Vorlesung Mobilfunksysteme
Mobilfunk der 4. Generation (4G)
3.9G Long Term Evolution (3GPP Release 8)
4G LTE Advanced
Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport
Long Term Evolution (LTE)
1. LTE-Version (3.9G): 3GPP Release 8 Frequenzbereiche in Europa
CAT3-Endgeräte: 100 Mbit/s (Downlink)
50 Mbit/s (Uplink)
Funkzugangsnetz:
Bandbreiten zwischen 1,4 und 20 MHz
OFDMA (Downlink), SC-FDMA (Uplink)
beste Modulation: 64-QAM
Multiple Input Multiple Output (MIMO)
Kernnetz:
Alle Verbindungen und Schnittstellen LTE Advanced (4G): 3GPP Release 10
basieren auf IP. kompatibel mit allen weltweit spezifizierten
Das ermöglicht u. a. Voice over LTE. 4G-Mobilfunkstandards
Die Zahl der logischen Komponenten Carrier Aggregation: flexible Bündelung von
wurde reduziert. Die RNCs fallen weg. Frequenzbändern mit unterschiedlichen
Die eNodeB übernehmen Funktionen Bandbreiten (z. B. 1 x 10 MHz bei 800 MHz
der RNCs und sind deutlich komplexer. plus 1 x 20 MHz bei 2600 MHz)
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LTE Netzwerkarchitektur
Die Anzahl der logischen Netz-
komponenten wurde gesenkt.
Reduzierung der Latenzzeiten
Kostensenkung
Das Kernnetzwerk ist ein IP-Netz.
Die Basisstation übernimmt zusätzlich
die Aufgaben des RNC.
Viele MMEs führen die Benutzer-
verwaltung durch, z. B.:
gegenseitige Authentifizierung von
Teilnehmer und Netzwerk,
Erzeugen von IP-Tunneln zwischen
eNodeB und PDN Gateway.
Handover-Unterstützung UP: User Plane eNodeB: evolved NodeB
CP: Control Plane HSS: Home Subscriber Server
Übergabe des Endgeräts an ein
PDN: Packet Data Network MME: Mobility Management Entity
UMTS- oder ein GSM-Netz an der
LTE-Zellgrenze.
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Funkzugangsnetz: Höhere Datenraten, aber wie?
Mit der Erweiterung HSPA stößt das Breitband-
CDMA bzgl. der erreichbaren Datenrate an seine Claude Elwood Shannon,
Grenzen. (1916–2001), US-amerikanischer
Mathematiker und Elektro-
Mithilfe der sog. Shannon-Grenze kann man die techniker. Mitbegründer der
Datenrate abschätzen, die über einen binären Informationstheorie.
AWGN-Kanal theoretisch maximal übertragen
werden kann.
Bildquelle: [Link]
Danach könnte man die Datenrate durch die
Erhöhung der Übertragungsbandbreite beliebig C.E. Shannon (1948): Die maximale
erhöhen. Übertragungsrate, die über einen
Zeit und Frequenz verhalten sich jedoch invers. binären AWGN-Kanal übertragen
Erhöht man die Bandbreite verkürzt sich die werden kann, lässt sich aus der
Symboldauer. maximalen Bandbreite B und dem
Für die Übertragung über einen Mobilfunkkanal Verhältnis zwischen der Leistung des
(Mehrwegekanal) kann man jedoch die Nutzsignals SNR und der Leistung der
Symboldauer nicht beliebig verkleinern, da die Störsignale bestimmen:
Echos aufeinanderfolgende Symbole zu
Intersymbol-Interferenzen im Empfänger führen. ∙ 1 [bit/s]
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Modell des AWGN-Kanals
Zentraler Grenzwertsatz der Statistik:
Die Summe vieler unabhängiger
Zufallsgrößen mit in weiten Grenzen
beliebigen Verteilungsdichten ist selbst
annähernd normalverteilt, voraus-
gesetzt, dass jede einzelne Zufallsgröße
zur Summe nur einen kleinen Betrag
liefert.
Überlagert man viele, voneinander Im AWGN-Kanal wird dem Sendesignal x
unabhängige Rauschsignale, nehmen ein Rauschsignal als Störsignal additiv
die Amplituden des Rauschsummen- überlagert, so dass am Kanalausgang die
signals eine Gaußverteilung an. Summe beider Signale auftritt, d. h.
Das additive Rauschen wird als Additive .
White Gaussian Noise (AWGN) Die Amplituden des Störsignals sind gauß-
bezeichnet und das entsprechende bzw. normalverteilt mit dem Mittelwert 0
Kanalmodell als AWGN-Kanal. und der Varianz .
1
2
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Mehrwegeausbreitung
Neben der Ausbreitung im freien Raum
(Line of Sight, LoS) wirken weitere
Ausbreitungseffekte auf die elektromag-
netische Welle des Sendesignals, z. B.:
Abschattung durch Hindernisse,
Reflexion an großen Objekten, die
wesentlich größer als die Wellenlänge
sind,
Brechung in Abhängigkeit der Dichte
des Mediums,
Streuung an kleinen Objekten bzw.
Oberflächenrauheiten, die in der Bildquelle: C. Lüders, Mobilfunksysteme, Vogel, 2001
Größenordnung der Wellenlänge liegen,
Die Mehrwegeausbreitung im Mobilfunk-
sowie
kanal führt in Bezug auf die Entfernung r
Beugung an Kanten. zwischen Sender und Empfänger zu einer
Durch die Ausbreitungseffekte gelangt das überquadratischen Ausbreitungs-
Sendesignal auf verschiedenen Pfaden zum dämpfung.
∝# 2 & ' ( 5 *
Empfänger (Mehrwegeausbreitung). $,
!
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Ein bisschen Signal- und Systemtheorie: LTI-System
Die Systemtheoretiker versuchen durch
mathematische Modelle, das Verhalten von
Systemen zu beschreiben.
Um das Verhalten von Übertragungsmedien
durch einfache Modelle beschreiben zu
können, setzen wir voraus, dass das
Übertragungsmedium ein lineares,
zeitinvariantes System (Linear Time-
Invariant System, LTI) ist. Lineare Systeme verändern die
Frequenz des Sinussignals nicht. Sie
Lineare Systeme arbeiten nach dem können aber die Amplitude und den
Überlagerungsgesetz: Phasenwinkel verändern.
Die Summe der Antworten des Systems
auf Einzelsignale liefert dasselbe Zeitinvariante Systeme reagieren auf
Ergebnis, wie die Antwort des Systems ein dasselbe Eingangssignal immer in
auf die Summe der Einzelsignale. derselben Form, also auch unabhängig
davon, wann das Eingangssignal
auftritt.
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Ein bisschen Signal- und Systemtheorie:
Dirac-Impuls, Impulsantwort und Frequenzgang
Ein Dirac-Impuls ist ein theoretischer Impuls
Paul Adrien Maurice Dirac (1902 -
mit einer gegen Null strebenden Impuls- 1984), britischer Physiker,
breite und einer gegen Unendlich Nobelpreisträger und
strebenden Amplitude. Mitbegründer der Quantenphysik.
Bildquelle: [Link]/wiki/Paul_Dirac
Transformiert man die Impulsantwort des
LTI-Systems in den Frequenzbereich
Dadurch besitzt der Dirac-Impuls ein (Fouriertransformation), erhält man den
konstantes (Amplitude = 1) und über der Frequenzgang des LTI-Systems:
Frequenz unendlich ausgedehntes ,-
,- . /0
Amplitudenspektrum: + 1
Als Impulsantwort bezeichnet man das Der Frequenzgang beschreibt, wie das
Ausgangssignal eines LTI-Systems, wenn System die Amplitude (Amplitudengang)
man an seinen Eingang einen Dirac-Impuls und die Phase (Phasengang) eines Signals
gelegt hat: über der Frequenz verändert.
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Kanalimpulsantwort eines Mobilfunkkanals mit 2 Pfaden
Das grundlegende Verhalten des
Mobilfunkkanals kann durch die
Messung der Kanalimpulsantwort
bestimmt werden.
a) Die Kanalimpulsantwort eines, als
dispersionsfrei angenommenen
Kanals mit nur einem Ausbreitungs-
weg (1-Pfad) führt zu einem
konstanten Amplitudengang.
b) Die Kanalimpulsantwort eines, als
dispersionsfrei angenommenen
Kanals mit zwei Ausbreitungs-
wegen (2-Pfad) mit einem
Signallaufzeitunterschied von τ n
F n
führt zu einem Amplitudengang bei g BP (t ) = ∑ ci ⋅ δ (t − τ i ) G BP ( jω ) = ∑ ci ⋅ e − jωτ i
i =1 i =1
dem sich Maxima und Minima bei
1
Vielfachen von 2 abwechseln.
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Demonstration: 2-Pfad-Kanal im Hörfunk über Mittelwelle
Bei Funkübertragungen auf Mittelwelle (300 kHz - 3 MHz) kann
es vorkommen, dass sich das Sendesignal als elektro-
magnetische Welle sowohl in Form einer sog. Bodenwelle über
der Erdoberfläche als auch in Form einer sog. Raumwelle über
die Ionosphäre ausbreitet.
Da sich Bodenwelle und Raumwelle in der
Empfangszone des Sendesignals überlagern, verhält
sich der Hörfunkkanal wie ein Mobilfunkkanal mit zwei
Pfaden.
Mit etwas Glück kann man das Verhalten diesen
2-Pfad-Kanals mithilfe eines SDR-Empfängers (SDR,
Software Defined Radio) für Digital Radio Mondiale
(DRM) messen. Digital Radio Mondiale ist ein
schmalbandiges digitales Rundfunksystem für den
Hörfunk über Lang-, Mittel-, Kurzwelle (DRM30) sowie
über UKW (DRM+).
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Verzögerungsspreizung (Delay Spread)
Die Echosignale eines Mobilfunkkanals besitzen
eine im statistischen Mittel auftretende mittlere ∆τ
Lauf- bzw. Verzögerungszeit (engl. Mean Delay).
∑6571 5 ∙ 35
3
∑6571 5
Die Standardabweichung, mit der die einzelne
Echolaufzeiten von der mittleren Laufzeit
abweichen, wird als Verzögerungsspreizung
(engl. Delay Spread) bezeichnet.
τ t
n: Anzahl der Echo-Signale,
∑6571 5 ∙ 35
∆3 9 35 Pi: Echo-Empfangsleistung
∑6571 5 τi: Echo-Laufzeit
Überschreiten Echosignale mit nicht zu vernachlässigenden Leistungsanteilen den
systemabhängigen Delay Spread, d. h. wird die Zeitverschiebung größer als die
Symboldauer, kommt es zu Intersymbol-Interferenzen, die zu Bitfehlern im Empfänger
führen können.
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Frequenzselektives Fading, Kohärenzbandbreite
Problematisch wird das Fading des Mobilfunkkanals, wenn es innerhalb der Bandbreite
des zu übertragenen Nutzsignals stattfindet. Man spricht in diesem Fall von einem
frequenzselektiven Fading bzw. einem frequenzselektiven Kanal.
Je größer die Laufzeitdifferenzen der Echosignale sind, d. h. je größer die Impuls-
verbreiterung durch die Verzögerungsspreizung (Delay Spread) ist, desto schmaler wird
der Frequenzbereich, in dem annähernd ein konstantes Übertragungsverhalten
angenommen werden kann. Mithilfe der Kohärenzbandbreite : kann man abschätzen,
ob ein Mobilfunkkanal in Bezug auf die Übertragungsbandbreite frequenzselektiv ist:
1
: ; <∆2
: ≪ frequenzselektiv
Umgebung typischer Delay-Spread Kohärenzbandbreite
Bergisches Gebiet 10 µs 16 kHz
Makrozelle (Stadtgebiet) 1 µs 160 kHz
Mikrozelle (Fußgängerzone) 0,2 µs 800 kHz
Picozelle (in Gebäuden) 0,05 µs 3200 kHz
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Die Lösungsidee
Höhere Übertragungsraten können erreicht
werden, wenn man den Datenstrom auf viele Kanal-
qualität
Frequenzkanäle aufteilt.
Für jeden Frequenzkanal wird der
zugeordnete Teil des Datenstromes auf 1 2 5 6
3
eigenes Trägersignal moduliert 4
(Multiträgermodulation).
Frequenz
Die Frequenzkanäle werden während der schmalbandige Schutzabstand
Übertragung unterschiedlich stark gestört, Signale
wobei die Kanalqualität mit der Zeit mehr
(Mobilfunkkanal) oder weniger (DSL-Leitung) Kanal-
stark schwanken kann. qualität
Der digitale Datenstrom wird nicht 2
2
schmalbandig, sondern breitbandig 2
2
(Bandspreizung) übertragen, um die zeitlich 2
1
schwankenden Störungen auf dem
Übertragungsmedium über viele
Frequenzkanäle auszumitteln gespreizte Frequenz
(Frequenz-Diversität). Signale
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Prinzip der diskreten Multiträgersysteme
Ein Mapper teilt den Bitstrom auf zwei
Bitströme Inphase- und Quadratur-
Kanal (Real- bzw. Imaginärteil) auf.
Der Mapper fasst die Binärdaten des
Eingangsdatenstromes entsprechend
des gewählten Modulationsverfahrens
(z. B. QPSK) zu Symbolen zusammen.
Ein Demultiplexer (S/P) verteilt die
Symbole auf N Trägerschwingungen Die Inphase- und die Quadratur-Signale
(Unterträger, subcarriers). werden mit zueinander orthogonalen
Trägerschwingungen (sin/cos) multipliziert
Die Symboldauer wird dadurch um die
und danach addiert.
Zahl der N Unterträger erhöht.
Das Ausgangssignal (Discrete Multitone
Auf diese Weise können Intersymbol-
Transmission, DMT) setzt sich aus vielen
Interferenzen durch aufeinanderfolge
Trägerschwingungen zusammen, die
Echo-Signale im Mobilfunkkanal
entsprechend des gewählten Modulations-
vermieden und gleichzeitig die
verfahrens (z. B. QPSK) moduliert sind.
Datenrate erhöht werden.
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Orthogonal Frequency Division Multiplex (OFDM)
Amplitude sin(x)
Unterträger: si-Funktion =
x
Die Daten werden parallel auf viele, orthogonale Unterträger mit geringerer
Datenrate, verteilt (Bandspreizung).
Das Maximum einer Trägerfrequenz liegt im Frequenzbereich genau auf den
Nullstellen aller anderen Trägerfrequenzen (Orthogonalität).
Der Frequenzabstand der orthogonalen Unterträger entspricht dem Kehrwert der
Symboldauer. Je mehr Unterträger eingesetzt werden, desto größer wird Dauer
der Symbole, die jeweils einen Unterträger modulieren.
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Ein bisschen Signaltheorie: die harmonische Schwingung
Die harmonische Schwingung ist die
Mutter aller Signale.
Aus harmonischen Schwingungen
lassen sich andere Signale
zusammensetzen (Fourier-Prinzip).
Neben der bekannten Darstellung der
harmonischen Schwingung über der
Zeit >? sin 0 C , verwendet Bildquelle: E. G. Woschni, Informationstechnik, Verlag Technik, 1988.
man in der Nachrichtenübertragung oft
auch die Darstellung der harmonischen
Schwingung in der komplexen bzw. der Wie eine komplexe Zahl kann dann auch die
Gaußschen Zahlenebene: Schwingung unterschiedlich dargestellt
Die Amplitude der Schwingung ist ein werden, z. B.
komplexer Zeiger, der mit der trigonometrische Form:
Kreisfrequenz 0 2 in der >? cos 0 C />?F* 0 C
Gaußschen Ebene rotiert und zur
Realteilachse den Phasenwinkel C
Exponentialform:
besitzt. >? G HIJK , >? >? GK
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Wie baue ich ein Signal?
Signale können durch die Überlagerung von
harmonischen Schwingungen verschiedener Jean Baptiste Joseph Fourier
Frequenz und Amplitude zusammengesetzt (1768–1830), französischer
Mathematiker.
werden (Fourier-Prinzip).
So lässt sich zum Beispiel eine binäres Signal Bildquelle: [Link]/wiki/
als periodische Folge von Rechteckimpulsen
durch Überlagerung von bestimmten
harmonischen Schwingungen aufbauen.
4O 1 1
M Psin 0 sin 30 sin 50
3 5
1
sin 70 ⋯T
7
Die mathematische Grundlagen lieferte Jean
Baptiste Joseph Fourier durch die Fourierreihe
(Anwendung für periodische Signale) bzw. das
Fourierintegral (Anwendung für Signalimpulse).
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Erzeugung des OFDM-Signals
Für die Erzeugung eines OFDM-Signals wird das Fourier-
Prinzip ausgenutzt, d. h. alle Signale können durch die
Überlagerung von harmonischen Schwingungen
verschiedener Frequenz und Amplitude Jean Baptiste Joseph
zusammengesetzt werden. Fourier (1768–1830),
französischer Mathematiker
Die binären Daten werden durch einen Mapper
entsprechend des eingesetzten Modulationsverfahrens zu
Symbole zusammengefasst und auf N Teilströme geteilt.
Mithilfe einer Diskreten Inversen Fourier-Transformation +∞
(DIFT) werden die N Teilströme in ein digitales Zeitsignal
umgewandelt.
x(t ) = ∑ Xˆ n ⋅ e jnω t 0
n = −∞
+T 2
x (t ) ⋅ e − jnω 0 t dt
1
Xˆ n = ⋅ ∫
T
−T 2
x(t) ist periodisch
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Beispiel: Erzeugung des OFDM-Signals am Beispiel DAB
Bildquelle: R. Mäusl,
2048 mögliche Träger, 1536 genutzte Träger, QPSK Fernsehtechnik, Hüthig, 3.
Aufl., 2003
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Quadratur Phase Shift Keying (QPSK, 4-PSK)
dI( t )
dI ( t ) 2 TB t
BPSK
S / P- Wandler
d (t) I-Kanal (inphase)
d( t ) s QPSK ( t )
TB t AT cos(ω T t )
Q-Kanal (quadrature)
BPSK
dQ (t)
dQ( t )
− AT sin(ω T t )
Phasenzustandsdiagramm
(Konstellationsdiagramm): 2 TB t
Q- Kanal (quadrature)
10 00
0 theoretische Bandbreiten-
Dibit Steuersignale Phase Effizienz:
1 0
dI dQ X* /F
I- Kanal (inphase) UVW : M 4 2
Z[
00 0 0 45 o
10 1 0 135 o
1 11 1 1 225 o
1
01
01 0 1 315 o
11
Bildquelle: H.-J. Thomanek,
Vorlesungsskript „Übertragungstechnik“
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OFDM: Vor- und Nachteile
Vorteile:
Viele schmalbandige, orthogonale Unterträger sind gegenüber dem Mobilfunkkanal-
Fading robuster als ein einziges, breitbandiges Trägersignal (CDMA).
Durch die Aufteilung der modulierten Daten (Symbole) auf viele Unterträger wird die
Symboldauer entsprechend verlängert. Auf diese Weise können Intersymbol-
Interferenzen durch aufeinanderfolge Echo-Signale im Mobilfunkkanal besser
vermieden und gleichzeitig die Datenrate erhöht werden.
Der OFDM-Empfänger kann gegenüber dem CDMA-Empfänger einfacher und deshalb
preiswerter implementiert werden.
OFDM ist für den Einsatz von Mehrantennensystemen (Multiple Input Multiple Output,
MIMO) sehr gut geeignet.
Nachteile:
Phasenrauschen und Frequenzverschiebungen aufgrund des Dopplereffekts können die
notwendige Orthogonalität der eng zueinander stehenden Unterträger stören.
OFDM-Signale besitzen einen hohen Crest-Faktor, der zu hohe Anforderungen an den
HF-Leistungsverstärker im OFDM-Sender führt und dessen Stromverbrauch erhöht.
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Dopplerfrequenz
Durch eine Relativbewegung zwischen Sender und
Empfänger kommt es in Abhängigkeit der
Bewegungsrichtung zu Frequenzverschiebungen
(Dopplereffekt).
Die Dopplerfrequenz eines Echo-Signals ist:
]
\ ∙ ∙^ F _
^ -
]: Geschwindigkeit, ^: Lichtgeschwindigkeit
- : Trägersignalfrequenz , _: Einfallswinkel des
Echosignals bzgl. der Bewegungsrichtung
Unter den Annahme gleichverteilter Einfallswinkel
der Echosignale bzgl. der Bewegungsrichtung
besitzen die Dopplerfrequenzen eine Jakes-
Verteilung.
Beispiel - 1800 aZ[:
v [km/h] 3 50 100 150 200 250
| \,bc | [Hz] 5,0 83,4 166,7 250,2 333,6 417,0
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Orthogonal Frequency Division Multiple Access (OFDMA)
Im Mobilfunk finden die Endgeräte zu einem
bestimmten Zeitpunkt sehr unterschiedliche
Übertragungsbedingungen vor.
Bei OFDMA belegen die Endgeräte
entsprechend ihrer individuellen,
momentanen Übertragungsbedingungen
unterschiedlich viele Unterträger (FDMA)
über verschieden lange Zeiträume (TDMA).
In LTE beträgt der Frequenzabstand der
Unterträger 15 kHz
vgl. Kohärenzbandbreite!
Die kleinste Übertragungseinheit ist ein
OFDM-Symbol mit der Länge von:
de 1 f 15 gZ[ ; 66,67 F.
Je nach verwendeten Modulationsverfahren
passen in ein Symbol 2 Bit (QPSK), Höhere Datenraten werden flexibel durch
4 Bit (16-QAM) oder 6 Bit (64-QAM). die Erhöhung der Kanalbandbreiten erzielt.
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LTE Resource Grid
Ein Symbol wird als Resource Element
(RE) bezeichnet.
Da der Overhead zu groß wäre, um
jedem Endgerät im immer nur jeweils ein
Symbol zuzuweisen, werden die
Symbole zu Resource Blocks (RB)
zusammengefasst.
Ein Resource Block belegt einen
Zeitschlitz von 0,5 ms. 2 Resource
Blocks bilden zusammen ein Subframe
mit einer Dauer von 1 ms. 10 Subframes
bilden ein Frame (10ms).
Das Subframe ist in LTE die kleinste Zur Synchronisation mit der Basisstation
Zuweisungseinheit, d. h. der eNodeB bzw. zur Kanalschätzung brauchen die
entscheidet jede Millisekunde, welche Endgeräte Referenzsymbole, die mit einem
Endgeräte in einem Slot senden und definierten Muster in den Resource Blocks
empfangen. verteilt werden.
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Datenübertragung im Downlink (vereinfacht, ohne MIMO)
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Schutzintervall, Cyclic Prefix
Trotz der Verlängerung der Symbol-
dauer durch OFDM kann es aufgrund
von verzögerten Echosignalen zu
Intersymbol-Interferenzen kommen.
Deshalb wird jedem OFDM-Symbol ein
Schutzintervall (Guard Interval)
vorangestellt.
Der Signalverlauf am Ende des
Nutzsymbols wird als Präfix an den Normal CP Extended CP
Anfang des Nutzsymbols gesetzt Dauer 4,7 µs 16,7 µs
(Cyclic Prefix). Äquivalente Distanz 1,6 km 5 km
Der Empfänger warten erst den Cyclic
Prefix ab, bevor er mit der Detektion Umgebung typ. Delay Spread
des Nutzsymbols beginnt.
Bergisches Gebiet 10 µs
Der Cyclic Prefix erzeugt allerdings Makrozelle (Stadtgebiet) 1 µs
auch einen Overhead, wodurch der
Mikrozelle (Fußgängerzone) 0,2 µs
Nutzdatendurchsatz sinkt.
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Wirkung des Schutzintervalls (DVB-T-Gleichwellennetz)
Echosignal
Das empfangene Symbol wird nach Ablauf des Schutzintervalls Nachbarstandortsignal
ausgewertet.
Neben dem Hauptempfangssignal (LoS) fallen Echosignale und Signale
Bildquelle: R. Mäusl,
der Nachbarstandorte aus einem Gleichwellennetz ein. Fernsehtechnik, Hüthig,,
Das resultierende Empfangssignal kann durch die Mehrfachsignalanteile 3. Aufl., 2003, 4. Aufl.
2006
sogar verstärkt werden.
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Multiple Input Multiple Output (MIMO)
Die Idee von MIMO ist, mithilfe eines 2x2 MIMO-Modell:
Mehrantennensystems mehrere weitest-
gehend unabhängige Datenströme parallel
über dasselbe Frequenzband zu übertragen.
Die Unabhängigkeit der Signale wird u.a.
begünstigt durch:
die Mehrwegeausbreitung im Mobilfunk-
kanal ohne Line of Sight (NLoS),
#1 i11 i1 F1 1
eine Abstrahlung der elektromagnetischen
# ∙ F
Wellen mit zueinander orthogonaler i 1 i
Polarisation (Kreuzpolarisation),
die gezielte Ausrichtung des Signals auf Die komplexe Kanalzustandsmatrix H
den Empfänger (Beamforming) im bestimmen die Empfangsmodule durch die
stationären Betrieb (Wifi, IEEE 802.11n). kontinuierliche Schätzung des Funkkanals
mithilfe vordefinierter Referenzsymbole.
Kompensation der Kanaleigenschaften
durch ein Precoding (optimale Leistungs- Über den Rückkanal wünscht sich der
verteilung, Vorverzerrung) der Sende- Empfänger je nach Empfangsbedingungen
signale. einen vordefinierten Precoder.
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MIMO mit dualer Polarisation (Downlink)
Als Polarisation bezeichnet man in der drahtlosen Kommunikations-
technik die Richtung des elektrischen Feldstärkevektors gegenüber der
Ausbreitungsrichtung.
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Warum ein anderes Übertragungsverfahren im Uplink?
OFDM hat u. a. den Nachteil, dass das
Verhältnis der maximalen Signalamplitude
zur mittleren Signalamplitude sehr groß ist.
Dieses Verhältnis wird durch den Crest-
Faktor bzw., in Bezug auf die Signalleistung,
durch das Peak to Average Power
Ratio (PAPR) angegeben.
Die maximale Effizienz erreicht ein
HF-Leistungsverstärker, wenn er an der
Sättigungsgrenze arbeitet. Der Verstärker Bildquelle: [Link]
sollten allerdings im linearen Bereich
betrieben werden, da sonst das Signal Da der Verstärker meistens nur mittlere
verzerrt wird, und es zu Interferenzen Signalamplituden verstärkt, ist sein
zwischen den Unterträger-Signalanteilen im Wirkungsgrad gering.
OFDM-Signal kommt. Der Energieverbrauch des Verstärkers wird
Obwohl die maximale Signalamplitude des jedoch durch die maximale mögliche
OFDM-Signals nur sehr selten auftritt, muss Leistung bestimmt, wodurch schließlich die
sie der Verstärker verarbeiten können. Akku-Laufzeit des Mobiles beeinflusst wird.
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Single Carrier-Frequency Division Multiple Access
Um eine möglichst lange Akku-Laufzeit
der Endgeräte zu erreichen, wird im
Uplink ein Single Carrier - Frequency
Division Multiple Access (SC-FDMA)
eingesetzt.
OFDMA (Downlink):
Ein Symbol wird jeweils nur einem
Unterträger mit 15 kHz Bandbreite
zugeordnet.
Die Symbole eines Endgeräts werden Bildquelle: [Link]
zeitgleich und verteilt auf viele
Das entstehende Frequenzband eines
Unterträger übertragen.
Endgeräts wird danach in den gesamte
SC-FDMA (Uplink): Frequenzband eingebettet (FDMA).
Ein Symbol belegt mehrere 15 kHz- Da das SC-FDMA wie ein Frequenzmultiplex
Unterträger. von modulierten Einzelträgern (Single
Die Symbole eines Endgeräts werden Carrier) wirkt, sinkt das Peak to Average
nicht zeitgleich, sondern nacheinander Power Ratio (PAPR) und der HF-Verstärker
übertragen. des Mobiles verbraucht weniger Energie.
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Datenübertragung im Uplink (vereinfacht, ohne MIMO)
Single Carrier: Die Symbole werden sequentiell FDMA: Das entstehende Sub-Band wird in das
wie auf einen Einzelträger moduliert gesamte Frequenzband eingebettet.
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LTE Endgeräte-Kategorien (Auswahl)
LTE LTE Advanced LTE Advanced
3GPP Release:
Release 8-9 Release 10 Release 11
Kategorie 3 4 5 6 7 8 9 10
Downlink [Mbit/s] 100 150 300 300 300 3000 450 450
Uplink [Mbit/s] 50 50 75 50 100 1500 50 100
MIMO 2x2 4x4 2x2 oder 4x4 bis 8x8 2x2 oder 4x4
Bandbreite je Träger bis 20 MHz bis 20 MHz bis 20 MHz
Carrier Aggregation (DL) 2 Träger 5 Träger 3 Träger
Carrier Aggregation (UL) 2 Träger 2 Träger
Beste Modulation (DL) 64-QAM 64-QAM 64-QAM
Beste Modulation (UL) 16-QAM 64-QAM 16-QAM 64-QAM 16-QAM
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Ein kurzer Blick auf 5G …
Am Anfang der 5G-Standardisierung
wurden durch die ITU und die 3GPP drei
Hauptanforderungen als Eckpunkte für die
5G-Anwendungen vorgegeben:
Anwendungen mit hohen Datenraten und
großer spektralen Effizienz (enhanced
Mobile Broadband, eMBB), z. B.
Mobile-TV / 5G-Broadcast
Anwendungen mit einer hohen
Zuverlässigkeit und sehr kleinen
Latenzzeiten (Ultra reliable low-latency
communcations, URLL), z. B.:
Industrie 4.0,
autonomones Fahren,
eHealth.
Anwendungen des Internet of Things mit eMBB: enhanced Mobile Broadband
MIoT: Massive Internet of things
hoher Dichte an Geräte-Verbindungen
URLL: Ultra reliable low-latency communications
(massive Internet of things, MIoT).
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Funktechnologie: 5G vs. 4G
FR: Frequency Range
FR1: 410 MHz – 7,125 GHz
FR 2: 24,25 GHz – 52,6 GHz
4G 5G
Frequenzen: 700 MHz – 3,4 GHz 2 GHz – 52,6 GHz
Duplexing: FDD FDD o. TDD (< 3 GHz), TDD (> 3 GHz)
Bandbreiten: 1,25 MHz – 20 MHz 5 - 100 MHz (< 6 GHz) , 40 - 400 MHz (> 6 GHz)
Carrier Aggregation: bis 5 Carrier bis zu 16 Carrier
Übertragungsverfahren: ↓ CP-OFDM , ↑ SC-FDMA ↓ CP-OFDM , ↑ SC-FDMA o. ↓ CP-OFDM
Subcarrier Spacing: 15 kHz 15 kHz | 30 kHz | 60 kHz | 120 kHz | 240 kHz
Subframe (14 Symbole): 1 ms 1 ms | 0,5 ms | 0,25 ms | 0.125 ms | 0.0625 ms
Latenzzeit (Funk): 20 ms – 50 ms < 10 ms (Ziel: 1 ms)
Modulation: max. 64 QAM max. 256 QAM (1024 QAM)
MIMO: 8x8 8 x 8, massive MIMO + Beamforming
Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport
5G Eigenschaften: Netzwerkarchitektur
5G Non-Standalone (NSA):
Neue 5G-NR(New Radio)-Basisstationen stützen sich auf das vorhandene
LTE-Kernnetzwerk.
5G Standalone (SA):
5G New Radio mit einem 5G-Kernnetz, das eigenständig betrieben wird.
Campusnetze: Unternehmen können eigene lokale 5G-Netze entsprechend ihren
eigenen Anforderungen aufbauen und betreiben.
in Deutschland: 3,7 - 3,8 GHz, 100 MHz Bandbreite
deutlich höhere Datenraten gegenüber LTE, geringe Latenzen (1 … 10 ms)
Network Slicing:
Das gesamte Netzwerk wird in virtuelle Netzabschnitte (Network Slices) eingeteilt,
die per Software-Defined Networking flexibel verschiedenen Anwendungen mit
unterschiedlichen Dienstgüten (Quality of Service) zugeordnet werden.
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5G Eigenschaften: Übertragungstechnologien
Dynamic Spectrum Sharing (DSS):
parallele Nutzung von LTE und 5G im gleichen Frequenzband (Sub-6 GHz)
Der Bedarf für 5G und LTE wird in Echtzeit ermittelt, und die verfügbare Bandbreite
wird dynamisch aufgeteilt.
Vorteile:
schneller 5G Rollout ohne Refarming der Frequenzen
5G und LTE werden über dieselbe Antenne betrieben
Koexistenz von LTE- und 5G-Benutzern in der Zelle
Nachteile:
Datenratenerhöhung 5G vs. 4G geringer
Die 5G-Kapazität wird durch DSS-Management um ca. 10 Prozent reduziert.
Device-to-Device-Kommunikation:
Die Mobiles kommunizieren innerhalb einer Funkzelle direkt miteinander und entlasten
somit die Basisstation.
Die Mobiles agieren als Relay-Stationen für andere Geräte mit schlechtem Empfang.
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5G Eigenschaften: Übertragungstechnologien
massive MIMO:
Im Millimeterwellenbereich (>> 6 GHz) werden bis zu mehreren hundert Antennen
an einer Sende- bzw. Empfangsstation eingesetzt.
Massive MIMO erfordert Beamforming.
Beamforming:
Die Strahlungscharakteristik der Basisstationsantenne wird innerhalb von
Mikrosekunden verändert, und zwar bei mehreren Beams unabhängig voneinander.
Vorteile:
Beamforming-Sender können in verschiedene Richtungen individuelle Signale
an einzelne Benutzer-/Gerätegruppen versenden.
Die Sendeleistung wird optimal auf den Standort von Benutzer-/Gerätegruppen
in der Zelle ausgerichtet, wodurch sich Reichweite und Stabilität der Verbindung
erhöhen.
Nullstellen der Strahlungscharakteristik können erzeugt und im Raum
geschwenkt werden, so dass auch Interferenzen und Störsignal ausgeblendet
werden können.
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Antennenarrays für Beamforming
Bild oben: Das Aurora CMM.100.A Massive MIMO Phased
Array wurde für zukünftige 5G-Anwendungen entwickelt.
Das 6-GHz-Panel enthält 64 Antennenelemente, von
denen jedes gleichzeitig mit vertikaler oder horizontaler
Polarisation sendet und empfängt und zwei unabhängige
Signalpfade vom Sender zum Empfänger bereitstellt, was
zu einem drahtlosen System mit 128 Antennen in nur
einem Panel führt.
12 Elemente erzeugen für 10 Clients jeweils einen Beam
(Antennengewinn: 19 dBi, Halbwertsbreite: 14°).
Bild unten: Forscher an der Universität Shanghai haben ein
28-Gigahertz-Antennenarray entwickelt, das in das Metall-
gehäuse von 5G-Mobiltelefonen integriert werden kann.
Die Antennenelemente des Arrays werden von einem
RFIC-Transceiver (Radio Frequency Integrated Circuit)
gesteuert, der Phase und Amplitude jedes Elements
verändert, um Beamforming zu ermöglichen.
Quellen: [Link]
[Link]
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