UIC-Kodex: 2. Ausgabe, Dezember 2000
UIC-Kodex: 2. Ausgabe, Dezember 2000
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2. Ausgabe, Dezember 2000
Übersetzung
Gültig :
ab 1. Januar 1983
Alle Mitglieder des Internationalen Eisenbahnverbandes
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französischen Gesetzes über geistiges Eigentum)
© Internationaler Eisenbahnverband (UIC) - Paris, 2000
Druck: Internationaler Eisenbahnverband (UIC)
16, rue Jean Rey
F - 75015 Paris - Frankreich, Dezember 2000
Dépot légal Dezember 2000
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Inhalt
Zusammenfassung ..............................................................................................................1
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3.5 - Beeinflussung der Bezugsgrössen ..................................................................... 13
Anlage G - Beispiel für die grafische Darstellung der Anzahl der ausgefallenen
Züge und Sonderzüge im Vergleich über einen Monat in Form
des Häufigkeitspolygons ........................................................................... 27
Anlage H - Beispiel für die grafische Darstellung des relativen Anteiles der
Auflösung (43%) der Behandlung und des Wagenaustausches (4%)
der Neubildung (46%) der Umbespannung (7%) an der Gesamtzahl
der behandelten Wagen in Form der Kreissektorendarstellung ............ 28
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I.3 -Vorhersage von Ereigniswerten nach der Methode der exponentiellen
Glättung .............................................................................................................. 38
I.3.1 - Allgemeines ..................................................................................................... 38
I.3.2 - Ermittlung der Anfangswerte............................................................................ 40
I.3.3 - Wahl der Glättungskonstanten......................................................................... 41
I.3.4 - Berechnung der Vorhersagewerte ................................................................... 41
I.4 -Gegenüberstellung der ursprünglichen Ereigniswerte yi und der gleitenden
Durchschnittswerte yi .......................................................................................... 46
I.5 -Vergleich der Zeitreihenwerte zu den mit Orthogonalfunktionen ermittelten
Trends ersten und zweiten Grades..................................................................... 47
I.6 -Saisonindexziffern nach dem Gliedziffernverfahren (1978...1980) ....................... 48
I.7 -Relative Darstellung der Abweichungen in Form der Saisonindexzahlen,
ermittelt nach dem Phasendurchschnittsverfahren (Sonntag ... Samstag
von 13 Wochen).................................................................................................. 49
I.8 -Vergleich der Istwerte yi mit den Vorhersagewerten vi für das Jahr 1980 ............ 50
I.9 -Gegenüberstellung der berechneten drei Vorhersagewerte vi, vi+1, vi+2
für das Jahr 1980................................................................................................ 51
Bibliographie ......................................................................................................................52
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Zusammenfassung
Dieses Merkblatt fixiert den anzustrebenden Mindestumfang der zu erfassenden Daten über die
Transportabwicklung (Zugleistungen, Triebfahrzeugleistungen, örtliche Leistungen, Streckenbela-
stung), über eingetretene Störungen und entstandene Verspätungen als Grundlage für die Bewertung
der Qualität der Planung und Durchführung des Betriebsdienstes, den regelmässigen Nachweis der
Zuverlässigkeit und hieraus abzuleitender Massnahmen zur Verbesserung der Betriebsdurchführung.
Hiermit soll angeregt werden, die Vielzahl der vorhandenen Informationen auf ein vertretbares, über-
schaubares Mass zurückzuführen und günstige Bedingungen für den bi- und multilateralen Informati-
onsaustausch zu schaffen.
Das Merkblatt gibt Anregungen und Empfehlungen zur Erfassung und Aufbereitung sowie zur Nut-
zung der Informationen.
Einige unterschiedlich angewandte Technologien der Erfassung und Aufbereitung der Informationen
sind in Anlage A - Seite 15 dargestellt.
Nicht in das Merkblatt aufgenommen wurden Informationen über kommerzielle Leistungen (wie zum
Beispiel Beladeleistungen) und über Infrastruktur und Fahrzeugpark (zum Beispiel Bestände an Gü-
terwagen) sowie Angaben über die Ursachen, den Hergang und die Folgen von Störungen mit starker
Beeinträchtigung des Eisenbahnbetriebes (insbesondere Bahnbetriebsunfälle). Umfang und Art der
Erfassung solcher Angaben- insbesondere die Ursachenforschung - sind bei den Bahnen unter-
schiedlich geregelt und in vielen Fällen nicht Aufgabe des Betriebsdienstes.
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1 - Erfassung der Primärdaten
1.1 - Allgemeines
Die Primärdaten:
- werden direkt am Ort und zum Zeitpunkt des Entstehens manuell oder automatisch erfasst.
Für die Arbeit der Betriebsleitungen wird empfohlen, die in der Anlage B - Seite 16 zusammengestell-
ten Primärdaten
• Triebfahrzeugleistungen,
• Zugleistungen,
• örtliche Leistungen,
• Streckenbelastungen
- über Verspätungen
zu erfassen.
Die Primärdaten (siehe Anlage B) werden überwiegend in der Form einer Totalerfassung
aufgenommen. Dabei erfolgt gegebenenfalls eine Unterteilung der Elemente in Elementengruppen,
zum Beispiel:
Für bestimmte Zwecke wird in Form der bewussten Auswahl nur eine Teilerfassung der Primärdaten
empfohlen, wie zum Beispiel bei der Ermittlung:
• bestimmten Wochentagen: Montag, Mittwoch (repräsentativ für Dienstag bis Donnerstag), Frei-
tag, Sonnabend und Sonntag, oder
• einem oder mehreren Kalendertagen,
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- des Auslastungsgrades nur für die wichtigsten:
• Rangierbahnhöfe oder
• Strecken,
Den Bahnen wird empfohlen, verstärkt die Teilerfassung in Form der Zufallsauswahl (Stichprobe), wie
zum Beispiel zur "Statistischen Bestimmung der Umlaufdauer der Güterwagen (UIC-Merkblatt
Nr. 403)" anzuwenden. Dabei sind die beiden Merkmale:
- die Auswahl der zu erfassenden Elemente erfolgt nach dem Zufallsprinzip und
zu beachten.
Mit der Anwendung der Zufallsauswahl wird der Erfassungsaufwand wesentlich gesenkt.
Die Feststellung der Primärdaten erfolgt in der Regel visuell (siehe Anlage A - Seite 15).
Bei Bahnen ohne Datenverarbeitungstechnik werden die Primärdaten manuell zum Zeitpunkt des Ent-
stehens:
Bei Bahnen mit Datenverarbeitungstechnik sind die oben angegebenen Belege EDV-gerecht
gestaltet.
- zum Entstehungszeitpunkt oder spätestens zum Ende der Dienstschicht bei Datenendplatz oder
dezentraler EDVA und /oder
- unmittelbar
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Bei vorhandenem Datenendplatz oder vorhandener dezentraler EDVA sollte die Möglichkeit genutzt
werden, die:
Zur Senkung des Erfassungsaufwandes wird empfohlen, den Anteil der automatisch erfassten Primär-
daten (zum Beispiel Zugnummer, Länge in Metern, Anzahl Wagen) zu erhöhen.
Als Zukunftstechnik könnte die direkte Eingabe des gesprochenen Wortes in den Rechner in Frage
kommen.
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2 - Aufbereitung der Primärdaten
2.1 - Allgemeines
- Bahnhofsebene als Grundlage für die operative Arbeit genutzt und zu örtlichen Statistiken verar-
beitet und
- Zwischenleitungsebenen manuell oder durch EDVA verdichtet und/oder selektiert, kumuliert und
zu Bezugsgrössen berechnet.
Bezugsgrössen sind Werte, die durch die Verbindung einer Primärinformation mit einer anderen (zum
Beispiel Zugkilometer, Nettotonnenkilometer) und/oder durch das Beziehen einer Primärinformation
auf eine Zeiteinheit (Anzahl der Züge pro Tag, Anzahl der Störungen pro Monat) gebildet werden.
Die Berechnung der Bezugsgrössen ist sehr einfach (Grundrechnungsarten, Prozentrechnung und
Berechnung von Mittelwerten) und manuell möglich. Wegen der Vielzahl der erforderlichen Berech-
nungen ist zur Senkung des Aufbereitungsaufwandes die Nutzung von EDVA zu empfehlen.
Auf der Basisebene und über die Zwischenleitungsebenen sind aus bestimmten Unterlagen Daten
vollständig oder teilweise, gegebenenfalls nach Berechnung der erforderlichen
- Bezugsgrössen,
- Mittelwerte
2.3.1 - Allgemeines
Von nicht intelligenten Datenendplätzen werden die eingegebenen Primärdaten unverändert zur zen-
tralen EDVA übertragen.
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In intelligenten Datenplätzen oder dezentralen EDVA sollte eine Vorverdichtung der Primärdaten (zum
Beispiel Ermittlung der Schichtsummen und andere) erfolgen, um den Übertragungsaufwand zu sen-
ken. Gleichzeitig wird ein Plausibilitätstest durchgeführt. Die endgültige Aufbereitung der übertrage-
nen und/oder der direkt eingegebenen Daten erfolgt in der zentralen EDVA.
Die Aufbereitung der Tageswerte je Schicht oder mindestens täglich sollte zusätzlich über den Monat
kumuliert erfolgen. Dabei sind bei Bedarf Zwischensummen für die Wochen oder Dekaden zu bilden.
Zur Erhöhung der Aussagekraft kann die tägliche Aufbereitung mit Vergleichen zum:
- Schwell-/Erwartungswert,
- für monatlich direkt eingegebene Daten analog Punkt 2.3.2 - Seite 6 und/oder
erfolgen.
Die jährliche Aufbereitung erfolgt anhand der Monatswerte mit Zwischensummen für die Quartale,
Halbjahres- und Dreivierteljahreswerte und der Summe der Jahreswerte in Form einer Zeitreihe. Die-
se ist mit den Jahreswerten laufend zu führen.
2.4.1 - Allgemeines
zu ermitteln.
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2.4.2 - Einfache Bezugsgrössen
Die einfachen Bezugsgrössen (siehe Anlage D - Seite 21) entstehen aus der Addition der Primärdaten
in der gewählten Kalenderzeiteinheit, zum Bespiel:
Die zusammengesetzten Bezugsgrössen (siehe Anlage E - Seite 24) sind über den gewählten Zeit-
abschnitt zu ermitteln, zum Beispiel durch:
- Multiplikation der Werte je Zug und Summierung über alle Züge, zum Beispiel
Wagenachskilometer:
oder
Pünktlichkeitsgrad:
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2.5 - Darstellung der Ergebnisse
2.5.1 - Allgemeines
Die Ergebnisse sollten unabhängig von der Art der Aufbereitung (manuell oder maschinell) in Form
von:
- Tabellen und
- Grafiken
dargestellt werden.
Für manuell und von der EDVA aufgestellte Tabellen wird einheitlich als
- Spaltenüberschriften die:
und
Grafische Darstellungen verdeutlichen Ergebnisse und den Vergleich von Ergebnissen sehr. Der vi-
suelle Vergleich ist aber nur dann leicht erfassbar, wenn die Grafiken einen einheitlichen Aufbau ha-
ben und sie von gleicher Art sind.
- als Zeitreihe (statistische Reihe mit den Gruppierungsmerkmalen Tag, Woche, Dekade, Monat,
Quartal usw.)
angewendet werden. Dabei sind im allgemeinen lineargeteilte Achsen zu verwenden. Zur Darstellung
von kumulativen Werten kann auch eine logarithmische Achse verwendet werden.
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Auf:
aufzutragen.
Zur Darstellung von relativen Ergebnissen in Prozenten wird das Kreissektorendiagramm (siehe An-
lage H - Seite 28) empfohlen. Dabei ist die Kreisfläche gleich 100% zu setzen.
Für die Archivierung können verschiedene Methoden verwendet werden, wie zum Beispiel Mikrofiche,
Magnetband, Magnetplatte usw.
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3 - Nutzung der Ergebnisse
3.1 - Allgemeines
dargestellt.
Für die Aufbereitung der Ergebnisse und die Vorhersage von Erwartungswerten wird die Anwendung
mathematisch-statistischer Verfahren empfohlen. Die mögliche kurz-, mittel- und langfriste Beeinflus-
sung der Betriebslage wird allgemein aufgezeigt.
Die Ableitung von Entscheidungen aus einer konkreten Situation erfordert immer die Berücksichtigung
der speziellen Belange der einzelnen Bahn.
3.2.1 - Allgemeines
Die nach dem zeitlichen Ablauf geordneten Bezugsgrössen bestimmter Zeiträume (Tag, Woche, De-
kade, Monat, Quartal, Jahr und ähnliche) ergeben eine Zeitreihe. Diese Reihen werden von vier zu-
fälligen Grössen:
- unregelmässige Schwankungen
Die Analyse einer Zeitreihe macht die eisenbahntypischen Grössen Trend und Saisoneinfluss ohne
die zwischen beiden bestehenden Verknüpfungen sichtbar.
Dabei macht der ermittelte Trend die Entwicklung ohne saisonbedingte Einflüsse und der ermittelte
Saisoneinfluss periodisch auftretende Maximal- oder Minimalwerte deutlich. Bei der Integration der
Ergebnisse sind solche Faktoren, wie unterschiedliche Anzahl der Kalendertage im Monat, Feiertage,
unterschiedliche Anzahl von Wochenenden und andere zu berücksichtigen. Die aus der Analyse einer
Zeitreihe erhaltenen Ergebnisse ermöglichen insbesondere mittel- und langfristige Massnahmen zur
Verbesserung der Betriebsführung.
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Für Bahnen, die die Möglichkeit dazu haben, wird die maschinelle Ermittlung des Trends und/oder des
Saisoneinflusses von Zeitreihen empfohlen. Dazu gibt es eine Vielzahl von EDVA-orientierten Pro-
grammen.
Zur grafischen Ermittlung des Trends werden die Ergebniswerte über den Zeitwerten in ein Koordina-
tionssystem eingezeichnet und zwischen die eingezeichneten Punkte eine Freihandkurve so gelegt,
dass die Flächen oberhalb und unterhalb des Trends zur Verbindung der empirischen Punkte unge-
fähr gleich sind.
Die manuelle Ermittlung des Trends mit der Methode der gleitenden Durchschnitte ist einfach und er-
fordert geringen Zeitaufwand. Die Stärke des Ausgleichs der Zeitreihe wird von der Anzahl der frei zu
wählenden Perioden bestimmt, die zur Durchschnittsbildung herangezogen werden.
Die manuelle Ermittlung des Trends mit Orthogonalfunktionen ist infolge der Tabellierung der meisten
Rechenarbeiten wenig aufwendig. Ausserdem verändern sich die allgemeinen Trendkoeffizienten bei
einer Veränderung des Trendgrades nicht mehr.
Für die beiden letzten Verfahren sind in Anlage I - Seite 29 Anwendungsbeispiele berechnet.
Der Saisoneinfluss einer Zeitreihe spiegelt die typischen periodischen Schwankungen (täglich, wö-
chentlich, monatlich, je Fahrplanabschnitt, jährlich) des Eisenbahntransportes wieder, zum Beispiel
der Rhythmus:
- im Besetzungsgrad der Schnellzüge und Berufszüge durch den Anstieg der Urlaubs- und Erho-
lungsreisen und dem gleichzeitigen Absinken des Berufsverkehrs in den Sommermonaten,
oder
- in der erhöhten Leistung der Rangierbahnhöfe im letzten Monat des Quartals und im letzten Quar-
tal des Jahres.
Bei stationären Zeitreihen (ohne oder mit sehr geringem Trendeinfluss) wird zur manuellen Ermittlung
des Saisoneinflusses die einfach anzuwendende Methode des Phasendurchschnittsverfahrens emp-
fohlen. Dabei entspricht die Phase dem Zeitabschnitt (zum Beispiel Monat) im Untersuchungszeit-
raum (zum Beispiel Jahr).
Zur manuellen Ermittlung des Saisoneinflusses in den viel häufiger auftretenden Zeitreihen mit Trend-
einfluss wird das Gliedziffernverfahren empfohlen. Dieses Verfahren eleminiert den Trendeinfluss
zwar nicht restlos, wird aber trotzdem empfohlen, da es mit Benutzung eines Taschenrechners leicht
ausführbar ist.
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3.3 - Vorhersage von Erwartungswerten
- bei vorausgesetztem Typ der Entwicklung der Zeitreihe (parallele, lineare oder nicht lineare Ent-
wicklung ohne oder mit Trendeinfluss)
Die für einen oder mehrere Monate vorhergesagten Erwartungswerte sind durchaus brauchbar. Kon-
krete Ereignisse, die in den vorhergesagten Monaten eintreten und die vorhergesagte Bezugsgrösse
stark beeinflussen, können natürlich zu Abweichungen führen.
Zur manuellen Ermittlung von Erwartungswerten wird die Methode der exponentiellen Glättung emp-
fohlen. Ein entsprechendes Berechnungsbeispiel ist in Punkt I.3 - Seite 38 der Anlage I dargestellt.
Die Anfangswerte zur Fortschreibung des Mittelwertes und der Saisonkoeffizienten und die eigentli-
che Vorhersage sind einfach und schnell zu berechnen. Die zeitaufwendigere Berechnung der geeig-
netsten Glättungskonstanten wird bei Verwendung eines Taschen- oder Tischrechners in erträglichen
Grenzen gehalten. Die gleichzeitige Vorhersage von mehreren zeitlich aufeinanderfolgenden Vorher-
sagewerten ist möglich und gewährleistet eine ausreichende Vorhersagegenauigkeit.
Wegen der praktischen Brauchbarkeit für eisenbahntypische Zeitreihen wird die Anwendung iterativer
Verfahren empfohlen. Dabei sollte die Abarbeitung des Programms in den drei Stufen:
- Auswahl des anzuwendenden Verfahrens und der zugehörigen Parameter durch Variation über mi-
nimale Fehlerabweichung und
erfolgen.
Die Abhängigkeiten zwischen den Bezugsgrössen ergeben sich aus den Verknüpfungen im techno-
logischen Prozess der Transportabwicklung bei der Eisenbahn.
Nettotonnenkilometer (Ntkm)
------------------------------------------------------------------------------
Bruttotonnenkilometer (Btkm)
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mit welchem Aufwand (Eigenmasse der Wagen und Leerwagenbewegungen) die zu befördernde Gü-
termenge transportiert wurde. Die Grösse des Verhältnisses charakterisiert den Nutzeffekt des Trans-
ports und die produktive Ausnutzung der Güterwagen.
ist das Ziel, die relative Senkung des Aufwandes an Bruttotonnenkilometern durch:
Nutzmasse
- Einsatz von Güterwagen, bei denen das Verhältnis --------------------------------- möglichst gross ist (Grossraum-
Eigenmasse
wagen, Wagenleichtbau),
- Vermeidung überflüssiger Leerwagenbewegungen, zum Beispiel durch Gewinnung der zur Bela-
dung erforderlichen Leerwagen aus der eigenen Entladung des Bahnhofs oder Teilnetzes und
zu erreichen.
Neben diesen Abhängigkeiten zwischen der Bezugsgrösse Bruttotonnenkilometer und den Bezugs-
grössen Nettotonnenkilometer, Wagenachskilometer (unterteilt nach beladen und leer) und Ausla-
stung der Güterwagen ergeben sich aus den technologischen Bedingungen weitere Abhängigkeiten
im Zusammenhang mit den Bezugsgrössen Triebfahrzeugeinsatzkilometer, Zugkilometer, Wagen je
Zug, Auslastungsgrad der Rangierbahnhöfe, Belegungsgrad der Strecken und andere.
Darüber hinaus wird der Nutzeffekt des Transportes durch Annäherung der gefahrenen Kilometer
(Multiplikator im Zähler und Nenner des Verhälnisses Ntkm zu Btkm) an die tatsächliche Entfernung
zum Beispiel durch:
weiter erhöht.
Die Bezugsgrössen der Transportabwicklung sind abhängig von äusseren, zum Teil nicht beein-
flussbaren Einflussfaktoren, von der Güte der vorgegebenen Technologie und deren Einhaltung.
Zum Beispiel wird der Anteil leer (ohne Zug) fahrender Lokomotiven an den Bezugsgrössen Triebfahr-
zeugeinsatzzeit und -kilometer davon bestimmt, wie gut:
- die Regeltechnologie der Transportabwicklung (Technologie auf der Grundlage des Plans) prak-
tisch realisiert wird.
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Bestimmte Bezugsgrössen der Transportabwicklung, zum Beispiel die Auslastung der Güterwagen,
werden von der Eisenbahn und dem Verkehrskunden beeinflusst.
- Störungen
werden von der Funktion der technischen Ausrüstung, der Arbeit des Personals der Eisenbahn und
durch Einwirkungen von aussen beeinflusst und sind Ursache für das Abweichen von der Regel-
technologie.
- Verspätungen
besonders als Folge von Störungen sind Abweichungen von der Regeltechnologie und können
weiteres Abweichen zur Folge haben. Die Beeinflussung von Verspätungen erfolgt erst ab einem
von den Bahnen festgelegten Schwellwert, der zum Beispiel für Reisezüge kleiner ist als für Güter-
züge.
Beide Arten verschlechtern mit steigendem Auftreten fast alle Bezugsgrössen der Transportabwick-
lung.
Die Beeinflussung der Bezugsgrössen durch die Betriebsleitung zur Verbesserung der Betriebsfüh-
rung sollte im wesentlichen in drei Zeitetappen erfolgen.
Die kurzfristige Einflussnahme erfolgt auf der Basis von Schicht- und Tageswerten aller Bezugsgrös-
sen und zusätzlicher, spezieller operativer Informationen durch die:
Die mittelfristige Beeinflussung ist auf die Erarbeitung der Regeltechnologie für den folgenden Fahr-
planabschnitt gerichtet und basiert auf den Ergebnissen des vergangenen, entsprechenden Fahrplan-
abschnittes.
Konkrete Massnahmen zur Beeinflussung der Bezugsgrössen können nur anhand ihrer tatsächlichen
Entwicklung und in Abhängigkeit von der verkehrspolitischen Konzeption, der Strategie der Betriebs-
führung, der Netzstruktur, der Struktur des Fahrzeugparkes, der Personalsituation und anderen Fak-
toren festgelegt werden.
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Anlagen
Visuelle Feststellung der Primärdaten am Ort und zum Zeitpunkt des Entstehens
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Anlagen
1 2 3
3. Diesellokomotiven
4. Elektrische Lokomotiven
6. Akkumulatortriebwagen
7. Kleinlokomotiven
8. Dieseltriebwagen
9. Leichttriebwagen (Schienenomnibus)
(3) Rangierdienstart 2:
1.2.2. Zuggattung (4) 1.1. TEE und andere qualifizierte Züge im internationalen
Verkehr
1.2.3. Ladezustand der Wagen (5) 1.2. IC- und Expresszüge im nationalen Verkehr
1.2.10. Anzahl Sitzplätze /-/ 2.1. TEEM und andere schnellfahrende internationale
Güterzüge
1.2.11 Zahl der abgestellten Züge (über mehrere 2.2. Durchgangsschnell- und -eilgüterzüge
Tage abgestellt)
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Anlagen
1 2 3
2.5. Leerzüge
3. Dienstzüge
3.1. Dienstgüterzüge
3.2. Schadwagenzüge
3.3. Arbeitszüge
3.4. Hilfszüge
3.5. Dienstpersonenzüge
3.6. Lockzüge
1. beladen
2. leer
1.3.5. Zahl der ausgesetzten Wagen /-/ 5. Wechsel der Gleise (umsetzen), ohne Änderung der
Zugbildung
1.3.6. Kapazität der Ablaufanlage (Wagen pro Tag) (7) Zusatzanlagen sind:
1.3.12. Anzahl der nicht gestellten oder nicht recht- - Gleise und Ladestellen von Eisenbahndienststellen
zeitig gestellten Wagen
1.3.13. Anzahl der abgestellten, nicht verfügten lee- - Gleise und Ladestellen für Expressgutwagen
ren Güterwagen
1.3.14. Rangierpersonal (Anzahl der an der Rangier- - Gleise und Ladestellen für die Post
arbeit beteiligten Beschäftigten)
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Anlagen
1 2 3
1.3.15. Rangierzeiten aus Rangierdienstart 1 (8) - Gleise für Zoll- und Grenzbehandlung
1.4.1. Streckenkapazität (wird nach UIC-Merkblatt - Gleiswaagen, Lademasse, Wagenwasch- und Entseuchungs-
Nr. 405-1 ermittelt) anlagen
Rangierdienstart 2:
2.1. Ort und Zeitpunkt des Eintritts der Störung 1. Technische Störungen
- Anzahl der betroffenen Züge (ausgefalle- 1.5. Zusatzanlagen (zum Beispiel Hebezeuge)
ne, umgeleitete, abgespannte Züge)
2. Nichttechnische Störungen
3. Sonstige Störungen
3.1. Witterung
3.1. Höhe der Verspätung /min/, nur für 1. Anfangsverspätung (im internationalen Verkehr: Übernah-
meverspätung)
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Anlagen
1 2 3
1. Betriebsdienst
2. Baudienst
4. Fahrzeugdienst
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Anlagen
Gesamtnetz Tag: 81 02 16
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Anlagen
D.1 - Transportabwicklung
D.1.1 - Triebfahrzeugleistungen
- Dienstart
- Traktionsart
- Dienstart
- Traktionsart
D.1.2 - Zugleistungen
- Reisezüge
- Güterzüge
- Reisezüge
- Güterzüge
- Reisezüge
- Güterzüge
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Anlagen
- Reisezüge
- Güterzüge
- Auflösung
- Wagenaustausch
- Neubildung
- Umbespannung
- Gleiswechsel
D.1.3.7. - Σ Wagen, die auf einem Umstellbahnhof den vorgesehenen Regelzug nicht erreichen /-/
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Anlagen
D.2 - Störungen
- technische
- nichttechnische
- sonstige
- Dauer (Behebungszeitpunkt)
D.3 - Verspätungen
D.3.3. - Entwicklung der Verspätung /min/, für bestimmte Teilnetze, Strecken und/oder Züge (Zu-
und/oder Abnahme).
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Anlagen
1 2 3
1. Transportabwicklung
i=1
1.9. Personenkilometer n
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Anlagen
1 2 3
1.10. Sitzplatzkilometer n
2. Örtliche Leistungen
4. Störungen
Triebfahrzeugeinsatzkilometer
4.1. Störungsfreie Loklaufleistung /km/ -------------------------------------------------------------------------
Anzahl der Loklaufstörungen
4.2. Mittlere Dauer der Störung /h/, unterteilt nach der Art der Gesamtzeit aller Störungen
-----------------------------------------------------------------
Störung Anzahl der Störungen
5. Verspätungen
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Anlagen
26 401
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Anlagen
27 401
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Anlagen
28 401
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Anlagen
I.1.1 - Ermittlung des Trends nach der Methode der gleitenden Durchschnitte
über drei Monate
Jahr
1978 1979 1980
Monat
Januar 5 866 3 284 1 672
Februar 5 317 2 215 980
März 3 101 1 791 1 545
April 3 514 1 501 1 073
Mai 2 942 1 917 1 531
Juni 3 812 1 852 1 295
Juli 2 639 1 421 1 387
August 2 779 1 331 1 016
September 2 650 1 106 1 288
Oktober 2 897 1 314 1 804
November 2 003 1 277 1 484
Dezember 2 750 1 343 1 437
Die Berechnung des Durchschnittswertes y i für den Monat i erfolgt nach der Formel
1
y i = -- ( y i – 1 + y i + y i + 1 )
3
Ein Januarwert 1978 kann nicht ermittelt werden, wenn der Vormonat i - 1 nicht bekannt ist. Der De-
zemberwert 1980 kann erst ermittelt werden, wenn der Nachmonat i + 1 bekannt ist.
Die Berechnung des ersten Mittelwertes für Februar 1978 erfolgt mit:
1
y Februar 78 = -- ( y Januar 78 + y Februar 78 + y März 78 )
3
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Anlagen
und so weiter bis zur Berechnung des Mittelwertes für den Monat November 1980, mit dem Ergebnis:
Jahr
1978 1979 1980
Monat
Januar - 2 750 1 332
Februar 4 761 2 430 1 399
März 3 977 1 836 1 199
April 3 186 1 736 1 383
Mai 3 423 1 757 1 300
Juni 3 131 1 730 1 404
Juli 3 077 1 544 1 233
August 2 689 1 286 1 230
September 2 775 1 250 1 369
Oktober 2 517 1 232 1 525
November 2 550 1 311 1 575
Dezember 2 679 1 431 -
graphisch dargestellt. Diese Gegenüberstellung zeigt die ausgleichende Wirkung der gleitenden
Durchschnittswerte deutlich.
Im Sinne des Ausgleichs werden bei der Durchschnittsbildung über 4, 5, 6, . . . Perioden (hier: Monate)
immer "bessere" Ergebnisse erreicht. Die Aussagekraft verringert sich aber im gleichen Masse bis
zum linearen Trend ohne Entwicklung (parallel zur Zeitachse) über alle 36 Monate. Für die
Anwendung der Methode der gleitenden Durchschnitte wird deshalb die Durchschnittsbildung über
3 Perioden empfohlen.
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E
Anlagen
Dabei sind die Orthogonalfunktionen X n ( x ) ganze rationale Funktionen n-ten Grades von x und die
Grössen a 0 ...a n Konstanten.
x X1 X2
1 0,1741 -1,1010
3 0,5222 -0,8257
5 0,8704 -0,2752
7 1,2185 0,5505
9 1,5667 1,6515
Den Ausgangswerten y einer fiktiven Zeitreihe über die Jahre 1971 ..... 1980 (k = 10 Jahreswerte)
werden die für k = 10 geltenden x-Werte zugeordnet:
Jahre 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980
y 28,6 29,5 30,8 30,5 32,6 32,9 32,6 32,8 31,4 31,4
x -9 -7 -5 -3 -1 +1 +3 +5 +7 +9
31 401
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Anlagen
- die den x = - 1, x = - 3 ... zugeordneten y-Werte von den zu x = + 1, x = + 3 ... gehörigen y-Werten
substrahiert (Reihe II)
werden.
x I II
1 65,5 0,3
3 63,1 2,1
5 63,6 2,0
7 60,9 1,9
9 60,0 2,8
Σ 313,1 -
Zur Berechnung der Konstanten werden die Werte der Reihen I und II mit den oben angegebenen Or-
thogonalfunktionen für k = 10 multipliziert:
x IIX1(x) IX2(x)
1 0,0522 - 72,1155
3 1,0966 - 52,1017
5 1,7408 - 17,5027
7 2,3152 33,5255
9 4,3868 99,0900
Σ 9,5916 - 9,1044
1
a 1 = --- ∑ IIX 1 ( x ) = 0,95916 und
k
1
a 2 = --- ∑ IX 2 ( x ) = -0,91044
k
Durch Einsetzen dieser Konstanten in die Ausgangsgleichungen ergeben sich die Funktionen des
Trends 1. und 2. Grades mit:
y
1 = 31,31 + 0,95916 X 1 ( x ) und
y
2 = 31,31 + 0,95916 X 1 ( x ) – 0,91044 X 2 ( x )
32 401
E
Anlagen
Um zu den Einzelwerten des Trends 1. und 2. Grades zu gelangen, müssen die tabellierten X 1 ( x )
y y
und X 2 ( x ) in die Funktionen 1 und 2 eingesetzt werden:
X -9 -7 -5 -3 -1
a0 = 31,31 31,31 31,31 31,31 31,31
a1 X1 ( x ) = - 1,5028 - 1,1688 - 0,8349 - 0,5009 - 0,1670
y
1 = a0 + a1 X1 ( x ) = 29,8072 30,1412 30,4751 30,8091 31,1430
a2 X2 ( x ) = - 1,5035 - 0,5012 0,2505 0,7517 1,0024
y y
2 = 1 + a2 X2 ( x ) = 28,3037 29,6400 30,7256 31,5608 32,1454
X +1 +3 +5 +7 +9
a0 = 31,31 31,31 31,31 31,31 31,31
a1 X1 ( x ) = 0,1670 0,5009 0,8349 1,1688 1,5028
y
1 = a0 + a1 X1 ( x ) = 31,4770 31,8109 31,1449 32,4788 32,8128
a2 X2 ( x ) = 1,0024 0,7517 0,2505 - 0,5012 - 1,5035
y y
2 = 1 + a2 X2 ( x ) = 32,4794 32,5626 32,3954 31,9776 31,3093
Der Vergleich der empirischen Zeitreihenwerte zu den mit Orthogonalfunktionen ermittelten Trends 1.
und 2. Grades ist in der Anlage B - Seite 16 dargestellt.
Es ist offensichtlich, dass die Ausgleichskurve 2. Grades der empirischen Reihe mehr gerecht wird,
als die 1. Grades. Der Trend 1. Grades zeigt im Gegensatz zur empirischen Reihe ein ständiges Stei-
gen und muss deshalb in diesem Fall abgelehnt werden. Der berechnete Trend 2. Grades bringt da-
gegen deutlich die zuerst steigende, dann fallende Tendenz der Ursprungsreihe zum Ausdruck.
I.1.3.1 - Ausgangswerte
33 401
E
Anlagen
Um die Veränderungen der gleichartigen Perioden (hier: alle Monate Januar, alle Monate Februar, ....)
zu erfassen, ist aus den gebildeten Gliedziffern das arithmetische Mittel der Monatsgliedziffern über
alle betrachteten Jahre nach
mi ; m j m ij
mj
Monat 1978 1979 1980
Januar 1,541 1,194 1,245 1,327
Februar 0,906 0,674 0,586 0,722
März 0,583 0,809 1,577 0,990
April 1,133 0,838 0,694 0,888
Mai 0,837 1,277 1,427 1,180
Juni 1,296 0,966 0,846 1,036
Juli 0,692 0,767 1,071 0,843
August 1,053 0,937 0,733 0,908
September 0,954 0,831 1,268 1,018
Oktober 1,093 1,188 1,401 1,227
November 0,691 0,972 0,823 0,829
Dezember 1,373 1,052 0,968 1,131
Aus den Monatsdurchschnitten m j sind nun die Kettenziffern k j der 12 Monate durch Multiplikation
zweier benachbarter durchschnittlicher Gliedziffern mit:
kj = kj – 1 • mj
34 401
E
Anlagen
zu ermitteln (für den Monat Januar wird dabei die fehlende benachbarte durchschnittliche Gliedziffer
k j – 1 = 1 gesetzt):
Diese Kettenziffern stellen eine Indexreihe mit fester Basis dar. Sie erlauben eine Beurteilung der all-
gemeinen Schwankungen der Zeitreihe. Zur Ausschaltung des Trends dieser Zeitreihe muss die Fol-
ge der erhaltenen Kettenziffern so normiert werden, dass die letzte Kettenziffer (hier: Monat
Dezember) gleich 1 beträgt.
Entsprechend der in die Rechnung eingegangenen 12 Perioden (hier: Monate) und der Grösse der
Kettenziffer der letzten Periode = 0,923 (Monat Dezember) beträgt der erforderliche Korrekturbetrag
q = n kn = 12 0,923 = 0,99335
für die erste Periode (Monat Januar). Für die zweite Periode (Monat Februar) beträgt der Korrektur-
betrag 0,993352 und so weiter bis 0,9933512 = 0,923 für die letzte Periode (Monat Dezember).
k
Damit kann die eigentliche Korrektur der Kettenziffern mit k qj = ----j
j
q
erfolgen.
35 401
E
Anlagen
j,q k
und die Saisonindexziffern werden mit S j = ------- berechnet.
kq
kj
Monat ---- k q,j kq Sj
j
q
1,327
Januar --------------------- 1,336 1,363
0,99335
0, 958
Februar ----------------------- 0,971 0,991
0, 98672
0,948
März --------------------- 0,967 0,987
0,98018
0,842
April ----------------------- 0,865 0,883
0, 97364
0,994
Mai --------------------- 1,028 1,049
0,96716
1,030
Juni --------------------- 1,072 1,094
0,96072
0,980
0,868
Juli --------------------- 0,910 0,929
0,95434
0,788
August --------------------- 0,831 0,848
0,94798
0,802
September --------------------- 0,852 0,869
0,94166
0,984
Oktober --------------------- 1,052 1,073
0,93540
0,816
November --------------------- 0,878 0,896
0,92918
0,923
Dezember --------------------- 1,000 1,020
0,92300
- sind die vom Trend bereinigten und auf den Durchschnitt der Periode bezogenen, eigentlichen
Schwankungsgrössen und
- entsprechen dem Saisoncharakter der zur analysierenden Zeitreihe (siehe Anlage C - Seite 20).
36 401
E
Anlagen
- j als Zeiger für den zu betrachtenden Zeitabschnitt (zum Beispiel Tage) innerhalb der Zeiträume
belegt und in einer Tabelle dargestellt. Im Beispiel läuft i von 1 ... 13 für insgesamt 13 Wochen und j
von 1 ... 7, weil jeder Zeitraum (Woche) aus sieben Zeitabschnitten (Tage) besteht (fiktive Einzelwerte
y ij ):
1 49 30 20 21 22 62 50
2 53 32 21 24 25 60 48
3 52 33 23 22 24 59 45
4 50 31 19 19 20 55 54
5 51 29 22 21 23 61 49
6 53 29 19 23 24 60 50
7 50 30 21 22 24 61 45
8 49 31 25 20 20 55 47
9 51 30 21 20 22 59 50
10 49 33 19 23 24 62 49
11 51 28 23 21 23 59 49
i 12 53 32 22 24 26 60 51
13 53 33 23 25 25 61 49
i
n
1
y i = --- ∑ y ij 51,08 30,85 21,38 21,92 23,23 59,54 48,92
n
i
37 401
E
Anlagen
Tag So Mo Di Mi Do Fr Sa
yj 51,08 30,85 21,38 21,92 23,23 59,54 48,92
y 36,70
vj 14,38 - 5,85 - 15,32 - 14,78 - 13,47 22,84 12,22
sj 1,39 0,84 0,58 0,60 0,63 1,62 1,33
I.3.1 - Allgemeines
Mit diesem Verfahren wird auf der Grundlage der Trends und der Saisonschwankungen einer Zeitrei-
he deren weiterer Verlauf vorhergesagt. In die Berechnung der Vorhersagewerte geht nur eine be-
stimmte Anzahl der zum Rechenzeitpunkt rückliegenden Werte ein. Diese werden so gewichtet, dass
der neueste Beobachtungswert das grösste Gewicht hat und die Wichtung bis zum frühesten einbe-
zogenen Wert exponentiell abnimmt. Die Anzahl der einbezogenen rückliegenden Werte wird durch
frei wählbare Glättungskonstanten bestimmt. Das Verfahren verbessert sich fortwährend selbst, da
die Schätzung je nach den entstandenen Fehlern (Differenz zwischen dem neuesten Beobachtungs-
wert und dem alten Mittelwert) korrigiert wird.
yi
u i = u i – 1 + ∝ ---------
- – u i – 1
f i–p
38 401
E
Anlagen
3. Vorhersage
vi + k = ui ⋅ fi – p + k
Als Länge der Periode gilt in der Regel der 7-Tage- oder der 12-Monate-Zeitraum der zu analysieren-
den Zeitreihe, entsprechend der eisenbahntypischen Saisonschwankungen innerhalb der Woche be-
ziehungsweise des Jahres
Jahr
1975 1976 1977 1978 1979 1980
Monat
Januar 10 949 11 165 12 536 12 495 11 335 11 524
Februar 10 434 14 674 10 084 12 084 12 752 11 482
März 11 832 15 544 12 398 15 864 13 501 12 689
April 11 967 12 844 11 595 12 956 12 757 11 394
Mai 11 894 13 038 12 024 14 990 11 696 10 595
Juni 11 561 10 575 11 445 13 266 8 777 10 721
Juli 10 573 9 619 13 408 12 257 9 119 8 488
August 10 618 7 303 11 911 9 032 7 475 8 902
September 9 739 7 457 11 823 9 271 8 916 11 517
Oktober 9 671 11 442 14 785 11 813 11 440 10 720
November 12 364 10 308 12 010 8 681 10 819 11 545
Dezember 13 073 9 448 12 632 12 159 11 270 10 354
39 401
E
Anlagen
Aus den Ursprungswerten von mindestens 4 Perioden (hier: Jahre 1975 .... 1978) werden die An-
fangswerte für den Mittelwert u0 und die Saisonindizes f0 ermittelt:
n
1
u 0 = ---
n ∑ yi mit n = 48 Monate
i=1
m∑ i
1-
--- y
i=1
f 0 = ------------------- mit m = 4 gleiche Monate
u0
47 145 - = 1,011
f 0, Januar = -----------------------
4 ⋅ 11 659
47 276 - = 1,014
f 0, Februar = -----------------------
4 ⋅ 11 659
55 638 - = 1,193
f 0, März = -----------------------
4 ⋅ 11 659
49 362 - = 1,058
f 0, April = -----------------------
4 ⋅ 11 659
51 946 - = 1,114
f 0, Mai = -----------------------
4 ⋅ 11 659
46 847 - = 1,005
f 0, Juni = -----------------------
4 ⋅ 11 659
45 857 - = 0,983
f 0, Juli = -----------------------
4 ⋅ 11 659
38 864 - = 0,833
f 0, August = -----------------------
4 ⋅ 11 659
38 290 - = 0,821
f 0, September = -----------------------
4 ⋅ 11 659
47 711 - = 1,023
f 0, Oktober = -----------------------
4 ⋅ 11 659
43 363 - = 0,930
f 0, November = -----------------------
4 ⋅ 11 659
40 401
E
Anlagen
47 312 - = 1,014
f 0, Dezember = -----------------------
4 ⋅ 11 659
I.3.3 - Wahl der Glättungskonstanten
Die günstigsten Glättungskonstanten zu bestimmen ist ein praktisches Problem. Einerseits soll auf
echte Änderungen der Zeitreihe rasch reagiert werden und andererseits sollen zufällige Einflüsse aus-
geschaltet werden. Den eisenbahntypischen Zeitreihen werden niedrige Glättungskonstanten
Wenn weitere Ausgangswerte der Zeitreihe über vier Perioden (hier: Jahre) vorliegen, wird empfoh-
len, die 9 Varianten (+) zu berechnen:
∝
0,1 0,2 0,3
β
0,1 + + +
0,3 + + +
0,5 + + +
Optimal ist die Kombination der Glättungskonstanten, mit der das beste Vorhersageergebnis erreicht
wird.
Um für den Monat Januar eine Vorhersage treffen zu können, ist der Mittelwert für das vierte Quartal
1978 fortzuschreiben.
Der Anfangswert u0 wird aus dem arithmetischen Mittel der Ereigniswerte yi (hier: 1. ... 9. Monat des
Jahres 1978) ermittelt:
41 401
E
Anlagen
Die Fortschreibung des Mittelwertes für die Monate November und Dezember 1978 erfolgt nach For-
mel (1) mit angenommen f0 = 1:
- Benutzung der Anfangswerte für den Saisonkoeffizienten aus Punkt I.3.2 - Seite 40 (bezogen auf
den Mittelwert von 48 Monaten aus den Jahren 1975 ... 1978!) und
ui yi f0 vi
Absoluter
nach aus Punkt aus Punkt nach
Monat Fehler
Fo 2.1 - Seite 5 2.3.3 - Fo
(1) Seite 6 (3) ∆ = yi – vi
November 78 12 089 - - - -
Dezember 78 12 096 - - - -
- Rechenzeit im Februar
42 401
E
Anlagen
v i = u i – 2 ⋅ f 0,i
Der durchschnittliche absolute Fehler beträgt 1 073 (Anfangswert für den Saisonkoeffizienten ist noch
nicht fortgeschrieben!).
- Fortschreibung des Saisonkoeffizienten nach Formel (2) mit Glättungskonstante β = 0,2 und
y Jan.79
f Jan.80 = f Jan.79 + β -------------- – f Jan.79 = 1, 011 + 0, 2 11 335- – 1,011 = 0,998
---------------
u 12 008
Jan.79
y März 79
f März 80 = f März 79 + β ----------------- = 1,193 + 0, 2 13 501- – 1,193 = 1,180
-–f
u März 79 März 79 ---------------
11 990
y Jan.80
u Jan.80 = u Dez.79 + ∝ --------------
- – u Dez.79 = 11 123 + 0,1 11 542- – 11 123 = 11 167
---------------
f Jan.80 0,998
43 401
E
Anlagen
ui yi fi vi
1980
nach aus Punkt nach nach
∆
Fo 2.1 - Seite 5 Fo Fo
(1) (2) (3)
Der durchschnittliche absolute Fehler beträgt 864. Die Ergebnisse sind in der Anlage E - Seite 24 gra-
fisch dargestellt.
44 401
E
Anlagen
Die Ergebnisse sind für die einzelnen Monate in der Anlage F - Seite 26 grafisch dargestellt. Der Ver-
gleich der Vorhersage für drei Folgemonate zeigt je Monat sehr geringe Unterschiede. Das heisst,
Vorhersagen für mehrere Perioden grösserer Zeiträume sind durchaus brauchbar.
45 401
E
Anlagen
46 401
E
Anlagen
47 401
E
Anlagen
48 401
E
Anlagen
49 401
E
Anlagen
50 401
E
Anlagen
51 401
E
Bibliographie
Internationaler Eisenbahnverband
"Ausschuss Betrieb. Frage 4/A/7 - Informationsbedarf der Betriebsleitung über die Transportabwick-
lung, Verspätungen und sonstige Störungen; Kriterien zur Bewertung der Betriebslage und Massnah-
men zur Verbesserung der Betriebsführung - Genehmigung des Entwurfs des neuen Merkblatts Nr.
401", Athen, Mai 1982
52 401
E