Alpen
Alpen
Die Alpen sind das höchste Hochgebirge in Mittel- und Südeuropa. Sie erstrecken sich in einem 1200
Kilometer langen und zwischen 150 und 250 Kilometer[1] breiten Bogen vom Ligurischen Meer bis zum
Pannonischen Becken.
Die gesamte Alpenregion hat eine Fläche von etwa 200.000 Quadratkilometern.[2] Sie dehnt sich etwa 750 km
von West nach Ost und ca. 400 km von Süd nach Nord aus und wird vom Rhonetal, dem Schweizer
Mittelland, dem Oberlauf der Donau, der Kleinen Ungarischen Tiefebene, der Po-Ebene und dem Golf von
Genua umgrenzt.
Der Alpenbogen schließt im Südwesten am Golf von Genua an den Apennin an, umfasst die Po-Ebene,
verzweigt sich zum französischen und Schweizer Jura und endet im Osten fächerförmig vor dem
westpannonischen Berg- und Hügelland. Im Nordosten an der Donau bei Wien sind die Alpen durch das
Wiener Becken von den geologisch verwandten Karpaten getrennt; im Südosten gehen sie in das stark
verkarstete Dinarische Gebirge über. Im Norden fallen die Alpen allmählich zum österreichischen und
deutschen Alpenvorland ab. Im Süden ist der Abfall zur Po-Ebene steiler. Der Gebirgszug, zu dem die Alpen
gehören, erstreckt sich vom afrikanischen Atlas bis nach Südostasien.[3]
Die Gipfelhöhen in den westlichen Gebirgsstöcken liegen meist zwischen 3000 und 4300 Meter über dem
Meeresspiegel; in den Ostalpen sind die Berge etwas niedriger. Der höchste Gipfel der Alpen ist der Mont
Blanc mit 4805 Metern. 128 Berge der Alpen sind Viertausender, etliche Berge mehr oder weniger vergletschert
(siehe auch Gletscherschwund seit 1850).
Die Alpen sind eine bedeutende Klimascheide und Wasserscheide (sie entwässern zu Mittelmeer, Nordsee und
Schwarzem Meer). Sie trennen den zentralen Mittelmeerraum mit dem Etesienklima vom atlantisch
beeinflussten nördlichen Mitteleuropa. Wetter und Klima am Ostrand der Alpen sind vom Kontinentalklima
beeinflusst.
Der Alpenraum umfasst Gebiete der acht Alpenstaaten Frankreich, Monaco, Italien, Schweiz, Liechtenstein,
Deutschland, Österreich und Slowenien. Er bildet den Lebensraum von 13 Millionen Menschen und genießt
europäische Bedeutung als Erholungsraum.[4] Ungarn hat Anteile an Mittelgebirgen, die zu den Alpen gezählt
werden, beispielsweise an Günser und Ödenburger Gebirge, wird in der Regel jedoch nicht zum Alpenraum
gezählt. Seit der Frühgeschichte stellen Alpentäler und -pässe auch wichtige transeuropäische
Verkehrsverbindungen dar.
Inhaltsverzeichnis
Wortgeschichte
Gliederung
Zweiteilung der Alpen
Dreiteilung der Alpen
Andere Gliederungen Alpen
Gebirgszüge und Gebirgsgruppen
Ostalpen
Westalpen
Einheiten der Westalpen
Geologie
Geologische Großeinheiten
Entstehung der Alpen
Plattentektonische Abläufe
Sedimentationsgeschichte
Anhaltende Hebung und Ausformung
Gesteinsabhängige Oberflächenformen
Klima
Digitales Geländemodell der Alpen
Merkmale
Klimaregionen
Folgen der globalen Erwärmung in den
Alpen
Auftauen des Permafrosts, höhere
Niederschlagsmengen
Rolle für den Wasserhaushalt
Verlust der Artenvielfalt
Biogeografie
Flora
Montane Stufe
Subalpine Stufe
Alpine Stufe
Nivale Stufe
Satellitenaufnahme der Alpen
Fauna
Der Alpenraum im Europa der Regionen Höchster Mont Blanc (4805,59 m)
Gipfel
Besiedlung und Verkehr
Siedlungsräume Lage Frankreich, Monaco, Italien,
Schweiz, Liechtenstein,
Stadtflucht und Landflucht Deutschland, Österreich, Slowenien
Städte
Region in Europa
Transitverkehr
Industrialisierung und Eisenbahn Koordinaten, 47° N, 10° O (796589 / 153063)
(CH)
Frühere Passstaaten
Typ Decken-/Faltengebirge
Kulturgeschichte
Alter des 290–35 Mio. Jahre, stellenweise
Berglandwirtschaft Gesteins deutlich älter (Protolithe bis ca. 1.750
Kultur- und Sprachgruppen Mio. Jahre)
Brauchtum Fläche 200.000 km²
Alpenmythos
Tourismus
Tourismusgeschichte
Nutzen und Gefahren
Kulturgeographische Entwicklung
Literatur
Allgemein
Schwerpunktthemen
Ältere Literatur
Medien
Weblinks
Einzelnachweise
Wortgeschichte
Die Alpen werden in der Literatur erst relativ spät als
Gebirge benannt. Erst Hannibals Zug durch die Alpen
im Jahr 218 v. Chr. brachte sie zur Kenntnis. Eine klare Mont Blanc, mit 4805 m der höchste Berg der
Definition gibt Polybios ( † um 120 v. Chr.), der Alpen
zuverlässige Angaben zu Alpenpässen macht.[5] Die
Bezeichnungen Alpeis (Singular) und Alpēs (Plural)
treten ca. 150 n. Chr. in der griechisch geschriebenen
Geographie des Ptolemäus auf (z. B. Alpes Poeninae /
Summo Poenius für Grosser St. Bernhard; siehe auch
Peutingersche Tafel). Isidor von Sevilla bestätigt in
Etymologiarum sive originum libri XX, dass die
römischen Eroberer das Wort mit der Bedeutung
‚hoher Berg, Hochweide‘ von der ligurisch-keltischen
Gebirgsbevölkerung übernommen haben. Gemäß der
modernen Sprachwissenschaft geht das Wort Alp auf
ein vorindogermanisches Wort zurück, als dessen
Bedeutung „(hoher) Berg“ vermutet wird. Die spätere
Wortentwicklung wurde womöglich durch eine
Anlehnung an lateinisch alba „weiß“ beeinflusst.[6][7] Die Alpen mit den Grenzen der Staaten
Gliederung
Versuche zur Gliederung der Alpen wurden seit
Jahrhunderten auf verschiedenen Grundlagen
unternommen.[8][9][10] Grundlage solcher
Gliederungen sind kulturelle und humangeografische
Merkmale oder natürliche Bestandteile und Strukturen
wie Orografie, Geomorphologie, Geologie,
Hydrologie, Klima oder Flora und Fauna. Diese
Gliederungssysteme haben zu kleinräumigen
Gliederungen geführt, die in ihrer Vielfalt kaum zu
überblicken sind und zahlreiche, lokal und regional
Eine von vielen Möglichkeiten, die Alpen in
unterschiedliche Bezeichnungen umfassen, die sich
Gebirgsgruppen aufzuteilen.
zum Teil überschneiden und widersprechen.
Andere Gliederungen
Genauso vielfältig sind die Gliederungen, die auf Klima, Vegetation
oder die Besiedelung der Alpen eingehen:
Erste italienische und französische,
von außen nach innen drei Regionen: Alpenvorland, dreiteilige Aufteilung der Alpen von
Voralpen und inneralpine Region 1924
die topografische Grobgliederung in mittelgebirgige
Randzonen und die Hochalpen mit Gipfelhöhen über
1500 m
die biogeografisch definierten Höhengürtel der Alpen: die
alpinen Tallagen einschließlich der Hügellandstufe (bis etwa
700–900 m), die Gebirgsstufe bis zur oberen Waldgrenze
(1500–2000 m), die Hochgebirgsstufe oder Alpinstufe bis zur
Schneegrenze (2000–3100 m) und darüber in die Nivalstufe
mit den Gletscherregionen.
Typische Bergformen der großen Alpenteile
36 Abschnitte der zweiteiligen
Einteilung nach SOIUSA, 2005
Nördliche Ostalpen Zentrale Ostalpen Südliche Ostalpen Nordöstliche
(Nordalpen): (Zentralalpen): (Südalpen): Triglav Westalpen
Karwendel-Hauptkette Großvenediger (Zentralalpen): Eiger,
Mönch, Jungfrau
Ostalpen
→ Hauptartikel: Ostalpen
Die Ostalpen erstrecken sich von schweizerischem Gebiet über ganz
Österreich (von Vorarlberg bis zum Burgenland) und italienische
Alpenprovinzen (von der Provinz Sondrio über das Trentino und
Südtirol bis Friaul) bis nach Slowenien. Die Alpengebiete Deutschlands
und das Staatsgebiet Liechtensteins gehören zu den Ostalpen. Höchster
Gipfel und ihr einziger Viertausender ist der Piz Bernina (4049 m) im
Schweizer Kanton Graubünden.
Luftaufnahme der westlichen
Nordalpen, im Hintergrund der
Sie werden durch die großen Längstalfurchen in drei Einheiten zerlegt:
Westen der Zentralen Ostalpen
Westalpen
→ Hauptartikel: Westalpen
Die Westalpen sind der Teil der Alpen, der westlich der Linie Bodensee – Rhein – Splügenpass – Comer See
liegt. Sie schließen nördlich des Golfs von Genua an den Apennin an und umfassen in weitem Bogen nach
Westen die Po-Ebene.
Monaco
Frankreich. Höchster Berg Frankreichs und der Alpen ist der Mont Blanc (4805 m).
Italien. Als höchster Berg Italiens gilt gemeinhin der Mont Blanc de Courmayeur (4748 m), ein
Nebengipfel des Mont Blanc. Aus italienischer Sicht verläuft die Grenze allerdings über den
Hauptgipfel (vgl. Grenzverlauf auf dem Mont Blanc).
Schweiz. Höchster Berg der Schweiz ist die Dufourspitze (4634 m) im Monte-Rosa-Massiv der
Walliser Alpen.
Die Westalpen sind höher als die Ostalpen; ihre zentrale Kette ist kürzer und stark gebogen. In den Westalpen
gibt es 81 Viertausender (laut Definition der UIAA). Hier finden sich auch die höchsten Pässe der Alpen. Der
Col de l’Iseran in Savoyen ist mit 2764 m der höchste Alpenpass.
In der Schweiz werden die im Landesgebiet liegenden Alpen auch in Alpennordflanke, westliche und östliche
Zentralalpen sowie die im Tessin liegenden Südalpen unterteilt (→ Schweizer Alpen).
Geologie
Die Alpen sind ein geologisch junges Faltengebirge mit entsprechend charakteristischem Deckenbau.[3]
Geologische Großeinheiten
Im Laufe der geologischen Erforschung hat sich eine Einteilung der Alpen in mehrere Großeinheiten
eingebürgert, welche sich durch jeweils eigene Gesteinsabfolgen und Herkunftsgebiete auszeichnen. Von
Norden nach Süden werden folgende Einheiten unterschieden:
Das Helvetikum (in der Karte ) ist vor allem im Westalpenbogen aufgeschlossen. An der
Nordgrenze der Ostalpen sind Gesteine des Helvetikums nur in schmalen und begrenzten
Vorkommen zu finden.
Das Penninikum ( ) ist in den Westalpen weit verbreitet. In den Ostalpen tritt es nur
räumlich begrenzt in tektonischen Fenstern (z. B. Engadiner Fenster, Tauernfenster ) und als
schmaler Streifen (Flyschzone), nördlich der Nördlichen Kalkalpen, zu Tage.
Das Ostalpin (Austroalpin ) bildet, wie der Name verrät, den überwiegenden Teil des
östlichen Alpenbogens. Es gliedert sich in das nur an einigen Stellen zutage tretende
Unterostalpin mit u. a. Teilen der Zentralalpen und das flächenanteilig dominierende
Oberostalpin mit u. a. den Nördlichen Kalkalpen, der Grauwackenzone und dem Drauzug. Das
Kristallin des Zentralalpins, ebenfalls dem Oberostalpin zugerechnet, wird durch die
Grauwackenzone von den Nördlichen Kalkalpen und durch die periadriatischen Naht, eine
Hauptstörung der Alpen, vom überwiegenden Teil der „Südlichen Kalkalpen“ getrennt. Im
Gegensatz zu den Westalpen enthalten die Ostalpen keine autochthonen Kristallinmassive –
das Kristallin des Ostalpins ist durchweg ortsfremd. In den Westalpen sind an verschiedenen
Stellen nur eng begrenzte Reste von ostalpinen Gesteinen aufgeschlossen (Vareser Alpen und
als Deckenreste in der Umgebung des Matterhorns).
Das Südalpin ( ) findet sich südlich der Periadriatischen Naht als Bergamasker Alpen,
Dolomiten usw. bis zu den dinarischen Decken.
Geologische Skizze der Alpen mit den Bezeichnungen der größeren Untereinheiten.
Die großen Einheiten werden in eine Vielzahl von Untereinheiten gegliedert. Die geologischen Zuordnungen
weichen mancherorts von den primär orographischen Gebirgsgruppen ab, da die großen Längstalzüge der
Alpen zwar vorrangig den Gesteinsgrenzen oder den tektonischen Bruch- und Verwerfungslinien folgen, aber
stellenweise diese Zonen auch durchschneiden.
Plattentektonische Abläufe
Im Mittelmeerraum kann die Gebirgsbildung auf die stetige Öffnung des Atlantiks zurückgeführt werden.
Dadurch wurde der afrikanische Kontinent aus Pangaea herausgebrochen und in einer Drehbewegung gegen
Europa gedrückt. Dazwischen befand sich die Adriatische Platte, die von zwei Ozeanarmen, die vom Atlantik
bis zur Tethys reichten, umschlossen wurde. Am Südrand der kontinentalen Kruste Europas entstanden die
Gesteine des Helvetikums. Südlich davon entstanden das Nord- und Mittelpenninikum im nördlichen der
beiden Meeresarme um die Adriatische Platte. Noch weiter südlich davon befand sich die Adriatische Platte mit
dem Ost- und Südalpin.
Mit der Öffnung des Nordatlantik im mittleren Dogger nach
paläomagnetischen Daten vor etwa 170 Millionen Jahren begann in der
Paratethys nördlich der adriatischen Platte die Bildung des
Südpenninikums aus ozeanischer Kruste. Zur selben Zeit fanden im
Ablagerungsbereich des Ostalpins die ersten gebirgsbildenden Prozesse
statt, die schließlich zur Stapelung der oberostalpinen Decken führten.
Während der Kreide setzte sich durch die Öffnung des Südatlantiks
(vor etwa 125 Millionen Jahren) die Subduktion und Akkretion des
Südpenninikums an das Ostalpin in Gang (Altalpidische
Gebirgsbildung oder Eoalpine Orogonese genannt). Der penninische
Ozean begann sich durch diese Prozesse wieder zu schließen.
Plattentektonische Rekonstruktion:
Ab dem Eozän vor etwa 53 Millionen Jahren führte Afrika eine direkt vor etwa 230 Mio. Jahren. Der
nordgerichtete Bewegung aus und trieb so die adriatische Platte wie spätere Alpenraum etwas links
einen Sporn in den südlichen Bereich von Europa hinein.[12] Die oberhalb der Mitte
Kollision und damit die erste große kompressive Gebirgsbildungsphase
dauerte nur etwa 5 Millionen Jahre vom Obereozän bis zum
Unteroligozän (Jungalpidische Gebirgsbildung oder pyrenäische Phase). Dabei wurde das Ost- und Südalpin
auf das Mittelpenninikum überschoben, und Bereiche verdünnter Kruste wurden unterschoben. Mit der
weiteren Kollision wurden das Nordpenninikum und schließlich das Helvetikum überfahren, bis die Struktur
des alpinen Deckengebäudes im Pliozän vollendet war. Diese Einengung führte mit Überschiebungsweiten von
mehreren hundert Kilometern zum heutigen Deckenbau der Alpen. Im Maximum der alpidischen Orogenese
wuchs das Gebirge um etwa 5 mm pro Jahr in die Höhe. Sie ist auch heute noch nicht zum Stillstand
gekommen, da die Kontinentalplatten sich weiterhin mit etwa 5 cm pro Jahr aufeinander zubewegen.
Sedimentationsgeschichte
Im Paläozoikum entstand durch die Bildung von Pangaea ein gefalteter
Sockel aus Graniten, Gneisen und anderen Gesteinsarten; zum Teil
wurden diese in den Alpenfaltungen später wieder mit in die
gebirgsbildenden Prozesse einbezogen. Seit der Trias brach der
Superkontinent auseinander, und an den Kontinentalrändern der
Adriatischen Platte im Süden und der europäischen Platte im Norden
begann eine marine Sedimentation. In der Untertrias entstanden im
Ablagerungsraum der Ostalpen am Nord- und Ostrand der Adriatischen Gebankter Dachsteinkalk des
Platte salzführende Schichten (Werfener Schichten), die auf arides Ramesch, Warscheneckgruppe
Klima schließen lassen. Im weiteren Verlauf der Trias lagerten sich hier
die Kalksteine der ostalpinen Decken ab (Alpine Trias), die im
Wesentlichen die heutigen Kalkalpen ausmachen. Im Gebiet der späteren helvetischen Decken wurden am
Südrand der europäischen Platte in dieser Zeit vor allem Sand- und Tonsteine abgelagert (Germanische Trias).
In der Jura- und Kreidezeit kamen im Raum der Tethys an den Rändern des europäischen Kontinents und der
Adriatischen Platte vielfach Kalke und Dolomite zur Ablagerung. In den sich dazwischen bildenden
Meeresräumen kam es zur Bildung von tonigen Tiefseesedimenten, die mit untermeerischem Vulkanismus
vergesellschaftet waren. Die Sedimentmächtigkeiten aus dieser Zeit sind sehr unterschiedlich und wechselten
oft abrupt über kurze Entfernungen. Nach dem Beginn der Subduktion des Mittelpenninikums unter das
Ostalpin begann vor dem Akkretionskeil die Bildung von Flysch. Auf dem Rücken des nach Norden
wandernden Deckenstapels drang das „Gosaumeer“ in Becken der entstehenden Ostalpen ein und lagerte
fossilreiche Mergel und Sandsteine der Gosauschichten (Kreidezeit) ab.
Mit dem Einsetzen der Kollision mit dem europäischen Kontinent und
der darauf folgenden vollständigen Heraushebung des Gebirgskörpers
über den Meeresspiegel unterlagen Teile davon verstärkt der
Abtragung. Eine Sedimentation fand nur noch in den vorgelagerten
Randzonen statt. Hier entstanden weiterhin Flyschablagerungen
(Kreide – Alttertiär), die im weiteren Verlauf in zunehmendem Maße
vom Gebirgskörper überfahren wurden. Nach der Ausbildung eines nur
noch schmalen Randmeeres ging die Flyschsedimentation in die
Ablagerung der Molasse über, tonig-sandige Sedimente aus dem Blick nach Norden auf die schmale
Alpenkörper, die später vom Flysch randlich überschoben und zum Teil Zone der Flyschberge um den
in Faltung mit einbezogen werden. Mondsee und das Alpenvorland
Die heutige Gebirgsform erhielten die Alpen durch Erosion, vor allem durch die abtragende Tätigkeit der
Gletscher während der Glaziale des andauernden Eiszeitalters.
Das erdgeschichtlich jugendliche Alter der Alpen wird sichtbar an den schroffen Felswänden, den scharfen
Graten und an den tiefen und steilen Tälern mit unausgeglichenem Gefälle. Das Wechselspiel von Hebung und
Abtragung (durch Gletscher, Flüsse, Frost, Sonne) mit der Lagerung und Widerstandsfähigkeit der Schichten
formt bis heute die Alpen. Durch die Modellierung (modellierende Überformung) in den Kaltzeiten prägten die
Gletscher das Bild und schufen neue Oberflächenstrukturen, wie Grate und Kare durch periglaziale
Verwitterungen und Glazialerosion; nach Zurückweichen des Eises bildeten sich Seen und Endmoränen.
Gesteinsabhängige Oberflächenformen
Die Oberflächenform und andere geomorphologische Gegebenheiten
sind von den Gesteinen der jeweiligen Gebirgseinheiten abhängig. Im
Kalk entstehen Karsterscheinungen. Wasserundurchlässiger Dolomit ist
stark zertalt, mit brüchigen Felsbildungen und Schutthalden aus feinem
Grus. In den harten Gneisen und Granitgneisen bildet sich wegen der
großen Abstände der Klüftung bei der Verwitterung meist grobes
Blockwerk, das ausgedehnte Blockschutthalden bilden kann. Aufgrund
der für Granit charakteristischen Wollsackverwitterung sind an vielen
Stellen bizarre Felsbildungen zu beobachten. Karrenfelder auf der Silberen (Kanton
Schwyz)
Die Schichtenfolge der Gesteinseinheiten bedingt das Auftreten
weiterer geomorphologischer Erscheinungen. An der Basis der
mächtigen Kalkabfolgen wie etwa der der Nördlichen Kalkalpen und der helvetischen Gebirge befinden sich
oft Quellhorizonte (Karstquellen) über undurchlässigen Schiefern. Auch Bereiche mit undurchlässigen
Glimmerschiefern unter Granit und Gneis mit ihren meist großen, gut wasserdurchlässigen Spalten sind reich an
Quellen, Bächen und Karseen. Die in den Nördlichen Kalkalpen vorhandenen Salz- und Gipslager machen
sich in der Oberflächengestaltung ähnlich wie bei Kalkgesteinen durch Karstphänomene bemerkbar.
Klima
Merkmale
Die Alpen sind eine der wichtigsten Klimascheiden Europas und
trennen das atlantische Seeklima im Westen, das Kontinentalklima im
Osten und das mediterrane Klima im Süden. Das Klima und das
Wettergeschehen in den Alpen sind (auch wegen des starken Reliefs)
kleinräumig.
Besondere Winde sind der Föhn, ein warmer Fallwind (primär bei einer Südstaulage als Südföhn, seltener auch
in der anderen Richtung als Nordföhn) und der Mistral im Rhonetal.
Die direkte Sonneneinstrahlung ist wegen der geringeren Dichte der Atmosphäre in den Höhenlagen höher;
zugleich ist die diffuse Strahlung geringer. Das erhöht den Unterschied zwischen sonn- und schattseitigen
Hängen.
Klimaregionen
Die genannten Klimaprovinzen in Kursivschrift beziehen sich auf die österreichische Einteilung:
Die zentralen Alpen werden durch die unterschiedlichen Gebirgsklimate der Höhenstufen
bestimmt (Alpines Kima). Typisch sind kurze, relativ kühle Sommer und lange schneereiche
Winter. Die inneralpinen Täler und Becken (Wallis, Vinschgau, Kärnten) liegen im
Regenschatten und sind daher trocken (oft unter 800 mm pro Jahr). Im Winter stellt sich
besonders in Beckenlagen (Lungau, Klagenfurter Becken) die Temperaturumkehr ein
(Inversionswetterlage): in tiefen Lagen bilden sich durch Windstille Kaltluftseen, so dass es hier
kälter ist als in mittleren Höhenlagen.
Weite Teile der Nordalpen ähneln in ihrem thermischen Jahresgang dem angrenzenden
Flachland, mit Ausnahme der Abnahme der mittleren Jahrestemperatur (um 0,50 bis 0,65 °C je
100 m Höhenzunahme). Die Niederschlagsmaxima werden im Sommer erreicht. Die den
Westwinden ausgesetzten Randzonen der Alpen erhalten vielfach 2000 bis 3000 mm
Niederschlag pro Jahr (Mitteleuropäisches Übergangsklima).
Die südlichen Alpenteile sind vom mediterranen Klima beeinflusst. Dies führt im Vergleich zu
Mitteleuropa zu milden Wintern und heißen Sommern und zu einer Verlagerung der
Niederschlagsmaxima Richtung Frühjahr und Sommer; mit den charakteristischen, nur bei
Starkregenereignissen wasserführenden Trockenflusstälern (Torrentes der Italienischen
Tiefebene) und ausgeprägter Schluchtenbildung (Gorges Südfrankreichs, Sočatal mit 2500 m
Profil).
Der Ostrand der Alpen hat sommertrockenes kontinentales Klima (Pannonisches Klima), gegen
Süden zunehmend wieder feuchter (Illyrisches Klima)
In Gefahr sind zahlreiche Dörfer durch Felsstürze, Schutt- und Gerölllawinen, aber auch Straßen und
Wanderwege. Mit Hilfe von Schutzdämmen können Täler und Infrastruktur geschützt werden.
Unberücksichtigt bleibt bei dieser Rechnung, dass hochalpine Pflanzen sich an eine Vielzahl von Bedingungen
angepasst haben, von denen die Temperatur zwar eine offensichtliche, aber nur eine von vielen Bedingungen
ist. Ebenso zählen UV-Einstrahlung, Wind, Wassermangel, Bodenbeschaffenheit, Nahrungs- und
Lichtkonkurrenten. Insbesondere die Konkurrenzsituation spielt eine große Rolle: Die hochalpinen Pflanzen
wachsen in den meisten Fällen nicht deswegen in diesen unwirtlichen Regionen, weil sie mit besseren
Bedingungen nicht zurechtkämen, sondern weil Gebiete mit besseren Bedingungen schon von anderen
Pflanzen besetzt sind. Solange diese Konkurrenten nicht nachrücken, werden die hochalpinen Gewächse ihre
Standorte nicht freiwillig verlassen. Langfristig wird es aber zu einem Nachrücken kommen, dieser Vorgang ist
aber zum Teil an sehr langsame Prozesse (z. B. Bodenbildungsprozesse) gebunden, so dass er erst nach
Jahrhunderten und teilweise Jahrtausenden abgeschlossen sein wird.
Heute leben deswegen mehr Arten in höheren Lagen, als dies noch vor 100 Jahren der Fall war. Diesem
'Aufrücken' ist aber mit der reinen Gipfelhöhe eine Grenze gesetzt. Im Moment sind aber keine Hinweise
gegeben, dass die vorhandenen Pflanzen von den 'Aufrückern' verdrängt werden, da sie als Pioniere bei den
starken Erosionen der Berggipfel eine solide ökologische Nische besetzen.
Einige Wissenschaftler schätzen dennoch, dass ein Viertel der 400 endemischen Pflanzenarten vom Aussterben
bedroht sind, weil es letztendlich zu einer Verdrängung in den Lebensräumen kommen wird. Die
Temperaturproblematik ist allerdings nur eine, Erosion durch Tourismus und Bautätigkeiten eine weitere.
Biogeografie
Die Alpen sind ein interzonales Gebirge, sie liegen zwischen dem Zonobiom VI (Winterkalte Gebirge mit
laubwerfenden Wäldern) im Norden und dem Zonobiom IV (mediterranes Zonobiom) im Süden. Daher
unterscheiden sich die Nord- und Südseite recht stark. Hinzu kommt die stark kontinental geprägte Vegetation
der inneralpinen Täler. In den Alpen reicht die colline Höhenstufe bis etwa 400 m, die submontane Stufe von
400 bis 700 m. Neben der Exposition und der Höhenlage spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine
entscheidende Rolle für die Ausprägung der Vegetation. Hier sind vor allem verschiedene Kalk- und
Silikatstandorte zu nennen. Hinzu kommen Faktoren wie die Dauer der Schneebedeckung und die
Wasserversorgung.
In der Systematik der Biogeographischen Regionen der Europäischen Union (92/43/EEC) stellt die Alpine
Region eine eigenständige Einheit dar.
Flora
→ Hauptartikel: Alpenflora
In den Alpen haben etwa 650 Blütenpflanzenarten ihren Verbreitungsschwerpunkt, insgesamt kommen im
Alpenraum rund 4500 Arten vor.
Die Alpenflora enthält viele arktisch-alpine Elemente, etwa den Steinbrech Saxifraga aizoon. Sie sind Relikte
der ausgehenden letzten Kaltzeit, als in Mitteleuropa Tundren herrschten. Es bestehen auch Verbindungen zu
den nordasiatischen Gebirgen (beispielsweise Gentiana verna). Die Alpenflora enthält – bedingt durch die
Vergletscherung – relativ wenige endemische Arten, lediglich in den eisfrei gebliebenen Südalpen sind
Endemiten häufiger.
Auffallend ist in den Alpen der Unterschied in der
Artenzusammensetzung zwischen Kalkalpen und den silikatischen
Gesteinen. Darauf hat bereits Franz Unger 1836 hingewiesen.[15]
Ursache ist neben dem unterschiedlichen Bodenchemismus die
Tatsache, dass Kalkböden wärmer und trockener sind. Vielfach sind
Gattungen durch nahe verwandte Arten vertreten (ökologische
Vikarianz). Als Beispiel seien neben den bereits erwähnten
Rhododendren erwähnt (Kalk – Silikat): die Farne Asplenium ruta-
muraria und A. septentrionale; die Polsterpflanzen Sedum album und Glockenblumen und Hahnenfuß
S. annuum; die Polster-Segge (Carex firma) und die Krumm-Segge (C.
curvula).
Montane Stufe
In der montanen Waldstufe ergibt sich folgende Stufenfolge der
dominierenden Baumarten:
Subalpine Stufe
Die subalpine Stufe (bis etwa 1900–2200 m) bildet den Übergang (Ökoton) von der Waldstufe zur baumlosen
alpinen Stufe. Sie ist durch eine Strauchstufe gekennzeichnet. An trockenen Standorten, wie sie auf
Karbonatgestein aber auch auf Silikat-Blockwerk vorherrschen, ist dies die Latschen-Kiefer (Pinus mugo), auf
lehmigen Böden, die in Silikatgebieten großflächig auftreten, die Grün-Erle. Beide werden hier bis etwa
mannshoch. In Lawinenrinnen steigen beide Arten auch wesentlich
tiefer, da sie aufgrund ihrer Biegsamkeit den Schneedruck überstehen.
Die hochsubalpine Stufe wird vom Zwergwacholder und den beiden
Rhododendren (Almrausch) gebildet: Rhododendron hirsutum (auf
Kalk) und Rh. ferrugineum (kalkarme Böden).
Alpine Stufe
Die alpine Stufe (bis etwa 2500–3000 m), nach J. J. Wagner Hochalpen, ist eine Bergtundra, die durch
verschiedene Rasen gebildet wird, welche den Boden noch weitgehend geschlossen bedecken. Bestimmend für
die Vegetation ist besonders die „Aperzeit“, also die Zeit ohne Schneebedeckung. Weitere Faktoren sind die
Windexponiertheit (besonders die dadurch bedingte Schneefreiheit im Winter), sowie der Gesteinsuntergrund.
Bedingt durch diese Faktoren und das unruhige Relief ergibt sich ein sehr kleinräumiges Vegetations-Mosaik.
Im Bereich von Almhütten bilden sich Lägerfluren. Auf den vom Vieh gedüngten und verdichteten – und
dadurch feuchten – Stellen wachsen nährstoffliebende Hochstauden.
Charakteristisch ist die Gesellschaft an den Windkanten mit der dominierenden Gamsheide (Loiseleuria
procumbens).
Nivale Stufe
Die nivale Stufe (bzw. Region nach Oswald Heer 1838), nach Penk
(1896) auch Schnee und Eisgebirge befindet sich über der klimatischen
Schneegrenze. Pflanzen gedeihen nur dort, wo der Schnee nicht
liegenbleibt oder im Sommer frühzeitig schmilzt. Eine Vegetationsdecke
ist nur sehr kleinflächig ausgebildet, oft wachsen Pflanzen vereinzelt.
Rund 150 Blütenpflanzen-Arten steigen über 3000 m, zudem viele
Flechten. Zu den am höchsten steigenden Blütenpflanzen gehört der
Gletscher-Hahnenfuß, den Höhenrekord hält jedoch der Steinbrech
Saxifraga biflora mit 4450 m am Dom de Mischabel im Wallis. Flechten an der Weißbachlscharte,
2259 m, im Steinernen Meer
Die Firnflächen der Gletscher werden unter anderem von
Chlamydomonas nivalis, einer Grünalge, besiedelt, die den „roten
Schnee“ oder Blutschnee verursacht.
Fauna
In den unteren Lagen entspricht die Tierwelt der Alpen der des
umgebenden Flachlandes. In den Nadelwäldern finden sich etliche
Arten des borealen Nadelwaldes. Sie sind an feucht-kühle
Bedingungen gebunden, haben Europa nacheiszeitlich von Osten
wiederbesiedelt und kommen heute in Mitteleuropa nur in den
Hochlagen vor. Nur an wenigen in den pleistozänen Eiszeiten
unvergletschert gebliebenen, räumlich isolierten Refugien konnten
einige präglaziale Faunenelemente überdauern, beispielsweise Alpensteinbock
bestimmte Schnecken und Käfer.
Auch die Reptilienarten Waldeidechse und Kreuzotter – beide sind in den Alpen montan bis alpin verbreitet –
haben sich mit der Umstellung von Eiablage auf das Lebendgebären an widrige äußere Bedingungen, hier
insbesondere niedrige Temperaturen, angepasst. In der Schweiz wird die Aspisviper, eine weitere ovovivipare
Schlangenart, bis in Höhen von 3000 Metern angetroffen. In den südlichen Kalkalpen sind auch die Sandviper,
auch Europäische Hornotter genannt, und der Bergskorpion anzutreffen.
Unter den typischen Insekten der Alpen fallen beispielsweise „pelzige“ Vertreter der Hummeln auf
(Alpenhummel, Bombus alpinus), während unter den Schmetterlingen besonders dunkle Formen zu finden
sind, beispielsweise der Eismohrenfalter (Erebia pluto). Allerdings kommen auch helle Arten wie der Helle
Alpenbläuling (Plebejus orbitulus) und der Alpenapollo (Parnassius phoebus) noch in Höhenlagen von 3000
Metern vor. Vermutlich aufgrund des zahlenmäßigen Zurücktretens von Fluginsekten sowie wegen der
Windexposition sind dagegen Radnetzspinnen in höheren Regionen offenbar nicht vertreten.
Zu den wenigen Tieren der Nivalzone gehören der behaarte, schwarz gefärbte Gletscherfloh (Isotoma saltans),
ein Ur-Insekt aus der Klasse der Springschwänze und der Gletscherflinkläufer (Trechus glacialis), eine Spezies
der Laufkäfer.
→ Hauptartikel: Alpenländer
Vor dem Hintergrund des europäischen Binnenmarkts wurde seit etwa
1970 die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alpenraum
intensiviert.[17][18] 1972 wurde die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer
(Arge Alp) gegründet. 1991 wurde schließlich die Alpenkonvention Alpenregionen nach Staaten
unterzeichnet, ein internationales Übereinkommen zum Schutz der
Alpen. Auf dieses Ziel hatte die bereits 1952 gegründete Internationale
Alpenschutzkommission (CIPRA) lange hingearbeitet.
Siedlungsräume
Besiedelt und wirtschaftlich erschlossen sind in den Alpen
hauptsächlich die großen Alpentäler, insbesondere an den Achsen, die
sich für den Durchzugsverkehr eignen, sowie in den sich zu Becken
öffnenden Regionen. Daneben sind auch die Bergbauregionen Alpenrheintal vom Gebhardsberg aus
erschlossen, und seit Beginn des 20. Jahrhunderts rein touristische nach Süden. Im Vordergrund die A14
Zentren (Kurzentren, Alpinzentren). Hauptsiedlungsraum sind aber sowie Lauterach. Im zentralen
Hintergrund die Glarner Alpen.
trotzdem die Alpenrandlagen, und der Gutteil der großen Alpenstädte
liegt an den Austritten der Flüsse in die Vorländer.
Während sich Handel, Gewerbe und Industrie in diesen Hauptsiedlungsräumen konzentrieren[20], ist der
landwirtschaftliche Siedlungsraum weitläufig und dünn, und über 40 % der Alpenfläche sind überhaupt nicht
ständig oder gar nicht bewohnt, sondern dienen als Sömmerungsgebiet (Alpen/Almen der Viehzucht), sind rein
forstwirtschaftliche Region oder gänzlich unnutzbar.
Zur Siedlungsgeschichte der Alpen gehören auch Lawinenkatastrophen (z. B. 1954 in Vorarlberg) sowie
verheerende Murgänge und Überschwemmungen.
Städte
Inneralpine Städte stehen generell in einem engen Zusammenhang mit ihrer Lage an Knotenpunkten von
Verkehrssträngen, die sie mit sehr dynamischen voralpinen Ballungsräumen verbinden.[22] Die größte Stadt
innerhalb der Alpen ist das französische Grenoble, gefolgt von Innsbruck in Österreich sowie von Trient und
Bozen in Italien. In der Schweiz liegen Chur, Thun und Lugano in den Alpen. Weitere Alpenstädte in
Österreich sind Klagenfurt und Villach, sowie im Rheintal Bregenz, Dornbirn und Feldkirch. Ferner zu nennen
ist Vaduz, die Hauptstadt Liechtensteins. Die höchste Stadt der Alpen (und Europas) ist das schweizerische
Davos.
In direkter Alpenrandlage ist Wien die weitaus größte Stadt, gefolgt von Genf (Schweiz) und
Nizza (Frankreich). Weitere wichtige Städte sind – von Ost nach West – Maribor (Slowenien),
Graz (Österreich), Ljubljana (Slowenien), Udine (Italien), Salzburg (Österreich), Vicenza (Italien),
Verona (Italien), Brescia (Italien), Bergamo (Italien), St. Gallen (Schweiz), Lecco (Italien), Como (Italien),
Varese (Italien), Luzern (Schweiz), Savona (Italien), Biella (Italien), San Remo (Italien), Cuneo (Italien),
Bern (Schweiz) und Monaco.
Transitverkehr
Die Alpen sind ein vor allem ökonomisch wichtiger Transitraum und
zugleich ein natürliches Hindernis für den Verkehr zwischen Nord- und
Südeuropa. Sie können nur auf bestimmten Routen über Gebirgspässe
oder Tunnel durchquert werden. Problematisch ist insbesondere, dass
durch häufige Inversionswetterlagen sowie die Erhebungen der Alpen
der Luftaustausch unter erschwerten Bedingungen stattfindet. Damit
verweilen Schadstoffe überdurchschnittlich lang in der alpinen
Talatmosphäre.[23] Hauptpässe des Alpentransits
Eine Auswahl der wichtigsten alpenquerenden Verbindungen (Alpentransversalen, von West nach Ost, der
Hauptpass kursiv):
Siehe auch:
Frühere Passstaaten
Bäuerliche Zusammenschlüsse zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen führten im Spätmittelalter zur
Herausbildung von politischen Gebilden, die man Passstaaten nennt, weil sie sich über beide Seiten des
Alpenkammes erstreckten. Neben dem Bund von Briançon gehören die Alte Eidgenossenschaft, die Drei
Bünde, die Grafschaft Tirol und das Erzbistum Salzburg dazu. Damit sollte alpines Freiheitsdenken analog den
städtischen Freiheiten der Reichsstädte eingefordert werden. Diese Passstaaten kontrollierten durch ihre
strategische Position den Transitverkehr und verlangten von Durchreisenden Zölle.
Spätestens die Nationalstaaten des 19. Jahrhunderts trachteten jedoch danach, den aus ihrer Sicht peripheren
alpinen Raum einzubinden, so dass beispielsweise Tirol zwischen Österreich und Italien geteilt werden musste.
Die Schweiz ist der einzige der alpinen Passstaaten, der bis heute überlebt hat. Der Staatenbund der
Eidgenossenschaft wurde 1848 durch die Gründung des Bundesstaates in einen modernen Nationalstaat
überführt.
Kulturgeschichte
→ Hauptartikel: Geschichtliche Entwicklung des Alpenraums
Berglandwirtschaft
In den Alpen verdrängte die neolithische Landwirtschaft um etwa 4500 v. Chr. die Jäger und Sammler der
Mittelsteinzeit. Dichte Waldbedeckung erschwerte anfangs die Nutzung großer Weidegebiete, allmählich
entwickelte sich jedoch die Transhumanz im Alpenraum, bei der die Tiere den Sommer in der Höhe und den
Winter im Tal verbringen. Etwa gleichzeitig kam die alpine Autarkiewirtschaft mit Ackerbau und Viehzucht in
bereits gerodetem Gelände hinzu, welche ganzjährige Besiedlung ermöglichte.
Diese Autarkiewirtschaft entwickelte sich nördlich und südlich der
Alpen unterschiedlich: Während im germanischen Raum die Viehzucht
klar dominierte, war der Ackerbau im romanischen Raum gleich stark
vertreten. Dies führte zu unterschiedlichen Ernährungsweisen und
regionalen Küchen sowie Unterschieden in der Familien- und
Siedlungsstruktur.
Brauchtum
Festlichkeiten und Bräuche im Alpenraum sind tief verwurzelt in
Geschichte und Religion. Sie entstanden oft in Verbindung mit
überlieferten Dichtungen, Sagen oder Erzählungen, die sich häufig mit
Göttern und Dämonen befassten. Die Menschen wollten die
Urgewalten der Natur beschwören und sich vor Naturgefahren
schützen. Als das Christentum im Frühmittelalter in das Alpengebiet
vordrang, vermischten sich heidnische Bräuche mit christlichen Feiern.
Die verbreiteten Steinsetzungen (Steinmännchen) scheinen sowohl Steinmandl im Wilder-Kaiser-Gebiet
praktischen als auch kultischen Hintergrund zu haben. Das bäuerliche in den österreichischen Alpen
Element spielte im alpinen Brauchtum und der alpinen Volksmusik stets eine herausragende Rolle (siehe auch:
Alpsegen, Almabtrieb, Jodeln, Alpenländische Volksmusik).
Alpenmythos
Die Rezeption des Alpenraumes schwankt – wie bei allen Landschaften der Extreme – in der Moderne
zwischen zwei engverwobenen Polen, dem Mythos der Naturgewalt und der Reinheit der Natur. Was vorher
für eine unwirtliche, von grobschlächtigen Bauern und gefährlichen Drachen bewohnte Wildnis gehalten
wurde, begannen Maler, Reisende und Literaten als „Traumlandschaft“ zu schildern.
Der Bergtourismus einer zunehmend bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts stellt die Alpen auch als
Herausforderung an das Individuum dar, und der „Sieg am Berg“ wird zur Inszenierung, an der der Mensch
sich bewähren kann, und Gott näher kommt. Das Gipfelkreuz symbolisiert dieses Spannungsfeld zwischen
Ehrfurcht und Siegeswille. Darin ändert sich auch die Rezeption des Alpenbewohners, für den das zum
täglichen Brot gehört. Gerade die früher als „Alpendemokratie“ verklärte Schweiz und das „freie Land Tirol“
zehren noch heute vom Alpenmythos der frühen Romantik, auch wenn etwa Max Frisch oder Paul Flora in
ihren Werken dagegen ankämpften. In Frankreich und Italien fehlt aber die kulturelle Eigenständigkeit, hier
bleiben die Alpenprovinzen bis heute in kultureller Randlage. Das moderne Slowenien in seiner Ablösung vom
Balkan greift diese Mythen aber auf und integriert die Alpen in seine Identität als „Land der Vielfalt“.
Der Erste Weltkrieg macht weite Bereiche der Ostalpen zur Alpenfront,
aber die Verheerungen des Zweiten Weltkrieges lassen den Alpenraum
relativ geschont. Sowohl durch die mythische Verklärung des
Alpenbewohners als Kämpfer gegen Natur und Feind der Kriegs- und
Zwischenkriegsjahrzehnte, von „Berge in Flammen“ über den „Bau der
Glocknerstraße“ bis zur „Alpenfestung“, wie auch die in den
Nachkriegsjahren im Vergleich zum restlichen Europa relativ intakte
Wirtschaftslage lassen den Alpenraum vom ärmlichen und
rückständigen „Entwicklungsraum“ der Aufklärung zum Inbegriff der
Militärische Anlagen des Vallo Alpino
„heilen Welt“ werden (dargestellt etwa im Heimatfilm). in der Nähe des Kreuzbergpasses
Dieser Mythenkomplex hält ungebrochen bis heute an. Die Berge als
Verkehrshindernis sind wohlerschlossen, als Kulturraum in ein gemeinsames Europa eingebunden, als
Tourismusdestination frei verfügbar, und die Umweltschutzbewegung entdeckt den Alpenraum als
„schützenswertes Allgemeingut“. Als neue Komponente tritt aber ein Überlegenheitsgefühl des modernen
Menschen hinzu, in dem die spezifischen Unbilden einer montanen Umwelt als zu reparierendes Hindernis im
reibungslosen Funktionieren von Zivilisation beurteilt wird.
Tourismus
Die Alpen sind sehr intensiv touristisch erschlossen. Bereits im
19. Jahrhundert prägten die Engländer den Begriff von den Alpen als
„playground of Europe“. Die landschaftliche Vielfalt, kulturelle
Sehenswürdigkeiten sowie die besonderen klimatischen Verhältnisse
bieten beinahe optimale Voraussetzungen für die touristische Nutzung
der Alpen, da eine denkbar große Anzahl an touristischen Zielgruppen
(beispielsweise Erholungssuchende, Aktivurlauber, Kurtouristen, Pettneu am Arlberg
Kulturbegeisterte etc.) mit entsprechenden Angeboten bedient werden
kann.
Zermatt am Matterhorn
Tourismusgeschichte
Erste am Vergnügen beziehungsweise an Ruhm ausgerichtete Ereignisse finden in den Alpen schon Ende des
18. Jahrhunderts mit frühen Erstbesteigungen statt, die noch im Sinne eines den Landesherren verherrlichenden
Absolutismus stehen. Für die einheimische bäuerische Bevölkerung endete das Interesse an den Bergen bis
dahin bei den Vegetationsgrenzen.
Insbesondere englische Touristen haben danach im und vor allem gegen Ende des 19. Jahrhunderts den
Alpentourismus als Individualtourismus entscheidend geprägt. Bereits im 19. Jahrhundert wurden vom
Engländer Thomas Cook organisierte Massenreisen von England in die Alpen durchgeführt. Während der
ersten Jahre betraf dies die Sommersaison, doch schon 1864 wurde im Kulm-Hotel im bündnerischen St.
Moritz eine winterliche Öffnung gewagt und damit der Wintertourismus „erfunden“.[28]
Die Belle Epoque erschließt die Alpen als Erholungsraum auch für die gehobenen Schichten des Landes, und
etabliert den Begriff der Sommerfrische in den Alpen. Seit der damaligen Blütezeit der Hotels und Villen in den
Kurorten hat sich der alpine Tourismus auch auf den Winter auszubreiten begonnen. In den traditionellen
Kurorten blieb jedoch die Sommersaison noch bis in die 1970er-Jahre die Hauptsaison.
Die Nachkriegsjahrzehnte machen die Alpen zum Ziel einer urbanen Gesellschaft, erst als Erholungsraum der
Strapazen einer wirtschaftlichen Zerrüttung, dann als Freizeitkulisse, als Statussymbol gehobenen
Lebensstandards. Seit ungefähr 1965 konnte sich auch aufgrund besserer Verkehrsinfrastruktur der
Massentourismus entwickeln. Der Wintersporttourismus mit seinen Bergbahnen und Liftanlagen bekam für die
Alpenbewohner eine zunehmende Bedeutung bis hin zu reinen Retortenstädten in den Französischen Alpen.
Wanderurlaub wurde nach der Jahrtausendwende eindeutig wieder beliebter und gilt als Musterbeispiel für
ökologisch verträglichen Tourismus (sanfter Tourismus); insbesondere, wenn er in abgelegene, von
Abwanderung bedrohte Talregionen führt und dazu beiträgt, der einheimischen Bevölkerung eine
Einkommensquelle zu sichern. Solchem Tourismus dienen verschiedene Weitwanderwege, zum Beispiel die
Kulturwege Schweiz, oder gar Fernwanderwege wie der alle acht Alpenländer durchquerende Fernwanderweg
Via Alpina. Der Weg wurde aus diesem Grund 2005 aus Anlass der Förderung von nachhaltiger Entwicklung
als ein offizielles Umsetzungsprojekt der Alpenkonvention anerkannt. Der italienische Weg Grande Traversata
delle Alpi beschränkt sich im Gegensatz zu seinem Titel auf die Region Piemont. In der „Modellregion
Göschenen“ wurden in der Schweiz Konzepte für schwach erschlossene Gebiete entwickelt.[29]
Siehe auch:
Alpiner Verein
Alpines Museum der Schweiz
Alpines Museum (München)
Bündner Naturmuseum
Umweltschützer ganz Europas und auch viele Einheimische bemängeln immer öfter die Schäden, die der
Massentourismus in den Alpen hervorruft und weisen immer häufiger auf die Grenzen der touristischen
Nutzung der Alpen hin. So werden immer mehr Verkehrswege durch die Alpen gebaut und Dorfstrukturen
zugunsten der fortschreitenden Verstädterung zerstört (Beispiel: Garmisch-Partenkirchen). Hinzu kommt es
auch zu ökologischen Problemen wie Müll- und Abwasserbelastung, Verkehrsproblematik und zu „optischer
Umweltverschmutzung“ durch technische Infrastrukturen wie beispielsweise Seilbahnen. Der weitere Ausbau
der touristischen Infrastrukturen stößt bereits in vielen Alpentälern an seine Grenzen, vor allem, da durch
Naturgefahren (beispielsweise Lawinen, Muren) das Flächenangebot begrenzt ist. Einige tragische Unglücke
wie beispielsweise im tirolerischen Galtür im Februar 1999 haben diese Problematik aufgezeigt. Um den
Urlaubern entgegenzukommen, werden Hotels häufig unmittelbar vor die Skipisten gebaut. Löst sich an den
Hängen einer Skipiste eine Lawine, trifft diese die Hotels besonders hart, da die Lawinen durch das Fehlen von
Hindernissen ungebremst sind.
180°Panorama: Plattform der Seilbahnstation auf dem Mont Fort 3230 m.ü.M
Kulturgeographische Entwicklung
Mit der Industrialisierung und Modernisierung verschwinden die Alpen als ein Raum mit spezifischen
Wirtschafts-, Kultur- und Umweltformen. Die Orte werden ubiquitärer, die Landschafts-, Siedlungs-,
Wirtschafts- oder Kulturformen haben zunehmend weniger mit den Alpen zu tun. Zwar haben die Alpen den
Rückstand bei Industrialisierung und Modernisierung aufgeholt und sind damit nicht mehr wie früher noch eine
benachteiligte Großregion in Europa. Aber der Charakter der Alpen geht als solcher verloren, indem sich die
wirtschaftliche Nutzung auf kleine Gunstflächen konzentriert und gleichzeitig alle anderen Flächen entwertet,
was zum Rückzug des Menschen aus der Fläche führt. Das führt dazu, dass die Alpenstädte von räumlich
kompakten Kernstädten zu Stadtregionen wachsen, oder zu Vorstädten im Einzugsbereich der Metropolen
Wien, München, Zürich, Genf, Lyon, Marseille, Nizza, Turin, Mailand und Ljubljana werden. Neben dieser
Entwicklung hin zur Peripherie haben viele Regionen und Gemeinden einen starken Bevölkerungsrückgang
erfahren, der teils zur völligen Entsiedlung geführt hat.[30]
Literatur
Allgemein
Werner Bätzing: Die Alpen – Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft. 4.
Auflage. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-67339-9.
Jon Mathieu: Die Alpen. Raum – Kultur – Geschichte. Reclam, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-15-
011029-4.
Bernhard Edmaier, Angelika Jung-Hüttl: Kunstwerk Alpen. Bergverlag Rother, Unterhaching
2012, ISBN 978-3-7633-7060-3.
Joseph Partsch: Alpes. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
(RE). Band I,2, Stuttgart 1894, Sp. 1599–1612.
Heinz Veit: Die Alpen – Geoökologie und Landschaftsentwicklung. 2. Auflage. UTB Ulmer,
Stuttgart 2002.
Hansjörg Küster: Die Alpen. Geschichte einer Landschaft. C.H. Beck, München 2020, ISBN
978-3-406-74828-8.
Werner Bätzing: Zwischen Wildnis und Freizeitpark. Eine Streitschrift zur Zukunft der Alpen.
Rotpunktverlag, Zürich 2015, ISBN 978-3-85869-648-9
Katharina Winckler: Die Alpen im Frühmittelalter. Geschichte eines Raumes in den Jahren 500
bis 800, Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2012. (online ([Link]
500.12657/34352/[Link]?sequence=1&isAllowed=y), PDF)
Schwerpunktthemen
Jakob Anderhandt: Die Alpen West-Ost. Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat, Münster
2008, ISBN 978-3-86582-662-6 (Fernwanderführer).
Norman Backhaus, Claude Reichler, Matthias Stremlow: Alpenlandschaften – Von der
Vorstellung zur Handlung. Thematische Synthese zum Forschungsschwerpunkt I „Prozesse der
Wahrnehmung“ des Nationalen Forschungsprogramms „Landschaften und Lebensräume der
Alpen“. (= Synthesebericht NFP 48, Schweizerischer Nationalfonds). vdf-Verlag, Zürich 2007,
ISBN 978-3-7281-3119-5.
Andrea Bonoldi, Hannes Obermair: Verkehr und Infrastruktur – Trasporti e infrastrutture
(= Geschichte und Region/Storia e regione 25/2). StudienVerlag, 2017,
ISSN 1121-0303 ([Link]
Patrick Brauns: Die Berge rufen. Alpen Sprachen Mythen. Verlag Huber, Frauenfeld 2002.
(Bergnamen und Sprachen im Alpenraum)
Martina Kopf: Alpinismus – Andinismus. Gebirgslandschaften in europäischer und
lateinamerikanischer Literatur. Stuttgart: Metzler, 2016. ISBN 978-3-476-05594-1
Burkhart Lauterbach: Der Berg ruft – Alpentourismus und Kulturtransfer seit dem 18.
Jahrhundert. ([Link] In: Europäische
Geschichte Online. hrsg. vom Institut für Europäische Geschichte (Mainz), 2010. Zugriff am 14.
Juni 2012.
Uwe A. Oster: Wege über die Alpen. Von der Frühzeit bis heute. Darmstadt 2006, ISBN 3-
89678-269-X. (Verkehrsgeographie und Kulturgeschichte)
Claude Reichler: Entdeckung einer Landschaft. Reisende, Schriftsteller, Künstler und ihre
Alpen. Rotpunkt-Verlag, Zürich 2005. (Die Rezeption der Alpen in der Kunst)
Matthias Stremlow: Die Alpen aus der Untersicht. Von der Verheissung der nahen Fremde zur
Sportarena. Haupt-Verlag, Bern, 1998, ISBN 3-258-05848-2. (Alpenmythos und Tourismus)
Roland Walter: Geologie von Mitteleuropa. Begründet von Paul Dorn. 6. Auflage. Schweizerbart,
Stuttgart 1998, ISBN 3-510-65167-7.
siehe auch Literatur der Hauptartikel: Alpenflora
Die Alpen – Natur- und Kulturraum im Blickpunkt Europas. Schwerpunkt in der Zeitschrift
Geowissenschaften. Heft 5/6, 12. Jahrgang, 1994. 10 Artikel, Auswahl:
Helmut Heuberger: Die Stellung der Alpen in der Eiszeitforschung.
doi:10.2312/geowissenschaften.1994.12.144
Klaus Aerni: Historische Verkehrswege in den Schweizer Alpen.
doi:10.2312/geowissenschaften.1994.12.159
Helmuth Barnick: Der Tourismus in den Alpen. doi:10.2312/geowissenschaften.1994.12.170
Ältere Literatur
Albrecht von Haller: Die Alpen. Gedicht von 1729 – über die Alpen und ihre Bewohner.
Eugen von Hartwig: Briefe aus und über Tirol geschrieben in den Jahren 1843 bis 1845.
Duncker & Humblot, Berlin 1846. Google Books, online ([Link]
hnjnem;view=1up;seq=7)
Fritz Machatschek: Die Alpen. 3. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Leipzig 1929.
Medien
Messners Alpen (2006–2007), TV-Dokumentation über den alpinen Lebensraum in drei Teilen
(3 × 52 Min.). Erstausstrahlung: 30. und 31. Dezember 2007 und 1. Januar 2008. Buch: Herbert
Habersack, Hartmut Schwenk. Regie: Herbert Habersack. Schwenk Film, SWR/ARD, France 5,
S4C, WEGA Film.[31]
Die Alpen – das hohe Herz Europas. Komplett-Media (Januar 2015), ISBN 978-3-8312-8158-9,
© Eine Produktion der Vidicom Media GmbH, Peter Bardehle in Zusammenarbeit mit ARTE,
SWR, BR, ZDF, NDR. Gefördert durch den FFF Bayern, Cine Styria, Cine Tirol, Land Salzburg,
BLS Südtirol Alto Adige
Mit offenen Karten: Die Alpen – Ein europäisches Gebirge ([Link]
-011-A/mit-offenen-karten/) in der Arte-Mediathek (13 Min.), abrufbar bis 10. März 2028
Weblinks
Commons: Alpen ([Link] – Sammlung von
Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Alpen – Reiseführer
Wiktionary: Alpen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Alpen – Zitate
Wikisource: Alpen – Quellen und Volltexte
Literatur von und über Alpen ([Link]
1328-5) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Jean-François Bergier: Alpen. ([Link] In: Historisches
Lexikon der Schweiz.
Geologisches Portrait – Die Alpen ([Link]
hes%20Portrait/Alpen) im Mineralienatlas Wiki
[Link], Das Erste, W wie Wissen, 2. August 2017: TV-Doku: Fossilien in den Alpen:
Das Urmeer Tethys ([Link]
Urmeer-Tethy/Das-Erste/Video?bcastId=427262&documentId=45628750)
[Link] ([Link] (Internationale Alpenschutzkommission CIPRA)
[Link]: Die Alpen bröckeln ([Link]
16. Oktober 2019
Verba Alpina ([Link] Website der Universität
München zu den Dialekten in den Alpen
Einzelnachweise
1. Eintrag zu Alpen ([Link] im Austria-Forum (im AEIOU-
Österreich-Lexikon)
2. Fläche der Alpen: 220.000 km² nach AEIOU (Austria-Forum) ([Link]
Alpen), 190.912 km² nach CIPRA ([Link]
3. Entstehung der Ostalpen ([Link]
yAustria/entstehung_der_alpen.htm) Geologische Bundesanstalt Wien (archivierte Webseite)
4. Die Alpen. ([Link] Internationale
Alpenschutzkommission CIPRA.
5. O. Cuntz: Die Geographie des Ptolemäus. Berlin 1923.
6. Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 22. Auflage. Völlig neu
bearbeitet von Elmar Seebold. De Gruyter, Berlin / New York 1989, S. 21.
7. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. dtv, München 2005, ISBN 3-423-
32511-9, S. 30.
8. Bernard Debarbieux: Différenciation et désignation géographique des objets alpins: six
manières de faire ([Link] Revue de
Géographie Alpine, Heft 4/2001, S. 43–65.
9. Werner Bätzing: Kleines Alpen-Lexikon: Umwelt, Wirtschaft, Kultur (= Beck’sche Reihe.
Band 1205). C. H. Beck, 1997, ISBN 3-406-42005-2, S. 77–79.
10. Werner Bätzing: Die Alpen: Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft.
[Link], 2003, ISBN 3-406-50185-0, Anmerkung zur Vorsatzkarte «Gratstrukturen und
Wasserläufe der Alpen», S. 403 ff. (eingeschränkte Vorschau ([Link]
V4QzJp6WDDgC&pg=PA403#v=onepage) in der Google-Buchsuche).
11. SOIUSA – Suddivisione orografica internazionale unificata del Sistema Alpino, Marazzi 2004. (h
ttp://[Link]/it/soiusa/[Link]) Abgerufen am 17. Januar 2007.
12. Vor 14 Millionen Jahren – die Alpen erheben sich aus dem Urmeer Paratethys ([Link]
[Link]/[Link]), C. R. Scotese: Paleomap Project.
13. Claudia Hoffmann: Weniger Schnee: Erste alpenweite Analyse von Schneehöhendaten. (https://
[Link]/de/newsseiten/03/weniger-schnee-erste-alpenweite-analyse-von-schneehoehenda
[Link]) Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, 18. März 2021,
abgerufen am 18. März 2021.
14. siehe auch [Link]: Folgen des Klimawandels für den Tourismus in den
deutschen Alpen- und Mittelgebirgsregionen und Küstenregionen sowie auf den Badetourismus
und flussbegleitende Tourismusformen ([Link]
ien/479/publikationen/texte_117-2021_folgen_des_klimawandels_fuer_den_tourismus_in_deut
schland_0.pdf) (2021, pdf, 12 MB)
15. Franz Unger: Über den Einfluss des Bodens auf die Vertheilung der Gewächse, nachgewiesen
in der Vegetation des nordöstlichen Tirols. Rohrmann und Schweigerd, Wien 1836.
16. Christoph Zürcher: Kasthofer, Karl Albrecht. ([Link] In:
Historisches Lexikon der Schweiz.
17. Hans Köchler (Hrsg.): Die europäische Aufgabe der Alpenregion. Dokumentation eines
internationalen Symposions (Innsbruck, 2. und 3. Juni 1971). (= Veröffentlichungen der
Arbeitsgemeinschaft für Wissenschaft und Politik an der Universität Innsbruck. Band 1).
Innsbruck 1972.
18. Hans Köchler (Hrsg.): Transnationale Zusammenarbeit in der Alpenregion. (=
Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft für Wissenschaft und Politik. Band 2). Innsbruck
1973.
19. Was ist das Alpenraumprogramm ([Link]
[Link]/das-alpenraumprogramm/alpenraumprogramm/was-ist-das-alpenraumprogramm
-) (Memento vom 11. Juli 2020 im Internet Archive) [Link], abgerufen am 7. November
2023
20. Wohnen in den Alpen – Geschichte und Ausblick ([Link]
[Link]) Abgerufen am 25. April 2018.
21. Werner Bätzing: Die aktuellen Veränderungen von Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und
Bevölkerung in den Alpen. Im Auftrag des Umweltbundesamtes, gefördert durch das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin 2002 (Webdokument
([Link] PDF,
4,7 MB, auf Mediendatenbank, [Link]).
22. Manfred Perlik: Alpenstädte: Zwischen Metropolisation und neuer Eigenständigkeit. Bern 2001.
23. Flavio V. Ruffini, Thomas Streifeneder: Die Alpen: eine Region – viele Realitäten. In:
Geographische Rundschau. Nr. 3/2008, 2008, S. 56 f.
24. Omnes Viae ([Link] antiker Online-„Routenplaner“.
25. Martin Kluger: Die Fugger in Augsburg. S. 13, ISBN 978-3-939645-63-4. Leseprobe ([Link]
[Link]/tl_files/context_mv/buecher/leseprobe/context-verlag_die-fugger-in-augsburg_les
eprobe%20(2013).pdf) (PDF, 1 MB).
26. Alpentransitbörse ist praxistauglich. ([Link]
[Link]) In: [Link]. Bundesamt für Raumentwicklung, 3. Mai 2007,
abgerufen am 7. November 2023.
27. Das ultimative Alpenland – Outdoor Studie. ([Link]
alps/) In: Keller Sports. Abgerufen am 24. November 2021.
28. Geschichte des Kulm Hotel St. Moritz ([Link] [Link]
29. Modellregion Göschenen ([Link]
[Link]
30. Werner Bätzing: Die Alpen – Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft.
München 2015, S. 348 ff.
31. Filminfo zu Messners Alpen ([Link]
[Link]
Diese Seite wurde zuletzt am 19. Februar 2024 um 05:51 Uhr bearbeitet.
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