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Recht Und Praxis Der GEMA Handbuch Und Kommentar Harald Heker Editor Karl Riesenhuber Editor Install Download

Das Dokument ist eine umfassende, vollständig überarbeitete Auflage des Handbuchs 'Recht und Praxis der GEMA', herausgegeben von Harald Heker und Karl Riesenhuber. Es behandelt den rechtlichen Rahmen der GEMA, einschließlich ihrer Satzung, Berechtigungsverträge und Lizenzbedingungen, und berücksichtigt die Änderungen durch das Verwertungsgesellschaftengesetz von 2016. Die Neuauflage bietet aktualisierte Inhalte und neue Autoren, um den aktuellen Stand der GEMA bis zum 31.3.2018 widerzuspiegeln.

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Das Dokument ist eine umfassende, vollständig überarbeitete Auflage des Handbuchs 'Recht und Praxis der GEMA', herausgegeben von Harald Heker und Karl Riesenhuber. Es behandelt den rechtlichen Rahmen der GEMA, einschließlich ihrer Satzung, Berechtigungsverträge und Lizenzbedingungen, und berücksichtigt die Änderungen durch das Verwertungsgesellschaftengesetz von 2016. Die Neuauflage bietet aktualisierte Inhalte und neue Autoren, um den aktuellen Stand der GEMA bis zum 31.3.2018 widerzuspiegeln.

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Recht und Praxis der GEMA Handbuch und Kommentar

Harald Heker Editor Karl Riesenhuber Editor


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Harald Heker, Karl Riesenhuber (Hrsg.)
Recht und Praxis der GEMA
Handbuch und Kommentar
Recht und Praxis
der GEMA
|
Handbuch und Kommentar

Herausgegeben von
Harald Heker, Karl Riesenhuber

3., vollständig überarbeitete Auflage des von Reinhold Kreile,


Jürgen Becker und Karl Riesenhuber begründeten Werks
Herausgeber
Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, München
Professor Dr. Karl Riesenhuber, Professor an der Ruhr-Universität Bochum, Richter am Oberlandesgericht
Hamm

ISBN 978-3-11-037249-6
e-ISBN (PDF) 978-3-11-036679-2
e-ISBN (EPUB) 978-3-11-038638-7

Library of Congress Control Number: 2018935084

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek


Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über
[Link] abrufbar.

© 2018 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston


Einbandabbildung: akg-images
Datenkonvertierung/Satz: jürgen ullrich typosatz, 86720 Nördlingen
Druck und Bindung: CPI books GmbH, Leck

[Link]
Vorwort | V

Vorwort
Vorwort Vorwort [Link]
Nach zehn Jahren legen wir hiermit eine vollständig überarbeitete Fassung des in
der ersten und zweiten Auflage gemeinsam mit Prof. Dr. Reinhold Kreile und Prof. Dr.
Jürgen Becker herausgegebenen Kompendiums zu Recht und Praxis der GEMA vor. Die
Konzeption des Buches ist im Kern unverändert. Unser Anliegen ist, den rechtlichen
Rahmen der Tätigkeit der GEMA und ihre autonomen Regeln – Satzung, Berechtigungs-
vertrag, Verteilungsplan sowie die Lizenzbedingungen – darzustellen und vertieft zu
erläutern. Einige Änderungen hat es im Grundlagenteil des Buches gegeben, der aktuali-
siert und neu geordnet ist. Entfallen ist das Kapitel über die Staatsaufsicht.
Die Verzögerung der Neuauflage hat verschiedene Gründe. Die GEMA hat ihren Ver-
teilungsplan in den letzten Jahren mehrfach inhaltlich überarbeitet und 2015 vollständig
neu „kodifiziert“. Mit dem 2016 in Kraft getretenen Verwertungsgesellschaftengesetz
(VGG) hat sich der rechtliche Rahmen verändert. Und dieses neue Gesetz hat wiederum
eine Fülle von Änderungen im Regelwerk der GEMA ausgelöst, vor allem in der Satzung.
All dem trägt die Neuauflage umfassend Rechnung. Sie ist auf dem Stand vom 31.3.2018.
Für die Neuauflage haben wir einige neue Autoren gewinnen können, andere sind
ausgeschieden. Wir nutzen die Gelegenheit, den Mitbegründern dieses Werkes, Reinhold
Kreile und Jürgen Becker zu danken. Ohne ihre Initiative und ihr Engagement wäre auch
diese Auflage nicht denkbar. Ebenso danken wir den Autoren, die zu den Vorauflagen
beigetragen haben und jetzt nicht mehr mitwirken. Und schließlich danken wir allen
Autoren für ihre engagierte Mitarbeit an der Neuauflage.

München und Bochum, im April 2018 Harald Heker


Karl Riesenhuber

[Link]
VI | Vorwort
Inhaltsübersicht | VII

Inhaltsübersicht
Inhaltsübersicht Inhaltsübersicht
Autorenverzeichnis | IX
Abkürzungsverzeichnis | XI
Verzeichnis der abgekürzt zitierten Rechtsakte | XIX

Kapitel 1 Einführung (Heker/Riesenhuber) | 1

1. Teil: Grundlagen | 5
Kapitel 2 Geschichte der musikalischen Verwertungsgesellschaften in Deutschland
(M. Schmidt, Riesenhuber, Mickler) | 5
Kapitel 3 Funktionen von Verwertungsgesellschaften im Zusammenhang mit dem
Ausgleich von verschiedenen Interessen (v. Lewinski) | 21
Kapitel 4 Wettbewerbsrechtliche Fragen der kollektive Rechtewahrnehmung
(Holzmüller) | 37

2. Teil: Die Organisation der GEMA | 53


Kapitel 5 Die Satzung der GEMA (Nocker, Riemer, v. Steinau-Steinrück,
Wohlgemuth) | 53

3. Teil: Das Rechtsverhältnis der GEMA zu den Berechtigten | 163


Kapitel 6 Auslegung und Kontrolle des Wahrnehmungsvertrags
(Riesenhuber) | 163
Kapitel 7 Der Berechtigungsvertrag (Staudt, Hendel, Welp) | 212
Kapitel 8 Der Verteilungsplan (Riemer) | 342
Kapitel 9 Die Wertung (Riesenhuber) | 550
Kapitel 10 Die Sozialkasse (Riesenhuber) | 626

4. Teil: Die Rechtsbeziehungen der GEMA zu den Nutzern | 641


Kapitel 11 Rechtliche Grundlagen (Riesenhuber/G. Schulze) | 641
Kapitel 12 Die Lizenzierung (Evert, Langhoff, Radloff, N. Schmidt, Seifert, Staudt,
Weber, Welp) | 706

5. Teil: Die Rechtsbeziehungen zwischen Verwertungsgesellschaften | 781


Kapitel 13 Die Zusammenarbeit der Verwertungsgesellschaften (Müller) | 781
Kapitel 14 Rechtsbeziehungen der GEMA zu ausländischen Verwertungs-
gesellschaften (Thiele/Paudtke) | 789

Literaturverzeichnis | 809
Stichwortverzeichnis | 835
VIII | Inhaltsübersicht
Autorenverzeichnis | IX

Autorenverzeichnis
Autorenverzeichnis Autorenverzeichnis
Arndt Christoph Hendel Dr. iur., Rechtsanwalt in Frankfurt a.M.
Tobias Holzmüller Dr. iur., LL.M. (NYU), Justiziar, GEMA, München
Helge Langhoff Dr. iur., Direktor Inkasso, VG Bild-Kunst, Bonn
Silke v. Lewinski Dr. iur., Adj. Prof. (Franklin Pierce Center for IP, University
of New Hampshire), Max-Planck-Institut für Innovation
und Wettbewerb, München
Raik Mickler Justiziar, Haufe Group, Freiburg i. Br.
Stefan Müller Dr. iur., Rechtsanwalt in München
Ruth Nocker LL.M. (MIPLC), Referentin, Rechtsabteilung, GEMA,
München
Jürgen Paudtke Referent, Rechtsabteilung, GEMA, München
Jörn Radloff Dr. iur., Leitung Rights & Repertoire Management,
International Copyright Enterprise (ICE Services Ltd.),
London
Lars Hendrik Riemer Dr. iur., M.A., Abteilungsleiter Mitglieder und Regelwerk,
Rechtsabteilung, GEMA, München
Karl Riesenhuber Dr. iur., M. C. J., o. Professor an der Ruhr-Universität
Bochum, Richter am Oberlandesgericht Hamm
Manuela Schmidt Dr. iur., Richterin am Landgericht, Trier
Nike Schmidt Dr. iur., Juristische Referentin Online International,
Direktion Sendung und Online, GEMA, München
Gernot Schulze Dr. iur., Rechtsanwalt in München
Fedor Seifert Dr. iur., Rechtsanwalt in Berlin
Monika Staudt Dr. iur., Direktorin Vervielfältigungsrechte und Ausland,
GEMA, München
Robert v. Steinau-Steinrück Dr. iur., Rechtsanwalt in Berlin, Honorarprofessor an der
Universität Potsdam
Andreas Thiele M.A., Abteilungsleiter Ausland, Direktion Strategie und
Entwicklung, GEMA, München
Björn Weber LL.M. (Mainzer Medieninstitut), Abteilungsleiter Vertrags-
wesen und Recht VR, Direktion Vervielfältigungsrechte und
Ausland, GEMA, München
Kai Welp Dr. iur., Abteilungsleiter Operative Rechtsfragen und
Lizenzierung, Rechtsabteilung, GEMA, München
Stefan Wohlgemuth Leiter Stabsstelle Nationale und Internationale Rechts-
fragen, Direktion Mitglieder- und Repertoiremanagement,
GEMA, Berlin

[Link]

[Link]
X | Autorenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis | XI

Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis
a.A. anderer Ansicht
aaO am angegebenen Ort
abgedr. abgedruckt
ABl. Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft
abl. ablehnend
Abs. Absatz
Abschn. Abschnitt
a.E. am Ende
AEPO-ARTIS Association of European Performersʼ Organisations (Zusammenschluss von
Verwertungsgesellschaften der ausübenden Künstler)
AEUV Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union
a.F. alte Fassung
AFMA Anstalt für musikalisches Aufführungsrecht
AfP Archiv für Presserecht
AG Amtsgericht
AGB Allgemeine Geschäftsbedingungen
AGM Agreements Information (internationales Verzeichnis der Subverlags- und
Generalverträge [Katalogvereinbarungen])
AGICOA Association de Gestion Internationale Collective de Œuvres Audiovisuelle
AHB Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung
AKEP Arbeitskreis Elektronisches Publizieren
AKM Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger
AktG Aktiengesetz vom 6. September 1965
Alt. Alternative
a.M. anderer Meinung
AMMRE Anstalt für mechanisch-musikalische Rechte
amtl. amtlich(e)
Anm. Anmerkung
ANGA ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.
AöR Archiv für öffentliches Recht
APR Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk
ARD Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundes-
republik Deutschland
ArbuR Arbeit und Recht – Zeitschrift für Arbeitsrechtspraxis
Art. Artikel
ASCAP American Society of Composers, Authors and Publishers
Aufl. Auflage
AUB Allgemeine Unfallversicherungsbedingungen
AVB Allgemeine Versicherungsbedingungen
AVI Audiovisual Index – Suchsystem für audiovisuelle Werke bzw. Musik-
aufstellungen, Komponente des CIS
AWA Anstalt zur Wahrung der Aufführungsrechte auf dem Gebiet der Musik
Az. Aktenzeichen
[Link]
BAG Bundesarbeitsgericht
BAGE Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts
(amtliche Sammlung)
BayObLG Bayerisches Oberstes Landesgericht
BayObLGZ Entscheidungen des Bayerischen Obersten Landesgerichts in Zivilsachen
(amtliche Sammlung)
BayVGH Bayerischer Verwaltungsgerichtshof
BB Betriebs-Berater
Bd. Band
Begr. Begründung
BEL Büro für europäische Lizensierung
ber. berichtigt
BerV Berechtigungsvertrag
BFHE Entscheidungen des Bundesfinanzhofs (amtliche Sammlung)

[Link]
XII | Abkürzungsverzeichnis

BGB Bürgerliches Gesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Januar


2002
BGBl. Bundesgesetzblatt
BGH Bundesgerichtshof
BGHSt Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen
(amtliche Sammlung)
BGHZ Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen
(amtliche Sammlung)
BIEM Bureau International des Sociétés gérant les Droits d’Enregistrement et de
Reproduction Mécanique
BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien
BKartA Bundeskartellamt
BKR Zeitschrift für Bank- und Kapitalmarktrecht
Bl. f. PMZ Blatt für Patent-, Muster- und Zeichenwesen
BMG Bertelsmann Music Group
BMI Broadcast Music Incorporated
BMJ Bundesministerium der Justiz
BOEV Börsenverein des Deutschen Buchhandels
BPatG Bundespatentgericht
BR-Drs. Bundesrats-Drucksache
BStBl. II Bundessteuerblatt, Teil II: Entscheidungen des Bundesfinanzhofs
BTAP Bejing Treaty on Audiovisual Performances
BT-Drs. Bundestags-Drucksache
BÜ Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst vom
9. September 1886, s.a. RBÜ
BVerfG Bundesverfassungsgericht
BVerfGE Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
(amtliche Sammlung)
BVerwG Bundesverwaltungsgericht
BVerwGE Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts
(amtliche Sammlung)
BVMI Bundesverband Musikindustrie
BVV Bundesverband audiovisueller Medien e.V.
bzgl. bezüglich
bzw. beziehungsweise

ca. circa
CD Compact Disc
CD-ROM Compact Disc Read-Only Memory
CELAS Centralized European Licensing and Administrative Service
CIS Common Information System – Informationssystem im Rahmen der CISAC
CISAC Confédération Internationale des Sociétés d’Auteurs et Compositeurs
CMMV Clearingstelle Multimedia für Verwertungsgesellschaften von
Urheber- und Leistungsschutzrechten GmbH
Colum J.L. & Arts Columbia Journal of Law & the Arts (Jahrgang (Jahr), Seite)
COM Dokumente der Kommission der Europäischen Union, s.a. KOM
CPI Code de la propirété intellectuelle
CR Computer und Recht
CRD Common Royalty Distribution

DAB Digital Audio Broadcasting


DB Der Betrieb
DDR Deutsche Demokratische Republik
DEHOGA Deutsche Hotel- und Gaststättenverband
ders. derselbe
d.h. das heißt
DIDAS Dokumentations- und Abrechnungssystem (der GEMA)
dies. dieselbe/n
DJZ Deutsche Juristen-Zeitung
DMB Digital Multimedia Broadcasting
DPA Deutsches Patentamt
Abkürzungsverzeichnis | XIII

DPMA Deutsches Patent- und Markenamt


DR Deutsches Recht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
DRM Digital Rights Management
DRMV Deutscher Rock-Musikverband
DStRE Deutsches Steuerrecht Entscheidungsdienst (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
DVBl. Deutsches Verwaltungsblatt
DVB-H Digital Video Broadcasting – Handhelds
DVB-T Digital Video Broadcasting Terrestrial
DVD Digital Versatile Disc
DZWiR Deutsche Zeitschrift für Wirtschaftsrecht

ebd. ebenda
ECCA European Cable Communication Association
EDIFO Société Générale Internationale de l’Édition Phonographique et Cinématogra-
phique
EG 1. Europäische Gemeinschaft; 2. Nach Bezeichnung eines Artikels:
EG-Vertrag, Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, Konsolidier-
te Fassung mit den Änderungen durch den Vertrag von Amsterdam vom
2. Oktober 1997 idF des Vertrags von Nizza vom 26. Februar 2001
EGBGB Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche in der Fassung der Bekannt-
machung vom 21. September 1994
EGV EG-Vertrag, Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft in der
Fassung des Vertrags über die Europäische Union vom 7. Februar 1992
(Maastrichter Fassung)
Einf. Einführung
Einl. Einleitung
EIPR European Intellectual Property Review (Jahrgang (Jahr), Seite)
E.L. Rev. European Law Review
Ent. L.R. Entertainment Law Review
Entsch. Entscheidung
Erg-Bd. Ergänzungsband
ERPL European Review of Private Law – Revue européenne de droit privé – Euro-
päische Zeitschrift für Privatrecht
et al. et alii, et aliae oder et alia; und andere
etc. et cetera; und die übrigen, und so weiter
EU 1. Europäische Union; 2. Nach Bezeichnung eines Artikels:
EU-Vertrag, Vertrag über die Europäische Union, Konsolidierte Fassung mit den
Änderungen durch den Vertrag von Lissabon
EuG Gericht [erster Instanz der] Europäischen Union
EuGH Gerichtshof der Europäischen Union
EuGRZ Europäische Grundrechte- Zeitschrift
EuR Europarecht
EUR Euro
EUV EU-Vertrag, Vertrag über die Europäische Union vom 7. Februar 1992
(Maastricht-Vertrag)
EuZW Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht
EWiR Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht
EWR Europäischer Wirtschaftsraum
EWS Europäisches Wirtschafts- und Steuerrecht

f., ff. folgende


Fn. Fußnote
FRK Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen
FS Festschrift
FuR Film und Recht

GA Generalanwalt
GbR Gesellschaft bürgerlichen Rechts
GD Generaldirektion (der Europäischen Kommission)
GDDN General Documentation and Distribution Network (Suchmaschine)
GDT Genossenschaft Deutscher Tonsetzer
XIV | Abkürzungsverzeichnis

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen


GELU Gesellschaft zur Verwertung literarischer Urheberrechte
GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungs-
rechte
GEMA-WahrnV GEMA-Wahrnehmungsvertrag, s.a. BerV
Gesch-Nr. Geschäftsnummer
GG Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Ggf./ggf. gegebenenfalls
GKG Gerichtskostengesetz
GmbH Gesellschaft mit begrenzter Haftung
GO Geschäftsordnung
GO AR Geschäftsordnung Aufsichtsrat
GO Schätzung B Geschäftsordnung für das Schätzungsverfahren der Bearbeiter
GO Wertung KE Geschäftsordnung Wertungsverfahren der Komponisten
in der Sparte E
GO Wertung TE Geschäftsordnung Wertungsverfahren der Textdichter in der Sparte E
GO Wertung VE Geschäftsordnung Wertungsverfahren der Verleger in der Sparte E
GO Wertung U Geschäftsordnung Wertungsverfahren in der Unterhaltungs- und Tanzmusik
GRUR Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
GRUR Int. Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht Internationaler Teil (Jahr, Seite)
(Zeitschrift)
GÜFA Gesellschaft zur Übernahme und Wahrnehmung von Filmaufführungsrechten
GVG Gerichtsverfassungsgesetz
GVL Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH
GWB Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
GWFF Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film und Fernsehrechten
GWVR Gesellschaft zur Wahrnehmung von Veranstalterrechten mbH

HDE Hauptverband des Deutschen Einzelhandels


HGB Handelsgesetzbuch
HinterlegungsO Hinterlegungsordnung
h.M. herrschende Meinung
Hrsg. Herausgeber
Hs. Halbsatz

ICER International Centre for Economic Research


IDA International Documentation on Audiovisual Works - Referenzdatenbank für die
Identifizierung audiovisueller Werke und fremdsprachiger Fassungen bzw.
Film-Titel, Komponente des CIS
idF in der Fassung
IDNV Internationale Datenbank für Noten und Verlagsartikel
idR in der Regel
idS in diesem Sinne
i.E. im Einzelnen
i. Erg. im Ergebnis
ieS im engeren Sinne
IFPI International Federation of the Photographic Industry
IIC International Review of Industrial Property and Copyright Law
IMPALA Independent Music Companies Association
insb. insbesondere
i.O. im Original
IP Internet-Protokoll
IPI Interested Parties Information – internationaler Code für Rechteinhaber,
Komponente des CIS
IPR Internationales Privatrecht
IPRax Praxis des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts
ISAN International Standard Audiovisual Number – internationaler Code für audio-
visuelle Werke, Komponente des CIS
iSd im Sinne der/des
ISMN International Standard Music Number
ISO Internationale Organisation für Normung
Abkürzungsverzeichnis | XV

iSv im Sinne von


ISWC International Standard Work Code – internationaler Code für Werke der Musik,
Komponente des CIS
iVm in Verbindung mit
iwS im weiteren Sinne

JBl. Juristische Blätter (Jahr, Seite) (Zeitschrift)


JR Juristische Rundschau (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
JCPS Journal of the Copyright Society of the U.S.A. (Jahrgang [Jahr], Seite)
JuS Juristische Schulung (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
JW Juristische Wochenschrift (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
JZ Juristenzeitung (Jahr, Seite) (Zeitschrift)

Kart Rdsch Kartell-Rundschau – Monatsschrift für Recht und Wirtschaft im Kartell- und
Konzernwesen (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
KG Kammergericht
KGR KG-Report – Schnelldienst zur Zivilrechtsprechung des Kammergerichts Berlin
KOM Dokument(e) der Kommission der Europäischen Union
Kommission Kommission der Europäischen Gemeinschaften
K&R Kommunikation und Recht, Betriebsberater für Medien, Telekommunikation,
Multimedia (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
krit. kritisch
KUG Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der
Photographie
KUR Kunstrecht und Urheberrecht
KVO Verordnung gegen Missbrauch wirtschaftlicher Machtstellungen (Kartell-
verordnung) vom 2. November 1923

LG Landgericht
lit. litera
LM Lindenmaier-Möhring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs
LMK Lindenmaier-Möhring – Kommentierte BGH-Rechtsprechung
(seit dem 1. Januar 2003)
LS Leitsatz
l. Sp. linke Spalte (s.a. r. Sp.)
LUG Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst
vom 19. Juni 1901

m. Anm. v. mit Anmerkung von


MarkenR Markenrecht – Zeitschrift für deutsches, europäisches und internationales
Kennzeichenrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
maW mit anderen Worten
MCPS Mechanical Copyright Protection Society
MDR Monatsschrift für Deutsches Recht
m.E. meines Erachtens
Mio. Millionen
MMR Multimedia und Recht, Zeitschrift für Informations-, Telekommunikations- und
Medienrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
m.N. mit Nachweisen
MR Medien und Recht
MR-Int. Medien und Recht International
MWI Musical Works Information (internationale Datenbank für Werkdokumentatio-
nen, insbesondere die beteiligten Rechteinhaber, ihre Gesellschaftszugehörig-
keit und jeweiligen Anteile)
mwN mit weiteren Nachweisen

n.F. neue Fassung


NJOZ Neue Juristische Online Zeitschrift (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
NJW Neue Juristische Wochenschrift (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
Nr. Nummer
n. rkr. nicht rechtskräftig
XVI | Abkürzungsverzeichnis

NStZ Neue Zeitschrift für Strafrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)


n.v. nicht veröffentlicht
NVwZ Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
NZA Neue Zeitschrift für Arbeitsrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
NZG Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
NUJS [Link]. National University of Juridical Sciences Law Review (Jahrgang [Jahr], Seite)

ÖJZ Österreichische Juristenzeitung (Jahr, Seite) (Zeitschrift)


o.g. oben genannt/e/r
OLG Oberlandesgericht
OLGR OLG-Report – Schnelldienst zur Zivilrechtsprechung der Oberlandesgerichte
OLGZ Entscheidungen der Obergerichte in Zivilsachen
OVG Oberverwaltungsgericht

Parlament Europäisches Parlament


PC Personal Computer
p.m.a. post mortem auctoris
PPD Published Price for Dealers
PRS Performing Right Society

RabelsZ Rabels Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht (Jahrgang


[Jahr], Seite) (Zeitschrift)
Rat 1. Rat der Europäischen Gemeinschaft; 2. Rat der Europäischen Union
RBÜ Revidierte Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und der
Kunst in der Fassung vom 24. Juli 1971 (Pariser Fassung), s.a. BÜ
RefE Referentenentwurf
RegE Regierungsentwurf
resp. respektive
RG Reichsgericht
RGBl. Reichsgesetzblatt
RGZ Entscheidungen des Reichsgerichts in Zivilsachen (amtliche Sammlung)
RIDA Revue International du Droit d’Auteur
RIW Recht der Internationalen Wirtschaft – Betriebs-Berater International
rkr. rechtskräftig
Rn. Randnummer; im Zusammenhang mit Entscheidungen des EuGH regelmäßig
(außer bei älteren Entscheidungen) zur Verweisung auf die Absätze der
Entscheidungsgründe verwandt (s.a. Tz.)
Rpfleger Der Deutsche Rechtspfleger (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
r. Sp. rechte Spalte (s.a. l. Sp.)
Rs. Rechtssache
RStV Rundfunkstaatsvertrag
RTL Group RTL Group SA (abgeleitet aus Radio Télévision Luxembourg)
RVG Gesetz über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte
(Rechtsanwaltsvergütungsgesetz)

S. Seite
s. siehe
SA Société anonyme
SACEM Société des Auteurs, Compositeurs et Éditeurs de Musique
Satzung SK Satzung Sozialkasse
s.a. siehe auch
sc. scilicet (scire licet); das heißt, nämlich
Schiedsstelle Schiedsstelle nach dem Gesetz über die Wahrnehmung von Urheberrechten und
verwandten Schutzrechten
SchlA Schlussanträge
Schulze RzU Erich Schulze, Rechtsprechung zum Urheberrecht (Entscheidungssammlung)
Sec. Section
SESAC Society of European Stage Authors and Composers
sic! Zeitschrift für Immaterialgüter-, Informations- und Wettbewerbsrecht
Slg. Sammlung (der Rechtsprechung des EuGH)
SMS Short Message Service
Abkürzungsverzeichnis | XVII

s.o. siehe oben


sog. sogenannte/r
STAGMA Staatlich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Urheberrechte
str. strittig
st. Rspr. ständige Rechtsprechung
SUISA Suisse Auteurs - Genossenschaft der Urheber und Verleger von Musik
(Schweizerische Muiskverwertungsgesellschaft)

TIS Territory Information System – internationale Codierung für Länder und Gebie-
te, Komponente des CIS
TRIPS Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights (Überein-
kommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte am geistigen Eigentum)
vom 15. April 1994
TWF Treuhandgesellschaft Werbefilm GmbH
Tz. Textziffer; im Zusammenhang mit Entscheidungen des EuGH regelmäßig zur
Verweisung auf Ausführungen in den Schlussanträgen des Generalanwaltes ver-
wandt (s.a. Rn.)

u.a. unter anderem


u.ä. und ähnliche(s)
UAbs. Unterabsatz
uam und andere(s) mehr
UFITA Archiv für Urheber- und Medienrecht (Jahr/Heft, Seite) (Zeitschrift)
UK United Kingdom
UKW Ultrakurzwelle(n)
UMTS Universal Mobile Telecommunications System
UrhG Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)
UrhSchiedsV Verordnung über die Schiedsstelle für Urheberrechtsstreitfälle (Urheberrechts-
schiedsstellenverordnung)
UrhWG Gesetz über die Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutz-
rechten (Urheberrechtswahrnehmungsgesetz)
USA United States of America
USD US-Dollar
USt Umsatzsteuer
usw. und so weiter

v. von/vom
v.a. vor allem
VDM Verband Deutscher Musikschaffender
verb. Rs. verbundene Rechtssachen
Verf. Verfasser
VerlG Gesetz über das Verlagsrecht (Verlagsgesetz)
VersR Versicherungsrecht – Zeitschrift für Versicherungsrecht,
Haftungs- und Schadensrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
VEVA Verein zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte
VFF Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten
VG Verwertungsgesellschaft; Verwaltungsgericht
VG Bild-Kunst Verwertungsgesellschaft BILD-KUNST
VGF Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken
vgl. vergleiche
VG Media Verwertungsgesellschaft Media zur Verwertung der Urheber- und Leistungs-
schutzrechte von Medienunternehmen
VGRL Verwertungsgesellschaften-Richtlinie 2014/26
VGRLUG Verwertungsgesellschaften-Richtlinie-Umsetzungsgesetz
VGWM Verwertungsgesellschaft Werbung und Musik
VG Wort Verwertungsgesellschaft Wort
Virtuos Virtuos – das Magazin der GEMA (Zeitschrift)
VO Verordnung
VP Verteilungsplan
VPRT Verband Privater Rundfunk und Telemedien (bis 16. Oktober 2006: Verband
Privater Rundfunk und Telekommunikation)
XVIII | Abkürzungsverzeichnis

VuR Verbraucher und Recht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)


VUT Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musik-
produzenten
VV Vergütungsverzeichnis (§ 2 Abs. 2 S. 1 RVG)
VVDStRL Veröffentlichungen der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer

WAP Wireless Application Protocol


WiB Wirtschaftsrechtliche Beratung
WIPO World Intellectual Property Organization (Weltorganisation für geistiges
Eigentum)
WM Wertpapier Mitteilungen – Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht
WPPT WIPO-Vertrag über Darbietungen und Tonträger
WRP Wettbewerb in Recht und Praxis (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
WUA Welturheberrechtsabkommen vom 6. September 1952
WuW Wirtschaft und Wettbewerb (Jahrgang [Jahr], Seite) (Zeitschrift)
WuW/E Wirtschaft und Wettbewerb – Entscheidungssammlung zum
Kartellrecht

ZAIKS Związek Autorów i Kompozytorów Scenicznych (polnische Musikverwertungs-


gesellschaft)
ZaöRV Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Jahrgang
[Jahr], Seite) (Zeitschrift)
z.B. zum Beispiel
ZBT Zentralstelle Bibliothekstantieme
ZDF Zweites Deutsches Fernsehen
ZEuP Zeitschrift für Europäisches Privatrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
ZEuS Zeitschrift für europarechtliche Studien (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
ZfRV Zeitschrift für Rechtsvergleichung (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
ZFS Zentralstelle Fotokopieren an Schulen
ZGR Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
ZHR Zeitschrift für das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht (Jahr, Seite)
(Zeitschrift)
Ziff. Ziffer
ZIP Zeitschrift für Wirtschaftsrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
ZPO Zivilprozessordnung
ZPÜ Zentralstelle für Private Überspielungsrechte
z.T. zum Teil
ZUM Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
ZUM-RD Rechtsprechungsdienst der Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (Jahr,
Seite) (Zeitschrift)
zust. zustimmend
zutr. zutreffend
ZVglRWiss Zeitschrift für vergleichende Rechtswissenschaft (Jahr, Seite) (Zeitschrift)
ZWF Zentralstelle für die Wiedergabe von Fernsehwerken
ZVV Zentralstelle für Videovermietung
zzgl. zuzüglich
[Link]. zur Zeit
Verzeichnis der abgekürzt zitierten Rechtsakte | XIX

Verzeichnis der abgekürzt zitierten Rechtsakte


Verzeichnis der abgekürzt zitierten Rechtsakte Verzeichnis der abgekürzt zitierten Rechtsakte
BGB – Bürgerliches Gesetzbuch v. 18.8.1896, RGBl. 1896, S. 195, in der Fassung der Be-
kanntmachung vom 2.1.2002, BGBl. 2002, I S. 42 (ber. S. 2909, 2003 S. 738)
[Link]
EComRL – E-Commerce-Richtlinie 2000/31: Richtlinie 2000/31/EG v. 8.6.2000 über be-
stimmte rechtliche Aspekte der Dienste der Informationsgesellschaft, insbesondere
des elektronischen Geschäftsverkehrs, im Binnenmarkt („Richtlinie über den elekt-
ronischen Geschäftsverkehr“), ABl. L 178/1

Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft v. 10.9.2003,


BGBl. I S. 1774

Gesetz zur verbesserten Durchsetzung des Anspruchs der Urheber und ausübenden
Künstler auf angemessene Vergütung und zur Regelung von Fragen der Verlegerbe-
teiligung v. 20.12.2016, BGBl. 2016 I, S. 3037

InfoRL – Informationsgesellschafts-Richtlinie 2001/29: Richtlinie 2001/29/EG des Euro-


päischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 zur Harmonisierung bestimm-
ter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informa-
tionsgesellschaft, ABl. 2001 L 167/10

LUG – Literatur-Urheberrechtsgesetz: Gesetz, betreffend das Urheberrecht an Werken der


Literatur und Tonkunst v. 19.6.1901, RGBl. 1901, 227

OME – Online-Musikdienste-Empfehlung 2005/737: Empfehlung 2005/737/EU über die


länderübergreifende kollektive Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten
Schutzrechten, die für legale Online-Musikdienste benötigt werden vom 18.5. 2005,
ABl. L 256/54 vom 21.10.2005

PortVO – Portabilitäts-Verordnung 2017/1128: Verordnung (EU) 2017/1128 des Europäi-


schen Parlaments und des Rates vom 14.6.2017 zur grenzüberschreitenden Portabili-
tät von Online-Inhaltediensten im Binnenmarkt, ABl. L 168/1 vom 30.6.2017

RVG – Gesetz über die Vergütung von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Artikel 3
des Gesetzes vom 5.5.2004 (KostRMoG), BGBl. I S. 718, in Kraft getreten am 1.7.2004

SDÄRL – Schutzdauer-Änderungsrichtlinie: Richtlinie 2011/77/EU des Europäischen Par-


laments und des Rates vom 27. September 2011 zur Änderung der Richtlinie 2006/
116/EG über die Schutzdauer des Urheberrechts und bestimmter verwandter Schutz-
rechte, ABl. 2011 L 265/1

SDRL – Schutzdauer-Richtlinie 93/98: Richtlinie 93/98/EWG zur Harmonisierung der


Schutzdauer des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte, ABl. 1993 L 290/9

SKRL – Satelliten- und Kabelrichtlinie 93/83: Richtlinie 93/83/EWG des Rates vom
27. September 1993 zur Koordinierung bestimmter urheber- und leistungsschutz-
rechtlicher Vorschriften betreffend Satellitenrundfunk und Kabelweiterverbreitung,
ABl. 1993 L 248/15

[Link]
XX | Verzeichnis der abgekürzt zitierten Rechtsakte

Stagma-Gesetz – Gesetz über die Vermittlung von Musikaufführungsrechten: Gesetz über


die Vermittlung von Musikaufführungsrechten vom 7.7.1933, RGBl. I 1933, 452 (dazu
weiterhin die Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Vermittlung von
Musikaufführungsrechten vom 15. 2. 1934, RGBl. I 1934, 100)

UrhG – Urheberrechtsgesetz: Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte v.


9.9.1965, BGBl. 1965 I, S. 1273

UrhG 1870 – Urheberrechtsgesetz 1870: Gesetz betreffend das Urheberrecht an Schrift-


werken, Abbildungen, musikalischen Kompositionen und dramatischen Werken v.
11.6.1870, BGBl. des Norddeutschen Bundes 1870, Nr. 19, S. 339

UrhWissG – Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz: Gesetz zur Angleichung des


Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft vom 30.6.
2017, BGBl. 2017 I, S. 3346

VGG – Verwertungsgesellschaftengesetz: Gesetz über die Wahrnehmung von Urheber-


rechten und verwandten Schutzrechten durch Verwertungsgesellschaften – Art. 1
VGRLUG

VGRLUG – Verwertungsgesellschaften-Richtlinie-Umsetzungsgesetz: Gesetz zur Umset-


zung der Richtlinie 2014/26/EU über die kollektive Wahrnehmung von Urheber- und
verwandten Schutzrechten und die Vergabe von Mehrgebietslizenzen für Rechte
an Musikwerken für die Online-Nutzung im Binnenmarkt sowie zur Änderung des
Verfahrens betreffend die Geräte- und Speichermedienvergütung (VG-Richtlinie-
Umsetzungsgesetz), BGBl. I 2016 S. 1190

VGRL – Verwertungsgesellschaften-Richtlinie 2014/26: Richtlinie 2014/26/EU des Euro-


päischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die kollektive Wahr-
nehmung von Urheber- und verwandten Schutzrechten und die Vergabe von Mehr-
gebietslizenzen für Rechte an Musikwerken für die Online-Nutzung im Binnenmarkt
Text von Bedeutung für den EWR, ABl. 2014 L 84/72

VO 1/2003 – Verordnung 1/2003: Verordnung (EG) Nr. 1/2003 des Rates vom 16. 12. 2002
zur Durchführung der in den Artikeln 81 und 82 des Vertrags niedergelegten Wett-
bewerbsregeln, ABl. 2003 L 1/1

VVRL – Vermiet- und Verleih-Richtlinie 2006/115/EG: Richtlinie 2006/115/EG des Euro-


päischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 zum Vermietrecht und
Verleihrecht sowie zu bestimmten dem Urheberrecht verwandten Schutzrechten im
Bereich des geistigen Eigentums (kodifizierte Fassung), ABl. L 376/28 (ursprünglich:
Richtlinie des Rates 92/100/EWG vom 19. November 1992 zum Vermietrecht, Verleih-
recht und zu bestimmten dem Urheberrecht verwandten Schutzrechten im Bereich
des geistigen Eigentums, ABl. L346/61)

VWRL – Verwaiste Werke Richtlinie 2012/28: Richtlinie 2012/28/EU des Europäischen


Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 über bestimmte zulässige Formen
der Nutzung verwaister Werke, ABl. L 299/5 vom 27.10.2012
Verzeichnis der abgekürzt zitierten Rechtsakte | XXI

Zehntes Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes v. 5.12.2014, BGBl. 2014 I, Nr. 57,
S. 1974

ZPO – Zivilprozessordnung v. 30.1.1877, RGBl. 1877 S. 83, in der Fassung der Bekanntma-
chung vom 5.12.2005, BGBl. 2005, I S. 3202 (ber. 2006 S. 431, 2007 S. 1781)

Zweites Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft, BGBl.


2007 I, 2513
XXII | Verzeichnis der abgekürzt zitierten Rechtsakte
Einführung | 1

Kapitel 1
Einführung
Kapitel 1. Einführung Einführung Harald Heker/Karl Riesenhuber
Inhaltsübersicht
I. Verwertungsgesellschaften und Grundfragen II. Transparenz der
der kollektiven Rechtewahrnehmung | 1–3 Wahrnehmungstätigkeit | 4–11
[Link]

I. Verwertungsgesellschaften und Grundfragen der kollektiven


Rechtewahrnehmung
„Die GEMA ist ein Unternehmen wie jedes andere – nur ganz anders“, so wird die 1
größte und älteste deutsche Verwertungsgesellschaft oft beschrieben. Tatsächlich ist sie
zunächst ein privates Unternehmen. Als die Urheber durch das Gesetz betreffend das
Urheberrecht an Werken der Literatur und der Tonkunst (LUG) von 1901 das Auffüh-
rungsrecht an erschienenen Werken der Tonkunst ohne das zusätzliche Erfordernis eines
Vorbehalts als Ausschließlichkeitsrecht zuerkannt bekamen, war die individuelle Rech-
tewahrnehmung faktisch nicht mehr möglich. Der Gesetzgeber hatte aber darauf verzich-
tet, die kollektive Rechtewahrnehmung selbst – etwa durch eine Verwaltungsbehörde –
einzurichten. Stattdessen vertraute er auf die Eigeninitiative der Betroffenen. Auf dem
Boden des Privatrechtes gründeten sie die Genossenschaft der deutschen Tonsetzer
(GDT), die mit ihrer Anstalt für Musikalisches Aufführungsrecht (AFMA) die erste deut-
sche Verwertungsgesellschaft darstellte (Kap. 2).
Von Beginn an war damit die kollektive Rechtewahrnehmung privat organisiert. 2
Verwertungsgesellschaften nehmen als Unternehmen am Geschäftsverkehr teil wie an-
dere Unternehmen auch. Doch macht schon das eingangs zitierte Wort auch auf die Be-
sonderheiten aufmerksam, die sich aus dem Unternehmensgegenstand ergeben. Sie sind
zuerst der Grund dafür, Verwertungsgesellschaften als Unternehmen sui generis zu
bezeichnen. Das liegt aber auch daran, dass die Verwertungsgesellschaften mit der kol-
lektiven Wahrnehmung Aufgaben übernommen haben, die zur Durchsetzung des mate-
riellen Urheberrechts unentbehrlich sind. Ihre Tätigkeit trägt so zur Gewährleistung des
verfassungsrechtlich als (geistiges) Eigentum (Art. 14 GG) geschützten Urheberrechts
bei. Auch über die Rechtewahrnehmung hinaus erfüllen die Verwertungsgesellschaften
wichtige Funktionen beim Interessenausgleich im Urheberrecht (Kap. 3).
Nicht von ungefähr wirft diese Kombination privater Organisation und gleichsam öf- 3
fentlicher Aufgaben zahlreiche Fragen auf. Wegen der faktischen Monopolstellung der
meisten Verwertungsgesellschaften in Deutschland – in anderen Staaten besteht teilweise
auch ein rechtliches Monopol – stellen sich diese Fragen vor allem im Rahmen des Kartell-
rechts. Anders als das deutsche Kartellrecht, das die Sonderstellung der Verwertungsge-
sellschaften traditionell ausdrücklich anerkannt hatte, nehmen die Regelungen des Euro-
päischen Kartellrechts auf die Besonderheiten des Wahrnehmungsrechts keine Rücksicht;
ihnen ist durch teleologische Auslegung Rechnung zu tragen. Die kollektive Wahrneh-
mung von Urheberrechten wirft daher zahlreiche grundsätzliche Fragen des Europäi-
schen Kartellrechts auf (Kap. 4). Um die Grundsätze der Marktordnung in diesem Bereich
geht es insbesondere im Hinblick auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit durch
Gegenseitigkeitsverträge, die jetzt sog. Repräsentationsvereinbarungen (Kap. 14).

II. Transparenz der Wahrnehmungstätigkeit


Die Unentbehrlichkeit der Verwertungsgesellschaften zur Verwirklichung des Urhe- 4
berrechts und die vielfältige Nützlichkeit ihrer Tätigkeit stehen ebenso außer Frage wie

Harald Heker/Karl Riesenhuber


[Link]
2 | Kapitel 1. Einführung

die Notwendigkeit, sie als nationale Monopole und marktstarke Unternehmen im Bin-
nenmarkt zu kontrollieren. Daher ist es verständlich, dass schon das nationale Recht von
den Verwertungsgesellschaften ein hohes Maß an Transparenz ihrer Tätigkeit erwartet.
Die GEMA trägt dem bislang Rechnung. Bereits seit langem veröffentlicht sie jährlich
eine Sammlung mit Informationen über den rechtlichen Rahmen ihrer Tätigkeit, die
wichtigsten Wirtschaftsdaten aus ihrem Tätigkeitsbericht, die von ihr aufgestellten Re-
gelwerke und weitere Informationen (das GEMA-Jahrbuch)1.
5 Indes zeigt die Praxis zunehmend, dass darüber hinaus ein weitergehendes Informa-
tionsbedürfnis besteht. Dabei geht es um beides, den rechtlichen Rahmen der Wahr-
nehmungstätigkeit und seine autonome Ausfüllung durch die GEMA: in einer Kurzformel
um „Recht und Praxis der GEMA“. Beides wird in diesem Band eingehend dargestellt
und erläutert.
6 Die Rechteinhaber selbst – Komponisten, Textdichter und Verleger – entwarfen die
Organisationsformen, die ihnen für die Durchsetzung ihrer ideellen und wirtschaftli-
chen Interessen am besten erschienen: Die GDT wurde als Verein gegründet, die öster-
reichische Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger (AKM), ab 1913
ebenfalls in Deutschland tätig, war als Genossenschaft organisiert. Die später zunächst
autonom vereinbarten Zusammenschlüsse zum Musikschutzverband erfolgten in Form
der Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Mit der staatlich durch das so genannte Stagma-
Gesetz veranlassten Vereinigung zu einer Monopolgesellschaft erfolgte die Organisation
als wirtschaftlicher Verein. Diese Rechtsform hat die GEMA als Nachfolgerin der Stagma
beibehalten. Sie hat auf dieser Grundlage im Laufe der Jahre eine Organisation gewählt,
die den Bedürfnissen der kollektiven Wahrnehmung musikalischer Rechte entspricht.
Die Satzung der GEMA (Kap. 5) bildet die Grundlage ihrer Existenz und Tätigkeit.
7 Das Rechtsverhältnis zwischen der GEMA und den Berechtigten ist teilweise
schon in der Satzung geregelt, wird aber in weiteren Regelungen näher ausgeformt. Der
rechtliche Rahmen dafür ergibt sich vor allem aus den §§ 9 ff. VGG, ergänzend aber
auch aus dem Vertrags- und Kartellrecht (Kap. 6). Grundlage der Rechtsbeziehungen
zwischen dem einzelnen Berechtigten und der GEMA ist der Berechtigungsvertrag
(Kap. 7). Davon unterscheidet schon das Gesetz die Regeln über die Verteilung der Ein-
nahmen. Da die kollektive Rechtewahrnehmung sich weithin nicht in einem schlichten
Inkasso erschöpft, wird die Verteilung in besonderen Bestimmungen näher geregelt, im
Verteilungsplan (Kap. 8). Dabei werden die primär ertragsabhängigen Verteilungsre-
geln unterschieden von den Bestimmungen über die kulturelle und soziale Förderung.
Die kulturelle Förderung erfolgt bei der GEMA vor allem im Rahmen der so genannten
Wertung (Kap. 9). Der sozialen Förderung dient insbesondere die GEMA-Sozialkasse
(Kap. 10).
8 Auch das Rechtsverhältnis zu den Nutzern ist vor allem im Urheberrechtswahr-
nehmungsgesetz geregelt (§§ 10–17 UrhWG). Zu den rechtlichen Grundlagen (Kap. 11)
gehört insbesondere der Zugang der Nutzer zu den Urheberrechten, der Kontrahierungs-
zwang und die Kontrolle der Vertragsbedingungen auf ihre Angemessenheit sowie die
Streitschlichtung durch die Schiedsstelle. Für den Nutzer ist über den rechtlichen Rah-
men hinaus die Lizenzierungspraxis der GEMA (Kap. 12) von Bedeutung.
9 Rechtsbeziehungen unterhält die GEMA nicht nur zu den Berechtigten einerseits
und den Nutzern andererseits, sondern auch zu anderen Verwertungsgesellschaften.
Eine Zusammenarbeit der Verwertungsgesellschaften ist – gerade auch im Interesse
der Nutzer – schon auf nationaler Ebene erforderlich (Kap. 13), besonders um gesetzli-

_____
1 S. Heker (Hrsg.), GEMA-Jahrbuch 2017/18 (2018).

Harald Heker/Karl Riesenhuber


Einführung | 3

che Vergütungsansprüche wahrzunehmen (zur privaten Vervielfältigung oben, Rn. 5).


Darüber hinaus ist aber auch international eine Zusammenarbeit zwischen den Verwer-
tungsgesellschaften erforderlich (Kap. 14): Erst das Netz von Gegenseitigkeitsverträgen
ermöglicht es jeder einzelnen nationalen Gesellschaft, das Produkt „Gesamtrepertoire“
anzubieten.
Bei alledem unterliegen die Verwertungsgesellschaften zu Recht einer Aufsicht. Sie 10
wird auch in der Europäischen Gemeinschaft vor allem auf nationaler Ebene geleistet, in
Deutschland vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA).
Die innere Aufsicht, der sich eine musikalische Verwertungsgesellschaft wie die 11
GEMA in ihrer täglichen Arbeit nachhaltig und gerne unterzieht, ist die Liebe zur Musik
und den Schöpfungen der Musik. Zwar ist für die Durchsetzung des Urheberrechts der
Musik keine musikalische Bildung, kein Kompositionsstudium erforderlich, wohl aber
die Kenntnis, dass das Recht des Urhebers und das Recht der Verwertungsgesellschaften
Teil der Kultur sind, auf der sich – um das schöne Schillerwort zu zitieren – eine „gesitte-
te Gesellschaftsordnung“ gründet.

Harald Heker/Karl Riesenhuber


4 | Kapitel 1. Einführung

Harald Heker/Karl Riesenhuber


A. Von der Leipziger Anstalt zur Genossenschaft Deutscher Tonsetzer | 5

1. Teil: Grundlagen
Kapitel 2. Geschichte der musikalischen Verwertungsgesellschaften in Deutschland
Kapitel 2
Geschichte der musikalischen Verwertungsgesellschaften
in Deutschland
A. Von der Leipziger Anstalt zur Genossenschaft Deutscher Tonsetzer Manuela Schmidt
Inhaltsübersicht
A. Von der Leipziger Anstalt zur Genossen- e) Die Genossenschaft zur
schaft Deutscher Tonsetzer | 1–18 Verwertung musikalischer
I. Einleitung | 1 Aufführungsrechte (Alte
II. Der Anstoß zur Errichtung einer Gema) von 1915 | 24
deutschen Verwertungsanstalt | 2 f) Der Verein zur Verwertung
III. Die Leipziger Anstalt als Ergebnis des musikalischer Auffüh-
ersten Versuches | 3–8 rungsrechte (VEVA) von
IV. Der zweite Versuch zur Errichtung einer 1928 | 25
Verwertungsanstalt | 9–11 2. Zusammenschlüsse: Die „Musik-
V. Die Gründung von GDT und schutzverbände“ | 26–28
AFMA | 12–17 II. Wahrnehmungsrecht | 29–37
VI. Schlusswort | 18 1. Allgemeines Privatrecht als
B. Wahrnehmungsrecht und Ver- Wahrnehmungsrecht | 29–30
wertungs-gesellschaften von 1903 bis 2. Die Rechtsbeziehungen zu den
1933 | 19–37 Rechteinhabern | 31–33
I. Verwertungsgesell- 3. Die Rechtsbeziehungen zu den
schaften | 19–28 Nutzern | 34–37
1. Vereinigung zur Wahrneh- C. Wahrnehmungsrecht von 1933 bis 1945 und
mung von Urheberrech- die Stagma | 38–60
ten | 19–25 I. Das Gesetz vom 4. Juli 1933 („Stagma-
a) Die Genossenschaft Gesetz“) | 39–43
Deutscher Tonsetzer (GDT) II. Verordnung zur Durchführung des
und die Anstalt für Musika- „Stagma-Gesetzes“ vom 15. Februar
lisches Aufführungsrecht 1934 | 44–45
(AFMA) von 1903 | 19–20 III. Die Verwertungsgesellschaft
b) Die österreichische Gesell- Stagma | 46–60
schaft der Autoren, Kompo- 1. Gründung und Entwicklung
nisten und Musikverleger ab 1933 | 46–47
(AKM) von 1897 | 21 2. Verhalten der Stagma gegenüber
c) Die Mechanische Abteilung jüdischen Mitgliedern | 48–50
der GDT von 1910 | 22 3. Stagma-Tätigkeit in den besetzten
d) Die Anstalt für mechanisch- Gebieten | 51–54
musikalische Rechte GmbH 4. Die Tätigkeit der Stagma nach
(AMMRE) von 1909 | 23 1945 | 55–60
[Link]

A. Von der Leipziger Anstalt zur Genossenschaft


Deutscher Tonsetzer

I. Einleitung
Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kam in Deutschland der Gedanke auf, 1
musikalische Aufführungsrechte kollektiv zu verwerten. Glanzvoller Höhepunkt dieser
Anfangsphase der sog. Tantiemenbewegung war die Gründung der Genossenschaft Deut-
scher Tonsetzer (GDT) und der von ihr getragenen Anstalt für musikalisches Aufführungs-
recht (AFMA) am 14. Januar 1903. Die Errichtung der AFMA war das Ergebnis einer be-
wegten und von einem zähen Ringen begleiteten Entwicklung und die Antwort auf zwei

Manuela Schmidt
[Link]
6 | Kapitel 2. Geschichte der musikalischen Verwertungsgesellschaften in Deutschland

vorangegangene Versuche zur Errichtung einer sog. Anstalt für musikalisches Auffüh-
rungsrecht, die von den damaligen Zeitgenossen meist kurz als Verwertungsanstalt be-
zeichnet wurde.1

II. Der Anstoß zur Errichtung einer deutschen Verwertungsanstalt


2 Der Gedanke, auch in Deutschland musikalische Aufführungsrechte von einer Ver-
wertungsanstalt wahrnehmen zu lassen – in Frankreich war die SACEM bereits seit dem
Jahre 1851 erfolgreich tätig –, wurde erstmals auf zwei Kongressen der Association Litté-
raire et Artistique Internationale, einer von Victor Hugo gegründeten Vereinigung von
Schriftstellern, Künstlern, Komponisten, Juristen und Verlegern aller Länder, in Dresden
(1895) und Paris (1896) diskutiert. Als sich daraufhin auch die deutsche Reichsregierung
für die Gründung einer deutschen Verwertungsanstalt ausgesprochen hatte, kam auch in
Deutschland eine sog. Tantiemenbewegung in Gang.

III. Die Leipziger Anstalt als Ergebnis des ersten Versuches


3 Vorreiter in der Tantiemenbewegung wurde der Verein der Deutschen Musikalien-
händler zu Leipzig, der im Jahre 1829 gegründete Berufsverband der Musikalienhändler.
Sein Vorsteher Oskar von Hase (1846–1921; Verlagshaus Breitkopf & Härtel) hatte ur-
sprünglich die Errichtung einer deutschen Verwertungsanstalt abgelehnt, bevor in
Deutschland eine gesetzliche Regelung des Inhalts in Kraft getreten sei, dass Aufführun-
gen musikalischer Werke und von Teilen dramatisch-musikalischer Werke nicht versagt
werden dürften, wenn der Aufführende Noten benutze, die er rechtmäßig käuflich er-
worben habe. Nunmehr nahm von Hase den Wunsch der Reichsregierung nach Errich-
tung einer deutschen Verwertungsanstalt zum Anlass, in der Tantiemenfrage die Initia-
tive zu ergreifen. Auf diese Weise glaubte er, die Interessen der Verleger am Besten zu
wahren. Mit ins Boot genommen wurde der Allgemeine Deutsche Musikverein, ein im Jah-
re 1861 u.a. von Franz Liszt (1811–1886) gegründeter Verein aller deutschen Tonkünstler.
Nach Abschluss der Vorarbeiten verabschiedeten die Hauptversammlung des Musika-
lienhändlervereins am 10. Mai 1898 in Leipzig und die des Musikvereins am 27. Juni 1898
in Mainz die Satzung einer Anstalt für musikalisches Aufführungsrecht.2 Diese Anstalt,
die wegen ihres Sitzes als Leipziger Anstalt bezeichnet wurde, nahm ihre Tätigkeit am
1. Oktober 1898 auf. Ihre Aufgabe bestand in der Verwertung musikalischer Auffüh-
rungsrechte.
4 Allerdings war der Leipziger Anstalt kein Erfolg vergönnt; sie musste vor dem mas-
siven Widerstand von Komponisten, Verlegern und Veranstaltern kapitulieren: Ihre au-
ßerordentliche Hauptversammlung beschloss bereits am 21. Januar 1899, die Gebühren-
erhebung vorläufig einzustellen und bereits erhobene Gebühren wieder zurückzuzahlen.
Damit war der erste Versuch zur Errichtung einer deutschen Verwertungsanstalt kläglich
gescheitert.

_____
1 Die damalige Entwicklung war außerordentlich komplex und verworren. Sie kann hier nur in groben
Umrissen geschildert werden. Eine ausführliche, archivarisch belegte Schilderung und Bewertung der
damaligen Entwicklung findet sich in meiner Abhandlung „Die Anfänge der musikalischen
Tantiemenbewegung in Deutschland – Eine Studie über den langen Weg der Genossenschaft Deutscher
Tonsetzer (GDT) im Jahre 1903 und zum Wirken des Komponisten Richard Strauss (1864–1949) für
Verbesserungen des Urheberrechts“ (mit Wiedergabe der wichtigsten Dokumente im Anhang II).
2 Die Satzung und die weiteren Vorschriften der Leipziger Anstalt sind abgedruckt bei M.M. Schmidt, Die
Anfänge der musikalischen Tantiemenbewegung in Deutschland, S. 739 ff.

Manuela Schmidt
A. Von der Leipziger Anstalt zur Genossenschaft Deutscher Tonsetzer | 7

Die Gründe für den Widerstand waren vielfältig. Die Veranstalter wollten auch 5
weiterhin wie bisher musikalische Werke öffentlich aufführen, ohne hierfür eine Lizenz
gegen Entgelt erwerben zu müssen; sie vertraten nach wie vor die damals weit verbreite-
te Auffassung, im Kaufpreis für die Noten sei bereits die Vergütung für öffentliche Auf-
führungen des Werkes inbegriffen.3 Ein Teil der Musikverleger wollte nicht mehr die ih-
nen zugedachte Kontrolltätigkeit für die Leipziger Anstalt wahrnehmen: Als sog. Pfleger
sollten sie prüfen, ob die Veranstalter bei der Aufführung rechtmäßig käuflich erworbe-
nes Notenmaterial verwendeten. Auf diese Weise wollte die Leipziger Anstalt den Kampf
gegen das Nachdrucken von Noten aufnehmen – ein zentrales Anliegen der Musikverle-
ger. Der entscheidende Nachteil des Pflegersystems lag darin, dass die Pfleger bei ihrer
Kontrolltätigkeit gegen ihre Kunden vorgehen mussten. Durch den Widerstand der Pfle-
ger wurde die Leipziger Anstalt besonders schwer getroffen, denn dadurch begann die
Verwaltungsstruktur der Anstalt an einer entscheidenden Stelle zu bröckeln.
Die deutschen Komponisten leisteten bereits seit der Gründung der Leipziger An- 6
stalt auf der Mainzer Hauptversammlung des Allgemeinen Deutschen Musikvereins, also
sogar noch vor ihrem Tätigkeitsbeginn, erbitterten Widerstand gegen die Anstalt. Sie
kritisierten, dass die Verleger in der Verwaltung der Anstalt das Übergewicht hatten und
alle wichtigen Entscheidungen unabhängig von den komponierenden Mitgliedern des
Allgemeinen Deutschen Musikvereins treffen konnten, die dieser in die Anstalt entsand-
te. Der Verteilungsmodus von 1 : 1 für die Verteilung der Tantiemen im Verhältnis von
Komponist und Verleger ist nur auf den ersten Blick gerecht. Da die Tonsetzer aus ihrem
Anteil die Textdichter entschädigen mussten, erhielten sie, was auch die Komponisten
damals schon kritisierten, faktisch einen geringeren Anteil als die Verleger. Die fehlende
Einbeziehung gemeinfreier Werke in die Gebührenerhebung entsprach zwar der damali-
gen Rechtslage – die Schutzfrist für Aufführungsrechte endete spätestens 30 Jahre nach
dem Tod des Urhebers (§§ 52 Abs. 1, 8 UrhG 1870) –, war aber in den Augen der Kompo-
nisten ebenfalls nachteilig. Wären nur für die Aufführung geschützter Werke Lizenzge-
bühren zu zahlen, würden die gegen unerlaubte Aufführungen geschützten Werke im
Vergleich zu gemeinfreien Werken an Attraktivität einbüßen.
Um den Widerstand besser organisieren zu können und um ihre Belange bei der be- 7
vorstehenden Reform des Urheberrechts besser geltend machen zu können, gründeten
deutsche Komponisten am 30. September 1898 einen Berufsverband, die Genossen-
schaft Deutscher Komponisten. Treibende Kräfte waren Richard Strauss (1864–1949)
und seine beiden Freunde Hans Sommer (1837–1922) und Friedrich Rösch (1862–1925).4
Die auf der Gründungsversammlung der Genossenschaft ausgesprochene Kampfansage
an die Leipziger Anstalt manifestierte sich in der Folgezeit besonders eindrucksvoll in
einem öffentlichen Boykottaufruf gegen sie. Der Kampf gegen die Leipziger Anstalt zeigte
sich aber auch darin, dass nahezu alle Komponisten der Leipziger Anstalt ihre Unterstüt-
zung versagten. Die meisten Komponisten, die als Mitglieder des sog. Urheberausschusses
des Allgemeinen Deutschen Musikvereins an der Verwaltung der Leipziger Anstalt be-
teiligt waren, legten ihre Ämter nieder. Auf den Protest der Genossenschaft Deutscher
Komponisten beschloss der geschäftsführende Ausschuss des Allgemeinen Deutschen
Musikvereins am 6. November 1898, seine Beteiligung an der Leipziger Anstalt bis zur
nächsten ordentlichen Generalversammlung ruhen zu lassen. Auch wenn das Scheitern
der Leipziger Anstalt durch ein Zusammenspiel vieler Aspekte verursacht wurde, war es
ein wichtiger Erfolg für die Genossenschaft. Innerhalb kürzester Zeit hatte sie sich als
_____
3 S. dazu, dass an nahezu allen musikalischen Werken das Aufführungsrecht erloschen war, Rn. 8.
4 Zur Rolle von Rösch und seinen Verdiensten, s. meine Abhandlung in Richard-Strauss-Blätter Neue
Folge (2006), 71 ff.

Manuela Schmidt
8 | Kapitel 2. Geschichte der musikalischen Verwertungsgesellschaften in Deutschland

Machtfaktor in der Tantiemenbewegung etabliert; ihre Position für die weitere Tantie-
menbewegung war in bedeutender Weise gestärkt worden.
8 Bei vordergründiger Betrachtung erscheint es sehr bedauerlich, dass das „Pionier-
werk“ der Leipziger Anstalt gescheitert ist, war doch der Gedanke, auch in Deutschland
die Aufführungsrechte kollektiv durch eine Verwertungsanstalt zu verwerten, mehr als
lobenswert. Im Ergebnis ist ihr Scheitern gleichwohl zu begrüßen, da die Leipziger An-
stalt an mehreren rechtlichen Mängeln litt. Diese führten dazu, dass ihre Tätigkeit teil-
weise rechtswidrig war. Die Anstalt glaubte, über öffentlich-rechtliche Normsetzungsbe-
fugnisse zu verfügen, die ihr aber niemals verliehen worden waren. In Ausübung dieser
vermeintlichen Befugnisse verwertete sie die Aufführungsrechte unabhängig von einer
Ermächtigung des Rechtsinhabers. Kraft dieser Befugnisse glaubte die Leipziger Anstalt
auch, bereits jetzt schon von einer Rechtslage ausgehen zu können, wie sie der Gesetz-
geber erst schaffen sollte: Die Anstalt verwertete auch die Aufführungsrechte an musika-
lischen Werken, die nicht mit einem sog. Aufführungsrechtsvorbehalt versehen waren.
Damit setzte sie sich bewusst über die Wertung des § 50 II UrhG 1870 hinweg, wonach
das Aufführungsrecht an musikalischen Werken (z.B. Sinfonien oder Liedern) mit der
Veröffentlichung im Wege des Drucks erlosch, wenn der Komponist es sich nicht auf den
Noten vorbehalten hatte.5 Dies war bei nahezu allen musikalischen Werken der Fall, da
die Verleger sich bislang stets geweigert hatten, den Vermerk aufzudrucken. Sie befürch-
teten Absatzschwierigkeiten, wenn ein Veranstalter zusätzlich zum Kaufpreis noch eine
Lizenzvergütung für die öffentliche Aufführung entrichten musste. Damals herrschte
nämlich die Ansicht vor, mit dem Kaufpreis sei auch die Befugnis zur Aufführung des
Werkes mit abgegolten.

IV. Der zweite Versuch zur Errichtung einer Verwertungsanstalt


9 Trotz des massiven Widerstandes gegen die Leipziger Anstalt fassten sowohl die Ge-
nossenschaft Deutscher Komponisten als auch der Verein der Deutschen Musikalien-
händler unmittelbar nach ihrem Scheitern einen zweiten Versuch zur Errichtung einer
deutschen Verwertungsanstalt ins Auge. Der Allgemeine Deutsche Musikverein dagegen
war an den weiteren Bemühungen zur Errichtung einer neuen Verwertungsanstalt nicht
mehr beteiligt. Nach einer äußerst heftigen Auseinandersetzung mit der Genossenschaft
Deutscher Komponisten – die Genossenschaft warf ihm u.a. vor, sich als Vertretung der
Komponisten an der Leipziger Anstalt beteiligt zu haben – musste er dieser zugestehen,
dass sie als reine Vereinigung von Komponisten das bessere Recht zur Vertretung des
Komponistenstandes hatte als der Musikverein, der außer Komponisten auch alle ande-
ren am Musikleben Interessierten in sich aufnahm. Dem Allgemeinen Deutschen Musik-
verein gebührt das Verdienst, gemeinsam mit dem Verein der Deutschen Musikalien-
händler den ersten Vorstoß zur Errichtung einer deutschen Verwertungsanstalt gewagt
zu haben. Nicht zu verkennen ist allerdings, dass die Führungsrolle von Anfang an un-
angefochten beim Verein der Deutschen Musikalienhändler und dessen Präsidenten Os-
kar von Hase lag und der Musikverein schon früh seine Beteiligung an der Leipziger An-
stalt ruhen ließ.

_____
5 § 50 II UrhG 1870 lautet wie folgt: „In Betreff der dramatischen und dramatisch-musikalischen Werke
ist es hierbei (sc.: das ausschließliche Aufführungsrecht; Anm. der Verfasserin) gleichgültig, ob das Werk
bereits durch den Druck etc. veröffentlicht worden ist oder nicht. Musikalische Werke, welche durch Druck
veröffentlicht worden sind, können ohne Genehmigung des Urhebers öffentlich aufgeführt werden, falls
nicht der Urheber auf dem Titelblatt oder an der Spitze des Werks sich das Recht der öffentlichen
Aufführung vorbehalten hat.“

Manuela Schmidt
A. Von der Leipziger Anstalt zur Genossenschaft Deutscher Tonsetzer | 9

Die Führung der Genossenschaft Deutscher Komponisten hatte sich etwa seit Beginn 10
des Jahres 1899 dazu entschlossen, ihre Protesthaltung aufzugeben und künftig die Füh-
rungsrolle in der Tantiemenbewegung zu übernehmen; bislang hatte die Genossenschaft
stets erklärt, sie werde keine Verwertungsanstalt unterstützen, die nicht auch Aufführun-
gen gemeinfreier Werke „besteuere“ – so der damalige Sprachgebrauch. Getragen war
dieser Meinungsumschwung von der Erkenntnis, auch die Komponisten könnten eine
Verwertungsanstalt errichten, und zwar sogar bereits vor der Reform des Urheberrechts.
Gleichwohl strebte die Genossenschaft eine Partnerschaft mit dem Verein der Deutschen
Musikalienhändler an, da Rösch der Auffassung war, die Gründung einer von Komponis-
ten getragenen Verwertungsanstalt sei ohne Unterstützung der Musikverleger nicht er-
folgversprechend – eine kluge Überlegung, denn die Musikverleger waren zweifelsohne
ein wichtiger Machtfaktor im deutschen Musikleben und in der Tantiemenfrage. Außer-
dem bestünde jetzt, so die weiteren Gedankengänge von Rösch, die einmalige Chance,
die rechtliche und wirtschaftliche Situation der Komponisten gegenüber den Verlegern
zu stärken, da diese zwischenzeitlich erkannt hätten, dass sie die Genossenschaft Deut-
scher Komponisten als Machtfaktor akzeptieren müssten.
Der zweite Versuch, eine Verwertungsanstalt zu errichten, scheiterte noch schneller 11
als der erste. Bereits am 5. Mai 1899 brach der geschäftsführende Ausschuss der Genos-
senschaft Deutscher Komponisten, dem Rösch, Strauss und der Berliner Komponist und
Lehrer am Stern’schen Konservatorium Philipp Rüfer (1844–1916) angehörten, die Ver-
handlungen mit dem Verein der Deutschen Musikalienhändler ab. Getragen war dies
von der Erkenntnis, dass Oskar von Hase, der Vorsteher des Musikalienhändlervereins,
die ganze Zeit die Verhandlungen mit dem alleinigen Ziel geführt hatte, die gerade so
kläglich gescheiterte Leipziger Anstalt aufrechtzuerhalten – nur eben unter Beteiligung
der Genossenschaft anstelle des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. So hatte von
Hase zunächst die Zustimmung des Vereins der Deutschen Musikalienhändler zum
Verständigungsprogramm hinausgezögert, das u.a. die Errichtung einer neuen Verwer-
tungsanstalt vorsah, in der die Komponisten gegenüber den Verlegern in der Verwal-
tung ein Übergewicht hatten und in der der Verteilungsmodus zwischen Komponist
und Verleger 3/4 : 1/4 betrug. Dann hatte die Hauptversammlung des Musikalienhändler-
vereins am 2. Mai 1899 das Verständigungsprogramm doch noch angenommen, gleich-
zeitig aber auch Ausführungsbestimmungen für die Wahrnehmung des Aufführungsrech-
tes an Werken der Tonkunst. Die – nicht mehr erhaltenen – Ausführungsbestimmungen
hatten die Aufgabe, das Verständigungsprogramm zu unterlaufen und diejenigen Be-
stimmungen der Leipziger Anstalt aufrechtzuerhalten, die die Eigenart der deutschen
Musikpflege – das verbreitete Musikleben in Schule, Kirche und Heer sowie das rege
Vereinsleben – und des deutschen Musikalienhandels gewährleisteten. Außerdem ent-
hielten sie die Klausel, dass die neue Anstalt nicht vom Gründungsort der Leipziger
Anstalt, nämlich Leipzig, verlegt werden solle. Dies war eine Absage an den Plan der
Genossenschaft, die neue Anstalt in Berlin, dem Sitz der Genossenschaft, zu errichten.

V. Die Gründung von GDT und AFMA


In dieser Situation sah es so aus, als würde die deutsche Tantiemenbewegung ohne 12
Errichtung einer Verwertungsanstalt enden. Den Ausschlag für einen erneuten Versuch
zur Errichtung einer Verwertungsanstalt bildete diesmal die Reform des Urheber-
rechts, deren Vorarbeiten im Herbst des Jahres 1898 angelaufen waren. Mit dem zweiten
Gründungsversuch war zugleich die geplante gemeinsame Petition der Genossenschaft
und des Musikalienhändlervereins gescheitert. Deren Einreichung wäre sehr wichtig
gewesen, weil das Reichsjustizamt sowohl die Vertreter der Komponisten als auch die

Manuela Schmidt
10 | Kapitel 2. Geschichte der musikalischen Verwertungsgesellschaften in Deutschland

der Musikverleger in mehreren Sachverständigenkonferenzen eindringlich zu einem ge-


meinsamen Vorgehen aufgefordert hatte. Nachdem das Reichsjustizamt erfahren hatte,
dass die gemeinsame Petition nicht eingereicht werden würde, hatte es die Verlängerung
der Schutzfrist von 30 auf 50 Jahre p.m.a. für Aufführungsrechte – an der beide Seiten
ein Interesse hatten – wieder aus dem Gesetzentwurf gestrichen. Getragen von der Er-
kenntnis, dass die Belange der Musikverleger bei der Reform nur durch ein gemeinsames
Vorgehen mit den Komponisten gewahrt werden könnten, entschloss sich daraufhin eine
Gruppe hochrangiger Berliner Musikverleger (Bock, Challier, Erler, Fürstner, Lienau, Sim-
rock) im Mai/Juni 1899 zu einer gemeinsamen Petition mit der Genossenschaft Deutscher
Komponisten. Sie war auf die Verlängerung der Schutzfrist von 30 auf 50 Jahre p.m.a.
sowie darauf gerichtet, dass der Aufführungsrechtsvorbehalt mit rückwirkender Kraft
und der Maßgabe gestrichen werden sollte, dass die – durch die Nichtanbringung des
Vorbehalts – verloren gegangenen und durch die rückwirkende Kraft wieder aufleben-
den Aufführungsrechte an musikalischen Werken den Komponisten zugutekommen soll-
ten. Dieser am 9. Juni 1899 eingereichten Petition schlossen sich dank eines Aufrufes der
Verleger zahlreiche weitere Musikverleger an – sehr zum Ärger der Führung des Vereins
der Deutschen Musikalienhändler. Die Haltung des Reichsjustizamtes, die Verlängerung
der Schutzfrist nur dann zu verwirklichen, wenn Komponisten und Musikverleger sich
auf ein gemeinsames Vorgehen einigten, vereinte hier also viele Komponisten und Mu-
sikverleger.
13 Außerdem fassten die Genossenschaft und ihre verbündeten Verleger die Errichtung
einer Verwertungsanstalt nach den Plänen der Genossenschaft ins Auge, allerdings erst
für die Zeit nach Verabschiedung des neuen Urhebergesetzes. Hierbei konnten sie bereits
an eine Verständigungskonferenz vom 13. April 1899 anknüpfen, die bereits damals – noch
während des zweiten Versuches zur Errichtung einer Verwertungsanstalt – zu einer voll-
ständigen Einigung zwischen der Genossenschaft Deutscher Komponisten und den Berli-
ner Musikverlegern geführt hatte, u.a. über den Verteilungsmodus von 3/4 : 1/4 zwischen
Komponist und Verlegern. Dass die neue Verwertungsanstalt nach den Plänen der Genos-
senschaft Deutscher Komponisten errichtet werden sollte, hatte seinen Grund darin, dass
sie seit Beginn des Jahres 1899, als sie ihre Protesthaltung aufgegeben hatte, ihre Pläne für
die von ihr getragene Verwertungsanstalt immer mehr präzisiert hatte. Sie orientierte sich
dabei an der französischen SACEM, versuchte aber deren Missstände bei der Auslandstä-
tigkeit – in Elsass-Lothringen und Belgien gab es heftige Klagen darüber, dass die SACEM
die Aufführungsrechte in rein kaufmännischer Werke verwerte, ihre Agenten rücksichts-
los vorgingen und zu hohe Gebühren für die Aufführung von Werken erhebe, an denen
kein Aufführungsrecht mehr bestünde – zu vermeiden. Besonders Friedrich Rösch, der
Generalsekretär der Genossenschaft, er hatte sich hier durch ein ungeheures Engagement
hervorgetan. Da er nicht nur Komponist, sondern auch Jurist war, war er geradezu dazu
prädestiniert, die juristischen Details auszuarbeiten.
14 In dem am 19. Juni 1901 verkündeten neuen Gesetz, betreffend das Urheberrecht
an Werken der Literatur und Tonkunst (LUG) blieben zwei zentrale Forderungen, die
die Genossenschaft Deutscher Komponisten in mehreren Petitionen dem Gesetzgeber
angetragen hatte, unberücksichtigt: So wurde die Schutzfrist für Aufführungsrechte von
30 auf 50 Jahre p.m.a. nicht verlängert; auch wurden Ausnahmebestimmungen nicht
gestrichen, denenzufolge ein Werk ohne Einwilligung des Berechtigen bei Volksfesten, ver-
einsinternen Aufführungen und ehrenamtlichen Aufführungen zu wohltätigen Zwecken
aufgeführt werden durfte (§ 27 LUG). Die Genossenschaft aber hatte sowohl die Verlänge-
rung der Schutzfrist als auch die Streichung der eben genannten Ausnahmen zur Entste-
hungsbedingung für die geplante Verwertungsanstalt erklärt: Nur im Falle der Verlänge-
rung der Schutzfrist würde die deutsche Verwertungsanstalt über ein annähernd gleich

Manuela Schmidt
A. Von der Leipziger Anstalt zur Genossenschaft Deutscher Tonsetzer | 11

großes Repertoire wie die anderen europäischen Verwertungsgesellschaften verfügen.


Nur dann sei ein Anschluss der deutschen Anstalt an das internationale Kartell der euro-
päischen Verwertungsgesellschaften – gemeint ist ein Zusammenschluss der europäi-
schen Verwertungsgesellschaften – möglich. Dieser Anschluss wiederum sei, so die Ge-
nossenschaft weiter, Voraussetzung dafür, dass die deutsche Anstalt Tantiemen für
Aufführungen deutscher Werke im Ausland an die eigenen Bezugsberechtigten weiterlei-
ten könne. Die Streichung der eben genannten Ausnahmebestimmungen war in den Au-
gen der Genossenschaft des Weiteren auch notwendig, um die finanzielle Leistungsfä-
higkeit der deutschen Anstalt zu sichern: Nur wenn für alle öffentlichen Aufführungen
urheberrechtlich geschützter Werke eine „Gebühr“ – so der damalige Sprachgebrauch –
für die Erteilung der Aufführungsgenehmigung gezahlt werden müsse, würde die Anstalt
– so die Überlegung der Genossenschaft – kostendeckend arbeiten können. Ihre frühere
Forderung nach Schaffung einer Regelung, derzufolge gemeinfreie Werke verwertbar
sein sollten, hatte sie fallen lassen, nachdem das Reichsjustizamt ihr erklärt hatte, eine
solche Regelung sei nicht zu verwirklichen.
Unmittelbar nach Verabschiedung des LUG machte das Bündnis von Genossen- 15
schaft Deutscher Komponisten und hochrangigen Musikverlegern seine erstmals im
März 1901 ausgesprochene Drohung wahr und gab den Plan zur Errichtung der Verwer-
tungsanstalt vollständig auf. Es trat ein vollständiger Stillstand in der Tantiemenbe-
wegung ein. Erst als im November des Jahres 1902, also mehr als ein Jahr nach Ver-
abschiedung des LUG, die österreichische Gesellschaft der Autoren, Komponisten und
Musikverleger (AKM) ihre Ausdehnung ins Deutsche Reich ankündigte und dies ausge-
rechnet mit der unterbliebenen Gründung der deutschen Anstalt begründete, trat eine
Wende ein. Die Genossenschaft Deutscher Komponisten glaubte nämlich, dass eine aus-
ländische Gesellschaft den Interessen der am deutschen Musikleben Beteiligten nicht in
optimaler Weise Rechnung tragen könne. Die Führung der Genossenschaft und ihre
verbündeten Verleger beschlossen deshalb in Konferenzen am 8. und 13./14. Dezember
1902 die Gründung der Verwertungsanstalt – nach den bisherigen Plänen. Darauf-
hin beschloss die Hauptversammlung der Genossenschaft Deutscher Komponisten am
14. Januar 1903 die Errichtung einer Anstalt für musikalisches Aufführungsrecht. Au-
ßerdem wurde die Genossenschaft Deutscher Tonsetzer als rechtsfähiger wirtschaftlicher
Verein gegründet und die Genossenschaft Deutscher Komponisten aufgelöst. Die AFMA,
wie die Verwertungsanstalt auch genannt wurde, war der wirtschaftliche Geschäftsbe-
trieb der GDT.6 Sie nahm ihre Tätigkeit im Juli 1903 auf.
Im Gegensatz zur Leipziger Anstalt waren GDT und AFMA nahezu perfekt organi- 16
siert und an der französischen SACEM orientiert. Deren Aufbau und Arbeitsweise in
Frankreich erachtete Rösch nämlich – anders als ihr Auftreten in Elsass-Lothringen
und Belgien – als vorbildlich. Die Rechteinhaber übertrugen der GDT (AFMA)7 ihre Auf-
führungsrechte durch den Berechtigungsvertrag. Mit den Veranstaltern kamen Li-
zenzverträge zustande, die ein sog. Pauschalsystem vorsahen, also die Erteilung einer
Aufführungsgenehmigung für einen bestimmten Zeitraum und eine Höchstzahl von Auf-
führungen von Werken, die die AFMA verwaltete gegen eine einmalige Zahlung. Ein Ein-
zelvertrag, die Erteilung einer Genehmigung für eine einzige Aufführung, setzte eine
individuelle Vereinbarung voraus und war nur im Ausnahmefall vorgesehen. Die Kom-
_____
6 Die maßgebenden Dokumente der GDT und der AFMA sind abgedruckt bei M.M. Schmidt, Die Anfänge
der musikalischen Tantiemenbewegung in Deutschland, S. 774 ff.
7 Da die AFMA nicht rechtsfähig, sondern nur der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb der GDT war, kam der
Vertrag nicht mit der AFMA, sondern mit der GDT zustande. Um dies besser zu verdeutlichen, sollte die
Bezeichnung GDT (AFMA) verwendet werden.

Manuela Schmidt
12 | Kapitel 2. Geschichte der musikalischen Verwertungsgesellschaften in Deutschland

ponisten erhielten 3/4, die Musikverleger 1/4 der Einnahmen. War ein Textdichter am Werk
beteiligt, erhielten er und der Musikverleger jeweils 1/4, der Komponist 1/2. 10% der Ein-
nahmen flossen in eine Unterstützungskasse für bedürftige Komponisten. Viele Struktu-
ren der GDT (AFMA) haben sich bis zum heutigen Tage erhalten, so etwa das System der
Berechtigungsverträge, der Pauschalgebühren, die Unterstützungskasse oder die Rechts-
form des wirtschaftlichen Vereins.
17 Gleichwohl war die AFMA ebenso wie seinerzeit die Leipziger Anstalt einem mas-
siven Widerstand von Komponisten, Verlegern und Veranstaltern ausgesetzt: Letztere
wollten nach wie vor keine Aufführungsgebühren zahlen. Viele Verleger sahen ihre In-
teressen in der AFMA nur in unzureichender Weise verwirklicht, weil ihnen – bis zum
Jahre 1907 – keine Kontrollbefugnisse zustanden. Höhepunkte des Widerstandes waren
beispielsweise ein Boykottaufruf des Leipziger Gewandhauses und die Veröffentlichung
einer sog. Verleger-Erklärung durch den Verein der Deutschen Musikalienhändler, die
diejenigen Verleger auflistete, die die AFMA ablehnten. Einer der schwersten Vorwürfe
lautete dahin, die AFMA sei nichts anderes als die komponistenfreundliche Variante der
Leipziger Anstalt und arbeite willkürlich.8 Die GDT ging von Anfang an entschlossen
gegen diesen Widerstand vor, sei es durch Aufklärungsarbeit, sei es durch Prozesse. Ihr
gelang es in der Tat, den Widerstand so weit zu reduzieren, dass sie die Arbeit der AFMA
festigen und Gewinne ausschütten konnte. Die Ausschüttung der Gewinne trug ihrerseits
dazu bei, den Widerstand gegen die AFMA zu verringern.

VI. Schlusswort

18 GDT und AFMA stehen am Ende eines langen und zähen Ringens. Drei Versuche
waren nötig, ehe eine erfolgreiche Verwertungsanstalt in Deutschland etabliert werden
konnte. Gleichzeitig stehen sie am Anfang einer erfolgreichen Geschichte der kollekti-
ven Verwertung der Aufführungsrechte in Deutschland. Erstmals konnten Komponisten,
Textdichter und Musikverleger vom wirtschaftlichen Wert ihrer geistigen Schöpfung pro-
fitieren. Ermöglicht wurde dies durch das gemeinsame Vorgehen von Komponisten und
Musikverlegern während des dritten Versuchs.

B. Wahrnehmungsrecht und Verwertungsgesellschaften von


1903 bis 19339
B. Wahrnehmungsrecht und Verwertungsgesellschaften von 1903 bis 1933
I. Verwertungsgesellschaften
Manuela Schmidt/Karl Riesenhuber
1. Vereinigungen zur Wahrnehmung von Urheberrechten
a) Die Genossenschaft Deutscher Tonsetzer (GDT) und die Anstalt für
Musikalisches Aufführungsrecht (AFMA) von 1903
19 Am 14. Januar 1903 wurde in Berlin die Genossenschaft Deutscher Tonsetzer als
wirtschaftlicher Verein von Komponisten gegründet. Sie richtete am 1. Juli 1903 die –

_____
8 Dieser Ansicht war beispielsweise Georg Göhler (1876–1954), Dirigent und Direktor des Leipziger
Riedelvereins. Göhler war zunächst in die Verwaltung der Leipziger Anstalt eingebunden, gab aber später
zu, dass sie mit Fehlern behaftet gewesen sei, s. meine Veröffentlichung im Gewandhausmagazin Nr. 51
(2000), S. 51 ff.
9 Der Beitrag beruht auf der Ausarbeitung Riesenhuber/Rosenkranz, UFITA 2005 II, 467–519; an dieser
Stelle können nur die wesentlichen Ergebnisse und Nachweise wiedergegeben werden.

Manuela Schmidt/Karl Riesenhuber


B. Wahrnehmungsrecht und Verwertungsgesellschaften von 1903 bis 1933 | 13

vereinsähnlich organisierte, aber rechtlich unselbständige – Anstalt für Musikalisches


Aufführungsrecht (AFMA) ein.10 Als von der GDT betriebene Anstalt sollte sie die Rechte
der Urheber und Verleger wahrnehmen.
Die GDT/AFMA war die Pionierorganisation – und hatte wohl nicht zuletzt deswe- 20
gen mit Kinderkrankheiten der Verwertungsgesellschaften zu kämpfen. Die historisch
bedingte gemeinsame Rechtewahrnehmung für Urheber und Verleger durch eine Or-
ganisation (AFMA) führte – nicht überraschend – zu Auseinandersetzungen über die
Verteilung der Einnahmen. Die Einsicht, dass die Geschlossenheit der Rechtewahrneh-
mung durch eine einzige Verwertungsgesellschaft gerade auch im Interesse der Berech-
tigten geboten ist, wurde erst durch die Erfahrung der Nachteile konkurrierender Ver-
wertungsgesellschaften gewonnen. Bereits 1913 zog sich eine Gruppe von Verlegern
und Komponisten aus der GDT/AFMA zurück. Der Versuch der GDT/AFMA, diesen Aus-
zug zu verhindern, jedenfalls aber die einmal übertragenen Rechte zu behalten, erwies
sich als zwecklos.11 In der Folge gründete eine Gruppe von Verlegern und Urhebern die
(Alte) Gema (sogleich e), es gab jedoch konkurrierende Verwertungsgesellschaften.
Karl Riesenhuber

b) Die österreichische Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger


(AKM) von 1897
Neben der GDT/AFMA war auch die bereits am 5. Dezember 1897 gegründete österrei- 21
chische Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger (AKM) frühzeitig in
Deutschland tätig. Sie hatte zwar zunächst 1903 mit der GDT/AFMA ein Gegenseitigkeitsab-
kommen geschlossen, kündigte dieses aber 1911 endgültig und übte ab 1913 durch eine
selbstständige Niederlassung ebenfalls eine Wahrnehmungstätigkeit in Deutschland aus.

c) Die Mechanische Abteilung der GDT von 1910


Mit der Anerkennung der mechanischen Vervielfältigung als ausschließlichem 22
Recht des Urhebers durch die Revidierte Berner Übereinkunft (Berliner Revision von
1908, Art. 13), in Deutschland umgesetzt durch § 12 Abs. 2 Nr. 5 LUG idF v. 22. Mai 1910,
suchten die Urheber nach Möglichkeiten, auch diese Rechte kollektiv wahrzunehmen.
Schon die Gründung der (wohl) 1910 ins Leben gerufenen „Mechanischen Abteilung“
bereitete indes Schwierigkeiten, da man sich über die Verteilung der Einnahmen zwi-
schen Urhebern und Verlegern nicht einigen konnte. Erfolgreicher war die Anstalt für
mechanisch-musikalische Rechte.

d) Die Anstalt für mechanisch-musikalische Rechte GmbH (AMMRE) von 1909


Bereits am 4. November1909 gründeten der Verein Deutscher Musikalienhändler 23
und die Société Générale Internationale de l’Édition Phonographique et Cinématographi-
que (EDIFO) die AMMRE. Die AMMRE arbeitete später eng mit der 1915 gegründeten
Alten Gema (s. sogleich) zusammen, beiden Gesellschaften gehörten im Wesentlichen
die gleichen Mitglieder an. 1938 ging sie – im Ergebnis – in der Stagma auf, die, an-
fangs nur für das Aufführungsrecht zuständig, nun auch das Vervielfältigungsrecht
wahrnahm.
_____
10 Eingehend zu Gründung und Tätigkeit der GDT/AFMA d’Albert, Die Verwertung des musikalischen
Aufführungsrechts in Deutschland, S. 62–125 und heute M. M. Schmidt, Die Anfänge der musikalischen
Tantiemenbewegung in Deutschland, S. 345–523.
11 Zu dem aus dem Austritt entstandenen Rechtsstreit RGZ 87, 215–221.

Karl Riesenhuber
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Ou u ve se c aos t ust;
And, not content to spoil

Our husbanded endeavour, threw


A mocking, flickering light,
Devour’d by shadows, on us two:
The talk became more bright.

We entered into it with zest;


Question, reply; question, reply:
And lookers-on were much impressed
By our inane garrulity.
B. HIGGINS
(B.N.C.)
ONE SOLDIER
TO GEORGE WRIGHT
HEAP the earth upon this head.
Nature, like a wistful child,
Clings unto the clay she fed,
Shatters it—unreconciled
Moans the ashes of her dead.
Heap the earth upon this head.

Chanter of the lonely tombs,


Lift him to thy harmony—
Moulded in the million wombs
That breed the soul’s nobility!...
Such the man that perished?
Heap the earth upon this head.

Our masters brood and preach and plot,


And mourn in monuments, not tears,
The man the centuries forgot
Who builded up the mighty years!
Faded are the fights they led,
Piteous the blood they shed.
Heap the earth upon this head.

Heap, heap the earth upon this head,


Brother he was to you, to me—
Lived, lusted, joyed and wept.... They spent
Their verbal earnings, and he went
And fought for human liberty,
And died. And politics were free.

Raise, raise memorials to our Dead....


But heap the earth upon this head.
Oh! heap the earth upon this head.
WINIFRED HOLTBY
(SOMERVILLE)
THE DEAD MAN

I SEE men walk wild ways with love,


Along the wind their laughter blown
Strikes up against the singing stars;
But I lie all alone.
When love has stricken laughter dead
And tears their silly hearts in twain,
They long for easeful death, but I
Am hungry for their pain.
R. W. HUGHES
(ORIEL)
THE ROLLING SAINT
UNDER the crags of Teiriwch,
The door-sills of the Sun,
Where God has left the bony earth
Just as it was begun;
Where clouds sail past like argosies
Breasting the crested hills,
With mainsail and foretop-sail
That the thin breeze fills;
With ballast of round thunder,
And anchored with the rain;
With a long shadow sounding
The deep, far plain:
Where rocks are broken playthings
By petulant gods hurled,
And Heaven sits a-straddle
On the roof-ridge of the World.
—Under the crags of Teiriwch
Is a round pile of stones:
Large stones, small stones,
—White as old bones;
Some from high places,
Or from the lake’s shore;
And every man that passes
Adds one more:
The years it has been growing
Verge on a hundred score.

For in the cave of Teiriwch


That scarce holds a sheep,
Where plovers and rock-conies
And wild things sleep,
A woman lived for ninety years
On bilberries and moss
And lizards, and small creeping things,
And carved herself a cross:
And carved herself a cross:
But wild hill robbers
Found the ancient saint
And dragged her to the sunlight,
Making no complaint:
Too old was she for weeping,
Too shrivelled, and too dry:
She crouched and mumle-mumled
And mumled to the sky.
No breath had she for wailing,
Her cheeks were paper-thin:
She was, for all her holiness
As ugly as sin.
They cramped her in a barrel
—All but her bobbing head.
—And rolled her down from Teiriwch
Until she was dead:
They took her out, and buried her
—Just broken bits of bone
And rags and skin: and over her
Set one small stone:
But if you pass her sepulchre
And add not one thereto
The ghost of that old murdered Saint
Will roll in front of you
The whole night through.

The clouds sail past in argosies


And cold drips the rain:
The whole world is far and high
Above the tilted plain.
The silent mist floats eerily,
And I am here alone:
Dare I pass the place by,
And cast not a stone?
THE SONG OF PROUD JAMES
(From “The Englishman.”)

“IF kith and kin disowned you,


And all your friends were dead?”
—I’d buy a spotted handkerchief
To flaunt upon my head:
I’d resurrect my maddest clothes,
And gaily would I laugh,
And climb the proud hills scornfully
With swinging cherry staff.

“But when you’d crossed the sky-line,


And knew you were alone?”
—I’d cast away the hollow sham,
I’d kick the ground, and groan,
And tear my coloured handkerchief
And snap my staff; and then
I’d curse the God that built me up
To break me down again.
E. W. JACOT
(QUEEN’S)
HERE’S A DAFFODIL

HERE’S a daffodil
Nodding to the hill,
Tipsy in the sunlight
Drinking his fill.

Here’s a violet
Pearled in dew as yet,
Smiling in the wood shade,
Sweet coquette!

NURSERY RHYMES
I

QUEEN Anne is dead


’Tis often said,
For my part I agree.
But she lived full ten score years ago
And so
She ought to be.

II
There was a scholar
Of Oxford Town.
He read till his wits were blunt.
He put his gown
On upside down,
And his cap
On back to front.
G. H. JOHNSTONE
(MERTON)
SUMMER

FULL of unearthly peace lies river-water,


Glaucous and here and there with irised circles:
Now subdued melody rises from the wreaths
Of whirling flies, their mazy conflict driving
To melancholy lamp-images in the pool:
An unseen fish greyly breeds lubric rounds
Up-reaching to the thrill of populous air:
O hour supreme for poised and halting thought!
Down colonnade on colonnade of rose
The immense Symbols move augustly on;
Mystery, her stony eyes revealed a little,
Not cumbered longer by the veils of noise:
Evening, a lithe and virginal dream-figure,
Wavering between a green cloak and a blue,
And, robed at length, turning with exquisite
And old despair towards the gate of Dawn:
And Fate, bemused awhile and half withdrawn,
Charmed to short rest between grim Day and Night.

“IPSE EGO ...”


MARSILIO sighed: and drew a rough discord
From his guitar, and sang so to us listeners:
“I too have mounted every step of ice
And dragged my bleeding ankles, hope-enthralled,
To Heaven’s blessed door; when instantly
From side-nooks rising tripped the outer angels,
In thin, light-hammered armour, giggling boys,
But muscular, and with concerted charge
Seized my poor feet, and flung me laughing, laughing,
Laughing, down, down among the insect men
Who look up never, antwise busy—crawling:
Alas! the burden of their feathery laughter,
More bitter than my fall, has pried a passage
Into my luckless head, and ‘Ha-ha, ha-ha!’
Maddens its walls and frets them ruinously:
Beware my flitting pestilence: I’ll not gage
That certain easier outlets may not bring
The noise out and about and thick among you:
O bitter, bitter days for those it visits!”
And murmuring “bitter” with a fading sadness
Marsilio went: the assembly all were silent.
C. H. B. KITCHIN
(EXETER)
OPENING SCENE FROM “AMPHITRYON”
ALCMENA. THREE ASTROLOGERS
Alcmena

I HAVE commanded you as often of old


To ply the doctor’s trade with my disease,
To cure me or to kill; for in whose veins
Courses the age-long poison of despair,
Seeks for himself no gentle surgery,
Nor wishes for the touch of tender hands
Upon his body.

First Astrologer

Something of your need


Has been revealed us. Yet should there remain
No secret hid from the physician’s eye.

Alcmena

It has been said that from the lips of queens


Should come no word more bitter than sweet honey.
If you adjudge me queen, let this too pass
That I must act unqueenly. In my soul
Drips wine more bitter than the taste of gall.

First Astrologer
When roses bloom most fully, death is near.

Alcmena

You too know this?

Second Astrologer

We know that life glides slowly


But death is quicker than a lightning stroke.

Alcmena

Is it of me that you have gained this wisdom?

Third Astrologer

The grand revolving spheres of heaven teach


The mind that hears their music. We have learned
To listen through the clamour of all noons
With evening in the heart.

Alcmena

He does not live


Who hears no noon-day clamour about his ears.

First Astrologer
And you, Queen, that have lived and now confront
Death or his shadow deep within your soul,
Have you in life such wisdom garnered up
As may disarm the heart’s rebellion?
Wherefore then are we summoned?

Second Astrologer

The garden of life


Is barren for you, bearing little fruit,
And yields no store for hungry days ahead.

Third Astrologer

To me you seem as one that has in thought


A hidden sin, and seeks an easy priest
Who shall with smooth and flowing words of grace
Persuade it from the heart.

Alcmena

Nay, I am sinless.

First Astrologer

You are still young to be thus weary of life.

Alcmena
There comes to every man a sudden time
When he undoes the bolts that bar his heart
Displaying hidden shame and scars concealed.
Such season is the present. Hear me now;
For I am sick and pale with lingering
Over a mystery that has no clue
Created idly by an idle brain.
Astrologers, thrice mighty in yourselves,
Say whence crept into me this discontent,
This fretfulness of mine. Say whence arose
My malady, so cunning in its ways,
That I tormented have no skill to guide
My doctors to the secret. Day by day
I feel the heavy burden of the flesh
Grow heavier. Your words rang true indeed.
Though I am young, I am grown weary of life.
The tedious cycle of each passing day
Like streams of dripping tears from blinded eyes
Falls in the cup of my calamity;
While thoughts, such as you guess, are often here,
Bringing a sweet temptation.
I have tried
All means of remedy. This perfumed air,
This gold and ivory, these purple robes
Have caused no change. The mute insistent hours
Wait for me still, interminably slow.
And, as in mental pain a man will crave
For any fierce sensation of the flesh
To rid his agony, so I have craved
The frenzied lashing of tempestuous rain,
The heat of flame, the sharpened fang of frost.
I have gone forth at midnight with no robe,
And walked bare-footed over stony ground
While wind and rain have done their worst on me.

Ih ki d fl d h ld th h d i fi
I have kissed flame and held these hands in fire;
These hands have taken the scourge, that is for slaves,
To beat my body. Hear then all my curse.
Neither the blade of sharp-projecting flint
Nor wind nor rain nor burning tongue of flame
Nor knotted scourge can leave a mark on me.
These lips are no less red since they were kissed
By glowing coal; these hands are yet untorn.
Such is my fate, with flesh insensible
To suffer from a mind which has no love
And no distraction. Have it as you will,
I am a shipwreck far on lonely seas
With neither oars aboard, nor land in sight,
Nor mast, nor mast for fluttering rags of sail.

First Astrologer

When you have seen the solemn moon in tears


With long green tresses dipped in a purple sea,
And noted in each tear a breaking heart,
A lump of salty crystal, then your dreams
Will give you counsel which we cannot give.

Second Astrologer

We are empowered to tell you what has been


And what shall be, but this created image
Of your own thought eludes our groping hand.

Third Astrologer

Soon he shall come to you!


That stung your heart?

Alcmena
O wailing winds, scatter these words away
As chaff unfruitful to unfruitful soil.

First Astrologer

As glints the jewel in the toad’s brown head——

Second Astrologer

As lurks a bitter sting in honeyed words——

Third Astrologer

As a foul plague lies hid beneath the skin——

Alcmena

You wrong me.

Third Astrologer

Nay, your heart has uttered it.


When the strong arms of young Amphitryon——

First Astrologer

I hear a voice.

Alcmena

O God! the dream returns.

Third Astrologer
The dream was not, then, of Amphitryon?

Alcmena

May the royal hand of Zeus deliver me.

[Zeus enters in the form of Amphitryon.

Zeus

Your task is ended. Go, astrologers,


Taking your admonition to such ears
As are in need of it. Go silently.

[The Astrologers go out.

Zeus

Still you pursue their empty sorceries?

Alcmena

Will you now weary me again? You drive


My friends away like dogs. I follow them.

Zeus

A sullen greeting to the traveller.

Alcmena
Have I not told you often how it is
With me and you? Or must you ask again
And hear me through unreasoned reasonings
To the last drop of bitterness? And yet——

Zeus

Why gaze so strangely on me?

Alcmena

I had thought
Your journey would be longer.

Zeus

No, alas!

Alcmena

What brings you here to probe the core of my heart


With your unspoken question?

Zeus

We have need
No longer of these lamps. Quench them. The dawn
Arises in the East.

Alcmena

Since when am I
Become your slave?

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