Definitionen Grundlagen der Chemie
molare und spezifische Wärmekapazität:
- molare Wärmekapazität ist die auf die Stoffmenge bezogene Wärmekapazität; Sie gibt also an,
welche Energie man einer bestimmten Menge eines Stoffes zuführen muss, um seine Temperatur um
ein Kelvin zu erhöhen
- spezifische Wärmekapazität: auf die Masse bezogene Wärmekapazität; Sie gibt also an, welche
Energie man einer bestimmten Masse eines Stoffes zuführen muss, um seine Temperatur um ein
Kelvin zu erhöhen
Freiheitsgrade eines linearen dreiatomigen Moleküls:
3 Translationsfreiheitsgrade, linear: 2 Rotationsfreiheitsgrade und Vibration: f= 3N-5 (N…Zahl der
Atome)
Co2 : 3N f = 3 +2 +4= 9
exotherme und exergone Reaktionen:
- exotherme Reaktion: chemische Reaktion unter Abgabe von Wärme ( Wärme wird freigesetzt)
- exergone Reaktion: Reaktionen, die spontan ablaufen, wenn die freie Enthalpie negatives
Vorzeichen hat
- endergone Reaktion: laufen nicht freiwillig ab, die Enthalpie hat ein positives Vorzeichen
Standardzustand und Normalbedingungen:
-Normalbedingungen: T=0 °C= 273,15 K; p= 1,013 bar
-Standardbedingungen: Konzentration: 1 mol(ar)
Druck: 1 bar= 100 kPa
Temperatur: def. Temperatur
Keine Wechselwirkungen zwischen den Teilchen
Satz von Hess
Die Gesamtenthalpie einer Folge von Reaktionen ist unabhängig vom Weg oder den Stufen, über die
die Reaktion abläuft, wenn Sie zu den selben Produkten führt!
Löslichkeitsprodukt
Gleichgewichtskonstante für den Vorgang der Auflösung einer schwerlöslichen Verbindung. Die
schwerlösliche Verbindung befindet sich im Gleichgewicht mit Ionen in der Lösung.
Ideales Gas
1. Das Produkt p*V ändert sich linear mit der Temperatur Es gilt die ideale Gasgleichung
2. keine Wechselwirkungen zwischen den Teilchen
3. Ein perfektes Gas ist praktisch leerer Raum; dh. Das Eigenvolumen der Gesamtmoleküle ist im
Vergleich zum Gasraum verschwindend klein
Mol
Ein Mol einer Substanz ist jene Stoffmenge, in der so viele Teilchen enthalten sind, wie Atome in 12g
des Kohlenstoffnuklids C12.
Reduktionsmittel
Elektronendonator, gibt Elektronen ab; Substanz, die bei einer chemischen Reaktion oxidiert wird und
dadurch die Reduktion einer anderen Substanz bewirkt.
Freiheitsgrade eines nichtlinearen dreiatomigen Moleküls
3 Translationsfreiheiten, gewinkelt: 3 Rotationsfreiheiten; Vibration: f = 3N-6
H2O: 3N f= 3 + 3+ 3= 9
Anode und Kathode
Anode: Elektrode, an der die Oxidation erfolgt
Kathode: Elektrode, an der die Reduktion erfolgt
Atomgewicht
= Atommasse: Masse eines Atoms, bezogen auf eine Skala, bei der die Masse des Atoms C 12
u beträgt. Bei Elementen, die aus verschiedenen Isotopen bestehen, wird die mittlere Masse des
Isotopgemisches angegeben.
Hydrolyse
Die Hydrolyse ist die Spaltung einer chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser
Gibbs´sche Phasenregel:
beinhaltet die Aussage, dass im thermodynamischen Gleichgewicht nicht beliebig viele Phasen
gleichzeitig nebeneinander vorliegen können.
F = N –P +2
pH-Wert
Der pH-Wert ist ein Maß für die Stärke der sauren bzw. basischen Wirkung einer wässrigen Lösung. Der
negative Logarithmus der H+ (aq)- Ionenkonzentration.
Basenkonstante
KB: Gleichgewichtskonstante für die Reaktion einer Base mit Wasser
elektrochemische Spannungsreihe
Die Elektrochemische Spannungsreihe ist eine Auflistung von Redox-Paaren nach ihrem
Standardelektrodenpotential (Redoxpotential unter Standardbedingungen)
Molarität und Normalität
Molarität= Stoffmengenkonzentration: Konzentrationsangabe einer Lösung als Stoffmenge gelöster
Stoffe pro Volumen Lösung (mol/L)
Normalität= Äquivalenzkonzentration: Äquivalentmenge einer Substanz pro Liter (val/L)
Massenwirkungsgesetz und Reaktionsquotient
Das Massenwirkungsgesetz (oder kurz „MWG“) gibt einen Zusammenhang zwischen den Aktivitäten
der Edukte und der Produkte einer (chemischen) Reaktion im chemischen Gleichgewicht wieder.
Reaktionsquotient Q: Zahlenwert, der sich ergibt, wenn beliebige Stoffmengenkonzentrationen (oder
Partialdrücke) in den Ausdruck des Massenwirkungsgesetzes eingesetzt werden. Wenn Q=Kc, so
herrscht Gleichgewicht, wenn Q<Kc, so läuft die Reaktion nach rechts ab, wenn Q>Kc, so läuft sie nach
links ab.
Oxidationszahl
Fiktive Ionenladung an einem Atom, die sich ergibt, wenn man alle Elektronenpaare von kovalenten
Bindungen dem jeweils elektronegativeren Bindungspartner zuteilt.
Aktivierungsenergie und Eutektikum
Aktivierungsenergie: Energiedifferenz zwischen der potenziellen Energie des aktivierten Komplexes und
derjenigen der Reaktanden.
Eutektikum: vollständig mischbar in der Schmelze, nicht mischbar in der festen Phase
Molalität
Konzentrationsangabe einer Lösung in Mol gelöster Stoffe pro kg Lösungsmittel.
Säurekonstante und Ionenprodukt des Wassers:
Säurekonstante: Gleichgewichtskonstante für die Dissoziation einer Säure
Ionenprodukt des Wassers: Produkt aus der H+ (aq)- Ionenkonzentration mit der OH- (aq)-
Ionenkonzentration in wässrigen Lösungen; bei 25°C: c(H+)* c(OH-)= Kw = 10^-14 mol²/L²
freie Energie und Enthalpie
freie Energie: ist die Energie, die man benötigt, um ein System zu generieren, das bei definierter
Temperatur T im thermischen Gleichgewicht mit seiner Umgebung steht.
freie Enthalpie: Thermodynamische Funktion G= H –TS. Für Reaktionen bei konstantem Druck und
konstanter Temperatur ist die freie Reaktionsenthalpie ∆G= ∆H- T∆S.
Standard- wasserstoffelektrode
Dessen Potential ist mit null Volt festgelegt: 2H+ (aq) + 2e- H2 E°= 0,00 V
Aktivität und Konzentration
Aktivität a= c/co ..ist ein Maß für die Entfernung vom Standardzustand
Konzentration: Menge eines gelösten Stoffes in einer gegebenen Menge einer Lösung.
relative Atommasse
Masse eines Atoms relativ zum 12. Teil der Masse eines Atoms C12
Dissoziationsgrad
Anteil der Gesamtkonzentration eines schwachen Elektrolyten, der zu Ionen dissoziiert ist
Massenanteil
Anteil des Elements X an der Masse der Verbindung oder Konzentrationsangabe einer Lösung als Masse
des gelösten Stoffes pro Masse Lösung. W*100= Massenprozent
Gleichgewichtskonstante
Die Konstante im Massenwirkungsgesetz. Wird mit Stoffmengenkonzentrationen formuliert, so erhält
sie das Symbol Kc, wird es mit Partialdrücken von Gasen formuliert, so ist das Symbol Kp.
Dalton’sches Partialdruckgesetz
Der Gesamtdruck eines Gasgemisches ist gleich der Summe der Partialdrücke aller anwesenden Gase
Ionenstärke und Aktivitätskoeffizient
Mit dem Aktivitätskoeffizienten f korrigierte Stoffmengenkonzentration um Abweichungen vom
Massenwirkungsgesetz zu korrigieren. Je größer die Konzentration der Lösung, umso mehr weicht f von
1 ab.
Ionenstärke: Die Ionenstärke I einer Lösung hat einen entscheidenden Einfluss auf die chemische
Aktivität der Ionen in dieser Lösung und ist daher bedeutend für ihre Reaktivität und für die elektrische
Leitfähigkeit der Lösung.
Die Ionenstärke kann aus den Konzentrationen der Ionen berechnet werden:
n: Anzahl der Ionenarten
c: molare Konzentration der jeweiligen Ionenart
z: Ladung (Wertigkeit) des einzelnen Ions
Ampholyt und Puffer
Ampholyt= amphotere Verbindungen: Verbindung, die sowohl saure wie basische Eigenschaften hat
und sowohl mit Basen als auch mit Säuren reagiert.
Puffer: Ein Puffer ist eine Lösung, die gleichzeitig Säure oder Base neutralisieren kann. (dh. Es muss
gleichzeitig eine Säure und eine Base vorhanden sein.)
Stoffmengenanteil x:
Verhältnis des Stoffmenge (in Mol) einer Komponente eines Gemisches zur gesamten Stoffmenge des
Gemisches.
mittlere Molmasse
Nernstgleichung und Standardpotential
Nernstgleichung: Gleichung zur Berechnung des Reduktionspotenzials in Abhängigkeit von Temperatur
und Konzentrationen.
Standardpotenzial: Unter dem Standardpotential eines Redoxpaares versteht man die unter
Standardbedingungen messbare elektrische Spannung zwischen einer Wasserstoffhalbzelle und
der Halbzelle jenes Redoxpaares.
Ionisierungsenergie
Aufzuwendende Energie, um einem Atom oder Ion das am schwächsten gebundene Elektron zu
entreißen. Die erste Ionisierungsenergie betrifft das erste Elektron eines Atoms, die zweite das
zweite Elektron, usw.
Elektronenaffinität
Die erste Elektronenaffinität ist die Energie, die umgesetzt wird, wenn in einem Gas ein Atom im
Grundzustand ein Elektron aufnimmt. Die zweite Elektronenaffinität bezieht sich auf die
Aufnahme eines zweiten Elektrons….
Ordnungszahl
Die Ordnungszahl gibt die Anzahl der Protonen im Atomkern an.
Pauli Prinzip
Es dürfen keine zwei Elektronen in einem Orbital in allen viel Quantenzahlen (n, l, m und s)
übereinstimmen.
Elektronenkonfiguration von Li
[He] 2s