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Schumann Pno

Das Dokument behandelt Robert Schumanns Werk 'Märchenerzählungen', bestehend aus vier Stücken für Klarinette, Viola und Klavier, op. 132. Es wird auf die romantische Kunstauffassung eingegangen, die Schumann bei der Komposition beeinflusste, sowie auf die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung des Werkes. Die Neuausgabe der 'Märchenerzählungen' wird als authentisch und nach über 100 Jahren erstmals in korrekter Form präsentiert.

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Schumann Pno

Das Dokument behandelt Robert Schumanns Werk 'Märchenerzählungen', bestehend aus vier Stücken für Klarinette, Viola und Klavier, op. 132. Es wird auf die romantische Kunstauffassung eingegangen, die Schumann bei der Komposition beeinflusste, sowie auf die Entstehungsgeschichte und die Bedeutung des Werkes. Die Neuausgabe der 'Märchenerzählungen' wird als authentisch und nach über 100 Jahren erstmals in korrekter Form präsentiert.

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SCHUMANN

Robert
Schumann

·Mãrchenerzãhlungen
Vier Stücke
für Klarinette (Violine),
Viola und Klavier
op. 132

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BREITKOPF & HÃRTEL


Kammermusik--Bibliothek
2251
ROBERT SCHUMANN
(1810-1856)

Mãrchenerzãhlungen
Vier Stücke
für Klarinette (Violine), Viola und Klavier
Four Pieces
for Clarinet (Violin), Viola and Piano

op. 132

herausgegeben von / edited by


Joachim Draheim

li<' [Link]
BIBLIOTECA
DATA 1e:cfl - Ol.' O l-
REGISTO "½ A:to .
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BREITKOPF & HÃRTEL


i
WIESBADEN · LEIPZIG · PARIS

Kammermusik-Bibliothek 2251
Printed in Germany
Vorwort
.eh Schumann brieflich an loseph Joachim, der
.Das Mdrchen ist gleichsam der Kanon der Poesie - alies Poetische spáter wan dte SI . - k k
mufi marchenhaftsein. DerDichterbetetden Zufa/1 an . .. Ein Mãrchen
.
an seme ir
w· kungsstátte am Hof m Hannover zuruc ge ehrt
. • r. ,. b · - ,.
. h ar fieiªig in der /etzten [Link]; 1cri ria e vier rnarcnen-
ist eigentlich wie ein Traumbild - ohne Zusamrnenhang - Ein war· Auch 1c w JJ • .r. d' d
. · • . k 1,; Clan·nette ViolaundClav,ergemai..r,t. 1e [Link]-
art1geStuc
Ensernble wunderbarerDinge und Begebenheiten-z. B. eine rnusi- e, .. r · . ,. . ,. . ,._
,. H ,, und Staats-Omcertme1ster serinsucnt1g ernurren, um
kalische Fantasie -die harmonischen Folgen einer Ãolsharfe-die nóverscnen o,-
Natur selbst. . .. Das Mãrchen ist ganz musikalisch ." Ob gehórt zu werden.· k
r I denWochenwurdedasneueWer ,[Link]-
Robert Schumann diese Sãtze aus den .Fragmenten· von ln denio gen • hn •
.k chi·ms der auch ein ausgeze1c eter BratschJSt
Novalis gekannt hat, mu~ offenbleiben. Doch mõgen ãhnliche wir ung Ioa , . eh
. priva tem Kreise mIt Clara S . umann am Kla-
Gedanken romantischer Kunstauffassung ihn zur Wahl des war, mehrm ais m bo Sch
. , führt schon am 3 November t
Titels .Mãhrdtenerzãhlungen· (im Haushaltbuch auch .Mãhrchen· vier aUtge · •
zusammen mit Werken von Brahm_s. sem~m Ce o onzert (op.
n kumann es
und .Mãhrchenphantasieen· genannt) für seine .Vier Stücke {ür
Clarinette (ad libitum Vio/ine), Viola und Pianoforte' op. 132 ange- 129) und dem .Kinderball" für K1av1~r ~u VJer H~nden (op.130)
regt haben. Schon 1852 hatte er .Vier Stücke {ür Pianoforte und " Breitkopf & Hãrtel in Le1pz1g an: .Beifolgend erhalten
dem ver1ag
,. . . es Neue von mir. was S1e v1e. lie1i.._,.t t'· . d
. .
Viola" op. 113 ais .Mahrdten-Bilder' verõffentlicht und damit auf S,e aucri e1111g · ..r1 anmu _nen w1~ . Es.
einen Grundsatz romantischen Denkens verwiesen, den er . d . t ns fro·hl,·che, rnit guter Lust geschnebene Stucke . . . D1e
s111 me,se . . ..
etwa 20 Jahre zuvor selbst so formulierte: •. .. dern Ma ler wird Zusarnmenstellung der Instrumente in den ,Marchene~hlungen zst
das Gedicht zurn Bild, der Musiker setzt die Gernãlde in Tóne um von ganz eigenthümlicher Wirkung.' Der Verlag akzeptJerte sofort,
[Link]. - Die ÃstheHk der einen Kunst ist die der andem; nur das d Bsie bereits Mitte Februar 1854, kurz vor dem Ausbruch
Material ist verschieden. [Link].' Die Kritik eines auch sonst so Schaumanns Krankheit, erscheinen [Link] .Mãrchen-
von .• .1--h ftl' .r. . •
unverstãndigen Rezensenten, der offenbar Programmusik erzãhlungen· sind .Albert Dietrich freur= a lw zugee1gnet_ .
erwartet hatte, in der .Neuen Berliner Musikzeitung· vom Dieser begabte junge Komponist (1829-1908) ~erkehrte ~e1t
23. August 1854 (S. 266) zielte somit vollkommen ins Leere: 1851 im Hause Schumanns in Dússeldorfund weilteauchwãh-
.Dem Titel nach rnuss vorausgesetzt werden, dass der Cornponist in die- rend dessen schwerer Erkrankung in seiner unmittelbaren
sen Fantasiestücken musikalische Bilder über verschiedene Mãhrchen Nãhe, 50 daj3 er viele Jahre spãter einen erschúttemden
hat geben wollen, und es hãtte dernnacli zu nãherer Würdigung und Bericht über diese Tage geben konnte. 1Dietrich wirkte 1855-
Verstãndigung notliwendiger Weise eine Andeutung gegeben werden 1861 ais Dirigent in Bonn und 1861-1890 ais Hofkapellmeister in
rnüssen, welcher Mãlirchenstoff jedem Stück zum Grunde liegen sol/. Oldenburg, zuletzt ais Kompositionslehrer in Berlin, und war
Eine solche Andeutung fehlt aber gãnzlich, und es kõnnte eben so gut auch ein enger Freund von Brahms. Obwohl er nicht eigentlich
anzunehrnen sein, dass der Cornponist seinem Werke nur einen etwas ais Schumanns Schüler bezeichnet werden kann, wurde er
ungewõhnlichen Titel habe geben wollen.· doch durch den freundschaftlichen Umgang mit diesem sehr
Mõglicherweise nach dem Vorbild von Mozarts .Kegelstatt- nachhaltig geprãgt, was sich in seinem umfangreichen, noch
Trio" (KV 498, 1786) für Klavier, Klarinette und Viola, das er kaum erforschten Schaffen (2 Opem, Chor- und Orchester-
gekannt haben muj3, faj3te Schumann den (in einem Notiz- werke, Kammermusik, Lieder und Klavierstücke) widerspie-
buch festgehaltenen) Plan, .Rornanzen f. Clarinette, Bratsche u. gelt Da~ er dabei kein blo~er Epigone blieb, zeigt bereits sein
Clavier' zu schreiben und damit die Reihe seiner Werke für gewichtiger Beitrag, der erste Satz, zu der mit Schumann und
ein Blas- oder Streichinstrument und Klavier (Adagio und Brahms gemeinsam komponierten und Joseph Joachim
Allegro op. 70 für Horn, Fantasiestücke op. 73 für Klarinette, gewidmeten .FAE-Sonate•für Violine und [Link] persõn-
Romanzen op. 94 für Oboe, .Stücke im Volkston· op. 102 für liche Widmungsexemplar der .Mãrchenerzãhlungen· trug -
Violoncello und .Mãrchenbilder" op. 113 für Viola) durch eine sieben Tage vor Schumanns Selbstmordversuch - die bewe-
klanglich besonders reizvolle Duokombination zu ergãnzen. gende Aufschrift von der Hand des Komponisten: ,An Albert
ln einer Phase schõpferischer Euphorie nach den inspirie- Dietrich/ zu langer Erinnerung/ Düsseldorf arn 20. Februar 1853
renden Begegnungen mit zwei genialen jungen Musikem, lrecte: 18541/(einem guten [Link])'.
dem Geiger Joseph Joachim und dem Pianisten Johannes Bei mehrteiligen Werken begnügte sich Schumann niemals
Brahms, begann er in Düsseldorf am 9. Oktober 1853 (gleich- mit der bloBen Aneinanderreihung von Einzelstücken, son-
zeitig mit dem berühmten Aufsatz .Neue Bahnen·, durch den dem disponierte fast immer ebenso streng wie phantasie-
er Brahms ais den kommenden Meister in die Musikwelt ein- voll und ohne demonstrative Gestik Zyklen von genau und
führte) mit der Komposition der vier Stücke und beendete sie ausgewogen kalkulierten Proportionen. Auch in den .Mãr-
bereits am li. Oktober. Clara Schumann notierte damals in chenerzãhlungen· wird durch die Abfolge der Tonarten (B-dur.
ihrem Tagebuch:.Heute vollendete Robert 4 Stücke für Klavier, Klari- g-moU, G-dur, B-dur) Geschlossenheit erreicht; zugleich sind
nette und Viola und war selbst sehr beglückt darüber. Er rneint, diese die einzelnen Stücke, besonders Nr. 2 und 4, durch zahlreiche
Zusarnrnenstellung werde sich hóchst romantisch ausnelirnen. - !eh subtile motivische, thematische und harmonische Bezüge rnit-
kann es mir auch denken. Ein unerschõpfiicher Genius!' Zwei Tage einánder verklammert. •Sowohl in den unkonvenHonell wie in den
traditionell gestalteten Stücken kommt es darüber hinaus teilweise zu Corrigiren war, so sind Ãnderungen vorn ihrn stets anzunehrnen!'
einer bemerkenswerten Verschleierung bzw. Verrneidung eindeutiger Er geht dann auf vier Einzelfalle im Detail ein und schlie~t in
forrnaler ?.asuren. Thematische Einschnitte werden dabei durch eine seiner üblichen saloppen Art, hinter der er seine wirkliche
harrnonisch, rhythmisch oder instrumentatorisch fortlaufende Entwick- Meinung nur mühsam verbirgt: •.... Du kannst Dietrich rnit
lung überspielt. ln der Folge der Ausdruckscharaktere, teilweise auch in 2 Worten schreiben, wenn Dir dies richtig scheint - ein Unglück ist
der forrnalen Ausprãgung der Stücke, lãPt der Aufbau der ,Mãrchen- es ja auch nicht, wenn Du für manche seiner Correkturen bist.'4
erzáhlungen' entfemte Ãnnlichkeiten mit der Satzfolge in Sonatensatz- dara Schumann, die sich noch bis zum Juní mit der Revision
Zyklen erkennen: Das 1. Stück weist einen ,durch{ührungsartigen' Mit- beschãftigte, blieb leider in fast allen Fãllen bei den ,Verbes-
telteil auf, das 2. Stück nimmt in klar gegliederter dreiteiliger Dakapo- serungen• von Dietrich, die durch das gerade an den betref-
forrn die Stelle eines Scherzos ein, wãhrend Nr. 3,formal am ungewõhn- fenden Stellen schwer leserliche Autograph5 abgesichert zu
licnsten gestaltet, ais langsamer Satz fungiert. Das letzte Stück genõrt sein schienen, jedoch in keinem Falle wirklich zwingend sind
zwar wie das 2. Stück dem Dakapotypus an, weist aber in den Eckteilen und wahrscheinlich einmal sogar einen stõrenden Fehler6
rondoartige Züge auf 2 Die .hõcnst romantische Zusammenstellung· eingeschleppt haben. Die vorliegende Neuausgabe stützt sich
der Instrumente, die den auf diesem Gebiet geme gescholte- auf das Stichbild der Gesamtausgabe (Serie 5, Nr. 7, S. 148-
nen Schumann ais Meister der lnstrumentation ausweist, 165, Leipzig 1881, Breitkopf & Hârtel), folgtaber, abgesehen von
wurde spãter noch von Carl Reinecke (frio A-dur op. 264, der Bereinigung unbedeutender Versehen, strikt dem Noten-
1903) und Max Bruch (Acht Stücke op. 83, 1910) mit Glück text der Erstausgabe. Somit liegen Schumanns .Mãrchen-
erprobt erzãhlungen• erstmals nach über 100 Jahren wieder in authen-
Ais die .Mãrchenerzãhlungen· 1881 in der von Clara Schu- tischer Gestalt vor
mann betreuten Gesamtausgabe erscheinen sollten. befand
sich das Autograph im Besitz des Widmungstrãgers. Clara Karlsruhe, Herbst 1988 loachim Draheim
Schumann nahm daher am 27. April Kontakt mit diesem auf
und erhielt offenbar einen Abzug der Erstausgabe des Wer-
kes, in den Dietrich einige Lesarten des Autographs hinein-
korrigiert hatte. Da sie jedoch Zweifel hatte, ob sie sich die-
sen z.T. gravierenden Ãnderungen des Notentextes anschlie-
~en sollte, schickte sie dieses Exemplar am 12. Mai3 an
Brahms, der nach eingehender Prüfung wenig spãter einige Albert Dietrich, Erinnerungen an Johannes Brahms in Briefen,
hellsichtige und noch heute gültige Bemerkungen zur Ouellen- besonders aus seiner Jugendzeit, Leipzig 1898, S. 14ff.
2 Michael Struck, Die urnstrittenen spãten lnstrumentalwerke
bewertung bei kritischen Neuausgaben machte. Er ãu~erte Schurnanns. Untersuchungen zur Entstehung. Struktur und
sich zunãchst in ãhnlicher Weise zu den Korrekturen in den Rezeption, Hamburg 1984 (Hamburger Beitrãge zur Musikwissen-
.Gesãngen der Frühe' op. 133, die er gleichfalls begutachten schaft, Band 29), S.432/ 433. Dortauch (S. 425-464) eine urnfas-
sollte, und schrieb dann: .DaP gar so viel Mitarbeiter sind, mõchte sende Dokumentation der Entstehungsgeschichte und wertvolle
ich oft bedauern! Jeder Neue rneint, recht viel arbeiten zu müssen! So Analysen des [Link] und der einzelnen Stücke.
3 Diese Angaben nach einem durchschossenen Exemplar des
auch Dietrich. lch mag sein Heft nicht an Hãrtels schicken, da mir alle .Thematischen Verzeichnisses sãmmtlicher im Druck erschiene-
seine Correkturen überflüssig (zum mindesten) scheinen. Schickte ich es nen Werke Robert Schumann's • (Vierte verbesserte und ver-
ihm, zu nochmaliger Oberlegung, das kõnnte den zarten Mann auch mehrte Auflage, Leipzig/Hamburg/New York 1868, lulius Schu-
krãnken oder beleidigen. Das Manuscript kann doch nur bisweilen berth & Co.), S. 99a. mit Notizen Oara Schumanns, im Besitz des
Robert-Schurnann-Hauses Zwickau. For die freundliche Mit-
mafigebend sein; wenn eben etwas zweifelhaft ist oder falsch [Link] Dir
teilung der schwer leserlichen und z. T. durchgestrichenen Auf-
seine Corr. an. Nicht eine einzige Stelle ist dabei, wo er unwidersprechlich zeichnungen, die Oara Schurnanns intensive Arbeit an der
Recht hãtte. Schumann hat ja die Stücke corrigirt, und im ganzen Heft Gesamtausgabe bezeugen, danke ich Herm Dr. Gerd Nauhaus
ist nicht ein Stichfehler - folgíich scheint rnir doch klar, daP alie sehr herzlich.
Sachen. die anders (aber nicht schlechter ais im Ms.) lauten, von ihm 4 Oara Schumann - Johannes Brahms. Briefe aus den ]ahren 1853-
1896. lm Auftrage von Marie Schumann hrsg. von Berthold Litz-
geãndert sind. mann. ZweiterBand: l872-1896, Leipzig l927, Nr. 431. S. 238/ 239.
Deshalb kõnnen ja dieselben Stellen irn Ms. auch ganz gut und rich- Litzmann hat den Namen .Dietrich• jeweils durch .Nn." ersetztund
tig sein, aber bei keiner Note ist ein zufãlliger Fehler vom Copisten den Abschnitt mit den vier Einzelanmerkungen übergangen. Der
oder Stecher anzunehrnen. Ich habe sehr hãufig ein blaues X zum Text wurde auch sonst anhand des Autographs, heute im Besitz
Dietrich gemacht. Bedenke einrnal die Stellen, aber recht einfach und der Staatsbibliothek Preu~ischer Kulturbesitz Berlin, behutsam
berichtigt
ohne viel Tiftelei. 5 Heute im Besitz der Bibliothêque Nationale Paris, Ms. 337. Vgl.
Ich wiederhole, es kann fast irnrner so oderso sein. aber nirgends sieht es hierzu Struck, a. a. O., S. 428/ 429.
wie ein Druckfehler aus, und da Sch. sehr au{merksarn beirn 6 Nr. 3, Takt 17, 3. Viertel. Klavier, linke Hand: cis' statt e'!

nesmae
BIBLIOTECA
Preface
. . t the court of Hanover: 'J too have been
"The fairy tale is, in a way. the canon of poetry -everything poetic ª
retumed to his duti~s four fairy~tale~like pieces for clarinet, viola
rnust be like a fairy tale. The poet prays for chance . . . A fairy tale is busy /ate/y; 1have wntten . gfiar the Royal Hanover Court and State
. r. · r. are yearnm
and piano, w,11cri ,. d'
actually /ike adrearned vision-without any coherence-an ensem bIe • rder to be nealí .
of wonderful things and occurrences-e.g.a rn usica I fantasia - the eoncertmaster mO • ks the new work was played in pri-
harrnonic progressions of an Aeolian harp - nature itself . .. The Duríng the f~llowmf;~l:ra' Schumann atthe piano and occa-
fairy tale is totally rn usi ca /." We will never know whether Robert vate sever~l omesw rtid ation of Joachim, who was also an
Schumann knew these lines from Novalis' "Fragmente·. But sionally ~Ith ~e- pa On P3 November; Schumann offered it
perhaps similar thoughts conceming Romantic artistic per- outstandm~vioh~- by Brahms, his cello Concerto (Op.129)
ception inspired him to choose the title "Mahrche11erzâhlunge11·
(Fairy Tales - he also called them "Mahrche11· and "Mãhrchen-
phantasiee11· in the Haushaltbuch) for his "Four Pieces for Clarinet
~nd the ·~m er:
together '>:1 d wi\/for piano four~hands (Op.130) to the pub-
Hártel in Leipzig: 'Enclosed p/ease find some new
h~her Bre!tkoph. h ou might possibly like. They are predominantly
(Violin ad libiturn), Viola and Piano/arte" Op. 132. ln 1852, just p1eces of ~,ne, w -~~:with a light heart . . .The instrumental combina-
shortly before composing this work, he had published the ~eer[ul pie~s, w;henerzãhlungen' yields a very unusual effect.' The
"Four Pieces for Piano/arte and Viola"Op.113 under the title "Màhr• twn 1_n the Mà~ ted them immediately; and the pieces were
chen-Bilder·, thus pointing to one of the tenets of Romantic publ~shedr ~ccfiepbruary 1854 shortly before the outbreak of
thought, which he had formulated about twentyyears earlier in Pubhshe ,millne The 'Mãrchenerzãhlungen
• • were "-'uedº1cated
this manner: •. . . lhe poem becomes apicture for the painter. the musi- Schumanns ess.
to Albert Dietrich ín friendship'. This talented yo~g c~mposer
dan transposes the painting into tones. [Link]. -The aesthetic of _ ) was a regular guest in Schumanns Dusseldorf
one art is that of the others;only the material is different. [Link].' 0829 1908
. 1851 He also remained very dose to Schumann
The critique in the "Neue Berliner Musikzeitung· of 23 August home smce · th h bl
during the composers serious illness, so at e was ~ ~ to
1854 (p. 266) written by areviewerwho wasapparently expect- . . ccount of these days many years later D1et-
ing program music, and whose ignorance transpires in other give a movmg a
'eh h s also a dose friend of Brahms, was a conductor
ways as well, thus dutches at thin air: 'From the title, it can be n , w owa U . . Old
inferred that the composer wanted to give musical depictions o{ various in Bonn from 185 5 to 1861 and Court Kape merster m . ~n-
fairy tales in these fantasy pieces. lt would thus have been necessary to burg from 1861 to 1890 _He ended his career as a c?mpos1tíon
indica/e the subject o{ the fairy tale upon which each piece was based,in teacher in [Link] he cannot really be d~1gnated as a
arder to be able to appreciate and understand them better. But such indi- pupil of Schumann. he was dee~ly ~uence~ by him by w_ay of
cations are entirely lacking, and one could justas easi/y assume that the this friendship. This is apparent mhis extens1ve but practJcally
composer only wanted to give his work a rather unusual title." unknown compositional oeuvre (two operas, chorai and
Possibly inspired by Mozart's "Kegelstatt Trio" (K. 498, 1786) orchestral works, chamber music,songs and piano pieces).His
for piano, darinet and viola, which he must have been famil- important contribution (the first movement) to the "FAE
iar with, Schumann conceived the plan (which he recorded Sonata" for violin and piano dedicated to Joseph Joachim and
in anotebook) to compose ·romances for darinet, viola and piano', written together with Schumann and Brahms suffices to prove
and thus to add a particularly delightful duo combination to that he was nota mere epigone. The presentation copy of the
his series of works for one wind or string instrument and piano 'Mãrchenerz.ãhlungen· for Dietrich bears the moving inscrip-
(Adagio and Allegro Op.70 for hom, Fantasiestücke Op. 73 for tion in the hand of the composer; dated only seven days
darinet, Romanzen Op. 94 for oboe, .Stücke im Volkston· Op. before Schumanns attempted suicide: ·ro Albert Díetrich/ in
102 for violoncello and .Mãrchenbilder" Op. ll3 for viola). ln a lasting memory/Düsseldor{. 20 February 1853Irecte: 1854V(on a
phase of creative euphoria ushered in by the invigorating good day)'.
acquaintanceship with two brilliant young musidans, the vio- ln his multi-sectioned works, Schumann was not content
linist Joseph Joachim and the pianist Johannes Brahms, Schu- with merely linking together a series of separate pieces, but
mann began to compose the four pieces in Düsseldorf on almost always disposed them in cydes with carefully calcu-
9 October 1853 (at the sarne time as his famous essay "Neue lated and well-balanced proportions, with just as much rigor
Bahnen·, in which he presented Brahms as the coming cham- as imagination, and without any demonstrative gestures. The
pion ofthe musical world), and completed them only two days 'Mãrchenerzãhlungen· are also a self-contained unity. This is
!ater; on li October. dara Schumann noted in her diary: ·roday underscored by the key sequence (8 flat major; G minor, G
Robert completed four pieces for piano, darinet and viola and was very major, B flat major) and by the fact that the individual pieces,
happy about this. He fee/s that this combination will have a very particularly Nos. 2and 4, are interconnected by amultitude of
Romantic effect. -1 feel the sarne myself What an inexhaustib/e genius!' subtle motivic, thematic and harmonic relationships. 'There is
1\vo days later; Schumann wrote to Joseph Joachim, who had occasionally a notic,eable veiling or avoidance of unambiguous formal
caesurae in the pieces with unconventional as well as with traditional cases in detail and doses in his usual offhanded manner, which
forrns. Thematic breaks are obscured by aharmonically rhythmically or can hardly conceal his honest opinion: •... You can write Dietrich
instrumentationally continuing development. ln the sequence of expres- a couple of lines if you feel this is right - it won't be a catastrophe if you
sive characters, and partly too in the formal design of the pieces, the struc,- are for some of his cmections.'4
ture of the 'Marchenerzahlungen' discloses a vague resemblance to the Unfortunately, Clara Schumann, who was busy with the revi-
succession of movements in asonata-form cycle: the first piece contains a sion until June, induded almost ali of Dietrich's "improve-
'development-like' middle section, the second piece takes the place of a ments', which seemed to be particularly legitimated at the pas-
Scherzo with its clearly articulated three-section da capo form. No.3,for- sages in question by the indistinctness of the autograph. 5
mally the most unusual, {unctions as a slow movement. The last piece, However, these changes were not really compelling in any of
like the second, belongs to the category of the da capo piece, but bears the cases in question, and probably even induded at least
traits reminiscentofaRondo in its outersections.'2The 'highly romantic one truly serious error.6 This new edition is based on the print-
combination· of the instruments not only proves that Schu- ing ofthe Complete Edition (Serie 5, No. 7, p.148-165, Leipzig
mann, who was so often reproached in this domain, was a 1881. Breitkopf & Hãrtel), but strictly follows the musical text of
master of instrumentation, but was !ater also taken up suc- the first edition, except where minar errors were corrected.
cessfully by Carl Reinecke (Trio in A major Op. 264, 1903) and Schumann's "Mãrchenerzãhlungen· are thus available in their
Max Bruch (Acht Stücke Op. 83, 1910). authentic form for the first time again in over 100 years.
The autograph was still in the possession of the dedicatee in
1881, at the time that the 'Mãrchenerzãhlungen· were sched- Karlsruhe, Fall 1988 Joachim Draheim
uled to appear in the Complete Works supervised by Clara
Schumann. She thus contacted Dietrich on 27 April 1881 and
apparently received a copy of the first edition of the work, in
which Dietrich had made some corrections on the basis of the
autograph. But since she had doubts about the authoritative-
ness of these at times serious alterations of the musical text,
she sent this copy to Brahms on 12 May. 3 After examining it
dosely, Brahms made severa! perceptive comments about Albert Dietrich, Erinnerungen an Johannes Brahms in Biiefen,
the evaluation of sources in criticai new editions. His discrimi- besonders aus seiner Jugendzeit. Leipzig 1898, p. 14ff.
nating comments have lost none of their validity today. He 2 Michael Struck, Die umstrittenen spãten lnstrumentalwerke
Schumanns. Untersuchungen zur Entstehung, Struktur und
began by expressing his views on a similar case, the "Gesãnge
Rezeption, Hamburg 1984 (Hamburger Beitrãge zur Musikwis-
derFrühe' Op.133,whichhewasalsoaskedtoexamine:·1o{ten senschaft. Band 29), p. 432/ 433. This work also contains (on p.
regret tftat there are so many collaborators! Every newcomer feels 425-464) a comprehensive documentation on the history of the
obliged todo so much! Dietrich too.! don't want to send his [Link] to Hãr- oiigin of the work and valuable analyses of the cyde and of the
tel, since lfeel ali his corrections are superjluous (at the least).Ifl send it to individual pieces.
3 These indications come from an interleaved copy of the "Thema-
him for reconsideration, this could upset or insult the delicate sou!. The tisches Verzeichniss sãmmtlicher im Druck erschienenen Werke
manuscript can only be authoritative up to acertain point;for example, Robert Schumann's (Vierte verbesserte und vermehrte Aullage,
when something is doubtful or wrong [Link] at his [Link]. There is Leipzig/Hamburg/New York 1868, Julius Schuberth & Co.). p. 99a,
not one single point where heis irrefutably right. A{ter ali, Schumann with notes by Clara Schumann, in the possession of the Robert-
[Link] the pieces, and there is not one engraving errar in the whole Schumann-Haus in Zwickau. We wish to extend our warmest
thanks to Dr. Gerd Nauhaus for his friendly communication of
volume - [Link] it seems perfectly clear to me that Schumann these observations, which are hard to dedpher and partly
changed everything that reads differently (but is not worse than in the crossed out But they vividly bear witness to Clara Schumann's
manuscript). intensive work on the Complete Edition.
This is why the sarne passages in the manuscript can aiso be perfectly 4 Clara Schumann - Johannes Brahms. Biiefe aus den Jahren 185 3-
1896. lm Auftrage von Mane Schumann hrsg. von Berthold Litz-
acceptable and right,but at no point are there grounds to assume that a mann. Zweiter Band: 1872-1896, Leipzig 1927, No. 431. p. 238/
copyist or engraver made a mistake. 1have often put a blue X next to 239. Litzmann replaced the name "Dietrich' each time with 'Nn'.
Dietrich. Think these passages over, but very casually and without too and skipped over the section with the four specific cases. The text
much deliberation. was thoroughly and carefully corrected on the basis of the auto-
Irepeat,it can almost always be either this way or the other, but nowhere graph, which is preserved today in the Staatsbibliothek Preussi-
scher Kulturbesitz Berlin.
is there anything that looks like a printing error, and since Schumann 5 Preserved today in the Bibliothêque Nationale in Paris,Ms. 337,d.
was very careful when correcting, it can aiways be assumed that he want- Struck, loc. dt. p. 428/ 429.
ed the changes himself Brahms then examines four separate 6 No. 3, bar 17, third quarternote. piano. left hand: e'' instead of e'!
Albert Dietricft freundscftaftlicft zugeeignet

Mãrchenerzãhlungen
Vier Stücke
für Klarinette (Violine) ' Viola und Klavier Robert Schumann op. 132
herausgegeben von loachim Draheim
Lebhaft, nicht zu schn.-11 ,, I
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Viola
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Kammermusik~Bibliothek 2251 © 1988 by Breitkopf & Hãrtel, Wiesbaden


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