CI InsurTech-Booklet
CI InsurTech-Booklet
DEUTSCHE
INSURTECH
L ANDSCHAFT
2020
Erkenntnisse aus der Capgemini Invent
InsurTech Datenbank
Thomas Hillar
Vice President
Head of Insurance DACH
• Deutschland ist im Vergleich mit Frankreich und Groß- Bei vielen Start-Ups führen aufgrund der Coronakrise pausierte
britannien eine europäische Full-Carrier-Hochburg. Fast bzw. gestoppte Projekte kurzfristig zu Cashflow-Herausforde-
ein Zehntel der deutschen InsurTechs treten mit Versiche- rungen. Dies wird einige InsurTechs zur Geschäftsaufgabe
rungslizenz in den direkten Wettbewerb mit bringen. Allerdings offenbart die Pandemie auch Digitalisie-
etablierten Versicherern. rungsrückstände bei etablierten Versicherungshäusern: Hier
• In Frankreich und Großbritannien geht lediglich ein Prozent entsteht großes Geschäftspotenzial für Enabler, die weiter an
der InsurTechs diesen Weg. Dort dominieren Bedeutung gewinnen werden.
kooperative Geschäftsmodelle. KOOPERATION BLEIBT EINE HERAUSFORDERUNG
• Mit 125 Versicherungs-Start-ups ist Paris der größte
70 Prozent der InsurTechs arbeiten schon heute mit Versiche-
InsurTech-Standort Europas. Die Finanzmetropole
rern zusammen. Doch die Zusammenarbeit gestaltet sich
London folgt mit 76 InsurTechs; Berlin – mit 37 InsurTechs
weiterhin schwierig und erfordert ein Umdenken auf beiden
der größte Standort Deutschlands – ist nur halb so bedeu-
Seiten. Damit Versicherer von InsurTechs grundlegend profi-
tend.
tieren können, müssen sowohl kulturell als auch in der IT-Infra-
• Bei ihrer Standortentscheidung setzen InsurTechs auch auf struktur noch einige Voraussetzungen geschaffen werden. So
das Netzwerk vor Ort und den Erfahrungsaustausch. Um im fehlt es bei Versicherern immer noch vielerorts an Schnittstel-
internationalen Wettbewerb um vielversprechende Insur- lenfähigkeit. Lange Entscheidungszyklen und Anlaufzeiten für
Techs langfristig mithalten zu können, müssen deutsche gemeinsame Projekte in der Versicherungsbranche bringen
Standorte jeweils thematische Akzente setzen, indem Start-Ups zudem schnell in Liquiditätsprobleme.
branchenübergreifende Communities sich gemeinsam
lokal positionieren. NEUE INSURTECHS ALS MITTELSTAND
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6 Die deutsche InsurTech Landschaft 2020
DIE DEUTSCHE
INSURTECH-SZENE 2020
InsurTech-Szene 2020 S. 10
Geschäftsmodelle S. 18
Spartenspektrum S. 22
7
VORGEHEN &
METHODOLOGIE
INSURTECH DEFINITION
Abb. 1: InsurTech Buzzwords
InsurTechs sind in aller Munde. Spätestens seit dem Geld-
segen für Wefox ist der Begriff auch über die Versicherungs-
RegTech
Start-Up
branche hinweg bekannt. Jedoch variiert die Definition von
InsurTech stark: Wie verhält es sich mit FinTech versus Car-
rierTech, HealthTech oder LegalTech? Healthtech
Um eine saubere Basis für unsere Studie zu schaffen, haben
wir uns 2018 auf eine Definition festgelegt, die einerseits
FinTech InsurTech
den Versicherungsfokus unterstreicht und andererseits den
BrokerTech CarrierTech
Start-Up Charakter hochhält. „InsurTech“ wird entlang seiner © Capgemini Invent 2020
9
DIE DEUTSCHE
INSURTECH-
SZENE 2020
Anfang 2020 zählt die InsurTech Landschaft in Deutsch- Abb. 3 : Anzahl deutsche InsurTechs
land 160 InsurTechs, ein Wachstum von 42% seit unserer
letzten Erhebung Anfang 2018 (Abb. 3). Dabei war ins-
besondere 2018 wieder ein starkes Gründungsjahr für die
160
Branche, das Gründungshoch von 2015 konnte jedoch nicht
noch einmal erreicht werden. 112
2018
2019 zeichnet sich als gründungsschwaches Jahr für die 2020
+42%
deutsche InsurTech-Szene ab. Für 2019 konnten wir bisher
nur 7 neugegründete InsurTechs identifizieren (Abb. 4).
Jedoch muss hier von einer erheblichen Dunkelziffer an © Capgemini Invent 2020
Gründungen ausgegangen werden, die 2019 initiiert wurden, Viele externe Investments in deutsche InsurTechs. Start-
aber bisher mit ihren Ideen und Produkten nicht an die Ups wie WeFox, Ottonova oder Friday dominieren mit neun-
Öffentlichkeit getreten sind: Viele dieser InsurTechs im bis zehnstelligen Unternehmensbewertungen die Bericht-
„Stealth“-Modus entgehen somit einer Erfassung in unserer erstattung. Doch auch die anderen Marktteilnehmer finden
Datenbank. Trotzdem sind die Zahlen bisher auffällig niedrig Finanzierungspartner: Knapp 70% aller InsurTechs in unserer
im Vergleich zu den vorherigen Jahren. Datenbank konnten Investoren von sich überzeugen.
Knapp 30% der Newcomer sind branchenfremd gegrün- Die großen Finanzierungsrunden gehen an InsurTechs,
dete Start-Ups, welche in den letzten 2 Jahren die Ver- die Versicherungsprodukte an Endkunden vertreiben:
sicherungsbranche neu für sich entdeckt haben. Diese Eine Mehrheit der deutschen InsurTechs ist mittlerweile
InsurTechs waren schon in den vorherigen Jahren aktiv, abseits des Versicherungsvertriebs anzutreffen. Trotzdem
nehmen nun aber die Versicherungsbranche für ihre Lösun- sind die fünf bestfinanzierten InsurTechs in Deutschland
gen ins Visier. Dabei spielen InsurTech Initiativen eine wich- ausschließlich junge Versicherungsunternehmen oder Ver-
tige Rolle als Leuchtturm der Versicherungsbranche: Über sicherungsmakler. Ausschlaggebend hierfür ist einerseits die
50% dieser branchenfremden Unternehmen durchliefen das (vermeintliche) Skalierbarkeit der Lösung. Aber auch die
InsurLab in Köln, das InsurTech Hub in München oder die immensen Werbekosten für den initialen Kundenaufbau am
InsurTech Werft in Hamburg und konnten diese Angebote umkämpften deutschen Markt machen solche Summen erst
nutzen, um ihre Lösungen für die Versicherungsindustrie notwendig.
zu schärfen.
32 29
28
24
16
7 7 10 7
11
D E TA I L B E T R A C H T U N G
EINTRITTE IN UNSERE
D AT E N B A N K
Abb. 5: Neue InsurTechs in der Datenbank nach Aufnahmegrund
EINTRITTE 35 12 18
UNTERM RADAR
InsurTechs, die vor unserer letzten
Erhebung gegründet wurden, die uns 2018
jedoch nicht ins Netz gegangen sind
INAKTIV ZU ALT
InsurTechs bei denen seit InsurTechs, die das
geraumer Zeit keine Aktivität 10. Lebensjahr
mehr zu verzeichnen ist überschritten haben
AUSTRITTE 3 9 1 5
INSOLVENZ / AUFGABE PIVOT
InsurTechs deren Insolvenz oder InsurTechs mit neuer
Geschäftsaufgabe öffentlich Geschäftsausrichtung
bekanntgegeben wurde auf andere Branchen
Distributoren sind überdurchschnittlich von Insolvenz, Über alle Austrittsgründe hinweg ergibt sich eine ähnliche
Geschäftsaufgabe oder Inaktivität betroffen. Die Kosten- Verteilung wie in der Gesamtmasse der InsurTechs in unserer
intensität der Neukundenakquise am deutschen Markt for- Datenbank. Mit einem Anteil von 92% sind die kooperativen
dert einen hohen Tribut und führt neben Pivots in Geschäfts- Geschäftsmodelle jedoch bei Insolvenz, Geschäftsaufgabe
modellen (siehe S. 16 „Distributoren vermarkten ihren oder Inaktivität überrepräsentiert. Ein kollaboratives
Technologiestack“) zu vermehrten Austritten. Geschäftsmodell ist, wie zu erwarten, an und für sich kein
Erfolgsgarant.
Enabler hingegen sind überrepräsentiert bei den „Graduier-
ten“, also jenen InsurTechs, die seit mittlerweile 10 Jahren in VERSICHERUNGSHINTERGRUND DER
der Versicherungsbranche aktiv sind. 4 der 5 Senioren sind GESCHÄFTSFÜHRER
Dienstleister der Versicherer und Makler. Die Hürden für ein
Mit 50% stellen InsurTechs mit vorheriger Berufserfahrung in
tragfähiges Geschäftsmodell sind hier deutlich niedriger als
der Versicherungsbranche einen etwas größeren Anteil an
bei InsurTechs mit Endkundenfokus: Mit 1-2 ausgebauten
Versicherungsaustritten gegenüber dem Gesamtbestand dar.
Kundenbeziehungen zu Versicherern können Enabler zum
Ein Erklärungsansatz ist der Kundenfokus dieser InsurTechs:
Teil schon gut wirtschaften und müssen nicht das Vertrauen
Wie schon in unserer vorherigen Studie aufgezeigt, richten
tausender Endkunden gewinnen, um schwarze Zahlen
sich diese InsurTechs in größerer Anzahl an Endkunden.
zu schreiben.
Damit setzen diese Gründer zumeist auf kapitalintensivere
Ideen, die den Trial & Error Spielraum deutlich verkürzen
– man „scheitert schneller“.
13
K O O P E R AT I O N M I T V E R -
SICHERERN WEIT VERBREITET
Reifegrad & Kooperation
Zwei Drittel der InsurTechs befinden sich in der Grün- Abb. 7: Lebenszyklusphase der InsurTechs
dungsphase (Abb. 7). Fast die Hälfte der InsurTechs hat diese
Gründungsphase bereits hinter sich gebracht und startet
durch: Sie verfügen über erste Produkte und Kunden und Seed / Pre-seed 20%
versuchen sich am Markt zu behaupten. 45 InsurTechs sind
schon einen Schritt weiter: Diese Unternehmen sind im Markt
angekommen, operieren zumeist kostendeckend und skalie- Start-up 48%
ren ihr Angebot.
94
14 21
4 6
10 Düsseldorf
37 standort Deutschlands, spielt in der InsurTech-Szene eine
untergeordnete Rolle. Hier arbeiten zwar besonders
viele Menschen für Versicherer, die Chefetagen sind
zumeist aber in München, Düsseldorf oder Köln. Dies ist
13 Berlin in zweierlei Hinsicht problematisch. Zum einen leben in
Köln
21 Hamburg vergleichsweise wenig potentielle Gründer
(Manager in Versicherungsunternehmen). Zum anderen
Frankfurt a.M. ist die Kontaktlage für InsurTechs für Kooperationen mit
Versicherern in den Hochburgen mit Stabsabteilungen
deutlich besser.
26
München
© Capgemini Invent 2020
15
ZUWACHS IN ALLEN
GESCHÄFTSMODELLEN
Geschäftsmodelle (I/II)
Weiterhin verzeichnet die InsurTech-Szene Neuzugänge vereint jedoch ein Versicherungspartner im Hintergrund,
in allen wesentlichen Geschäftsmodellen (Abb. 11). der die Produkte in seine Bücher schreibt.
Grundsätzlich lassen sich die InsurTechs in drei größere • Die letzte Gruppe, die Enabler, richten sich mit ihren
Cluster entlang ihrer Geschäftsmodelle einteilen: Produkten und Dienstleistungen an Versicherer und adres-
sieren spezifische Herausforderungen – von Add-On-Servi-
• Die Full Carrier treten als digitale Versicherer mit BaFin-
ces an der Kundenschnittstelle bis zur operativen Effizienz.
Segen in den direkten Wettbewerb zu den etablierten
Versicherungsunternehmen. Sie decken alle wesentlichen Dabei ist das Wachstum bei den Enablern mit 36 neuen
Teile der Wertschöpfungskette ab. InsurTechs mit Abstand am stärksten. Hierzu zählen viele
• Die Distributoren agieren als Intermediatoren im Ver- der zuvor erwähnten branchenfremden Gründungen, die
trieb zwischen Versicherer und Kunde. Vom digitalen einen Pivot in die Versicherungswirtschaft mit ihren
Makler bis zur zielgruppenspezifischen Produktentwick- Lösungen vollzogen haben.
lung nehmen sie dabei unterschiedlichste Rollen ein. Sie
Distributoren
Arbeit meist auf Basis einer
Vermittlerlizenz.
BEISPIELE
Der Anteil an Distributoren in der deutschen Szene ist Abb. 12: Entwicklung Anteil Geschäftsmodelle
rückläufig. Das starke Wachstum bei den Enablern führt
auch zu einer Schwerpunktverschiebung in der gesamten
Szene: Distributoren stellen zum ersten Mal nicht mehr die Full Carrier
Carrier 9%
Full 9%
Mehrheit der InsurTechs und wurden auf Platz zwei
verdrängt (Abb. 12).
50%
Distributor
Distributor 40%
Hier zeigt sich eine gewisse Bereinigung am Markt: Schon in
unserer 2018er Studie sprachen wir vom Ende der
Goldgräberstimmung rund um den digitalen Vertrieb von 41%
Enabler
Enabler 51%
Versicherungsprodukten, der mit großen Gründungs-
wellen in den 2010er Jahren einherging. Die letzten Jahre
InsurTech Datenbank 2018
haben diese Einschätzung noch einmal untermauert. InsurTech Datenbank 2020
Neugründungen können nur vereinzelt gesichtet werden.
© Capgemini Invent 2020
Viele der noch existierenden Distributoren setzen auf den
Vertrieb ihres Technologie-Stacks an etablierte Versicherer Die Diversifizierung der Geschäftsmodelle der InsurTechs
oder Makler und haben die kostenintensive Jagd auf wird beim Blick auf den Kundenfokus deutlich. So
Endkunden für ihre Plattformen heruntergefahren. entwickeln unter anderem Full Carrier auch Lösungen für
Versicherer (Abb. 13), Distributoren wenden sich mit ihrem
Eine der spannenden Ausnahmen ist Wefox. Das InsurTech
Technologie-Stack an Versicherer sowie Makler und versuchen
konnte als ehemals klassischer Distributor vermutlich in die
diesen zu monetarisieren (siehe S, 16 „Distributoren
Welt der Unicorns vordringen – Start-Ups mit einem
vermarkten ihren Technologiestack“).
10-stelligen Marktwert. Jedoch basiert die Einschätzung nicht
zuletzt auf den Synergien mit One, dem hauseigenen Gemeinsam mit unseren Versicherungsexperten in Frankreich
Digitalversicherer, sowie der anvisierten und Großbritannien wurden die Überkategorien in InsurTech-
Schnittstellenfunktion für die gesamte Branche. Typen ausdetailliert. Diese werden auf den folgenden zwei
Seiten vorgestellt.
17
HINTERGRUND
GESCHÄFTSMODELLE
DIGITAL CARRIER | 12
Versicherungsunternehmen mit digitalem Geschäftsmodell. InsurTechs decken die gesamte Wertschöpfungskette ab und bieten
„konventionelle“ Versicherungsprodukte über digitale Kanäle an. Coya ist ein Beispiel für einen Digitalen Carrier – das InsurTech
bietet flexible Hausrat-, Haftplicht- und Fahrradversicherungen über die digitalisierte Kundenschnittstelle an.
P2P INSURER | 1
Peer-to-Peer Versicherungen werden aktuell nur von einem deutschen InsurTech angeboten. Elinor bietet die Möglichkeit,
Smartphone, Fahrrad und Krankentagegeld in einer Gruppe abzusichern – komplett digital.
DISTRIBUTOR TYPEN
DIGITAL BROKER | 9
Als digitale Makler tragen Digital Broker die Maklerarbeit ins 21. Jahrhundert. Sie vertreiben Produkte verschiedener Versicherer
über digitale Kanäle und agieren ausnahmslos mit einer Maklerlizenz. Prominente Vertreter dieses Typs sind Clark (B2C) und
Finanzchef 24 (B2B).
GESCHÄFTSMODELLE
ENABLER TYPEN
OPERATIONS | 47
InsurTechs, die im Versicherungsbetrieb ansetzen: Von der Kundenschnittstelle über die Produktentwicklung und das
Produktmanagement bis hin zum Schadenmanagement. Typische Beispiele sind Nect (Digitalisierung der Authentifizierung von
Kunden), hepster business (Produktentwicklung für digitale Nischenprodukte) und claimsforce (digitales und kundenorientiertes
Schadenmanagement).
ADD ON SERVICES | 4
InsurTechs in dieser Kategorie bieten den Versicherern Lösungen an, die an die Wertschöpfungskette „andocken“ und den
Endkunden zusätzliche, versicherungsnahe Lösungen bieten. Dentolo beispielsweise bietet ein Ökosystem aus Zahnärzten,
über das reguläre Leistungen und Zusatzleistungen einfach orchestriert und direkt mit dem Versicherer abgerechnet werden
können.
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DISTRIBUTOREN VERMARK TEN
I H R E N T E C H N O LO G I E - S TA C K
Trend: Monetarisierung der Technologie-Assets (I/II)
InsurTechs diversifizieren ihre Geschäftsmodelle und arbeiten bereits mit etablierten Versicherungsunternehmen
suchen nach neuen Absatzmöglichkeiten. Bei unserer zusammen, primär im vertrieblichen Kontext. Auch
Erhebung 2018 war es noch die Norm, dass ein InsurTech ein ausnahmslos alle Geschäftsführer haben einen Versicherungs-
Geschäftsmodell verfolgt und dass Marke und Produkt hintergrund, drei der sieben InsurTechs haben ehemalige
synonym verwendet werden. Hier zeichnet sich ein Wandel Führungskräfte aus der Vericherungsbranche in ihrer
ab (Abb. 14): Friendsurance bietet mit friendsurance business Führungsetage. Fast alle InsurTechs können der Expansions-
Banken die Möglichkeit, einfach und digital Bankassurance zu phase zugeordnet werden: Ihre ursprünglichen Lösungen sind
integrieren, hepster hilft mit seiner hepster business Lösung, marktreif, es gibt wieder Zeit und Raum für neue Ansätze.
schnell und digital Nischenprodukte zu entwickeln und in die
Die neuen Geschäftsaktivitäten finden allesamt im
bestehenden Vertriebskanäle zu integrieren. Insgesamt
Bereich Enabler statt. Die InsurTechs bieten ihre
sieben InsurTechs suchen in solchen Ansätzen nach neuen
Technologielösungen etablierten Versicherern oder
Absatzpotenzialen: Neben der ursprünglich fokussierten
Vermittlern als White-Lable an und monetarisieren damit
Endkunden-Vertriebslösung monetarisieren diese nun ihr
einen Teil ihrer Assets. Fünf InsurTechs haben die
Know-how und ihre Technologie-Assets.
Diversifikation ihres Geschäftsmodells in 2018 vorgenommen,
Alle diversifizierten InsurTechs sind Distributoren. Sie lediglich zwei waren bereits davor zweigleisig unterwegs.
fokussieren sich auf die vorderen Bereiche der Wertschöp-
Die diversifizierten Geschäftsmodelle sind weiterhin
fungskette, insbesondere auf die Produktentwicklung und den
kooperativ eingestellt, allerdings meist nicht mit Fokus auf
Vertrieb, und kooperieren mit Versicherern für die
Endkundenvertrieb, sondern als Digitalisierungspartner für
Bereitstellung von Produkten auf ihren Plattformen. Alle
etablierte Versicherer und Makler.
Die Motive für die Verfolgung eines weiteren Mit der Monetarisierung der Technologie-Assets treffen
Geschäftsmodells sind möglicherweise unterschiedlich. die InsurTechs den Zahn der Zeit und adjustieren ihre
Die Daten in unserer Datenbank erklären dieses Phänomen Positionierung in der Branche.
nicht abschließend und bieten Raum für Interpretationen.
Die InsurTechs haben mit dem Einsatz ihrer Technologie
Eindeutig ist, dass diese InsurTechs einen Vorsprung in ihrer
unter eigener Marke die Erfahrung gemacht, dass ihre
Technologie und Infrastruktur sehen, den etablierte Player
digitalen Lösungen zwar oftmals gut funktionieren und einen
am Versicherungsmarkt dringend einholen müssen. Der
existierenden Kundenbedarf adressieren. Jedoch fehlt ihnen
Schritt zum zusätzlichen Geschäftsmodell für Versicherer und
die benötigte Schlagkraft und Traktion um Momentum zu
Makler könnte aber auch auf einer pessimistischeren
generieren. Das Standing der Versicherer und ihre
Einschätzung der Wachstumschancen im umkämpften
etablierten Vertriebskanäle kombiniert mit der Digital-
Endkundengeschäft beruhen: Zur Stabilisierung der
expertise und Technologie der InsurTechs erscheinen hier
Einkünfte werden somit neue Einnahmequellen entwickelt.
entsprechend attraktiv. Für InsurTechs bedeutet diese
Interessant ist, dass diese InsurTechs ursprünglich ihre Kooperation aber oftmals die Aufgabe der direkten
Unternehmensbewertungen an ihr Potenzial geknüpft haben, Kundenschnittstelle und einer klar definierten, eigen-
möglichst viele Endkunden an sich zu binden. Entscheidend ständigen Markenidentität in der Kundenwahrnehmung Der
war der zu entwickelnde Kundenstamm, die Technologie Versicherungspartner besetzt den Kundenkontakt mit seiner
eher ein Mittel zum Zweck. Mit der Vermarktung des Marke und schränkt entsprechend die Weiterentwicklungs-
Technologiestacks scheint ein „Reality-Check“ einzusetzen möglichkeiten des Geschäftsmodells des InsurTechs ein.
- insbesondere für die InsurTechs, die es bisher nicht geschafft
haben sich nachhaltig am Markt zu etablieren. Damit zeigt
sich, ähnlich wie bei den Neugründungen der letzten zwei
Jahre, auch bei den existierenden InsurTechs der Trend zu
B2B bzw. B2B2C Ansätzen: Im Fokus steht die Digitalisierung
der etablierten Player.
21
I N S U R T EC H S S TA R T E N I N
KO M P O S I T
Spartenspektrum (I/II)
Die verschiedenen Versicherungssparten werden unter- Abb. 16: Anzahl durchschnittlich abgedeckter Sparten
schiedlich stark von den InsurTechs aufgegriffen. Kompo- nach Geschäftsmodell
Distributoren sind aufgeteilt in Value Adding Intermediaries (VAI)
sit wird mit Abstand am meisten adressiert, Kranken- und und die restlichen Distributoren-Typen (siehe S. 14)
Lebensversicherung meist nur als Zusatz zu
bestehendem Kompositfokus.
Full Carrier 1.3
Die Komposit-Sparte – mit vergleichsweise geringerer
Distributoren
Komplexität und kürzerer Laufzeit – wird von nahezu Value Adding
1.2
allen InsurTechs bedient (Abb. 15). Gute 40% bedienen die Intermediary
Kompositversicherungen sogar ausschließlich (bspw. Friday, Andere Distributoren 2.5
insurninja, Schutzklick, Coya), während sich lediglich 9% exklu-
siv auf Leben (bspw. VANTIK, Penseo) und 4% auf Kranken Enabler 2.2
(bspw. ottonova, DOCYET) fokussieren. Neben der vergleichs-
weise geringen Komplexität der Kompositversicherung ist Durchschnitt 1.9
die wahrgenommene Glaubwürdigkeit oder das Vertrauen,
© Capgemini Invent 2020
das Endkunden dem InsurTech gegenüber für einen
Abschluss aufbringen müssen, eine kleinere Hürde als in der
Lebens- oder Krankenversicherung. Die Spartenabdeckung variiert stark mit den Geschäfts-
modellen (Abb. 16). Die klassischen Distributoren bieten am
Die Produktpalette von Lebensversicherungs-InsurTechs ist
häufigsten Allspartenlösungen an (bspw. Wefox ted, Clark,
sehr klein und heterogen. Sofern ein InsurTech ein Lebens-
asuro) – die wenigsten Vergleichsportale haben sich auf eine
versicherungsprodukt anbietet (bzw. eine Lösung in diesem
spezifische Sparte fokussiert. Ausnahmen bilden hier unter
Bereich), fokussiert es sich meist auch nur auf eine spezi-
anderem Gewerbeversicherung24 oder Bürgschaft24.
fische Produktdeckung, wie bspw. VANTIK auf die Altersvor-
sorge. Full Carrier bieten den Gegenpol zu den klassischen Distribu-
toren mit starkem Fokus auf eine Sparte bzw. (zu Beginn)
auch nur ein Produkt. Treiber für diesen Fokus sind insbeson-
dere auch technische und aufsichtsrechtliche Gründe. Lösun-
gen von Enablern sind meist nicht spartenspezifisch.
Abb. 15: Spartenabdeckung
Mehrfachnennung möglich
Komposit-
versicherungen 138
Kranken-
versicherungen 84
Lebens-
versicherungen 83
ife
fremde Gründer hingegen fokussieren ihr Angebot weniger
io
ee
t-U
Re
ns
-s
ar
entlang der Sparten, ihre Lösungen sind oft allgemeinerer
pa
re
St
/P
Ex
Natur und lassen sich somit auf die meisten Versicherungs-
ed
produkte und -prozesse anwenden. Se
© Capgemini Invent 2020
Erfahrung in
Versicherung 1.9
Management-
erfahrung in der 1.7
Versicherung
© Capgemini Invent 2020
23
DIE PR ÄGENDEN THEMEN DER
I N S U R T EC H S
Megathemen (I/II)
PREDICTIVE MODELLING
SUSTAINABILITY /
RegTech
Concierge
AFFINITY INSURANCE
Services
Protection-as-a-
Marketplace /
ETHICS
Aggregator /
Drones
DATA SCIENCE /
Blockchain
Comparator
Service
Smart City /
Usage-Based-Insurance / Smart Building
On-Demand PEER-TO-PEER INSURANCE
E-Health
PARAMETRIC
OPEN INSURANCE /
INSURANCE
API CHATBOT / VOICEBOT
Robo Advisor
MOBILE FIRST /
Low-cost
EMERGING DIGITAL FIRST
RISKS Automation / Robotization
Connected Device / IoT
© Capgemini Invent 2020
In Zusammenarbeit mit unseren Insurance-Kollegen aus Die Themen Sustainablity und Ethics spielen hingegen
Großbritannien und Frankreich wurden übergreifende Mega- keine nennenswerte Rolle bei den InsurTechs. Nur 4% der
themen entwickelt, um plakativere Trendthemen auszuma- InsurTechs bespielen derzeit den Themenkomplex Nach-
chen. Diese wurden mit den Geschäftsmodellen und Kern- haltigkeit in Deutschland. Ein Beispiel ist hier der P2P Ver-
themen der InsurTechs abgeglichen und ausgewertet. Der sicherer elinor, der mit einem innovativen Konzept und nach-
Ansatz ist subjektiver als unsere anderen Auswertungen, haltigen Finanzpartnern wie GLS versucht das Thema zu
erlaubt aber trotzdem eine gute grundsätzliche Einordnung besetzen. Trotzdem fällt hier ein bemerkenswerter Unter-
der treibenden Themen der InsurTech-Szene. schied zur FinTech-Szene auf: Mit viel Medienrummel und
guter Kapitalausstattung ist Tomorrow im Bankensektor mit
Die Digitalisierung der Kundenschnittstelle ist immer
einem grünen Hochglanzimage auf Kundenjagd gestartet. In
noch beherrschendes Thema der InsurTech-Szene. Am
der Popkultur thematisiert die Serie Bad Banks das Thema
häufigsten arbeiten InsurTechs an Themen rund um Mobile
Nachhaltigkeit in der Finanzindustrie – wenn auch
First und Digital First. Als Digital Carrier, als digitaler Makler
wenig schmeichelhaft.
oder als Technologiegeber für eine digitale Kundeninter-
aktion steht der Austausch mit Endkunden über Online- Vor dem Hintergrund von Fridays for Future und einer gene-
Kanäle im Vordergrund. Dass dieses Thema in 2020 immer rellen gesellschaftlichen Zuwendung zu nachhaltigen
noch oben auf der InsurTech Agenda steht, weist deutlich auf Themen ist diese Lücke in der InsurTech-Szene auf den ersten
Nachholbedarf bei den etablierten Playern hin. Blick erstaunlich. Gleichzeitig ist eine für den Endkunden
verständliche Verknüpfung von Versicherung mit Nachhaltig-
Starker Fokus auf (Technologie-)Themen außerhalb der
keit herausfordernd. Als „virtuelles“ Produkt ohne Produk-
Kernkompetenzen der Versicherer. Sehr häufige Trend-
tion in Entwicklungsländern und langen Lieferketten sind die
themen der InsurTechs sind Technologien und Expertisen, die
Ansatzpunkte für Nachhaltigkeit weniger offensichtlich. Hier
nicht klassisch zu den Stärken der Versicherer gehören. Etwa
braucht es kreative Ansätze, z.B. in enger Kooperation mit
20% der InsurTechs haben Data Science und Predictive Model-
nachhaltigen Playern anderer Branchen.
ling als wesentliches Thema auf ihrer Agenda. An der Schnitt-
stelle zu AI oder Automation und Robotization: 18% setzen auf Spannend bleibt, inwiefern Lemonade es schaffen wird einen
diese Megathemen. Teil dieser Nachfrage durch ihren P2P-Ansatz mit wohltätigen
Organismen einzufangen. Die notwendige Finanzausstattung
Jedes fünfte InsurTech richtet sein Geschäftsmodell auf
für eine langanhaltende, flächendeckende PR-Offensive hat
Open Insurance aus. Diese InsurTechs setzen auf Produkte,
das mit über 2 Mrd. US Dollar bewertete InsurTech auf jeden
die nur in einem Open Insurance Ansatz funktionieren oder
Fall. Ob dies zu nachhaltigem Kundenwachstum und Profita-
bieten direkt Dienstleistungen wie APIs und Plattforminfra-
bilität führt, bleibt offen.
struktur für ein durchlässigeres Insurance Ökosystem an. Dies
verdeutlicht die Annahme vieler Branchenplayer, dass die
Entwicklung hin zu einer offeneren Brancheninfrastruktur
nur eine Frage der Zeit ist.
25
RÜCKBLICK
&AUSBLICK
Die Lösungen der InsurTechs in 2020 sind ausgereifter und adressieren gezielt
spezifische Branchenprobleme. Entsprechend erwarten wir in den kommenden
Jahren eine weitere Bereinigung bei wenig fokussierten InsurTechs,
insbesondere Distributoren aus dem Umfeld „Digital Broker“.
Die Enabler als potentielle Partner für Versicherer bieten zukunftsfähige Techno-
logielösungen und helfen Versicherern ihre Digitalisierungsstrategie umzu-
setzen: Von internen Prozessen über die Kundenschnittstelle bis hin zu Öko-
systemansätzen. Die fortlaufende Digitalisierung eröffnet immer wieder neue
Betätigungsfelder für Gründer. Vor dem Hintergrund von COVID-19 entstehen
für Start-Ups, insbesondere im Umfeld virtuelle Arbeit und dezentrale Prozesse,
neue Spielräume. Grund genug für einen positiven Ausblick auf die Entwicklung
dieses InsurTech-Typens.
1
Start-Ups mit einer Unternehmensbewertung über 1 Milliarde US-Dollar
27
4 SUSTAINABILITY WIRD PRÄGENDES THEMA FÜR FULL
CARRIER & DISTRIBUTOREN
Im hartumkämpften Markt um Versicherungskunden bietet ein klares Sustainability-
Branding große Chancen vergleichbar günstig größere Kundenkreise anzusprechen.
Nachhaltig orientierte Kunden sind oftmals jung, gut vernetzt und bieten die Chance
teure Kundenakquisition über einen großen „Word of Mouth“ Anteil zu umgehen. Darü-
ber hinaus ist dieses Kundensegment weniger preissensibel – vorausgesetzt das
Produkt ist überzeugend. Da auch aus der Versicherungsbranche selbst ein Bedarf
besteht, der nicht zuletzt durch die BaFin mit ihrer Nachhaltigkeitsinitiative getriggert
wird, stehen die Sterne für Gründungsideen mit Sustainability-Fokus gut.
Frankreich verfügt mit 169 InsurTechs Anfang 2020 über Auch in Frankreich sind mittlerweile Enabler die größte
die größte InsurTech-Szene in den drei betrachteten InsurTech Kategorie. Mit 52% ist ihr Anteil ähnlich groß wie
Ländern. Unsere Auswertung in Großbritannien kommt auf in Deutschland. In Großbritannien hingegen sind Distributo-
90 InsurTechs. ren weiterhin die stärkste InsurTech Fraktion. Mit 45% spie-
len die Enabler aber auch hier eine wichtige Rolle.
Deutschland ist klarer Vorreiter im Kontext Full Carrier:
Nur 1% der InsurTechs in Großbritannien und Frankreich sind Versicherern gegenüber kooperativ eingestellte Insur-
mit eigener Versicherungslizenz am Start. Sowohl in Frank- Techs sind die mit Abstand größte Gruppe. In allen drei
reich als auch in Großbritannien hat sich eher das Modell des Märkten stellen diese InsurTechs über 80% der betrachteten
Assekuradeurs oder Managing General Agent für InsurTechs Unternehmen. Damit zeigt sich auch über Deutschland
durchgesetzt. Mit einem starken (Rück-) Versicherungspart- hinaus, dass InsurTechs etablierte Versicherer als notwendige
ner werden eigene Produkte oder Produktvarianten ent- Partner und Kunden sehen: Sie richten ihre Produkte und
wickelt. Der jeweilige Versicherungspartner steht mit seiner Lösungen für Versicherer aus oder binden sich in ihre
Bilanz und Kompetenz im Hintergrund und verringert so Wertschöpfungskette ein.
drastisch die regulatorischen Hürden und Kapital-Bedürf- InsurTechs in Großbritannien sind besonders kooperativ
nisse. eingestellt. 98% der InsurTechs streben eine Form der
Zusammenarbeit mit etablierten Versicherern an. In Frank-
reich liegt dieser Anteil mit 88% etwas niedriger. Deutsch-
Abb. 21: Anteil kooperativer InsurTechs land, getrieben unter anderem durch einen deutlich höheren
Anteil an Full Carriern, weist hier mit 83% den niedrigsten
GB FR DE
Wert auf.
31
PA R I S U N D LO N D O N S I N D EU
I N S U R T EC H H A U P T S TÄ DT E
Vergleich InsurTech-Szenen in Deutschland, Frankreich und UK (II/II)
Paris und London dominieren als InsurTech Standort ihre InsurTechs in Paris und 76 InsurTechs in London bieten beide
Länder. Der große Fokus der wirtschaftlichen Tätigkeit auf Standorte einfachen Zugang zu den wesentlichen Playern der
die Hauptstädte in Frankreich und Großbritannien zieht sich Länder. Zusätzlich stehen InsurTechs die wichtigen Player der
auch bei den InsurTechs durch. Paris allein steht für 74% der Branche vor Ort zur Verfügung: Das Eingehen von Koopera-
französischen InsurTechs, London beheimatet sogar 85% der tionen oder eine intensive Zusammenarbeit beinhaltet keine
InsurTechs in Großbritannien. Die Innovation der Versiche- schwierigen Abwägungen zu Standortverlagerungen oder
rungswirtschaft geht somit größtenteils an anderen Teilen kostenintensiver Reisetätigkeit.
der Länder vorbei. In Deutschland sieht es genau umgekehrt
Eine stärkere thematische Profilierung der deutschen Insur-
aus: 77% der InsurTechs sind nicht in Berlin, dem größten
Tech-Städte könnte helfen, trotz wesentlich kleinerer Stand-
InsurTech Standort des Landes. Neben dem zweiten, großen
orte globale Relevanz zu erlangen und auch Player aus dem
InsurTech-Knoten München können auch diverse weitere
Ausland anzuziehen. Jedoch sind die InsurTech-Initiativen
Städte eine signifikante Anzahl an InsurTechs vorweisen.
bisher vor allem regional geprägt und fungieren überwie-
Die Dominanz von Paris und London vereinfacht die gend als „Kontaktbörse“ für Versicherer.
Vernetzung und den Kontakt zu Investoren. Mit 125
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Capgemini Invent ist integraler Bestandteil von Capgemini, einem der weltweit führenden
Anbieter von Management- und IT-Beratung, Digitaler Transformation sowie Technologie- und
Ingenieursdienstleistungen. Als ein Wegbereiter für Innovation unterstützt das Unternehmen
seine Kunden bei deren komplexen Herausforderungen rund um Cloud, Digital und Plattformen.
Auf dem Fundament von mehr als 50 Jahren Erfahrung und umfangreichem branchenspezifischen
Know-how hilft Capgemini seinen Kunden, ihre Geschäftsziele zu erreichen. Hierfür steht
ein komplettes Leistungsspektrum von der Strategieentwicklung bis zum Geschäftsbetrieb
zur Verfügung. Capgemini ist überzeugt davon, dass der geschäftliche Wert von Technologie
durch Menschen entsteht und agiert als ein multikulturelles Unternehmen mit 270.000
Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeitern in fast 50 Ländern. Einschließlich Altran beläuft sich der
Umsatz für das Jahr 2019 auf 17 Milliarden Euro.
People matter, results count.
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