Al-Wajāzah Fī Sharh Al-Usūl Ath-Thalāthah
Al-Wajāzah Fī Sharh Al-Usūl Ath-Thalāthah
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Inhaltsverzeichnis
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Die neunte ʿIbādah: die Umkehr ( )اﻹﻧﺎﺑﺔ............................................. 143
Die Hilfesuche ()اﻻﺳﺘﻌﺎﻧﺔ......................................................................... 145
Die Zufluchtsuche ( )اﻻﺳﺘﻌﺎذة.................................................................. 145
Der Hilferuf ( )اﻻﺳﺘﻐﺎﺛﺔ............................................................................. 146
Die dreizehnte ʿIbādah: Das Schlachten ( )اﻟﺬﺑﺢ................................. 152
Die vierzehnte ʿIbādah: Das Gelübde ()اﻟﻨﺬر........................................158
Die zweite Grundlage............................................................................ 161
Allgemeines über den Dīn ................................................................... 166
Die erste Stufe: Der Islām ( )اﻹﺳﻼم....................................................... 172
Die erste Säule ......................................................................................... 175
Die zweite Säule ..................................................................................... 180
Die dritte Säule ........................................................................................182
Die vierte Säule ...................................................................................... 184
Die fünfte Säule ...................................................................................... 184
Die zweite Stufe: Der Īmān ( )اﻹﯾﻣﺎن..................................................... 188
Die dritte Stufe: Der Ihsān ( )اﻹﺣﺳﺎن..................................................... 196
Die dritte Grundlage ........................................................................... 206
Die Kenntnis des Propheten Muhammad ﷺ................................... 206
Die Auswanderung ( )اﻟﮭﺠﺮة.................................................................. 220
Länder des Islām, Land des Shirk ......................................................222
Masāʾil, die mit dem dritten Asl zusammenhängen ...................... 236
Die Auferstehung. ................................................................................ 242
Die Angelegenheit der Wichtigkeit der Gesandten. ....................... 259
Bedeutung des Tāghūts. ....................................................................... 267
Die Köpfe der Tawāghīt. ...................................................................... 272
1. Iblis. .................................................................................................. 272
2. Wer angebetet wird und damit zufrieden ist. .......................... 273
3. Wer eine Sache vom Wissen des Verborgenen behauptet. .... 273
4. Wer die Menschen zu seiner Anbetung aufruft. ......................281
3
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Vorwort des Übersetzers
Alles Lob gebührt Allāh, dem Herrn der Welten. Und Salāh und
Salām auf dem edelsten aller Propheten und Gesandten, unserem
Propheten Muhammad, auf seiner edlen und gereinigten Familie
und seinen vorzüglichen Gefährten. Sodann:
Dies ist die Erklärung des Matns von Shaykh Muhammad ibn ʿAbd
al-Wahhāb, möge Allāh Sich seiner erbarmen, welches den Titel
„Al-Usūl ath-Thalāthah – Die drei fundamentalen Grundlagen“
trägt. Der Erklärer (Shārih) ist kein Geringerer als der Shaykh al-
ʿAllāmah ʿAlī ibn al-Khudayr al-Khudayr, möge Allāh ihn standhaft
machen und seine Freilassung beschleunigen.
Er nannte seine Erklärung „Al-Wajāzah fī Sharh al-Usūl ath-
Thalāthah – Die Kurzfassung in der Erklärung der drei
fundamentalen Grundlagen“.
Wenn man hier eine Erklärung erwartet, welche nur das Nötigste
vom Matn erläutert, damit man ihn versteht, so hat man sich
getäuscht; vielmehr ist dies eine ausführliche Erklärung des Matns,
welche die wichtigsten Angelegenheiten erwähnt, die man im
Bereich des Tauhīds und der ʿAqīdah benötigt, und auch andere
Wissenschaften werden teils angeschnitten. Wenn man diese
Erklärung richtig gelernt und verstanden hat, so hat man ein
stabiles Fundament in der Wissenschaft des Tauhīds und der
ʿAqīdah.
Der Shaykh ging in der Erklärung so vor, dass er erst den Matn (Text
des zu erklärenden Buches) zitiert, und dann den Matn Satz für Satz
durchgeht und seinen Wortlaut verdeutlicht, seine Bedeutung
erklärt und dann weitere Angelegenheiten erwähnt und
verdeutlicht, welche mit diesem Teil des Matns zusammenhängen;
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Biographie von Shaykh ʿAlī al-Khudayr
Sein Name ist Shaykh ʿAlī ibn Khudayr ibn Fahd ibn al-Khudayr. Er
wurde im Jahr 1374 nach der Hijrah in Riyādh auf der Arabischen
Halbinsel geboren. Er absolvierte sein Studium in der Usūl Ad-Dīn
Fakultät an der Universität des Imām im Jahre 1403 n.H.
Einer der Ersten, von denen er Wissen nahm, bevor er sein Studium
an der Usūl Ad-Dīn Fakultät begann, war der ehrenwerte Shaykh
ʿAlī Ibn ʿAbd-Allāh Al-Jardān und der ehrenwerte Shaykh und
Richter Muhammad Al-Muhīzī (und er war einer der führenden
Richter in der Zeit von Muhammad Ibn Ibrāhīm) رﺣﻤﮭﻢ اﻟﻠﮫ.
Er nahm sein Wissen auch von Shaykh Muhammad Ibn Sālih Al-
Mansūr رﺣﻤﮫ اﻟﻠﮫ. Er blieb 4 Jahre mit ihm, von 1409 bis 1413 n.H., in
denen er Tauhīd, Fiqh, Al-Farāʾid, Hadīth und Nahw studierte.
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Seine Lehren:
Shaykh ʿAlī al-Khudayr gab Durūs in Tauhīd, ʿAqīdah und Fiqh in
Buraydah (Al-Qasīm). Seine ersten Durūs wurden in verschiedenen
Moscheen gehalten und behandelten Fiqh und Hadīth. In den
frühen Tagen hatte er nicht mehr als 5 Studenten. Jedoch stieg ihre
Anzahl rasch, bis der Shaykh sehr bekannt wurde für sein Wissen
im Al-Qasīm-Gebiet.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Seine Werke:
Der Shaykh verfasste viele Werke, die meisten im Bereich der
ʿAqīdah und des Tauhīds. Zu ihnen gehören:
Seine Festnahme:
Der Shaykh wurde 1420 n.H. von der saudischen Tāghūt-Regierung
festgenommen und wurde gezwungen, ein Geständnis zu machen,
in welchem er behauptete, angeblich seine Meinungen und
Standpunkte geändert zu haben.
Nach all diesen Jahren ist der Shaykh noch immer ohne
Verhandlung im Gefängnis. Möge Allāh ihn standhaft machen und
ihn befreien.1
1Die Grundlage dieser Biographie ist von dem Sohn des Shaykhs, und wir ergänzten sie
um einige Details.
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Gelehrsamkeit
Sein erster Lehrer war sein hoch angesehener Vater und im Alter
von zehn Jahren lernte er den Qurʾān auswendig. Er las die Bücher
des Tafsīr, des Hadīth und des Fiqh. Von Anfang an war er sehr
interessiert daran, die Werke der frühen Gelehrten zu erlernen und
zu studieren, im Besonderen jene von Shaykh al-Islām Ahmad Ibn
Taymiyyah und dessen ehrenwertem Schüler Muhammad Ibn al-
Qayyim al-Jawziyyah.
Der Shaykh fing an, die Menschen zum Tauhīd zu rufen, als er sah,
dass Gräberanbetung und viele weitere Shirkiyyāt sich weit
verbreitet hatten. Nach Reisen durch Zabir, al-Ahsāʾ und
Huraymala erreichte er ʿUyaynah, wo er sich der Aufgabe hingab,
die Menschen zum Tauhīd zu rufen und den Shirk zu bekämpfen.
Seine Daʿwah trug Früchte und die Leute strömten in Massen zu
ihm. Jedoch bat Amīr ʿUthmān ihn auf Drohungen des Herrschers
von al-Ahsāʾ hin, an einen anderen Ort auszuwandern. So wanderte
der Shaykh nach Darʿiyah aus. Der Herrscher von Darʿiyah
Muhammad ibn Saʿūd gehörte einer rechtschaffenen Sippe an und
freute sich sehr über die Ankunft des Shaykhs.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Darʿiyah, das Kerngebiet der Daʿwah
Shaykh Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb fing an, zu lehren und zu
predigen und so wurde Darʿiyah zum Zentrum des Wissens und der
Daʿwah. Parallel zu seinem Einsatz in der Daʿwah war der Shaykh
auch mit dem Kampf beschäftigt. Delegationen aller Gebiete der
Arabischen Halbinsel besuchten Darʿiyah, um ihm ihre
Unterstützung zuzusagen, ihre Eide abzulegen und an Unterrichten
über den wahren Tauhīd teilzunehmen. Daraufhin gingen diese
zurück in ihre Gebiete, um dasselbe an ihre Leute weiterzuleiten
und sie darin zu unterrichten.
Der Herrscher von ʿUyaynah und seine Eliten gingen auf die Reise,
um dem Shaykh einen Besuch abzustatten. Sie baten ihn dabei,
doch zurück nach ʿUyaynah zurückzukehren, aber der Shaykh
lehnte dies ab; sie baten ihn auch, im Namen Allāhs bis zu ihrem
letzten Mann kämpfen zu dürfen.
Die Mission des Shaykh breitete sich weit aus und eine große
Anzahl von Gelehrten und Führern aus Indien, Indonesien,
Afghanistan, ganz Afrika, Marokko, Ägypten, Syrien, dem Irak und
weiteren Ländern wurden davon beeinflusst und waren von seiner
Daʿwah angesprochen.
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Abberufung
Der Shaykh widmete sein ganzes Leben der Daʿwah und den Kampf,
mit Muhammad ibn Saʿūd und dessen Sohn ʿAbd al-ʿAzīz an seiner
Seite. Allāh gewährte dem Shaykh seinen letzten Atemzug am
letzten Tag des Monats Dhū al-Qiʿdah im Jahre 1206 n.H. (1792).
Nach dem Fortleben des Shaykhs führten seine Söhne, seine Enkel,
seine Anhänger und Unterstützer die Arbeit der Daʿwah und des
Kampfes auf dem Wege Allāhs fort.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Und viele weitere …2
2
Die Biographie wurde der deutschen Übersetzung von „Kitab at-Tawhīd“ entnommen.
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
„Wisse – möge Allāh Sich deiner erbarmen – dass es für uns
verpflichtend ist, folgende Angelegenheiten zu erlernen:
1.) Das Wissen; und zwar ist damit die Kenntnis Allāhs, die
Kenntnis Seines Propheten und die Kenntnis der Religion des Islām
mit den Beweisen gemeint.
2.) Das Handeln danach,
3.) Das Aufrufen dazu,
4.) Die Geduld angesichts des Leids darin.
﴾﴿واﻟْ َﻌ ْﺼ ِﺮ
َ
Beim Zeitalter!
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾﴿ان ْاﻻ ْ َﺴ َﺎن ﻟ َ ِﻔﻲ ﺧ ُْﺴ ٍﺮ
Der Mensch befindet sich wahrlich in Verlust,
﴾ﺎت َوﺗ ََﻮ َاﺻ ْﻮا ِ ﻟْ َﺤ ّ ِﻖ َوﺗ ََﻮ َاﺻ ْﻮا ِ ﻟﺼ ْ ِﺮ
ِ َ ﴿اﻻ اﻟ ِﺬ َﻦ ٓ َﻣ ُﻮا َو َﻋ ِﻤﻠُﻮا اﻟﺼﺎ ِﻟ
außer denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun und
einander die Wahrheit eindringlich empfehlen und einander die
Standhaftigkeit eindringlich empfehlen
(Al-ʿAsr: 1-3).
Und al-Bukhārī رﺣﻤﮫ اﻟﻠﮫ ﺗﻌﺎﻟﻰsagte: „Kapitel: Das Wissen vor der
Aussage und der Tat; und der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:
So fing Er mit dem Wissen vor der Aussage und der Tat an.“
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
Die Basmalah
Der Autor begann mit der Basmalah, und es ist empfohlen, am
Anfang von Ansprachen, Reden und Schriften mit der Erwähnung
Allāhs zu beginnen, und dies ist von drei Arten:
a.) Die Basmalah, wie es der Autor tat, und der Beweis ist das
Nehmen des Qur’āns hierin als Vorbild, und bei al-Bukhārī wird
überliefert, dass der Prophet ﷺzu Hiraql einen Brief schrieb, den er
mit „Bismillāh ar-Rahmān ar-Rahīm“ begann. Was den Hadīth
„Jede wichtige Angelegenheit..“3 betrifft, so ist er daʿīf (schwach).4
c.) Mit Āyāt beginnen, wie es in der Geschichte der Gruppe, welche
von Mudar kamen überliefert wurde, welche Arme waren; dann
hielt er ﷺeine Rede und rezitierte sodann die Āyāt:
3
Hiermit meint er den Hadīth: „Jede wichtige Angelegenheit, welche nicht mit dem
Namen Allāhs begonnen wird ist abgetrennt (vom Segen).“
4 Die Ahādīth werden in zwei Kategorien aufgeteilt: (1) Maqbūl (akzeptabel), und
hierunter fällt das, was als sahīh und als hasan bezeichnet wird, und (2) mardūd
(abgelehnt), und hierunter fällt das, was als daʿīf bezeichnet wird, mit all seinen
Unterkategorien, und ebenfalls die erfundenen Ahādīth (mawdūʿ).
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Und die Āyah in Sūrah al-Hashr:
Dann sagte er: „Ein Mann spendete von seinem Dīnar und von
seinem Dirham..“, dies wird im Hadīth von Jarīr bei Muslim
überliefert. Der Beweispunkt ist, dass er einige Āyāt rezitierte, als
er begann zu predigen.
Was diese Aussage von ihm betrifft, so wird bald das Wissen
definiert, jedoch (will ich eines bereits hier erwähnen;) gibt dieser
Ausdruck die Fürsorge (des Autors) wieder und den Ansporn für
das, was danach kommt, wie al-Hakamī, möge Allāh Sich seiner
erbarmen, sagte, und dies ist vom Erbarmen des Autors und seiner
Liebe, sodass er für den Zuhörenden auf diese Art und Weise
Bittgebete spricht. Die Bedeutung des Bittgebets für
Barmherzigkeit ist: „Möge Allāh dir deine Vergangenheit
verzeihen, und möge Er dir Erfolg geben und dich in der Zukunft
bewahren“. Darauf basierend umfasst die Barmherzigkeit hier die
Bedeutung der Vergebung.
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Und manchmal definiert man die Pflicht durch das Urteil, und zwar:
„Das, wofür der Täter belohnt wird, wenn er es mit Gehorsam tut,
und wofür er die Bestrafung verdient, wenn er es unterlässt.“ Die
Regel in der Definition ist, dass man (die Sache) durch ihre Realität
5
Mit „der Autor“ ist immer Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb, der Verfasser von
Al-Usūl ath-Thalāthah, gemeint und mit diesem Ausdruck bezieht sich Shaykh
ʿAlī al-Khudayr auf den Originaltext, den er erklärt.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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definiert, doch es gibt keinen Einwand, wenn man sie bei Bedarf
durch das Urteil definiert, um das Wissen und das Verständnis zu
vereinfachen. Unsere Worte „mit Gehorsam“ –dies ist bei der
Pflicht notwendig, denn wenn er es ohne Gehorsam getan hätte, so
hätte er sich nicht von der Bringschuld befreit und die Forderung
(zur Handlung) wäre nicht entfallen, aufgrund des Hadīths von
ʿUmar:
Unsere Aussage „verdient die Bestrafung“ ist besser als zu sagen: „er
wird bestraft“, denn das Unterlassen der Pflichten, wie es bei Ahl as-
Sunnah wa al-Jamāʿah bekannt ist, liegt unter dem göttlichen
Willen (Mashīʾah), wenn Allāh möchte, bestraft Er, und wenn Er
möchte, verzeiht Er demjenigen. Die Khawārij und Muʿtazilah
sagen im Gegensatz dazu, dass er (auf jeden Fall) bestraft wird. Die
Salaf jedoch sagten: „Er verdient die Strafe, so stehen das Verdienen
und die Androhung fest. Was jedoch die wirkliche Bestrafung
angeht, so liegt sie unter dem Willen Allāhs (wenn Er möchte,
vergibt Er und wenn Er möchte, bestraft Er).“
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Der Autor meint bei diesen vier Angelegenheiten jedoch nicht die
fachliche Bedeutung der Pflicht; vielmehr sind diese
(Angelegenheiten) Säulen und Fundamente, denn das Wissen über
den Herrn, die Religion und den Gesandten ist das größte
Fundament und die gewaltigste aller Pflichten.
Seine Worte „für uns“ ()ﻋﻠﯿﻨﺎ: Damit meint er hier alle Geschöpfe,
selbst die Ungläubigen, da auch sie angesprochen sind und ihnen
die Zweige und Fundamente der Sharīʿah anbefohlen wurden. So
sind die Muslime bezüglich der Zweige der Sharīʿah durch den
Qurʾān und die Sunnah angesprochen. Was die Ungläubigen
betrifft, ja, auch an sie ist es gerichtet. Deshalb verdienen sie die
Strafe aufgrund des Unterlassens der Befehle und der Beweis
hierfür ist:
und:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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und:
Sie werden auch für die Unzucht bestraft, und so ist jede Ansprache,
welche den Muslimen gilt, auch an die Ungläubigen gerichtet. Doch
wenn jemand den Islām annimmt und Reue zeigt, wird ihm das
Vorherige vergeben und der Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
und die Worte des Gesandten ﷺ: „Der Islām löscht alles, was vor ihm
war“ (Muslim, Nr.121).
und die Taten der Gefährten. Der Abtrünnige (Murtadd) ist in dieser
Angelegenheit wie der Ungläubige; es wird nicht von ihm verlangt,
das nachzuholen, was er während seiner Abtrünnigkeit unterlassen
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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So setzte er das Wissen gleich mit der Bedeutung von Kenntnis“ und
dies wählte auch der Verfasser aus – (nämlich), dass das Wissen
Kenntnis bedeutet; so sagte der Autor: „Erstens: Das Wissen; und
zwar ist damit die Kenntnis Allāhs, die Kenntnis Seines Propheten
und die Kenntnis der Religion des Islām mit den Beweisen
gemeint.“
Erstens: Die Kenntnis ist der Kern des Wissens. Das Wissen steht im
Vergleich zu ihr wie der Īmān zu al-Ihsān. Sie ist ein spezielles
Wissen; was mit ihr zusammenhängt, ist tiefgründiger und
versteckter als das (einfache) Wissen.
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Zweitens: Die Kenntnis ist das Wissen, welches seinen Besitzer das
Verpflichtende davon (vom Wissen) und seine Konsequenzen
bewahren lässt, also ist es Wissen, welches mit Bewahrung
verbunden ist.
Drittens: Die Kenntnis ist ein Beweis für sich selbst, und sie ist auf
der Stufe der seelischen Angelegenheiten, deren Besitzer keinen
Zweifel darin haben kann, und sich nicht von ihr entfernen kann,
und der Inhalt der Kenntnis ist vollständiger als der Inhalt des
Wissens, und Allāh ﺳﺒﺤﺎﻧﮫ وﺗﻌﺎﻟﻰweiß es am besten.“
Al-ʿAskarī sagte in seinem Buch al-Furūq (S. 72), dass „die Kenntnis
spezifischer ist als das Wissen, da sie das Wissen über die Sache
selber ist, abgetrennt von allem, was nicht dazugehört; und das
Wissen kann zusammengefasst oder detailliert dargelegt sein“, bis
er sagte: „Jede Kenntnis ist Wissen, aber nicht jedes Wissen (ist
Kenntnis), und dies, da der Ausdruck ‚Kenntnis‘ (Maʿrifah) dazu
dient, das Bekannte von dem Rest abzusondern, und der Ausdruck
Wissen (ʿIlm) dient nicht dazu, außer auf eine andere Art der
Spezifizierung bei der Erwähnung des Bekannten.“
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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außer dem Vorhandenen; und die Auffassung ist ein Weg von den
Wegen des Wissens.“
Der Autor sagte weiter: „das Wissen“. Der Artikel dient zur
Bestimmung. Er meinte nicht jede Art von Wissen, denn er machte
es bestimmt, indem er sagte, dass es das Wissen über Allāh usw. ist,
also meinte der Autor damit das Wissen über die Sharīʿah (al-ʿIlm
ash-Sharʿī).
6Dieses Wort bedeutet „Angelegenheit“; der Autor wird es öfters in der Erklärung
verwenden, wenn er eine bestimmte Thematik untersuchen will oder einen zusätzlichen
Nutzen erwähnen will.
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Dritte Kategorie: das, was Fard Kifāyah ist, wie das Studieren der
Medizin und anderer Fähigkeiten. Das ist Fard Kifāyah und so
verhält es sich auch mit den Sprachwissenschaften und weiteren
erlaubten Wissenschaften, die den Muslimen nützen.
7Immer, wenn der Autor „im Sahīh“ sagt, so meint er damit entweder al-Bukhārī,
Muslim oder beide.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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oder das Wissen über ʿIlm al-Kalām, oder das Wissen über die
Musik, das Wissen über Zinsen oder Kunst etc. Dazu gehört auch
der säkularistische Weg von heute im Schulwesen, welcher dem im
Westen ähnelt, wo die Menschen verpflichtet werden, verbotene
Dinge zu erlernen und Dinge, welche sie nicht benötigen, und dies
ist allgemein so in allen Stufen, und diese Angelegenheit habe ich
bereits erwähnt und erklärt im Buch Al-Muʿtasar Sharh Kitāb at-
Tauhīd, im Kapitel: Der Zauber und Wahrsagerei.
Der Autor sagte: „Und es ist die Kenntnis Allāhs, die Kenntnis
Seines Propheten und die Kenntnis der Religion mit den Beweisen.“
Er zog (hier) die Kenntnis der Religion der Kenntnis des Gesandten
vor. Dies macht nichts, da beide miteinander zusammenhängen.
Das „und“ deutet hier nicht auf die Reihenfolge, auch wenn die
Kenntnis des Gesandten üblicherweise der Kenntnis der Religion
zuvorkommt, da es notwendig ist, diesen Propheten zu kennen und
dann von ihm die Religion zu nehmen.
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Wichtige Masʾalah: Wir kennen das Urteil über die Kenntnis dieser
drei Fundamente – wird das blinde Folgen in diesen drei
Fundamenten und der restlichen Glaubenslehre akzeptiert? Diese
Angelegenheit nennt man: „die Gültigkeit des Īmāns des blinden
Befolgers in der Glaubenslehre“. Und die Antwort lautet: Das blinde
Befolgen in der Glaubenslehre ist erlaubt, jedoch mit der
Bedingung, dass man sich absolut sicher ist in dem, was man blind
befolgt, und es ist nicht notwendig, den Beweis (Dalīl) zu kennen. Es
wird nämlich von Anas bin Mālik überliefert, dass er sagte: „Als wir
mit dem Gesandten ﷺin der Masjid saßen, kam ein Mann herein (er
war Dimām bin Thaʿlabah). Er sagte zum Gesandten ﷺ: „Ich werde
dich fragen und (ich werde) hart sein beim Fragen, also hab nichts
gegen mich.“ Dieser sagte: „Frag über das, was du hast.“ So sagte er:
„Ich frage dich bei deinem Herrn, und dem Herrn jener vor dir, hat
dich wirklich Allāh zu allen Menschen entsandt?“ So sagte er:
„Allāhumma, ja.“ Danach fragte er ihn nach den Säulen..“ (Musnad
Ahmad 12719, Bukhārī 63).
Shaykh ʿAbdullāh Abā Butayn sagte: „Es ist für jeden verpflichtend,
die Kenntnis des Tauhīd und die Kenntnis der Säulen des Islāms mit
Beweisen zu haben, und das blinde Folgen hierin ist nicht erlaubt.
Wenn jedoch der normale Muslim, welcher die Beweise nicht kennt
an die Einheit Allāhs und an die Botschaft Muhammads ﷺglaubt,
sowie an die Auferstehung nach dem Tode, das Paradies und die
Hölle und daran, dass diese Angelegenheiten des Shirk, welche bei
diesen Grabstätten verrichtet werden, falsch und Irrglauben sind;
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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wenn er dies mit einer fester Überzeugung und ohne Zweifel daran
glaubt, so ist er ein Muslim, selbst wenn er es nicht mit Beweisen
untermauern kann, da die Allgemeinheit der Muslime, selbst wenn
ihnen der Beweis diktiert wird, meistens die Bedeutung nicht
verstehen.“ „Er sagte: „Imām an-Nawawī erwähnte im Sharh
Muslim bei dem Hadīth von Dimām bin Thaʿlabah: „Abū ʿAmr bin
as-Salāh sagte: „Hierin liegt ein Beweis dafür, was die Aʾimmah der
Gelehrten sagten, nämlich, dass die blinden Befolger der ʿĀmmah
(das gewöhnliche Volk) Gläubige sind, und dass es ausreicht, wenn
sie mit fester Überzeugung ohne jeden Zweifel glauben, im
Gegensatz zu den Muʿtazilah, welche dies leugnen.
Ibn Hazm رﺣﻤﮫ اﻟﻠﮫsagte: „Und alle Anhänger des Islāms sagten:
Jeder, der in seinem Herzen von zweifelsfreier Überzeugung ist,
und mit seiner Zunge ausspricht, dass ‚Lā ilāha illā Allāh,
Muhammadun Rasūlullāh‘ und dass alles, womit er kam, Wahrheit
ist, und sich von jedem Dīn außer dem Dīn von Muhammad ﷺ
lossagt, so ist er ein Muslim Muʾmin, und ihm obliegt nichts
anderes“ (Al-Fisal 4/35).
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„danach“ (wörtlich. „mit ihm“): Das Pronomen bezieht sich auf das
zuletzt Erwähnte, und es ist das Wissen, d.h., man muss nach dem
handeln, was man lernte.
Masʾalah: Das Handeln teilt sich ebenso, wie das Wissen aufgeteilt
wird:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Die Antwort ist, dass es hierin Fallunterscheidung (Tafsīl) gibt:
Wenn er es in Gehorsam unterlässt, wie wenn er sich von den
Wegen, die zum Zinā führen, fernhält, so ist dies eine
rechtschaffene Tat. Und wenn er es aus Unfähigkeit unterlässt, so
fällt dies nicht darunter. Darauf basierend ist die Unterlassung nur
mit einer rechtschaffenen Absicht eine (gute) Tat. Er ﺗﻌﺎﻟﻰsagte:
Masʾalah: Das Pronomen bezieht sich auf das Wissen der Sharīʿah,
und die Bedeutung der Daʿwah ist das Verbreiten des Wissens, das
du weißt. Darauf basierend wird die Daʿwah zum Wissen genauso
aufgeteilt wie die Aufteilung des Wissens. Also ist der Aufruf zum
verpflichtenden Wissen selbst verpflichtend und der Aufruf zum
empfohlenen Wissen empfohlen und der Aufruf zur Unterlassung
dessen, was verboten ist, (auch wiederum) verpflichtend.
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Daʿwah nicht P icht, jedoch ist es ür ihn verp ichtend, als erstes
zu lernen und danach Daʿwah zu machen.
Der Beweis für die Pflicht der Daʿwah ist der Hadīth von Mu‘ādh
(welcher nach Jemen entsandt wurde): „Du gehst zu (…) So soll das
Erste (…).“ Was uns hier wichtig ist: „So soll das erste, wozu du sie
rufst, (…)“. Das Lām ( )اﻟﻼمdient als Befehl und der Befehl hat die
Pflicht als Folge. Und der zweite Beweis ist der Hadīth von ʿAlī:
„Schreite langsam voran“, dann sagte er: „Sodann rufe sie zum
Islām auf!“ Dies ist der springende Punkt, und seine Aussage „rufe
sie auf“ ist ein Befehl und der Befehl hat die Pflicht als Folge. Und
beide Hadīthe befinden sich in den Sahīhayn.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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das Grollen, der Zunge das Klagen, und den Gliedmaßen das
Schlagen der Wangen zu untersagen, und was diesem ähnelt.
„darin“ ()ﻓﯿﮫ: bezieht sich auf das Wissen. Dies bedeutet, geduldig zu
sein in dem, was einen durch das Erlernen des Wissens trifft und
was einem an Leid widerfährt, wenn man es verbreitet und
praktiziert.
„Das Leid“ ()اﻷذى: Das Alif und das Lām (der Artikel) deuten auf die
Allgemeingültigkeit hin und das Leid hat verschiedene Arten:
1. Körperliches Leid
2. Finanzielles Leid
3. Verbales, seelisches Leid;
so ist man geduldig in dem, was einem widerfährt. Und die beste Art
der Geduld ist am Anfang des Schlags, dann die Beständigkeit in der
Geduld bis der Vorfall endet.
﴾﴿واﻟْ َﻌ ْﺼ ِﺮ
َ
Beim Zeitalter!
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Dies ist der Beweis für diese vier Angelegenheiten. Er erwähnte die
Basmalah, da er die ganze Sūrah wiedergab. Und das Urteil
bezüglich der Basmalah zu Beginn der Suren ist, dass es Sunnah ist,
ausgenommen von Barāʾah (at-Tawbah). Jedoch ist sie (die
Basmalah) kein Vers der Sūrah, sondern von ihr getrennt, außer bei
Sūrah an-Naml (30. Āyah).
Und der springende Punkt in der Sūrah ist: „außer denjenigen, die
glauben“. Dies ist der Beweis für das Wissen, denn das, woran sie
geglaubt haben, kannten sie vorher, sodass diese Beweisführung
gemäß der Konsequenz ist (denn ohne Wissen kann man nicht
glauben).
„und gute Werke tun“ ist der Beweis für „das Handeln danach“, „und
sich gegenseitig die Wahrheit ans Herz legen“ deutet auf die Daʿwah
hin, „und sich gegenseitig zur Geduld anhalten“ ist ein Beweis für
das Ertragen des Leids, was einem widerfährt. So deutet Sūrah al-
ʿAsr auf die vier Pflichten.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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aufruft, ohne Wissen zu haben, oder nicht aufruft, ohne es vorher
praktiziert zu haben? Der Zusammenhang zwischen Wissen und
Tat ist zwingend notwendig. So gibt es keine Tat ohne Wissen und
kein Wissen ohne Tat.
Darauf deutet:
sie wussten, doch handeln sie nicht, und dies sind die Juden.
﴾﴿اﻟﻀﺎ ِﻟ ّ َﻦ
der Irregehenden
(Al-Fātihah: 7);
Was den Zusammenhang des Handelns und der Daʿ wah betrifft, so
gibt es den Zusammenhang hier nicht in dem Sinne, dass man nur
zu dem aufruft, was man auch selbst praktiziert hat, oder man nur
das lernt, wozu man auch aufruft; dies ist keine Voraussetzung.
Vielmehr ruft man zu dem auf, was man praktiziert hat und was
man noch nicht praktiziert hat. Wenn man also weiß, dass eine
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(Dies ist) aus dem Grund so, da derjenige, der zu einer Sache ruft,
ohne es selbst auszuführen, in einen Fehler gefallen ist --- nämlich
das Unterlassen der Tat ---, jedoch eine Tat begangen hat --- und zwar
das Aufrufen dazu ---, während derjenige, welcher nicht dazu aufrief,
zwei Fehler begangen hat: 1. Er rief nicht dazu auf und 2. er führte
die Tat nicht aus.
Sodann (nach der Erwähnung des Namens von ash-Shāfiʿ ī) sagte er:
„“رﺣﻤﮫ اﻟﻠﮫ. Wenn die Gelehrten erwähnt werden, sagt man: „Möge
Allāh Sich ihrer erbarmen‘‘, bei den Gefährten: „Möge Allāh mit
ihnen zufrieden sein‘‘ und bei den Propheten spricht man den Salāh
aus. Dies ist das Übliche bei dem Bittgebet für die Gelehrten, (und
zwar,) dass man um Barmherzigkeit bittet. Für die bereits
Verstorbenen wird ebenfalls gebetet, was jedoch nicht bedeutet,
dass sich die Barmherzigkeit für sie bewahrheitet hat, auch wenn
man ihnen dies wünscht; so sagt man dies nicht mit Sicherheit. Und
man sagt nicht „dem sich erbarmt wurde‘‘ ( )اﻟﻤﺮﺣﻮمdenn dies stellt
eine Information dar, und „Barmherzigkeit‘‘ ist ein Bittgebet; und
es gibt zwischen den beiden einen Unterschied.
8
Nutzen (Fāʾidah): Der richtige Wortlaut ist jener, welchen al-Bayhaqī
überliefert, und zwar, dass er sagte: „Wenn die Menschen über diese Sūrah
nachdenken würden, so würde sie ihnen genügen.“
36
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Lām in „die Schöpfung‘‘ ( )اﻟﺨﻠﻖhält es allgemein, sodass es Menschen
und Jinn umfasst.
„(…) außer diese Sūrah, so hätte sie ihnen gereicht‘‘, da sich in dieser
Sūrah die vier Angelegenheiten befinden.
Sodann erwähnte der Autor die Worte von al-Bukhārī: „Kapitel: Das
Wissen vor der Aussage und der Tat; und der Beweis ist die Aussage
des Erhabenen:
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
„So wisse --- möge Allāh Sich deiner erbarmen --- dass es für jeden
Muslim und jede Muslimah verpflichtend ist, diese
Angelegenheiten zu lernen und danach zu handeln:
Erstens: Allāh schuf uns, gab uns Lebensunterhalt und ließ uns
nicht ohne Führung. Er schickte uns vielmehr einen Gesandten; wer
ihm gehorcht, wird ins Paradies eingelassen. Wer ihm jedoch nicht
gehorcht, wird das Feuer betreten. Der Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰ
Aussage:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
Die Worte des Autors: „möge Allāh Sich deiner erbarmen“ haben
wir bereits erklärt.
Seine Worte „es ist für uns verpflichtend“ ()ﯾﺠﺐ ﻋﻠﯿﻨﺎ: Hier erwähnte
er das Urteil über die drei Angelegenheiten. Die Definition der
Pflicht wurde vorher schon erläutert, wie wir jedoch bereits sagten,
trägt die Pflicht hier nicht ihre fachliche Bedeutung, vielmehr sind
diese Fundamente gewaltig und gewaltiger als die als solche
definierten fachspezifischen Pflichten.
a.) Das Wissen darüber, dass Allāh uns erschaffen hat, um Ihm zu
gehorchen.
b.) Das Wissen darüber, dass Allāh mit dem Shirk nicht zufrieden
ist.
c.) Das Wissen darüber, dass es keine Zuneigung zum Ungläubigen
gibt.
Der Autor führte diese drei in Form von Wissen und Handeln an. So
sagte er „[es ist] verpflichtend (…), diese Angelegenheiten zu lernen
und danach zu handeln“ und diese drei Angelegenheiten sind
verpflichtend für jeden Muslim und jede Muslimah.
Versteht man durch die Worte des Autors, dass diese drei
Fundamente für den Kāfir nicht verpflichtend sind?
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Dies ist nicht so, vielmehr sind sie auch für den Kāfir verpflichtend,
jedoch wurde der Muslim hier hervorgehoben, da die Ansprache an
ihn gerichtet ist.
Masʾalah: Bei diesen drei Fundamenten sagte er: „für jeden Muslim
und jede Muslimah“, er fügte Muslimah hinzu, während er vorher
bei den vier Angelegenheiten das Wort „Muslimah“ nicht erwähnte.
Die Antwort liegt in seinen Worten „für uns“, denn dies beinhaltet
Männer und Frauen.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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„Wer ihm jedoch nicht gehorcht“: Sündigen bedeutet, sich dem
Befehl mit Absicht zu widersetzen. Ibn Taymiyyah sagte in al-
Fatāwā 674/11: „Die Sünde ist die Zuwiderhandlung des Befehls,
und derjenige, der dem Verbot entgegengesetzt gehandelt hat, ist
ein Sündiger.“
„wird das Feuer betreten“: Ist das im Sinne von Ewigkeit (gemeint)
oder im Sinne der Bestrafung, aus der man dann rauskommt?
Dies ist gemäß der Sünde – wenn die Sünde also großen Shirk und
Kufr beinhaltet, so wird (der Täter) für immer im Feuer bleiben und
es nicht verlassen. Wenn die Sünde aber zu den Kabāʾir (großen
Sünden) gehört, so betritt er das Feuer, wenn Allāh ihm nicht
verzeiht, und verlässt es danach, außer wenn kleiner Shirk (dabei)
war, denn darin gibt es Khilāf und das Richtige ist, dass ihm nicht
verziehen wird. Danach erwähnte der Autor den Beweis dafür, und
zwar die Aussage des Erhabenen:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Zweitens: Dass Allāh wahrlich nicht damit zufrieden ist, dass Ihm
in Seiner ʿIbādah irgendjemand beigesellt wird; kein nahestehender
Engel und kein entsandter Prophet, ganz zu schweigen von anderen
außer ihnen; und der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:
Sharh ()اﻟﺸﺮح
Was ist die Thematik dieser Angelegenheit? Allāh ﺳﺒﺤﺎﻧﮫist nicht mit
dem Shirk zufrieden und liebt ihn nicht. Der Autor sagte:
„wahrlich“ ()إن. Dies ist ein Ausdruck der Bekräftigung und des Nasb
(d.h., er versetzt das zugehörige Wort in einen bestimmten
grammatikalischen Fall im Arabischen) und das Nomen, zu
welchem es gehört, ist Lafdh al-Jalālah (Allāh), und Er ist der
angebetete Schöpfer.
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und Wohltaten folgen, und sie ist eine Eigenschaft Allāhs, die mit
dem Willen verbunden ist.
Was die Ashāʿirah und die Muʿtazilah betrifft, so sagen sie: „Die
Zufriedenheit ist das Wollen der Wohltat und der Belohnung“ und
sie sagen nicht, (dass sie) eine bestehende Beschreibung im Wesen
Allāhs ist, und die Muʿtazilah sagen, sie sei die Wohltat. Der Grund
dafür ist der, dass die Ashāʿirah die Eigenschaft der Irādah (des
Wollens) für Allāh bestätigen, also sagen sie: „das Wollen der
Güteerweisung/Wohltat“.
Seine Aussage „ist nicht zufrieden“ bedeutet, dass Allāh mit dem
Shirk nicht zufrieden ist und dass er (der Shirk) Ihn nur erzürnt und
Er ﺳﺒﺤﺎﻧﮫ وﺗﻌﺎﻟﻲwill ihn nicht mit dem sharʿī Willen (d.h., Er verbietet
ihn durch Seine Gesetzgebung). Der Erhabene sagte:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Ebenbürtigen zuweist, und diese Definition umfasst den Shirk in
den Namen und Eigenschaften, den Shirk in der Rubūbiyyah und
den Shirk in der Ulūhiyyah.
„in Seiner ʿIbādah“ und dies (ʿIbādah) ist die Demut und
Unterwürfigkeit. Das ist ihre Definition in der Sprache und
deswegen sagt man auch: „ein muʿabbad Weg“, wenn die Füße ihn
(den Weg) austreten (und ihn somit „niedrig“ machen) und auf ihm
herumgehen. Fachspezifisch (betrachtet) ist die ʿIbādah: Demut und
Unterwürfigkeit vor Allāh mit dem Gehorsam.
Und Ibn Taymiyyah beschrieb sie als den Oberbegriff für alles, was
Allāh liebt und womit Er zufrieden ist von den Aussagen und Taten,
welche offenkundig sind und welche versteckt sind.
Und das beste, was gesagt wurde, ist, dass beide Bedeutungen
richtig sind, sodass gesagt werden kann, dass die Definition der
ʿIbādah sich unterscheidet. Aus der Sicht eines Anbeters trifft die
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Definition von Ibn Taymiyyah zu, und aus der Sicht der Anbetung
ist sie (die ʿIbādah) Demut und Unterwürfigkeit, und Allāh weiß es
am besten.
„nahestehend“: ist eine Eigenschaft des Engels, denn die Engel sind
von den Nahestehenden in Bezug auf den Rang. Wenn Allāh also
nicht damit zufrieden ist, dass Ihm ein nahestehender Engel
beigesellt wird, dann trifft das auf andere noch viel eher zu (dass er
nicht damit zufrieden ist).
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Der Erhabene sagte:
Einige von den Leuten des Wissens sagten, dass die Definition eines
Propheten lautet: „Jemand, dem eingegeben wurde, der aber nicht
mit der Verkündung beauftragt wurde“ und dies steht im
Widerspruch zur Grundlage des Buches und der Sunnah, und wir
haben diese Angelegenheit bereits an einer anderen Stelle
ausgeführt. Seine Aussage, dass er entsandt ist, bedeutet, dass Allāh
ihn zu einem gläubigen Volk entsandt hat und darauf weist aus dem
Qurʾān folgendes hin:
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„Mir wurden fünf Dinge gegeben, die niemandem vor mir gegeben
wurden. (...) Jeder Prophet wurde speziell zu seinem Volk entsandt
und ich wurde zu den Menschen allesamt entsandt“.
Der Beweis dafür, dass Allāh mit dem Shirk nicht zufrieden ist, ist
Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
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d.h. in Sahīh al-Bukhārī und Muslim verzeichnet.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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„gehören Allāh“ ()ﻟِﻠﱠ ِﮫ: das Lām drückt das Anrecht aus und die
Bedeutung von Allāh hier ist der Angebetete, der Schöpfer.
„ruft an“ ()ﺗ َ ْﺪﻋُﻮا: Allāh hat den Shirk untersagt und die verbotene
Sache liebt Allāh nicht und Er ist damit auch nicht zufrieden.
„Tadʿū“ (du rufst an) ist allgemeiner als unsere Aussage „taʿbudu“
(du betest an), daher hat Er den Duʿāʾ verhindert, da der Duʿāʾ sich
in zwei Kategorien teilt:
Der Duʿāʾ der ʿIbādah: (bedeutet,) dass man betet und fastet etc. Was
das Gebet betrifft – wenn du gefragt wirst, warum du betest, so sagst
du: „damit Allāh mir vergibt“. So ist es der Duʿāʾ an Allāh um
Vergebung, als hättest du gesagt: „Allāhumma, vergib mir“, also ist
es ein Duʿāʾ der Handlung.
Der Duʿāʾ des Bittens: wird mit dem für eine Bitte notwendigen
Rufwort „yā“ eingleitet, wie zum Beispiel: „Yā Allāh, lass mich
erfolgreich sein!“
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Drittens: Dass es demjenigen, der dem Gesandten gehorcht und
Allāh eins macht, nicht erlaubt ist, Muwālāh (Loyalität) zu
demjenigen zu haben, der sich Allāh und Seinem Gesandten
widersetzt, sei er auch von den nächsten Verwandten; und der
Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
Die dritte Angelegenheit
„Wahrlich“ ( )إنist ein Ausdruck der Bekräftigung und Nasb (ein Fall
im Arabischen).
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Muwahhid: Jemand, der Allāh vereinheitlicht und somit den Tauhīd realisiert.
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Das Urteil der „Muwālāh zu demjenigen, der sich Allāh und Seinem
Gesandten widersetzt“
1. der Kāfir,
2. der Munāfiq mit Nifāq in der ʿAqīdah,
3. der Murtadd.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Darin ist eine Fallunterscheidung gemäß den Arten der Muwālāh,
(sodass) es fallweise Kufr ist, der einen aus dem Dīn
hinausbefördert, und fallweise von den großen Sünden.
Von Ibn Bāz رﺣﻤﮫ اﻟﻠﮫwurde in seinen Fatāwā der Ijmāʿ überliefert:
„Die Gelehrten sind sich einig, dass derjenige, der den Kuffār auf
irgendeine Art der Hilfe zur Seite steht, Kufr begeht.“
Davon ist auch, wenn man ihnen erlaubt, sein Land zu nutzen, um
die Muslime anzugreifen – so hat so jemand Kufr begangen.
1. Die Liebe zu den Kuffār für ihren Dīn. Das Lām ( )ﻟﺪﯾﻨﮭﻢdeutet auf
den Grund hin, also liebt er sie aufgrund ihres Dīns, wie
beispielsweise die Liebe zu den Hindus, den Rāfidah und
ihresgleichen — so liebt er ihren Dīn und der Beweis hierfür ist der
Hadīth von Abī Mālik al-Ashjaʿī, den Muslim überlieferte:
„Wer 'Lā ilāha illā Allāh' sagt und Kufr an das begeht, was außer
Allāh angebetet wird, dessen Besitz und Geld sind geschützt und
seine Abrechnung ist mit Allāh ﺗﻌﺎﻟﻰ.“
Der Beweispunkt ist: „und Kufr an das begeht, was angebetet wird“.
Also ist es eine Bedingung, dass er Kufr an das begeht, was außer
Allāh angebetet wird, damit sein Besitz und sein Blut geschützt
wird.
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Dies ist der erste Teil im Kufr und es ist die Liebe zu den Kuffār
aufgrund ihres Dīns und das Fazit ist, dass er ihren Dīn liebt, und
wer den Dīn des Kufr liebt, der ist ein Kāfir, wie z.B. derjenige, der
die Säkularisten liebt, weil sie auf dem Säkularismus sind und der
die Demokraten liebt aufgrund der Demokratie und der die
Parlamentarier liebt aufgrund dessen, dass sie Parlamentarier sind
und der die Nationalisten aufgrund des Nationalismus liebt; (all)
dies ist Walāʾ (Loyalität) zu den Kuffār und (wer das begeht,) der gilt
wie sie selbst als Kafir. Und darauf weist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰRede hin:
﴾﴿ َ ﯾﻬَﺎ اﻟ ِﺬ َﻦ ٓ َﻣ ُﻮا َﻻ ﺗَﺘ ِ ُﺬوا اﻟْ َﯿﻬُﻮ َد َواﻟﻨ َﺼ َﺎر ٰى ْو ِﻟ َﯿ َﺎء
O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu
Schutzherren!
(Al-Māʾidah: 51).
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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einen zum Kāfir macht. Shaykh Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb
sagte in seinem Brief, den er einem der Gelehrten der Stadt
Tharmadā schickte: „Wenn in den Ländern des Maghrib (gemeint
sind die Muslime) der Sultān (und hiermit ist das Osmanische Reich
gemeint) irgendjemandem Unrecht zufügt und das Volk von
Maghrib sich erhebt und die Europäer (die Franken) um Hilfe ruft
und die Europäer sagen: ‚Wir werden euch nicht helfen, bis ihr
unseren Dīn lobt‘ und man ihn daraufhin lobt, so hat man Kufr
begangen (obwohl sie vom Volk des Maghrib nicht verlangt haben,
dass sie den Islām verlassen und obwohl das Volk des Maghrib
unterdrückt war – nichtsdestotrotz hätten sie mit dieser
Vorgehensweise Kufr begangen).“
Und der Kufr wird hier Kufr at-Tawallī genannt. Shaykh Sulaymān
ibn ʿAbdillāh ibn Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb verfasste ein
Buch mit dem Titel „Ad-Dalāʾil“, welches sich mit der Muwālāh
befasst und es ist in Majmūʿah at-Tauhīd zu finden, welches der
Shaykh verfasste, als einige der Beduinen von den Einwohnern von
Najd anfingen, den ägyptischen Heerzug (geführt von den
Osmanen) zu unterstützen, als dieser kam, um die Daʿwah des
Shaykh Muhammad ibn ʿAbd al-Wahhāb und ihre Anhänger zu
bekämpfen; da haben einige Dörfer (den Angriff) unterstützt, so
machte der Shaykh Takfīr auf diejenigen, die ihnen Beihilfe
leisteten, und ihr Kufr war ein Kufr des Tawallī und der
Unterstützung und Zustimmung.
Und einige Zeit später verfasste Shaykh Hamad ibn ʿAtīq eine
Botschaft mit dem Titel „Al-Fakkāk“, welches in Majmūʿah at-
Tauhīd zu finden ist, die von der Muwālāh und Mudhāharah der
Mushrikīn handelt und die verfasst wurde, als die Türken kamen
und Al-Ahsā‘ erobern wollten, woraufhin sie einige Leute
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Takfīr: jem. zum Kāfir (Ungläubigen) erklären.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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5. Sie zu Arbeitern, Fahrern und Bediensteten in den Häusern zu
nehmen, insbesondere auf der Arabischen Halbinsel,
6. für sie auf dem Weg Platz zu schaffen,
7. Ihnen als Erster den Salām zu geben und sie zu grüßen,
8. Sie zu ihren Freudeanlässen zu beglückwünschen, und mit
„Freudeanlässe“ sind hier die weltlichen gemeint; was ihre
religiösen Freudeanlässe betrifft, so ist dies (das Beglückwünschen
dazu) vom Kufr, denn es zeugt von deiner Zufriedenheit mit ihrem
Dīn.
Und dies sind einige Arten der kleinen Muwālāh; ihr Urteil ist, dass
ihr Täter eine von den großen Sünden begangen hat und der Beweis
hierfür ist der Tadel seitens ʿUmar ibn al-Khattāb رﺿﻲ اﻟﻠﮫ ﻋﻨﮫan Abū
Mūsā al-Ashʿarī, als er für sich einen christlichen Schreiber
einstellte. So rezitierte ʿUmar für Abū Mūsā:
﴾﴿ َ ﯾﻬَﺎ اﻟ ِﺬ َﻦ ٓ َﻣ ُﻮا َﻻ ﺗَﺘ ِ ُﺬوا اﻟْ َﯿﻬُﻮ َد َواﻟﻨ َﺼ َﺎر ٰى ْو ِﻟ َﯿ َﺎء
O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu
Schutzherren!
(Al-Māʾidah: 51).
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„Beginnt bei den Juden und den Christen nicht mit dem Salām.“
Wenn aber der Säkularist oder Christ den Salām gibt, so kannst du
mit „Wa ʿalaykum“ antworten. Was aber das Beginnen damit
betrifft, so ist es untersagt und das Händeschütteln ist wie das
Beginnen mit dem Salām und das Händeschütteln ist der Salām der
Tat, also beginne nicht damit. Wenn aber (der Kāfir) deine Hand
schüttelt, dann kannst du (den Handschlag) erwidern. Wenn ein
Kāfir mit den Muslimen vermischt ist, so kannst du (mit dem Gruß)
beginnen und damit die Muslime beabsichtigen.
Der Autor sagte: „sei er auch von den nächsten Verwandten“ und
erwähnte den Beweis, der sich für die zwei (Arten der) Muwālāh
passt und dieser ist die Aussage des Erhabenen:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾… ﴿ َﻻ ﺗَ ِ ﺪُ ﻗَ ْﻮ ًﻣﺎ
Du findest keine Leute …
(Al-Mujādalah: 22).
Masʾalah: Das Urteil des Aufenthalts von Kuffār auf der Arabischen
Halbinsel:
Das ist nicht erlaubt und es ist verboten aufgrund der Aussage (des
Propheten) ﷺin dem, was Mālik in al-Muwattaʾ im Kapitel über das,
was über die Verbannung der Juden aus Madīnah kam, überlieferte.
Er überlieferte von Ismāʿīl ibn Abī Hakīm, dass er ʿUmar ibn ʿAbd al-
ʿAzīz sagen hörte: „Von den letzten Dingen, die der Gesandte Allāhs
ﷺsagte war:
„Möge Allāh die Juden und die Christen bekämpfen, sie haben die
Gräber ihrer Propheten zu Masājid (Gebetsstätten) genommen. Es
sollen keine zwei Adyān (Pl. von Dīn) im Land der Araber bestehen
bleiben.“
Und von Ibn Shihāb (ist überliefert), dass der Gesandte Allāhs ﷺ
sagte:
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Und bei al-Bukhārī und Muslim ist von Ibn ʿAbbās رﺿﻲ اﻟﻠﮫ ﻋﻨﮭﻤﺎ
überliefert, dass er sagte: „Der Gesandte Allāhs ﷺhinterließ als
Testament bei seinem Ableben drei Dinge (und eine davon ist):
Und von Jābir ibn 'Abdillāh ist überliefert, dass er sagte: „ʿUmar ibn
al-Khattāb berichtete mir, dass er den Gesandten Allāhs ﷺsagen
hörte: ‚Ich werde ganz gewiss die Juden und die Christen von der
Arabischen Halbinsel vertreiben, bis ich niemanden zurücklasse
außer einen Muslim‘“, (überliefert bei Muslim).
Daher ist ihre Vertreibung verpflichtend und das gilt allgemein für
alle Kuffār.
Was ist das Urteil des Vermietens von Häusern an sie? Dies ist nicht
erlaubt, denn es ist eine Beihilfe für sie, dass sie sich aufhalten (auf
der Arabischen Halbinsel).
Bleibt noch die Angelegenheit der Rāfidah12. Sie ist genauso, da der
Rafd (Religion der Rāfidah) ein Dīn und eine andere Millah ist, nicht
12Die Rāfidah sind jene, welche auch als ‘Shīʿah‘ bekannt sind; sie schreiben sich
äußerlich dem Islām zu, die Realität ist jedoch, dass sie aus dem Islām ausgetreten sind,
da sie eine gewaltige Anzahl an Auslöschern des Islāms begehen, u.a. die Beigesellung
(Shirk), indem sie ʿAlī, al-Hasan, al-Husayn und weitere in der Not anrufen und ihnen
ihre Bittgebete widmen, das Verleumden der Mutter der Gläubigen ʿĀʾishah, das
Beleidigen der Sahābah und dessen Legimitierung und ihre Exkommunizierung (Takfīr),
sodass sie sagen, dass alle Gefährten des Propheten aus dem Islām ausgetreten sind
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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der Dīn des Islām, so fällt er unter die Allgemeinheit der
vorangegangen Ahādīth (..).
Genauso verhält es sich mit den anderen Adyān auf der Arabischen
Halbinsel wie (dem der) Säkularisten, Modernisten, „Zeitgemäßen“,
Kommunisten und Nationalisten.
außer eine kleine Anzahl, welche an Fingern abzuzählen ist. Das Beweismittel (Hujjah)
hat sie allesamt erreicht, sodass keiner von ihnen für diese Auslöscher aufgrund von
Unwissenheit enschuldigt sein könnte, und keiner der Gelehrten hat jemals erwähnt,
dass jemand entschuldigt ist, wenn er Zugriff auf das Wissen hat und sich sodann von
der Rechtleitung abwendet. Vielmehr erwähnte ibn al-Qayyim, möge Allāh Sich seiner
erbarmen, in Tarīq al-Hijratayn, dass die Gesetzgebung Allāhs nicht gleichstellt
zwischen zwei Personen, welche beide die Botschaft nicht erhielten, doch der eine
kümmerte sich nicht darum und lebte weiter sein diesseitliches Leben, wohingegen der
andere sich mit diesem Zustand nicht zufrieden gab und sich auf die Suche nach der
Rechtleitung begab; wie kann somit derjenige entschuldigt sein, den das Wissen von
jeder Seite in Form von Büchern, Gelehrten, Predigern und Websites umgibt?
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Wisse – möge Allāh dich zu Seinem Gehorsam leiten – dass die
Hanīfiyyah, die Millah Ibrāhīms, bedeutet, dass du Allāh anbetest,
den Dīn für Ihn reinigend.
Sharh ()اﻟﺸﺮح
Die Millah Ibrāhīms – die Hanīfiyyah
Masʾalah: Warum sagte er „Millah Ibrāhīms“, wenn alle Propheten
Allāh auf einer einzigen Millah dienten?
Der Grund für die Erwählung Ibrāhīms ﷺist der, dass der Gesandte
ﷺzu Gruppen kam, von denen jede behauptete, auf der Millah
Ibrāhīms zu sein. Jede von ihnen schrieb sich Ibrāhīm zu; die
Quraysh sagten: „Wir sind auf der Millah Ibrāhīms“ und sie
behaupteten, sie hätten mehr Anrecht auf ihn. Und die Juden kamen
zu ihnen, sie und die Christen, und verkündeten, sie seien auf der
Millah Ibrāhīms und er sei ihr Vater. So kam die Klarstellung, um
zu definieren, was die Millah Ibrāhīms ist und wer von den Leuten
am ehesten Anrecht auf ihn hat; und zwar sind es diejenigen, die
sich auf dem Tauhīd befinden und nicht auf dem Shirk.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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„Der Gehorsam“: Seine Definition ist schon vorgekommen.
Der Autor sagte: „Millatu Ibrāhīm“. Die Definition der Millah ist
abgeleitet von „al-Malal“ und dies ist die Häufigkeit und die
Wiederholung, sodass gesagt wird: „Ein malīl Weg“, wenn er oft
begangen wird, und davon kommt „al-Malal“ (Langeweile), und es
ist das Wiederholen einer Sache über den Nafs; dies ist, was das
Sprachliche betrifft.
„Ibrāhīm“: und dieser ist ein Gesandter von den Ulū al-ʿAzmi min
ar-Rusul (die mit der festen Entschlossenheit von den Gesandten)
und er ist der Khalīl (enger Freund) Allāhs, mögen Segen und
Frieden auf ihm sein. Und der Autor sprach nicht den Segens- und
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Danach sagte er: „dass du Allāh anbetest, den Dīn für Ihn
reinigend“. So ist die Millah Ibrāhīms ﻋﻠﯿﮫ اﻟﺴﻼمdie ʿIbādah an Allāh
mit Ikhlās und die Bedeutung von „dass du Allāh anbetest“ ist, dass
du dich vor Allāh mit dem Gehorsam niedrig und demütig machst.
„dass du Allāh anbetest, den Dīn für Ihn reinigend“: d.h.; ohne
Shirk. Wer also Allāh nicht anbetet, der ist nicht auf der Millah
Ibrāhīms und wer Ihn anbetet und Shirk begeht, der ist ebenfalls
nicht auf der Millah Ibrāhīms.
Über die Bedeutung von Ikhlās sagte er (der Autor) in „Gharīb al-
Qurʾān“: „Das Reine ( )اﻟﺨﺎﻟﺺist das Pure/Ungetrübte ( )اﻟﺼﺎﻓﻲund es
ist das, wovon die Verunreinigungen verschwunden sind.“
„für Ihn“ ()ﻟﮫ: der (Buchstabe) Lām („für“) steht für den Anspruch
(d.h., Allāh gebührt der Ikhlas). Und der (Buchstabe) Hāʾ („Ihn“)
bezieht sich auf Allāh.
Der (Begriff) Dīn wird verwendet für den Iʿtiqād (Glauben), die
Taten und Aussagen und das Gegenteil zur Millah Ibrāhīms ist die
Millah des Shaytān und sie wird durch zwei Dinge deutlich
gemacht:
64
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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1. Die Abwesenheit der Anbetung Allāhs – dies ist das, was Kufr und
Shirk genannt wird. Und dem ist in der Millah die Anbetung Allāhs
entgegengesetzt.
„jemand anderen als Ihn neben Ihm anzubeten“: wie das Schlachten
für jemand anderen als Allāh, das Gelübde, die Hilfesuche und die
Zufluchtssuche bei den Geschöpfen bei etwas, worüber nur Allāh
die Kraft hat.
Augendienerei ()اﻟرﯾﺎء
Masʾalah: Von dem, was dem Ikhlās widerspricht, ist: Der Riyāʾ
(Augendienerei), Taten zum Zwecke der Dunyā und der Rest der
ʿIbādāt, welche in einem separaten Kapitel kommen.
Masʾalah: Der Hukm (Urteil) des Riyāʾ. Der Hukm unterscheidet sich
gemäß den Unterschieden in seinen Arten und so unterteilt (der
Riyāʾ) sich in folgenden Arten:
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1. Das, was Shirk Akbar ist, und (darunter fallen die folgenden)
Formen:
a) Man tritt in den Dīn aus Riyāʾ ein und dieser ist die Grundlage
des Eintritts in diesen Dīn. Dies ist der große Riyāʾ und er befördert
aus der Millah hinaus. Der Erhabene sagte:
﴿ َوﻗَﺎﻟ َ ْﺖ َﻃﺎ ِﺋ َﻔ ٌﺔ ِﻣ ْﻦ ﻫْﻞِ ْاﻟ ِﻜ َ ِﺎب ٓ ِﻣ ُﻮا ِ ﻟ ِﺬي ْ ِﺰ َل َﻠَﻰ اﻟ ِﺬ َﻦ ٓ َﻣ ُﻮا َو ْ َﻪ
﴾ﻮن َ اﻟﻨﻬ َِﺎر َوا ْﻛ ُﻔ ُﺮوا ٓ ِﺧ َﺮ ُﻩ ﻟَ َﻌﻠﻬ ُْﻢ َ ْﺮ ِﺟ ُﻌ
Und ein Teil von den Leuten der Schrift sagt: „Glaubt an das, was auf
diejenigen, die glauben, (als Offenbarung) herabgesandt worden ist,
am Anfang des Tages und verleugnet es (wieder) an seinem Ende, auf
daß sie umkehren mögen!“
(Āl ʿImrān: 72).
b) Dass man bei Taten Riyāʾ macht, deren Unterlassung Kufr ist,
wie derjenige, der beim Pflichtgebet Riyāʾ macht, wie z.B. derjenige,
der das Dhuhr-Gebet (komplett) aus Riyāʾ verrichtet. Der Erhabene
sagte:
Dieses Werk ist die mit Abstand beste Erklärung zu den vierzig Ahādīth von an-
13
Nawawī.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Riyāʾ beim Muʾmin beim verpflichtenden Gebet und Fasten
erscheinen kann.“ Und diese Masʾalah haben wir im Kitāb al-Wasīt
in der Erklärung der ersten Risālah in Majmūʿah at-Tauhīd
ausführlich untersucht.
ﻮن اﻠ َﻪ َوﻫ َُﻮ َﺎ ِد ُﻋﻬ ُْﻢ َوا َذا ﻗَﺎ ُﻣﻮا اﻟَﻰ اﻟﺼ َﻼ ِة ﻗَﺎ ُﻣﻮا َ ﴿ان اﻟْ ُﻤﻨَﺎ ِﻓ ِﻘ َﻦ ﯾُ َﺎ ِد ُﻋ
﴾ون اﻟﻨ َﺎس َ ُﻛ َﺴﺎﻟ َ ٰﻰ ُ َﺮا ُء
Und wenn sie sich zum Gebet hinstellen, stellen sie sich schwerfällig
hin, wobei sie von den Menschen gesehen werden wollen
(An-Nisāʾ:142)
Und Er ﺗﻌﺎﻟﻰsagte:
﴾﴿ َو َﻻ َ ُﻜﻮﻧُﻮا َﻛﺎﻟ ِﺬ َﻦ ﺧ ََﺮ ُﺟﻮا ِﻣ ْﻦ ِد َ ِر ِﻫ ْﻢ ﺑ َ َﻄ ًﺮا َو ِرﺋ َ َﺎء اﻟﻨ ِﺎس
Und seid nicht wie diejenigen, die aus ihren Wohnstätten hinauszogen,
in Übermut und aus Augendienerei vor den Menschen
(Al-Anfāl: 47).
67
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Und genauso ist es mit jedem, der einen verfälschten Islām, einen
amerikanischen Islām oder einen „modifizierten“ Islām zeigt.
2. Der Hukm des Riyāʾ der zweiten Art: Das, was kleiner Shirk ist,
und dieser hat mehrere Formen:
a) Dass die bestimmte Tat aus Riyāʾ getan wird, mit der Bedingung,
dass diese Tat nicht von dem ist, dessen Unterlassung Kufr ist, wie
jemand, der bei den bestimmten Nawāfil Riyāʾ macht.
b) Das, was eintretender Riyāʾ genannt wird. Das ist, wenn man die
festgelegte Tat für Allāh beginnt, dann einen aber der Riyāʾ
überkommt und dies umfasst zwei Zustände: dass die Person es
zurückdrängt und sich dem nicht hinneigt. Dies schadet einem
nicht, wie er ﷺsagte:
„Wahrlich, Allāh hat meiner Ummah das verziehen, was ihr ihre
Seele einredet, solange sie nicht danach handelt oder es
ausspricht.“
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Hierin gibt es Meinungsverschiedenheit unter den Gelehrten der
Salaf und dies berichteten Imām Ahmad und Ibn Jarīr at-Tabarī und
ich hoffe, dass die Tat eines solchen nicht dadurch verloren geht
und dass sie gemäß seiner anfänglichen Niyyah belohnt wird. Dies
ist auch von al-Hasan al-Basrī und weiteren überliefert und als
Beweis für diese Aussage wird das verwendet, was von Abū Dāwūd
in seinen Marāsīl14 angeführt ist von ʿAtāʾ al-Khurāsānī, dass ein
Mann sagte: „O Gesandter Allāhs, wahrlich, jeder von Banī Salamah
kämpft; von ihnen gibt es solche, die für die Dunyā kämpfen und
solche, die aus Tapferkeit kämpfen und solche, die aus Trachten
nach dem Antlitz (Zufriedenheit) Allāhs kämpfen. Wer von ihnen
ist also der Shahīd?“ Er sagte:
„Sie alle, sofern die Grundlage ihrer Angelegenheit die war, dass
das Wort Allāhs das höchste ist.“
14
Marāsil: Pl. von mursal, welche eine Überlieferung ist, dessen Überlieferungskette
nicht ununterbrochen ist. Diese Überlieferung bspw. wird von ʿAtāʾ überliefert, der einer
der kleinen Tābīʿīn (Generation nach den Sahābah) war, welcher sie direkt vom
Propheten überlieferte. Die Gelehrten waren sich uneinig, ob solch eine Überlieferung
als Beweis herangezogen werden kann: Viele Gelehrten des Fiqh (Fuqahāʿ) akzeptierten
sie, die Leute des Hadīth (Ahl al-Hadīth) lehnten sie ab, und andere Gelehrten
akzeptierten sie nur unter Bedingungen, wie dass es weitere Mursal-Überlieferungen
gibt, welche diese stützen oder die Handlung der Sahābah auf ihre Richtigkeit hinweist,
und Allāh weiß es am besten. Wer sich hierin vertiefen will, der soll sich an ‘ar-Risalāh‘
von Al-Imām ash-Shāfiʿī, möge Allāh Sich seiner erbarmen, wenden.
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Ein einziger Hadīth bedarf also (mehrerer) Niyyāt und dies gilt beim
Jihād nicht, wie im Mursal von ʿAtāʾ al-Khurāsānī (kam), denn beim
Jihād muss man in der Reihe anwesend sein und es ist nicht erlaubt,
sie mittendrin zu verlassen, sonst wird er (der Jihād) wie der Hajj.“
Die richtige Ansicht ist das Verlorengehen (der Tat) mit dem
eintretenden Riyāʾ, wenn man es zulässt, wie im Sahīh (Hadīth
Qudsī) im Hadīth von Abī Hurayrah kam: „Wer eine Tat tut, bei der
er Mir jemanden beigesellt, den lasse Ich und seinen Shirk“
(überliefert bei Muslim).
Masʾalah: Wenn bei jemandem der Riyāʾ nach der Tat erscheint,
dann schadet dieser ihm nicht, denn er kam (erst) nach dem
Abschluss der Tat.
Der Riyāʾ ist, was während oder vor der Tat passiert und darauf
deutet hin, was aus dem Hadīth von Abū Hurayrah zu verstehen ist:
„Wer eine Tat tut, bei der er Mir jemanden beigesellt, den lasse Ich
und seinen Shirk“
(überliefert bei Muslim).
Was nach der Tat ist, ist ausgeschlossen (von der Bedeutung des
Hadīths), solange man es nicht rumerzählt, damit man gelobt wird,
denn das wäre Sumʿah (das Streben danach, dass seine
„Rechtschaffenheit“ gehört wird).
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Masʾalah: Das Lob und die Anerkennung der Leute für jemanden ist
nicht vom Riyāʾ wegen dem, was im Sahīh über den Mann
überliefert worden ist, der eine Tat tut, woraufhin die Leute ihn
loben. Er (der Prophet) ﷺsagte: „Das ist die verfrühte frohe
Botschaft für den Gläubigen“.
Ibn Rajab sagte in Jāmiʿ al-ʿUlūm: „Wenn jemand eine Tat aufrichtig
für Allāh vollbringt und Allāh dann aus Gunst und Barmherzigkeit
in die Herzen der Muʾminīn das schöne Lob (für ihn) setzt und er
sich darüber freut, so schadet ihm das nicht. Und mit dieser
Bedeutung kam auch der Hadīth von Abū Dharr vom Propheten ﷺ,
als er über einen Mann gefragt wurde, der eine gute Tat für Allāh
tut, woraufhin die Menschen ihn preisen. Er sagte: „Das ist die
verfrühte frohe Botschaft für den Gläubigen“.
Dies überlieferten Muslim und Ibn Mājah und bei ihm (heißt es):
„Der Mann tut eine Tat, so lieben ihn die Menschen dafür.“ Gemäß
dieser Bedeutung kommentierten ihn (den Hadīth) Imām Ahmad,
Ishāq ibn Rāhawayh, Ibn Jarīr at-Tabarī und weitere. So verhält es
sich auch mit dem Hadīth, den at-Tirmidhī und Ibn Mājah von Abū
Hurayrah رﺿﻲ اﻟﻠﮫ ﻋﻨﮫüberlieferten, dass ein Mann sagte: „O
Gesandter Allāhs, ein Mann tut etwas, dann freut ihn (seine Tat)
und wenn es (vor den Menschen) offengelegt wird, so gefällt ihm
das.“ Er sagte:
Masʾalah: Wenn jemand eine Tat tut, die nicht zu seiner Gewohnheit
gehört, sondern er tut sie, um anderen damit ein Beispiel zu sein,
wie wenn der ʿĀlim einige Sunan einhält, um die Leute dazu
anzuspornen, so ist dies nicht vom Riyāʾ, wegen dem, was im
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Hadīth von Sahl, der muttafaqun ʿalayh ist, kam, dass der Prophet
ﷺden Minbar bestieg und sagte:
Ibn Rajab sagte in al-Jāmiʿ: „Wenn man die Niyyah zum Wudūʾ mit
der Absicht der Abkühlung oder der Entfernung von Unreinheiten
und Schmutz zusammenführte, dann ist dies gültig und
ausreichend und dies sagte ash-Shāfiʿī ausdrücklich und dies ist die
Aussage der meisten Gefährten Ahmads, da diese Absicht nichts
Verbotenes oder Verpöntes darstellt. Von daher, wenn man mit der
Entfernung der rituellen Unreinheit zusätzlich beabsichtigte, den
Wudūʾ beizubringen, so schadet das einem nicht. Der Prophet ﷺ
beabsichtigte mit dem Gebet manchmal, es den Menschen
beizubringen, und genauso mit dem Hajj, so wie er sagte:
Masʾalah: Wenn man eine Tat aufgrund der Menschen unterlässt, ist
dies dann vom Riyāʾ? Was mit „Tat“ gemeint ist, ist die Tat, die man
gewöhnlich verrichtet, wie das Fasten montags und donnerstags
oder das Verschönern der Rezitation im Gebet, und die man dann
aufgrund der Menschen lässt. Von den Leuten des Wissens gibt es
zwei Aussagen:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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durchzuführen aus Angst vor den Geschöpfen oder aus
Scheinheiligkeit vor ihnen, dann wird gesagt, dass er für ihre
Unterlassung mit dieser Niyyah bestraft wird, da es verboten ist, die
Furcht vor den Geschöpfen vor der Furcht vor Allāh zu stellen, und
genauso ist auch die Absicht zum Riyāʾ vor den Geschöpfen
verboten. Wenn damit zu diesem Zweck die Unterlassung des
Ungehorsams verbunden ist, dann wird man für diese Unterlassung
bestraft. Abū Nuʿaym überlieferte mit einer schwachen
Überlieferungskette von Ibn ʿAbbās, dass er sagte: „O Begeher der
Sünde, wähne dich niemals sicher vor ihrem schlechten Ausgang;
und das, was auf eine Sünde folgt, ist sicherlich eine gewaltigere
Sünde als sie (selber), wenn du sie begehst.“ Er erwähnte einige
Worte und sagte: „Deine Angst vor dem Wind, wenn die
Abschirmung deiner Tür sich bewegt, während du dich auf der
Sünde befindest und dein Herz sich nicht vom Blick Allāhs auf dich
regt, ist gewaltiger als die Sünde (an sich), wenn du sie begehst.“
2. Die zweite Aussage: Es ist Riyāʾ, wie al-Fudayl ibn ʿIyād sagte:
„Sie pflegten zu sagen, dass die Unterlassung der Tat wegen der
Menschen Riyāʾ ist und dass die (Ausführung der) Tat für sie Shirk
ist.“ Der Beweispunkt hier ist „die Tat“, denn sie umfasst im
Allgemeinen die verpflichtende oder die erwünschte Tat und das,
wozu sich die Seele neigt, ist die zweite Meinung, und da es vom
Shirk ist. Vielmehr ist der Mensch verpflichtet, natürlich zu sein,
sodass er seine Taten für sich selber verrichtet und nichts tut oder
lässt aufgrund der Menschen, denn diese zwei sind schlechte Taten.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Die Definition einer solchen Tat: Dass man eine gute Tat vollbringt,
wobei man (einen Vorteil in der) Dunyā, Wohlstand, eine Stellung
und dergleichen will (und der Augendiener will, dass man ihn lobt)
und beide tun Gutes und das Urteil darüber unterteilt sich gemäß
den Arten (der Tat):
a) das, was Shirk Akbar ist, und das ist, wenn man in den Dīn zum
Zwecke der Dunyā eintritt.
b) dass man eine Tat zum Zwecke der Dunyā tut, deren
Unterlassung Kufr ist, wie jemand, der zum Zwecke der Dunyā
betet, so ist der Hukm (dieser Tat), dass sie Shirk Akbar ist, z.B.:
jemand betet, weil der Vorgesetzte ihm befiehlt, zu beten, und wenn
er nicht beten würde, er ihn entlassen würde; dann ist so jemand
Kāfir.
Alle Arten, die wir hier erwähnt haben, sind die gleichen wie die
zuvorgegangenen Arten des Riyāʾ.
Masʾalah: Beispiele für Taten zum Zwecke der Dunyā: derjenige, der
nur zum Zwecke der Dunyā Jihād führt (dies ist kleiner Shirk);
derjenige, der nur zum Zwecke der Dunyā auswandert, der Adhān
nur der Bezahlung wegen, das Rezitieren des Qurʾān nur um des
Geldes willen, das Aufrechterhalten der Verwandtschaftsbande,
durch die man nur die Vermehrung des Geldes erreichen will, das
Studieren an einer Sharīʿah-Universität oder dergleichen, wodurch
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man nur Geld erlangen will. Das Wort „nur“ ist sehr wichtig und wir
haben es bei jedem Beispiel angeführt und darin gibt es eine
Trennung, zum Beispiel:
1. derjenige, der Jihād führt und dabei nur die Ākhirah will;
2. derjenige, der Jihād führt und dabei nur die Dunyā will; dieser ist
das Gegenteil des ersten und dieser hat keine Bestrebungen in
Bezug auf den Dīn und will lediglich die Dunyā und die Beute.
3. derjenige, der zwischen den beiden ist, und zwar ist es derjenige,
der die Dunyā und die Ākhirah will: das Urteil ist gemäß dem, was
davon überwiegt. Wenn er zu 70% die Ākhirah will, aber zu 30%
z.B. Ghanīmah (Kriegsbeute) will, dann ist sein Hukm, dass es nicht
vom kleinen Shirk ist und dass es zulässig ist und man sagt nicht,
dass es verboten ist, jedoch verringert sich sein Lohn im Vergleich
zu demjenigen, der dies nicht will, und der Beweis ist:
So verneinte Er die Sünde von ihnen, wenn sie auf dem Hajj (Geld)
verdienen. Und wenn es umgekehrt ist und das Überwiegende bei
ihm die Dunyā ist, so ist dies vom kleinen Shirk.
4. Wenn beides gleich ist: Dies ist vom kleinen Shirk wegen der
allgemeinen Bedeutung des Hadīths: „Machtest du mich etwa als
Partner neben Allāh?“ Und dieser stellte die Dunyā mit Allāh (im
Bestreben) gleich.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Das befahl Allāh allen Menschen an und zu diesem Zweck erschuf
Er sie, wie Er ﺗﻌﺎﻟﻰsagte:
Und das Gewaltigste, was Er verboten hat, ist der Shirk, und dieser
ist das Rufen anderer neben Ihm, und der Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰ
Aussage:
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
„Und zu diesem Zweck erschuf Er sie“ Das Lām ( )لist für die
Begründung (al-Lām lit-Taʿlīl); so ist der Grund der Schöpfung die
ʿIbādah an Allāh mit Ikhlās. Hierauf erwähnte er den Beweis dafür:
Er sagte: „Und die Bedeutung von ‚Mir dienen‘ (ُونِ )ﯾَ ْﻌﺒُﺪist: ‚Mich eins
machen‘“ Und dies ist von Ibn ʿAbbās überliefert und dies ist die
Erläuterung einer Sache durch einige ihrer Elemente, denn die
ʿIbādah ist eigentlich allgemeiner, und zwar (umfasst sie) die
Ergebung und Unterwerfung Allāh gegenüber, sowohl mit dem
Tauhīd als auch ohne den Tauhīd, wie das Gebet und dergleichen.
Der Autor sagte: „Und das Gewaltigste, was Allāh anbefohlen hat,
ist der Tauhīd“, so stellt dieser den gewaltigsten Befehl dar.
„At-Tauhīd“ ()اﻟﺘﻮﺣﯿﺪ: Das Alif und das Lām stehen für das, was
bekannt ist (ohne es explizit zu nennen), d.h. Tauhīd al-Ulūhiyyah,
denn er erklärte ihn als „die Vereinheitlichung Allāhs bei der
ʿIbādah.“ Hierauf erklärte der Autor Tauhīd al-ʿIbādah (Tauhīd in
den Gottesdiensten) und sagte: „dieser ist die Vereinheitlichung
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Allāhs bei der ʿIbādah.“ Und das Wort „Vereinheitlichung“ ( )إﻓﺮادist
ein sehr wichtiges Wort, denn es umfasst „die Bestätigung der
ʿIbādah für Allāh und die Ablehnung (Negierung) davon für andere
außer Ihn“.
Dann sagte er, dass dies das Gewaltigste ist, was Allāh verboten hat.
Es beweist, wie gewaltig diese Sache ist. Deshalb ist die
Unwissenheit darüber nicht erlaubt, und niemand ist wegen seiner
Unwissenheit entschuldigt, wenn er den untersagten Shirk begeht.
Vielmehr trifft auf ihn die Bezeichnung des Shirk, auch wenn er
unwissend ist. Ibn Taymiyyah sagte in al-Fatāwā 20/38: „Der Name
‚al-Mushrik‘ ist bereits bestätigt vor der Entsendung, denn (dies
bedeutet,) er begeht Shirk mit seinem Herrn und macht Ihm
(jemanden) ebenbürtig.“8
Hierauf definierte der Autor den Shirk: Das Lām und das Alif sind
nicht zur Verallgemeinerung da – vielmehr meinte er damit den
großen Shirk in der Ulūhiyyah, denn er definierte den großen Shirk
und schloss damit den kleinen aus, denn der kleine Shirk ist zwar
gewaltig, aber der große Shirk ist gewaltiger.
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Er sagte: „dieser ist das Rufen anderer neben Ihm“. Das Rufen ()دﻋﻮة
umfasst das Duʿāʾ der ʿIbādah und das Duʿāʾ des Bittens. Und wenn
wir beide Definitionen vergleichen, so sagte er, dass der Tauhīd die
Vereinheitlichung Allāhs bei der ʿIbādah ist und der Shirk das
Rufen anderer neben Ihm. Das weist darauf hin, dass er mit dem
Rufen die Anbetung (ʿIbādah) anderer neben Ihm meinte. Die
textlichen Belege bezüglich der Definition von Shirk in der
Ulūhiyyah sind (folgende):
Allāh ﺗﻌﺎﻟﻰsagte:
und Er ﺗﻌﺎﻟﻰsagte:
ِ ﴿ َوﻗَﺎ َل اﻠ ُﻪ َﻻ ﺗَﺘ ِ ُﺬوا اﻟَـ َﻬ ْ ِﻦ اﺛْ َﻨ ْ ِﻦ اﻧ َﻤﺎ ﻫ َُﻮ اﻟَـ ٌﻪ َوا ِ ٌﺪ ﻓَﺎ َي ﻓَ ْﺎر َﻫ ُﺒ
﴾ﻮن
Allāh hat gesagt: Nehmt euch nicht zwei Götter. Er ist nur ein Einziger
Gott. Vor Mir (allein) sollt ihr Ehrfurcht haben
(An-Nahl: 51)
und Er ﺗﻌﺎﻟﻰsagte:
und Er ﺗﻌﺎﻟﻰsagte:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾﴿ ْم ﻟَﻬ ُْﻢ ُﺷ َﺮ َﻛﺎ ُء َﺷ َﺮ ُﻋﻮا ﻟَﻬ ُْﻢ ِﻣ َﻦ ِّاﻟﺪ ِﻦ َﻣﺎ ﻟ َ ْﻢ ﯾ َ َذ ْن ِﺑ ِﻪ اﻠ ُﻪ
Oder haben sie (etwa) Teilhaber, die ihnen als Religion festgelegt
haben, was Allāh nicht erlaubt hat?
(Ash-Shūrā: 21)
und Er ﺗﻌﺎﻟﻰsagte:
Und es wird marfūʿan15 von ʿAbdullāh ibn Masʿūd رﺿﻲ اﻟﻠﮫ ﻋﻨﮫ
überliefert: „Welche Sünde ist die gewaltigste?“ Er sagte: „Dass du
Allāh Ebenbürtige machst, während Er dich erschaffen hat“
(muttafaqun ʿalayhi).
Und von Abū Bakr ( رﺿﻲ اﻟﻠﮫ ﻋﻨﮫwird überliefert): „Wir sagten: ‚O
Gesandter Allāhs! Shirk ist doch, dass man andere anstatt Allāhs
anbetet und neben Allāh ruft“ (Überliefert von Abū Yaʿlā, und in
ihm ist Schwäche).
15
d.h., die Aussage wird auf den Propheten ﷺzurückgeführt.
81
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Gottheit dient, ist wie das Gleichnis des Durstigen, der aus der
Ferne im Wasser sein Spiegelbild sieht und danach trachtet, es zu
fassen, dies jedoch nicht vermag.“
(Hiermit) befahl Allāh den Tauhīd und das war der erste und der
gewaltigste Befehl.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Wenn also zu dir gesagt wird: „Was sind die drei Fundamente
(Usūl), deren Kenntnis für den Menschen verpflichtend ist?“, dann
sag: „die Kenntnis des Dieners über seinen Herrn, seinen Dīn und
seinen Propheten Muhammad ﷺ.
Sharh ()اﻟﺸﺮح
Der Autor sagte: „Wenn also zu dir gesagt wird: ‚Was sind die drei
Fundamente..‘“
Der Autor beendete die Einführung und begann mit dem Rückgrat
des eigentlichen Themas, und zwar mit der Rede über die drei
Fundamente, zu deren Verdeutlichung der Autor das Buch
verfasste.
„Wenn also zu dir gesagt wird“: Der Autor verbarg, wer der
Sprecher ist, aus zwei Gründen:
2. Weil die Antwort sich nicht ändern würde, wenn der Fragende
bekannt wäre, also hat das Kennen des Fragenden keinerlei
Bedeutung.
Der Autor sagte: „Wenn also zu dir gesagt wird“, d.h., wenn dich ein
Fragender fragt, und diese drei Fundamente sind das, worüber im
Grab gefragt wird.
83
——————————————————————————
„Was sind die drei Fundamente (Usūl)“: „Usūl“ ist die Mehrzahl von
„Asl“ (Wurzel, Grundlage, Fundament) und es ist das, worauf etwas
anderes aufgebaut wird, und das Buch wurde so benannt, weil diese
Fundamente das sind, worauf der Dīn aufgebaut ist.
Jedoch ist das, was hier mit Wujūb gemeint ist, nicht das
fachspezifische Wājib, sondern der ultimative Befehl, der für jeden
einzelnen eine unabänderliche Pflicht ist.
Der Autor sagte: „für den Menschen“. Er erwähnte hier, für wen es
verpflichtend ist und das Alif und das Lām (d.h. der bestimmte
Artikel) in „den Menschen“ ( )اﻹﻧﺴﺎنist zur Verallgemeinerung da,
sodass es sowohl den Muslim als auch den Kāfir umfasst, da auch
dieser mit der Sharīʿah angesprochen ist und für ihn dasselbe
verpflichtend ist wie für den Muslim und dasselbe verboten ist, was
für den Muslim verboten ist. Und niemand kann Muslim genannt
werden außer mit diesen Fundamenten und wenn eines dieser drei
Fundamente fehlt, so ist derjenige kein Muslim, sondern er ist
außerhalb der Millah.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Schließt seine Aussage „(für) den Menschen“ die Jinn aus? Nein, das
ist nicht beabsichtigt, vielmehr ist es sogar für die Jinn
verpflichtend; (dies) aufgrund der Aussage des Erhabenen:
Der Autor sagte: „Dann sag: ‚die Kenntnis des Dieners über seinen
Herrn, seinen Dīn und seinen Propheten Muhammad.“ Der Autor
bediente sich der Methode der Kurzfassung und der detaillierten
Ausführung. Und er sagte: „dann sag“, d.h. entschlossen, denn das
Verpflichtende bei den ʿAqāʾid (Glaubenslehren) ist die
Entschlossenheit. Ist es aber erlaubt, in den ʿAqāʾid Taqlīd zu
machen? Die Untersuchung dieser Masʾalah kam bereits am Anfang
des Buches vor.
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Wenn zu dir gesagt wird: „Wer ist dein Herr?“, so sag: „Mein Herr
ist Allāh, Der mich aufzog und Der alle Weltenbewohner durch
Seine Gaben aufzog. Und Er ist mein Angebeteter, ich habe keinen
Angebeteten außer Ihn. Und der Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
Und alles außer Allāh fällt unter ʿĀlam. Und ich bin einer von
diesem ʿĀlam.“
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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wenn ihr (tatsächlich) Ihm allein dient
(Fussilat: 37)
﴿ان َر ُﻜ ُﻢ ا ﻠ ُﻪ اﻟ ِﺬي َ ﻠَ َﻖ اﻟﺴ َﻤ َﺎو ِات َوا ْ ْر َض ِﻓﻲ ِﺳ ﺘ ِﺔ ٍم ﺛُﻢ ْاﺳ َﺘ َﻮ ٰى َﻠَﻰ
َ اﻟْ َﻌ ْﺮ ِش ﯾُ ْﻐ ِﺸﻲ اﻠ ْﯿ َﻞ اﻟﻨﻬ ََﺎر ﯾ َ ْﻄﻠُ ُﺒ ُﻪ َﺣ ِﯿﺜ ًﺎ َواﻟﺸ ْﻤ َﺲ َواﻟْ َﻘ َﻤ َﺮ َواﻟﻨ ُﺠﻮ َم ُﻣ َﺴ
ﺨﺮ ٍات
﴾ِﺑ ْﻣ ِﺮ ِﻩ ۗ◌ َﻻ ﻟ َ ُﻪ اﻟْ َ ﻠْ ُﻖ َوا ْ ْﻣ ُﺮ ۗ◌ ﺗَ َﺒ َﺎركَ اﻠ ُﻪ َرب اﻟْ َﻌﺎﻟ َ ِﻤ َﻦ
Gewiß, euer Herr ist Allāh, Der die Himmel und die Erde in sechs
Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Er läßt die
Nacht den Tag überdecken, wobei sie ihn eilig einzuholen sucht. Und
(Er schuf auch) die Sonne, den Mond und die Sterne, durch Seinen
Befehl dienstbar gemacht. Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der
Befehl. Segensreich ist Allāh, der Herr der Weltenbewohner
(Al-Aʿrāf: 54).
Und ar-Rabb (der Herr) ist der Angebetete, und der Beweis ist Seine
ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
87
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Ibn Kathīr رﺣﻤﮫ اﻟﻠﮫ ﺗﻌﺎﻟﻰsagte: „Der Schöpfer dieser Dinge ist der
Einzige, Der die Anbetung verdient.“
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
Der Autor sagte: „Wenn zu dir gesagt wird: ‚Wer ist dein Herr?‘, so
sag: ‚Mein Herr ist Allāh, Der mich aufzog, und Der alle
Weltenbewohner durch Seine Gaben aufzog. Und Er ist mein
Angebeteter, ich habe keinen Angebeteten außer Ihn.“
Und der Autor erklärte „ar-Rabb“ hier mit zwei Wörtern: „der
Schöpfer“ und „der Angebetete“ – und das ist eine vollständige
Definition von „ar-Rabb“, denn hier ist auch die Bedeutung der
Ulūhiyyah enthalten, und dies ist entsprechend dem Konsens der
Salaf. Sowie die Bedeutung des Wortes „Allāh“ „der Schöpfer, der
Angebetete“ ist, allgemeingesprochen. Wenn sie jedoch zusammen
genannt werden (d.h. die beiden Wörter ‚Allāh‘ und ‚Rabb‘ in einem
Kontext), so trifft die Regel zu: „Wenn zwei sich vereinen, dann
trennen sie sich (in der Bedeutung) und wenn sie sich trennen,
vereinen sie sich (d.h., sie sind Synonyme/bedeuten dasselbe)“.
Das heißt, wenn zu dir gesagt wird: „Wer ist dein Herr?“, dann ist
damit der angebetete Schöpfer gemeint. Und ebenso verhält es sich
mit (dem Wort) „Allāh“, wenn es allein erwähnt wird. Wenn jedoch
„Allāh“ und „ar-Rabb“ in einem Zug vereint (erwähnt) werden,
dann gibt es einen Unterschied und du definierst „ar-Rabb“ als den
Schöpfer und „Allāh“ als den Angebeteten. Bei der Trennung weitet
89
——————————————————————————
es sich also aus (d.h. die Bedeutung jedes einzelnen Wortes), und bei
der Vereinigung wird es eng.
Was die Leute der Erneuerung (Ahl al-Bidaʿ) angeht, so hat bei
ihnen „ar-Rabb“ die gleiche Bedeutung wie „Allāh“, ohne dass
zwischen ihnen unterschieden wird, weder in der Vereinigung noch
in der Trennung. Somit ist (für sie) die Bedeutung ein und dieselbe,
jedoch die Aussprache unterschiedlich. Und wir widerlegten sie in
Kitāb al-Wasīt in der Erklärung der ersten Risālah in Majmūʿah at-
Tauhīd.
Der Autor sagte weiter: „und Er ist mein Angebeteter“. Das heißt,
(Er ist Der), Dem ich durch den Gehorsam demütig und ergeben bin.
Die Aussage des Autors: „Ich habe keinen Angebeteten außer Ihn“.
„habe keinen“ ist eine Verneinung und „außer“ eine Festlegung. So
brachte er die Verneinung und die Festlegung zusammen und der
Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
„Und alles außer Allāh fällt unter ʿĀlam. Und ich bin einer von
diesem ʿĀlam.“ So hat die Existenz zwei Klassifikationen: Rabb
(Herr) und Marbūb (Aufgezogener, d.h. Geschöpf). Ar-Rabb ist der
Schöpfer, der Angebetete und al-Marbūb ist al-ʿĀlam – alles außer
Allāh. Und man beachte, dass der Autor die Frage-Antwort-
Methodik verwendet und dieser Vorgehensweise bedient er sich
ausschließlich im ersten Fundament (Asl).
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Der Autor sagte: „Und wenn zu dir gesagt wird: ‚Woran erkennst du
Deinen Herrn?‘“ Er stellt hier eine Frage und (gibt) eine Antwort
darauf, damit du deinen Herrn mit Beweisen kennst, und dein
Glaube auf einer Beweisführung fundiert, denn das ist die stärkste
und beste (Handhabe). Und die Bedeutung (dieser Frage) ist: „Was
sind die Mittel, durch die du Allāh erkannt hast?“
„So sag: ‚Ich erkenne Ihn durch Seine Zeichen (Āyāt) und Seine
Schöpfungen.‘“ Und die Beweise für die Kenntnis des Herrn und
dass Er der Schöpfer und der Angebetete ist, sind drei:
91
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Und damit ist nicht nur die Bestätigung der Existenz Allāhs
gemeint, und dass Er der Schöpfer ist – denn das ist die Rubūbiyyah,
welche sogar die Kuffār bestätigen – sondern damit ist sowohl die
Rubūbiyyah als auch die Ulūhiyyah gemeint. Hierauf bekräftigt er
diese Zeichen, indem er auf die Macht ihres Schöpfers hinweist.
Und die Schönheit und die Perfektion dieser Zeichen deuten auf das
Wissen und die Weisheit Desjenigen hin, Der sie erschaffen hat. Das
ist der Beweis, welcher auf Verstand gründet; und der Autor
vereinfachte ihn mittels dieser Einfachheit und es ist ein
eindeutiger Beweis (Dalīl Muhkam). Deshalb sagte der Beduine:
„Die Spur deutet auf den Weg und der Mist deutet auf das Kamel“,
..deutet dieses Universum etwa nicht auf den Schöpfer hin?
Der zweite Beweis ist ein auf der Fitrah basierender Beweis, und es
ist das, was alle Geschöpfe in sich tragen an Eingeständnis
gegenüber Allāh, und dass Er der angebetete Schöpfer ist. Und
(dieser Glaube) ist in jeder natürlichen Veranlagerung verankert.
Der Erhabene sagte:
﴾﴿ﻓَ ِﻗ ْﻢ َو ْﺟﻬ ََﻚ ِﻠ ِّﺪ ِﻦ َﺣ ِﯿ ًﻔﺎ ِﻓ ْﻄ َﺮ َت اﻠ ِﻪ اﻟ ِﺘﻲ ﻓَ َﻄ َﺮ اﻟﻨ َﺎس َﻠَ ْﯿﻬَﺎ
So richte dein Gesicht aufrichtig zur Religion hin als Anhänger des
rechten Glaubens, - (gemäß) der natürlichen Anlage Allāhs, in der Er
die Menschen er schaffen hat
(Ar-Rūm: 30).
92
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Das heißt, dass er weiß, dass es einen einzigen angebeteten
Schöpfer gibt, jedoch haben die Leute der Neuerung (Ahl al-Bidaʿ)
andere philosophische Beweise, die die Existenz Allāhs allein
beweisen sollen und nicht, dass Er der Angebetete ist. Darunter
gehört das, was „Beweis der Zufallseigenschaften und der Körper“
genannt wird.
Der dritte Beweis, der auf Übermittlung basiert: davon gibt es viele
im Qurʾān und in der Sunnah, die darauf hinweisen, dass Allāh der
angebetete Schöpfer ist. Der Autor sagte: „durch Seine Zeichen
(Āyāt) und Schöpfungen“. Der Autor trennte die Zeichen von den
Schöpfungen und verband dann die Schöpfungen mit den Zeichen.
﴿ان ِﻓﻲ َ ﻠْ ِﻖ اﻟﺴ َﻤ َﺎو ِات َوا ْ ْر ِض َوا ْﺧ ِ َﻼ ِف اﻠ ْﯿﻞِ َواﻟﻨﻬ َِﺎر َ ٓ َ ٍت ِ و ِﻟﻲ
﴾ا ْ ﻟْ َﺒ ِﺎب
In der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Unterschied
von Nacht und Tag liegen wahrlich Zeichen für diejenigen, die
Verstand besitzen
(Āl ʿImrān: 190).
Und die Āyāt, die der Autor erwähnte, sind vier: die Nacht, der Tag,
die Sonne und der Mond; und die Schöpfungen, die der Autor
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erwähnte, sind die sieben Himmeln und die sieben Erden und was
in ihnen und was zwischen ihnen ist. Danach erwähnte er zwei
Beweise:
.. und weiteres wird Allāh dadurch (durch die Zeichen) gekannt. Der
zweite Beweis ist die zweite Āyah:
auf Arabisch „ – “وﺟﮫ اﻟﺪﻻﻟﺔbedeutet, dass nun die Art und Weise beschrieben
16
wird, wie der Shaykh von einem Beweis zu seiner Aussage kam.
94
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Und der Gesichtspunkt der Beweisführung lautet: Er
schlussfolgerte aus diesen Āyāt, dass Er der ʿIbādah würdig ist
aufgrund Seiner Aussage:
Somit ist unser Herr ein Angebeteter (und die Aussage geht weiter),
bis Er sagte:
d.h., betet Ihn alleine an, ohne Beigesellte. Der Autor sagte: „‚Ibn
Kathīr sagte: ‚Der Schöpfer dieser Dinge ist der Einzige, Der die
Anbetung verdient.‘“ Und dies ist ein Zusatz in der Beweisführung.
95
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Und die Arten der ʿIbādah, die Allāh anbefohlen hat, sind
beispielsweise: der Islām ( )اﻹﺳﻼمund der Īmān ()اﻹﯾﻤﺎن, der Ihsān
( )اﻹﺣﺴﺎنund davon sind der Duʿāʾ ()اﻟﺪﻋﺎء, die Angst ()اﻟﺨﻮف, die
Hoffnung ()اﻟﺮﺟﺎء, das Vertrauen ()اﻟﺘﻮﻛﻞ, das Begehren ()اﻟﺮﻏﺒﺔ, die
Ehrfurcht ()اﻟﺮھﺒﺔ, die Demut ()اﻟﺨﺸﻮع, die Furcht ()اﻟﺨﺸﯿﺔ, die Umkehr
()اﻹﻧﺎﺑﺔ, die Hilfesuche ()اﻻﺳﺘﻌﺎﻧﺔ, die Zufluchtsuche ()اﻻﺳﺘﻌﺎذة, der
Hilferuf ()اﻻﺳﺘﻐﺎﺛﺔ, die Schlachtung ()اﻟﺬﺑﺢ, das Gelübde ( )اﻟﻨﺬرund
weitere Arten der ʿIbādah, die Allāh anbefahl. Und der Beweis ist
Seine ﺗﻌﻠﻰAussage:
﴿ َو َﻣ ْﻦ ﯾَﺪْ ُع َﻣ َﻊ اﻠ ِﻪ اﻟَـﻬًﺎ ٓﺧ ََﺮ َﻻ ُ ْﺮﻫ ََﺎن ﻟ َ ُﻪ ِﺑ ِﻪ ﻓَﺎﻧ َﻤﺎ ِﺣ َﺴﺎﺑُ ُﻪ ِﻋ ْﻨﺪَ َ ِرﺑ ّ ِﻪ اﻧ ُﻪ َﻻ ﯾُ ْﻔ ِﻠ ُﺢ
﴾ون َ ْاﻟ َﻜﺎ ِﻓ ُﺮ
Und wer neben Allāh einen anderen Gott anruft, für den er keinen
Beweis hat, dessen Abrechnung liegt nur bei seinem Herrn. Gewiß, den
Ungläubigen wird es nicht wohl ergehen
(Al-Muʾminūn: 117).
Und im Hadīth (heißt es): „Der Duʿāʾ ist das Gehirn der ʿIbādah“ und
der Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾ﻮن ا ْن ُﻛ ْﻨ ُﺘ ْﻢ ُﻣ ْﺆ ِﻣ ِ َﻦ
ِ ُ﴿اﻧ َﻤﺎ َذ ِﻟ ُﻜ ُﻢ اﻟﺸ ْﯿ َﻄ ُﺎن ﯾُﺨ َِّﻮ ُف ْو ِﻟ َﯿ َﺎء ُﻩ ﻓَ َﻼ ﺗَ َﺎﻓُﻮﻫ ُْﻢ َو َﺎﻓ
Dies ist nur der Shaytān, der (euch) mit seinen Gefolgsleuten Furcht
einzuflößen sucht. Fürchtet sie aber nicht, sondern fürchtet Mich,
wenn ihr gläubig seid!
(Āl ʿImrān: 175).
﴾﴿ﻓَ َﻤ ْﻦ َﻛ َﺎن َ ْﺮ ُﺟﻮ ِﻟ َﻘ َﺎء َ ِرﺑ ّ ِﻪ ﻓَﻠْ َﯿ ْﻌ َﻤ ْﻞ َﻋ َﻤ ًﻼ َﺻﺎ ِﻟ ً ﺎ َو َﻻ ُْﺸ ِﺮكْ ِﺑ ِﻌ َﺒﺎ َد ِة َرِﺑ ّ ِﻪ َ ﺪ ًا
Wer nun auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, der soll
rechtschaffen handeln und beim Dienst an seinem Herrn (Ihm)
niemanden beigesellen
(Al-Kahf: 110).
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Der Beweis für das Begehren, die Ehrfurcht und die Demut ist Seine
ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
﴾ﻮن ِﻓﻲ اﻟْ َ ْ َﺮ ِات َوﯾَﺪْ ُﻋﻮﻧَﻨَﺎ َرﻏَ ًﺒﺎ َو َر َﻫ ًﺒﺎ َو َﻛﺎﻧُﻮا ﻟَﻨَﺎ َ ِﺎﺷ ِﻌ َﻦ
َ ﴿اﻧﻬ ُْﻢ َﻛﺎﻧُﻮا َُﺴ ِﺎر ُﻋ
Sie pflegten sich ja mit den guten Dingen zu beeilen und Uns in
Begehren und Ehrfurcht anzurufen, und sie pflegten vor Uns demütig
zu sein
(Al-Anbiyāʾ: 90).
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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َ ﴿ﻗُ ْﻞ ان َﺻ َﻼ ِﺗﻲ َو ُ ُﺴ ِﻜﻲ َو َﻣ ْﺤ َﯿ َﺎي َو َﻣ َﻤﺎ ِﺗﻲ ِﻠ ِﻪ َر ِ ّب اﻟْ َﻌﺎﻟ َ ِﻤ َﻦ َﻻ َﺷ ِﺮ
ﯾﻚ
﴾ﻟ َ ُﻪ
Sag: Gewiß, mein Gebet und mein (Schlacht)opfer, mein Leben und
mein Sterben gehören Allāh, dem Herrn der Weltenbewohner.
Er hat keinen Teilhaber
(Al-Anʿām: 162-163)
„Allāh hat denjenigen verflucht, der für etwas anderes als Allāh
schlachtet.“
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
Der Autor sagte: „Und die Arten der ʿIbādah, die Allāh anbefahl,
sind beispielsweise: der Islām (“)اﻹﺳﻼم
Nach meinem schwachen Verständnis ist es so, dass der Islām, der
Īmān und der Ihsān von den Leuten des Wissens gewöhnlich unter
den Stufen des Dīns erwähnt werden, im Lichte des Hadīths mit
Jibrīl. Wenn aber die ʿIbādah erwähnt wird, so wird gesagt: das
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Gebet, die Zakāh, die Angst, die Hilfesuche und dergleichen, und es
wird hierbei nicht der Islām erwähnt. Daher kann gesagt werden,
dass der Autor hierin angefochten werden kann (d.h., dass er sich
unglücklich ausdrückte) und Allāh weiß es am besten.
Dann wird gesagt, dass der Islām, Īmān und Ihsān die Stufen des
Dīn sind – dabei ist die eine (Stufe) vorzüglicher als die andere – und
sie sind keine Arten oder Teile der Hilfesuche, der Schlachtung usw.
Die Angst zusammen mit der Liebe ist also ein Teil und es sind
mehrere Arten, und sie zusammen sind keine Stufen.
Der Autor sagte: „die Arten der ʿIbādah“. Diese Arten sind es, mit
denen man sich vor Allāh demütigt und Ihm unterwirft.
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Der Autor sagte: „die Allāh anbefahl“ nicht nur im Sinne der Pflicht,
sondern es sind auch die erwünschten ʿIbādāt (darin) enthalten.
Dann brachte der Autor Beispiele für die Arten auf, indem er sagte:
„beispielsweise: der Islām, der Īmān und der Ihsān“ und diese drei
kommen, so Allāh will, im Kapitel über die Kenntnis des Dīns des
Islām vor.
Der Autor sagte: „Und davon (wörtl.: von ihm) ist der Duʿāʾ“. Das
Pronomen (ihm) bezieht sich auf die Sorten, d.h.: „und von den
Sorten“; deswegen steht das Pronomen auch in männlicher Form.
Und danach heißt es: „Wer etwas davon jemandem oder etwas
anderem als Allāh widmet ..“. Hier liegt ein Problem, denn er
machte den Duʿāʾ zu einem Teil der ʿIbādah, sodass die ʿIbādah
allgemeiner ist als Duʿāʾ; das Bekannte bei einigen Gelehrten jedoch
ist, dass Duʿāʾ allgemeiner ist als ʿIbādah, da sie sagten, dass der
Duʿāʾ zwei Kategorien hat: Duʿāʾ der Anbetung und Duʿāʾ des Bittens.
Wie vereinen wir die beiden Meinungen? Und von diesem
Standpunkt fragen wir auch: Was ist allgemeiner, die ʿIbādah oder
der Duʿāʾ?
Es scheint so, dass die Masʾalah von den Ausdrücken (einer jeden
einzelnen Person) abhängt, und die Antwort ist gemäß den
Ausdrücken. Wenn mit ʿIbādah die Erniedrigung und die
Unterwerfung gemeint ist und mit Duʿāʾ das Erfragen und die Bitte
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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gemeint sind, so ist die ʿIbādah hier allgemeiner als der Duʿāʾ; und
wenn mit Duʿāʾ die Erniedrigung und die Unterwerfung gemeint ist,
d.h. die Anbetung, und mit ʿIbādah Gebet und Zakāh gemeint sind,
d.h. das, wodurch man die Anbetung verrichtet, so ist Duʿāʾ (hier)
ein weiterer Begriff, d.h., Duʿāʾ ist allgemeiner als ʿIbādah.
Und der Autor setzte hier die ʿIbādah mit der Erniedrigung und
Unterwerfung gleich, und Duʿāʾ mit dem Erfragen und Bitten;
deswegen machte er die ʿIbādah allgemeiner als den Duʿāʾ.
Danach führte der Autor die Arten der ʿIbādah an, welche vierzehn
Arten sind, und wir zählen den Islām, Īmān und Ihsān nicht dazu,
da sie von den Formen des Dīns sind und nicht der ʿIbādah. So sagte
er: „der Duʿāʾ ()اﻟﺪﻋﺎء, die Angst ()اﻟﺨﻮف, die Hoffnung ( “)اﻟﺮﺟﺎءetc., und
dann sagte er:
„und weitere Arten der ʿIbādah“, denn es wurden nicht alle genannt
und es gibt auch andere, wie Sabr, das Pflegen der
Verwandschaftsbande, etc.
Und es wird das Urteil desjenigen genannt, welcher etwas (von den
ʿIbādāt) jemand anderem als Allāh widmet. Dann erwähnte der
Autor den Beweis dafür, dass es Pflicht ist, sie Allāh dem Erhabenen
zu widmen:
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Und mit Masājid ist gemeint: Der Sujūd gebührt Allāh allein, und
darauf basierend wird ein Analogieschluss (Qiyās) auf die restlichen
Anbetungen angewendet mit dem Qiyās ash-Shabah, und der
Faktor, der alle eint, ist die Tatsache, dass alle Anbetungen sind.
Danach nannte der Autor die ʿIbādāt, und dann erwähnte er das
Urteil desjenigen, der etwas davon jemand anderem außer Allāh
widmet; sein Urteil ist nämlich, dass er ein Mushrik Kāfir ist,
welcher nicht durch Unwissenheit entschuldigt ist: „Wer
irgendetwas davon jemandem oder etwas anderem als Allāh
widmet, der ist ein Mushrik Kāfir“.
Masʾalah: Das Urteil desjenigen, der etwas von den Arten der
ʿIbādah jemand anderem außer Allāh widmet.
„Wer“ ()ﻣﻦ: Dies fungiert als Bedingung und ist umfassend. Wenn
man die Bedeutung betrachtet, so deutet es auf das Allgemeine hin,
da es (alle) Personen umfasst. So umfasst es den Mann und auch die
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Frau, ganz gleich, ob es ein Muslim, Kāfir, Mensch oder Jinn ist – (so
jemand) begeht Kufr.
Umfasst es den Kleinen und den Großen? Was den Großen angeht,
so umfasst es ihn, den Kleinen jedoch nicht, da er durch einen
Beweis ausgenommen wurde, der das Urteil von ihm abwendet.
Und dieser abwendende Beweis ist seine ﷺAussage:
„Der Stift wurde von dreien gehoben: vom Kind, bis es die Pubertät
erreicht, …“
Darauf basierend sagen wir: Wenn ein Kind für jemand anderen als
Allāh schlachtet, so ist es kein Kāfir, da ihm die Hujjah nicht
aufgestellt wurde, jedoch ist es kein Muslim17, sondern ein Mushrik,
und wer diese Angelegenheit tiefer untersuchen will, der soll dies
tun im Buch „Al-Mutammimah li-Kalam Aʾimmah ad-Daʿwah“ und
„Kitāb al-Haqāʾiq“, Kapitel „die Bezeichnungen, die nicht mit der
Hujjah verbunden sind“. Der Zweite, der aus der Allgemeinheit des
„wer“ ausgeschlossen ist, ist der Verrückte aufgrund desselben
Hadīths.
17Diese Aussage des Shaykhs stellt ein Problem dar, denn an einer anderen Stelle (in
seiner Fatwā bzgl. den Hinderungsgründen im Takfīr) bevorzugt er die Meinung, dass
Kinder nicht zurechnungsfähig sind, was Angelegenheiten des Kufrs betrifft, und dies ist
das Richtige, denn die Taten des Kufrs und Shirks von einem Kind werden in der
Sharīʿiah nicht als gültig betrachtet in Bezug auf die Bezeichnung und das Urteil, womit
das Jugendalter (unter der Pubertät) ein Hinderungsgund des Takfīrs ist. Wenn somit ein
Kind der Muslime eine Tat des Shirks begeht, so ist es dennoch ein Muslim und man sagt
nicht: „Es ist ein Mushrik, aber kein Kāfir.“ Somit erbt es von den Eltern, wenn sie
sterben, und falls es sterben sollte, betet man über ihm das Janāzah-Gebet etc.
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Seine Aussage „der ist ein Mushrik Kāfir“: Der Buchstabe „Fāʾ“ (in
der Übers.: „der ist“) leitet die Antwort auf die Bedingung (d.h. die
Konsequenz) ein und hier beginnen wir mit dem Hukm.
„ein Mushrik Kāfir“: Der Autor meint hier denjenigen, dem die
Hujjah aufgestellt wurde, so ist dieser ein Mushrik Kāfir. Was aber
denjenigen betrifft, der Shirk begangen hat und erst neulich den
Islām annahm oder in einer fernen Wüste lebte und aufwuchs oder
in einem Land des Kufr lebte und aufwuchs, so ist so jemand ein
Mushrik, der aus der Millah ausgetreten ist, jedoch begeht er nicht
den Kufr der Folter und der Bestrafung, bis ihm die Hujjah erbracht
wurde, und das ist auch die Aussage des Autors in vielen seiner
Bücher und es ist die Aussage seiner Schüler und seiner Nachfahren
und es ist die Aussage von Ibn Taymiyyah und Ibn al-Qayyim, ja
sogar von jedem, den wir von den Leuten des Wissens kennen; die
Aʾimmah der Daʿwah überbrachten den Ijmāʿ darüber. Wer mehr
darüber nachforschen will, der soll sich an die Bücher der Aʾimmah
der Daʿwah und ad-Durar as-Saniyyah wenden.
Masʾalah: bzgl. der Aussage des Autors „der ist ein Mushrik Kāfir“;
siehe al-Wasīt in der Erklärung der ersten Risālah in Majmūʿah at-
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Tauhīd unter dem Thema des Shirk und des Kufrs und des
Unterschieds zwischen ihnen und die Anhänge dazu.
Danach führte der Autor die detaillierte Beschreibung der Arten der
ʿIbādah an:
Damit die Antwort richtig wird, ist es notwendig, dass wir den Duʿāʾ
hier auf etwas übertragen, was nicht Duʿāʾ der Hilfesuche, des
Hilferufs oder der Zufluchtsuche ist; so bleibt nichts anderes übrig
als das Erbitten der Fürsprache im Jenseits oder des Einstehens in
der Dunyā und die Bedeutung des Duʿāʾ in diesem Fall ist das, was
mit der Hilfesuche ( )اﻻﺳﺘﻌﺎﻧﺔzusammengebracht wird und was damit
(durch ein Bindewort) verbunden wird und er trägt die Bedeutung
des Erbittens der Fürsprache.
Wer also den Duʿāʾ Allāh widmet, der ist ein Muwahhid; begeht
derjenige, der ihn jemand anderem als Allāh widmet, Shirk oder ist
er kein Mushrik?
107
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Beispiel: Wenn er einen Toten anruft, damit dieser für ihn einsteht,
auf dass Allāh ihm ein Kind schenke, oder (er ihn anruft,) damit er
ihn von einer Krankheit heilt oder das Unheil von ihm entfernt oder
wenn er ihn darum bittet, sich für ihn beim Streben nach (oder
Erbitten von) Jannah einzusetzen oder ihn um Vergebung bittet, so
ist dies großer Shirk.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Essen ergattern.‘ Ich sagte: ‚Was wird uns vor euch beschützen?‘ Er
sagte: ‚Diese Āyah; Āyat al-Kursiyy.‘“
..und ebenso wie beim Besessenen (von einem Jinn), so fragst du sie
um etwas, wozu sie imstande sind, wie wenn du sie nach dem
verlorenen Objekt fragst – hierin gibt es Meinungsverschiedenheit,
(es gilt aber zu beachten,) dass die Jinn lügen, so werden keine
Neuigkeiten von ihnen angenommen. Das Naheliegendste ist das
Abhalten davon, da von den Jinn nichts erbeten wird, selbst bei
ihrer Anwesenheit. Der Erhabene sagte:
Was das betrifft, wozu sie nicht imstande sind, wie das Erbitten der
Gesundheit und der Heilung, oder das, wozu sie imstande sind,
worum du sie aber nicht basierend auf Hören oder Sehen fragtest,
so ist dies Shirk. Der Erhabene sagte:
109
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etwas, was das Gemeinte klarstellt: „Das (die Āyah) bedeutet: ‚Wir
waren der Meinung, dass wir einen Vorzug vor den Menschen
haben, da sie bei uns Zuflucht zu suchen pflegten, wenn sie sich in
ein Tal oder an einen einsamen Ort wie Wüsten und weiteres
begaben, wie es die Gewohnheit der Araber in ihrer Jāhiliyyah war,
dass sie bei dem Mächtigen dieses Ortes von den Jinn Zuflucht vor
dem suchten, was für sie ein Übel ist, genauso wie einer von ihnen
in der Nähe eines großen Mannes und unter seinem Schutz und
seiner Wache ins Land seiner Feinde einzutreten pflegte, aber als
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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die Jinn sahen, dass die Menschen aus Angst vor ihnen Zuflucht bei
ihnen suchten, mehrten sie bei ihnen die Drangsal, d.h. Angst,
Schrecken und Entsetzen.“
Ibn Abī Hātim sagte von ʿIkrimah, dass er sagte: „Die Jinn pflegten
vor den Menschen genauso Angst zu haben, wie die Menschen vor
ihnen Angst haben oder noch stärker. Wenn die Menschen sich
aber in ein Tal begaben, fürchteten sie die Jinn, so sagte der
Anführer des Volkes: ‚Wir suchen Zuflucht bei dem Anführer der
Leute dieses Tals.‘ Da sagten die Jinn: ‚Wir sehen, dass sie vor uns
Angst haben, wie wir vor ihnen Angst haben.‘ Sie näherten sich den
Menschen und trafen sie mit Verrücktheit und Wahn und das ist die
Aussage von Allāh ﻋﺰ وﺟﻞ:
111
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d.h. Sündhaftigkeit.“
112
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Was das betrifft, wozu sie nicht imstande sind, wie das Erbitten der
Gesundheit und der Heilung, oder das, wozu sie imstande sind,
worum du sie aber nicht basierend auf Hören oder Sehen fragtest,
so ist dies Shirk. Allāh ﺗﻌﺎﻟﻰsagte:
Wenn du das Geschöpf nach etwas fragst, wozu es imstande ist, wie
das Bitten um ein Darlehen, so ist dies erlaubt, denn er ist dazu in
der Lage. Und (es ist auch erlaubt,) weil der Gesandte Allāhs ﷺvon
einem Mann ein Kamelkalb auslieh; da wurde ihm ein Kamel von
den Spendekamelen gebracht. Da befahl er Abū Rāfiʿ, dass er dem
Mann sein Kalb zurückbringen soll. Abū Rāfiʿ kehrte (zum
Gesandten) zurück und sagte: „Ich finde nur ein gutes Vierjähriges.“
Da sagte (der Gesandte Allāhs )ﷺ: „Gib es ihm. Die besten der
Menschen sind jene, die die Besten im Tilgen (Rückzahlen) sind.“
(Überliefert bei Muslim, vom Hadīth von Abū Rāfiʿ).
113
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Masāʾil18
Masʾalah: Und genauso ist es mit der Ansprache der Toten. Zur
Ermahnung und zum Ausdruck ist es erlaubt. Und auch die Salaf
taten es, um sich selbst zu ermahnen. Und wenn man die Jinn mit
dem Yā-Ausruf anspricht, um sie zu warnen oder ihnen zu drohen,
da sie einem in seinem Haus schaden, so ist diese Anrede erlaubt,
denn Abū Saʿīd al-Khudrī überliefert, dass der Gesandte Allāhs ﷺ
sagte: „In Madīnah gibt es Jinn, welche den Islām angenommen
haben. Wenn ihr von ihnen etwas seht, so warnt sie drei Tage. Wenn
18
Pl. von Masʾalah.
114
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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sich dann noch etwas zeigt, dann tötet es, denn es ist ein Shaytān“
(Überliefert von Muslim).
115
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َ ﴿ﯾ َ ْﻮ َم ﯾُﺪَ ﻋ
﴾ﻮن
‚An dem Tag, da sie gestoßen werden‘
(At-Tūr: 13),
Und Sulaymān Ibn Sard sagte: „Ich saß mit dem Propheten ﷺund
zwei Männer beschimpften sich. Einer von ihnen bekam ein rotes
Gesicht und seine Halsschlagader dehnte sich. Da sagte der Prophet
ﷺ:
116
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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‚Ich kenne ein Wort. Wenn er es gesagt hätte, so wäre es (der Zorn)
von ihm gewichen. Wenn er gesagt hätte: ‚Ich suche Zuflucht bei
Allāh vor dem gesteinigten Shaytān‘, wäre es (der Zorn) von ihm
gewichen‘“
(Überliefert bei al-Bukhārī).
Und von Abū Hurayrah wird überliefert, dass der Prophet ﷺsagte:
„Wenn ihr das Krähen der Hähne hört, bittet Allāh um Seine Huld,
denn sie sahen einen Engel. Und wenn ihr das Wiehern eines Esels
hört, dann sucht Zuflucht bei Allāh vor dem gesteinigten Shaytān,
denn er sah einen Shaytān“
(Überliefert bei al-Bukhārī).
Masʾalah: Es kommt vor, dass einige Leute sagen: „O Jinn, nehmt ihn
zu euch!“ Was ist das Urteil diesbezüglich? Wenn jemand davon
überzeugt ist, dann ist es Shirk, und wenn es zur Einschüchterung
gesagt wird, dann ist es aufgrund von zwei Dingen nicht erlaubt:
Beim Traum wurde im Hadīth auf die Zufluchtssuche hingewiesen, wie der
19
Shaykh nannte; beim Gähnen wird überliefert, dass der Prophet ﷺsagte: „Das
Gähnen ist vom Shaytān; wenn also einer von euch gähnt, so soll er es
abwehren, soweit er vermag, denn wahrlich, wenn einer von euch ‚Hā‘
(aufgrund des Gähnens) sagt, lacht der Shaytān.“
117
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Der Autor erwähnt etwas früher zwei Beweise. Der erste war, dass
das Bittgebet im eigentlichen Sinn eine ʿIbādah (Gottesdienst) ist,
und der zweite Beweis deutet darauf hin, dass wer auch immer
andere außer Allāh ruft, ein Mushrik Kāfir ist. Und deshalb ist der
Beweis für alle Arten, welche wir erwähnten, dass sie Shirk sind, die
Āyah.
1. Der Duʿāʾ. Und im Hadīth (kam): ‚Der Duʿāʾ ist das Gehirn der
ʿIbādah‘ und der Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
2. Die Angst. Und der Beweis für die Angst ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
﴾ﻮن ا ْن ُﻛ ْﻨ ُﺘ ْﻢ ُﻣ ْﺆ ِﻣ ِ َﻦ
ِ ُ﴿اﻧ َﻤﺎ َذ ِﻟ ُﻜ ُﻢ اﻟﺸ ْﯿ َﻄ ُﺎن ﯾُﺨ َِّﻮ ُف ْو ِﻟ َﯿ َﺎء ُﻩ ﻓَ َﻼ ﺗَ َﺎﻓُﻮﻫ ُْﻢ َو َﺎﻓ
Dies ist nur der Satan, der (euch) mit seinen Gefolgsleuten Furcht
einzuflößen sucht. Fürchtet sie aber nicht, sondern fürchtet Mich,
118
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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wenn ihr gläubig seid!
(Āl ʿImrān: 175).
3. Die Hoffnung. Und der Beweis für die Hoffnung ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰ
Aussage:
﴾﴿ﻓَ َﻤ ْﻦ َﻛ َﺎن َ ْﺮ ُﺟﻮ ِﻟ َﻘ َﺎء َ ِرﺑ ّ ِﻪ ﻓَﻠْ َﯿ ْﻌ َﻤ ْﻞ َﻋ َﻤ ًﻼ َﺻﺎ ِﻟ ً ﺎ َو َﻻ ُْﺸ ِﺮكْ ِﺑ ِﻌ َﺒﺎ َد ِة َرِﺑ ّ ِﻪ َ ﺪً ا
Wer nun auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, der soll
rechtschaffen handeln und beim Dienst an seinem Herrn (Ihm)
niemanden beigesellen
(Al-Kahf: 110).
4. Das Vertrauen. Und der Beweis für das Vertrauen ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰ
Aussage:
5. Das Begehren.
6. Die Ehrfurcht.
7. Die Demut.
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Und der Beweis für das Begehren, die Ehrfurcht und die Demut ist
Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
ﻮن ِﻓﻲ اﻟْ َ ْ َﺮ ِات َوﯾَﺪْ ُﻋﻮﻧَﻨَﺎ َرﻏَ ًﺒﺎ َو َر َﻫ ًﺒﺎ ۖ◌ َو َﻛﺎﻧُﻮا ﻟَﻨَﺎ
َ ﴿اﻧﻬ ُْﻢ َﻛﺎﻧُﻮا َُﺴ ِﺎر ُﻋ
﴾َِﺎﺷ ِﻌ َﻦ
Sie pflegten sich ja mit den guten Dingen zu beeilen und Uns in
Begehren und Ehrfurcht anzurufen, und sie pflegten vor Uns demütig
zu sein
(Al-Anbiyāʾ: 90).
8. Die Furcht. Und der Beweis für die Furcht ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
9. Die Umkehr. Und der Beweis für die Umkehr ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰ
Aussage:
10. Die Hilfesuche. Und der Beweis für die Hilfesuche ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰ
Aussage:
120
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾﴿ا كَ ﻧ َ ْﻌ ُﺒﺪُ َوا كَ َ ْﺴ َﺘ ِﻌ ُﻦ
Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe
(Al-Fātihah: 5).
und im Hadīth: „Wenn du Hilfe suchst, dann such Hilfe bei Allāh.“
11. Die Zufluchtsuche. Und der Beweis für die Zufluchtsuche ist
Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
12. Der Hilferuf. Und der Beweis für den Hilferuf ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰ
Aussage:
13. Die Schlachtung. Und der Beweis für die Schlachtung ist Seine
ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
121
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14. Das Gelübde. Und der Beweis für das Gelübde ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰ
Aussage:
Und wer eine detaillierte Auslegung dieser Arten will, der soll sich
an Kitāb al-Wasīt in der Erklärung der ersten Risālah von Kitāb at-
Tauhīd wenden, denn Allāh erleichterte darin ihre Auslegung, die
Nennung der Beweise, der Unterteilungen und die Verdeutlichung
von dem, worauf Acht gegeben werden muss; und wir nennen hier
nur einige geringfügige Zusätze zur Vervollständigung des
Nutzens.
122
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Von den Zusätzen20:
Die zweite ʿIbādah: die Angst ()اﻟﺧوف
Wann ist die Angst Shirk?
Vom Geschöpf das zu befürchten, wozu das Geschöpf nicht in der
Lage ist, ist Shirk Akbar. Sein Beispiel war: „Du fürchtest von den
Menschen oder den Jinn, dass sie dir den Nachwuchs abschneiden,“
und das ist etwas, wozu nur Allāh imstande ist.
Die Angst vor den leblosen Dingen und den Toten, dass sie einem
Übel zufügen können, zur Gänze, selbst wenn der Tote, wenn er
lebendig wäre, zu diesem Übel imstande wäre, zum Beispiel: „dass
er dich schlägt“ — das ist Shirk Akbar, da du von ihm etwas
fürchtetest, wozu er nicht fähig ist.
Wenn du dich vor einem Geschöpf fürchtest und deine Angst vor
ihm dich dazu bringt, dass du für es ʿIbādah machst, wie wenn du
für es schlachtest; wie die Angst vor dem Übel der Jinn, aufgrund
derer man für sie schlachtet – wenn man sich im Haus aufhält und
fürchtet, dass sie einem Leid zufügen werden, so schlachtet man für
sie, sodass sie einem kein Leid mehr zufügen – das Urteil darüber ist
123
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Shirk Akbar. Der Ikrāh (Zwang) ist nicht (d.h., fällt nicht unter die)
Angst; wenn jemand gezwungen wird, den Qurʾān zu zerreißen,
und er getötet wird, wenn er es nicht tut, so begeht dieser keinen
Kufr.
Der kleine Shirk (in der Angst). Dies ist, wenn dich die Angst vor
einer Person zum Unterlassen von Pflichten oder zum Ausführen
der verbotenen Dinge führt, wie wenn jemand aus Angst vor der
Kritik der Leute oder dem Spott der Menschen seinen Bart abrasiert
oder das Gebieten des Guten und das Verbieten des Verwerflichen
unterlässt oder der das Gebet in der Jamāʿah aus Angst um seinen
Posten (lässt), oder mit Leuten sitzt, die Musik hören und das
Verbieten unterlässt, um seine Anerkennung zu schützen, damit
die Frevler nicht über ihn reden, oder sagt: „Ich habe mich
geschämt“ — (all das) ist kleiner Shirk; und (ebenso wenn) er sein
Gewand verlängert und herabhängen lässt, bis sich über ihn nicht
mehr lustig gemacht wird usw.
124
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Verwerfliche zu ändern, als du es sahst?‘ Er wird antworten: ‚Mein
Rabb, die Furcht vor den Menschen.‘ Dann wird Allāh sagen: ‚Es
stand dir eher zu, Mich zu fürchten.‘“
Was aber das betrifft, was die natürliche Angst genannt wird, so ist
dies erlaubt und darin gibt es nichts (zu kritisieren), wie wenn du
dich zum Beispiel vor dem Dieb oder dem Raubtier fürchtest. Der
Erhabene sagte:
So ist dies erlaubt mit der Bedingung, dass es nicht zum Ausführen
des Verbotenen oder zum Unterlassen des Verpflichtenden führt.
Ist jeder Schaden (gemeint), vor dem man sich fürchtet und für den
man das Verbotene tut und das Verpflichtende unterlässt? Die
Antwort lautet, dass er Stufen hat:
125
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Die zweite Stufe: ein Schaden, der Härte enthält, der aber erträglich
ist, wie der Schlag, den man aushalten kann, oder
Gefängnisaufenthalt für einige wenige Tage. Es ist nicht erlaubt,
diesen zu fürchten und dafür das Verbotene zu tun oder das
Verpflichtende zu unterlassen.
126
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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erlaubt, diesen zu fürchten und dafür das Verbotene zu tun oder das
Verpflichtende zu unterlassen.
Die vierte Stufe: Das, was Schwäche und Feigheit genannt wird, wie
wenn wir uns vor jeder Sache fürchten würden; und einige dieser
Dinge haben keine Wirklichkeit. Diese (zu fürchten) ist nicht
erlaubt, da dies abstrakte Dinge aus den Vorstellungen der
Gedanken sind.
Masʾalah: Die Angst vor dem Shaytān und den Jinn ist so wie die
Angst vor Menschen — wenn man sie bei etwas fürchtet, wozu sie
nicht imstande wären, so ist es großer Shirk. Wenn man sie aber in
dem fürchtet, was sie tun könnten, so ist es ähnlich der Angst vor
21Die Worte des Shaykhs dürfen nicht uneingeschränkt aufgefasst werden, sodass
jemand daraus versteht, er könne die Gebete unterlassen, weil er nicht auf der Arbeit
beten darf, obwohl das Unterlassen des Gebets Kufr ist! Vielmehr sind Dinge darunter
gemeint, wie das Kürzen des Bartes etc., und das Wissen liegt bei Allāh.
127
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Menschen. Und es kam bereits vor, dass wir Ibn Kathīr zitiert haben
in dem, was er an Aussagen der Leute des Wissens über die Āyah
erwähnte.
﴾ﻮن ا ْن ُﻛ ْﻨ ُﺘ ْﻢ ُﻣ ْﺆ ِﻣ ِ َﻦ
ِ ُ﴿ﻓَ َﻼ ﺗَ َﺎﻓُﻮﻫ ُْﻢ َو َﺎﻓ
Fürchtet sie aber nicht, sondern fürchtet Mich, wenn ihr Gläubige seid
(Āl ʿImrān: 175).
128
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Wenn die Hoffnung an Allāh geknüpft ist, gehört sie zum Tauhīd.
Wenn man von einem Geschöpf etwas erwartet und begehrt, wozu
nur Allāh fähig ist, wie z.B., dass man erwartet, dass ein Geschöpf
zum Sieg verhilft oder dass es einen mit einem Kind versorgt oder
dass es heilt und errettet.
Und dass man Hoffnung hat und von einem Geschöpf etwas
erwartet, wozu es imstande ist, während man sich darauf stützt, wie
z.B., wenn man sich darauf verlässt, dass (der Angesprochene)
129
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Und dass man die Heilung und das Gute zwar von Allāh anstrebt,
erwartet und sich erhofft, sich jedoch als Mittel zur Genesung eines
verbotenen Weges bedient, wie z.B. des Tragens einer Kette oder
eines Fadens, oder das Legen einer sogenannten Shabakah,
während man sich von Allāh erhofft, dass sie Mittel zur Harmonie
und Verbindung zwischen Ehemann und Ehefrau wird. Das ist
kleiner Shirk, wie in dem Hadīth von ʿUqbah ibn ʿĀmir, der marfūʿ
ist, vorkommt:
..und ähnliche Beispiele, wie das Opfern für Allāh an Gräbern in der
Hoffnung auf das Gute von Allāh, wobei man jedoch diesen
(bestimmten) Ort wählte, weil er gesegneter sein soll.
﴾﴿ﻓَ َﻤ ْﻦ َﻛ َﺎن َ ْﺮ ُﺟﻮ ِﻟ َﻘ َﺎء َ ِرﺑ ّ ِﻪ ﻓَﻠْ َﯿ ْﻌ َﻤ ْﻞ َﻋ َﻤ ًﻼ َﺻﺎ ِﻟ ً ﺎ َو َﻻ ُْﺸ ِﺮكْ ِﺑ ِﻌ َﺒﺎ َد ِة َرِﺑ ّ ِﻪ َ ﺪ ًا
Wer nun auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, der soll
rechtschaffen handeln und beim Dienst an seinem Herrn (Ihm)
22
Überliefert bei Ahmad (17422).
130
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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niemanden beigesellen
(Al-Kahf: 110).
Wenn jemand sich in Sachen auf ein Geschöpf verlässt, wozu nur
Allāh die Macht hat, wie jemand, der sich im Herabsenden des
Regens auf ein Geschöpf verlässt, im Erwerben von Rizq oder
Nachkommen. Oder jemand verlässt sich auf jemanden in Bezug
auf die Heilung oder die Abwendung von Krankheiten. Niemand ist
131
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Das Verlassen auf Tote und Gegenstände (ist), wenn man sich
darauf verlässt, dass der Tote einem gibt oder einen verteidigt,
großer Shirk. Das Verlassen auf die Mittel ist jedoch kleiner Shirk,
wie z.B. das Verlassen auf die fachliche Kompetenz des Arztes23 in
Bezug auf den Erfolg einer Operation, die Zuversicht wegen der
hohen Anzahl der Soldaten in Bezug auf den Sieg, das Verlassen auf
das Geschick des Fahrers bezüglich der Sicherheit vor Unfällen, und
das Verlassen auf das Lernen in Bezug auf den (schulischen) Erfolg,
und das ist eine weitverbreitete Erscheinung unter den Muslimen,
(nämlich) dass sie sich auf die Mittel verlassen.
Masʾalah: Wann genau hat sich jemand auf die Mittel verlassen?
Durch die folgenden Indizien: Darunter ist das, was mit dem
Herzen zusammenhängt. So empfindet jemand Ruhe, Gelassenheit
und Vertrautheit aufgrund des Vorhandenseins der Mittel. Wenn er
sie (die Mittel) vorfindet, ist er zuversichtlich in Bezug auf das
Ergebnis, dass er es erzielen wird. Das ist der wichtigste Grund.
23
Oft kommt die Frage auf, ob es denn kleiner Shirk wäre, wenn man sich von zwei
Ärzten für den Kompetenteren entscheidet; die Antwort lautet, dass dies dann kleiner
Shirk ist, wenn man sich mit dem Herzen auf die Kompetenz des Arztes verlässt, dabei
vergessend, dass im Endeffekt Allāh der Heiler ist und die Kompetenz des Arztes nur ein
Mittel. Wenn man sich jedoch bewusst ist, dass der Arzt nur ein Mittel ist und Allāh der
eigentliche Heiler ist, so ist dies erlaubt, und Allāh weiß es am besten.
132
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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(Dazu gehört auch,) dass man Sorge und Unruhe empfindet, dass
das Ergebnis nicht erzielt wird, wenn die Mittel sich ändern.
Als Beispiel: Wenn jemand einen Kranken zum Arzt bringt und
dieser zuversichtlich ist, dass die Operation erfolgreich sein wird,
und er Ruhe darüber empfindet und (davon ausgeht,) wenn die
Operation von einem anderen Arzt vollzogen wird, dass sie
misslingen wird, das ist kleiner Shirk. Denn Allāh sagt:
Und die Bedeutung der Āyah ist die Abwesenheit des Vertrauens auf
die Mittel. Vielmehr verwenden wir die Mittel, verlassen uns jedoch
auf Allāh.
133
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Masʾalah: Was ist das Urteil der folgenden Aussage: „Ich verlasse
mich auf Allāh und auf dich“?
Diese Aussage ist nicht erlaubt und sie gehört zum kleinen Shirk
aufgrund Seiner ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
Masʾalah: Was ist das Urteil der folgenden Ausdrücke: Ich verlasse
mich (mache Tawakkul) auf dich, mein Verlass ist auf dich? Hierin
gibt es Meinungsverschiedenheiten unter den Späteren von den
Leuten des Wissens von dem, was ich weiß. So gibt es von ihnen
solche, die diese Aussage erlaubten und sie als Bevollmächtigung
und Übertragung der Verantwortung deuteten und sagten: „Der
Grundsatz ist die Erlaubnis.“ Die zweite Aussage: Es ist nicht
erlaubt aufgrund der Aussage des Erhabenen:
134
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾﴿و َﻠَﻰ اﻠ ِﻪ ﻓَ َ َﻮﻛﻠُﻮا
َ
Und verlaßt euch auf Allāh
(Al-Māʾidah: 23)
Und es sind Ausdrücke des Shirk und man sagt nur: „Ich verlasse
mich auf Allāh, danach vertraue ich (es) dir an“ oder man sagt: „Ich
vertraue (es) dir an“, dafür gibt es kein Hindernis.
Es bleibt der Hadīth von Sahl ibn Saʿd as-Sāʿidī: „Der Gesandte
Allāhs ﷺsagte: ‚Wer mir das garantiert (tawakkala lī), was zwischen
seinen Beinen und was zwischen seinen zwei Kiefern ist, dem
garantiere ich (tawakkaltu lahū) Jannah‘“ (Überliefert bei al-
Bukhārī).
Könnte man sagen, dass der Ausdruck „Ich verlasse mich auf dich“
wegen diesem Hadīth erlaubt ist? Die Antwort lautet, dass
„tawakkala" (verlassen) hier nicht in der Bedeutung von „iʿtamada“
(verlassen) ist, sondern in der Bedeutung von „garantieren“ und
135
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Und ähnlich ist der Hadīth von Abū Hurayrah, dass der Gesandte
Allāhs ﷺsagte: „Die beste Sadaqah (Spende) ist die, die vom
Überschuss gegeben wird, und die obere (die gebende) Hand ist
besser als die untere (die nehmende) Hand und ein jeder soll mit
denen anfangen, für welche er aufkommen muss. Seine Frau sagt:
‚Gib für mich aus‘ und die Mutter seiner Kinder (Sklavin, mit der
man Kinder hat) sagt: ‚Wem vertraust du mich an?‘“ Und
„anvertrauen“ bedeutet in diesem Hadīth: „Wen verpflichtest du
über mich?“ oder: „Wem überlässt du mich?“ und es ist nicht in der
Bedeutung des Verlassens (auf jemanden).
Masʾalah: Was ist das Urteil darüber, wenn man es hinzufügt (ein
Verlassender auf Allāh und dann auf euch)? Das Offenkundige ist,
dass es nicht erlaubt ist, da das, wovon abgehalten wird, im
Wortlaut selber ist, egal ob man es alleinstehend sagt oder
zusammenfügt.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Masʾalah: Was ist das Urteil darüber, wenn wir sagen: „Dieser Mann
ist zuverlässig, du musst dich auf ihn verlassen“? Dies gilt es
detailliert zu betrachten. Wenn damit gemeint ist, dass er
vertrauenswürdig (amīn) ist, nicht hintergeht und die Arbeit so
verrichtet, wie es sich gehört, dann gibt es nichts (daran zu
kritisieren) und es ist erlaubt. Wenn es aber bedeutet, dass man sich
gänzlich auf ihn verlässt und dass das Resultat dann auftreten wird,
so ist dies vom kleinen Shirk.
137
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Wenn sich das Wenden an die Geschöpfe bei dem Streben nach
Erfüllung der Wünsche zunimmt und diese dazu imstande sind,
dann ist es kleiner Shirk, wenn man sich (gänzlich) auf diese
verlässt.
Wenn man sich nicht (gänzlich) auf sie verlässt, dann ist es von den
Dingen, die den Tauhīd verringern, aufgrund des Hadīthes: „Sie
bitten nicht um Ruqyā, und sie heilen ihre Wunden nicht durch
Brennen, und sie vertrauen auf ihren Herrn.“
Was den Beweis betrifft, so hat dieser drei ʿIbādāt (in sich) vereint:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Es ist ersichtlich von der Beweisführung des Autors, dass das
Begehren ein Zustand von den Zuständen des Duʿāʾ ist und es ist
eine Eigenschaft zur Erläuterung der Art des Duʿāʾ, nämlich dass es
ein Duʿāʾ des Begehrens ist. Dies ist gemäß der Erklärung des Duʿāʾ
in der allgemeinen Bedeutung, d.h., Duʿāʾ der ʿIbādah und Duʿāʾ des
Bittens; und hier sind einige Āyāt des (qurʾānischen) Textes über die
ʿIbādah des Begehrens, wie Seine Aussage:
Was ist der Unterschied zwischen der Angst und der Ehrfurcht?
139
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Der Unterschied ist zeitlich. Wenn dein Herz für eine kurze
Zeitspanne erzittert und voller Besorgnis ist, wird das Angst
genannt. Wenn das Zittern und die Besorgnis sich aber in die Länge
ziehen und andauern, so wird das Ehrfurcht genannt.
Hier ist noch ein Unterschied: die Angst ist die Erwartung des
möglichen Schadens, der eintreten kann oder auch nicht, sodass es
(das Herz), wenn es daran denkt, dass er (der Schaden) eintreten
wird, besorgt ist, und wenn es sich erinnert, dass er nicht eintritt,
sich beruhigt.
Die Ehrfurcht aber ist die Erwartung des Schadens, über den man
sich sicher ist. Deswegen verlängert sich die Angst. Jemand, über
den mit dem Tod geurteilt wurde, wird Rāhib genannt, da der
Schaden mit Gewissheit feststeht und man findet ihn in ständiger
Angst, bis er getötet wird. Was aber den betrifft, der die tatsächliche
Tötung nicht erwartet, so wird dies nur Angst genannt.
140
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Wenn man vor Allāh ruhig und still steht mit den Gliedmaßen, so
wird dies Khushūʿ genannt. Deshalb ist das äußerliche
Erscheinungsbild des Betenden Ergebenheit, da er mit gesenkten
Kopf im Gebet steht und auf den Platz der Niederwerfung blickt.
Wenn er zum Gebet geht, so geht er mit Ruhe und mit gesenkter
Stimme und gesenktem Blick. So ist dies Khushūʿ beim Gang zum
Gebet.
Wenn man vor einem Grab oder einer Person stillsteht, ohne sich
zu bewegen, so ist dies Khushūʿ, auch wenn man nichts von ihm
verlangt, und dies zählt zum großen Shirk. Dasselbe ist es, wenn
man mit ruhigen Gliedmaßen und mit ruhigem Herzen zum Grab
eines Walī geht — so ist dies die ʿIbādah des Khushūʿ.
141
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So ist der Ursprung beim Khushūʿ die Tat des Herzens, und die
Körperteile deuten darauf hin.
So bezog er die Khashyah auf Allāh und Khawf auf die Abrechnung.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Wenn dein Herz wegen dem Toten im Grab oder den Statuen bebt,
ohne das zu betrachten, was er mit dir machen wird.
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Die Reue ist spezieller als die Inābah, so ist sie das spezielle
Zurückkehren auf eine bestimmte Weise. Sie ist das Zurückkehren
mit dem Stoppen der Tat und dem Bedauern. Der Beweis für den
Unterschied zwischen Tawbah und Inābah ist die Aussage Allāhs:
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾﴿ َو ِﻧ ُﻮا اﻟ َ ٰﻰ َ ِر ّ ُﻜ ْﻢ َو ْﺳ ِﻠ ُﻤﻮا ﻟ َ ُﻪ
Und wendet euch eurem Herrn reuig zu und seid Ihm ergeben …
(Az-Zumar: 54).
Die zehnte, elfte und zwölfte Art der Anbetung; diese Anbetungen
sind sich ähnlich weshalb wir sie zusammen erwähnen.
24
Der Shaykh nannte ein Grab (welches ein Beispiel ist) in der sprachlichen
Definition, sodass davon auszugehen ist, dass es aus Versehen war und er es
eigentlich als Beispiel anführen wollte; deswegen ersetzte ich das Wort „Grab“
mit „etwas“, da dies allgemein ist und in die sprachliche Definition passt.
145
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Nās) genannt, da sie vor dem Übel bewahren; so sind sie die Bitte um
Zuflucht.
Die Hilfesuche, die Zufluchtsuche und der Hilferuf sind alle Beihilfe
und Unterstützung, sie unterscheiden sich jedoch entsprechend der
Lage und der Zeit. Wenn einem z.B. etwas Schlechtes widerfährt
und man Unterstützung erbittet, um dies abzuwehren, so nennt
man dies Hilferuf (Istighāthah). Den Ruf des Ertrinkenden
bezeichnet man somit als Istighāthah. Wenn einem bis jetzt noch
nichts Schlechtes widerfahren ist, es aber auf dem Weg ist, einen zu
befallen, und man (in dieser Situation) bittet, damit es nicht
eintrifft, so nennt man dies die Zufluchtsuche (Istiʿādhah). Bei
normalen Angelegenheiten, wenn dich nichts Schlechtes befallen
hat und du es auch nicht erwartest, so nennt man das Erbitten von
Hilfe (Istiʿānah).
146
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Wenn die Hilfesuche, die Zufluchtsuche und der Hilferuf einzig an
Allāh (gerichtet) sind.
Das Anzeichen für das Verlassen auf sie ist, dass man voller Ruhe
glaubt, dass sie einen retten werden und sich darauf verlässt, dass
25Diese Bedingung, die der Shaykh nannte, ist sehr wichtig, denn von ihr ist abhängig,
ob eine Tat in solchen Fällen kleiner Shirk ist oder nicht.
147
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die Rettung durch den Herrscher oder die Menschen eintreten wird.
Dies ist wie derjenige, der die Armee um Hilfe bittet und dann
ruhigen Herzens glaubt, dass der Sieg eintreffen wird; dies ist vom
kleinen Shirk.
Sie pflegten sie beim Abstieg in ein Tal anzusprechen, obwohl sie
(die Jinn) nicht anwesend waren. Und dies fällt unter den großen
Shirk, selbst wenn man sie um etwas bittet, wozu sie imstande
wären, wie wenn dein Auto z.B. ausfällt und du sprichst: „O Jinn,
helft mir!“
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Das Urteil über die die Hilfesuche, den Hilferuf und die Zufluchtsuche
bei den Jinn:
Und wenn du sie um Hilfe bittest und um Hilfe rufst während ihrer
Abwesenheit, so ist es auch großer Shirk. Der Erhabene sagte:
Der Grund für die Offenbarung dieses Verses war, dass die Quraysh,
wenn sie in ein Tal hinabgingen, sagten: „Wir suchen Zuflucht beim
Führer dieses Tales vor den Törichten seines Volkes.“
Wenn du sie um Hilfe bittest und sie dich hören, anwesend sind und
in der Lage dazu, so waren sich die Leute des Wissens darüber
uneinig.
149
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Wie bei der Geschichte von Ubayy Ibn Kaʿb, in der es heißt, dass sie
eine Scheune besaßen, in der getrocknete Datteln waren, und es war
von dem, worum er sich kümmerte. Er bemerkte, dass sie weniger
wurden, so bewachte er sie des Nachts. Da erschien ein Biest, dessen
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Gesichtszüge wie die eines herangewachsenen Jungen waren. Er
(Ubayy ibn Kaʿb) sagte: „Ich gab ihm Salām und er erwiderte ihn mir.
Ich sagte: ‚Was bist du, ein Jinn oder ein Mensch?‘ Er sagte: ‚Ein
Jinn.‘ Ich sagte: ‚Reich mir deine Hand.‘ Da (sah ich) eine
Hundepfote und Hundefell. Ich sagte: ‚So wurden die Jinn
erschaffen.‘ Er sagte: ‚Ich kenne die Jinn, unter ihnen gibt es
niemanden, der stärker ist als ich.‘ Ich sagte: ‚Was hat dich zu dem
bewegt, was du getan hast?‘ Er sagte: ‚Es erreichte mich, dass du ein
Mann bist, der die Spende liebt, da wollte ich etwas von deinem
Essen ergattern.‘ Ich sagte: ‚Was wird uns vor euch beschützen?‘ Er
sagte: ‚Diese Āyah, Āyat al-Kursiyy.‘“
Und dies ist, was ibn Taymiyyah erlaubte, so wie es von ihm
erwähnt wird.
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Und was die verbotenen Dinge betrifft, wie das Schaden oder Töten
einer Person, so ist dies (erst recht) harām und nicht erlaubt; der
Erhabene sagte:
﴾﴿ َوﺗَ َﻌ َﺎوﻧُﻮا َﻠَﻰ اﻟْ ّ ِِﺮ َواﻟﺘ ْﻘ َﻮ ٰى َو َﻻ ﺗَ َﻌ َﺎوﻧُﻮا َﻠَﻰ ْاﻻﺛْ ِﻢ َواﻟْ ُﻌﺪْ َو ِان
… helft einander nicht zur Sünde und feindseligem Vorgehen
(Al-Māʾidah: 2).
Das Schlachten als ʿIbādah ist das Vergießen des Blutes als eine Art
der Annäherung und der Ehrung. Was jedoch nur das Wort
„Schlachten“ betrifft, so bedeutet es Blutvergießen.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Wenn man als Annäherung und Verherrlichung für andere außer
Allāh schlachtet. Und die Bedeutung von „als Annäherung“ ist, dass
es ihm im Erlangen von Gutem und im Abwenden von Schlechtem
nützen soll; wenn das Ziel deiner Schlachtung ist, dass es dir in
Angelegenheiten des diesseitigen oder des jenseitigen Lebens
Nutzen bringen soll, oder dass es das Schlechte oder ein Unglück
von dir abwenden soll; so beabsichtigte man die Nähe im
übertragenen Sinne. Was (den Ausdruck) „als Verherrlichung“
angeht, so ist seine Bedeutung, dass sich im Herzen (des
Schlachtenden) die Erhabenheit und die Stellung (dessen, dem es
gewidmet wird,) festsetzt, und diese Verherrlichung und
Verehrung einen dazu bringt, dass man für ihn schlachtet; und dies
enthält mehrere Arten:
„Allāh hat denjenigen verflucht, der für etwas anderes als Allāh
schlachtet.“
153
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„Ein Mann wird das Höllenfeuer wegen einer Fliege betreten …“26
26Er meint folgenden Hadīth, welchen Ahmad u.a. von Salmān al-Fārisī überlieferten,
(nämlich,) dass der Gesandte Allāhs ﷺsagte: „Ein Mann trat in das Paradies ein wegen
einer Fliege und ein Mann trat in das Höllenfeuer ein wegen einer Fliege“, sie (die
Gefährten) fragten: „Wie ist dies möglich, oh Gesandter Allāhs?“ Er sagte: „Zwei Männer
kamen an einem Volk vorbei, das einen Götzen hatte, an dem sie niemanden passieren
ließen, der ihm nicht ein Opfer darbrachte. Sie befahlen dem ersten, ein Opfer
darzubringen. Er sagte: „Ich habe nichts, um es zu opfern“, so sagten ihm die Leute dieses
Volkes: „Opfere irgendetwas, selbst wenn es eine Fliege ist.“ So opferte er (ihrer Götze)
eine Fliege. Sie machten ihm den Weg frei und er trat in das Höllenfeuer ein. Sie (die
Leute des Volkes) sagten zu dem anderen Mann: „Bringe (unserem Götzen) ein Opfer
dar“. Er sagte: „Ich werde niemals etwas jemand anderem opfern, als Allāh.“ So schlugen
sie ihn auf den Nacken (töteten ihn) und er trat in das Paradies ein.“ Das Richtige
ist, dass der Hadīth mawqūf sahīh ist, d.h. die Überlieferungskette geht nur bis zum
Sahābī, jedoch kann er sowas unmöglich aus eigener Meinung gesagt haben, und selbst
wenn gesagt werden sollte, dass er es von den Leuten der Schrift (Ahl al-Kitāb) hörte, so
beeinhaltet der Hadīth keine falsche Bedeutung, wie manche behaupten, denn die
Entschuldigung durch Zwang (Ikrāh) ist eine Besonderheit dieser Ummah, sodass dieses
Privileg jenem, der die Fliege opferte, nicht zustand und er somit die Strafe verdiente.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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nutzen. Und diese (Art) gehört zum großen Shirk wegen dem, was
man von Seiner ﺗﻌﺎﻟﻰAussage versteht:
Und (diese Handlung) ist damit vergleichbar, dass man auf den
Sultān bis zu seinem Eintritt oder seine Erscheinung wartet, und
sich vor ihm verneigt. Und sie zeigt sich dadurch, dass das Opfertier
genommen und geschlachtet wird, wenn (der Sultān) aus dem
Flugzeug steigt oder wenn er durch die Tür oder in einen Saal
hineinkommt, oder wenn er kommt oder erscheint.
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aus Ehrung des Gastes gemacht wird, aufgrund der Ahādīth, welche
dazu anspornen, wie seine ﷺAussage:
„Und wer an Allāh und den Jüngsten Tag glaubt, der soll seinen
Gast ehren“
in den Sahīhayn von Abū Hurayrah.
und Er sagte:
27Damit ist die Verehrung gemeint, welche eine Anbetung darstellt; wenn jemand also
bspw. am Geburtstag des Propheten ﷺfür Allāh schlachtet, weil er denkt, es wäre ein
besonderer Tag, der gefeiert werden müsse, der begeht selbstverständlich keinen Shirk.
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5. das Schlachten des Hady (Opfertiers) — und das ist für den
Mutamattiʿ und den Qārin28 verpflichtend.
6. das Schlachten als Sühne für das Begehen von verbotenen Taten
(im Weihezustand).
28 Hiermit sind jene gemeint, welche zwei der drei Formen der Hajj vollziehen: Tamattuʿ
oder Qirān.
29 Mukallaf ist jemand, der zu den islamischen Pflichten verpflichtet ist.
30
Damit ist gemeint, dass es makrūh ist, ein Gelübde zu vollziehen; wenn man es jedoch
bereits getan hat, so ist man verpflichtet, es zu erfüllen, wenn es keine Sünde ist, da der
Gesandte Allāhs ﷺ, wie es im Sahīh überliefert wird, sagte:
„Wer immer das Gelübde abgibt, Allāh gegenüber gehorsam zu sein, der soll Ihm
auch gehorsam sein. Und wer immer das Gelübde abgibt, Allāh gegenüber
ungehorsam zu sein, der soll Ihm nicht ungehorsam sein.“
158
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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ist die Madhhab (der Hanābilah). Die zweite Meinung, und dies ist
die Auswahl von Ibn Taymiyyah: dass es von Anfang an verboten
ist. Wenn der Mensch es jedoch bereits getan hat, so ist es
verpflichtend, das Gelübde zu erfüllen, wenn es sich bei dem
Gelübde nicht um eine Sünde handelt. Der Beweis für das Verbot,
das Gelübde zu beginnen, ist der Hadīth von Ibn ʿUmar: „Es kommt
mit nichts Gutem, damit wird lediglich etwas vom Besitz des
Geizigen hervorgebracht“ (Muttafaqun ʿalayh).
Wenn man sich selbst etwas/eine Sache für jemand anderen als
Allāh auferlegt, und dies im Sinne der Verherrlichung desjenigen,
während man für ihn im Herzen Hochachtung und Respekt
empfindet, sodass dies einen dazu bringt, ein Gelübde für ihn
abzulegen, oder als Annäherung zu ihm (jemand anderen als Allāh),
und dies beinhaltet, dass man Gutes von ihm erlangen will durch
dieses Gelübde, und dies kann mehrere Formen haben:
Wie wenn man sagt: „Wenn Allāh mich heilt, so sind für das Grab
des Heiligen X soundsoviele Schafe oder Besitz bestimmt.“ Oder
man sagt: „Für das Grab von X oder den Shaykh X ist soundsoviel
Besitz bestimmt, wenn die Operation gelingt“ oder man von der
Krankheit geheilt wird. Wenn man etwas verliert, so gibt man dem
Grab von Person X etwas Gutes oder Gold, bis man es wiederfindet.
Und all diese erwähnten Formen sind großer Shirk. Ihr Manāt
(Grund des Kufrs) ist das Wort oder die Tat und nicht die
Überzeugung.
159
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Dann erwähnte der Verfasser die Beweise dafür: „Und der Beweis
für das Gelübde ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
160
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Der zweite Asl: Die Kenntnis des Dīns des Islām mit den Beweisen.
Und dieser ist die Ergebenheit zu Allāh mit dem Tauhīd, die Fügung
Ihm gegenüber mit dem Gehorsam und die Lossagung vom Shirk
und seinen Anhängern.
Und er (der Dīn) hat drei Stufen: al-Islām, al-Īmān und al-Ihsān.
Und jede Stufe hat ihre Säulen.
Die Säulen des Islām sind fünf. Und der Beweis aus der Sunnah ist
der Hadīth von Ibn ʿUmar رﺿﻲ اﻟﻠﮫ ﻋﻨﮭﻤﺎ, (in welchem) er sagte: „Der
Gesandte Allāhs ﷺsagte:
161
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﴾﴿ َو َﻣ ْﻦ ﯾ َ ْ َﻎ ِ َ ْ َﺮ ْاﻻ ْﺳ َﻼ ِم ِدﯾﻨًﺎ ﻓَﻠَ ْﻦ ﯾُ ْﻘ َ َﻞ ِﻣ ْ ُﻪ َوﻫ َُﻮ ِﻓﻲ ا ْ ٓ ِﺧ َﺮ ِة ِﻣ َﻦ اﻟْ َِﺎﺳ ِﺮ َﻦ
Wer aber als Religion etwas anderes als den Islām begehrt, so wird es
von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den
Verlierern gehören
(Āl ʿImrān: 85).
﴿ َﺷﻬِﺪَ اﻠ ُﻪ ﻧ ُﻪ َﻻ اﻟَـ َﻪ اﻻ ﻫ َُﻮ َواﻟْ َﻤ َﻼ ِ َﻜ ُﺔ َو وﻟُﻮ اﻟْ ِﻌﻠْ ِﻢ ﻗَﺎﺋِ ًﻤﺎ ِ ﻟْ ِﻘ ْﺴﻂِ ۚ◌ َﻻ اﻟَـ َﻪ اﻻ
﴾ﻫ َُﻮ اﻟْ َﻌ ِﺰ ُﺰ اﻟْ َﺤ ِﻜ ُﻢ
Allāh bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm; und (ebenso
bezeugen) die Engel und diejenigen, die Wissen besitzen; der Wahrer
der Gerechtigkeit. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allmächtigen
und Allweisen
(Āl ʿImrān: 18).
Und ihre (der Shahādah) Bedeutung ist: Es gibt keinen mit Recht
Angebeteten außer Allāh. Das, was die Verneinung von der
Bestätigung abgrenzt: „Lā ilāha“ lehnt alles ab, was außer Allāh
angebetet wird, „illā Allāh“ bestätigt die ʿIbādah für Allāh alleine.
Er hat keinen Teilhaber in Seiner ʿIbādah, ebenso wie Er keinen
Partner in Seiner Herrschaft hat. Und ihre (der Shahādah)
Erklärung, welche sie verständlicher macht, ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
162
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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ون اﻻ اﻟ ِﺬي ﻓَ َﻄ َ ِﻧﺮﻲ َ ُ﴿ َوا ْذ ﻗَﺎ َل ا ْ َﺮا ِﻫ ُﯿﻢ ِ ﺑِﯿ ِﻪ َوﻗَ ْﻮ ِﻣ ِﻪ اﻧ ِﻨﻲ َ َﺮا ٌء ِﻣﻤﺎ ﺗَ ْﻌ ُﺒﺪ
﴾ﻮنَ ﻓَﺎﻧ ُﻪ َﺳ َﯿﻬْ ِﺪ ِﻦ َو َﺟ َﻌﻠَﻬَﺎ َﻛ ِﻠ َﻤ ًﺔ َ ِﻗ َ ًﺔ ِﻓﻲ َﻋ ِﻘ ِ ِﻪ ﻟ َ َﻌﻠﻬ ُْﻢ َ ْﺮ ِﺟ ُﻌ
Und als Ibrāhīm zu seinem Vater und seinem Volk sagte: „Gewiß, ich
sage mich los von dem, dem ihr dient
außer Demjenigen, Der mich erschaffen hat; denn Er wird mich gewiß
rechtleiten.“
Und er machte es zu einem bleibenden Wort unter seinen
Nachkommen, auf daß sie umkehren mögen.
(az-Zukhruf: 26-28).
Und der Beweis für die Bezeugung, dass Muhammad der Gesandte
Allāhs ist, ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
163
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﴿ﻟ َ َﻘﺪْ َ َﺎء ُﻛ ْﻢ َر ُﺳﻮ ٌل ِﻣ ْﻦ ﻧْ ُﻔ ِﺴ ُﻜ ْﻢ َﻋ ِﺰ ٌﺰ َﻠَ ْﯿ ِﻪ َﻣﺎ َﻋ ِﻨﺘ ْﻢ َﺣ ِﺮ ٌﯾﺺ َﻠَ ْﯿ ُﻜ ْﻢ ِ ﻟْ ُﻤ ْﺆ ِﻣ ِ َﻦ
﴾َر ُء ٌوف َر ِﺣ ٌﻢ
Zu euch ist nunmehr ein Gesandter aus euren eigenen Reihen
gekommen. Bedrückend ist es für ihn, wenn ihr in Bedrängnis seid, (Er
ist) eifrig um euch bestrebt, zu den Gläubigen gnadenvoll und
barmherzig
(at-Taubah: 128).
Und der Beweis für das Gebet, die Zakāh und die Erklärung des
Tauhīds ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
﴿ َو َﻣﺎ ِﻣ ُﺮوا اﻻ ِﻟ َﯿ ْﻌ ُﺒﺪُ وا اﻠ َﻪ ُﻣ ْ ِﻠ ِﺼ َﻦ ﻟ َ ُﻪ ِّاﻟﺪ َﻦ ُﺣ َ َﻔ َﺎء َوﯾُ ِﻘ ُﻤﻮا اﻟﺼ َﻼ َة َوﯾُ ْﺆﺗُﻮا
﴾اﻟﺰ َﻛﺎ َة َو َذ ِ َﻚ ِد ُﻦ اﻟْ َﻘ ِ ّ َﻤ ِﺔ
Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allāh zu dienen und
(dabei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (zu sein), als
Anhänger des rechten Glaubens, und das Gebet zu verrichten und die
Abgabe zu entrichten; das ist die Religion des rechten Verhaltens
(al-Bayyinah: 5).
164
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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اﻟﺼ َﯿﺎ ُم َﻛ َﻤﺎ ُﻛ ِﺘ َﺐ َﻠَﻰ اﻟ ِﺬ َﻦ ِﻣ ْﻦ ﻗَ ْ ِﻠ ُﻜ ْﻢ
ِ ّ ﴿ َ ﯾﻬَﺎ اﻟ ِﺬ َﻦ ٓ َﻣ ُﻮا ُﻛ ِﺘ َﺐ َﻠَ ْﯿ ُﻜ ُﻢ
﴾ﻮن َ ﻟ َ َﻌﻠ ُﻜ ْﻢ ﺗَﺘ ُﻘ
O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es
denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig
werden möget
(al-Baqarah: 183).
165
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
„Die Religion (der Dīn) des Islām“: Mit dem Islām ist diese
allgemeine Bedeutung gemeint, so umfasst er den Īmān, den Ihsān
und den Islām in der spezifischen Bedeutung.
„mit den Beweisen“: Das „Bāʾ“ ( )بzeigt die Begleitung an, d.h., dass
deine Kenntnis des Islām vom Beweis begleitet wird; und die
Masʾalah des Taqlīd (blindes Folgen) im Īmān und (die Frage,) ob die
Beweise verpflichtend sind, haben wir schon behandelt.
Danach definierte der Autor den Dīn und sagte: „Und dieser ist die
Ergebenheit zu Allāh mit dem Tauhīd, die Fügung Ihm gegenüber
mit dem Gehorsam und die Lossagung vom Shirk und seinen
Anhängern.“ Die Erklärung der Definition ist seine Aussage: „die
Ergebenheit zu Allāh“, d.h. die Fügung und die Unterwerfung.
166
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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„mit dem Tauhīd“: mit Seiner (Allāhs) Vereinheitlichung in der
Ulūhiyyah, Rubūbiyyah und den Namen und Eigenschaften; und
die Bedeutung davon ist, dass du dich für Allāh erniedrigst und dich
Ihm unterwirfst mit dem, was Ihm an Namen und Eigenschaften
und von der Rubūbiyyah und der ʿIbādah zusteht.
„und die Fügung Ihm gegenüber mit dem Gehorsam“: Die Fügung
( )اﻻﻧﻘﯿﺎدist die Sanftmütigkeit/Milde. Man sagt „inqāda“, wenn
jemand sanft/milde gewesen ist.
„mit dem Gehorsam“: Dies ist ein Sammelbegriff für alles, was Allāh
liebt und womit Er zufrieden ist und hier ist es in der Bedeutung von
ʿIbādah. Darin gibt es aber ein Problem, denn der Autor hat den
Iʿtiqād (die Überzeugung), d.h. den Īmān, nicht ausdrücklich in die
Definition eingefügt, denn wir haben definiert, dass der Dīn den
Islām umfasst, und dieser ist die offensichtliche Tat, und den
verborgenen Iʿtiqād, und dieser ist der Īmān. (Hinzu kommt) die
Perfektion des offen Sichtbaren und des Verborgenen, und das ist
der Ihsān. (Was ist nun die Antwort auf dieses Problem)? Die
Antwort ist, dass der Autor hier lediglich den Islām erwähnte, da er
bald den Īmān erwähnen wird, denn wenn zwei
zusammenkommen, trennen sie sich (in der Bedeutung).
„und die Lossagung vom Shirk und seinen Anhängern“: (Dies sagte
er) als Hinzufügung von etwas Speziellem zum Allgemeinen. Wenn
er es nicht getan hätte, so wäre die Lossagung vom Shirk in der
Ergebung an Allāh mit dem Tauhīd enthalten gewesen, jedoch
sonderte der Autor sie aufgrund ihrer Wichtigkeit aus.
167
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So sagt man auch: „Du hast dich von der Krankheit befreit (bariʾta)“,
wenn jemand davon genest, und man sagt: „Die Frau hat sich befreit
(istabraʾat)“, wenn in ihrer Gebärmutter nichts ist, und man sagt:
„Er hat sich vom Dīn freigesprochen (bariʾa)“, wenn jemand vom
Dīn abfällt und sich von ihm freimacht.
Fachspezifisch gesehen ist es der Hass und die Feindschaft für und
die Distanzierung von dem Shirk und den Mushrikīn mit dem
Iʿtiqād, den Taten und dem Aufenthalt (indem man sich örtlich von
ihnen entfernt).
1. Die Barāʾah von den Taten; dies ist die Barāʾah vom Shirk und vom
Kufr und diese ist unbedingt verpflichtend, wie die Barāʾah von der
Demokratie, den Parlamenten, dem Modernismus, dem
Säkularismus etc.
2. Die Barāʾah von dem Täter, und das ist derjenige, auf den der
Autor mit der Aussage „und seinen Anhängern“ hindeutete. (Also
ist gemeint) die Barāʾah von den Mushrikīn und Kuffār, wie dass
man die Säkularisten, Nationalisten, Modernisten und die Rāfidah
verabscheut, hasst, anfeindet und zu Kuffār erklärt und dass man
sich von ihren Taten lossagt, sie (diese Leute) hasst, anfeindet und
aus der Millah ausschließt.
Was die Art und Weise der Barāʾah von diesen zwei Teilen angeht,
so sieht sie wie folgt aus:
1. Die Barāʾah des Herzens; dies bedeutet, dass man die Mushrikīn
und den Shirk mit dem Herzen hasst, verabscheut und ihren
Untergang herbeisehnt, wie der Hass gegenüber den Christen,
168
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Juden, Hindus, Kommunisten, Säkularisten, Liberalen,
Modernisten und Rāfidah.
2. Die Barāʾah der Zunge von der (gesamten) Sorte des Shirk und
seiner Leute, indem man die Kuffār und ihren falschen Dīn hasst
und (verdeutlicht,) dass sie Kuffār sind; und der Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰ
Aussage:
َ ُ﴿وا ْذ ﻗَﺎ َل ا ْ َﺮا ِﻫ ُﯿﻢ ِ ﺑِﯿ ِﻪ َوﻗَ ْﻮ ِﻣ ِﻪ اﻧ ِﻨﻲ َ َﺮا ٌء ِﻣﻤﺎ ﺗَ ْﻌ ُﺒﺪ
﴾ون َ
Und als Ibrāhīm zu seinem Vater und seinem Volk sagte: „Gewiß, ich
sage mich los von dem, dem ihr dient.“
(Az-Zukhruf: 26).
31Dieser Hadīth handelt von der Lossagung vom Shirk und nicht von den Mushrikīn,
sodass andere Beweise an dieser Stelle angebrachter und konkreter in der Thematik sind,
wie die Āyāt von der Lossagung Ibrāhīms von seinem Volk, siehe Āyah 60:4.
169
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Das ist (die Aussage) mit der Zunge, dass er frei (barīʾ) von ihrem Dīn
ist. Jedoch ist das Mindeste des Verpflichtenden von dem, was mit
der Sorte und der Art zusammenhängt, dass man das an Aussagen
tätigt, was aufzeigt, dass man sie nicht will, sich nicht für sie freut
und dergleichen und dass sie sich im Widerspruch oder auf einem
Irrweg befinden etc.
﴾﴿ َ ﯾﻬَﺎ اﻟﻨ ِﺒ ﻲ َ ﺎ ِﻫ ِﺪ ْاﻟ ُﻜﻔ َﺎر َواﻟْ ُﻤﻨَﺎ ِﻓ ِﻘ َﻦ َوا ْﻠُﻆْ َﻠَ ْﯿﻬ ِْﻢ
O Prophet, mühe dich gegen die Ungläubigen und Heuchler ab und sei
hart gegen sie!
(At-Taubah: 73)
„Wer von euch ein Übel sieht, der soll es mit seiner Hand ändern
…“
(Überliefert bei Muslim).
(…)
170
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
——————————————————————————
aufgrund dessen, was im Hadīth von Jarīr bin ʿAbdillāh kam, dass er
(der Prophet )ﷺsagte:
„Ich bin frei (barīʾ) von jedem Muslim, der unter den Mushrikīn
lebt.“ Man sagte: „O Gesandter Allāhs, warum?“ Er sagte: „Die
beiden sollen nicht das Feuer (des jeweils anderen) sehen.“
Abū Dāwūd sagte, dass ihn Hushaym, Maʿmar und Khālid al-Wāsitī
überlieferten, die alle Jarīr nicht erwähnten. Abū Dāwūd
überlieferte ihn am Anfang von Kitāb al-Jihād im Kapitel über das
Verbot der Tötung von jemandem, der sich mit dem Sujūd schützt.
ۚ ﴿ َ ﯾﻬَﺎ اﻟ ِﺬ َﻦ ٓ َﻣ ُﻮا َﻻ ﺗَﺘ ِ ُﺬوا اﻟْ َﯿﻬُﻮ َد َواﻟﻨ َﺼ َﺎر ٰى ْو ِﻟ َﯿ َﺎء ۘ ﺑ َ ْﻌﻀُ ﻬ ُْﻢ ْو ِﻟ َﯿﺎ ُء ﺑ َ ْﻌ ٍﺾ
﴾َو َﻣ ْﻦ ﯾ َ َﺘ َﻮﻟﻬ ُْﻢ ِﻣ ْ ُﻜ ْﻢ ﻓَﺎﻧ ُﻪ ِﻣ ْﻬ ُْﻢ
O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu
Schutzherren! Sie sind einer des anderen Schutzherren. Und wer von
euch sie zu Schutzherren nimmt, der gehört zu ihnen
(Al-Māʾidah: 51)
171
——————————————————————————
Masʾalah: Wenn er mit ihnen lebt, während er sie und ihren Dīn
hasst und sie nicht zu Verbündeten nimmt, jedoch aufgrund einer
Notwendigkeit dort ist, während er sich offenkundig von ihnen
lossagt, und er seinen Dīn offen zeigen kann, dann ist es erlaubt, mit
ihnen zu leben aufgrund von Unterwerfung und Notwendigkeit,
denn man ist gezwungen, wie wenn man in seinem eigenen Land
ist, welches ein Land des Kufrs ist, (in welchem) man jedoch den
Islām angenommen hat.
Wenn er sich aber nicht offenkundig von ihnen und ihrem Dīn
lossagen kann, so ist es verboten, unter ihnen zu leben, und man
muss, wenn man dazu fähig ist, auswandern. Wenn man nicht dazu
fähig ist, so muss man sich fernhalten und das Mischen unter sie
gering halten und geduldig sein, bis der Ausweg von Allāh kommt.
Seine Aussage: „Und er (der Dīn) hat drei Stufen“: Dies heißt, dass es
Stufen sind, von denen manch eine höher als die andere ist, sodass
sie weder Teile noch Stücke sind, denn der Islām ist im Verhältnis
zum Īmān kein Teil und kein Stück davon, sondern es sind Stufen
und Etappen und Kreise, von denen manche weiter sind als andere.
Der Autor sagt: „Und jede Stufe hat ihre Säulen.“ Und zu der
näheren Erklärung davon kommen wir, so Allāh will. Die höchste
Anzahl der Säulen ist sechs und die niedrigste ist zwei.
172
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Und „Islām“ leitet sich auch ab vom Versöhnen. Man sagt: „Jene
Stämme ergeben sich“, d.h., sie versöhnen sich.
Und hier muss (der Islām) durch seine spezielle Definition erklärt
werden, denn die Überzeugung ist nicht Teil der Definition; und
wenig später wird der Īmān erwähnt, wo (die beiden) dann
zusammenkommen.
Seine Aussage: „Jede seiner Stufen hat Säulen ()أرﻛﺎن, und die Säulen
des Islām sind fünf“
173
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1. Der Tauhīd, und dieser ist: die Bezeugung, dass es keinen Ilāh
außer Allāh gibt und dass Muhammad der Gesandte Allāhs ist
2. Das Verrichten der Gebete
3. Das Entrichten der Zakāh (Armensteuer)
4. Das Fasten im Ramadān
5. Die Pilgerfahrt zum Heiligen Haus Allāhs
Der Autor sagte: „(Die Säulen des Islām) sind fünf. Und der Beweis
aus der Sunnah ist der Hadīth von Ibn ʿUmar رﺿﻲ اﻟﻠﮫ ﻋﻨﮭﻤﺎ, (in
welchem) er sagte: Der Gesandte Allāhs ﷺsagte:
﴾﴿و َﻣ ْﻦ ﯾ َ ْ َﻎ ِ َ ْ َﺮ ْاﻻ ْﺳ َﻼ ِم ِدﯾﻨًﺎ ﻓَﻠَ ْﻦ ﯾُ ْﻘ َ َﻞ ِﻣ ْ ُﻪ َوﻫ َُﻮ ِﻓﻲ ا ْ ٓ ِﺧ َﺮ ِة ِﻣ َﻦ اﻟْ َِﺎﺳ ِﺮ َﻦ
َ
Und wer eine andere Religion als den Islām begehrt, so wird sie
niemals von ihm angenommen, und am jüngsten Tag gehört er zu den
174
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Verlierern
(Āl ʿImrān: 85).“
Hierauf beginnt der Autor mit der Erwähnung der Beweise für jede
einzelne Säule:
﴿ﺷﻬِﺪَ اﻠ ُﻪ ﻧ ُﻪ َﻻ اﻟَـ َﻪ اﻻ ﻫ َُﻮ َواﻟْ َﻤ َﻼ ِ َﻜ ُﺔ َو وﻟُﻮ اﻟْ ِﻌﻠْ ِﻢ ﻗَﺎﺋِ ًﻤﺎ ِ ﻟْ ِﻘ ْﺴﻂِ ۚ َﻻ اﻟَـ َﻪ اﻻ
َ
﴾ﻫ َُﻮ اﻟْ َﻌ ِﺰ ُﺰ اﻟْ َﺤ ِﻜ ُﻢ
Allāh bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Ihm; und (ebenso
bezeugen) die Engel und diejenigen, die Wissen besitzen; der Wahrer
der Gerechtigkeit. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allmächtigen
und Allweisen
(Āl ʿImrān: 18).
Und ihre (der Shahādah) Bedeutung ist: Es gibt keinen mit Recht
Angebeteten außer Allāh. Das, was die Verneinung von der
Bestätigung abgrenzt: „Lā ilāha“ lehnt alles ab, was außer Allāh
angebetet wird, „illā Allāh“ bestätigt die ʿIbādah für Allāh alleine.
Er hat keinen Teilhaber in Seiner ʿIbādah, ebenso wie Er keinen
Partner in Seiner Herrschaft hat. Und ihre (der Shahādah)
Erklärung, welche sie verständlicher macht, ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
َ ُ﴿ َوا ْذ ﻗَﺎ َل ا ْ َﺮا ِﻫ ُﯿﻢ ِ ﺑِﯿ ِﻪ َوﻗَ ْﻮ ِﻣ ِﻪ اﻧ ِﻨﻲ َ َﺮا ٌء ِﻣﻤﺎ ﺗَ ْﻌ ُﺒﺪ
﴾ون اﻻ اﻟ ِﺬي ﻓَ َﻄ َ ِﻧﺮﻲ
Und als Ibrāhīm zu seinem Vater und seinem Volk sagte: „Gewiß, ich
sage mich los von dem, dem ihr dient
außer Demjenigen, Der mich erschaffen hat (…)
(az-Zukhruf: 26-27).
175
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﴿ﻟ َ َﻘﺪْ َ َﺎء ُﻛ ْﻢ َر ُﺳﻮ ٌل ِﻣ ْﻦ ﻧْ ُﻔ ِﺴ ُﻜ ْﻢ َﻋ ِﺰ ٌﺰ َﻠَ ْﯿ ِﻪ َﻣﺎ َﻋ ِﻨﺘ ْﻢ َﺣ ِﺮ ٌﯾﺺ َﻠَ ْﯿ ُﻜ ْﻢ ِ ﻟْ ُﻤ ْﺆ ِﻣ ِ َﻦ
﴾َر ُء ٌوف َر ِﺣ ٌﻢ
Zu euch ist ein Gesandter gekommen aus euren eigenen Reihen
gekommen. Es ist schwer für für ihn, wenn ihr in Bedrängnis seid. Er
ist eifrig um euch bekümmert, und mit den Gläubigen ist Er mild und
barmherzig
(at-Taubah: 128).
176
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾… ﴿ﺷﻬِﺪَ اﻠ ُﻪ ﻧ ُﻪ َﻻ اﻟَـ َﻪ اﻻ ﻫ َُﻮ َواﻟْ َﻤ َﻼ ِ َﻜ ُﺔ َو وﻟُﻮ اﻟْ ِﻌﻠْ ِﻢ
َ
Allāh bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Ihm; und (ebenso
bezeugen) die Engel und diejenigen, die Wissen besitzen …
(Āl ʿImrān: 18).
Und was die Philosophen betrifft, so sagen sie: „Es gibt keine
Existenz außer Allāh. Wer also die Existenz Allāhs bestätigt, der ist
ein Muwahhid.“ Gemäß dieser Aussage gehört Iblīs zu den
Muwahhidīn, da er die Existenz Allāhs bestätigt.
Ihre Säulen, d.h. die Säulen von Lā ilāha illā Allāh, sind zwei: 1.
Ablehnung und 2. Bestätigung
177
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Die Ablehnung ()اﻟﻨﻔﻲ: Der Autor sagte: „‚Lā Ilāha‘ lehnt alles ab, was
außer Allāh angebetet wird.“
Die Bestätigung ()اﻹﺛﺒﺎت: Der Autor sagt: „‚iIlā Allāh‘ bestätigt die
ʿIbādah für Allāh alleine.“
Hierauf erwähnt der Autor den Beweis für die Ablehnung und die
Bestätigung. Und das ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
َ ُ﴿وا ْذ ﻗَﺎ َل ا ْ َﺮا ِﻫ ُﯿﻢ ِ ﺑِﯿ ِﻪ َوﻗَ ْﻮ ِﻣ ِﻪ اﻧ ِﻨﻲ َ َﺮا ٌء ِﻣﻤﺎ ﺗَ ْﻌ ُﺒﺪ
﴾ون َ
Und als Ibrāhīm zu seinem Vater und seinem Volk sagte: Ich sage mich
von denen los, denen ihr dient
(Az-Zukhruf: 26)
178
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Die Stelle der Verneinung ist: „daß wir niemandem dienen …“ und
die Stelle der Bestätigung: „außer Allāh“.
179
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ist die Verrichtung des Gebetes, und der Beweis ist die Aussage
Allāhs des Erhabenen:
﴾﴿ َو َﻣﺎ ِﻣ ُﺮوا اﻻ ِﻟ َﯿ ْﻌ ُﺒﺪُ وا اﻠ َﻪ ُﻣ ْ ِﻠ ِﺼ َﻦ ﻟ َ ُﻪ ِّاﻟﺪ َﻦ ُﺣ َ َﻔ َﺎء َوﯾُ ِﻘ ُﻤﻮا اﻟﺼ َﻼ َة
Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allāh zu dienen und
(dabei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (zu sein), als
Anhänger des rechten Glaubens, und das Gebet zu verrichten
(Al-Bayyinah: 5).
﴾﴿ﻓَﺎن َ ﺑُﻮا َو ﻗَﺎ ُﻣﻮا اﻟﺼ َﻼ َة َو ٓﺗ َُﻮا اﻟﺰ َﻛﺎ َة ﻓَﺎﺧ َْﻮا ُ ُﻜ ْﻢ ِﻓﻲ ِّاﻟﺪ ِﻦ
Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Abgabe
entrichten, dann sind sie eure Brüder in der Religion
(At-Taubah: 11)
Aus dieser Āyah versteht man, dass sie, wenn sie das Gebet nicht
verrichten, auch nicht unsere Brüder sind, sondern Ungläubige.
Und der Hadith von Jābir bei Muslim:
„Gewiss, zwischen dem Mann und dem Shirk ist das Unterlassen
des Gebets.“
180
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Und dieser Wortlaut „Unterlassen des Gebets“ ist allgemein und
umfasst denjenigen, der es unterlässt aufgrund von Leugnung, aus
Faulheit oder aus Verweigerung. Und darüber gibt es einen Konsens
der Sahābah und Tābiʿīn, und die Meinungsverschiedenheit
derjenigen, welche nach ihnen kamen, wird nicht beachtet,
nachdem der Konsens authentisch überliefert wurde.
Wer ein Gebet absichtlich und bewusst unterlässt, bis seine Zeit
vergangen ist, begeht Kufr. Und wenn er es heimlich unterlässt,
oder manchmal betet und manchmal nicht und dies nicht öffentlich
zeigt, so begeht er den Kufr der Heuchelei, der ihn aus den Islām
ausschließt.
181
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Wenn man diese mit Verleugnung unterlässt, hat man gemäß dem
Ijmāʿ Kufr begangen, genauso (wenn man es mit) Weigerung
(unterlässt) und dies ist der Ijmāʿ der Sahābah in der
(Regierungs)zeit des Siddīq (Abū Bakr) und es ist authentisch von
der Aussage von Ibn Masʿūd (überliefert) und Ibn Hazm überlieferte
dies in al-Fisal (3/128) von Ibn ʿAbbās. Wenn man es aus Faulheit
und Geiz unterlässt, begeht man den Kufr des Nifāq. Der Erhabene
sagte:
182
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Ibn Kathīr sagte: „Der Erhabene sagt, dass es unter den Munāfiqīn
welche gibt, die Allāh ihr Versprechen und ihren Eid geben, dass sie,
wenn Allāh sie durch Seine Huld reich macht, von ihrem Besitz
spenden werden und von den Rechtschaffenen sein werden, aber
dann nicht einhielten, was sie sagten, und nicht wahrhaftig waren
in dem, was sie behaupteten. So folgte auf diese Tat Nifāq
(Heuchelei), die sich in ihren Herzen niederließ bis zu dem Tag, an
dem sie Allāh ﻋﺰ وﺟﻞbegegnen, dem Tag der Auferstehung, wir
suchen Zuflucht bei Allāh davor.“
Es wird von Abū Hurayrah ( رﺿﻲ اﻟﻠﮫ ﻋﻨﮫüberliefert, dass er) sagte:
„Der Gesandte Allāhs ﷺbefahl, zu spenden. Dann wurde gesagt, Ibn
Jamīl hätte (die Spende) verweigert, so sagte der Prophet ﷺ:
Was den Hadīth von Abū Hurayrah angeht, so sagte er: „Der
Gesandte Allāhs ﷺsagte:
‚Es gibt keinen Besitzer von Vermögen, der nicht Zakāh dafür
zahlt, außer dass es im Höllenfeuer erhitzt und zu Platten geformt
wird, womit dann seine Seiten und seine Stirn gebrandmarkt
werden, bis Allāh zwischen Seinen Dienern richtet an einem Tag,
183
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Und es gibt keinen Besitzer von Kamelen, der nicht ihre Zakāh
zahlt, außer dass für sie (die Kamele) eine gerade Ebene
ausgebreitet wird wie das Umfangreichste, worauf sie
herumzulaufen pflegten. (Sie werden über ihn trampeln, und)
jedes Mal, wenn das letzte Kamel über ihn passiert ist, kehrt das
erste über ihn zurück, bis Allāh zwischen Seinen Dienern richtet
an einem Tag, dessen Ausmaß 50000 Jahre sind. Danach wird er
seinen Weg sehen, entweder ins Paradies oder ins Feuer.32
Und von Ibn ʿAbbās und anderen wurde ähnliches über den
Unterlasser der Zakāh und des Fastens überliefert.
32Der Shaykh, möge Allāh seine Angelegenheiten erleichtern, erwähnte noch weitere
Ahādīth, welche sich alle stark in der Bedeutung ähneln und teils dieselben Ahādīth sind,
sodass wir sie wegließen, da die Beweisführung auch ohne die Wiederholungen
verstanden wird.
184
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴿و ِﻠ ِﻪ َﻠَﻰ اﻟﻨ ِﺎس ِﺣﺞ اﻟْ َﺒ ْ ِﺖ َﻣ ِﻦ ْاﺳ َﺘ َﻄﺎ َع اﻟ َ ْﯿ ِﻪ َﺳ ِ ًﻼ َو َﻣﻦ َﻛ َﻔ َﺮ ﻓَﺎن ا ﻠ َﻪ ﻏَ ِﻨﻲ
َ
﴾َﻋ ِﻦ اﻟْ َﻌﺎﻟ َ ِﻤ َﻦ
Und Allāh steht es den Menschen gegenüber zu, daß sie die Pilgerfahrt
zum Hause unternehmen – (diejenigen,) die dazu die Möglichkeit
haben. Wer aber ungläubig ist, so ist Allāh der Weltenbewohner
Unbedürftig
(Āl ʿImrān: 97).
Der allgemeine Beweis für den Kufr desjenigen, der die Pflichten
und die fünf vorher erwähnten Säulen unterlässt, ist: ʿAbdullāh bin
Ahmad sagte: Es berichtete uns Suwayd bin Saʿīd Al-Harawī: Wir
fragten Sufyān bin ʿUyaynah über den Irjāʾ, so sagte er: „Sie (die Ahl
as-Sunnah) sagen, der Īmān ist Wort und Tat. Und die Murjiʾah
machen das Paradies verpflichtend für jenen, der Lā ilāha illā Allāh
bezeugt, jedoch mit dem Herzen darauf beharrt, die Pflichten zu
unterlassen. Sie nennen das Unterlassen der Pflichten eine Sünde
und stellen es auf eine Stufe mit dem Begehen von verbotenen
Dingen. Jedoch sind sie nicht gleich, da das Begehen von verbotenen
Dingen, ohne sie für erlaubt zu erklären, eine Sünde ist, das
absichtliche Unterlassen der Pflichten ohne Unwissenheit oder
gültige Entschuldigung hingegen ist Kufr“ (As-Sunnah von
ʿAbdullāh bin Ahmad).
185
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‚Der Islām ist auf fünf aufgebaut: der Bezeugung (Shahādah), dass
niemand das Recht hat, angebetet zu werden außer Allāh, und dass
Muhammad der Gesandte Allāhs ist, dem Verrichten des Gebets,
dem Entrichten der Zakāh, dem Fasten des Ramadān, und dem
Pilgern zum heiligen Haus.‘“
Und wenn sich eine mit Macht verweigernde Gruppe weigert, die
Zakāh zu entrichten oder das Fasten oder die Hajj zu vollziehen, so
wird diese aufgrund von Kufr bekämpft, so wie Ibn Taymiyyah رﺣﻤﮫ
اﻟﻠﮫdarin eine Fatwā erteilte, und dies ist ein Kampf aufgrund von
Abtrünnigkeit, und er bewies dies mit dem Kämpfen der Sahābah
gegen die Verweigerer der Zakāh.
Masʾalah: Der Autor erwähnte die fünf bekannten Säulen und schloss
damit ab; gibt es noch weitere Säulen?
„Ich befehle euch fünf Dinge an, die Allāh mir anbefohlen hat: Das
Hören und Gehorchen, den Jihād, die Hijrah und die
Gemeinschaft, denn wer die Gemeinschaft auch nur um eine
Handspanne verlässt, der hat den Bund des Islāms von seinem
Hals abgelegt, es sei denn, er kehrt zurück.“
Dies überlieferte auch Ibn Hibbān, der ihn als Sahīh einstufte und
dann sagte: „Der Befehl für die Gemeinschaft kommt in
allgemeinem Wortlaut, jedoch ist damit das Spezifische gemeint, da
186
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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die Gemeinschaft der Konsens der Gefährten des Gesandten ist.
Wer also dem folgt, worauf sie sich befanden und sich (in den
Ansichten) von denen isoliert, die nach ihnen kamen, der hat die
Gemeinschaft nicht gespalten und sich nicht von ihr getrennt. Wer
aber die Gefährten verlässt und denen nach ihnen folgt, der hat der
Gemeinschaft entgegengehandelt. Und die Gemeinschaft nach den
Gefährten sind jene Leute, welche den Dīn, den Verstand und das
Wissen vereinen und auf der Unterlassung der Befolgung der
Gelüste (Hawā) beharren, auch wenn sie von geringer Anzahl sind,
nicht der Pöbel und das Gesindel der Menschen, auch wenn diese
viele sind.“
Manche Gelehrten fügten noch als Säule das Gebieten des Guten
und das Verbieten des Schlechten hinzu. Andere wiederum fügten
als Säule den Ratschlag (Nush) hinzu, da der Gesandte Allāhs dafür
den Treueschwur entgegennahm.
Das, was mir scheint, ist, dass dies Säulen für die Entstehung der
islamischen Gemeinschaft sind und unter der Erwägung der
Etablierung eines Gebildes und eines Staates für die Muslime sind
diese fünf unerlässlich.
187
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Die zweite Stufe: Al-Īmān ()اﻹﯾﻤﺎن.
Er hat siebzig Zweige und einige (mehr). Sein höchster ist die
Aussage „Lā ilāha illā Allāh“ und sein niedrigster ist das Entfernen
des Schädlichen vom Weg. Und die Schamhaftigkeit ist ein Zweig
des Glaubens.
Und seine Säulen sind sechs: dass man an Allāh glaubt, an Seine
Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten, an den jüngsten Tag
und an das Schicksal — das Gute davon und das Schlechte, und dass
alles von Allāh ist.
﴿ﻟ ْ َﺲ اﻟْ ِﺮ ن ﺗ َُﻮﻟﻮا ُو ُﺟﻮ َﻫ ُﻜ ْﻢ ِﻗ َ َﻞ اﻟْ َﻤ ْﺸ ِﺮ ِق َواﻟْ َﻤ ْﻐ ِﺮ ِب َوﻟَـ ِﻜﻦ اﻟْ ِﺮ َﻣ ْﻦ ٓ َﻣ َﻦ
﴾ِ ﻠ ِﻪ َواﻟْ َﯿ ْﻮ ِم ا ْ ٓ ِﺧ ِﺮ َواﻟْ َﻤ َﻼ ِ َﻜ ِﺔ َو ْاﻟ ِﻜ َ ِﺎب َواﻟﻨ ِﺒ ِ ّ َﻦ
Nicht darin besteht die Güte, daß ihr eure Gesichter gegen Osten oder
Westen wendet. Güte ist vielmehr, daß man an Allāh, den Jüngsten
Tag, die Engel, die Bücher und die Propheten glaubt
(Al-Baqarah: 177).
188
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
Der Autor sagt: „Die zweite Stufe: der Īmān“. „Īmān“ bedeutet
sprachlich: die Bestätigung/Bewahrheitung.
Masʾalah: Die Säulen des Īmān – Erläuterung der Säule, ohne die der
Īmān nicht richtig ist; und dies sind sechs Säulen.
189
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Der Autor sagt: „Und seine Säulen sind sechs: dass man an Allāh
glaubt, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten, an den
Jüngsten Tag und an das Schicksal — das Gute davon und das
Schlechte, und dass alles von Allāh ist.“
Der Autor sagt: „Und er hat siebzig Zweige und einige (mehr).“
Das „einige (mehr)“ ( )ﺑﻀﻊist eine Anzahl zwischen drei und neun
und „Zweig“ ( )ﺷﻌﺒﺔbedeutet „Gruppe“ oder „Teil/Eigenschaft (von
etwas)“.
Und der Autor erwähnte drei Aspekte und die Taten zum jeweiligen
Aspekt. So ist der Aspekt der Zunge z.B. (die Aussage) Lā ilāha illā
Allāh, als Beispiel für den körperlichen Aspekt führte er das
190
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Entfernen des Schädlichen an und als Beispiel für den Aspekt des
Herzens führte er die Schamhaftigkeit an.
Was jedoch die Säulen angeht, so sind sie die folgenden sechs:
191
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auf der Sharīʿah seines Vaters Ibrāhīm befand. Unsere Aussage: „Er
kam mit einer neuen Gesetzgebung“ bedeutet: Sie ist neu für die
Kuffār, auch wenn dieses Gesetz bereits bei anderen vorlag.
33
Die Āyah beweist, dass auch Propheten entsandt wurden.
192
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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So wird der Prophet entsandt und ihm wird die Verkündung
anbefohlen.
Und aus dem Blickwinkel der Gesetzgebung; so ist der Gesandte mit
neuen Gesetzen gekommen, während der Prophet sich auf der
Sharīʿah seines Vorgängers befindet. Und die besten Gesandten
sind die fünf Besitzer der Entschlossenheit (( )أوﻟوا اﻟﻌزمMuhammad,
Ibrāhīm, Mūsā, ʿĪsā und Nūh )ﻋﻠﯾﮭم اﻟﺻﻼة واﻟﺳﻼم.
Und der Beste unter den fünf ist Muhammad und danach Ibrāhīm.
Und was die drei Restlichen angeht, so wird, soviel ich weiß, über
ihren Vorzug untereinander geschwiegen. Und es ist möglich, dass
man ihren Vorzug (untereinander) entsprechend dem Hadīth des
193
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6. „dass man an das Schicksal glaubt – das Gute und das Schlechte
davon“, d.h., dass man das bestätigt, was Allāh beschlossen und
festgelegt hat.
Und die Art und Weise, wie man an das Schicksal glaubt, ist: dass
man daran glaubt, dass Allāh von der Sache wusste, bevor sie
existierte und entstand und bevor sie in der wohlbewahrten Tafel
aufgeschrieben wurde, und dass Allāh (die Sache) ins Dasein rief.
Und der Beweis für die Säulen des Īmān ist die Aussage des
Erhabenen:
194
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾﴿ﻟ ْ َﺲ اﻟْ ِﺮ ن ﺗ َُﻮﻟﻮا ُو ُﺟﻮ َﻫ ُﻜ ْﻢ ِﻗ َ َﻞ اﻟْ َﻤ ْﺸ ِﺮ ِق َواﻟْ َﻤ ْﻐ ِﺮ ِب
Nicht darin besteht die Güte, daß ihr eure Gesichter gegen Osten oder
Westen wendet
(Al-Baqarah: 177)
195
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Die dritte Stufe: al-Ihsān ()اﻹﺣﺴﺎن
Und der Ihsān hat eine einzige Säule; nämlich: dass du Allāh (in
solch einer Art und Weise) dienst, als würdest du Ihn sehen, denn
wenn du Ihn (auch) nicht siehst, so sieht Er doch dich!
196
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴿ َوﺗ ََﻮﻛ ْﻞ َﻠَﻰ اﻟْ َﻌ ِﺰ ِﺰ اﻟﺮ ِﺣ ِﻢ اﻟ ِﺬي َ َﺮاكَ ِ َﻦ ﺗَ ُﻘﻮ ُم َوﺗَ َﻘﻠ َﺒ َﻚ ِﻓﻲ
﴾اﻟﺴﺎ ِ ِﺪ َﻦ اﻧ ُﻪ ﻫ َُﻮ اﻟﺴ ِﻤﯿ ُﻊ اﻟْ َﻌ ِﻠ ُﯿﻢ
Und verlasse dich auf den Allmächtigen und Barmherzigen,
Der dich sieht, wenn du aufrecht stehst –
und dein Stellungswechsel unter denjenigen, die sich niederwerfen
Er ist ja der Allhörende und Allwissende.
(Ash-Shuʿarāʾ: 217-220)
ﻮن ِﻣ ْﻦ َﻋ َﻤ ٍﻞ اﻻ ُﻛﻨﺎ
َ ُﻮن ِﻓﻲ َﺷ ٍن َو َﻣﺎ ﺗَ ْﺘﻠُﻮ ِﻣ ْ ُﻪ ِﻣﻦ ﻗُ ْﺮ ٓ ٍن َو َﻻ ﺗَ ْﻌ َﻤﻠ
ُ ﴿ َو َﻣﺎ َ ُﻜ
﴾ﻮن ِﻓ ِﻪ َ َُﻠَ ْﯿ ُﻜ ْﻢ ُﺷﻬُﻮدًا ا ْذ ﺗُ ِﻔ ﻀ
Und mit keiner Angelegenheit befaßt Du dich, und nichts verliest du
davon an Qurʾn, und keine Tat vollbringt ihr, ohne daß Wir über euch
Zeugen sind, wenn ihr euch (ausgiebig) darüber auslaßt
(Yūnus: 61).
Und der Beweis aus der Sunnah ist der bekannte Hadīth von Jibrīl
( ﻋﻠﯿﮫ اﻟﺴﻼمüberliefert von) ʿUmar رﺿﻲ اﻟﻠﮫ ﻋﻨﮫ. Er (ʿUmar) sagte:
„Während wir beim Gesandten ﷺsaßen, kam zu uns ein Mann mit
strahlend weißer Kleidung und nachtschwarzem Haar. Weder
waren an ihm Spuren der Reise zu erkennen noch war er einem
von uns bekannt. Schließlich setzte er sich zum Propheten ﷺ,
wobei er mit seinen Knien dessen (des Propheten )ﷺKnie berührte
und die Handflächen auf seine Oberschenkel legte, und sprach:
197
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Er (der Prophet) antwortete: ‚Dass du Allāh (in solch einer Art und
Weise) dienst, als würdest du Ihn sehen, denn wenn du Ihn (auch)
nicht siehst, so sieht Er doch dich.‘
198
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Er (der Prophet) erwiderte: ‚(Zu ihren Anzeichen gehört), dass die
Sklavin ihren eigenen Herrn gebärt und dass du siehst, wie
barfüßige, nackte und bedürftige Schafhirten sich (mit einem Mal)
gegenseitig im Bauen von Hochhäusern zu übertreffen versuchen.‘
Er sagte: ‚Das war Jibrīl, der zu euch gekommen war, um euch die
Angelegenheit eures Dīns zu lehren.‘“
199
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
Masʾalah: Die Säulen des Ihsān.
Der Autor sagte: „Er hat eine einzige Säule“, und der Autor erklärt
diese Säule mit: „dass du Allāh dienst, als würdest du Ihn sehen“,
d.h., dass du Allāh dienst durch eine perfektionierte und reine
ʿIbādah.
2. Die Ebene des Ittilāʿ, und der Autor deutet darauf hin anhand
seiner Aussage: „denn wenn du Ihn (auch) nicht siehst, so sieht Er
doch dich!“ Das heißt, dass du Allāh dienst und dabei spürst, dass
Er den Einblick über dich hat und dich beobachtet. Und dies hat zur
Folge, dass du die Anbetung schön verrichtest.
34Fußnote des Shaykhs, möge Allāh ihn befreien: Und dies ist die Ebene der Liebe, der
Bestrebung und der Sehnsucht, und sie ist vollkommener (als die zweite Ebene).
200
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Beweis dazu. So begann er mit dem Beweis für die erste Ebene, und
es ist Seine Aussage, Erhaben ist Er:
Was den Beweis der zweiten Ebene betrifft, so erwähnt der Autor
zwei Beweise dazu:
﴾﴿ َوﺗ ََﻮﻛ ْﻞ َﻠَﻰ اﻟْ َﻌ ِﺰ ِﺰ اﻟﺮ ِﺣ ِﻢ اﻟ ِﺬي َ َﺮاكَ ِ َﻦ ﺗَ ُﻘﻮ ُم
Und verlasse dich auf den Allmächtigen und Barmherzigen,
Der dich sieht, wenn du aufrecht stehst
(Ash-Shuʿarāʾ: 217-218),
d.h.: Der, Der über dich wacht und dich beobachtet, und das führt
zum Ihsān im Islām und Īmān.
﴾ﻮن ِﻓ ِﻪ
َ ُﻮن ِﻣ ْﻦ َﻋ َﻤ ٍﻞ اﻻ ُﻛﻨﺎ َﻠَ ْﯿ ُﻜ ْﻢ ُﺷﻬُﻮدًا ا ْذ ﺗُ ِﻔ ﻀ
َ ُ﴿ َو َﻻ ﺗَ ْﻌ َﻤﻠ
Und keine Tat vollbringt ihr, ohne daß Wir über euch Zeugen sind,
wenn ihr euch (ausgiebig) darüber auslaßt
(Yūnus: 61),
d.h, du spürst, dass Allāh dich sieht, und das führt zum Ihsān in den
Taten und in den Glaubensinhalten.
201
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Der Autor sagt: „Und der Beweis aus der Sunnah (bezüglich der drei
Stufen des Dīns) ist der bekannte Hadīth von Jibrīl: ‚(…) kam zu uns
ein Mann‘“. In (diesem Hadīth wird deutlich), dass Engel durch die
Erlaubnis Allāhs Menschengestalt annehmen können. Und Jibrīl
erschien ebenfalls in der Gestalt von Dihyah al-Kalbī. Und in einem
authentischen Hadīth ist ein Engel zu einem Mann in der Gestalt
eines Blinden, in der Gestalt eines Leprakranken und in der Gestalt
eines Kahlköpfigen gekommen.
Er ging an den dort sitzenden Männern vorbei und setzte sich zum
Gesandten ﷺ. Und das Überspringen von Menschen ist eine
verpönte (Handlung), außer in einem dringenden Fall.
202
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾﴿ﻻ ﺗَ ْﺠ َﻌﻠُﻮا ُد َ َﺎء اﻟﺮ ُﺳﻮلِ ﺑ َ ْ َ ُﻜ ْﻢ َﻛﺪُ َﺎ ِء ﺑ َ ْﻌ ِﻀ ُﻜﻢ ﺑ َ ْﻌﻀً ﺎ
Erachtet den Aufruf des Gesandten unter euch nicht, wie den Aufruf
eines von euch an die anderen
(An-Nūr: 63).
Und er erwähnte auch nicht den Segen und den Frieden auf den
Gesandten und das stärkt die zweite Aussage, dass der
Segenswunsch auf den Gesandten bei der Erwähnung seines
Namens eine bekräftigte Sunnah (Sunnah Muʾakkadah) ist.35 Und
das wendet (das Urteil der Verpflichtung in) der Aussage des
Erhabenen ab:
35Shaykh al-Muhaddith Sulaymān ibn Nāsir al-ʿAlwān, möge Allāh ihn bewahren,
erwähnte in seinem Sharh (Erklärung) zu al-Bayqūniyyah, dass die eher richtigere
Meinung der Gelehrten ist, dass es Pflicht ist, jedes Mal bei der Erwähnung des
Propheten ﷺSalāh auf ihn zu sprechen, und at-Tirmidhī und andere überlieferten von
Abū Hurayrah, möge Allāh mit ihm zufrieden sein, der sagte: "Der Gesandte Allāhs ﷺ
sagte:
‘Möge die Nase der Person im Staub gerieben werden, bei welcher ich erwähnt werde und
kein Salāh auf mich ausspricht.‘" Dies ist ein Du'ā des Propheten ﷺgegen denjenigen, der
kein Salāh auf ihn ausspricht, wenn er bei ihm erwähnt wird.
203
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Er sagte: „Du hast recht gesprochen“. Und hier erfolgte die zweite
Verwunderung der Sahābah, denn der Fragende erklärt die
Antwort gewöhnlich nicht für richtig.
2. Dann stellte er ihm die zweite Frage: Er fragte nach dem Īmān.
Da erklärte er ihm, dass der Īmān Erniedrigung und
Unterwerfung gegenüber Allāh bedeutet mittels dem, woran
man im Inneren glaubt.
Er sagte: „Du hast recht gesprochen“. Und das war die dritte
Verwunderung. Und hier ist eine Art der Verwunderung von
Dingen, die der Norm widersprechen.
4. Hierauf stellte er ihm die vierte Frage; er fragte ihn nach der
Stunde und der Gesandte ﷺbeantwortete ihm diese Frage nicht,
denn er fragte nach ihrem Zeitpunkt, und die genaue Zeit der
Stunde kennt niemand außer Allāh.
5. Die fünfte Frage: Er fragte ihn nach den Zeichen der Stunde, so
berichtete er ihm von zwei Zeichen. Und die Verbindung
zwischen den beiden Zeichen ist die, dass alle Angelegenheiten
sich zum Gegenteil wenden werden, sodass die niedrigsten
Dinge die höchsten werden.
204
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Das erste (Zeichen) ist, dass die Sklavin ihre Herrin gebärt, sodass
die Erzieherin, und in diesem Fall ist es die Mutter, zur Untertanin
wird, wenn die Sklaverei zunimmt.
Das zweite Zeichen ist, dass die armen Menschen die Höchsten sein
werden. Hierauf ließ er die Sahābah wissen, dass der Fragende Jibrīl
war, welcher gekommen war, „um euch euren Dīn zu lehren“.
205
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Die Kenntnis des Propheten Muhammad ﷺ
„Stehe auf und warne“ warnt vor dem Shirk und ruft zum Tauhīd auf;
206
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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„und deinen Herrn, Den preise als den Größten“ bedeutet: Verherrliche
Ihn mit dem Tauhīd;
„und deine Gewänder, die reinige“ bedeutet: Reinige deine Taten vom
Shirk;
Und die Hijrah ist: Der Umzug vom Land des Shirk zum Land des
Islām; und sie bleibt bestehen, bis dass die Stunde eintrifft. Und der
Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
﴿ان اﻟ ِﺬ َﻦ ﺗ ََﻮﻓﺎﻫ ُُﻢ اﻟْ َﻤ َﻼ ِ َﻜ ُﺔ َﻇﺎ ِﻟ ِﻤﻲ ﻧْ ُﻔ ِﺴﻬ ِْﻢ ﻗَﺎﻟُﻮا ِﻓ َﻢ ُﻛ ْﻨ ُﺘ ْﻢ ۖ ﻗَﺎﻟُﻮا ُﻛﻨﺎ
ۚ ُﻣ ْﺴ َﺘﻀْ َﻌ ِﻔ َﻦ ِﻓﻲ ا ْ ْر ِض ۚ ﻗَﺎﻟُﻮا ﻟ َ ْﻢ َ ُﻜ ْﻦ ْر ُض اﻠ ِﻪ َو ِاﺳ َﻌ ًﺔ ﻓَ ُﻬ َِﺎﺟ ُﺮوا ِﻓ ﻬَﺎ
ﻓَ وﻟَـ ِﺌ َﻚ َﻣ َواﻫ ُْﻢ َﺟﻬَﻨ ُﻢ ۖ َو َﺳ َﺎء ْت َﻣ ِﺼ ًﺮا اﻻ اﻟْ ُﻤ ْﺴ َﺘﻀْ َﻌ ِﻔ َﻦ ِﻣ َﻦ ّ ِاﻟﺮ َ ﺎلِ َواﻟ ِ ّ َﺴﺎ ِء
ون َﺳ ِ ًﻼ ﻓَ وﻟَـ ِﺌ َﻚ ﻋ ََﺴﻰ اﻠ ُﻪ ْن َ َواﻟْ ِﻮﻟْﺪَ ِان َﻻ َْﺴ َﺘ ِﻄﯿ ُﻌ
َ ُﻮن ِﺣ ﻠَ ًﺔ َو َﻻ ﯾ َ ْﻬ َﺘﺪ
﴾ﯾ َ ْﻌ ُﻔ َﻮ َﻋ ْﻨﻬ ُْﻢ ۚ َو َﻛ َﺎن اﻠ ُﻪ َﻋ ُﻔﻮا ﻏَ ُﻔ ًﻮرا
Diejenigen, die die Engel abberufen, während sie sich selbst Unrecht
tun, (zu jenen) sagen sie: „Worin habt ihr euch befunden?“ Sie sagen:
‚Wir waren Unterdrückte im Lande.“ Sie (die Engel) sagen: „War
Allāhs Erde nicht weit, so daß ihr darauf hättet auswandern können?“
Jene aber, - ihr Zufluchtsort wird die Hölle sein, und (wie) böse ist der
207
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Der Beweis für die Hijrah aus der Sunnah ist seine ﷺAussage: „Die
Hijrah wird nicht aufhören, bis die Taubah aufgehört hat, und die
Taubah wird nicht aufhören, bis die Sonne im Westen aufgeht.“
208
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Das Gute, worauf er hinwies, ist: der Tauhīd und alles, was Allāh
liebt und womit Er zufrieden ist und das Schlechte, wovor er
gewarnt hat, ist: der Shirk und alles, was Allāh hasst und verbietet.
209
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
Die Kenntnis dieser Grundlage beinhaltet:
Masʾalah: Was ist der Unterschied zwischen diesem Asl und der Säule
der Shahādah, dass Muhammad der Gesandte Allāhs ist?
Der Unterschied besteht darin, dass dieser Asl sich auf den Glauben
und das Wissen bezieht und von der Kenntnis abhängt. Was aber
die Säule angeht, dass Muhammad der Gesandte Allāhs ist, so ist
dies ein Asl, der sich auf die Tat bezieht; d.h., dass du ihm gehorchst
und seine Befehle befolgst. So führst du hierbei Taten aus und (bei
dem anderen) glaubst und kennst du und der Nutzen dieses Asls ist
ein auf Wissen und Kenntnis bezogener.
Masʾalah: Was ist das verpflichtende Ausmaß der Kenntnis der Sīrah
des Gesandten Allāhs ?ﷺ
210
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Bevor wir antworten, müssen wir wissen, dass es von der Sīrah des
Gesandten ﷺeine kollektive Pflicht (Fard Kifāyah) gibt, die der
Autor hier nicht meinte. Er meinte hier lediglich das, was für jeden
Muslim und jede Muslimah verpflichtend ist, wie er in der
Einleitung erwähnte.
Was die kollektive Pflicht angeht, so ist sie verpflichtend für die
Gesamtheit der Ummah; es ist verpflichtend für einige Gelehrte,
sich im Umfassen der Angelegenheiten der Sīrah und in der
Kenntnis ihrer Details zu spezialisieren.
Ibn Hazm sagte in „Marātib al-Ijmāʿ“ auf Seite 167 im Kapitel „vom
Ijmāʿ in den Glaubenssätzen, deren Widersetzer mit Ijmāʿ Kufr
begeht“, bis er sagte: „Davon ist auch, dass Muhammad bin
ʿAbdillāh al-Qurashī al-Hāshimī, der in Makkah Ausgeschickte und
der nach al-Madīnah Ausgewanderte, der Gesandte Allāhs zu allen
Jinn und Menschen bis zum Tage der Auferstehung ist ﷺ.“
Und er sagte in „al-Marātib“ auf Seite 174: „(Die Gelehrten) sind sich
einig darüber, dass er zehn Jahre in al-Madīnah als Prophet und
Gesandter verblieb und in Makkah ebenfalls als Gesandter und
Prophet und sie waren sich uneinig darin, ob er in Makkah länger
verblieb oder nicht.“
Und er sagte: „Und sie waren sich einig, dass der Auswanderungsort
des Gesandten Allāhs ﷺvon Makkah nach al-Madīnah (Yathrib)
war, dass sein Grab in Yathrib ist, dass er dort verstarb ﷺund dass
er Frauen heiratete und Kinder zeugte.“
211
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Er (al-Qādī ʿIyād) sagte (dann über eine andere Form des Kufrs): „…
jedoch hält er es für möglich, dass die Propheten lügen könnten in
dem, womit sie kamen; so jemand ist mit Ijmāʿ Kāfir, behaupte er
darin den Nutzen oder nicht, wie die Philosophen und manche der
Bātiniyyah und der Rawāfid und die Übertreiber der Mutasawwifah
und der Leute der Zügellosigkeit. (…)
212
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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irgendeinen der Propheten schmäht oder über sie spottet oder
ihnen Leid zufügt oder einen Propheten tötet oder bekämpft — so
jemand ist gemäß dem Ijmāʿ Kāfir.
Genauso machen wir Takfīr auf jeden, der der Madhhab einiger der
früheren Völker folgt (in der Behauptung), dass es in jeder Tierart
einen Warner und Propheten gäbe, von den Affen, den Schweinen,
den Termiten, den Würmern etc, und er argumentiert mit der
Aussage des Erhabenen:
(…)
(Er sagte:) Genauso erklären wir denjenigen zum Kāfir, der von den
authentischen Grundlagen das, was vorausging, und die Prophetie
unseres Propheten ﷺanerkennt, aber behauptet, er (der Prophet )ﷺ
wäre schwarz gewesen oder vor dem Bartwuchs verstorben oder es
wäre nicht der aus Makkah oder vom Hijāz gewesen oder er wäre
nicht Qurashī gewesen, denn ihn mit etwas anderem zu
beschreiben als den bekannten Eigenschaften bedeutet, ihn
abzulehnen und zu leugnen.
213
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Und das Offenkundige von der Tat des Autors ist, dass das, was er
hier von der Sīrah des Gesandten ﷺals verpflichtend erwähnte,
(bedeutet,) dass es verpflichtend ist, dass man seinen Namen kennt
und den Namen seines Vaters, seines Großvaters und seines
Stammes, (dass man weiß), wie lange er lebte, wann er zum
Propheten gemacht wurde und wann zum Gesandten, dass man
seinen Heimatort und seinen Auswanderungsort kennt und (weiß),
womit er entsandt wurde, wie viele Jahre er in Makkah und wie viele
in al-Madīnah verbrachte und dass man Kenntnis über al-Isrāʾ (die
Nachtreise) und al-Miʿrāj (der Aufstieg) hat.
36Somit sind jene, welche in unserer Zeit als „Ahmadiyyah“ oder auch Qadianis bekannt
sind gemäß dem Konsens der Muslime Ungläubige, da sie an einen Propheten nach dem
Gesandten Allāhs ﷺglauben.
214
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Was mir als richtig erscheint, ist, dass nicht alles davon
verpflichtend ist, sondern dass lediglich ein Teil davon
verpflichtend ist und der Rest erwünscht.
„Wahrlich, die zwei Engel werden Fragen stellen und sagen: ‚Was
sagst du über diesen Mann?‘, so wird (der Befragte) sagen:
‚Muhammad.‘ …“
„Wahrlich, die zwei Engel werden Fragen stellen und sagen: ‚Was
sagst du über diesen Mann?‘, so wird (der Befragte) sagen:
‚Muhammad, der Gesandte Allāhs‘ …“ (muttafaqun ʿalayh).
Darauf, dass er nur nach seinem Namen gefragt wird, deutet das
hin, was von Abū Dāwūd und an-Nasāʾī vom Hadīth von Anas kam:
„‚Was pflegtest du über diesen Mann zu sagen?‘ So wird er sagen:
‚Er ist ein Diener Allāhs und Sein Gesandter.‘ Dann wird er über
nichts anderes mehr befragt.“
215
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und der Hadīth von Anas bei Abū Dāwūd und an-Nasāʾī:
„So wird er sagen: ‚Er ist ein Diener Allāhs und Sein Gesandter.‘“
Und im Musnad ist der bekannte lange Hadīth von al-Barāʾ bin
ʿĀzib. Da sagte er: „Er ist der Gesandte Allāhs.“ Und im Hadīth mit
der Sklavin, der bei Muslim überliefert ist, kam, dass er sie fragte,
wo Allāh ist; so sagte sie: „Im Himmel.“ Er sagte: „Wer bin ich?“ Sie
sagte: Allāhs Gesandter.“ Und in einer anderen Überlieferung sagte
er: „Bezeugst du, dass Muhammad der Gesandte Allāhs ist?“ Sie
sagte: „Ja.“ Er sagte: „Lass sie frei, denn sie ist eine Muʾminah.“
216
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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„So werden die zwei Engel fragen: ‚Was ist dein Wissen über
diesen Mann?‘ So wird (der Befragte) sagen: ‚Muhammad, der
Gesandte Allāhs, der zu uns mit den deutlichen Beweisen und der
Rechtleitung kam – so antworteten wir (ihm) und glaubten.‘“ Und
bei at-Tirmidhī kam vom Hadīth von ʿAlī marfūʿan: „Der Diener
glaubt nicht eher, bis er an vier glaubt: (davon ist,) dass ich der
Gesandte Allāhs bin, den Er mit der Wahrheit ausschickte (…)“
Darauf, dass man nach dem Beweis gefragt wird, wie man wusste,
dass Muhammad der Gesandte Allāhs ist und dass er mit der
Wahrheit kam, weist der lange Hadīth von Barāʾ bin ʿĀzib hin:
„In der Befragung durch die zwei Engel werden sie sagen: ‚Was ließ
dich über diesen Mann Bescheid wissen?‘ So wird er sagen: ‚Ich las
das Buch Allāhs, so glaubte und bestätigte ich.‘“
217
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ihr euch (dann) auf den Fersen umkehren? Und wer sich auf den
Fersen umkehrt, wird Allāh keinerlei Schaden zufügen. Aber Allāh
wird (es) den Dankbaren vergelten
(Āl ʿImrān: 144),
… und dass er in seinem Grab ist, ein Leben des Barzakh37 lebend.
37
Die Welt des Lebens im Grab wird ‘Barzakh‘ genannt.
218
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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du denn nicht, dass er ﷺein ʿAbd (Diener) war, bevor er ein Prophet
wurde und dann ein Prophet war, bevor er ein Gesandter wurde“
(Al-Jāmiʿ li Fiqh al-Qurtubī 1/116).
Allāh schickte ihn mit der Warnung vor dem Shirk und mit der
Lossagung davon und von seinen Leuten aus – und dies ist die
Kenntnis dessen, womit der Gesandte kam, und diese ist
verpflichtend und sie ist die gewaltigste und höchste davon (d.h.
von dem, was gekannt werden muss), wie der Erklärer (der Shaykh
meint sich selber) sagte. Und das, womit der Gesandte kam, ist:
219
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﴾﴿ﻗُ ْﻢ ﻓَ ﻧْ ِﺬ ْر
stehe auf und warne
(Al-Muddaththir: 2),
bedeutet: „Reinige deine Taten vom Shirk.“ Die Gewänder sind hier
im übertragenen Sinne gemeint.
so mied er die Götzen und er kam mit der Lossagung von ihnen und
ihren Leuten.
220
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Der Autor sagte: „danach befahl er die Auswanderung nach al-
Madīnah an.“ Das Thema handelt von der Auswanderung (al-
Hijrah).
1. Die Auswanderung aus dem Land der Angst und Verfolgung in ein
Land der Sicherheit, und es ist die Auswanderung nach Abessinien,
wie die Sahābah auswanderten.
2. Die Auswanderung nach al-Madīnah, und das ist die, von welcher
der Autor spricht. Es ist das Auswandern vom Land des Shirks zum
einzigen Land des Islāms und dies ist die mittlere (oder beste)
Hijrah, welche stets bestehen bleibt und sie ist die am stärksten
verpflichtende, da ihr Grund der ist, dass sich die Muslime alle an
einem Ort versammeln, um den Dīn zu etablieren, und es ist die
Hijrah, welche vom Anfang der Hijrah des Gesandten bis nach der
Schlacht von al-Ahzāb anhielt.
221
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Wenn es jedoch nur ein islamisches Land gibt und dieses erst
kürzlich entstanden ist, so ist die Auswanderung dorthin
verpflichtend, damit die Muslime eine einheitliche Macht werden,
so wie die Auswanderung nach al-Madīnah verpflichtend wurde,
als er (der Staat des Propheten) neu entstand. Das Urteil bezüglich
dieser Art der Auswanderung ist wie das Urteil des Jihāds; wenn die
Muslime sodann gestärkt sind und die islamischen Länder sich
verbreiten, dann wird die Auswanderung für den Unfähigen in ein
beliebiges islamisches Land verpflichtend.
222
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Das Land des Shirks oder Land des Kufrs sind Länder, in welchem
die Oberhand und Stärke den Kuffār oder Mushrikīn gehört, und in
welchen die Urteile des Kufrs oder Shirks herrschen, selbst wenn
sich dort Muslime befinden, und selbst wenn dort einige Aspekte
des Islāms vorzufinden sind aufgrund der bloßen Erlaubnis der
Kuffār und nicht aufgrund der Stärke der Muslime.
Was die Länder des Islāms angeht, so sind sie jene Länder, in
welchen die Oberhand und Stärke den Muslimen gehört, und in
welchen die islamischen Gesetze angewendet werden. Was unsere
Worte „Stärke und Oberhand“ angeht: Die Stärke geschieht
entweder durch die Stärke des Führers oder die Stärke des Volkes,
und wenn der Führer oder das Volk wollen würden, dass diese
Aspekte (des Islāms) nicht auftreten, so würden sie auch nicht
auftreten.
Es ist jenes, in welchem der Islām, seine Gesetze und seine Aspekte
offenkundig sind, sei es durch die Macht des Führers oder die des
Volkes. Ebenso treten in ihm (dem Land) Gesetze und Aspekte des
Kufrs, aufgrund der Macht der Bevölkerung auf, sodass die einen
die anderen nicht daran hindern können und umgekehrt.
Dieses Land ist vermischt, sodass die Leute des Islāms darin ein
Urteil haben, und die Kuffār ein anderes Urteil. Diese Sorte von
Ländern trat das erste Mal erst rund um die Zeit von Abū al-ʿAbbās
ibn Taymiyyah auf, und deswegen wurde er nach einem
bestimmten Land gefragt, in dem die Urteile des Kufrs genauso mit
Macht herrschen, wie die Urteile und Aspekte des Islāms. So sagte
223
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er, dass (diesem Land) weder das Urteil des Kufrs, noch das Urteil
des Islāms uneingeschränkt gegeben wird, sondern jeder wird
entsprechend seiner Lage behandelt.
Und in der Zeit von Abū Bakr erschienen die Urteile der Länder der
Riddah (Abtrünnigkeit), und in der Zeit von ʿAlī ibn Abī Tālib
erschienen die Länder der Bidʿah, und es ist das Land der Khawārij
„Hārūrāʾ“.
Dann sagte der Autor: „vom Land des Shirk“. „Land/Länder“ ( )ﺑﻼدist
hier mudāf („Hinzugefügtes“ – erster Teil einer Genitivverbindung),
und „des Shirk“ ( )اﻟﺸﺮكist mudāf ilayhi („das, zu welchem
hinzugefügt wird“ – zweiter Teil einer Genitivverbindung), und die
Genitivverbindung kommt mit der Implikation des Lām einher,
d.h. „Länder, welche dem Shirk gehören“ ()ﺑﻼد ﻟﻠﺸﺮك, und das Lām
steht für Besitz, Macht und Oberhand.
224
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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1. Das Urteil wird von der Anwendung der Urteile und der
Regierung abhängig gemacht; Darauf deutet die Tatsache, dass
Khaybar an dem Tag, an welchem der Gesandte es einnahm, als
Land des Islāms betrachtet wurde, in welchem die Urteile des
Islāms angewendet werden, (und das,) obwohl all ihre Einwohner
Juden waren.
4. Das Land des Islāms ist all das, was die Muslime schon einmal
erobert hatten, sodass es bis Yawm al-Qiyāmah islamisch bleibt.
Die vierte Meinung ist die schwächste, und der Beweis ist, dass Misr
zur Zeit der ʿUbaydiyyīn gemäß dem Konsens der Gelehrten ein
Land des Kufrs war. Danach folgt in Schwäche die dritte Meinung,
und die stärksten Meinungen sind die erste und die zweite, dabei ist
die stärkere von beiden die erste. Was die Geographen betrifft, so
sagen sie, dass es auf das Volk ankommt; wenn es überwiegend
muslimisch ist und die Herrscher Säkularisten (ʿAlmāniyyūn) sind,
so sagen sie, es sei ein Land des Islāms, und dies ist nicht richtig.
Und es kann ein vermischtes Land sein, in welchem die Urteile von
diesen und jenen gleichzeitig angewandt werden.
Masʾalah: Wenn das Land ein Land der Bid'ah ist und kein Land des
Shirks, wäre die Auswanderung dennoch verpflichtend?
225
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1. Aus dem Land des Shirks in das Land des Islāms migrieren: Ihr
Urteil ist verpflichtend für denjenigen, der dazu fähig ist und seine
Religion nicht offenkundig im Land des Shirks praktizieren kann.
So ist es für ihn verpflichtend und darauf deutet die Aussage Allāhs:
Wenn man jedoch im Land des Shirks dazu imstande ist, seine
Religion öffentlich zu praktizieren und man in Sicherheit lebt, so ist
die Mehrheit der Gelehrten der Ansicht, das die Auswanderung
empfohlen ist, und dies vertrat ibn Qudāmah in Al-Mughnī, ibn
Taymiyyah, sowie viele andere Leute des Wissens.
2. Die Auswanderung aus dem Land der Bidah, in dem die Bidah
sich über ihn erstreckt, in das Land der Sunnah, ist ebenfalls
verpflichtend.
Auf die Pflicht deutet die Aussage Allāhs des Erhabenen hin:
226
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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ﻮن ِﻓﻲ ٓ َ ِﺗﻨَﺎ ﻓَ ْﻋ ِﺮ ْض َﻋ ْﻨﻬ ُْﻢ َﺣ ٰﻰ ﯾَﺨُﻮﺿُ ﻮا ِﻓﻲ َ ُ﴿ َوا َذا َر ﯾْ َﺖ اﻟ ِﺬ َﻦ ﯾَﺨُﻮﺿ
ﯾﺚ َ ْ ِﺮ ِﻩ ۚ◌ َواﻣﺎ ﯾُ ْ ِﺴ َ َﻚ اﻟﺸ ْﯿ َﻄ ُﺎن ﻓَ َﻼ ﺗَ ْﻘ ُﻌﺪْ ﺑ َ ْﻌﺪَ اﻟ ِّﺬ ْﻛ َﺮ ٰى َﻣ َﻊ اﻟْ َﻘ ْﻮ ِم
ٍ َ ِﺪ
﴾اﻟﻈﺎ ِﻟ ِﻤ َﻦ
"Und wenn du diejenigen siehst, die auf Unsere Zeichen (spottend)
eingehen, so wende dich von ihnen ab, bis sie auf ein anderes Gespräch
eingehen. Und wenn dich der Satan nun vergessen läßt, dann sitze
nicht, nachdem du dich (daran) erinnert hast, mit dem ungerechten
Volk zusammen." (6:68)
Und dies ist wie die Länder, in welchen die Mu'tazilah, Rāfidah oder
Khawārij die Oberhand haben und über welchen sich ihre Aussagen
erstrecken; und al-Khiraqī wanderte aus Baghdād aus, als sich dort
das Beleidigen der Sahābah mehrte.
227
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"Dies gilt nicht nur für ein Land des Kufrs, da es ein bestehendes
Gesetz und eine feste Sunnah ist, beim Auftreten des Verwerflichen
und der Unfähigkeit, die Pflicht des Gebieten des Guten und das
Verbieten des Schlechten umzusetzen, und es niemanden gibt, der
die Übertreter der verbotenen Dinge an die Hand nimmt (und sie
abhält); so ist es das Recht des Gläubigen, sich selbst zu retten und
mit seiner Religion zu flüchten, wenn er dazu imstande ist und
einen Ort findet, der frei von offenkundigen Sünden ist. Wenn er
nichts findet, so ist nichts besseres als der Ort, worin er sich befand,
möglich."
228
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾﴿ﻓَﺨ ََﺮ َج ِﻣ ْﻬَﺎ َﺎ ِﺋ ًﻔﺎ ﯾ َ َ َﺮﻗ ُﺐ ﻗَ َﺎل َر ِ ّب ﻧ َ ِ ّﺠ ِﻨﻲ ِﻣ َﻦ اﻟْ َﻘ ْﻮ ِم اﻟﻈﺎ ِﻟ ِﻤ َﻦ
"So ging er furchtsam aus ihr fort und hielt (immer wieder) Ausschau.
Er sagte: „Mein Herr, errette mich von dem ungerechten Volk.“ (28:28)
"Eines Tages wird der beste Besitz eines Muslims beinah eine
Schafsherde sein, mit der er - flüchtend vor den Versuchungen
(Fitan) dieser Welt - zwischen den Höhen der Berge und den
Wasserstellen in den Tälern wandert.“, überliefert von al-Bukhārī.
Das Wegziehen ist erlaubt, aufgrund der Aussage des Gesandten ﷺ:
229
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Pest verlässt und niemand es betritt, so wie es den Gefährten bei der
Pest von 'Amwās (Ort in der Nähe von Jerusalem) widerfuhr.
Und wenn wir sagen, dass die Auswanderung Pflicht ist, so gilt dies
für denjenigen, der unfähig ist (seinen Dīn offenkundig
auszuleben). Was jedoch denjenigen angeht, der dazu in der Lage
ist, so ist die Auswanderung für ihn nicht verpflichtend, solange er
den Islām und die Sunnah öffentlich zeigt und die Gesetze des
Kufrs, Erneuerungen oder Sünden sich nicht über ihn erstrecken.
Jedoch ist für ihn die Auswanderung gemäß der Mehrheit der
Gelehrten empfohlen, es sei denn, es existiert (in seinem Bleiben)
38
Der Hadīth ist schwach.
230
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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ein deutlicher Nutzen für den Islam und er lebt in Sicherheit, dann
bleibt er.
Masʾalah: Was meinen wir mit "dazu imstande sein, den Dīn
öffentlich auszuleben?“ Bedeutet dies der gesamte Dīn?
Das Alif und Lām in dem Wort ad-Dīn deutet auf die Allgemeinheit
hin; wenn man also dazu imstande ist, das Gebet und den Adhān
öffentlich zu praktizieren, jedoch nicht dazu imstande ist, den
Tauhīd öffentlich zu zeigen, so gilt man als nicht imstande (den Dīn
auszuleben). Und wenn man zum Fasten imstande ist, jedoch nicht
zum Hass und der Anfeindung der Kuffār, so gilt man als nicht
imstande (den Dīn auszuleben), sodass die Hijrah dann
verpflichtend wird,- es sei denn, die Hijrah könnte in diesen Zeiten,
aufgrund von Angelegenheiten der Grenzen, der
Aufenthaltserlaubnis und den menschengemachten Gesetzen,
schwer werden.
Gemeint ist die Ummah, welche dem Aufruf (des Islāms) folgte
(arab. Ummah al-Ijābah).
231
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Der Autor sagte: "Und sie (die Auswanderung) bleibt bestehen bis
zum Eintreffen der Stunde."
Dies ist eine Antwort für all jene, welche behaupten, dass die
Auswanderung mit der Eroberung Makkahs abrogiert wurde. Sie
argumentieren mit dem Hadith des Gesandten ﷺ:
Das richtige ist, dass hiermit gemeint ist: Keine Auswanderung aus
Makkah nach ihrer Eroberung, da es ein islamisches Land wurde.
D.h., bis kurz vor dem Eintritt der Stunde, also solange es Muslime
gibt, denn es ist bekannt, dass die Stunde nur über die Kuffār
eintreten wird.
232
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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﴾﴿ﻗَﺎﻟُﻮا ﻟ َ ْﻢ َ ُﻜ ْﻦ ْر ُض اﻠ ِﻪ َو ِاﺳ َﻌ ًﺔ ﻓَ ُﻬ َِﺎﺟ ُﺮوا ِﻓ ﻬَﺎ ﻓَ وﻟَـ ِﺌ َﻚ َﻣ َواﻫ ُْﻢ َﺟﻬَﻨ ُﻢ
"Sie (die Engel) sagen: „War Allāhs Erde nicht weit, so daß ihr darauf
hättet auswandern können?“ Jene aber, - ihr Zufluchtsort wird die
Hölle sein" (An-Nisā': 97).
Dies ist von den Āyāt der Androhung und die Madhhab der Salaf
war es, die Āyāt der Androhung so (unkommentiert)
stehenzulassen, wie sie kamen, da dies stärker in der Abschreckung
ist. Wenn man aber befürchtet, dass davon das ewige Verbleiben
(im Höllenfeuer) oder der Takfīr verstanden wird, dann werden sie
erklärt. Daher kann es sein, dass jemand sagt: „Das Offensichtliche
von 'ihr Zufluchtsort wird die Hölle sein' ist, dass sie ewig darin
verbleiben werden“, so ist die Antwort darauf, dass gesagt wird:
„Nein, denn es ist der Ijmā' der Ahl as-Sunnah wal-Jamā'ah, dass für
denjenigen, der die Hijrah unterlässt, dabei aber Muslim ist, nicht
das ewige Verbleiben im Feuer bestimmt ist und dass es ebenfalls
kein ewiges Verbleiben für denjenigen gibt, der eine von den großen
Sünden begeht, ohne sie dabei für halāl zu erklären.“
Wenn das Unterlassen der Hijrah jedoch aus Ablehnung des Islām
war oder der Täter Kufr beging, so gibt es hierbei das ewige
Verbleiben im Feuer, oder wenn er nicht nur die Zahl der Masse der
Kuffār erhöhte, sondern mit ihnen kämpfte und Waffen trug und
schoss, so ist dies Tawallī, der aus dem Dīn hinausführt.
Allāh machte eine Ausnahme für die Unterdrückten, die nicht zur
Hijrah fähig sind.
233
——————————————————————————
Was die zweite Āyah angeht, so deutet sie auf die Pflicht der Hijrah
hin aufgrund der Aussage des Erhabenen:
Als Beweis für die Hijrah aus der Sunnah nannte der Autor:
„Die Hijrah wird nicht aufhören, bis dass die Taubah aufhört.“
Fasl (Kapitel)
Das Gute, worauf er hinwies, ist: der Tauhīd und alles, was Allāh
liebt und womit Er zufrieden ist und das Schlechte, wovor er
gewarnt hat, ist: der Shirk und alles, was Allāh hasst und verbietet.“
Sharh ()اﻟﺷرح:
234
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
——————————————————————————
Diese Angelegenheiten sind deutlich.
235
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Matn ()اﻟﻣﺗن
Mit ihm vervollständigte Allāh den Dīn und der Beweis ist Seine
ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
236
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Sharh ()اﻟﺷرح
Hier ist das Ende vom dritten Asl und der Autor beendete diesen mit
der Verdeutlichung dessen, womit der Gesandte ﷺkam, und zwar,
dass er mit dem Tauhīd und dem Verbot des Shirks kam, und dies
ist eine weitere Wiederholung aufgrund des Ausmaßes seiner
Wichtigkeit.
Der Autor sagte: „Allāh schickte ihn zu den Menschen allesamt aus“
Und die Tatsache, dass der Autor sich hier auf die Erwähnung der
Menschen beschränkte, deutet nicht darauf hin, dass er speziell für
die Menschen (ein Gesandter) ist. Daher sagte der Autor danach:
„Und Allāh machte seinen Gehorsam verpflichtend für die
Gesamtheit der beiden Gattungen“, was darauf hinweist, dass er zu
den Menschen und den Jinn ausgeschickt wurde. Und der Beweis
dafür, dass er zur Schöpfung allgemein ausgeschickt wurde, ist die
Aussage des Erhabenen:
237
——————————————————————————
Die zweite Masʾalah: Die Vollständigkeit des Dīn, mit welchem der
Gesandte ﷺkam.
Der Autor sagte: „und Allāh vervollständigte mit ihm den Dīn und
der Beweis ist Seine ﺗﻌﺎﻟﻰAussage:
Die dritte Masʾalah: Hängt mit dem Tod des Gesandten zusammen
und damit, dass er ﷺmit Gewissheit gestorben ist.
Und die Bedeutung seines ﷺTodes ist wie der Tod der restlichen
Leute. Und die Bedeutung des Todes ist die Trennung des Geistes
vom Körper, d.h., sein (des Geistes) Fortgehen im diesseitigen
Leben, und die Bedeutung des Todes ist nicht das Vergehen des
Geistes, denn der Geist vergeht nicht, sondern geht, sofern er
gläubig war, zur höchsten führenden Schar (d.h. Engel), oder wenn
er etwas anderes als das (gläubig) war, zu dem, was Allāh an
Bestrafung will, über.
238
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
——————————————————————————
Und hierin ist eine Widerlegung der Mubtadiʿah und Grabanbeter
und derjenigen, die den Gesandten um Hilfe rufen und sagen, er
wäre nicht gestorben; und der Gesandte ﷺist (tatsächlich) lebendig
in seinem Grab, jedoch ist es das Leben des Barzakh und sein Geist
hat eine Verbindung mit seinem Körper, und deswegen kam im
Hadīth, dass der Gesandte demjenigen (den Salām) erwidert, der
ihm den Salām gibt. Al-Bayhaqī verfasste eine Risālah als
Erläuterung der Leben der Propheten und (verdeutlichte,) dass sie
lebendig sind, jedoch ist es das Leben des Barzakh.
Wir sagten, dass der Tod die Trennung des Geistes vom Körper ist;
was ist aber die Ursache des Todes?
Die einzige Ursache für den Tod ist das Ablaufen der Frist gemäß
dem, was Allāh bestimmt hat. Der Getötete stirbt, weil seine Frist
abgelaufen ist, und der Kranke stirbt, weil seine Frist abgelaufen ist,
was den Muʿtazilah entgegengesetzt ist, die sagen, dass der Getötete
vor seiner Frist starb und dass er, wäre er nicht getötet worden, am
Leben geblieben wäre.
239
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Das Gemeinte ist also: „Möge Allāh dein Leben mit dem Gehorsam
zu Ihm verlängern“, so ist (seine Aussage) mit der Implikation des
Ausgelassenen (und zwar "mit dem Gehorsam zu ihm").
Ist die Trennung des Geistes vom Körper durch den Tod eine
Trennung, nach der es kein Zusammentreffen mehr gibt?
Die Antwort ist: Nein. Vielmehr wird der Geist nach dem Tod mit
dem Körper zusammentreffen. Wenn also der Tote stirbt und seine
Seele übergeht und er dann ins Grab gelegt wird, kehrt der Geist
zurück, wenn Munkar und Nakīr für die Fragen kommen. Hiernach
geht der Geist dann entweder zur Wonne oder zur Bestrafung über
oder zu dem, was Allāh will.
240
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Matn ()اﻟﻣﺗن
Nachdem die Menschen sterben, werden sie auferweckt und der
Beweis ist die Aussage des Erhabenen:
Und nach der Auferstehung wird mit ihnen abgerechnet und sie
werden entsprechend ihrer Taten entlohnt. Wenn es gut war, so
wird es gut sein. Und wenn es schlecht war, so wird es schlecht sein,
und der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:
241
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Sharh ()اﻟﺷرح
Danach erwähnte der Autor allgemeine Angelegenheiten und dies
ist das letzte Kapitel des Buches, in welchem er mehrere
Angelegenheiten erwähnte:
Die Auferstehung ist die Rückkehr der Seelen in ihre Körper nach
dem dritten Stoß ins Horn, und dies ist die Definition von Abū al-
'Abbās ibn Taymiyyah in seinem Werk "al-Wāsitiyyah".
Und die Auferstehung wird nach dem letzten Stoß ins Horn sein.
242
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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"Es wird wahrlich zwischen den Schafen untereinander Vergeltung
geben", also das gehörnte Schaf und das hornlose Schaf.39
Diejenigen, welche sagen, dass es zwei seien, haben zwei Stöße ins
Horn als ein einziges betrachtet, welche folgende sind:
﴿ َوﯾ َ ْﻮ َم ﯾُﻨ َﻔﺦُ ِﻓﻲ اﻟﺼ ِﻮر ﻓَ َﻔ ِﺰ َع َﻣﻦ ِﻓﻲ اﻟﺴ َﻤ َﺎو ِات َو َﻣﻦ ِﻓﻲ ا ْ ْر ِض اﻻ َﻣﻦ َﺷ َﺎء
﴾اﻠ ُﻪ ۚ َو ُﻛﻞ ﺗ َْﻮ ُﻩ دَا ِﺧ ِﺮ َﻦ
"Und (denke an) den Tag, da ins Horn geblasen wird und da (all)
diejenigen erschrecken, die in den Himmeln und die auf der Erde sind,
außer wer Allāh will. Und alle kommen in Demut zu Ihm." (An-Naml:
87)
39
Ein Hadīth mit dieser Bedeutung wird von ibn Jarīr in seinem Tafsīr
überliefert.
243
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﴿ َوﻧ ُ ِﻔﺦَ ِﻓﻲ اﻟﺼ ِﻮر ﻓَ َﺼ ِﻌ َﻖ َﻣ ْﻦ ِﻓﻲ اﻟﺴ َﻤ َﺎو ِات َو َﻣ ْﻦ ِﻓﻲ ا ْ ْر ِض اﻻ َﻣ ْﻦ َﺷ َﺎء
َ اﻠ ُﻪ ۖ◌ ﺛُﻢ ﻧ ُ ِﻔﺦَ ِﻓ ِﻪ ﺧ َْﺮ ٰى ﻓَﺎ َذا ﻫ ُْﻢ ِﻗ َﺎ ٌم ﯾ َ ْﻨ ُﻈ ُﺮ
﴾ون
"Und es wird ins Horn geblasen, und da bricht zusammen, wie vom
Donnerschlag getroffen, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist,
außer wem Allah will, ..." (Az-Zumar: 68)
Und diese beiden Stöße werden manchmal als ein einziger Stoß
betrachtet, jedoch ist die Teilung dieser beiden Stöße vollständiger.
َ ُ﴿ َوﻧ ُ ِﻔﺦَ ِﻓﻲ اﻟﺼ ِﻮر ﻓَﺎ َذا ﻫ ُْﻢ ِﻣ َﻦ ا ْ ْ ﺪَ ِاث اﻟ َ ٰﻰ َ ِرﺑ ّﻬ ِْﻢ ﯾ َ ْ ِﺴﻠ
﴾ﻮن
"Es wird ins Horn geblasen werden, und da laufen sie sogleich schnell
aus den Gräbern zu ihrem Herrn herbei." (Yāsīn: 51)
Und der erste von den Menschen, welcher auferweckt wird, ist der
Gesandte ﷺ, und es kam im Hadīth von Abū Sa'īd, welchen Ahmad
mit einer Überlieferungskette, die hasan ist, überliefert, dass der
Gesandte ﷺsagte:
"Ich bin der Erste, für den sich die Erde am Tag des Stehens (Yawm
al-Qiyāmah) aufspalten wird, und dies sage ich nicht aus Stolz."
Die Menschen werden aus ihren Gräbern erweckt, und dies gilt für
die Begrabenen. Falls sie nicht begraben wurden, werden sie von
dort aus auferweckt, wo sie sich befunden haben.
Was die Etappen des jüngsten Tages angeht, so sind sie wie folgt:
1. Die Auferstehung.
244
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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2. Die Versammlung.
3. Das Stehen, und es wird ein langes Stehen sein nach der
Versammlung. So wird ihr erstes Stehen sein, indem sie nackt und
unbeschnitten sind, und dann werden sie bekleidet.
So wird als erstes Ibrāhīm bekleidet, dann der Gesandte und nach
ihnen dann die restlichen Menschen. Sodann wird die Sonne
nähergebracht und sie schwitzen entsprechend ihren Taten.
40Die Gelehrten waren sich darin uneinig, ob Allāh mit den Kuffār abrechnen wird.
Shaykh al-Islām ibn Taymiyyah fasste dies zusammen, indem er sagte: „Das endgültige
Wort ist, dass mit der Abrechnung das Vorlegen ihrer Taten vor ihnen gemeint ist und
245
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11. Die Waage; dies geschieht, nachdem die Menschen ihre Taten
gesehen haben und ihre Schriften, und die Diskussionen mit ihnen
beendet wurden. Danach werden sie gewogen.
15/16. Das Paradies oder das Feuer, und das Schlachten des Todes
zwischen dem Paradies und dem Feuer.
ihre Tadelung wegen dieser, und gleichzeitig kann mit der Abrechnung das Abwiegen der
guten und schlechten Taten gemeint sein. Wenn man mit der Abrechnung die erste
Bedeutung meint, so wird zweifelsfrei mit ihnen von dieser Betrachtungsweise gesehen
abgerechnet. Wenn man aber die zweite Bedeutung meinte, sodass man damit sagen will,
dass den Kuffār gute Taten übrig bleiben, womit sie Jannah verdienen würden, so ist dies
ein offenkundiger Fehler. Und wenn man meint, dass sie unterschiedliche Strafen
erhalten würden, sodass die Strafe von dem, welcher viele Sünden hat größer ist als von
jenem, mit weniger Sünden, und wer gute Taten hat seine Strafe erleichtert werde,
genauso wie Abū Tālib eine leichtere Strafe erhält als Abū Lahab (so ist dies richtig). Er,
der Erhabene sagte (sinngemäße Übersetzung): „Denjenigen, die ungläubig sind und von
Allahs Weg abhalten, fügen Wir noch Strafe zu über ihre Strafe hinaus.“ (An-Nahl: 88),
und Er sagte: „Das Verschieben eines Monats ist nur eine Mehrung des Unglaubens.“ (At-
Tawbah: 37). Und das Feuer hat verschiedene Stufen; wenn also einige Kuffār eine
schwerere Strafe als manch andere bekommen, und dies aufgrund ihrer vielen Sünden
und wenigen guten Taten, so ist die Abrechnung dazu da, um die Stufen der Strafe zu
verdeutlichen, (und) nicht für ihren Eintritt ins Paradies.“ (Majmū‘ al-Fatāwā 305/4)
246
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Jede Phase von diesen Phasen enthält eigene Etappen und Details,
und der Autor fasste diese Etappen zusammen, und wir werden, so
Allāh will, die Details mit ihren Beweisen durch die Erleichterung
Allāhs erklären in unserer Erklärung von Al-Wāsitiyyah.
So berichtete ibn Abī Hātim von Ahmad bin Sinān Al-Wāsitī, von
'Abdurrahmān bin Mahdī von Isrā'īl von Sammāk von 'Ikrimah von
ibn 'Abbās bezüglich "...an einem Tag, dessen (Aus)maß
fünfzigtausend Jahre ist)":
247
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'Alī bin abī Talhah berichtete von ibn 'Abbās: "Es steigen die Engel
und der Geist zu Ihm auf an einem Tag, dessen (Aus)maß
fünfzigtausend Jahre ist":
"Dies ist der Tag des Stehens; Allāh machte dessen (Aus)maß für die
Ungläubigen fünfzigtausend Jahre."
"Bei dem, in dessen Hand meine Seele liegt, es wird dem Gläubigen
wahrlich erleichtert, sodass es für ihn leichter sein wird als ein
Pflichtgebet, welches er in dem Diesseits verichtet."
Ibn Kathīr sagte: "Ibn Jarīr überlieferte ihn von Yūnūs von ibn Wahb
von 'Amr bin Al-Hārith von Darrāj, jedoch sind Darrāj und sein
Shaykh Abū Al-Haytham beide schwach, und Allah weiß es am
besten."
248
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Sodann überlieferte Ibn Kathīr viele weitere Ahādīth in diesem
Kapitel, und der Argumentationspunkt liegt in der Erwähnung der
Bestrafung vom Besitzer des Kamels und anderen (Tieren), denen
ihr Recht nicht gegeben wurde. Dann sagte er:
Ibn Kathīr sagte: "Ibn Jarīr überlieferte von Ya'qūb von ibn
'Uyaynah und 'Abd al-Wahhāb von Ayyūb von ibn Abī Mulaykah,
der sagte:
"Ein Mann fragte ibn 'Abbās über die Aussage: "an einem Tag,
dessen (Aus)maß fünfzigtausend Jahre ist."
Dann sagte er: "Was ist der Tag, dessen Ausmaß 50.000 Jahre sind?"
So sagte ibn 'Abbās: "Es sind zwei Tage, welche Allāh erwähnte,
Allah weiß am besten Bescheid über sie und ich mag es nicht, über
das Buch Allāhs etwas zu sagen, von dem ich kein Wissen besitze."
249
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Der Autor sagte: "Und der Beweis für die Auferstehung ist die
Aussage des Erhabenen:
Ja, außer diejenigen, die ausgenommen wurden und sie sind die
Propheten, die Engel und die 70.000, welche das Paradies ohne
Abrechnung und ohne Strafe betreten, und die Wahrhaftigen (As-
Siddiqūn), da sie besser als die 70.000 sind.
250
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Und der Beweis, dass mit allen abgerechnet wird ist die Aussage des
Erhabenen:
Und was At-Tirmidhī überlieferte und als hasan eingestuft hat, dass
der Gesandte Allāhs ﷺsagte:
"Die Füße eines Dieners werden sich am Tag der Auferstehung nicht
bewegen, bis er über sein Leben gefragt wird (..), nach seinem
Vermögen (..) und seinen Taten (..)." (gekürzt)
251
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"Wir sind die Letzten (im Diesseits) und die Vorausgeeilten (im
Jenseits), über die vor dem Rest der Geschöpfe entschieden wird."
Und bei Imām Ahmad wird überliefert, dass nach der großen
Fürsprache und der Ankunft Allāhs für die Entscheidung gefragt
wird:
So kommen sie und sie werden mit einem Mal auf der Stirn und
einem Reifen am Fußgelenk (als Spuren der Gebetswaschung)
erscheinen, und es wird mit Ihnen die Abrechnung begonnen."
Und das Erste, mit dem abgerechnet wird, in Anbetracht der Taten
des muslimischen Dieners, die verbunden sind mit den Rechten
Allāhs, ist der Shirk; dann wird mit ihm bezüglich des Gebets
abgerechnet, danach bezüglich der Zakāh, und den verbliebenen
Taten.
Und das Erste, worüber gerichtet wird, in Anbetracht der Rechte der
Diener, ist das Blut:
"Das Erste, worüber gerichtet wird am Tag der Auferstehung ist das
Blut." (überliefert im Sahīh)
252
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Die Abrechnung teilt sich in Teile auf:
Der erste Teil: Das, was das Vorführen und das Bringen zum
Geständnis genannt wird, und dies ist nicht für alle Menschen,
sondern nur für die Gläubigen, und nicht für alle Gläubigen,
sondern nur für den Gläubigen, dem Allāh seine Sünden verdecken
möchte und über sie hinwegsehen will, mit dem rechnet Er eine
geheime Abrechnung zwischen Sich und ihm ab.
So sagt Allāh: "Ich habe dich im Diesseits verdeckt, und Ich schaue
drüber hinweg am Tag der Auferstehung."
Der zweite Teil: Die schwierige Abrechnung, und sie ist die
öffentliche Ausfragung, wie es im Hadīth überliefert wurde:
Und darin ereignet sich die Bloßstellung vor der Schöpfung und die
Anprangerung für einige Menschen und das Bedauern. Und die
Abrechnung ist was anderes als das Vorführen (der Taten) und das
Diskutieren.
Und der Autor erwähnte den Beweis dafür in der Aussage Allāhs:
253
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Mit den Kindern der Muslime wird, wenn sie sterben, nicht
abgerechnet, denn sie sind gemäß dem Konsens im Paradies. Jedoch
wird gesagt, dass die Kinder der Ungläubigen geprüft werden, und
dies ist das Richtige, und es wurden andere Meinungen vertreten.
Sodann wird der Tod zwischen dem Paradies und dem Feuer
geschlachtet, und es wird zu ihren Bewohnern gesagt:
Masʾalah: Auf Al-A'rāf41 sind Leute, dessen gute und schlechte Taten
gleich sind. Sie werden an einem erhobenen Ort zwischen dem
Paradies und dem Feuer aufgestellt, sitzen dort für eine Weile, und
betrachten die Leute des Paradieses und die Leute des Feuers,
jedoch werden sie durch die Barmherzigkeit und Güte Allāhs im
Paradies enden.
Nach dem Sirāt und vor dem Paradies gibt es eine Brücke
(Qantarah), und dieser Ort ist der Ort der Vergeltung. So werden die
Gläubigen dort von sich gegenseitig ihre Rechte zurücknehmen.
Jener, bei welchem keine Ungerechtigkeit gegenüber jemanden
vorliegt, betritt das Paradies, und jener, bei welchem eine
Ungerechtigkeit gegenüber jemanden vorliegt, der wartet und er
41
Siehe Sūrah 7:44-51.
254
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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tritt nicht ein, bis seine Gegner von den Gläubigen kommen, und
die Vergeltung sich zwischen ihnen ereignet.
"Holt (aus der Hölle) heraus, der in seinem Herzen im Gewicht eines
halben Dīnārs Īmān hat."
255
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c) Die Leute mit dem Gewicht (an Īmān) einer winzigen Ameise und
eines Senfkorns, und sie sind weniger, denn sie haben nicht die
Hälfte (des Dīnārs an Īmān) erreicht.
Die vierte Mas'alah: Das Urteil über den, welcher die Auferstehung
verleugnet.
42 In der mir vorliegenden Version der Erklärung gab es teils Unterschiede zwischen der
Beschreibung der Leute und ihrer Beschreibung im Hadīth (was mir auch bei Lumʿah al-
Iʿtiqād auffiel bei diesem Hadīth), sodass ich die Beschreibung jener des Hadīths
anpasste, und womöglich unterlief dem, der die Erklärung des Shaykhs digitalisierte, ein
Fehler.
256
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Matn ()اﻟﻣﺗن
Und Allāh entsandte alle Gesandten als Bringer froher Botschaft
und als Warner, und der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:
Und der Erste von ihnen ist Nūh ﻋﻠﯿﮫ اﻟﺴﻼمund der Letzte von ihnen
ist Muhammad ﷺ, und er ist das Siegel der Propheten; somit gibt es
keinen Propheten nach ihm, und der Beweis ist die Aussage des
Erhabenen:
Und der Beweis dafür, dass Nūh ﻋﻠﯿﮫ اﻟﺴﻼمder Erste von ihnen ist, ist
die Aussage des Erhabenen:
257
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Und zu jeder Ummah entsandte Allāh einen Gesandten, von Nūh bis
zu Muhammad, ihnen allen die Anbetung Allāhs anbefehlend und
die Anbetung des Tāghūts verbietend.
َ ُ﴿ َوﻟ َ َﻘﺪْ ﺑ َ َﻌﺜْ َﻨﺎ ِﻓﻲ ُﻛ ِ ّﻞ ﻣ ٍﺔ َر ُﺳ ًﻮﻻ ِن ا ْﻋ ُﺒﺪُ وا اﻠ َﻪ َوا ْﺟ َ ِﻨ ُﺒﻮا اﻟﻄﺎﻏ
﴾ﻮت
Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten
erweckt: "Dient Allah und meidet die falschen Götter." (An-Naḥl: 36)
258
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Sharh ()اﻟﺷرح
Die Angelegenheit der Wichtigkeit der Gesandten.
Somit bedeutet dies, dass die Gesandten Warner sind: Sie flößen
dem, der Allāh ungehorsam ist, mit dem Feuer und der Strafe
Furcht ein. Der Beweis ist:
43
Das Wort ‘Bushrā‘ im Arabischen kann jedoch auch für etwas Unerfreuliches
verwendet werden, wie es öfters im Qurʿān vorkommt, wie z.B. in Seiner Aussage
(sinngemäße Übersetzung): „Verkünde (bashir/verkünde die Bushrā) den Heuchlern, daß
es für sie schmerzhafte Strafe geben wird, (sie) die die Ungläubigen anstatt der Gläubigen
als Schutzherrn (Awliyāʾ) nehmen. Begehren sie (etwa) Macht bei ihnen (zu nden)?
Gewiß, ale Macht gehört Allāh.“ (4:138-139)
259
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Und der Autor begann hier mit dem Verkünden froher Botschaft
vor der Warnung, und es ist offensichtlich, dass die Reihenfolge
beabsichtigt ist, denn gewöhnlich kommt die Warnung erst nach
dem Verkünden froher Botschaft.
D.h: Der Erste der Gesandten, und hier ist die spezifische Bedeutung
gemeint: Die Gesandten, welche Allāh zu einem ungläubigen Volk
entsandte und welcher sie zu einer neuen Gesetzgebung aufruft.
260
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Ist damit gemeint, dass er uneingeschränkt der Erste ist oder nur
unter einem bestimmten Gesichtspunkt?
Wenn mit "Der Erste von ihnen“ gemeint ist, dass er der Erste von
ihnen ist, die Allāh entsandte, von den Propheten und den
Gesandten mit der spezifischen Bedeutung, so ist mit "Der Erste von
ihnen" gemeint: Nach der Spaltung (der Menschheit).
Antwort: Nein.
Antwort: Ja und zwar Ādam gemäß dem Richtigen, denn Ādam ist
ein Prophet und kein Gesandter, und darauf deutet hin, was at-
44 So sagte
es der Shaykh, und womöglich meinte er „Propheten“ anstatt „Gesandten“, da
Nūh der erste Gesandte mit der spezifischen Bedeutung war.
261
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Und der Hadīth der Shafā'ah: „Ādam sprach: ‚Geht zu Nūh, denn er
ist der erste Gesandte.‘“
Und vor ihm - also vor Nūh - war Idrīs, denn er ist ein Sohn Šīt's.
Und ibn Jarīr sagte in seinem Werk "At-Tārīkh", dass er von den
Söhnen Šīt's ist, vor Nūh lebte und dass er ein Prophet ist, und ibn
Kathīr stimmte ihm in "Al-Bidāyah wa an-Nihāyah" zu.
262
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Sowohl ibn Jarīr in seinem "At-Tārīkh", als auch ibn Kathīr in "Al-
Bidāyah wa an-Nihāyah", sagten, dass Idrīs vor Nūh war und Ilyās
von den Söhnen Hārūns, welcher zu Banī Isrā'īl entsandt wurde.
"Und es wurde erwähnt von ibn Mas'ūd und ibn 'Abbās, dass Idrīs
derselbe wie Ilyās ist", und hieran lässt sich die Schwäche erkennen,
was von ihnen beiden überliefert wurde.
Was die Anzahl der Propheten betrifft, so wurde im Hadīth von Abū
Dharr, den Ahmad mit einer authentischen Überlieferungskette
überliefert, erwähnt, dass ihre Anzahl 124.000 ist, und die
Gesandten 310 und einige mehr.
45
mu'allaqan bedeutet hier, dass al-Bukhārī keine Kette bis zu den beiden Sahābah
erwähnte.
263
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َ ُ﴿ َوﻟ َ َﻘﺪْ ﺑ َ َﻌﺜْ َﻨﺎ ِﻓﻲ ُﻛ ِ ّﻞ ﻣ ٍﺔ َر ُﺳ ًﻮﻻ ِن ا ْﻋ ُﺒﺪُ وا اﻠ َﻪ َوا ْﺟ َ ِﻨ ُﺒﻮا اﻟﻄﺎﻏ
﴾ﻮت
Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten
erweckt: "Dient Allah und meidet die falschen Götter." (An-Naḥl:
36)
264
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Matn ()اﻟﻤﺘﻦ
Fasl (Kapitel)
Der Autor sagte: "Und Allāh erlegte allen Dienern den Kufr an den
Tāghūt und den Īmān an Allāh auf.
Und die Tawāghīt (Pl. von Tāghūt) sind viele, und ihre Köpfe sind
fünf: Iblīs, möge Allāh ihn verfluchen, jemand, der angebetet wird
und damit zufrieden ist, jemand, der etwas vom verborgenen
Wissen behauptet, jemand, der die Menschen zu seiner Anbetung
aufruft und jemand, der mit etwas anderem als dem, was Allāh
herabsandte, richtet.
ِ ُ﴿ َﻻ ا ْﻛ َﺮا َﻩ ِﻓﻲ ِّاﻟﺪ ِﻦ ﻗَﺪ ﺗ َﺒ َﻦ اﻟﺮ ْﺷﺪُ ِﻣ َﻦ اﻟْﻐ ّ َِﻲ ﻓَ َﻤﻦ َ ْﻜ ُﻔ ْﺮ ِ ﻟﻄﺎﻏ
ﻮت َوﯾُ ْﺆ ِﻣﻦ
﴾ِ ﻠ ِﻪ ﻓَ َﻘ ِﺪ ا ْﺳ َﺘ ْﻤ َﺴ َﻚ ِ ﻟْ ُﻌ ْﺮ َو ِة اﻟْ ُﻮﺛْ َﻘ ٰﻰ
"Es gibt keinen Zwang im Glauben. (Der Weg der) Besonnenheit ist
nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung. Wer also
falsche Götter verleugnet, jedoch an Allah glaubt, der hält sich an der
festesten Handhabe.." (Al-Baqarah: 256)
Und dies ist die Bedeutung von "Lā ilāha illā Allāh".
265
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Und im Hadith kommt: Der Haupt der Angelegenheit ist der Islām,
ihr Pfeiler ist das Gebet und ihr höchster Gipfel ist der Jihād auf
dem Wege Allāhs."
Und Allāh weiß es am besten, und der Salāh Allāhs auf Muhammad,
seinen Anhängern und Gefährten.
266
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Sharh ()اﻟﺸﺮح
Und hier begann der Autor mit dem Urteil über den Tāghūt, bevor
er ihn definiert. Normalerweise beginnt man mit den Definitionen
vor dem Urteil über eine Sache, jedoch streitet man nicht über
Terminologien.
Die erste Masʾalah: Das Urteil des Tāghūts. Der Autor sagte: "Und
Allāh erlegte allen Dienern den Kufr an den Tāghūt auf."
Der Kufr an ihn ist eine notwendige Pflicht, und es ist eine
individuelle Pflicht für alle Diener.
So deuten das Alif und Lām (in al-'Ibād/die Diener) auf die
Allgemeinheit hin, wie die Menschheit und die Jinn.
Was die Art und Weise des Kufrs auf den Tāghūt angeht, so wird
diese in drei Teile aufgeteilt:
a) Der Kufr auf die Spezies des Tāghūts mit dem Herzen, und es ist,
dass du ihn mit deinem Herzen hasst, seinen Untergang wünscht,
Feindschaft gegen ihn hegst und vor ihm fliehst. All dies geschieht
mit dem Herzen, und das Urteil dieses Teils ist, dass es eine
notwendige Pflicht ist, welche unter keinen Umständen entfällt;
selbst bei Zwang nicht, denn der Zwang ist im Herzen nicht
267
——————————————————————————
b) Der Kufr auf die Spezies des Tāghūt mit der Zunge, und dies durch
die Verkündug, dass der Tāghūt ein Kāfir ist46, und dass er falsch ist,
und dass seine Anbeter Kuffār sind.
َ ُ﴿ َوا ْذ ﻗَﺎ َل ا ْ َﺮا ِﻫ ُﯿﻢ ِ ﺑِﯿ ِﻪ َوﻗَ ْﻮ ِﻣ ِﻪ اﻧ ِﻨﻲ َ َﺮا ٌء ِ ّﻣﻤﺎ ﺗَ ْﻌ ُﺒﺪ
﴾ون
"Und als Ibrāhīm zu seinem Vater und seinem Volk sagte: „Gewiß, ich
sage mich los von dem, dem ihr dient, "(Az-Zukhruf: 26)
Und der Beweis dafür, dass er durch die Unfähigkeit entfällt, ist die
allgemeine Bedeutung der Aussage Allāhs des Erhabenen:
46Hiermit ist gemeint: Wenn der Tāghūt ein Mensch oder Jinnī ist, denn auf Götzen
aus Stein machen wir keinen Takfīr, da sie nicht mit der Botschaft angesprochen
sind und ein Stein kein Kāfir sein kann.
268
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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c.) Der Kufr auf den Tāghūt mit der Hand, und dies ist seine
Zertrümmerung und Beseitigung. Dies ist verpflichtend, wenn die
Möglichkeit vorliegt und der Beweis dazu ist, dass der Prophet ﷺbei
der Eroberung Makkahs die Götzen zerschlug und beseitigte, und er
entsendete ebenso Leute, die sie (in anderen Städten) beseitigten.47
Und Mālik sagte: "Er ist alles, was außer Allāh angebetet wird."
Und von Muhammad ibn Sīrīn kam, dass der Tāghūt der Zauberer
ist.
47
Vieles von dem Genannten gehört zur Vollständigkeit des Kufr an den Tāghūt,
jedoch ist bspw. der Takfīr auf ihn, seine Zerstörung etc. keine Bedingung, um in
den Tauhīd einzutreten; vielmehr gehören diese Angelegenheiten zu den
Konsequenzen des Kufrs an den Tāghūt. Durch andere Aussagen des Shaykhs wird
ebenfalls deutlich, dass der Shaykh den Takfīr auf die Kuffār nicht als Teil des Asl
ad-Dīn betrachtet, welcher durch die Fitrah (natürliche Veranlagung) allein und
ohne der Beweise gewusst wird.
269
——————————————————————————
Und es gibt eine präzisere Definition als die Definition Ibn al-
Qayyims, und sie ist: Jede Überschreitung im Kufr.
So ist zum Beispiel der Unterlasser des Gebets ein Kāfir, und wenn
er zum Unterlassen des Gebets aufruft, oder das Verrichten von ihm
bestraft, so ist dies eine Überschreitung im Kufr und somit ist er ein
Tāghūt; und wer für jemand anderes außer Allāh schlachtet, so ist
dies Shirk, und wenn er zum Schlachten für jemand anderes außer
Allāh aufruft oder es verschönert, so hat er im Kufr überschritten
und ist somit ein Tāghūt.
270
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Und wenn er eine Sache für erlaubt erklärt, so ist dies eine
Überschreitung im Kufr, und dazu gehören die Diener und Wächter
des Shirks48, etc.
Aus der Definition Ibn al-Qayyims lassen sich die Arten der
Tawāghīt entnehmen und dass es drei Arten sind:
Die Tawāghīt der Anbetung, und dies umfasst jeden, der außer
Allah angebetet wird und damit zufrieden ist, und dies umfasst
jeden, welcher die Leute zu seiner Anbetung aufruft, und es umfasst
ebenfalls den Shaytān, und es umfasst die Götzen.
Die Tawāghīt der Befolgung, und dies umfasst die Gelehrten und
Gottesdiener, die Gelehrten des Übels, und die abweichenden
Gottesdiener.
Die Tawāghīt des Gehorsams, und dies umfasst die Herrscher und
Führer der Stämme, welche neben Allāh Dinge für erlaubt und
verboten erklären, und dies umfasst die Wahrsager und Zauberer,
und auch die Richter, welche mit etwas anderem richten als dem,
was Allāh herabgesandt hat, und diejenigen, welche Gesetze
erlassen (al-Musharri'ūn).
48
Hiermit sind Wächter bei den Gräbern gemeint, an welchen Shirk begangen
wird. So lassen sie einen bspw. nicht rein, bis man ein Gelübde für den Toten
ablegte oder ihm eine sonstige Anbetung entgegenbringt.
271
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Und die Tawāghīt sind viele in Anbetracht der Anzahl, jedoch sind
ihre Köpfe und Führer fünf. Dies brachte man in Erfahrung durch
Untersuchung, und der Autor fügte einen Tāghūt in einer seiner
Schriften zu den fünf hinzu, und dies ist der tyrannische Richter,
der die Gesetze Allāhs verändert, und somit wären sie sechs:
1. Iblis.
Und der Autor drückt damit den Shaytān aus, und er ist allgemeiner
als der Ausdruck Iblīs, da er jeden Rebellischen von den Jinn und
den Menschen umfasst.
Und der Beweis für diese Einteilung ist, was 'Umar, möge Allāh mit
ihm zufrieden sein, sagte, dass der Tāghūt der Shaytān ist, und dies
wird überliefert von ibn abī Hātim. Und der Aspekt aufgrund dessen
Iblīs und der Shaytān ein Tāghūt sind: Da er die Grenze des Kufrs,
in den er fiel, mit der Verzierung des Kufrs, dem Aufrufen dazu und
dem Befehlen von ihm, überschritt.
Und diese Art, also Iblīs und der Shaytān, ist die größte der
Tawāghīt und die gewaltigste, und der Grund ist, dass sie viele von
den Bedeutungen des Tāghūts vereint, denn er ruft zu seiner
Anbetung auf und auch zur Anbetung anderer, und zur Änderung
der Gesetze Allāhs und er hilft dem, der das Wissen über das
Verborgene behauptet.
272
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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2. Wer angebetet wird und damit zufrieden ist.
Die Aussage des Autors "und damit zufrieden ist" ist ein Satz des
Zustands (Jumlah Hāliyyah), das "waw/und" steht für den Zustand,
und zwar, dass er in einem Zustand der Zufriedenheit ist (während
er angebetet wird).
So gehört 'Īsā ﷺnicht dazu, denn er ist nicht zufrieden damit, und
er wird nicht Tāghūt genannt, und bei Allāh ist Zuflucht zu
ersuchen, denn er ist nicht zufrieden damit und wird niemals damit
zufrieden sein. Und der Aspekt des Überschreitens dieser Art ist,
dass er zufrieden damit ist, dass für ihn Kufr und Shirk begangen
werden.
"Wer" ist eine Verbindung mit der Bedeutung "al-ladhī", und es gilt
allgemein für jeden, der Wissen des Verborgenen behauptet, sei er
Muslim oder Kafir, Mann oder Frau.
273
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"vom Wissen" - Das Wort "min/von" ist Tab'īdiyyah, d.h. etwas vom
verborgenen Wissen.
Definition: Alles, was niemand außer Allāh weiss, wie das Wissen
über die Stunde, und wann der Tod eines Menschen ist, und es sind
die fünf, welche in der Aussage Allāhs des Erhabenen vereint sind:
﴿ان اﻠ َﻪ ِﻋﻨﺪَ ُﻩ ِﻠْ ُﻢ اﻟﺴﺎ َ ِﺔ َوﯾُ َ ّ ِﺰ ُل اﻟْ َﻐ ْﯿ َﺚ َوﯾ َ ْﻌﻠَ ُﻢ َﻣﺎ ِﻓﻲ ا ْ ْر َ ﺎ ِم َو َﻣﺎ ﺗَﺪْ ِري
ﻮت ان اﻠ َﻪ َ ِﻠﯿ ٌﻢ ُ ﻧ َ ْﻔ ٌﺲ ﻣﺎ َذا َ ْﻜ ِﺴ ُﺐ َﺪً ا َو َﻣﺎ ﺗَﺪْ ِري ﻧ َ ْﻔ ٌﺲ ِﺑ ِ ّي ْر ٍض ﺗَ ُﻤ
﴾َﺧ ِ ٌﺮ
"Gewiß, Allāh (allein) besitzt das Wissen über die Stunde, läßt den
Regen herabkommen und weiß, was im Mutterleib ist. Niemand weiß,
was er morgen erwerben wird, und niemand weiß, in welchem Land
er sterben wird. Gewiß, Allāh ist Allwissend und Allkundig." (Luqmān:
34)
274
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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für uns verborgen, jedoch für den, der dabei ist, wird es als
Bezeugen betrachtet.
Wer anhand der Sterne berichtet, so ist er ein Astrologe, und wer
anhand der Linien auf der Erde berichtet, so ist er ar-Rammāl und
derjenige, der über die Wege Bescheid weiß.
Es kann auch sein, dass sie Blätter oder Stäbchen oder ähnliches
benutzen.
275
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276
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Bestätigung (d.h., das Handeln gemäß einer Information bedeutet,
dass man sie für wahr erklärt).
Usāmah war von dunkler Hautfarbe und sein Vater von heller und
daher sagten manche, dass er nicht sein Vater wäre, so tat dieser
Qāfī kund, dass die Füße die gleichen sind. Somit weist dies auf die
Erlaubnis des Handelns nach der Kunde des Qāfī hin.
277
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Er ﷺsagte: „Hütet euch vor der Firāsah des Mu'mins“50 und 'Umar
war bekannt für seine Firāsah, sodass er einmal sogar, als er einen
Mann zum ersten Mal sah, sagte: „Ich glaube, er ist ein Wahrsager“,
und es war so, wie er sagte.
6. Das, was Handlesen genannt wird; dies beruht auf dem Deuten
der Linien und Windungen, die sich auf der Hand befinden. Er (der
Leser) informiert einen nach ihrer Betrachtung darüber, dass einem
Glück bevorsteht oder Unglück, und das ist von der Behauptung des
Wissens vom Verborgenen.
7. Das, was Lesen aus der Tasse genannt wird. Das funktioniert so,
dass (der Hellseher) einen aus einer Tasse trinken lässt, und
nachdem man ausgetrunken hat, kreist er sie einige Male und
schaut, was an den Wänden der Tasse an Linien von den Überresten
des Kaffees haften geblieben ist. Wenn sich darin etwas formt, was
einer Schlange ähnelt, deutet er es als ein böses Omen, und wenn
sich darin etwas abzeichnet, was einer Rose ähnelt, deutet er es als
ein gutes Vorzeichen. So spornt er einen zur Reise oder Heirat an, je
nach Frage.
49
Al-Firāsah bedeutet, dass man anhand äußerer Angelegenheiten innere
Angelegenheiten ableitet.
50
Der Hadīth ist da'īf.
278
اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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oder einem Hammer ähnelt, dann sagt (der Hellseher) einem, dass
einen ein Unglück treffen wird, oder er hält einen von der Reise ab,
und wenn sie die Form von etwas annehmen, was einem Baum
ähnelt, spornt er einen zur Heirat an o.ä.
9. Was "das Öffnen des Buches" genannt wird. Wenn also ein
Mensch bspw. heiraten möchte, nimmt er ein Buch oder einen
Qur'ān, öffnet es wahllos und schaut auf das erste Wort. Wenn es
eine Āyah der Barmherzigkeit oder ein schönes Wort ist, heiratet
er. Wenn nicht, deutet er es als ein böses Omen und unterlässt es.
All dies ist von der Hellseherei und das ist von der Behauptung des
Wissens vom Verborgenen, und das ist Kufr.
10. Davon ist auch das, was Geisterbeschwörung genannt wird; das
ist ein Ausdruck, der die Herbeirufung eines Jinns bezeichnet, den
man mit Beschwörungen, Zaubersprüchen und Shirkiyyāt ruft, so
identifiziert er sich mit der Persönlichkeit einer Person oder seiner
Stimme und bringt Berichte über die Vergangenheit oder die
Zukunft; und dieser Jinn behauptet, er sei der Geist von Soundso,
und dies gehört zur Behauptung des Wissens vom Verborgenen.
11. Das, was das Zählen des Jummal genannt wird und dies ist von
der Behauptung des Wissens vom Verborgenen. Dies funktioniert
so, dass man die Buchstaben seines Namens und des Namens seines
Vaters und seiner Mutter zählt und die Summe dann durch die
Monate des Jahres teilt, und das Resultat ist dann die Information
über die Zukunft. Das wird oft von einem Diagramm begleitet und
wenn das Ergebnis der Division bspw. 10 beträgt, sagt er einem:
"Wende dich an das Diagramm und schau bei Nummer 10 nach.
12. Das, was in Zeitschriften und Zeitungen die Ecke "Du und dein
Glück" genannt wird; dies ist von der Astrologie und von der
279
——————————————————————————
a.) Wenn er zu ihnen geht und ihnen darin glaubt, dass sie das
Verborgene wissen würden, abgesehen davon, ob es das absoute
oder relative Verborgene ist, so ist dieser ein Kāfir, welcher großen
Kufr begeht, da er glaubte, dass es jemanden außer Allāh gibt, der
das Verborgene kennen würde. Allāh der Erhabene sagte:
﴾﴿ﻗُﻞ ﻻ ﯾ َ ْﻌﻠَ ُﻢ َﻣﻦ ِﻓﻲ اﻟﺴ َﻤ َﺎو ِات َوا ْ ْر ِض اﻟْﻐَ ْﯿ َﺐ اﻻ اﻠ ُﻪ
„Sag: Über das Verborgene weiß nicht Bescheid, wer in den Himmeln
und auf der Erde ist, außer Allāh.“ (An-Naml:65)
b.) Wenn er zu ihnen geht, während er ihre Tat hasst und ganz
genau weiß, dass sie nicht das Verborgene kennen, jedoch ging er zu
ihnen, um sie wegen einer diesseitigen Notwendigkeit (um Hilfe) zu
fragen, oder um sie um ein "Volksrezept" zu bitten, so begeht er eine
große Sünde und sein Gebet wird vierzig Tage lang nicht
angenommen, wie es im Hadīth von Hafsah kam, welchen Muslim
überlieferte: „Wer zu einem Wahrsager geht und ihn nach etwas fragt,
dessen Gebet wird vierzig Tage lang nicht angenommen.“
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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D.h: Er wird vierzig Tage lang nicht für sein Gebet belohnt, sodass
er ohne Belohnung betet. Dies bedeutet nicht, dass er das Gebet
unterlässt, vielmehr muss er weiterhin beten, jedoch wird er nicht
belohnt, da diese Sünde den Lohn der vierzig Tage auslöscht.
c.) Er hasst ihre Tat und er weiß ganz genau, dass sie nicht das
Verborgene wissen, jedoch geht er dort hin zum Schauspiel und als
Ausflug, dies aufgrund von Neugier.
Dies gehört zu den großen Sünden und sein Gebet wird vierzig Tage
lang nicht angenommen. Dasselbe ist es, dies im Fernseher
anzuschauen, denn all dies ist nicht erlaubt. Dasselbe sind Cirkus-
Vorstellungen, und dasselbe ist es, wenn man bei den Zauberern
zugegen ist, um sich entspannen durch das Anschauen ihrer
akrobatischen Spiele und dem, was sie an lustigen und
aufsehenerregenden Dingen tun.
Diese Sorte nannte der Autor hier, jedoch nannte er sie nicht in
seiner Schrift "At-Tawāghīt". Dies ist allgemein und umfasst jeden,
der die Menschen dazu aufruft, ihn anzubeten.
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Weil derjenige im vorigen Fall zufrieden ist mit der 'Ibādah, ohne
jedoch dazu aufzurufen; dieser hier ist jedoch mit seiner Anbetung
zufrieden und ruft zusätzlich die Leute dazu auf, ihn anzubeten.
Und dies ist der fünfte Tāghūt. Dies hat fünf Kategorien:
a.) Dass er nicht mit dem richtet, was Allāh herabsandte -und dies
ist der fünfte Tāghūt, während er glaubt, dass dies, womit er
richtete, dem Urteil Allāhs gleicht oder sogar besser als Allāhs Urteil
sei, oder dass es erlaubt sei, damit zu richten; dies ist großer Kufr,
und der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:
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Und dies wurde in den zehn Auslöschern bereits ausgeführt.
b.) Dass er nicht mit dem richtet, was Allāh herabsandte, jedoch nur
manchmal in bestimmten Angelegenheiten, und nicht aufgrund
einer Verfassung, eines Runderlasses, eines Systems oder eines
Brauches, und er weiß, dass dies, womit er richtete, falsch und nicht
erlaubt ist, jedoch tat er es aufgrund von Gelüsten, Neigungen oder
Bestechung, so ist dies Kufr dūna Kufr (kleiner Kufr).
Beispiel: Er ist ein Richter, der zwischen den Menschen richtet mit
der Gesetzgebung Allāhs, und stets urteilt er über den Dieb, wenn
ihm der Diebstahl nachgewiesen werden kann, mit dem
Abschlagen der Hand, und über den Alkoholiker die Hadd-Strafe
(des Peitschens); dies ist seine beständige Tat, jedoch in einigen
wenigen Fällen, wenn zu ihm ein Dieb kommt, der sein Verwandter
ist, oder der ihm etwas Besitz gab und ihm der Diebstahl
nachgewiesen wurde, urteilt er nicht mit dem Abtrennen der Hand,
sondern er urteilt über ihn mit Knast und einer Disziplinarstrafe
aufgrund seiner Neigungen und dies tat er nicht aufgrund eines
Gesetzbuches, eines Runderlasses, einer Verfassung eines Systems
oder sonstigem.
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c.) Derjenige der weiß, dass er einen Fehler begeht, jedoch richtet er
oft nicht mit dem, was Allāh herabsandte, und es ist dasselbe
Beispiel wie das vorige, außer, dass anstatt der Aussage "in einigen
Angelegenheiten", es in vielen Angelegenheiten ist, in denen er
nicht mit dem richtet, was Allāh herabsandte.
So ist das Urteil des Richters, der über den Dieb nur manchmal mit
dem Abtrennen der Hand urteilt und meistens über die Diebe nicht
mit dem urteilt, was Allāh herabsandte, der große Kufr, und die
Beweise sind die Beweise der ersten Kategorie.
d.) Der Richter, der mit dem richtet, was Allāh herabsandte, jedoch
urteilt er in einigen Angelegenheiten gemäß eines Gesetzbuches,
einer Verfassung, eines Runderlasses, eines Systems oder eines
Brauches, der wird ungläubig, sei es auch nur ein einziges Mal
während er weiß, dass er falsch liegt, selbst wenn er sein ganzes
Leben lang mit dem richtet, was Allāh herabsandte, jedoch urteilte
er in einer einzigen Angelegenheit basierend auf einem Gesetzbuch
oder Runderlass oder ähnlichem, was der Gesetzgebung Allāhs
widerspricht; dieser wird zum Kāfir.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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Der Unterschied zwischen diesem und dem Richter, welcher gemäß
dem richtet, was Allāh herabsandte aber in einigen
Angelegenheiten gemäß seiner Gelüste urteilt, dass bei demjenigen,
der basierend auf einem Gesetzbuch oder einem Runderlass urteilt,
die Zufriedenheit mit den menschengemachten Gesetzen
vorhanden ist.
a. dass es von einer Person mit Macht bestimmt wird, wie der König,
der Präsident, der Befehlshaber, der allgemeine Verwalter und der
Anführer des Rats.
285
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Masʾalah: Wir kennen nun das Urteil desjenigen, der nicht mit dem
richtet, was Allāh herabsandte. Bleibt nun das Urteil desjenigen, der
ein Urteil bei etwas anderem als dem, was Allāh herabsandte,
ersucht, wie derjenige, der ein Urteil bei den Gerichten ersucht, die
nicht gemäß der Sharī'ah urteilen.
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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b. Dass er zu nicht-islamischen Gerichten geht, und es macht
keinen Unterschied, ob er oft oder selten hingeht; dies bedeutet,
dass jeder, der zu diesen Gerichten freiwillig und von sich selbst aus
begehrend hingeht51, während er weiß, dass dort
menschengemachte Gesetze verwendet werden, so begeht er den
Kufr, welcher aus der Millah herausbefördert. Der Erhabene sagte:
51
Shaykh Nāsir al-Fahd, möge Allāh ihn befreien, sagte in seinen Fatāwā al-Hā’iriyyah
(S.15): "Das Einklagen des Rechts bei einem Tāghūtgericht ist nicht erlaubt, es sei denn,
man befindet sich im Zustand des Zwanges und nur dann (ist es erlaubt), denn es stellt
den Kufr dar. Jedoch sehen einige Talabatul-’Ilm (Studenten des Wissens), dass hier die
Darūrah (starke Notwendigkeit) es zulässt, und als Beweis nehmen sie den Hadīth von
Al-Hajjāj Ibn ’Illāt. Und außerdem zählen einige Gelehrte die Darūrah (Notlage) zum
Ikrāh (Zwang) hinzu, so wie es in der vorherigen Antwort bereits erwähnt wurde. Doch
das Richtige ist, dass es nicht erlaubt ist. Wenn es aber jemand so interpretiert wie diese
(zuvor erwähnten) Auslegungen (der Gelehrten) und er dazu genötigt ist, es zu machen,
wird er somit nicht zum Kāfir (und man spricht kein Takfīr auf ihn aus), und Allāh weiß
es am besten.“
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﴾◌ۚ ﴿ ْم ﻟَﻬ ُْﻢ ُﺷ َﺮ َﻛﺎ ُء َﺷ َﺮ ُﻋﻮا ﻟَﻬ ُْﻢ ِﻣ َﻦ ِّاﻟﺪ ِﻦ َﻣﺎ ﻟ َ ْﻢ ﯾ َ َذ ْن ِﺑ ِﻪ ا ﻠ ُﻪ
Oder haben sie (etwa) Teilhaber, die ihnen als Religion festgelegt
haben, was Allah nicht erlaubt hat? (42:21)
Danach erwähnte der Autor den Beweis für die Pflicht des Kufrs an
den Tāghūt, welcher die Aussage Allāhs des Erhabenen ist:
ِ ُ﴿ َﻻ ا ْﻛ َﺮا َﻩ ِﻓﻲ ِّاﻟﺪ ِﻦ ﻗَﺪ ﺗ َﺒ َﻦ اﻟﺮ ْﺷﺪُ ِﻣ َﻦ اﻟْﻐ ّ َِﻲ ﻓَ َﻤﻦ َ ْﻜ ُﻔ ْﺮ ِ ﻟﻄﺎﻏ
ﻮت َوﯾُ ْﺆ ِﻣﻦ
﴾ِ ﻠ ِﻪ ﻓَ َﻘ ِﺪ ا ْﺳ َﺘ ْﻤ َﺴ َﻚ ِ ﻟْ ُﻌ ْﺮ َو ِة اﻟْ ُﻮﺛْ َﻘ ٰﻰ َﻻ اﻧ ِﻔ َﺼﺎ َم ﻟَﻬَﺎ
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اﻟﻮ ﺎزة ﻓﻲ ﺷﺮح ا ٔﺻﻮل اﻟﺜﻼﺛﺔ
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"Es gibt keinen Zwang im Glauben. (Der Weg der) Besonnenheit ist
nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung. Wer also
falsche Götter verleugnet, jedoch an Allah glaubt, der hält sich an der
festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt.." (Al-Baqarah:
256)
In ihr ist die Bedeutung von "Lā ilāha illā Allāh", und es ist die
Bedeutung des Kufrs an den Tāghūt.
Dann beendete der Shaykh, möge Allāh der Erhabene Sich seiner
erbarmen, diese Schrift, indem er das Wissen zu Allāh, gewaltig
und herrlich ist Er, zurückbringt, und mit dem Salāh und Salām auf
Seinen Propheten Muhammad ﷺ.
Buraydah, Qasīm.
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