Bingo
Bingo ist ein Lotteriespiel, das gegen einen Spieleinsatz
insbesondere im Vereinigten Königreich, auf den Philippinen und
in den USA sehr beliebt ist. Bingo ist ein Abkömmling des
Gesellschaftsspiels Lotto.
Inhaltsverzeichnis
Ursprung
Spielablauf
75-Ball Bingo
90-Ball Bingo
Verbreitung
Bingohallen
Spezielle Formen
Weblinks
Bingo-Karte
Einzelnachweise
Ursprung
Der Spielname Bingo wurde 1929 von dem Amerikaner Edwin Lowe eingeführt.[1] Er hatte auf einem
Jahrmarkt in Georgia eine Gruppe von spanischen Spielern beobachtet, die die gezogenen Zahlen mit
getrockneten Bohnen abdeckten und bei Gewinn „Beano“ riefen. Als Edwin Lowe seine ersten Beano-
Runden in New York veranstaltete, rief eine Gewinnerin im Eifer des Gefechtes „Bingo“. Diesen Namen
fand Lowe besser, und so blieb es dabei. Für einen Dollar pro Jahr durften andere das Spiel selbst nutzen,
allerdings unter der Auflage, es Bingo zu nennen.
Spielablauf
Im Gegensatz zu anderen Lotterien ist Bingo mit einem Gemeinschaftseffekt verbunden, da die
Teilnehmer in einem Saal sitzen.
75-Ball Bingo
Die Teilnehmer kaufen Lose oder auch Teilnahmecoupons, die mit einer Anzahl von Zahlen bedruckt
sind. Die Karten bestehen aus einem oder mehreren Quadraten mit 5 × 5 Feldern, die jeweils eine Zahl
zwischen 1 und 75 enthalten außer dem Feld in der Mitte, welches als „freier Joker“ zählen kann.[2] Ein
Conférencier zieht wie beim Lotto per Zufall aus einer Trommel
Kugeln mit aufgedruckten Zahlen. Er ruft diese Zahlen aus, oft in
Verbindung mit einem der Buchstaben aus "Bingo" als
Spaltenangabe[3], woraufhin die Teilnehmer sie auf ihren
Spielkarten mit einem Farbstempel oder einem Stein markieren,
sofern sie die ausgerufenen Zahlen auf ihrem Teilnahmecoupon
haben.[4] Sobald der erste Teilnehmer auf seinem Los alle fünf
Zahlen einer waagerechten oder senkrechten Reihe oder
Diagonale markieren konnte, ruft er laut und vernehmlich
„Bingo!“. Teilweise gilt es auch als Gewinnkombination, wenn die
Mitte und die vier Ecken abgehakt sind. In anderen Spielvarianten
sind auch verschiedene Figuren ein Gewinn; zudem gibt es auch
die Variante, dass alle Zahlen abgehakt werden müssen, um zu
gewinnen („Blackout-Variante“). Nach der Überprüfung seines Bingo
Spielscheins ist er der Gewinner, erhält einen Sach- oder
Geldpreis, und die Spielrunde ist abgeschlossen.
90-Ball Bingo
Bei der 90-Ball-Bingo-Variante enthält der Spielschein drei
Reihen und neun Spalten. Gezogen werden Zahlen bis 90 in drei
Spielrunden.[5] In jeder Zeile sind fünf Zahlen in aufsteigender
Reihe eingetragen und die übrigen Felder bleiben leer. In der
ersten Runde muss eine der waagerechten Reihen vervollständigt Ein Gewinner in Montreal ruft Bingo,
1941
werden und in der zweiten Runde zwei der drei Spalten ausgefüllt
werden, um zu gewinnen.[6]
Verbreitung
Auch im Fernsehen ist Bingo Grundlage für erfolgreiche
Sendungen. In Skandinavien gibt es seit den 1990er Jahren
Bingolotto. In Deutschland (Bingo bei Sat.1 und Bingo! im NDR)
und Österreich (Bingo im ORF) liefen und laufen verschiedene
Frauen in Yurimaguas (Peru)
Bingo-Sendungen. spielen Bingo. Als Einsatz dienen
Maiskörner.
Beim Wurstlotten oder Eierlotten in Teilen des Bergischen Landes
werden zur Grünkohlsaison Mettwürstchen und in der Zeit vor
Ostern Eier nach den Bingoregeln verlost.
In der Türkei wird Bingo (türk. Tombala) traditionell am Silvesterabend mit der ganzen Familie gespielt.
In der deutschen Presselandschaft wird Bingo zur Steigerung der „verkauften Auflage“ nach IVW
eingesetzt. Die Spielkarten mit mehreren Spielrunden werden dabei vorab der Zeitung beigesteckt und
zusätzlich am Kiosk verschenkt. Die Ziehung der Gewinnzahlen erfolgt durch einen Notar. Die
Gewinnzahlen werden so lange täglich auf der Titelseite der Zeitung veröffentlicht, bis sich ein Gewinner
bei der Zeitung meldet und seinen Gewinnanspruch anmeldet. Bei rechtmäßigen Gewinnern startet
danach eine neue Spielrunde. Bekannteste Spiele sind „Gold-Bingo“ oder „Rubbel Dich reich!“ der Bild,
B.Z.-BINGO der B.Z. und Rubbelmax des Berliner Kurier. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die
Durchführung solcher Spiele sind sehr eng und immer wieder Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten.
Kirchliche Gemeinden nutzen diese Art Spiel manchmal, um die Mitglieder der Pfarrei sowohl zu
beschäftigen als auch um aus dem Erlös der Bingolotterie wohltätige Projekte zu finanzieren.
Eine in Mexiko verbreitete Variante, die mit Bildern anstelle von Zahlen gespielt wird, ist Lotería.
Die in dem Vereinigten Königreich gespielte Variante gleicht dem Gesellschaftsspiel Lotto.
Bingohallen
Zwischen 2006 und 2012 sank die Zahl der Bingohallen, die in der Bingo Association organisiert sind, in
Großbritannien von 670 auf 400.[7]
Spezielle Formen
Buzzword-Bingo
Kuhfladen-Bingo
Weblinks
Wiktionary: Bingo – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Bingo ([Link] –
Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Bingo – Wissenswertes ([Link]
espiele/[Link])
Einzelnachweise
1. [Link]
4077068/
2. [Link]
3. Traditional BINGO. ([Link]
ml) Abgerufen am 19. August 2023.
4. [Link]
5. [Link]
6. [Link]
7. Björn Finke: Alles Bingo? ([Link]
[Link]/content/sz/20131005/SZ20131005/[Link]) (Memento des Originals (https://
[Link]/?url=https%3A%2F%[Link]%2Fcontent%2Fsz%2F201
31005%2FSZ20131005%[Link]) vom 5. September 2018 im Internet
Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original-
und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Süddeutsche Zeitung via
Onleihe, 5. Oktober 2013 (PDF).
Normdaten (Sachbegriff): GND: 4572485-4
Abgerufen von „[Link]
Diese Seite wurde zuletzt am 15. November 2023 um 12:26 Uhr bearbeitet.
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