die Analyse


 Textvorstellung (Autor, Titel, Gedichttyp, Veröffentlichungsjahr,
Epoche)
 Thema
 Deutungshypothese
 evtl. Darstellung eines Gesamteindrucks
 evtl. Verdeutlichung des Interpretationsansatzes (werkimmanent,
biografisch, literaturhistorisch ...)

Hauptteil: I. überleitende Textbeschreibung


 Kurze Inhaltsangabe (z.B. anhand der Strophen) und
Kennzeichnung der Situation

II. Untersuchung von Form und Sprache


 Aufbau und Strophen (besondere Gedichtform, z.B. Sonett)
 Gesamtstruktur (lineare Darstellung eines Prozesses, Gedankens,
antithetische Struktur, Steigerung, Rahmenstruktur,
Aneinanderreihung, ohne Strukturprinzip...)
 Reim, auch: Alliterationen, Assonanzen
 Metrum (Bedeutung von Brüchen im Metrum) und Versform
 Kadenzen
 sprachliche Bilder (z.B. Metapher, Synästhesie, Personifikation,
Verdinglichung, Metonymie, Vergleich, Symbol)
 Figuren (Ellipse, Parallelismus, Chiasmus, Akkumulation,
Rhetorische Frage, Antithese, Oxymoron...) und Klangfiguren
(Onomatopöie, Anapher / Epipher)
 Wortfelder / Schlüsselwörter
 Wortarten (Häufungen?)
 Satzstellung
 Lautbestand (Vokalhäufungen?)
 Tempusform (Wechsel?)

III. Untersuchung des Inhaltes / der Aussagen


 Stimmung
 Figur des lyrischen Ichs (direkt/konkret oder indirekt/gestaltlos)
 Standpunkt, nähere Kennzeichen (z.B. Geschlecht?), Sprechweise
(emotional, appellativ, sachlich-neutral, kritisch, euphorisch...) des
lyrischen Ichs
 Titel
 Deutung der Bilder, Auflösung der Metaphorik, der Symbolik in
ihrer Wirkung)
 Deutung zentraler Motive
 Intertextuelle Bezüge (z.B. Mythen, Bibel...)

Schluss Abschluss der Analyse / Interpretation


 Zusammenfassung der Deutungsergebnisse
 Verhältnis Form und Inhalt (ergänzend, gegensätzlich ...)
 Einordnung in den Kontext einer Epoche (typisch, untypisch ...)
 thematische Aktualität?
 Rückbezug zur Deutungsthese (s. Einleitung) – Überprüfung
 evtl. persönliche Stellungnahme

Wichtig:

- Vor der Analyse und Interpretation solltest du das Gedicht mehrfach lesen und genau
untersuchen (Stimmung, Eindrücke, besondere Textstellen, offene Fragen,
Besonderheiten, erster Leseeindruck ...)!
- Liste nicht nur Beobachtungen auf, sondern frage immer nach der Bedeutung und
Wirkung von Textelementen!
- Baue deine Analysegedanken möglichst nach folgendem Dreischritt auf:
These – Beleg – Erläuterung.
- Leg dich nicht zu schnell auf einen Deutungsansatz fest. Viele Gedichte ermöglichen
mehrere Deutungsthesen.
- Deine Aussagen musst du immer wieder durch direkte oder indirekte Zitate belegen.

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