VERSICHERUNGEN
Risiken und wie man sich davor schützen kann:
Externe Risiken:
1. Umweltrisiken: Naturgewalten wie Erdbeben, Hochwasser,
Feuer, Epidemien, Pandemien
2. Politische Risiken: Änderungen der Parteienlandschaften,
Zwischenstaatliche Konflikte
3. Rechtliche Risiken: Neue Gesetze, Änderungen der
Rechtsauffassungen
4. Gesellschaftliche Risiken: Änderung des Konsums,- und
Freizeitverhaltens, Änderung der Arbeitszeiten
5. Wirtschaftliche Risiken: Entwicklung von Rohstoff und
Energiepreise, Änderung der Zinssätze, neue Mitbewerber,
neue Produkte
6. Technologische Risiken: Technologischer Wandel, Mangelnde IT-
Sicherheit (Hacking-Attacken)
Interne Risiken:
1. Führungsbezogene Risiken: Mangelhafte
Mitarbeiterqualifikation, Schlechte Aufbau,- und
Ablauforganisation
2. Risken der Leistungserstellung: Verderb von Materialen,
Produktionsausfall durch Streik
3. Finanzwirtschaftliche Risiken: Überschuldung, Zahlungsausfälle
von Kunden
Risikopolitische Maßnahmen:
1. Risikovermeidung: geeignete Vorbeugemaßnahmen z.B durch
Alarmanlagen, Brandschutzanlagen, Vorsorgeuntersuchungen,
um Krankheiten zu vermeiden
2. Risikoverminderung: Ziel ist, Folgen einer Gefahr für Betroffene
zu vermindern z.B Durch Aufnahme mehrerer vollhaftender
Gesellschafter wird das unternehmerische Risiko aufgeteilt.
3. Risikoabwälzung: Das eigene Risiko wird auf den
Vertragspartner übertragen z.B Durch den Abschluss einer
Versicherung wird je nach Versicherungsart das Risiko auf den
Versicherungsunternehmen abgewälzt
4. Selbsttragung des Risikos: Privatpersonen und Unternehmen
können Schadenseintritts finanziell vorsorgen um Folgen des
Risikos selbst tragen zu können z.B Bildung von Rücklagen,
Rückstellungen
Voraussetzungen für die Risikoübernahme:
Es müssen möglichst viele von der gleichen Gefahr bedroht
werden (Gefahrengemeinschaft)
Der Eintritt des Schadens muss ungewiss sein
Die Zahl der eintretenden Unglücksfälle muss berechenbar
sein, Prognoseverfahren
Schätzbarkeit der finanziellen Auswirkungen.
Arten der Versicherungen:
Man unterscheidet: Gesetzliche Sozialversicherungsanstalten vs.
Private Versicherungsunternehmen
Sozialversicherungsan. Private
Versicherungsun.
Grundsatz Gesetzlicher Frei vereinbarte
Versicherungszwang Verträge
Grundprinzip Begrenzte Risikoübernahme Risikoübernahme für
für Krankheit, Arbeitsunfall, alle versicherbaren
Alter, Arbeitslosigkeit Gefahren
Beitragshöhe Nach dem Einkommen Nach dem Risiko
Leistungen Gesetzlich festgelegte Vertraglich festgelegte
Leistung Leistung
Versicherungsne Unselbstständig und Jede vertragsfähige
hmer selbstständige natürliche und
Erwerbstätige juristische Person
(Unternehmer)
Allgemeines: Gesetzliche Sozialversicherungsanstalten:
Die gesetzliche Sozialversicherung ist vom Gesetz zwingend
vorgeschrieben. Sie ist eine Pflichtversicherung. Sie übernimmt
Pflichtversicherten Risiken in folgende Sparten:
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung,
Pensionsversicherung
Arbeitslosenversicherung: Hilft, wenn jemand seinen Job verliert, sie
zahlt Geld damit die Person zeit hat einen Job zu finden.
Unfallversicherung: Hilft, wenn jemand einen Unfall bei der Arbeit
oder auf dem Weg zur Arbeit hat, übernimmt Kosten für Ärzte,
Behandlungen, bezahlt Geld, wenn Person länger krank ist
Krankenversicherung: Zahlt, wenn jemand krank wird und zum Arzt
muss, übernimmt Kosten für Untersuchungen, Medikamente und
Behandlungen
Allgemeines: Private Versicherungsunternehmen:
Private Versicherungsunternehmen übernehmen Risiken, die
Einzelne oder ein Unternehmen in ihrer Existenz bedrohen. Nach
Abschluss eines Versicherungsvertrages übernehmen sie gegen
Prämienzahlung die versicherbaren Risiken.
Arten von privaten Versicherungsleistungen:
Man unterscheidet Personenversicherung vs.
Vermögensversicherung
1. Personenversicherung: Das Risiko betrifft die Personen
-Lebensversicherung, -Private Krankenversicherung, -Private
Unfallversicherung
2. Vermögensversicherung: Das Risiko betrifft das Vermögen
-unvorhergesehene Aufwendungen, -Versicherung von
Sachgütern, -Versicherung von immateriellen Gütern, -
Versicherung von Ertragsentgang
Erklärung:
Lebensversicherung: finanzielle Vorsorge für die eigene
Pension, Absicherung bei schwerer Krankheit
Private Krankenversicherung: Unterbringung in einem
Sonderklasse-Zimmer, Zahlung eines Kranken,- Taggeldes
Private Unfallsversicherung: Erbringt auch Leistungen nach
Sport und Freizeitaktivitäten. Gezahlt werden im Todesfall ein
Geldbetrag, Bergungskosten, bei Unfällen im Ausland
Versicherung von vorgesehenen Aufwendungen: Sichert
einen ab, wenn unerwartet Kosten entstehen, die nicht geplant
waren. Private Haftpflichtversicherung,
Rechtsschutzversicherung, Kfz-Haftpflichtversicherung
Versicherung von Sachgütern: Deckt Schäden oder Verluste
an Dingen wie zum Beispiel Auto (Kfz-Versicherung) oder Haus
(Hausratsversicherung)
Versicherung von Maschinen etc. , Zahlungen an Schäden die
an materiellen Gütern entstanden sind zb durch Feuer,
Einbruchsdiebstahl, Hagel…
Versicherung von immateriellen Gütern:
Warenkreditversicherung, Exportkreditversicherung (Sichert
Dinge ab, die man nicht anfassen kann, zb Rechte, Ideen
Versicherung von Ertragsentgang: Hilft Firmen, wenn sie
wegen eines Schadens zb wegen Brand oder Maschinen-Ausfall
kein Geld verdienen können.
Abwicklung von Versicherungsgeschäften:
Versicherer: Versicherungsgesellschaft
Versicherungsnehmer: Schließt den Versicherungsvertrag
mit dem Versicherer ab und schuldet die Prämie.
Versicherter: Versicherte Person: bekommt die
Versicherungsleistung, muss nicht der Versicherungsnehmer
sein
Versicherungsprämie: Beitrag des Versicherungsnehmers,
damit Versicherungsschutz besteht (= Kosten für den
Versicherungsschutz)
Versicherungspolizze: Versicherungsvertrag
Versicherungssumme, Voll-, Über-, Unterversicherung
Versicherungssumme soll nur so hoch sein, dass sich der
Versicherungsnehmer die Prämienzahlung finanziell leisten kann.
Andererseits soll die Versicherungssumme dem tatsächlichen Wert
der versicherten Sache entsprechen.
1. Vollversicherung: Entspricht dem tatsächlichen Wert
2. Überversicherung: Die Versicherung ist höher als der
tatsächliche Wert
3. Unterversicherung: Die Versicherungssumme ist geringer als
der tatsächliche Wert
Zeitwert: Ist der Wert des versicherten Gegenstandes am Tag
des Schadensfalles: Alter, Gebrauchszustand, Abnützung. (Ist
der aktuelle Wert einer Sache, Dinge werden durch Gebrauch
oder Alter weniger wert wie ein neues. Versicherung zahlt dann
nur den Zeitwert.
Neuwert: Wiederbeschaffungswert eines gleichartigen Gutes,
und zwar im Neuzustand. (Wert, denn man zahlen müsste, um
die Sache neu zu kaufen. Wenn Fahrrad kaputt ist zahlt die
Versicherung so viel, dass man ein neues gleichwertiges
Fahrrad kaufen kann.)
Selbstbehalt: Im Versicherungsvertrag wird vereinbart, dass der
Versicherter im Schadensfall einen bestimmten Betrag oder Teil
der Summe selbst bezahlen muss.
Diese Begriffe bestimmen, wie viel du von der Versicherung
bekommst oder selbst zahlen musst.
Abwicklung einer Versicherung:
Besonderheiten der Kfz-Versicherung
Alle Fahrer bzw. zum Verkehr zugelassenen Kfz unterliegen der
gesetzlichen Kfz-Haftpflichtversicherung. Übernimmt Schäden, die
der Versicherter verursacht, und zwar an:
Andere Personen
Anderen Fahrzeugen
Andere Sachen (Gebäude, Straßenschilder)
Prämienhöhe:
Prämie für die Kfz-Haftpflichtversicherung richtet sich bei Pkw und
Kombis nach der Motorleistung, bei einspurigen Fahrzeugen nach
dem Hubraum bzw. Zahl der Sitze, bei Lkw nach der Nutzlast und bei
Omnibussen nach der Anzahl der Sitz- und Stehplätze.
CONTROLLING
Controller bzw. die Controllingabteilung gestalten und begleiten den
Managementprozess der Zielfindung, Planung und Steuerung und
tragen damit die Mitverantwortung für die Erreichung
unternehmerischer Ziele.
Controller sorgt dafür, dass dem Management Informationen zur
Entscheidungsfindung, zur Durchführungsüberwachung und zur
Gegensteuerung bei Abweichung zur Verfügung steht.
Ziele des Controllings:
Oberste Ziel der Unternehmensführung ist es, die Existenz des
Unternehmens auf Dauer zu halten. Durch normatives, strategisches,
operatives Management soll dies erreicht werden.
Langfristige
Ziele:
Sicherung der Zukunft (Existenz) des Unternehmens durch Schaffung
von Erfolgspotenzialen
Durch Erhaltung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gesichert
werden. Wichtig Erfolgspotenziale aufzubauen bzw. zu erhalten und
auszweiten.
Mittelfristige Ziele
Erzielung von Erfolg (Gewinn, Rentabilität)
Dieser Erfolg wird gemessen mit dem Gewinn und der Rentabilität
des eingesetzten Kapitals.
Kurzfristige Ziele
Sicherung der Liquidität (= Zahlungsfähigkeit muss immer gegeben sein)
Funktionen des Controllings:
1. Koordinationsfunktion: Controlling hat die Aufgabe, die Planung,
Steuerung und Durchführung sowie die Kontrolle der Prozesse mit
geeigneten Instrumenten zu koordinieren, aufeinander
abzustimmen. (sorgt das alle Abteilungen im Unternehmen
zusammenarbeiten und ihre Ziele aufeinander abgestimmt sind.)
2. Informationsfunktion: Informationen sind sie Grundlage des
Führungssystems. Controlling hat die Aufgabe, den
Informationsbedarf zu ermitteln, Informationen zu beschaffen,
aufzubereiten und an die richtige Informationsempfänger
weiterzuleiten. (Sammelt und analysiert wichtige Zahlen und Daten,
damit Führungskräfte wissen, wie es dem Unternehmen geht und wo
Handlungsbedarf besteht.
3. Sparringfunktion: Dient der Controller als Gesprächspartner für
Manager. Es findet ein aktiver Meinungs- und Informationsaustausch
zw. Controller und Manager statt. (Es gibt ehrliches Feedback, stellt
kritische Fragen und hilft Entscheidungen zu verbessern)
4. Innovationsfunktion: Es ist notwendig, dass Unternehmen sich
laufend anpassen und erneuern. Das erfordert innovative,
strategische Entscheidungsprozesse des Managements. (Controlling
schaut nach neuen Ideen und Trends, die das Unternehmen
verbessern können. Es hilft Innovationen messbar und steuerbar zu
machen.)
Controlling in der Aufbauorganisation des Unternehmens
Controlling als Stabstelle:
Als Stabstelle berät und informiert der Controller die Unternehmensleitung,
er hat aber keine Weisungsbefugnisse gegenüber den anderen Bereichen.
(Controlling als Stabstelle ist ein Berater und Helfer der Führungsebene,
ohne selbst Weisungen zu geben.
Vorteil: Controller kann unabhängig bleiben.
Nachteil: Nur Beratungs- und Informationsfunktion, keine
Weisungsbefugnis
Für den Controller kann es schwierig sein, sich durchzustetzen
Controlling als Stabstelle/Linienstelle
Controlling als Linienstelle:
Als Linienstelle ist das Controlling meistens unter dem Bereich Finanzen in
der zweiten Ebene eingeordnet. Hier erhält das Controlling häufig
Entscheidungs-, Anordnungs-, Mitsprache-, Veto-, und
Vertretungskompetenzen. Dadurch erhält der Controller die Befugnis,
Mitarbeiter anderer Bereiche Anweisungen zu geben. So ist der Controller
nicht nur mehr Berater, sondern auch entscheidender. (Als Linienstelle hat
das Controlling mehr Macht und ist direkt in die Abläufe des Unternehmens
eingebunden)
Vorteil: Weisungsbefugnis, Operative Einbindung (steuert Prozesse,
übernimmt Verantwortung)
Nachteil: Weniger Unabhängigkeit (Entscheidungen können durch
Eigeninteresse oder Konflikte mit anderen beeinflusst werden),
Belastung durch operative Aufgaben
Kurz gesagt: Stabstellen sind neutral aber weniger durchsetzungsstark
Linienstellen sind mächtiger aber weniger flexibel und oft
konfliktreicher
Strategisches und Operatives Controlling:
1) Strategisches Controlling: umfasst langfristige Planung, um
nachhaltige Wettbewerbsvorteile aufzubauen und so die Existenz des
Unternehmens zu sichern.
Strategisch bedeutet, die richtigen Dinge zu tun. (Vision, Ziel, Blick in die
Zukunft, Langfristig) (Beobachten von Trends, Entwickeln von Strategien…)
2) Operatives Controlling: umfasst die kurz- und mittelfristige Planung. Es
sorgt für zielgerichtete Umsetzung der Strategien. Der
Unternehmenserfolg und die Liquidität sollen dabei gesichert werden.
(Überwachung von Kosten, Einnahmen, sicherstellen das die täglichen
Ziele erreicht werden, erkennen von Problemen..) (Blick auf den Alltag,
Kurzfristig)
Portfolioanalyse:
Portfolioanalyse ist eines der am häufigsten eingesetzte strategische
Instrumente. Speziell wenn Unternehmen in verschiedenen Märkten
agieren.
Die Zielsetzung der Portfolioanalyse ist:
Eine ausgewogene Struktur der Geschäftseinheiten zu erreichen
Einen Ausgleich zwischen Risikoarmen und Risikoreichen
strategischen Geschäftseinheiten zu schaffen
Die finanziellen Ressourcen dort einzusetzen, wo die größten
Erfolgsaussichten bestehen.