0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
11 Ansichten14 Seiten

Vorlesung Mobilfunksysteme

Die Vorlesung zu Mobilfunksystemen behandelt die Entwicklung und Architektur des Mobilfunks der 3. Generation (3G), insbesondere UMTS und HSPA. Es werden Frequenzversteigerungen, die Technologie von Code Division Multiple Access (CDMA) sowie die Kanalstruktur und Modulationsverfahren erläutert. Zudem wird die Migration von GSM zu UMTS und die Entwicklung der Datenraten im Mobilfunk thematisiert.

Hochgeladen von

Martin Surek
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
11 Ansichten14 Seiten

Vorlesung Mobilfunksysteme

Die Vorlesung zu Mobilfunksystemen behandelt die Entwicklung und Architektur des Mobilfunks der 3. Generation (3G), insbesondere UMTS und HSPA. Es werden Frequenzversteigerungen, die Technologie von Code Division Multiple Access (CDMA) sowie die Kanalstruktur und Modulationsverfahren erläutert. Zudem wird die Migration von GSM zu UMTS und die Entwicklung der Datenraten im Mobilfunk thematisiert.

Hochgeladen von

Martin Surek
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Vorlesung Mobilfunksysteme

Mobilfunk der 3. Generation (3G)


3G UMTS (3GPP Release 99)
3.5G High Speed Packet Access (HSPA)

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

International Mobile Telecommunication 2000

IMT-2000

IMT-DS IMT-TC IMT-MC IMT-SC IMT-OFDMA IMT-FT


Direct Spread Time Code Multi Carrier Single Carrier TDD WMAN Freq. Time

UMTS UMTS CDMA2000 UWC-136 WiMAX DECT


(Universal Mobile EDGE
Telecommunication
System)

UTRA TDD Weiterentw. Erweiterung


(TD-CDMA) amerikanisches für Datenraten
UTRA FDD TD-SCDMA CDMA-System bis 2 Mbit/s
(W-CDMA) IS-95

3GPP 3GPP/(CATT) 3GPP2 UWCC/3GPP ETSI ETSI

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


Frequenzregulierung vor der Einführung von UMTS

1850 1900 1950 2000 2050 2100 2150 2200 MHz


ITU-Zuweisung MSS MSS
(WRC 1992) IMT-2000 ↑
IMT-2000

T
Europa GSM DE UTRA MSS T UTRA MSS
D D
1800 CT D FDD ↑ ↑ D FDD ↓ ↓

GSM MSS MSS


China IMT-2000 ↑
IMT-2000

1800

Japan cdma2000 MSS cdma2000 MSS


PHS
W-CDMA ↑ W-CDMA ↓

Nord MSS MSS


PCS ↑
rsv.

America

1850 1900 1950 2000 2050 2100 2150 2200 MHz

Bildquelle: J. Schiller, Mobilkommunikation, 2. Aufl., Pearson, 2003

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

Versteigerung der UMTS-Frequenzen in Deutschland

Am 31.07.2000 wurden in einem


Auktionsverfahren insgesamt 12 UMTS-
Frequenzblöcke von je 2 x 5 MHz
versteigert. Außerdem wurde 5 weitere
ungepaarte Frequenzblöcke ersteigert.
Insgesamt wurden 99,37 Mrd. DM (etwa
50,81 Mrd. Euro) für die UMTS-
Frequenzen bezahlt.
Die Ersteigerung war an eine
Versorgungspflicht gebunden: Bis Ende
2003 mussten 25% und bis Ende 2005
50% der deutschen Bevölkerung mit
UMTS versorgt sein.
Zwei Lizenznehmer, MobilCom und
Quam/Group 3G, mussten ihre Lizenzen
zurückgeben, weil sie diese Auflage nicht
erfüllen konnten.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


UMTS (3GPP Release 99): Architektur

UMTS: Universal Mobile Telecom. System Uu Iu


UE (User Equipment): Mobilstation + USIM UE UTRAN CN

UTRAN (Universal Terrestrial Radio Access


Modulationsverfahren:
Network)
QPSK (Downlink)
FDD-Modus: Dual-Channel-BPSK (Uplink)
großflächige Funkabdeckung, Outdoor Softhandover:
gepaarte Frequenzträger für Up- und Die Vernetzung der RNC (Radio
Downlink (FDD) Network Controller) ermöglicht die
Kanaltrennung durch Code Division zeitgleiche Kommunikation mehrerer
Multiple Access (CDMA) Basisstationen (Node B) während eines
TDD-Modus: Handover.
Innenstädte, Hotspots, Indoor CN (Core Network)
Up- und Downlink liegen auf derselben Weiterverwendung des leitungsvermit-
Frequenz, werden aber in der Zeitlage telnden (GSM) und des paketvermit-
getrennt. telnden Kernnetzes (GPRS).
Jeder Zeitschlitz wird noch einmal durch Änderung der Schnittstellen zum UTRAN
CDMA getrennt (TD/CDMA). durch Software-Updates.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

Migration: GSM GPRS UMTS (3GPP Release 99)

VLR
BSS Circuit Switched Domain
BTS Abis

PSTN/
BSC MSC GMSC ISDN

Node
BTSB
IuCS
AuC
EIR HLR

GR
Node B
Iub

Node B PDN (X.25),


RNC SGSN GGSN
Gi Internet (IP)
Gn
Node B IuPS
RNS Packet Switched Domain

Zugangsnetz Kernnetz RNS: Radio Network Subsystem

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


Code Division Multiple Access (CDMA)

Code Division Multiple Access (CDMA) wird in der


Funkkommunikation eingesetzt.
Beispiele: WLAN (802.11b), GPS, UMTS
Die Sender senden zu derselben Zeit und auf
derselben Frequenz. Jeder Sender erhält einen Code
(Chipping Sequence), der vor dem Aussenden mit
den Nutzdaten verknüpft wird.
Damit die Empfänger die Informationen der Sender
auseinander halten können, müssen die Chipping-
Sequenzen zueinander orthogonal sein.
Da die Dauer eines Chips sehr viel kleiner als die
Dauer eines Nutzdaten-Bits ist, erhöht sich die
Frequenzbandbreite des Nutzsignals
(Bandspreizung).
Aufgrund der Bandspreizung ist das Nutzsignal
besser gegen schmal- und breitbandige Störungen
auf dem Funkkanal geschützt. …

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

CDMA-Sender (Prinzip)

dP/df dP/df dP/df

f f f

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


CDMA-Empfänger (Prinzip)

dP/df dP/df dP/df

f f f

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

OVSF-Code (Orthogonal Variable Spreading Factor)

Ein UMTS-Netz arbeitet mit einer


konstanten Chiprate Rc von 3,84 Mchip/s.
Um den Teilnehmern einer Zelle Dienste
wie z. B. Sprachtelefonie, WWW oder
Video-Streaming mit verschiedenen
Bitraten anbieten zu können, werden
Spreizcodes verschiedener Länge
eingesetzt, sog. OVSF-Codes
(Orthogonal Variable Spreading Factor).
Wie viele Chips pro Bit ein Spreizcode
besitzt, gibt der Spreizfaktor (Spreading
Factor) an: Vorteile längerer Spreizcodes:
Die Übertragung ist robuster.
Das notwendige SIR sinkt und somit auch
die notwendigen Sendeleistungen.
Je größerer der Spreizfaktor ist, desto
Die Auswahl zueinander orthogonaler
geringer ist die Brutto- bzw. die Netto-
Spreizcodes ist größer.
Bitrate RB, die dem Teilnehmer für den
Dienst zur Verfügung steht. Die Zelle kann mehr Teilnehmer bedienen.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


Code Division Multiple Access (CDMA) in UMTS

konstante Chip-Rate von 3,84 Mchip/s


Spreizcodes mit verschiedenen
Spreizfaktoren ermöglichen
unterschiedliche Nutzdatenraten.
Downlink:
Die Sendungen der Basisstationen
werden durch spezifische, quasi-
orthogonale Verwürfelungscodes
voneinander unterschieden
Bildquelle: J. Schiller, Mobilkommunikation, 2. Aufl., Pearson, 2003
Dadurch kann jede Basisstation die
gleichen orthogonalen Spreizcodes aus
dem OVSF-Codebaum einsetzen.
Gleichmäßige spektrale Leistungsverteilung:
Uplink: Die Verwürfelung verhindert außerdem
Die Sendungen der Teilnehmer werden störende Leistungsspitzen im Frequenz-
durch spezifische, quasi-orthogonale band, die nach der Modulation von
Verwürfelungscodes voneinander monotonen Bit-Ketten entstehen.
unterschieden.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

Kanalstruktur auf der Luftschnittstelle (UMTS, Rel. 99)

Um die logische Datenübertragung von


den physikalischen Eigenschaften der
Luftschnittstelle zu abstrahieren, wurden
drei Kanalschichten definiert:
Logische Kanäle: unterscheiden die
Funktion der Daten, ohne Information über
ihre physikalische Übertragung.
Transportkanäle: bereiten die Daten der
logischen Kanäle für ihre Übertragung auf
der Luftschnittstelle vor.
Das RLC/MAC-Protokoll zerlegt die Daten
in kleine Datenpakete (Downlink) bzw.
setzt sie wieder zusammen (Uplink).
RLC: Radio Link Control, RF: Radio Frequency
Header beschreiben die Parameter der
Luftschnittstelle, z. B.:
Datenpaketgröße (10, 20, 40 o. 80 ms), Physikalische Kanäle: definieren wie die
Art des Fehlerschutzes (CRC), Daten der Transportkanäle physikalisch
Datenratenanpassung. übertragen werden.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


Zuordnung der Kanäle (unvollständig)

BCCH: Broadcast Control


PCCH: Paging Control
CTCH: Common Traffic
CCCH: Common Control
DCCH: Dedicated Control
DTCH: Dedicated Traffic

P-CCPCH: Primary Common Control Physical


S-CCPCH: Secondary Common Control Physical
DPDCH: Dedicated Physical Data
DPCCH: Dedicated Physical Control
PDSCH: Physical Downlink Shared
PRACH: Physical Random Access

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

Transportkanäle

Die Transportkanäle werden physisch


Abk. Name Zweck
durch einen Zeitrahmen mit 15
Zeitschlitzen übertragen. BCH Broadcast CH ↓ Verteilung von
Systeminforma-
Die Einteilung in Zeitschlitze dient nicht tionen in der Zelle
einem TDMA, sondern ermöglicht den
schnellen Austausch von Informationen PCH Paging CH ↓ Ausrufen von UEs
zur Steuerung der Verbindungen. RACH Random Access CH ↑ Kanalanforderung
In den Zeitschlitzen werden, neben den eines UEs
Daten, übertragen: FACH Forward Access CH ↓ Zuteilung von
Pilot: bekannte Bitfolge, Rahmen- dedizierten
sychronisation, Schätzung des Kanälen
Funkkanals, DCH Dedicated CH ↑↓ jeweils nur einem
Transmission Power Control (TPC): UE zugeteilter
Erhöhen/Senken der UE-Sendeleistung, Kanal
Transmission Format Combination DSCH Downlink Shared CH ↓ Mehrere UEs
Indicator (TFCI): informiert u. a. über teilen sich den
Größe und Anzahl der Datenblöcke. (eingesetzt in HSPA) Kanal für Nutz-
Feedback Information (FBI): wird u. a. und Steuerdaten.
für das Softhandover genutzt.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


Physikalischer Kanal für den Dedicated Channel (DCH)

Downlink Uplink

2560
2560 / !≜ 3,84 * /
10 $ 15 %

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

Quadratur Phase Shift Keying (QPSK, 4-PSK)


dI( t )

dI ( t ) 2 TB t
BPSK
S / P- Wandler

d (t) I-Kanal (inphase)


d( t ) s QPSK ( t )

TB t AT cos ( ω T t )
Q-Kanal (quadrature)
BPSK
dQ (t)
dQ( t )
− AT sin ( ω T t )
Phasenzustandsdiagramm
(Konstellationsdiagramm): 2 TB t

Q- Kanal (quadrature)
10 00
0 theoretische Bandbreiten-
Dibit Steuersignale Phase Effizienz:
1 0
dI dQ 1 !/
I- Kanal (inphase) 00 0 0 45 o +,-./ 0 4 2
10 1 0 135 o 23
1 11 1 1 225 o
1
01
01 0 1 315 o
11

Bildquelle: H.-J. Thomanek,


Vorlesungsskript „Übertragungstechnik“

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


Spreizfaktoren und Brutto-Datenraten (FDD-Modus)

Downlink Uplink
Spreiz- Symbole/ Bits Brutto-Datenrate Spreiz- Bits Brutto-
faktor Zeitschlitz Zeitschlitz (Netto-Datenrate) faktor Zeitschlitz Datenrate
[kbit/s] [kbit/s]
4 640 1280 1920 2 1280 1920
8 320 640 960 (384) 4 640 960
16 160 320 480 (128) 8 320 480
32 80 160 240 (64) 16 160 240 (64)
64 40 80 120 (32) 32 80 120
128 20 40 60 (12,28) 64 40 60
256 10 20 30 (5,15) 128 20 30
512 5 10 15 256 10 15

Downlink: 45,567 2560 8 $ ∙ : $ 10 $ 15 %


Uplink: 45,567 2560 8 $ ∙ ; $ 10 $ 15 %

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

3.5G Entwicklung der Datenraten

Theoretisch max. Theoretisch max.


Markt-
Release Spezifikation Technologien Datenrate Datenrate
einführung
Downlink Uplink

5
2002 Q1 2006 HSDPA 1,8 Mbit/s 384 kbit/s
HSDPA

HSUPA
6
2004 Q4 2007 HSPA = HSDPA+HSUPA 13,9 Mbit/s 5,75 Mbit/s
HSPA
HSDPA: 16-QAM
HSPA+
7 2x2-MIMO, Dual-Cell
2007 Q4 2009 42 Mbit/s 11,5 Mbit/s
HSPA+ HSDPA: 64-QAM
HSUPA: 16-QAM

HSDPA: High Speed Downlink Packet Access, HSUPA: High Speed Uplink Packet Access

Alle Versionen von High Speed Packet Access (HSPA) sind abwärtskompatibel.
Die Netzwerkprovider entscheiden, welche Technologie in welcher Funkzelle und
welche Ressourcen (Kanäle, Spreizcodes usw.) für die Technologie jeweils
eingesetzt werden.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


High Speed Downlink Packet Access (HSDPA)

Konzept der Shared Channels


Einführung von Nutzkanälen
(Spreizcodes), die sich mehrere Nutzer
teilen (High Speed Shared Channel)
Bündelung mehrerer HS-PDSCH-Kanäle
(maximal 15) mit unterschiedlichen
Spreizcodes (SF=16) für einen Nutzer
Verkürzung des Übertragungsintervalls
Transmission Time Intervall (TTI) von Bildquelle: Peter Rysavy, Mobile Broadband, EDGE, HSPA & LTE

10 ms (UMTS/Release 99) auf 2 ms.


Höherwertige Modulationsverfahren

Schnelle Anpassung der Datenrate an die


Link-Qualität (Adaptive Modulation and
Coding Scheme, AMCS)
Modulation und Fehlerschutz
Anzahl der Shared Channel Bildquelle: [Link], H. Matsutani, [Link], Overview of HSDPA,
NTT Technical Reviews, Vol. 5 No. 4 Apr. 2007

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

HSDPA-Kanäle (vereinfacht)

Die HS-PDSCH-Kanäle (Codes)


haben einen konstanten
Spreizfaktor SF=16.
Für die Übertragung der
Nutzdaten stehen maximal
Bildquelle: A. Mitschele-Thiel, J. Mueckenheim,
15 Spreizcodes bzw. HS- Cellular Communication Networks TU Ilmenau, 2014
PDSCH-Kanäle je Zelle/Sektor
für HSDPA zur Verfügung.
Downlink: Der Node B teilt die
HS-PDSCH-Kanäle über
mehrere, gleichzeitig aus-
gestrahlte HS-SCCH-Kanäle an
die UEs zu.
Uplink: Für diese adaptive
Zuteilung senden die UEs über
den HS-DPCCH ihre momen- HS-DSCH: High Speed Downlink Shared
tane Signalqualität (Channel HS-SCCH: High Speed Shared Control
Quality Indicator, CQI). HS-PDSCH: High Speed Physical Downlink Shared

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


Anpassung der Übertragungsbandbreite

Die Vergabe der HS-PDSCH-


Spreizcodes an ein UE wird auf-
grund des Mobilfunkkanal-Fading
alle 2 ms aktualisiert.
Dadurch wird die Übertragungs-
bandbreite des HS-PDSCH über
mehrere Nutzer ausgemittelt
(„Nutzer-Diversität“).
Modulation und Vorwärtsfehler-
korrektur werden an die momentanen Modulation
Code- 5 10 15
Übertragungsbedingungen des UE Rate Kanäle Kanäle Kanäle
angepasst (Adaptive Modulation and 1/4 0,6 1,2 1,8
Coding Scheme, AMCS). QPSK 1/2 1,2 2,4 3,6
Die Messung der Signalqualität, die 3/4 1,8 3,6 5,4
zur Anpassung der Datenrate an das 1/2 2,4 4,8 7,2
Mobilfunkkanal-Fading nötig ist, wird 16-QAM 3/4 3,6 7,2 10,7
gleichzeitig für die optimale Verteilung
1 4,8 9,6 13,9
der UE-Sendeleistungen genutzt.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

Quadratur-Modulation (M-QAM, M-QAPSK)


z. B. M = 16

I- Kanal dIm (i)


Mapper g(t) z. B. M = 16
S / P - Umsetzung

d( t ) Impulsformer s M−QAM ( t )
cos(ω T t )
I

Q- Kanal d Q m (i)
Mapper g(t)

theoretische
Bandbreiten-
− sin(ω T t )
Effizienz:
dIm ( t )
1 !/
+<=,>< 0 *
TP
Kom-
23
parator
P / S- Wandler
De- Mapping

s M− QAM ( t ) d( t )
cos(ω T t )

Kom-
TP
parator t binär

dQm (t)
− sin(ω T t ) Bildquelle: H.-J. Thomanek,
Vorlesungsskript „Übertragungstechnik“

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


HSDPA: Änderungen im Protokollstapel (Layer 2)

PDCP: Packet Data


Convergence
Protocol
RLC: Radio Link Control
MAC-d: MAC dedicated
MAC-hs: MAC high speed
FP: Frame Protocol

Verringerung des Round-Trip-Delay (RTD) auf typisch ca. 100 ms:


Reduzierung der Slot-Zeit des Transportkanals von 10 ms (UMTS/Rel. 99) auf 2 ms
durch Verlagerung der Kanalzuweisung (Scheduling) vom RNC in den Node B
zusätzliche Paketwiederholung im MAC-Layer (Hybrid Automatic Repeat Request)
Dadurch kann die FEC-Code-Rate (Vorwärtsfehlerkorrektur) angehoben werden!
Flusskontrolle:
Durch die flexible Belegung der HS-PDSCH muss der Datenfluss zwischen Netzwerk
und Node B gesteuert werden.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

HSPA Endgerätekategorien für den Downlink (Auswahl)

Max. Anzahl Max. Anzahl Theoretisch


Beste MIMO u./o.
Release Kat. HS-PDSCH- Transport-Bits max. Datenrate
Modulation Dual Cell
Codes je TTI [Mbit/s]
5
11 5 QPSK 3630 1,8
HSDPA
6 5 16-QAM 7298 - 3,6
6 8 10 16-QAM 14411 - 7,2
HSPA 9 15 16-QAM 20251 - 10,2
10 15 16-QAM 27952 - 13,9
7 14 15 64-QAM 42192 - 21,1
HSPA+ 16 15 16-QAM 27952 2x2 MIMO 27,9
8 20 15 64-QAM 42192 2x2 MIMO 42,2
HSPA+ 24 15 64-QAM 42192 DC 42,2
9
28 15 64-QAM 42192 DC + 2x2 MIMO 84,4
HSPA+

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


High Speed Uplink Packet Access (HSUPA)

Mit der Release 6 (2004) wurde


HSUPA eingeführt, um auch im
Uplink die Datenraten zu erhöhen.
Dazu wurde ein neuer Transport-
kanal E-DCH spezifiziert, der
jeweils einem Endgerät dediziert
zugewiesen wird.
Die Datenrate wird durch die
gleichzeitige Nutzung von maximal E-DCH: Enhanced Dedicated E-HICH: E. HARQ Information
4 dedizierten, physikalischen E-DPDCH: E. D. Physical Data E-AGCH: E. Access Grant
E-DPCCH: E. D. Physical Control E-RGCH: E. Relative Grant
Kanälen E-DPDCH mit kleinen
Spreizfaktoren (SF=2, SF=4)
erhöht („Multi-Code-Kanal“). Das HSUPA-Management erfolgt durch den
Node B. Dafür muss das UE drei weitere Downlink-
Über den Signalisierungskanal
Kanäle unterstützen (E-HICH, E-AGCH, E-RGCH).
E-DPCCH informiert das UE den
Node B u. a. über die Spreizcodes Das gleichzeitige Telefonieren (12 bis 64 kbit/s)
und deren Spreizfaktoren. muss ebenfalls möglich sein.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

Anzahl der Kanäle eines HSPA-Endgeräts (Release 6)

Typ HSUPA ↑ HSUPA ↓ HSDPA ↑ HSDPA ↓ Telefonieren ↓↑

1 E-HICH
Signalisierung 1 E-DPCCH 1 E-AGCH 1 HS-DPCCH 1 HS-SCCH 1 DPCCH
1 E-RGCH

1 o. 2 o. 4 5 - 15
Daten 1 DPDCH
E-DPDCH HS-PDSCH

Uplink:
2 - 5 Kanäle 1 Kanal 1 Kanal
4 - 7 Kanäle

Downlink:
3 Kanäle 6 - 16 Kanäle 1 Kanal
10 - 20 Kanäle

Hinweis: Während eines Soft Handover müssen einige der Kanäle mit mehreren
Funkzellen bzw. Sektoren zusätzlich betrieben werden.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport


HSUPA: Änderungen im Protokollstapel (Layer 2)

PDCP: Packet Data


Convergence
Protocol
RLC: Radio Link Control
MAC-d: MAC dedicated
MAC-es: MAC-e selection
MAC-e: MAC for E-DCH
FP: Frame Protocol

Verringerung des Round-Trip-Delay (RTD):


optionale Reduzierung der Slot-Zeit des Transportkanals von 10 ms auf 2 ms
Verlagerung der Kanalzuweisung (Scheduling) vom RNC in den Node B
zusätzliche Paketwiederholung im MAC-Layer (Hybrid Automatic Repeat Request)
Flusskontrolle:
Durch die flexible Belegung der E-DPDCH muss der Datenfluss zwischen Netzwerk
und Node B gesteuert werden.

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

HSPA Endgerätekategorien für den Uplink

Release Kat. Maximale Anzahl Modulation Max. Anzahl Max. Anzahl Theoretisch
Codes Transport-Bits Transport-Bits max. Datenrate
je TTI 10 ms je TTI 2 ms [Mbit/s]
1 1 (1 x SF4) BPSK 7110 - 0,71
2 2 (2 x SF4) BPSK 14484 2798 1,45 | 1,40
6 3 2 (2 x SF4) BPSK 14484 - 1,45

HSPA 4 2 (2 x SF2) BPSK 20000 5772 2,89 | 2,00


5 4 (2 SF2 + 2 SF4) BPSK 20000 - 2,00
6 4 (2 SF2 + 2 SF4) BPSK 20000 11484 2,00 | 5,74

7
BPSK,
7 4 (2 SF2 + 2 SF4) 20000 22996 2,00 | 11,5
16-QAM
HSPA+

Vorlesung Mobilfunksysteme, Prof. Dr.-Ing. Volker Delport

Das könnte Ihnen auch gefallen