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Da fand der Großvefir einen Ausweg , der vielleicht selten
angewendet worden. Er machte den Vorschlag, wir ſollen nur
ein Privathaus bauen, nicht ein Kloster, resp . dem Kind einen
anderen Namen geben, bis auf beffere Zeiten und Gelegenheit,
und wir sollen um die Besteuerung des Baugrundes später
nachsuchen, resp . er dispenſirte uns pro hic et nunc von dieſer
Verpflichtung, um im Bau nicht aufgehalten zu sein . Auf solche
Weise nur ein Privathaus zu bauen konnte der Großveſir ſelbft
erlauben und that es auch.
Die ganze Abwicklung dieser heiklen , sehr delikaten Frage
dauerte fast 3 Monate. Der inzwischen ausgebrochene preußisch .
französische Krieg brachte manchen Stillstand in diese Sache,
weil der Großvefir so oft wegen Kriegsberathung unsere An
gelegenheit bei Seite schieben mußte. Indeſſen hatte P. Franz
in der glühenden Julihize wohl unzählige Gänge zu machen
durch die fteilen Gaffen von Konstantinopel , manche Schiff
fahrten zu unternehmen in die weitentfernten Vorstädte und
Landhäuſer der dabei betheiligten Mitglieder des hohen Rathes
(medschlis ) . Herr Dragoman de le Bidart führte ihn auch
bei Türken auf, um ihre Bekanntschaft und Gunft zu erwer
ben, und so der Sache guten Ausgang zu geben . Endlich war
der Würfel der Entscheidung gefallen und der langerſehnte
Tag der Abreise angekommen . Herr von Le Bidart verschaffte
dem P. Franz noch ein Freibillet für das Dampfschiff über
das schwarze Meer bis nach Varna, und zahlte ihm noch aus
eigener Tasche die Eisenbahnfahrt von dort bis an die Donau,
ja bot seine Dienste für alle Zukunft zum Besten des werden.
den Klosters an, daher er dann auch mit Recht dem Kloster
afſociirt wurde. ―
Wahrlich , Columbus konnte nicht froher sein über die
Entdeckung von Amerika , als P. Franz über die Schlichtung
dieſes verwickelten Handels , deffen Schwierigkeit er erst in
Ronftantinopel recht kennen gelernt hatte.
Mit nicht kleinerer Sehnsucht hatten die harrenden Brü
der zu Hause seiner Ankunft und der Baubewilligung entgegen
gesehen. Die Bewilligung zum Bau einer Scheuer war schon
vorausgeschickt worden , um diesen Bau wegen Unterbringung
des Heues und der Früchte desto weniger zu verzögern .