Pele Rohtext
Pele Rohtext
Kurzinfo
Pelé, KBE – eigentlich Edson Arantes do Nascimento, in seiner Geburtsurkunde als Edison
Arantes do Nascimento vermerkt – (* 23. Oktober 1940[1] in Três Corações, Minas Gerais)
ist ein ehemaliger brasilianischer Fußballspieler und Politiker.
Er erhielt von der FIFA die Auszeichnung als Weltfußballer des 20. Jahrhunderts und wurde
vom IOC zum Sportler des Jahrhunderts ernannt. Von Experten und Kritikern wird Pelé
gemeinhin als „bester Fußballspieler aller Zeiten“ bezeichnet. Seinen Ruhm begründete Pelé
nicht zuletzt durch den dreifachen Gewinn der Weltmeisterschaft (1958, 1962, 1970) sowie
der Marke von 1281 Toren in 1363 Spielen (Quote: 0,94). Mit 77 Treffern ist er u. a.
Rekordtorschütze der brasilianischen Nationalmannschaft. Im Trikot seines langjährigen
Vereins, des FC Santos, gewann er in 17 Jahren insgesamt 26 Titel.
Nach seiner aktiven Karriere nutzte Pelé seine Popularität für die Arbeit in seiner Sport-
Marketing-Agentur und war von 1995 bis 1998 brasilianischer Sportminister.
In Brasilien wird er auch als Pérola Negra (Schwarze Perle), O Rei do Futebol (König des
Fußballs), O Rei Pelé (König Pelé) oder einfach als O Rei (Der König) bezeichnet.
Jugend
Der Junge wurde am 23. Oktober 1940 in Três Corações, einer Kleinstadt im Süden des
brasilianischen Bundesstaates Minas Gerais, geboren. Er war das erste Kind des
Provinzfußballers João Ramos do Nascimento („Dondinho“) und dessen Ehefrau Maria
Celeste Arantes. In Anlehnung an den weltberühmten Erfinder Thomas Alva Edison gaben
seine Eltern ihm den Vornamen Edson („Édson“ ohne „i“, häufig auch „Edson“ ohne Akzent
geschrieben, war bereits vor seiner Geburt ein in Brasilien gebräuchlicher Vorname), der
allerdings in der Geburtsurkunde fälschlich als Edison vermerkt ist. Im Laufe seines Lebens
erklärte Pelé immer wieder, dass er auf die Verwendung des Namens Edson bestehe.
Unglücklicherweise hatte sein Vater Dondinho seine Profikarriere nach nur einem Spiel für
Atlético Mineiro aufgrund einer komplizierten Knieverletzung beenden müssen und war
daher gezwungen, sich bei unterklassigen Vereinen durchzuschlagen. 1944 wurde er vom
Bauru Atlético Clube (BAC) verpflichtet und zog mit seiner Familie nach Bauru (Bundesstaat
São Paulo). Doch die erhoffte Verbesserung der wirtschaftlichen Situation stellte sich durch
den Umzug nicht ein, und auch in Bauru lebte die Familie weiterhin in ärmlichen
Verhältnissen. Das spärliche Spielergehalt des Vaters reichte nicht aus, um die inzwischen
fünf Familienmitglieder, der kleine Edson hatte mit Jair („Zoca“) und Maria Lúcia zwei
Geschwister bekommen, zu ernähren, weshalb Dona Celeste als Wäscherin Geld
dazuverdienen musste. Um selbst etwas Taschengeld zu verdienen, verdingte sich Edson als
Schuhputzer am Bahnhof und den wohlhabenderen Stadtvierteln Baurus oder erledigte
Botengänge für seine Mutter. Edson, den alle liebevoll nur „Dico“ riefen, besuchte die
Grundschule Ernesto Monte, war allerdings kein guter Schüler, da er häufig den Unterricht
schwänzte. Viel lieber spielte er Fußball und schon in jungen Jahren war ihm klar, dass er
einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten und Profi werden wollte. Nahezu jede freie
Minute spielte Edson in der Straßenmannschaft Sete de Setembro, deren Spielbälle lediglich
aus zusammengebundenen Socken oder einer Grapefruit bestanden. Sie waren auch unter dem
Namen die „Schuhlosen“ bekannt, denn keines der Kinder konnte sich ordentliche Schuhe
leisten.
Während dieser Zeit entstand der Spitzname „Pelé“, dessen genaue Herkunft ungeklärt bleibt.
In seiner Autobiografie behauptet er, als Kind für „Bilé“, den Torhüter von Vasco São
Lourenço geschwärmt zu haben. Durch die ungenaue Aussprache entwickelte sich daraus
„Pilé“, was letztendlich zu „Pelé“ wurde. Somit hat der Name des wohl berühmtesten
Fußballers der Welt keine besondere Bedeutung und wurde von seinem Träger anfangs nicht
einmal sonderlich gemocht.
Im Jahr 1952 gründete der BAC die Jugendmannschaft „Baquinho“ und engagierte den
ehemaligen brasilianischen Nationalspieler Waldemar de Brito als Trainer. Dieser sichtete
einige der hoffnungsvollsten Talente der Stadt, zu denen auch Pelé gehörte, und holte sie in
die Mannschaft. Dort erfuhr der Elfjährige eine professionelle Förderung und spielte erstmals
in Fußballschuhen auf einem richtigen Platz. Baquinho sorgte bei Jugendturnieren für einiges
Aufsehen und insbesondere der schwarze Mittelstürmer namens Pelé wusste zu überzeugen.
Vereinskarriere
FC Santos (1956 bis 1974)
De Brito erkannte das fußballerische Potential Pelés und arrangierte im Frühjahr 1956 ein
Probetraining beim FC Santos, dem amtierenden Staatsmeister São Paulos. Seinen Schützling
stellte er den Verantwortlichen mit den Worten vor, dieser habe das Talent einmal „der größte
Fußballer der Welt zu werden.“ Pelé ließ der Ankündigung de Britos Taten folgen und wusste
Cheftrainer Lula zu überzeugen, der ihn sofort verpflichtete. Der dünne, schwarze Junge
beendete die Schule ohne Abschluss, verließ das Armenviertel Baurus und zog allein in die
Hafenstadt Santos vor den Toren São Paulos, um Fußballprofi zu werden. Der erst 15-jährige
Pelé unterschrieb sogar einen Amateurvertrag, der ihm neben 6000 Cruzeiros monatlich auch
eine Unterkunft garantierte und trainierte fortan mit dem Profikader, spielte aber noch für die
Juniorenteams.
Wenige Monate später, am 7. September 1956, absolvierte Pelé seine erste Partie im
Seniorenbereich. Im Freundschaftsspiel gegen Corinthians Santo André wurde er zur zweiten
Halbzeit eingewechselt und konnte mit einem Treffer zum 7:1-Sieg seine Fähigkeiten
andeuten. Zu Beginn des Jahres 1957 rückte Pelé schließlich dauerhaft in den Profikader auf
und war schon nach wenigen Einsätzen Stammspieler. Mit nur 16 Jahren wurde er in seiner
ersten vollen Saison Torschützenkönig (36 Tore in 29 Spielen) der Campeonato Paulista
(Staatsmeisterschaft des Bundesstaates São Paulo). Der als Pérola Negra (Schwarze Perle)
gefeierte Wunderstürmer debütierte noch im Juli 1957 in der Nationalmannschaft und gewann
mit ihr bei der Weltmeisterschaft 1958 den Titel. Pelé kehrte als Weltstar in sein Heimatland
zurück und wurde ehrfurchtsvoll O Rei (der König) genannt. Dieser Triumph sollte sich auch
finanziell lohnen und Pelé unterschrieb seinen ersten Profivertrag bei Santos, der ihm ein
monatliches Grundgehalt von umgerechnet 3579 Euro garantierte (damit war sein Gehalt
höher als das des brasilianischen Staatspräsidenten). Dieser Schritt war notwendig geworden,
denn sein Auftritt bei der WM in Schweden hatte die Begehrlichkeiten finanzstarker
europäischer Vereine (Real Madrid, Juventus Turin, Inter Mailand, AC Mailand) geweckt.
Diese boten astronomische Ablösesummen und Gehälter, doch die brasilianische Regierung
erklärte den Ausnahmefußballer für unverkäuflich und bezeichnete ihn als „nationales Gut.“
Nach der Weltmeisterschaft stellten sich für Pelé neben dem finanziellen Erfolg auch die
ersten Titel auf Vereinsebene ein: 1958 wurde Santos Meister der Campeonato Paulista und
Pelé mit rekordverdächtigen 58 Treffern (bei 38 Spielen) erneut Torschützenkönig. Siege im
Taça Brasil, dem Vorläufer einer nationalen Meisterschaft, und im prestigeträchtigen Torneio
Rio-São Paulo folgten. Diese Siege waren der Beginn von „Super Santos“, das innerhalb
weniger Jahre zur besten Vereinsmannschaft Südamerikas aufstieg. Zu Beginn der 1960er
Jahre gewann Santos rund 85 Prozent seiner Spiele, wobei die Gegner teilweise regelrecht
deklassiert wurden und Kantersiege keine Seltenheit waren. Durch geradliniges
Kurzpassspiel, elegante Kombinationen sowie nie vorherzusehende technische Finten und
Finessen wusste die Mannschaft zu überzeugen, was ihr den Namen „ballet blanco“ (weißes
Ballett) einbrachte. Teilweise überforderte Gegner wussten sich häufig nur mit rüder,
überharter Spielweise oder verbalen Sticheleien zu helfen. Unbestrittener Star war Pelé, und
obwohl er mit 40 bis 50 Saisontoren regelmäßig die mit Abstand meisten Treffer erzielte, war
Santos nicht bloß eine „One-Man-Show“. Seine Mitspieler stellten den Kern der
brasilianischen Nationalmannschaft und man konnte mit weiteren Ausnahmekönnern wie
Torwart Gilmar, den Abwehrspielern Mauro Ramos und Calvet, Spielmacher Zito,
Linksaußen Pepe und Pelés Sturmpartner Coutinho aufwarten. Den Zenit dieser Mannschaft
markierten sicherlich die Jahre 1962 und 1963. 1962 war mit fünf Titeln das bisher
erfolgreichste Jahr der Klubgeschichte: Nach Siegen über Peñarol Montevideo (2:1, 2:3, 3:0)
gewann Santos erstmals die Copa Libertadores, das südamerikanische Gegenstück zum
Europapokal der Landesmeister und sogar den Weltpokal gegen Benfica Lissabon (3:2, 5:2).
Im Folgejahr gelang sowohl in der Copa Libertadores (3:2 und 2:1 gegen die Boca Juniors)
als auch im Weltpokal (2:4, 4:2 und 1:0 gegen den AC Mailand) die viel umjubelte
Titelverteidigung.
Während der 1960er Jahre war der FC Santos eine regelrechte „Fußballmaschine“, die
zahlreiche finanziell lukrative Freundschaftsspiele rund um den Globus absolvierte (22
Partien in sechs Wochen waren keine Seltenheit). Zur damaligen Zeit war das die einzige
Möglichkeit, dem weltweiten Publikum Superstar Pelé zu präsentieren und ihn live spielen zu
sehen. Nicht zuletzt standen auch kommerzielle Interessen der Vereinsführung hinter diesen
Partien, die notwendig waren, um die hohen Spielergehälter zahlen zu können. 1967
unterbrachen die Konfliktparteien des nigerianischen Bürgerkriegs sogar die
Kampfhandlungen, nur um Santos und Pelé in Lagos spielen sehen zu können. Denn Pelé war
aufgrund seiner Hautfarbe insbesondere für die Menschen in Afrika eine Art positiver
Symbolfigur.
Ein besonderes Datum in der außergewöhnlichen Karriere Pelés war der 19. November 1969.
An diesem Tag schoss er in der Partie gegen CR Vasco da Gama (2:1) sein 1000. Tor, das als
„O Milésimo“ gefeiert wurde. Als der Angreifer, schon damals ein Nationalheld, in der 34.
Minute den Treffer per Foulelfmeter erzielte, stürmten jubelnde Fans, Fotografen und
Journalisten den Rasen des Maracanã-Stadions und das Spiel musste für 20 Minuten
unterbrochen werden. In weiten Teilen Brasiliens läuteten Kirchenglocken. Auch die
brasilianische Militärjunta wusste das Ereignis medienwirksam für sich zu nutzen, indem
Präsident Emílio Médici Pelé öffentlich gratulierte und ihm einen goldenen Ball überreichte.
Zudem gab die brasilianische Post eigens zu diesem Anlass eine Briefmarke heraus.
Anfang der 1970er Jahre war Santos nicht mehr die dominierende Mannschaft des Landes und
hatte den Glanz vergangener Jahre verloren. Auch bei Pelé wurden Anzeichen des
körperlichen Verschleißes erkennbar. Jährlich 80 bis 90 Partien, nicht selten verbunden mit
anstrengenden Auslandsreisen, noch dazu unzählige Fouls waren an ihm nicht spurlos
vorübergegangen und hatten ihren Tribut gefordert. Auf dem Platz wirkte der Spieler häufig
müde, abwesend und nicht austrainiert. Nach 17 Jahren und 26 Titeln mit dem FC Santos
erklärte Pelé 1974 seinen Rücktritt vom aktiven Profisport. Sein letztes Spiel bestritt er am 2.
Oktober 1974 gegen AA Ponte Preta (2:0).
FC Santos (Club-Geschichte)
Der FC Santos (offiziell: Santos Futebol Clube), meist nur kurz Santos genannt, ist ein
Fußballverein aus Santos, einer Hafenstadt im brasilianischen Bundesstaat São Paulo. Der
Verein wurde am 14. April 1912 als ‚Santos Foot-Ball Clube‘ von Raimundo Marques, Mário
Ferraz de Campos und Argemiro de Souza Júnior gegründet. Bekanntester Spieler der
Vereinsgeschichte ist Pelé. Der 1999 vom IOC zum „Athlet des Jahrhunderts“ gekürte
Ausnahmefußballer startete 1956 im Alter von fünfzehn Jahren seine Karriere bei Santos. Mit
Pelé gewann Santos 1962 und 1963 den Weltpokal.
Das Heimatstadion Estádio Urbano Caldeira, auch als Vila Belmiro bezeichnet wurde am 12.
Oktober 1916 eingeweiht. Dieser Tage hat es eine offizielle Kapazität von etwa 20.000
Zuschauern. Bei einem Spiel gegen Corinthians São Paulo 1964 wurden aber auch schon
33.000 Zuschauer gezählt. Der Verein ist bekannt dafür, viele neue Talente hervorzubringen.
Bei Großereignissen weicht Santos auch manchmal in das wesentlich größere Morumbi-
Stadion in São Paulo aus.
Viele international bekannte brasilianische Spieler waren früher beim FC Santos tätig.
Darüber hinaus hatte der Verein von 1997 bis 2012 eine erfolgreiche Frauenfußballabteilung.
Ein Fan des FC Santos wird als Santista bezeichnet. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Weiß.
Im Juni 1975 kehrte Pelé auf den Platz zurück und spielte bis 1977, dem Jahr, das mit dem
Gewinn der US-Meisterschaft gekrönt wurde, für Cosmos. Am 1. Oktober 1977 beendete er
endgültig seine Karriere. Zu diesem Anlass veranstaltete man ein Abschiedsspiel zwischen
Cosmos und dem FC Santos (2:1). Das US-Fernsehen übertrug das Sportereignis live und
bettete das Spiel in einen glamourösen Show-Akt ein, bei dem neben Pelés Vater Dondinho
und Bruder Zoca weitere Sportgrößen wie Muhammad Ali oder Bobby Moore eingeladen
waren. Während er in der ersten Halbzeit für New York Cosmos auflief, spielte er in der
zweiten Halbzeit für den FC Santos.
Der Fußballverein ist vor allem durch die Verpflichtung vieler internationaler Spieler,
darunter Weltstars wie Pelé und Franz Beckenbauer, bekannt geworden. Beckenbauer
wechselte 1977 für die damalige Rekord-Ablösesumme von zwei Millionen Dollar vom FC
Bayern München zu Cosmos. Er gewann gleich in seiner ersten Saison zusammen mit Pelé
die US-Meisterschaft der NASL (1977). Dies gelang New York Cosmos insgesamt fünfmal:
1972, 1977, 1978, 1980 und 1982. 1980 wechselte Beckenbauer wieder in die Bundesliga,
diesmal zum Hamburger SV, bevor er zwischen Mai und November 1983 nochmals ein
kurzes Gastspiel bei New York Cosmos gab und seine Karriere beendete.
Der Verein wurde 1970 von den Musikproduzenten und Eigentümern von Atlantic Records,
den türkischen Brüdern Ahmet und Nesuhi Ertegün, gegründet. In Anlehnung an die
musikalische Vergangenheit der beiden Ertegün-Brüder sollte der Club ursprünglich „New
York Blues“ heißen. Der aus England engagierte Manager Clive Toyle, ein früherer
Sportjournalist, fand den Namen jedoch unpassend für ein Fußballteam und ließ einen
Namenswettbewerb ausrichten. Der siegreiche Vorschlag war schließlich Cosmos und wurde
offiziell im Februar 1971 bekannt gegeben.
Cosmos debütierte in der 1971er Saison der North American Soccer League und gehörte von
Anfang an zu den spielerisch erfolgreichsten Clubs der jungen, seinerzeit noch
halbprofessionellen Liga. Die Geschichte von New York Cosmos ist eng verknüpft mit
Gründung und Auflösung der North American Soccer League von 1968 bis 1984 und hat zum
Teil einen parallelen Entwicklungsverlauf. Die Spielzeiten von 1971 bis 1975 waren dabei
geprägt vom Bermudianer Randy Horton, den man vom aufgelösten ASL-Meister
„Philadelphia Ukrainians“ übernommen hatte. Dank Hortons Treffsicherheit erreichte Cosmos
gleich in der ersten Saison den zweiten Platz in der Meisterschaft. In der Folgesaison (1972)
wurde Cosmos zum ersten Mal in der Club-Geschichte NASL-Meister.
Parallel wandelte sich die Liga durch das Engagement von finanzkräftigen Mäzenen wie den
Ertegün-Brüdern von einer Amateur- zu einer Profiliga und 1974 konnte mit CBS wieder ein
Medienpartner gewonnen werden, der die Spiele live im Fernsehen übertrug. Die landesweite
Übertragung der Spiele und die hieraus resultierenden Einnahmen sorgten bei Cosmos für
eine Verstetigung des wirtschaftlichen und sportlichen Erfolgs. In diese Periode der
Vereinsgeschichte fiel auch die Verpflichtung des Weltstars Pelé: „Soccer“ und insbesondere
Cosmos erfreuten sich beim amerikanischen Publikum einer nie dagewesenen Popularität, der
Spielbetrieb musste mehrfach in größere Spielstätten verlegt werden. So lagen etwa die
Zuschauerzahlen der Spiele des Clubs nach dem Wechsel ins Stadion der New York Giants
mit durchschnittlich 40.000 Zuschauern weit über damaligen dem Liga-Schnitt von 15.000.
Allerdings ließ das Interesse des Fernsehpublikums bald wieder nach. Bereits 1981 zeigte
ABC als zwischenzeitlicher Inhaber der Übertragungsrechte nur noch eine einzige Begegnung
der Meisterschaft, bevor die Liga ab 1982 überhaupt keinen Medienpartner mehr hatte.
Rettungsversuche wie das Bemühen um die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 1986
schlugen fehl, so dass die NASL schließlich in der Bedeutungslosigkeit versank und 1984
aufgelöst wurde.
Der Niedergang der Liga brachte auch Cosmos in finanzielle Schwierigkeiten. Hinzu kam,
dass die Warner Communications infolge eines Konzernumbaus ihr Engagement im
Sportbereich zurückfuhr und ihre Fußballbeteiligungen schließlich 1981 an den damaligen
Cosmos-Spieler Giorgio Chinaglia verkaufte. Der seit 1976 bei den New Yorkern spielende
Italiener verfügte jedoch nur über einen Bruchteil der Mittel Warners und sah sich
gezwungen, viele der Top-Spieler des international besetzten Kaders zu verkaufen. Nach der
Auflösung der NASL wechselte Cosmos 1984 in die amerikanische Major Indoor Soccer
League und versuchte im Hallenfußball an frühere Erfolge anzuknüpfen. Mangels
Zuschauerinteresse zog man sich aber bereits 1985 wieder aus der Liga zurück. Der zuletzt
von Hubert Birkenmeier trainierte Club wurde daraufhin aufgelöst und liquidiert – erhalten
blieben lediglich die Fußballschulen des Jugendbereichs, die bis 2003 vom ehemaligen
Vereinsmanager G. Peppe Pinton geleitet wurden. Als Inhaber der Namensrechte für Cosmos
fühlte sich Pinton auch dem erfolgreichen Erbe des Vereins verpflichtet und sperrte sich trotz
lukrativer Angebote lange gegen einen Verkauf derselben. So gab es im Zuge der vielen
Anläufe der Re-Etablierung einer US-Profiliga auch mehrere Versuche einer Neugründung
von New York Cosmos (mit entsprechenden Offerten der Eigentümer der New York
Metrostars bzw. später der New York Red Bulls), aber erst 2009 ließ sich Pinton nach
Fürsprache von Pelé dazu überreden, die Rechte an ein britisches Konsortium zu verkaufen.
Die neuen Eigentümer um den früheren Tottenham Hotspur-Vizepräsidenten Paul Kemsley
gründeten daraufhin 2010 den heutigen, in der North American Soccer League spielenden
Club New York Cosmos.
Nationalmannschaft
Bereits sieben Monate nach seinem Pflichtspieldebüt für Santos wurde Pelé mit nur 16 Jahren
in den Kader der brasilianischen Nationalmannschaft berufen und absolvierte am 7. Juli 1957
gegen Argentinien (1:2) sein erstes Länderspiel. Er feierte einen Einstand nach Maß, da er das
einzige Tor für seine Mannschaft erzielte und ist bis heute der jüngste Torschütze der Seleção.
WM 1958
Im Folgejahr gehörte er zum brasilianischen WM-Kader und war mit 17 Jahren der jüngste
Spieler des Turniers. Aufgrund einer leichten Blessur wurde er in den ersten beiden
Vorrundenspielen (3:0 gegen Österreich, 0:0 gegen England) nicht berücksichtigt, doch als
die Mannschaft nach holprigem Start von Nationaltrainer Vicente Feola Veränderungen
forderte, brachte dieser mit Garrincha, Zito und eben Pelé neue Spieler für die dritte Partie
gegen die Sowjetunion. Mit ihrer revolutionären 4-2-4-Formation um die Offensivreihe
Garrincha, Vavá, Pelé und Mário Zagallo begeisterten die Brasilianer das Publikum und
ließen der Sowjetunion beim 2:0-Sieg keine Chance. Durch diese überzeugenden Leistungen
rückten sie ins Viertelfinale vor und rannten zunächst vergeblich gegen das walisische
Abwehrbollwerk an. Es war Pelé, der die Mannschaft mit seinem goldenen Tor zum 1:0
erlöste. Nun folgten die starken Franzosen und die Halbfinalpartie wurde sogar als
vorweggenommenes Endspiel bezeichnet. Der überragende Pelé beförderte die Seleção mit
einem Hattrick binnen 22 Minuten (53., 64., 75.) fast im Alleingang ins Finale (Endstand 5:2).
Die Fußballwelt staunte über den leichtfüßigen schwarzen Jungen aus dem brasilianischen
Hinterland, der die gestandenen europäischen Verteidiger spielend leicht umdribbelte. Sein
Ballgefühl war unerreicht und seine Frechheit beinahe „dreist.“ Brasilien ging als klarer
Favorit ins Endspiel gegen die Schweden, die gegen den südamerikanischen Fußball vom
anderen Stern absolut chancenlos waren und deutlich mit 5:2 unterlagen. Wiederum war Pelé
der alles überragende Spieler. Von niemandem auszuschalten, krönte er seine Leistung mit
zwei sehenswerten Toren. Die Brasilianer waren erstmals Fußballweltmeister und hatten sich
vom „Fluch“ des Maracanaço befreit. Die ergreifenden Bilder des weinenden Pelé, der sich an
Gilmars Schulter anlehnte, gingen um die Welt. Plötzlich war er ein Star und das Gesicht „des
Königs“ (O Rei) prangte auf zahllosen Titelbildern.
Mit sechs Treffern in vier Spielen war Pelé zweitbester Torschütze des Turniers und wurde
nachträglich zum besten jungen Spieler der WM gewählt. Daneben hatte er zahlreiche
Rekorde aufgestellt: jüngster Spieler, jüngster Torschütze und jüngster Endspielteilnehmer
einer WM, sowie jüngster Weltmeister.
WM 1962
Mit einem Großteil der Weltmeisterelf von 1958 reisten die Brasilianer vier Jahre später nach
Chile, lediglich der erkrankte Nationaltrainer Feola wurde von Aymoré Moreira vertreten.
Alle Augen richteten sich auf Pelé, dessen Auftritt von der Fußballwelt mit Spannung
erwartet wurde. Erwartungsgemäß startete Brasilien mit einem 2:0 über Mexiko und Pelé war
mit einem Torerfolg sowie einer Vorlage der Mann des Spiels. Doch schon im zweiten
Gruppenspiel gegen die CSSR (0:0) war die WM für ihn beendet: Bei einem Schussversuch
zog sich Pelé eine Oberschenkelverletzung zu und musste für den Rest der Partie auf dem
Flügel „geparkt“ werden. Den weiteren Turnierverlauf verbrachte er als Zuschauer auf der
Tribüne. Zwar kamen immer wieder Gerüchte auf, Pelé werde wieder gesund und könne
zumindest im Endspiel auflaufen, doch die Welt hoffte vergeblich auf die Fähigkeiten des
Masseurs und „Wunderheilers“ Mário Américo. Der Mannschaft gelang es den Verlust ihres
Superstars zu kompensieren und verteidigte den WM-Titel souverän (3:1 im Finale gegen die
CSSR).
WM 1966
Im Vorfeld der Weltmeisterschaft in England wurden die Brasilianer als große Favoriten
gehandelt und strebten selbstbewusst die erneute Titelverteidigung an. Allerdings verlief die
Vorbereitung auf die Endrunde eher problematisch: Trainer Feola gelang es nicht, eine
funktionierende Stammformation zu finden, da sich geltungsbedürftige Verbandsfunktionäre
immer wieder einmischten. Brasilien startete zwar mit einem 2:0 über Bulgarien (ein
Freistoßtor von Pelé) ordentlich ins Turnier, doch Pelé wurde von den Gegenspielern extrem
hart angegangen und beschwerte sich vergeblich bei der FIFA über dieses Vorgehen. Daher
wurde er im folgenden Spiel geschont, doch das überhebliche Auftreten der Mannschaft
führte zur sensationellen Niederlage gegen Ungarn (1:3). Zum Eklat kam es in der
entscheidenden dritten Partie, als Pelé von den portugiesischen Verteidigern wie Freiwild
regelrecht gejagt und zusammengetreten wurde. Verletzt musste er auf der Außenbahn
„geparkt“ werden und konnte die 1:3-Niederlage nicht verhindern, die zum sensationellen
Ausscheiden Brasiliens bereits nach der Vorrunde führte. Pelé reagierte verärgert über die
Tatenlosigkeit der FIFA und erklärte, nicht mehr an einer Weltmeisterschaft teilnehmen zu
wollen.
WM 1970
Unter dem neuen Nationaltrainer João Saldanha fand Pelé zunächst keine Berücksichtigung
mehr für die Seleção und bestritt fast zwei Jahre lang kein Länderspiel. Saldanha demontierte
den Nationalhelden öffentlich, indem er behauptete, Pelé sei alt und übergewichtig geworden
und leide außerdem unter einer Sehschwäche. Erst unter massivem Druck der brasilianischen
Regierung im Vorfeld der WM 1970 kehrte er in die Nationalmannschaft zurück. Der
eigensinnige Saldanha war mit dieser Einmischung der Politik in seine Arbeit nicht
einverstanden und trat von seinem Amt zurück. Nachfolger wurde Pelés ehemaliger
Mannschaftskamerad Mário Zagallo, der ihn gleich wieder zum Stammspieler machte. Pelé
ging hochmotiviert in die Turniervorbereitung und nach harter, gewissenhafter
Trainingsarbeit reiste er in Topform nach Mexiko.
Dort wurde Brasilien vor Titelverteidiger England Sieger der Gruppe C (drei Pelé-Treffer)
und war absoluter Turnierfavorit. Zagallo war es gelungen, die hochbegabten Individualisten
zu einer homogenen und funktionierenden Einheit zu formen. Die unglaubliche
Offensivabteilung um Pelé, Jairzinho, Tostão, Gérson und Roberto Rivelino spielte die
Gegner reihenweise schwindelig. Durch ständige Positionswechsel waren sie kaum
auszurechnen, und angetrieben von Pelé, der wie zu besten Zeiten zauberte, zeichneten sie
sich durch unbedingten Siegeswillen aus. Innerhalb der Mannschaft herrschte eine tolle
Atmosphäre und die Elf von 1970 wird noch heute als „beste brasilianische
Nationalmannschaft überhaupt“ bezeichnet. In der K.O.-Phase setzten sie sich ungefährdet
gegen Peru (4:2) und Uruguay (3:1) durch und trafen im Finale auf Italien. Die überforderte
„Squadra Azzurra“ wurde von den wie entfesselt aufspielenden Brasilianern mit 4:1 überrollt,
wobei Pelé mit einem sehenswerten Kopfballtor das wichtige 1:0 gelungen war. Nach dem
Schlusspfiff nahm er ausgelassen den Coupe Jules Rimet entgegen.
Im Folgejahr bestritt Pelé sein letztes Länderspiel. Am 18. Juli 1971 streifte er sich gegen
Jugoslawien (2:2) letztmals das gelbe Nationaltrikot über und wurde von 180.000 Zuschauern
im Maracanã-Stadion enthusiastisch verabschiedet. Mit 77 Treffern bei insgesamt 92 Spielen
ist er bis heute Rekordtorschütze Brasiliens.
Als Pelé im Vorfeld der WM 1974 öffentlich zu einer Rückkehr gedrängt wurde und sogar die
Staatsführung Druck ausübte, blieb er hart und lehnte ab.
Spielweise
Pelés Ausnahmestellung im Fußball wird unter anderem damit begründet, dass er eine
hervorragende Technik, Schnelligkeit und Beweglichkeit aufwies. Er war mit beiden Füßen
gleichermaßen technisch begabt und traf auch mit dem Kopf. Vor allem habe er sofort und
intuitiv erkennen können, wie und in welche Richtung sich der Gegenspieler bewegen würde.
Damit habe er ein Körpergefühl entwickelt wie nur noch wenige andere Sportler.
Vereine
Staatsmeisterschaft Campeonato Paulista (10): 1958, 1960, 1961, 1962, 1964, 1965,
1967, 1968, 1969, 1973
Torneio Rio-São Paulo (4): 1959, 1963, 1964, 1966
Taça Brasil (5): 1961, 1962, 1963, 1964, 1965
Torneio Roberto Gomes Pedrosa: 1968
Copa Libertadores (2): 1962, 1963
Weltpokal (2): 1962, 1963
Supercopa de Campeones Intercontinentales: 1968[7]
Recopa Intercontinental: 1968[8]
US-Fußballmeister: 1977
Persönliches
Torschützenkönig Staatsmeisterschaft Campeonato Paulista (11): 1957 (20 Tore),
1958 (58 / Rekord), 1959 (45), 1960 (34), 1961 (47), 1962 (37), 1963 (22), 1964 (34),
1965 (49), 1968 (26), 1973 (11)
Torschützenkönig Torneio Rio-São Paulo (4): 1961 (7 Tore), 1963 (15), 1964 (3),
1965 (8)
Torschützenkönig Taça Brasil (2): 1961 (9 Tore), 1963 (12)
Torschützenkönig Copa Libertadores: 1963 (11 Tore)
Torschützenkönig Copa America: 1959 (8 Tore)
Südamerikas Fußballer des Jahres 1973
Südamerikas Fußballer des Jahrhunderts
Spieler des Jahrhunderts (FIFA)
Sportler des Jahrhunderts (IOC)
Ehrenpreis des FIFA Ballon d’Or 2013
Tore
Weiteres Leben
Seit seinem Karriereende ist Pelé als „Staatsmann des Fußballs“ unterwegs und betreut in
seiner Eigenschaft als UN-Sonderbotschafter weltweit zahlreiche Entwicklungsprojekte.
Weiterhin gründete er eine Sport-Marketing-Agentur, die rund 20 Millionen US-Dollar
jährlich umsetzt, und ist aufgrund seiner enormen Popularität ein gefragter Werbestar (u. a.
American Express, Pepsi, Viagra).
Pelé wandte sich sogar der Politik zu und Staatspräsident Fernando Henrique Cardoso machte
ihn von 1995 bis 1998 zum außerordentlichen Sportminister (Ministério do Esporte). Sein
Einsatz für eine offenere Vermarktung von Fußballrechten rief Kritik hervor. Man warf ihm
vor, nicht im Interesse des Fußballs, sondern in eigenem Interesse gehandelt zu haben, da eine
von ihm erlassene Verordnung Sportmarketing-Firmen begünstige.
Am 10. Juni 2010 präsentierte er in Johannesburg (Südafrika) die Marke „Pelé Sports“, deren
erste Kollektion aus Fußballschuhen mit den Modellnamen „1958“, „1962“ und „1970“ sowie
Sport- und Lifestyletextilien besteht.
Familie
Pelé heiratete am 21. Februar 1966 Rosemeri dos Reis Cholby. Aus dieser Verbindung gingen
zwei Töchter sowie ein Sohn hervor. Diese Ehe wurde 1982 geschieden. In den 1990er Jahren
erkannte Pelé die Vaterschaft für zwei uneheliche Töchter an. Seit April 1994 war er (bis
2008) mit der Psychologin und Gospelsängerin Assíria Lemos Seixas verheiratet, die am 28.
September 1996 Zwillinge gebar.
Ehrungen
1997 wurde Pelé ehrenhalber als Commander in den Order of the British Empire
aufgenommen.
1999 ernannte ihn die FIFA zum Weltfußballer des 20. Jahrhunderts.
1999 wählte ihn das Internationale Olympische Komitee zum Sportler des
Jahrhunderts.
1999 wählten ihn das Magazin World Soccer zum größten Spieler des 20.
Jahrhunderts
Er ist Botschafter der UNESCO.
Im November 2005 wurde Pelé Ehrenmitglied des Fußballvereins Rot-Weiss Essen.
Bei Verleihung der Mitgliedsurkunde sagte Pelé: „Es ist für mich eine große Ehre,
jetzt dem Verein anzugehören, in dem der ‚Boss‘ Helmut Rahn spielte.“
Seit dem 30. Oktober 2007 ist Pelé Ehrenmitglied des Fußballvereins 1. FC Köln. Die
Urkunde überreichte ihm im Rahmen eines Empfangs im Kölner Geißbockheim
Wolfgang Overath, damaliger Präsident des 1. FC Köln.
2006 Goldener Rathausmann der Stadt Wien
2013 erhielt er einen Ballon d'Or für sein Lebenswerk
Zitate
„Der beste Spieler der Geschichte war Alfredo Di Stefano. Ich weigere mich, Pelé als
Spieler zu klassifizieren. Er war darüber.“ – Ferenc Puskás
„Ich denke, er ist Fußball. Ihr habt den wirklichen „Special One“ – Mr. Pelé.“ – Jose
Mourinho
„Nach dem fünften Tor wollte sogar ich applaudieren.“ – Sigvard Parling nach dem
WM-Finale 1958
„Als ich Pelé spielen sah, wollte ich meine Fußballschuhe nur noch an den Nagel
hängen.“ – Just Fontaine, WM-Torschützenkönig 1958
„Für mich war Pelé einfach der komplette Spieler, er hatte keine Schwächen.“ –
Bobby Moore
„Ich erinnere mich, wie Saldanha von einem brasilianischen Journalisten gefragt
wurde, wer der beste Torwart in seinem Kader sei. Er antwortete „Pelé“. Der Mann
konnte auf allen Positionen spielen.“ – Bobby Moore
„Vor dem Endspiel sagte ich zu mir: Pelé ist aus Fleisch und Knochen, so wie ich.
Danach erkannte ich, dass ich Unrecht hatte.“ – Tarcisio Burgnich nach dem WM-
Finale 1970
„Der beste Spieler aller Zeiten? Pelé. Messi und Cristiano Ronaldo sind beides
großartige Spieler mit außerordentlichen Fähigkeiten, aber Pelé war besser.“ – Alfredo
Di Stéfano
„Ich hatte noch nie Idole. Aber da ich Brasilianer bin, bin ich wie alle anderen in
diesem Land. Da wir gute Brasilianer sind, ist Pelé unser Gott, zumindest ist er
meiner. Das Spiel dürfte eigentlich nicht Fußball heißen, sondern Pelé.“ – Romário
„Ein schweigender Pelé ist ein Poet.“ – Romário
„Es wird nur einen Pelé geben, wie es auch nur einen Frank Sinatra oder nur einen
Michelangelo gegeben hat. Ich war der Beste.“ – Pelé
„Arm, reich, hässlich oder schön, für Gott sind alle Menschen gleich. Warum er
ausgerechnet mir diese Gabe geschenkt hat, weiß ich nicht. Ich hätte in meinem Leben
nur Fußball spielen können. Michelangelo hat gemalt, Beethoven Klavier gespielt und
ich Fußball.“ – Pelé
Film
Pelé spielte zusammen mit vielen anderen ehemaligen Profifußballspielern in dem
Film Flucht oder Sieg (1981) mit. Er nahm die Rolle eines amerikanischen
Kriegsgefangenen ein und zeigte auch sein fußballerisches Können: Per Fallrückzieher
erzielte er den entscheidenden Treffer. Außerdem war er an der Erstellung der
Choreographie für die Fußballszenen in dem Film beteiligt.
Pelé und Garrincha – Brasilianische Fußballkönige. (OT: Pelé, Garrincha, Dieux du
Brésil.) Frankreich, 2002, 81 Min., Regie: Jean-Christophe Rose Pelé Eterno,
Dokumentation, 125 min., von Anibal Massaini Neto, Brasilien, 2004
Legenden: Pelé, Dokumentation, 45 Min., Buch und Regie: Christian Weisenborn,
Produktion: ARD, Erstausstrahlung: 29. Mai. 2006
Pelé: Birth of a Legend, Biopic, welches die Anfangszeit der Karriere des Fußballers
und die Beziehung zu seinem Vater in der Zeit behandelt. Der Film wurde erstmals im
April 2016 auf dem Tribeca Film Festival in New York vorgeführt und im Mai 2016
veröffentlicht.
Literatur
Edson Arantes do Nascimento (mit Orlando Duarte und Alex Bellos): Pelé – Mein
Leben. Scherz, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-502-18000-5
Martin Klein: Pelé und ich. Carlsen, Hamburg 2006, ISBN 3-551-55415-3
(Kinderbuch)
Harry Harris: Pelé. His life and times. Welcome Rain Publishers, New York 2002,
ISBN 1-56649-223-8
Gerhard Hess: Pele. König auf dem grünen Rasen. Copress-Verlag, München 1991,
ISBN 3-7679-0361-X.
Hack, Fritz: Schwarze Perle Pelé. Der beste Fußballspieler der Welt. Der Mann der
1000 Tore. Moewig, München 1969
Mauricio de Sousa: Pelezinho. Susanna Rieder Verlag, München 2013, ISBN 978-3-
943919-21-9.
Pelé und Brian Winter: Pelé – Warum Fußball?. Hannibal Verlag, Höfen 2014, ISBN
978-3-85445-452-6 (Originalausgabe: Why Soccer Matters)