102 Kapitel 4 · Kommunikation in der Pflege
. Abb. 4.2 Assoziogramm zu dem
4 gewünschten – auch sprachlichen –
würdevoll
Verhalten der Pflegekräfte (Quelle:
Ulrike Schrimpf )
4
4 Pflege
4
Zeit
4
4 5 Gefallen Ihnen bestimmte Sätze/Fragen besonders gut? Wenn ja, war-
um?
4 5 Mögen Sie gewisse Formulierungen nicht? Wenn ja, warum nicht?
4 k Messen der Körpertemperatur
j Gesprächssituation 1
4 4 »Guten Morgen Frau Molden! Ich bin Schwester Anna und
möchte Ihre Körpertemperatur messen.«
4 »Ich würde die Temperatur gern unter dem Arm messen.«
4 4 »Würden Sie dafür bitte Ihren Arm anheben?«
4 »Bitte halten Sie das Thermometer unter der Achsel fest, bis die
4 Messung vorbei ist.«
4 »So, Frau Molden, jetzt können Sie den Arm wieder anheben.
4 Vielen Dank!«
4 »Sie haben 36,8 °C; das ist normal.«
4 j Gesprächssituation 2
4 »Guten Morgen, Herr Hoffmann. Ich würde gern Ihre Tempera-
4 tur messen.«
4 »Zur genaueren Messung möchte ich Ihre Temperatur im Po
4 messen.«
4 »Dafür stelle ich erst einmal Ihr Kopfteil `runter.«
4 4 »Würden Sie sich jetzt bitte auf die Seite legen?«
4 »Bleiben Sie ganz entspannt.«
4 »Ich decke Sie jetzt zu, damit Ihnen während der Messung nicht
4 kalt wird.«
4 »Wenn die Messung beendet ist, piept das Thermometer. Bitte
4 bleiben Sie solange auf der Seite liegen.«
4 »Die Messung ist beendet. Ich entferne das Thermometer, und
4 Sie können sich gern wieder auf den Rücken drehen.«
4 »Ihre Temperatur ist etwas erhöht. Versuchen Sie bitte, ausrei-
chend zu trinken.«
4 4 »In einer Stunde wiederholen wir die Messung noch einmal.«
4 »Soll ich Ihr Kopfteil wieder hochstellen?«
4.2 · Kommunikation mit Patienten
103 4
k Messung des Blutdrucks
4 »Hallo Frau Martínez, ich bin Schwester Anna und möchte Ihren
Blutdruck messen.«
4 »Bleiben Sie entspannt auf dem Rücken liegen und schieben Sie
Ihren linken Ärmel nach oben.«
4 »So, ich lege jetzt die Manschette an. Geht das so?«
4 »Ich starte nun mit der Messung; bitte bleiben Sie in dieser Zeit
ruhig liegen.«
4 »Ihr Blutdruck ist 140/90, etwas hoch. Ich sage dem Arzt Be-
scheid und komme dann später wieder zu Ihnen.«
4 »Den Ärmel können Sie wieder herunterschieben.«
k Messung der Herzfrequenz
4 »Hallo Herr Krause, bevor ich Feierabend mache, möchte ich bei
Ihnen noch einmal die Herzfrequenz messen. Der Puls war ja
vorhin etwas hoch.«
4 »Lassen Sie Ihren Arm ganz entspannt auf dem Bett liegen; ich
messe den Puls wieder an Ihrem Handgelenk.«
4 »So, jetzt ist Ihr Puls wieder normal: 66 Schläge pro Minute.
Sicherlich war es vorhin die Aufregung vor der Untersuchung,
die den Puls erhöht hat.«
4 »Ich verabschiede mich schon mal und wünsche Ihnen eine gute
Nacht!«
k Schreiben eines EKG
4 »Guten Morgen Herr Jenkins, haben Sie gut geschlafen? Schon
gefrühstückt?«
4 »Ich würde jetzt gern ein EKG bei Ihnen schreiben. Wir machen
das immer am Morgen, damit die Ärzte das EKG zur Visite ha-
ben.«
4 »Ich stelle das Kopfteil etwas nach unten, und Sie bleiben ganz
entspannt auf dem Rücken liegen.«
4 »Bitte machen Sie Ihren Brustkorb frei.«
4 »Soll ich Ihnen bei den Knöpfen helfen?«
4 »Bitte nicht erschrecken, die Elektroden sind etwas kalt.«
4 »So, jetzt ist alles vorbereitet.«
4 »Die Messung dauert nicht lange. Bitte bleiben Sie in der Zeit
ganz ruhig liegen.«
4 »Die Messung beginnt jetzt.«
4 »Und schon sind wir fertig.«
4 »Sie können sich jetzt wieder bewegen. Ich entferne nur noch die
Elektroden, und dann können sie sich wieder anziehen.«
4 »Ich komme später wieder zu Ihnen.«
Lesen Sie das folgende Beispielgespräch beim Schreiben eines EKGs zwi- Übung 4.25
schen einer Pflegekraft und Frau Cassau. Nur die Äußerungen von Frau
Cassau sind notiert. Überlegen Sie, was die Pflegekraft zu ihr sagen könn-
te, und ergänzen Sie die fehlenden Sätze. Sie können sich dazu auch an