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Alpen

Die Alpen sind das höchste Gebirge in Mittel- und Südeuropa, erstrecken sich über 1200 Kilometer und umfassen eine Fläche von etwa 200.000 Quadratkilometern. Sie sind in verschiedene Gebirgsgruppen unterteilt, mit dem höchsten Gipfel, dem Mont Blanc, der 4805 Meter hoch ist. Die Alpen spielen eine wichtige Rolle als Klimascheide und Lebensraum für 13 Millionen Menschen und sind bedeutend für den europäischen Tourismus.

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Die Alpen sind das höchste Gebirge in Mittel- und Südeuropa, erstrecken sich über 1200 Kilometer und umfassen eine Fläche von etwa 200.000 Quadratkilometern. Sie sind in verschiedene Gebirgsgruppen unterteilt, mit dem höchsten Gipfel, dem Mont Blanc, der 4805 Meter hoch ist. Die Alpen spielen eine wichtige Rolle als Klimascheide und Lebensraum für 13 Millionen Menschen und sind bedeutend für den europäischen Tourismus.

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Alpen

Die Alpen sind das höchste Hochgebirge in Mittel- und Südeuropa. Sie erstrecken sich in einem 1200
Kilometer langen und zwischen 150 und 250 Kilometer[1] breiten Bogen vom Ligurischen Meer bis zum
Pannonischen Becken.

Die gesamte Alpenregion hat eine Fläche von etwa 200.000 Quadratkilometern.[2] Sie dehnt sich etwa 750 km
von West nach Ost und ca. 400 km von Süd nach Nord aus und wird vom Rhonetal, dem Schweizer
Mittelland, dem Oberlauf der Donau, der Kleinen Ungarischen Tiefebene, der Po-Ebene und dem Golf von
Genua umgrenzt.

Der Alpenbogen schließt im Südwesten am Golf von Genua an den Apennin an, umfasst die Po-Ebene,
verzweigt sich zum französischen und Schweizer Jura und endet im Osten fächerförmig vor dem
westpannonischen Berg- und Hügelland. Im Nordosten an der Donau bei Wien sind die Alpen durch das
Wiener Becken von den geologisch verwandten Karpaten getrennt; im Südosten gehen sie in das stark
verkarstete Dinarische Gebirge über. Im Norden fallen die Alpen allmählich zum österreichischen und
deutschen Alpenvorland ab. Im Süden ist der Abfall zur Po-Ebene steiler. Der Gebirgszug, zu dem die Alpen
gehören, erstreckt sich vom afrikanischen Atlas bis nach Südostasien.[3]

Die Alpen bestehen aus zahlreichen Gebirgsgruppen und -ketten.

Die Gipfelhöhen in den westlichen Gebirgsstöcken liegen meist zwischen 3000 und 4300 Meter über dem
Meeresspiegel; in den Ostalpen sind die Berge etwas niedriger. Der höchste Gipfel der Alpen ist der Mont
Blanc mit 4805 Metern. 128 Berge der Alpen sind Viertausender, etliche Berge mehr oder weniger vergletschert
(siehe auch Gletscherschwund seit 1850).

Die Alpen sind eine bedeutende Klimascheide und Wasserscheide (sie entwässern zu Mittelmeer, Nordsee und
Schwarzem Meer). Sie trennen den zentralen Mittelmeerraum mit dem Etesienklima vom atlantisch
beeinflussten nördlichen Mitteleuropa. Wetter und Klima am Ostrand der Alpen sind vom Kontinentalklima
beeinflusst.

Der Alpenraum umfasst Gebiete der acht Alpenstaaten Frankreich, Monaco, Italien, Schweiz, Liechtenstein,
Deutschland, Österreich und Slowenien. Er bildet den Lebensraum von 13 Millionen Menschen und genießt
europäische Bedeutung als Erholungsraum.[4] Ungarn hat Anteile an Mittelgebirgen, die zu den Alpen gezählt
werden, beispielsweise an Günser und Ödenburger Gebirge, wird in der Regel jedoch nicht zum Alpenraum
gezählt. Seit der Frühgeschichte stellen Alpentäler und -pässe auch wichtige transeuropäische
Verkehrsverbindungen dar.

Inhaltsverzeichnis
Wortgeschichte
Gliederung
Zweiteilung der Alpen
Dreiteilung der Alpen
Andere Gliederungen Alpen
Gebirgszüge und Gebirgsgruppen
Ostalpen
Westalpen
Einheiten der Westalpen
Geologie
Geologische Großeinheiten
Entstehung der Alpen
Plattentektonische Abläufe
Sedimentationsgeschichte
Anhaltende Hebung und Ausformung
Gesteinsabhängige Oberflächenformen
Klima
Digitales Geländemodell der Alpen
Merkmale
Klimaregionen
Folgen der globalen Erwärmung in den
Alpen
Auftauen des Permafrosts, höhere
Niederschlagsmengen
Rolle für den Wasserhaushalt
Verlust der Artenvielfalt
Biogeografie
Flora
Montane Stufe
Subalpine Stufe
Alpine Stufe
Nivale Stufe
Satellitenaufnahme der Alpen
Fauna
Der Alpenraum im Europa der Regionen Höchster Mont Blanc (4805,59 m)
Gipfel
Besiedlung und Verkehr
Siedlungsräume Lage Frankreich, Monaco, Italien,
Schweiz, Liechtenstein,
Stadtflucht und Landflucht Deutschland, Österreich, Slowenien
Städte
Region in Europa
Transitverkehr
Industrialisierung und Eisenbahn Koordinaten, 47° N, 10° O (796589 / 153063)
(CH)
Frühere Passstaaten
Typ Decken-/Faltengebirge
Kulturgeschichte
Alter des 290–35 Mio. Jahre, stellenweise
Berglandwirtschaft Gesteins deutlich älter (Protolithe bis ca. 1.750
Kultur- und Sprachgruppen Mio. Jahre)
Brauchtum Fläche 200.000 km²
Alpenmythos
Tourismus
Tourismusgeschichte
Nutzen und Gefahren
Kulturgeographische Entwicklung
Literatur
Allgemein
Schwerpunktthemen
Ältere Literatur
Medien
Weblinks
Einzelnachweise

Wortgeschichte
Die Alpen werden in der Literatur erst relativ spät als
Gebirge benannt. Erst Hannibals Zug durch die Alpen
im Jahr 218 v. Chr. brachte sie zur Kenntnis. Eine klare Mont Blanc, mit 4805 m der höchste Berg der
Definition gibt Polybios ( † um 120 v. Chr.), der Alpen
zuverlässige Angaben zu Alpenpässen macht.[5] Die
Bezeichnungen Alpeis (Singular) und Alpēs (Plural)
treten ca. 150 n. Chr. in der griechisch geschriebenen
Geographie des Ptolemäus auf (z. B. Alpes Poeninae /
Summo Poenius für Grosser St. Bernhard; siehe auch
Peutingersche Tafel). Isidor von Sevilla bestätigt in
Etymologiarum sive originum libri XX, dass die
römischen Eroberer das Wort mit der Bedeutung
‚hoher Berg, Hochweide‘ von der ligurisch-keltischen
Gebirgsbevölkerung übernommen haben. Gemäß der
modernen Sprachwissenschaft geht das Wort Alp auf
ein vorindogermanisches Wort zurück, als dessen
Bedeutung „(hoher) Berg“ vermutet wird. Die spätere
Wortentwicklung wurde womöglich durch eine
Anlehnung an lateinisch alba „weiß“ beeinflusst.[6][7] Die Alpen mit den Grenzen der Staaten

Silvretta: Typische Hochalpenlandschaft

Die heutige Wortfamilie ist vielfältig:

Die ursprüngliche Bedeutung von Alpe ist 0:00


heute noch im alemannischen Sprachraum
lebendig: in Vorarlberg und Tirol als Alpe, in
der Schweiz seit dem Mittelalter zu Alp Modell der Vergletscherung der Alpen während der
verkürzt, im Schwäbischen als Alb. letzten 120.000 Jahre
Im Bairischen wurde das Wort zu Alm
verschliffen und heißt ausschließlich
„Bergweide“. In dieser Bedeutung ist das Wort auch hochsprachlich etabliert und ein
gleichrangiges Synonym zu Alpe.
Reste der Bedeutung „Weide“ finden sich noch vielerorts (und nicht auf die Alpen beschränkt)
auch in Flurnamen wie Alpe oder Aelpli.
Die italienische und rätoromanische Bezeichnung alpina für einen Hochwald aus Zirbelkiefer
und Legföhre entspricht ebenfalls diesem Konzept, wird aber nicht zur Deutung herangezogen.
Als übertragener Name taucht Alpen in den Namen weiterer Gebirge auf, z. B. Apuanische
Alpen, Australische Alpen, Japanische Alpen, Neuseeländische Alpen.
Alpin bedeutet auch allgemein „gebirgig“, z. B. alpine Stufe (eine Hochgebirgsstufe), oder steht
synonym für „Berg-“, z. B. alpines Klettern, Ski alpin.
Alpid bezeichnet eine erdgeschichtliche Gebirgsbildungsphase. Der alpidische Gebirgsgürtel
erstreckt sich von Europa bis Ostasien.

Gliederung
Versuche zur Gliederung der Alpen wurden seit
Jahrhunderten auf verschiedenen Grundlagen
unternommen.[8][9][10] Grundlage solcher
Gliederungen sind kulturelle und humangeografische
Merkmale oder natürliche Bestandteile und Strukturen
wie Orografie, Geomorphologie, Geologie,
Hydrologie, Klima oder Flora und Fauna. Diese
Gliederungssysteme haben zu kleinräumigen
Gliederungen geführt, die in ihrer Vielfalt kaum zu
überblicken sind und zahlreiche, lokal und regional
Eine von vielen Möglichkeiten, die Alpen in
unterschiedliche Bezeichnungen umfassen, die sich
Gebirgsgruppen aufzuteilen.
zum Teil überschneiden und widersprechen.

Im Laufe der Zeit haben sich vor allem in Bezug auf


die geografische Gliederung des Gesamtgebirges zwei Systeme herausgebildet, die sich nur teilweise
miteinander vereinbaren lassen und weiten Raum für grundlegende Missverständnisse offenlassen. Eine
wesentliche Gemeinsamkeit beider Systeme ist allerdings die Dreiteilung entlang der gesamten Alpenkette in
einen zentralen Teil sowie einen am Bogen äußeren (im Norden und Westen) und inneren Teil (Süden).

Zweiteilung der Alpen


In Österreich, Südtirol und Deutschland werden die Alpen in die Haupteinheiten West- und Ostalpen unterteilt.
Diese Gliederung greift die geologischen und die davon abgeleiteten geomorphologischen Unterschiede auf,
die sich im Übergang von der Schweiz zu Österreich etwa an der Linie Alpenrheintal – Comer See vor allem in
Bezug auf die nördliche Hälfte der Alpenkette ergeben. Verbreitet ist diese Zweiteilung sowohl im
wissenschaftlichen und legislativen Kontext wie auch in der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (Moriggl
1924, Rev. 1984), oder der SOIUSA (Suddivisione Orografica Internazionale Unificata del Sistema Alpino,
Marazzi 2005).

Dreiteilung der Alpen


In Italien und Frankreich gibt es eine traditionelle einheitliche Dreigliederung der Alpen in West-, Zentral- und
Ostalpen, die Partizione delle Alpi (1924), die weniger auf geologischen Kriterien, sondern auf historischer
geografischer Übereinkunft beruht.[8] Nach der in Frankreich und Italien[11] angewandten geografischen
Gliederung beginnen die Westalpen am Mittelmeer und reichen bis zur Linie Aostatal – Mont Blanc, die
Zentralalpen liegen zwischen Aostatal / Mont Blanc und Brennerpass und die Ostalpen ziehen vom
Brennerpass bis nach Slowenien.
Diese Dreiteilung findet sich auch in der Einteilung der Schweizer
Alpen nach SAC, die die Zentralalpen in diesem Sinne großteils
abdeckt.

Andere Gliederungen
Genauso vielfältig sind die Gliederungen, die auf Klima, Vegetation
oder die Besiedelung der Alpen eingehen:
Erste italienische und französische,
von außen nach innen drei Regionen: Alpenvorland, dreiteilige Aufteilung der Alpen von
Voralpen und inneralpine Region 1924
die topografische Grobgliederung in mittelgebirgige
Randzonen und die Hochalpen mit Gipfelhöhen über
1500 m
die biogeografisch definierten Höhengürtel der Alpen: die
alpinen Tallagen einschließlich der Hügellandstufe (bis etwa
700–900 m), die Gebirgsstufe bis zur oberen Waldgrenze
(1500–2000 m), die Hochgebirgsstufe oder Alpinstufe bis zur
Schneegrenze (2000–3100 m) und darüber in die Nivalstufe
mit den Gletscherregionen.
Typische Bergformen der großen Alpenteile
36 Abschnitte der zweiteiligen
Einteilung nach SOIUSA, 2005
Nördliche Ostalpen Zentrale Ostalpen Südliche Ostalpen Nordöstliche
(Nordalpen): (Zentralalpen): (Südalpen): Triglav Westalpen
Karwendel-Hauptkette Großvenediger (Zentralalpen): Eiger,
Mönch, Jungfrau

Mittlere Westalpen: La Südwestliche


Meije Westalpen: Monte
Argentera

Gebirgszüge und Gebirgsgruppen

Ostalpen
→ Hauptartikel: Ostalpen
Die Ostalpen erstrecken sich von schweizerischem Gebiet über ganz
Österreich (von Vorarlberg bis zum Burgenland) und italienische
Alpenprovinzen (von der Provinz Sondrio über das Trentino und
Südtirol bis Friaul) bis nach Slowenien. Die Alpengebiete Deutschlands
und das Staatsgebiet Liechtensteins gehören zu den Ostalpen. Höchster
Gipfel und ihr einziger Viertausender ist der Piz Bernina (4049 m) im
Schweizer Kanton Graubünden.
Luftaufnahme der westlichen
Nordalpen, im Hintergrund der
Sie werden durch die großen Längstalfurchen in drei Einheiten zerlegt:
Westen der Zentralen Ostalpen

Die Nordalpen teilen sich in Subalpine Molasse,


Flyschzone, Nördliche Kalkalpen, Schieferalpen und
Grauwackenzone. Nördlich schließt das bayerische und österreichische Alpenvorland an.
Vorherrschend ist hier der Kontrast zwischen den gerundeten Formen der Sandsteine gegen die
schroffen Wände der Kalkalpen.
Die Zentralalpen sind reich an Quellen, Bächen und Karseen, im Westen gibt es mehrere
Gletscher. Sie bestehen aus Granit, Gneis und Glimmerschiefer und bilden deshalb
weitspannige Berggewölbe mit überwiegend gerundeten Formen.
In den Südalpen bilden die Südlichen Kalkalpen den Hauptteil, mit schroffen Zinnen, Türmen
und Stöcken. Das tief zerschnittene Bozener Porphyrplateau geht im Norden in die kristallinen
Sarntaler Alpen über. Im Süden verläuft nur eine schmale
Voralpenzone und bildet mit dem südlichen Alpenvorland
den Übergang zur Poebene.

Südwesten der Zentralen Ostalpen


(Engadin), im Hintergrund die
Nordalpen: Blick nach Westen über Sellrainer Berge, das Oberinntal, östlichen Westalpen
Silvretta, Verwall, Lechtaler Alpen, Mieminger Kette und Wettersteinmassiv

Westalpen
→ Hauptartikel: Westalpen
Die Westalpen sind der Teil der Alpen, der westlich der Linie Bodensee – Rhein – Splügenpass – Comer See
liegt. Sie schließen nördlich des Golfs von Genua an den Apennin an und umfassen in weitem Bogen nach
Westen die Po-Ebene.

Folgende Länder haben Anteil an den Westalpen:

Monaco
Frankreich. Höchster Berg Frankreichs und der Alpen ist der Mont Blanc (4805 m).
Italien. Als höchster Berg Italiens gilt gemeinhin der Mont Blanc de Courmayeur (4748 m), ein
Nebengipfel des Mont Blanc. Aus italienischer Sicht verläuft die Grenze allerdings über den
Hauptgipfel (vgl. Grenzverlauf auf dem Mont Blanc).
Schweiz. Höchster Berg der Schweiz ist die Dufourspitze (4634 m) im Monte-Rosa-Massiv der
Walliser Alpen.
Die Westalpen sind höher als die Ostalpen; ihre zentrale Kette ist kürzer und stark gebogen. In den Westalpen
gibt es 81 Viertausender (laut Definition der UIAA). Hier finden sich auch die höchsten Pässe der Alpen. Der
Col de l’Iseran in Savoyen ist mit 2764 m der höchste Alpenpass.

Einheiten der Westalpen


Eine Reihe kristalliner Zentralmassive wird durch im Streichen des
Gebirges teils langanhaltende Täler mehr oder weniger scharf von einer
Gneiszone im Süden sowie einer Kalkzone im Westen und Norden
abgetrennt. Ebenso wie in den Ostalpen lässt sich somit eine grobe
Dreigliederung der Westalpen in Nord-Süd- oder Nordwest-Südost-
Richtung vornehmen. Nach Westen und Norden bildet eine Kalkzone
schroffe Wände und Zinnen gegen das jeweilige Vorland. Die Kette der
voneinander isolierten Zentralmassive weist die höchsten Berge der Italienische/Französische
Alpen auf, hier sind weite Berggewölbe und hohe Stöcke von oft Alpengliederung
bizarrer Form ausgebildet. Aufgrund ihrer Höhe sind viele Massive
vergletschert, mit dem Aletschgletscher in den Berner Alpen ist hier der
längste Gletscher der Alpen. Die Gebirge der Gneiszone fallen mit großen Höhenunterschieden zur Po-Ebene
ab. Nach Norden fallen die zentralen Westalpen zum Schweizer Mittelland ab, im Westen sinken die
provencalischen Ketten unter die jungen Ablagerungen des Rhônetals.
Folgende Großeinheiten der Westalpen lassen sich unterscheiden:

Kalkzone Zentralmassive Gneiszone

Provenzalische Voralpen Mercantour Seealpen


Dauphiné-Alpen Pelvoux Cottische Alpen
Savoyer Voralpen Belledonne Grajische Alpen
Berner Alpen Grandes Rousses Walliser Alpen
Glarner Alpen Mont Blanc Lombardische Alpen
Aar- und Gotthardmassiv

In der Schweiz werden die im Landesgebiet liegenden Alpen auch in Alpennordflanke, westliche und östliche
Zentralalpen sowie die im Tessin liegenden Südalpen unterteilt (→ Schweizer Alpen).

Geologie
Die Alpen sind ein geologisch junges Faltengebirge mit entsprechend charakteristischem Deckenbau.[3]

Geologische Großeinheiten
Im Laufe der geologischen Erforschung hat sich eine Einteilung der Alpen in mehrere Großeinheiten
eingebürgert, welche sich durch jeweils eigene Gesteinsabfolgen und Herkunftsgebiete auszeichnen. Von
Norden nach Süden werden folgende Einheiten unterschieden:

Das Helvetikum (in der Karte  ) ist vor allem im Westalpenbogen aufgeschlossen. An der
Nordgrenze der Ostalpen sind Gesteine des Helvetikums nur in schmalen und begrenzten
Vorkommen zu finden.
Das Penninikum (  ) ist in den Westalpen weit verbreitet. In den Ostalpen tritt es nur
räumlich begrenzt in tektonischen Fenstern (z. B. Engadiner Fenster, Tauernfenster ) und als
schmaler Streifen (Flyschzone), nördlich der Nördlichen Kalkalpen, zu Tage.
Das Ostalpin (Austroalpin  ) bildet, wie der Name verrät, den überwiegenden Teil des
östlichen Alpenbogens. Es gliedert sich in das nur an einigen Stellen zutage tretende
Unterostalpin mit u. a. Teilen der Zentralalpen und das flächenanteilig dominierende
Oberostalpin mit u. a. den Nördlichen Kalkalpen, der Grauwackenzone und dem Drauzug. Das
Kristallin des Zentralalpins, ebenfalls dem Oberostalpin zugerechnet, wird durch die
Grauwackenzone von den Nördlichen Kalkalpen und durch die periadriatischen Naht, eine
Hauptstörung der Alpen, vom überwiegenden Teil der „Südlichen Kalkalpen“ getrennt. Im
Gegensatz zu den Westalpen enthalten die Ostalpen keine autochthonen Kristallinmassive –
das Kristallin des Ostalpins ist durchweg ortsfremd. In den Westalpen sind an verschiedenen
Stellen nur eng begrenzte Reste von ostalpinen Gesteinen aufgeschlossen (Vareser Alpen und
als Deckenreste in der Umgebung des Matterhorns).
Das Südalpin (  ) findet sich südlich der Periadriatischen Naht als Bergamasker Alpen,
Dolomiten usw. bis zu den dinarischen Decken.
Geologische Skizze der Alpen mit den Bezeichnungen der größeren Untereinheiten.

Die großen Einheiten werden in eine Vielzahl von Untereinheiten gegliedert. Die geologischen Zuordnungen
weichen mancherorts von den primär orographischen Gebirgsgruppen ab, da die großen Längstalzüge der
Alpen zwar vorrangig den Gesteinsgrenzen oder den tektonischen Bruch- und Verwerfungslinien folgen, aber
stellenweise diese Zonen auch durchschneiden.

Entstehung der Alpen


Die geologische Auffaltung[3] der Alpen als mehrstufiger Prozess
begann vor etwa 135 Millionen Jahren an der Wende von der Jura- zur
Kreidezeit, hatte die letzte wichtige Phase vor etwa 30 bis 35 Millionen
Jahren im Tertiär, hält aber in abgemilderter Form noch weiter an. Aus
plattentektonischer Sicht gehören die Alpen zu den jungen
Deckengebirgen der alpidischen Gebirgsbildung, zu denen auch der
Kaukasus und der Himalaya gezählt werden. Die intensive geologische Video: Die Entstehung der Alpen
Forschung des vergangenen Jahrhunderts führte zur Vorstellung einer
Einengung eines ehemals über 1000 km breiten Ozeans mit
Kontinentalrändern, Tiefseebecken und mittelozeanischem Rücken auf die weniger als 100 km Breite der
heutigen Alpen.

Plattentektonische Abläufe
Im Mittelmeerraum kann die Gebirgsbildung auf die stetige Öffnung des Atlantiks zurückgeführt werden.
Dadurch wurde der afrikanische Kontinent aus Pangaea herausgebrochen und in einer Drehbewegung gegen
Europa gedrückt. Dazwischen befand sich die Adriatische Platte, die von zwei Ozeanarmen, die vom Atlantik
bis zur Tethys reichten, umschlossen wurde. Am Südrand der kontinentalen Kruste Europas entstanden die
Gesteine des Helvetikums. Südlich davon entstanden das Nord- und Mittelpenninikum im nördlichen der
beiden Meeresarme um die Adriatische Platte. Noch weiter südlich davon befand sich die Adriatische Platte mit
dem Ost- und Südalpin.
Mit der Öffnung des Nordatlantik im mittleren Dogger nach
paläomagnetischen Daten vor etwa 170 Millionen Jahren begann in der
Paratethys nördlich der adriatischen Platte die Bildung des
Südpenninikums aus ozeanischer Kruste. Zur selben Zeit fanden im
Ablagerungsbereich des Ostalpins die ersten gebirgsbildenden Prozesse
statt, die schließlich zur Stapelung der oberostalpinen Decken führten.
Während der Kreide setzte sich durch die Öffnung des Südatlantiks
(vor etwa 125 Millionen Jahren) die Subduktion und Akkretion des
Südpenninikums an das Ostalpin in Gang (Altalpidische
Gebirgsbildung oder Eoalpine Orogonese genannt). Der penninische
Ozean begann sich durch diese Prozesse wieder zu schließen.
Plattentektonische Rekonstruktion:
Ab dem Eozän vor etwa 53 Millionen Jahren führte Afrika eine direkt vor etwa 230 Mio. Jahren. Der
nordgerichtete Bewegung aus und trieb so die adriatische Platte wie spätere Alpenraum etwas links
einen Sporn in den südlichen Bereich von Europa hinein.[12] Die oberhalb der Mitte
Kollision und damit die erste große kompressive Gebirgsbildungsphase
dauerte nur etwa 5 Millionen Jahre vom Obereozän bis zum
Unteroligozän (Jungalpidische Gebirgsbildung oder pyrenäische Phase). Dabei wurde das Ost- und Südalpin
auf das Mittelpenninikum überschoben, und Bereiche verdünnter Kruste wurden unterschoben. Mit der
weiteren Kollision wurden das Nordpenninikum und schließlich das Helvetikum überfahren, bis die Struktur
des alpinen Deckengebäudes im Pliozän vollendet war. Diese Einengung führte mit Überschiebungsweiten von
mehreren hundert Kilometern zum heutigen Deckenbau der Alpen. Im Maximum der alpidischen Orogenese
wuchs das Gebirge um etwa 5 mm pro Jahr in die Höhe. Sie ist auch heute noch nicht zum Stillstand
gekommen, da die Kontinentalplatten sich weiterhin mit etwa 5 cm pro Jahr aufeinander zubewegen.

Sedimentationsgeschichte
Im Paläozoikum entstand durch die Bildung von Pangaea ein gefalteter
Sockel aus Graniten, Gneisen und anderen Gesteinsarten; zum Teil
wurden diese in den Alpenfaltungen später wieder mit in die
gebirgsbildenden Prozesse einbezogen. Seit der Trias brach der
Superkontinent auseinander, und an den Kontinentalrändern der
Adriatischen Platte im Süden und der europäischen Platte im Norden
begann eine marine Sedimentation. In der Untertrias entstanden im
Ablagerungsraum der Ostalpen am Nord- und Ostrand der Adriatischen Gebankter Dachsteinkalk des
Platte salzführende Schichten (Werfener Schichten), die auf arides Ramesch, Warscheneckgruppe
Klima schließen lassen. Im weiteren Verlauf der Trias lagerten sich hier
die Kalksteine der ostalpinen Decken ab (Alpine Trias), die im
Wesentlichen die heutigen Kalkalpen ausmachen. Im Gebiet der späteren helvetischen Decken wurden am
Südrand der europäischen Platte in dieser Zeit vor allem Sand- und Tonsteine abgelagert (Germanische Trias).

In der Jura- und Kreidezeit kamen im Raum der Tethys an den Rändern des europäischen Kontinents und der
Adriatischen Platte vielfach Kalke und Dolomite zur Ablagerung. In den sich dazwischen bildenden
Meeresräumen kam es zur Bildung von tonigen Tiefseesedimenten, die mit untermeerischem Vulkanismus
vergesellschaftet waren. Die Sedimentmächtigkeiten aus dieser Zeit sind sehr unterschiedlich und wechselten
oft abrupt über kurze Entfernungen. Nach dem Beginn der Subduktion des Mittelpenninikums unter das
Ostalpin begann vor dem Akkretionskeil die Bildung von Flysch. Auf dem Rücken des nach Norden
wandernden Deckenstapels drang das „Gosaumeer“ in Becken der entstehenden Ostalpen ein und lagerte
fossilreiche Mergel und Sandsteine der Gosauschichten (Kreidezeit) ab.
Mit dem Einsetzen der Kollision mit dem europäischen Kontinent und
der darauf folgenden vollständigen Heraushebung des Gebirgskörpers
über den Meeresspiegel unterlagen Teile davon verstärkt der
Abtragung. Eine Sedimentation fand nur noch in den vorgelagerten
Randzonen statt. Hier entstanden weiterhin Flyschablagerungen
(Kreide – Alttertiär), die im weiteren Verlauf in zunehmendem Maße
vom Gebirgskörper überfahren wurden. Nach der Ausbildung eines nur
noch schmalen Randmeeres ging die Flyschsedimentation in die
Ablagerung der Molasse über, tonig-sandige Sedimente aus dem Blick nach Norden auf die schmale
Alpenkörper, die später vom Flysch randlich überschoben und zum Teil Zone der Flyschberge um den
in Faltung mit einbezogen werden. Mondsee und das Alpenvorland

Anhaltende Hebung und Ausformung


Zum Hochgebirge wurden die Alpen durch Hebung des gefalteten Gebirgskörpers, die bis in die Gegenwart
anhält. Durch den isostatischen Ausgleich in der Kruste hob sich das Gebirge, dessen Erosion ab dem Unter-
Oligozän das nördlich gelegene Molassebecken füllte. Der gebirgsbildende Druck dauert bis heute an, der
Wuchs in die Höhe beträgt jedoch nur etwa 1 mm pro Jahr. Horizontale Erdkrustenbewegungen können jedoch
regional etwas größer sein, etwa in Bebengebieten.

Die heutige Gebirgsform erhielten die Alpen durch Erosion, vor allem durch die abtragende Tätigkeit der
Gletscher während der Glaziale des andauernden Eiszeitalters.

Das erdgeschichtlich jugendliche Alter der Alpen wird sichtbar an den schroffen Felswänden, den scharfen
Graten und an den tiefen und steilen Tälern mit unausgeglichenem Gefälle. Das Wechselspiel von Hebung und
Abtragung (durch Gletscher, Flüsse, Frost, Sonne) mit der Lagerung und Widerstandsfähigkeit der Schichten
formt bis heute die Alpen. Durch die Modellierung (modellierende Überformung) in den Kaltzeiten prägten die
Gletscher das Bild und schufen neue Oberflächenstrukturen, wie Grate und Kare durch periglaziale
Verwitterungen und Glazialerosion; nach Zurückweichen des Eises bildeten sich Seen und Endmoränen.

Gesteinsabhängige Oberflächenformen
Die Oberflächenform und andere geomorphologische Gegebenheiten
sind von den Gesteinen der jeweiligen Gebirgseinheiten abhängig. Im
Kalk entstehen Karsterscheinungen. Wasserundurchlässiger Dolomit ist
stark zertalt, mit brüchigen Felsbildungen und Schutthalden aus feinem
Grus. In den harten Gneisen und Granitgneisen bildet sich wegen der
großen Abstände der Klüftung bei der Verwitterung meist grobes
Blockwerk, das ausgedehnte Blockschutthalden bilden kann. Aufgrund
der für Granit charakteristischen Wollsackverwitterung sind an vielen
Stellen bizarre Felsbildungen zu beobachten. Karrenfelder auf der Silberen (Kanton
Schwyz)
Die Schichtenfolge der Gesteinseinheiten bedingt das Auftreten
weiterer geomorphologischer Erscheinungen. An der Basis der
mächtigen Kalkabfolgen wie etwa der der Nördlichen Kalkalpen und der helvetischen Gebirge befinden sich
oft Quellhorizonte (Karstquellen) über undurchlässigen Schiefern. Auch Bereiche mit undurchlässigen
Glimmerschiefern unter Granit und Gneis mit ihren meist großen, gut wasserdurchlässigen Spalten sind reich an
Quellen, Bächen und Karseen. Die in den Nördlichen Kalkalpen vorhandenen Salz- und Gipslager machen
sich in der Oberflächengestaltung ähnlich wie bei Kalkgesteinen durch Karstphänomene bemerkbar.

Klima

Merkmale
Die Alpen sind eine der wichtigsten Klimascheiden Europas und
trennen das atlantische Seeklima im Westen, das Kontinentalklima im
Osten und das mediterrane Klima im Süden. Das Klima und das
Wettergeschehen in den Alpen sind (auch wegen des starken Reliefs)
kleinräumig.

Die wichtigsten klimatischen Einflüsse sind Westwinde mit milden,


feuchten Luftmassen vom Atlantik, kalte Polarluft von Norden,
Lauterbrunnental
trockene kontinentale Luftmassen aus Osten (kalt im Winter, heiß im
Sommer) und warme mediterrane Luft von Süden, die jeweils typische
Staulagen ausbilden.

Besondere Winde sind der Föhn, ein warmer Fallwind (primär bei einer Südstaulage als Südföhn, seltener auch
in der anderen Richtung als Nordföhn) und der Mistral im Rhonetal.

Die direkte Sonneneinstrahlung ist wegen der geringeren Dichte der Atmosphäre in den Höhenlagen höher;
zugleich ist die diffuse Strahlung geringer. Das erhöht den Unterschied zwischen sonn- und schattseitigen
Hängen.

Klimaregionen
Die genannten Klimaprovinzen in Kursivschrift beziehen sich auf die österreichische Einteilung:

Die zentralen Alpen werden durch die unterschiedlichen Gebirgsklimate der Höhenstufen
bestimmt (Alpines Kima). Typisch sind kurze, relativ kühle Sommer und lange schneereiche
Winter. Die inneralpinen Täler und Becken (Wallis, Vinschgau, Kärnten) liegen im
Regenschatten und sind daher trocken (oft unter 800 mm pro Jahr). Im Winter stellt sich
besonders in Beckenlagen (Lungau, Klagenfurter Becken) die Temperaturumkehr ein
(Inversionswetterlage): in tiefen Lagen bilden sich durch Windstille Kaltluftseen, so dass es hier
kälter ist als in mittleren Höhenlagen.
Weite Teile der Nordalpen ähneln in ihrem thermischen Jahresgang dem angrenzenden
Flachland, mit Ausnahme der Abnahme der mittleren Jahrestemperatur (um 0,50 bis 0,65 °C je
100 m Höhenzunahme). Die Niederschlagsmaxima werden im Sommer erreicht. Die den
Westwinden ausgesetzten Randzonen der Alpen erhalten vielfach 2000 bis 3000 mm
Niederschlag pro Jahr (Mitteleuropäisches Übergangsklima).
Die südlichen Alpenteile sind vom mediterranen Klima beeinflusst. Dies führt im Vergleich zu
Mitteleuropa zu milden Wintern und heißen Sommern und zu einer Verlagerung der
Niederschlagsmaxima Richtung Frühjahr und Sommer; mit den charakteristischen, nur bei
Starkregenereignissen wasserführenden Trockenflusstälern (Torrentes der Italienischen
Tiefebene) und ausgeprägter Schluchtenbildung (Gorges Südfrankreichs, Sočatal mit 2500 m
Profil).
Der Ostrand der Alpen hat sommertrockenes kontinentales Klima (Pannonisches Klima), gegen
Süden zunehmend wieder feuchter (Illyrisches Klima)

Folgen der globalen Erwärmung in den Alpen


Aufgrund des Klimawandels schmelzen die Gletscher drastisch ab.
Klimaschwankungen sind nicht unbekannt, und Gletscher sind ein
Klimaarchiv. Gletscher ziehen sich heute schneller zurück, als es früher
der Fall war. Laut Messungen verloren die Gletscher seit Beginn der
Industrialisierung bis 1980 ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihrer
Masse. Seit 1980 sind zusätzliche 20 bis 30 Prozent des Eisvolumens
abgetaut (siehe Gletscherschwund seit 1850). Auch Schneehöhen und
Schneebedeckung gehen tendenziell zurück, besonders auf der
Alpensüdseite.[13] Gletscher im Rückzug

Zentrale Aspekte, die mit dem Phänomen Klimawandel in


Zusammenhang gebracht werden, sind:[14]

Auftauen des Permafrosts, höhere Niederschlagsmengen


Vordergründig ist zwar die auffallende Gletscherschmelze, die durch
Abschmelzen von Gletschern und Schneefeldern Felsen weniger
abstützt. Bei der Destabilisierung des Bodens spielen aber zwei andere Der Große Aletschgletscher 1979
(links), 1991 (Mitte) und 2002
Faktoren eine wesentlichere Rolle. Zum einen kommt es durch erhöhte
(rechts)
Niederschlagsneigungen vermehrt zu einem Aufschwimmen von
Erdschichten und vermehrt zu Erdrutschen unterhalb der
Permafrostgrenze, zum anderen verlagert sich die Permafrostgrenze in höhere Bergregionen. Ehemalige durch
den Dauerfrost stabilisierte Gebiete werden nun dem Wechsel von gefrierendem und wiederauftauendem Eis
ausgesetzt und dadurch destabilisiert, zum einen weil Eis als Kitt entfällt, zum anderen weil durch die Anomalie
des Wassers bei Gefrieren der Fels zertrieben wird.

In Gefahr sind zahlreiche Dörfer durch Felsstürze, Schutt- und Gerölllawinen, aber auch Straßen und
Wanderwege. Mit Hilfe von Schutzdämmen können Täler und Infrastruktur geschützt werden.

Rolle für den Wasserhaushalt


Gletscher reduzieren mikroklimatisch durch ihr Reflexionsvermögen die Temperatur. Sie fördern damit den
Austritt von Luftfeuchtigkeit durch Schneefall. Für die Wasserbilanz großer Flüsse spielen sie dagegen so gut
wie keine Rolle. Gletscher sind zum einen nur Wasserspeicher (es entsteht in ihnen kein Wasser, eher im
Gegenteil: sie verdunsten verglichen mit Bächen und Flüssen erhebliche Mengen an Wasser), zum anderen sind
die spezifischen Wassermengen (Wasser pro Zeitspanne) trotz ihrer gewaltigen Größe gering, da die
Speicherzeiten ebenso gewaltig sind.

Verlust der Artenvielfalt


Es wird heute davon ausgegangen, dass die Klimaveränderung bewirkt, dass viele Pflanzenarten in höhere
Lagen umsiedeln. Da pro 100 m Höhendifferenz ein Temperaturunterschied von 0,6 K besteht und die
Temperatur in den Alpen in den letzten hundert Jahren um durchschnittlich 1,5 K zugenommen hat, müsste rein
rechnerisch deswegen eine Höhenverlagerung um rund 20 bis 25 m pro Jahrzehnt nachweisbar sein. Nach
Untersuchungen im Jahre 1994 liegt diese aber bei rund 4 m pro Jahrzehnt, neuere Untersuchungen von 2005
sprechen dagegen von 28±14 m pro Jahrzehnt.

Unberücksichtigt bleibt bei dieser Rechnung, dass hochalpine Pflanzen sich an eine Vielzahl von Bedingungen
angepasst haben, von denen die Temperatur zwar eine offensichtliche, aber nur eine von vielen Bedingungen
ist. Ebenso zählen UV-Einstrahlung, Wind, Wassermangel, Bodenbeschaffenheit, Nahrungs- und
Lichtkonkurrenten. Insbesondere die Konkurrenzsituation spielt eine große Rolle: Die hochalpinen Pflanzen
wachsen in den meisten Fällen nicht deswegen in diesen unwirtlichen Regionen, weil sie mit besseren
Bedingungen nicht zurechtkämen, sondern weil Gebiete mit besseren Bedingungen schon von anderen
Pflanzen besetzt sind. Solange diese Konkurrenten nicht nachrücken, werden die hochalpinen Gewächse ihre
Standorte nicht freiwillig verlassen. Langfristig wird es aber zu einem Nachrücken kommen, dieser Vorgang ist
aber zum Teil an sehr langsame Prozesse (z. B. Bodenbildungsprozesse) gebunden, so dass er erst nach
Jahrhunderten und teilweise Jahrtausenden abgeschlossen sein wird.

Heute leben deswegen mehr Arten in höheren Lagen, als dies noch vor 100 Jahren der Fall war. Diesem
'Aufrücken' ist aber mit der reinen Gipfelhöhe eine Grenze gesetzt. Im Moment sind aber keine Hinweise
gegeben, dass die vorhandenen Pflanzen von den 'Aufrückern' verdrängt werden, da sie als Pioniere bei den
starken Erosionen der Berggipfel eine solide ökologische Nische besetzen.

Einige Wissenschaftler schätzen dennoch, dass ein Viertel der 400 endemischen Pflanzenarten vom Aussterben
bedroht sind, weil es letztendlich zu einer Verdrängung in den Lebensräumen kommen wird. Die
Temperaturproblematik ist allerdings nur eine, Erosion durch Tourismus und Bautätigkeiten eine weitere.

Biogeografie
Die Alpen sind ein interzonales Gebirge, sie liegen zwischen dem Zonobiom VI (Winterkalte Gebirge mit
laubwerfenden Wäldern) im Norden und dem Zonobiom IV (mediterranes Zonobiom) im Süden. Daher
unterscheiden sich die Nord- und Südseite recht stark. Hinzu kommt die stark kontinental geprägte Vegetation
der inneralpinen Täler. In den Alpen reicht die colline Höhenstufe bis etwa 400 m, die submontane Stufe von
400 bis 700 m. Neben der Exposition und der Höhenlage spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine
entscheidende Rolle für die Ausprägung der Vegetation. Hier sind vor allem verschiedene Kalk- und
Silikatstandorte zu nennen. Hinzu kommen Faktoren wie die Dauer der Schneebedeckung und die
Wasserversorgung.

In der Systematik der Biogeographischen Regionen der Europäischen Union (92/43/EEC) stellt die Alpine
Region eine eigenständige Einheit dar.

Flora
→ Hauptartikel: Alpenflora
In den Alpen haben etwa 650 Blütenpflanzenarten ihren Verbreitungsschwerpunkt, insgesamt kommen im
Alpenraum rund 4500 Arten vor.

Die Alpenflora enthält viele arktisch-alpine Elemente, etwa den Steinbrech Saxifraga aizoon. Sie sind Relikte
der ausgehenden letzten Kaltzeit, als in Mitteleuropa Tundren herrschten. Es bestehen auch Verbindungen zu
den nordasiatischen Gebirgen (beispielsweise Gentiana verna). Die Alpenflora enthält – bedingt durch die
Vergletscherung – relativ wenige endemische Arten, lediglich in den eisfrei gebliebenen Südalpen sind
Endemiten häufiger.
Auffallend ist in den Alpen der Unterschied in der
Artenzusammensetzung zwischen Kalkalpen und den silikatischen
Gesteinen. Darauf hat bereits Franz Unger 1836 hingewiesen.[15]
Ursache ist neben dem unterschiedlichen Bodenchemismus die
Tatsache, dass Kalkböden wärmer und trockener sind. Vielfach sind
Gattungen durch nahe verwandte Arten vertreten (ökologische
Vikarianz). Als Beispiel seien neben den bereits erwähnten
Rhododendren erwähnt (Kalk – Silikat): die Farne Asplenium ruta-
muraria und A. septentrionale; die Polsterpflanzen Sedum album und Glockenblumen und Hahnenfuß
S. annuum; die Polster-Segge (Carex firma) und die Krumm-Segge (C.
curvula).

Die Vegetation ist somit abhängig von den jeweils vorherrschenden


Gesteinen, die verschiedenen Einheiten tragen eine jeweils typische
regionale Vegetation. In den Ostalpen sind die Nordalpen vorwiegend
von Fichtenmischwäldern bedeckt; in den Zentralalpen finden sich
ausgedehnte Bergmatten, Lärchen- und Fichtenwälder.

Typischerweise mit den Alpen identifizierte Pflanzenarten sind oft Arten


Alpennelke (Dianthus alpinus)
mit auffälligen Blüten: allen voran das Alpen-Edelweiß (Leontopodium
alpinum), die Rhododendren und die blauen Enzian-Arten (Gentiana
spp.).

Montane Stufe
In der montanen Waldstufe ergibt sich folgende Stufenfolge der
dominierenden Baumarten:

Helvetische Höhenstufenfolge: Im gemäßigt


mitteleuropäischen Klima am Nordrand ist die Reihenfolge
von unten nach oben: Eiche – Rotbuche – Fichte. Clusius-Enzian
Penninische Höhenstufenfolge: In den kontinental trockenen
Innentälern der Zentralalpen ist die Reihenfolge Kiefer –
Fichte – Arve/Lärche. Hier liegt die Waldgrenze 400 bis 600 m höher als am Alpenrand.
Insubrische Höhenstufenfolge: Am submediterranen Südrand ist die Abfolge immergrüne Stein-
Eiche – Kastanie/Flaum-Eiche – Stiel-Eiche – Rotbuche.
Die obere Waldgrenze ist heute weitgehend vom Menschen bestimmt und variiert stark (1400 bis 2000 m). Die
seit Jahrhunderten bestehende Almwirtschaft hat die Waldgrenze nach unten gedrückt.

Für die montane Waldstufe sind außerdem folgende Bezeichnungen eingeführt:

unterster bewaldeter Teil (J. G. Sulzer 1745)


Waldgebirge (Albrecht Penck 1896)
Voralpen (Johann Gottfried Ebel 1808)

Subalpine Stufe
Die subalpine Stufe (bis etwa 1900–2200 m) bildet den Übergang (Ökoton) von der Waldstufe zur baumlosen
alpinen Stufe. Sie ist durch eine Strauchstufe gekennzeichnet. An trockenen Standorten, wie sie auf
Karbonatgestein aber auch auf Silikat-Blockwerk vorherrschen, ist dies die Latschen-Kiefer (Pinus mugo), auf
lehmigen Böden, die in Silikatgebieten großflächig auftreten, die Grün-Erle. Beide werden hier bis etwa
mannshoch. In Lawinenrinnen steigen beide Arten auch wesentlich
tiefer, da sie aufgrund ihrer Biegsamkeit den Schneedruck überstehen.
Die hochsubalpine Stufe wird vom Zwergwacholder und den beiden
Rhododendren (Almrausch) gebildet: Rhododendron hirsutum (auf
Kalk) und Rh. ferrugineum (kalkarme Böden).

Weitere eingeführte Begriffe:

Viehalpen (J. J. Wagner 1680)


Alpen (J. G. Sulzer 1745) Enzian mit Breithorn (4164 m)

Kuhalpen (Karl Albrecht Kasthofer[16] 1818)


Mattengebirge (Penck 1896)

Alpine Stufe
Die alpine Stufe (bis etwa 2500–3000 m), nach J. J. Wagner Hochalpen, ist eine Bergtundra, die durch
verschiedene Rasen gebildet wird, welche den Boden noch weitgehend geschlossen bedecken. Bestimmend für
die Vegetation ist besonders die „Aperzeit“, also die Zeit ohne Schneebedeckung. Weitere Faktoren sind die
Windexponiertheit (besonders die dadurch bedingte Schneefreiheit im Winter), sowie der Gesteinsuntergrund.
Bedingt durch diese Faktoren und das unruhige Relief ergibt sich ein sehr kleinräumiges Vegetations-Mosaik.

Die wichtigsten Rasengesellschaften sind in den Kalkalpen auf


tiefgründigem Boden der Rostseggenrasen (Caricetum ferrugineae), auf
flachgründigerem das Seslerio-Caricetum sempervirentis und auf
Kalkfelsen das Caricetum firmae. Auf saurem Gestein ist der
Krummseggenrasen (Caricetum curvulae) dominierend, auf
überweideten Rasen der Borstgrasweide (Nardetum). Besonders die
Kalkrasen zeichnen sich durch ihren Blumenreichtum aus.

Die Auswirkung der Aperzeit ist besonders deutlich in den


Schneetälchen. Diese liegen meist am Fuß von Nordhängen der
Silikatalpen in der oberen alpinen Stufe. Hier sammelt sich im Winter
viel Schnee an, der im Sommer spät bis gar nicht abtaut, wodurch um
den Schneerest verschiedene Zonen entstehen. Bei einer Aperzeit von Nahaufnahme eines Blütenstands
über drei Monaten wächst der normale Krummseggenrasen, mit des Alpen-Mutterwurz

kürzerer Aperzeit wird die Kraut-Weide häufiger, die bald dominiert


und das Salicetum herbaceae bildet. Charakteristische Arten sind Alpen-
Mutterwurz und Alpenglöckchen. Bei einer durchschnittlichen Aperzeit von unter zwei Monaten dominieren
Moose, vor allem Polytrichum sexangulare.

Im Bereich von Almhütten bilden sich Lägerfluren. Auf den vom Vieh gedüngten und verdichteten – und
dadurch feuchten – Stellen wachsen nährstoffliebende Hochstauden.

Charakteristisch ist die Gesellschaft an den Windkanten mit der dominierenden Gamsheide (Loiseleuria
procumbens).

Nivale Stufe
Die nivale Stufe (bzw. Region nach Oswald Heer 1838), nach Penk
(1896) auch Schnee und Eisgebirge befindet sich über der klimatischen
Schneegrenze. Pflanzen gedeihen nur dort, wo der Schnee nicht
liegenbleibt oder im Sommer frühzeitig schmilzt. Eine Vegetationsdecke
ist nur sehr kleinflächig ausgebildet, oft wachsen Pflanzen vereinzelt.
Rund 150 Blütenpflanzen-Arten steigen über 3000 m, zudem viele
Flechten. Zu den am höchsten steigenden Blütenpflanzen gehört der
Gletscher-Hahnenfuß, den Höhenrekord hält jedoch der Steinbrech
Saxifraga biflora mit 4450 m am Dom de Mischabel im Wallis. Flechten an der Weißbachlscharte,
2259 m, im Steinernen Meer
Die Firnflächen der Gletscher werden unter anderem von
Chlamydomonas nivalis, einer Grünalge, besiedelt, die den „roten
Schnee“ oder Blutschnee verursacht.

Fauna
In den unteren Lagen entspricht die Tierwelt der Alpen der des
umgebenden Flachlandes. In den Nadelwäldern finden sich etliche
Arten des borealen Nadelwaldes. Sie sind an feucht-kühle
Bedingungen gebunden, haben Europa nacheiszeitlich von Osten
wiederbesiedelt und kommen heute in Mitteleuropa nur in den
Hochlagen vor. Nur an wenigen in den pleistozänen Eiszeiten
unvergletschert gebliebenen, räumlich isolierten Refugien konnten
einige präglaziale Faunenelemente überdauern, beispielsweise Alpensteinbock
bestimmte Schnecken und Käfer.

Viele charakteristische Alpentiere leben oberhalb der Baumgrenze, im


Oreal. Bei einigen Arten ist dies wahrscheinlich als Ausweichen vor
dem Menschen zu interpretieren. Viele sind verwandt mit Arten der
Tundra und kommen dort ebenfalls vor. Ebenso bestehen enge
Beziehungen zu anderen Hochgebirgen. Bei der Hochgebirgsfauna
Europas handelt es sich oft um Überbleibsel (Reliktpopulationen) von
eiszeitlicher Tierwelt, die postglazial in den tiefer liegenden
Landschaften wieder verschwunden ist – ein Vorgang, der als
Arealdisjunktion bezeichnet wird. Nach ihrem Ursprung werden arkto- Alpendohle
alpine Verbreitungstypen (Herkunft aus Tundren) und boreo-alpine
Verbreitungstypen (Herkunft aus der Taiga) unterschieden.

Typische Arten der Säugetiere sind unter anderen Gämse,


Alpensteinbock, Murmeltier und Schneemaus, unter den Vögeln sind
Alpendohle, Kolkrabe, Ringdrossel, Schneefink, Steinadler,
Tannenhäher und Alpenschneehuhn zu nennen. In den slowenischen
Alpen und im Naturpark Adamello im Trentino, Italien, gibt es noch
heute Braunbären. Seit den 1990er Jahren gibt es durch Zuwanderung
aus Slowenien und gezielte Auswilderungen wieder eine kleine
Population dieser Raubtiere in den österreichischen Alpen. Die meisten Alpensalamander
davon leben im Gebiet des Naturparks Ötscher-Tormäuer. Wölfe
wurden in den Alpen um 1900 ausgerottet, kehrten jedoch um 1990
von den Apenninen her kommend wieder zurück. Heute leben etwa 100 Wölfe in den italienischen und
französischen Westalpen. Der Steinadler ist zwar in der nördlichen Hemisphäre weit verbreitet, in Mitteleuropa
ist er jedoch auf die Alpen und Karpaten beschränkt. Mehrere Großtiere wurden vom Menschen ausgerottet,
darunter Luchs, Bart- und Gänsegeier, die sich durch Schutzmaßnahmen und Auswilderungsprojekte
inzwischen wieder zu etablieren beginnen. Bei einigen Wirbeltieren ist ein saisonbezogener Dimorphismus zu
beobachten: Ein dunkles Sommerhaar- oder -federkleid wird im Winter durch eine weiße Tarntracht ersetzt
(vergleiche: Schneehase, Alpenschneehuhn). Unter den Amphibien hat der schwarz gefärbte Alpensalamander
eine spezielle Anpassung an die alpinen Lebensräume entwickelt. Als einziger mitteleuropäischer Lurch ist der
Alpensalamander lebendgebärend. Die Entwicklung der Larven im Uterus des Weibchens dauert je nach
Höhenstufe zwei bis drei Jahre. Damit ist die Art unabhängig von Oberflächengewässern, in denen die Larven
anderer Amphibienarten ihre Entwicklung vollenden. Der Alpensalamander kommt in Höhen von bis zu 2800
Metern (Österreich) vor.

Auch die Reptilienarten Waldeidechse und Kreuzotter – beide sind in den Alpen montan bis alpin verbreitet –
haben sich mit der Umstellung von Eiablage auf das Lebendgebären an widrige äußere Bedingungen, hier
insbesondere niedrige Temperaturen, angepasst. In der Schweiz wird die Aspisviper, eine weitere ovovivipare
Schlangenart, bis in Höhen von 3000 Metern angetroffen. In den südlichen Kalkalpen sind auch die Sandviper,
auch Europäische Hornotter genannt, und der Bergskorpion anzutreffen.

Unter den typischen Insekten der Alpen fallen beispielsweise „pelzige“ Vertreter der Hummeln auf
(Alpenhummel, Bombus alpinus), während unter den Schmetterlingen besonders dunkle Formen zu finden
sind, beispielsweise der Eismohrenfalter (Erebia pluto). Allerdings kommen auch helle Arten wie der Helle
Alpenbläuling (Plebejus orbitulus) und der Alpenapollo (Parnassius phoebus) noch in Höhenlagen von 3000
Metern vor. Vermutlich aufgrund des zahlenmäßigen Zurücktretens von Fluginsekten sowie wegen der
Windexposition sind dagegen Radnetzspinnen in höheren Regionen offenbar nicht vertreten.

Zu den wenigen Tieren der Nivalzone gehören der behaarte, schwarz gefärbte Gletscherfloh (Isotoma saltans),
ein Ur-Insekt aus der Klasse der Springschwänze und der Gletscherflinkläufer (Trechus glacialis), eine Spezies
der Laufkäfer.

Der Alpenraum im Europa der Regionen


Alpenländer und Alpenanrainerstaaten sind Österreich, Italien,
Frankreich, Schweiz, Deutschland, Slowenien, Liechtenstein und
Monaco (geordnet nach ihrem Anteil an der Gesamtfläche der Alpen).

→ Hauptartikel: Alpenländer
Vor dem Hintergrund des europäischen Binnenmarkts wurde seit etwa
1970 die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alpenraum
intensiviert.[17][18] 1972 wurde die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer
(Arge Alp) gegründet. 1991 wurde schließlich die Alpenkonvention Alpenregionen nach Staaten
unterzeichnet, ein internationales Übereinkommen zum Schutz der
Alpen. Auf dieses Ziel hatte die bereits 1952 gegründete Internationale
Alpenschutzkommission (CIPRA) lange hingearbeitet.

Im modernen regionalbezogenen europäischen Raumentwicklungskonzepts (EUREK) eines Europa der


Regionen wird auf den Alpenraum als länderübergreifende wirtschaftliche und kulturelle Einheit wieder
vermehrtes Gewicht gelegt. So bilden die Alpen – mit den umliegenden Alpenvorländern und angrenzenden
Regionen – eine der INTERREG-Gebiete des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, der die
Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region mit seinem Alpenraumprogramm zu steigern
versucht.[19]

Besiedlung und Verkehr

Siedlungsräume
Besiedelt und wirtschaftlich erschlossen sind in den Alpen
hauptsächlich die großen Alpentäler, insbesondere an den Achsen, die
sich für den Durchzugsverkehr eignen, sowie in den sich zu Becken
öffnenden Regionen. Daneben sind auch die Bergbauregionen Alpenrheintal vom Gebhardsberg aus
erschlossen, und seit Beginn des 20. Jahrhunderts rein touristische nach Süden. Im Vordergrund die A14
Zentren (Kurzentren, Alpinzentren). Hauptsiedlungsraum sind aber sowie Lauterach. Im zentralen
Hintergrund die Glarner Alpen.
trotzdem die Alpenrandlagen, und der Gutteil der großen Alpenstädte
liegt an den Austritten der Flüsse in die Vorländer.

Während sich Handel, Gewerbe und Industrie in diesen Hauptsiedlungsräumen konzentrieren[20], ist der
landwirtschaftliche Siedlungsraum weitläufig und dünn, und über 40 % der Alpenfläche sind überhaupt nicht
ständig oder gar nicht bewohnt, sondern dienen als Sömmerungsgebiet (Alpen/Almen der Viehzucht), sind rein
forstwirtschaftliche Region oder gänzlich unnutzbar.

Stadtflucht und Landflucht


Im Spannungsfeld zwischen den begrenzten Wirtschafts- und Siedlungsräumen ist das Phänomen der
Stadtflucht zu sehen, das seit dem 16. Jahrhundert zu einer zunehmenden Entvölkerung der Alpen führte, und
der späteren Bergflucht durch inneralpine Abwanderung in die Zentren. Der Trend ist erst im späten
20. Jahrhundert, und auch nur in gewissen Regionen gestoppt worden. Heute leben in den Alpen etwa
13,6 Millionen Menschen, 1950 waren es etwa 10,8 Millionen im selben Raum, 1870 7,8 Millionen, diese
Zunahme liegt aber unter der Durchschnittszunahme der gesamten Alpenstaaten. Nur Österreich, Deutschland
und Slowenien konnten ihren Bevölkerungsstand vermehren (mit einem extremen Fokus auf Bayern
einschließlich der österreichischen Grenzgebiete), in der Schweiz und Frankreich ist er langfristig etwa stabil,
wobei aber knapp 90 % aller Alpengemeinden Frankreichs einen Bevölkerungsschwund verzeichnen
(Bergflucht), Italien hat aber knapp ein Viertel seiner Alpenbevölkerung in andere Regionen verloren
(Stadtflucht, Extremgebiete: Friaul, Piemonteser Alpen).[21]

Zur Siedlungsgeschichte der Alpen gehören auch Lawinenkatastrophen (z. B. 1954 in Vorarlberg) sowie
verheerende Murgänge und Überschwemmungen.

Städte
Inneralpine Städte stehen generell in einem engen Zusammenhang mit ihrer Lage an Knotenpunkten von
Verkehrssträngen, die sie mit sehr dynamischen voralpinen Ballungsräumen verbinden.[22] Die größte Stadt
innerhalb der Alpen ist das französische Grenoble, gefolgt von Innsbruck in Österreich sowie von Trient und
Bozen in Italien. In der Schweiz liegen Chur, Thun und Lugano in den Alpen. Weitere Alpenstädte in
Österreich sind Klagenfurt und Villach, sowie im Rheintal Bregenz, Dornbirn und Feldkirch. Ferner zu nennen
ist Vaduz, die Hauptstadt Liechtensteins. Die höchste Stadt der Alpen (und Europas) ist das schweizerische
Davos.
In direkter Alpenrandlage ist Wien die weitaus größte Stadt, gefolgt von Genf (Schweiz) und
Nizza (Frankreich). Weitere wichtige Städte sind – von Ost nach West – Maribor (Slowenien),
Graz (Österreich), Ljubljana (Slowenien), Udine (Italien), Salzburg (Österreich), Vicenza (Italien),
Verona (Italien), Brescia (Italien), Bergamo (Italien), St. Gallen (Schweiz), Lecco (Italien), Como (Italien),
Varese (Italien), Luzern (Schweiz), Savona (Italien), Biella (Italien), San Remo (Italien), Cuneo (Italien),
Bern (Schweiz) und Monaco.

Transitverkehr
Die Alpen sind ein vor allem ökonomisch wichtiger Transitraum und
zugleich ein natürliches Hindernis für den Verkehr zwischen Nord- und
Südeuropa. Sie können nur auf bestimmten Routen über Gebirgspässe
oder Tunnel durchquert werden. Problematisch ist insbesondere, dass
durch häufige Inversionswetterlagen sowie die Erhebungen der Alpen
der Luftaustausch unter erschwerten Bedingungen stattfindet. Damit
verweilen Schadstoffe überdurchschnittlich lang in der alpinen
Talatmosphäre.[23] Hauptpässe des Alpentransits

Besondere Bedeutung erlangten diejenigen Pässe, die über den


Alpenhauptkamm direkt von Norden nach Süden oder umgekehrt in
gut erschlossene Täler führen und somit eine zweite Passüberquerung
ersparen oder die Routen, die wenig durch Hochwasser und Lawinen
beeinträchtigt werden. Übergänge wie der Col de Montgenèvre und der
Grosse Sankt Bernhard in den westlichen sowie der Septimer und
Julierpass in den Zentralalpen wurden bereits von den Römern zu
Verkehrswegen ausgebaut, ebenso der Reschenpass und Brenner im
Osten. Andere legendäre Strecken wie der Weg Hannibals mit seinem Die römischen Provinzen und das
Heer und Kriegselefanten – vermutlich über den Col de Clapier – Straßennetz 150 – 200 n. Chr.
entwickelten sich nicht zu Hauptverkehrswegen. Am Ende der Antike
verzeichnen Itinerarium Antonini und Tabula Peutingeriana sieben
Überquerungen des Alpenhauptkamms.[24] Im Mittelalter wurden mit
Zugangswegen wie der Schöllenenschlucht und der Viamala (1473)
auch der St. Gotthard und der Splügenpass sowie der San Bernardino
gangbar gemacht und stärker genutzt, während Septimer- und
Lukmanierpass an Bedeutung verloren. Bereits um 1430 wurden über
90 Prozent des Fernhandelsverkehrs zwischen Augsburg und Venedig –
6500 Frachtwagen pro Jahr – über den Brenner abgewickelt.[25] Der
Hospiz auf dem Grossen St.
1480 erfolgte Ausbau des Kunterswegs zur Fahrstraße im Eisacktal
Bernhard
zwischen Bozen und Klausen sowie der Kesselbergstraße oberhalb von
Kochel am See 1495 machte den Brenner endgültig zum wichtigsten
Übergang der Ostalpen.

Eine Auswahl der wichtigsten alpenquerenden Verbindungen (Alpentransversalen, von West nach Ost, der
Hauptpass kursiv):

Marseille – Nizza – Tendapass – Cuneo – Turin


Avignon – Sisteron – Barcelonnette – Col de Larche/Colle della Maddalena – Cuneo – Mondovì
– Genua
Nîmes – Tarascon – Apt – Sisteron – Briançon – Col de
Montgenèvre – Susa – Turin (Via Domitia)
Vienne – Chambéry – Albertville – Bourg-Saint-Maurice –
Kleiner Sankt Bernhard – Aostatal – Mailand (Alpis Graia)
Lyon – Chambéry – Mont Cenis oder Fréjus – Susa – Turin
Dijon – Genf – Chamonix – Mont Blanc – Aosta – Turin
Besançon – Lausanne – Martigny – Grosser St. Bernhard –
Aostatal – Vercelli – Pavia – Piacenza – Parma (Alpis
Pœnina)
Dijon – Lausanne – Brig – Simplon – Domodossola –
Mailand
Karlsruhe – Freiburg im Breisgau – Basel – Bern –
Lötschberg – Brig – Simplon – Domodossola – Mailand
Stuttgart – Zürich – Luzern – Göschenen – Sankt Gotthard –
Airolo – Bellinzona – Mailand
Ulm – Memmingen – Bregenz – Chur – San Bernardino –
Bellinzona – Mailand
Pilgerwege durch die Alpen auf der
Augsburg – Füssen – Reutte – Fernpass – Imst – Landeck –
Romweg-Karte des Erhard Etzlaub
Reschenpass – Meran – Bozen – Verona (Via Claudia
aus dem Jahr 1500
Augusta)
Augsburg – Landsberg am Lech – (oder: München –)
Garmisch-Partenkirchen – Mittenwald – Seefelder Sattel –
Innsbruck – Brenner – Bozen – Verona (Via Raetia)
München – Rosenheim–Kufstein – Innsbruck – Brenner –
Bozen – Verona
München – Rosenheim – Bad Reichenhall – Salzburg –
Radstädter Tauernpass – Spittal – Villach – Udine –
Portogruaro – Mestre oder Spittal – Villach – Udine – Triest
Wels – Pyhrnpass – Liezen – Graz – Maribor – Ljubljana –
Triest
Postkurse im Jahr 1563
Wien – Wiener Neustadt – Semmering – Bruck an der Mur –
Graz – Maribor – Ljubljana – Triest
Die wichtigen inneralpinen Transitrouten, die auch die Verbindung
zwischen den Alpenquerungen herstellen, im Besonderen die
Längstalfurchen, sind:

Nizza – Digne-les-Bains – Gap – Grenoble – Chambéry –


Genf
Genf/Lausanne – Brig – Furkapass – Oberalppass – Chur –
Bludenz – Arlberg – Innsbruck – Zell am See –
Bischofshofen – Liezen – Semmering – Wiener Neustadt – Brennerautobahn bei Gries
Wien
Como – Sondrio – Stilfser Joch oder Tonalepass – Bozen –
Lienz – Villach – Klagenfurt – Packsattel – Graz

Industrialisierung und Eisenbahn


Das Transitnetz durch die Alpen entwickelte sich im Laufe der Zeit immer schneller: von schmalen Wegen für
bepackte Maultiere und Pferde über frühe Passstraßen des 19. Jahrhunderts zu den mehrspurigen Autobahnen
und Eisenbahnlinien des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Eisenbahn hat im 19. Jahrhundert mit Pionierleistungen
wie der Semmeringbahn als erste normalspurige Gebirgsbahn Europas oder der Gotthardbahn das Zeitalter des
modernen Transitverkehrs eingeläutet. In der neueren Zeit werden verschiedene Eisenbahntransversalen durch
die Alpen neu gebaut:

in der Schweiz sind dies die unter Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT)


zusammengefasste Lötschbergachse und Gotthardachse
in Österreich die Neue Alpenbahnen, Brenner- und Tauernbahn, künftig auch der
Brennerbasistunnel
in Frankreich und Italien die neue Strecke durch den Mont Cenis
Verkehrsprojekte in den Alpen sind wegen Naturgefahren und der Topografie stets mit hohen Kosten und
Gefahren verbunden, was sich auch am aktuellen Bau der NEAT, neu als AlpTransit bezeichnet, in der Schweiz
zeigt. Die zunehmende Umweltbelastung durch den motorisierten Transitverkehr hat häufig zu Protesten der
betroffenen Bevölkerung geführt, wie zum Beispiel Straßenblockaden in Tirol, Savoyen, Piemont sowie zur
Alpen-Initiative in der Schweiz. Derzeit wird die möglicherweise alpenweite Einführung einer
Alpentransitbörse[26] diskutiert.

Siehe auch:

Liste von Alpentunneln


Liste der Alpenpässe
Alpenüberquerung

Frühere Passstaaten
Bäuerliche Zusammenschlüsse zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen führten im Spätmittelalter zur
Herausbildung von politischen Gebilden, die man Passstaaten nennt, weil sie sich über beide Seiten des
Alpenkammes erstreckten. Neben dem Bund von Briançon gehören die Alte Eidgenossenschaft, die Drei
Bünde, die Grafschaft Tirol und das Erzbistum Salzburg dazu. Damit sollte alpines Freiheitsdenken analog den
städtischen Freiheiten der Reichsstädte eingefordert werden. Diese Passstaaten kontrollierten durch ihre
strategische Position den Transitverkehr und verlangten von Durchreisenden Zölle.

Spätestens die Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts trachteten jedoch danach, den aus ihrer Sicht peripheren
alpinen Raum einzubinden, so dass beispielsweise Tirol zwischen Österreich und Italien geteilt werden musste.
Die Schweiz ist der einzige der alpinen Passstaaten, der bis heute überlebt hat. Der Staatenbund der
Eidgenossenschaft wurde 1848 durch die Gründung des Bundesstaates in einen modernen Nationalstaat
überführt.

Kulturgeschichte
→ Hauptartikel: Geschichtliche Entwicklung des Alpenraums

Berglandwirtschaft
In den Alpen verdrängte die neolithische Landwirtschaft um etwa 4500 v. Chr. die Jäger und Sammler der
Mittelsteinzeit. Dichte Waldbedeckung erschwerte anfangs die Nutzung großer Weidegebiete, allmählich
entwickelte sich jedoch die Transhumanz im Alpenraum, bei der die Tiere den Sommer in der Höhe und den
Winter im Tal verbringen. Etwa gleichzeitig kam die alpine Autarkiewirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht in
bereits gerodetem Gelände hinzu, welche ganzjährige Besiedlung ermöglichte.
Diese Autarkiewirtschaft entwickelte sich nördlich und südlich der
Alpen unterschiedlich: Während im germanischen Raum die Viehzucht
klar dominierte, war der Ackerbau im romanischen Raum gleich stark
vertreten. Dies führte zu unterschiedlichen Ernährungsweisen und
regionalen Küchen sowie Unterschieden in der Familien- und
Siedlungsstruktur.

Zwischen 1600 und 1850 entstand besonders im nördlichen Alpenraum


eine selbstständige Bergbauernkultur, die sich etwa im Bau prächtiger
Bergweide mit alpentypischem
Bauernhäuser aus Holz manifestierte und bei der die nachhaltige
Fleckvieh
Naturnutzung als Schutz vor Naturgefahren im Vordergrund stand.

Im 19. Jahrhundert erreichte die Industrialisierung den Alpenraum. Es


war weniger die Industrie als die Dienstleistungsgesellschaft des
20. Jahrhunderts, welche als Tourismus Geld in die Alpentäler brachte
und die herausragende Stellung der Berglandwirtschaft beendete. Viele
überflüssig gewordene landwirtschaftliche Arbeitskräfte wanderten
daraufhin aus. Unter steigendem ökonomischem Druck schwindet seit
der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Vielfalt der Land- und
Forstwirtschaft in den Alpen, welche wegen der Maschinisierung zwar
leichter zu betreiben ist, sich jedoch nicht mehr lohnt.
Almabtrieb in Kufstein

Kultur- und Sprachgruppen


Im frühen Mittelalter entwickelten sich die Alpen zur Sprach- und Kulturgrenze zwischen germanischen im
Norden und romanischen Sprachgruppen im Süden und Westen, unter Berücksichtigung der südslawischen
Slowenen am östlichen Alpenrand. Von der Vielfalt an Dialekten, die die ursprüngliche Abgeschiedenheit der
Täler mit sich brachte, bleibt heute immer weniger übrig. Trotz der Konkurrenz durch die deutsche und die
italienische Sprache konnten die alpinen Kleinsprachen Rätoromanisch, Ladinisch und Friaulisch überleben.
Ein interessantes Phänomen in sprachgeschichtlicher Hinsicht stellt die Ausbreitung des alemannischen Walser-
Dialekts vom Oberwallis bis an die Grenze Tirols dar, die durch die Inbesitznahme und Bewirtschaftung hoch
gelegener Weidegründe zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erfolgte.

Brauchtum
Festlichkeiten und Bräuche im Alpenraum sind tief verwurzelt in
Geschichte und Religion. Sie entstanden oft in Verbindung mit
überlieferten Dichtungen, Sagen oder Erzählungen, die sich häufig mit
Göttern und Dämonen befassten. Die Menschen wollten die
Urgewalten der Natur beschwören und sich vor Naturgefahren
schützen. Als das Christentum im Frühmittelalter in das Alpengebiet
vordrang, vermischten sich heidnische Bräuche mit christlichen Feiern.
Die verbreiteten Steinsetzungen (Steinmännchen) scheinen sowohl Steinmandl im Wilder-Kaiser-Gebiet
praktischen als auch kultischen Hintergrund zu haben. Das bäuerliche in den österreichischen Alpen
Element spielte im alpinen Brauchtum und der alpinen Volksmusik stets eine herausragende Rolle (siehe auch:
Alpsegen, Almabtrieb, Jodeln, Alpenländische Volksmusik).

Alpenmythos
Die Rezeption des Alpenraumes schwankt – wie bei allen Landschaften der Extreme – in der Moderne
zwischen zwei engverwobenen Polen, dem Mythos der Naturgewalt und der Reinheit der Natur. Was vorher
für eine unwirtliche, von grobschlächtigen Bauern und gefährlichen Drachen bewohnte Wildnis gehalten
wurde, begannen Maler, Reisende und Literaten als „Traumlandschaft“ zu schildern.

Ein bekannter Genfer Naturforscher, Horace-Bénédict de Saussure,


verwob im späten 18. Jahrhundert in seinen Reisebeschreibungen
wissenschaftliche Erkundung und ästhetisches Empfinden. Mit den
Alpenreisen seines Zeitgenossen Goethe wurde das Gebirge auch im
Norddeutschen erstmals als Phänomen wahrgenommen. E. T.
Compton, der Alpenmaler, erfindet Ende des 19. Jahrhunderts die
Bergmalerei als Sujet, die das Gebirge nicht zur Kulisse verwendet, Alpenglühen bei Sonnenuntergang
sondern den Berg als „Persönlichkeit“ darzustellen versucht. Als am Kehlstein, Hohen Göll und
Symbol der Mystifizierung der Alpen in ihrer „Reinheit und Hohem Brett
Erhabenheit“ von der Romantik bis ins 21. Jahrhundert wird das
Alpenglühen – der Widerschein von Morgen- und Abendröte – in Bild
und Literatur vielfach dargestellt.

Der Bergtourismus einer zunehmend bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts stellt die Alpen auch als
Herausforderung an das Individuum dar, und der „Sieg am Berg“ wird zur Inszenierung, an der der Mensch
sich bewähren kann, und Gott näher kommt. Das Gipfelkreuz symbolisiert dieses Spannungsfeld zwischen
Ehrfurcht und Siegeswille. Darin ändert sich auch die Rezeption des Alpenbewohners, für den das zum
täglichen Brot gehört. Gerade die früher als „Alpendemokratie“ verklärte Schweiz und das „freie Land Tirol“
zehren noch heute vom Alpenmythos der frühen Romantik, auch wenn etwa Max Frisch oder Paul Flora in
ihren Werken dagegen ankämpften. In Frankreich und Italien fehlt aber die kulturelle Eigenständigkeit, hier
bleiben die Alpenprovinzen bis heute in kultureller Randlage. Das moderne Slowenien in seiner Ablösung vom
Balkan greift diese Mythen aber auf und integriert die Alpen in seine Identität als „Land der Vielfalt“.

Der Erste Weltkrieg macht weite Bereiche der Ostalpen zur Alpenfront,
aber die Verheerungen des Zweiten Weltkrieges lassen den Alpenraum
relativ geschont. Sowohl durch die mythische Verklärung des
Alpenbewohners als Kämpfer gegen Natur und Feind der Kriegs- und
Zwischenkriegsjahrzehnte, von „Berge in Flammen“ über den „Bau der
Glocknerstraße“ bis zur „Alpenfestung“, wie auch die in den
Nachkriegsjahren im Vergleich zum restlichen Europa relativ intakte
Wirtschaftslage lassen den Alpenraum vom ärmlichen und
rückständigen „Entwicklungsraum“ der Aufklärung zum Inbegriff der
Militärische Anlagen des Vallo Alpino
„heilen Welt“ werden (dargestellt etwa im Heimatfilm). in der Nähe des Kreuzbergpasses

Dieser Mythenkomplex hält ungebrochen bis heute an. Die Berge als
Verkehrshindernis sind wohlerschlossen, als Kulturraum in ein gemeinsames Europa eingebunden, als
Tourismusdestination frei verfügbar, und die Umweltschutzbewegung entdeckt den Alpenraum als
„schützenswertes Allgemeingut“. Als neue Komponente tritt aber ein Überlegenheitsgefühl des modernen
Menschen hinzu, in dem die spezifischen Unbilden einer montanen Umwelt als zu reparierendes Hindernis im
reibungslosen Funktionieren von Zivilisation beurteilt wird.

Tourismus
Die Alpen sind sehr intensiv touristisch erschlossen. Bereits im
19. Jahrhundert prägten die Engländer den Begriff von den Alpen als
„playground of Europe“. Die landschaftliche Vielfalt, kulturelle
Sehenswürdigkeiten sowie die besonderen klimatischen Verhältnisse
bieten beinahe optimale Voraussetzungen für die touristische Nutzung
der Alpen, da eine denkbar große Anzahl an touristischen Zielgruppen
(beispielsweise Erholungssuchende, Aktivurlauber, Kurtouristen, Pettneu am Arlberg
Kulturbegeisterte etc.) mit entsprechenden Angeboten bedient werden
kann.

Im Sommertourismus finden sich die diversen Spielarten des aktiven


und passiven Erholungstourismus (Wandern, Badeurlaub an den
randalpinen Seen) und vor allem der sportliche Urlaub in Form des
Alpinismus. Dieser initiierte die touristische Entwicklung des
Alpenraums. Im Wintertourismus sind die Alpen ein weltweit attraktives
Ziel für den Wintersport, wobei diesbezüglich der Skisport und seine
diversen Ausformungen dominieren. In den letzten Jahrzehnten hat in
vielen Teilen der Alpen der Tourismus im Winter dem klassischen
Sommertourismus den Rang abgelaufen.

Zermatt am Matterhorn

Touristische Angebote nach Ländern (ca. 2020)[27]


Wanderwege
(Länge Anzahl Anzahl Anzahl Alpenanteil
Rang Land
Streckennetz in Berghütten Übernachtungsangebote Campingplätze in %
km)

1 Italien 60.000 253 20.327 740 27,3 %

2 Österreich 50.000 997 16.438 452 28,7 %

3 Schweiz 22.000 287 9.322 300 13,2 %


4 Frankreich 46.000 159 17.311 718 21,4 %

5 Deutschland 5.000 213 2.916 47 5,8 %

Tourismusgeschichte
Erste am Vergnügen beziehungsweise an Ruhm ausgerichtete Ereignisse finden in den Alpen schon Ende des
18. Jahrhunderts mit frühen Erstbesteigungen statt, die noch im Sinne eines den Landesherren verherrlichenden
Absolutismus stehen. Für die einheimische bäuerische Bevölkerung endete das Interesse an den Bergen bis
dahin bei den Vegetationsgrenzen.
Insbesondere englische Touristen haben danach im und vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts den
Alpentourismus als Individualtourismus entscheidend geprägt. Bereits im 19. Jahrhundert wurden vom
Engländer Thomas Cook organisierte Massenreisen von England in die Alpen durchgeführt. Während der
ersten Jahre betraf dies die Sommersaison, doch schon 1864 wurde im Kulm-Hotel im bündnerischen St.
Moritz eine winterliche Öffnung gewagt und damit der Wintertourismus „erfunden“.[28]

Die Belle Epoque erschließt die Alpen als Erholungsraum auch für die gehobenen Schichten des Landes, und
etabliert den Begriff der Sommerfrische in den Alpen. Seit der damaligen Blütezeit der Hotels und Villen in den
Kurorten hat sich der alpine Tourismus auch auf den Winter auszubreiten begonnen. In den traditionellen
Kurorten blieb jedoch die Sommersaison noch bis in die 1970er-Jahre die Hauptsaison.

Die Nachkriegsjahrzehnte machen die Alpen zum Ziel einer urbanen Gesellschaft, erst als Erholungsraum der
Strapazen einer wirtschaftlichen Zerrüttung, dann als Freizeitkulisse, als Statussymbol gehobenen
Lebensstandards. Seit ungefähr 1965 konnte sich auch aufgrund besserer Verkehrsinfrastruktur der
Massentourismus entwickeln. Der Wintersporttourismus mit seinen Bergbahnen und Liftanlagen bekam für die
Alpenbewohner eine zunehmende Bedeutung bis hin zu reinen Retortenstädten in den Französischen Alpen.

Wanderurlaub wurde nach der Jahrtausendwende eindeutig wieder beliebter und gilt als Musterbeispiel für
ökologisch verträglichen Tourismus (sanfter Tourismus); insbesondere, wenn er in abgelegene, von
Abwanderung bedrohte Talregionen führt und dazu beiträgt, der einheimischen Bevölkerung eine
Einkommensquelle zu sichern. Solchem Tourismus dienen verschiedene Weitwanderwege, zum Beispiel die
Kulturwege Schweiz, oder gar Fernwanderwege wie der alle acht Alpenländer durchquerende Fernwanderweg
Via Alpina. Der Weg wurde aus diesem Grund 2005 aus Anlass der Förderung von nachhaltiger Entwicklung
als ein offizielles Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention anerkannt. Der italienische Weg Grande Traversata
delle Alpi beschränkt sich im Gegensatz zu seinem Titel auf die Region Piemont. In der „Modellregion
Göschenen“ wurden in der Schweiz Konzepte für schwach erschlossene Gebiete entwickelt.[29]

Siehe auch:

Alpiner Verein
Alpines Museum der Schweiz
Alpines Museum (München)
Bündner Naturmuseum

Nutzen und Gefahren


Für viele Alpengemeinden ist der Tourismus die einzige
Einnahmequelle geworden. Durch den Massentourismus werden
Arbeitsplätze geschaffen und regionale Einkommen generiert, wodurch
die Gefahr einer Abwanderung verringert werden kann. Allerdings ist
der Tourismus in den Alpen oft nur punktuell auf bestimmte Dörfer,
Städte und Skiressorts konzentriert. In den flächig größeren Gebieten
ohne Massentourismus kommt es erst recht zur Abwanderung.
Tatsächlich findet sich oft ein Nebeneinander von touristisch intensiv
erschlossenen Gebieten und touristischem Niemandsland. Dies trifft vor Verbier – Les quatre vallées –
allem auf das italienische Alpengebiet zu und wird als Phänomen der Ausbau von 2012
Bergflucht zusammengefasst.
Die Menschen in den Alpen sind vom Massentourismus stark abhängig, es entstehen touristische
Monostrukturen. Dem Massentourismus werden sämtliche Lebensbereiche unterworfen. Regionale Eigenheiten
oder Besonderheiten verkommen unter Umständen zu einem bloßen Klischee. Zudem sind die
Arbeitsbedingungen im Tourismus oft wenig attraktiv (ungeregelte Arbeitszeiten, geringe Löhne, viele
Saisonarbeitsplätze). Menschen, die sich diesen Arbeitsbedingungen nicht unterwerfen wollen, sind mangels
alternativer Beschäftigungsmöglichkeiten erst recht zum Abwandern (oder zum Auspendeln) gezwungen.

Umweltschützer ganz Europas und auch viele Einheimische bemängeln immer öfter die Schäden, die der
Massentourismus in den Alpen hervorruft und weisen immer häufiger auf die Grenzen der touristischen
Nutzung der Alpen hin. So werden immer mehr Verkehrswege durch die Alpen gebaut und Dorfstrukturen
zugunsten der fortschreitenden Verstädterung zerstört (Beispiel: Garmisch-Partenkirchen). Hinzu kommt es
auch zu ökologischen Problemen wie Müll- und Abwasserbelastung, Verkehrsproblematik und zu „optischer
Umweltverschmutzung“ durch technische Infrastrukturen wie beispielsweise Seilbahnen. Der weitere Ausbau
der touristischen Infrastrukturen stößt bereits in vielen Alpentälern an seine Grenzen, vor allem, da durch
Naturgefahren (beispielsweise Lawinen, Muren) das Flächenangebot begrenzt ist. Einige tragische Unglücke
wie beispielsweise im tirolerischen Galtür im Februar 1999 haben diese Problematik aufgezeigt. Um den
Urlaubern entgegenzukommen, werden Hotels häufig unmittelbar vor die Skipisten gebaut. Löst sich an den
Hängen einer Skipiste eine Lawine, trifft diese die Hotels besonders hart, da die Lawinen durch das Fehlen von
Hindernissen ungebremst sind.

180°Panorama: Plattform der Seilbahnstation auf dem Mont Fort 3230 m.ü.M

Kulturgeographische Entwicklung
Mit der Industrialisierung und Modernisierung verschwinden die Alpen als ein Raum mit spezifischen
Wirtschafts-, Kultur- und Umweltformen. Die Orte werden ubiquitärer, die Landschafts-, Siedlungs-,
Wirtschafts- oder Kulturformen haben zunehmend weniger mit den Alpen zu tun. Zwar haben die Alpen den
Rückstand bei Industrialisierung und Modernisierung aufgeholt und sind damit nicht mehr wie früher noch eine
benachteiligte Großregion in Europa. Aber der Charakter der Alpen geht als solcher verloren, indem sich die
wirtschaftliche Nutzung auf kleine Gunstflächen konzentriert und gleichzeitig alle anderen Flächen entwertet,
was zum Rückzug des Menschen aus der Fläche führt. Das führt dazu, dass die Alpenstädte von räumlich
kompakten Kernstädten zu Stadtregionen wachsen, oder zu Vorstädten im Einzugsbereich der Metropolen
Wien, München, Zürich, Genf, Lyon, Marseille, Nizza, Turin, Mailand und Ljubljana werden. Neben dieser
Entwicklung hin zur Peripherie haben viele Regionen und Gemeinden einen starken Bevölkerungsrückgang
erfahren, der teils zur völligen Entsiedlung geführt hat.[30]

Literatur

Allgemein
Werner Bätzing: Die Alpen – Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft. 4.
Auflage. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-67339-9.
Jon Mathieu: Die Alpen. Raum – Kultur – Geschichte. Reclam, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-15-
011029-4.
Bernhard Edmaier, Angelika Jung-Hüttl: Kunstwerk Alpen. Bergverlag Rother, Unterhaching
2012, ISBN 978-3-7633-7060-3.
Joseph Partsch: Alpes. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
(RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 1599–1612.
Heinz Veit: Die Alpen – Geoökologie und Landschaftsentwicklung. 2. Auflage. UTB Ulmer,
Stuttgart 2002.
Hansjörg Küster: Die Alpen. Geschichte einer Landschaft. C.H. Beck, München 2020, ISBN
978-3-406-74828-8.
Werner Bätzing: Zwischen Wildnis und Freizeitpark. Eine Streitschrift zur Zukunft der Alpen.
Rotpunktverlag, Zürich 2015, ISBN 978-3-85869-648-9
Katharina Winckler: Die Alpen im Frühmittelalter. Geschichte eines Raumes in den Jahren 500
bis 800, Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2012. (online ([Link]
500.12657/34352/[Link]?sequence=1&isAllowed=y), PDF)

Schwerpunktthemen
Jakob Anderhandt: Die Alpen West-Ost. Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat, Münster
2008, ISBN 978-3-86582-662-6 (Fernwanderführer).
Norman Backhaus, Claude Reichler, Matthias Stremlow: Alpenlandschaften – Von der
Vorstellung zur Handlung. Thematische Synthese zum Forschungsschwerpunkt I „Prozesse der
Wahrnehmung“ des Nationalen Forschungsprogramms „Landschaften und Lebensräume der
Alpen“. (= Synthesebericht NFP 48, Schweizerischer Nationalfonds). vdf-Verlag, Zürich 2007,
ISBN 978-3-7281-3119-5.
Andrea Bonoldi, Hannes Obermair: Verkehr und Infrastruktur – Trasporti e infrastrutture
(= Geschichte und Region/Storia e regione 25/2). StudienVerlag, 2017,
ISSN 1121-0303 ([Link]
Patrick Brauns: Die Berge rufen. Alpen Sprachen Mythen. Verlag Huber, Frauenfeld 2002.
(Bergnamen und Sprachen im Alpenraum)
Martina Kopf: Alpinismus – Andinismus. Gebirgslandschaften in europäischer und
lateinamerikanischer Literatur. Stuttgart: Metzler, 2016. ISBN 978-3-476-05594-1
Burkhart Lauterbach: Der Berg ruft – Alpentourismus und Kulturtransfer seit dem 18.
Jahrhundert. ([Link] In: Europäische
Geschichte Online. hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2010. Zugriff am 14.
Juni 2012.
Uwe A. Oster: Wege über die Alpen. Von der Frühzeit bis heute. Darmstadt 2006, ISBN 3-
89678-269-X. (Verkehrsgeographie und Kulturgeschichte)
Claude Reichler: Entdeckung einer Landschaft. Reisende, Schriftsteller, Künstler und ihre
Alpen. Rotpunkt-Verlag, Zürich 2005. (Die Rezeption der Alpen in der Kunst)
Matthias Stremlow: Die Alpen aus der Untersicht. Von der Verheissung der nahen Fremde zur
Sportarena. Haupt-Verlag, Bern, 1998, ISBN 3-258-05848-2. (Alpenmythos und Tourismus)
Roland Walter: Geologie von Mitteleuropa. Begründet von Paul Dorn. 6. Auflage. Schweizerbart,
Stuttgart 1998, ISBN 3-510-65167-7.
siehe auch Literatur der Hauptartikel: Alpenflora
Die Alpen – Natur- und Kulturraum im Blickpunkt Europas. Schwerpunkt in der Zeitschrift
Geowissenschaften. Heft 5/6, 12. Jahrgang, 1994. 10 Artikel, Auswahl:
Helmut Heuberger: Die Stellung der Alpen in der Eiszeitforschung.
doi:10.2312/geowissenschaften.1994.12.144
Klaus Aerni: Historische Verkehrswege in den Schweizer Alpen.
doi:10.2312/geowissenschaften.1994.12.159
Helmuth Barnick: Der Tourismus in den Alpen. doi:10.2312/geowissenschaften.1994.12.170

Ältere Literatur
Albrecht von Haller: Die Alpen. Gedicht von 1729 – über die Alpen und ihre Bewohner.
Eugen von Hartwig: Briefe aus und über Tirol geschrieben in den Jahren 1843 bis 1845.
Duncker & Humblot, Berlin 1846. Google Books, online ([Link]
hnjnem;view=1up;seq=7)
Fritz Machatschek: Die Alpen. 3. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Leipzig 1929.

Medien
Messners Alpen (2006–2007), TV-Dokumentation über den alpinen Lebensraum in drei Teilen
(3 × 52 Min.). Erstausstrahlung: 30. und 31. Dezember 2007 und 1. Januar 2008. Buch: Herbert
Habersack, Hartmut Schwenk. Regie: Herbert Habersack. Schwenk Film, SWR/ARD, France 5,
S4C, WEGA Film.[31]
Die Alpen – das hohe Herz Europas. Komplett-Media (Januar 2015), ISBN 978-3-8312-8158-9,
© Eine Produktion der Vidicom Media GmbH, Peter Bardehle in Zusammenarbeit mit ARTE,
SWR, BR, ZDF, NDR. Gefördert durch den FFF Bayern, Cine Styria, Cine Tirol, Land Salzburg,
BLS Südtirol Alto Adige
Mit offenen Karten: Die Alpen – Ein europäisches Gebirge ([Link]
-011-A/mit-offenen-karten/) in der Arte-Mediathek (13 Min.), abrufbar bis 10. März 2028

Weblinks
Commons: Alpen ([Link] – Sammlung von
Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Alpen – Reiseführer
Wiktionary: Alpen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Alpen – Zitate
Wikisource: Alpen – Quellen und Volltexte
Literatur von und über Alpen ([Link]
1328-5) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Jean-François Bergier: Alpen. ([Link] In: Historisches
Lexikon der Schweiz.
Geologisches Portrait – Die Alpen ([Link]
hes%20Portrait/Alpen) im Mineralienatlas Wiki
[Link], Das Erste, W wie Wissen, 2. August 2017: TV-Doku: Fossilien in den Alpen:
Das Urmeer Tethys ([Link]
Urmeer-Tethy/Das-Erste/Video?bcastId=427262&documentId=45628750)
[Link] ([Link] (Internationale Alpenschutzkommission CIPRA)
[Link]: Die Alpen bröckeln ([Link]
16. Oktober 2019
Verba Alpina ([Link] Website der Universität
München zu den Dialekten in den Alpen

Einzelnachweise
1. Eintrag zu Alpen ([Link] im Austria-Forum (im AEIOU-
Österreich-Lexikon)
2. Fläche der Alpen: 220.000 km² nach AEIOU (Austria-Forum) ([Link]
Alpen), 190.912 km² nach CIPRA ([Link]
3. Entstehung der Ostalpen ([Link]
yAustria/entstehung_der_alpen.htm) Geologische Bundesanstalt Wien (archivierte Webseite)
4. Die Alpen. ([Link] Internationale
Alpenschutzkommission CIPRA.
5. O. Cuntz: Die Geographie des Ptolemäus. Berlin 1923.
6. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 22. Auflage. Völlig neu
bearbeitet von Elmar Seebold. De Gruyter, Berlin / New York 1989, S. 21.
7. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. dtv, München 2005, ISBN 3-423-
32511-9, S. 30.
8. Bernard Debarbieux: Différenciation et désignation géographique des objets alpins: six
manières de faire ([Link] Revue de
Géographie Alpine, Heft 4/2001, S. 43–65.
9. Werner Bätzing: Kleines Alpen-Lexikon: Umwelt, Wirtschaft, Kultur (= Beck’sche Reihe.
Band 1205). C. H. Beck, 1997, ISBN 3-406-42005-2, S. 77–79.
10. Werner Bätzing: Die Alpen: Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft.
[Link], 2003, ISBN 3-406-50185-0, Anmerkung zur Vorsatzkarte «Gratstrukturen und
Wasserläufe der Alpen», S. 403 ff. (eingeschränkte Vorschau ([Link]
V4QzJp6WDDgC&pg=PA403#v=onepage) in der Google-Buchsuche).
11. SOIUSA – Suddivisione orografica internazionale unificata del Sistema Alpino, Marazzi 2004. (h
ttp://[Link]/it/soiusa/[Link]) Abgerufen am 17. Januar 2007.
12. Vor 14 Millionen Jahren – die Alpen erheben sich aus dem Urmeer Paratethys ([Link]
[Link]/[Link]), C. R. Scotese: Paleomap Project.
13. Claudia Hoffmann: Weniger Schnee: Erste alpenweite Analyse von Schneehöhendaten. (https://
[Link]/de/newsseiten/03/weniger-schnee-erste-alpenweite-analyse-von-schneehoehenda
[Link]) Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, 18. März 2021,
abgerufen am 18. März 2021.
14. siehe auch [Link]: Folgen des Klimawandels für den Tourismus in den
deutschen Alpen- und Mittelgebirgsregionen und Küstenregionen sowie auf den Badetourismus
und flussbegleitende Tourismusformen ([Link]
ien/479/publikationen/texte_117-2021_folgen_des_klimawandels_fuer_den_tourismus_in_deut
schland_0.pdf) (2021, pdf, 12 MB)
15. Franz Unger: Über den Einfluss des Bodens auf die Vertheilung der Gewächse, nachgewiesen
in der Vegetation des nordöstlichen Tirols. Rohrmann und Schweigerd, Wien 1836.
16. Christoph Zürcher: Kasthofer, Karl Albrecht. ([Link] In:
Historisches Lexikon der Schweiz.
17. Hans Köchler (Hrsg.): Die europäische Aufgabe der Alpenregion. Dokumentation eines
internationalen Symposions (Innsbruck, 2. und 3. Juni 1971). (= Veröffentlichungen der
Arbeitsgemeinschaft für Wissenschaft und Politik an der Universität Innsbruck. Band 1).
Innsbruck 1972.
18. Hans Köchler (Hrsg.): Transnationale Zusammenarbeit in der Alpenregion. (=
Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft für Wissenschaft und Politik. Band 2). Innsbruck
1973.
19. Was ist das Alpenraumprogramm ([Link]
[Link]/das-alpenraumprogramm/alpenraumprogramm/was-ist-das-alpenraumprogramm
-) (Memento vom 11. Juli 2020 im Internet Archive) [Link], abgerufen am 7. November
2023
20. Wohnen in den Alpen – Geschichte und Ausblick ([Link]
[Link]) Abgerufen am 25. April 2018.
21. Werner Bätzing: Die aktuellen Veränderungen von Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und
Bevölkerung in den Alpen. Im Auftrag des Umweltbundesamtes, gefördert durch das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin 2002 (Webdokument
([Link] PDF,
4,7 MB, auf Mediendatenbank, [Link]).
22. Manfred Perlik: Alpenstädte: Zwischen Metropolisation und neuer Eigenständigkeit. Bern 2001.
23. Flavio V. Ruffini, Thomas Streifeneder: Die Alpen: eine Region – viele Realitäten. In:
Geographische Rundschau. Nr. 3/2008, 2008, S. 56 f.
24. Omnes Viae ([Link] antiker Online-„Routenplaner“.
25. Martin Kluger: Die Fugger in Augsburg. S. 13, ISBN 978-3-939645-63-4. Leseprobe ([Link]
[Link]/tl_files/context_mv/buecher/leseprobe/context-verlag_die-fugger-in-augsburg_les
eprobe%20(2013).pdf) (PDF, 1 MB).
26. Alpentransitbörse ist praxistauglich. ([Link]
[Link]) In: [Link]. Bundesamt für Raumentwicklung, 3. Mai 2007,
abgerufen am 7. November 2023.
27. Das ultimative Alpenland – Outdoor Studie. ([Link]
alps/) In: Keller Sports. Abgerufen am 24. November 2021.
28. Geschichte des Kulm Hotel St. Moritz ([Link] [Link]
29. Modellregion Göschenen ([Link]
[Link]
30. Werner Bätzing: Die Alpen – Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft.
München 2015, S. 348 ff.
31. Filminfo zu Messners Alpen ([Link]
[Link]

Normdaten (Geografikum): GND: 4001328-5 | LCCN: sh85003839 | VIAF: 267348206

Abgerufen von „[Link]

Diese Seite wurde zuletzt am 19. Februar 2024 um 05:51 Uhr bearbeitet.

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