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9 0 Minu ten L esever s tehen und Sprachbaus teine
Sprachbausteine
Lesen Sie den folgenden Text. Welche Lösung (a, b, c oder d) ist jeweils richtig? Markieren Sie Ihre Lösungen
für die Aufgaben 25–46 auf dem Antwortbogen. Lücke (0) ist ein Beispiel.
Sprachbausteine
Ein merkwürdiger Akzent
0 Sie sich vor, Sie wachen eines Morgens auf und wünschen Ihrem Partner einen guten
Morgen – 25 die Worte aus Ihrem Mund klingen 26 . Dann könnte es sich um
eine 27 seltene neurologische Störung handeln: das „Foreign Accent Syndrome“, zu
Deutsch Fremdsprachenakzentsyndrom.
Beim Fremdsprachenakzentsyndrom sprechen Patienten plötzlich ihre Mutterspra-
che mit einem 28 regionalen oder ausländischen Akzent. Meist geht die verän-
derte Sprechweise auf Hirnschäden 29 eines Schlaganfalls oder einer Verletzung
30 . Die Erkrankung beeinflusst die Sprachmelodie, wobei die 31 Lautbildung
und Betonung fälschlicherweise den Eindruck erweckt, der Betroffene sei kein Muttersprachler.
Ein in der Fachwelt bekanntes Beispiel ist der Fall von Sabine Kindschuh. Hätte die Patientin
ein paar hundert Jahre früher gelebt, 32 sie eine Kandidatin für den Scheiterhaufen
gewesen. Ihr Heimatdorf Oberalba in Thüringen war im 17. Jahrhundert Schauplatz mehrerer
Hexenprozesse, und was mit der 57-Jährigen 33 , hätte man einst wohl übernatürlichen
Mächten 34 : Sie sprach nach einem Schlaganfall plötzlich mit einem Tonfall, der an den
Schweizer Dialekt erinnerte. 35 sie auch versuchte, wieder normal zu sprechen, es gelang
ihr einfach nicht.
Die 36 Ärzte vermuteten psychische Ursachen dahinter, 37 eine regionale Ta-
geszeitung berichtete. Erst ein Sprachtherapeut erkannte: Es handelte sich um das „Foreign
Accent Syndrome“, eine neurologische Erkrankung, die 38 selten ist, dass ein durch-
schnittlicher Mediziner in seinem gesamten Leben keinen einzigen Betroffenen 39 be-
kommt. Experten sprechen von weltweit rund 60, maximal 100 Fällen, die überhaupt jemals
40 .
41 beschrieb der französische Neurologe Pierre Marie 1907: Eine Pariserin, die einen
Schlaganfall erlitten hatte und danach rechtsseitig gelähmt war, begann 42 mit einem
elsässisch klingenden Akzent zu sprechen. Mehr Details sind von einer anderen historischen
Patientin überliefert: Der Experte 43 Sprachstörungen Georg Herman Monrad-Krohn
dokumentierte 1943 die Geschichte der Norwegerin Astrid L., die bei einem Unfall am linken
Stirnhirn verletzt wurde. Sie 44 mehrere Tage bewusstlos und danach rechtsseitig ge-
lähmt gewesen sein. Zunächst hatte sie enorme Schwierigkeiten, einfache Gegenstände wie
eine Streichholzschachtel 45 , und machte zahlreiche Grammatikfehler. Mit der Zeit lernte
sie zwar wieder, korrekt und flüssig zu sprechen, allerdings mit einem Tonfall, der ihre Landsleu-
te offenbar 46 deutschen Akzent erinnerte.
Quelle: [Link] (zu Prüfungszwecken bearbeitet)
Übungstest 1
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Beispiel 35 a Desto
b So sehr
0 a Bereiten c So weit
b Nehmen a b c d d Weit mehr
c Sprechen
d Stellen 36 a behandelnde
b behandelnden
Sprachbausteine
c behandelte
d behandelten
25 a dagegen 37 a als
b doch b das
c hingegen c die
d jedoch d wie
26 a anderweitig 38 a der Art
b artfremd b Derart
c auswärtig c derart
d fremdartig d der-Art
27 a durchweg 39 a im Blick
b extra b in Sicht
c gehörig c ins Auge
d überaus d zu Gesicht
28 a vermeintlich 40 a bekannt gewesen war
b vermeintliche b bekannt geworden
c vermeintlichem c bekannt sind
d vermeintlicher d bekannt wurden
29 a dank 41 a Dem ersten Patienten
b infolge b Den ersten Patienten
c kraft c Der erste Patient
d zwecks d Des ersten Patienten
30 a hervor 42 a daraufhin
b hinaus b indem
c voraus c nach
d zurück d nachdem
31 a veränderbare 43 a auf
b veränderliche b für
c verändernde c über
d veränderte d von
32 a sei 44 a ist
b war b soll
c wäre c war
d würde d wurde
33 a für sich hatte 45 a benannt
b mit sich zog b benennen
c von sich gab c benennen können
d vor sich ging d zu benennen
34 a angeschrieben 46 a an einen
b gutgeschrieben b auf einen
c vorgeschrieben c mit einem
d zugeschrieben d zu einem
Übungstest 1