Massen Verlust
Massen Verlust
𝑛(Produkt) 𝑟0 ⋅ 𝑉 ⋅ 𝑡 𝑟0 ⋅ 𝑉
𝛷= = =
𝑛(Photon) 𝑝⋅𝑡 𝑝
z. B.:
2,53 ⋅ 10−6 mol L−1 s −1 ⋅ 1,00 ⋅ 10−3 L
𝛷= = 1,12
2,26 ⋅ 10−9 mol s −1
In den oben beschriebenen Experimenten wurden 1,00 mL der Ferrioxalat-Lösung mit Licht bestrahlt.
f) Kreuze an, wie sich die Anfangsgeschwindigkeit verändern würde, wenn unter sonst identischen
Bedingungen ein Volumen von 2,00 mL der Probenlösung verwendet worden wäre.
☐ Die Reaktionsgeschwindigkeit würde sich verdoppeln.
X Die Reaktionsgeschwindigkeit würde sich halbieren.
☐ Die Reaktionsgeschwindigkeit bliebe unverändert.
Um diese Frage zu beantworten, wird die Geschwindigkeitskonstante der
☐
Reaktion benötigt.
Für nahezu alle Laboranwendungen wird Massen-
Kaliumtrioxalatoferrat in Form eines verlust
206
h) Bestimme die Molmasse der bei 296 °C abgespaltenen Spezies.
Der relative Massenverlust w296 bei 296 °C beträgt
1 − 20,0 %
𝑤296 = 1 − = 10,1 % .
1 − 11,0 %
Die Molmasse des abgespaltenen Teilchens beträgt somit:
𝑀 = 𝑤296 ⋅ 𝑀(K 3 [Fe(C2 O4 )3 ]) = 10,1 % ⋅ 437,2 g mol−1 = 44,2 g mol−1
207
Aufgabe 3-15 Es war einmal vor langer, langer Zeit... 29 Punkte
a) Zeichne die Lewis-Formel von HeH+ und gib ein zu HeH+ isoelektronisches Teilchen an.
H He
2+
Isoelektronische Spezies: H2 und He 2
Die Stabilität dieser Moleküle kann durch die Ausbildung von Molekülorbitalen erklärt werden. Diese
werden häufig qualitativ in Molekülorbitaldiagrammen (MO-Diagrammen) dargestellt, wie folgend für
das analoge H2-Molekül gezeigt ist.
E
antibindendes
σ*-Orbital
1s-Atomorbital
bindendes
σ-Orbital
H H2 H
Atom Molekül Atom
Ausgehend vom MO-Diagramm eines zweiatomigen Moleküls kann auch die Bindungsordnung der
Bindung im Molekül bestimmt werden:
Anzahl e− in bindenden Orbitalen − Anzahl e− in antibindenden Orbitalen
Bindungsordnung =
2
Neben HeH+ sind auch He2+ und He22+ Moleküle des frühen Universums.
b) Zeichne die qualitativen MO-Diagramme der He2+- und He22+-Moleküle auf deinem
Antwortbogen und gib jeweils die Bindungsordnung der Moleküle an.
He2+ He22+
E E
208
c) Das Helium-Dimer (He2) hingegen ist sehr instabil und konnte bisher nur bei sehr tiefen
Temperaturen beobachtet werden. Bei hohen Temperaturen, wie sie im frühen Universum
vorherrschten, kann es nicht gebildet werden. Erkläre diesen Sachverhalt.
HeH+ unterscheidet sich von den bisher betrachteten Spezies, da es aus zwei verschiedenen Atomen
besteht. Dies wirkt sich unmittelbar auf das MO-Diagramm und die elektronische Struktur von
Heliumhydrid aus.
d) Kreuze alle zutreffenden Aussagen über die elektronische Struktur von HeH+ an.
X Laut der Lewis-Formel trägt das He-Atom in HeH+ die positive Formalladung.
☐ Da Helium keine Pauling-Elektronegativität besitzt, ist HeH+ unpolar.
HeH+ ist polar und das He-Atom trägt die positive Partialladung, da Helium eine größere
☐
Kernladung als Wasserstoff besitzt.
HeH+ ist polar und das He-Atom trägt die negative Partialladung, da die Elektronendichte
X
am He-Atom größer ist als am H-Atom.
E E E
☐ ☐ ☐
E E E
209
Teil II: Das Verschwinden von Heliumhydrid
Heliumhydrid spielte für die weitere Entwicklung des Universums eine wichtige Rolle, da es als
Mediator für die Bildung von H2+ diente, dem Vorläufer von H2, welches heute das häufigste Molekül
des Universums darstellt:
HeH+ + H → He + H2+ (1)
Ein möglicher Ansatz, diese Reaktion zu untersuchen, ist die Berechnung der potentiellen Energie des
Reaktionssystems für alle möglichen relativen Positionen der beteiligten Atome. Dabei hilft die
Annahme, dass die Reaktion kollinear verläuft, d. h., dass sich alle Teilchen stets auf einer Geraden
befinden. Dann lässt sich das System durch den Abstand der beiden H-Atome, RHH, sowie den Abstand
des einen He-Atoms und des anfangs molekular gebundenen H-Atoms, RHeH, eindeutig beschreiben.
He H1 H2
RHeH RHH
f) Zeichne auf deinem Antwortbogen für folgende Reaktionen jeweils eine Kombination von
Parametern (Längen und/oder Winkel) ein, die die gegenseitige Lage aller Atome eindeutig
bestimmt. Hinweis: Kollinearität wird nicht angenommen.
i. HeH+ + H → He + H2+
ii. HeH+ + H2 → He + H3+
i. ii.
H2 H2
H3
He H1 He H1
i) 2 Möglichkeiten:
H2 H2
He H1 He H1
H3 H3
He H1 , He H1 , ...
Anm.: Genau 6 Parameter sind nötig, dies können alle 6 Längen oder N Winkel und 6-N Längen
sein mit N < 6. In letzteren Fällen muss jedoch darauf geachtet werden, dass keine redundanten
Parameter gewählt werden, also wenn z. B. die Längen H1H2, H2H3 und H1H3 gewählt wurden,
darf der Winkel H1H2H3 nicht mehr gewählt werden.
210
Wenn man nun in einem Koordinatensystem für alle Kombinationen von R HH und RHeH die berechnete
potentielle Energie einträgt, erhält man eine sogenannte Potentialhyperfläche. Um diese leichter
auswerten zu können, kann sie als Konturkarte dargestellt werden – also wie eine topografische
Landkarte. Die Abbildung zeigt die Konturkarte der Potentialhyperfläche von Reaktion (1). Längen
sind dabei in Å (10−10 m) und Energien auf den Konturlinien in kJ mol−1 angegeben. Zudem ist als
gestrichelte schwarze Linie ein möglicher Reaktionspfad eingezeichnet, der die Punkte 1 und 2
5 1
4
RHH / Å
3
B 225
A 175
2 125
75
50
25
- 25 - 12 0
1 2
C
1 2 3 4 5
RHeH / Å
verbindet und die Reaktion (1) modellieren soll.
g) Auf der abgebildeten Potentialhyperfläche von Reaktion (1) sind zudem drei Punkte A, B und C
markiert. Ordne diesen Punkten jeweils eine der Abbildungen auf deinem Antwortbogen zu und
gib die potentielle Energie an den drei Punkten an.
He H1 H2 He H1 H2 He H1 H2
h) Die Punkte 1 und 2 auf der Potentialhyperfläche stellen modellhaft die Zustände vor und nach
dem Ablaufen von Reaktion (1), also die Edukte bzw. die Produkte der Reaktion dar. Ordne den
Punkten begründet diese beiden Zustände zu.
Punkt 1 entspricht dem Zustand vor der Reaktion / den Edukten, da hier der He-H-Abstand klein
ist (He und H also eine Bindung ausbilden), während das andere H-Atom noch weiter entfernt ist.
Dementsprechend entspricht Punkt 2 dem Zustand nach der Reaktion / den Produkten.
211
Folgt man von Punkt 1 dem eingezeichneten Reaktionspfad und ermittelt für jeden Punkt die
potentielle Energie, erhält man folgendes qualitatives Energiediagramm für Reaktion (1):
Epot
∆E1
∆E2
k) Leite einen möglichst einfachen Ausdruck her, der in Abhängigkeit von 𝐽 und 𝐵 die
Energiedifferenz ∆EJ des 𝐽 → 𝐽 + 1-Rotationsübergangs eines zweiatomigen Moleküls angibt.
Es ist:
𝐸𝐽 = 𝐵 ∙ 𝐽 ∙ (𝐽 + 1)
Und:
𝐸𝐽+1 = 𝐵 ∙ (𝐽 + 1)(𝐽 + 2)
Damit folgt:
212
l) Berechne den Wert der Rotationskonstante 𝐵 für HeH+. Nimm dabei für Heliumhydrid eine
Bindungslänge von 77,2 pm an und gehe vom 4He1H+-Isotopologen aus. Die zugehörigen
Kernmassen betragen mHe = 4,0015 u und mH = 1,0073 u.
h2 𝑚1 + 𝑚2 h2 4,0015 u + 1,0073 u
𝐵= 2
∙ = 2 −12 2
∙ ≈ 6,982 ∙ 10−22 J
8π𝐿 𝑚1 𝑚2 8π ∙ (77,2 ∙ 10 m) 4,0015 u ∙ 1,0073 u
n) Gib an, für welche Kombination von Isotopen in HeH+ die Wellenlänge des beim 𝐽 = 1 → 𝐽 = 0-
Rotationsübergang emittierten Photons am kleinsten bzw. am größten ist, wenn man nur von
den Isotopen 1H, 2H, 3H, 3He und 4He und einem konstanten Bindungsabstand für alle
Verbindungen ausgeht.
Der radioastronomische Nachweis von HeH+ erfordert Messinstrumente mit hoher Spektralauflösung,
da dessen charakteristischer Rotationsübergang mit einem Übergang eines anderen häufigeren
Teilchens zusammenfällt, das prominente Spektrallinien bei 149,09 µm und 149,39 µm besitzt. Das
spektrale Auflösungsvermögen 𝑅 eines Spektrometers ist durch folgenden Ausdruck gegeben, wenn
bei der Wellenlänge 𝜆 der kleinstmögliche Abstand zweier unterscheidbarer Wellenlängen ∆𝜆 beträgt:
𝜆
𝑅=
∆𝜆
o) Berechne, welches Auflösungsvermögen ein Spektrometer mindestens besitzen muss, um HeH+
anhand der betrachteten Spektrallinie eindeutig nachweisen zu können. Gehe dabei davon aus,
dass die HeH+-Spektrallinie exakt bei 149,14 µm liegt.
Um die Spektrallinie von HeH+ eindeutig auflösen zu können, muss diese von der näher liegenden
CH-Spektrallinie bei 149,09 µm unterscheidbar sein. Damit folgt:
149,14 µ𝑚
𝑅= ≈ 2983
149,14 µ𝑚 − 149,09 µ𝑚
213
Aufgabe 3-16 Mysteriöse Lumineszenz 28 Punkte
Wenn Lebewesen selbst Licht erzeugen, nennt man diese biolumineszent – Beispiele für solche
Lebewesen sind einige Vertreter der Einzeller, Pflanzen, Tiere und Pilze. Sie verwenden verschiedene
Reaktionen, um dieses Leuchten zu erzeugen. Ihnen allen gemeinsam ist jedoch, dass sie dafür auf
spezielle Moleküle, sogenannte Luciferine, angewiesen sind. In dieser Aufgabe wirst du zwei Vertreter
der Luciferine kennenlernen.
Teil A: Erdwurm-Luciferin
Interessanterweise kann bei Diplocardia Longa, einer Art von Erdwürmern, Biolumineszenz beobachtet
werden. Welchen Zweck diese bei Würmern überhaupt haben könnte, weiß man zwar noch nicht,
jedoch konnte Verbindung A als Luciferin bei der zugehörigen Biolumineszenzreaktion identifiziert
werden. A besitzt die Summenformel C8H15NO2.
a) Gib die Anzahl der Doppelbindungsäquivalente von Verbindung A an.
2 ∙ 8 + 1 − 15 + 2
𝐷𝐵Ä = =2
2
Um die Struktur von A zu bestimmen, ist dir folgendes idealisiertes 1H-NMR-Spektrum der Verbindung
in D2O als Lösungsmittel gegeben:
Außerhalb der gezeigten Bereiche können keine Signale beobachtet werden, die zu Verbindung A
gehören. Folgende Tabelle gibt zu jedem Signal die chemische Verschiebung und das Integral an.
b) Vervollständige die Tabelle, indem du für jedes Signal ergänzt, um welches Multiplett (z.B.
Singulett, Dublett, ...) es sich handelt. Gib zudem an, mit wie vielen H-Atomen das H-Atom, das
zum Signal bei δ = 2,00 ppm gehört, koppelt.
δ / ppm Integral Multiplett
0,93 6 Dublett
Nonett, koppelt mit 8
2,00 1
Protonen
2,15 2 Dublett
2,65 2 Triplett
3,45 2 Triplett
9,79 1 Singulett
214
d) Gib an, welchen funktionellen Gruppen die Signale bei δ = 9,79 ppm und δ = 0,93 ppm
zuzuordnen sind.
Zudem ist bekannt, dass das 13C-NMR-Spektrum von A zwei Signale im Bereich zwischen 180 und 210
ppm besitzt. Bei der vollständigen Hydrolyse von A entstehen zwei Verbindungen mit den molaren
Massen 102,1 g/mol und 73,1 g/mol.
e) Gib an, wie viele Äquivalente Wasser bei der vollständigen Hydrolyse mit einem Äquivalent A
reagieren.
Die molare Masse von A beträgt 157,2 g/mol, die der Produkte 175,2 g/mol. Die Differenz beträgt
18,0 g/mol, was der molaren Masse eines Wassermoleküls entspricht. Demzufolge reagieren A
und Wasser bei der Hydrolyse in einem 1:1-Verhältnis.
f) Zeichne die Strukturformel von Verbindung A und ordne allen H-Atomen ihre zugehörigen Signale
im 1H-NMR-Spektrum zu.
Hinweis: Das Signal bei δ = 2,65 ppm wäre bei höherer Auflösung ein Triplett von Dubletts.
d = 0,86
0,93 ppm
H
H H d = 3,38
3,45 ppm
d = 1,88
2,00 ppm
O H H O
H
H N H d = 9,65
9,79 ppm
d = 0,86
0,93 ppm H
H H
H
H H
H
d = 2,12
2,15 ppm d = 2,73
2,65 ppm
Anmerkung: Das H-Atom am Stickstoff ist das acide Proton. In einem aprotischen Lösungsmittel
könnte es bei etwa 6,3 ppm beobachtet werden.
215
Teil B: Pilz-Luciferin
Wesentlich weiterverbreitet als leuchtende Regenwürmer sind biolumineszente Pilze. Bei dem
Luciferin, das in Pilzen für die Biolumineszenz verantwortlich ist, handelt es sich um ein Derivat von
Hispidin (Verbindung B), das unter Einfluss des Enzyms Luciferase mit Sauerstoff über mehrere
pericyclische Reaktionen zu Verbindung E reagiert. E entsteht dabei in einem angeregten Zustand, aus
dem es durch Emission eines Photons in seinen Grundzustand zurückkehrt.
OH OH OH OH OH
HO HO HO HO HO
Emission
O2 eines Photons
[Luciferase] - CO2
O O O O O
O
O O O O
HO O HO O HO HO HO
OH OH OH OH OH
B C D E* E
g) Kreuze für die Reaktionen B → C, C → D und D → E* jeweils an, um welche Art von pericyclischer
Reaktion es sich handelt.
B→C C→D D → E*
Elektrocyclische Reaktion ☐ ☐ X
Cycloaddition / Cycloeliminierung X X ☐
Sigmatrope Umlagerung ☐ ☐ ☐
h) Wird B mit 18O2 umgesetzt, entsteht isotopenmarkiertes E‘. Übertrage die Struktur in das
Lösungskästchen und markiere in der Struktur von E‘ alle Stellen, an denen sich 18O-Atome
befinden können. Gehe dabei davon aus, dass die Reaktion in H 216O als Lösungsmittel abläuft.
HO O O
OH
HO
OH
E‘
HO O O
OH
HO
OH
216
Genauere Untersuchungen des Einflusses von Luciferase auf die Lumineszenzreaktion zeigen, dass B
zunächst unter Abgabe eines Elektrons und eines Protons zu einem Radikal R umgesetzt wird, bevor
es mit Sauerstoff reagiert. Folgende beiden Strukturen sind dabei möglich für R:
O O
O O
O OH
HO HO
OH O
HO HO
R1 R2
i) Begründe anhand von aussagekräftigen mesomeren Grenzstrukturen, welche der beiden gezeigten
möglichen Strukturen von R stabiler ist.
HO
= Ar
HO
R1 besitzt eine Vielzahl mesomerer Grenzstrukturen, da das Radikal auch über den Aryl-Rest
delokalisiert ist:
O OO O OO
O O
O O O O O
O OO O OO O
O O O ArAr O O O
Ar O Ar Ar O O Ar
Ar OO Ar O
Ar O Ar O Ar O Ar O
OH OH
OH OH
OH OH
OH OH
OH OH OH OH
O O O
O O O
O O
O O OO
… … … O O
O
O
O
HO HO
HO HO HOHO
OH OH
OH OH OH
OH
HO HO
HO HO HOHO
R2 besitzt hingegen nur drei mesomere Grenzstrukturen, die das Radikal stabilisieren:
O OO OO O
O O
O OO OO O
O O
Ar OH Ar
Ar OH
OH Ar
Ar O
OH Ar
Ar O
OH Ar OH
O OO OO O
O O
217
Die Farbe der Pilz-Lumineszenz hängt mit der Wellenlänge des im Schritt E* → E emittierten Photons
zusammen. Um dies genauer zu untersuchen, synthetisierte eine Gruppe von Forschern verschiedene
Derivate des Luciferins B, darunter die Verbindungen F und G, und nahmen Emissionsspektren der
Lumineszenz der Verbindungen unter Einfluss von Luciferase und Sauerstoff auf.
O O O
HO O O O
OH OH HO OH
HO HO
OH OH OH
B F G
1 2 3
1,0
Intensität der Lumineszenz
0,75
/ relative Einheiten
0,5
0,25
0
450 500 550 600 650
Wellenlänge / nm
j) Übertrage die obige Abbildung von Verbindung B auf deinen Antwortbogen und umkreise das
chromophore π-System.
H O
O O H
O
O
H O
H
k) Ordne den Luciferinen B, F und G ihre zugehörigen Spektren 1, 2 und 3 aus dem abgebildeten
Diagramm zu und gib für jedes der Spektren an, in welchem Farbton die Lumineszenz erscheint.
Hinweis: Für diese Verbindungen folgt die Reihenfolge der Lumineszenzmaxima der Reihenfolge
der Absorptionsmaxima.
218
Folgendes Schema zeigt einen Ausschnitt aus der Synthese des künstlichen Luciferins F:
OH
OH Me2SO4 NBS PPh3
H I J
Na2CO3 Bz2O2, hv ∆
O O
C8H9O4Br C26H24O4BrP
OMe OH
OMe OH
K BBr3
J
NaOH O O O O
C26H24O4BrP HO HO
O
O
Bz2O2 = O
NBS = N Br O
O
O
OMe OMe
Br
O O
O O
J K
OMe O
OMe
H
Ph3P
O O
Br- HO
219
Aufgabe 3-17 Carbonylchemie im Kampf gegen Krebs 29 Punkte
Die Entwicklung von Wirkstoffen zur Behandlung von Krebs ist nach wie vor ein bedeutender Zweig
der medizinischen Forschung. Wichtige Ansatzpunkte sind dabei häufig Naturstoffe, die eine
antitumorale Aktivität aufweisen. Ein solcher ist COTC, das 1975 erstmals aus Bakterien der Art
Streptomyces griesosporeus isoliert wurde und stark cytotoxisch gegenüber menschlichen Tumorzellen
ist. Die Abbildung zeigt die Strukturformel von COTC.
O
O O
HO OH
OH
a) Übertrage die Strukturformel von COTC auf deinen Antwortbogen, markiere alle stereogenen
Zentren mit einem Sternchen * und bestimme die absolute Konfiguration eines beliebigen
Stereozentrums nach der R/S-Nomenklatur.
O O
(R) (R)
* *
HO * OH
(R)
OH
b) Wofür steht die Abkürzung COTC? Kreuze alle richtigen Antworten an.
Hinweis: Crotonsäure = trans-Butensäure
☐ 1-Crotonyloxymethyl-3,4,5-trihydroxycyclohex-1-enon
X 2-Crotonyloxymethyl-4,5,6-trihydroxycyclohex-2-enon
☐ 1-Crotonyloxymethyl-3,4,5-trihydroxycyclohex-2-enon
☐ 2-Crotonyloxymethyl-4,5,6-trihydroxycyclohex-1-enon
220