0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
6 Ansichten14 Seiten

Document I2

Das Dokument behandelt interkulturelle Kompetenz in der Pflege in Deutschland, insbesondere den Umgang mit Körpersprache, Empathie und Höflichkeit. Es enthält Beispiele und Übungen zur Sensibilisierung für nonverbale Kommunikation und die Bedeutung von Empathie im Pflegeberuf. Zudem werden Aspekte wie Gender, Ernährung und der Umgang mit dem Tod angesprochen.

Hochgeladen von

iraguhanshutielysee
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
6 Ansichten14 Seiten

Document I2

Das Dokument behandelt interkulturelle Kompetenz in der Pflege in Deutschland, insbesondere den Umgang mit Körpersprache, Empathie und Höflichkeit. Es enthält Beispiele und Übungen zur Sensibilisierung für nonverbale Kommunikation und die Bedeutung von Empathie im Pflegeberuf. Zudem werden Aspekte wie Gender, Ernährung und der Umgang mit dem Tod angesprochen.

Hochgeladen von

iraguhanshutielysee
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Lektion 1 - Seite 1

[Link]

Interkulturelle Kompetenz: Pflege in Deutschland

1. Genderaspekt
2. Körpersprache
3. Ernährung und Essen
4. Religion, Sitten und Bräuche
5. Umgang mit dem Tod

Video mit dem Thema… Start Ende


2. Körpersprache 01:52 04:43

This project has been funded with support from the European Commission.
This communication reflects the views only of the author, and the Commission cannot be
held responsible for any use which may be made of the information contained therein.
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013-4182/001 – 001
Lektion 1 - Seite 2

2. Körpersprache

Situation: Ältere Dame sitzt auf dem Sofa mit


Tränen in den Augen. Die Pflegekraft fragt
nach dem Befinden der Patientin. Sie
antwortet, dass es ihr gut geht. Die
Pflegekraft nimmt diese Antwort hin, obwohl
es offensichtlich nicht der Wahrheit
entspricht.

2.1 Fragen zum Foto

Wie schätzen Sie die Situation ein?


a. Die Pflegebedürftige fühlt sich gut.
b. Die Pflegebedürftige hat vielleicht etwas ins Auge bekommen.
c. Die Pflegebedürftige ist nicht ganz ehrlich zur Pflegekraft.

Passt Gesagtes und Verhalten zusammen?


a. Der Pflegebedürftigen ist es unangenehm, über Probleme zu sprechen.
b. Mimik und Gestik verraten, dass es der Pflegebedürftigen nicht so gut geht.
c. Da die Pflegebedürftige angibt, dass alles in Ordnung ist, wird dies wohl auch stimmen.

Wie würden Sie in dieser Situation reagieren?


a. Ich frage so lange nach, bis die Pflegebedürftige die Wahrheit sagt.
b. Ich biete der Pflegebedürftigen an, dass sie sich bei Problemen jederzeit an mich wenden
kann, aber ich bohre nicht hartnäckig nach.
c. Ich spreche die Pflegebedürftige nicht darauf an.

Diskussion: Wie wichtig ist Mimik und Gestik im Pflegeberuf?

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 3

2.2 Wortschatz

Artikel Wort Synonym Entsprechung in Ihrer


Muttersprache

Infobox:

 Man sollte immer nach dem Motto handeln: “Taten


sagen mehr als Worte”.
 Aufmerksamkeit gegenüber Anderen ist extrem wichtig.
 Achtung: Passen Handeln und Gesagtes zusammen?
 Gerne darf man nachfragen und sich nach dem Befinden
erkundigen. Bei Ablehnung sollte man dies aber auch
respektieren.
 Landestypische Gesten sind zu berücksichtigen.
 Was verrät die Körperhaltung, Mimik und Gestik über
den Pflegebedürftigen?
 Sensibilität ist in diesem Bereich besonders wichtig.

2.3 Interkultureller Vergleich


Wie ist in Ihrem Heimatland die Verteilung von männlichen und weiblichen Pflegekräften? Wäre
eine solche Situation auch vorstellbar? Würden Sie dort anders reagieren als in Deutschland?
Machen Sie sich ein paar Stichpunkte und tragen Sie anschließend Ihren Standpunkt vor!

Video
Sehen Sie sich ein Video zu diesem Thema an. Lösen Sie die Aufgaben zum Video.
(01:52 - 04:43)

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 4

2.4 Empathie (Einfühlsamkeit)


Als Empathie beschreibt man die Fähigkeit, sich in die Erlebenswelt anderer Menschen
einzufühlen und mitzuteilen, was man dabei erlebt, mit anderen Worten: man versetzt sich in
die Lage des Anderen hinein, um sein Verhalten besser zu verstehen. Man zeigt damit die
Wertschätzung des Menschen. Diese Fähigkeit ist der wichtigste Bestandteil des helfenden
Gesprächs und sollte von jeder Pflegekraft beherrscht werden.

2.4.1 Lesen Sie den Text und ergänzen Sie die Adjektive richtig.

Alte Menschen, vor allem wenn sie in einem Seniorenheim wohnen, vermissen oft ihre
__________ (vertraut) Umgebung, in der sie viele Jahre oder sogar ihr _________ (ganz) Leben lang
gewohnt haben. Jeder reagiert auf die__________ (neu) Situation unterschiedlich – manche
Pflegebedürftige sind traurig oder neigen sogar zu Depressionen, andere reagieren gereizt
oder aggressiv. Oft wollen die ____________ (betreut) Personen es nicht zeigen, wenn es ihnen
schlecht geht. Sie wollen mit ihren Problemen allein sein und andere damit nicht belasten.
Wenn die Pflegebedürftige oder der Pflegebedürftige weint, darf die Pflegekraft dies
allerdings nicht übersehen. Eine ____________ (erfahren) Pflegekraft sollte deshalb nicht nur
___________ (fachlich) Kenntnisse vorweisen, sondern auch ein __________ (gut) Psychologe sein.
Manchmal ist es keine _________ (leicht) Aufgabe zu unterscheiden, was die _________ (weinend)
Person mit ihrem Verhalten sagen möchte: „Ich weine und möchte mit meinem Kummer
alleine gelassen sein.“ Oder „Ich weine und möchte gefragt werden.“
Es gibt kein ___________ (bewährt) Rezept, das man jederzeit anwenden könnte. Auf
jeden Fall sollte man Interesse zeigen und kurz nachfragen. Wenn die betreute Person nicht
erzählen möchte, was sie bedrückt, sollte man sie nicht mit allen Mitteln zum Reden bringen.
Oft ist es hilfreich, wenn man für ein paar Minuten aus dem Zimmer geht und dann noch
einmal nachfragt. Und manchmal reicht sogar noch weniger: sich zu der _____________
(pflegebedürftig) Person zu setzen, sie an der Hand zu halten oder sie zu umarmen. Diese
Gesten der ____________ (gezeigt) Aufmerksamkeit bewirken häufig mehr als tausend Worte.

2.4.2 Lesen Sie sich die Situation durch. Wie soll die Pflegekraft regieren? Welche Reaktion
finden Sie in dieser Situation angemessen und welche nicht? Begründen Sie Ihre Meinung.

Frau Neumann sitzt auf dem Sofa, sieht sich alte Fotos von ihrer Familie an und hat Tränen in
den Augen.
angemessen unangemessen
1. Hallo, Frau Neumann! Alles klar? Wollen wir einen
Spaziergang machen? Jetzt lassen Sie die Fotos und kommen
Sie! Das Wetter ist herrlich!
2. Frau Neumann, was haben Sie da für schöne Fotos? Darf ich
sie auch mal sehen? Sind es Ihre Kinder? Und das hier – sind
Sie das? Wo waren Sie da?

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 5

3. Ach, Frau Neumann, warum weinen Sie schon wieder? Sie


müssen verstehen, Ihre Kinder können Sie nicht mehr zu
Hause betreuen, sie müssen arbeiten und haben keine Zeit. So
ist es heutzutage einfach. Sie müssen das akzeptieren.
4. Frau Neumann, möchten Sie mir erzählen, warum Sie
weinen? Ich weiß, es ist schwer für Sie, dass Sie nicht mehr bei
Ihren Kindern wohnen können. Ihre Kinder lieben Sie sehr,
aber sie schaffen es nicht mehr, sich um Sie zu kümmern. Am
Wochenende kommen sie zu Besuch. Wir können aber heute
Ihre Tochter oder Ihren Sohn anrufen. Möchten Sie das?

2.4.3 Sehen Sie sich folgende Fotos an. Welche Emotionen werden hier ausgedrückt? Verbinden
Sie die Fotos mit den richtigen Begriffen. Bilden Sie zu jedem Substantiv das entsprechende
Adjektiv.

das Misstrauen • das Nachdenken • das Glück • die Angst • die Traurigkeit

Substantiv Adjektiv

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 6

2.4.4 Verbinden Sie die Substantive miteinander, die eine ähnliche Bedeutung haben.

das Glück der Kummer


das Nachdenken die Furcht
das Misstrauen die Freude
die Traurigkeit das Grübeln
die Angst der Zweifel

2.5 Höflichkeit
Höflichkeit gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der zwischenmenschlichen Kommunikation.
Vor allem an Orten, an denen Fremde auf Fremde treffen, ist sie von großer Bedeutung. Auf diese
Situationen kann man sich gut vorbereiten.

2.5.1 Lesen Sie folgende Sätze und bestimmen Sie, welche sehr höflich, welche höflich und
welche unhöflich sind.

sehr höflich unhöflich


höflich

1. Geben Sie mir die Tasse her!

2. Könnten Sie mir bitte meine Brille bringen?

3. Kann ich Sie um einen Gefallen bitten?

4. Können Sie mir bitte sagen, wo ich den Doktor finde?

5. Rufen Sie meine Pflegerin an!

6. Würden Sie mir bitte die Zeitung holen?

7. Lassen Sie mich jetzt in Ruhe!

8. Könnten Sie bitte das Fenster aufmachen?

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 7

9. Können Sie den Fernseher nicht leiser stellen?

10. Können Sie die Tür bitte wieder zumachen?

2.5.2 Schreiben Sie zu den Sätzen 1, 5, 7 und 9 eine höfliche und eine sehr höfliche Form.

Geben Sie mir die Tasse her!


höflich:
sehr höflich:

Rufen Sie sofort meine Tochter an!


höflich:
sehr höflich:

Lassen Sie mich jetzt in Ruhe!


höflich:
sehr höflich:

Können Sie den Fernseher nicht leiser stellen?


höflich:
sehr höflich:

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 8

Lösungen:
2.1 Fragen zum Foto
Wie schätzen Sie die Situation ein?
a. Die Pflegebedürftige fühlt sich gut.
b. Die Pflegebedürftige hat vielleicht etwas ins Auge bekommen.
c. Die Pflegebedürftige ist nicht ganz ehrlich zur Pflegekraft.

Passt Gesagtes und Verhalten zusammen?


a. Der Pflegebedürftigen ist es unangenehm, über Probleme zu sprechen.
b. Mimik und Gestik verraten, dass es der Pflegebedürftigen nicht so gut geht.
c. Da die Pflegebedürftige angibt, dass alles in Ordnung ist, wird dies wohl auch stimmen.

Wie würden Sie in dieser Situation reagieren?


a. Ich frage so lange nach, bis die Pflegebedürftige die Wahrheit sagt.
b. Ich biete der Pflegebedürftigen an, dass sie sich bei Problemen jederzeit an mich wenden
kann, aber ich bohre nicht hartnäckig nach.
c. Ich spreche die Pflegebedürftige nicht darauf an.

2.4.1 Lesen Sie den Text und ergänzen Sie die Adjektive richtig.

Alte Menschen, vor allem wenn sie in einem Seniorenheim wohnen, vermissen oft ihre
vertraute Umgebung, in der sie viele Jahre oder sogar ihr ganzes Leben lang gewohnt haben.
Jeder reagiert auf die neue Situation unterschiedlich – manche Pflegebedürftige sind traurig
oder neigen sogar zu Depressionen, andere reagieren gereizt oder aggressiv. Oft wollen die
betreuten Personen es nicht zeigen, wenn es ihnen schlecht geht. Sie wollen mit ihren
Problemen allein sein und andere damit nicht belasten.
Wenn die Pflegebedürftige oder der Pflegebedürftige weint, darf die Pflegekraft dies allerdings
nicht übersehen. Eine erfahrene Pflegekraft sollte deshalb nicht nur fachliche Kenntnisse
vorweisen, sondern auch ein guter Psychologe sein. Manchmal ist es keine leichte Aufgabe zu
unterscheiden, was die weinende Person mit ihrem Verhalten sagen möchte: „Ich weine und
möchte mit meinem Kummer alleine gelassen sein.“ Oder „Ich weine und möchte gefragt
werden.“
Es gibt kein bewährtes Rezept, das man jederzeit anwenden könnte. Auf jeden Fall sollte man
Interesse zeigen und kurz nachfragen. Wenn die betreute Person nicht erzählen möchte, was
sie bedrückt, sollte man sie nicht mit allen Mitteln zum Reden bringen. Oft ist es hilfreich,
wenn man für ein paar Minuten aus dem Zimmer geht und dann noch einmal nachfragt. Und
manchmal reicht sogar noch weniger: sich zu der pflegebedürftigen Person zu setzten, sie an
der Hand zu halten oder sie zu umarmen. Diese Gesten der gezeigten Aufmerksamkeit
bewirken häufig mehr als tausend Worte.

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 9

2.4.2 Lesen Sie sich die Situation durch. Wie soll die Pflegekraft regieren? Welche Reaktion
finden Sie in dieser Situation angemessen und welche nicht? Begründen Sie Ihre Meinung.

Frau Neumann sitzt auf dem Sofa, sieht sich alte Fotos von ihrer Familie an und hat Tränen in
den Augen.
angemessen unangemessen
1. Hallo, Frau Neumann! Alles klar? Wollen wir einen ×
Spaziergang machen? Jetzt lassen Sie die Fotos und
kommen Sie! Das Wetter ist herrlich!
2. Frau Neumann, was haben Sie da für schöne Fotos? Darf ×
ich sie auch mal sehen? Sind es Ihre Kinder? Und das hier –
sind Sie das? Wo waren Sie da?
3. Ach, Frau Neumann, warum weinen Sie schon wieder? ×
Sie müssen es verstehen, Ihre Kinder können Sie nicht
mehr zu Hause betreuen, sie müssen arbeiten und haben
keine Zeit. So ist es heutzutage einfach. Sie müssen das
akzeptieren.
4. Frau Neumann, möchten Sie mir erzählen, warum Sie ×
weinen? Ich weiß, es ist schwer für Sie, dass Sie nicht mehr
bei Ihren Kindern wohnen können. Ihre Kinder lieben Sie
sehr, aber sie schaffen es nicht mehr, sich um Sie zu
kümmern. Am Wochenende kommen sie zu Besuch. Wir
können aber heute Ihre Tochter oder Ihren Sohn anrufen.
Möchten Sie das?

2.4.3 Sehen Sie sich folgende Fotos an. Welche Emotionen werden hier ausgedrückt? Verbinden
Sie die Fotos mit den richtigen Begriffen. Bilden Sie zu jedem Substantiv das entsprechende
Adjektiv.

Substantiv Adjektiv

das Glück glücklich

die Angst ängstlich

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 10

das Misstrauen misstrauisch

die Traurigkeit traurig

das Nachdenken nachdenklich

2.4.4 Verbinden Sie die Substantive miteinander, die eine ähnliche Bedeutung haben.

das Glück der Kummer


das Nachdenken die Furcht
das Misstrauen die Freude
die Traurigkeit das Grübeln
die Angst der Zweifel

2.5.1 Lesen Sie folgende Sätze und bestimmen Sie, welche sehr höflich, welche höflich und
welche unhöflich sind.

sehr höflich unhöflich


höflich

1. Geben Sie mir die Tasse her! ×

2. Könnten Sie mir bitte meine Brille bringen? ×

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 11

3. Kann ich Sie um einen Gefallen bitten? ×

4. Können Sie mir bitte sagen, wo ich den Doktor finde? ×

5. Rufen Sie meine Pflegerin an! ×

6. Würden Sie mir bitte die Zeitung holen? ×

7. Lassen Sie mich jetzt in Ruhe! ×

8. Könnten Sie bitte das Fenster aufmachen? ×

9. Können Sie den Fernseher nicht leiser stellen? ×

10. Können Sie die Tür bitte wieder zumachen? ×

2.5.2 Schreiben Sie zu den Sätzen 1, 5, 7 und 9 eine höfliche und eine sehr höfliche Form.

Geben Sie mir die Tasse her!


höflich: Können Sie mir bitte die Tasse hergeben?
sehr höflich: Könnten Sie mir bitte die Tasse hergeben? / Würden Sie…

Rufen Sie sofort meine Tochter an!


höflich: Können Sie bitte meine Tochter anrufen?
sehr höflich: Könnten Sie bitte meine Tochter anrufen? / Würden Sie…

Lassen Sie mich jetzt in Ruhe!


höflich: Können Sie mich bitte jetzt in Ruhe lassen?
sehr höflich: Könnten Sie mich bitte jetzt in Ruhe lassen? / Würden Sie….

Können Sie den Fernseher nicht leiser stellen?


höflich: Können Sie bitte den Fernseher leiser stellen?
sehr höflich: Könnten Sie bitte den Fernseher leiser stellen? / Würden Sie…

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 12

Video (Text)
Dialog 2: Körpersprache

Gespräch zwischen einer Pflegebedürftigen und einer Pflegekraft


Situation: Der Ehemann von Frau Neumann ist vor kurzem gestorben und sie ist sehr traurig. In
der letzten Zeit sieht sie sich gerne ihr altes Fotoalbum an und möchte allein sein.
Personen: Viktoria (Pflegerin), Frau Neumann (Pflegebedürftige)
Ort: Zuhause von Frau Neumann

Version 1

Version 2

In welcher Version fehlt Empathie, die wichtigste Eigenschaft einer Pflegekraft?


 Version 1
 Version 2

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 13

Version 1 (01:52 – 03:48)


Viktoria: Hallo, Frau Neumann! Wie geht’s Ihnen denn heute?
Frau Neumann: Hallo.
Viktoria: Mei, Sie schauen ganz bedrückt aus. Was ist denn los? Geht’s Ihnen nicht
gut?
Frau Neumann: Na, es geht mir nicht so gut.
Viktoria: Mei, das sind aber schöne Bilder. Sind Sie das auf dem Foto?
Frau Neumann: Ja, das bin ich. Da war ich fünfzehn gerade.
Viktoria: Da haben Sie aber schöne Frisur. Wer hat denn die gemacht?
Frau Neumann: Ja,… meine Mutter hat mir die gemacht. Jeden Tag hat sie mir vor der
Schule die Zöpfe geflochten, mir und meiner Schwester. Und später durfte
ich dann auch meiner Schwester die Zöpfe flechten. Wissen Sie, damals
musste man immer ordentlich ausschauen, nicht wie heute so die jungen
Leute, gell?
Viktoria: Da hat sich Ihr Mann bestimmt sofort in Sie verliebt, so hübsch wie Sie da
waren auf dem Bild.
Frau Neumann: Ja, später, wie ich schon älter war. (…) Das hier ist mein Mann. Sehen Sie
es?
Viktoria: Sie sind aber ein hübsches Paar!
Frau Neumann: Ja, aber jetzt… Jetzt bin ich halt allein.
Viktoria: Ja, das ist traurig. Aber Sie haben die schönen Erinnerungen an Ihren
Mann.
Frau Neumann: Ja, das stimmt. Das stimmt schon. Und wir haben auch drei Kinder, mit
denen wir …also ich jetzt mit denen sehr gut auskomme, die sich sehr gut
kümmern um mich.
Viktoria: Ja, sehen Sie, das ist doch das Wichtigste, was man haben kann.
Frau Neumann: Ja, das stimmt schon.
Viktoria: …und die schönen Erinnerungen. Was halten Sie davon, wenn man heute
ein bisserl spazieren gehen. Das Wetter ist so schön. Da nehmen wir die
Erinnerungen mit raus und das Buch lassen wir kurz zuhause liegen. Ein
bisschen frische Luft, die tut Ihnen auch gut.
Frau Neumann: Ja, danke, das ist sehr nett von Ihnen.

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.
Lektion 1 - Seite 14

Version 2 (03:49 – 04:43)


Viktoria: Hallo, Frau Neumann! Wie geht’s Ihnen denn heute?
Frau Neumann: Hallo.
Viktoria: Keine gute Laune?
Frau Neumann: (schüttelt den Kopf)
Viktoria: Schon wieder diese Fotos! Lassen Sie mal diese alten Fotos gehen!
Schauen Sie mal draußen – das Wetter, das ist so schön. Wollen Sie nicht
spazieren gehen?
Frau Neumann: Na, ich möchte lieber die Fotos anschauen, wissen Sie.
Viktoria: Aber die Bilder – die haben Sie schon tausendmal gesehen. Davon wird es
doch auch nicht anders.
Frau Neumann: Aber das passt schon so. Schon gut.
Viktoria: Jetzt kommen Sie. Gehen wir mal ein bisserl an die frische Luft. Das tut
Ihnen doch gut.
Frau Neumann: Ich mag lieber hier bleiben. Heute mag ich lieber hier bleiben.
Viktoria: Wenn Sie meinen…

© [Link]
Project number: 543336-LLP-1-2013-1-DE-KA2-KA2MP Agreement: 2013- 4182/001 – 001 | This project has
been funded with support from the European Commission. This publication reflects the views only of the
author, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information
contained therein.

Das könnte Ihnen auch gefallen