Daβ Sprache Zeichencharakter hat, fanden wir, dichterisch gestaltet.
Die Definition von Zeichen die auf
die mittelalterliche Scholastik zurückgeht, bessagt nicht anderes >etwas steht (stellvertretend) für etwas
anderes< das bedeutet jedes phänomen das nicht nur als rein phänomenologisch Gegebenes
aufzufassen ist, sondern etwas anderes ausdrücken soll, ist ein Zeichen.
Demnach gibt es nicht nur Zeichen in sprachlicher Form, sondern auch andere, zum beispiele : Visuelle
Zeichen, vom verkehrsschild (das weiβe Dreieck mit rotem Rand, zum Beispiele : darf nicht einfach als
>weiβes Dreieck mit rotem rand< aufgefaβt werden, sondern es druck etwas aus, bedeutet etwas :
>Vorfahrt beachten!<) bis hin zu Werken der bildenden Künste, ja gar zur Kleidung und auβeren
Aufmachung einer Person.
Das sprachliche Zeichen
Die Charakterisierung von Zeichen allgemein auf sprachliche Zeichen anzuwenden, die in erster Linie
akustische Zeichen sind, versuchen vershiedene Modelle des sprachlichen Zeichens. Hinzukommen
einige weitere Eigenschaften von Zeichen allgemeinbesitzt.
1. Das Zeichenmodell von de Saussure
Ein Zeichen besteht Ausdruck und Inhal. Die Ausdrucksseite hat beim sprachlichen Zeichen die Form
einer Lautkette. Inhalt und Ausdruck sind durch Assoziatiion so unlösbar miteinander verbunden wie
Vorder und Rückseite eines Blattes Papier.
2. Das Zeichenmodell von Ogden und Richards.
Ein Unterschied zwischen diesem sog. semiotischen Dreieck und dem de Saussure Modell ist zweiseitig
(=dyadisch), das Ogden/Richardssche dreiseitig (=triadisch) Projiziert man gleichsam beide Modelle
übereinander, so zeigt sich, daβ das semiotische Dreieck als zusätzliche Komponente die >Sache<, den
Umweltreferenten, die auβersprachliche Wirklichkeit enthelt. Der Unterschied zwischen den beiden
Modellen ist aber noch fundamentaler, sie müssen nämlich auch verschieden >gelesen< werden : Das de
Saussure Modell ist statisch, es stellt die Zusammengehörigkeit zwischen einem >Namen< und einer
Inhaltsvorstellung als festen Zustand dar.
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