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UIC-Kodex: 2. Ausgabe, Dezember 2000

Das Dokument beschreibt die Anforderungen an die Erfassung und Aufbereitung von Primärdaten zur Transportabwicklung, Verspätungen und Störungen im Eisenbahnbetrieb. Es gibt Empfehlungen zur Datenerfassung, -aufbereitung und -nutzung, um die Qualität der Betriebsführung zu verbessern und den Informationsaustausch zu fördern. Informationen über kommerzielle Leistungen und Infrastruktur sind nicht enthalten, und die Erfassung erfolgt manuell oder automatisiert.

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UIC-Kodex 401

E
2. Ausgabe, Dezember 2000
Übersetzung

Bedarf der Betriebsleitung an Informationen


über die Transportabwicklung, Verspätun-
gen und sonstige Störungen; Kriterien zur
Bewertung der Betriebslage und Massnah-
men zur Verbesserung der Betriebsführung
Besoins d'informations du mouvement sur le déroulement du transport, les re-
tards et autres perturbations ; critères permettant d'apprécier la qualité d'ex-
ploitation et mesures visant à améliorer l'exploitation
Information requirements of operating departments concerning the transport
process, delays and other disruptions; criteria for assessing operating efficien-
cy and measures for speeding up the operating process
Merkblatt einzuordnen in Abschnitt :
IV - Betriebsführung

Gültig :
ab 1. Januar 1983
Alle Mitglieder des Internationalen Eisenbahnverbandes

Liste der Änderungsanzeigen :


1. Ausgabe, Januar 1983 Erste Fassung

2. Ausgabe, Dezember 2000 Erfassung in FrameMaker

Der Merkblattverantworliche ist im UIC-Kodex angegeben

401
E
Hinweis

Die vollständige oder auszugsweise Wiedergabe, der Nachdruck sowie die Verteilung jeglicher, einschließlich
elektronischer Art, zu anderen als rein privaten und eigenen Zwecken ohne die ausdrückliche vorherige Zusti-
mung des Internationalen Eisenbahnverbandes, sind untersagt. Die Übersetzung, Anpassung oder das
Umschreiben bzw. die Umgestaltung oder Vervielfältigung durch technische oder sonstige Verfahren sind eben-
falls urheberrechtlich geschützt. Lediglich zugelassen sind, unter Nennung des Autoren und der Quelle, "Analy-
sen und kurze Zitate, die durch den kritischen, polemischen, pädagogischen, wissenschaftlichen oder
informativen Charakter des Werkes, aus dem sie stammen, gerechtfertigt sind". (Art. L 122-4 und L 122-5 des
französischen Gesetzes über geistiges Eigentum)
© Internationaler Eisenbahnverband (UIC) - Paris, 2000
Druck: Internationaler Eisenbahnverband (UIC)
16, rue Jean Rey
F - 75015 Paris - Frankreich, Dezember 2000
Dépot légal Dezember 2000

ISBN 2-7461-0230-7 (französische Fassung)


ISBN 2-7461-0231-5 (deutsche Fassung)
ISBN 2-7461-0232-3 (englische Fassung)

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E
Inhalt

Zusammenfassung ..............................................................................................................1

1- Erfassung der Primärdaten ........................................................................................ 2

1.1 - Allgemeines .......................................................................................................... 2


1.2 - Formen der Primärdatenerfassung....................................................................... 2
1.3 - Technologie der Datenerfassung.......................................................................... 3

2- Aufbereitung der Primärdaten ................................................................................... 5

2.1 - Allgemeines .......................................................................................................... 5


2.2 - Manuelle Aufbereitung.......................................................................................... 5
2.3 - Maschinelle Aufbereitung ..................................................................................... 5
2.3.1 - Allgemeines ....................................................................................................... 5
2.3.2 - Tägliche Aufbereitung ........................................................................................ 6
2.3.3 - Monatliche und jährliche Aufbereitung............................................................... 6
2.4 - Ermittlung der Bezugsgrössen.............................................................................. 6
2.4.1 - Allgemeines ....................................................................................................... 6
2.4.2 - Einfache Bezugsgrössen ................................................................................... 7
2.4.3 - Zusammengesetzte Bezugsgrössen.................................................................. 7
2.5 - Darstellung der Ergebnisse .................................................................................. 8
2.5.1 - Allgemeines ....................................................................................................... 8
2.5.2 - Tabellarische Darstellung .................................................................................. 8
2.5.3 - Grafische Darstellung ........................................................................................ 8
2.5.4 - Darstellung auf Display und auf Mikrofiche........................................................ 9

3- Nutzung der Ergebnisse........................................................................................... 10

3.1 - Allgemeines ........................................................................................................ 10


3.2 - Analyse von Zeitreihen ....................................................................................... 10
3.2.1 - Allgemeines ..................................................................................................... 10
3.2.2 - Ermittlung des Trends...................................................................................... 11
3.2.3 - Ermittlung des Saisoneinflusses ...................................................................... 11
3.3 - Vorhersage von Erwartungswerten .................................................................... 12
3.4 - Abhängigkeiten zwischen den Bezugsgrössen .................................................. 12

401
VE
3.5 - Beeinflussung der Bezugsgrössen ..................................................................... 13

Anlage A - Schema der angewandten Datenerfassungs- und


Aufbereitungstechnologien ....................................................................... 15

Anlage B - Zusammenstellung der Primärdaten ........................................................ 16

Anlage C - Beispiel für die tabellarische Darstellung der Tages- und


kumulierten Tageswerte mit Vergleich zu einem Erwartungswert
und zum Vormonat für operative Zwecke 20

Anlage D - Zusammenstellung der einfachen Bezugsgrössen................................. 21


D.1 -Transportabwicklung ........................................................................................... 21
D.1.1 - Triebfahrzeugleistungen .................................................................................. 21
D.1.2 - Zugleistungen .................................................................................................. 21
D.1.3 - Örtliche Leistungen (Summenbildung je festgelegter Bahnhof)....................... 22
D.1.4 - Streckenbelegung (Summierung je festgelegte Strecke)................................. 22
D.2 -Störungen............................................................................................................ 23
D.3 -Verspätungen ...................................................................................................... 23

Anlage E - Zusammenstellung der zusammengesetzten Bezugsgrössen .............. 24

Anlage F - Beispiel für die grafische Darstellung der Entwicklung der


Bruttotonnenkilometer über ein Jahr mit den Anteilen der
Traktionsarten an dieser Entwicklung in Form des
Histogrammes............................................................................................. 26

Anlage G - Beispiel für die grafische Darstellung der Anzahl der ausgefallenen
Züge und Sonderzüge im Vergleich über einen Monat in Form
des Häufigkeitspolygons ........................................................................... 27

Anlage H - Beispiel für die grafische Darstellung des relativen Anteiles der
Auflösung (43%) der Behandlung und des Wagenaustausches (4%)
der Neubildung (46%) der Umbespannung (7%) an der Gesamtzahl
der behandelten Wagen in Form der Kreissektorendarstellung ............ 28

Anlage I - Berechnungsbeispiele zur Analyse von Zeitreihen und zur


Vorhersage von Ereigniswerten................................................................ 29
I.1 -Analyse einer Zeitreihe mit Trend und Saisoneinfluss.......................................... 29
I.1.1 - Ermittlung des Trends nach der Methode der gleitenden
Durchschnitte über drei Monate ....................................................................... 29
I.1.2 - Ermittlung des Trends nach der Methode mit Orthogonalfunktionen............... 31
I.1.3 - Ermittlung der Saisonschwankungen nach der Methode des
Gliedziffernverfahrens...................................................................................... 33
I.2 -Ermittlung der Saisonschwankungen bei stationären Zeitreihen mit der
Methode des Phasendurchschnittsverfahrens.................................................... 37

401
VE
I.3 -Vorhersage von Ereigniswerten nach der Methode der exponentiellen
Glättung .............................................................................................................. 38
I.3.1 - Allgemeines ..................................................................................................... 38
I.3.2 - Ermittlung der Anfangswerte............................................................................ 40
I.3.3 - Wahl der Glättungskonstanten......................................................................... 41
I.3.4 - Berechnung der Vorhersagewerte ................................................................... 41
I.4 -Gegenüberstellung der ursprünglichen Ereigniswerte yi und der gleitenden
Durchschnittswerte yi .......................................................................................... 46
I.5 -Vergleich der Zeitreihenwerte zu den mit Orthogonalfunktionen ermittelten
Trends ersten und zweiten Grades..................................................................... 47
I.6 -Saisonindexziffern nach dem Gliedziffernverfahren (1978...1980) ....................... 48
I.7 -Relative Darstellung der Abweichungen in Form der Saisonindexzahlen,
ermittelt nach dem Phasendurchschnittsverfahren (Sonntag ... Samstag
von 13 Wochen).................................................................................................. 49
I.8 -Vergleich der Istwerte yi mit den Vorhersagewerten vi für das Jahr 1980 ............ 50
I.9 -Gegenüberstellung der berechneten drei Vorhersagewerte vi, vi+1, vi+2
für das Jahr 1980................................................................................................ 51

Bibliographie ......................................................................................................................52

401
VE
Zusammenfassung

Dieses Merkblatt fixiert den anzustrebenden Mindestumfang der zu erfassenden Daten über die
Transportabwicklung (Zugleistungen, Triebfahrzeugleistungen, örtliche Leistungen, Streckenbela-
stung), über eingetretene Störungen und entstandene Verspätungen als Grundlage für die Bewertung
der Qualität der Planung und Durchführung des Betriebsdienstes, den regelmässigen Nachweis der
Zuverlässigkeit und hieraus abzuleitender Massnahmen zur Verbesserung der Betriebsdurchführung.

Hiermit soll angeregt werden, die Vielzahl der vorhandenen Informationen auf ein vertretbares, über-
schaubares Mass zurückzuführen und günstige Bedingungen für den bi- und multilateralen Informati-
onsaustausch zu schaffen.

Das Merkblatt gibt Anregungen und Empfehlungen zur Erfassung und Aufbereitung sowie zur Nut-
zung der Informationen.

Einige unterschiedlich angewandte Technologien der Erfassung und Aufbereitung der Informationen
sind in Anlage A - Seite 15 dargestellt.

Nicht in das Merkblatt aufgenommen wurden Informationen über kommerzielle Leistungen (wie zum
Beispiel Beladeleistungen) und über Infrastruktur und Fahrzeugpark (zum Beispiel Bestände an Gü-
terwagen) sowie Angaben über die Ursachen, den Hergang und die Folgen von Störungen mit starker
Beeinträchtigung des Eisenbahnbetriebes (insbesondere Bahnbetriebsunfälle). Umfang und Art der
Erfassung solcher Angaben- insbesondere die Ursachenforschung - sind bei den Bahnen unter-
schiedlich geregelt und in vielen Fällen nicht Aufgabe des Betriebsdienstes.

1 401
E
1 - Erfassung der Primärdaten

1.1 - Allgemeines

Die Primärdaten:

- sind originäre (ursprüngliche) Informationen über den Betriebsablauf und

- werden direkt am Ort und zum Zeitpunkt des Entstehens manuell oder automatisch erfasst.

Für die Arbeit der Betriebsleitungen wird empfohlen, die in der Anlage B - Seite 16 zusammengestell-
ten Primärdaten

- über die Transportabwicklung, unterteilt nach:

• Triebfahrzeugleistungen,
• Zugleistungen,
• örtliche Leistungen,
• Streckenbelastungen

- über Störungen und

- über Verspätungen

zu erfassen.

1.2 - Formen der Primärdatenerfassung

Die Primärdaten (siehe Anlage B) werden überwiegend in der Form einer Totalerfassung
aufgenommen. Dabei erfolgt gegebenenfalls eine Unterteilung der Elemente in Elementengruppen,
zum Beispiel:

- Triebfahrzeugleistungen insgesamt und/oder unterteilt nach Traktionsarten oder

- Zugleistungen insgesamt und/oder unterteilt nach Zuggattungen.

Für bestimmte Zwecke wird in Form der bewussten Auswahl nur eine Teilerfassung der Primärdaten
empfohlen, wie zum Beispiel bei der Ermittlung:

- der Güterwagenströme über einen, für den entsprechenden Fahrplanabschnitt repräsentativen


Zeitraum (zweimal jährlich je 14 aufeinanderfolgende Kalendertage),

- der Streckenbelastung an festgelegten:

• bestimmten Wochentagen: Montag, Mittwoch (repräsentativ für Dienstag bis Donnerstag), Frei-
tag, Sonnabend und Sonntag, oder
• einem oder mehreren Kalendertagen,

2 401
E
- des Auslastungsgrades nur für die wichtigsten:

• Rangierbahnhöfe oder
• Strecken,

- der Zugverspätungen, die grösser als ein bestimmter Schwellwert sind

und anderen Ermittlungen.

Den Bahnen wird empfohlen, verstärkt die Teilerfassung in Form der Zufallsauswahl (Stichprobe), wie
zum Beispiel zur "Statistischen Bestimmung der Umlaufdauer der Güterwagen (UIC-Merkblatt
Nr. 403)" anzuwenden. Dabei sind die beiden Merkmale:

- die Auswahl der zu erfassenden Elemente erfolgt nach dem Zufallsprinzip und

- der Stichprobenfehler ist zu berechnen

zu beachten.

Mit der Anwendung der Zufallsauswahl wird der Erfassungsaufwand wesentlich gesenkt.

1.3 - Technologie der Datenerfassung

Die Feststellung der Primärdaten erfolgt in der Regel visuell (siehe Anlage A - Seite 15).

Bei Bahnen ohne Datenverarbeitungstechnik werden die Primärdaten manuell zum Zeitpunkt des Ent-
stehens:

- direkt am Entstehungsort (Zugfertigstellung, Zugfahrt usw.) oder

- nach mündlicher Durchsage über Funk

in Belegen (Zugdokumente, örtliche Unterlagen des Bahnhofs und andere) erfasst.

Bei Bahnen mit Datenverarbeitungstechnik sind die oben angegebenen Belege EDV-gerecht
gestaltet.

Die Eingabe der Daten erfolgt:

- zum Entstehungszeitpunkt oder spätestens zum Ende der Dienstschicht bei Datenendplatz oder
dezentraler EDVA und /oder

- unmittelbar

• zum Entstehungszeitpunkt oder


• nach dem zu erfassenden Ereigniszeitraum

bei zentraler EDVA.

3 401
E
Bei vorhandenem Datenendplatz oder vorhandener dezentraler EDVA sollte die Möglichkeit genutzt
werden, die:

- mündlich über Funk durchgesagten Daten oder

- am Entstehungsort mit einem Dateneintastgerät erfassten Daten

manuell direkt einzugeben.

Zur Senkung des Erfassungsaufwandes wird empfohlen, den Anteil der automatisch erfassten Primär-
daten (zum Beispiel Zugnummer, Länge in Metern, Anzahl Wagen) zu erhöhen.

Als Zukunftstechnik könnte die direkte Eingabe des gesprochenen Wortes in den Rechner in Frage
kommen.

4 401
E
2 - Aufbereitung der Primärdaten

2.1 - Allgemeines

Die erfassten Primärdaten werden auf:

- Bahnhofsebene als Grundlage für die operative Arbeit genutzt und zu örtlichen Statistiken verar-
beitet und

- Zwischenleitungsebenen manuell oder durch EDVA verdichtet und/oder selektiert, kumuliert und
zu Bezugsgrössen berechnet.

Dabei sind vorwiegend kumulativ aufzurechnen:

- Tageswerte zu Monatswerten gegebenenfalls auch Wochenwerte, Dekadenwerte usw. ;

- Monatswerte zu Jahressummen gegebenenfalls über Quartalswerte, Halbjahreswerte usw.

Bezugsgrössen sind Werte, die durch die Verbindung einer Primärinformation mit einer anderen (zum
Beispiel Zugkilometer, Nettotonnenkilometer) und/oder durch das Beziehen einer Primärinformation
auf eine Zeiteinheit (Anzahl der Züge pro Tag, Anzahl der Störungen pro Monat) gebildet werden.

Die Berechnung der Bezugsgrössen ist sehr einfach (Grundrechnungsarten, Prozentrechnung und
Berechnung von Mittelwerten) und manuell möglich. Wegen der Vielzahl der erforderlichen Berech-
nungen ist zur Senkung des Aufbereitungsaufwandes die Nutzung von EDVA zu empfehlen.

2.2 - Manuelle Aufbereitung

Auf der Basisebene und über die Zwischenleitungsebenen sind aus bestimmten Unterlagen Daten
vollständig oder teilweise, gegebenenfalls nach Berechnung der erforderlichen

- Bezugsgrössen,

- absoluten Abweichungen von einem Schwell-/Erwartungswert und/oder

- Mittelwerte

in neue Unterlagen zu übernehmen.

2.3 - Maschinelle Aufbereitung

2.3.1 - Allgemeines

Von nicht intelligenten Datenendplätzen werden die eingegebenen Primärdaten unverändert zur zen-
tralen EDVA übertragen.

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In intelligenten Datenplätzen oder dezentralen EDVA sollte eine Vorverdichtung der Primärdaten (zum
Beispiel Ermittlung der Schichtsummen und andere) erfolgen, um den Übertragungsaufwand zu sen-
ken. Gleichzeitig wird ein Plausibilitätstest durchgeführt. Die endgültige Aufbereitung der übertrage-
nen und/oder der direkt eingegebenen Daten erfolgt in der zentralen EDVA.

2.3.2 - Tägliche Aufbereitung

Die Aufbereitung der Tageswerte je Schicht oder mindestens täglich sollte zusätzlich über den Monat
kumuliert erfolgen. Dabei sind bei Bedarf Zwischensummen für die Wochen oder Dekaden zu bilden.

Zur Erhöhung der Aussagekraft kann die tägliche Aufbereitung mit Vergleichen zum:

- Schwell-/Erwartungswert,

- Wert des Vortages, der Vorwoche und/oder Vordekade,

- entsprechenden, kumulierten Wert des Vormonats

verbunden werden (siehe Anlage C - Seite 20).

2.3.3 - Monatliche und jährliche Aufbereitung

Die monatliche Aufbereitung soll

- für monatlich direkt eingegebene Daten analog Punkt 2.3.2 - Seite 6 und/oder

- durch Übernahme der Monatsendwerte aus der täglichen Aufbereitung

erfolgen.

Die jährliche Aufbereitung erfolgt anhand der Monatswerte mit Zwischensummen für die Quartale,
Halbjahres- und Dreivierteljahreswerte und der Summe der Jahreswerte in Form einer Zeitreihe. Die-
se ist mit den Jahreswerten laufend zu führen.

2.4 - Ermittlung der Bezugsgrössen

2.4.1 - Allgemeines

Die Bezugsgrössen sind aus den erfassten Primärdaten für:

- ausgewählte Zeitpunkte und/oder

- bestimmte typische Zeitabschnitte (Kalenderzeiteinheiten, Fahrplanabschnitte),

- ausgewählte Arten von Primärdaten

zu ermitteln.

6 401
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2.4.2 - Einfache Bezugsgrössen

Die einfachen Bezugsgrössen (siehe Anlage D - Seite 21) entstehen aus der Addition der Primärdaten
in der gewählten Kalenderzeiteinheit, zum Bespiel:

- Anzahl der Wagen/Doppelachsen aller Güterzüge,

- Länge der Züge in Meter,

- Anzahl Sitzplätze aller Schnellzüge,

- Auslastung der Güterwagen,

- Anzahl der Störungen technischer Art,

- Summe der Endverspätungen aller schnellfahrenden Güterzüge auf internationalen Strecken


(TEEM usw).

2.4.3 - Zusammengesetzte Bezugsgrössen

Die zusammengesetzten Bezugsgrössen (siehe Anlage E - Seite 24) sind über den gewählten Zeit-
abschnitt zu ermitteln, zum Beispiel durch:

- Multiplikation der Werte je Zug und Summierung über alle Züge, zum Beispiel

Wagenachskilometer:

∑ (Anzahl Achsen x gefahrene Kilometer) Zug i


1

mit i = Zug 1 .... n,

- Berechnung von Mittelwerten, zum Beispiel

Mittlere Dauer der Störung einer Art

Dauer der Störungen einer Art


----------------------------------------------------------------------------------
Anzahl der Störungen einer Art

oder

- Berechnung von Prozentwerten, zum Beispiel

Pünktlichkeitsgrad:

Anzahl der pünktlichen Züge × 100%-


--------------------------------------------------------------------------------------------------
gefahrene Züge

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E
2.5 - Darstellung der Ergebnisse

2.5.1 - Allgemeines

Die Ergebnisse sollten unabhängig von der Art der Aufbereitung (manuell oder maschinell) in Form
von:

- Tabellen und

- Grafiken

dargestellt werden.

2.5.2 - Tabellarische Darstellung

Für manuell und von der EDVA aufgestellte Tabellen wird einheitlich als

- Spaltenüberschriften die:

• Ergebnisse des Zeitraumes und/oder die Kumulation und


• Vergleiche mit analogen Zeiträumen und/oder bestimmten Schwell-/ Erwartungswerten

und

- Zeilenüberschriften die Bezugsgrössen

empfohlen (siehe Anlage C - Seite 20).

2.5.3 - Grafische Darstellung

Grafische Darstellungen verdeutlichen Ergebnisse und den Vergleich von Ergebnissen sehr. Der vi-
suelle Vergleich ist aber nur dann leicht erfassbar, wenn die Grafiken einen einheitlichen Aufbau ha-
ben und sie von gleicher Art sind.

Für die Darstellung der Ergebnisse:

- eines bestimmten Zeitabschnittes oder

- als Zeitreihe (statistische Reihe mit den Gruppierungsmerkmalen Tag, Woche, Dekade, Monat,
Quartal usw.)

sollten für absolute und relative Werte das:

- Histogramm (siehe Anlage F - Seite 26) oder

- Häufigkeitspolygon (siehe Anlage G - Seite 27),

angewendet werden. Dabei sind im allgemeinen lineargeteilte Achsen zu verwenden. Zur Darstellung
von kumulativen Werten kann auch eine logarithmische Achse verwendet werden.

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Auf:

- der Ordinate ist die Bezugsgrösse und

- der Abszisse sind die Zeitabschnitte

aufzutragen.

Zur Darstellung von relativen Ergebnissen in Prozenten wird das Kreissektorendiagramm (siehe An-
lage H - Seite 28) empfohlen. Dabei ist die Kreisfläche gleich 100% zu setzen.

2.5.4 - Darstellung auf Display und auf Mikrofiche

Nach Möglichkeit sollten maschinell aufbereitete Ergebnisse für:

- kurzzeitige Perioden (operative Schnellinformation) über Display und

- langfristige Perioden über Mikrofiche

tabellarisch und/oder grafisch ausgegeben werden.

Für die Archivierung können verschiedene Methoden verwendet werden, wie zum Beispiel Mikrofiche,
Magnetband, Magnetplatte usw.

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3 - Nutzung der Ergebnisse

3.1 - Allgemeines

Für die Nutzung der Bezugsgrössen werden:

- erforderliche Aufbereitungen der dargestellten Ergebnisse,

- mögliche Vorhersagen über zu erwartende Ergebnisse,

- vorhandene Abhängigkeiten zwischen Teilergebnissen

dargestellt.

Für die Aufbereitung der Ergebnisse und die Vorhersage von Erwartungswerten wird die Anwendung
mathematisch-statistischer Verfahren empfohlen. Die mögliche kurz-, mittel- und langfriste Beeinflus-
sung der Betriebslage wird allgemein aufgezeigt.

Die Ableitung von Entscheidungen aus einer konkreten Situation erfordert immer die Berücksichtigung
der speziellen Belange der einzelnen Bahn.

3.2 - Analyse von Zeitreihen

3.2.1 - Allgemeines

Die nach dem zeitlichen Ablauf geordneten Bezugsgrössen bestimmter Zeiträume (Tag, Woche, De-
kade, Monat, Quartal, Jahr und ähnliche) ergeben eine Zeitreihe. Diese Reihen werden von vier zu-
fälligen Grössen:

- Grundrichtung der Entwicklung (Trend),

- periodische Schwankungen (Saisoneinflüsse),

- zyklische Schwankungen und

- unregelmässige Schwankungen

bestimmt, die in einer Zeitreihe nicht alle gleichzeitig aufzutreten brauchen.

Die Analyse einer Zeitreihe macht die eisenbahntypischen Grössen Trend und Saisoneinfluss ohne
die zwischen beiden bestehenden Verknüpfungen sichtbar.

Dabei macht der ermittelte Trend die Entwicklung ohne saisonbedingte Einflüsse und der ermittelte
Saisoneinfluss periodisch auftretende Maximal- oder Minimalwerte deutlich. Bei der Integration der
Ergebnisse sind solche Faktoren, wie unterschiedliche Anzahl der Kalendertage im Monat, Feiertage,
unterschiedliche Anzahl von Wochenenden und andere zu berücksichtigen. Die aus der Analyse einer
Zeitreihe erhaltenen Ergebnisse ermöglichen insbesondere mittel- und langfristige Massnahmen zur
Verbesserung der Betriebsführung.

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E
Für Bahnen, die die Möglichkeit dazu haben, wird die maschinelle Ermittlung des Trends und/oder des
Saisoneinflusses von Zeitreihen empfohlen. Dazu gibt es eine Vielzahl von EDVA-orientierten Pro-
grammen.

3.2.2 - Ermittlung des Trends

Zur grafischen Ermittlung des Trends werden die Ergebniswerte über den Zeitwerten in ein Koordina-
tionssystem eingezeichnet und zwischen die eingezeichneten Punkte eine Freihandkurve so gelegt,
dass die Flächen oberhalb und unterhalb des Trends zur Verbindung der empirischen Punkte unge-
fähr gleich sind.

Die manuelle Ermittlung des Trends mit der Methode der gleitenden Durchschnitte ist einfach und er-
fordert geringen Zeitaufwand. Die Stärke des Ausgleichs der Zeitreihe wird von der Anzahl der frei zu
wählenden Perioden bestimmt, die zur Durchschnittsbildung herangezogen werden.

Die manuelle Ermittlung des Trends mit Orthogonalfunktionen ist infolge der Tabellierung der meisten
Rechenarbeiten wenig aufwendig. Ausserdem verändern sich die allgemeinen Trendkoeffizienten bei
einer Veränderung des Trendgrades nicht mehr.

Für die beiden letzten Verfahren sind in Anlage I - Seite 29 Anwendungsbeispiele berechnet.

3.2.3 - Ermittlung des Saisoneinflusses

Der Saisoneinfluss einer Zeitreihe spiegelt die typischen periodischen Schwankungen (täglich, wö-
chentlich, monatlich, je Fahrplanabschnitt, jährlich) des Eisenbahntransportes wieder, zum Beispiel
der Rhythmus:

- im Besetzungsgrad der Schnellzüge und Berufszüge durch den Anstieg der Urlaubs- und Erho-
lungsreisen und dem gleichzeitigen Absinken des Berufsverkehrs in den Sommermonaten,

oder

- in der erhöhten Leistung der Rangierbahnhöfe im letzten Monat des Quartals und im letzten Quar-
tal des Jahres.

Bei stationären Zeitreihen (ohne oder mit sehr geringem Trendeinfluss) wird zur manuellen Ermittlung
des Saisoneinflusses die einfach anzuwendende Methode des Phasendurchschnittsverfahrens emp-
fohlen. Dabei entspricht die Phase dem Zeitabschnitt (zum Beispiel Monat) im Untersuchungszeit-
raum (zum Beispiel Jahr).

Zur manuellen Ermittlung des Saisoneinflusses in den viel häufiger auftretenden Zeitreihen mit Trend-
einfluss wird das Gliedziffernverfahren empfohlen. Dieses Verfahren eleminiert den Trendeinfluss
zwar nicht restlos, wird aber trotzdem empfohlen, da es mit Benutzung eines Taschenrechners leicht
ausführbar ist.

Für beide Verfahren ist ein entsprechendes Berechnungsbeispiel im Anlage I dargestellt.

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E
3.3 - Vorhersage von Erwartungswerten

Die Zeitreihenvorhersage gestattet:

- aus dem Verlauf der Zeitreihe in der Vergangenheit und

- bei vorausgesetztem Typ der Entwicklung der Zeitreihe (parallele, lineare oder nicht lineare Ent-
wicklung ohne oder mit Trendeinfluss)

Werte für zukünftige Zeitpunkte vorherzusagen.

Die für einen oder mehrere Monate vorhergesagten Erwartungswerte sind durchaus brauchbar. Kon-
krete Ereignisse, die in den vorhergesagten Monaten eintreten und die vorhergesagte Bezugsgrösse
stark beeinflussen, können natürlich zu Abweichungen führen.

Zur manuellen Ermittlung von Erwartungswerten wird die Methode der exponentiellen Glättung emp-
fohlen. Ein entsprechendes Berechnungsbeispiel ist in Punkt I.3 - Seite 38 der Anlage I dargestellt.

Die Anfangswerte zur Fortschreibung des Mittelwertes und der Saisonkoeffizienten und die eigentli-
che Vorhersage sind einfach und schnell zu berechnen. Die zeitaufwendigere Berechnung der geeig-
netsten Glättungskonstanten wird bei Verwendung eines Taschen- oder Tischrechners in erträglichen
Grenzen gehalten. Die gleichzeitige Vorhersage von mehreren zeitlich aufeinanderfolgenden Vorher-
sagewerten ist möglich und gewährleistet eine ausreichende Vorhersagegenauigkeit.

Für die maschinelle Zeitreihenvorhersage gibt es eine Vielzahl anwendungsorientierter Verfahren.

Wegen der praktischen Brauchbarkeit für eisenbahntypische Zeitreihen wird die Anwendung iterativer
Verfahren empfohlen. Dabei sollte die Abarbeitung des Programms in den drei Stufen:

- Bestimmung von Anfangswerten für die Zeitreihe,

- Auswahl des anzuwendenden Verfahrens und der zugehörigen Parameter durch Variation über mi-
nimale Fehlerabweichung und

- Vorhersage mit dem ausgewählten Verfahren, gegebenenfalls nach bestimmten Zeitabschnitten


mit Kontrolle der zweiten Abarbeitungsstufe

erfolgen.

3.4 - Abhängigkeiten zwischen den Bezugsgrössen

Die Abhängigkeiten zwischen den Bezugsgrössen ergeben sich aus den Verknüpfungen im techno-
logischen Prozess der Transportabwicklung bei der Eisenbahn.

Zum Beispiel zeigt das Verhältnis der zusammengesetzten Bezugsgrössen

Nettotonnenkilometer (Ntkm)
------------------------------------------------------------------------------
Bruttotonnenkilometer (Btkm)

12 401
E
mit welchem Aufwand (Eigenmasse der Wagen und Leerwagenbewegungen) die zu befördernde Gü-
termenge transportiert wurde. Die Grösse des Verhältnisses charakterisiert den Nutzeffekt des Trans-
ports und die produktive Ausnutzung der Güterwagen.

Entsprechend der mathematischen Bildungsvorschrift

Masse Ladegut × gefahrene Kilometer


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
( Masse Wagen + Masse Ladegut ) × gefahrene Kilometer

ist das Ziel, die relative Senkung des Aufwandes an Bruttotonnenkilometern durch:

Nutzmasse
- Einsatz von Güterwagen, bei denen das Verhältnis --------------------------------- möglichst gross ist (Grossraum-
Eigenmasse
wagen, Wagenleichtbau),

- Vermeidung überflüssiger Leerwagenbewegungen, zum Beispiel durch Gewinnung der zur Bela-
dung erforderlichen Leerwagen aus der eigenen Entladung des Bahnhofs oder Teilnetzes und

- Erhöhung der Auslastung der beladenen Güterwagen

zu erreichen.

Neben diesen Abhängigkeiten zwischen der Bezugsgrösse Bruttotonnenkilometer und den Bezugs-
grössen Nettotonnenkilometer, Wagenachskilometer (unterteilt nach beladen und leer) und Ausla-
stung der Güterwagen ergeben sich aus den technologischen Bedingungen weitere Abhängigkeiten
im Zusammenhang mit den Bezugsgrössen Triebfahrzeugeinsatzkilometer, Zugkilometer, Wagen je
Zug, Auslastungsgrad der Rangierbahnhöfe, Belegungsgrad der Strecken und andere.

Darüber hinaus wird der Nutzeffekt des Transportes durch Annäherung der gefahrenen Kilometer
(Multiplikator im Zähler und Nenner des Verhälnisses Ntkm zu Btkm) an die tatsächliche Entfernung
zum Beispiel durch:

- Optimierung der Leitungsvorschriften auf EDVA und

- Einhaltung der Leitungsvorschriften in der praktischen Transportdurchführung (Vermeidung von


Umleitungen usw.)

weiter erhöht.

3.5 - Beeinflussung der Bezugsgrössen

Die Bezugsgrössen der Transportabwicklung sind abhängig von äusseren, zum Teil nicht beein-
flussbaren Einflussfaktoren, von der Güte der vorgegebenen Technologie und deren Einhaltung.

Zum Beispiel wird der Anteil leer (ohne Zug) fahrender Lokomotiven an den Bezugsgrössen Triebfahr-
zeugeinsatzzeit und -kilometer davon bestimmt, wie gut:

- der vorgesehene Triebfahrzeugumlauf dem Optimum angenähert wurde und

- die Regeltechnologie der Transportabwicklung (Technologie auf der Grundlage des Plans) prak-
tisch realisiert wird.

13 401
E
Bestimmte Bezugsgrössen der Transportabwicklung, zum Beispiel die Auslastung der Güterwagen,
werden von der Eisenbahn und dem Verkehrskunden beeinflusst.

Die Bezugsgrössen der

- Störungen

werden von der Funktion der technischen Ausrüstung, der Arbeit des Personals der Eisenbahn und
durch Einwirkungen von aussen beeinflusst und sind Ursache für das Abweichen von der Regel-
technologie.

Die Beeinflussung der Störungen richtet sich auf die:

• Verhinderung von Störungen bei vertretbarem Aufwand und


• möglichst gering zu haltenden Auswirkungen eingetretener Störungen.

- Verspätungen

besonders als Folge von Störungen sind Abweichungen von der Regeltechnologie und können
weiteres Abweichen zur Folge haben. Die Beeinflussung von Verspätungen erfolgt erst ab einem
von den Bahnen festgelegten Schwellwert, der zum Beispiel für Reisezüge kleiner ist als für Güter-
züge.

Beide Arten verschlechtern mit steigendem Auftreten fast alle Bezugsgrössen der Transportabwick-
lung.

Die Beeinflussung der Bezugsgrössen durch die Betriebsleitung zur Verbesserung der Betriebsfüh-
rung sollte im wesentlichen in drei Zeitetappen erfolgen.

Die kurzfristige Einflussnahme erfolgt auf der Basis von Schicht- und Tageswerten aller Bezugsgrös-
sen und zusätzlicher, spezieller operativer Informationen durch die:

- ständige Durchsetzung der Regeltechnologie des laufenden Fahrplanabschnittes oder

- Wiederherstellung der Regeltechnologie im Falle eingetretener Abweichungen.

Die mittelfristige Beeinflussung ist auf die Erarbeitung der Regeltechnologie für den folgenden Fahr-
planabschnitt gerichtet und basiert auf den Ergebnissen des vergangenen, entsprechenden Fahrplan-
abschnittes.

Die langfristige Einflussnahme erfolgt durch Weiterentwicklung der Betriebstechnologie in ihren


Grundsätzen, Entwicklung und Einsatz neuer Technik, Ausbau der bestehenden Anlagen, Weiterent-
wicklung der Vorschriften und die dementsprechende Schulung und Ausbildung des Personals.

Konkrete Massnahmen zur Beeinflussung der Bezugsgrössen können nur anhand ihrer tatsächlichen
Entwicklung und in Abhängigkeit von der verkehrspolitischen Konzeption, der Strategie der Betriebs-
führung, der Netzstruktur, der Struktur des Fahrzeugparkes, der Personalsituation und anderen Fak-
toren festgelegt werden.

14 401
E
Anlagen

Anlage A - Schema der angewandten Datenerfassungs-


und Aufbereitungstechnologien

Visuelle Feststellung der Primärdaten am Ort und zum Zeitpunkt des Entstehens

15 401
E
Anlagen

Anlage B - Zusammenstellung der Primärdaten

Nummer Primärdaten Bemerkungen

1 2 3

1. Transportabwicklung (1) Dienstart:

1.1. Triebfahrzeugleistungen 1. Zuglokomotiven, Triebzüge, Triebwagen

1.1.1. Triebfahrzeugkennzeichen /-/ 2. Vorspann- oder Schiebelokomotiven

1.1.2. Dienstart (1) 3. Leervorspann

1.1.3. Traktionsart (2) 4. Leer (ohne Zug) fahrende Lokomotiven

1.1.4. Einsatzzeit des Triebfahrzeuges /h/ 5. Zwischentriebfahrzeuge

1.1.5. Rangierdienstart (3) (2) Traktionsart:

1.1.6. Triebfahrzeugeinsatzkilometer /km/ 1. Dampflokomotiven mit Ölfeuerung

2. Dampflokomotiven mit Kohlefeuerung

3. Diesellokomotiven

4. Elektrische Lokomotiven

5. Elektrische Triebwagen mit Stromzuführung

6. Akkumulatortriebwagen

7. Kleinlokomotiven

8. Dieseltriebwagen

9. Leichttriebwagen (Schienenomnibus)

(3) Rangierdienstart 2:

Rangierdienst mit Zuglokomotiven auf Zuganfangs-, Zugend- und


Unterwegsbahnhöfen

1.2. Zugleistungen (4) Zuggattungen:

1.2.1. Zugnummer /-/ 1. Reisezüge

1.2.2. Zuggattung (4) 1.1. TEE und andere qualifizierte Züge im internationalen
Verkehr

1.2.3. Ladezustand der Wagen (5) 1.2. IC- und Expresszüge im nationalen Verkehr

1.2.4. Anzahl Wagen /-/ und/oder Anzahl der 1.3. Schnellzüge


Achsen

1.2.5. Länge des Wagenzuges /m/ 1.4. Eilzüge

1.2.6. Gefahrene Kilometer /km/ 1.5. Personenzüge

1.2.7. Bruttotonnen /t/ 1.6. Personenzüge im Wendebetrieb

1.2.8. Nettotonnen /t/ 1.7. Postzüge

1.2.9. Anzahl Personen /-/ 2. Güterzüge

1.2.10. Anzahl Sitzplätze /-/ 2.1. TEEM und andere schnellfahrende internationale
Güterzüge

1.2.11 Zahl der abgestellten Züge (über mehrere 2.2. Durchgangsschnell- und -eilgüterzüge
Tage abgestellt)

16 401
E
Anlagen

Nummer Primärdaten Bemerkungen

1 2 3

1.2.12. Zahl der unbespannten Züge 2.3. Durchgangsgüterzüge

1.2.13. Zahl der Sonderzüge und Sonderleistungen 2.4. Ganzzüge


(aufgeteilt nach Relationen)

2.5. Leerzüge

2.6. Übergabezüge zwischen benachbarten Bahnhöfen

2.7. Übergabezüge von und nach Anschlüssen der freien


Strecke

3. Dienstzüge

3.1. Dienstgüterzüge

3.2. Schadwagenzüge

3.3. Arbeitszüge

3.4. Hilfszüge

3.5. Dienstpersonenzüge

3.6. Lockzüge

(5) Ladezustand der Wagen:

1. beladen

2. leer

1.3. Örtliche Leistungen (6) Behandlungsart:

1.3.1. Bahnhof 1. Auflösung

1.3.2. Zahl der behandelten Züge /-/ 2. Behandlung mit Wagenaustausch

1.3.3. Behandlungsart (6) 3. Neubildung

1.3.4. Zahl der eingestellten Wagen /-/ 4. Umbespannung

1.3.5. Zahl der ausgesetzten Wagen /-/ 5. Wechsel der Gleise (umsetzen), ohne Änderung der
Zugbildung

1.3.6. Kapazität der Ablaufanlage (Wagen pro Tag) (7) Zusatzanlagen sind:

1.3.7. Rangierbahnhofskapazität Wagenausgang - Ladestrassen, Laderampen, Güterschuppen


ins Netz (Wagen pro Tag)

1.3.8. Zahl der abgelaufenen Wagen (Ablaufanla- - Aufbockanlagen auf Spurwechselstellen


ge) /-/

1.3.9. Wagenausgang ins Netz /-/ - Containerumslagplätze

1.3.10. Anzahl der Wagen in die Zusatzanlagen (7) - Huckepackanlagen

1.3.11 Anzahl Wagen, die auf einem Umstellbahn- - Güterhallen, Lademittelstützpunkte


hof den vorgesehenen Regelzug nicht errei-
chen

1.3.12. Anzahl der nicht gestellten oder nicht recht- - Gleise und Ladestellen von Eisenbahndienststellen
zeitig gestellten Wagen

1.3.13. Anzahl der abgestellten, nicht verfügten lee- - Gleise und Ladestellen für Expressgutwagen
ren Güterwagen

1.3.14. Rangierpersonal (Anzahl der an der Rangier- - Gleise und Ladestellen für die Post
arbeit beteiligten Beschäftigten)

17 401
E
Anlagen

Nummer Primärdaten Bemerkungen

1 2 3

1.3.15. Rangierzeiten aus Rangierdienstart 1 (8) - Gleise für Zoll- und Grenzbehandlung

1.4. Angaben über die Streckenbelegung - Schadwagen- und Werkstattgleise

1.4.1. Streckenkapazität (wird nach UIC-Merkblatt - Gleiswaagen, Lademasse, Wagenwasch- und Entseuchungs-
Nr. 405-1 ermittelt) anlagen

1.4.2. Anzahl der Reisezüge - Gleise der Anschlussbahnen, Lagerplätze

1.4.3. Anzahl der Güterzüge (8) Rangierdienstart 1:

- Rangierdienst mit Rangierlokomotiven (einschliesslich Bewe-


gungen und Aufenthalte der Zuglokomotiven von Hilfs- und Ar-
beitszügen an der Unfall- oder Baustelle, auf der freien
Strecke und auf Bahnhöfen, Schneeräumfahrten)

Rangierdienstart 2:

- Rangierdienst mit Zuglokomotive

2. Angaben über Störungen (9) Art der Störungen:

2.1. Ort und Zeitpunkt des Eintritts der Störung 1. Technische Störungen

2.2. Art der Störung (9) 1.1. Fahrzeuge

2.3. Dauer (Ende) der Störung 1.2. Oberbauanlagen

2.4. Auswirkungen der Störung 1.3. Sicherungs- und Fernmeldeanlagen

- entstandene Verspätung 1.4. Fahrleitung und Unterwerke

- Anzahl der betroffenen Züge (ausgefalle- 1.5. Zusatzanlagen (zum Beispiel Hebezeuge)
ne, umgeleitete, abgespannte Züge)

2. Nichttechnische Störungen

2.1. Fehlhandlungen oder Unterlassungen des Personals

2.2. Fehlplanungen (zum Beispiel bei Bauarbeiten)

2.3. Gut und Verladung

3. Sonstige Störungen

3.1. Witterung

3.2. Einwirkung von aussen

3. Angaben über Verspätungen (10) Art der Verspätung:

3.1. Höhe der Verspätung /min/, nur für 1. Anfangsverspätung (im internationalen Verkehr: Übernah-
meverspätung)

- Reisezüge > . . . min 2. Durchfahrtsverspätung (festzulegende Durchfahrpunkte


oder Grenzen der Teilnetze einer Bahn)

- Güterzüge >. . . min, 3. Endverspätung (im internationalen Verkehr: Übergabever-


spätung)

3.2. Art der Verspätung (10)

3.3. Verursachender Bereich (11)

18 401
E
Anlagen

Nummer Primärdaten Bemerkungen

1 2 3

(11) Verursachender Bereich:

1. Betriebsdienst

2. Baudienst

3. Signal- und Fernmeldedienst

4. Fahrzeugdienst

5. Einwirkung von aussen (Dritte, Witterung und ähnliches)

19 401
E
Anlagen

Anlage C - Beispiel für die tabellarische Darstellung der


Tages- und kumulierten Tageswerte mit
Vergleich zu einem Erwartungswert und zum
Vormonat für operative Zwecke

Gesamtnetz Tag: 81 02 16

Erwartet Erreicht Vormonat


Bezugsgrösse
Tag kum. Tag kum. Tag kum.

Wagenausgang ins Netz (Wg/d)

- Rbf A 1380 20001 1313 19948 1401 19960

- Rbf B 2379 32705 2455 32760 2224 32498

Zahl der abgelaufenen Wagen (Wg/d)

- Rbf A 1402 19901 1360 19856 1428 19863

- Rbf B 2501 35899 2649 36127 2442 35622

20 401
E
Anlagen

Anlage D - Zusammenstellung der einfachen


Bezugsgrössen

D.1 - Transportabwicklung

D.1.1 - Triebfahrzeugleistungen

D.1.1.1. - Σ Triebfahrzeugeinsatzzeit /h/, unterteilt nach

- Dienstart

- Traktionsart

D.1.1.2. - Σ Triebfahrzeugeinsatzkilometer /km/, unterteilt nach

- Dienstart

- Traktionsart

D.1.2 - Zugleistungen

D.1.2.1. - Σ Gefahrene Züge /-/, unterteilt nach

- Reisezüge

- Güterzüge

D.1.2.2. - Σ Gefahrene Kilometer /km/, unterteilt nach

- Reisezüge

- Güterzüge

D.1.2.3. - Σ Zuglänge /km/ aller Güterzüge

D.1.2.4. - Σ Bruttotonnen /t/ für Güterzüge

D.1.2.5. - Σ Nettotonnen /t/ für Güterzüge

D.1.2.6. - Σ Abgestellte Züge /-/ für Güterzüge

D.1.2.7. - Σ Unbespannte Züge /-/ für Güterzüge

D.1.2.8. - Σ Ausgefallene Züge /-/, unterteilt nach

- Reisezüge

- Güterzüge

21 401
E
Anlagen

D.1.2.9. - Σ Sonderzüge /-/, unterteilt nach

- Reisezüge

- Güterzüge

D.1.3 - Örtliche Leistungen (Summenbildung je festgelegter Bahnhof)

D.1.3.1. - Σ Behandelte Züge /-/, unterteilt nach

- Auflösung

- Wagenaustausch

- Neubildung

- Umbespannung

- Gleiswechsel

D.1.3.2. - Σ Eingestellte Wagen /-/

D.1.3.3. - Σ Ausgesetzte Wagen /-/

D.1.3.4. - Σ Abgelaufene Wagen /-/

D.1.3.5. - Σ Wagenausgang ins Netz /-/

D.1.3.6. - Σ Wagen in die Zusatzanlagen /-/

D.1.3.7. - Σ Wagen, die auf einem Umstellbahnhof den vorgesehenen Regelzug nicht erreichen /-/

D.1.3.8. - Σ Nicht oder nicht rechtzeitig gestellte Wagen /-/

D.1.3.9. - Σ Anzahl der abgestellten, nicht verfügten leeren Güterwagen

D.1.3.10. - Σ Anzahl des eingesetzten Rangierpersonals /-/

D.1.3.11. - Σ Einsatzzeit der Rangierloks /h/

D.1.4 - Streckenbelegung (Summierung je festgelegte Strecke)

D.1.4.1. - Σ Reisezüge /-/

D.1.4.2. - Σ Güterzüge /-/

22 401
E
Anlagen

D.2 - Störungen

D.2.1. - Σ Störungen /-/, unterteilt nach

- technische

- nichttechnische

- sonstige

Störungen und gegebenenfalls nach verursachendem Bereich.

D.2.2. - Für jede ausgewählte Störung

- Ort und Zeitpunkt des Eintritts

- Dauer (Behebungszeitpunkt)

- Auswirkungen, unterteilt nach

• Σ entstandene Verspätung /min/


• Σ betroffene Züge /- /

D.3 - Verspätungen

D.3.1. - Σ Anfangsverspätungen /min/, für bestimmte Züge und/oder Bahnhöfe

D.3.2. - Σ Endverspätungen /min/, für bestimmte Züge und/oder Bahnhöfe

D.3.3. - Entwicklung der Verspätung /min/, für bestimmte Teilnetze, Strecken und/oder Züge (Zu-
und/oder Abnahme).

23 401
E
Anlagen

Anlage E - Zusammenstellung der zusammengesetzten


Bezugsgrössen

Nummer Zusammengesetzte Bezugsgrössen Bildungsvorschrift

1 2 3

1. Transportabwicklung

1.1. Wagenachskilometer der Güterzüge, unterteilt nach n


- beladen
- leer
∑ (Achsen des Wagenzuges • Gefahrene Kilometer) Zug i

i=1

1.2. Mittlere Anzahl gefahrener Kilometer je Güterzug, unterteilt n


nach Zuggattungen
∑ ( Gefahrene Kilometer )Zug i
i=1
-----------------------------------------------------------------------------------------
n

1.3. Mittlere Anzahl Wagen je Güterzug, unterteilt nach n


- beladen
- leer
∑ (Güterwagen) Zug i
i=1
---------------------------------------------------------------
n

1.4. Mittlere Länge je Güterzug n

∑ (Länge des Zuges)Zug i


i=1
----------------------------------------------------------------------------
n

1.5. Mittlere Anzahl Bruttotonnen je Güterzug, unterteilt nach n


Zuggattungen ∑ (Bruttotonnen des Wagenzuges)Zug i
i-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
=1 -
n

1.6. Mittlere Anzahl Nettotonnen je Güterzug, unterteilt nach n


Zuggattungen ∑ ( Nettotonnen des Wagenzuges )Zug i
i=1
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-
n

1.7. Bruttotonnenkilometer der Güterzüge n

∑ (Bruttotonnen des Wagenzuges • gefahrene Kilometer)Zug i


i=1

1.8. Nettotonnenkilometer der Güterzüge n

∑ (Nettotonnen des Wagenzuges • gefahrene Kilometer)Zug i


i=1

1.9. Personenkilometer n

∑ (Beförderte Personen • gefahrene Kilometer)Fahrkarte i


i=1

(Wird monatlich über die Verkehrseinahmen ermittelt. Bei


Einsatz von moderner Technik im Fahrkartenverkauf wird
die tägliche Abrechnung empfohlen).

24 401
E
Anlagen

Nummer Zusammengesetzte Bezugsgrössen Bildungsvorschrift

1 2 3

1.10. Sitzplatzkilometer n

∑ (Angebotene Sitzplätze • Planmässiger Laufweg/km/)Zug i


i=1
(Wird einmal für den Fahrplanabschnitt ermittelt)

1.11. Besetzungsgrad der Reisezüge /%/ Personenkilometer • 100%


----------------------------------------------------------------
Sitzplatzkilometer

2. Örtliche Leistungen

2.1. Auslastungsgrad der Rangierbahnhöfe /%/

- Ablaufanlage Anzahl der abgelaufenen Wagen • 100%


-------------------------------------------------------------------------------------------------
Kapazität der Ablaufanlage

- Rangierbahnhof insgesamt Anzahl der ins Netz ausgehenden Wagen • 100%


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Rangierbahnhofskapazität

3. Streckenbelegungsgrad Anzahl der gefahrenen Reise- und Güterzüge • 100%-


------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Streckenkapazität

4. Störungen

Triebfahrzeugeinsatzkilometer
4.1. Störungsfreie Loklaufleistung /km/ -------------------------------------------------------------------------
Anzahl der Loklaufstörungen

4.2. Mittlere Dauer der Störung /h/, unterteilt nach der Art der Gesamtzeit aller Störungen
-----------------------------------------------------------------
Störung Anzahl der Störungen

5. Verspätungen

5.1. Pünktlichkeitsgrad (Anzahl pünktlich gefahrener Züge) • 100%


---------------------------------------------------------------------------------------------------------
Anzahl gefahrener-Züge

5.2. Durchschnittsverspätung /min/ je Zuggattung Summe der Verspätungen je Zuggattung-


------------------------------------------------------------------------------------------------
Anzahl gefahrener-Züge je Zuggattung

25 401
E
Anlagen

Anlage F - Beispiel für die grafische Darstellung der


Entwicklung der Bruttotonnenkilometer über
ein Jahr mit den Anteilen der Traktionsarten
an dieser Entwicklung in Form des
Histogrammes

26 401
E
Anlagen

Anlage G - Beispiel für die grafische Darstellung der


Anzahl der ausgefallenen Züge und
Sonderzüge im Vergleich über einen Monat in
Form des Häufigkeitspolygons

27 401
E
Anlagen

Anlage H - Beispiel für die grafische Darstellung des


relativen Anteiles der Auflösung (43%) der
Behandlung und des Wagenaustausches
(4%) der Neubildung (46%) der
Umbespannung (7%) an der Gesamtzahl der
behandelten Wagen in Form der
Kreissektorendarstellung

(Gesamtzahl der behandelten Wagen = Kreisfläche = 100%)

28 401
E
Anlagen

Anlage I - Berechnungsbeispiele zur Analyse von


Zeitreihen und zur Vorhersage von
Ereigniswerten

I.1 - Analyse einer Zeitreihe mit Trend und Saisoneinfluss

I.1.1 - Ermittlung des Trends nach der Methode der gleitenden Durchschnitte
über drei Monate

Ausgangswerte einer fiktiven Zeitreihe

Jahr
1978 1979 1980
Monat
Januar 5 866 3 284 1 672
Februar 5 317 2 215 980
März 3 101 1 791 1 545
April 3 514 1 501 1 073
Mai 2 942 1 917 1 531
Juni 3 812 1 852 1 295
Juli 2 639 1 421 1 387
August 2 779 1 331 1 016
September 2 650 1 106 1 288
Oktober 2 897 1 314 1 804
November 2 003 1 277 1 484
Dezember 2 750 1 343 1 437

Die Berechnung des Durchschnittswertes y i für den Monat i erfolgt nach der Formel
1
y i = -- ( y i – 1 + y i + y i + 1 )
3

Ein Januarwert 1978 kann nicht ermittelt werden, wenn der Vormonat i - 1 nicht bekannt ist. Der De-
zemberwert 1980 kann erst ermittelt werden, wenn der Nachmonat i + 1 bekannt ist.

Die Berechnung des ersten Mittelwertes für Februar 1978 erfolgt mit:
1
y Februar 78 = -- ( y Januar 78 + y Februar 78 + y März 78 )
3

29 401
E
Anlagen

und so weiter bis zur Berechnung des Mittelwertes für den Monat November 1980, mit dem Ergebnis:

Jahr
1978 1979 1980
Monat
Januar - 2 750 1 332
Februar 4 761 2 430 1 399
März 3 977 1 836 1 199
April 3 186 1 736 1 383
Mai 3 423 1 757 1 300
Juni 3 131 1 730 1 404
Juli 3 077 1 544 1 233
August 2 689 1 286 1 230
September 2 775 1 250 1 369
Oktober 2 517 1 232 1 525
November 2 550 1 311 1 575
Dezember 2 679 1 431 -

Zur Verdeutlichung der Ergebnisse sind in der Anlage A - Seite 15 die:

- ursprünglichen Werte y i und

- errechneten gleitenden Durchschnittswerte y i

graphisch dargestellt. Diese Gegenüberstellung zeigt die ausgleichende Wirkung der gleitenden
Durchschnittswerte deutlich.

Im Sinne des Ausgleichs werden bei der Durchschnittsbildung über 4, 5, 6, . . . Perioden (hier: Monate)
immer "bessere" Ergebnisse erreicht. Die Aussagekraft verringert sich aber im gleichen Masse bis
zum linearen Trend ohne Entwicklung (parallel zur Zeitachse) über alle 36 Monate. Für die
Anwendung der Methode der gleitenden Durchschnitte wird deshalb die Durchschnittsbildung über
3 Perioden empfohlen.

30 401
E
Anlagen

I.1.2 - Ermittlung des Trends nach der Methode mit Orthogonalfunktionen

Ausgangspunkt dieser Methode sind Gleichungen in der Form


y
1 = a0 + a1 X1 ( x )
y
2 = a0 + a1 X1 ( x ) + a2 X2 ( x )
.
.
.
y
n = a 0 + a 1 X 1 ( x ) + a 2 X 2 ( x ) + ...+an X n ( x )

Dabei sind die Orthogonalfunktionen X n ( x ) ganze rationale Funktionen n-ten Grades von x und die
Grössen a 0 ...a n Konstanten.

Die Funktionen sind bis zu einer Gliederzahl von k = 80 Zeitreihenwerten tabelliert.

Der für weiteren Rechengang erforderliche Auszug für k = 10 Jahre lautet:

x X1 X2

1 0,1741 -1,1010
3 0,5222 -0,8257
5 0,8704 -0,2752
7 1,2185 0,5505
9 1,5667 1,6515

Den Ausgangswerten y einer fiktiven Zeitreihe über die Jahre 1971 ..... 1980 (k = 10 Jahreswerte)
werden die für k = 10 geltenden x-Werte zugeordnet:

Jahre 1971 1972 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980
y 28,6 29,5 30,8 30,5 32,6 32,9 32,6 32,8 31,4 31,4
x -9 -7 -5 -3 -1 +1 +3 +5 +7 +9

und die zu x = + 1 und x = - 1, x = + 3 und x = - 3 gehörigen y-Werte zusammengefasst, indem sie

- ungeachtet des Verzeichnisses von x addiert (Reihe I) und indem

31 401
E
Anlagen

- die den x = - 1, x = - 3 ... zugeordneten y-Werte von den zu x = + 1, x = + 3 ... gehörigen y-Werten
substrahiert (Reihe II)

werden.

x I II
1 65,5 0,3
3 63,1 2,1
5 63,6 2,0
7 60,9 1,9
9 60,0 2,8
Σ 313,1 -

Zur Berechnung der Konstanten werden die Werte der Reihen I und II mit den oben angegebenen Or-
thogonalfunktionen für k = 10 multipliziert:

x IIX1(x) IX2(x)

1 0,0522 - 72,1155
3 1,0966 - 52,1017
5 1,7408 - 17,5027
7 2,3152 33,5255
9 4,3868 99,0900
Σ 9,5916 - 9,1044

und die Konstanten ermittelt:


1
a 0 = --- ∑ I = 31,31
k

1
a 1 = --- ∑ IIX 1 ( x ) = 0,95916 und
k

1
a 2 = --- ∑ IX 2 ( x ) = -0,91044
k
Durch Einsetzen dieser Konstanten in die Ausgangsgleichungen ergeben sich die Funktionen des
Trends 1. und 2. Grades mit:
y
1 = 31,31 + 0,95916 X 1 ( x ) und
y
2 = 31,31 + 0,95916 X 1 ( x ) – 0,91044 X 2 ( x )

32 401
E
Anlagen

Um zu den Einzelwerten des Trends 1. und 2. Grades zu gelangen, müssen die tabellierten X 1 ( x )
y y
und X 2 ( x ) in die Funktionen 1 und 2 eingesetzt werden:

X -9 -7 -5 -3 -1
a0 = 31,31 31,31 31,31 31,31 31,31
a1 X1 ( x ) = - 1,5028 - 1,1688 - 0,8349 - 0,5009 - 0,1670
y
1 = a0 + a1 X1 ( x ) = 29,8072 30,1412 30,4751 30,8091 31,1430
a2 X2 ( x ) = - 1,5035 - 0,5012 0,2505 0,7517 1,0024
y y
2 = 1 + a2 X2 ( x ) = 28,3037 29,6400 30,7256 31,5608 32,1454

X +1 +3 +5 +7 +9
a0 = 31,31 31,31 31,31 31,31 31,31
a1 X1 ( x ) = 0,1670 0,5009 0,8349 1,1688 1,5028
y
1 = a0 + a1 X1 ( x ) = 31,4770 31,8109 31,1449 32,4788 32,8128
a2 X2 ( x ) = 1,0024 0,7517 0,2505 - 0,5012 - 1,5035
y y
2 = 1 + a2 X2 ( x ) = 32,4794 32,5626 32,3954 31,9776 31,3093

Der Vergleich der empirischen Zeitreihenwerte zu den mit Orthogonalfunktionen ermittelten Trends 1.
und 2. Grades ist in der Anlage B - Seite 16 dargestellt.

Es ist offensichtlich, dass die Ausgleichskurve 2. Grades der empirischen Reihe mehr gerecht wird,
als die 1. Grades. Der Trend 1. Grades zeigt im Gegensatz zur empirischen Reihe ein ständiges Stei-
gen und muss deshalb in diesem Fall abgelehnt werden. Der berechnete Trend 2. Grades bringt da-
gegen deutlich die zuerst steigende, dann fallende Tendenz der Ursprungsreihe zum Ausdruck.

I.1.3 - Ermittlung der Saisonschwankungen nach der Methode des


Gliedziffernverfahrens

I.1.3.1 - Ausgangswerte

Als Ausgangswerte yi werden die in I.1.1 - Seite 29 tabellierten Ursprungswerte benutzt.

I.1.3.2 - Berechnung der Gliedziffern und der durchschnittlichen Gliedziffern

Die Monatsgliedziffer mi wird als Verhältnis zweier benachbarter Glieder


yi
m i = ----------
-
yi – 1
gebildet. Als Ausgangswert ist noch der empirische Wert für den Monat Dezember 1977 erforderlich,
der 3 807 beträgt.

33 401
E
Anlagen

Um die Veränderungen der gleichartigen Perioden (hier: alle Monate Januar, alle Monate Februar, ....)
zu erfassen, ist aus den gebildeten Gliedziffern das arithmetische Mittel der Monatsgliedziffern über
alle betrachteten Jahre nach

∑ mij , mit j = 1,2, ... n Jahre


m ij = i---------------
–1 -
j = 1, 2, ... 12 Monate:
n

mi ; m j m ij
mj
Monat 1978 1979 1980
Januar 1,541 1,194 1,245 1,327
Februar 0,906 0,674 0,586 0,722
März 0,583 0,809 1,577 0,990
April 1,133 0,838 0,694 0,888
Mai 0,837 1,277 1,427 1,180
Juni 1,296 0,966 0,846 1,036
Juli 0,692 0,767 1,071 0,843
August 1,053 0,937 0,733 0,908
September 0,954 0,831 1,268 1,018
Oktober 1,093 1,188 1,401 1,227
November 0,691 0,972 0,823 0,829
Dezember 1,373 1,052 0,968 1,131

I.1.3.3 - Ermittlung und Korrektur der Kettenziffern und Ermittlung der


Saisonindexziffern

Aus den Monatsdurchschnitten m j sind nun die Kettenziffern k j der 12 Monate durch Multiplikation
zweier benachbarter durchschnittlicher Gliedziffern mit:

kj = kj – 1 • mj

34 401
E
Anlagen

zu ermitteln (für den Monat Januar wird dabei die fehlende benachbarte durchschnittliche Gliedziffer
k j – 1 = 1 gesetzt):

Januar : 1,000 x 1,327 = 1,327


Februar : 1,327 x 0,722 = 0,958
März : 0,958 x 0,990 = 0,948
April : 0,948 x 0,888 = 0,842
Mai : 0,842 x 1,180 = 0,994
Juni : 0,994 x 1,036 = 1,030
Juli : 1,030 x 0,843 = 0,868
August : 0,868 x 0,908 = 0,788
September : 0,788 x 1,018 = 0,802
Oktober : 0,802 x 1,227 = 0,984
November : 0,984 x 0,829 = 0,816
Dezember : 0,816 x 1,131 = 0,923

Diese Kettenziffern stellen eine Indexreihe mit fester Basis dar. Sie erlauben eine Beurteilung der all-
gemeinen Schwankungen der Zeitreihe. Zur Ausschaltung des Trends dieser Zeitreihe muss die Fol-
ge der erhaltenen Kettenziffern so normiert werden, dass die letzte Kettenziffer (hier: Monat
Dezember) gleich 1 beträgt.

Entsprechend der in die Rechnung eingegangenen 12 Perioden (hier: Monate) und der Grösse der
Kettenziffer der letzten Periode = 0,923 (Monat Dezember) beträgt der erforderliche Korrekturbetrag

q = n kn = 12 0,923 = 0,99335

für die erste Periode (Monat Januar). Für die zweite Periode (Monat Februar) beträgt der Korrektur-
betrag 0,993352 und so weiter bis 0,9933512 = 0,923 für die letzte Periode (Monat Dezember).
k
Damit kann die eigentliche Korrektur der Kettenziffern mit k qj = ----j
j
q
erfolgen.

Der Durchschnitt der korrigierten Kettenziffern beträgt


n
∑ kq, j
j=1
k q = ------------------ = 0,980
n

35 401
E
Anlagen

j,q k
und die Saisonindexziffern werden mit S j = ------- berechnet.
kq
kj
Monat ---- k q,j kq Sj
j
q
1,327
Januar --------------------- 1,336 1,363
0,99335
0, 958
Februar ----------------------- 0,971 0,991
0, 98672
0,948
März --------------------- 0,967 0,987
0,98018
0,842
April ----------------------- 0,865 0,883
0, 97364
0,994
Mai --------------------- 1,028 1,049
0,96716
1,030
Juni --------------------- 1,072 1,094
0,96072
0,980
0,868
Juli --------------------- 0,910 0,929
0,95434
0,788
August --------------------- 0,831 0,848
0,94798
0,802
September --------------------- 0,852 0,869
0,94166
0,984
Oktober --------------------- 1,052 1,073
0,93540
0,816
November --------------------- 0,878 0,896
0,92918
0,923
Dezember --------------------- 1,000 1,020
0,92300

Die ermittelten Saisonindexziffern

- sind die vom Trend bereinigten und auf den Durchschnitt der Periode bezogenen, eigentlichen
Schwankungsgrössen und

- entsprechen dem Saisoncharakter der zur analysierenden Zeitreihe (siehe Anlage C - Seite 20).

36 401
E
Anlagen

I.2 - Ermittlung der Saisonschwankungen bei stationären Zeitreihen mit


der Methode des Phasendurchschnittsverfahrens

Die Einzelwerte y der Zeitreihe werden mit

- i als Zeiger für mehrere Zeiträume (zum Beispiel Wochen) und

- j als Zeiger für den zu betrachtenden Zeitabschnitt (zum Beispiel Tage) innerhalb der Zeiträume

belegt und in einer Tabelle dargestellt. Im Beispiel läuft i von 1 ... 13 für insgesamt 13 Wochen und j
von 1 ... 7, weil jeder Zeitraum (Woche) aus sieben Zeitabschnitten (Tage) besteht (fiktive Einzelwerte
y ij ):

Woche Tag (Zeitabschnitt)


(Zeitraum) So Mo Di Mi Do Fr Sa

1 49 30 20 21 22 62 50
2 53 32 21 24 25 60 48
3 52 33 23 22 24 59 45
4 50 31 19 19 20 55 54
5 51 29 22 21 23 61 49
6 53 29 19 23 24 60 50
7 50 30 21 22 24 61 45
8 49 31 25 20 20 55 47
9 51 30 21 20 22 59 50
10 49 33 19 23 24 62 49
11 51 28 23 21 23 59 49
i 12 53 32 22 24 26 60 51
13 53 33 23 25 25 61 49

∑ yij 664 401 278 285 302 774 636

i
n
1
y i = --- ∑ y ij 51,08 30,85 21,38 21,92 23,23 59,54 48,92
n
i

In der vorstehenden Tabelle werden die


n
1
- Saisonzahlen y j = --- ∑ y ij , mit n = 13 Zeiträume
n
i
berechnet und daraus die
n k k
1 1
- durchschnittliche Saisonzahl y = ---------- ∑ ∑ y ij = --- ∑ y j′ mit k = 7 Zeitabschnitte
k⋅n k
i j j
ermittelt.

Weiterhin sind die

37 401
E
Anlagen

- Saisonveränderungszahl v j = y j – y , als Ausdruck für die absolute Abweichung der durchschnitt-


lichen Grösse gleicher Zeitabschnitte vom Gesamtdurchschnitt, und/oder
y
- Saisonindexzahl s j = ----j , als relative Abweichungen dieser Grössen
y
zu berechnen.

Die Grössen betragen im Beispiel:

Tag So Mo Di Mi Do Fr Sa
yj 51,08 30,85 21,38 21,92 23,23 59,54 48,92
y 36,70
vj 14,38 - 5,85 - 15,32 - 14,78 - 13,47 22,84 12,22
sj 1,39 0,84 0,58 0,60 0,63 1,62 1,33

Die ermittelten Saisonindexzahlen sind in der Anlage D - Seite 21 grafisch dargestellt.

I.3 - Vorhersage von Ereigniswerten nach der Methode der


exponentiellen Glättung

I.3.1 - Allgemeines

Mit diesem Verfahren wird auf der Grundlage der Trends und der Saisonschwankungen einer Zeitrei-
he deren weiterer Verlauf vorhergesagt. In die Berechnung der Vorhersagewerte geht nur eine be-
stimmte Anzahl der zum Rechenzeitpunkt rückliegenden Werte ein. Diese werden so gewichtet, dass
der neueste Beobachtungswert das grösste Gewicht hat und die Wichtung bis zum frühesten einbe-
zogenen Wert exponentiell abnimmt. Die Anzahl der einbezogenen rückliegenden Werte wird durch
frei wählbare Glättungskonstanten bestimmt. Das Verfahren verbessert sich fortwährend selbst, da
die Schätzung je nach den entstandenen Fehlern (Differenz zwischen dem neuesten Beobachtungs-
wert und dem alten Mittelwert) korrigiert wird.

Die Vorhersagegleichungen lauten allgemein

1. Fortschreibung des Mittelwertes

yi
u i = u i – 1 + ∝  ---------
- – u i – 1
f i–p

ui : neuer Mittelwert zum Zeitpunkt i


ui – 1 : alter Mittelwert
∝ : Glättungskonstante für den Mittelwert
yi : neuester Beobachtungswert
fi – p : alter Saisonkoeffizient für Tag i, eine Periode zuvor errechnet

38 401
E
Anlagen

2. Fortschreibung der Saisonkoeffizienten:


yi – p
f i = f i – p + β  ----------
- – f i – p
ui – p

fi : neuer Saisonkoeffizient für Periode i


β : Glättungskonstante für den Saisonkoeffizienten

3. Vorhersage

vi + k = ui ⋅ fi – p + k

vi + k : Vorhersage auf der Basis der Periode i für die Periode i + k


fi – p + k : Saisonkoeffizient für die Periode i + k, eine Periode zuvor.

Als Länge der Periode gilt in der Regel der 7-Tage- oder der 12-Monate-Zeitraum der zu analysieren-
den Zeitreihe, entsprechend der eisenbahntypischen Saisonschwankungen innerhalb der Woche be-
ziehungsweise des Jahres

Ausgangswerte einer fiktiven Zeitreihe

Jahr
1975 1976 1977 1978 1979 1980
Monat
Januar 10 949 11 165 12 536 12 495 11 335 11 524
Februar 10 434 14 674 10 084 12 084 12 752 11 482
März 11 832 15 544 12 398 15 864 13 501 12 689
April 11 967 12 844 11 595 12 956 12 757 11 394
Mai 11 894 13 038 12 024 14 990 11 696 10 595
Juni 11 561 10 575 11 445 13 266 8 777 10 721
Juli 10 573 9 619 13 408 12 257 9 119 8 488
August 10 618 7 303 11 911 9 032 7 475 8 902
September 9 739 7 457 11 823 9 271 8 916 11 517
Oktober 9 671 11 442 14 785 11 813 11 440 10 720
November 12 364 10 308 12 010 8 681 10 819 11 545
Dezember 13 073 9 448 12 632 12 159 11 270 10 354

39 401
E
Anlagen

I.3.2 - Ermittlung der Anfangswerte

Aus den Ursprungswerten von mindestens 4 Perioden (hier: Jahre 1975 .... 1978) werden die An-
fangswerte für den Mittelwert u0 und die Saisonindizes f0 ermittelt:

- Anfangswert für den Mittelwert

n
1
u 0 = ---
n ∑ yi mit n = 48 Monate
i=1

u 0 = 559 611- = 11 659


------------------
48
- Anfangswert für den Saisonkoeffizienten

m∑ i
1-
--- y
i=1
f 0 = ------------------- mit m = 4 gleiche Monate
u0

47 145 - = 1,011
f 0, Januar = -----------------------
4 ⋅ 11 659

47 276 - = 1,014
f 0, Februar = -----------------------
4 ⋅ 11 659

55 638 - = 1,193
f 0, März = -----------------------
4 ⋅ 11 659

49 362 - = 1,058
f 0, April = -----------------------
4 ⋅ 11 659

51 946 - = 1,114
f 0, Mai = -----------------------
4 ⋅ 11 659
46 847 - = 1,005
f 0, Juni = -----------------------
4 ⋅ 11 659

45 857 - = 0,983
f 0, Juli = -----------------------
4 ⋅ 11 659

38 864 - = 0,833
f 0, August = -----------------------
4 ⋅ 11 659

38 290 - = 0,821
f 0, September = -----------------------
4 ⋅ 11 659

47 711 - = 1,023
f 0, Oktober = -----------------------
4 ⋅ 11 659

43 363 - = 0,930
f 0, November = -----------------------
4 ⋅ 11 659

40 401
E
Anlagen

47 312 - = 1,014
f 0, Dezember = -----------------------
4 ⋅ 11 659
I.3.3 - Wahl der Glättungskonstanten

Die günstigsten Glättungskonstanten zu bestimmen ist ein praktisches Problem. Einerseits soll auf
echte Änderungen der Zeitreihe rasch reagiert werden und andererseits sollen zufällige Einflüsse aus-
geschaltet werden. Den eisenbahntypischen Zeitreihen werden niedrige Glättungskonstanten

∝ = 0,10 ... 0,30 ; β = 0,10 ... 0,50

in der Regel gut gerecht.

Wenn weitere Ausgangswerte der Zeitreihe über vier Perioden (hier: Jahre) vorliegen, wird empfoh-
len, die 9 Varianten (+) zu berechnen:


0,1 0,2 0,3
β
0,1 + + +
0,3 + + +
0,5 + + +

Optimal ist die Kombination der Glättungskonstanten, mit der das beste Vorhersageergebnis erreicht
wird.

I.3.4 - Berechnung der Vorhersagewerte

I.3.4.1 - Vorbereitung der Vorhersage für 1979

Um für den Monat Januar eine Vorhersage treffen zu können, ist der Mittelwert für das vierte Quartal
1978 fortzuschreiben.

Der Anfangswert u0 wird aus dem arithmetischen Mittel der Ereigniswerte yi (hier: 1. ... 9. Monat des
Jahres 1978) ermittelt:

u 0, Oktober 78 = 112 215- = 12 468


------------------
9

41 401
E
Anlagen

Die Fortschreibung des Mittelwertes für die Monate November und Dezember 1978 erfolgt nach For-
mel (1) mit angenommen f0 = 1:

un, November 78 = 12 468 + 0,1 (8 681 - 12 468)


= 12 089

ud, Dezember 78 = 12 089 + 0,1 (12 159 - 12 089)


= 12 096

I.3.4.2 - Berechnung der Vorhersage für 1979

Die Berechnung der Vorhersage erfolgt durch

- Fortschreibung des Mittelwertes nach Formel (1) mit Glättungskonstante ∝ = 0,1,

- Benutzung der Anfangswerte für den Saisonkoeffizienten aus Punkt I.3.2 - Seite 40 (bezogen auf
den Mittelwert von 48 Monaten aus den Jahren 1975 ... 1978!) und

- Vorhersage der Werte nach Formel (3)

ui yi f0 vi
Absoluter
nach aus Punkt aus Punkt nach
Monat Fehler
Fo 2.1 - Seite 5 2.3.3 - Fo
(1) Seite 6 (3) ∆ = yi – vi
November 78 12 089 - - - -

Dezember 78 12 096 - - - -

Januar 79 12 008 11 335 1,011 12 222 887

Februar 79 12 065 12 752 1,014 12 265 487

März 79 11 990 13 501 1,193 14 325 824

April 79 11 997 12 757 1,058 12 765 8

Mai 79 11 847 11 696 1,114 13 357 1 661

Juni 79 11 536 8 777 1,005 12 057 3 280

Juli 79 11 310 9 119 0,983 11 646 2 527

August 79 11 076 7 475 0,833 9 609 2 134

September 79 11 054 8 916 0,821 9 286 370

Oktober 79 11 067 11 440 1,023 11 331 109

November 79 11 124 10 819 0,930 10 280 539

Dezember 79 11 123 11 270 1,014 11 222 48

Die Berechnung der Vorhersage erfolgt nach dem angenommenen Zeitplan

- Ereigniswert yjanuar liegt vor, ujanuar ist errechnet

- Rechenzeit im Februar

- Vorhersage für März

42 401
E
Anlagen

nach der entsprechend modifizierten Formel (3) mit

v i = u i – 2 ⋅ f 0,i

Der durchschnittliche absolute Fehler beträgt 1 073 (Anfangswert für den Saisonkoeffizienten ist noch
nicht fortgeschrieben!).

I.3.4.3 - Berechnung der Vorhersage für 1980

Die Berechnung der Vorhersage erfolgt durch

- Fortschreibung des Mittelwertes nach Formel (1) mit Glättungskonstante ∝ = 0,1,

- Fortschreibung des Saisonkoeffizienten nach Formel (2) mit Glättungskonstante β = 0,2 und

- Vorhersage der Werte nach Formel (3).

I.[Link] - Berechnung eines Vorhersagewertes

Die Berechnung erfolgt nach dem Zeitschema:

Beispiel für den Rechenmonat Februar 1980:

y Jan.79
f Jan.80 = f Jan.79 + β  -------------- – f Jan.79 = 1, 011 + 0, 2  11 335- – 1,011 = 0,998
---------------
u   12 008 
Jan.79
y März 79
f März 80 = f März 79 + β  -----------------  = 1,193 + 0, 2  13 501- – 1,193 = 1,180
-–f
u März 79 März 79  ---------------
11 990 

y Jan.80
u Jan.80 = u Dez.79 + ∝  --------------
- – u Dez.79 = 11 123 + 0,1  11 542- – 11 123 = 11 167
---------------
f Jan.80 0,998 

v März = u Jan.80 ⋅ f März 80 = 11 167 ⋅ 1,180 = 13 177

43 401
E
Anlagen

ui yi fi vi
1980
nach aus Punkt nach nach

Fo 2.1 - Seite 5 Fo Fo
(1) (2) (3)

Januar 11 167 11 542 0,998 11 102 440

Februar 11 173 11 482 1,023 11 379 103

März 11 331 12 689 1,180 13 177 488

April 11 274 11 394 1,059 11 832 438

Mai 11 120 10 595 1,089 12 339 1 744

Juni 11 129 10 721 0,956 10 778 57

Juli 10 911 8 488 0,948 10 542 2 054

August 10 931 8 902 0,801 8 914 12

September 11 246 11 517 0,818 8 925 2 592

Oktober 11 167 10 720 1,025 11 204 484

November 11 280 11 545 0,939 10 560 985

Dezember 11 173 10 354 1,014 11 323 969

Der durchschnittliche absolute Fehler beträgt 864. Die Ergebnisse sind in der Anlage E - Seite 24 gra-
fisch dargestellt.

I.[Link] - Berechnung von drei Vorhersagewerten

Die Berechnung erfolgt nach dem Zeitschema:

44 401
E
Anlagen

Die Ergebnisse sind für die einzelnen Monate in der Anlage F - Seite 26 grafisch dargestellt. Der Ver-
gleich der Vorhersage für drei Folgemonate zeigt je Monat sehr geringe Unterschiede. Das heisst,
Vorhersagen für mehrere Perioden grösserer Zeiträume sind durchaus brauchbar.

1980 ui yi fi vi ; vi +1; vi+2

Januar 11167 11542 0,988 11102 - - - - - - - - -

Februar 11173 11482 1,023 11380 11379 - - - - - - - -

März 11331 12689 1,180 13126 13125 13177 - - - - - - -

April 11274 11394 1,059 - 11779 11826 11832 - - - - - -

Mai 11120 10595 1,089 - - 12161 12167 12339 - - - - -

Juni 11129 10721 0,956 - - - 10681 10832 10778 - - - -

Juli 10911 8488 0,948 - - - - 10742 10688 10542 - - -

August 10931 8902 0,801 - - - - - 9030 8907 8914 - -

September 11246 11517 0,818 - - - - - - 9096 9104 8925 -

Oktober 11167 10720 1,025 - - - - - - - 11407 11184 11204

November 11280 11545 0,939 - - - - - - - - 10245 10264

Dezember 11173 10354 1,014 - - - - - - - - - 11084

Beispiele für den Rechenmonat Februar 1980:

Vorhersage für März 1980:

v i = v März 80 = uJanuar 80 ⋅ f März 80 = 11167 ⋅ 1,180=13177

Vorhersage für April 1980:

v i + 1 = v April 80 = u Januar 80 ⋅ f April 80 = 11167 ⋅ 1,059=11826

Vorhersage für Mai 1980:

v i + 2 = v Mai 80 = u Januar 80 ⋅ f Mai 80 = 11167 ⋅ 1,089=12161

45 401
E
Anlagen

I.4 - Gegenüberstellung der ursprünglichen Ereigniswerte yi und der


gleitenden Durchschnittswerte y i

46 401
E
Anlagen

I.5 - Vergleich der Zeitreihenwerte zu den mit Orthogonalfunktionen


ermittelten Trends ersten und zweiten Grades

47 401
E
Anlagen

I.6 - Saisonindexziffern nach dem Gliedziffernverfahren (1978...1980)

48 401
E
Anlagen

I.7 - Relative Darstellung der Abweichungen in Form der Saisonindex-


zahlen, ermittelt nach dem Phasendurchschnittsverfahren (Sonn-
tag ... Samstag von 13 Wochen)

49 401
E
Anlagen

I.8 - Vergleich der Istwerte yi mit den Vorhersagewerten vi für das


Jahr 1980

50 401
E
Anlagen

I.9 - Gegenüberstellung der berechneten drei Vorhersagewerte vi, vi+1,


vi+2 für das Jahr 1980

51 401
E
Bibliographie

1. Schlußfolgerungen der Versammlungen

Internationaler Eisenbahnverband
"Ausschuss Betrieb. Frage 4/A/7 - Informationsbedarf der Betriebsleitung über die Transportabwick-
lung, Verspätungen und sonstige Störungen; Kriterien zur Bewertung der Betriebslage und Massnah-
men zur Verbesserung der Betriebsführung - Genehmigung des Entwurfs des neuen Merkblatts Nr.
401", Athen, Mai 1982

52 401
E

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