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1 Oper Renaissance

Die Oper entstand um 1580 in Florenz, als Mitglieder der Florentiner Camerata versuchten, die griechische Tragödie durch Musik zu revitalisieren. Claudio Monteverdi's 'L'Orfeo' (1607) nutzt die Musik, um menschliche Emotionen wie Liebe und Schmerz auszudrücken und erzählt die tragische Geschichte von Orfeo, der seine verstorbene Frau Euridice aus der Unterwelt zurückholen will. Die Oper entwickelte sich schnell zu einer bedeutenden Kunstform und wurde ab 1673 einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.

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1 Oper Renaissance

Die Oper entstand um 1580 in Florenz, als Mitglieder der Florentiner Camerata versuchten, die griechische Tragödie durch Musik zu revitalisieren. Claudio Monteverdi's 'L'Orfeo' (1607) nutzt die Musik, um menschliche Emotionen wie Liebe und Schmerz auszudrücken und erzählt die tragische Geschichte von Orfeo, der seine verstorbene Frau Euridice aus der Unterwelt zurückholen will. Die Oper entwickelte sich schnell zu einer bedeutenden Kunstform und wurde ab 1673 einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.

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DIE OPER

Entstehung
Ein Missverständnis führte zur Entstehung der Gattung Oper. Man wollte die griechische
Tragödie wieder au eben lassen und glaubte, dazu müsse der Text gesungen werden. So
entwickelte sich eine Gattung, die zu einer der grössten Kunstform der Neuzeit wurde.

Die Oper entstand um das Jahr 1580, in Florenz (Italien), im Zeitalter der Renaissance.

Man wollte in dieser Epoche die heiß verehrte griechische Antike wieder au eben lassen. Ihre
Werte, ihre Philosophien und ihre Künste galten als das Maß aller Dinge.

Die Mitglieder der Florentiner Camerata – einer Vereinigung von Adligen, Gelehrten und
Musikern – wollten die griechische Tragödie zu neuem Leben erwecken.
Also beschlossen sie ein Experiment: Sprechtheaterstücke sollten durch Musik angereichert und
dadurch auf eine höhere vollkommenere Stufe gestellt werden. Das Ergebnis war eine neue
Kunstform: Dramatischer Text, wie gehabt von einem Darsteller vorgetragen, aber nicht wie
bisher gesprochen, sondern gesungen und von Musik begleitet.

Eigentlich sollte der Gesang den Text nur unterstützen, mehr traute man der Musik nämlich gar
nicht zu. Aber schon stand ein Komponist bereit, der erkannte, dass die Musik im Theater noch viel
mehr leisten kann: Claudio Monteverdi.

L'Orfeo (1607)
Die originale Sage handelt von Orpheus, der die wilden Tiere und sogar die Hölle bezwang und
unsterblichen Ruhm errang.
Monteverdi nutzt die Geschichte geschickt, um die Ausdrucksmöglichkeiten der Musik zu
nutzen. Er wusste, dass sich durch Musik das "individuelle Fühlen von Menschen" ausdrücken
lässt.

Liebe, Verzwei ung, Schmerz, Glück wurden zum Ausgangspunkt von Monteverdis
Kompositionen. So wie die Musik einen Charakter beschreibt, verkörpern die vielfältig
verschiedenen Klänge der Musikinstrumente die verschiedensten Szenarien. Block öten können
nach freier Natur klingen, Posaunen nach Höllenspektakel, Pauken nach Stürzen oder
Schlägen.

Handlung

Orfeo verliebt sich in Euridices und sie heiraten.


Euridice stirbt an einem Schlangenbiss. Orfeo ist verzweifelt. Er beschließt, Euridice aus der
Unterwelt zurückzuholen oder aber, falls ihm dies nicht gelingt, bei ihr im Totenreich zu bleiben.

Die Hoffnung begleitet Orfeo bis zum Eingang der Unterwelt. Ab hier muss er ohne sie
weitergehen, denn über dem Eingangstor ist eingemeißelt:“ Lasst alle Hoffnung fahren, ihr die ihr
eintretet“. Charon stellt sich ihm voller Zorn und Misstrauen entgegen: Kein Lebender darf zu den
Toten vordringen. Er singt mit der ganzen Kraft seines Herzens. Charon rührt der Gesang , gibt
jedoch nicht nach. Schließlich schläft er ein. Orfeo fährt daraufhin selbst mit Charons Boot hinüber.

Proserpina bittet aus Mitleid Pluto, dem Orfeo die Geliebte zurückzugeben. Pluto willigt aus Liebe
zu Proserpina ein, doch nur unter der Bedingung, dass Orfeo Euridice auf dem Weg zurück nicht
anblickt. Pluto verlangt von Proserpina, dass sie zum Dank fortan immer bei ihm bleibt.
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Orfeo ist glücklich und macht sich, gefolgt von Euridice, auf den Weg. Es gelingt ihm jedoch nicht,
Pluto zu gehorchen. Aufgeschreckt durch ein unerwartetes Geräusch, wendet er sich nach
Euridice um und verliert sie hierdurch für immer.
Orfeo singt eine Totenklage für Euridice. An dieser Stelle greift Apollo, sein Vater, in das
Geschehen ein und sagt: Es war nie die Art der Edlen, zum Sklaven der eigenen Leidenschaften
zu werden, denn das ist schändlich und gefährlich. Allzu sehr hast du dich im Glück gesonnt, und
allzu sehr beweinst du nun dein Schicksal. Weißt du noch nicht, dass kein Glück von Dauer ist?
Steige mit mir auf zum Himmel, wenn du dich der Unsterblichkeit erfreuen willst!
Orfeo fragt ängstlich, ob er Euridice denn nie wieder sehen werde. Nein, das werde er nicht. Doch
in der Sonne und den Sternen werde er die selbe Schönheit erblicken.
Orfeo klagt nicht mehr, sondern erklärt sich bereit, ein würdiger Sohn Apollos zu werden und ihm
zu folgen. Apollo und Orfeo steigen gemeinsam zum Himmel auf.

Ab 1673 wurden die Veranstaltungen, die zunächst nur für hö sche Feste gewesen waren,
auch einem zahlungskräftigen öffentlichen Publikum zugänglich. In den Metropolen
entstanden zunehmend spezialisierte Theater, denn die Oper galt fortan als die
repräsentativste Theaterform.

FRAGEN:

Entstehung
1. Welches Missverständnis führte zu der Gattung OPER?
2. In welchem Zeitalter entstand die Oper?
3. Welche drei Dinge aus der griechischen Antike war für die Menschen aus der Renaissance
„das Maß aller Dinge“?
4. Wer waren die Mitgliedern der Florentiner Camerata?
5. Welches Experiment machte die Camerata und was wollten sie dadurch erreichen?
L’Orfeo
1. Was lässt sich nach Monteverdi durch die Musik besonders gut ausdrücken?
2. Welche Emotionen wurden zum Ausgangspunkt von Monteverdis Kompositionen?
3. Welche Szenerien kann man durch den Klang der verschiedenen Instrumente darstellen?
Nennt auch eigene Beispiele!
Handlung
1. Wen heiratet Orfeo?
2. Woran stirbt Euridice?
3. Was beschliesst Orfeo nachdem Euridice gestorben ist?
4. An welchem Ort muss Orfeo ohne Hoffnung weiter gehen?
5. Lässt Charon Orfeo in Unterwelt bzw. in das Totenreich eintreten?
6. Gefällt Charon der Gesang von Orfeo?
7. Wie kommt Orfeo zur Unterwelt hinüber?
8. Aus welchem Grund bittet Proserpina Pluto darum Orfeo Euridice zurück zu geben?
9. Was soll Orfeo auf dem Rückweg vom Totenreich nicht tun?
10. Was verlangt nun Pluto von Proserpina?
11. Kann sich Orfeo an das Gebot Plutos halten?
12. Warum dreht sich Orfeo um und sieht nach Euridice?
13. Wird Orfeo Euridice nun jemals wieder sehen?
14. Was singt Orfeo für Euridice?
15. Wer ist Apollo?
16. Was ist gefährlich für einen guten bzw. edlen Menschen?
17. Was erklärt Apollo Orfeo über das Glück?
18. Was ist der Trost für Orfeo, der Euridice nie wieder sehen wird, wenn er mit in den Himmel
kommt ?
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VOKABELN:

das Missverständnis
die Gattung
au eben lassen
das Maß aller Dinge
verehren
die Vereinigung
die Adligen = der Adel
die Gelehrten = der Gelehrte, die Gelehrte
angereichert = anreichern
vollkommen
der Darsteller
die Ausdrucksmöglichkeit
das Höllenspektakel
Stürze (Mehrzahl) = der Sturz
Schlägen (Mehrzahl) = der Schlag
die Hölle, die Unterwelt, das Totenreich
der Ruhm
der Schlangenbiss
eingemeißelt = einmeißeln, meißeln
der Zorn
das Misstrauen
rührt = rührend
das Mitleid
gehorchen
das Gebot
Totenklage = die Klage
klagt = klagen
das Geschehen
die Leidenschaft
edel
der Edle, die Edle
das Schicksal
die Unsterblichkeit
würdig
die Würde
der Trost
zahlungskräftig
hö sch
fi
fl

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