Spider Man
Spider Man
Auf der einen Seite ist er ein Superheld mit speziellen Fähigkeiten,
andererseits hat er mit den Mühen und Problemen des Alltags zu
kämpfen. Peter Benjamin Parker alias Die Spinne wird als
Spider-Man-Figur
Waisenkind von seinem Onkel Ben und seiner Tante May
aufgenommen.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte Logo der Comicserie
1960er-Jahre
1970er-Jahre
1980er-Jahre
1990er-Jahre
2000er-Jahre
2010er-Jahre
Fiktive Biografie
Die Welt von Spider-Man
Figuren in der Welt von Spider-Man
Unterstützende Personen
Veröffentlichung in Deutschland
Andere Medien
Serien
Verfilmungen
Weitere Adaptionen
Siehe auch
Literatur
Weblinks
Philatelistisches
Einzelnachweise
Geschichte
1960er-Jahre
Die Figur des Spider-Man stammt aus der Zeit, in der Marvel Comics sich
auf das Superhelden-Genre zu konzentrieren begann. Nachdem Marvel-
Autoren Stan Lee und Jack Kirby bereits Figuren erschaffen hatten, die
jeweils Astronauten (Die Fantastischen Vier, Debüt im November 1961)
bzw. Wissenschaftler (Hulk, Mai 1962) gewesen waren, wollte Lee nun
einen „ganz normalen Teenager“ nehmen. Da die Fantastischen Vier bereits
über Elementarkräfte und der Hulk über Superstärke verfügten, entschied
man, der neuen Figur Tierkräfte zu geben. Er wählte die Spinne aus,
etablierte, dass der neue Held in seiner Zivilidentität unbeliebt sei, und
nannte ihn Spider-Man. Marvel-Chef Martin Goodman war skeptisch, da
Spider-Man gegen drei ungeschriebene Gesetze verstieß: Erstens waren John Romita senior gilt als
jugendliche Superhelden damals meist Sidekicks von erwachsenen einer der wichtigsten Spider-
Man-Zeichner
Mentoren (z. B. Robin für Batman), zweitens hatte Spider-Man keine
glamouröse Superkraft (Goodman war besorgt, dass die Leser mit Angst
vor Spinnen den Comic meiden würden), und drittens war der Verleger davon überzeugt, dass die Leser
niemals einen Comic mit einem „Verlierertypen“ kaufen würden. Lee überzeugte Goodman, Spider-Man in
der Reihe Amazing Fantasy debütieren zu lassen, die sowieso kurz vor dem Aus stand.[2][3] Ursprünglich
plante Lee, dass Jack Kirby die neue Figur zeichnen sollte. Doch nachdem Kirby sechs Probeseiten
abgeliefert hatte, in denen Spider-Man „zu heroisch“ dargestellt wurde, entschied er sich, den eher
zurückhaltender zeichnenden Steve Ditko mit dieser Aufgabe zu betrauen.[4] Welchen Anteil Lee, Kirby
und Ditko jeweils an der Erschaffung von Spider-Man hatten, ist bis heute Gegenstand von
Kontroversen.[5]
Spider-Man debütierte in Amazing Fantasy #15 (August 1962). In diesem Comic wird Peter Parker als
schmaler, Brillen tragender Waise dargestellt, der von seiner betagten Tante May und ihrem Mann Ben
aufgezogen wird. Peter gilt an seiner Midtown High School trotz (oder wegen) seines Wissenschaftstalents
als Nerd, der sowohl vom Klassenbully Flash Thompson als auch von seinem Schwarm Liz Allen als
„Bücherwurm“ verhöhnt wird. Beim Besuch eines Forschungslabors wird Peter von einer radioaktiv
verseuchten Spinne gebissen und erlangt Spinnenkräfte (d. h. Haftung an Wänden, übermenschliche
Körperkräfte, Koordination, Sinnesschärfe). Er entwirft Netzsprüher, die er an seinen Handgelenken trägt,
ein blau-rotes Spinnenkostüm, und nennt sich Spider-Man. Nachdem er als Wrestler Geld verdient, lässt er
einen flüchtenden Dieb laufen, da ihn „das nichts angeht“. Wenig später wird Onkel Ben erschossen, und
als Peter den Mörder sieht, ist er erschüttert zu bemerken, dass es sich genau um jenen Dieb handelte, den
er davonlaufen ließ. Von Gewissensbissen geplagt, verschreibt er sich dem lebenslangen Kampf gegen das
Unrecht, denn „aus großer Kraft folgt große Verantwortung“. Dieser Satz, der in Amazing Fantasy #15 aus
dem Off kommt, wurde später innerhalb der Marvel-Welt Onkel Ben zugeschrieben.
Amazing Fantasy #15 war ein unerwarteter Verkaufserfolg und trug dazu bei, dass Spider-Man in Amazing
Spider-Man #1 (März 1963) in seiner eigenen Reihe debütierte. In den frühen Abenteuern besiegt Spider-
Man genretypisch den „Schurken des Monats“, wobei bereits in den ersten Ausgaben beliebte
Superschurken wie Chamäleon (Debüt in Amazing Spider-Man #1), Geier (#2), Doktor Oktopus (#3),
Sandman (#4), Echse (#6), Electro (#9), Mysterio (#11), Grüner Goblin (#14) oder Kraven (#15) erfunden
wurden, die Spider-Man oft in den nächsten Jahrzehnten bekämpfte. Ditko und Lee bauten als immer
wiederkehrende Problematiken ein, dass Spider-Man nie die Anerkennung für seine Taten bekommt, und
sich als Peter Parker stets mit Schulproblemen, Liebeskummer und der Sorge um seine verwitwete,
herzkranke Tante May auseinandersetzen muss. Diese damals ungewöhnlichen Themen trugen zur
wachsenden Beliebtheit und zu einem hohen Identifikationsfaktor unter der Leserschaft bei. Ein weiterer
Faktor war das Lokalkolorit, da Spider-Mans Abenteuer meist in New York City spielten, im Gegensatz zu
z. B. Batman sowie Superman, die in den fiktiven Städten Gotham City bzw. Metropolis gelagert sind.[2]
1970er-Jahre
Im Jahre 1971 wurde die Spider-Man-Story Green Goblin Reborn! (Storyline Amazing Spider-Man #96–
98) veröffentlicht, in der zum ersten Mal die negativen Folgen von Drogenkonsum dargestellt wurden. Dies
stand im Gegensatz zum damals geltenden Comics Code, aber Autor Stan Lee bestand auf dieser
sozialkritischen Story und nahm in Kauf, dass der Comic als „jugendgefährdend“ bezeichnet werden
konnte. Die Story war sowohl bei Fans als auch Kritik ein Erfolg und trug dazu bei, dass der Comics Code
später abgeschafft wurde.[8]
1972 übergab Lee die Autorenschaft von Spider-Man an den damals gerade erst 20 Jahre alten Gerry
Conway. Eine von Conways ersten Handlungen war es, Peter Parkers Freundin Gwen Stacy zu töten.
Hintergrund war, dass sich Zeichner John Romita, Editor Roy Thomas und er einig waren, dass ihre
Charakterentwicklung nach damaligen Maßstäben ausgereizt war. Hätte ihr Peter seine Geheimidentität
offenbart und sie geheiratet, fürchteten sie, keine glaubwürdigen Abenteuer mit Spider-Man mehr machen
zu können. Somit verfassten sie Amazing Spider-Man #121 (Juni 1973), in denen der Grüne Goblin Gwen
eine Brücke herunterwirft, und Spider-Man beim Versuch, sie mit einem Spinnennetz zu retten, ihr aus
Versehen das Genick bricht. Die Story etablierte den Grünen Goblin als Spider-Mans Erzfeind,
verschlimmerte Peters Schuldgefühle (nach Onkel Bens Tod gab er sich nun auch an Gwens Ableben die
Schuld), und gilt bis heute als einer der schockierendsten Momente der US-Comicgeschichte.[9]
In den 1970er-Jahren wurden in Spider-Man verstärkt sozialkritische Themen verarbeitet. Neben den
Risiken von Drogenkonsum waren es Studentenproteste, die Bürgerrechtsbewegung und der Vietnamkrieg.
Dies spiegelte sich u. a. in der Wandlung von Flash Thompson wider, der in die U.S. Army eintrat und nach
Vietnam ging. Ebenfalls änderte sich die Rolle von Mary Jane Watson, die zuvor mit Harry Osborn
zusammen gewesen war, und nun (trotz harter Konkurrenz durch Spider-Mans Superheldenkollegin Black
Cat) Peters Freundin wurde. Zudem wurde die erste Spin-off-Serie eröffnet, Spectacular Spider-Man
(1976). Während die Flaggschiffserie Amazing Spider-Man den Kampf gegen Superschurken fokussierte,
konzentrierten sich die Geschichten in Spectacular auf sozialkritische Themen wie Straßenkriminalität,
Drogenhandel und Korruption.
1980er-Jahre
In den 1980er-Jahren wurde Spider-Man optisch verändert. Hatte er seit 1962 an immer ein rot-blaues
Kostüm getragen, so verschmolz er 1984 in der Marvel-Crossover-Serie Secret Wars mit einer
außerirdischen schwarzen „Symbiontenmasse“, so dass er mehrere Jahre lang ein schwarzes Kostüm trug.
Zudem kam Mary Jane hinter seine Geheimidentität, was ihre Beziehung erheblich belastete. In diesem
Jahrzehnt wurden mehrere von Fans und Kritikern gelobte Geschichten verfasst: in The Death of Jean
DeWolff (1985) von Autor Peter David ermordet ein Psychopath eine von Peters Vertrauten, worauf nur
Daredevil verhindern kann, dass Spider-Man den Superschurken umbringt, in Kravens Last Hunt (1987)
von Jean Marc DeMatteis begräbt Kraven Spider-Man lebendig, massakriert jeden Kriminellen, der Spider-
Man nicht besiegen konnte, und richtet sich am Ende selbst, und in The Wedding (1987) heiraten Mary Jane
und Peter schließlich.[9] Zudem wurde etabliert, dass Spider-Mans Symbiontenmasse ein Parasit war, der
ihn langsam auffraß. Nachdem Spider-Man sein eigenes Kostüm nach hartem Kampf besiegt hatte, trug er
nach längerer Zeit wieder rot-blau anstelle von schwarz. Die Masse suchte sich einen neuen Wirt namens
Eddie Brock, der der Superschurke Venom wurde (1988).
1990er-Jahre
Die 1990er-Jahre verliefen sowohl für Spider-Man als auch für Marvel
Comics selbst chaotisch. Mit dem neuen Zeichner Todd McFarlane
verkaufte sich Spider-Man #1 (1990) in der Zeit der Comic-
Spekulationsblase 2,5 Millionen Mal.[10] 1992 verließ McFarlane Marvel
und stieg bei Image Comics ein, und zudem stand Marvel selbst aufgrund
von Missmanagement kurz vor dem Bankrott. In dieser Zeit wurden viele
Storys verfasst, in denen sich Spider-Man mit den Spinnen-Superschurken
Venom und Carnage (Debüt 1991) auseinandersetzen musste. Zudem
erschuf Autor Howard Mackie die sog. Klon-Saga, in der etabliert wurde,
dass Peter Parker angeblich nur ein Klon des „wahren“ Spider-Mans
namens Ben Reilly sei. Das kreative und finanzielle Durcheinander führte
dazu, dass Mackie ermutigt wurde, immer mehr Cliffhanger und Todd McFarlane zeichnete
Schockeffekte einzubauen, um die Verkaufszahlen zu fördern. [11] Kritisiert mit Spider-Man #1 (1992)
wurde die zunehmende Reduzierung von Mary Jane auf die Rolle eines eines der verkaufsstärksten
Comics der 1990er-Jahre.
Supermodels mit üppigen Kurven, die außer Fanservice nur noch wenig zur
Story beitrug.[12] Immer mehr Spider-Man-Klone wie Kaine oder Carnage
wurden etabliert, Mary Jane wurde schwanger und verlor ihr Kind, und Peter Parker gab mehrfach das
Superheldentum auf, blieb aber nie dabei, und die Reaktion von Fans und Kritik war negativ.[11] Hierunter
fiel der Umgang mit Tante May, die in der Story The Gift (Amazing Spider-Man #400, 1995) scheinbar
einen würdigen Tod stirbt – bis Mackie etablierte, dass es sich hierbei nur um eine „genetisch veränderte
Doppelgängerin“ handelte, und die echte Tante May noch lebte.[9] Selbst nachdem die Klon-Saga endete
und Peter Parker wieder als Spider-Man etabliert war, war die Comicfigur angeschlagen.
2000er-Jahre
In diesem Jahrzehnt wurde das Bild von Spider-Man maßgeblich von der erfolgreichen Filmreihe von Sam
Raimi und Avi Arad bestimmt, in denen Tobey Maguire den Titelhelden verkörperte. Parallel wurde die
Reihe Ultimate Spider-Man mit zeitgemäßen Versionen der etablierten Charaktere eingeführt, so dass neue
Leser einsteigen konnten, ohne 40 Jahre Vorwissen mitbringen zu müssen. In dieser Version, die von Autor
Brian Michael Bendis verfasst wurde, waren Tante May und Onkel Ben Hippies, wurde Peter von einer
genetisch veränderten anstelle einer radioaktiv verstrahlten Spinne gebissen, und er war von Anfang an mit
Mary Jane, Liz, Flash, Harry und später Gwen in derselben Schulklasse. Diese hipperen Interpretationen
wurden vielfach gelobt.[9] Auch bei der Hauptreihe Amazing Spider-Man sorgte Autor J. Michael
Straczynski für eine spürbare Verbesserung. 2002 verfasste er die Story The Conversation, in der Tante
May Peter als Spider-Man enttarnt. Als sie wissen will, warum er sie so lange belogen hat, erzählt der
beschämte Peter alles über seine Geheimidentität, gesteht ihr die Episode mit dem Dieb und will alle Schuld
für Bens Tod auf sich nehmen, doch sie lässt ihn nicht: Wenn sie sich nicht vorher mit Ben „über etwas
völlig Sinnloses“ gestritten hätte, hätte er nie das Haus verlassen, und der Dieb hätte ihn nicht erschossen.
Beide verzeihen sich gegenseitig, und somit schließt Spider-Man Frieden mit seiner größten Verfehlung. Im
Zuge des Marvel-Crossovers Civil War (2006) ließ Autor Mark Millar Peter Parker zudem seine
Geheimidentität der Welt mitteilen, dies wurde aber ein Jahr später in der Story One More Day (2007)
rückgängig gemacht. In dieser Storyline von Straczynski, an der Marvel-Chef Joe Quesada großen Einfluss
hatte, stirbt Tante May nach einem Querschläger, doch dann bietet der Superschurke Mephisto (das Marvel-
Äquivalent des Satans) Peter an, sich für sie zu opfern. Peter willigt ein, so dass Mephisto zwar Tante May
wieder zum Leben erweckt, aber seine Ehe zu Mary Jane und alle Geschehnisse danach rückgängig macht.
Somit war das Spider-Man-Universum quasi auf den Stand von 1987 zurückgesetzt, so dass u. a. keiner
mehr die Geheimidentität von Spider-Man wusste. Ähnlich wie einst Gerry Conway, der 1972 Spider-Mans
Freundin Gwen Stacy töten ließ, meinte Quesada dazu, dass die Heirat sowohl Peter als auch Mary Jane als
Charaktere gebremst hätte. Diese Entscheidung wurde sowohl von Straczynski, der sich von der Story
distanzierte, und von Fans als auch Kritik äußerst zwiespältig aufgenommen, da ein etablierter Superheld
buchstäblich einen Teufelspakt eingegangen war.[13]
2010er-Jahre
In den 2010er-Jahren kam es zu einem Relaunch der Spider-Man-Filme, in denen Andrew Garfield zwei
Mal den Superhelden verkörperte. In den Comics etablierte Autor Dan Slott in der neuen Serie Superior
Spider-Man, dass der sterbende Superschurke Doktor Oktopus sein Bewusstsein in Spider-Mans Gehirn
transferiert und somit Peter Parkers Körper übernimmt. Doktor Oktopus widmet sich der Mission, ein
„besserer Spider-Man“ zu sein als das Original, und ist sowohl als Superheld als auch in seiner Zivilidentität
skrupelloser und effektiver. Slotts Storys wurden zunächst negativ gesehen, überzeugten aber Fans und
Kritik durch den originellen Ansatz, Spider-Man nicht mehr länger als von Selbstzweifeln geplagten
Grübler, sondern als arroganten Macho zu interpretieren.[14] Nachdem Peter wieder seinen Körper
übernimmt, bemerkt er, dass der Superschurke sowohl sein Geschäfts- als auch sein Privatleben völlig
umgekrempelt hat, was nicht immer nachteilig war. Ebenfalls gelobt wurden der Comic Spider-Gwen, die
eine alternative Zeitlinie beschreibt, in der nicht Peter Parker, sondern Gwen Stacy Spinnenkräfte erlangt,
sowie das Aufkommen von Miles Morales, der nach dem Tod von Peter Parker im alternativen Universum
von Ultimate Spider-Man der erste afroamerikanische Spider-Man wurde.
2015 kam es zu einem verlagsweiten Relaunch der Marvel-Serien („All-New, All-Different Marvel“), so
dass u. a. das reguläre Marvel-Universum (Marvel-616) mit den Universen aus Ultimate Marvel (Marvel-
1610) und Spider-Gwen (Marvel-65) verschmolzen wurde. Dies führte dazu, dass nun Peter Parker (616-
Version), Miles Morales (1610-Version) sowie Gwen Stacy (65-Version) nach dem Relaunch in derselben
Welt agieren, und Peter mit seinen Schuldgefühlen über seine Version von Gwen und Miles mit seinen
Schuldgefühlen über seine Version von Peter zurechtkommen muss.
2017 erschien mit Spider-Man: Homecoming ein weiterer Kinofilm, der zum Marvel Cinematic Universe
gehört. Marvel hatte zu diesem Zweck eine Vereinbarung mit Sony getroffen und das Recht erworben, die
Figur in fünf Filmen auftreten zu lassen, an deren Gewinn Sony beteiligt ist. Ein von Tom Holland
dargestellter Spider-Man war bereits 2016 in The First Avenger: Civil War zu sehen. Fortsetzungen
erfolgten 2019 mit Spider-Man: Far From Home und 2021 mit Spider-Man: No Way Home.
Fiktive Biografie
In Amazing Fantasy #15 (1962) wird die bis heute gültige Entstehungsgeschichte von Spider-Man
beschrieben. Der Waise Peter Parker, der bei seiner betagten Tante May und seinem betagten Onkel Ben
aufwächst, ist ein schüchterner, unbeliebter Nerd. Nach dem Biss einer radioaktiv verseuchten Spinne
entwickelt er verschiedene Superkräfte: die proportional vergrößerte Kraft, die Geschwindigkeit und
Wendigkeit einer Spinne, die Fähigkeit, Wände zu erklettern und einen „Spinnensinn“. Er nennt sich
daraufhin Spider-Man, näht sich ein rot-blaues Kostüm mit Spinnenmotiven und erfindet „Netzdrüsen“ mit
der dazugehörenden Netzflüssigkeit. Diese erlauben ihm, verschiedene Netze zu spinnen, von elastischen
Tauen, an denen er sich von Haus zu Haus schwingt, stabilen
Fangnetzen, oder Fesseln, um Verbrecher einzuschnüren. Zudem ist
Spider-Man ein gewitzter Sprücheklopfer, was u. a. spätere Helden
wie Deadpool inspirierte.[15]
Seit seinem Debüt 1962 ist Peters betagte, herzkranke Tante May Parker seine wichtigste Bezugsperson. Er
gibt sich die Schuld am Tod ihres Ehemannes Ben und wagt aber lange Zeit nicht, ihr die Wahrheit über
sich zu sagen, da er fürchtet, dass es sie umbringen würde. Erst spät (2002) erfährt Tante May seine
Geheimidentität und verzeiht ihm seine Untätigkeit vor Onkel Bens Tode. Ebenfalls seit Anfang der Comics
verkauft Peter Fotos von Spider-Man (d. h. sich selbst) an den Spider-Man hassenden Zeitungsboss J.
Jonah Jameson. Nachdem Tante May 2009 Jamesons Vater heiratet, ist er ironischerweise Spider-Mans
Verwandter.
Innerhalb der Welt von Marvel Comics ist Spider-Man als prototypischer Einzelkämpfer bekannt, der vom
Establishment (verkörpert durch J. Jonah Jameson) gehasst, aber von der Bevölkerung geliebt wird. Dies
spiegelt sich in seinem inoffiziellen Spitznamen „friendly neighborhood Spider-Man“ (engl.: der freundliche
Spider-Man von nebenan, in der deutschen Version die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft) wider.
Trotzdem ist Spider-Man seit den 1960er-Jahren mit Johnny Storm aus den Fantastischen Vier befreundet
(was sich z. T. damit erklären lässt, dass beide damals die einzigen Teenager-Superhelden bei Marvel
Comics waren) und ist öfter in Crossovern mit Daredevil und Wolverine zu sehen.
Als Superheld steht Spider-Man einer Reihe von Superschurken gegenüber. Als sein Erzfeind gilt
gemeinhin der Grüne Goblin/Grüne Kobold (Norman Osborn), der als erster Bösewicht Peter Parkers
Geheimidentität herausfand und seine Freundin Gwen Stacy 1973 in den Tod schickte: Spider-Mans
Kampf gegen den Grünen Goblin ist der Kernpunkt des Films Spider-Man. Dieser Status wird durch die
zweite Inkarnation des Grünen Goblins (Harry Osborn, Norman Osborns mental instabiler Sohn) verstärkt,
gegen den Peter besonders ungern kämpft, da Harry in seiner Zivilidentität sein bester Freund ist. Dieser
Zwist war der Fokus des Filmes The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro. Ein weiterer Erzfeind ist
Doktor Oktopus, der sein Debüt 1963 machte und historisch einer von Spider-Mans ältesten Gegnern ist. Er
war der erste Superschurke, der Spider-Man in einem Kampf besiegte, und ist mit seinen mechanischen
Armen ein ebenbürtiger Gegner für Spider-Mans Kraft, Agilität und Kletterfähigkeiten. Spider-Mans
Kampf gegen Doktor Oktopus war Fokus des Films Spider-Man 2. Als dritter Erzfeind wird ab den 1990er-
Jahren Venom gezählt, der sämtliche von Spider-Mans Kräften hat, und der erste Gegner ist, auf den dessen
Spinnensinn nicht reagierte. Der Kampf von Spider-Man gegen Venom war Schwerpunkt des Films Spider-
Man 3. Weitere Superschurken, die in Spider-Man-Kinofilmen tragende Rollen spielten, waren Echse (The
Amazing Spider-Man) sowie Electro (The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro). Doch Spider-Mans
wohl größter Feind ist J. Jonah Jameson, der mit seiner lebenslangen Schmierenkampagne gegen Spider-
Man dafür sorgt, dass ihm viele Menschen misstrauen. Seine Fehde gegen Spider-Man war vor allem in den
ersten Filmen ein wichtiger Nebenplot.
Daily Bugle: Eine Zeitung unter der Leitung des Spider-Man hassenden Verlegers J. Jonah
Jameson, seines besonnenen Assistenten Robbie Robertson, und seiner Sekretärin Betty
Brant.
Midtown High School: Die High School, auf der Peter Parker, Liz Allen und Flash
Thompson ihren Schulabschluss holten
Empire State University: Eine Universität, an der Peter Parker zunächst als Student, später
als Dozent arbeitet. Flash spielte in der dortigen Footballmannschaft.
Oscorp: Der mächtige Chemiekonzern des zwielichtigen Norman Osborn, des
Superschurken Grüner Kobold bzw. des Grünen Goblin
Marvel-Comics-Figuren, die auf Spider-Man basieren, sind:
Scarlet Spider / Ben Reilly (Debüt 1975): Ein Klon von Peter Parker, der zeitweilig während
der Klon-Saga dachte, dass er der wahre Spider-Man sei
Spider-Woman / Jessica Drew (1977): Eine Frau, deren Spinnenkräfte durch Magie und
Technik erweckt wurden, und eher bei den Avengers arbeitet
Spider-Ham / Peter Porker (1983): Das „Spinnenschwein“ aus einer parallelen Dimension,
in der alle Marvel-Figuren vermenschlichte Tiere sind
Spider-Woman / Julia Carpenter (1984): Eine Frau, die ihre Spinnenkräfte aus einem
Militärprojekt erwarb
Venom / Eddie Brock (1988): Ein verbitterter Journalist, der neuer Wirt jenes
außerirdischen Symbionten wurde, den Spider-Man in den 1980er-Jahren abstieß
Carnage / Cletus Kasady (1991): Ein irrer Massenmörder, der ebenfalls vom
außerirdischen Symbionten besessen wurde
Spider-Man 2099 / Miguel O’Hara (1992): Der Spider-Man aus einer alternativen Zukunft
Kaine Parker (1994): Ein Klon von Peter Parker, der lange Zeit ein Superschurke war, ehe
er eher als Antiheld interpretiert wurde
Steel Spider / Oliver Osnick (1994): Ein pummeliges, von seinem Umfeld gekränktes
Wunderkind, das Spider-Man zuerst bekämpft, danach sein Freund wird
Spider Woman III / Mattie Franklin (1998): Ein Mädchen, welches ihre Kräfte durch
Einnahme von Chemikalien aus den Lagern von Norman Osborn bekam
Spider-Girl / May Parker (1998): Die Tochter von Mary Jane und Peter Parker aus einer
alternativen Zukunft
Araña / Anya Corazon (2004): Die einzige Latina mit Spinnenkräften, und die Einzige,
deren Kräfte eher magisch sind
Spider-Man II / Miles Morales (2011): Der afroamerikanische Nachfolger von Peter Parker
im Comic Ultimate Spider-Man
Silk / Cindy Moon (2014): Es wurde etabliert, dass die radioaktive Spinne, der Peter Parker
seine Kräfte verdankt, vor ihrem Tod zusätzlich Cindy Moon biss
Spider-Woman IV / Gwen Stacy / Spider-Gwen (2014): Nicht Peter Parker, sondern Gwen
Stacy ist in einem alternativen Universum von der radioaktiven Spinne gebissen worden.[16]
Agent Venom / Flash Tompson : Nachdem Venom seinen perfekten Wirt in Flash
gefunden hat, bekämpfen sie zusammen Verbrecher und helfen Spider-Man bei S.H.I.E.L.D.
Iron Spider / Amadeus Cho: Iron Spider besitzt einen Iron Man ähnelnden Anzug, mit
welchem er Spider-Man stets zur Seite steht. Außerdem ist er der siebtklügste Mensch auf
der Welt.
Web-Beard: Mit Spider-Man's Aussehen und einem Bart hat dieser Spider-Man-Pirat aus
einer parallelen Dimension keine Spinnenkräfte.
Web-Slinger / Peter Parker: Dieser aus einer parallelen Dimension stammende Spider-
Man ist ein Western-Held und bekämpft dort das Verbrechen. Jedoch hat er keine
Spinnenkräfte.
Spider-Knight: Dieser aus einer parallelen Dimension stammende Spider-Man hat keinerlei
Spinnenkräfte. Dafür hat er die Ausrüstung eines Ritters und ist äußerst geschickt mit dem
Schwert.
Blood-Spider / Peter Parker: Dieser aus einer parallelen Dimension stammende Spider-
Man kämpft gegen Vampire in einem verseuchten New York.
Wolf-Spider / Peter Parker: Dieser aus einer parallelen Dimension stammende Spider-Man
ist extrem bösartig und will die Realitäten zerreißen.
Spider Noir / Peter Parker: Dieser aus einer parallelen Dimension stammende Spider-Man
lebt in einer schwarz-weißen Realität und bekämpft gemeine Gangster wie Hammerhead
und Joe Fixit.
Bone-Spider: Er ist Mitglied der Spider-Slayers und kann Stacheln aus seinem Körper
drücken und diese als Waffe verwenden.
Ghost-Spider: Er ist Mitglied der Spider-Slayers und kann seine Dichte so verändern, dass
sein gesamter Körper transparent wird. Des Weiteren kann er sich teleportieren und ist
übermenschlich stark.
Goliath-Spider: Dieses Mitglied der Spider-Slayers kann seinen Körper in Metall
verwandeln und hat eine dem Hulk ähnliche Kraft.
Spider-Girl / Petra Parker: Dieser aus einer parallelen Dimension stammende Spider-Man
ist Peter Parker extrem ähnlich. Nur ist diese Spinne weiblich. Doch die Kräfte sind nahezu
identisch.
Unterstützende Personen
Liz Allan: Sie ist auf der Midtown High School eine Mitschülerin von Peter Parker. Sie ist die Freundin
von Flash Thompson. Später interessiert sie sich auch für Peter, nachdem er mit Betty Brant
zusammenkommt. Als sie mit der High School fertig waren, musste Peter als Spider-Man auf der
Zeremonie gegen ihren Stiefbruder, den Molten Man, kämpfen. Jahre später trifft sie als Ehefrau von Harry
Osborn Peter, der mittlerweile mit Mary Jane zusammen ist, wieder. Ihre Ehe mit Harry scheitert schließlich
wegen seiner wahnsinnigen Neigung zum Grünen Kobold. Liz geht nun eine Affäre mit Daredevils / Matt
Murdocks Partner Foggy Nelson ein, verlässt ihn aber auch wieder nach einem Angriff von Mysterio. Nach
allem was passiert ist, will sie New York zusammen mit ihrem Sohn Normie Osborn, den sie zusammen mit
Harry bekommen hat, verlassen. Erfunden wurde die Figur von Stan Lee und Steve Ditko und ist zuerst in
Amazing Fantasy # 15 (August 1962) erschienen. Im Film Spider-Man: Homecoming wird sie von Laura
Harrier gespielt.
Black Cat / Felicia Hardy: Sie ist eine Diebin im Katzenkostüm und hilft Spider-Man oft gegen das Böse,
außerdem zeigt sie eine besondere Zuneigung zu Spider-Man. Geschaffen wurde die Figur von Marv
Wolfman und Keith Pollard, erstmals erschienen in The Amazing Spider-Man # 194 (Juli 1979). Felicity
Jones porträtierte Felicia Hardy in The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro.
Betty Brant: Sie arbeitet im Daily Bugle und verliebt sich in Peter Parker. Doch die Liebe endet, nachdem
sie anfängt, schlecht über Spider-Man zu denken, weil er mitverantwortlich sei für den Tod ihres Bruders.
Später heiratet sie ihren Kollegen Ned Leeds. Fast wird sie vom Sin-Eater getötet, kann aber entkommen.
Nachdem sich herausstellt, dass ihr Mann der Bösewicht Hobgoblin ist, wird sie verrückt. Während des
Inferno-Events wird sie vom alten Freund Flash Thompson und Spider-Man gerettet, nachdem sie von
Spider-Klonen attackiert wurde. Als die Schriftstellerin Debra Whitman schlecht über Spider-Man schreibt,
gibt Betty Informationen an die Konkurrenzzeitung Daily Globe preis. Nachdem der Daily Bugle-Chef J.
Jonah Jameson einen Herzinfarkt erlitt, hätte Betty wieder eine niedere Rolle in der Zeitung erhalten, aber
Peter konnte eine fiktive Verbindung zu Marlon Brando herstellen, was sie wieder interessant machte.
Dennoch schreibt sie nun selbstständig einen Weblog und ist mit Flash zusammen. Auch sie ist von Stan
Lee und Steve Ditko für The Amazing Spider-Man # 4 (September 1963) erfunden worden. In der Sam
Raimi-Spider-Man-Filmreihe wurde sie von Elizabeth Banks dargestellt. Im Film Spider-Man:
Homecoming wird sie von Angourie Rice gespielt.
Carlie Cooper: Sie war mit Lily Hollister/Menace und Gwen Stacy befreundet. In der the New York
Police Department's Crime Scene Unit ist sie Offizier. Sie findet einen Spider-Tracer und vermutet so auch
eine Gruppe von Mördern zu finden: die „Spider-Tracer Killer“. Später muss sie zusammen mit ihrer
Partnerin Norah Winters die Stadt vor Doctor Octopus retten. Durch einen magischen Kampf in dem auch
Mister Negative involviert ist, erfährt sie, dass ihr Vater nicht der gute Polizist ist, wie sie es immer dachte.
Es kommt zu einem Date mit Peter, dieses wird aber gestört, weil der Verbrecher Tombstone angreift. Nach
einem Kampf mit Spider-Man kann dieser inhaftiert werden. Die Liebe, die während der Handlung von
Spider-Man: Brand New Day begonnen hat, wurde dann, mit Höhen und Tiefen, in Spider-Man: Big Time
fortgeführt. Nachdem sie nach den Ereignissen in Spider-Island erfuhr, dass Peter Parker sie belogen hat
und dass er Spider-Man ist, verlässt sie ihn. Nachdem Octavios in Dying Wish die Identität von Peter
Parker / Spider-Man angenommen hat, konfrontiert dieser Carlie Cooper. Sie wird von einer seiner Tentakel
getroffen und muss ins Krankenhaus. Als der neue Bürgermeister Jameson mit Spider-Man Hände schüttelt,
merkt sie, dass etwas nicht stimmt und recherchiert nun, was mit dem echten Peter Parker geschehen ist. Sie
ist in den Storylines „The Superior Spider-Man“ und „Dead No More: The Clone Conspiracy“ mit
verantwortlich, dass Peters Bewusstsein regeneriert wird. Hierzu stellt sie sich ihrer alten Freundin Menace
und Goblin King/Norman Osborn. Danach verlässt sie New York. Diese Figur wurde von Dan Slott und
Joe Quesada erfunden und erschien zuerst in The Amazing Spider-Man # 545 (Dezember 2007).
Jean DeWolff: DeWolff ist Polizei-Kapitän der New York City Police Departments, was sie trotz schwerer
Kindheit schaffte. Sie hat eine Vorliebe für die 1930er. Oft arbeitet sie mit Spider-Man zusammen. Sie
wurde später von ihrem Liebhaber Stanley Carter/Sin-Eater getötet. Spider-Man hält ihre Taten weiter hoch.
Kreiert wurde sie von Bill Mantlo und Sal Buscema für Marvel Team-Up # 48 (August 1976).
Glory Grant: Sie ist Model und zieht in dasselbe Gebäude, in dem Peter wohnt. Sie werden Freunde und
durch ihn erhält Grant einen Job als Sekretärin im Daily Bugle. Nach einer Weile verliebt sie sich in den
Kriminellen Eduardo Lobo, der gegen Kingpin kämpft. In einen Kampf Spider-Man gegen die Lobo
Brothers, in dem auch Grant konfrontiert ist, erschießt sie Eduardo. Grant ist auch daran beteiligt, das
Calypso wieder aufersteht. Als Jameson Bürgermeister von Manhattan wird, ist sie an seiner Seite. Sie
quittiert den Job aber wieder, weil Jameson seine Fehde gegen Spider-Man nicht aufgibt. Zuerst
geschrieben wurde sie von Gerry Conway und gezeichnet von Ross Andru für The Amazing Spider-Man #
140 (Januar 1975).
Veröffentlichung in Deutschland
In Deutschland wurde Spider-Man ab Mitte der 1960er bis in die frühen 1970er Jahre zum ersten Mal unter
dem Titel Die Spinne im Bildschriftenverlag in der Reihe Hit-Comics in loser Reihenfolge ohne jeden
chronologischen Bezug zum US-Original veröffentlicht.
Anschließend wurde die Serie neu und in chronologischer Folge vom Williams Verlag aufgelegt (Nr. 1 von
1974 bis Nr. 137 von 1979). Allerdings ließ auch Williams Lücken entstehen. So erschien beispielsweise
die US-Ausgabe #29 von Amazing Spider-Man nicht im Williamsverlag, da bei Marvel USA die
Originaldruckvorlagen nicht mehr vorhanden waren. Diese Nummer wurde einfach ausgelassen.
Kurioserweise ist genau diese Nummer Inhalt des ersten Comics des BSV: Hit-Comics Nr. 1 von 1966.
Danach übernahm Ende der 1970er bis Mitte der 1990er der Condor Verlag die Fortführung der Reihe, der
allerdings zu seinem Vorgänger eine größere Lücke ließ. Außerdem wiesen die deutschen Adaptionen des
US-Vorbildes durch den Condor-Verlag erhebliche qualitative Unterschiede und inhaltliche Lücken zum
US-Original auf. Diese Diskrepanz ließ sich auf teilweise fehlerhafte Übersetzungen, aber auch auf
umfangreiche Text- und Bild-Kürzungen zurückführen. Hier war nicht zuletzt das von Condor
hauptsächlich verwendete Taschenbuchformat die Ursache. In den USA erschienen die Comics von Spider-
Man, wie nahezu alle US-Comics, im größeren Heftformat. Lediglich einige wenige Graphic Novels mit
Spider-Man sind mit dem europäischen Comicalbum-Format ansatzweise vergleichbar. Erst Marvel
Deutschland, als Dependance des italienischen Panini Verlages gegründet, schloss 1998 die Lücke
zwischen Williams und Condor in Form des Heftschubers Das fehlende Jahr (Nr. 137 bis Nr. 150).
Marvel Deutschland veröffentlicht seitdem mittlerweile unter dem Namen Panini Comics ein breites
Programm von Marvel Comics, darunter auch die aufwendigen Komplett-Serie von Spider-Man, welche in
einzelnen Heftnachdrucken alle Veröffentlichungen der Jahrgänge 1962 (Amazing Fantasy 15) - 1979 in
jeweils einem Schuber zusammenfassen. Darin sind auch die zweite erfolgreiche Spider-Man Serie (The
Spectacular Spider-Man) sowie Spezialhefte (darunter die Spider-Man Annuals) enthalten. Seit 2005
erschienen die frühen Spider-Man-Comics in korrekter Reihenfolge als Sammelbände unter dem Titel
Marvel History: Spider-Man. Die Serie wurde nach 6 Bänden eingestellt.
Andere Medien
Serien
Spider-Man hatte mehrere Auftritte im Fernsehen. Die erste Cartoon-Serie wurde 1967 von Ralph Bakshi
produziert, mit den Stimmen von Bernard Cowan und später Paul Soles. In Japan gab es in den 1970er-
Jahren eine Realfilm-Serie von Spider-Man, bei der er, für Asiatische Filme typisch, einen riesigen Roboter,
ähnlich dem der Power Rangers, als Hilfsmittel hatte. Es gab danach Mitte der 80er- und Anfang der 90er-
Jahre noch zwei Versuche, die Spider-Man-Realfilmserie wiederzubeleben, die jedoch scheiterten.
The Spectacular Spider-Man (unter vollem Titel The Spectacular Spider-Man Animated Series) ist eine
aktuelle Umsetzung in animierter Form für das amerikanische Fernsehen, entwickelt von Victor Cook und
Greg Weisman, mit Erstausstrahlung am 8. März 2008. Vom Stil her basiert diese Version sehr stark auf den
originalen Geschichten von Stan Lee und Steve Ditko mit einer ähnlichen Mischung aus Action,
dramatischen Momenten, Komik sowie High-School-Leben. Es werden aber auch Elemente aus anderen
aktuelleren Umsetzungen genutzt.
Von April 2012 bis Januar 2017 wurde die Serie Der ultimative Spider-Man im englischsprachigen Raum
ausgestrahlt, die vom Charakter-Design auf der Ultimate-Version basiert, jedoch von der Story stark
abweicht. Zudem ist die Serie von einer durchgehenden Slapstick-Atmosphäre gekennzeichnet, wobei die
Ernsthaftigkeit der ursprünglichen Comicserie (besonders die Charakterisierung Spider-Mans durch sein
Verantwortungsgefühl) größtenteils verloren geht.[17]
Im Sommer 2017 startete die neue Serie die einfach Spider-Man betitelt ist und ersetzte Der ultimative
Spider-Man auf Disney XD.
Jahr(e) Titel Originaltitel Kommentar
1967–
Spider-Man Spider-Man
1970
1981– Spider-Man
Spider-Man
1982 Alternativtitel: Spider-Man 5000
1999–
Spider-Man Unlimited Spider-Man Unlimited
2001
Spider-Man
Spider-Man: The New Fortsetzung des Kinofilms Spider-
2003 Alternativtitel: Spider-Man 2003 /
Animated Series Man
Spider-Man The New Animated Series
2008– The Spectacular
The Spectacular Spider-Man
2009 Spider-Man
2012–
Der ultimative Spider-Man Ultimate Spider-Man
2017
2013–
Avengers – Gemeinsam unbesiegbar Avengers Assemble Nebenrolle
2019
2017–
Spider-Man Spider-Man Zeichentrickserie auf Disney XD
2020
Verfilmungen
Im Jahre 1973 wurde der Film 3 dev adam ohne Genehmigung Marvels produziert. In diesem Film spielt
Spider-Man den Bösewicht und kämpft gegen Captain America und Santo. Von 1978 bis 1979 wurde die
Fernsehserie The Amazing Spider-Man mit Nicholas Hammond in der Hauptrolle produziert. Drei
Doppelfolgen dieser Serie wurden in Deutschland als Kinofilme gezeigt und vermarktet.
Mit dem Kinofilm Spider-Man, der 2002 in die Kinos kam, feierte Spider-Man seinen bis dahin größten
Popularitätszuwachs. Die Verfilmung von Regisseur Sam Raimi mit Tobey Maguire in der Hauptrolle nahm
sich zwar einige Freiheiten, wurde aber vom breiten Publikum dennoch euphorisch aufgenommen. Bis
August 2002 spielte der Film weltweit 807 Mio. US-Dollar ein.
Die Fortsetzung Spider-Man 2 erschien 2004 und war mit einem weltweiten Einspielergebnis von 771 Mio.
US-Dollar ebenfalls außerordentlich erfolgreich. Der Film gewann den Oscar für die besten visuellen
Effekte.
Spider-Man 3 startete am 1. Mai 2007 in Deutschland, drei Tage vor dem US-amerikanischen Start,
nachdem er zuvor am 17. April 2007 seine Weltpremiere in Japan gefeiert hatte. Er erreichte ein weltweites
Einspielergebnis von 890,5 Mio. US-Dollar, was ihn zum erfolgreichsten Teil der Trilogie macht und ohne
Inflationsbereinigung auf Platz 22 der Liste der erfolgreichsten Filme beförderte. Mit einem Budget von 258
Millionen US-Dollar war er der bis dahin teuerste Kinofilm.
Der Start der Dreharbeiten zu Spider-Man 4 wurde zunächst wegen Streitigkeiten über das Drehbuch
verzögert. Schließlich stoppte Sony die Produktion komplett und verzichtet von nun an auf die Besetzung
Tobey Maguire, Kirsten Dunst und Regisseur Sam Raimi. Zukünftige Spider-Man-Filme sollen die
Hauptfigur wieder als High-School-Schüler zeigen.[18] The Amazing Spider-Man feierte am 28. Juni 2012
Premiere, mit Marc Webb als Regisseur und Andrew Garfield in der Hauptrolle als Peter Parker. Am 3. Juli
2014 erschien das Sequel The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro.[19] Nachdem der Film hinter den
finanziellen Erwartungen zurückblieb, vereinbarten Sony und Disney, Spider-Man runderneuert in das
Marvel Cinematic Universe einzuführen. Tom Holland bekleidete erstmals im 2016 erschienenen The First
Avenger: Civil War die Rolle des Spider-Man, bevor er 2017 in einem Solo-Film unter der Regie von Jon
Watts in die Rolle zurückkehrte. Auch im Film Avengers: Infinity War war er wieder als Spider-Man zu
sehen.
Spider-
Jahr Titel Originaltitel Regisseur Man- Einspielergebnis Anmerkung
Darsteller
Deutsche Serienauswertung
Spider-Man –
1977 Der
Spinnenmensch
Spider-Man The Amazing Abhängig von Nicholas Auskoppelungen
1978
schlägt zurück Spider-Man den Episoden Hammond der Fernsehserie
Spider-Man
1981 gegen den
gelben Drachen
Spider-Man-Trilogie
Spider-Man: Spider-Man:
2017
Homecoming Homecoming
Jon Watts $ 880.166.924[26]
Tom
Jon Watts Holland,
Spider-Man: $
Spider-Man: No Andrew
2021 No Way
Way Home
Home
Garfield & [Link][30]
Tobey
Maguire
Spider-Verse
u. a.
Joaquim Dos Shameik
Spider-Man: Spider-Man: Santos, Kemp Moore,
2023 Across the Across the Powers, Hailee
Spider-Verse Spider-Verse Justin K. Steinfeld,
Thompson[32] Oscar
Isaac[32]
Weitere Adaptionen
Im Jahr 2010 startete das Musical Spider-Man: Turn Off the Dark mit Musik von Bono und The Edge
sowie Reeve Carney in der Hauptrolle am Broadway.
Spider-Man 2: The Sinister Six ist ein Computerspiel, das auf dem Superhelden basiert.
Siehe auch
Figuren aus dem Marvel-Universum
Alain Robert, Extremkletterer, der in Anlehnung an die Comicfigur auch unter dem Namen
Spider-Man bekannt ist
Literatur
Lukas Etter/Thomas Nehrlich/Joanna Nowotny (Hrsg.): Reader Superhelden. Theorie –
Geschichte – Medien. Bielefeld: transcript 2018. ISBN 978-3-8376-3869-1.
Robert Moses Peaslee, Robert G. Weiner (Hrsg.): Web-Spinning Heroics: Critical Essays on
the History and Meaning of Spider-Man. McFarland, Jefferson 2012, ISBN 978-0-7864-4627-
8.
Matthew K. Manning: Spider-Man. Die spannende Welt des Superhelden. Chronik mit
Register und zahlreichen Illustrationen. Dorling Kindersley, München 2012, ISBN 978-3-
8310-2065-2.
Weblinks
Titelbilder von Die Spinne ([Link]
Verlag in Deutschland für die Comics ([Link]
Spider-Man bei [Link] ([Link]
Philatelistisches
Mit dem Erstausgabetag 7. Juli 2022 gab die Deutsche Post AG anlässlich des 60-jährigen Bestehens von
Spider Man ein Sonderpostwertzeichen im Nennwert von 85 Eurocent heraus. Der Entwurf stammt von
Thomas Steinacker.
Einzelnachweise
1. Library of Congress Receives Original Drawings for the First Spider-Man Story, "Amazing
Fantasy #15" ([Link] Library of Congress, April 30th,
2008
2. Why Spider-Man Is Popular ([Link]
1), ABC News
3. Stan Lee explains how he created Spider-Man ([Link]
-hogan-awarded-115-million-gawker-suit), The Week
4. Steve Ditko Writes About His Role In Spider-Man’s Creation ([Link]
-ditko-writes-about-spider-man-creation/)
5. <IT’S STAN LEE’S UNIVERSE ([Link]
l), [Link]
6. So Much More Than Spider-Man: A Birthday Tribute to Steve Ditko ([Link]
m/tribute-steve-ditko/), Comics Alliance
7. 50 Greatest Spider-Man Creators: Artists #3-1 ([Link]
012/05/31/50-greatest-spider-man-creators-artists-3-1/), Comic Book Resources
8. "Stan the Man & Roy the Boy: A Conversation Between Stan Lee and Roy Thomas" ([Link]
[Link]/comicbookartist/articles/[Link]), Comic Book Artist #2 (Summer
1998).
9. The Top 25 Spider-Man Stories Of All Time ([Link]
op-25-spider-man-stories-of-all-time/the-night-gwen-stacy-died), [Link]
10. Looking Back at Todd McFarlane's Spider-Man #1 ([Link]
farlane-spider-man/), Comic Alliance
11. AICN COMICS STM: Q&@'s Adler & Howard Mackie! Bug @ Geoff Johns! PREVIEWS:
DEVIL'S HANDSHAKE! DAREDEVIL! TRACKER! & MORE! ([Link]
e/42075), Aint It Cool
12. Spider-Man in Love ([Link]
-love/384860/), The Atlantic
13. Comic fans fume as Marvel erases Spidey-MJ marriage ([Link]
books/news/2008-01-09-spider-man-marriage_N.htm), USA Today
14. We Review Dan Slott's Entire Superior Spider-Man Saga ([Link]
22/we-review-the-entire-superior-spider-man-saga), [Link]
15. 2 Great Tastes That Taste Great Together: Joe Kelly/Deadpool ([Link]
[Link]), [Link]
16. Edge of Spider-Verse #2. ([Link]
e_2014_2) Abgerufen am 15. Juni 2021.
17. [Link]: Play By Day: Animationsserie Ultimate Spider-Man startet bei Disney XD.
Angesehen am 13. Juni 2012 ([Link]
[Link])
18. [Link]
19. [Link]
2_n_1924327.html
20. Spider-Man. ([Link] Abgerufen am 25. Januar 2022.
21. Spider-Man 2. ([Link] Abgerufen am 25. Januar
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22. Spider-Man 3. ([Link] Abgerufen am 25. Januar
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23. The Amazing Spider-Man. ([Link] Abgerufen am
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24. The Amazing Spider-Man 2. ([Link] Abgerufen am
25. Januar 2022.
25. Captain America: Civil War. ([Link] Abgerufen am
25. Januar 2022.
26. Spider-Man: Homecoming. ([Link] Abgerufen am
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27. Avengers: Infinity War. ([Link] Abgerufen am
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28. Avengers: Endgame. ([Link] Abgerufen am
25. Januar 2022.
29. Spider-Man: Far from Home. ([Link] Abgerufen am
25. Januar 2022.
30. Spider-Man: No Way Home. ([Link] Abgerufen am
25. Januar 2022.
31. Spider-Man: Into the Spider-Verse. ([Link]
Abgerufen am 25. Januar 2022.
32. SPIDER-MAN™: ACROSS THE SPIDER-VERSE (PART ONE) | Sony Pictures Animation.
([Link]
Abgerufen am 26. Januar 2022.
33. Venom: Let There Be Carnage. ([Link] Abgerufen
am 25. Januar 2022.
Diese Seite wurde zuletzt am 10. Juli 2024 um 02:14 Uhr bearbeitet.
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