0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
5 Ansichten3 Seiten

Plakat Inhalte

Ethel Smyth, geboren 1858, war eine Komponistin und Frauenrechtlerin, die sich gegen das traditionelle Frauenbild stellte und in der Suffragettenbewegung aktiv war. Ihre Oper 'The Boatswain’s Mate', uraufgeführt 1916, thematisiert die Unabhängigkeit einer verwitweten Wirtin und bricht mit klassischen Geschlechterrollen. Die Figur der Mrs. Waters, inspiriert von Emmeline Pankhurst, verkörpert eine selbstständige Frau, während die Musik feministische Inhalte transportiert.

Hochgeladen von

emja351
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen
0% fanden dieses Dokument nützlich (0 Abstimmungen)
5 Ansichten3 Seiten

Plakat Inhalte

Ethel Smyth, geboren 1858, war eine Komponistin und Frauenrechtlerin, die sich gegen das traditionelle Frauenbild stellte und in der Suffragettenbewegung aktiv war. Ihre Oper 'The Boatswain’s Mate', uraufgeführt 1916, thematisiert die Unabhängigkeit einer verwitweten Wirtin und bricht mit klassischen Geschlechterrollen. Die Figur der Mrs. Waters, inspiriert von Emmeline Pankhurst, verkörpert eine selbstständige Frau, während die Musik feministische Inhalte transportiert.

Hochgeladen von

emja351
Copyright
© All Rights Reserved
Wir nehmen die Rechte an Inhalten ernst. Wenn Sie vermuten, dass dies Ihr Inhalt ist, beanspruchen Sie ihn hier.
Verfügbare Formate
Als DOCX, PDF, TXT herunterladen oder online auf Scribd lesen

Ethel Smyth als Komponistin und Frauenrechtlerin

- geb. 1858 im englischen Sidcup


- erhielt im Alter von 9 Jahren Klavier-, später Kompositionsunterricht
- entzog sich dem damaligen Frauenbild durch ihre Entscheidung nicht
zu heiraten sowie durch das Ergreifen des zunächst nur Männern
vorbehaltenen Berufs des Musikers und Komponisten
- Musikstudium in Leipzig ab 1877
- stieß oft auf Vorurteile und Benachteiligungen gegenüber Frauen,
genderbezogene Kritik ihrer Musik
- zweijähriges Engagement in der Suffragettenbewegung ab 1910, die
sich für Frauenrechte und insbesondere das Frauenwahlrecht
einsetzte

Oper: „The Boatswain’s Mate“


- komische Oper in einem Akt, bestehend aus zwei Teilen
- Uraufführung: 1916 in London
- Smyth‘ vierte Oper
- Smyth schrieb Libretto selbst
- Handlung nach einer Novelle von William Wymark Jacobs
- Handlung spielt in England im 20. Jahrhundert

Zur Handlung
Die verwitwete Mrs. Waters bewirtet selbstständig den Pub ‚Beehive‘.
Harry Benn, ein ehemaliger Matrose und Gast ihres Pubs, will sie heiraten,
da er der Meinung ist, dass eine alleinstehende Frau nicht unverheiratet
bleiben sollte. Als Mrs. Waters seine Heiratsanträge jedoch immer wieder
ablehnt, ersinnt Benn in einem Augenblick ihrer Abwesenheit eine List. Er
überredet den jungen Ex-Soldaten Ned Travers, auch ein Gast des Pubs,
ihm dabei zu helfen. Sie wollen einen nächtlichen Überfall bei Mrs Waters
simulieren. Travers soll in ihr Haus einbrechen und Benn will ihr dann zu
Hilfe eilen und ihr damit beweisen, dass sie doch männlichen Beistand
benötigt. Doch Mrs. Waters weiß sich zu helfen. In der Nacht des Einbruchs
gewinnt sie dank ihrer Unerschrockenheit die Oberhand und sie zielt mit
ihrem Gewehr auf Travers. Beide bemerken im Moment dieser Begegnung
jedoch, dass sie sich gegenseitig attraktiv finden. Sie schließen sich
zusammen und fassen einen Plan gegen Benn. Beide täuschen vor, dass
Mrs. Waters den Einbrecher in der Nacht erschossen habe. Benn alarmiert
verzweifelt die Polizei, doch diese findet Travers lebendig im Haus vor.
Figuren: Mrs. Waters, Harry Benn, Ned, Travers, Mary Ann
(Dienstmädchen), Polizist
Mrs. Waters (Sopran)
Wirtin vom „Bienenkorb“
„hübsch, adrett, energisch, dabei durchaus sympathisch. Viel Sinn für das
Praktische, dabei voll Humor, etwa 28 bis 30 Jahre alt“
- unverheiratet, selbstständig, unerschrocken, schlagfertig
„What if I were young again, careless and gay,
What if I were young again, just for to-day ?
The hot sun in glory setting,
With gold thread the vine leaves fretting . ..
Ah ! well I know, if my heart were still young,
Where my thoughts would be now !
[…]
W hat if one were waiting there, waiting for me?
Overhead a ruffled pine sings like the sea, . .
A star from the bright sky falling,
The desire of our young hearts calling .. .
Ah ! well I know that to-day e’en as then
I would cling to my dream !“

Harry Benn (Tenor)


Ehemaliger Matrose
„mittelgroß, trägt Matrosenkappe, nett angezogen, glatt rasiert, ungefähr
40 Jahre alt“
- traditionelles Frauenbild, er ist der Meinung, dass keine Frau
unverheiratet bleiben sollte, will Mrs Waters heiraten,
- Frauen seien hilflos, abhängig von Männern, unselbstständig,
ängstlich
- Er träumt von einer Heirat, bleibt jedoch passiv
Ned Travers (Bariton)
ehemaliger Soldat
„groß, schöne Erscheinung, soldatisches Benehmen, sichtlich auf der
Wanderschaft begriffen, abgetragene Schuhe, Bündel auf dem Rücken.
Unternehmungslustig, dabei gutmütig und gemütlich, 35 Jahre alt“

Feministische Aspekte der Oper


- Emmeline Pankhurst, Begründerin der Suffragettenbewegung, galt
als Inspiration für die Figur der Mrs. Waters
- Hauptfigur ist eine ältere Frau, die selbstständig und unabhängig ihr
Leben führt
- in der Overture wird „The March of the woman“, die von Smyth
komponierte Hymne der Frauenbewegung, aufgegriffen
- klassische Stimmzuordnung wird durchbrochen: ältere Frau Mrs.
Waters wird mit Sopran besetzt, Harry Benn als Tenor wird in der
Rolle als jugendlicher Liebhaber parodiert
- Smyth nutzt alte Balladen und Volkslieder, welche sie neu vertont
und ihnen ihre eigenen politisch-feministischen Inhalte gibt
Bsp.: What if I were young again - Lord Randall – alte englische Ballade
Lord Randall:
Dialog von Lord Randall mit seiner Mutter
Lord Randall wird entgegen den Warnungen seiner Mutter von seiner
jungen Geliebten vergiftet und stirbt.
Gute ältere Frau (Mutter) vs. böse junge Geliebte

What if I were young again – Mrs Waters


Ältere Frau singt von Begehren und Sehnsucht – Aufbrechen des
Weiblichkeitsmythos

Das könnte Ihnen auch gefallen