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Recht II

Das Dokument behandelt die wichtigsten Vertragstypen des BGB, einschließlich Kauf- und Mietverträge, sowie deren Primär- und Sekundärpflichten. Es erläutert die Vertragsfreiheit, Gewährleistungsrechte und spezifische Regelungen für Verbrauchsgüterkäufe und Wohnraummietverhältnisse. Zudem werden die Unterschiede zu Tausch- und Schenkungsverträgen sowie die Abgrenzung zu Pacht- und Leihverträgen aufgezeigt.

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Isabelle Klingelberg
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Recht II

Das Dokument behandelt die wichtigsten Vertragstypen des BGB, einschließlich Kauf- und Mietverträge, sowie deren Primär- und Sekundärpflichten. Es erläutert die Vertragsfreiheit, Gewährleistungsrechte und spezifische Regelungen für Verbrauchsgüterkäufe und Wohnraummietverhältnisse. Zudem werden die Unterschiede zu Tausch- und Schenkungsverträgen sowie die Abgrenzung zu Pacht- und Leihverträgen aufgezeigt.

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LEKTION 1: DIE WICHTIGSTEN VERTRAGSTYPEN DES BGB

– Vertragsrecht: die Gesamtheit der Vorschriften, die das Zustandekommen, den Inhalt
und die Abwicklung von Verträgen regeln
– Typengemischte Verträge Verträge, die mehrere (gesetzlich geregelte) Vertragstypen
! kombinieren,

während Verträge sui generis neue Vertragsarten darstellen, die gesetzlich nicht geregelt sind
– Vertragsfreiheit: besagt, dass jeder frei darüber entscheiden kann, ob und mit wem er ein en
Vertrag abschließen will (Abschlussfreiheit), und dass die Parteien den Inhalt des Vertrags
frei bestimmen können, ohne an die Vertragstypen des BGB gebunden zu sein I Inhaltsfreiheit)
– Primärp ichten ergeben sich unmittelbar aus dem jeweiligen Vertrag. Ihre Erfüllung ist Ziel und
!

18241 Abs .
2 BGB)
Zweck des Vertrags: leistungsbezogene P ichten (241 Abs 1 BGB)/nicht leistungsbezogene Pflichten
.

– Sekundärp ichten · entstehen erst bei Störungen im Vertragsverhältnis, wenn also eine
Primärp icht nicht erfüllt wurde (Ansprüche wegen Leistungsstörung).Diese sind einerseits
im Allgemeinen Teil des Schuldrechts geregelt, aber auch speziell für einzelne Verträge im
Besonderen Teil des Schuldrechts. Die allgemeinen Sekundäransprüche kommen in der Regel
nur zur Anwendung, wenn es keine gesetzliche Regelung zu speziellen Sekundäransprüchen gibt.
Falschlieferung : Alindlieferung
1. Kaufvertrag
– Der Gegenstand eines Kaufvertrags ist eine Sache (§ 90 BGB), wie ein Brötchen oder ein PkW,
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BEB
können auch Rechte wie Marken, Patente, Gesellschaftsanteile oder Forderungen 15453Abs 1S 1 1 . .
.

sowie sonstige Gegenstände wie Strom, Gas und Heizöl (§ 453 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 BGB) se in
– Die Primärp ichten beim Kaufvertrag sind:
• Verkäufer: Der Verkäufer ist einer Sache verp ichtet, die Sache zu übergeben und dem
Käufer Eigentum daran zu verschaffen (§ 433 Abs. 1 S. 1 BGB).
• Käufer: Der Käufer ist verp ichtet, die Sache abzunehmen und den vereinbarten KaufpreiS
zu zahlen (§ 433 Abs. 2 BGB)
Sach- und Rechtsmängel
– Sachmangel liegt vor, wenn die Sache bei Gefahrübergang nicht den subjektiven Anforderungen,
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nicht den objektiven Anforderungen oder nicht den Montageanforderungen entspricht (5434 Abs 1 BGB) .

– Gefahrübergang: den Zeitpunkt, in dem die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen
Verschlechterung der Sache vom Verkäufer auf den Käufer übergeht
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– Subjektiven Anforderungen: Zur Beschaffenheit einer Sache gehören dabei Art, Menge,
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Qualität, Funktionalität, Kompatibilität, Interoperabilität und sonstige Merkmale der Sache


(§ 434 Abs. 2 S. 2 BGB). Zudem muss sich die jeweilige Sache
• für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignen(§434Abs.2S.1Nr.2), also (zB
ein Ladekabel enthalten, das für Smartphone-Typ geeignet ist
• mit dem vereinbarten Zubehör und den vereinbarten Montage-und InstallationsanleitungeU
übergeben werden (§434Abs.2S.1Nr.3BGB), also zB: ein gekaufter Schrank mitsamt korre Ker
Montageanleitung, mit der der Schrank aufgebaut werden kann.
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– Objektiven Anforderungen: wenn Sache kumulativ nicht alternativ (434 Abs. 3 S. 1 BGB). -

• sich für die gewöhnliche Verwendung eignet (§ 434 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 BGB)
• eine Beschaffenheitaufweist, die bei Sachen derselben Art üblich ist und die der Käufer
erwarten kann (§ 434 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 BGB),
• der Beschaffenheit einer Probe oder eines Musters entspricht, die/das dem Käufer vor
Vertragsschluss zur Verfügung gestellt wurde (§ 434 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 BGB),
• mit dem Zubehör wie Verpackungen und Anleitungen übergeben wurde, wie der Käufer
es erwarten kann (§ 434 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 BGB).
– Charakteristisch für die übliche Beschaffenheit gem. § 434 Abs.3S.1 Nr. 2 BGB sind die
Menge, Qualität und sonstige Merkmale der Sache, einschließlich ihrer Haltbarkeit, Funktionalität,
Kompatibilität und Sicherheit (§ 434 Abs. 3 S. 2 BGB)
– Haltbarkeit ist nicht eine Haltbarkeitsgarantie für einen bestimmten Zeitraum zu verstehen ,

sondern eine zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs bestehende Fähigkeit, die erforderlicheU
Funktionen bei normaler Verwendung zu behalten
– Montageanforderungen entweder
• sachgemäß durchgeführt worden ist (§ 434 Abs. 4 Nr. 1 BGB), oder
• zwar unsachgemäß durchgeführt worden ist, dies jedoch weder auf einer unsachgemäßeN
Montage durch den Verkäufer noch auf einem Mangel in der vom Verkäufer übergebenen
Anleitung beruht (§ 434 Abs. 4 Nr. 2 BGB).
nighiá thogbao Knien nai

– Rügeobliegenheit: Nach § 377 HGB muss bei Geschäften unter Kau euten (§ 1 ff. HGB)
der Käufer die Ware unverzüglich nach der Lieferung untersuchen und Mängel anzeigen.
Andernfalls sind die Gewährleistungsrechte ausgeschlossen.
Gewährleistungsrechte
– Ist die Sache mangelhaft, hat der Käufer weitere Rechte und der Verkäufer weitere P ichten
(Sekundärp ichten beim Kaufvertrag auch als Gewährleistungsrechte bezeichnet)
Nacherfüllung
– Der Käufer kann Nacherfüllung verlangen (§ 439 BGB), also die Lieferung einer mangelfreien
.

Ware oder die Reparatur der mangelhaften Ware


– Im Kaufrecht gilt der Vorrang der Nacherfüllung gegenüber den übrigen Gewährleistungsrechten
Der Käufer muss den Verkäufer daher zunächst zur Nacherfüllung auffordern und ihm dafü j
eine angemessene Frist setzen, bevor er andere Rechte geltend machen kann
Rücktritt
– Der Käufer kann vom Vertrag zurücktreten (§§437Nr.2 Alt.1,140, 323 und 326 Abs. 5 BG B) :

Der Vertrag wird in diesem Fall rückabgewickelt, der Verkäufer gibt den Kaufpreis zurück,
der Käufer die Sache. Fristsetzung:
• wenn der Verkäufer die Nacherfüllung ernsthaft und endgültig verweigert(§323Abs.2 Nr. 1 BGB)
• beim relativen Fixgeschäft (§ 323 Abs. 2 Nr. 2 BGB), also wenn die Lieferung für einen
bestimmten Zeitpunkt vereinbart war;
• beim Vorliegen sonstiger besonderer Umstände unter Abwägung der beiderseitigen Interessen
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(§ 323 Abs. 2 Nr. 3 BGB), etwa wenn der Verkäufer einen Mangel arglistig verschwiegen hat nat
doj

• bei Unmöglichkeit der Nacherfüllung (§326Abs.5 BGB),etwa weil der Kaufgegenstand ein Unikatist
• wenn der Verkäufer beide Arten der Nacherfüllung wegen hoher Kosten verweigert 19439 Abs. 4 BGB)
• wenn die Nachbesserung fehlgeschlagen ist und somit eine Nachbesserung nach dem
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erfolglosen zweiten Versuch als fehlgeschlagen gilt (§ 440 S. 2 BGB)
Minderung
– Der Käufer kann den Kaufpreis mindern (§ 441 BGB), also weniger bezahlen (wie Rücktritt)
– Um das Minderungsrecht geltend zu machen, gelten die erfolglose oder entbehrliche Fristsetzung
Schadensersatz
– Der Käufer kann zudem Schadensersatz verlangen (§§ 440, 280, 281, 283 und 311a BG B)
auch die erfolglose oder entbehrliche Fristsetzung erforderlich
Ersatz vergeblicher Aufwendungen
– Der Käufer kann anstelle des Schadensersatzes statt der Leistung Ersatz für vergebliche
Aufwendungen verlangen BGB)
(S284(§
Aufwendungen verlangen 284 BGB).
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– Zu der gesetzlichen Mängelhaftung kann der Verkäufer auch eine Garantie nach § 443 B GB
übernehmen
– Für die Verjährung kaufrechtlicher Gewährleistungsansprüche gilt § 438 BGB, wonach
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die Ansprüche (außer bei Bauwerken) nach zwei Jahren mit Ablieferung verjähren
Verbrauchsgüterkauf
– Verbrauchsgüterkauf: ist ein Vertrag, durch den ein Verbraucher von einem Unternehmer
eine bewegliche Sache kauft
– Unternehmer: ist nach § 14 BGB jede natürliche oder juristische Person, die bei Abschlus des

Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen / selbstständigen beru ichen Tätigkeit handelt


– Verbraucher: sind nach §13 BGB nur natürliche Personen, die das Rechtsgeschäft zu einem Zweck
abschließen, der weder ihrer gewerblichen noch selbstständigen beru ichen Tätigkeit zuzurechnen ist
– §477 BGB bei einem Mangel, der innerhalb eines Jahres nach Gefahrenübergang auftaucht,
vermutet, dass die Sache bereits beim Kauf mangelhaft war
– Neue Bestimmungen über Verbrauchsgüterkäufe über digitale Produkte sowie Waren mit
digitalen Elementen eingefügt (§§ 475a-475e BGB) zum 01.01.2022
– Die §§ 475b-475c BGB enthalten ergänzende Regelungen zum Begriff des Sachmangelsund zu
den Mängelrechten bei Verbrauchsgüterkaufverträgen über Waren mit digitalen Inhalten
Abgrenzung zu Tausch und Schenkung
– Beim Kauf wird eine Sache gegen Geld übereignet, beim Tausch gegen eine andere Sacne
,

bei der Schenkung unentgeltlich.


– Beim Tauschvertrag ist kein Entgelt zu zahlen, sondern die Gegenleistung besteht in der
Übergabe und Übereignung einer Sache (§ 480 BGB)
– Schenkung liegt vor bei einer unentgeltlichen Zuwendung, durch die jemand aus seinem
Vermögen einen anderen bereichert (§ 516 BGB)
– Eine Schenkung kann nach § 530 Abs. 1 BGB widerrufen werden, wenn sich der Beschenkte
durch eine schwere Verfehlung gegen den Schenker oder einen nahen Angehörigen des
Schenkers groben Undanks schuldig macht
2. Mietvertrag
– Durch einen Mietvertrag verp ichtet sich der Vermieter zur Überlassung einer Sache
zum Gebrauch auf Zeit gegen Zahlung einer Miete durch den Mieter (§ 535 BGB)
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– Im BGB nden sich in den §§ 535–548 BGB Vorschriften, die für alle Mietverträge gelten
– In den §§549–577a BGB nden sich die besonderen Regelungen, die nur für Wohnraummiete gelten
– §578 BGB regelt die Miete von Grundstücken und auf Räume, die keine Wohnräume
– Ein Mietvertrag kann formfrei, mündlich geschlossen werden
– Die Primärp ichten beim Mietvertrag sind:
• Vermieter: Der Vermieter muss dem Mieter den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit
gewähren (Besitzverschaffung an der Sache) und die Mietsache in einem vertragsgemäßen
Zustand halten (Instandhaltungsp icht) (§ 535 Abs. 1 BGB)
• Mieter: Der Mieter muss die vereinbarte Miete bezahlen und die Mietsache nach MietendC
zurückgeben (§ 535 Abs. 2 BGB).
Gewährleistungsrechte
– Die Sache muss mangelfrei sein. Der Mieter hat folgende Sekundäransprüche:
• Anspruch auf Schadensersatz (§ 536a Abs. 1 BGB); loai bo

• Anspruch auf Selbstvornahme und Aufwendungsersatz, wenn der Vermieter mit der Beseitigung
des Mangels in Verzug ist (§ 536a Abs. 2 Nr. 1 BGB) oder es sich um eine Notmaßnahme handelt
(§ 536a Abs. 2 Nr. 2 BGB);
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• Entfall der P icht zur Mietzahlung, wenn der Mangel die Tauglichkeit zum vertragsgemäßen
sus giani

Gebrauch aufhebt (§ 536 Abs. 1 S. 1 BGB), wenn z. B. bei einer Wohnung im Winter die Heizung
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komplett ausfällt oder dort starker Schimmelbefall vorhanden ist


si phi höp

• Anspruch auf Mietminderung, wenn der Mangel die Tauglichkeit zum vertragsgemäßen Gebrauch
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mindert (§ 536 Abs. 1 S. 2 BGB), wenn z. B. bei einer Wohnung die Fenster undicht sind,
sodass höhere Heizkosten entstehen
– Es ist beim Mietvertrag nicht erforderlich, die Minderung ausdrücklich zu erklären, da sie
nach § 536 Abs. 1 S. 1 BGB automatisch eintritt. Dem Vermieter ist jedoch der Mangel nach
§536c Abs. 1 S. 1 BGB anzuzeigen. Andernfalls hat der Mieter keinen Anspruch auf Minderung
und Schadensersatz und kann auch nicht außerordentlich kündigen (§ 536c Abs. 2 BGB)
– Der Schadensersatzanspruch nach § 536a Abs. 1 BGB besteht in drei Fällen:
+ Sofern der Mangel schon bei Überlassung der Mietsache vorgelegen hat,ist nach §536a
Abs. 1 Alt. 1 BGB kein Verschulden des Vermieters erforderlich
+ Sofern der Mangel später auftritt, kann Schadensersatz nur bei einem Verschuldendes des
werden (536a . 1 Al 2 BGB den der Vermieter zu vertreten hat"
Vermieters verlangt
Vermieters verlangt werden (§ Abs
536a
.

Abs. 1 Alt.
, 2 BGB, „den der Vermieter zu vertreten
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+ Sofern der Vermieter mit der Beseitigung des Mangels in Verzug kommt (§536Abs.1Alt. 3 BGB),
müssen auch die weiteren verzugsbegründenden Voraussetzungen nach den §§ 280 Abs. 2 286 BGB ,

erfüllt sein, z. B. eine Mahnung durch den Mieter.


– Der Vermieter hat seinerseits einen Unterlassungsanspruch bei vertragswidrigem Gebrauch der

Sache (§541 BGB) sowie einen Schadensersatzanspruch, wenn die Mietsache beschädigt wird

Besonderheiten bei Wohnraummietverhältnissen


– Für Mietverträge über Wohnräume gelten die besonderen Regelungen in den §§ 549ff. BGB
– Der Mieter kann jederzeit schriftlich unter Beachtung der Fristen des §573c Abs.1 S.1BGB
ordentlich kündigen bzw. außerordentlich gem. §§543, 569 BGB (zB. wegen Gesundheitsgefährung)
– Der Vermieter kann nur ordentlich kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse an der
Beendigung des Mietverhältnisses hat
auyen cain giu aia du wha

– Vermieterpfandrecht: Der Vermieter hat zur Sicherung seiner Forderungen ein Pfandrecht
an den in der Wohnung be ndlichen Sachen
co thre do vay

Abgrenzung zu Pacht- und Leihverträgen


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– Bei der Pacht (§ 581 BGB) steht die sog. Fruchtziehung im Vordergrund do thre
the shop rot

+ Zweck eines solchen Vertrags ist, dass der Pächter die Erträge der gepachteten Sache
behalten und nutzen darf
– Leihvertrag (§ 598 BGB) ist, dass der Verleiher dem Entleiher eine Sache unentgeltlich
zum Gebrauch überlässt und eben nicht gegen eine Mietzahlung
+ Bei der Leihe ist der Verleiher nicht verp ichtet, die Sache instand zu halten und er auch
für Mängel nur sehr eingeschränkt haftet (§ 600 BGB)
über
– Bei all diesen Verträgen geht das Eigentum an der Sache nicht an den Mieter/Pächter/ Entleiher
vay von

3. Darlehensvertrag
– Durch einen Darlehensvertrag verp ichtet sich die eine Partei (Darlehensgeber), der andeven
Partei (Darlehensnehmer) einen bestimmten Geldbetrag gegen Zahlung von Zinsen für eine
bestimmte Zeit zur Verfügung zu stellen (§ 488 BGB)
– Beim Sachdarlehen muss nur eine gleichwertige Sache am Ende der Vertragslaufzeit
zurückgegeben werden (§§ 607–609 BGB)
– Wird vereinbart wie hoch die Zinsen sind und wann diese bezahlt werden müssen 15488 Abs 2 BGB) .

wann die Rückzahlung des Darlehens erfolgen muss (Fälligkeit) und ob noch eine zusätzliche
Bearbeitungsgebühr
zusätzliche anfällt.
Bearbeitungsgebühr anfällt.
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– Die Primärp ichten beim Darlehensvertrag sind:
• Darlehensgeber: Der Darlehensgeber muss den vereinbarten Geldbetrag zur Verfügung
stellen (§ 488 Abs. 1 S. 1 BGB).
• Darlehensnehmer: Der Darlehensnehmer muss den geschuldeten Zins zahlen und bei
Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzahlen (§ 488 Abs. 1 S. 2 BGB)
Beendigung
– Der Darlehensvertrag endet bei Fälligkeit, also zu dem Zeitpunkt, für den die Rückzahlun9
vereinbart wurde (von drei Monaten ordentlich kündigen (§ 488 Abs. 3 S. 1 und 2 BGB)
– Nur bei zinslosen Darlehen kann der Darlehensnehmer nach § 488 Abs. 3 S. 3 BGB den
Vertrag allein durch Rückzahlung ohne vorherige Kündigung beendigen
– In den §§ 489 f. BGB nden sich Sondervorschriften zur ordentlichen Kündigung von
Darlehensverträgen mit gebundenem Sollzinssatz und zur außerordentlichen Kündigung
Verbraucherdarlehen
– Formvorschriften (§§ 492 ff. BGB) oder ein 14-tägiges Widerrufsrecht des Verbrauchers
nach §§ 495 Abs. 1, 355 BGB, §§ 491 ff. BGB Sondervorschriften für Verbraucherdarlehen
– Verbraucherdarlehensverträge sind nichtig, wenn sie nicht schriftlich geschlossen werdeM
(§492 Abs.1 BGB), werden jedoch gültig, soweit der Darlehensnehmer das Darlehen empfanst oder
in Anspruch nimmt, dann aber mit für den Verbraucher günstigen Bedingungen (§ 494 Abs. 2 BGB)
4. Werkvertrag
– Durch einen Werkvertrag verp ichtet sich eine Partei (Unternehmer) zur Herstellung eineS
individuellen Werks und die andere Partei (Besteller) zur Zahlung der vereinbarten Vergütung (Wert
baicas dusen mon

– Die Primärp ichten beim Werkvertrag sind (B Erstellung eines Gutachtens Reparatur einer Sache
: ,

• Unternehmer: Der Unternehmer ist zur Herstellung des Werks und zur Übergabe und ggf.
Übereignung des Werks verp ichtet (§ 631 Abs. 11. HS BGB).
• Besteller: Der Besteller muss die vereinbarte Vergütung bezahlen(§[Link] BGB)
und das Werk abnehmen (§ 640 BGB)
– Beim Werkvertrag wird ein bestimmter Arbeitserfolg geschuldet, beim Dienstvertrag hing egen
nur die Arbeitsleistung
Werklieferungsvertrag
– Werklieferungsvertrag liegt vor, wenn der Vertrag die Lieferung herzustellender oder zu
erzeugender beweglicher Sachen zum Gegenstand hat. (B Herstellung eines Schranks
:

erzeugender beweglicher Sachen zum Gegenstand hat


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Abnahme
– Die Zahlung der Vergütung ist nicht sofort fällig, sondern erst bei der Abnahme des WerkS
zu entrichten (§ 641 Abs. 1 S. 1 BGB)
– Die Abnahme ist die Erklärung des Bestellers, dass das Werk im Wesentlichen vertragsgema"B
ist und kann mündlich, schriftlich oder durch Ingebrauchnahme des Werks erfolgen
5641 – Abnahme ktion: das Werk als abgenommen gilt, wenn der Unternehmer dem Besteller nach
Abs 2
Fertigstellung des Werks eine angemessene Frist zur Abnahme gesetzt hat und der Bestell er
.

BEB
die Abnahme nicht innerhalb dieser Frist unter Angabe mindestens eines Mangels verweigert hat .

bar kann

Gewährleistungsrechte
– Ist das Werk mangelhaft, hat der Besteller folgende Rechte:
• Er kann Nacherfüllung (§ 635 BGB) verlangen;
• er kann den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen
(sog. Selbstvornahme, § 637 BGB);
• er kann vom Vertrag zurücktreten (§§ 636, 323 und 326 Abs. 5 BGB);
• er kann die Vergütung mindern (§ 638 BGB);
• er kann Schadensersatz verlangen (§§ 636, 280, 281, 283 und 311a BGB);
• er kann Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen (§ 284 BGB)
auyeir cain gius

Werkunternehmerpfandrecht (5647BGB)
– Der Unternehmer hat für seine Forderungen aus dem Vertrag ein Pfandrecht an den von
ihm hergestellten oder ausgebesserten beweglichen Sachen des Bestellers
– Er kann diese (wie beim Vermieterpfandrecht auch) zurückbehalten und bei Fälligkeit der
si dug

Forderung durch Pfandverkauf verwerten


Beendigung
– Der Besteller kann bis zur Vollendung des Werks nach § 648 BGB jederzeit den Vertrag
kündigen, ist dann jedoch verp ichtet, dem Unternehmer die vereinbarte Vergütung zu bezahlen
– Beide Vertragsparteien können den Vertrag zudem außerordentlich aus wichtigem Grund
kündigen (§648a BGB). In diesem Fall ist der Unternehmer nur berechtigt, die Vergütung
zu verlangen, die auf den bis zur Kündigung erbrachten Teil des Werks entfällt (§ 648a Abs 5BGB) .

phon da hoan thank

5. Dienstvertrag
– In einem Dienstvertrag (§§ 611–630 BGB) wird vereinbart, dass jemand einen bestimmten Dienst
erbringt (Dienst verpflichteter) und der anderen ihm dafür eine Vergütung zahlt (Dienstberechtigter)
bestimmten Dienst erbringt (Dienstverp ichteter) und der andere ihm dafür eine Vergütung ,
nur eine bestimmte Tätigkeit geschuldet (B Zubereitung von Speisen:
Schulungen , Beratung, ... ,
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– Der Dienstberechtigte hat ein Weisungsrecht und trägt das Kostenrisiko
– Die Primärp ichten beim Dienstvertrag sind:
• Dienstverp ichteter: ist zur Leistung der versprochenen Dienste entsprechend der vertraglichen
Vereinbarung verp ichtet (§ 611 BGB).
• Dienstberechtigter: muss die vereinbarte Vergütung bezahlen(§ 611 BGB).
– Die Vergütung ist erst nach der Leistung der Dienste fällig (§ 614 BGB).
Anwendung
– Für den Dienstvertrag kommt das allgemeine Leistungsstörungsrecht nach §§ 241 [Link]
– Es gibt keine Haftung für Sach- oder Rechtsmängel, sondern nur die Möglichkeit zum
Schadensersatz wegen P ichtverletzung
Beendigung
– Das Dienstverhältnis endet durch den Tod des Dienstverp ichteten (sofern er die Leistun9
in Person erbringen muss), mit Ablauf der vereinbarten Zeit (§ 620 BGB), mit Erreichung seines
Zwecks oder durch Kündigung (ordentliche Kündigung § 621 BGB, fristlose Kündigung § 627BGB)
– Bei der Beendigung eines dauernden Dienstverhältnisses kann der Dienstverp ichtete
ein schriftliches Zeugnis verlangen (§ 630 BGB)
Arbeitsvertrag
– Arbeitsvertrag liegt vor, wenn der Arbeitnehmer im Dienste eines anderen zur Leistung
weisungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit in persönlicher Abhängigkeit verp ichtet ist
(§ 611a Abs. 1 S. 1 BGB)
ITzBfG)
– Arbeitsrechts: zB. das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) oder das Teilzeit- und Befristungesgesetz
+ Kündigungsfristen (§ 622) BGB und die Kündigung bedarf der Schriftform (§ 623 BGB),
Behandlungsvertrag (§§ 630a ff. BGB)
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LEKTION 2: WEITERE VERTRAGSTYPEN UND BESONDERHEITEN

1. Schenkungsvertrag
Allgemeines
– Nach der Legalde nition in §516 Abs.1 BGB ist eine Schenkung eine unentgeltliche Zuwendung,
durch die jemand aus seinem Vermögen einen anderen bereichert
– Kennzeichnend für die Schenkung ist die einseitige Verp ichtung aus einem Vertrag, da
nur der Schenker daraus verp ichtet und gebunden wird. Zudem muss die Zuwendung unentgeltlich
sein d.h., der vermögensmäßigen Zuwendung darf keine Gegenleistung gegenüberstehen.
– zu Beweiszwecken im Fall von Streitigkeiten ordnet § 518 BGB an, dass die Wirksamkeit
con dig dung han

des Schenkungsversprechens der notariellen Beurkundung (§ 128 BGB) bedarf


– Handschenkung: die immer dann gegeben ist, wenn vor der Übergabe des Geschenks
kein Schenkungsversprechen erfolgt ist (§ 362 BGB)
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Schenkung unter Au age


– Die Schenkung wird mit der Bedingung versehen, dass der Beschenkte auf der GrundlagL
oder aus dem Wert der Zuwendung eine bestimmte Leistung zu erbringen hat (§ 525 BGB)
– Der Beschenkte ist nur in den engen Grenzen des § 526 BGB berechtigt, den Vollzug de↑
Au age zu verweigern
– Der Wert der Schenkung muss unter dem Wert oder Preis des Vollzugs der Au age liegeM .

Gleicht aber der Schenker die Differenz aus, so muss der Beschenkte die Au age vollziehen
Haftung des Schenkers
– Vollzieht der Schenker die Schenkung nicht sofort, sondern gibt er nur ein Schenkungsversprechen
co'i so sucit

ab und bleibt zunächst im Besitz der Sache, haftet er für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit (5521BGB)
– Verschweigt der Schenker allerdings arglistig Sach- oder Rechtsmängel, hat der Besche nkte
einen entsprechenden Schadensersatzanspruch (§§ 523, 524 BGB)
bas rei

Einrede des Notbedarfs und der Verarmung


– Der Fall, wenn und soweit der Schenker bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verp icht ungen
außerstande ist, das Schenkungsversprechen zu erfüllen, ohne dass sein angemessener
Unterhalt oder die Erfüllung der ihm kraft Gesetzes obliegenden Unterhaltsp ichten gefährdet
wird (§ 519 Abs. 1 BGB)
Notbedarf nach 9528 Abs. 1BGB
-
Der Schenker ist berechtigt die Leistung zu verweigern ,
,
wenn ein eintritt
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Widerruf der Schenkung
– Der Schenker kann eine Schenkung widerrufen, wenn sich der Beschenkte durch eine
schwere Verfehlung gegen den Schenker oder einen nahen Angehörigen des Schenkers
groben Undanks schuldig macht (die Bedrohung des Lebens des Schenkers, eine Körper-
verletzung, eine grundlose Strafanzeige oder schwere Beleidigungen) (§530 Abs. 1BGB)
– Nach § 531 Absatz 1 BGB, dass der Widerruf durch Erklärung gegenüber dem Beschenkten
zu erfolgen hat (keine notarielle Beurkundung). Nach § 532 BGB ist ein Widerruf ausgeschlossen ,
wenn der Schenker dem Beschenkten verziehen hat (oder 1Jahr)
Abgrenzung zu unbenannten Zuwendungen in der Ehe
– Unbenannten Zuwendungen: unentgeltlichen Zuwendungen, die von einem Ehepartner
Hon ver Lien tua

innerhalb einer intakten Ehe an den anderen ießen, sind unter dem Vorbehalt des Fortbestands
der Ehe gemacht worden (familienrechtliches Rechtsverhältnis anzusehen)
2. Leihe
Allgemeines
– Die Leihe: ist eine unentgeltliche Gebrauchsüberlassung im Hinblick auf einen körperlichen
Gegenstand (beweglich oder unbewegliche Sache nach § 90a S. 3 BGB)
– Die Leihe ist ein zweiseitiger Vertrag, der nach den allgemeinen Regeln (§§145 ff. BGB)zustande
kommt
– Der Verleiher ist nach § 598 BGB zur unentgeltlichen Gebrauchsüberlassung verp ichtet
(5603BGB)
– Der Entleiher darf von der Sache nur in dem vertraglich bestimmten Umfang Gebrauch machen
I

muss für die gewöhnliche Erhaltung der Sache sorgen (§ 601 Abs. 1 BGB), ist verp ichtet,die Sache
mit dem Ende der vertraglich vereinbarten Zeit wieder an den Verleiher zurückzugeben (§ 604BGB)
Abgrenzung zu anderen Vertragstypen
– Die Leihe grenzt sich vom Mietvertrag in zweierlei Hinsicht ab: zum einen durch die fehlende
Entgeltlichkeit, zum anderen aufgrund der Erhaltungsp icht im Hinblick auf die Sache, die
nach § 601 Abs. 1 BGB beim Entleiher liegt
– Beim Sachdarlehen: nur andere Sachen gleicher Art und Güte (§607 Abs.1 BGB)zurückzugewähren
– Gefälligkeitsverhältnis: Liegt ein solches Verhältnis ohne rechtliche Bindung vor, so kann
der „Verleiher“ die Sache jederzeit herausverlangen (§§ 985, 812 BGB)
– Liegt ein echter Leihvertrag vor, ist der Entleiher nur unter den Voraussetzungen der §§
604, 605 BGB zur Rückgabe verp ichtet
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Rückgabeanspruch
– Rückgabeanspruch des Verleihers nach den §§604, 605 BGB. Die materiellen Voraussetzungen
dieses Anspruchs nach § 604 Abs. 1-3 BGB. Kündigungsgründe nach § 605 Nr. 1– 3 BGB
– Gibt der Entleiher die Sache nicht zurück, obwohl er vertraglich oder gesetzlich dazu verpflichtet
wäre, so kann der Verleiher statt der Rückgabe nach §§ 280 Abs. 1 und 3, 281 BGB vorge Ken
und Schadensersatz verlangen
– Nach § 242 BGB nach Treu und Glauben ausgeschlossen sein, wenn dem Verleiher durch die
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Verzögerung kein nennenswerter Nachteil entsteht und er auf die Sache nicht zwingend angewiesen
3. Tausch
– Tausch ist einen Wechsel der eigentumsrechtlichen Position der tauschenden Parteien
im Hinblick auf Sachen oder Rechte (§ 480 BGB)
– Beim Tausch wird eine andere Sache als Gegenleistung eingetauscht
– Die gesamten Regeln des Kaufrechts und insbesondere des Gewährleistungsrechts gelt end
auch für den Tauschvertrag
4. Verträge mit besonderen Betriebsformen und über digitale Produkte
– Außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge (Haustürgeschäfte) (§§ 312b BGB) ,

Fernabsatzverträge (§§ 312c–312h BGB) und Verträge im elektronischen Geschäftsverkeh ↑


(E-Commerce-Verträge) (§§ 312i–312j BGB)
– Fernabsatzverträge: handelt es sich um einen Verbrauchervertrag unter Nutzung von
stai bij mol gin

Fernkommunikationsmitteln (Kauf-, Werk-, Geschäftsbesorgungs- oder Maklerverträge)


– Fernkommunikationsmittel: sind klassische Mittel wie Briefe, Faxe oder Telefonanrufe, aber
auch modernere Mittel wie Internetauftritte, E-Mails oder SMS
– Der Vertragsschluss kommt zudem nur zustande, wenn der Verbraucher über einen Button
der mit „zahlungsp ichtig bestellen“ (§ 312j Abs. 3 BGB)
– Das Widerrufsrecht: ist ein einseitiges Gestaltungsrecht zur rückwirkenden Aufhebung
einer Willenserklärung
+ Dem Verbraucher steht nach § 312g BGB ein 14-tägiges Widerrufsrecht gemäß § 355 BGB zu .

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+ Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises (§ 355 Abs. 3 S. 1 BGB)


+ Im Falle eines Widerrufs müssen beide Parteien die empfangenen Leistungen innerhalb
von 14 Tagen zurückgeben (§ 357 Abs. 1 BGB)
fl
+ Beim Verbrauchsgüterkauf, darf der Unternehmer die Rückzahlung verweigern, bis er die
zurückgesandten Waren erhalten hat (§ 357 Abs. 4 BGB)
+ Der Verbraucher muss Wertersatz für Verschlechterungen der Sache leisten, sofern er
da hi dain

ordnungsgemäß darüber belehrt wurde (§ 357a Abs. 1 BGB)


– Ausnahmen vom Widerrufsrecht gem. § 312g Abs. 2 BGB: wenn die Waren individuell angefertigt
bi hi holg

wurden (§ 312g Abs. 2 Nr. 1BGB), leicht verderblich sind (§ 312g Abs. 2 Nr. 2 BGB), es sich
cot? hiin phog
um entsiegelte kopierbare Datenträger (§ 312g Abs. 2 Nr. 6 BGB) oder Zeitungen und Zeit schriften
(§ 312g Abs. 2 Nr. 7 BGB) handelt, Reisekomponenten und Kraftfahrzeugvermietungen13129 Abs I
link hier

– Digitale Inhalte: sind Daten, die in digitaler Form erstellt und bereitgestellt werden (§ 327
Abs. 2 S. 1 BGB), wie z. B. Software, Apps, Video- und Musikdateien und E-Books
– Digitale Dienstleistung: die dem Verbraucher die Erstellung, Verarbeitung oder Speischer ung
von Daten in digitaler Form ermöglichen oder den Zugang zu solchen Daten, die gemeinsame
Nutzung der Daten oder eine sonstige Interaktionen mit diesen ermöglichen (§ 327Abs.2 S .
2 BGB),

wie z. B. Software-as-a-Service oder Spiele, die über Cloud Computing angeboten werden
– Digitaler Inhalt ist bereitgestellt, sobald der digitale Inhalt oder die geeigneten Mittel für den
Zugang zu diesem oder das Herunterladen des digitalen Inhalts dem Verbraucher unmittel bar
oder mittels einer von ihm hierzu bestimmten Einrichtung zur Verfügung gestellt oder zugä nglich
gemacht worden ist (§ 327b Abs. 3 BGB)
– Digitale Dienstleistung ist bereitgestellt, wenn sie dem Verbraucher unmittelbar oder mittels
einer von ihm hierzu bestimmten Einrichtung zugänglich gemacht worden sind (§ 327b Abs 4 BGB) .

con Los

– Ist der Vertrag auf einen punktuellen Leistungsaustausch gerichtet, wird gemäß § 327k
Abs. 1 BGB vermutet, dass das Produkt bereits bei Bereitstellung mangelhaft war, wenn
sich der Mangel innerhalb eines Jahres seit der Bereitstellung zeigt
– Bei Verträgen, die auf die dauerhafte Bereitstellung digitaler Produkte gerichtet sind, wird
gemäß § 327k Abs. 2 BGB vermutet, dass das Produkt während der bisherigen Bereitstell ung
mangelhaft war, wenn sich ein Mangel im Bereitstellungszeitraum zeigt
– Der Verbraucher kann Nacherfüllung verlangen (§ 327l BGB), den Vertrag beenden (§
327m Abs. 1, 2 BGB), den Preis mindern (§ 327n BGB), gemäß § 280 I BGB oder § 327 m
Abs. 3 BGB Schadensersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen
– 2 Jahre nach erfolgter Bereitstellung, 12 Monate nach dauerhaften Bereitstellung
5. Typengemischte Verträge
– Handelt es sich um Verträge, die rechtliche Elemente mehrerer Vertragstypen enthalten,
dan en

aber doch durch den konkreten Zusammenhang so miteinander verwoben sind, dass sie
nur in ihrer Gesamtheit sinnvoll bestehen können
– Das unterscheidet sie von den sog. zusammengesetzten Verträgen, die rechtlich allein
bestehen könnten und nur durch den Willen der Vertragsparteien miteinander verbunden sind.
– Die Rechtsprechung geht aus: Primär kommt es auf die Parteivereinbarung an
dien hink sie g hög

– atypisches Rechtsverhältnis: eines, das nicht einmal Anklänge bei einem der im BGB
enthaltenen Vertragstypen gefunden hat
im 3 .
Buch des BGB $854-1296 BEB

LEKTION 3: SACHENRECHT

– Das Sachenrecht regelt die Beziehung zwischen Personen und Sachen

whai thac muc lai

sc
quien the drap ba cha

1. Grundprinzipien
– Prinzipien des Sachenrechts kann das Wort „PASTA“ dienen:
Publizitätsprinzip – Absolutheit – Spezialitätsprinzip – Typenzwang – Abstraktionsprinzip
+ Das Publizitätsprinzip: fordert, dass das Recht an einer Sache äußerlich erkennbar ist
. Bei unbeweglichen Sachen erfolgt dies durch Eintragung in das Grundbuch
. Bei beweglichen Sachen reicht der Besitz, da gem. § 1006 Abs. 1 BGB vermutet wird,
dass der Besitzer einer beweglichen Sache auch Eigentümer der Sache ist
. Die Übertragung des Eigentums an einem Grundstück gem. § 873 BGB ist nur wirksam,
wenn sie ins Grundbuch eingetragen wird
+ Das Prinzip der Absolutheit der dinglichen Rechte: besagt, dass Rechte an einer Sache
absolute Rechte sind, da sie gegenüber jedermann gelten
. Schuldrechtlichen Vereinbarungen ergeben sich nur relative Rechte, die nur zwischen deH
Vertragsparteien gelten, so kann der Eigentümer eines Handys dieses von jedem herausverlangen,
der kein Recht zum Besitz hat. Der Käufer eines Handys kann das Handy nur von seinem
Vertragspartner, dem Verkäufer, verlangen
+ Das Bestimmtheits- oder Spezialitätsprinzip: besagt, dass eindeutig feststehen muss, auf
welche Sache sich die infrage stehenden Rechte beziehen
. Ein Recht kann sich immer nur auf eine einzelne Sache und nicht auf eine Sachgesamtheit
beziehen (zB: Das Eigentum kann nicht an einem Haus mit Grundstück und Möbel als Gan zes
rieg biet

übertragen werden, sondern muss (zumindest theoretisch) für jede Sache gesondert erfolgen
+ Das Prinzip des Typenzwangs: besagt, dass die Art der Sachenrechte gesetzlich geregel+ ist

. Es können nicht durch Vereinbarungen der Parteien neue Sachenrechte geschaffen werden,
jedoch einen schuldrechtlichen Lizenzvertrag mit Rechten und P ichten nach ihren Vorstellungen
. Numerus clausus der Sachenrechte: also einer abschließenden Anzahl von Sachenrecht
+ Nach dem
Abtraktionsprinzip : ist das schulrechtliche Geschäft (Verplichtungsgeschäft) von dem
sachenrechtlichen (Verfügungsgeschäft) in seiner Wirksamkeit unabhängig
.
2. Besitz
– Während Eigentum nämlich die rechtliche Herrschaftsmacht über eine Sache ist, ist BesiE
die tatsächliche Herrschaft über eine Sache, ob ein Recht zum Besitz besteht (§ 854 BGB)
Arten des Besitzes
guyen nuci con thos thrain

quan bar

– Mehrere Personen können eine Sache auch zusammen besitzen, wenn sie den Willen
haben, dies zu tun. Sie sind dann Teilbesitzer (§ 865 BGB) oder Mitbesitzer (§ 866 BGB)
– Eigenbesitzer: also demjenigen, der eine Sache als ihm gehörend besitzt
– Fremdbesitzer: also demjenigen, der eine Sache besitzt, ohne sie als eigene zu betracht en
Erwerb des Besitzes muse (ei (8854ADS .
1 BGB)

– Der Besitz wird durch Erlangung der tatsächlichen Herrschaftsmacht über eine Sache erworben
thon Hurain

– Der Besitz wird auch durch die Einigung zwischen dem bisherigen und neuen Besitzer erworben ,
tain quite

wenn der neue Besitzer schon in der Lage ist, die Gewalt über die Sache auszuüben IS854ADS 2 BGB) .

Verlust des Besitzes


– Dem Erwerb entsprechend, verliert man den Besitz durch Aufgabe der tatsächlichen
Herrschaftsmacht (kann freiwillig oder unfreiwillig erfolgen)
S856 Abs 1 Al
+ Eine freiwillige Aufgabe liegt vor, wenn der Besitzer keinen Besitzwillen mehr hat ( BEB
.

·
+ Eine unfreiwillige Besitzaufgabe liegt vor, wenn der Besitzer die Sache verliert oder ein
anderer sich gegen seinen Willen den Besitz anmaßt (§ 856 Abs. 1 Alt. 2 BGB)
– Gem. § 856 Abs. 2 BGB endet der Besitz nicht, wenn der Besitzer nur vorübergehend an
der Ausübung der Sachherrschaft gehindert ist
– Mit dem Tod des Besitzers endet auch der Besitz, da der Besitzer keine Sachherrschaft
mehr ausüben kann, dann geht auf den Erben über (§§ 857, 1922 Abs. 1 BGB)
Rechte des Besitzers
– Das Gesetz schützt den Besitzer vor willkürlichen Eingriffen
– Gem. § 858 Abs. 1 BGB handelt widerrechtlich, wer dem Besitzer ohne dessen Willen
den Besitz entzieht oder ihn im Besitz stört (als verbotene Eigenmacht)
+ Wurde ihm der Besitz entzogen, hat er zum einen ein Selbsthilferecht (§ 859 Abs. 1BGB) i

er darf die verbotene Eigenmacht innerhalb enger Grenzen mit Gewalt abwehren
+ Er hat das sog. Recht der Besitzkehrklage (§ 861 BGB), also das Recht, Wiedereinräum ung
des Besitzes zu verlangen
+ Bei Besitzstörung hat er das Recht der Besitzwehrklage (§ 862 BGB): er kann danach
loc bo

Beseitigung und Unterlassung der Störung verlangen


+ Der frühere Besitzer hat gegenüber dem gegenwärtigen Besitzer einen Anspruch auf Herausgabe
der Sache, wenn der jetzige Besitzer bei dem Erwerb der Sache nicht in gutem Glauben war

3. Eigentum
– Der Eigentümer einer Sache kann mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von
jeder Einwirkung ausschließen, soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehengoGB)
Arten des Eigentums (das Alleineigentum, das Miteigentum, das Gesamthandseigentum)
– Beim Miteigentum: steht jedem Miteigentümer ein Bruchteil zu, über den er unabhängig von den

anderen verfügen kann, über die Sache als Ganzes können jedoch nur alle Miteigentümer
gemeinschaftlich verfügen (§ 747 BGB) (1011 432BGB)
,

+ Gegenüber Dritten kann jeder Miteigentümer die Eigentumsrechte hinsichtlich der ganzeSache
alleine geltend machen, die Herausgabe der Sache jedoch nur an alle gemeinschaftlich verlangen
+ Kann durch vertragliche Vereinbarung oder durch gesetzliche Bestimmung begründet werden
– Beim Gesamthandseigentum: gehören den einzelnen Eigentümern nicht Bruchteile der Sac he
,

sondern die Sache gehört zu einer gesamthänderisch gebundenen Vermögensmasse, an der alle

Eigentum haben und über deren einzelne Vermögensgegenstände nur gemeinsam verfügt werden
kann

+ Kann nur durch gesetzliche Regelung entstehen (bei der Gütergemeinschaft unter Ehegatten
GbR ode
(§§1415 [Link]), der Erbengemeinschaft (§§2032 [Link]), bei Personengesellschaften wie OHG

Erwerb des Eigentums


Eigentumserwerb an beweglichen Sachen durch Rechtsgeschäft
– Der Eigentumserwerb an beweglichen Sachen durch Rechtsgeschäft erfolgt durch Einig ung
und Übergabe (§ 929 S. 1 BGB)
– Die Einigung über den Eigentumsübergang bedarf zweier übereinstimmender Willenserklärungen
(§§ 104 ff. BGB), also die Regelungen zum Irrtum, der Geschäftsfähigkeit
+ Die Einigung muss sich aufgrund des Bestimmtheits- oder Spezialitätsprinzips auf eine
bestimmte Sache beziehen und noch zum Zeitpunkt der Übergabe der Sache bestehen
– Durch die Übergabe der Sache wird der Eigentumsübergang für alle offensichtlich gema cht.
+ Der unmittelbaren Besitzübertragung an der Sache: Ist der neue Eigentümer, also der
Erwerber, bereits im Besitz der Sache, so genügt gem. § 929 S. 2 BGB allein die Einigung
+ Der mittelbaren Besitzübertragung: durch ein Besitzkonstitut (§ 930 BGB), zwischen
Eigentümer und Erwerber wird ein Rechtsverhältnis vereinbart
– Sicherungsübereignungen: der Fall, wenn Sie einen Gegenstand verkaufen, den Sie gerade
verliehen haben und mit dem Käufer vereinbaren, dass er ihn direkt beim Entleiher abholt.(8931BGB)
(gilt nicht für Geld oder Inhaberpapiere, wie Inhaberaktien und (nicht personalisierte) Eintrittskarten
oder Fahrkarten (§ 935 Abs. 2 BGB))
– Eigentum kann nur von einem Berechtigten, also von der Person, der die Sache tatsächlich
gehört, erworben werden
– Gutgläubiger Erwerb: Eigentum kann von einem Nichtberechtigten erworben werden, we nu
der Erwerber gutgläubig ist (§ 932 BGB)
– Nicht gutgläubig: ist der Erwerber, wenn ihm bekannt oder infolge grober Fahrlässigkeit
unbekannt ist, dass die Sache nicht dem Veräußerer gehört (§ 932 Abs. 2 BGB)
– Ist die Sache dem Eigentümer gestohlen worden, verloren gegangen oder sonst abhand en-
gekommen, so ist kein gutgläubiger Erwerb von Eigentum möglich (§ 935 Abs. 1 BGB)
– Nicht abhandengekommen ist eine Sache, an der der Besitz freiwillig aufgegeben wurde
Eigentumserwerb an unbeweglichen Sachen durch Rechtsgeschäft sehr

– Bei der Übereignung von Grundstücken ist aufgrund des Publizitätsprinzips das Grundbuchwichtig
– Die Eintragungen im Grundbuch richten sich nach der Grundbuchordnung (GBO)
– Der Eigentumserwerb an unbeweglichen Sachen durch Rechtsgeschäft erfolgt durch
Einigung und Eintragung ins Grundbuch.
– Au assung: die Einigung bei der Übereignung von Grundstücken(§ 925 Abs.1 S. 1 BGB)
Sie muss zum Zeitpunkt der Eintragung ins Grundbuch vorliegen und in der Regel gegenü Der
einem Notar erklärt werden (§ 925 Abs. 1 S. 2 BGB)
– Grundstücke können nicht unter Eigentumsvorbehalt übertragen werden, da eine Au ass ung
,
die unter einer Bedingung oder einer Zeitbestimmung erfolgt, unwirksam ist (§ 925 Abs.2 BGB)
Für Grundstücke gibt es daher andere, gesetzlich geregelte Sicherungsrechte z. B. die Hy pothek
– Die Eintragung in das Grundbuch ist Voraussetzung für die Wirksamkeit der Übertragung1873Abs
– Eigentum kann an Immobilien nur von einem Berechtigten, also von der Person, der die
Sache tatsächlich gehört oder die dazu befugt wurde, erworben werden
– Von einem Nichtberechtigten kann Eigentum an einem Grundstück nur erworben werdenI
wenn der Erwerber gutgläubig ist (gutgläubiger Erwerb) und zusätzlich gem. § 892 BGB diI
Eintragung im Grundbuch unrichtig ist und somit den Veräußerer als Eigentümer ausgibt
– Nicht gutgläubig: ist der Erwerber, wenn ihm die Nichtberechtigung positiv bekannt ist, er
also weiß, dass die Sache nicht dem Veräußerer gehört (§ 892 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 BGB)
Eigentumserwerb kraft Gesetzes
– Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG) (vgl. § 90 ZVG)
– Die wichtigsten Arten des Eigentumserwerbs an beweglichen Sachen kraft Gesetzes in 937 BGB .

Ersitzung: Das Eigentum an einer beweglichen Sache kann durch Ersitzung erworben we rden ,

wenn jemand die Sache zehn Jahre im gutgläubigen Eigenbesitz hat (§ 937 BGB). Hat jemand
eine Sache am Anfang und am Ende eines Zeitraums im Eigenbesitz gehabt, so wird verm utet ,

dass der Eigenbesitz die ganze Zeit über bestand (§ 938 BGB)
Verbindung, Vermischung und Verarbeitung (§§ 946–952 BGB) (S93 94BGB)
,

+ Wird eine bewegliche Sache mit einem Grundstück dergestalt verbunden, dass sie wesentlicher
Bestandteil des Grundstücks wird, so wird der Grundstückseigentümer auch Eigentümer dieser Sache
+ Werden bewegliche Sachen miteinander verbunden oder vermischt, so richtet sich das
Eigentum danach, welche Sache wichtiger war
+ Wird eine bewegliche Sache wesentlicher Bestandteil einer anderen, erlischt daher das
Eigentum an ihr und neuer Eigentümer wird der vorherige Eigentümer der Hauptsache 15947Abs 2 BGB) .

+ Werden bewegliche Sachen so verbunden, dass keiner der bisherigen Bestandteile die
Hauptsache bildet, entsteht gem. § 947 Abs. 1 BGB Miteigentum
fl
+ Werden Stoffe zu einer vollkommen neuen Sache verarbeitet, erwirbt das Eigentum an i hr
entweder der Eigentümer der Stoffe oder der Hersteller der Sache, je nachdem, was den
Hauptwert der neuen Sache ausmacht (§ 950 BGB)
+ Ein wesentlicher Bestandteil liegt nach vor, wenn die Sachen voneinander nicht getrennt werden
können, ohne dass die eine oder die andere zerstört oder in ihrem Wesen verändert wird.(893BGB)
nicht
+ Bösgläubigkeit verhindert den Eigentumserwerb durch Verbindung, Vermischung und Verarbeitung
+ Wird kein sog. Verarbeitungseigentumsvorbehalt vereinbart, verliert der Verkäufer sein Eigentum
durch Verbindung/Vermischung/ Verarbeitung und der Eigentumsvorbehalt ist somit wirkungslos
Aneignung: Das Eigentum an einer herrenlosen beweglichen Sache kann durch Aneignun9
erworben werden, wenn die Sache in Eigenbesitz genommen wird (§ 958 Abs. 1 BGB)
+ Wilde Tiere im Sinne von § 960 BGB, die herrenlos sind, sind in der Regel vom Artensch Utz
gem. § 958 Abs.2 BGB vor einer Aneignung geschützt
+ Der Berechtigte kann das Eigentum an einer beweglichen Sache aufgeben und sie damit herrenlos
machen, wenn er in der Absicht, auf das Eigentum zu verzichten, den Besitz der Sache aufgibt
Fund: Der Finder einer beweglichen Sache erwirbt sechs Monate nach der Anzeige des
Fundes bei der zuständigen Behörde das Eigentum an der Sache (§ 973 Abs. 1 BGB) 10 Euro

Buchersitzung: Das Eigentum an einer unbeweglichen Sache erwirbt man durch Buchersitzung ,
590s 1
wenn man (zu Unrecht) als Eigentümer eines Grundstücks im Grundbuch eingetragen ist, wenn die
.

BGB

Eintragung 30 Jahre bestanden und man während dieser Zeit das Grundstück im Eigenbesitz gehabt hat
Verlust des Eigentums I bewegliche Sachen S959 BGB ; Grundstücke S875BGB)
: :

– Das Eigentum kann durch freiwillige Aufgabe (sog. Dereliktion) verloren gehen
– Mit dem Tod des Eigentümers geht das Eigentum gem. §1922 Abs.1 BGB auf seine Erben über

Rechte des Eigentümers


4. Inhaberschaft an Rechten und Forderungen (insbesondere Aktien und Wertpapierel
Allgemeines zur Inhaberschaft an Rechten
– Rechte verleihen dem Rechtsinhaber ein subjektives Recht, d. h. eine Rechtsmacht, die
einem Rechtssubjekt von der Rechtsordnung verliehen worden ist
– Die subjektiven Rechte differenziert man in Persönlichkeitsrechte, Herrschaftsrechte,
Ansprüche und Gestaltungsrechte
+ Persönlichkeitsrechte: zählt § 823 Abs. 1 BGB das Leben, den Körper, die Gesundheit u nd
die Freiheit zu den absoluten Rechten, deren schuldhafte und rechtswidrige Verletzung ein en
Schadensersatzanspruch auslöst (§12 BGB (Namensrecht)); §22 ff. KunstUhrG)
+ Herrschaftsrechte: sind subjektiven Rechte, die ihrem Inhaber eine absolute und unmittel bare
Herrschaftsmacht über einen bestimmten körperlichen oder nicht körperlichen Gegenstand verleihen
. „Geistige Eigentum“: diese Immaterialgüterrechte sind spezialgesetzlich geregelt und werden
in den Bereichen Urheber-, Patent-, Geschmacksmuster-, Gebrauchsmuster- oder Marken recht
und den jeweiligen Gesetzen behandelt
Forderungen
– Ein Anspruch ist das Recht, von einem anderen ein Tun oder Unterlassen zu verlangen(194 BGB)
– Ein gesetzlicher oder schuldrechtlicher Anspruch aus einem gesetzlichen oder vertraglichen
Schuldverhältnis (§ 241 BGB) wird allgemeiner auch als Forderung bezeichnet
– Eine Forderung bzw. ein Anspruch entsteht, wenn entsprechend alle gesetzlichen oder
vertraglichen Voraussetzungen dafür vorliegen
– Eine Forderung besteht so lange fort, wie die korrespondierende Verbindlichkeit besteht
– Die Übertragung von Forderungen erfolgt in der Regel durch Abtretung nach den §§ 398
ff. BGB oder nach spezialgesetzlichen Vorschriften (schuldrechtliche Wertpapiere)
Aktien und Wertpapiere Legitimationspapiere
– Wertpapier: eine Urkunde, in der ein Recht verbrieft ist (Inhaberkarten Inhaberpapiere, Namenspapiere,
,

+ Das verbriefte Recht kann entweder ein Vermögensrecht (z. B. ein Lagerschein), ein Mitgliedschaft -

recht (z. B. eine Aktie) oder ein Sachenrecht sein (z. B. Hypotheken- oder GrundschuldbrieH
+ Die Verbriefung hat 2 Folgewirkungen: Erstens kann das Recht, jedenfalls im Grundsatz,
ohne die Vorlage der Urkunde nicht geltend gemacht werden, Zweitens muss, gewisserma Ben
als Kehrseite, der Aussteller eines Wertpapiers nur gegen Vorlage der Urkunde leisten
+ Wertpapiere können im Geschäftsleben (z. B. in Gestalt von Zinspapieren, Aktien oder Schecks (
oder im Privatleben (z. B. in Gestalt von Eintrittskarten oder Fahrscheinen) vorkommen
+ Den Hypothekenbrief: auch sachenrechtliches Wertpapier, da er im Sachenrecht des BGBgeregelist
Inhaberpapiere
– Auf Inhaberpapiere nden die Vorschriften der Schuldverschreibung auf den Inhaber (§79317 BGB) .

Anwendung (zB: Inhaberaktien, Eintrittskarten und Einzelfahrscheine (Inhaberkarten))


– Die Übertragung des im Inhaberpapier verbrieften Rechts auf eine andere Person erfolgt
durch Übertragung (Übereignung) des Papiers
– Die Übertragung des Papiers erfolgt durch Übereignung des Wertpapiers (z. B. Inhaberkarte
nach den allgemeinen sachenrechtlichen Grundsätzen (§ 929 ff. BGB)
Namenspapiere
– Nur die in der Urkunde namentlich erwähnte Person kann das verbriefte Recht geltend machen,
und nur an diese kann befreiend geleistet werden (Hypotheken- und Grundschuldbriefe)
– Namensaktien: bei personalistisch geführten Familienunternehmen als Aktiengesellschaften
– Die Einigung über die Eigentumsübertragung des Papiers nicht erforderlich, denn mit der
Entstehung der zugrunde liegenden Forderung geht kraft Gesetzes auch das Eigentum an
der Urkunde auf den Forderungsinhaber über (§ 952 BGB)
– Das Recht am Papier (Eigentumsrecht) folgt dem Recht aus dem Papier IForderungsrechH
– Die Übertragung eines Namenspapiers erfolgt als Konsequenz dessen durch die Abtretu ng
der Forderung nach den allgemeinen Regeln (§§ 398 ff. BGB)
fi
Beider Ausfallbürgschaft Haftungsbürgschaft steht dem Bürgen
,
die Einrede der Vorausklage
I

einer Bürschaft bei der der Bürge ein Verwandter ist


,
phan do ,
Zu

nop don yeu cai

zustehen Coquei
:

LEKTION 4: SICHERUNGSRECHTE

1. Grundlagen (durch AGB)


– Sicherheiten werden meist individualvertraglich gestellt
(zB: Ein Bürge verbürgt sich für die Darlehensschuldd
disein queen s müs

eines anderen durch einen Bürgschaftsvertrag)


an i nu

– Gesetzliche Entstehung eines Pfandrechts ndet


bei dem Vermieterpfandrecht gemäß den §§ 562 ff. BGB oder dem Werkunternehmerpfan drecht
gemäß § 647 BGB statt
– Vertragspfandrecht der Banken: ist in Gestalt einer allgemeinen Pfandklausel in den Allg emeinen
Geschäftsbedingungen der Kreditinstitute enthalten
– Das AGB-Pfandrecht erstreckt sich auf alle Sachen und Rechte des Kunden, die das Kreditinstitut
in seinem Besitz oder in seiner Verfügungsgewalt hat (Nr.14 Abs.1 AGB Banken / AGB Pos+bank,
Nr. 21 Abs. 1 AGB Sparkassen); dient der Sicherung aller bestehenden und künftigen Ansprüche
der Bank aus der Geschäftsverbindung zwischen Kreditinstitut und dem Kunden
2. Personalsicherheiten
– Personalsicherheiten geben dem Gläubiger einen weiteren schuldrechtlichen Anspruch
gegen eine weitere Person, einen Dritten. Der Gläubiger hat nicht wie bei den Realsicherheiten
ein dingliches Recht an einer Sache, das er verwerten kann
Bürgschaft le bekannteste + geläufigste Form Persicherheit (765B I
– Durch den Bürgschaftsvertrag verp ichtet sich der
Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, für e
Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einzustehen
(mindestens sind 3 Parteien beteiligt, 2 Verträge
werden geschlossen)
– Zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger wird ein
Bürgschaftsvertrag geschlossen, um eine Forderung zwischen dem Hauptschuldner und
dem Gläubiger abzusichern (beruht häu g auf Darlehens- oder Kaufvertrag, Mietvertrag)
– Der Bürge verp ichtet sich durch den Bürgschaftsvertrag, für die Verbindlichkeiten des
Hauptschuldners einzustehen, falls dieser nicht leisten sollte
fl
fl
fi
fi
HB : Handelsgesetzbuch

– Der Bürge kann wiederum von dem Hauptschuldner diese Zahlungen zurückverlangen,
da die Forderung gegen den Hauptschuldner gemäß § 774 BGB auf den Bürgen übergeht,
soweit er den Gläubiger befriedigt hat
– Ein Bürgschaftsvertrag muss nach §766 BGB schriftlich abgeschlossen werden. Andernfalls
ist der Vertrag unwirksam; die Erteilung der Bürgschaftserklärung in elektronischer Form,
zB per E-Mail, ist nach §766 S.2 BGB ausdrücklich ausgeschlossen, aber zahlt der Bürge
die Forderung, wird der Formmangel geheilt (§ 766 S. 3 BGB)
– Die mündliche Bürgschaft eines Kaufmanns im Rahmen des Betriebs seines HandelsgeWerbes
ist nach § 350 HGB wirksam
– Selbstschuldnerische Bürgschaft: der Gläubiger bei der Bürgschaft eines Kaufmanns die
Leistung auch direkt von dem Bürgen verlangen, ohne sich vorher an den Hauptschuldner
wenden zu müssen (§ 349 HGB) 19773 Abs 1 Nr. 1 BGB)
(5772BGB)
.

– Ausfallbürgschaft (gewöhnliche Bürgschaft): kann der Bürge die Leistung verweigern, bis
der Gläubiger gegen den Hauptschuldner ohne Erfolg eine Zwangsvollstreckung versucht hat

– Weil der zugrunde liegende Vertrag unwirksam war oder angefochten wurde, so erlischt
auch die P icht aus dem Bürgschaftsvertrag. Der Bestand der Bürgschaft ist somit vom
Zustandekommen und dem Umfang der Hauptforderung abhängig
trank car

– Dem Bürgen stehen alle Einreden zu, die dem Hauptschuldner gegen den Gläubiger zustehen :

die Einreden aus dem Bürgschaftsvertrag selbst und zudem besondere Einreden für Bürgschafts-
verhältnisse (§ 768 BGB) zB: Verjährung, Stundung, Nichtigkeit
– Bürgschaft auf erstes Anfordern: bei der alle Einreden des Bürgen ausgeschlossen sind
– Der Bürge haftet grundsätzlich mit seinem gesamten Vermögen
dan nag lär
vo dajo vay

– Bürgschaften können aufgrund von Sittenwidrigkeit bzw. Wucher nach § 138 BGB nichtig
bi bon löt

sein, insbesondere wenn Näheverhältnisse ausgenutzt werden


– Ändern sich die Umstände des Hauptschuldners entscheidend, etwa weil sich seine Ver mögens-
verhältnisse wesentlich verschlechtert haben, hat der Bürge einen Anspruch auf Befreiung
von der Bürgschaft nach § 775 BGB
Abgrenzung de die
Kien

– Im Zweifel wird jedoch immer angenommen, dass eine Bürgschaft beabsichtigt war
fl
his cap

...

Garantievertrag
– Der Garantievertrag ist im Gesetz nicht geregelt
– Der Garantievertrag kann formfrei geschlossen werden und ist unabhängig von der
Hauptforderung, also nicht akzessorisch
– Der Garantierende haftet somit auch bei bestehenden Einreden des Schuldners gegen
die Forderung
Schuldbeitritt
– Der Schuldbeitritt (als Schuldmitübernahme) ist gesetzlich nicht geregelt, formfrei nicht akzessorisch
– 2 Personen haftet nicht nacheinander sondern gleichzeitig als Gesamtschuldner nach 5421BB
– Der Gläubiger kann die Leistung nach seinem Belieben von jedem der Schuldner IHauptschuldner
und Beigetretenem) ganz oder zu einem Teil fordern und die Schuldner haben aufgrund der
fehlenden Akzessorietät keine Einreden aus der Hauptforderung gegen die Forderung
– Ein Schuldbeitritt liegt in der Regel nur vor, wenn der Beitretende mit seinem Beitritt ein
eigenes wirtschaftliches oder rechtliches Interesse verfolgt
Sonstige ähnliche Vereinbarungen
– Bei der Schuldübernahme (§§414 [Link]) tritt ein neuer Schuldner mit Zustimmung des Gläubigers
an die Stelle des bisherigen Schuldners, der damit aus dem Schuldverhältnis ausscheidet
– Beim Schuldversprechen (§780 BGB) oder dem Schuldanerkenntnis (§781 BGB) geht es darum
,

unabhängig von anderen, möglicherweise bestehenden Anspruchsgrundlagen eine Leistun9


zu versprechen bzw. eine Schuld als bestehend anzuerkennen
hai bao

– Das deklaratorische (erklärende) Schuldanerkenntnis bestätigt nur eine bereits bestehen de


Verbindlichkeit, ohne eine neue zu begründen (schriftlich)
– Das abstrakte (unabhängige) Schuldanerkenntnis begründet eine neue Verbindlichkeit
und besteht meist neben einer schon bestehenden Verbindlichkeit (schriftlich)
– Bei einem Vergleich (§ 779 BGB), wie er häu g vor Gericht geschlossen wird, gibt im Gegensatz
Schuldversprechen und anerkenntnis nicht nur eine Partei nach, sondern beide geben nach (gegenseitiges
(
zu -

Gegensatz zu Schuldversprechen und -anerkenntnis nicht nur eine Partei nach, sondern
nungb : Nachgeben
fi
batro

Patronatserklärung
coigty me

– Handelt es sich um eine (meist schriftliche) Unterstützungserklärung einer Konzernober-


copty con

unse
gesellschaft (Patron) gegenüber einer Konzerntochtergesellschaft (interne Patronatserklär
oder auch gegenüber einem Dritten (externe Patronatserklärung), ist gesetzlich nicht gere
mat hos

sondern durch die Rechtsprechung entwickelt worden


– Bei der weichen Patronatserklärung handelt es sich nicht um eine rechtsverbindliche Verpflichtung
su ba tri

des Patrons zur nanziellen Ausstattung der Tochter oder zur Erfüllung von gesicherten Verbindlichkeite
– Harte Patronatserklärungen stellen echte Kreditsicherungsmittel dar und begründen eine
to khai
na anain
rechtsgeschäftliche Einstandsp icht des Patrons gegenüber dem Adressaten der Erklärun9
kann die Überschuldung einer Tochtergesellschaft vermieden werden
– Gesellschafter verp ichten sich (vor allem, aber nicht nur in Konzernverhältnissen), die
betroffene Gesellschaft mit nanziellen Mitteln auszustatten, sodass diese ihre nanziellen
Verp ichtungen gegenüber Gläubigern erfüllen kann
– Die Patronatserklärung begründet eine unmittelbare persönliche Einstandsp icht mit
dem gesamten Vermöge (formfreier)
3. Realsicherheiten
– Realsicherheiten: der Gläubiger ist nicht auf die Zahlungswillig- und Zahlungsfähigkeit einer
Le thr

Person angewiesen, sondern die Sache, die als Sicherheit hinterlegt wurde, direkt verweten kann
– Es ist möglich, dass ein Dritter sein Eigentum als Sicherheit für ein Darlehen zur Verfügu ng stellt
Eigentumsvorbehalt
– Der Verkäufer eine Absicherung hat, den Kaufpreis auch tatsächlich zu bekommen 5449 BGB)
Das nam

– Der Eigentumsvorbehalt kann formlos, also mündlich, durch AGB oder auch konkludent
vereinbart werden
Der einfache Eigentumsvorbehalt
– Beim einfachen Eigentumsvorbehalt behält sich der Verkäufer einer Sache gem. § 449 Abs 1 BGB .

das Eigentum an dieser Sache bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises vor
– Er kann zudem nach § 449 Abs. 2 BGB (nach Setzung einer angemessenen Frist zur Zahlung
oder Entbehrlichkeit der Frist) vom Vertrag zurücktreten (§ 323 BGB) und die Herausgabe
der Sache verlangen, sofern der Käufer den Kaufpreis nicht fristgerecht erbringt
– Aussonderungsrecht: gemäß § 47 Insolvenzordnung (InsO): Die Sache gehört nicht zur
Insolvenzmasse aus der Schulden
alleder bezahlt werden erkann die Herausgabe der Sache verlangen
Insolvenzmasse,
, aus alle Schulden bezahlt
, werden, und er kann die Herausgabe der
fl
fi
fl
fi
fl
Der verlängerte Eigentumsvorbehalt
– Der Käufer wird gemäß § 185 Abs. 1 BGB ermächtigt, die Sache im ordnungsgemäßen
Geschäftsgang weiterzuveräußern
– Durch den Weiterverkauf verliert der ursprüngliche Verkäufer jedoch (durch gutgläubigen
Erwerb des Kunden) das Eigentum an der Sache und benötigt somit eine neue Sicherheit
– Der Käufer tritt dem Verkäufer im Gegenzug alle Rechte aus der Weiterveräußerung im
Voraus ab (sog. Sicherungszession nach § 398 BGB)
Der Verarbeitungseigentumsvorbehalt
– Verarbeitungseigentumsvorbehalt: Dabei wird vereinbart, dass der Lieferant Miteigentümer
der neu hergestellten Sache wird
– Der Verarbeitungsvorbehalt wird häu g mit dem verlängerten Eigentumsvorbehalt kombi niert,
sodass der Hersteller auch in diesem Fall berechtigt ist, die Sachen an Kunden weiterzuverkaufen
Der erweiterte Eigentumsvorbehalt (zusätzlichen Schutz)
– Dabei wird vereinbart, dass das Eigentum erst übergeht, wenn alle offenen Forderungen
dink as

des Verkäufers beglichen sind, nicht nur die Forderungen, die im Zusammenhang mit der
Lieferung einer bestimmten Sache stehen
Sicherungsübereignung (Sicherungsvertrag+ Eigentums übertragung) (bleibt der Sicherungsgeber
Besitzer
– Die Sicherungsübereignung ist gesetzlich nicht ausdrücklich geregeltes Mittel, mit dem derSache
üblicherweise Darlehen gesichert werden
– Der Darlehensnehmer (Sicherungsgeber) überträgt das Eigentum an einer beweglichen
Sache an den Darlehensgeber (Sicherungsnehmer)
– Der Darlehensnehmer kann die Sache nach § 985 BGB herausverlangen, da der Sicher ungsgeben
mit Eintritt des Sicherungsfalls kein Recht zum Besitz § 986 BGB mehr hat
– zwei Rechtsgeschäfte abschließen: Zum einen den (schuldrechtlichen) Sicherungsvertra9 ,
in dem vereinbart wird, was der Sicherungszweck ist (also die Sicherung des Darlehens),
dass die Sache bei Kreditzahlung rückübereignet wird (entweder automatisch oder auf Verlangen),

und dass der bisherige Eigentümer ein Recht zum Besitz hat und der Sicherungsnehmer
mittelbarer Besitzer gemäß § 868 BGB ist. Zweiten Rechtsgeschäft übereignet der DarleheNS-
nehmer die Sache an den Kreditgeber
– Bei der Sicherungsübereignung kann der Darlehensnehmer in der Regel das Darlehen nur

zurückzahlen wenn er die Sache weiter nutzen und damit Umsatz erwirtschaften kann
.
nur zurückzahlen,
, wenn er die Sache weiter nutzen und damit Umsatz erwirtschaften kann
fi
das
bei der Sicherung übereignung spielt
Besitz konstitut eine nichtige Rolle
– Für die Eigentumsübertragung bedeutet dies, dass sie mithilfe eines Besitzkonstituts
erfolgt (§§ 929 S. 1, 930 BGB), da der Kreditgeber nur mittelbarer Besitzer wird, der Sicher ungs-
geber sie weiter nutzen kann
Sicherungszession IS39811 BGB) .

– Die Sicherungszession (Sicherungsabtretung) ist ein in Praxis und Rechtsprechung


entwickeltes, gesetzlich nicht geregeltes Sicherungsmittel
– Schuldner (Zedent) überträgt seinem Gläubiger (Zessionar) zur Sicherheit Forderungen
oder Rechte, die der Schuldner gegenüber einem Dritten innehat
– Die Abtretung ist rechtlich unabhängig vom rechtlichen Bestand des besicherten Anspruchs,
ist nicht akzessorisch, werden Rechte aus Gesellschaftsverhältnissen, aus Miet- und Pachvertragen
sowie aus Lohn- und Gehaltsforderungen abgesichert
sie ti chap

– Der Hauptanwendungsfall indes ist die Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
– Die Sicherungsabtretung kommt durch einen (in der Praxis meist schriftlichen) Vertrag zwischen
dem Zessionar und dem Zedenten zustande ( der Drittschuldner ist nicht beteiligt)
– Zessionsarten:
na ausen

+ Offene Zession: Hier wird dem Drittschuldner die Abtretung der Forderung kommuniziert.
Dies hat zur Folge, dass der Drittschuldner befreiend nur noch an den Zessionar leisten kann

+ Stille Zession: Hier wird dem Drittschuldner die Zession nicht [Link] dieser entsprechend
von der Abtretung nichts weiß, wird er weiterhin an den Zedenten leisten. Der Zedent allerdings
ist aus dem Zessionsvertrag gehalten, das Erhaltene an den Zessionar auszukehren
+ Einzelabtretung: Einzelabtretungen beziehen sich auf einzelne Forderungen des Zeden ten
gegenüber dem Drittschuldner
+ Rahmenabtretung: Die Rahmenabtretung wird meist zur Sicherung eines langfristigen,betragsmäßig
hohen Kredites verwendet, dessen einzelne Forderungen unterschiedlich fällig sind. Hier muss
im Weiteren zwischen der Mantel- und der Globalzession unterschieden werden. Bei der Mantel-
zession tritt der Zedent mehrere Einzelforderungen an den Zessionar ab. Bei der Globalzesion
werden sämtliche gegenwärtige und zukünftige Forderungen gegen einen bestimmten Kundenkreis ab
getreten
Pfandrechte an beweglichen Sachen
– Bei Pfandrechten an beweglichen Sachen wird nicht das Eigentum an der Sache zur Sicherheit
übertragen, sondern das Pfandrecht berechtigt den Sicherungsnehmer im Fall des Zahlungsausfalls
die Sache zu verwerten
Zahlungsausfalls dieum
,
die
Sache Forderung
zu daraus
verwerten, befriedigen
umzudie Forderung daraus zu befriedigen
schung
– Beim Pfandrecht wird der Sicherungsnehmer immer Besitzer der Sache
– Der Sicherungsgeber kann sie nicht mehr nutzen und der Sicherungsnehmer muss sie einlagern
– Es ist auch möglich ein Pfandrecht an Rechten zu bestellen, wie z. B. Gesellschaftsanteile ,

gewerbliche Schutzrechte wie ein Patent oder auch Forderungen gegen Dritte (S1273 BGB)
Erwerb eines Pfandrechts durch vertragliche Vereinbarung
– Wird durch Einigung und Übergabe vom Berechtigten erworben
– Die Übergabe kann auch hier auf verschiedene Arten erfolgen:
nã mua

+ durch Übergabe der Sache an den Erwerber des Pfandrechts (§1205Abs.1S.1BGB);


dies entspricht der Übergabe nach § 929 S. 1 BGB.
hi ink
+ durch Einigung, wenn sich der Gläubiger bereits im Besitz der Sache be ndet (§ 1205
Abs. 1 S. 2 BGB); dies entspricht der Regelung des § 929 S. 2 BGB.
+ durch Abtretung des Herausgabeanspruchs gegen einen Dritten (§ 1205 Abs. 2 BGB);
dies entspricht der Regelung in § 931 BGB. Beim Pfandrecht ist es aber erforderlich, dass
su cam ket'

der Eigentümer die Verpfändung dem Besitzer anzeigt


sus cap

+ durch Einräumung des Mitbesitzes(§1206BGB).;dazu gibt es keine Parallelregelung in S5929f .


BGB

– Ein Pfandrecht ohne unmittelbaren Besitz ist nicht möglich


– Beim Pfandrecht ist ein gutgläubiger Erwerb vom Nichtberechtigen möglich, wenn jemand
eine Sache verpfändet, die nicht sein Eigentum ist (§1207 BGB), die Vorschriften (8932 934 935 BGB)
, ,
muc li

– Der gutgläubige Gläubiger erwirbt also durch die Verpfändung auch dann ein Pfandrecht,
bi ma

wenn der Verpfänder nicht Eigentümer der Pfandsache ist, außer die Sache ist abhandengekommen
– Das Pfandrecht ist akzessorisch, kann nur wirksam erworben werden, wenn eine zu sichernde
Forderung vorliegt (§1204 Abs.1 BGB); es erlischt mit dieser Forderung (§1252 BGB) und
kann auch nur mit dieser Forderung übertragen werden (§§1250 Abs.1, 398, 401 Abs.1 BGB)
– Wird bei der Übertragung der Forderung der Übergang des Pfandrechts ausgeschlossenI
so erlischt das Pfandrecht (§ 1250 Abs. 2 BGB)
Erwerb eines Pfandrechts aufgrund einer gesetzlichen Regelung
– Der Gläubiger des schuldrechtlichen Vertrags ist gleichzeitig Sicherungsnehmer und der
Schuldner Sicherungsgeber, auch die Vorschriften über vertragliche Pfandrechte (§1257 B GB)
– Das Werkunternehmerpfandrecht wichtiges(§647 BGB), das dem Werkunternehmer für seine

Forderungen aus dem Werkvertrag ein Pfandrecht an den von ihm hergestellten oder ausgebesserten
beweglichen Sachen verleiht
ausausgebesserten beweglichen Sachen verleiht
S
– Das Vermieter- und Verpächterpfandrecht nach §562, §583 BGB: Der Vermieter bzw. Verpächter
hat für seine Forderungen ein Pfandrecht an den eingebrachten Sachen des Mieters bzw. Pächters
dui quan to

– Gastwirtpfandrecht nach § 704 BGB hat der Gastwirt für seine Forderungen ein Pfandrecht
an den eingebrachten Sachen des Gasts han hoc hoa höq
Jai lij
– §397 HGB (Pfandrecht des Kommissionärs an Kommissionsgut), §441 HGB (Pfandrecht
na vein disen g giao nhai

des nachfolgenden Frachtführers), §464 HGB (Pfandrecht des Spediteurs an dem ihm zur
Versendung übergebenen Gut des Versenders) oder §475b HGB (Pfandrecht des Lagerha Hers
an dem ihm zur Lagerung übergebenen Gut des Einlagerers)
Verwertung des Pfandrechts
thät han cain co

– Pfandreife: tritt bei Fälligkeit der gesicherten Forderung ein (§1228 Abs.2 S.1 BGB)
dais già

– Die Verwertung erfolgt in der Regel durch öffentliche Versteigerung (§ 1235 BGB) oder
thra phat lai

durch Versteigerung durch den Gerichtsvollzieher (§ 1233 Abs. 2 BGB) (512475 2 BGB)
.

– Fall, dass die Versteigerung einen höheren Erlös einbringt als zur Rückzahlung der Forderung
(Kosten für die Verwertung) erforderlich ist, gehört dieser Betrag dem Sicherungsgeber (Verpfänder)
Grundpfandrechte
– Grundpfandrechte werden als Pfandrechte an Immobilien bezeichnet, müssen im Grund buch
eingetragen werden, um wirksam zu sein. Auch ein gutgläubiger Erwerb vom Nichtberechtigten möglich
– Bei Grundpfandrechten bleibt der Sicherungsgeber weiterhin Eigentümer und Besitzer
der Immobilie und kann diese entsprechend nutzen
the chap

Die Hypothek
– Die Hypothek ist hinsichtlich Entstehung, Übertragung und Erlöschen mit der zu sichernden
Forderung rechtlich verbunden, also eine akzessorische Sicherheit
– Wird die gesicherte Forderung abgetreten, geht die Hypothek automatisch mit auf den Er Werbe
der Forderung über (§§401, 1153 BGB). Hypothek und Forderung können nicht getrennt
voneinander übertragen werden
– Eine Hypothek entsteht durch Einigung und Eintragung in das Grundbuch (§§ 1115, 873 BGB)
– Nach §1116 BGB muss dem Gläubiger ein Hypothekenbrief ausgehändigt (sog. Briefhypothek)
oder dies im Grundbuch ausgeschlossen werden (sog. Buchhypothek)
+ Eine Übertragung der Hypothek erfolgt durch Übergabe des Hypothekenbriefs(§ 1154 BGB)
+ Bei der Buchhypothek wird die Übertragung der Hypothek nur durch Eintragung ins Grundbuch
Abs. 3 873 BGB) (kein Brief)
(1154kann
erfolgen kannerfolgen
Grundbuch (§§ 1154 Abs. 3, 873 BGB)
,
– Bei einer Hypothek haftet der Sicherungsgeber nicht nur mit dem Grundstück, an dem
das Pfandrecht bestellt wurde, sondern auch persönlich mit seinem Vermögen
– Der Sicherungsnehmer hat 2 Möglichkeiten zur Befriedigung, falls das Darlehen nicht zurückgezahlt
wird:
zurückgezahlt wird
+ Er kann durch ein Mahnverfahren oder eine Klage einen vollstreckbaren Titel aufgrund des
nichterfüllten Darlehensvertrags erwirken, aus dem er dann die Zwangsvollstreckung in das
Vermögen des Schuldners betreiben kann
+ Er kann die Hypothek verwerten, indem er im Klageverfahren einen Vollstreckungstitel erwirkt,

auf dessen Grundlage das Grundstück dann nach dem Zwangsversteigerungsgesetz (ZVG I
zwangsversteigert oder zwangsverwaltet wird
sch dar

Die Grundschuld
– Die Grundschuld funktioniert genauso wie die Hypothek, aber ist nicht akzessorisch, kanN
unabhängig von einer Forderung entstehen, übertragen werden und erlöschen
– Anwenden gemäß § 1192 Abs. 1 BGB alle Vorschriften über Hypotheken, sofern sie sich
nicht auf die Akzessorietät beziehen
– Grundschulden entstehen also durch Einigung, Eintragung ins Grundbuch und Übergabe
eines Grundschuldbriefs bzw. Eintragung einer Buchgrundschuld im Grundbuch
– Der Sicherungsgeber haftet nicht mit seinem Vermögen, sondern nur mit dem Grundstüc K
– Grundschulden werden unabhängig von einer Forderung bestellt (sparen Zeit unerheblichen Notarkosten(
– Sicherungsgrundschuld nach §1192 Abs.1a BGB wird ein Sicherungsvertrag geschlosseni
In dem verp ichtet sich der Sicherungsnehmer, die Grundschuld nur zu verwerten, Wenn das zugrunde
liegende Darlehen nicht zurückbezahlt wird, und darüber hinaus die Grundschuld zurückzuübertragen ,

wenn die Forderung beglichen wurde


– Eigentümergrundschuld gem. §1196 BGB: Diese entsteht, wenn der Eigentümer des Grundstücks
eine Grundschuld für sich selbst eintragen lässt, um sich einen bestimmten Rang zu sichern ,

also bei mehreren bestehenden Sicherungsrechten an einem Grundstück vorrangig befriedigt zu werden
– Die Verwertung einer Grundschuld erfolgt wie die der Hypothek durch Zwangsvollstrecku ng
(§§ 1192, 1147 BGB).
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tan the "chap'

LEKTION 5: VERWERTUNG VON SICHERHEITEN

– Die Verwertung von Sicherheiten ist im BGB nur teilweise geregelt. Sie werden für den Bereich
des Wirtschaftsprivatrechts ergänzt bzw. überlagert durch die Regeln der Zivilprozessordn ung(PO),
also das zivilprozessuale Verfahrensrecht, und auch durch die Regeln des Insolvenzrechts
1. Verfahrensrechtliche Grundlagen
Allgemeines
– Zahlt der Schuldner nicht freiwillig oder kann er nicht zahlen, muss sich der Gläubiger
einen vollstreckbaren Titel besorgen, um weiter gegen den Schuldner vorgehen zu können
(sind Urteile eines Zivilgerichts oder nach einem Mahnverfahren ergehende Vollstreckungsbescheide
– Mahnverfahrens: Geht der Schuldner gegen den ergehenden Mahnbescheid nicht vor,
kann der Gläubiger einen Vollstreckungsbescheid beantragen und aus diesem vollstrecke N
+ Widerspricht der Schuldner dem Mahnbescheid, so wird das Mahnverfahren in ein
„normales“ streitiges Verfahren vor Gericht übergeleitet
– Im Fall einer Insolvenz des Schuldners sind die Vorschriften der Insolvenzordnung (InsO)
zu beachten, die neben den allgemeinen Regeln gelten
Prüfungsschritte zur Verwertung von Sicherheiten
Eintritt des Sicherungsfalls (auch Verwertungsreife)(vertraglich oder gesetzlich)
– Die Nichterfüllung der Zahlungsverp ichtung aus dem Schuldverhältnis trotz bestehen der Fälligkeit
– Die Insolvenz des Schuldners bzw. genauer der Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenz verfahrens
oder auch andere Ereignisse als Voraussetzung für eine sofortige Fälligstellung der Forder undVereinbart
– P ichtverletzungen des Schuldners die Verwertungsreife
Ablösungsrecht
– Wer lassen zur Sicherheit für die Schuld eines Dritten eine Grundschuld an einer Immobi lie
ban dai giba bu phas dui

hat bestellen, kann die Zwangsversteigerung dieser Immobilie erdulden, wie es der ursprünglich
vereinbarte Sicherheitszweck auch vorsieht
– Der Sicherungsgeber kann auch anstelle des Schuldners die Forderung begleichen
– In den Fällen der Bürgschaft, der Hypothek und des Pfandrechts (§§ 774, 1143, 1225 BGB)
im Wege einer Legalzession auf den Sicherungsgeber über
fl
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Androhung der Verwertung
– Die rechtliche Position des Sicherungsgebers wird dadurch gestärkt, dass der Sicherungsnehmer
im Regelfall gehalten ist, die Verwertung anzudrohen (Schuldner und Sicherungsgeber sind
nicht personenidentisch, geht Hand in Hand mit dem Ablösungsrecht bzw. dient dessen Durchsetzung)
Durchführung der Verwertung
– In der Praxis geht der Gläubiger dabei meist nach §794 Abs.1 Nr.5 ZPO vor und verlangt
vom Sicherungsgeber ein notarielles Schuldanerkenntnis mit Unterwerfung unter die sofort ige
Zwangsvollstreckung
– Bei den Realsicherheiten wird die Sicherheit durch Zwangsversteigerung verwertet
– Dem zuständigen Amtsgericht als Vollstreckungsgericht muss dafür bei Immobilien ein
vollstreckbarer Titel bzw. genauer eine vollstreckbare Ausfertigung der Grundschuld/ Hypothek
übergeben werden.
– Bei anderen Realsicherheiten, bei beweglichen Sachen, wird die Sicherheit entweder
durch öffentliche Versteigerung oder eine sog. freihändige Verwertung verwertet
Zivilprozessuale Rahmenbedingungen
– Sind der Sicherungsgeber und der Schuldner personenidentisch, wird gegen den Schuldner vollstreckt
– Ist der Sicherungsgeber ein Dritter, so muss der Gläubiger auch ihm gegenüber bei
hör
K kie

Verweigerung der Verwertung der Sicherheit zur Vollstreckung schreiten


+ Die Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen: körperliche Sachen,Forderungen sonstige Rechte
schl + Die Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen: Grundstücke
ung
,

– Die Geldvollstreckung: ist eine Vollstreckung wegen Geldforderungen


– Die Individualvollstreckung: ist eine Vollstreckung wegen sonstiger Ansprüche, d.h. auf e Vornahme
von Handlungen, die Unterlassung oder die Herausgabe von Sachen(zB: Sicherungsübereignung)
– Zwangsvollstreckung setzt Erstens immer einen entsprechenden Antrag des GläubigersI
Zweitens die Erfüllung der folgenden drei Merkmale voraus: Titel, Klausel und Zustellung:
+ Ein vollstreckungsfähiger Titel muss vorliegen, der eine konkrete Leistung des Schuldnersoder
dessen Inanspruchnahme im Wege der Haftung genau bezeichnet (kann entweder ein für
vorläu g vollstreckbar erklärtes Urteil oder aber ein Vollstreckungsbescheid sein)
+ Die sog. Vollstreckungsklausel muss auf dem Titel angebracht werden
+ Der Titel sodann muss dem Schuldner bzw. Sicherungsgeber zugestellt werden.
fi
Es gilt der Grundsatz der schonenden
und bestmöglichen Verwertung von Sicherheiten

– Vier Vollstreckungsorgane: (1) Gerichtsvollzieher, (2) Vollstreckungsgericht,


(3) Prozessgericht und (4) Grundbuchamt the
This

– Nach den §§887 ff. ZPO ist das Prozessgericht für die Vollstreckung zur Erzwingung von Handlungen
und Unterlassungen berufen und das Grundbuchamt für die Eintragung einer Zwangshypothek zuständig
– Für alle übrigen Vollstreckungsmaßnahmen sind in der Hauptsache der Gerichtsvollzieher,
aber auch das Vollstreckungsgericht zuständig
– Die Zwangsvollstreckung erfolgt bei Geld durch schlichte Wegnahme, bei anderen beweglichen
Sachen (z. B. Schmuck) durch Pfändung und Verwertung
– Bei werthaltigen Forderungen, die der Schuldner gegen Dritte hat, kommt wieder das
Vollstreckungsgericht (Es erlässt einen sog. Pfändungs- und Überweisungsbeschluss)
– Bei unbeweglichem Vermögen (Grundstücken, Immobilien auch Schiffe und Luftschiffe)
kommt es im Zuge der Verwertung meist zur Zwangsversteigerung, zur Zwangsverwaltung
oder auch zur hoheitlichen Eintragung einer sog. Zwangshypothek
Besonderheiten bei ausländischen Schuldnern
– Das in Zivilsachen anwendbare Europäische Verfahren für geringfügige grenzüberschreitende
Streitigkeiten ermöglicht Gläubigern unter vereinfachten Voraussetzungen die Beitreibung
und Vollstreckung bei Streitwerten unter 5.000 Euro B mit einem inländischen Titel in Frankreich vollstreckt werden)

– Für die Titulierung von Ansprüchen muss nun im Zusammenspiel der deutschen ZPO und des
ausländischen Verfahrensrechts ermittelt werden, ob der Gläubiger in Deutschland oder im
Ausland gegen den Schuldner klagen kann oder muss
– Von der Frage der Titulierung des Anspruchs: in welchem Staat die Sicherheit belegen ist
bzw. welchem Recht die Sicherheitsleistung bzw. die zugrunde liegende schuldrechtliche
Vereinbarung unterworfen ist
– Inländisches Grundvermögen kann nur nach den Regeln des nationalen Rechts übertragen werden
Verwertung von Sicherheiten in der Insolvenz
Wer darf die Sicherheiten verwerten?
– nur Gläubigern, die ihre Forderungen rechtzeitig gegen Ausfall in der Insolvenz abgesichert haben
die sich z. B. Sicherungsübereignungen oder Sicherungshypotheken hat einräumen lassen
oder der ein gesetzliches Pfandrecht zusteht, erlangt dann später in der Insolvenz des Schuldners
bevorrechtigte Absonderungsrechte
Chili nai

Sicherheiten an beweglichen Sachen und Forderungen


– Hat der Insolvenzverwalter Besitz einer Sache, darf er diese auch verwerten
– Der Insolvenzgläubiger kann lediglich gewisse Auskunftsrechte geltend machen oder bei
der Verwertung mitwirken. Ein Verzinsungsanspruch steht ihm auch zu
– Nach der Verwertung ist der verbleibende Betrag (nach Abzug von Kosten) unmittelbar
an den absonderungsberechtigten Insolvenzgläubiger auszuzahlen
– Hat der Insolvenzverwalter keinen Besitz an der Sache, wird das Recht des absonderung-
bi ain hög

berechtigten Gläubigers nicht tangiert, kann selbst zur Verwertung schreiten


Sicherheiten an Immobilien ban

– Dem Insolvenzverwalter steht es frei, Immobilien freihändig zu veräußern, die Grundpfandrechte


chyen sang

mit der Veräußerung fallen an den Erwerber shu tu gian quiét phasan
– Die Gläubiger können aber auch außerhalb des Insolvenzverfahrens die Zwangsversteigerung
oder Zwangsverwaltung in Grundstücke betreiben, die zur Insolvenzmasse gehören, wenn
es nicht zu einer freihändigen Veräußerung kommt
2. Besonderheiten bei Personalsicherheiten
– Bei anderen Personalsicherheiten (z. B. Patronatserklärung) richtet sich die Vollstreckun9
und Verwertung der Sicherheit nach den Grundregeln
– Zahlt ein Bürge trotz Aufforderung und Mahnung nicht freiwillig, muss sich der Gläubiger
einen Vollstreckungstitel verschaffen, aus dem er notfalls die Zwangsvollstreckung gegen
den Bürgen betreiben kann (die Vorschrift des § 771 BGB prüfen)
– Der Bürgen steht die sog. Einrede der Vorausklage zu: vor der Inanspruchnahme des
Bürgen ist der Gläubiger gehalten, seine Forderung beim Schuldner durchzusetzen und
zwar notfalls mit Mitteln der Zwangsvollstreckung
– Bei der selbstschuldnerische Bürgschaft verzichtet der Bürge auf die Einrede der Voraus Klage,
und der Gläubiger kann dann unmittelbar gegen den Bürgen vorgehen
– Der Gläubiger hat dem Bürgen die Bürgschaftsurkunde zurückzugeben (§ 371 BGB), ist
auf Verlangen verp ichtet, dem Bürgen eine Quittung auszustellen (§ 368 BGB)
3. Besonderheiten bei Realsicherheiten
Pfandrecht
– Will oder kann der Pfandschuldner seiner Leistungsp icht (meist auf Geldzahlung) nicht
nachkommen
nachkommen,
,
so darf der
so darf sichPfandgläubiger aus dem Verkauf des
der Pfandgläubiger des befriedigen
Pfandes
aus dem Verkauf (1228 Abs. 1 BGB)
Pfandes befriedigen
fl
fl
– Bei Pfandrechten muss kein Titel mehr erwirkt werden, weil die Pfandrechte entweder
vertraglich oder gesetzlich entstehen
– Konkret Pfandreife: die durch das Pfandrecht besicherte Forderung tatsächlich schon
ganz oder teilweise fällig sein muss (§ 1228 Abs. 2 BGB)
– Der Eigentümer des Pfandes kann/muss nicht mit dem Schuldner pesonenidentisch sein
– Die Frist beträgt nach §1234 Abs. 2 BGB zwischen Privatpersonen einen Monat; im Rah men
von Handelsgeschäften durch § 368 Abs. 1 HGB: eine Woche
– Als Regelfall der Verwertung nennt § 1235 Abs. 1 BGB die öffentliche Versteigerung
nach § 383 BGB auch freihändig erfolgen (§1221 BGB)
Hypothek und Grundschuld
Zwangsversteigerung
– Zuständig für die Zwangsversteigerung aufgrund einer bestellten Hypothek oder Grund schuld
ist das Amtsgericht als Zwangsvollstreckungsgericht, in dessen Bezirk eine Immobilie belegen ist

– Die Zielsetzung bei der Zwangsversteigerung (§§ 864 ff. ZPO) ist meist die Begleichung
der offenen Geldforderungen des Gläubigers, auch die Au ösung einer Gemeinschaft, bei
der mehrere Personen an einer Immobilie partizipieren
– Die Zwangsversteigerung ermöglicht die Verwertung von Immobilien wie Grundstücke
(bebaut und unbebaut), Häuser, Eigentumswohnungen, Teileigentum (z. B. Garagen) und
Rechte an Grundstücken (z. B. Wohnrechte)
– Das Verfahren der Zwangsversteigerung ist im Gesetz über die Zwangsversteigerung
und Zwangsverwaltung (ZVG) geregelt
– Wird die Zwangsversteigerung vom Vollstreckungsgericht angeordnet, so hat es zugleich
das Grundbuchamt um die Eintragung dieser Anordnung in das Grundbuch anzurufen
(sog. Zwangsversteigerungsvermerk, §§ 15–34 ZVG, § 146 ZVG) gian sais thir dan phan
Ho bao

– Der Termin besteht aus drei Teilen: (1) Bekanntmachungsteil, (2) Bietzeit und (3) Verhan dlung
ply Phi

über den Zuschlag (§ 66 ZVG, §§ 37 bis 41 ZVG) (dann Verteilungstermin)


quains bat bu
Zwangsverwaltung (146EUG)
– Das Verfahren der Zwangsverwaltung selbst ist gemäß § 3 Nr. 1 Buchst. i Rechts egergesetz
dem Rechtsp eger überantwortet
– Ziel: die Begleichung der offenen (Geld-)Forderungen im Raum, jedoch ohne Verwertung
der Substanz der
Substanz
fl
na sucit

– Bei der Zwangsverwaltung geht es um die Verwertung des Ertrags. Der vom Gericht zu
bestellende Zwangsverwalter (sog. Sequester) zieht diese Erträge ein und begleicht damit
die Forderungen, bis der Gläubiger vollständig befriedigt ist
Sicherungshypothek (kein Hypothekenbrief ausgestellt
– Das Grundbuchamt entscheidet als Vollstreckungsorgan über den Antrag des Gläubigers
auf Eintragung einer Zwangssicherungshypothek (§ 876 ZPO), ist keine unmittelbare
Vollstreckungsmaßnahme, die zu einer Befriedigung des Gläubigers führen würde
This hang
– Zweck: dem Gläubiger eine bestimmte Rangstelle im Grundbuch für den Fall zu sichern,
dass andere Gläubiger in die Immobilie vollstrecken wollen (§ 1147 BGB)
– Es ist eine reine Buchhypothek (§ 1185 Abs. 1 BGB) und erlangt ihre Bestimmung als
Sicherungsinstrument ausschließlich mit Eintragung in das Grundbuch, muss nicht unbedi ngt
ein Vollstreckungstitel zugrunde liegen, braucht eine offene Forderung des Gläubigers, die
einen Mindestwert von 750 Euro haben muss

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