Kandidatenblätter: Goethe-Zertifikat Hören
Kandidatenblätter: Goethe-Zertifikat Hören
MODELLSATZ KANDIDATENBLÄTTER
Kandidatenblätter
Hören
30 Minuten
Seite 15
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN 2014 - Juli
MODELLSATZ KANDIDATENBLÄTTER
Hören Sie die folgende Nachricht und korrigieren Sie während des Hörens falsche Informationen
oder ergänzen Sie fehlende Informationen. Sie hören den Text einmal.
Übertragen Sie die Ergebnisse am Ende des Prüfungsteils Hören auf den Antwortbogen (1–5).
20. März Adelebsen – Grone ca. 16 km 7:50 Uhr 17. März 10,-
Bahnhof 0551 28 87 70
0
0551 / 28 77 70
19:00–21:00 Uhr
20.–22. Mai Sternwanderung 15 km (20.5.) 7:45 Uhr bis 15. April 180,-
nach Celle 25 km (21.5.) Bahnhof 0551 76 65
Christus-Kirche
5
* für Nichtmitglieder
Vs13_280714
Seite 16
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN 2014 - Juli
MODELLSATZ KANDIDATENBLÄTTER
Kreuzen Sie die richtige Antwort ( a , b oder c ) an und übertragen Sie die Ergebnisse am Ende des
Prüfungsteils Hören auf den Antwortbogen (Nummer 6 –15). Sie hören den Text zweimal.
Beispiel: Was macht Rauchen zu einem a Es gibt keine zuverlässigen Statistiken über die Zahl
der größten Gesundheits- der Raucher weltweit.
probleme unserer Zeit? b Es rauchen immer mehr Leute. Lösung: b
c Es rauchen eigentlich nur noch junge Leute.
a Sie sehen sich gezwungen zu rauchen, weil ca. 70 % der Leute rauchen.
b Sie fühlen sich einsam und gelangweilt und wollen etwas dagegen tun.
c Sie sind drogenabhängig und suchen einen Ausweg aus ihrer Sucht.
a Sie hat die amerikanische Regierung wegen ihrer strengen Gesetze gegen
das Rauchen verklagt.
b Sie hat wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse über die Gefahren
des Rauchens jahrzehntelang verschwiegen.
c Sie hat Zigaretten mit immer mehr Nikotin hergestellt.
a Sie haben vor den Gefahren des Rauchens genauso Angst wie vor Aids.
b Für sie ist Rauchen genauso gefährlich wie ein Auto, das Abgase produziert.
c Sie kämpfen gegen verschiedene Gefahren und ignorieren die,
die durch das Rauchen entstehen.
Seite 17
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN 2014 - Juli
MODELLSATZ KANDIDATENBLÄTTER
12 Wie wirken sich soziale und familiäre Einflüsse auf das Rauchen aus?
13 Wie versucht Frau Dr. Rettke, die jungen Leute vom Rauchen abzuhalten?
a Sie zeigt ihnen Fotos von Leuten, die seit 20 Jahren Lungenkrebs haben.
b Sie bringt sie in Kontakt mit Leuten, die schon als Jugendliche angefangen haben
zu rauchen und jetzt krank sind.
c Sie zeigt ihnen Fotos von Leuten mit Raucherbeinen.
14 Was soll man nach Meinung von Dr. Rettke tun, um den Zigarettenkonsum
zu verringern?
Seite 18
2014 - Juli
Seite 39
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 TRANSKRIPTION 2014 - Juli
MODELLSATZ PRÜFERBLÄTTER
Hören Sie die folgende Nachricht und korrigieren Sie während des Hörens falsche
Informationen oder ergänzen Sie fehlende Informationen. Sie hören den Text einmal.
Sehen Sie sich nun die Aufgaben dazu an und lesen Sie auch das Beispiel.
Dazu haben Sie 90 Sek. Zeit.
Transkription:
Hallo, hier ist Michael. Du hattest mir das Programm für unsere Wanderveranstaltungen
von März bis zum Sommer zugeschickt. Ich habe es also überprüft, und weil ich dich nicht
erreichen kann, spreche ich dir jetzt die wenigen Korrekturen, die nötig sind, auf Band.
Bei der ersten Wanderung am 20. März, da ist die Telefonnummer für die Anmeldung
falsch. Richtig lautet sie 28 77 70, nicht 8770.
Bei der Wanderung am 10. April „Rund um den Seeburger See“ soll bei der Anmeldung
einfach nur stehen „ab 19:00 Uhr“. Jetzt steht da 19:00–21:00 Uhr.
Bei der dritten Wanderung am 8. Mai fehlt noch der Treffpunkt, den habe ich heraus-
gefunden, das ist der Schlossplatz.
Im Juni, vom 2. bis zum 5., die Kurzwanderwoche geht in die Hassberge, H-a-s-s-berge.
Und hierbei ist kein Treffpunkt angegeben. Das hat aber seine Richtigkeit.
Am 31. Juli treffen sich die Leute für die Wanderung zur Kaisereiche an der Christuskirche
um 8:15 Uhr, die Uhrzeit 8:15 fehlte noch.
Ganz unten bei dem Sternchen ergänze bitte noch den Preis, Nichtmitglieder müssen für
die Wanderwoche statt 265,– 305,– € bezahlen.
Wenn du das alles hast, kann das Programm ’raus.
Bis denn, man sieht sich!!
Vs13_280714
Seite 40
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 TRANSKRIPTION 2014 - Juli
MODELLSATZ PRÜFERBLÄTTER
Radio-Feature: „Zwischen Krebs und Kommerz“ – Von den tödlichen Folgen des Rauchens
Sie hören jetzt ein Interview zwischen der Rundfunk-Redakteurin Inge Seiderer und zwei Heidelberger
Fachärzten zum Thema Rauchen. Dr. Rüdiger Bechstein äußert sich kritisch über die Machenschaften der
Tabakindustrie und Frau Dr. Lydia Rettke schildert die Gefahren, denen Kinder und Jugendliche ausge-
setzt sind, die früh mit dem Rauchen anfangen, und sie gibt Tipps, was man dagegen tun kann.
Beispiel
Seiderer: Herr Dr. Bechstein, wieso ist Rauchen ein allgemeines Gesundheitsproblem?
Dr. Bechstein: Es ist inzwischen statistisch erwiesen, dass immer mehr Menschen zur Zigarette greifen.
Raucherschicksale beginnen oft schon im jugendlichen Alter. Die meisten kompensieren damit
Unsicherheiten, Einsamkeitsgefühl oder Langeweile. Erst nach und nach wird der Glimmstängel
zur Sucht.
Aufgaben 6–8
Seiderer: Nun könnte man doch den Standpunkt vertreten: Jeder ist seines Glückes Schmied und soll frei
entscheiden, ob er rauchen will oder nicht.
Dr. Bechstein: So frei ist man da nicht. Immerhin würden 70 % der Raucher gern aufhören, schaffen es aber nicht.
Und da trägt die Tabakindustrie eine beträchtliche Verantwortung.
Seiderer: Inwiefern?
Dr. Bechstein: Nehmen Sie nur den Megaprozess in den USA: Die amerikanische Regierung verklagt derzeit die
US-Tabakindustrie, weil diese seit Jahrzehnten Studien unterdrückt haben soll, die vor den
Gefahren des Rauchens warnen. Zudem soll die Industrie den Nikotingehalt von Zigaretten manipu-
liert haben, um so deren Suchtwirkung und damit den Absatz zu steigern.
Seiderer: Wie sieht es in Deutschland aus? Die Bundesregierung versucht doch mit allen ihr zur Verfügung
stehenden Mitteln, die Zahl der Raucher zu reduzieren.
Dr. Bechstein: Schön wär’s! – Hier entsteht in der Tat ein völlig verzerrtes Bild. Zwar gibt es aus öffentlichen
Geldern bezahlte Anti-Tabak-Kampagnen, aber die werden zum Teil von der Tabakindustrie mit-
finanziert und …
Seiderer: Verzeihung … das klingt nicht sehr logisch.
Dr. Bechstein: … ist aber so … und … Sie können sich gar nicht vorstellen, mit welchen heimtückischen Methoden
die großen Tabakfirmen arbeiten, um Einfluss auf die Politiker zu nehmen.
Aufgaben 9–12
Seiderer: Sind Sie ein bisschen intolerant?
Dr. Bechstein: Das hat mit Intoleranz nichts zu tun. Wer die Raucher verteidigt, handelt wider besseres Wissen.
Vor Aids haben die Leute eine höllische Angst, gegen BSE versuchen sie, sich zu schützen. Es
werden harte Kämpfe geführt, damit Autos schadstoffärmere Abgase produzieren. Und dann stellt
sich ein vom Raucherhusten befallener Bürger hin und kämpft gegen die Aufstellung eines Handy-
mastes. Das ist doch völlig absurd.
Seiderer: Wären Sie für ein generelles Rauchverbot?
Dr. Bechstein: Auf jeden Fall in öffentlichen Gebäuden und in Restaurants.
Seiderer: Würden die Kneipen mit einer solchen Rauchertradition dann nicht mit einem Schlag leer werden?
Dr. Bechstein: Das ist das Argument der Industrie.
Vs13_280714
Seite 41
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 TRANSKRIPTION 2014 - Juli
MODELLSATZ PRÜFERBLÄTTER
Seiderer: Trotzdem sprechen sich viele gegen ein Rauchverbot in Kneipen aus.
Dr. Bechstein: Ja, vor allem die Tabakindustrie. Es sind vor allem junge Leute, die in die Kneipen gehen, und wer
jung anfängt, bleibt oft am Tabak hängen.
Seiderer: Rauchen ist ungesund – das weiß jedes Kind. Aber anscheinend doch nicht. Trotz aller Warnungen
raucht die Hälfte aller Jugendlichen. Frau Dr. Rettke: Sie arbeiten viel mit Schulen zusammen und
versuchen mit drastischen Methoden, Jugendliche auf die Gefahren aufmerksam zu machen, um
dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Wie erfolgreich ist Ihre Arbeit?
Dr. Rettke: Also zunächst mal wäre zu sagen, dass die Nachfrage nach unseren Informationsveranstaltungen
enorm ist. Das soll aber nicht von der Tatsache ablenken, dass das Rauchen tatsächlich zugenom-
men hat. Man darf aber nicht nur der Schule die Schuld in die Schuhe schieben. Denn auch die
Eltern tragen große Verantwortung. Sie sind oft ein negatives Vorbild, rauchen zu Hause, und es
erfordert schon große Willenskraft, wenn man sich dagegen auflehnen will.
Seiderer: Stellen Sie sich vor, Sie sind 12 oder 13, in einer coolen Clique, alles raucht. Wie wollen Sie da
abstinent bleiben?
Dr. Rettke: Der soziale Druck ist enorm. Aber genau den müssen wir für unsere Zwecke nutzen. Mit tollen
Sportlern etc., die uns zeigen: Man kann auch cool sein, ohne zu rauchen.
Aufgaben 13–15
Seiderer: Wie versuchen Sie nun, dem entgegenzuwirken? Denn jemandem zu sagen, er bekommt vielleicht
in 20 Jahren Lungenkrebs, das hat noch niemanden beeindruckt.
Dr. Rettke: Deshalb greifen wir zu Methoden, die, wie wir meinen, abschreckender sind. Wir übertragen z. B.
eine Lungenspiegelung live, wir zeigen Farbfotos von Teerlungen und Tumoren, vor allem aber
bringen wir die Schüler in Kontakt mit Patienten, die sehr früh mit Rauchen angefangen haben, mit
45 total abgemagert sind und mit einem Raucherbein kaum noch laufen können. Und die bereit sind
zu berichten, wie sie ihr eigenes Leben gesundheitlich ruiniert haben.
Seiderer: Welche anderen Maßnahmen könnten dazu führen, dass der Zigarettenkonsum bundesweit
zurückgeht?
Dr. Rettke: Als Erstes würde ich die Zigarettenautomaten abschaffen, die es in Deutschland an jeder Straßen-
ecke gibt. Dann sollte der Preis pro Packung verdoppelt werden, das könnten sich die jungen Leute
dann nicht mehr leisten. Kleiner Nebeneffekt: Der Staat würde doppelt so viel Tabaksteuer bekom-
men. Und schließlich sollte die Bundesregierung alles in ihrer Macht Stehende tun, damit Tabak-
werbung generell verboten wird. Wir müssen weg von dem Nimbus, dass Rauchen etwas mit
Freiheit zu tun hat.
Seiderer: Frau Dr. Rettke, Herr Dr. Bechstein, vielen Dank für das interessante Gespräch!
Seite 42
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN 2012 - Januar
ÜBUNGSSATZ 03 KANDIDATENBLÄTTER
Kandidatenblätter
Hören
30 Minuten
Seite 13
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN 2012 - Januar
ÜBUNGSSATZ 03 KANDIDATENBLÄTTER
Hören Sie die Nachricht und korrigieren Sie während des Hörens die falschen Informationen
oder ergänzen Sie die fehlenden Informationen. Sie hören den Text einmal.
Übertragen Sie die Ergebnisse am Ende des Prüfungsteils Hören auf den Antwortbogen (1–5).
040/7034626
Seite 14
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN 2012 - Januar
ÜBUNGSSATZ 03 KANDIDATENBLÄTTER
Kreuzen Sie die richtige Antwort ( a , b oder c ) an und übertragen Sie die Ergebnisse am Ende des
Prüfungsteils Hören auf den Antwortbogen (Nummer 6 –15). Sie hören den Text zweimal.
Beispiel: Warum wollen heutige Mütter a Sie möchten das Erlernte in der Praxis anwenden. Lösung: a
berufstätig sein? b Sie möchten einen höheren Lebensstandard erreichen.
c Sie möchten finanziell unabhängig sein.
Seite 15
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 HÖREN 2012 - Januar
ÜBUNGSSATZ 03 KANDIDATENBLÄTTER
14 Was erfährt man über den Zusammenhang von Bildung und Elternhaus?
Seite 16
2012 - Januar
Seite 37
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 LÖSUNGEN 2012 - Januar
ÜBUNGSSATZ 03 PRÜFERBLÄTTER
Bei der Korrektur wird jeweils nur ein Wort je Zeile geändert.
Sich daraus ergebende Fehler gibt es nicht!
16 mir
17 dass / (weil)
19 seinem
20 im
21 viele
22 geräumt wurden
23 einem
24 Darauf
25 ich Ihnen
Vs10_030112
Seite 38
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 TRANSKRIPTION 2012 - Januar
ÜBUNGSSATZ 03 PRÜFERBLÄTTER
Sie arbeiten für eine private Arbeitsvermittlung und kümmern sich um die Stellenangebote
auf der Internetseite Ihrer Firma. Ihr Kollege Andreas hat Ihre Zusammenstellung der
neuen Stellenangebote geprüft und festgestellt, dass sie an einigen Stellen geändert oder
ergänzt werden muss. Andreas ruft Sie an und gibt Ihnen diese Änderungen und Ergänzun-
gen durch.
Hören Sie die folgende Nachricht und korrigieren Sie während des Hörens falsche
Informationen oder ergänzen Sie fehlende Informationen. Sie hören den Text einmal.
Sehen Sie sich nun die Aufgaben dazu an und lesen Sie auch das Beispiel. Dazu haben
Sie 90 Sek. Zeit.
Transkription:
Hallo, hier ist Andreas. Ich habe mir deine Liste der neuen Stellenangebote angeschaut.
Im Prinzip ist alles in Ordnung. Es gibt nur ein paar Verbesserungen oder Ergänzungen.
Die spreche ich dir jetzt schnell auf den Anrufbeantworter, dann kannst du die Liste gleich
nach deiner Mittagspause ins Netz stellen.
Also, bei Frau Roth, der Ansprechpartnerin in Sachen Altenpflege, hast du bei der
Telefonnummer die zweite 27 vergessen und hinten die 6. Die Nummer lautet richtig
040/27273346, ich wiederhole das nochmal: 040/27273346. Bitte korrigiere das.
Herr Mainz von der Buchhandlung Merz rief mich gerade auf dem Handy an und bat mich
um eine Änderung. Statt Spezialgebiet Sachbuch möchte er es jetzt genauer, nämlich
Spezialgebiet Naturwissenschaften. Ich glaube, da werden wir nicht so schnell jemanden
für diese Stelle finden, die meisten Buchhändler kennen sich doch eher mit der schönen
Literatur aus. Na ja, egal.
Weiter zu den Bürokaufleuten. Die zweite Firma, also das Autohaus Froebel, braucht
ab sofort jemanden für den ganzen Bürokram und nicht erst zum 1. Oktober.
Würdest du den Einstellungstermin bitte verbessern?
Bei dem Namen des Friseursalons habe ich dir was Falsches gesagt. Der Salon heißt
Gerber, nicht Graber. Entschuldige bitte.
Beim Hotel „Alte Burg“ stimmen alle Angaben. Einem Interessenten kann man die Arbeit
dort nur empfehlen. Jetzt noch was Wichtiges: Die Stelle ist natürlich nicht nur für einen
Koch ausgeschrieben, sondern auch für eine Köchin. Du musst also bitte noch Köchin
ergänzen. Das muss rein, sonst bekommen wir juristischen Ärger.
Dann habe ich da noch den Reisemarkt am Bahnhof – warte, da war was. Ach ja, da fehlt
neben dem Schichtdienst noch die Bereitschaft zur Sonntagsarbeit. Beides muss drin-
stehen.
Das ist es fürs Erste. Ich muss jetzt zu einem Termin bei der Firma Breuer.
Tschüs, ich melde mich wieder.
Vs10_030112
Seite 39
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 TRANSKRIPTION 2012 - Januar
ÜBUNGSSATZ 03 PRÜFERBLÄTTER
In der Sendung „Wirtschaft und Gesellschaft“ unterhält sich der Radioredakteur Felix Reinisch mit der
Arbeitswissenschaftlerin Dr. Louise Nauk über die Rolle berufstätiger Mütter in der heutigen Arbeitswelt.
Redakteur: Berufstätige Mütter sind heute keine Ausnahme mehr. Was früher eher ökonomische Gründe
hatte – das Gehalt des Vaters reichte für den Lebensunterhalt der Familie nicht aus –, ent-
spricht heute dem ausdrücklichen Wunsch der Frauen. Sie sind vielfach gut ausgebildet und
wollen ihre Fähigkeiten in ihren Beruf einbringen. Mit meinem heutigen Gast, der Arbeits-
wissenschaftlerin Frau Dr. Louise Nauk, möchte ich über die beruflichen Vorstellungen der
Mütter sprechen. Zuerst aber, Frau Dr. Nauk, eine andere Frage: Warum bemüht sich die
Wirtschaft neuerdings um die jungen Mütter?
Aufgabe 6–8
Nauk: Man braucht sie. Diverse Untersuchungen weisen auf einen zunehmenden Fachkräftemangel
in Deutschland hin. Viele Firmen suchen schon jetzt händeringend nach Spezialisten. Unter-
nehmen müssen also, wenn sie in der internationalen Konkurrenz mithalten wollen, überlegen,
woher sie die benötigten Leistungsträger bekommen. Sie aus dem Ausland zu holen, ist
kompliziert und erwies sich bisher als nicht besonders erfolgreich. Und da fällt der Blick
zwangsläufig auf die Frauen, die heutzutage bestens ausgebildet sind, Ehrgeiz besitzen und
zudem neben dem Fachwissen noch über die immer wichtiger werdenden Schlüsselqualifika-
tionen wie beispielsweise Kommunikationsfähigkeit und Organisationstalent verfügen. Diese
sogenannten „weichen Faktoren“ bilden sich schon bei den kleinen Mädchen heraus. Sie
pflegen ihre Freundschaften sorgfältig, in Vereinen spielen sie oft eine aktive Rolle und
suchen viel mehr als Jungen und Männer das Gespräch. Sie zeigen also ein ausgeprägtes
Sozialverhalten, das für den Erfolg eines Unternehmens von großer Bedeutung ist.
Redakteur: Inwiefern?
Nauk: Ich beziehe mich auf Erfahrungen mit weiblichen Führungskräften in den USA. Eine dortige
Studie, die die 500 größten Aktiengesellschaften untersuchte, kam zu folgendem Resultat:
Wenn Führungsgremien mit Männern und Frauen – und drei Frauen reichen da schon – besetzt
sind, steigt der Ertrag. Im Vergleich zu männlichen Chefs betonen Chefinnen ihren Status nicht
so stark, sie bauen strenge Hierarchien ab und sind daher außerordentlich erfolgreich, wenn
es darum geht, ihre Mitarbeiter zu motivieren.
Aufgabe 9–11
Redakteur: Wenn Frauen so qualifiziert sind, warum klagen dann viele Mütter, dass sie keine geeignete
Arbeit finden können?
Vs10_030112
Seite 40
GOETHE-ZERTIFIKAT B2 TRANSKRIPTION 2012 - Januar
ÜBUNGSSATZ 03 PRÜFERBLÄTTER
Nauk: Weil die Vorstellungen der Unternehmen und der Mütter nicht zusammenpassen. Nach wie vor
suchen die meisten Firmen flexible Vollzeitkräfte. Und das ist eben nicht das, was sich die
Frauen wünschen. Trotz aller gesellschaftlichen Veränderungen liegt der Hauptanteil bei der
Betreuung und Erziehung immer noch bei den Müttern. Und deshalb strebt die Mehrheit der
Mütter einen Job mit einer Wochenarbeitszeit von 20 bis 30 Stunden an. Und diese Jobs
werden zu wenig angeboten. Oder sie sind schlecht bezahlt, entsprechen nicht dem hohen
Ausbildungsniveau und bieten nur sehr selten Aufstiegsmöglichkeiten. Am ehesten haben noch
solche Frauen eine Chance, die über Spezialkenntnisse verfügen, die ein Arbeitgeber auf dem
Arbeitsmarkt nur mühsam finden kann. Ansonsten ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.
Die Aufteilung von Arbeiten in Projekte ist vielen Chefs zu riskant. Und in Zeiten, in denen
es der Wirtschaft gut geht, Aufträge schnell abgearbeitet werden müssen, sind verkürzte
Wochenarbeitszeiten schwer durchzusetzen.
Redakteur: Wenn nun die außerfamiliäre Kinderbetreuung verbessert wird, hat das dann nicht zur
Konsequenz, dass auch die Frauen unbelastet voll arbeiten könnten?
Nauk: Sie könnten das wohl, aber viele wollen es nicht. Mit der Geburt eines Kindes setzt oft ein
gewisser Bewusstseinswandel ein. Die Prioritäten ändern sich. Das ist übrigens nicht allein bei
den Frauen der Fall. Auch junge Väter würden gern ihre Arbeitszeit reduzieren, um mehr Zeit
für die Familie zu haben. Moderne Väter wollen nicht nur Feierabendväter sein. Auf diesen
Wertewandel hat sich die Wirtschaft noch gar nicht eingestellt.
Aufgabe 12–15
Redakteur: Haben aber nicht auch viele Mütter – und Väter – Bedenken, ihre Kleinkinder ein paar Stunden
oder den ganzen Tag von Fremden betreuen und erziehen zu lassen?
Nauk: Neuere Studien zeigen, dass junge Frauen Kinderkrippen ziemlich positiv sehen. Hier spielen
eigene Erfahrungen eine wichtige Rolle. Eine Umfrage unter jungen Frauen ergab, dass 92
Prozent der Töchter, deren Mütter berufstätig waren, sich als Kind geliebt fühlten. Bei den
Töchtern, deren Mütter sogenannte Nur-Hausfrauen waren, behaupteten das nur 85 Prozent.
Auch das Bildungsniveau leidet unter der Berufstätigkeit der Mütter nicht: Kinder von Haus-
frauen wiesen niedrigere Abschlüsse auf als Kinder erwerbstätiger Mütter, die das gleiche
Bildungsniveau hatten wie die Hausfrauen.
Redakteur: Könnte demnach die Berufstätigkeit von Müttern bei der Lösung eines großen Problems des
deutschen Bildungssystems helfen – nämlich der engen Bindung des Bildungserfolgs an das
Elternhaus?
Nauk: Eine interessante These. Sie haben recht, bisher hängt die Ausbildungsqualität der Kinder
noch sehr stark vom Bildungsstand der Eltern ab. Wenn ich es auf die jungen Frauen beziehe:
Vielleicht gerade die Hälfte von ihnen erreicht eine höhere Bildung als die der Eltern. Diese
fehlende Bildungsmobilität ist im Übrigen gefährlich für unsere zukünftige ökonomische
Entwicklung. Als rohstoffarmes Land brauchen wir ein Höchstmaß an Bildung, an Fachwissen
und Innovation. Sonst geht es bergab.
Redakteur: Frau Dr. Nauk, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.
Seite 41
GOETHE-ZERTIFIKAT B2
Übungssatz 01 2010 - April
Kandidatenblätter
Hörverstehen
30 Minuten
Hören Sie die Nachricht und korrigieren Sie während des Hörens die falschen Informationen
oder ergänzen Sie die fehlenden Informationen. Sie hören den Text einmal.
Übertragen Sie die Ergebnisse am Ende des Hörverstehens auf den Antwortbogen (1–5).
Sonntag Abfahrt ZOB 10.00 Uhr Ankunft Hotel ca. 16.00 Uhr 19.30 Uhr
30.4.
0 Beispiel:
18.30 Uhr
gemeinsames Abendessen im
Hotel; kleine Einführung in die
Geschichte Potsdams
Montag 10.00 bis 12.00 Uhr 14.00 bis 17.00 Uhr 19.00 Uhr Abendessen im
1.5. Altstadtrundgang ab Hotel Filmpark Babelsberg historischen „Klosterkeller“
18.45 Uhr zu Fuß ab Hotel
1
Dienstag 10.00 bis 12.00 Uhr Zur freien Verfügung 20.00 Uhr
2.5. Filmmuseum Potsdam Tipps: Einkaufsbummel, Hans Otto Theater
ab Hotel Terrassencafé am Hafen,
Haus der Geschichte 2
Mozart, „Die Zauberflöte“
Treffen 19.45 Uhr vor dem
Theater
Mittwoch 11.00 bis 15.00 Uhr 15.00 Uhr Kaffeetafel im Café 19.00 Uhr Vortrag
3.5. Besichtigung Schloss und Park „Drachenhaus“ im Park über das „Holländische
Sanssouci, Treffpunkt Luisenplatz Viertel“ im Hotel
Donnerstag 10.00 bis 13.00 Uhr Ausflugs- 13.00 bis 14.00 Uhr Mittag-
4.5. fahrt mit einem historischen essen im Neuen Garten; Fakultativ: 20.00 Uhr
Dampfschiff auf der Havel anschließend Spaziergang durch ab Hotel Abfahrt zur Tour
ab Hotel den Park zurück zum Hotel „Berlin bei Nacht“
Freitag 9.30 bis 12.30 Uhr 14.00 bis 17.00 Uhr 19.30 bis 21.30 Uhr
5.5. Belvedere auf dem Pfingstberg Krongut Bornstedt (früher Sinfoniekonzert der Kammer-
und russische Siedlung Mustergut der Hohenzollern), akademie im Nikolaisaal
Bus ab Hotel 19.00 Uhr zu Fuß ab Hotel
5 Nikolaiska
Bus ab Hotel
Samstag Abreise 10.00 Uhr ab Hotel Ankunft ZOB ca. 16.00 Uhr
6.5.
Kreuzen Sie die richtige Antwort ( a , b oder c ) an und übertragen Sie die Ergebnisse am Ende des
Hörverstehens auf den Antwortbogen (Nummer 6 –15). Sie hören den Text zweimal.
6 Nach Frau Reus sollte jedes Kind eigenes Geld bekommen, da ...
7 Wie erklärt Frau Reus den heutigen hohen Verschuldungsgrad von Jugendlichen?
a Eltern kümmern sich nicht darum, was Jugendliche mit ihrem Geld tun.
b Im Gegensatz zu früher werden Schulden heute nicht so negativ gesehen.
c Moderne Medien können die Unerfahrenheit Jugendlicher leicht ausnutzen.
Aufgabe 2 Fortsetzung
11 Ein vernünftiger Umgang mit Geld wird gefördert, wenn die Eltern ...
a das Kind mit dem Gesparten dann kaufen kann, was es will.
b im Erwachsenenalter Rücklagen für die Zukunft nötig sind.
c Sparsamkeit langfristig zu Wohlstand führt.
13 Wie steht Frau Reus dazu, wenn Kinder bei ihren Eltern Schulden machen?
14 Bei der Festsetzung der Höhe des Taschengeldes sollten sich die Eltern ...
15 Frau Reus ist gegen eine Kürzung des Taschengelds bei schlechten Schulleistungen, weil ...
a die Kinder nicht für Geld, sondern nur für sich selbst lernen sollen.
b mit dem Taschengeld ein anderes Lernziel verfolgt wird.
c weniger Geld nicht zu besseren Leistungen führt.
Hörverstehen · Lösungen
AlfJaba1 Puafdl
1 Bus ab Hotel
z Schiffbauergasse 10
(oder) Schiffsrückfahrt /
3 [Link]ück
4 25 Euro
5 Alexandrowka
bfJabe Z
I ~ ~ GJ 11~ [bJ ~
7 ~ [bJ ~ 12 ~ ~GJ
8 ~ [bJ GJ 13 ~ [bJ GJ
I ~ ~ GJ 14 ~ ~GJ
11 ~ [bJ GJ 15~ ~GJ Aufgaba 2 Lösungen: 11,5 = /15 Punfdl
(6-15)
Bei der Korrektur wird jeweils nur ein Wort je Zeile geändert.
Sich daraus ergebende Fehler gibt es nicht!
Sollten Interesse Sie haben, sende ich Ihnen gern meinen Sie Interesse 23
Lebenslauf mit Foto und Zeugnissen zu.
Ich würde mich viel freuen, wenn ich in Ihrer Familie sehr 24
aufgenommen werden könnte.
Hören Sie die folgende Nachricht und korrigieren Sie während des Hörens
falsche Informationen oder ergänzen Sie fehlende Informationen.
Sie hören den Text einmal.
Sehen Sie sich nun die Aufgaben dazu an und lesen Sie auch das Beispiel.
Dazu haben Sie 90 Sek. Zeit.
Sie arbeiten in einem Reisebüro und haben zusammen mit Ihrem Kollegen Paul Keller
das Programm für eine einwöchige Gruppenreise nach Potsdam, einer Stadt in
Deutschland in der Nähe von Berlin, zusammengestellt. Ihr Kollege hat das Programm
noch einmal durchgesehen und festgestellt, dass es an einigen Stellen geändert oder
ergänzt werden muss. Paul spricht Ihnen auf Ihren Anrufbeantworter und gibt Ihnen
diese Änderungen und Ergänzungen durch.
Transkription:
Hallo, hier ist Paul. Ich habe den Reiseplan für Potsdam noch einmal gecheckt. Im
Prinzip ist alles okay, es gibt nur noch einige kleine Korrekturen und Ergänzungen.
Ich fang mit dem Anreisetag an. Da hatten wir das gemeinsame Abendessen für 19.30
Uhr angesetzt. Ich habe jetzt das Gefühl, dass das zu spät ist. Erstens sind die Leute
nach der Reise hungrig und zweitens soll es ja nach dem Essen noch eine historische
Einführung geben. Also, ich halte 18.30 Uhr für eine bessere Zeit. Ich hoffe, du bist
einverstanden.
Das Nächste: Am Montag sollte bei dem Programmpunkt Filmpark Babelsberg ergänzt
werden Bus ab Hotel. Wenn das nicht dasteht, fragen alle, wie sie denn nach Babels-
berg kommen. Am Dienstag finde ich gut, dass du bei den Tipps für den freien Nach-
mittag die historische Mühle im Park von Schloss Sanssouci gestrichen hast. In den
Park geht es sowieso am Mittwoch. Wenn wir uns am Dienstagabend vor dem Thea-
ter treffen, müssen wir unbedingt die Adresse angeben. Die ist: Schiffbauergasse 10 –
Schiff wie das Schiff, Bauer wie der Bauer und dann Gasse, aber alles in einem Wort.
Am Mittwoch bleibt alles wie gehabt.
Donnerstagnachmittag müssen wir noch angeben, dass man auch mit dem Schiff zu-
rückfahren kann. Manche Leute wollen nicht so viel laufen. Ergänze bitte: oder
Schiffsrückfahrt. Bei dem abendlichen Ausflug nach Berlin ist dir ein Zahlendreher
passiert. Die Tour kostet 25 Euro; 52 Euro wären doch ein bisschen teuer gewesen.
Über deinen Eintrag für Freitagmorgen musste ich lachen. Du nennst die russische
Siedlung Nikolaiska. Sie heißt aber Alexandrowka. Ich buchstabiere: A-L-E-X-A-N-D-R-
O-W-K-A.
Mit dem Nikolaisaal liegst du am Abend richtig. Ich glaube übrigens, dass das ein
schönes Konzert wird, ein guter Abschied.
Bitte mach jetzt alles fertig, dann kann ich morgen noch einen letzten Blick auf das
Programm werfen. Und dann faxen wir es dem Gruppenleiter. Tschüss – und bitte
lass von dir hören, ob alles klar ist.
Immer wieder gibt es zwischen Eltern und Kindern Streit um das Taschengeld.
In der Sendung „Treffpunkt Familie“ unterhält sich der Radioredakteur Anton Fried mit der Erziehungswissenschaftlerin
Irene Reus unter anderem darüber, warum Taschengeld wichtig ist und welche Höhe angemessen ist.
Beispiel
Redakteur: In Internetdiskussionsforen zu Erziehungsfragen oder bei Gesprächen zwischen Eltern taucht stets und ständig
unvermeidlich ein Thema auf – das Taschengeld. Da werden sich über die Höhe der Taschengeldzahlung und
die Wünsche der Kinder die Köpfe heiß geredet. Frau Reus, können Sie unseren Hörerinnen und Hörern ein
paar Hinweise geben, wie man mit diesem Problem am besten umgeht?
Aufgaben 6– 8
Reus: Nun, zunächst was Formelles: Rechtlich verpflichtet zu einer Taschengeldzahlung sind Eltern nicht. Tja, und
wie viel Taschengeld ein Kind bekommt, bestimmt sich durch viele Faktoren. Wie stehen die Eltern zu Geld?
Wie sieht die finanzielle Situation der Eltern aus? Rosig, weniger rosig? Ist das Geld knapp, sollte ruhig auch
an einen kindgerechten Nebenjob gedacht werden wie Zeitungaustragen oder Ähnliches, was das Lernen
nicht stört. Generell muss ich sagen, dass jedes Kind eigenes Geld bekommen sollte. Nur so erlernt es mög-
lichst früh einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld.
Redakteur: Also, Sie denken da an die drastisch zugenommene Verschuldung unter Jugendlichen?
Reus: Ja. Zehn Prozent aller 20- bis 24-Jährigen in Deutschland haben massive Probleme mit ihrer Verschuldung.
Dieser hohe Verschuldungsgrad ist darauf zurückzuführen, dass es heutzutage viel einfacher ist, Geld auszu-
geben als früher. Schon immer haben Kinder und Jugendliche beim Erlernen des Umgangs mit Geld Fehler ge-
macht. Aber wer früher 50 Mark für einen Schnickschnack verpulverte, konnte sich im Nachhinein zwar är-
gern, der Schaden hielt sich dennoch in Grenzen. Bei Handys und im Internet gibt es heute aber Angebote,
die zunächst gar nicht erkennen lassen, zu welchen finanziellen Konsequenzen sie führen. Unwissend und
vielleicht auch ein bisschen leichtsinnig wird das vermeintlich Kostenlose oder Billige heruntergeladen und
plötzlich werden die jungen Leute mit Rechnungen konfrontiert, die leicht Summen über 1000 Euro aufwei-
sen. Für Eltern ist gerade auf dem Gebiet der modernen Techniken wie eben Handy und Internet eine Kon-
trolle der Aktionen ihrer Sprösslinge schwierig, da sich die Jungen hier meist viel besser auskennen.
Redakteur: Sie glauben, ein frühzeitig gezahltes Taschengeld ist also ein Mittel, solchen Problemen vorzubeugen?
Reus: Ich denke, ab einem Alter von fünf Jahren sollte es ein Taschengeld geben. Das heißt nun nicht, dass man so
jeden Unsinn verhindern kann. Jugendliche werden sich immer mal einen Patzer oder Missgriff leisten. Erfah-
rungen zeigen jedoch, dass sich diejenigen, die früh gelernt haben, mit eigenem Geld umzugehen, mit Geld,
über das sie frei verfügen können, viel seltener auf finanziell riskante Angebote einlassen. Sie passen einfach
besser auf.
– Ende des 1. Abschnitts –
Aufgaben 9–12
Redakteur: Wie viel Taschengeld sollte denn ein 6-Jähriger oder ein 11-Jähriger Ihrer Meinung nach bekommen?
Reus: Stellen wir diese Frage bitte zurück. Meiner Ansicht nach gilt es vorher noch andere wichtige Punkte zu be-
achten. Da ist zunächst die Frage, ob monatlich oder wöchentlich bezahlt wird. Bis zum neunten Lebensjahr
halte ich eine wöchentliche Zahlung für besser, da jüngere Kinder einen längeren Zeitraum noch nicht richtig
abschätzen können. Aber ab dem zehnten Jahr sind Kinder normalerweise in der Lage, ihre Finanzen selbst
zu verwalten; dann ist eine monatliche Zahlung angebracht. Des Weiteren sollten Eltern eine gute Zahlungs-
moral fördern, indem sie das Geld pünktlich zu einem vereinbarten Termin zahlen – auch dann, wenn das
Kind den Termin vergisst. Pünktliche Zahlung gibt dem Kind darüber hinaus die Möglichkeit, seine Ausgaben
einzuteilen, zu überlegen, wann es wieviel ausgibt.
Redakteur: Sollten Eltern mit dem Kind über die Verwendung des Taschengeldes sprechen?
Reus: Sprechen ja, aber nicht reinreden. Also nicht meckern, wenn das fünfte Poster von Tokio Hotel gekauft wurde.
Eltern sollten zu Ratschlägen bereit sein – wenn sie gefragt werden. Sonst nicht! Eltern sollten dem Nach-
wuchs zeigen, dass man ihm zutraut, die eigenen Finanzen überlegt und klug zu organisieren. Sinnvoll ist es
allerdings, darauf aufmerksam zu machen, dass Sparen nützlich sein kann. Ob das Kind dann spart oder
nicht, entscheidet es jedoch allein. Es darf mit seinem Taschengeld kaufen und machen, was es will – natür-
lich keine gefährlichen oder ungesunden Dinge. Der Spargedanke ist wichtig für das weitere Leben. Wir alle
wissen, dass angesichts der immer älter werdenden Bevölkerung und der damit zusammenhängenden unge-
wissen Renten Geld fürs Alter zurückgelegt werden muss. Mit dem Sparen von Teilen des Taschengelds wird
diese notwendige Vorsorge eingeübt. Zu diesem Zweck könnte man dem Kind einen höheren Betrag geben
und vereinbaren, dass eine festgelegte Summe gespart wird.
– Ende des 1. Abschnitts –
Aufgaben 13–15
Redakteur: Und was ist, wenn sich ein Kind Geld von den Eltern leihen will, um sich einen großen Wunsch zu erfüllen?
Reus: Nun, zum Erlernen eines vernünftigen Umgangs mit Geld gehört auch zu lernen, mit Schulden zu leben. Vor
allem zu lernen, Schulden pünktlich und gewissenhaft zurückzuzahlen. Wenn zum Erwerb der heiß ersehn-
ten Spielkonsole 100 Euro fehlen, kann ein Vorschuss seitens der Eltern in Ordnung gehen. Das sollte aber
die Ausnahme bleiben. Und: Es muss ganz klar sein und auch praktiziert werden, dass dieser Kredit zurückge-
zahlt wird, und zwar in genau definierten Raten.
Redakteur: Frau Reus, können wir nun doch zur Höhe des Taschengeldes kommen?
Reus: Einverstanden. Da gibt es gewisse Anhaltspunkte. Jugendämter empfehlen bei 6- bis 7-Jährigen rund 2 Euro in
der Woche, bei 12-Jährigen um die 16 Euro monatlich, bei 18-Jährigen etwa 62 Euro. Was die Jugendämter
vorschlagen, sind lediglich Richtwerte. Das Elterneinkommen spielt eine Rolle und, was ich für ganz, ganz
wichtig halte: der Freundeskreis. Eltern sollten wissen, was die Freunde der Kinder bekommen. Sie sollten oh-
ne Scheu bei deren Eltern nachfragen. Liegt das Taschengeld eines Kindes nämlich unter dem Durchschnitt,
kann es zum Außenseiter gestempelt werden. Umgekehrt muss man fürchten, kleine Angeber heranzuziehen.
Redakteur: Da sich unsere Sendezeit dem Ende nähert, noch eine Frage zum Schluss: Was halten Sie von der Kürzung des
Taschengelds bei schlechten Schulleistungen?
Reus: Oder mehr Geld bei guten Noten? Ich bin gegen beides, denn Schule und Taschengeld sind zwei ganz ver-
schiedene Bereiche. In der Schule geht es um theoretisches Wissen. Es geht dort auch um die Vorbereitung
auf das spätere Leben, aber anders. Um es zusammenzufassen: Taschengeld wird gegeben, damit Kinder ler-
nen, praktisch mit Geld umzugehen. Das üben sie mit ihren 10 oder 50 Euro. Und um das üben zu können,
muss das Taschengeld eine verlässliche, kalkulierbare Größe sein. Sie darf nicht schwanken, denn wie sollen
Kinder dann planen? Nein, schulische Leistungen müssen auf einer anderen Ebene diskutiert werden.
Redakteur: Frau Reus, ich danke Ihnen herzlich, dass Sie heute bei uns im Studio waren.
Visuelle Abschreckungsmethoden könnten effektiv sein, weil sie unmittelbare und greifbare Konsequenzen des Rauchens aufzeigen. Zum Beispiel beinhalten solche Methoden Live-Übertragungen von Lungenspiegelungen und Farbfotos von geschädigten Organen, was einen stärkeren Eindruck hinterlassen kann als abstrakte, langfristige Risiken . Auch der direkte Kontakt mit Patienten, die an den Folgen des Rauchens leiden, macht die gesundheitlichen Konsequenzen greifbarer und abschreckender .
Die Höhe des Taschengeldes spielt eine große Rolle für die soziale Integration von Kindern, da Kinder, deren Taschengeld unter dem Durchschnitt liegt, als Außenseiter wahrgenommen werden können . Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass Kinder mit überdurchschnittlich viel Taschengeld als Angeber wahrgenommen werden. Daher ist es wichtig, die Taschengeldbeträge an dem zu orientieren, was in der sozialen Umgebung der Kinder üblich ist .
Ein Hauptargument gegen Zigarettenautomaten ist, dass deren allgegenwärtige Präsenz den Zugang zu Zigaretten deutlich erleichtert und Konsum speziell bei Jugendlichen anregt . Die Abschaffung der Automaten würde den Zugang erheblich erschweren und möglicherweise den Konsum verringern. Das würde zusätzlich die Vielfältigkeit an Orten reduzieren, an denen spontan Zigaretten gekauft werden könnten, was zu einem weiteren Rückgang des sozialen und kulturellen Drucks auf das Rauchen führen könnte .
Der Einfluss weiblicher Führungskräfte auf die Unternehmensperformance ist positiv, da Studien zeigen, dass gemischte Führungsteams bessere Erträge erzielen. Weibliche Führungskräfte neigen dazu, Hierarchien abzubauen und ihren Status weniger stark zu betonen, was zu einem kooperativeren und effektiveren Arbeitsumfeld führt . Diese sozialeren Führungsstile und die von Frauen eingebrachten 'weichen Faktoren' wie Kommunikationsfähigkeit tragen wesentlich zum Erfolg von Unternehmen bei .
Es ist wichtig, dass Eltern die Nutzung des Taschengeldes nicht überwachen, damit Kinder die Gelegenheit haben, eigenverantwortlich den Umgang mit Geld zu lernen und Fehler zu machen, aus denen sie für die Zukunft lernen können . Beratend zur Seite zu stehen, fördert das Vertrauen der Kinder in ihre eigene Urteilsfähigkeit und vermittelt ihnen, dass man ihnen zutraut, klug mit ihren Ressourcen umzugehen .
Soziale Dynamiken und Peer-Groups spielen eine entscheidende Rolle, da der soziale Druck gerade bei Jugendlichen ein starker Faktor ist, der sie zum Rauchen bewegt . Wenn cooles Verhalten stark mit Rauchen assoziiert wird, tendieren junge Menschen eher dazu, diesem Gruppenzwang nachzugeben . Ein anschaulicher Präventionsansatz besteht darin, den sozialen Druck positiv zu nutzen, indem Vorbilder präsentiert werden, die zeigen, dass man cool sein kann, ohne zu rauchen .
Der Zusammenhang besteht darin, dass visuelle Unterrichtsmethoden eine unmittelbare und emotionale Erinnerung an die schädlichen Auswirkungen des Rauchens schaffen können. Langfristig gesehen, tragen solche Methoden wie das Live-Übertragen von Lungenspiegelungen und das Zeigen von Farbbildern von Teerlungen dazu bei, eine stärkere emotionale Verbindung zu den Risiken des Rauchens zu entwickeln und somit den Wunsch zu rauchen zu vermindern . Diese direkte visuelle Konfrontation könnte Jugendlichen eine bessere Einsicht in die Konsequenzen ihres Handelns schenken als abstrakte Belehrungen .
Argumente gegen die Kürzung des Taschengelds bei schlechten schulischen Leistungen sind, dass Taschengeld für den praxisnahen Umgang mit Geld vorgesehen ist und nicht mit der schulischen Leistung verknüpft werden sollte . Eine solche Praxis würde die Möglichkeit einschränken, ausgerechnet in einer schwierigen Phase des Lernens verantwortungsbewusst mit Geld umgehen zu üben. Taschengeld sollte eine konstante und zuverlässige Lernressource sein, die nicht als Druckmittel missbraucht werden sollte .
Schlüsselqualifikationen von Frauen, wie Kommunikationsfähigkeit und Organisationstalent, werden in der beruflichen Praxis als äußerst wertvoll wahrgenommen, insbesondere angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland . Diese Qualifikationen bieten den Unternehmen die nötige Flexibilität und soziale Kompetenz, die im internationalen Wettbewerb wichtig sind . Unternehmen erkennen zunehmend den Vorteil von qualifizierten Frauen, um den Bedarf an Spezialisten zu decken, ohne auf oft komplizierte Rekrutierungsprozesse aus dem Ausland zurückgreifen zu müssen .
Rauchen wird als kein Ausdruck von Freiheit betrachtet, da 70 % der Raucher gerne aufhören würden, es aber nicht schaffen . Der Einfluss der Tabakindustrie, die den Nikotingehalt manipuliert hat, um die Suchtwirkung zu erhöhen, zeigt, dass Raucher nicht so frei in ihrer Entscheidung sind, wie sie vielleicht glauben . Dadurch wird Rauchen eher zu einer gesundheitlichen und gesellschaftlichen Falle statt einem freien Entschluss. Zudem unterstützt der Staat paradoxerweise Anti-Tabak-Kampagnen, die teilweise von der Tabakindustrie finanziert werden .