1. Kommunizieren 8.
Ruhen und Schlafen
2. Sich bewegen 9. Sich beschäftigen
3. Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten 10. Sich als Mann oder Frau fühlen und verhalten
4. Sich Pflegen 11. Für eine sichere Umgebung sorgen
5. Essen und Trinken 12. Soziale Bereiche des Lebens sichern
6. Ausscheiden 13. Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens
7. Sich kleiden umgehen
5. AEDL: “Essen und trinken”
Man unterstützt die Bewohner/ Klienten/ Patienten bei ihren individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten in bezug auf
Essen und Trinken. Beim Essen beachtet man die Menge der Nahrungsaufnahme, den Appetit und das
Geschmacksempfinden des pflegebedürftigen Menschen, sowie die Art der Nahrungszubereitung (passierte Kost),
Diäten, Sondenkost, parenterale Ernährung). Beim Trinken beachtet man, wie Flüssigkeiten aufgenommen werden und
wie groß die Trinkmenge ist, die der pflegebedürftige Mensch zu sich nimmt. Auch die Zähne spielen in diesem
Zusammenhang eine Rolle (Zahnstatus, Situation des Zahnfleisches, Zustand der Zahnprothesen). Das Kauen und
Schlucken (Lippenschluß, Speichelfluß, Mundboden -, Zungen-, Wangenmuskulatur, Gaumensegel, Zäpfchen) und die
Koordination von Kauen und Schlucken sind zu ebenso berücksichtigen wie die Verträglichkeit von Speisen und
Getränken (Übelkeit, Erbrechen).
6. AEDL: “Ausscheiden”
Hier steht die Förderung von Kontinenz im Mittelpunkt. Ferner werden Pflegehilfen zur Bewältigung individueller
Inkontinenzprobleme gegeben. Bei der Urinausscheidung geht es um Menge, Rhythmus, Inkontinenz,
Miktionsstörungen, Harnverhalten, Harnwegsinfektionen usw., bei Stuhlausscheidung ebenfalls um Menge, Rhythmus,
Inkontinenz sowie um Obstipation, Diarrhöen.
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5. Essen und trinken (Fokus Kapitel 2)
Vorlieben
1. Ihre Vorlieben beim Essen und Trinken sind Kartoffeln mir Schnitzel, dagegen lehnt sie kalten Kaffe oder
Kräutertee ab.
2. Die Lieblingsspeisen von Frau/Herr ... sind …, … und …, dagegen lehnt sie/er feste Speisen ab, da sie/er unter
Schluckstörungen leidet.
3. Sie trinkt drei Tassen Kaffee am Tag und nimmt ihre Mahlzeiten gern / nicht gern in Gemeinschaft ein.
4. Sie/Er mag auch keinen Kaffee.
5. Sie ist daran gewöhnt, früh am Morgen / spät am Morgen… zu frühstücken, und nimmt für gewöhnlich drei
Hauptmahlzeiten pro Tag ein.
6. Wegen ihrer/seiner eingeschränkten Mobilität wünscht sie/er nicht in Gemeinschaft zu speisen. Für gewöhnlich
nimmt sie/er ihr Frühstück eher spät ein.
7. Schonkost oder Sonderernährung sind nicht notwendig.
8. Ihre drei Mahlzeiten am Tag sind mundgerecht zuzubereiten und ihr/ihm in breiiger Form zu reichen.
9. Diese nimmt sie/er nach Wunsch ein, da sie nur der Unterstützung der Sondenernährung dienen, die vom
Pflegepersonal vollständig übernommen wird.
Besonderheiten, Unterstützung
10. Im Bezug auf die Flüssigkeitsaufnahme ist darauf zu achten, dass Frau/Herr ... ausreichend Wasser aufnimmt,
da sie/er die Notwendigkeit der Wasseraufnahme nicht einsieht. Eine Flasche Wasser und ein gefülltes Glas
sollten immer auf ihrem Nachttisch griffbereit stehen.
11. Da sie nur etwa einen viertel Liter Flüssigkeit zu sich nimmt, muss ihre Flüssigkeitsaufnahme sichergestellt
werden. Eine vollständige Übernahme ist erforderlich.
12. Die Getränke und Gläser sollten immer in Reichweite stehen und die Pflegekräfte des weiteren in regelmäßigen
Abständen Getränke anbieten. Auch ein Trinkprotokoll ist zu führen.
13. Beim Essen braucht sie/er Teilübernahme, da sie/er sehr langsam isst. Das heisst, es sollte ihr/sein Essen in
mundgerechte Stücke geschnitten werden und falls nötig auch das Essen gereicht werden.
14. Der Bewohner / die Bewohnerin nimmt nur 500 ml Wasser täglich zu sich, insofern kann es zu einer Exskkose
kommen, wenn er/sie nicht genug Flüssigkeit zu sich nimmt. Deshalb ist es wichtig, dass die Pflegekräfte ihm/
ihr regelmäßig etwas zu trinken anbieten und ihn/sie beim Trinken unterstützen(, etwa mit Schnabeltasse oder
mit Strohhalm).
15. Es sollte auch ein Trinkprotokoll geführt werden, um die tägliche Trinkmenge zu dokumentieren.
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6. Ausscheiden
16. Bezüglich des Themas Ausscheiden ist zu sagen, Frau/Herr ... keine festen Toilettenzeiten hat.
17. Bezüglich des Themas Ausscheiden ist zu sagen, Frau/Herr ... keine die Toilette regelmäßig aufsucht.
18. Allerdings benötigt sie Hilfe beim Toilettengang. Sie ist zeitweise urininkontinent, nimmt zwar keine
Medikamente aber benutzt Vorlagen.
19. Da ihr ein künstlicher Darmausgang gelegt wurde, kann sie die Toilette nicht selbstständig benutzen und
braucht Teilübernahme.
20. Generell ist auf das Infektionsrisiko durch die Inkontinenz und den Anus praeter zu achten.
21. Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass wegen der mangelnden Beweglichkeit beim Wechseln der Vorlagen
Teilübernahme erforderlich ist.