§5
Vergütung
(1) Der Auszubildende erhält ein monatliches Bruttogehalt/nach den den jeweils geltenden Sätzen des
BRTV 9)
930,00
von Euro im 1. Ausbildungsjahr,
975,00.-
von Euro im 2. Ausbildungsjahr,
1070.,00-
von Euro im 3. Ausbildungsjahr.
Die Vergütung für den laufenden Kalendermonat ist spätestens am letzten Arbeitstag des Monats zu
zahlen.
(2) Dem Auszubildenden wird die Vergütung auch gezahlt,
1. für die Zeit der Freistellung nach § 3 Nr. 7 und 8 bzw. § 4 Nr. 2;
2. bis zur Dauer von sechs Wochen, wenn er
a) sich für die Ausbildung bereithält, diese aber ausfällt, oder
b) aus einem sonstigen, in seiner Person liegenden Grund unverschuldet verhindert ist, seine
Pflichten aus dem Berufsausbildungsverhältnis zu erfüllen.
Im Übrigen richtet sich die Fortzahlung der Vergütung nach den jeweils geltenden Bestimmungen des
Entgeltfortzahlungsgesetzes.
§6
Wöchentliche und tägliche Ausbildungszeit
37,5
(1) Die regelmäßige wöchentliche Ausbildungszeit beträgt __________ Stunden. Beginn und Ende der
täglichen Ausbildungszeit sowie die Regelung der Pausen werden durch den Ausbildenden, gegebe-
nenfalls unter Berücksichtigung der Bestimmungen des JArbSchG 10), festgelegt.
(2) Dem Auszubildenden wird auf die tarifvertraglich für Apothekenmitarbeiter vereinbarte wöchentliche
Arbeitszeit einmal in der Woche ein Berufsschultag mit acht Stunden angerechnet, wenn dieser eine
Unterrichtszeit von mehr als fünf Unterrichtsstunden von mindestens 45 Minuten umfasst. Berufs-
schulwochen mit einem planmäßigen Blockunterricht von mindestens 25 Stunden an mindestens
fünf Tagen werden auf die tarifvertraglich für Apothekenmitarbeiter vereinbarte wöchentliche Arbeits-
zeit angerechnet. In allen übrigen Fällen mindert sich die in der Apotheke zu leistende Arbeitszeit
um die tatsächliche Unterrichtszeit einschließlich der Pausen und – soweit sie sich mit der betrieblichen
Ausbildungszeit überschneiden – der Wegezeiten zwischen Betrieb und Berufsschule11).
(3) Dem Auszubildenden werden Ausbildungsmaßnahmen im Sinne des § 3 Nr. 8 außerhalb der Ausbil-
dungsstätte auf die tarifvertraglich für Apothekenmitarbeiter vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit
einschließlich der Pausen angerechnet.
9) Auszubildende haben einen Anspruch auf eine angemessene Vergütung (§ 17 Abs. 1 BBiG). Soll die Vergütung nicht nach den
Sätzen des BRTV gezahlt werden, ist der Bezug zu streichen.
10) Bei Auszubildenden, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (Jugendliche), sind die Vorschriften des JArbSchG zu
beachten. Danach dürfen Jugendliche nicht mehr als acht Stunden täglich beschäftigt werden. Wenn an einzelnen Werktagen
die Arbeitszeit auf weniger als acht Stunden verkürzt ist, können Jugendliche an den übrigen Werktagen derselben Woche
achteinhalb Stunden beschäftigt werden (§ 8 JArbSchG).
11) Der vorgeschlagene Vertragstext stellt PKA-Auszubildende der Apotheke untereinander und im Verhältnis zu den Beschäf-
tigten nach dem BRTV im Blick auf die Gesamtarbeitszeit gleich. Fehlt eine solche individuelle oder tarifvertragliche Regelung,
Govi-Verlag · Art.-Nr.: 00012552/2012
lassen Gesetz und Rechtsprechung zu, bei jugendlichen Auszubildenden die Berufsschulzeiten nach den in § 6 Abs. 2 for-
mulierten Grundsätzen auf die nach dem JArbSchG höchstzulässige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden anzurechnen. Bei er-
wachsenen Auszubildenden werden bei Fehlen einer individuellen oder tarifvertraglichen Regelung ausschließlich die tatsäch-
lichen Unterrichtszeiten und die nach dem Arbeitszeitgesetz höchstzulässige Wochenarbeitszeit von 48 Stunden angerechnet.
Ferner werden Pausen und Wegezeiten zwischen Betrieb und Berufsschule angerechnet, soweit eine Überschneidung dieser
Zeiten mit der betrieblichen Ausbildungszeit eintritt. Innerhalb vorgenannter Grenzen können von der vorgeschlagenen Ver-
tragsformulierung abweichende schriftliche Vereinbarungen getroffen werden. In diesem Fall ist § 6 Abs. 2 zu ändern bzw. zu
streichen, um Widersprüche im Vertrag zu vermeiden.
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