Der Versicherungsschutz Der Paylife Gold Karten: Mit Sicherheit Mehr Vorteile
Der Versicherungsschutz Der Paylife Gold Karten: Mit Sicherheit Mehr Vorteile
Inhaltsverzeichnis
VERSICHERUNG
PayLife 3-fach Reiseschutz inkl. Reisestornoversicherung .................................................................... 3
Einkaufsschutz ......................................................................................................................................... 7
Schlüssel-SOS ........................................................................................................................................... 8
VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN
für die PayLife GoldPlus Karten .................................................................................................................9
Versicherung
Egal, ob Kurzurlaub oder Weltreise, als Besitzer einer PayLife GoldPlus Karte können Sie jederzeit völlig
beruhigt verreisen. Ihre GoldPlus Karte bietet Ihnen optimalen Reiseversicherungsschutz, wo immer Sie auch
sind. Dabei können Sie Ihren Schutz durch Verwenden der GoldPlus Karte noch zusätzlich erhöhen und sogar
auf Ihre Familienmitglieder ausweiten. Detaillierte Informationen über den Umfang Ihres Reiseversicherungs-
schutzes finden Sie auf den folgenden Seiten.
Leistungsverzeichnis
3-facher Reiseschutz der PayLife GoldPlus inkl.
Reisestornoversicherung
Versicherte Personen
Voraussetzung für den
Leistungen Inhaber Familienangehörige
Versicherungsschutz
mitreisend getrennt reisend
Verwendung B Auslandsreisekrankenversicherung
Ambulante und stationäre Behandlung – –
in den letzten 3 Monaten bis EUR 500.000,–
für den Inhaber
Suche und Bergung
Such- und Bergungskosten bis EUR 35.000,– –
Hilfeleistungen in Notsituationen –
im Ausland
Außerplanmäßige Rückreisekosten bei Erkran- –
bis 100 %
kung der versicherten Person oder Angehöriger
Flugverspätungs-Mehrkosten bis EUR 110,– –
Abschleppkosten bis EUR 220,–
Reisegepäckversicherung
Beschädigung, Diebstahl oder –
bis EUR 2.000,–
Abhandenkommen
Verspätete Gepäcksausfolgung bis EUR 220,– –
Skibruch bis EUR 220,– –
Reiseunfallversicherung
Todesfall € 15.000,–
Dauernde Invalidität ab 50 % € 75.000,–
Reiseprivathaftpflichtversicherung
Sach- und Personenschäden pauschal bis € 750.000,–
Reisestornoversicherung
Für Privatreisen bis EUR 1.500,– (20 % Selbstbehalt) –
bei (An-)Zahlung der Reise
bis EUR 3.000,– –
Die angeführten Leistungen und Bedingungen gelten für jede von BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft
und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft ausgegebene (kurz: Bank) als »Issuer« ausgegebene neu ausge-
stellte und bereits bestehende PayLife GoldPlus Karte, in der Folge »Kreditkarte« genannt. Weitere Begriffsbe-
stimmungen finden Sie im Artikel 1 der Versicherungsbedingungen.
Versicherte Personen
Versicherte Personen sind:
• für die im Leistungsverzeichnis unter A angeführten Leistungen: Inhaber der Kreditkarte;
• für die unter B angeführte Auslandsreisekrankenversicherung: Inhaber der Kreditkarte;
für alle weiteren unter B angeführten Leistungen: Inhaber der Kreditkarte und mitreisende
Familienangehörige;
• für die unter C angeführten Leistungen: Inhaber der Kreditkarte und Familienangehörige (mitreisend
oder getrennt reisend).
Zeitlicher Geltungsbereich
Sofern nicht anders vereinbart, gilt der Versicherungsschutz für die ersten 90 Tage jeder Reise.
Der Versicherungsschutz endet spätestens mit dem Tag, an dem
• der Inhaber die Berechtigung zur Verwendung der Kreditkarte verliert;
• der Kreditkartenvertrag des Inhabers endet;
• die Gültigkeit der Kreditkarte abläuft (24 Uhr Ortszeit);
• der Inhaber vom Versicherungsschutz ausgeschlossen wurde.
Generell kein Versicherungsschutz besteht in Nordkorea, Afghanistan, Myanmar, Syrien, Venezuela, Russland,
Belarus, der Krim, Luhansk, Donezk und dem Iran.
Als Ausland gelten alle sonstigen Länder, mit Ausnahme von Österreich sowie jene Länder, in denen ein
Wohnsitz oder eine gesetzliche Krankenversicherung besteht.
Nicht versichert sind Reisen zwischen Wohnort, Zweitwohnort und Ort der regulären Arbeitsstätte.
Der Versicherungsschutz gilt keinesfalls für Schadenereignisse am Wohnort. Im Zweifel gilt ab einer
beabsichtigten Aufenthaltsdauer von länger als 90 Tagen der neue Aufenthaltsort als Wohnort.
Voraussetzung für sämtliche Leistungen ist der Hauptwohnsitz des Karteninhabers in Österreich.
• für die unter C angeführte Leistung „Suche und Bergung“ gilt der Versicherungsschutz auch auf Reisen
im Inland: ab Verlassen des Wohnortes, Zweitwohnortes oder Ortes der regulären Arbeitsstätte bis zur
Rückkehr dorthin, wenn das Ziel außerhalb eines Bereiches von 20 km ab Ortsgrenze dieser Orte liegt.
Reisen innerhalb eines Bereiches von 20 km ab Ortsgrenze sind nicht versichert. Die Reiseunfall-
versicherung gilt ausschließlich im Ausland.
- Voraussetzung: „Bezahlung der Reise“ ist die Zahlung von zumindest 75% der Reise der versicherten
Person mit der Kreditkarte vor Antritt der Reise. Der Bezahlung mit der eigenen Kreditkarte ist
gleichgesetzt, wenn eine andere Person mit ihrer Kreditkarte in Vertretung eines Inhabers die Zahlung
vornimmt.
Versicherungssummen
Die im Leistungsverzeichnis angeführten Versicherungssummen begrenzen die Höchstleistung des
Versicherers für alle Versicherungsfälle innerhalb eines Kalenderjahres (siehe jedoch Kumulschadengrenze)
und gelten
• für die unter A angeführten Leistungen: pro Inhaber;
• für die unter B angeführte Auslandsreisekrankenversicherung: pro Inhaber;
für alle weiteren unter B angeführten Leistungen: für alle versicherten Personen gemeinsam;
• für die unter C angeführten Leistungen: pro versicherter Person.
Auch wenn ein Anspruch aus Besitz von oder Mitversicherung aus mehreren Kreditkarten mit 3-fach
Reiseschutz abgeleitet werden könnte, vervielfachen sich die angegebenen Versicherungssummen nicht.
Alle Versicherungsleistungen, mit Aunahme jener für Todesfall und dauernde Invalidität aus der Reiseun-
fallversicherung, sind subsidiär. Subsidiär bedeutet, dass im Versicherungsfall die Leistungsverpflichtungen
anderer Privat- oder Sozialversicherungen vorgehen.
Die versicherten Personen können ihre Rechte aus dieser Versicherung gegen die Europäische Reisever
sicherung AG (in der Folge Europäische genannt) mit Ausnahme einer Leistung aus der Reiseunfallver
sicherung selbständig, ohne Zustimmung von der Bank, geltend machen. Aus der Reiseunfallversicherung
werden Leistungen aus dem Titel der dauernden Invalidität an den Versicherten ausbezahlt. Bezugsberechtigt
hinsichtlich der Todesfallleistungen sind die Erben des Versicherten nach Maßgabe des Ergebnisses der Ver
lassenschaftsabhandlung. Für offene Forderungen aus der Kartenverwendung hat die Bank über den aus
haftenden Betrag ein Zurückbehaltungsrecht.
StornoCheck
Wenn Sie jetzt nicht sicher sind, ob Sie zum Reiseantritt wieder gesund sein
werden …
… zögern Sie nicht und nutzen Sie bitte den StornoCheck der Europäischen.
Sie besprechen Ihre Bedenken mit einem erfahrenen Reisemediziner der
Europäischen, er berät Sie kostenlos telefonisch und empfiehlt, ob von der Reise
abzuraten ist und eine Stornierung jetzt Sinn macht. Besteht jedoch Aussicht auf
Genesung können Sie beruhigt den Beginn der Reise abwarten, denn das Risiko
eventuell höherer Stornokosten trägt nach erfolgter Beratung die Europäische.
So funktioniert der StornoCheck:
Sie lassen die Reise gebucht und schicken eine E-Mail mit Namen, Telefon-
nummer, Polizzennummer, Reisedaten, den derzeit anfallenden Stornokosten
und – falls vorliegend – einem ärztlichen Attest an stornocheck@europaeische.
at. Innerhalb von 2 Werktagen erhalten Sie die Empfehlung des Reisemediziners:
Storno oder Abwarten.
Das Stornorisiko wird nur abgesichert, wenn die Voraussetzungen für eine Deckung gemäß den geltenden
Versicherungsbedingungen erfüllt sind und keine Ausschlussgründe (diese werden im Zuge des StornoChecks
nicht geprüft) bestehen.
Bei Fragen melden Sie sich bitte telefonisch unter +43 (0)1 317 25 00.
Bezahlung Einkaufsschutz
Neuwertersatz bei Beschädigung durch nachgewiesene Fremdeinwirkung, bis EUR 1.000,–
der erworbenen
Gegenstände zu 100% Beschädigung bei Verkehrsunfall sowie Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Raub (Selbstbehalt: EUR 30,–)
von Gegenständen weltweit für 45 Tage ab Übernahme durch den Inhaber
Versicherer: Europäische Reiseversicherung AG, Sitz in Wien, Kratochwjlestraße 4, A-1220 Wien, Tel. +43/1/317 25 00,
E-Mail: info@[Link]. 24-Stunden-Notrufnummer +43/1/50 444 00. Aufsichtsbehörde: FMA Finanzmarktaufsicht,
Bereich: Versicherungsaufsicht, Otto-Wagner-Platz 5, A-1090 Wien
Es gelten die EUROPÄISCHEN Versicherungsbedingungen für den PayLife Einkaufsschutz 2022 (ERV-VB PayLife EKS 2022)
Besitz Schlüssel-SOS
Aufsperrkosten bei Abhandenkommen des Schlüssels oder bei irrtümlichem bis EUR 1.000,–
Aussperren
Versicherer: Europäische Reiseversicherung AG, Sitz in Wien, Kratochwjlestraße 4, A-1220 Wien, Tel. +43/1/317 25 00,
E-Mail: info@[Link]. 24-Stunden-Notrufnummer +43/1/50 444 00. Aufsichtsbehörde: FMA Finanzmarktaufsicht,
Bereich: Versicherungsaufsicht, Otto-Wagner-Platz 5, A-1090 Wien
Es gelten die EUROPÄISCHEN Versicherungsbedingungen für die PayLife Schlüssel-SOS 2022 (ERV-VB PayLife SSOS 2022)
Inhaltsverzeichnis
Allgemeiner Teil
Gemeinsame Bestimmungen
Art. 1: Begriffsbestimmungen
Art. 2: Versicherte Personen
Art. 3: Zeitlicher Geltungsbereich
Art. 4: Örtlicher Geltungsbereich
Art. 5: Voraussetzungen für den Versicherungsschutz
Art. 6: Ausschlüsse
Art. 7: Obliegenheiten
Art. 8: Versicherungssummen
Art. 9: Subsidiarität
Besonderer Teil
II: Reisegepäckversicherung
Art. 15: Versicherungsfall
Art. 16: Versicherte und nicht versicherte Gegenstände sowie Voraussetzungen für den Versicherungs-
schutz
Art. 17: Hilfe und Kostenersatz bei Verlust von Reisedokumenten
Art. 18: Verspätete Gepäcksausfolgung
Art. 19: Skibruch
Art. 20: Versicherungsschutz in unbeaufsichtigt abgestellten Kraftfahrzeugen (-Anhängern)
Art. 21: Versicherungsschutz beim Zelten oder Campieren
Art. 22: Ausschlüsse
Art. 23: Höhe der Entschädigungsleistung
V: Unfall
Art. 29: Versicherungsfall und Versicherungsschutz
Art. 30: Dauernde Invalidität
Art. 31: Todesfall
Art. 32: Ausschlüsse
Art. 33: Begrenzung des Versicherungsschutzes (Kumulschadengrenze)
Art. 34: Obliegenheiten
Art. 35: Anerkennung der Versicherungsleistung
VI: Reiseprivathaftpflicht
Art. 36: Versicherungsfall und Versicherungsschutz
Art. 37: Leistungsumfang
Art. 38: Ausschlüsse
Art. 39: Obliegenheiten
Art. 40: Bevollmächtigung des Versicherers
Allgemeiner Teil
Gemeinsame Bestimmungen
Artikel 1
Begriffsbestimmungen
1. Kreditkarte: von der BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse
Aktiengesellschaftausgegebene, gültige PayLife Kreditkarte mit den im jeweiligen Kreditkartenvertrag
vereinbarten Versicherungsleistungen.
2. Inhaber: berechtigter Inhaber einer Kreditkarte.
3. Familienangehörige: Ehepartner bzw. eingetragener Lebenspartner oder im gemeinsamen Haushalt le-
bender Lebensgefährte des Inhabers (gleiche Meldeadresse seit mindestens sechs Monaten) und deren
im gemeinsamen Haushalt lebende Kinder bis zum 18. Geburtstag.
4. Wohnsitz: jede amtlich registrierte Meldeadresse. Verlagert sich der Mittelpunkt des Lebensinteresses
(wenn auch nur befristet z.B. wegen Studium, Berufsausübung usw.) an einen neuen Ort, wird damit ein
neuer Wohnsitz begründet.
5. Leistungsverzeichnis: Übersicht mit Versicherungsleistungen und Versicherungssummen der jeweiligen
Kreditkarte.
Artikel 2
Versicherte Personen
1. Versicherte Person ist der Inhaber der Kreditkarte.
2. Versicherungsschutz für mitreisende und getrennt reisende Familienangehörige besteht, soweit dies im
Leistungsverzeichnis angeführt ist.
Artikel 3
Zeitlicher Geltungsbereich
1. Sofern nicht anders vereinbart, gilt der Versicherungsschutz für die ersten 90 Tage jeder Reise.
2. Der Versicherungsschutz endet spätestens mit dem Tag, an dem
– der Inhaber die Berechtigung zur Verwendung der Kreditkarte verliert;
– der Kreditkartenvertrag des Inhabers endet;
– die Gültigkeit der Kreditkarte abläuft (24 Uhr Ortszeit);
– der Inhaber vom Versicherungsschutz ausgeschlossen wurde.
Artikel 4
Örtlicher Geltungsbereich
1. Sofern nicht anders vereinbart, gilt der Versicherungsschutz auf Reisen im Ausland, mit Ausnahme von
Nordkorea, Afghanistan, Myanmar, Syrien, Venezuela, Russland, Belarus, der Krim, Luhansk, Donezk und
dem Iran.
2. Ausland: alle Länder ausgenommen Österreich sowie jene Länder, in denen ein Wohnsitz oder eine ge-
setzliche Krankenversicherung besteht.
3. Für die im Leistungsverzeichnis unter „Suche und Bergung“ (Besonderer Teil IV) und „Reisegepäckversi-
cherung“ (Besonderer Teil II) angeführten Leistungen gilt der Versicherungsschutz auch auf Reisen im In-
land ab Verlassen des Wohnortes, Zweitwohnortes oder Ortes der regulären Arbeitsstätte bis zur Rück-
kehr dorthin, wenn das Ziel außerhalb eines Bereiches von 20 km ab Ortsgrenze dieser Orte liegt. Reisen
innerhalb eines Bereiches von 20 km ab Ortsgrenze sind nicht versichert.
4. Nicht versichert sind Reisen zwischen Wohnort, Zweitwohnort und Ort der regulären Arbeitsstätte.
5. Der Versicherungsschutz gilt keinesfalls für Schadenereignisse am Wohnort. Im Zweifel gilt ab einer be-
absichtigten Aufenthaltsdauer von länger als 90 Tagen der neue Aufenthaltsort als Wohnort.
Artikel 5
Voraussetzungen für den Versicherungsschutz
1. Voraussetzung für sämtliche Leistungen ist der Hauptwohnsitz des Karteninhabers in Österreich.
2. Versicherungsschutz besteht nur, wenn die Voraussetzungen laut Leistungsverzeichnis erfüllt sind:
– „Besitz“ bedeutet der Besitz der Kreditkarte;
– „Verwendung“ bedeutet Verwendung der Kreditkarte für Zahlungen innerhalb von drei Monaten vor
Schadeneintritt (Bargeldbehebung und Abbuchung der Kartengebühr gelten nicht als Verwendung);
– „Bezahlung der Reise“ ist die Zahlung von zumindest 75% der Reise der versicherten Person mit der
Kreditkarte vor Antritt der Reise. Der Bezahlung mit der eigenen Kreditkarte ist gleichgesetzt, wenn ei-
ne andere Person mit ihrer Kreditkarte in Vertretung eines Inhabers die Zahlung vornimmt.
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Artikel 6
Ausschlüsse
1. Es besteht kein Versicherungsschutz für Ereignisse, die
1.1. vorsätzlich oder grob fahrlässig durch die versicherte Person herbeigeführt werden. In der Reise-
privathaftpflichtversicherung besteht nur dann kein Versicherungsschutz, wenn die versicherte Per-
son den Eintritt des Ereignisses, für das sie dem Dritten verantwortlich ist, vorsätzlich herbeigeführt
hat;
1.2. bei Teilnahme an Marine-, Militär- oder Luftwaffen-Diensten oder -Operationen eintreten;
1.3. durch jegliche Einwirkung von atomaren, biologischen und chemischen Waffen (ABC-Waffen) verur-
sacht werden;
1.4. mit Krieg, Bürgerkrieg, kriegsähnlichen Zuständen und inneren Unruhen zusammenhängen. Wenn
die versicherte Person während der versicherten Reise von einem dieser Ereignisse überrascht
wird, besteht Versicherungsschutz längstens bis zur ehestmöglichen Ausreise. Jedenfalls kein Ver-
sicherungsschutz besteht für die aktive Teilnahme an Krieg, Bürgerkrieg, kriegsähnlichen Zustän-
den und inneren Unruhen;
1.5. auf Reisen eintreten, die trotz Reisewarnung unternommen werden. Als Reisewarnungen gelten alle
Reisewarnungen (für ein gesamtes Land) und partiellen Reisewarnungen (für ein bestimmtes Gebiet)
des österreichischen Außenministeriums. Bei Reisewarnungen wegen Epidemien oder Pandemien
gilt der Ausschluss nur für Ereignisse, die in unmittelbarem und ursächlichem Zusammenhang mit
diesen stehen. Wird während der versicherten Reise eine Reisewarnung erlassen, die zur dringen-
den Ausreise auffordert, besteht Versicherungsschutz längstens bis zur ehestmöglichen Ausreise;
1.6. beim Versuch oder der Begehung gerichtlich strafbarer vorsätzlicher Handlungen durch die versi-
cherte Person eintreten;
1.7. durch Streik hervorgerufen werden;
1.8. durch Selbsttötung oder Selbsttötungsversuch der versicherten Person ausgelöst werden;
1.9. bei Reisen in unerschlossene oder unerforschte Gebiete sowie in einer Seehöhe über 5.000 m ein-
treten;
1.10. durch Einfluss ionisierender Strahlen im Sinne des Strahlenschutzgesetzes oder durch Kernenergie
verursacht werden;
1.11. die versicherte Person infolge einer erheblichen Beeinträchtigung ihres psychischen und physi-
schen Zustandes durch Alkohol, Suchtgifte oder Medikamente erleidet;
1.12. beim Lenken eines Kraftfahrzeuges herbeigeführt werden, wenn der Lenker die jeweilige kraftfahr-
rechtliche Berechtigung, die im Land des Ereignisses zum Lenken dieses Kraftfahrzeuges erforder-
lich wäre, nicht besitzt; dies gilt auch dann, wenn dieses Fahrzeug nicht auf Straßen mit öffentli-
chem Verkehr gelenkt wird;
1.13. bei Benützung von Luftfahrzeugen (z.B. Motorluftfahrzeuge, Segelflugzeuge, Paragleiter, Drachen-
flieger und Hängegleiter, Fallschirme, Freiballone) entstehen, ausgenommen als Passagier in einem
Motorluftfahrzeug, für das eine Passagiertransportbewilligung vorliegt. Als Passagier gilt, wer we-
der mit dem Betrieb des Luftfahrzeuges in ursächlichem Zusammenhang steht noch Besatzungs-
mitglied ist noch mittels des Luftfahrzeuges eine berufliche Betätigung ausübt;
1.14. bei Ausübung von Rafting oder Bungee-Jumping entstehen;
1.15. bei Beteiligung als Fahrer, Beifahrer oder Insasse eines Motorfahrzeuges bei Fahrveranstaltungen
(einschließlich den dazugehörigen Trainings- und Qualifikationsfahrten), bei denen es auf das
schnellstmögliche Zurücklegen einer vorgegebenen Fahrstrecke oder die Bewältigung von Hinder-
nissen bzw. schwierigem Gelände ankommt, oder bei Fahrten auf Rennstrecken entstehen;
1.16. bei Ausübung von Berufssport inklusive Training entstehen;
1.17. bei Teilnahme an Landes-, Bundes- oder internationalen Sportwettbewerben sowie am offiziellen
Training für diese Veranstaltungen auftreten;
1.18. bei Tauchgängen entstehen, wenn die versicherte Person keine international gültige Berechtigung
für die betreffende Tiefe besitzt, außer bei Teilnahme an einem Tauchkurs mit einem befugten
Tauchlehrer. Jedenfalls kein Versicherungsschutz besteht bei Tauchgängen in einer Tiefe von mehr
als 40 m;
1.19. bei Klettertouren, Bergsteigetouren und Skitouren eintreten, die ohne geprüften Führer unternom-
men werden;
1.20. infolge der Ausübung einer beruflichen manuellen Tätigkeit durch die versicherte Person entstehen.
Übliche Tätigkeiten im Rahmen eines Au-Pair-Aufenthaltes sowie im Gast- und Hotelgewerbe sind
versichert.
2. Soweit die versicherte Person eine sanktionierte Person, ein sanktioniertes Unternehmen oder eine sank-
tionierte Organisation ist, die auf einer Sanktionsliste der Vereinten Nationen, der Europäischen Union,
der Vereinigten Staaten von Amerika, des Vereinigten Königreichs oder der Republik Österreich angeführt
ist, und im Ausmaß der Sanktion, wird für diese kein Versicherungsschutz gewährt, keine Zahlung geleis-
tet und keine Leistung erbracht, die diesem direkt oder indirekt zukommt.
3. Neben diesen allgemeinen Ausschlüssen vom Versicherungsschutz sind auch noch besondere Aus-
schlüsse in Artikel 12, Artikel 22, Artikel 32 und Artikel 38 geregelt.
Seite 5 von 15 ERV-RVB PayLife 2022
Artikel 7
Obliegenheiten
1. Als Obliegenheiten, deren Verletzung die Leistungsfreiheit des Versicherers nach Maßgabe der Voraus-
setzungen und Begrenzungen des § 6 Absatz 3 VersVG (siehe Anhang) bewirkt, werden bestimmt:
Die versicherte Person hat
1.1. den Eintritt des Versicherungsfalles, nachdem sie von ihm Kenntnis erlangt hat, ehestmöglich dem
Versicherer anzuzeigen und ihn umfassend über Schadenereignis und Schadenausmaß zu informie-
ren;
1.2. nach Möglichkeit zur Feststellung des Sachverhaltes beizutragen, dem Versicherer jede erforderli-
che Auskunft wahrheitsgemäß zu erteilen und jede zumutbare Untersuchung über Ursache und Hö-
he der Leistungspflicht zu gestatten;
1.3. soweit nach den Umständen im Einzelfall zumutbar
1.3.1. Beweismittel, die Ursache und Höhe der Leistungspflicht belegen (wie Stornokostenabrech-
nung, Buchungsbestätigungen, Polizeiprotokolle, Bestätigungen von Fluglinien, Arzt- und
Krankenhausatteste, Rechnungen usw.), dem Versicherer zu übergeben. Originalbelege sind
dem Versicherer auf dessen Verlangen zu übergeben, soweit der Versicherer den Schaden
ersetzt;
1.3.2. bei Erkrankung oder Unfall eine entsprechende Bestätigung des behandelnden Arztes aus-
stellen zu lassen;
1.3.3. Schäden, die in Gewahrsam eines Transportunternehmens oder Beherbergungsbetriebes
eingetreten sind, diesem ehestmöglich nach Entdeckung anzuzeigen und eine Bescheinigung
darüber zu verlangen;
1.3.4. Schäden, die durch strafbare Handlungen verursacht wurden, ehestmöglich unter genauer
Darstellung des Sachverhaltes und unter Angabe des Schadenausmaßes der zuständigen Si-
cherheitsdienststelle vor Ort anzuzeigen und eine Bescheinigung darüber zu verlangen.
2. Als Obliegenheit, deren Verletzung die Leistungsfreiheit des Versicherers nach Maßgabe der Vorausset-
zungen und Begrenzungen des § 6 Absatz 1 VersVG (siehe Anhang) bewirkt, wird bestimmt:
Sollte die versicherte Person US-amerikanischer Staatsbürger oder dort erlaubterweise dauerhaft ansäs-
sig sein (resident) und nach Kuba reisen, ist sie verpflichtet nachzuweisen, dass sie sämtliche für diese
Reise geltenden US-amerikanischen Vorschriften eingehalten hat, andernfalls können vom Versicherer
keine Versicherungsleistungen oder Zahlungen erbracht werden.
3. Neben diesen allgemeinen Obliegenheiten sind auch noch besondere Obliegenheiten in Artikel 14, Artikel
34 und Artikel 39 geregelt.
Artikel 8
Versicherungssummen
1. Die im Leistungsverzeichnis angeführten Versicherungssummen begrenzen die Leistung des Versicherers
für alle Versicherungsfälle innerhalb eines Kalenderjahres und gelten
– für alle versicherten Personen gemeinsam,
– für die Leistung „Suche und Bergung“ (Besonderer Teil IV) unter der Voraussetzung „Bezahlung der
Reise“ (Artikel 5 Punkt 2) pro versicherter Person.
2. Auch wenn ein Anspruch aus Besitz von oder Mitversicherung aus mehreren Kreditkarten abgeleitet wer-
den könnte, vervielfachen sich die angegebenen Versicherungssummen nicht.
Artikel 9
Subsidiarität
Bestehen für einen Versicherungsfall auch Leistungsverpflichtungen anderer Privat- oder Sozialversicherun-
gen, gehen diese vor (Subsidiarität). Ausgenommen davon sind Leistungsverpflichtungen für Todesfall und
dauernde Invalidität aus der Reiseunfallversicherung. Die Ansprüche der versicherten Person bleiben hiervon
jedoch unberührt: Meldet die versicherte Person den Versicherungsfall dem Versicherer, wird dieser in Vor-
leistung treten und den Schadensfall bedingungsgemäß regulieren. Beachten Sie die besondere Bestimmung
in Artikel 11 Punkt 5.
Besonderer Teil
I: Leistungen bei Erkrankung/Unfall im Ausland/
Auslandsreisekrankenversicherung
Artikel 10
Versicherungsfall
Versicherungsfall ist eine unerwartet akut eintretende Erkrankung (einschließlich epidemischer oder pande-
mischer Krankheiten), der Eintritt einer unfallbedingten Körperverletzung oder der Eintritt des Todes der ver-
sicherten Personwährend einer Reise im Ausland.
Seite 6 von 15 ERV-RVB PayLife 2022
Artikel 11
Leistungsumfang
1. Der Versicherer ersetzt die notwendigen, nachgewiesenen Kosten für
1.1. den Transport ins nächstgelegene Krankenhaus und einen medizinisch notwendigen Verlegungs-
transport;
1.2. die ambulante ärztliche Behandlung inklusive ärztlich verordneter Heilmittel;
1.3. die stationäre Behandlung in einem Krankenhaus inklusive ärztlich verordneter Heilmittel. Sofern
die Rückreise aufgrund mangelnder Transportfähigkeit nicht möglich ist, ersetzt der Versicherer die
Kosten der Heilbehandlungen bis zum Tag der Transportfähigkeit;
1.4. den Rücktransport nach Österreich, erforderlichenfalls mit Arztbegleitung und mit medizinisch adä-
quaten Transportmitteln je nach Zustand der versicherten Person, wenn der Heimtransport
1.4.1. medizinisch notwendig ist (einschließlich Ambulanzjet); oder
1.4.2. zwar nicht medizinisch notwendig, aber medizinisch vertretbar ist und nach mindestens drei
Tagen Krankenhausaufenthalt von der versicherten Person ausdrücklich gewünscht wird
(ausgenommen Ambulanzjet);
1.5. die Heimreise eines mit der versicherten Person auf der Reise befindlichen Familienangehörigen
nach Österreich, wenn dieser seinen gebuchten Aufenthalt aufgrund eines Rücktransportes oder
einer Überführung der versicherten Person vorzeitig beenden oder aufgrund eines Krankenhausauf-
enthaltes der versicherten Person verlängern muss. Es werden die zusätzlichen Rückreisekosten
mit dem preisgünstigsten in Betracht kommenden Verkehrsmittel ersetzt, die durch Nichtverwend-
barkeit oder nur teilweise Verwendbarkeit gebuchter Rückflugtickets oder sonstiger Fahrausweise
entstehen;
1.6. einen Krankenbesuch, wenn der Krankenhausaufenthalt im Ausland länger als fünf Tage dauert. Der
Versicherer organisiert für eine der versicherten Person nahestehende, nicht mitreisende Person die
Reise zum Ort des Krankenhausaufenthaltes und von dort zurück und übernimmt die Kosten für das
preisgünstigste in Betracht kommende Verkehrsmittel;
1.7. einen medizinisch dringend notwendigen Medikamenten- und Serentransport vom nächstgelegenen
Depot;
1.8. die Überführung Verstorbener in der Standardnorm nach Österreich;
1.9. den Transport des von der versicherten Person und der Begleitperson mitgeführten Reisegepäcks
bei Transport ins Krankenhaus, Verlegungstransport, Heimtransport und Rückreise: notwendige,
nachgewiesene Transportkosten des von der versicherten Person und dem versicherten Mitreisen-
den mitgeführten Reisegepäcks.
2. Unerwartete Schwangerschaftskomplikationen und unerwartete Frühgeburten sind bis einschließlich der
35. Schwangerschaftswoche versichert. Die im Punkt 1. angeführten Kosten werden für das neugeborene
Kind innerhalb der für die versicherte Mutter vereinbarten Versicherungssumme ersetzt.
3. Werden Leistungen gemäß Punkt 1.1. oder 1.3. bis 1.9. notwendig, werden bei Kontaktaufnahme mit der
24-Stunden-Notrufnummer des Versicherers die notwendigen Maßnahmen vom Versicherer organisiert
und die notwendigen Kosten direkt an den Leistungsträger bezahlt.
4. Die Leistungen werden in Euro erbracht. Die Umrechnung von Devisen erfolgt, sofern der Ankauf diesbe-
züglicher Devisen nachgewiesen wird, unter Heranziehung des nachgewiesenen Umrechnungskurses. Er-
folgt diesbezüglich kein Nachweis, der für die jeweilige Währung zur Verfügung gestellte (auf
[Link] veröffentlichte) Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Versicherungsereignisses.
5. Wenn die versicherte Person Leistungen nach Punkt 1.1. bis 1.3. selbst bezahlt hat und für diese Leis-
tungen Versicherungsschutz aus einer Sozialversicherung besteht, so muss sie die Kosten zuerst bei der
Sozialversicherung einreichen. Unterlässt sie dies, so reduziert sich die Ersatzleistung des Versicherers
um 10 %, aber um mindestens € 75,-.
Artikel 12
Ausschlüsse
Artikel 13
Versicherungsschutz bei bestehenden Erkrankungen oder Unfallfolgen
Eine bei Reiseantritt bestehende Erkrankung oder Unfallfolge ist versichert, wenn diese unerwartet akut wird
und nicht gemäß Artikel 12 vom Versicherungsschutz ausgeschlossen ist. Ersetzt werden die in Artikel 11
angeführten Kosten bis zur vereinbarten Versicherungssumme für bestehende Erkrankungen.
Artikel 14
Obliegenheiten
Als Obliegenheit, deren Verletzung die Leistungsfreiheit des Versicherers nach Maßgabe der Voraussetzun-
gen und Begrenzungen des § 6 Absatz 3 VersVG (siehe Anhang) bewirkt, wird bestimmt:
Sollten stationäre, tagesklinische oder wiederholt ambulante Behandlung, Heimtransport, Überführung
Verstorbener oder Bestattungen am Ereignisort notwendig werden, ist ehestmöglich mit der 24-Stunden-
Notrufnummer des Versicherers Kontakt aufzunehmen, um allfällige Weisungen des Versicherers einzuholen.
II: Reisegepäckversicherung
Artikel 15
Versicherungsfall
Versichert ist die Beschädigung oder das Abhandenkommen der versicherten Gegenstände
– durch Fremdeinwirkung wie z.B. Diebstahl oder Sachbeschädigung;
– durch Elementarereignis oder Feuer;
– durch Verkehrsunfall (ausgenommen Eigenverschulden);
– in Gewahrsam eines Beförderungsunternehmens, eines Beherbergungsbetriebes, einer bewachten Gar-
derobe oder einer Gepäckaufbewahrung.
Artikel 16
Versicherte und nicht versicherte Gegenstände sowie Voraussetzungen für den Versicherungsschutz
1. Sämtliche Gegenstände (siehe jedoch Punkte 2. und 3.), die für den persönlichen privaten Gebrauch auf
Reisen mitgenommen oder erworben werden, sind versichert.
2. Nur unter den folgenden Voraussetzungen sind versichert:
2.1. Schmuck, Uhren, Pelze, technische Geräte aller Art samt Zubehör (z.B. Foto-, Film- und Videogerä-
te, Laptops, Tablets, optische Geräte ausgenommen Sehbehelfe, Unterhaltungselektronik, Mobilte-
lefone, Navigationsgeräte), Musikinstrumente, Sportgeräte (siehe auch Artikel 22 Punkt 3), wenn sie
- in persönlichem Gewahrsam sicher verwahrt mitgeführt und beaufsichtigt werden, sodass deren
Wegnahme durch Dritte ohne Überwinden eines Hindernisses nicht möglich ist; oder
- einem Beherbergungsbetrieb, einer bewachten Garderobe oder einer Gepäckaufbewahrung
übergeben sind; oder
- sich in einem verschlossenen und versperrten Raum befinden und alle vorhandenen Sicher-
heitseinrichtungen (Safe, Schränke usw.) genutzt werden; oder
- bestimmungsgemäß getragen werden.
2.2. Technische Geräte aller Art samt Zubehör (z.B. Foto-, Film-, Videogeräte, Laptops, Tablets, opti-
sche Geräte, Unterhaltungselektronik, Mobiltelefone, Navigationsgeräte), Musikinstrumente und,
Sportgeräte (Surfbretter, Ski usw.), wenn sie einem Transportunternehmen in einem versperrten
Behältnis in Gewahrsam übergeben wurden. Nicht versichert sind Schmuck, Uhren und Pelze, wenn
sie einem Transportunternehmen übergeben wurden.
3. Nicht versichert sind
3.1. Bargeld, Schecks, Kreditkarten, Bankkarten, Wertpapiere, Fahrkarten, Urkunden und Dokumente
jeder Art, Tiere, Antiquitäten, Gegenstände mit überwiegendem Kunst- oder Liebhaberwert sowie
Übersiedlungsgut und Waffen samt Zubehör;
3.2. Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder für die eine behördliche Zulassung
erforderlich ist, Segelflugzeuge, Fallschirme, Hängegleiter, Paragleiter, Flugdrachen, Eissegler, Se-
gelboote und Fahrräder; nicht versichert sind ebenso deren Zubehör, Ersatzteile und Sonderaus-
stattungen;
3.3. Gegenstände, die üblicherweise nur beruflichen Zwecken dienen.
Artikel 17
Hilfe und Kostenersatz bei Verlust von Reisedokumenten
Kommen aufgrund eines Versicherungsfalles gemäß Artikel 15 während der Reise für die Reise benötigte
Dokumente (z.B. Reisepass, Personalausweis, Visum, Führerschein, Zulassungsschein) abhanden, ist der
Versicherer bei der Ersatzbeschaffung behilflich und übernimmt die aufzuwendenden amtlichen Gebühren.
Seite 8 von 15 ERV-RVB PayLife 2022
Artikel 18
Verspätete Gepäcksausfolgung
Bei verspäteter Gepäcksausfolgung am Reiseziel werden die notwendigen Auslagen für dadurch erforderliche
Ersatzgegenstände des persönlichen Bedarfs ersetzt.
Artikel 19
Skibruch
1. Ein Versicherungsfall liegt vor bei plötzlichem Bruch von Skiern, Skibobs und Snowboards (inkl. Bindun-
gen und Skistöcken) während ihres bestimmungsgemäßen Gebrauchs durch die versicherte Person.
2. Der Versicherer leistet Ersatz gemäß Artikel 23. Infolge Skibruchs aufgewendete Kosten für Mietskier
(-skibob, -snowboard) werden zusätzlich bis zu 10 % der Versicherungssumme für Skibruch ersetzt.
Schäden an Kanten, Lack und Belag werden nur als Folge von Skibruch ersetzt.
3. Stauchungen, Längsrisse und Leimlösungen sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
Artikel 20
Versicherungsschutz in unbeaufsichtigt abgestellten Kraftfahrzeugen (-Anhängern)
1. Ein Kraftfahrzeug (-Anhänger) gilt dann als unbeaufsichtigt abgestellt, wenn weder die versicherte Person
noch eine von ihr beauftragte, namentlich bekannte Vertrauensperson beim zu sichernden Kraftfahrzeug
(-Anhänger) ständig anwesend ist. Die Bewachung eines zur allgemeinen Benutzung offenstehenden
Platzes gilt nicht als Beaufsichtigung.
2. Versicherungsschutz besteht für Gegenstände, wenn deren Verwahrung in Unterkunft oder Gepäckauf-
bewahrung nicht möglich ist, das Kraftfahrzeug (-Anhänger) nachweislich nicht länger als zwölf Stunden
abgestellt ist und die Gegenstände
2.1. sich in einem durch Metall, Hartkunststoff oder Glas fest umschlossenen und durch Verschluss ge-
sicherten, versperrten Innen- oder Kofferraum befinden und alle vorhandenen Sicherheitseinrich-
tungen genutzt werden. Sie müssen im Kofferraum verwahrt werden, wenn ein solcher vorhanden
und die Aufbewahrung darin möglich ist, ansonsten müssen sie von außen nicht einsehbar verwahrt
werden;
2.2. in einem Behältnis aus Metall oder Hartkunststoff oder auf einem Dachträger aufbewahrt werden.
Sie müssen versperrt, am Kraftfahrzeug montiert und unbefugt nicht ohne Gewaltanwendung ab-
nehmbar sein (z.B. ein Stahlseilschloss allein genügt nicht).
3. Auf einem einspurigen Kraftfahrzeug muss das mitgeführte Reisegepäck in verschlossenen und ver-
sperrten Behältnissen aus Metall oder Hartkunststoff aufbewahrt werden, die unbefugt nicht ohne Ge-
waltanwendung zu öffnen oder abzunehmen sind. Die übrigen Bestimmungen der Punkte 1. und 2. gelten
sinngemäß.
4. Kein Versicherungsschutz besteht im unbeaufsichtigt abgestellten Kraftfahrzeug (-Anhänger) für techni-
sche Geräte aller Art samt Zubehör (z.B. Foto-, Film-, Videogeräte, Laptops, Tablets, optische Geräte,
Unterhaltungselektronik, Mobiltelefone, Navigationsgeräte), Musikinstrumente, Sportgeräte, Fahrräder,
Schmuck, Uhren und Pelze.
Artikel 21
Versicherungsschutz beim Zelten oder Campieren
1. Versicherungsschutz besteht während des Zeltens oder Campierens ausschließlich auf einem offiziellen
Campingplatz.
2. Für technische Geräte aller Art samt Zubehör (z.B. Foto-, Film-, Videogeräte, Laptops, Tablets, optische
Geräte, Unterhaltungselektronik, Mobiltelefone, Navigationsgeräte), Musikinstrumente, Sportgeräte (Surf-
bretter usw.), Schmuck, Uhren und Pelze besteht Versicherungsschutz, wenn sie der Campingplatzlei-
tung zur Aufbewahrung übergeben werden oder sich in einem Kraftfahrzeug (-Anhänger) oder Wohnwa-
gen befinden und die Voraussetzungen des Artikel 20 Punkt 2.1. erfüllt ist.
Artikel 22
Ausschlüsse
Kein Versicherungsschutz besteht für Schäden, die
1. durch natürliche oder mangelhafte Beschaffenheit, Abnutzung, Verschleiß, mangelhafte Verpackung oder
mangelhaften Verschluss der versicherten Gegenstände entstehen;
2. durch Selbstverschulden, Vergessen, Liegenlassen, Verlieren, Verlegen, Fallen-, Hängen- oder Stehen-
lassen, mangelhafte Verwahrung oder mangelhafte Beaufsichtigung verursacht werden;
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3. bei Benutzung der versicherten Gegenstände (Musikinstrumente, Sportgeräte, usw.) an diesen eintreten
(Ski siehe Artikel 19);
4. eine Folge von Versicherungsfällen darstellen (z.B. Schlossänderungskosten bei Diebstahl eines Schlüs-
sels).
Artikel 23
Höhe der Entschädigungsleistung
1. Der Versicherer ersetzt
– bei Zerstörung oder Abhandenkommen den Zeitwert;
– bei Beschädigung die notwendigen Reparaturkosten, höchstens jedoch den Zeitwert;
– für beschädigte, zerstörte oder abhanden gekommene Filme, Ton- und andere Datenträger den Mate-
rialwert.
2. Als Zeitwert gilt der Wiederbeschaffungspreis der versicherten Gegenstände am Tag des Schadens ab-
züglich einer Wertminderung für Alter und Abnützung.
3. Der Versicherer verzichtet auf den Einwand der Unterversicherung.
Artikel 24
Vorschuss bei Verlust der Kreditkarte
1. Ein Versicherungsfall liegt vor, wenn der Inhaber während der Reise in eine finanzielle Notlage gerät, weil
seine Kreditkarte ohne seinen Willen abhanden gekommen ist.
2. Ist eine Serviceleistung durch ein Ersatzkarten- und Bargeldservice-Programm nicht verfügbar, stellt der
Versicherer einen Bargeldvorschuss bis zur vereinbarten Versicherungsumme zur Verfügung und trägt die
Kosten des Geldtransfers. Der Vorschuss wird nur gegen Empfangsbestätigung gewährt.
3. Die versicherte Person verpflichtet sich, den Vorschuss innerhalb von zwei Wochen nach Rückkehr von
der Reise, spätestens jedoch innerhalb von zwei Monaten nach Zahlungserhalt, an den Versicherer zu-
rückzuzahlen.
Artikel 25
Außerplanmäßige Rückreisekosten nach Österreich
1. Ein Versicherungsfall liegt vor, wenn die versicherte Person eine Reise vorzeitig beenden oder verlängern
muss und daher die gebuchte Rückreise nach Österreich nicht antreten kann,
– weil ein mindestens 5-tägiger Krankenhausaufenthalt – aufgrund eines Ereignisses, das in der Aus-
landsreisekrankenversicherung (Besonderer Teil I) versichert ist – im Ausland notwendig war oder in
Österreich bevorsteht;
– weil ihre Anwesenheit in Österreich dringend erforderlich ist, wegen akut eintretender Erkrankung (ein-
schließlich epidemischer oder pandemischer Krankheiten), gesundheitlicher Unfallfolgen oder Tod ih-
res Ehepartners (Lebensgefährten) oder nahen Verwandten (Eltern, Kinder oder Geschwister).
2. Der Versicherer ersetzt die durch die vorzeitige oder verspätete Rückreise nach Österreich entstandenen
zusätzlichen Fahrtkosten für alle versicherten Personen. Darunter sind jene Kosten zu verstehen, die
durch Nichtverwendbarkeit oder nur teilweise Verwendbarkeit gebuchter Rückreisetickets oder sonstiger
Fahrausweise entstehen, nicht jedoch Storno- und Rücktrittsgebühren. Ersetzt werden die Kosten für das
preisgünstigste in Betracht kommende Verkehrsmittel.
Artikel 26
Abschleppkosten
1. Ein Versicherungsfall liegt vor, wenn die versicherte Person als Lenker eines auf ihn zugelassenen Perso-
nenkraftwagens oder Motorrads seine Fahrt aufgrund einer Panne (Brems-, Betriebs- oder Bruchscha-
den) oder eines Unfalles nicht unmittelbar fortsetzen kann.
2. Der Versicherer ersetzt die Kosten des Abtransports des Kraftfahrzeugs bis zur nächsten Vertragswerk-
stätte.
Artikel 27
Flugverspätungs-Mehrkosten
1. Ein Versicherungsfall liegt vor, wenn der von der versicherten Person gebuchte Flug nachweislich verspä-
tet ist oder unverschuldet versäumt wird.
2. Ersetzt werden die notwendigen Mehrkosten
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Artikel 28
Such- und Bergungskosten
1. Die versicherte Person muss geborgen werden, weil sie einen Unfall in unwegsamem Gelände erlitten hat,
in Berg- oder Seenot geraten ist oder die begründete Vermutung auf eine der genannten Situationen be-
standen hat.
2. Der Versicherer ersetzt die nachgewiesenen Kosten der Suche nach der versicherten Person und ihrer
Bergung bis zur nächsten befahrbaren Straße oder bei medizinischer Notwendigkeit den Direkttransport
vom Unfallort bis zum nächstgelegenen Krankenhaus.
V: Unfall
Artikel 29
Versicherungsfall und Versicherungsschutz
1. Versicherungsfall ist der Eintritt eines Unfalles während der Reise. Die Versicherungsleistung wird nur für die durch
den eingetretenen Unfall hervorgerufene körperliche Schädigung erbracht.
2. Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis
(Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Gesundheitsschädigungen, die die versicherte Per-
son bei rechtmäßiger Verteidigung oder bei der Bemühung zur Rettung von Menschenleben oder Sachen erleidet,
gelten als unfreiwillig erlitten. Bei Vergiftungen durch plötzlich ausströmende Gase und Dämpfe wird der Begriff der
Plötzlichkeit auch dann angenommen, wenn die versicherte Person durch besondere Umstände den Einwirkungen
von Gasen oder Dämpfen mehrere Stunden lang unfreiwillig ausgesetzt war.
2.1. Gesundheitsschädigungen, die aufgrund akuter Mangeldurchblutung des Herzmuskels entstanden sind (z.B.
Herzinfarkt), sind versichert, wenn ein überwiegender Kausalzusammenhang mit einer unmittelbaren Verletzung
der betreffenden Koronararterie besteht und diese Verletzung durch eine direkte mechanische Einwirkung von
außen auf den Brustkorb verursacht worden ist.
2.2. Gesundheitsschädigungen, die aufgrund akuter Mangeldurchblutung des Gehirns entstanden sind (z.B. Schlag-
anfall, ischämischer Insult), sind versichert, wenn ein überwiegender Kausalzusammenhang mit einer unmittelba-
ren Verletzung oder einem Verschluss des betreffenden Blutgefäßes besteht und diese durch eine direkte me-
chanische Einwirkung von außen verursacht worden sind.
2.3. Bandscheibenhernien jeder Art sind versichert, wenn sie durch eine erhebliche direkte Gewalteinwirkung auf das
jeweilige Segment der Wirbelsäule verursacht werden, und
– diese durch Kraft und Richtung in der Lage war, eine gesunde Bandscheibe zu zerreißen, die bildgebende Un-
tersuchung nach dem Unfall (wie MRT, Röntgen) keine degenerativen Veränderungen zeigt und vor dem Unfall
keine Wirbelsäulenbeschwerden bestanden, oder
– Frakturen ober- oder unterhalb der geschädigten Bandscheibe vorliegen, oder
– es zu Bänderrissen im Bereich der Wirbelsäule mit Wirbelverrenkungen gekommen ist.
2.4. Bauch- und Unterleibsbrüche jeder Art sind versichert, wenn sie durch eine von außen kommende mechanische
Einwirkung direkt herbeigeführt worden sind und nicht anlagenbedingt waren.
3. Als Unfall gelten auch:
3.1. Verrenkungen von Gliedern sowie Zerrungen und Zerreißungen von an Gliedmaßen und an der Wirbelsäule be-
findlichen Muskeln, Sehnen, Bändern und Kapseln sowie Meniskusverletzungen infolge plötzlicher Abweichung
vom geplanten Bewegungsablauf. Hinsichtlich abnützungsbedingter Einflüsse mit Krankheitswert findet Arti-
kel 32 Punkt 7. Anwendung.
3.2. Folgen der versehentlichen Einnahme von giftigen oder ätzenden Stoffen, es sei denn, dass diese Einwirkungen
allmählich erfolgen;
3.3. Unfälle, die durch einen Herzinfarkt oder Schlaganfall der versicherten Person herbeigeführt wurden.
4. Eine Gesundheitsschädigung als Folge eines Unfalles gemäß Punkt 2. und Punkt 3. gilt als nachgewiesen, wenn
diese ehestmöglich nach dem Unfallereignis medizinisch festgestellt und ärztlich behandelt wurde.
5. Krankheiten gelten nicht als Unfälle, übertragbare Krankheiten auch nicht als Unfallfolgen. Der Versicherungsschutz
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7. Steht der Grad der dauernden Invalidität nicht eindeutig fest, sind sowohl die versicherte Person als auch der Versi-
cherer berechtigt, den Invaliditätsgrad jährlich bis vier Jahre ab dem Unfalltag ärztlich neu bemessen zu lassen.
8. Stirbt die versicherte Person
– aus unfallfremder Ursache innerhalb eines Jahres nach dem Unfall oder
– gleichgültig, aus welcher Ursache, später als ein Jahr nach dem Unfall
und war ein Anspruch auf Invaliditätsleistung entstanden, leistet der Versicherer nach dem Invaliditätsgrad, mit dem
aufgrund der ärztlichen Befunde zu rechnen gewesen wäre.
Artikel 31
Todesfall
1. Tritt innerhalb eines Jahres vom Unfalltag an gerechnet der Tod als Folge eines Unfalls ein, wird die für den Todesfall
versicherte Summe gezahlt.
2. Auf die Todesfall-Leistung werden nur Zahlungen, die für dauernde Invalidität aus demselben Ereignis geleistet wur-
den, angerechnet. Einen Mehrbetrag an Leistung für dauernde Invalidität kann der Versicherer nicht zurückverlangen.
3. Bis zum vollendeten 15. Lebensjahr des Versicherten werden im Rahmen der Versicherungssumme nur die aufge-
wendeten angemessenen Begräbniskosten ersetzt.
Artikel 32
Ausschlüsse
Kein Versicherungsschutz besteht für
1. körperliche Schädigung bei Heilmaßnahmen und Eingriffen, die die versicherte Person an ihrem Körper vornimmt
oder vornehmen lässt, soweit nicht ein Versicherungsfall hierzu der Anlass war. Soweit ein Versicherungsfall der An-
lass war, findet Artikel 6 Punkt 1.10 im Rahmen der Heilbehandlung der Unfallfolgen keine Anwendung;
2. krankhafte Störungen infolge psychischer Reaktionen (z.B. Psychosen, Neurosen), auch wenn diese durch einen
Unfall verursacht wurden;
3. Unfälle, die infolge einer Geistes- oder Bewusstseinsstörung, sowie durch epileptische oder andere Krampfanfälle,
die den ganzen Körper der versicherten Person ergreifen, eintreten.
Artikel 33
Summenmäßige Begrenzung des Versicherungsschutzes (Kumulschadengrenze)
Benützen mehrere Versicherte dasselbe Verkehrsmittel oder befinden sich solche Personen in einer anderen gemein-
samen Gefahr, so beträgt bei einem gemeinsamen Unfallereignis die Höchstgesamtentschädigung aus der Reiseunfall-
versicherung für alle betroffenen Personen:
- aus dem Leistungsteil A € 1.500.000,-
- aus dem Leistungsteil B € 2.200.000,-
- aus dem Leistungsteil C € 5.450.000,-.
Überschreitet die Summe der Ansprüche der Versicherten diesen Betrag, so wird die Leistung für jeden einzelnen Versi-
cherten im Verhältnis der Summe der vertraglichen Einzelansprüche zu diesem Betrag gekürzt.
Artikel 34
Obliegenheiten
Als Obliegenheiten, deren Verletzung die Leistungsfreiheit des Versicherers nach Maßgabe der Voraussetzungen und
Begrenzungen des § 6 Absatz 3 VersVG (siehe Anhang) bewirkt, werden bestimmt:
Die versicherte Person hat nach dem Unfall
1. ehestmöglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und die ärztliche Behandlung bis zum Abschluss des Heilverfah-
rens fortzusetzen;
2. für eine angemessene Krankenpflege und nach Möglichkeit für die Abwendung und Minderung der Unfallfolgen zu
sorgen;
3. sich auf Verlangen des Versicherers durch die vom Versicherer bezeichneten Ärzte untersuchen zu lassen.
Artikel 35
Anerkennung der Versicherungsleistung
Der Versicherer ist verpflichtet, bei Ansprüchen auf Leistung für dauernde Invalidität innerhalb von drei Monaten zu
erklären, ob und in welcher Höhe er eine Leistungspflicht anerkennt. Die Fristen beginnen mit dem Eingang der Unterla-
gen, die der Anspruchserhebende zur Feststellung des Unfallherganges, der Unfallfolgen und über den Abschluss des
Heilverfahrens beizubringen hat.
VI: Reiseprivathaftpflicht
Artikel 36
Versicherungsfall und Versicherungsschutz
1. Als Versicherungsfall gilt ein Schadenereignis während der Reise, aus dem der versicherten Person als Privatperson
Schadenersatzverpflichtungen erwachsen oder erwachsen könnten. Mehrere auf derselben oder gleichartigen Ursa-
che beruhende Schadenereignisse gelten als ein Versicherungsfall.
2. Im Versicherungsfall übernimmt der Versicherer
2.1. die Erfüllung von Schadenersatzverpflichtungen, die der versicherten Person wegen eines Sach- und/oder Perso-
nenschadens sowie des daraus abgeleiteten Vermögensschadens aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmun-
Seite 13 von 15 ERV-RVB PayLife 2022
gen erwachsen (in der Folge kurz „Schadenersatzverpflichtung“ genannt). Nicht versichert sind Schäden, welche
weder auf einen Personen- noch auf einen Sachschaden zurückzuführen sind (reine Vermögensschäden);
2.2. die Kosten der Feststellung und der Abwehr einer von einem Dritten behaupteten Schadenersatzverpflichtung.
3. Sachschäden sind die Beschädigung oder die Vernichtung von körperlichen Sachen.
Personenschäden sind die Gesundheitsschädigung, Körperverletzung oder Tötung von Menschen.
4. Die Versicherung erstreckt sich auf Schadenersatzverpflichtungen der versicherten Person aus den Gefahren des
täglichen Lebens (mit Ausnahme einer betrieblichen, beruflichen oder gewerbsmäßigen Tätigkeit), insbesondere
4.1. aus Verwendung von Fahrrädern;
4.2. aus nicht berufsmäßiger Sportausübung, ausgenommen die Jagd;
4.3. aus erlaubtem Besitz von Hieb-, Stich- und Schusswaffen und aus deren Verwendung als Sportgerät (ausge-
nommen Kampfsportarten) und für Zwecke der Selbstverteidigung;
4.4. aus Haltung von Kleintieren, ausgenommen Hunde und exotische Tiere;
4.5. aus Verwendung von Wasserfahrzeugen für die im Land der Verwendung keine Lenkerberechtigung (Bootsführer-
schein oder Schifffahrtspatent) erforderlich ist;
4.6. aus Verwendung von nicht motorisch angetriebenen Schiffs- und Flugmodellen (letztere bis 5 kg);
4.7. bei Benützung von überlassenen oder gemieteten Wohn- und sonstigen Räumen sowie des darin befindlichen In-
ventars, ausgenommen Verschleißschäden.
Artikel 37
Leistungsumfang
1. Die vereinbarte Versicherungssumme gilt für Sach- und Personenschäden, die auf einen Versicherungsfall zurückzu-
führen sind, zusammen.
2. Die Versicherung umfasst die den Umständen nach gebotenen gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten der Fest-
stellung und Abwehr einer von einem Dritten behaupteten Schadenersatzpflicht und zwar auch dann, wenn sich der
Anspruch im Nachhinein als unberechtigt erweist.
3. Die Versicherung umfasst weiters die Kosten der geführten Verteidigung in einem Straf- oder Disziplinarverfahren.
4. Falls die vom Versicherer verlangte Erledigung eines Schadenersatzanspruches am Widerstand des Versicherungs-
nehmers oder der versicherten Person scheitert und der Versicherer mittels eingeschriebenen Briefes die Erklärung
abgibt, seinen vertragsmäßigen Anteil an der Entschädigung für den Geschädigten zur Verfügung zu halten, hat der
Versicherer für den ab Zugang seiner Erklärung entstehenden Mehraufwand an Schadenersatz, Zinsen und Kosten
nicht aufzukommen.
Artikel 38
Ausschlüsse
1. Die Versicherung erstreckt sich nicht auf Schadenersatzverpflichtungen aus Schäden, die die versicherte Person oder
die für sie handelnden Personen verursachen durch Haltung oder Verwendung von
1.1. Luftfahrzeugen oder Luftfahrtgeräten;
1.2. Landfahrzeugen (oder deren Anhängern), die mit einem Verbrennungsmotor betrieben oder die ein behördliches
Kennzeichen tragen bzw. nach den in Österreich geltenden Bestimmungen tragen müssten;
1.3. Wasserfahrzeugen, für die im Land der Verwendung eine Lenkerberechtigung (Bootsführerschein oder Schiff-
fahrtspatent) erforderlich ist.
2. Kein Versicherungsschutz besteht auch für
2.1. Schadenersatzverpflichtungen der versicherten Person aus den Gefahren einer betrieblichen, beruflichen oder
gewerbsmäßigen Tätigkeit;
2.2. Ansprüche, soweit sie aufgrund eines Vertrages oder einer besonderen Zusage über den Umfang der gesetzli-
chen Ersatzpflicht hinausgehen;
2.3. Erfüllung von Verträgen und die an deren Stelle tretende Ersatzleistung;
2.4. Schäden, die der versicherten Person selbst oder ihren Angehörigen (Ehepartner, Verwandte in gerader aufstei-
gender und absteigender Linie, Schwieger-, Adoptiv- und Stiefeltern, im gemeinsamen Haushalt lebende Ge-
schwister; außereheliche Gemeinschaft ist in ihrer Auswirkung der ehelichen gleichgestellt) zugefügt werden;
2.5. Schäden durch Verunreinigung oder Störung der Umwelt;
2.6. Schäden, die im Zusammenhang in unmittelbarem und ursächlichem Zusammenhang mit einer psychischen Er-
krankung der versicherten Person stehen.
3. Die Versicherung erstreckt sich nicht auf Schadenersatzverpflichtungen wegen Schäden an
3.1. Sachen, die die versicherte Person oder die für sie handelnden Personen entliehen, gemietet, geleast, gepachtet
oder in Verwahrung genommen haben (ausgenommen Artikel 36 Punkt 4.5 und 4.7.). Der Ausschluss gilt auch für
den Verlust oder das Abhandenkommen körperlicher Sachen;
3.2. Sachen, die bei oder infolge ihrer Benützung, Beförderung, Bearbeitung oder sonstigen Tätigkeit an oder mit
ihnen entstehen;
3.3. Sachen durch allmähliche Emission oder allmähliche Einwirkung von Temperatur, Gasen, Dämpfen, Flüssigkeiten,
Feuchtigkeit oder nicht atmosphärischen Niederschlägen, nukleare Ereignisse sowie Verseuchung durch radioak-
tive Stoffe.
4. Kein Versicherungsschutz besteht für über den entstandenen Schaden hinausgehende Entschädigungen mit Straf-
charakter.
Seite 14 von 15 ERV-RVB PayLife 2022
Artikel 39
Obliegenheiten
Als Obliegenheiten, deren Verletzung die Leistungsfreiheit des Versicherers nach Maßgabe der Voraussetzungen und
Begrenzungen des § 6 Abs. 3 VersVG (siehe Anhang) bewirkt, werden bestimmt:
Der Versicherungsnehmer oder die versicherte Person haben dem Versicherer ehestmöglich anzuzeigen:
1. die Geltendmachung einer Schadenersatzforderung;
2. die Zustellung einer Strafverfügung sowie die Einleitung eines Straf-, Verwaltungsstraf- oder Disziplinarverfahrens
gegen den Versicherungsnehmer oder die versicherte Person;
3. alle Maßnahmen Dritter zur gerichtlichen Durchsetzung von Schadenersatzforderungen.
Der Versicherungsnehmer oder die versicherte Person sind nicht berechtigt, ohne vorherige Zustimmung des Versiche-
rers einen Schadenersatzanspruch ganz oder zum Teil anzuerkennen oder zu vergleichen.
Artikel 40
Bevollmächtigung des Versicherers
Der Versicherer ist bevollmächtigt, im Rahmen seiner Leistungsverpflichtung alle ihm zweckmäßig erscheinenden Erklä-
rungen im Namen des Versicherungsnehmers abzugeben.
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Anhang
§ 6 Versicherungsvertragsgesetz
(1) Ist im Vertrag bestimmt, dass bei Verletzung einer Obliegenheit, die vor dem Eintritt des Versicherungsfal-
les dem Versicherer gegenüber zu erfüllen ist, der Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei sein
soll, so tritt die vereinbarte Rechtsfolge nicht ein, wenn die Verletzung als eine unverschuldete anzusehen ist.
Der Versicherer kann den Vertrag innerhalb eines Monates, nachdem er von der Verletzung Kenntnis erlangt
hat, ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen, es sei denn, dass die Verletzung als eine unverschulde-
te anzusehen ist. Kündigt der Versicherer innerhalb eines Monates nicht, so kann er sich auf die vereinbarte
Leistungsfreiheit nicht berufen.
(1a) Bei der Verletzung einer Obliegenheit, die die dem Versicherungsvertrag zugrundelie-gende Äquivalenz
zwischen Risiko und Prämie aufrechterhalten soll, tritt die vereinbarte Leistungsfreiheit außerdem nur in dem
Verhältnis ein, in dem die vereinbarte hinter der für das höhere Risiko tarifmäßig vorgesehenen Prämie zu-
rückbleibt. Bei der Verletzung von Obliegenheiten zu sonstigen bloßen Meldungen und Anzeigen, die keinen
Einfluss auf die Beurteilung des Risikos durch den Versicherer haben, tritt Leistungsfreiheit nur ein, wenn die
Obliegenheit vorsätzlich verletzt worden ist.
(2) Ist eine Obliegenheit verletzt, die vom Versicherungsnehmer zum Zweck der Verminderung der Gefahr
oder der Verhütung einer Erhöhung der Gefahr dem Versicherer gegenüber - unabhängig von der Anwend-
barkeit des Abs. 1a - zu erfüllen ist, so kann sich der Versicherer auf die vereinbarte Leistungsfreiheit nicht
berufen, wenn die Verletzung keinen Einfluss auf den Eintritt des Versicherungsfalls oder soweit sie keinen
Einfluss auf den Umfang der dem Versicherer obliegenden Leistung gehabt hat.
(3) Ist die Leistungsfreiheit für den Fall vereinbart, dass eine Obliegenheit verletzt wird, die nach dem Eintritt
des Versicherungsfalles dem Versicherer gegenüber zu erfüllen ist, so tritt die vereinbarte Rechtsfolge nicht
ein, wenn die Verletzung weder auf Vorsatz noch auf grober Fahrlässigkeit beruht. Wird die Obliegenheit
nicht mit dem Vorsatz verletzt, die Leistungspflicht des Versicherers zu beeinflussen oder die Feststellung
solcher Umstände zu beeinträchtigen, die erkennbar für die Leistungspflicht des Versicherers bedeutsam
sind, so bleibt der Versicherer zur Leistung verpflichtet, soweit die Verletzung weder auf die Feststellung des
Versicherungsfalls noch auf die Feststellung oder den Umfang der dem Versicherer obliegenden Leistung
Einfluss gehabt hat.
(4) Eine Vereinbarung, nach welcher der Versicherer bei Verletzung einer Obliegenheit zum Rücktritt berech-
tigt sein soll, ist unwirksam.
(5) Der Versicherer kann aus der fahrlässigen Verletzung einer vereinbarten Obliegenheit Rechte nur ableiten,
wenn dem Versicherungsnehmer vorher die Versicherungsbedingungen oder eine andere Urkunde zugegan-
gen sind, in der die Obliegenheit mitgeteilt wird.
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Seite 15 von 15 ERV-RVB PayLife 2022
Versicherer:
Europäische Reiseversicherung AG
Sitz in Wien, Kratochwjlestraße 4, A-1220 Wien
Tel. +43 1 317 25 00, E-Mail: info@[Link], [Link]
Firmenbuch HG Wien FN 55418y
Aufsichtsbehörde: FMA Finanzmarktaufsicht, Bereich: Versicherungsaufsicht,
Otto-Wagner-Platz 5, A-1090 Wien.
Artikel 1
Abweichend von Artikel 3 Punkt 1 ERV-RVB PayLife 2022 „Zeitlicher Geltungsbereich“ gilt:
1. Der Versicherungsschutz für die PayLife Reisestornoversicherung beginnt mit Reisebuchung und endet mit Antritt der versi-
cherten Reise.
Für bereits vor Beantragung der Kreditkarte gebuchte Reisen beginnt der Versicherungsschutz frühestens am 10. Tag nach
Antragsstellung.
Artikel 2
Abweichend von Artikel 5 Punkt 2 ERV-RVB PayLife 2022 „Voraussetzungen für den Versicherungsschutz gilt für die PayLife
Reisestornoversicherung:
2. Versicherungsschutz besteht nur, wenn die Voraussetzungen laut Leistungsverzeichnis erfüllt sind:
– „Verwendung“ bedeutet Verwendung der Kreditkarte für Zahlungen innerhalb von drei Monaten vor Schadeneintritt
(Bargeldbehebung und Abbuchung der Kartengebühr gelten nicht als Verwendung);
– „(An-)Zahlung der Reise“ bedeutet, dass zum Zeitpunkt der Buchung der Reise, diese mit der Kreditkarte angezahlt
oder zur Gänze bezahlt wird;
– „Bezahlung der Reise“ ist die 100%ige Bezahlung der Reise mit der Kreditkarte vor Reiseantritt.
Besonderer Teil
Reisestornoversicherung
Artikel 3
Was ist versichert?
1. Gegenstand der Versicherung ist eine gebuchte Reise. Versichert sind ausschließlich Privatreisen.
2. Ein Versicherungsfall liegt vor, wenn die versicherte Person aus einem der folgenden Gründe die Reise nicht antreten kann:
2.1. Tod der versicherten Person
2.2. unerwartete Erkrankung (einschließlich epidemischer oder pandemischer Krankheiten) oder unfallbedingte Körperverlet-
zung der versicherten Person, wenn sich aus einem dieser Gründe für die Reise die Reiseunfähigkeit ergibt.
2.3. Schwangerschaft der versicherten Person, wenn die Schwangerschaft erst nach der Reisebuchung festgestellt wurde,
sowie Frühgeburt und unerwartete Schwangerschaftskomplikationen bis einschließlich der 35. Schwangerschaftswoche;
2.4. unerwartete Erkrankung (einschließlich epidemischer oder pandemischer Krankheiten), unfallbedingte Körperverletzung
oder Tod (auch Selbsttötung) des Ehepartners bzw. eingetragenen Lebenspartners oder im gemeinsamen Haushalt le-
benden Lebensgefährten (gleiche Meldeadresse seit mindestens sechs Monaten) und deren Kinder, Eltern, Schwiegerel-
tern, Großeltern, Geschwister, Schwager/Schwägerin, Enkel, wodurch die Anwesenheit der versicherten Person erfor-
derlich ist.
2.5. bedeutender Sachschaden am Eigentum der versicherten Person an einem ihrer Wohnsitze infolge eines Elementarer-
eignisses (Hochwasser, Sturm usw.) oder Straftat eines Dritten, der ihre Anwesenheit erforderlich macht;
2.6. unverschuldeter Verlust des Arbeitsplatzes infolge Kündigung der versicherten Person durch den Arbeitgeber;
2.7. Einberufung der versicherten Person zum Grundwehr- bzw. Zivildienst, vorausgesetzt die zuständige Behörde akzeptiert
die Reisebuchung nicht als Grund zur Verschiebung der Einberufung.
3. Der Versicherungsfall gilt für die betroffene versicherte Person und mitreisende Familienangehörige (gemäß Artikel 1 Punkt 3
ERV-RVB PayLife 2022).
Artikel 4
Was ist nicht versichert (Ausschlüsse)?
Kein Versicherungsfall liegt vor, wenn der Reisestornogrund
1. bei Reisebuchung bereits vorgelegen hat oder voraussehbar gewesen ist;
2. in Zusammenhang steht mit
2.1. psychische Erkrankungen (mit Ausnahme des erstmaligen Auftretens, wenn dadurch ein stationärer Krankenhausauf-
enthalt oder eine Behandlung durch einen Facharzt der Psychiatrie erforderlich wird);
2.2. chronischen Krankheiten und bestehenden Leiden;
2.3. Krankheiten und Unfallfolgen, die innerhalb von zwölf Monaten vor Reisebuchung stationär behandelt wurden.
3. Die allgemeinen Ausschlüsse gemäß Artikel 6 Punkte 1.14. bis 1.20 ERV-RVB PayLife 2022 finden keine Anwendung auf die
PayLife Reisestornoversicherung.
Seite 2 von 2 ERV-BB PayLife – Storno 2022
Artikel 5
Was ist zur Wahrung des Versicherungsschutzes zu beachten (Obliegenheiten)?
Als Obliegenheiten, deren Verletzung die Leistungsfreiheit des Versicherers nach Maßgabe der Voraussetzungen und Begren-
zungen des § 6 Absatz 3 VersVG (siehe Anhang) bewirkt, werden bestimmt:
Die versicherte Person hat
1. bei Eintritt eines versicherten Reisestornogrundes ehestmöglich die Reise zu stornieren, um die Stornokosten möglichst
niedrig zu halten;
2. den Versicherungsfall dem Versicherer ehestmöglich unter Angabe des Reisestornogrundes zu melden;
3. folgende Unterlagen an den Versicherer zu senden:
– Nachweis der Kartenverwendung innerhalb von 3 Monaten vor Schadenseintritt (= Kopie der Monatsabrechnung)
– bei (An-)Zahlung der Reise: Nachweis der Zahlung der Reise mit der Kreditkarte
Artikel 6
Wie hoch ist die Entschädigung?
1. Der Versicherer ersetzt bei Reisestorno die aus dem Reisevertrag geschuldeten Stornokosten.
2. Sofern gemäß Leistungsverzeichnis ein Selbstbehalt zur Anwendung kommt, wird dieser vom erstattungsfähigen Scha-
den abgezogen.
3. Nicht ersetzt werden Abschussgebühren und Jagdlizenzen.
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Anhang
§ 6 Versicherungsvertragsgesetz
( 1) Ist im Vertrag bestimmt, dass bei Verletzung einer Obliegenheit, die vor dem Eintritt des Versicherungsfalles
dem Versicherer gegenüber zu erfüllen ist, der Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei sein soll, so tritt
die vereinbarte Rechtsfolge nicht ein, wenn die Verletzung als eine unverschuldete anzusehen ist. Der Versicherer
kann den Vertrag innerhalb eines Monates, nachdem er von der Verletzung Kenntnis erlangt hat, ohne Einhaltung
einer Kündigungsfrist kündigen, es sei denn, dass die Verletzung als eine unverschuldete anzusehen ist. Kündigt
der Versicherer innerhalb eines Monates nicht, so kann er sich auf die vereinbarte Leistungsfreiheit nicht berufen.
( 1a) Bei der Verletzung einer Obliegenheit, die die dem Versicherungsvertrag zugrundeliegende Äquivalenz zwi-
schen Risiko und Prämie aufrechterhalten soll, tritt die vereinbarte Leistungsfreiheit außerdem nur in dem Verhältnis
ein, in dem die vereinbarte hinter der für das höhere Risiko tarifmäßig vorgesehenen Prämie zurückbleibt. Bei der
Verletzung von Obliegenheiten zu sonstigen bloßen Meldungen und Anzeigen, die keinen Einfluss auf die Beurtei-
lung des Risikos durch den Versicherer haben, tritt Leistungsfreiheit nur ein, wenn die Obliegenheit vorsätzlich
verletzt worden ist.
( 2) Ist eine Obliegenheit verletzt, die vom Versicherungsnehmer zum Zweck der Verminderung der Gefahr oder der
Verhütung einer Erhöhung der Gefahr dem Versicherer gegenüber - unabhängig von der Anwendbarkeit des Abs. 1a
- zu erfüllen ist, so kann sich der Versicherer auf die vereinbarte Leistungsfreiheit nicht berufen, wenn die Verlet-
zung keinen Einfluss auf den Eintritt des Versicherungsfalls oder soweit sie keinen Einfluss auf den Umfang der
dem Versicherer obliegenden Leistung gehabt hat.
( 3) Ist die Leistungsfreiheit für den Fall vereinbart, dass eine Obliegenheit verletzt wird, die nach dem Eintritt des
Versicherungsfalles dem Versicherer gegenüber zu erfüllen ist, so tritt die vereinbarte Rechtsfolge nicht ein, wenn
die Verletzung weder auf Vorsatz noch auf grober Fahrlässigkeit beruht. Wird die Obliegenheit nicht mit dem Vor-
satz verletzt, die Leistungspflicht des Versicherers zu beeinflussen oder die Feststellung solcher Umstände zu be-
einträchtigen, die erkennbar für die Leistungspflicht des Versicherers bedeutsam sind, so bleibt der Versicherer zur
Leistung verpflichtet, soweit die Verletzung weder auf die Feststellung des Versicherungsfalls noch auf die Feststel-
lung oder den Umfang der dem Versicherer obliegenden Leistung Einfluss gehabt hat.
( 4) Eine Vereinbarung, nach welcher der Versicherer bei Verletzung einer Obliegenheit zum Rücktritt berechtigt sein
soll, ist unwirksam.
( 5) Der Versicherer kann aus der fahrlässigen Verletzung einer vereinbarten Obliegenheit Rechte nur ableiten, wenn
dem Versicherungsnehmer vorher die Versicherungsbedingungen oder eine andere Urkunde zugegangen sind, in
der die Obliegenheit mitgeteilt wird.
Versicherer:
Europäische Reiseversicherung AG
Sitz in Wien, Kratochwjlestraße 4, A-1220 Wien
Die Europäische Reiseversicherung AG
Tel. +43 1 317 25 00, E-Mail: info@[Link],
gehört zur Unternehmensgruppe der Assicurazioni
[Link] Firmenbuch HG Wien FN 55418y
Generali S.p.A., Triest. eingetragen im Versicherungs-
Aufsichtsbehörde: FMA Finanzmarktaufsicht, Bereich:
gruppenregister der IVASS unter der Nummer 026.
Versicherungsaufsicht, Otto-Wagner-Platz 5, A-1090 Wien.
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Artikel 1
Begriffsbestimmungen von Nordkorea, Afghanistan, Myanmar, Syrien, Vene-
1. Kreditkarte: von der BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit zuela, Russland, Belarus, der Krim, Luhansk, Donezk
und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse und dem Iran.
Aktiengesellschaft ausgegebene, gültige Kreditkarte
mit der Versicherungsleistung „PayLife Einkaufs- Artikel 4
schutz“. Versicherte Gegenstände
2. Inhaber: berechtigter Inhaber einer Kreditkarte. 1. Sämtliche Gegenstände, die vom Inhaber zu privaten
3. Leistungsverzeichnis: Übersicht mit Versicherungs- Zwecken erworben und zu 100 % mit der Kreditkarte
leistungen und Versicherungssummen der jeweiligen bezahlt wurden, sind versichert.
Kreditkarte. 2. Wenn es sich dabei um Schmuck, Uhren, Pelze,
technische Geräte aller Art samt Zubehör (z.B. Foto-,
Artikel 2 Film-, Videogeräte, Laptops, Tablets, optische Gerä-
Versicherungsfall te ausgenommen Sehbehelfe, Unterhaltungselektro-
Versicherungsfall ist die Beschädigung bei nachgewie- nik, Mobiltelefone, Navigationsgeräte), Musikinstru-
sener Fremdeinwirkung, Beschädigung bei Verkehrsun- mente, Sportgeräte oder Fahrräder handelt, sind
fall sowie Diebstahl, Einbruchdiebstahl oder Raub der diese versichert, wenn sie
versicherten Gegenstände. 2.1. in persönlichem Gewahrsam sicher verwahrt
Artikel 3 mitgeführt und beaufsichtigt werden, sodass
Zeitlicher und örtlicher Geltungsbereich deren Wegnahme durch Dritte ohne Überwinden
Der Versicherungsschutz gilt während der Dauer des eines Hindernisses nicht möglich ist;
aufrechten Kreditkartenvertrages ab Übernahme der 2.2. sich in einem verschlossenen und versperrten
versicherten Gegenstände durch den Inhaber für die im Raum befinden und alle vorhandenen Sicher-
Leistungsverzeichnis der jeweiligen Kreditkarte angege- heitseinrichtungen (Safe, Schränke usw.) ge-
bene Anzahl an Tagen. nutzt werden;
Der Versicherungsschutz gilt weltweit, mit Ausnahme 2.3. bestimmungsgemäß getragen werden.
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