Die Bigband
In den 1930er Jahren etablierte sich eine Besetzungsform, die noch heute einen Standard
darstellt: die Big Band. Zunächst waren im Jazz individuelle Besetzungsformen die Regel;
je populärer die so genannte Swingmusik wurde, desto klarer setzte sich in den Tanzsälen
eine fast einheitliche Besetzung durch.
Bekannte Bigband-Leader dieser Zeit waren u.a. Glenn Miller, Benny Goodman und
Count Basie. Vergleicht man ihre „orchestras“ mit einer beliebigen Besetzung einer
Combo, so fällt jedoch eine große Gemeinsamkeit auf. Die Band kann in Hinsicht auf die
Besetzung in zwei bzw. drei Gruppen unterteilt werden:
Rhythm Section
Die _____________________ ist für den “beat” (Abfolge regelmäßiger rhythmischer
Grundschläge) verantwortlich.
Sie besteht aus:
________________ ________________
________________ ________________
Melody section
Wood Section Brass Section
Die ________________ haben Die ________________
bevorzugt melodische Linien, im wechseln sich mit den
Wechsel mit Einwürfen. _________________ ab.
______________ (2x) ______________ (4x)
______________ (2x) ______________ (4x)
______________ Ggf. können noch folgende
Ggf. können noch folgende Instrumente dazu kommen:
Instrumente dazu kommen: ______________
______________ ______________
______________
„Swing“ oder „swing“
Der Begriff „swing“ hat eine zweifache Bedeutung: zum einen bezeichnet er einen
Zeitabschnitt in den 1930er Jahren („Swingära“); zum anderen ein bestimmtes
rhythmisches Gefühl, das typisch ist für die Jazzmusik. Vereinfacht gesprochen werden die
Achtelnoten nicht mehr „gerade“ (also gleichmäßig) gespielt bzw. betont, sondern die erste
wird im vergleich zur zweiten Note etwas verlängert, was dem Gefühl einer Triole nahe
kommt.
Der Reiz des „swing“ entsteht durch die Kombination von geraden Achteln der
Rhythmusgruppe (vor allem vom Bass) und die sog. ternäre Spielweise: die Musik
bekommt einen treibenden Puls.