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Blatt 5 - Abgabe Bis 16.05.2025 12:00: Prof. A. Grigoryan, Analysis 2 SS2025

Das Dokument enthält Aufgaben zur Bestimmung von Taylor-Polynomen für verschiedene Funktionen, einschließlich trigonometrischer und logarithmischer Funktionen, sowie zur Anwendung der Taylorformel. Es werden spezifische Aufgabenstellungen und Hinweise zur Herleitung der Polynome gegeben, einschließlich Beweisen und der Verwendung von Potenzreihen. Die Abgabe der Aufgaben ist bis zum 16. Mai 2025, 12:00 Uhr, vorgesehen.

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Das Dokument enthält Aufgaben zur Bestimmung von Taylor-Polynomen für verschiedene Funktionen, einschließlich trigonometrischer und logarithmischer Funktionen, sowie zur Anwendung der Taylorformel. Es werden spezifische Aufgabenstellungen und Hinweise zur Herleitung der Polynome gegeben, einschließlich Beweisen und der Verwendung von Potenzreihen. Die Abgabe der Aufgaben ist bis zum 16. Mai 2025, 12:00 Uhr, vorgesehen.

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Prof. A.

Grigoryan, Analysis 2 SS2025

Blatt 5 - Abgabe bis 16.05.2025 12:00


Die mit *markierten Aufgaben sind zusätzlich und werden korrigiert
Die mit **markierten Aufgaben sind zusätzlich und werden nicht korrigiert.
42. Für die folgenden Funktionen bestimmen Sie die Taylor-Polynome T3 (x) an der Stelle 0:
(i) tan x und (ii) tanh x.
Hinweis. Verwenden Sie die Definition des Taylor-Polynoms Tn (x) an der Stelle 0:
f 0 (0) f 00 (0) 2 f (n) (0) n
Tn (x) = f (0) + x+ x + ... + x . (11)
1! 2! n!
43. Für die folgenden Funktionen bestimmen Sie alle Taylor-Polynome Tn (x) an der Stelle 0:
1+x
(i) ln (1 + x) (ii) ln
1−x
44. Für die folgenden Funktionen bestimmen Sie ihre Taylor-Polynome an der Stelle 0 wie
angegeben:
 √ 
(i) ln x + x2 + 1 , T3 (x) (ii) ex sin x, T6 (x) (iii) arcsin x, T3 (x).

45. (a) Sei f eine unendlich oft differenzierbare Funktion auf einem Intervall (−c, c), c > 0, die
durch eine absolut konvergente Potenzreihe angegeben ist:

X
f (x) = ak x k ,
k=0

mit Koeffizienten ak ∈ R. Beweisen Sie: das Taylor-Polynome Tn (x) von f an der Stelle 0
stimmt mit der n-ten Partialsumme der Reihe überein, d.h. für jedes n ∈ N gilt
n
X
Tn (x) = Sn (x) := ak x k . (12)
k=0

Hinweis. Zeigen Sie, dass für alle x ∈ (−ε, ε) mit ε ∈ (0, c) gilt |f (x) − Sn (x)| ≤ const |x|n+1 .
Dann benutzen Sie die Eindeutigkeit des Taylor-Polynoms.
(b) Mit Hilfe von (a) bestimmen Sie die Taylor-Polynome T2m (x) der Funktion
1
f (x) = .
1 + x2

46. Beweisen Sie, dass die Funktion f (x) = arctan x das folgende Taylor-Polynom T2n+1 (x)
der Ordnung 2n + 1 an der Stelle 0 hat:
X (−1)k n
x 3 x5 x2n+1
T2n+1 (x) = x − + − ... + (−1)n = x2k+1 .
3 5 2n + 1 k=0 2k + 1

1
Hinweis. Benutzen Sie die Taylor-Polynome der Funktion (arctan x)0 = aus der
1 + x2
Aufgabe 45(b).

9

47. (a) Bestimmen Sie das Taylor-Polynom T7 (x) der Funktion f (x) = cos x an der Stelle 0.
1
(b) Berechnen Sie ungefähr cos 5
mit Hilfe von T7 (x) und schätzen Sie den Approxima-
tionsfehler ab.
Hinweis. Dafür verwenden Sie die Taylorformel mit Lagrange-Restglied. Man darf die
arithmetischen Operationen mit Hilfe von einen Taschenrechner durchführen.
∗∗
48. (Taylorformel für Polynome)

(a) Beweisen Sie: die folgende Identität gilt für jedes Polynom f von Grad ≤ n und für
alle a, x ∈ R:

f 0 (a) f 00 (a) f (n) (a)


f (x) = f (a) + (x − a) + (x − a)2 + ... + (x − a)n . (13)
1! 2! n!
Hinweis. Verwenden Sie Induktion nach n und Induktionsvoraussetzung für f 0 .
(b) Mit Hilfe von (a) beweisen Sie den binomischen Lehrsatz.
∗∗
49. Seien Pn (x) und Qn (x) die Taylor-Polynome der Ordnung n der Funktionen f bzw g an
der Stelle 0.

(a) Beweisen Sie: das Taylor-Polynom der Ordnung n der Funktion f (x) + g (x) stimmt
mit Pn (x) + Qn (x) überein.
(b) Definieren wir ein Polynom Sn (x) wie folgt: Sn (x) besteht aus allen Monomen ck xk
des Grades k ≤ n aus dem Produkt-Polynom Pn (x) Qn (x). Beweisen Sie: das Taylor-
Polynom der Ordnung n der Funktion f (x) g (x) stimmt mit Sn (x) überein.
Bemerkung. Die Beziehung zwischen Sn und Pn Qn lässt sich wie folgt beschreiben:

Pn (x)Qn (x) = Sn (x) + o(xn ) für x → 0. (14)


∗∗
50. Mit Hilfe von Aufgabe 49 bestimmen Sie die Taylor-Polynome der Ordnung 5 der folgenden
Funktionen an der Stelle 0:
 
2 x
(i) ln (1 + x) (ii) − ln (1 + x) sin x.
1−x
∗∗
51. Seien f und g n-fach differenzierbare Funktionen, und nehmen wir an, dass die Kompo-
sition F (x) = f (g (x)) auf einem Intervall wohldefiniert ist.

(a) Beweisen Sie, dass die Funktion F auch n-fach differenzierbar ist.
(b) Nehmen wir an, dass f und g in der Nahe von 0 definiert sind und dass g (0) = 0, so
dass die Komposition F (x) = f (g (x)) auch in der Nahe von 0 definiert ist. Seien Pn
und Qn die Taylor-Polynome der Ordnung n der Funktionen f bzw g an der Stelle 0.
Definieren wir ein Polynom Sn (x) wie folgt: Sn (x) besteht aus allen Monomen ck xk
des Grades k ≤ n von dem Polynom Pn (Qn (x)) . Beweisen Sie: das Taylor-Polynom
Tn,F der Ordnung n der Funktion F stimmt mit Sn (x) überein.
Bemerkung. Die Beziehung zwischen Sn (x) und Pn (Qn (x) lässt sich wie folgt beschreiben:

Pn (Qn (x)) = Sn (x) + o(xn ) für x → 0. (15)

10
∗∗
52. Mit Hilfe von Aufgabe 51 bestimmen Sie die Taylor-Polynome 3 er Ordnung der folgenden
Funktionen an der Stelle 0:

(i) exp (sin x) (ii) 2 − cos x (iii) sin (arctan x)

∗∗
53. Betrachten wir die Funktion
g(x) = tan x + sin x.
Diese Funktion ist auf dem Intervall (−π/2, π/2) streng monoton steigend und hat somit die
inverse Funktion f = g −1 . Bestimmen Sie das Taylor-Polynom 3 er Ordnung der Funktion f
an der Stelle 0.
Hinweis. Seien Pn und Qn die Taylor-Polynome der Ordnung n der Funktionen f bzw g an
der Stelle 0. Da f (g(x)) = x, so folgt es aus der Aufgabe 51 dass

Pn (Qn (x)) = x + o(xn ) für x → 0. (16)

Bestimmen Sie zunächst Q3 und dann benutzen (16) um P3 zu bestimmen.

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